+ SC Amtliches Kreisblatt Sohert fär den Kreis Korck! rrer Air Hesche se eic che e escere zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Praus, Schwerte=Ruhr. Aite streich= und Lololpoligerlichen Verorduunge Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverödliche stratt. Nr. 5. Politische Uebersicht. Deutschland. — Kaiser Wilhelm hat am Montag auf der Jacht „Hohenzollern“, die von dem Kreuzer„Nymphe" und Depeschenbooten begleitet wird, die Nordlandreise angetreten. Vorher besuchte der Monarch noch Warnemünde, wo vormittags auch der Großherzog von MecklenburgSchwerin eingetroffen war, um das Linienschiff„Mecklenburg“ zu besichtigen. Im Gefolge des Kaisers befinden sich u. a. Prinz Albert von Schleswig=Holstein, Fürst Eulenburg, Gesandter von Tschirschky=Hamburg, vie Generale v. Kessel und Graf Moltke, Vizeadmiral v. Senden und Marinemaler Professor Saltzmann. — Im Kolonialrat sitzt nun endlich auch ein offizieller Vertreter der evangelischen Missionsinteressen. Auf die Vorstellungen des Ausschusses der deutschen evangelischen„Missignen hat die Reichsregierung den Missionsdirektor Dr. Buchger von der Brüdergemeine an diese Stelle berufen.„Sie er damit nur eine Pflicht der Parität, denn die katholischen Missionen waren durch den Domkapitular Dr. Hespers zu Köln schon lange vertreten. —(Auch im südlichen Deutsch==Ostafrika) beginnt die bisherige Unsicherheit für Leben und Eigentum geordneten Verhältnissen Platz zu machen. Bezeichnend dafür ist das der dort wirkenden universuatenmischen, Hircghen Kürc, neten Verhältnissen Platz zu machen. Bezeichzgan.#., big ietzt Bestreben der dort wirkenden Universitätenmission, ihre—. immer nur leicht gebauten und sehr vergänglichen Mangten au, solidere Gebäude zu ersetzen. Der in den letzten wonaten auf Urlaub in der Heimat weilende Archidiakonus Carnon von Masasi benutzte das im Mai gehaltene Jahresfest seiner Gesellschaft in London zu einer Geldsammlung für Kirchenbauzwecke. Er schilderte in beredten Worten die Schwierigkeiten, mit denen die seit 25 Jahren am Rovuma wirkende Mission anfangs zu kämpfen hatte; wie die aus dem portugiesischen Gebiet herüberkommenden räuberischen Magwangwara die Eingeborenen aus der fruchtbaren Niederung ins Felsengebirge trieben und dadurch die Mission zur wiederholten Verlegung ihrer Station zwangen; wie dann die Stämme der Eingeborenen sich unter einander bekämpften und auch der Mission und ihren Leuten viel Sche zufügten; von Dürre, Heuschrecken und der damit zusammenhängenden Hungorsnot ganz zu schweigen. Jetzt sind mit der Ausdehnung des deutschen Einflusses, wie gesagt, auch am linken Rovuma=Ufer gesicherte Verhältnisse geschaffen und die Mission, die in jenem Distrikt 3000 Christen in ihren Gemeinden und 1000 Kinder in ihren Schulen hat, tritt in das zweite Stadium ihrer Entwickelung ein, wo die mit Bambuswänden und Grasdächern errichteten Erstlingskirchen dauerhaften Steinbauten Platz machen. Es mag nicht unerwähnt bleiben, daß die dortigen Missionare bei der letzten Hungersnot sehr beträchtliche Summen aufgewandt haben, das aus den fruchtbaren Gegenden in die Einöde getriebene arme Volk vor dem Verhungern zu schützen. Italien. = Vom Sterbelager des Papstes Leo XIII. Die amtlichen Bulletins, welche über das Befinden des Papstes ausgegebe wurden, waren ohne Ausnahme mit Rücksicht auf die Wahrscheinlichkeit, daß der heilige Vater Einsicht in sie nehmen könnte, abgefaßt worden. Es war in chnen weder von einer ernsten Lungenentzündung, noch Sinnsprüche. Parabel. Eine Sonnenfinsternis Sagten an die Astronomen, Und am Tage der Erscheinung Läuft, was Beine hat und Augen, Auf die Straße; und so mancher, Der das herrliche Gestirn Sonst kaum eines Blicks gewürdigt, Guckt voll Neugier durch das Glas, Um die Leuchtende zu sehen, Wenn ihr Antlitz sich verfinstert. Das ist Menschenbrauch auf Erden: Manche Ehre, manche Tugend, Manch' Verdienst bleibt unbeachtet, Aber alles eilt herbei, Wenn ein Flecken sie verdunkelt. O. E. W. Schwerte, Dienstag den 7. Juli 1903. von dem schnellen Kräfteverfall oder gar von der unabwendbaren Katastrophe die Rede. Die Unterrichteten wußten gleichwohl, daß der Papst diesen schweren Anfall nicht würde überwinden können. Papst Leo hat schon häufig durch seine unglaubliche Widerstandsfähigkeit die Befürchtungen seiner Aerzte zu Schanden gemacht. Er ist von seinen eigenen Leibärzten schon wiederholt aufgegeben worden, hat aber stets durch die Tat bewiesen, daß die Herren seine Kräfte unterschätzten. der gebrechlichen Greisengestalt lebte ein Fonds unverwüstlicher Kraft und Zähigkeit. Als ihn sein Dr. Lapponi aber dieses Mal besuchte, wurde er vom Papste mit den Worten angesprochen: Es ist das erste Mal, daß Sie mich nicht in guter Gesundheit antreffen. Der Papst fühlte also selbst, daß sein Ende bevorstehe. Er wurde durch dieses Gefühl jedoch nicht gebeugt, sondern sah dem Tode mit heiterer Ruhe und echt christlicher Zuversicht entgegen, er sprach von dem Tode als von einer Gottes. J 41221 Frankreich. = Aenderung des Ehegesetzes. Ohne jede Debatte und fast unbemerkt hat die Kammer gestern eine Abänderung des Ehescheidungsgesetzes angenommen. Bisher war bekanntlich den wegen Ehebruchs geschiedenen Gatten oder Gattinnen verboten, sich mit ihrem Mitschuldigen, das heißt mit ihrem Liebhaber oder der Geliebten, zu verheiraten. Dieses Gebot hat die Kammer gestern abgeschafft.—„La grande nation“ marschiert eben an der„Spitze der Zivilisation.“ Balkan. Wbonnementchreic dra Suanaal 1. Mant ih Asa, gee 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ 36. Jahrgang. = Großserbische Fantasien. Auf eine Begrüßungsdepesche der Belgrader Hochschüler an den Kronprinzen, worin der Hoffnung Ausdruck verliehen wird, Thronfolger Georg werde die Fahne der Befreiung und Einigung aller Serben erheben, antwortete der Prinz aus Petersburg mit folgender pesche:„Ich danke Ihnen für die gesandten Glückwünsche und hitte Sie zu glauben, daß ich die Hoffnungen, welche die serbische richt erster Instanz angenommenen Ungehorsam eine vorschriftswidrige Behandlung Untergebener erblicken könne, weil die allerhöchsten Bestimmungen über Behandlung Betrunkener nicht als Dienstbefehle angesehen werden könnten. Bei seiner Vernehmung erklärt Hüssener immer wieder, nur im Bewußtsein seiner Pflicht gehandelt zu haben. Fassen hätte er Hartmann nicht können, er habe auch befürchtet, daß der körperlich größere Hartmann ihn hätte angreifen und in Lütscher Unterstützung finden können. Den tötlichen Stich hätte er mit ausgestrecktem Arm durch Vorbeugen des Körpers ausgeführt. Der Zeuge Lütscher, dessen Auftreten heute gemäßigter ist und deshalb einen besseren Eindruck macht, bekundet, daß Hüssener zum Stoß ordentlich ausgeholt habe. Dasselbe sagt Zeuge Weinberg. Dem Gericht liegt ein polizeilicher Plan über die Beleuchtung des ortes vor. Die neuvernommene Frau Hausmann sagt aus, daß, sobald Hartmann sich umdrehte, Hüssener mit gezücktem, hochgehobenem Dolch folgte. Medizinalrat Racine schildert die Obduktion. Er glaubt, daß die Wunde an der Wange Hartmanns von einem Fehlschlage Hüsseners herrührt. Die Aussagen der Zeugen brachten im übrigen nichts Neues. Nach zweistündiger Beratung verkündet der Verhandlungsleiter das Urteil. Hüssener wird unter teilweiser Aufhebung des Urteils der ersten Instanz wegen Ungehorsams gegen einen Befehl in Dienstsachen und wegen vorsätzlicher Mißhandlung eines Untergebenen mit tötlichem Ausgang zu 2 Jahren 7 Tagen Festungshaft verurteilt. 