Amtiiches Kreisciall Hin Plarden kreis werde. umrrachmmmrmmrmmmr. chmmmerermrrmrmerr Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespalt zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalv 15. Rei 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in . I uelamesheil halb 18, viellame=Zeile endb rchchichug Dr, Gegurtiehaghr Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" recht verböndtiche straft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Nr. 115 Politische Uebersicht. Deutschland. — Das Kaiserpaar reist am Dienstag abend von Urville nach Potsdam zurück. Am Sonnabend begab der Kaiser sich nach Metz und besichtigte das Königsregiment auf dem Uebungsplatz Frescaty, worauf ein Vorheimarsch der inzwischen allarmierten gesamten Garnison stathanr. An der Spitze der Fahnen kehrte der Monarch, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, in die Stadt zurück, um im Kreise der Offiziere zu frühstücken. Vor der Rückfahrt nach Schloß Urville besuchte der Kaiser den kranken Generalobersten Grafen Häseler, die alte Templerkapelle und das römische Amphitheater. Auch die Kaiserin war nach Metz gekommen; sie machte Besuche in einer Anstalt zur Pflege armer Mütter und in einer Haushaltungsschule. — Kronprinz Wilhelm benutzt, wie Potsdamer Blätter berichten, fast täglich die dienstfreie Zeit, um sich im dortigen Lustgarten im sogenannten Tandemfahren mit einem Zweispänner zu üben. Das Gefährt ist mit zwei hintereinander laufende Braunen bespannt. — Der Nachfolger Häselers. Es wird bestätigt, daß der Gouverneur von Metz, Generalleutnant Stötzer, zum kommandierenden General des XVI. Armee=Korps an Stelle des Grafen Häseler designiert ist. Im allgemeinen werden zu Gouverneuren und Kommandanten ernannte Generäle nicht wieder mit Kommandos in der Armee beauftragt; die Stellen in Metz und Straßburg machen hierbei jedoch eine Ausnahme, wie denn auch bereits früher der Gauverneur von Straßburg, General v. d. Burg, später das II. Korps erhielt. — Die Ernennung des Generalleutnants von Einem zum Stellvertreter des auf drei Monate beurlaubten Kriegsministers v. Goßler ist nunmehr amtlich kundgegeben, gleichzeitig ist die Genehmigung des Abschiedsjesuchs des Generalleutnants von Villbaum amtlich bekannt gemacht worden. Herr von Einem ist also nunmehr der rangälteste Offizier im Kriegsministerium und seine Ernennung zum Minister nach Ablauf des dreimonatigen Urlatbs des Herrn v. Goßler ist so sicher, wie menschliche (Dinge im voraus überhaupt nur als sicher bezeichnet werden können. — Der Kölner Erzbischof D. Fischer sonl, wie die „Köln. Volksztg. bestätigt, im nächsten Konsistorium zum Kardinal ernannt werden. — Der weitere Fortgang der Wahlbewegung bestärkt die„Nordd. Allg. Ztg.“ in der Besorgnis, daß die Sozialdemokratie aus der bevorstehenden Wahl zum Feichstage mit großen Erfolgen hervorgehen werde. Die daß in letzter Stunde doch noch bei den bürgerlichen#ur teien die Erkenntnis energisch zum Durchbruch gelangen werde, daß es notwendig sei, gegenüber einer alle Parteien in gleicher Weise bedrohenden Gefahr die Reihen zu schließen und eine feste Kampffront zu bilden, scheine mehr und mehr zu schwinden. Selbst in Wahlkreisen, in welchen die Einigung der bürgerlichen Parteien als gesichert angesehen wurde, geht jetzt der Zusammenhalt in die Brüche. Die Parteipolitik im schlimmsten Sinne des Worte. dominiere, und das Demagogentum nehme überhand. Auch bei den Stichwahlen