Amtliches Rrescialt ich den Rieis Borck! Fernsprech=Anschluh Praug;, Schwertesfahre Telear=Adresse Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ verbindliche Rtratt. Wbonstementodreid pro Huatak 1 Nri 6, Ph. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheim un jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Familienfreund. Politische nebersicht. Deutschland. = Kieler Kaisertage. Der Kaiser, der Mittwoch abend in Kiel ankam und alsbald den Kommandanten des amerikanischen Geschwaders empfing, übergab Donnerstag vormittag der Marineakademie eine Büst s Oopristen v. Künhrandenburgsche Flate besechlgte tun“ einen Vortrag über Funkentelegraphie. Mittags besuchte er das amerikanische Flaggschiff„Keartsarge" Dieses und die übrigen amerikanischen Flaggschiffe setzten die deutsche Kriegsflagge und feuerten guer ge von 33 Schuß. Die Besatzung paradierte. Der k####c, der kleine Admiralsuniform trug, wurde vom Admira om: Der Kaiser kehrte alsdann auf die„Hohenzollern“ hhmne. Der Kaiser kehrle altrannung...„, zur Tafel zurück. Am heutigen Freitag gibt der in Kiel eingetroffene amerikanische Botschafter Tower ein Festmahl, wozu der Kaiser erscheinen will, ebenso Reichskanzdro jieber die neue Militärvorlage sind mancherlei Nachrichten verbreitet worden, die zum Teil auf den allerzuverlässigsten Informationen beruhen sollten. S wurde u. a. behauptet, daß für die Iufantgrnferggizin Vermehrung von 252 Offizieren und 6842 umereng und Gemeinen gefordert werden würde. Wir haben uns, so bemerkt dazu die Kreuzzeitung, an maßgebender Stelle erkundigt und den Bescheid erhalten, daß die gemachteg Angaben auf freier Erfindung beruhen. Bis. 0 überhaupt noch keinerlei definitive Beschlusse üver eine etwaige Militärvorlage gefaßt worden. Rußland. = Gegen Finland wird von der russischen Regierung andauernd mit der alten Härte und vorgegangen Ein soeben erschienener Erlaß des Zaren, der das Waffentragen und den Handel mit Waffen in Großfürstentum behandelt, legt Zeugnis dafür ab, mit welchem Mißtrauen die Bewohner des unglictiseheg, Jgaiz; des angesehen werden, und wie gern man die Gen###### benutzen möchte, um mit der Uebermacht der Waffen jed selbständige Regung niederzuschlagen. Der neue erlaß bestimmt nämlich, daß niemand berechtigt ist, scharfe oder Weonen, bo, zur Aantungen gesatct, der dhe nahmen werden nur fu.„ ge. er eine ausdrückliche Genehmigung des Gouverneurs seiner Provinz vorweist. Da dieser Beamte jetzt fast überall ein Russe ist, so ist es selbstverständlich, daß die Erlaubnis r völig zuerläsigen Sinnsprüche. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen geflastert..I, Muissen tuf'a Nicht das viele Wissen tur 9, Sondern wissen etwas Gut's. Fr. v. Logan. sein müssen. Was aber am drückendsten empfunden werden wird, das ist der Umstand, daß diese Bücher jederzeit von den Beamten der Polizei kontrolliert werden konnen. Diese können, wann sie wollen, Einblick in sie verlangen. Eine Ausnahme von diesen Regeln bilden nur die Militärs, denen das Tragen und der Kauf von W gestattet ist. Wer von den Kaufleuten die Vorschriften über den Handel mit Waffen verletzt, wird das erstem einer Geldstrafe im Betrage von 400 Mark oder e rreststrafe unterzogen. Macht er sich ein zweites Mal desselben Vergehens schuldig, so wird sein Geschaft geschlossen und die vorgefundenen Waffen sowie das Schießgen gebührt gouverneuren. Damit ist der Wilkür Tor usig, öffnet. Die„Finländische Zeitung", das amtluhe###### der russischen Regierung, rechtfertigt die Maßnahme mit Stimmung im Lande. Man scheint den Glauben erwecken zu wollen, als stände Finland am Vorabend einer Revolution. Das ist bekanntlich durchaus nicht der Fall. Aber die russischen Machthaber wollen die Bewohner des Großfürstentums so lange reizen, bis sie sich zu einem unüberlegten Schritte hinreißen lassen. Dann hätten sie die Möglichkeit, mit Waffengewalt einzugreifen. Einen deren Zweck hat die Verordnung nicht. sie urteilsfähiger zu machen, und zwar durch liebe= und verständnisvolles Eingehen auf alles, was ihr Gemüt bewegt, was sie unzufrieden macht. Dann dürfen wir hoffen, daß die Scharte des gestrigen Tages wieder ausgewetzt werden wird. Kapitän Sander. Roman von F. Klinck=Lütetsburg. (10. Fortsetzung.) 4. In der Morgenfrühe des kommenden Tages lichtet ie"Grietje“ die Anker. Es war ein wunderschöner Morgen. Eine frische, üdöstliche Brise schwellte die Segel, und stolz giltt das ahrzeug stromabwärts, von den Blicken zahlreicher Neusierigen im Hafen verfolgt. Auch Mynheer van der Straaten hatte sich eingefunden und schritt noch eine Peile neben dem Schiff her den Deich entlang, bis Schooner einen Vorsprung gewonnen hatte, so daß die Gestalt des Kapitäns allmählich unkenntlich geworden var. Noch einmal schwenkte er sein Tuch zum Abschied, doch wurde es an Bord nicht bemerkt, dann trat er den Heimweg an, voll Zuversicht, daß seine Saat sich kräftig wpsoseon ver der Morgen auch gewesen, bereits gegen Mittag begann der Himmel sich mit schweren Wolken zu bedecken, im Nordosten stieg ein Gewitter auf, und der Wind war plötzlich umgeschlagen, so daß die Segel eingeb Dann lullte der Wind wieder ein— Stille vor dem „Kapitän, sehen Sie über uns die Wolke? Es sieh aus, als ginge sie leewärts bis an den Horizont,“ schrie der erste Maat. Die Reichstagsstichwahl 1903. Mit einer ganz geringen Majorität ist der Sozialteter“ des Wahlresses DortmundHörde aus der Für diesmal ist der heiße Kampf vorbei, aber sein Ausgang soll uns eine ernste Mahnung sein, in den 5 Jahren(vielleicht sind es nur 2 oder weniger), zur nächsten Wahl vor uns liegen, zu arbeiten, unentwegt und treu zu arbeiten, um der Sozialdemokratie das Feld abzugraben, um ihren Verhetzungen und ihren de Menge aufgedrängten Irrlehren gegenüber mehr und zuchr die Wähler zum selbständigen Deuten zu bringen, Es blitzt. Die Flut bringt's herauf," entgegnete Kapitän Sander ernst.