2 Mo nate und 7 Tage werden als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet. eee. 9 zetzt, nicht täuschen werde“— Weiß er denn.] Das zweite Urteil muß in der Tat sehr befremden. Zugend in mich setzt, nicht tauschient wurter.„34et6 er bes, Damit wird die Tat Hüsseners bis zu weitem Grade als ob er überhaupt senals an die Regierung vomm: durch die Militärgesetze gedeckt angeseyen. Man nimmt an, daß eine entehrende Handlung die wüste Stecherei in der Essener Brandstraße nicht gewesen ist, und daß also von jeder Gefängnisstrafe abzusehen sei. Darauf wird eine weitgehende Entrüstung erwidern. Fähnrich z S. Hüssener vor dem Oberkriegsgericht. Kiel, den 6. Juli. Kapitän Hander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (19. Fortsetzung.) „Zum Kuckuck, Marta, was ist das für'ne Art? Man steht doch seinem Vater Rede und Antwort! Wie denkst Du eigentlich über die Sache?“ Sie wandte ihm erschrocken ihr Gesicht zu. „Wie soll ich darüber denken, Vater? Es wird wohl so sein, wie Du sagst.“ „Ich habe mal gedacht, Ihr beide hättet Euch gern, und es wäre ein Paar aus Euch geworden.“ Während Mynheer van der Straaten so sprach, hatte er seine Augen mit einem förmlich lauernden Ausdruck auf seine Tochter gerichtet. „Er hat sich nichts aus mir gemacht, Vater,“ sagte das junge Mädchen jetzt mit einer Gleichmütigkeit, die den alten Herrn Unter schwacher Teilnahme des Publikums wurde vor dem Oberkriegsgericht der Prozeß Hüssener heute morgen 8 Uhr eröffnet. Nach Verlesung des erstinstanzlichen Urteils führt der Verhandlungsführer aus, daß der angeklagte Hüssener gegen das Urteil in vollem Umfange, ferner der Gerichtsherr insoweit Berufung eingelegt habe, als nur ein minder schwerer Fall, Mißhandlung eines Untergebenen mit tötlichem Ausgang, angenommen worden sei. Der Angeklagte wurde dann darauf Kunschichen. Heät dot I veitkiätüte. für einen Augenblick in der Tat irre leitete. Aber schon im nächsten gewann er die Ueberzeugung, daß seine schlimmsten Befürchungen vielleicht noch hinter der Wirklichkeit zurückblieben. Marta war aufgestanden, um einer Unterhaltung aus dem Wege zu gehen, die ihr unerträglich dünkte. Als sie an den Vater vorübergehen wollte, um das Zimmer zu verlassen, sah er Tränen in ihren Augen. In demselben Augenblick hatte Mynheer van der Straaten auch schon seines Kindes Hand ergriffen und hielt sie fest in der een tat Ers. Bahe und „Ne. so kommst Du mir nicht fort. Erst mede und Antwort. Daß mit Dir was vorgegangen ist, merkt ein ejder. Ich bin nicht gewillt, Dich mit Deiner Kopfhängerei durchzulassen, die Du üebrwinden mußt— ja, sieh mich nur so an. Ich sag's Dir noch einmal, Du mußt sie überwinden. Du bist doch nicht auf der Straße gefunden, daß Du es Dir zu Gemüte ziehst, wenn so ein— na, wie soll ich ihn nur gleich nennen?— Dich nicht will? Da muß Dir Dein Stolz drüber hinweg helfen. Der wird seine Strafe schon kriegen. Was wohl aus dem noch werden wird? Mehr, als er jetzt ist, gewiß nicht— das kannst Du mir glauben. Ich kenne die Welt. Mit Raupen, wie sie Sander im Kopfe hat, kommt man nicht durch, am wenigsten heutzutage. Was gehen einem die Leute an?“ sprichst sonderbar, Vater. Sander— mich nicht haben will? Wie kommt es, daß Du eine solche Aeußerung tust? Das hört sich gerade an, als ob er mich ausgeschlagen hätte.“ Die Wangen des jungen Mädchens hatten eine höhere Färbung angenommen und in ihren Augen war ein Ausdruck von Hochmut, wie ihn an Marta van der Straaten wahrzunehmen, nicht oft eine Gelegenheit sich bot. Die Worte des Vaters hatten sie schwer getroffen. „Das hat er auch, kurz und bündig,“ entgegnete Mynheer van der Straaten, der mit einem Male zu wissen glaubte, was er jetzt zu tun hatte.„Ich habe mich wohl nicht getäuscht, als ich der Meinung war, daß Du Sander gern hattest; ich dachte aber auch von ihm, daß er sich was aus Dir machte. Mir hätte ja Deutsch unentbehrlich. Während der Newyorker Schulrat die Einschränkung der deutschen Lehrstunden beschlossen hat, wird den Münch. N. Nachr. aus Stockholm geschrieben: Die schwedische Kultusbehörde bereitet die Umbildung des Unterrichtsplans an den höheren Lehranstalten vor und hat sich mit den Lehrkörpern der einzelnen Anstalten in Verbindung gesetzt, um deren Meinung über die Bedeutung des Unterrichts in den neueren Sprachen einzuholen. Das übereinstimmende Urteil lief darauf hinaus, daß der bisherige Vorrang des Französischen resp. Englischen beseitigt und uus egsiche üatig an sie ein Staete gctgt wichen nüithe. eine solche Partie für meine Tochter nicht gepaßt, aber— ich hätte auch ein Auge zugedrückt, wenn es denn einmal nicht anders sein konnte. Also, ich habe deinetwegen mit Heinrich Sander gesprochen.“ „Vater, das hättest Du getan?“ „Nun, warum denn nicht? Ich meine, in diesem Fall liegt die Sache ein bischen anders. Van der Straaten braucht nicht mit seiner Tochter zu Markte zu ziehen, das weiß jedermann. Ich dachte mir aber, Sander würde nicht die Kourage finden, um Dich anzuhalten, auch wenn er Dich gern leiden mochte. Er ist nun einmal ein armer Teufel, und Du bist des reichen Rheders einzige Tochter. Außerdem hat Schweigen zu unrechter Zeit ebensoviel Unheil in die Welt gebracht, als überflüssiges Reden. Aus dem Grunde bin ich zu ihm gegangen, um mich mit ihm auszusprechen, und da— da— nun, er will nicht— er will nicht— um's kurz zu sagen.“ Marta war abwechselnd rot und bleich geworden, während ihr Vater sprach. Ihre Lippen zeigten eine bläuliche Färbung, und nur mit Mühegelang es ihr, die heißen aufsteigenden Tränen zurückzuhalten. „Was sagte er?