Telegr.=A Nr S Pieper aus Dortmund gehört. In diesem Gebogho ve Vestunzeitunge auf der einen Seite und der„Wiaobd“ harsn, daß sie miteinander wetteifern in dem gleichen sich bari, dag sie muemänder welleisern in dem besen Auch iher beiden Haupterghegz se sete a seh ue on e Ist von dem Ehrgeiz beselt gewesen sind, einder„Bergarbeiterzeitung“ heißt Otto Hus, der Rledakteur des„Wiarus Polski“ heißt Anton. Breisfi.###### kurenpaar! Die geographische Laye ver„ epiheren reien ermöglicht leicht eine„Verständigung verzpieg, gleichgearteten„Volksmännern". In Verschlriegenen Stunden trafen sich die Beiden und heckten gemeinsam den Plan aus, wie sie wohl am ehesten in den Reichstag gelangen könnten. Schließlich kamen sie auf, folgenn ausgezeichneten Gedanken, der ja auch zum Ziel gefuhrt Hus läßt sich von den Sozialdemokraten in Bochum aufstellen; Brejski kandidiert in seiner Heimat Thorn. In Bochum treten die Polen für Hué und in Thorn die Sozialdemokraten für Brejski ein. Damit im Wahlkreise Bochum die Aussichten Hus's gewinnen, wird elle Kreicke= und Lolalpoltgslichen Verodwungen für den kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" verdtmdliche Kratft. esecictenisiäise er Scher eüier Fräühr e 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Fomilbentreunh! 36.Jahrgang. aber, die mit de Johanniterstraße Düpierten.“ ze in's kreise Bochum die Aussichten Hué's geb..g.... zunachst dafur gesorgt, daß Hue auf alle Faule in Stichwahl kommt. Zu diesem Zwecke wird das chumer Zentrum dadurch geschwächt, duß die Polen im ersten Wahlgange eine besondere Kandidatur errichten. Im zweiten Wahlgange treten dann die Polen geschlossen für den Sozialdemokraten ein. Auf viese Weise bekommt Hué in Bochum und Brejski in Thorn famose Abkommen wurde dann mit mehreren Vertrauten besprochen und in eingehenden Sitzungen in der Weinstube„Zur Kapelle“, in Bochum mit feurigem Wein fertig gemacht, begossen und besiegelt. Kein„hungernder und dürstender Proletarier“ gewöhnlichen Kalibers, kein„entbehrendes Auge“ aus dem„armen darbenden Arbeitervolke“ hats gesehen, roie,„die braven Volkserretter ihren Kummer über das„Eund der leidenden Brüder“ mit dem Lethe des Rebensaftes hinwegspülten und ihre Wut über den„überflüssigen Talg der dicken Leiber der gut gefütterten Kapitalisten" mit gezücktem Messer an großen saftigen Beafsteaks ausließen. Aber dennoch ist's herausgekommen, und jetzt weiß alle Welt, warum Herr Breiski im Westen und namentlich in Politische Uebersicht. Deutschland. — Kieler Kaisertage. Der Kaiser, der am Montag die Sieger im Wettrudern der Fähnriche, Kardetten und Schiffsjungen auszeichnete, wohnte am Dienstag auf dem„Meteor“ der Wettfahrt der Kreuzjachten vei. Das amerikanische Geschwader verläßt unter den üblichen Feierlichkeiten am Dienstag abend den Hafen. — Der Adel, dem einst fast die Hälfte aller Reichstagsabgeordneten angehören, hat im neuen Reichstag ein weitere Verminderung erfahren, die allerdings nicht so groß ist wie bei den letzten Wahlen. Er zählt jetzt noch 77 Vertreter gegen 84 am Schlusse des vorigen Reichstages. Im norddeutschen Reichstage saßen dagegen unter 297 Abgeordneten 139 Adlige, im 1. deutschen unter 382 158, eine Zahl, die 1874 und 1877 auf 136 bezw. 138 sank, um 1878 noch einmal auf 162 zu steigen. Seitdem geht die Zahl und damit der Einfluß des Adels in der deutschen Volksvertretung mehr und mehr zurück. Auf die Parteien verteilen sich die 77 Adligen des neuen Reichstags folgendermaßen: Konservative 34, Polen 12, Zentrum 10, Welfen 5, Nationalliberale 4, Reichspartei 7, Sozialdemokraten 2, Antisemiten 2, Nationalsoziale 1. — Die Christlich=Sozialen sind nunmehr im Reichstage mit zwei Abgeordneten vertreten. Stöcker, der bekannte Hofprediger a. D., wurde in d Stimmenverhältnis die veränderungsvon den Behörden — Bebel prophezeit wieder! Er hat am Vorabend vor der Stichwahl am vorigen Donnerstag in einer großen Volksversammlung in Karlsruhe eine Rede gehalt und darin nach der„Badischen Presse“ wörtlich erklärt: Die Sozialdemokratie wächst und wächst ihnen aller schließlich über den Kopf. Der Zukunftsstaat ist viel näher, als Sie(zu den Nationalen gewendet) und Ihrer aller Untergang weit näher, als Sie selbst ahnen.