„Es wäre besser, das Unwetter hätte uns nicht hier überrascht. Den wiederholt aufzuckenden Blitzen, felgte, stets un mittelbar der Donner; dann tobte ein jurchleures Unwetter mit voller Gewalt daher. Die Stimme des Kapitäns wurde von dem Brüllen der Wogen und dem Heulen des Windes übertönt. Vorübergehend herrschte vollkommene Dunkelheit, welche die nach allen Himmelsrichtungen hit aufzuckenden Blitze um so furchtbarer erscheinen ließ. Das Schiff war vollständig ein Spiel der Wogen, die es den einen Augenblick hoch emporhoben, um es im nächsten wieder in ein Wassergrab hinabzuschleudern. Die 1 des Kapitäns, die er beim Heraufziehen des Unwetter# gegeben, wurden aber mit einer Genauigkeit ausgeführt, die verriet, daß sich ein jeder der Verantwortlichkeit seiner Aufgabe vol bewubt wor. war die Gefahr vornoch in unverändert heftiger Mut— der die Bemannung freilich nicht einen Augenblick e“=Ardreas Däne arbeitete an der„Mühle“, und Kapitän Sander glaubte alle Ursache 3u behpgnber von Leistungen des Leichtmatrosen, den er auf, ,“„nn der Straatens Rat scharf beovachtete, zufrieden zu sein. Das Schiff hatte bei den verschiedenen Sturzseen Wasser geschluckt; Andreas aber behauptete, daß seine Arbeit völlig ausreiche, es auszuleeren, nachdem er das Kabelgarn mit dem Richtscheid in den Pumpenpott hinabgelassen. Die paar Fuß Wasser würden schon nichts ausVorsichtshalber ließ Kapitän Sander indessen noch den Zimmermann nachsehen; dieser konnte die Angaben Die Stichwahl vollzog sich gestern bei herrlichstem Wetter, es war ein schöner Tag im Jahr, an dem sich entschied, wie die in Frage kommenden Wahlkreise in den nächsten fünf Jahren im Reichstage vertreten##e#in sollen. In Schwerte war die Wahlbewegung eine recht lebhafte. Die Wahlen vollzogen sich glatt, denn die Wähler wußten jetzt Bescheid und begaben sich ohne weiteres, sobald sie das amtliche Kouvert in Empfang genommen hatten, in das geheime Kabinett. Auf beiden Seiten wurde scharf gekämpft, und die nationalliberale Partei gab sich im Verein git, pergtreg und ehrlich helfenden Zentrum alle Mühe, durchzubringen. Wußte oder fuhlte doch wenigstens bis in die untersten Schichten hinab jeder gewissenhaf Wähler, daß er nicht nur das Heiligste und die idealen Güter, sondern alles zu verteidigen hatte. Gegen Abend fing man an, in der Bürgerschaft nerund bald hielt eine gewaltige Menven GeschchftorPerszientlchung du inlaufenden Resuldie Menge der Veroffentlit, der einlaufenden, Are g tate, die wir auf praktische Weise in unserenF kannt gaben. Je mehr die Zahlen der beiden Kandidaten in die Höhe kletterten, um so mehr wuchs auch die S. ung der Harrenden; doch wir wollen nicht verfehlen, ausdrücklich zu bemerken, daß die dichtgedrängte Menschenschar eine mustergiltige Ordnung bewahrte, abgesehen nens bei Sichtbarwerden neuer Zahlen und von dem Lärm noch nicht wahlfähiger junger Burschen. Zeit schwankten die Meldungen hin und her, es war beim besten Willen nicht möglich, etwas Festes, Bestimmtes bekannt zu geben, da endlich um 11 Uhr die von drei Seiten fast gleichzeitig einlaufende Meldung, daß Hilbck mit ein gen Hundert Stimmen Vorsprung als gewählt gelten könne. Wir gaben dies Resultat bekannt und damit gleich zeitig den Schluß der Veröffentlichungen. In ganz kurzer Zeit hatte sich die Menge in voller Ruhe und Ordnung zerstreut. Auch der nationale Wahlverein, der in imposanter Versammlung im Ostermann'schen Saale tagte, hatte eine gleichlautende Meldung erhalten. Leider aber mußten wir bald darauf noch aufgrund neuer emachender Mlabungen all der gastöchiigen Fraite 6n. Dänes nur bestätigen. Inzwischen begann sich auch der Wind mehr und mehr zu legen, und die Wogen rollten minder hoch und regelmäßiger. Die„Grietje hatte gut bestanden. Allem Anschein nach würde der Wind wieder nach Südosten umschlagen und der Schooner seine Fahrt mit günstigem Winde fortsetzen können. gretig vig Ich will verdammt sein, wenn die„Grie"“ nich unruhig geht, als ob sie ein gut Teil zuviel Wasser im Pumpenpott hätte,“ fluchte der Maat in demselbenAugenblick, als der Kapitän sich bereits, nachdem er dieselbe Entdeckung zu machen geglaubt, Andreas Däne näherte, um selbst nachzusehen. Er nahm ein trockenes Tau und ließ es in den Pumpenpott hinab, um diesen genau zu intersuchen. Andreas Däne verfolgte alle Bewegungen des Kapitäns mit einem höhnischen Grinsen. Er sah, daß sich derselbe beim Heraufziehen des Taues verfärbte. Wir haben fünf Fuß Wasser im Kielraum,“ sagte er mit einer Stimme, die den höchsten Grad von Aufregung „Warum nicht, Kapitän?“ fragte der Maat.„Darum braucht die„Grietje“ kein Leck zu haben. Ich sage Euch, die Sturzseen haben was geschafftige,#. So viel nicht, Maat. Dazu hat vus Wetter nicht lange genug angehalten. Gebt noch einmal Kabelgarn und das Richtscheid her.