“ fragte sie mit leiser Stimme. In Mynheer van der Straatens Augen leuchtete es auf. Er hatte heftige Vorwürfe erwartet, sein Kind zeigte vielfach eine von der seinen ganz verschiedene Auffassung der Dinge. Nun brauchte er ihr nur reinen Wein einzuschänken, und der ganze Jammer würde auf einmal sein Ende erreicht haben. Ausführlich erzählte er Marta den Inhalt der Unterredung, die er mit Heinrich Sander zwei Tage vor dessen Abreise gehabt. Er hatte sie auf seinen Schoß herabgezogen; Marta saß still und ruhig, seinen Worten lauschend, kein äußeres Zeichen verriet den Schmerz, den ihr jedes derselben verursachte. Als der Vater geendet, erhob sie sich. „Du hast es gut gemeint, Vater,“ sagte sie mit einer Stimme, die nichts von Erregung verriet,„es wäre aber besser gewesen, Du hättest mir diese Demütigung erspart. Eine solche ist es nun einmal, man mag es ansehen, wie man will. So wie Sehr interessant lautet die Begründung, mit der der Lehrerausschuß von Upsala die Notwendigkeit dieser Lehrstoffveränderung darzutun sucht:„Die deutsche Kultur mit ihren schätzen, ihren dichterischen Erzeugnissen und der Vielseitigkeit des sprachlichen Ausdrucks rangiert ganz unbestrittenerweise in unseren Tagen an der vornehmsten Stelle. Hinzu kommt, daß die neuzeitlichen Schulbestrebungen mehr und mehr einer Verücksichtigung jener speziellen Aufgaben zuneigenzuzteren#e# die Befähigung der heranwachsenden Jugend zur spateren T#ilnahme am wirtschaftlichen Leben erhoht und die Aussichten auf eine gesicherte Lebensstellung verbessert werden können. In diesen beiden grundlegenden Beziehungen bietet woder, das, Frgne zösische mit seinem geringfügigen kommerziellen Werte noch das Englische mit seiner geringen Bedeutung auf rein kulturellem Gebiete die gleichen Bildungsmöglichkeiten wie das Deutsche.“ zeichnend für die Aufnahme der vorgeschlagenen ist es, daß der schwedische Reichstag auf Antrag der behörde beschloß, zwei neue Professuren für germanische Sprache an den Universitäten Upsala und Lund einzurichten. Kleine Chronik. + Berlin, 5. Juli. Heute früh wurde in einem unbebauten Teil in Charlottenburg ein Liebespaar erschossen gefunden. Die Identität des Mädchens steht noch nicht fest; in dem jungen Mann vermutet man einen Friseur Wichterich aus Kottbus. Aus der Lage, in der die beiden Leichen aufgefunden wurden, ist zu schließen, daß der junge Mann zuerst das Mädchen und dann sich selbst erschossen hat. + Hannover, 5. Juli. Der Fabrikant Otto Bosse in Stadthagen hat auf die Wiedererlangung von 181 Wechseln im Betrage von 33000 Mark, welche ihm in der Nacht vom 1. zum 2. Juli gestohlen wurden, eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. + Bozen, 5. Juli. Der aus Brescina stammende Martin Onethi stürzte im Combeagebirge zwischen dem Garda= und See und blieb tot. Station Godthaab ihre erste Niederlassung Neuherrnhut und durften 1739 ihren in der Missionsgeschichte zu einer gewissen Berühmtheit gelangten Erstling Kajarnak taufen. Beide Missionen haben in edlem Wetteifer bis 1900 nebeneinander fortbestanden und das Völkchen, das in den Herrnhuter Missionsberichten immer mit ganz besonderer Liebe behandelt ward, zum größten Teil christianisiert. Man zählt jetzt 10318 christliche Eskimos. Die verhältnismäßig am stärksten bewohnte Südwestküste Grönlands ist jetzt fast nur von Christen bewohnt. Hier liegen neben den oben genannten noch heute bestehenden Stationen die schon durch ihren Namen charakteristischen Orte Lichtenfels, Lichtenau, Friedrichstal u. a. An der schwer zugänglichen Ostküste und im hohen Norden hat sich das Heidentum zäher erhalten, doch kann es keinem Zweifel unterliegen, daß die Zahl der heidnischen Grönländer nur noch gering ist. Daß die Inselbevölkerung, die übrigens auch eine kleine christliche Literatur aufzuweisen hat, im großen und ganzen als christianisiert anzusehen ist, geht unter anderem daraus hervor, daß die Brüdergemeine im Sommer 1900 ihre Sendboten aus Grönland zurückgezogen und die von ihnen gesammelten Gemeinden der dänischen Kirche zur weiteren Versorgung überlassen hat. zwischen Marseille und Toulon in einem Wagenabteil 1. Klasse, während er schlief, 460000 Franks in Wertpapieren gestohlen. + Rom, 5. Juli. Der„Corr tella Sera" berichtet über grobe Ausschreitungen englischer Matrosen, die sich in Palermo abspielten. An 1000 Seeleute des englischen Geschwaders waren abends an Land beurlaubt, wo sie schwer betrunken johlend durch die Straßen zogen, die Bezahlung verweigerten und groben Skandal verübten. Einem Rentner wurden auf der Fahrt Aus dem hohen Norden. (Fridtjof Nansens„Eskimoleben") lenkt jetzt allgemein die Blicke auf jenes Inselvölkchen im hohen Norden, das den größten Teil des Jahres zwischen Eis und Schnee zu leben gezwungen ist. Es berührt überaus wohltuend, den großen Polarforscher mit so viel Liebe von einem Naturvolk reden zu hören, das vielen nur als der Inbegriff von Aermlichkeit und Stumpfsinn gegolten hat. Er beklagt mit Recht, daß die Eingeborenen gleich vielen anderen vom Giftstrahl unserer Zivilisation getroffen dahinsiechen. Bei dieser Gelegenheit mag aber daran erinnert werden, daß die christliche Mission sich schon seit 200 Jahren bemüht hat, den Untergang der oder zum mindesten ihren Lebensabend mit Ewigkeitslicht zu vergolden. Als Pfadfinder der Eskimo=Mission ist der norwegische Pfarrer Hans Egede zu bezeichnen, der in der Absicht, verschollene Normänner aufzusuchen, im Jahre 1721 nach Grönland ging, statt ihrer aber die Eskimo fand, bei denen er sich ansiedelte. Grönland war damals eine dänische Kolonie; diese brachte aber dem Mutterlande so wenig ein, daß sie aufgegeben werden sollte. Der gerade am dänischen Hofe weilende Graf Zinzendorf wußte den König Christian VI. aufs neue für die Felljacken und Seehundsjäger zu interessieren und versprach ihm Missionare aus der Brüdergemeine für seine heidnischen Untertanen. Diese reisten 1733 von Europa ab, gründeten neben der von Egede angeleg#en ich Sander von früher kenne, war nicht daran zu denken, daß er sich wieder um mich bekümmert hätte. Und ich? Ich würde mich nicht zufrieden mit einem Manne gefühlt haben, bei dem ich erst in dritter und vierter Reihe kam. Mit Heinrich wäre es mir gewiß so ergangen. Darum hätte ich ihn auch nicht genommen. „Was, Du hättest ihn nicht genommen?" „Nein, Vater, so nicht. Ich hätte ihn erst anders sehen müssen. Das Aussprechen hatte sich wieder einmal als der richtige Ausweg erwiesen, wie Mynheer van der Straaten sich selbstzufrieden sagte. Von dem Tage an, an dem es zwischen ihm und seiner Tochter zu einer Erklärung gekommen war, erschien ihm Marta wie ehemals. Nicht die leiseste Verstimmung zeigte sich in ihrem Wesen, sie war wieder ganz die alte, liebenswürdige und unentbehrliche Gesellschafterin des Vaters. 