“ Bebel scheint also noch immer nicht klug geworden zu sein.— Serbien. Ueber die Vermögensverhältnisse des ermordeten Königspaares sind der russischen„Börsenzeitung" von einer Persönlichkeit, die bis zum Tode des Königs Alexander in Belgrad eine hohe Stellung einnahmen, folgende Aufschlüsse zugegangen. Die Königin hatte 700000 Fr. auf einer Bank und eine Villa in Brüssel, der König aber nur einige Landgüter in Serbien, deren Wert bedeutend niedriger ist, als seine Schuld an die Petersburger Wolgaund Kamabank, die zwei Millionen Franken beträgt. Diese Schuld ging Milan 1891 ein als Abfindung, damit er Serbien verlasse. Um die Finanzen des Königs Alexander stand es überhaupt schlecht. Die ganze Zivilliste befand sich in den Händen Dragas. Am ersten jeden Monats erhielt sie 100 000 Franks, über die sie nach Belieben verfügte. Der König mußte die kleinsten Summen erbetteln. Wochenlang verfügte er nur über 2 bis 3 g, Als der König für die Gemahlin eines scheidenden GeIn einer Reihe von Wahlkreisen hat außerdem die Parte auf den ersten Anlauf hin sehr gute Erfolge zu verzeichnen, sodaß ihre Chancen für die Zukunft nicht ungünstig .—. Zu den singierten Umzügen vor der Wahl, auf die wir schon hinwiesen, schreibt ein Berliner Lokalreporter den Zeitungen: In dasselbe Kapitel wie die Wahlfälschungen gehören auch die fingierten Umzüge. Es ist gerade wunderbar, wie das„Wechselfieber“ unmittelbar vor den Reichstagswahlen in manchen Kreisen grassiert. Leute, die lange Zeit z. B. im äußersten Norden gewohnt haben, empfinden auf einmal das Bedürfnis, nach der RosenIm Kielwasser der Jacht „Hohenzollern.“ (Nachdruck verboten.) Leopold empfinden auf einmal das Bedürfnis, nach..n thalerstraße zu ziehen, andere, die am Kreuzoerg hausten, verziehen in das Innere der Stadt und mieten bei Bekannten möblierte Wohnungen oder Schlafstellen. Sie werden in die Listen der betreffenden Kreise, in diesem “ und im 3. Kreise, eingetragen, und so ist die dazu hält, Wo Gott der Herr nicht bei uns Wenn unsre Feinde toben, Und er unser Sach' nicht zufällt Im Himmel hoch da oben; So er Israels Schutz nicht ist Und selber bricht der Feinde List, So ist's mit uns verloren. Justus Jonas. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (14. Fortsetzung.) Es mußte gegen halb elf Uhr sein, als ein Schritt die nächtliche Stille unterbrach. Gleich darauf hörte Däne das Aufschließen der Haustür und dann leise Schritte auf der Treppe. Es war ohne Zweifel der zurückkehrende Johann Theden. Die Tür öffnete sich.„. 5.4# Klaas Däne blieb das Wort im Halse steaen. Doch nur für einen Augenblick war er durch den Anblick des alten Herrn Theden so überrascht, daß er nicht gleich Worte fand. Im nächsten hatte er sich gefaßt. Die mußten früh aufstehen, wenn sie ihn übertölpeln wollten. „Was hast Du mit meinem Sohn? Was schuldet der Dir ie Sh In dem Gesicht des alten Herrn Theoen oruare sich seutlich ein jähes Erschrecken aus. werden in die Lisirn, Nh rittesmnreger. Falle im v. und im 3. Kreise, eingetragen, und Sache erledigt. So reguliert man auf die einsal „Was schwatzt Ihr da?“ „Blos, was wahr ist. Euer Sohn hat mich gekriegt, daß ich die„Grietje“ angebohrt habe.“ Herr Hieronymus Theden hatte sich von seinem ersten Schrecken schon wieder erholt. Es handelte sich offenbar um eine ganz gemeine Erpressung. Was hatte sein Sohn mit dem untergegangenen Schiffe zu tun? „Nun macht aber, daß Ihr hinauskommt! Sonst werde ich dafür sorgen, daß die Polizei Euch hier ab „Allzu hastig taugt nicht, Mynheer Theden," versetzte Däne mit einer unverschämten Ruhe, die den alten Herrn völlig in die größte Aufregung brachte.„Was wahr ist, muß wahr bleiben! Und Ihr solltet mal lieber Euren Sohn fragen, wie die Sache sich eigentlich verhält, als das Ihr etwas tut, das Ihr teuer bezahlen müßt. Niemand anders als Euer Sohn hat den Untergang der Grietsef auf dem Gewissen.“, Ei.dus auf Die Sprache Dänes machte einen Emnbruer uuf Mynheer Theden, dem er sich nicht entziehen konnte. Es mußte ja auch etwas Außergewöhnliches sein, das seinen Sohn hatte bewegen können, die Wege eines nächtlichen an?