“##### Die fortgesetzten Untersuchungen bestatigten vie Befürchtungen des Kapitäns. Der Schooner hatte ein Leck. Auf welche Weise er sich ein solches zugezogen, war alle unerklärlich. Niemand von der Bemannung hatte ein Aufstoßen oder irgend etwas bemerkt, das auf eine solche ung befanden, war niemand im Zweifel. Und als das Kommando:„An die Pumpen!“ ertönte, standen schon alle mit bis zum Gürtel abgestreiften Kleidern bereit, um nicht in der freien Bewegung gehemmt zu sein. Ende machen und durch Extrablatt den Sieg des Sozialdemokraten bekannt geben. Wollte auch anfänglich niemand daran glauben, so mußte man sich doch schließlich dazu bequemen, die Hiobspost für richtig anzusehen.„Mit 277 Stimmen Majorität ist Bömelburg gewählt worden,“ so meldet heute früh in dürren Worten der Draht. Die Schlacht ist verloren, daran ist nichts mehr zu ändern, aber sei der 25. Juni ein gewaltiger Mahnruf, nun nicht wieder 5 Jahre zu schlafen, und dann erst in den letzten Wochen vor der Wahl an die Arbeit zu gehen, lernen wir von unseren Feinden, arbeiten wir ruhig aber unentwegt weiter, ohne durch die gestrige Niederlage mutlos zu werden und beherzigen wir vor allem das Kaiserwort„dem Volke muß die Religion erhalten bleiben.“ Leider ist es heutzutage nicht mehr damit getan, daß sie erhalten bleibt, sondern sie muß weiten Volkskreisen zurückgegeben werden. Dann, und nur dann wird es besser werden, denn das positive Christentum hat sich in dem nunmehr beendigten Wahlkampfe als das einzige sichere Bollwerk gegen die Hochflut des sozialdemokratischen Geistes erwiesen.„ Und nun zum Schluß ein Wort herzlichen Danres an alle Freunde unseresBlattes, welche uns gestern abend in der Berichterstattung unterstützt haben, und ein gleiches herzliches Wort des Dankes an die Herren des hiesigen Postamtes, die wir wahrlich nicht geschont haben gestern und die doch mit unermüdlicher Ausdauer und Liebenswürdigkeit alles getan haben, um uns in jeder Weise zu unterstützen und zu helfen in unserer ebenfalls nicht leichten Aufgabe. Polen, 6(7) Welfen, 10(10) Elsässer, 83(58) Sozialdemokraten. Köln Zentrum, Düsseldorf Zentrum, Bochum Sozialdemokrat, Duisburg Nationalliberal, Mainz Sozialdemokrat, Hagen Freisinn, Iserlohn Freisinn, Magdeburg Sozialdemokrat, München I Sozialdemokrat, Berlin V Freisinn, Heidelberg Nationalliberal, Arnswalde Antisemit, Essen Zentrum, Herford=Halle Konservativ, Minden=Lübbecke Nationalliberal, Wetzlar Nationalliberal, Freiberg i. S. Sozialdemokrat, Sorgau=Treptau Freisinnn, Hirschberg Freisinn, Lennep=Mettmann Sozialtzen=Zwickau Sozialdemokrat, Bernau i. Sozialdemokrat, Oberbarnim Reichspartei, Frankfurt M. Sozialdemokrat, Königsberg Sozialdemokrat. Lokales. ** Schwerte, 26. 1903. Hilbck hat 39.095, Bömelburg 39372 Stimmen. Letzterer ist somit mit 277 Stimmen Mehrheit gewählt. Von den 180 Stichwahlen sind bis jetzt 172 Resultate bekannt. Es sind gewählt 21 Konservative, 3 Bund der Landwirte, 1 Bauernbündler, 9 Reichspartei, 11 Zentrum, 45 Nationalliberale, 9 freisinnige Vereinigung, 20 freis. Volkspartei, 6 deutsche Volkspartei, 6 Antisemiten, 1 Christlich=Sozialer, 1 Nationalsozialer, 3 Polen, 6 Welfen, 3 Elsässer, 27 Sozialdemokraten. Also insgesamt bis jetzt: 54 Konservative(bisheriger Besitz 52), 3(5) Bund der Landwirte, 4(0) Bauernbündler, 16(20) Reichsparteiler, 99(105) Zentrum, 51(51) Nationalliberale, 9(14) freisinnige Vereinigung, 20(27) freisinnige Volkspartei, 6(9) südd. Volkspartei, 7(10) Antisemiten, 2 (2) Christlich=Soziale, 1(1) Deutsch=Sozialer, 17(14) Sommer=Wetter prophezeit, die selbstverständliche witter nicht ausgenommen, und daß erst der September Regen bringen soll.— Wenn es nur bei Herrn Falb nicht so oft umgekehrt wäre. *(Die Bismarckfeier auf Hohensyburg,) das alljährliche Erinnerungsfest an unsern großen Toten, wird am Samstag, den 11. Juli, in der üblichen Weise stattfinden. Die Münster'schen Kürassiere werden auch diesmal wieder dabei sein. Im Anschluß hieran sei auf ein interessantes Bild hingewiesen, das sich jetzt dem Besucher der herrlichen Hohensyburger Höhen durch den Bau der elektrischen Straßenbahn, der in nächster Zeit seiner Vollendung entgegengeht, bietet. Die Bahn bildet die Verlängerung der Strecke Schwerte=Westhofen, geht dann rechts von der Fahrstraße über einen aus Sandstein hergestellten Fahrdamm, überschreitet die Provinzialstraße und schlängelt sich durch grüne Wiesen bis unterhalb Haus Husen; dort hat sie eine mächtige Steigung zu überwinden und geht dann rechts bis zur Wirtschaft Dickehage. Rechts von dieser Wirtschaft hat die Gesellschaft ein schönes, villenartiges Bahnhofsgebäude errichten lassen, um den Passagieren, die hier umsteigen müssen, bei schlechtem Wetter Schutz und Obdach zu gewähren. Welche gewaltigen Arbeiten dort verrichtet werden mußten, sieht man erst, wenn man sich an Ort und Stelle genau orientiert. Zunächst hat man dort, wo das Bahnhofsgebäude sich befindet, den früheren Weg verlegen müssen, dann hat mian tiefe Einschnitte gemacht, um so die Verlängerung bis zur Burg Hohensyburg, die bekanntlich als Zahnradbahn betrieben werden soll, herzustellen. Der Unterbau dieses Teiles liegt größtenteils schon, jedoch wird die Fertigstellung dieser Teilstrecke noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, da ein solcher Bau sehr schwierig ist. Die Eröffnung der Strecke Westhofen=Dickehage soll bestimmt August erfolgen. Wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird, will man für die Hin= und Rückfahrt von Westhofen=Hohensyburg 1,50 Mk. und für die einfache Fahrt 1 Mk. fordern. Wir sind der Ansicht, daß sich der Betrieb der Bahn bei solch enorm hohen Preisen nicht rentieren wird, vielmehr wird man dann nach wie vor viele Besucher der herrlichsten Höhe Westfalens zu Fuß hinaufwandern sehen. **(Sudermann=Abend.) Am Montag, den 29. Juni, wird vom Dortmunder Stadttheater=Ensemble eine hochinteressante Vorstellung stattfinden und zwar gelangt „Johannisfeuer“ von Sudermann zur Aufführung.