7. Herbst und Winter waren vorübergegangen und in der Natur begann es mächtig sich zu regen. Marta van der Straaten schien es, als sei eine Erlösungsstunde gekommen. Nie war ihr ein Winter so lang geworden, nie empfand sie die Einsamkeit so peinlich, wie in den dunklen Tagen, an denen der Himmel voller Schnee hing und die Welt grau in grau lag. Sie hatte es sich leichter gedacht, mit einer bitter gekränkten Liebe fertig zu werden. Wenn sie auch das Vergangene als abgeschlossen betrachtete und es für selbstverständlich hielt, daß zwischen ihr und Heinrich Sander alles abgetan sei, so war ihre Teilnahme für ihn darum nicht geringer geworden. Sie hatte aber nicht viel wieder von ihm gehört. Der Vater sprach mit der Tochter nicht von ihm, und die einzige Freundin, die sie über seine Person hätte befragen können, hatte sich monatelang nicht bei ihr sehen lassen. Gleich nach Weihnachten hatte sie einmal zufauig erfahren, daß Kapitän Sander wieder dagewesen sei, wegen Zerlina Heins, die von Johann Theden geschieden werde und deren Interessen er vertrat, als ob er ihr Bruder wäre. Das wurde ihm in der ganzen Stadt verdacht. Für die„Zigeunerin" erhob sich keine freundliche Stimme, insbesondere nicht mehr seit dem Augenblick, als es bekannt geworden war, daß Theden sie wirklich geheiratet hatte und es sich nicht um ein illegitimes Verhältnis handelte. Wie war es nur möglich gewesen, daß dieses Mädchen einen Mann wie Johann Theden dazu hatte veranlassen können? Sie mußte eine ganz durchtriebene Person sein, und es warf auf Sander kein gutes Licht, daß er ihretwegen gegen seine alte Freundschaft Partei nahm und die Thedens in die größten Ungelegenheiten brachte. Ohne seine Einmischung würde die Geschichte in aller Stille abgemacht worden sein. Marta van der Straaten urteilte anders. Darin erkannte sie Heinrich wieder und es freute sie, daß er sich des armen Weibes angenommen, daß sie es eines Tages so brutal voi einem Elenden mißhandelt gesehen. Später brachte sie in Erfahrung, daß Zerlina wirklich von ihrem Manne geschieden war, doch hatte Mynheer Hieronymus Theden die Zukunft der geschiedenen Frau und ihres Knaben sicher stellen müssen, wenn auch nur in einer sehr bescheidenen Weise. (Fortsetzung folgt.) Lokales. ** Schwerte, 7. **(Freiw. Feuerwehr.) Gestern abend fand in den Kasino=Räumen des Hotels Ostermann=Engel wiederum eine Gesamt=Ausschußsitzung der mit der Vorbereitung des 25jährigen Jubelfestes unserer Freiw. Feuerwehr betrauten Kommissionen unter Vorsitz des Herrn Bürgermeister Rohrmann statt. Die Vorsitzenden der einzelnen Kommissionen legten die gefaßten Beschlüsse vor, nach denen man im ganzen 1120 Mark benötigen würde, hierbei sind indessen die in Aussicht stehenden Einnahmen schon abgerechnet. Der Vorsitzende der Finanzkommission, Herr Bädeker, nahm die Posten indes unter die Lupe und reduzierte dann die Summe auf 980 Mk.; 360 Mark stehen zur Verfügung, man hofft indessen, daß die Stadt außer den schon bewilligten 300 Mark noch eine Summe zur Deckung des Defizits geben wird. soll u. a. auch ein Festschriftchen herausgegeben werden. In den vier Stadtbezirken sollen unter den Bürgern Sammellisten zirkulieren und man hofft von der Opferwilligkeit der Schwerter Bürgerschaft eine wesentliche Hilfe. Mit der Hörder Kreisbahn soll ein Uebereinkommen getroffen werden, daß am Festtage Spät= und Extrawagen verkehren. **(Das Miltärkonzert,) welches die aus Anlaß des Schützenfestes hier aiwesende Kapelle des 98. Inf.= Regts. gestern abend im Saale des Herrn Stamm gab, erfreute sich eines recht guten Besuches seitens der Bürgerschaft, während die Herren vom Schützenbunde, für die das Kommen doch eigentlich Ehrensache gewesen wäre, durch Abwesenheit glänzten, nur der Hauptmann der 2. Kompagnie hatte es für nötig befunden, zu kommen. Das war eigentlich nicht sehr hübsch gehandelt. Gehen wir nun auf das Konzert selbst ein, so müssen wir nur sagen, daß es von Anfang bis zu Ende eine Glanzleistung allerersten Ranges war. Allerdings sind wir nicht die ersten, denen die ungemein hohe künstlerische Schulung auffällt, von allerhöchster Seite aus sogar ist dem Leiter derKapelle, dem Kgl.Musikdirigenten Herrn Otto Firchow, diese Anerkennung zuteil geworden. Denn durch Regimentsbefehl wurde der Kapelle folgende Kaiserliche Ehrung zuteil:„Nach dem Abbringen der Fahnen befahl mir Se. Majestät, dem Stabshoboisten die Allerhöchste Anerkennung für die gute Schulung und Ausbildung der Kapelle auszusprechen. Gez. Kettner, Oberst und Regimentskommandeur. Mit dem schneidigen Vortrage des Prinz Heinrich=Marsches eröffnete Herr Firchow das Konzert, schon diese erste Piece verriet die hohe Leistungsfähigkeit der Kapelle, wenn uns auch die Komposition selbst nicht recht zusagte. Brillant war die Ouverture z. Operette„Franz Schubert“ von Suppé und die große Fantasie a. d. Op.„Carmen“, wenn auch an einzelnen Stellen die Einsätze etwas unrein waren. Zwei Fanfarenmärsche, ausgeführt von 12 Trompetern, eröffneten den zweiten Teil des Programms, hei, wie klar, edel und rein schmetterte das durch den Saal, und direkt an diese prächtige Darbietung schloß sich die in jeder Beziehung meisterhafte und mustergiltige Wiedergabe der Ouverture z. Op.„Tannhäuser". Jeder, der dieses gewaltige Tonwerk Richard Wagner’s kennt, wird wissen, welche gewaltigen Schwierigkeiten es bietet, und doch wurden diese gestern im wahrsten Sinne des Wortes spielend überwunden, es war ein wirklicher, hoher Kunstgenuß. Recht ansprechend war die Gavotte„Alice Roosevelt“ von Schneider, und ihr folgte das imponierende, wuchtige Tonwerk„Ein Immortellenkranz auf das Grab Lortzings“, ebenfalls in vollendeter Weise vorgetragen. Den dritten Teil eröffnete die herrliche Polonaise Nr. 2 (Es=Dur) von Liszt, der die Ouverture zu„Egmont“ von Beethoven folgte. Die Kapelle bewies mit diesen beiden Sachen, daß sie auch mit den alten Meistern durchaus vertraut ist. Nach dem„Winterlied“ von Koß wurde außer Programm ein Marsch auf den langen Heroldstrompeten eingeschaltet, der das Publikum, welches bisher schon nach jeder Nummer aufs lebhafteste applaudiert hatte, zu nicht endenwollenden Beifallsstürmen hinriß und wiederholt werden mußte. Mit einem großen militärischen Potpourri und einem flotten Militärmarsch als Zugabe schloß nach mehr als dreistündiger Dauer das Konzert, über welches man nur anerkennende Aeußerungen des Lobes hörte. Hoffentlich ist es nicht das letzte Mal gewesen, daß wir die Kapelle und besonders auch ihren liebenswürdigen Leiter in Schwerte begrüßen durften. **(Kreisbibliothek.) Wir machen die Leser der Kreisbibliothek an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß sämtliche Bücher zurückgegeben werden müssen. Es findet in diesem Monat die Jahresrevision