wird es kaum noch möglich sein, die begangenen Fehler wieder gut zu machen. — Der Chef des kaiserlichen Militärkabinetts General Graf Hülsen=Häseler erlitt einen Schlaganfall, und zwar während der Parade über die Metzer Garnison. Inzwischen soll sich sein Befinden gebessert haben. — Auf der Generalversammlung des deutschen Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke am Sonnabend in Berlin hielt Staatssekretär Graf Posadowsky eine Rede, in der er betonte, daß das große Werk wieder wesentliche Fortschritte gemacht habe. Mit der Bevölkerung wachse aber auch die Aufgabe. Ar der Ausbreitung der Schwindsucht hätten nicht zuletzt auch die mangelhaften Wohnungsverhältnisse. Schuld. Die Gemeinden sollten Grund und Boden in der ungevung der Städte erwerben und gegen billigen Erbbauzins abgeben. Der Staatssekretär hoffte, daß wir das große Uebel im Laufe der Jahrzehnte ebenso überwinden werden, wie die Seuchen des Mittelalters. — Das sogenannte Wreschener Komitee, dessen Mitglieder wegen Begünstigung der Flucht mehrerer Angeklagten im Wreschener Schulprozeß angeklagt sind, lö sich nach einer Meldung aus Posen auf und sandte die Gelder, gegen 200000 Mk., nach Krakau. Dort bildete sich ein neues Komitee. —„Der Junge ist gut!“. Im anhaltischen Landlage spielte sich laut„Bernb. Ztg. folgende Episode ab: Abg. Dr. Cohn(Freisinn).... Jemand, der eine Mi hat, kann nach meiner Ansicht ganz ruhig 500000 Mr. für die Allgemeinheit abgeben, dann behält er immer noch genug, um üppig zu leben, wie es einem solchen Manne zusteht.— Abg. Päus(Sozialdemokrat)... Nun, meine Herren, habe ich mich aber insbesondere über die ungemeine Entwicklung des Herrn Abg. Dr. Cohn gefreut. Er hat schon jetzt Forderungen aufgestellt, die man gewöhnlich nur in sozialdemokratischen Bezchamrzhgggg hört. Denn, wenn man von einer Million schen eer 000 Mk. hergeben soll, so lasse ich mir das gefallen. Dann werden ihm unsere Parteigenossen zujubeln:„Der Junge ist gut!“(Andauernde Heiterkeit.) Balkan. = Gegen die Albanesen. Während die bulgarischen Banden in Mazedonien ihre Kraft verpufft haben und die Demission des Kabinetts in Sofia wohl als der Schlußakt dieses Trauerspiels angesehen werden kann, halten die Albanesen ihren Widerstand gegen die Pforte aufrecht. Gegen die Albanesen, deren Blutrache die Türkei ebenso fürchtet wie sie deren Treue schätzt, ist die Pforte bisher mit großer Nachsicht vorgegangen, wozu allerdings au der Mangel an Kasse zur Bestreitung einer ausreichenden Expedition hinzukam; jetzt aber soll auch gegen die Albanesen grnst gemacht werden. Der Vormarsch, gegen die Stadt Ipek wurde von einer sehr starten kltischen Streitmacht von zwei Seiten her unternommen, so daß das Schicksal der Stadt von vornherein besiegelt war. Die Erfolge der Türken vor Ipek sollen die Albanesen übrigens bereits zur Aufgabe ihres Widerstandes gegen die Reformen bewegt haben. Portugal. = Die Königin Donna Amelia, die sich augenblicklich in Paris befindet, hat sich geweigert, den ihr angekündigten Besuch des Präsidenten Loubet zu empfangen. Sie ist bekanntlich die Schwester des Herzogs von Orleans und gilt als die stärkste Stütze der klerikalen Partei Portugals; darin sucht man den Grund ihres Verhaltens. Die Weigerung ist natürlich in möglichst höflicher Form geschehen, sie erregt aber dennoch den Unwillen der Liberalen Portugals. Besonders auffällig ist es, daß das halbamtliche Blatt„Novidades“ erklärt hat, daß die Königin