„Johannisfeuer“ ist eines der besten Werke des genialen Dichters und der modernen Litteratur überhaupt. Name„Sudermann“ bürgt ja auch schon dafür, daß der Inhalt des Stückes fesselnd und von hohem litterarischem Werte ist.„Johannisfeuer“ hat an unseren ersten Bühnen eine große Anzahl von Aufführungen erlebt und beherrscht jetzt noch ständig das Repertoire. Der Zuschauer wird vom Beginn bis zum Schluß in fortwährender Spannung erhalten. Wir können einen sehr interessanten und genußreichen Abend in Aussicht stellen und empfehlen den Besuch dieser Vorstellung ganz besonders. (Strafkammer Hagen.) Gestern gelangte vor der Strafkammer die„Affäre Müller", die hier viel taub aufgewirbelt hat, zur Verhandlung. Ueber die betr. Sitzung werden wir noch berichten, für heute wollen wir nur kurz das Urteil mitteilen. Erhielten der Wirt Carl Müller 4 Wochen Gefängnis, Wilhelm Müller 120 Mark Geldstrafe, Fritz Schulte 36 Mk., Frau WunderDas Wasser war inzwischen bereits wieder gestiegen, zwar kaum merklich, aber genug, um der Mannschaft den Wert ihrer zu machenden Anstrengungen klar werden zu lassen. In einer halben Stunde würde sich das Schicksal des Schooners entschieden haben. Ohne ein Wort wurde gearbeitet, die Ablösung erfolgte alle zwei Minuten und die Pumpen wurden mit einer Anstrengung gehandhabt, die deutlich genug erkennen ließ, daß jedermann den Ernst der Lage vollkommen erfaßte. Trotz der rastlosen Arbeit war das Wasser nach Ablauf einer halben Stunde um weitere zwei Zoll gestiegen, welche Entdeckung sehr niederdrückend wirkte. Die „Grietje" war verloren; es blieb nichts übrig, als die Rettung der Besatzung zu versuchen, ehe die Nacht anbrach. Vollständige Dunkelheit war freilich nicht zu erwarten. Kapitän Sander machte noch einen Versuch, die Leute an den Pumpen zu erhalten; da er jedoch selbst das Aussichtslose eines solchen Beginnens erkannte, fehlte seinen Worten die überzeugende Kraft, die ihnen Nachdruck hätte verleihen können. So wurden die Boote in Bereitschaft gesetzt und der Befehl gegeben, sie an den Krahnen hinabzulassen. Mit größter Besonnenheit und vollkommener Ruhe wurden alle Vorbereitungen getroffen, für Wasser und Mundvorräte gesorgt, da man nicht wissen konnte, wie viel und Nächte man auf dem offenen Meere würde umhertreiben müssen. Raum war in den Booten genug vorhanden, wie denn auch alle Rettungswerkzeuge sich in vorzüglicher Verfassung befanden. Kapitän Sander wollte zunächst Zerlina und ihr Kind in vorläufige Sicherheit gebracht sehen, stieß jedoch bei einigen der Leute auf unerwarteten Wderspruch. Besonders Andreas Däne tat sich dabei hervor. „Was geht uns die an? Die und der Schreibalg können uns nur Umstände machen. Die wird uns blos zur Last.“ „Die Frau und ihr Kind ins Boot!“ befahl Kapitän Sander mit Donnerstimme, als er das schwache Weib, das Kind im Arm haltend, kreidebleichen Antlitzes und mit entsetztem Ausdruck in den unnatürlich großen Augen auf den Sprecher blicken sah.„Seid Ihr Männer?“ Niemand widersprach. Zerlina und ihr Kind wurden ins Boot hinabgelassen, dann folgte eine Anzahl Schiffsleute. Noch für einen Mann hatte das Boot Platz. Andreas Däne drängte sich vor. „Zurück!" befahl der Kapitän.„Ihr bleibt unter meiner Aufsicht. Es wäre vielleicht besser gewesen, ich hätte Euch nicht angemustert.“ Indem er diese Worte äußerte, blickte er den Leichtmatrosen mit durchdringendem Blick an. Ihm war mit einem Male eine Ahnung gekommen. „Ihr könntet recht haben, Kapitän, lautete die höhnische Entgegnung.„Ich habe häufig Unglück auf meinen Fahrten gehabt.“(Fortsetzung folgt.) mann 36 Mk. und Frau Hufnagel 36 M' Geldstrafe. Zwei weitere Frauen wurden freigesprochen. ** Rheinen, 25. Juni.(Die Brunnen des Dortmunder Wasserwerks) sind bis kurz vor Geisecke fertiggestellt und sollen Rohre durch die Ruhr hier auf Rheiner Gebiet geführt werden, wo dann ebenfalls noch Senkbrunnen angelegt werden sollen und zwar noch eine ziemliche Strecke nach Langschede zu. Es ist allerdings noch nicht bekannt, ob die Arbeiten noch in diesem Sommer vorgenommen werden. Eine ganze Anzahl Leute erhalten durch das Wasserwerk Beschäftigung. ** Holzwickede, 25. Juni. Gestern gegen 11¼ Uhr vormittags fuhr im hiesigen Bahnhof ein Rangierzug auf einen im Gleis Richtung Unna stehenden leeren Personentrain, wodurch drei Wagen des letzteren entgleisten und das Hauptgleis Holzwickede=Unna versperrten. Zum Glück ist niemand von den Bediensteten verletzt worden. Der Materialschaden ist unbedeutend, der Verkehr nicht gestört. Letzteres wird aufrecht erhalten durch Umsetzen von Zügen und Anwendung des eingleisigen Betriebes zwischen Holzwickede und Unna. Nur sind geringe Verspätungen der Personenzüge und bedeutendere für Güterzüge zu Tage getreten. a Aplerbeckermark, 24. Juni. Ein nichtswürdiger Streich wurde hier in vegangener Nacht von traurigen