statt, da ist es unbedingt notwendig, daß alle Schriften zur Stelle sind. **(Statistisches.) Die neueste Nummer des blattes der Königlichen Regierung zu Arnsberg(vom 5. Juli) enthält 173 Steckbriefe, 14 Zwangsvollstreckungen, 22 Konkurse, 4 Ehescheidungen, 5 Vorladungen an Militärpflichtige, die sich der Dienstpflicht entzogen haben 31 Bekanntmachungen betreffen Gütertrennung. **(Postalisches.) Der Postbestellbezirk Schwerte zählte im Jahre 1902 15 292 Seelen. Die Einnahme an Porto= und Telegramm=Gebühren betrug 100 385 Mk.; Briefe, Postkarten, Drucksachen und Warenproben gingen ein 606138 Stück, Pakete ohne Wertangabe 53 279, Briefe mit Wertangabe 2430, Pakete mit Wertangabe 422 Stück. Die Zahl der im Orte aufgegebenen Briefe, Postkarten und Drucksachen beträgt 606 372, der Pakete ohne Wertangabe 45 557, mit Wertangabe 394, Briefe mit Wertangabe 3095; Postnachnahmesendungen gingen ein 18 627, Postaufträge 3681; der Betrag der eingezahlten Postanweisungen ist 3 193 504 Mk., der ausgezahlten 1 756231 Mk.; Telegramme wurden aufgegeben 8600 Stück, eingegangen sind 8782 Stück, Stadtfernsprechstellen gibt es 57, von welchen aus im ganzen 115 322 Gespräche ausgeführt wurden. Der Verkauf von Wechselstempelmarken betrug 1115 Mark. * Sölde, 7. Juli. Die Eisenbahnstation Sölde hat eingenommen im Jahre 1902 aus dem Personenverkehr 19 683 Mk., befördert wurden 61 251 Personen. ** Aplerbeck, 7. Juli. Die Eisenbahnstation Aplerbeck hat eingenommen im Jahre 1902 aus dem Personenverkehr 31 906 Mk., aus dem Güterverkehr 598331 Mk.; es wurden befördert 58 898 Personen, 705 Tonnen Stückgüter, 281 034 Tonnen Wagenladungen.„ ** Aplerbeck, 6. Juli.(Beinahe ertrunten.) Das Dienstmädchen H. des Gastwirts Ueßeler, welche den Kahn des Mühlenteiches besteigen wollte, geriet durch einen Fehltritt ins Wasser, wurde aber noch rechtzeitig von den Insassen des Kahnes gerettet. ** Wichlinghofen, 6. Juli.(Unglück.) Am Sonntag morgen, wohlgemut von der Nachtschicht heimgekehrt, steigt der Bergmann W. Becker hierselbst, ehe er sich zur Ruhe legt, auf den Kirschbaum, um für seine Kinder Kirschen zu pflücken. Hierbei glitt er aus und fiel so unglücklich, daß der Bedauernswerte das Rückgrat brach. Herr Dr. Steilberger ordnete seine Ueberführung in das Krankenhaus iach Hörde an. Hörde, 6. Juli.(Einen Unfug) sondergleichen vollführt nach„Hörd. Volksbl.“ heute morgen ein ca. 14 Jahre alter Arbeitsbursche. Derselbe stellte sich im Bickefeld zwischen die Schienen der Berg.=Märk. Bahn und erwartete mit ausgebreiteten Armen den um 6 Uhr von Hörde kommenden Personenzug. Der Lokomotivführer, welcher den Burschen sah und bemerkte, daß derselbe trotz Näherkommens des Zuges keine Miene zum Fortgehen machte, glaubte einen Geisteskranken vor sich zu haben und brachte deshalb den Zug noch im letzten Augenblick zum Stehen. Kaum aber hielt der Zug, so nahm der frivole Bursche Reißaus. Wenn es auch noch nicht gelang, denselben zu ermitteln, so fahnden die Polizeibeamten doch weiter eifrig nach ihm und hoffentlich auch mit Erfolg.. D. Eizenkahuste ** Hörde, 7. Juli. Die Eisenbähnstation Hörde hat eingenommen im Jahre 1902 aus dem Personenverkehr 56327 Mk., aus dem Güterverkehr 1 864 980 Mk.; es wurden befördert 61 755 Personen, 3933 Tonnen Stückgüter, 418 845 Wagenladungen. * Barop, 7. Juli. Die Eisenbahnstation Barop hat eingenommen im Jahre 1902 aus dem Personenverkehr 74736 Mk., aus dem Güterverkehr 386 278 Mk.; es wurden befördert 230 753 Personen, 1387 Tonnen tückgüter, 430 582 Tonnen Wagenladungen. Aus Westfalen und Rheinland. * Volmarstein, 6. Juli. Die leidige Unsitte, beim Anzünden des Feuers Petroleum zu verwenden, hat gestern in der Gemeinde Grundschöttel einen bedauerlichen Unglücksfall hervorgerufen. Die 20jährige Tochter der Witwe Bösse zu Lumbeck, die beim Feueranzünden Petroleum gebrauchte, wurde durch die herausschlagenden Flammen derartig am Körper verletzt, daß ihre Aufnahme ins Hasper Krankenhaus erforderlich wurde. Es ist jedoch Hoffnung vorhanden, daß sie mit dem Leben davonkommen wird. * Dortmund, 6. Juli.(Für die Armen der tadt.) Der gestrige zweite Tag des Dortmunder Sommermeeting brachte auch den Armen von Dortmund und Hörde eine Ueberraschung. Herr Bischof, dessen Rautendelein“ das 10000 Mark=Rennen gewonnen hat, spendete für die Armen der Stadt Dortmund 600 Mark, während ein nicht genannt sein wollender Sportsmann die Hörder mit 400 Mark bedachte. * Barmen, 6. Juli. Vergangene Nacht vergiftete sich in den Höfen ein Liebespaar, Oskar Kamps aus der Freudstraße und Else Drewer aus der Heckinghauserstraße mit Arsenik. Der junge Mann ist tot, das Mädchen lebt noch und befindet sich im städtischen Krankenhause. Die Ursache des Doppelselbstmordes ist wohl der Umstand, daß das Paar an der Möglichkeit seiner ehelichen Verbindung zweifelte. * Heiligenhaus, 6. Juli. Der Stimmzettel hat es an den Tag gebracht! In der Nacht zum Sonntag wurde bei dem Landwirt Hermann zur Linden eingebrochen. Der Dieb hieß eine ziemlich umfangreiche Beute mitgehen, nämlich ca. 30 Pfund Speck, 3 Pfund Rindfleisch, 5 Pfund Butter und 4 Flaschen Wein. Der ungeladene Gast durfte sich seines Raubes nicht lange erfreuen. Infolge der„schweren Arbeit“ war der Eindringling durstig geworden. Als er unterwegs eine Flasche süßen Weines aus der Tasche zog, fiel ihm ein Kouvert enthaltend Adresse mit einem Stimmzettel„Carl Meist", ab. Kouvert und Stimmzettel führten zur sofortigen Ermittelung des Spitzbuben. Es ist der Tagelöhner P. Feldmann. Der sofort beschlagnahmte Rest der entwendeten Lebensmittel ist mit Genehmigung des geschädigten Eigentümers an mehrere arme Personen unserer Bürgermeisterei verurteilt worden. * Düsseldorf, 4. Juli. Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen hat: dem Professor Eugen Drücker die Herstellung eines großen Wandgemäldes für die Schifferbörse zu Ruhrort und ebenso dem Male Franz Kiederich die Anfertigung eines Wandgemäldes für den Kreishaussaal zu Ottweiler übertragen. In der jüngsten Ausschußsitzung wurden zur Verlosung unter die Mitglieder des Vereins 56 Gemälde und plastische Kunstwerke für insgesamt 42170 Mark erworben. * Oberhausen, 6. Juli. Heute vormittag gegen 11 Uhr ereignete sich im Blockwalzwerk des Walzwerks NeuOberhausen der Gutehoffnungshütte ein Bruch des großen Kanalrohrs, von dem Teile bis in das Dach der Schienenstraße hineinflogen. Schwerverletzt wurden zwei Mann, von denen einer auf dem Transportwege zum städtischen Krankenhause verschied; leichter verletzt wurden noch vier Arbeiter. Das Unglück ereignete sich um dieselbe Zeit, als Geheimrat C. Lueg in Begleitung des Betriebsdirektors Malz eine Besichtigung des Werkes vornahm und sich in allernächster Nähe der Bruchstelle befand. Vermischtes. *(Das lebendige Irrlicht.) Jeder Einzige würde wohl in Verlegenheit kommen, wenn ihm jemand die Frage vorlegte, ob es Irrlichter gäbe oder nicht. In der Tat kann man darüber nicht viel sagen, als daß sonst glaubwürdige Leute gelegentlich bezeugt haben, sie hatten solche Lichterscheinungen gesehen, die man nach ihrer ganzen Art zu den Irrlichtern rechnen müßte. Als besonders häufig gilt das Auftreten von Irrlichtern in den Marschen der ostenglischen Küste, namentlich im sogenannten Fen=Distrikt, dort hat sich merkwürdigerweise bis auf den heutigen Tag der Glaube erhalten, das Irrlicht werde von Insekten hervorgebracht. Der Entomologe Kirby berichtet schon im Jahre 1780, daß ein Landmann ein Irrlicht gejagt und schließlich eine Maulwurfsgrille erhascht habe, die nach seiner Ueberzeugung die Ursache der trügerischen Flamme gewesen sein müsse. Derselbe Naturforscher hat an einer anderen Stelle in den englichen Marschen den Glauben angetroffen, das Irrlicht sei eine Art von Nachtfalter. Ueber die eigentliche Entstehung der Irrlichter ist noch heute so wenig bekannt, daß man es kaum verantworten könnte, eine nicht geradezu mit den Naturgesetzen widerstreitende Erklärung als unmöglich zu bezeichnen. Daher läßt sich auch nicht sagen, daß irrlichtähnliche Erscheinungen niemals durch leuchtende Insekten hervorgerufen werden. Die Tatsache, daß einer der„glaubwürdigen Zeugen“ einen großen „Laternenmann“— so nennen die Bewohner der Fens das Irrlicht— sich auf und ab und vorwärts und rückwärts hat bewegen sehen, während gleichzeitig ein starker stetiger Wind in einer bestimmten Richtung blies, würde wirklich für den Zusammenhang der Irrlichter mit Insekten sprechen, weil ein leuchtender Dampf mit dem Winde hätte vorwärts getrieben werden müssen. (Das populärste Missionsfest) Deutschlands dürfte das von Hermannsburg in der Lüneburger Heide sein. So abgelegen der Festort auch vom Weltverkehr ist, am 17. und 18. Juni werden wieder Tausende dort zusammenströmen, um sich über den Fortgang des von L. Harms begründeten Missions werkes in Südafrika, Indien und Persien berichten zu lassen. Nach alter Sitte feiert man den zweiten Festtag auf einem der Gutshöfe in der Heide, deren Bewohner in näherer Beziehung zur Missionsanstalt stehen. Diesmal auf dem Hofe in Grauen. Es ist bezeichnend für die Popularität des Festes, daß auf der Bahnstreße Garßen—Bergen zwei Extrazüge eingelegt werden, um den Verkehr zu bewältigen. f Das Automobil=Wettrennen) zu Dublin in Irland um den Gordon=Bennet=Pokal endete mit dem Siege eines deutschen Wagens. Es waren alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, so daß nur zwei Verletzungen vorkamen. Auch handelte es sich um Rundfahrten. Neben Deutschen kämpften Engländer, Franzosen und Amerikaner. Der Sieger gebrauchte zu den 369 englische Meilen 6½ Stunden. *(Tod den Katzen!) In Amberg in Bayern ist wegen einer tollwütigen Katze die Umbringung aller Katzen im Interesse der Verhütung der Weiterverbreitung der Tollwut angeordnet worden. Die Folge des Erlasses war nach dem„Amb. Tabl.“ unheimlich: an allen Ecken wurden Katzen mit den Köpfen an die Mauer geschlagen, halbtot, tot oder lebendig in Masse in die Vils geworfen; Jäger, die im Freien nichts treffen, schossen die Katzen von den Mauern herunter; einige sollen sich sogar zu dem Zweck eigens Zimmerstutzen gekauft haben, kurz das Schlachten war groß. Es gab aber auch weniger folgsame Untertanen des Stadtmagistrats, die ihre Katzen schleunigst in die Sommerfrische schickten; andere versteckten ihre Lieblinge in den tiefsten Tiefen der Keller.... *(Die Treue nach russischer Spruchweisheit.) Wenn es wahr ist, daß die Spruchweisheit eines Volkes manche Erscheinung in dem Leben seiner Gegenwart erklärt, so dürften folgende Sprichwörter treffend die Korruption in vielen Kreisen der russischen Bevölkerung illustrieren:„Man lobt die Wahrheit und ladet die Lüge zu Gast.“—„Sprich leise, Freundchen, auch die Ohren des toten Zaren hören noch.“—„Wo Reden den Hals kostet, ist Schweigen eine Tugend.“—„Mit einem silbernen Ruder fährt man auch glücklich über die Fälle des Dniepr.“ —„Ein goldener Schlüssel schließt auch des Zaren Herz auf.“ —„Trinke den Wein, wann du willst, für krymschen Champag= ner, aber bezahl' ihn nur, Väterchen, für französischen." „In einem Goldrubel liegt viel Ueberredung.“—„Es wird manch' Kräutlein„Tee“ genannt, was nicht in China gewachsen ist.“—„Wenn das Messer nur ein wenig lang ist, zählt man es leicht zu den Säbeln.“—„Des Käufers Arschine hat 17 Werschock, die des Krämers nur 15.“—„Ein guter Kaufmann verkauft Heringsrogen für Kaviar.“—„Es bedarf nur eines Pfundes duftiger Worte, um ein Pud stinkenden Talges zu verkaufen.“—„Wenn dein blinder Gaul soll sehen können, dann verschenk' ihn.“—„Dem Fuchs hilft nicht die List nicht allein, sondern auch sein Zahn.“ f(Ein unbedachtes Versprechen.) Die„Illustration" erzählt: Peter Karageorgiewitsch war bekanntlich ein Schüler der Militärschule in Saint=Cyr. Nun ist es Brauch, daß die Kameraden desselben Jahrgangs sich jedes Jahr zu einem Festmahl vereinigen. Vor einigen Jahren sagte ein ehemaliger Schüler aus St. Cyr, der jetzt höherer Offizier ist, am Ende eines dieser Liebesmahle, als die Unterhaltung schon einen vertraulichen Charakter annahm:„Heda, Kara, wenn du König sein wirst, machst du mich dann zum Prinzen?"„Das versteht sich,“ antwortete Kara.„Schön,“ erwiderte der Kommandant X.; „aber Worte verfliegen, etwas Schriftliches bleibt. Zur größeren Sicherheit unterzeichne also eine Zusage in richtiger Form.“ Man brachte alles zum Schreiben Erforderliche herbei, und Karageorgiewitsch bequemte sich zur Ausfertigung der Urkunde. Der Offizier lebt noch, und vielleicht hat er das kostbare Schriftstück aufbewahrt. In diesem Fall fragt man sich mit berechtigter Neugierde, wie Peter I. ihn empfangen würde, wenn er seine authentische Unterschrift anerkennen sollte. *(Was sie jung nennt.) Ein Kaffeehausbesitzer in Mainz suchte durch die Zeitung ein„junges Fräulein" als Buffetdame. Es meldeten sich viele und schriftlich wurde mit einer Vertrag gemacht. Als die„junge“ Dame eintrat, machte der Kaffeefiedler ein langes Gesicht. Die hatte mindestens ihre 50 Lenze auf dem Buckel! Wirklich ergaben die Papiere, daß es 51 waren. Kurzer Hand erhielt die Maid den Laufpaß, und das Gewerbegericht, vor dem sie wegen einer Lohnforderung von 44 M. klagte, wies sie nach dem F. K. mit ihrer Klage ab. *(Eine brollige Szene) spielte sich im Berliner Tiergarten ab. Eine Dame kam mit ihrem Affen aus der Hochschule für