“ fragte er un„Am Ende mehr, als Ihr glaubt, Mynheer. Wißt Ihr, daß Zerlina und ihr Kind auf dem Schiff gewesen Die einfache Frage übte eine nachdrückliche Wirkung Er wor unwillürlsch einen Schrit von Klaas Däne „Rede deutlicher, Klaas. Ehe ich nicht weiß, was passiert ist, lasse ich mich auf nichts ein.“ Die Stimme des Sprechers hatte einen unsicheren Klang. „So, jetzt kommt ihr wohl endlich zur Vernunft. Von Leopolv Sturm. Von Jahr zu Jahr wird es deutlicher, daß im Kielwasser der deutschen Kaiserjacht bei der sommerlichen Nordlandfahrt eine große, und meist recht vornehme und schwerreiche internationale Gesellschaft auf eigenen Jachten und Vergnügungshampfern einNirgendwo wird gesagt, daß die Absiche hesten,, den deutschen Kaiser zu sehen, oder gar die Hoffnung, ihn sprechen zu dürfen, in Wahrheit ist dies aber der eine Hauptzweck der Die nordischen Gewässer sind so belebt geworden beinahe, wie irgend ein Binnenwasser an schönen Sonntagen. Wenn in französischen Zeitungen vogegHrieer,#n engetschen und amerikanischen vom Emperor geschrieven wird, so ist ist die immer und amerikanischen vom Emperor geschrieren##ird, so ist ausschließlich der deutsche Kaiser gemeint, niemals * die einfachste Weise Franz Josef oder Nikolaus II. Früher hieß es in den französiK. e e e. Mir ist's egal, ob Ihr mir das Geld geo# over der junge Herr; kriegen muß ich's doch. Der junge zehntausend Mark versprochen, wenn ich die„Grietje" so Rark versprochen, wenn ic anbohre, daß sie zugrunde gehen wuroe." „Was konnte meinem Sohn an dem Untergang des Die Worte waren langsam— schwer über die Lippen des alten Mannes gekommen.. „Viel, Mynheer Theden,“ entgegnete Dane, sein Uebergewicht erkennend, mit höhnender Frechheit.„Das liegt doch ganz dicht bei. Wenn die„Grietje“ mit Mann und Maus unterging, dann war er Zerlina und das Kind Eine tiefe Stille trat ein. Kein Laut wurde gehört, als die keuchenden Atemzüge Mynheer Thedens. Dann ein knackendes Geräusch. Der schwere Tisch gab es unter dem Druck der sich aufstützenden Hano des alten Herrn von sich. „Wenn das wahr ware!“ Mynheer Theden sagte es mehr für sich. Es lag ein Uebermaß von Jammer in den wenigen Worten. „Das ist wahr, Mynheer Theden. Fragt ihn doch Und wieder Stille. Hieronymus Theden zweifelte nicht, daß Klaas Däne die Wahrheit gesprochen hatte. Er begann mit großen Schritten das Zimmer zu durchkreuzen, und es war seltsam, daß der freche Bursche, der ihn mit hämischen Blicken verfolgte, doch in diesem Augenblick keine Aeußerung wagte, obschon seine UngeNach einer Weile blieb Mynherz, Fhasen gur in egz f,. dach gur nicht so schwer. Zeitungen fast ausschließlich Guillaume II, wie in amerikagewöhnt. Jetzt heißt es„der anders, wie die Zeitungs=Redakteure, und wenn man diese Ausländer vom Kaiser schlechthin sprechen hört, so kann man Haser Bisein Ir Ke Geschs ahsander Aider ealskäldichen dr de Verschäzung Kaiser Bitzelms, Hens greide=ansetzisch sollte es nicht glauben, in wie hohem Grabe sympathisch die Persönlichkeit des Oberhauptes des deutschen Reiches den doch 9st recht haupijähztsich Rehnliches melden. Speziell die Parser haben Respekt bekommen besonders seit der vom Kaiser selbst stimmten glanzvollen Austattunze itden Hattsich Hennt guch de den gegen Deutschland badurch noch nicht beinflußt, aber die erste Sschseae bäaige schice ece algemeinert. Daß die franzöftsche,zepugiten herrschenden„Freiechseträige fentlicht, die von der ganzen französischen chelhafte Ehrung... H ehrenvoll ies für einen Franzosen oder einen Amerikaner ist, von Herrn Loubet ach in besen eder Keanzgzschest, eigichen werden u. a. die Rorb=Angerslaner Armour, Vanderbikr und Sum, eine Rese erst angetreten haben wirz,udespen, Poie dauch seises nend st es doch, wie ausführlich urd,eschiendie ese hoieheskeae nicht tun, wenn sie nicht wüßten, daß diese Verichte ihre Leser Vie Deutfschzeist, seige hohe Teilnahne fiür ale, wak lusere Heupt des Beiches so weiten Kreise, n5 Gonsgaizse dershel, die der Veit vie wushen de uod zutratisgnale Bolik beiztacht, feindlichen Zeitungen des Auslandes eine elende VerleumoPatitrlich wenden sch aust,äße Henl Po, Hegumer Wie, See den der Zeit und Geld hat, eipmal im Leben: Italien im Früh5 am besten. Einer Sohn wolle Brauns Tochter haben, i Zerlina hätte ihn doch an dieser Heirat nicht dern können,“ entgegnete Mynheer Theden, um nur etwas zu sagen. Er hatte ein Gefühl von Ohnmacht. „Das wollte ich doch meinen.