nicht mehr eine Prinzessin von Orleans, sondern die Königin von Portugal ist und daß, wenn sie den Präsidenten nicht empfangen wollte, sie lieber hätte zu Hause bleiben sollen. Lokales. Schwerte, 18. Mai. 1903. **(Kirchenchronik.) Aus der Geschichte der größeren evangelischen Gemeinde in Schwerte finden sich in der Chronik“ folgende interessante Angaben:„Zur Zeit des 30jährigen Krieges, 1618—1648, hat zweimg. Lepr dahier zahlreiche Opfer gefordert. Zuerst m ven##n 1620 und 1621. In diesen beiden Jahren starben auein n unserer lutherischen Kirchen=Gemeinde 900 Menschen. Darauf kam die Pest im Jahre 1626 hier wieder zum Ausbruch. Es starben diesmal 400 Personen. Wie dünn nach diesen Pestjahren die Bevölkerung der Gemeinde geworden, geht unter anderem daraus hervor, daß im Jahre 1637 nur 29, im Jahre 1638 ebenfalls 29, im Jahre 1639 nur 20, im Jahre 1640 nur 14, im Jahre 1641 nur 16, im Jahre 1645 gar nur 11 Personen in der Gemeinde gestorben sind. Es müßte interessant sein, wenn man erfahren könnte, wie sich's in den genannten Jahren mit den Geburtsfällen in der Gemeinde verhalten habe. Leider können wir das aber nicht mehr feststellen. Iu Tauftragster der Geaneäüide fündet sich. Sine Roman von L. Haidheim. (45. Fortsetzung.) Anna lag noch immer in ihrem Stuhl, wie Ulla sie verlassen; neben ihr auf dem Tischchen befand sich die verhängnisvolle Zeitung; aber sie blickte so ruhig in den blauen Aether, daß Ullas Herz sich sofort erleichtert fühlte. Noch hatte sie nichts gelesen.... Hir BanDu bliebst lange, Ullal Ab, Du haft zmagege ie kauft? Wohl Entdeckungsreisen im Dorf gema, nef ihr Anna freundlich entgegen. Ulla zwang sich zu einer heiteren Schilderung de „Bazar“ und Anna lachte darüber, wurde aber gleich darauf wieder ernst.„„ 125t 11ss8 „Ich habe unterdes viel an Hans gebacht, au, erzählte sie.„Mir war heute zu Mute, als müßte ich ihm sagen, daß ich ihm alles vergeben habe, daß ich seiner und Hildes wie Gestorbener gedenke, denen man nichts mehr nachträgt. Es kam so über mich— ganz seltsam— als möchte ich sie wissen lassen, daß ich ihnen nichts Böses wünsche— nur Gutes. Nein, nein, Ulla, ich rege mich nicht auf, es ist mir lieb, von alledem zu sprechen. Komm, es ist so schön, die Sonne geht unter— laß uns ein wenig Uilla und Anna wandten sich den Wiesen zu, durch welche ein breiter Pfad nach einer tieferliegenden Mühle führte. Ein köstlicher Maiabend senkte sich herab. Anna sprach wieder von Hans und Hilde und erzühlle, daß Doktor Wernward, ihr Anstaltsarzt, ebenso wohl auch ein Seelsorger gewesen sei.„Er lehrte mich, das Denken an die beiden nie zu vermeiden, ich solle ihrer nicht in Laß und Rache gedenken, sondern versuchen, sie zu verstehen und mir klar zu machen, wie das alles gekommen. Id mußte ihm oft von meiner Verlobung und dem glücklichen Brautstand erzählen, unserm Haus in Berlin und Hilde zu uns gekommen, nachdem sie uns so lange gemieden. Und so wurde mir's. plötzlich klar: sie liebten sich schon damals, sie wollten ehrlich einander fliehen— ich — ich selbst war es, die sie zu einander zwang, die ihren Vorsätzen meinen törichten Egoismus entgegensetzte. Alles verstehen, heißt alles verzeihen, Ulla! Je mehr ich meinem lieben alten Doktor erzählte, desto klarer legte er mir die Fäden auseinander, die das Gewebe meines 1 glücks bildeten. Ich hatte selbst fleißig daran mitgespon nen und in meiner blinden Seelbstliebe nicht sehen wollen, daß die beiden miteinander sympatisieren mußten, daß ich in meiner Weise Hans ewig fremd bleiben würde. O, wenn man erst gelernt hat, sich selbst zu erkennen, wie klar werden dann die Augen!