Helden der Zerstörung ausgeübt. Gegen die Wirtschaft des Herrn Küpper erfolgte ein schreckliches Steinbombardement, dem die meisten Fensterscheiben zum Opfer fielen; ferner versuchten die Raufbolde, die Fensterrahmen zu zertrümmern. Der Geschädigte hat eine Belohnung ausgesetzt für Ermittelung der Täter; hoffentlich gelingt es, dieselben zu ermitteln, damit sie ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. ** Aplerbeck, 25. Juni. Bewegte Klage wurde in der letzten Versammlung des hiesigen evangelischen Arbeitervereins über den schwachen Besuch derselben geklagt. Allgemein wurde die Säumigkeit der Mitglieder beklagt und besonders das Verhalten derjenigen kritisiert, die zur Zahlung der Beiträge erschienen waren, aber sich gleich wieder entfernten, ohne den Verlauf der Versammlung abzuwarten, die auch den erbauenden Vortrag des Herrn Lehrer Milsch über Harkort, Westfalens alter Fritz, brachte. Herr Kloß hob hervor, daß auf diese Weise der Verein zur Versicherungskasse herabsinke, in der jegliches Interesse für das öffentliche Leben ersterbe; er stellte den Antrag, eine General=Versammlung einzuberufen, die darüber zu beschließen habe, ob das so weiter gehen solle. Redner hielt es für das beste unter den jetzigen Verhältnissen, wo von 200 Mitgliedern immer nur 30—40 Personen— und zwar allemal dieselben— den Versammungen beiwohnten, den Verein einfach aufzulösen und mit den Getreuen einen neuen zu gründen. Besser einen kleinen Verein haben mit treuen Versammlungsbesuchern, als einen großen, dessen Mitglieder nicht einmal der Kassierer kenne, da die meisten ihre Beiträge durch andere Personen entrichten ließen. Allseitig wurde diese Klage als berechtigt anerkannt, um aber nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten, soll zunächst auf andere Weise versucht werden, einen besseren Versammlungsbesuch zu erzielen. Wir wollen nicht verfehlen, auch an dieser Stelle mit dazu beitragen zu helfen, die Mitglieder des evang. Arbeitervereins auf die schwere Gefahr aufmerksam zu machen, die sie heraufbeschwören, wenn sie fernerhin in ihrer Interesselosigkeit verharren und dadurch eventuell eine Auflösung eines Vereins herbeiführen helfen, der zum Segen unserer evangelischen Bürgerschaft ins Leben gerufen ist und dessen Wohltaten schon so manche Familie an sich selbst erfahren hat. Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 25. Juni. Eine recht läppische Wahlreklame, welche ganz dem geistigen Niveau dieser Partei und ihrer„Bildung“ entspricht, leisteten sich die hiesigen sozialdemokraten, als sie einen Esel herumführten, an dem ein Plakat befestigt war:„Ich und meine Kollegen, wir wählen Lenzmann. Es gelang jedoch der Schutzmannschaft, diesem groben Unfug durch Beschlagnahme des Esels zu steuern. Ein gerichtliches Nachspiel dürfte für die Beteiligten folgen, und das von Rechtswegen. * Hamm, 25. Juni. Als die Ehefrau des Landwirts Büker in Braam gestern abend mit ihrem Fuhrwerk, das sie selbst lenkte, nach Hause fuhr, scheuten die Pferde und gingen durch. Die Frau stürzte vom Wagen und war sofort tot.„„„„„„„ * Verden a. Aller, 25. Juni. Die Straftammer beschäftigte sich heute mit der von uns am 12. April mitgeteilten unheilvollen Schießaffäre des Pastors Haspelmat in Kirchbroitzen. Der Geistliche hatte, angeblich um einen Einbrecher zu verscheuchen, zwei Schüsse in die Luft abgegeben, von denen einer den Zimmergesellen Nerger tötete. Das Gericht verurteilte heute den Pastor zu drei Monaten Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung. Briefkasten. Leserin in W. Wenn ein junger Mann und ein junges Mädchen, die weder verlobt noch verwandt find, sich„Du“ nennen, so ist das allerdings unschicklich und setzt mindestens das Mädchen in ein sehr zweifelhaftes Licht, auch wenn wirklich nur„eine Freundschaft“, das Motiv sein sollte. Kann denn nicht Freundschaft bestehen, auch wenn man sich Sie nennt und sich gegenseitig die bei Gebildeten übliche Achtung erzeigt. Kommen Sie nur nicht mit solchen Redensarten, wie: eine große reine Seele ist erhaben über die Klatschsucht der Gevattern und Muhmen. Das ist nur Wortgeklingel, um das eigene Ehrgefühl über gewagte Schritte hinwegzutäuschen, Beim Photographen. sich Wann hat der Photograph seine Hochsaison? glaube erstens mal kurz vor Weihnachten, wo man gegenseitig mit seinen holden Konterfeis beglückt und auch im Frühjahr, wo man sich entweder verliebt oder sich so verjüngt findet, daß man nicht umhin kann, diesen Zustano für die Ewigkeit festzuhalten. Manchem Menschen ist lichen Zopf daran; wen die Natur mit gestern vormittag 10 Uhr in Flammen. Auch die Mühle einem kargeng##arwuchs bedacht hatte, der befestigte das des, Konsumpgreins ist schwer bedroht. Sämtliche Feuervorgeschriebene Anhängsel hinten am Tschako. An einen wehren von Leipzig und Umgegend sind am Brandplatze schwülen Sommertage— der Vorgang spielte sich in tätig, doch werden die Lagerräume kaum mehr zu retten einem der landesherrlichen Luftschlösser ab— machte es gein sich die Mannschaft in der Wachtstube bequem. Man hatte) 1Id Karlsbad, 26. Juni. Gestern früh gab der Redie Tschakos abgelegt und lag auf den Bänken ausge, serveleutnant August Hoffmann vom württembergischen streckt, sinzig und allein mit dem Abwehren der Judging; Sragoner=Regiment„König“ auf die Tochter Johanng lichen Fliegen beschäftigt. Plötzlich, ertönte der Fye; des Kommerzienrats Kuchlin aus Stuttgart einen Schuß „Achtung! Rrrrrraus!