“ Ich glaube nicht, daß sie es zu leiden braucht. Sie müßten denn schon nach Türkei gehen. Da soll es ja vorkommen.“ „Ihr redet ja, als ob das Mädchen Johanns richMhnher Theden war es noch schwerer aufs Herz gefallen. Er erinnerte sich eines anonymen Brieses, er vor Jahresfrist einmal empfangen und den er rüstet in den Papierkorb geworfen hatte.(Fortf folgt.) *r(Allgemeine Arbeitsnachweisstellen) d. h. kommunale oder mit kommunaler Unterstützung betriebene, in Preußen am 1. Januar d. Is. 263 vorhanden, ling oder Herbst bedeutet, das wird für ihn Norwegen=Schweden im Sommer. Und bei den großen est Sommer(262035 im Jahre 1901), Arbeitsgesuche 408.624,(ge. sit Sonmer den stzen Kante 2u. gen 420270), Die Gesamtzahl der vermitenen Stellen Die Technische Hochschule Charlottenburg ein Vorbild für England. Nach einer Meldung aus London betrug 221 263. (Handgepäck.) Wer kennt sie nicht, die Dame mit den zwei Hutschachteln in der einen, dem Eßkorb, einigen Handtaschen usw. in der anderen Hand, der mindestens zwei Träger mit einer Fülle von großen und kleinen Koffern, Taschen, Schachteln und sonst allem möglichen Handgepäck folgen? Fast jeder Reisende hat schon von der naiven Rücksichtnahme, mit der sie alles das als „Handgepäck“ im engen Eisenbahnkoupee plaziert, zu leiden gehabt, und wer einmal den Feuereifer kennen gelernt hat, mit der sie ihre Position gegen jedermann, und sei es der Schaffner selber, verteidigt, wagt es kaum ein Berlin, 30. Juni. Nach einer meidung aus London kündet Lord Roseberry in einem Schreiben an den Präsidenten, des Londoner Grafschaftsrates an, daß die Firma Wernher,grgeg u sowie andere Londoner Bürger eine große Summe weldes zu Einrichtung einer technischen Hochschule in London ähnlich der Charlottenburger Technischen Hochschule zur Verfügung gestellt hätten. Lord Roseberry erklärte in seinem Briefe, die Charlottenburger Technische Hochschule sei stechnicge# cerzehungnerte Muster einer solchen Fürfarge für die reugreer, gie; Pzichrimit sei ein Skandal, daß begavte junge Engländer, die sich mit der sei ap der Schafstre geie““ Wiigt, wagt es kaum ein vollkommensten Erziehung auszurüsten wünschten, gezwungen zweites Mal, gegen ihr uurpatorisches unterfangen anseien, auf deutsche un Jünftige Hochschule ein„Londoner zukämpfen. Aber jetzt soll es, wie wir bereits kurz mitLord Aosebern, eant die alhzuge—schule em„ondouver teisten, doch anders werden. An den Eingängen zum s Wartesaal und Bahnsteig sollen einer Verfügung zufoige Lokales. ** Schwerte, 30. Juni 1903. **(Die Hitze,) welche schon seit 8 Tagen geherrscht hat, erreichte heute ihren Höhepunkt. Wenngleich das trockene Wetter der Heuernte sehr zu statten gekommen ist, so daß in vergangener Woche sehr viel Heu eingescheuert werden konnte, so sehnte man sich doch auch nach Abkühlung und einigem Regen. Auch das Wasser in den Brunnen ist hier knapp geworden. Im allgemeinen ist die Vegetation sehr zurück und unsere Hausfrauen können in diesem Jahre erst spät neue Kartoffeln aus den Gärten holen. Dagegen stehen die Halmfrüchte auf ven Feldern, besonders der Roggen in herrlicher Pracht. Die Halme sind lang und die Aehren scheinen voll zu tragen. Alles in allem kann der Landmann dankbar und hoffnungsfreudig eine gute Ernte erwarten. **(Militärkonzert.) Ein schöner militärischer Genuß steht uns am Freitag, den 10. ds. Mts. bevor. Am genannten Tage konzertiert„Im Reiche des Wassers" die wegen ihrer vorzüglichen Leistungen bekannte Kapelle des 2. oberels. Infanterie=Regiments Nr. 171 in Stärke von 42 Monn. Striche angebracht werden, mit deren Hilfe die Schaffner sofort feststellen können, ob das Reisegepäck einen bestimmten Umfang übersteigt oder nicht. Bei größerem Umfang ist der Reisende