Tierarzneikunde und trug ihn in einer Pappschachtel unter dem Arm. Plötzlich machte sich der Affe los und saß im nächsten Augenblick auf der Spitze des höchsten Baumes. Umsonst war alles Locken und Bitten der Herrin. Natürlich sammelte sich Arzneimittel sollen mit lateinischen und in gleicher Schriftgröße eine große Menge von Menschen an. Die Herrin holte Kirschen, ausgeführten deutschen Bezeichnungen, welche dem Inhalt entaber das Tier widerstand der Lockung. Als alles nichts half, kam sprechen, in haltbarer schwarzer Schrift auf weißem Grunde der Dame ein guter Gedanke. Sie bat die Menge, etwas zurück= versehen sein. Bezeichnungen in anderen Sprachen sind unzuzutreten, nur ein kleines Mädchen behielt sie bei sich. Dieses, lässig. streichelte sie an Kovf und Rücken, immer mit den Worten:] Lediglich für den Gebrauch in der Tierbehandlung dem freien Veein Daß die Herrin ein fremdes Kind liebkoste, das konnte„Fritz“, auf dem Behältnis kenntlich zu machen. ntreten, nur ein kleines Mädchen behielt sie bei sich,„Diesez,) 9ssig, sich für e Gebrauch in der Tierbehandlung de reichette sie an Kopf und Rücken, immer mit den Worten:] Lediglich für den Gebrauch in der Tierbehandlung dem fre Nein liebes Fritzchen! Mein liebes Fritzchen!“ Und siehe da, Verkehr überlassene Arzneimittel sind durch die Bezeichnung vas alles andere nicht vermocht hatte, das bewirkte die Eifersucht.]..„Tierheilmittel“ nicht dulden; so schnell er vorher auf den Baum hinaufgeklettert war, so schnell kam er jetzt herab. Ein Herr bot der Besitzerin sofort einen Hundertmarkschein für Ueberlassung des Tieres, aber sie lehnte den Verkauf ab. *(Amerikanischer Humor.) Gatte:„Weißt Du, daß drei Vierteile meines Einkommens auf deine Toilette daraufgehen?“ Gattin:„So? Was machst du da mit dem Rest des Geldes?"—„Wie stellen Sie sich die Möglichkeit vor, daß Methusalem ein so hohes Alter erreicht hat?"„Es war ja doch alles zu seinen Gunsten. Keine Automobile, keine Straßenbahnwagen, keine Blinddarmoperationen, kein Eiswasser— wie konnte da der Mensch nicht alt werden?"—„Das war einmal schön von dir, Tommy; nun sage mir aber, was dich bewogen hat, den garstigen Jungen, die dich mit solchen Schimpfnamen belegt haben, zu verzeihen?" Tommy:„Sie sind viel größer und stärker als ich.“— Vater:„Aber Mary, du machst ja einen verteufelten Lärm auf dem Klavier, kannst du nicht ruhiger spielen, man hört ja kaum sein eigenes Wort.“ Tochter:„Ich mache es absichtlich, weil die Nachbarn sich über mein Spiel beklagt haben.“ Vater:„So? Das ist etwas anderes; dann hacke nur darauf los, so stark du kannst." Die Eigener Hd Berlin, 7. Juli. Schon wiederum ist eine Liebestragödie zu verzeichnen. In der Nähe des Schlachtensees im Grunewald wurde ein junger Mann im Alter von ungefähr 21 Jahren und ein Mädchen von etwa 26 Jahren tot aufgefunden. Das Mädchen war durch Revolverschüsse in die Schläfengegend getötet; der junge Mann hatte sich eine Kugel in den Mund gejagt. loten sind noch nicht identifiziert. Hd Berlin, 7. Juli. Wie dem„Lok.=Anz.“ noch aus Rom telegraphiert wird, äußerte Professor Mazzoni, das heutige Bulletin enthalte die ungeschminkte Wahrheit. Der Zustand des Papstes sei, objektiv betrachtet, hoffnungslos. Der Organismus des Papstes sei aber von übernormaler Zähigkeit und könnte Wunder tun.— Heute früh fragte der Papst die Aerzte:„Wie finden Sie mich?“ Als die Antwort lautete:„Besser, Heiligkeit, und wenn Sie die ärztlichen Verfügungen befolgen, so dürfen wir hoffen,“ sagte der Papst:„Nein, Gioachimo Pecci stirbt, aber der Papst ist unfehlbar und unvergänglich.“ Hd Rom, 7. Juli. Dem„Giornale d'Italia“ zufolge ist es nicht ausgeschlossen, daß der Papst noch 5—6 Tage leben könne. Hd Antwerpen, 7. Juli. Auf der Schelde kenterte ein Boot. Zwei erwachsene Personen und ein Knabe ertranken. Hd Dover, 7. Juli. Ein englisches Geschwader, bestehend aus 10 Kreuzern und 6 Torpedojägern, ist gestern nachmittag hier vor Anker gegangen, um den Präsidenten Loubet bei seiner Ankunft zu begrüßen. Im Laufe des heutigen Nachmittags werden hier nicht weniger als 40 Sonderzüge einlaufen. Hd London, 7. Juli. Präsident Loubet ist um 1 Uhr gestern nachmittag auf dem französischen Kreuzer „Guichen“ im Hafen von Dover eingetroffen. Als der Kreuzer die Linie der in Paradestellung befindlichen Schiffe der englischen Flotte durchfuhr, feuerte diese ein Salut von 21 Schüssen. Die Musikkapellen spielten die Marseillaise und die Mannschaften brachen in Hochrufe aus. Hd Konstantinopel, 7. Juli. Im gestrigen Ministerrate, welchem eine Sitzung der Militärkommission vorangegangen war, wurde beschlossen, sofort 32 Batterien, 196 Schnellfeuergeschütze bei Krupp in Essen zu bestellen. Zur Herstellung der in Absatz 1 verlangten Bezeichnungen ist für bestehende Handlungen eine Uebergangszeit bis zum 31. Dezember 1906, sofern die derzeitigen Bezeichnungen bestehenden Polizeivorschriften entsprechen, bis zum 31. Dezember 1912 zu gwähren. Neue Einrichtungen sind den gegenwärtigen Vorschriften sogleich zu unterwerfen. § 4. Die Behältnisse sind im Verkaufsraume, wie in den Vorratsräumen nach dem Alphabet— insoweit lateinische Bezeichnungen vorgeschrieben sind, nach dem Alphabet dieser Bezeichnungen— in Gruppen geordnet übersichtlich aufzustellen. In neuen Gechäften und bei Verlegung bestehender Geschäfte in neue Geschäftsräume hat die Aufstellung einreihig zu erfolgen. Vom 1. Januar 1907 ist ausschließlich die einreihige Aufstellung zulässig.„ Hichzeilig Je 9.5. § 5. Arzneimittel, werche gleichzeitig als Nahrungs= und Genußmittel dienen oder technische Verwendung finden, sind an der dem überwiegenden Gebrauch entsprechenden Stelle einzureichen. § 6. Dasselbe Arzneimittel in ganzer, zerkleinerter oder pulverisierter Ware darf in gesonderten Fächern desselben Kastens auch in bezeichneten Papierbeuteln aufbewahrt werden. § 7. Abgefaßte Arzneimittel können in verschlossenen Behältnissen vorrätig gehalten werden. Den Besichtigungsbevollmächtigten steht das Recht der Probeentnahme ohne Entschädigung zu. § 8. Die vorhandenen Arzneimittel müssen echt und zum Gebrauche für Menschen und Tiere geeignet, dürfen weder verdorebn noch verunreinigt sein. § 9. Auf Geschäfte, welche ausschließlich Großhandel betreiben, finden die vorstehenden Vorschriften keine Anwendung. § 10. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizei=Verordnung werden, soweit nicht nach Maßgabe anderer Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 60 Mark, im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft. § 11. Diese Polizei=Verordnung tritt mit dem 1. Oktober 1903 in Kraft. Arnsberg, den 2. April 1903. Der Regierungs=Präsident. Vertr.: Müller. Wetterbericht. 