“ Der Kurfürst kommt! Jeder ab, der die Dame schwer verletzte. Hoffmann, der Gutsergreift seinen Tschako und stürzt heraus. Es hatte sich besitzer aus der Pfalz ist, war in das Zimmer der aber zugetragen, daß ein biederer Hesse, dem schon ein hanna Kuchlin eingedrungen, während diese noch im Bette stattlicher Zopf vom Hinterhaupt herabhing, die Kopf= lag, und schoß nach kurzer Erörterung auf sie. Als der bedeckung seines Nebenmannes ergriff, welche mit einem Kellner ins Zimmer trat, hielt er ihm den Revolver entkünstlichen Anhängsel versehen war. Dem scharfen gegen und jagte sich darauf selbst eine Kugel ins Herz. Auge des Kurfürsten konnte der zweizöpfige Gefreite nicht Die junge Dame war lungenkrank, was wesentlich zur ternd vor seinem Fürsten. Es kommt aber anders, als Abkühlung ihrer 4jährigen Beziehungen zu Leutnant erscend), geg der boz hrichk bos chalbftück.Popokons and, welcher früher in einen fronzschen Telegraphen, dor aus der Lasge und druct das Gotyrück dem erstaun, gard, welcher früher in, eivem Fachzeizschriften mit, dar ten Landeskind in die Hand, mit den Worten:„Ich,weiß umt angestellt war, teilt den Borzugg1„it, baß Sonnenxose veruy,taltet. Aotz, Beide haben es, Ihr Heyen seid mir allzeit ergeben gewesenz ich bin jer das Geheinnis der Fabrikation eines neuen Metalles, wer in Fhurcht, 62 vonnte etng, Stellungen geübt. mit Eurer Treue zufrieden! Schaut aber ja zu(auf die welches er Selium nennt, entdeckt habe. Das neue Wedid hite meige Herchasten, zwangos.— ncht solbeiden Zöpfe wesend), deß das Reslenent nicht über teallshstrie hervorzgrusen., Es sei leichter häter us dauerhafter wie Aluminium, während seine Herstellung 11mal billiger ist als dieses. Das Metall schmilzt bei 1600 Centigrad Hitze und eignet sich für alle FabrikatioVerlag von Kober C. F. Spittlers Nachfolger in Basel. nen, für Schiffbau, Eisenbahnen, Wasserleitungen usw. Roose, H. O führe mich! Geistliche, Lieder das Photographiertwerden furchtbar, ähnlich wie das Rasiertwerden. Nervöse Menschen lassen sich aus letzterem Grunde meist einen Vollbart stehen, weil sie Höllenqualen erleiden, wenn der Jüngling mit einem Messer naht und nun zu schaben beginnt und sich an der Nase dazu festhält— natürlich an der des Opfers. — Ebenso gräßlich ist es, so lesen wir im„B. G.=A.“, manchem Menschen, wenn er den schwarzen Kasten des Photographen vor sich erblickt und die fixierenden Augen des Verhüllten ihn beobachten. Da kriegt manch einer plötzlich eine Gänsehaut oder es juckt ihm in der Nase oder sonst wo, er kann nicht stille stehen, macht ein verstärtes Gesicht, der Photograph ärgert sich usw. Es gibt nichts Interessanteres, als einmal heimlich zuzuschauen, ich habe dies neulich getan und will Ihnen schaften vorführen, wie ich sie dort zufällig zu GesiEin Brautpaar. Er im Frack, Aermel etwas zu kurz, Weste rutscht immerfort herauf,— er zupft und zieht und fühlt sich unglücklich.— Sie in Seide, Reform natürlich,— das Haar kunstvoll vom Friseur zu einer Sonnenrose verunstaltet.— Sie hotztzezsftg, Peogi, besihe ar führe mich!(D. zu Hause tagelang die unmöglichsten Stellungen. „Ader birte, meine Hertsczaftetz, gergnzgs,— nicht. gekünstelt und die Gesichter naturlicher, bitte!“— Nun schritten werde!“ grinsen beide sich an.— Der Photograph ist verzweifelt. Der Einjährige. Bei seinem Anblick bekommt der Photograph einen Schreck, ihn erwartet eine böse halbe Stunde. Zunächst bekommt der Einjährige trinken, dann wird er ausgezogen und in seiner nackten Grazie auf den Bauch gelegt.— Pardon, ich meine natürlich ein einjähriges Baby.— Run beginnt der. kleie „Einjährige“ jämmerlich zu heulen, der Photograph Junggeselle und hat dafür kein Verständnis. Noch einmal die Soxhlettflasche,— dann eine Trompete, ein grüner Ballon, eine kleine Lokomotive,— endlich wird der Einjährige freundlich,— schon will der, Photggraph knipsen, da passiert etwas Entsetzliches.— Der P##otograph wischt sich den Angstschweiß und wartet.... Noch ein Einjähriger. Diesmal ein militärischer. Er hat die Knöpfe bekommen, dieses wichtige Avancement ist Grund genug zum Konterfei. Dazu das braungebrannte Antlitz, die weiße Stirn darüber, der kühne Schnurrbart und dann der Blick vor allen Dingen. Der militärisch schneidige Generalsblick! Die werden staunen zu Hause.—„Aber warum denn so steif, mein Herr?“—„Aeh... hm... bitte, wollen Sie das mir überlassen!“— Richtet sich noch mehr in die Höhe, Kopf hoch, Kinn an die Binde, Bauch herein. Der Photograph oDie Schwiegermutter.„Ach, Herr Photograph, ich möchte wieder ein Bild von mir, für meine lieben Kinder! Wissen Sie, ich schicke ihnen alle Jahre ein neues, damit sie mich stets vor Augen haben, die guten.“——„Brustbild, gnädige Frau?"—„Nein, nein ganz— wie ich im Leben bin, und auch nicht Profil, nein in ganzer Face... ja.... wie sie sich wieder freuen werden!"„Bitte, nun still zu halten, gnädige Frau so— vielleicht gelingt es Ihnen beim Lächeln die Zähne nicht zu zeigen, ja?— Danke!“ Fräulein X. vom Stadttheater. Das ist für den Photographen eine Erlösung, wie eine Oase in — so erquickt der Anblick der jungen D Roose, H. O führe mich! Geistliche Lieder! IId Trouville, 26. Juni. Eine Feuersbrunst zerfür eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte kom- störte heute die Eisenbahnwerkstätten Coburg. 3000 pozzerz, Ov. 5. Geb. Fr. 1.50.