sofort anzuweisen, das Gepau als Passagiergut aufzugeben. Das neue Reförmchen Budde's entspringt zwar in erster Linie fiskalischen Nuasichten, aber durch seine erziehliche Wirkung auf die besagte Dame kommt es auch der großen Mehrzahl der Reisenden zugute. Natürlich wird dafür gesorgt werden müssen, daß die erwähnte Prüfung des Handgepäcks nur in von vornherein verdächtigen Fällen erfolgt, damit weder eine Belästigung der an sich loyalen Reisenden, noch eine Verzögerung der Kartenabfertigung stattfinde. Das Handgepäck der Reisenden auf preußischen Stagtshahnez, darf folgende Größe haben: In der 1., Klassgenimeter. Die 2. 65 Zentimeter und in der 3. 50 Zenrrngteu###e Bahnsteigschaffner haben in Zukunft jeden Reisenven, der größeres Handgepäck mitbringt, zurückzuweisen. ** Sommerberg, 1. Juli.(Preisgekrönt) kehrte der hiesige Gesangverein„Lyra“ von dem Gesangehrte der beso, Ce,1ch. Der unter Leitung des Herrn Mann. **(Die hilfsbedürftigen Chinakrieger) erfreuen sich noch immer der besonderen Fürsorge der Militärverwaltung. Zur Zeit wird durch die Bezirkskommandos nachgeforscht, wer von ihnen noch einer außerordentlichen Unterstützung bedarf, oder wem ein Kuraufenthalt nützlich sein könnte. Diese Leute werden zumeist nach Wiesbaden geschickt. Auch Privatbäder haben nach der eigentlichen Hochbadezeit verschiedene Freiplätze zur Verfügung gestellt. 668 **(Unfall.) Auf der Horderstraße scheute oas Pferd des Flaschenbierhändlers Ruhkamp, wodurch Herr Ruhkamp vom Wagen geschleudert wurde und dem Un glücklichen die Räder des Wagens über den Körper gingen. Durch den Sturz erlitt R. eine Kopf= und Fußverletzung. Im Krankenhuase wurde dem Mann ein Verband angelegt. **(Knappschaftliches.) Die Auszahlung der Krankengelder, Alters=, Invaliden=, Berginvaliden=, Witwen= und Kinderrenten für den Monat Juli 1903. sind: Aplerbeck 3. Juli 2½ nachm. b. Wirt Westermann Barop 3.„ 3 nachm. b. Wirt Graskamp Berghofen 8.„ 2½ nachm. b. Wirt Frieg Holzwickede 4.„ 2 nachm. b. Wirt Thies Hombruch 6.„ 3 nachm. b. Wirt Winkhaus Hörde 7.„ 2 nachm. b. Wirt Bergmann Kirchhörde 8.„ 9 vorm. b. Wirt Schüren 3.„ 2½ nachm. b. Wirt Kellermann Sölde 2.„ 2 nachm. b. Wirt König Wellinghofen 7.„ 2 nachm. b. Wirt Buse. wettstreit in Derne zurück. Der unter Leitung des Herrn Hauptlehrers Steltmann stehende Verein errang in der 4. Klasse unter scharfer Konkurrenz den 4. Preis und den ** Aplerbeck, 30. Juni. Am Freitag ging das Pferd des Kaufmanns Mielsch an der Berghoferstraße mit einer Karre durch. Das Pferd rannte mit dem Kopfe vor eine Mauer. Demselben wurde der Kopf zerschmettert, sodaß es auf der Stelle verendete. ** Holzwickede, 30. Juni. Gestern morgen wurde der Radfahrer Wilhelm Röse von hier auf der Chaussee von Aplerbeck nach Unna in der Nähe der Wirtschaft Schulte=Beckinghausen von einem Motorwagen überfahren. R. erlitt schwere Verletzungen, sodaß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.„, Hx Griger, Reserve. ** Holzwickede, 30. Jumi. Der Krrietzer, und Landwehr=Verein hierselbst feiert am 4. und 5. Juli unter gütiger Mitwirkung mehrerer auswärtiger Vereine in den neu dekorierten Lokalitäten des Herrn Wirt Wilh. Böhle sein 30jähriges Stiftungsfest. Da der Verein zi dieser Feier alles aufgeboten hat, möge man denselben mit einem reichlichen Besuche belohnen. Alles Nähere besagen die Plakate. Aus Westfalen und Rheinlaud * Hagen, 30. Juni. Welche Verwirrung durch die wüste und verhetzende Agitation der Sozigl.)c# mokratie in manchen Köpfen angerichtet wird, zeigt das nachstehende Beispiel. Als am Abend der Reichstagsstichwahl vor dem Geschäftslokal der„Hagener Zeitung“ das Wahlresultat verkündet wurde und sich gegen Sinnsprüche. Schweigen und Handanlegen yt.. D ubsich, Je zarter und weicher eine Blume der Freude ist, desto reiner muß die Hand sein, die sie abbricht. Der Hrütärze Humoreske von M. von Herbert. Hanna stand auf, stieß sich in der Dunkelheit mehrere blaue Flecke, fand dann aber alles in bester Ordnung. Dieselbe Szene wiederholte sich anfänglich jede Nacht, und nur das tadellose Arbeiten des Apparates berzese gaste almüzahraichen Freundinen wurde mit ge heimnisvoller Wichtigtuerei in die bewußte Kammer geführt. Die Kasten wurden herausgezogen. „Nein, sind das große Eier!