“ Und während sie sprach— ohne zu ahnen, daß Hans und Hilde ihr so nahe waren— kam Ulla sich vor, wie eine der Erinnyen, welche die Unglücklichen aufjagte von ihrem Ruheplatz:„Fort mit Euch! Geht weiter— es gaibt keine Rast vor mir!"„ „Täuschest Du Dich nicht, Anna. fragte sie ganz zaghaft und bedrückt.„Könntest Du Hans wiedersehen? O nein, nein!“ wehrte diese ganz entsetzt ab.„Nein — er ist tot und die Toten kommen nicht wieder. Aber Frieden möge er haben!“ Des Krämers klappriges Wägelchen hielt vor der Tür, man lud die Koffer, die man vorgestern so vergnüßt ins Haus geschafft, wieder auf; fröstelnd bestiegen die bleiche Frau und der finstere Mann das Fuhrwerk, das Kind wurde ihnen hinaufgereicht und das Kindermädchen kletterte unbeholfen zu dem Kutscher. So ging die Reise weiter— eigentlich war's fast eine Flucht zu nennen, dachten Mann und Frau bitter. Sie wußten nicht einmal wohin! Der Bädeker erwähnte ein paar Stunden weiter einen schönen, noch wenig bekannten See— dahin also ließen sie sich fahren. Billig sollte dort auch sein— das war ja eine Hauptsache und Hans hatte vom See näher zur Eisenbahn, sodaß die Kosten nicht erheblich höher wuchsen durch diesen WohnortswechDas alles hatten sie, die jeden Pfennig berechnen mußten, gestern abend in ihrer Aufregung doch noch besprochen. Jetzt hingen sie erschauernd in der kalten Morgenluft schweigend ihren trüben Gedanken nach, die ihnen diesen ersten, ersehnten Ausflug vergällten. Wäre das kleine, holde Töchterchen nicht gewesen, das immer lustiger in seiner noch sehr unverständlichen Sprache Papa und Mama zum Spielen zu veranlassen suchte, sie waren wohl den ganzen Weg so in ihre unerfreulichen Grübeleien verNun streckte es aus seiner warmen Umhüllung die Händchen dem Vater entgegen, um ihn zu liebkosen. „Du Sonnenstrahl!“ sagte er, plötzlich sehr weich werdend, und küßte das Kind. Und dann wandte er sich zu Hilde, die ihre heiß stromenden Tränen verstohlen trocknen wollte. Wirst Du es mite immer haß ich, sch nicht glüäcklich unergründlichen Liebe, Hilde, machen kann, wie ich es so gern möchte?". Laß uns nur so einig bleiben, Hans! Wenn wir einander lieb behalten, läßt sich alles ertragen und— es ist ja unsere Strafe! Einmal werden wir doch genug gebüßt haben!“ erwiderte sie, zitternd vor Gemütserregung und er nahm ihre eiskalten Hände wärmend in die seinigen. So fuhren sie dahin. Die Sonne zerstreute den Nebel, der Morgenwind trug die leichten Schleierwölkchen an den Bergen hin, in den Tälern wogten und wallten sie in schwereren Massen, bis plötzlich alle zerstoben waren und strahlendes Sonnenlicht über der ganzen Gebirgswelt lag. Sie kamen aus der reizlosen Ehene, in welcher das Auge meilenweit nicht viel anveres sieht, als Felder von 1620 die Bemerkung: Hier fehlen für einige Jahre die Angaben.— Im Jahre 1673 war die Sterblichkeit in der Gemeinde wieder groß. Es starben 214 Personen, wahrscheinlich an der Pest. An der Dysenterie starben im Jahre 1684 126, im Jahre 1727 163, im Jahre 1753 105 Personen.