— Mr. 1.20.—,hr gez; Arbeiter sind dadurch beschäftigungslos geworden. Der mappard). 2.# peimreyr ves Arbeiter sind dadurch beschäftigungslos geworden. Der itau 9#immah(0 Rayyard) Schaden wird auf eine Million Francs geschätzt. I. O führe mich!(D. mappard). 2. Die He verlorenen Sohnes(Breiter). 3. Heimweh(D. Rappard). 4. Advent(D. Rappard). 5. Ihr Sterne, seid mir gegrüßt(Karl Schneider). 6. Ich will euch tragen(Kögel). Die Glocken von Patino(Lepsius). Hofer, Samuel. Pilgerharfe oder christlicher Glaube in Liedern. Für gemischten Chor. 14. Auflage. 171 Lieder. 320 Seiten. Geh. Fr. 1,50.— Mk. 1,20. Fr. 2,50. Mk. Lwd. Fr. 2.75. Halbfrzbd. Fr. 2.50.— Mk. 2. Mark 2,20. Eine gar treffliche, sowohl reichhaltige als auch geschmackvolle und das Rechte treffende Sammlung. Sie hat schon viele Freunde gefunden, wie das die vergriffenen Auflagen beweisen. Möge auch diese neue Auflage aufs neue viele Freunde finden; niemand wird die Anschaffung derselben bedauern, sondern wird viel Freude, Erquickung und Erbauung daraus schöpfen. Schaben wird auf eine Million Franes geschaht. Wetterbericht. 28. Juni: Veränderlich, warm, meist trocken. 29. Juni: Warm, meist heiter, strichweise Regenfälle und Gewitter windig. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Vermischtes. der Wüste,— so erquickt der Anblick der jungen Dume. Bei ihr hat der Photograph weder Mühe noch Aerger,— das ist alles natürlich, ungekünstelt, zwanglos— sie gibt sich von selbst eine graziöse Stellung, im richtigen Moment huscht ein schelmisches Lächeln über das Gesicht, und ihr verbietet es der Photograph nicht, die zwei Reihen weißer Perlenzähne sehen zu lassen. Der dankbare Landesvater. Von einem Leser wird der„Frkf. Ztg.“ geschrieben: Beim Blättern in einem Bündel vergilbter Briefe aus dem ersten Viertel des verflossenen Jahrhunderts bin ich auf eine heitere Anekdote gestoßen, die sich auf den ehemaligen Landgrafen von Hessen=Kassel und späteren Kurfürsten von Hessen Wilhelm I.(1803—21) bezieht. Der alte Herr wollte erst nach Wiedereinsetzung in seine Rechte die Zustände in Hessen auf das Maß zurückschrauben, welches vor 1806 in seinem Lande gegolten hatte. Unter anderem wurde die Wiedereinführung des Zopfes als eines unentbehrlichen Attributs der kriegerischen Würde beim Militär beschlossen. Nun wächst aber ein Zopf nicht in einemAugenblick. Man suchte sich also zuhelfen. Wer die *(He möt’ne Brille hewwen!) Wenn Jürgen Dreyer mal nach Hannover kommt, dann pflegt er es nie zu versäumen, sich in einem besseren Barbierladen seine Stoppeln abnehmen zu lassen, denn; wie er sagt,„upn Lanne sünd de Messers nich so scharp un denn kratzt dat so höllisch.“ So sitzt er denn wieder bei einem Bekannten in der Schillerstraße, als ein Kontorjüngelchen hereintritt, um sich rasieren zu lassen. Mit wichtiger Miene nimmt er Platz, während Jürgen Dreyer seinen Obolus bezahlen will, sagt der Biedermann zu ihm:„Hören Se mal, Se möt't awers noch tein Pennige mehr betalen!" „Wieso,“ hauchte der Mann.„Je. weeten Se, wenn der Barbierlehrling Se noch öfter rasieren mutt, denn hett he sick in twee Wäken de Oogen verdurben, so dicht möt he opkieken, um bi Se'n Hoor to finden, un denn möt be sick doch’ne Brille köpen!“ Errötend verduftete der Jüngling, der Barbier aber meinte:„Jürgen, laß Dein Witzemachen sein, Du jagst ja meine besten Kunden aus dem Geschäfte fort!“ Hd Wiesbaden, 26. Juni. Gestern stürzte hier ein Automobil des Belgiers Baron Lehmann um und explodierte. Der Besitzer ist schwer, der Chauffeur leichter verletzt. Hd Lemberg, 26. Juni. In dem Dorfe Kischow hat der Bauer Sissek infolge großer Notlage seinen 5 Kindern im Alter von vier Monaten bis 8 Jahren im Schlafe die Kehle mit seinem Rasiermesser durchschnitten und sich darauf selbst entleibt. Hd Leipzig, 26. Juni. Die ausgedehnen LagerOtenio (garantiert rein) - Pfd. 1,40 MAK. empfiehlt Drogerie Carl Trog. „Festetsterke Schwerte. Größere evangelische Gemeinde. Sonntag, 28. Juni 1903. Vormittags 8 Uhr: Frühgottesghteuß,„Pastor Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Graeve. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Wischnath. Reformierte Kirche. Sonntag, den 28. Juni 1903. Vormittags ½10 Uhr: Predigt. Pastor Terberger. Ev. Stadtmission Schwerte, Kuhstr. 7. Sonntag, 28. Juni 1903. Vormittags 7¾ Uhr: Blaukreuzgebetstunde. Bibelstunde und Jünglingsverein fallen aus wegen des Ausflugs mit der Sonntagsschule. Gottesdienstordnung der kath. Pfarrkirche. Sonntag, den 28. Juni 1903. 4. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 6½ Uhr: Stille hl. Messe. Pfarrer Schnurbus. 7½ Uhr: Stille hl. Messe. 8¾ Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Kaplan Rieke. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags: 2 Uhr: Andacht. Montag, den 29. Juni 1903. Fest Peter u. Paul. Vormittags: 6½ Uhr: Stille hl. Messe. Kaplan Rieke. 89 Uhr: Sille hl. Messe mit Predigt. Pfarrer Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt und Segen. Nachmittags: 2 Uhr: Vesper. Weshofen. ugr.#ge Sonntag, den 28. Juni 1903. Vorm. 9½ Uhr: Predigtgottesdienst. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenberg. TebentendePieizermeg:y.J Sonmerwaren. auf santtlich“ Garnierte Damen=Hüte, Kinder=Hüte, Mousselineund Kavotten. aar Ploustes, Sonmer=Aaterröche, Sträupfe.