“ Prüfend wurden die Eier in der Hand Hin und her ge„Wie amüsant, wenn die Küken erst auskriechen werden.“ „Ja, und vorher soll man sie schon piepsen hören und den Herzschlag von außen deutlich fühlen können.“ „Was Du sagst! Hanna, wann ist es denn so weit?, In drei bis vier Tagen... W. 8ammmme „Zu reizend; Hanna, darf ich dann wiederkommen?“ „Ja, gewiß, kommt nur alle.“ Hanna kam sich sehr wichAbends, wenn die Herrschaft aus war, kam Besuch in die „Was macht denn Eurer Gnädigen ihre Hühnerzucht?“ „Ra, Ihr könnt sie Euch ja mal ankieken.“ z1, Eigr heraus, Biederum wurden die Kasten geöfnet uwd, Ve, iezangug mer angrabscht und rausnehmt,“ meigte, hns, Un denn is bet her sa auch mächtig kalt in die Stabe, da perten Euch keene Küken nich groß, heetze man erst mal feste in, benutzt worden war, qualmte jedoch so entsetzlich, haß am nächsten in die Hand drückte und ihr für den nächsten Sonntag den Hausschlüsfel verspracht un iy für den nächsten Sonntag den HausNach drei bis vier Tagen kamen sämtliche Freundinnen „Hanna, hat es schon gepiepst!“ „Hanna, kann man schon den Herzschlag fühlen?“ „Laß uns doch mal nachgucken.“ Aber Hier, wahrhaftigl faß doch mal an: Schwaps lag das Ei zerschlagen auf der Erde, und ein fast fertig ausgebildetes Hühnchen lag tot daneben. „Ach Hanna, bist Du mir nun böse?“ „O nein, mir bleiben ja noch immer neunundfünfzig; auf eins kommt es bei der Menge gar nicht an.“ „Wenn man die Schale ganz vorsichtig abgemacht hätte, ob es dann wohl am Leben geblieben wäre?“ Wissenschaft geht über alles. Ihr zu Liebe wurde ein Ei geopfert. Ganz vorsichtig wurde geklopft,— nichts zu sehen. Noch etwas mehr Schale abmachen, so.„Was ist denn das? Das Ei ist ja halb hohl! Hu, wie das riecht!“ Im weiten Bogen flog es weg. Entsetzt hielten sich alle die Taschentücher vor die Nasen. Einige Tage darauf kam der Doktor mittags sehr vergnügt „Hier, Hanna, zwei Opernbillets für heute abend: Du wolltest die Hugenotten ja immer so gern einmal hören.“ „O Karl, wo denkst Du hin, unmöglich kann ich mitkommen, „Was willst Du denn damit machen, wenn wir jetzt schlafen gehen?“ 6 M „Am liebsten nähme ich es mit.“. Zugnersten „Danke ergebenst, ich schlafe in keinem Huynerstall.“ Um die Mundwinkel der jungen Frau zuckte es bedenklich. estce ose eseee ee Hershaften Kaß. unte der eisn ale Friße auis den Bedern. ie un ihr Ringstes sie bend dos Rieke wurde gerusen, Kark matze auffehen, as ganse Zuner Burd, Teiche as haise is paheskelals us den Oepvscguf die Wanderschaft begeben wollen und war am Tischrand, abgestürzt. So büßte es seinen Wagemut mit seid Ganae Heiote in eisäds gernadein und ein gwuites ren stebenundfünfotg bie guch nicht wieder gefüllt. Hanna hatte sol wurde dhessereg zu tum. Sie nähte unermüdlich an winzig Kleiner Bäsche, Den einigen Appargt eg nes, der — Ende.— iß die Gesetzvorlage über die Erhöhung des Rekruten= Reichstages wird daher nur vorläufitg durzjchgevo,Oppostign, Jodaß IIa Paris, 1. Juli. nen Sturm der Entrustung bei der Oppo,—t.rge.g-6|., Ho,eug 10 Uhr abends herausstellte, daß Eugen Richter mit etwa 6000 Stimmen über seinen sozialistischen Gegner gesiegt hatte, sagte eine schlichte Arbeiterfrau zu ihrem Manne, der sie am Arme führte:„Etkann di nu nicks mä helpen, Villem! Du sast wu al.ghsze, Johrwiarbeen maiten!" Darauf zogen sie still mit betrübter Miene nach Hause.. zeinem Liebhaber * Herne, 30. Juni. Das von hier seinem Liebhaber unter Mitnahme der Kasse von 600 Mk. nachgereiste Ladenmädchen hat die Dampfer= und Zugverbindungen vorehe am 25. d. Mis. der Firma in Gelsenkirchen die Nach= und auch ebenso gegenüber jeder anderen Regierung, die war, auf der Basis des Ausgleichs vom Jahre 1867 stehe. schwamm das Fräulein bereits auf dem Lloyddampfer „Kassel" ab Bremerhaven nach Baltimore. Der Dampfer stach am 25. d. Mts., 11 Uhr vormittags in See und landet am 9. Juli. Das Mädchen wird dort erwartet, außer ihrem Bräutigam bestimmt noch von anderer Seite, denn, ohne daß sie drüben überhaupt das Festland betritt, wird die Flüchtige dort der Verhaftung und dem Rücktransport anheimfallen. Der Telegraph arbeite, so süis, worin der Ministerpräsident erklärte, daß seine Pol, wichd sich der„Germania zufolge dem Zeutrun als tik auf der Basis des Ausgleiches von 1867 stehe und Hospitant anschließen. Die Zentrumsfraktion des neuen daß kontingents einen Sturm der Entry,.z.