9. Juli: Ziemlich kühl, wolkig, teils heiter, Gewitter und Regen. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. E Bekanntmachung. betreffend die Regelung des Verkehrs mit Arzneimitteln halb der Apotheken. außerSe KaushaltungsFeitseife Packet 5 Stück M. 1.—. NaushaltungsHlültensche Packet 5 Stück M. 1.20. O eie CavallerSeife Preis per Stück 25 Pfg. bigt, ExWer Geld für Annoncen auszugeben beabsichtigt. sollte kostspielige perimente vermeiden und sich an die AnnoncenExpedition Rudolf Mosse wenden. Dieselbe übernimmt die gewissenhafte Ausarbeitung von Annoncen-Entwürfen, Plänen u. Kostenanschlägen für eine wirksame Zeitungsreclame und ertheilt bereitwilligst jede Auskunft. Annoncen-Expedition Rudolf Mosse Köln Obenmarspforten 2—4 Ecke Hohestrasse. sta 1 vielfach Is ist kaum glaublich, in welch kurzer Zeit mit Gentner's Wichse in roten Dosen mit dem Kaminseger ein derartig tiefschwarzer und haltbarer Glanz erzeugt wird, daß die Schuhe beinahe nicht mehr von Lackstiefen zu unterscheiden sind. Es genügt wenig stark verdünnte Gentner's Wichse und ein Paar Bürstenstriche. Machen Sie einen Versuch, die Wichse ist in den meisten Kolonialwarengeschäften zu erhalten. Auf Grund der§§ 6, 12 und 15 des Gesetzes über die PolizeiVerwaltung oom 11. März 1850 und der§§ 187 und 139 des Gesetzes über die allgemeine Landes=Verwaltung vom 30. Juli 1883 wird mit Zustimmung des Bezirks=Ausschusses für den Umfang des Regierungsbezirks Arnsberg folgendes verordnet: § 1. Wer den Verkauf von Arzneimitteln außerhalb der Apotheken betreiben will, hat in Zukunft zugleich mit der durch § 35 Absatz 6 der Gewerbe=Ordnung für das Deutsche Reich(in der Fassung der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 26. Juli 1900— R.=G.=Bl. S. 871—) vorgeschriebenen Anzeige einen Lageplan und eine genaue Angabe der Betriebsräume einschließlich des Geschäftszimmers(Bureau, Kontor) zu den Akten der Ortspolizeibehörde einzureichen. Andere als die bezeichneten Räume dürfen weder als Betriebs= noch als Vororts= oder Arbeitsräume benutzt werden. Auch die Aufstellung von sogenannten Drogenschränken ist genau anzugeben. § 2. Sämtliche Räume, sowie die Behältnisse für Arzneimittel und Arzneistoffe sind stets ordentlich und sauber zu halten. 9 8. Die Behältnisse für die nicht zu den Giften zählenden KinderSeifes Preis per Stück 25 Pfg. sind die Besten und in allen Parfumerie-& DroguenGeschäften erhältlich. Ferd. 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Heringe„ 28„ Butter Pfd 90 Pfg. Süssrahmbutter Mk. 1.10. Schmalz Pld. 55 Pfg. 9 K Marvarine pfd. 75 Pfg. 47.60, 70„ Edamer 70 Pfg. Holländer 60 Schweizer 0.85 u. 1.00 M. Limburger 33 Pfg. Schinken Pft. 65 Pfg. Speck 6. u. 80 Pfg. Plockwurst 103 Hamburger Warenhaus Schwerte, Hagenerstr. 1. Adolf Kalsbach, Schwerte, Brückstraße 10. Feinsten Hiurkersh!.. per Pfd. 45 Pfg. la. Otllette 55 u. 70 Pfg. extra seines Arachin per Pfd. 80 Pfg. Lamen=Tiafen Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 9½ Uhr meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Landwirt Keinr. Fahri Minna geb. Klelbaum Im Alter von 59 Jahren 5 Monaten nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu Dieses zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme al Die trauernden Hinterbliebenen. Ergste, Bilmerich, Holzwickede, Vorhalle, Hennen, Bürenbruch und Münster, den 7. Juli 1903. Die Beerdigung findet Freitag nachm. 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. Damit die Vorbereitungen für die zweite diesjährige Erweiterung des Ortsfernsprechnetzes in Hörde und Schwerte rechtzeitig in Angriff genommen werden können, ist es notwendig, daß neue Anschlüsse Moglichst frühzeitig, spätestens aber bis zum 1. August bei den Kaiserlichen Postämtern in Hörde und Schwerte angemeldet Die Ausführung später angemeldeter Anschlüsse kann während des zweiten Bauabschnittes nur dann erfolgen, wenn sie sich ohne Schwierigkeit im Zusammenhange m den Bauarbeiten am Orte ermöglichen läßt, oder wenn die Interessenten die Mehrkosten tragen, die durch die gesonderte Herstellung der Anschlüsse entstehen; mindestens ist zu den erwachsenden Mehrkosten ein Berrug von 15 Mark zu Die Bestimmungen für die Benutzung der Fernsprechanschlüsse können bei den oben genannten Postämtern eingesehen werden. Dortmund, 30. Juni 1903. Kaiserliche Ober==o, Ich weiß mir etwas Liedes, Auf Gottes weiter Welt, Das stets in meinem Heizen Den ersten Blatz bedält: Kitteiki, für Knaven gebe der vorgeschrittenen Saison halber zu bedeutend herabgesetzten Preisen ab, sodaß jedem Gelegenheit zu thatsächlich billigem Einkauf geboten wird. Schwerte, Ostenstr. 18. „Wer reiche Heirat“ wende: sich vertr. an Reform, F. Gombert, Berlin S. 14. Sof. erh. Sie 600 reiche Part. u. Bild 2 Ausw. Reiche Heirat! 2 Schwestern, 24 u. 22, Verm. je 450000 A, wünschen s. m. charakterv. Herren, wenn a. o. Verm., z. verh. Bew. erf. Näh.u erh. Bild d. Büreau Reform Berlin S. 14. Mannich. Wer Forderungen an den SchützenBund hat, wolle diese bis zum 11. Juli beim Kassierer G. Ebbert in Wandhofen einreichen.„„„ Der Vorstand. Feinste Holl. Sardelien. Neue Mat,Ort.. 9 empfiehlt Carl Trog. Reizende Neuheiten . u. schurkct. R##ttarmo liche solten Katärite Eischmalz extract gebrauchen, das vor zünlichst Nlel gegen Rleichsucht. 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Weizen, inl. 16,25—16,75, do. fremder 17,00—17,75, Roggen, inl. 14,00 14,50 do. fremder 14,50—15,25, Hafer, inl. 00,00—00,00, do. fremd. 13,75—15,00, Buchweizen 14,00 14,75, Futtergerste 12,25—12,75, Mais 12,00—14,25, Weizenvorsch. 21,75—22,25, Roggenvorsch. 19,75 20,25, Weizenkleie(mit Sack) 9,25 b. 9,75. Alles per 100 kg. frachtparität Essen exkl. Sack bei Abnahme von Doppelladungen, mit Ausnahme von Kleie, die mit Sack gehandelt wird. Neuß, 6. Juli. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 48,75, Rüböl per 100 kg faßweiße(ohne Faß) 50,25 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 90, in kleineren Partieen 94 Mk. Kleie 4,80 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,80, Eier per Schock(60 Stück) 3,90 Mk. Weizen, neuer I. 16,80, do. II. 15,80, III. 14,60. Roggen, neuer I. 14,30. II. 18,00, III. 00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 00,00, II. 00,00 Mk., alles die 100 kg. Köln, 6. Juli. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 00,00—00,00, Heu 6,10—7,20. Maschinenstroh(Roggen=) 2,80, Richtstroh(Flegeldrusch) 3.20, Krummstroh 2,70 Mk. die 100 kg. Verantwortlich für den redaktionellen Teil alid. Gecht. für den Anzeigenteil: Juluse Hmaane in Schwertr. Druck und Verlag von Car. Vraut in Schwerte.