— Kerren- AP. SreKAüte. Bommer-Uuterzeuge, Hocken, Waschblousen fur Radvin... zu bedeutend ermässigten Preisen. Im Schaufenster leicht beschädigte Waren dieser Art zu jedem annehmbaren Dreise. B. Freu, Sehweite, Ideinigetr!. JagdVerpachtung! Samstag, den 11. Juli cr., nachmittags 4½ Uhr, soll die zum Gute Roden berg in Aplerbeck gehörige Wald- und Feldzagd, ca. 600 Morgen groß, im Lokale des Herin Wirts Sculte zu Aplerbeck auf 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Haus wodelschwings. Der Rentmeister: Bickern. Algemeine Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. (Filiale Schwerte.) Zur Besichtigung der Ostermann'schen Brauerei, Sonntag, den 28. Juni, morgens 9 Uhr, beim Mitglied Herrn Schreier (Markaner) antreten. Um rege Beteiligung bittet Die örtliche Verwaltung. Verkaufe jede Woche Schweinesleisch, ohne Unterschied der Stucke, das Pfund zu 7•0 von nur prima Schweinen. Gleichzeitig empfehle meine Hausmacherwurst zu den billigsten Preisen. Paul Korflür, sraßels. de. Jeden Sonnabend gekochtes Pökelsteisch zu haben bei Fritz Nehring. 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Nach erfolgtem Königsschuß: Krönung des neuen Königspaares und Auszeichnung der besten Schützen. Abends 8 Uhr: Pestbul. Sonntag, den 5. Juli, morgens 5 Uhr: Grosser Weckruf. Mittags 12 Uhr: Wachtparade auf dem Marktplatz und Aufziehen der Wachen. Nachmittags 8 Uhr: Autreten der Schützen bei ihren Hauptleuten. Abholen des neuen Königspaares. Alsdann: Festzug durch die Stadt zum Daselbst: Grosse Parade vor dem Königspaare. Von 4 Uhr ab: KUNTLATT und Volksbelustigungen. Abends 8 Uhr: Festball. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle(42 Mann) des Inf.=Reg. No. 98 aus Metz unter persönlicher Leitung des königl. Musikdirigenten Herrn Otto Firchow.(Kaiserliche Das Eintrittsgeld beträgt: Festkarte für beide Tage 3 M., Festkarte für einen Tag 1,50 Mk., Konzert 50 Pfg., Ball 1,00 Mk. der Platz frei! und Eintrittskarten sind sichtbar zu tragen. Das Belegen der Tische und Stühle ist untersagt. ne Kinder unter 16 Jahren haben zum Ball keinen Zutritt. Die Bewohner von Schwerte werden freundlichst gebeten an den Festtagen zu flaggen. Der Vorstand. Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich die Rinds= und Schweine=4 Metzgerei nebst Fabrikation feiner u. Wurstwaren nach Mähr= und Hüsingstraßen=Ecke in das Haus des Herrn Stricker verlegt habe und mit dem heutigen Tage eröffne. Schwerte, den 26. Juni 1903. Achtungsvoll Carl Wilkes. Läcke, Piisen Sie gut und preiswürdig bei Neuenter Conservenglas (a. d. amerikanischen Glasmaschine.) Eduard Wollf, Habelschwerdt I. Schles. Makulatur=Papier zu haben bei Carl Praus. #4An alle Frauen und Wädchen! Alle Länder durcheilte es wie der elektrische Funke als der Erfinder der Grolich'schen Heublumenseife für seine aufsehenerregende Erfindung seitens der österreichischen Regierung mit einem kaiserlichen und könig. # lichen Privilegium ausgezeichnet wurde und auch mit Recht: denn Grollch's Heublumenseife dient infolge Gehaltes an heilsamen Wiesenblumen und Waldkräutern in erster Reihe zur Hautpflege, indem sie mit geradezu augenscheinlicher Wirkung einen flekkenlosen, reinen u. sammtweichen Teint erzielt und denselben bei ständigem Gebrauch vor Fältchen und Runzeln schützt.— Das Haar. mit Grolich's Heublumenseife gewaschen, wird üppig, schön und voll.— Die Zähne täglich mit Grolich's Heablumenseife gereinigt bleiben kräftig und weiss wie Elfenbein. Grolich's Heublumenselfe kostet 50 Pfg. Bessere Drogenhandlungen und Apotheken halten dieselbe auf Lager. Verlangen Sie aber ausdrücklich Grolich's Heublumenseife aus Brünn, denn es bestehen Nachahmungen. In Schwertekäuflich bei: E. Klein, Drogerie, Carl Trog, Drogerie, L. Strack, Friseur, Wilh. Wirthsmann, Friseur. Freunden eines wirtlich guten und sehr wohlbekömmlichen Traubenweines empfehle ich meinen garantiert unverfälschten 1900er Rothwein. Ders. kostet im Faß von eirea 30 Ltr. an 58 Pfg. p. Ltr. und in Kisten von 12 Fl. an 60 Pfg. p. Fl. von ca ¾ Ltr. einschließlich Glas. Als Probe vers. ich auch 2 Fl. per Post. Preisl. frei. Zahlr. Anerkenn. Carl Th. Ochmen, Coblenz a. Rh. 694. Weinbergsbes. u. Weinhandlg. Schühenbunt=Schwirke. Regiments=Befehl! Sonntag, den 28. Juni, nachm. 3 Uhr tritt die I. Kompagnie beim Wirt Z. Reuke, II. Kompagnie beim Wirt Patster, III. Kompagnie beim Wirt 8. VV Gomoganiein Hauptmann F. Kompagtete 7. Hörmann an. 3½ Uhr: Abmarsch vom Vereinslokal zum Abholen Parade auf dem Schützenhofe. Sämtliche berittene Herren zu Pferde.— Alles tritt ein. Der Oberst. Alte gebrauchte, auch defekte größere Sacke zu kaufen gesucht. Näheres in der Geschäftstelle d. 31g. Taschenfahrpläne — à 30 Pfg.— vorrätig bei Carl Praus. Rechnungs=Formulare zuhaben bei Carl Braus. Handels-Nachrichten. Neuß, 23. Juni. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 49,50, Rüböl per 100 kg faßweiße(ohne Faß) 51,00 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 90, in kleineren Partieen 94 Mk. Kleie 5,00 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,30, Eier per Schock(60 Stück) 3,90 Mk. Weizen, neuer I. 16,80, do. II. 15,80, 1. 14,60. Roggen, neuer I. 14,50. II. 18,20, III.00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 00,00, II. 00,00 Mr., alles die 100 kg. Verantwortlis für den redaktienelen Tell Wilh. Schade, für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte. Druck und Verlag von Carl Brand in Shwerte.