“ 6.6ec umtat6 der Ministerpräsident seine Rede meyrfach unterorechen mußte. Als wieder Ruhe eingetreten war und der Ministerpräsident seine Rede beendet hatte, gab Kossuth die Erklärung ab, daß seine Partei auch gegenüber dieser Regierung die Opposition entschieden fortsetzen werde 100 Mitglieder und 4 welfische Eigener der„Schwerter Zeitung.“ Hd Berlin, 1. Juli. Wie der„Nat.=Ztg.“ zufolge verlautet, sind die Befestigungsanlagen auf der Insel Borkum, deren Notwendigkeit für den Schutz der Einfahrt in die Emse=Mündung und des Emdener Hafens „H. Ztg.“, sehr schnell und prompt und je=bei einem vorjährigen Flottenmanöver erprobt wurde, mand muß schon die Verschlagenheit eines Terlinden oder nunmehr in der Ausführung begriffen. veon von den Boschen, gtraßburg i. Eis. telegraphiert wird, führte die Nieder Wohnhaus an der Ecke der Bahnhofs= und Breitestraße. Männer rotteten sich zusammen und durchzogen johlend ∆ R ist darauf zugeschnitten“, daß on ihm die alten und drohend die Stadt. Revoll Wohnhaus an der Ecke der Bahnhoss= un estestraß Der Bau ist varauf„zügeschnitten“, Tuß an ihm die alten Fenster des Dienstgebäudes des städtischen Wasserwerkes, welches seiner Zeit die Eisenbahnverwaltung ankaufte und abbrechen ließ, wieder verwandt werden. Dieses neue Haus mit den alten Fenstern wird also dem Sparsamkeitssinn alle Ehre machen. * Barmen, 30. Juni.(Veryangnisvolles Spiel mit Dynamitzünd ern.) Ein elfjähriger Junge fand vorgestern mehrere in Papier eingewickelte Dynamitzünder, welche jedenfalls von den durch die Kanalisierung bedingten Felssprengungen herstammten. Ohne von seinem Funde im elterlichen Hause etwas verlauten zu lassen, machte er sich daran, die Dynamitzünder dadurch zum Explodieren zu bringen, daß er einen eisernen Nagel in diese steckte und mit einm Steine darauf schlug. Die Zünder explodierten, wobei dem unvorsichtigen Knaben die linke Hand dermaßen zerrissen wurde, daß er ins städtische Krankenhaus verbracht werden mußte. * Köln, 30. Juni. Zwei Dienstmädchen ließen sich in ein hiesiges Geschäft am Abend beim Geschäftsschluß einschließen, kleideten sich in der Nacht vollständig vom Scheitel bis zur Sohle mit seidenen Kleidern und Jacketts neu an, stahlen außerdem eine Menge Schmucksachen und verließen morgens nach der Oeffnung des Geschäfts dieses in ihrer neuen Herrlichkeit. Doch lange sollten sie sich ihrer Herrlichkeit nicht freuen, denn die Kriminalpolizei kam ihnen auf die Spur und nahm sie fest. Ehe sie ins Gefängnis wanderten, wurden ihnen die seidenen Kostüme und Schmucksachen wieder abgenommen. * Köln, 30. Juni. Aus Schmalkalden berichtet die „Köln. Ztg.“: In dem benachbarten Orte Floh entstand gestern abend Großfeuer, das bis 8 Uhr morgens 17 Gehöfte mit 30 Gebäuden einäscherte. Infolge heftigen Sturmes breitete sich das Feuer schnell aus. * Duisburg, 30. Juni. Auf dem hiesigen Bahnhof ereignete sich gestern abend gegen 8 Uhr ein schwerer Unglücksfall. Beim Rangieren stießen einige Güterwagen, die zu stark abgestoßen waren, aufeinander. Dem in einem Bremserhäuschen sitzenden Rangierer Franz Fritzen wurde bei dem Anprall der Brustkasten eingedrückt. An dem Aufkommen des Mannes, der auch an den Füßen schwer verletzt wurde, wird gezweifelt. * Mörs, 30. Juni.(Aufsehen erregende Vorkommnisse.) Einige Schüler der Oberklassen des hiesigen Gymnasiums haben, wie man hier erzählt, sich vereinigt und aus vielen hiesigen Geschäftslokalitäten eine Menge Waren entwendet. Unter den jugendlichen Tätern sollen sich Söhne von hiesigen hochangesehenen Familien befinden, denen dadurch großer Kummer entsteht. Wie verlautet, sollen bereits einige der Schüler aus der Anstalt entlassen worden sein. Näheres dürfte erst die Unersuchung durch die Staatsanwaltschaft ergebei! * Bonn, 30. Juni. Ihre Kommerse feiern unsere Studentinnen auf ihre Art. Jedenfalls nicht beim Bier der männlichen Kommilitonen. Daß es dabei, wenn auch nicht so laut, so doch recht fröhlich zugeht, das bewies der Verlauf eines solchen Festes, zu dem sich, wie die„Bonner Reichszeitung meldet, bei Niederstein in Endenich 86 Studentinnen— jüngere und ältere, Frauen und Mägdlein— zusammenfanden zur Feier eines von ihrer einem halben Dutzend glücklich bestandenen Examens. Man trank eine gute Erdbeerbowle. Einige zogen Roisdorfer Wasser vor, ohne daß der„Comment“ darunter litt. Bei angeregten Tafelreden und Sprüchen, Gesellschaftsspielen und studentischen Liedern gingen die Stunden rasch dahin. Um 11 Uhr machte man Schluß, um wohlgemut zur Musenstadt und ihren Studierstuben heim* Koblenz, 30. Juni.(Fahnenflucht.) Vom Infanterie=Regiment Nr. 68, das sich bekanntlich gegenwärtig auf dem Truppenübungsplatz Esenborn befindet, sind laut„Kobl. Ztg.“, während der letzten Tage im ganzen 4 im ersten Jahre dienende Leute fahnenflüchtig geworden und über die nahegelegene Grenze geflüchtet. Zwei dieser Deserteure sandten ihre Uniform an das Regiment zurück. Briefkasten. L. M. in S. Sie fragen aus Anlaß der neuen Verfügung des Kultusministers betr. die Benachrichtigung der kath. Pfarrer bei beabsichtigten Ehescheidungen von Angehörigen ihrer Konfession an, ob das wieder ein neues Vorrecht der kath. Kirche sei.— Nein, das ist durchaus nicht, denn die gleiche Verfügung besteht für die evangelische Geistlichkeit schon seit längerer Zeit. C. F. in W. Der Reichskanzler ist evangelisch, seine Frau, eine italienische Gräfin, dagegen strenggläubige Katholikin. Die traurige parlamentarische Lage in Ungarn. Budapest, 30. Juni. Die Sitzung des Abgeordneenhauses, in der sich das neue Ministerium heute vorstellte und Graf Khuen Hedervary seine Programmund drohend die Stadt. Revolverschüsse und Steinwurse wurden gewechselt, jüdische Geschaftshäuser bombardiert und es wurde der Versuch gemacht, Verhaftete zu befreien, wobei die Fenster des Wachhauses zertrümmert wurden. Von Straßburg aus wurde militärische Hilfe angeboten. Die Protestanten und Juden werden geschäftlich bopkotiert.„ A. im M.schstursmahltrise Hd Berlin, 1. Juli. Der im Reichstagswählkreise Das Musikkorps des 89. Infanterie=Regimen.s in Neuilly streikt. Der Oberst hatte das Korps für einen besonderen Dienst abkommandiert, dasselbe weigerte sich jedoch, dem Befehle nachzukommen, und verließ für einen ganzen Tag die Kaserne. Die Mitglieder des Korps wurden deswegen zu 30 Tagen Stubenarrest verurteilt. Das Musikkorps hatte sich beim Kriegsminister über den zu strengen Dienst beklagt, die Antwort steht noch aus. 8 II4 Paris, 1. Juli. Bei der Kirmes in St. Denis wurden gestern die Pferde einer Equipage scheu und gingen durch. Sie überrannten 10 Personen, die meist schwer verletzt wurden,„ Kt. M.a mrd. 8.s. Hd Paris, 1. Juli. Zum achten Male wurde gestern der Versuch gemacht, den Paris=Brüsseler Expreßzug zur Entgleisung zu bringen, indem an verschiedenen Stellen die Schienen durch Lösung der Schrauben gelockert HId Belgrad, 1. Juli. Erst jetzt wird bekannt, daß seinerzeit zwischen dem ermordeten König Alexander oder vielmehr dessen Regierung und dem jetzigen König Peter im Jahre 1893 Verhandlungen geführt wurden, wonach König Alexander, um die dynastische Frage in Serbien aus der Welt zu schaffen, die Tochter des jetzigen Königs, Helene, habe heiraten sollen. Den verheißungsvollen Plan durchkreuzte damals König Milan. Wetterbericht. 2. Juli: Warm, meist schön und trocken. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Warenhaus Eion A Der, Balkenstr. 36—08, , DorrmokD. beim Bezirks-Kommando. Bekannt als reelles Verkaufshaus. Grösstes Geschäft dieser Art in Westfalen, empfiehlt zu billigen Preisen: Läcke, Pinsel, gut und preiswürdig bei Auswahl ca. 1000 Stück Knaben- und Kinder-Anzuge, Arbeiter-Garderobe, Schuhwaren, Hüte, Herren-Wäsche, Kravatten, Regenschirme, Manufakturwaren insbesondere Kleiderstoffe- und Futtersachen zu sehr billigen Preisen. 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