“ Damals hatte die größere Gemeinde vielleicht den vierten Teil der Seelenzahl von heute. **(In der Kinderwelt) wird die Nachricht Freude erregen: es herrscht Mangel an Lebertran. Bgcgghegz im Reichsamt des Innern zusammengestellten ange### für Handel und Industrie herrscht im Drogenhauter der Vereinigten Staaten von Amerika in diesem Jahre Besorgnis wegen der künftigen Versorgung des Marktes mit Lebertran. Es scheint, als werde im kommenden Winter bei weitem nicht genügend Ware guter Qualität zur Deckung des notwendigen Bedarfes vorhanden sein, ohne daß die Zukunft mit Sicherheit eine Besserung dieser Situation in Aussicht stellt. Schon im letzten Jahre hat der Stockfischfang an der norwegischen Küste ein unbefriedigendes Resultat geliefert, da die gefangenen Fische so magere Lebern hatten, daß sie wenig Oel lieferten. In keiner Saison lauteten bisher jedoch die Fangmeldungen so ungünstig wie diesmal. **(Schulpersonalien.) Der evangelischen Schulamtsbewerberin Clara Gutjahr aus Aplerbeck ist einstweilig eine Schulstelle in der Gemeinde Hörde, Kreis Hörde, übertragen worden.— Der Lehrerin Lina Schlüter zu Schnee ist endgiltig eine Schulstelle in der evangelischen Schulgemeinde Berghofermark, Kreis Hörde, übertragen worden.— Der Lehrerin Paula Kohlhage zu Berghofermark ist einstweilig eine Schulstelle in der evangelischen Schulgemeinde Rüdinghausen, Kreis Hörde, übertragen worden. **(Eisenindustrie) zu Menden und Schwerte. Bei der Gesellschaft dürfte eine Dividende für 1902/03 nicht zur Verteilung gelangen, doch hofft die Verwaltung, die Abschreibungen verdient zu haben.(Wie s. Z. gemeldet, schloß das Jahr 1901/02 mit 241 089 Mk. Unterbilanz ab, die aus dem Spezial=Reservefonds gedeckt wurde, der dann noch mit 4475 Mk. verblieb.)(Rh.=westf. Ztg.) **(Geheime Erkennungszeichen) will, so lesen wir in der„Dtsch. Tagesztg.“, der deutsche Uhrmacher=Bund für Uhren aller Art einführen. Es soll dadurch den Uhrmachern Gelegenheit gegeben werden, zu erkennen, ob die Uhr von einem Urmacher oder in einem Warenhause oder Versandtgeschäft gekauft ist. Das Blatt berichtet auch, daß Innungen und Handwerkervereine in Eingaben an die preußischen Militärbehörde und an die Werkstättenverwaltung ein Verbot des Hausierens in Kasernen und staatlichen Werkstätten fordern. **(Ihre silberne Hochzeit) feiert heute das Metzgermeister Op den Winkel'sche Ehepaar in der Hagenerstraße. Der M.=G.=V.„Sängerbund“, dessen langjähriges treues Mitglied der Ehejubilar ist, hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen Sangesbruder gestern abend durch ein Ständchen zu erfreuen. Auch wir sprechen dem Jubelpaare hiermit unseren herzlichsten Glückwunsch aus. **(Unangenehm überrascht) war gestern vormittag manche Hausfrau im mittleren Stadtbezirk, als sie die Wasserleitung abgesperrt fand. In der Hüsingstraße war ein Hauptwasserrohr geplatzt und hatte eine hubsche Ueberschwemmung verursacht. Der Schaden wurde sofort im Laufe des gestrigen Tages noch wieder ausgebessert. **(Unsere freiw. Feuerwehr) nahm gestern an den Feuerwehrfesten in Haspe und Barop teil. Abends nach der Rückkehr vereinigten sich die Genossen noch zu einer kleinen gemütlichen Sitzung beim Glase Bier im Lokale des Kameraden Böhmer. **(Der Eisenbahnverein Schwerte) unternahm gestern vormittag 11 Uhr unter reger Beteiligung bei leider recht ungünstigem Wetter mittelst festlich geschmückten Sonderzuges einen Ausflug nach Müngsten. Abends 8 Uhr kehrten die Ausflügler, sämtlich ausgerüstet mit den bekannten Burger Bretzeln, wieder nach hier zurück. **(Zwei lange Sonderzuge) brachten gestern große Scharen, es waren wohl an 1500 Mann, Ausflügler nach unserer Stadt. Es waren die Mitglieder des Eisenbahnvereins Hagen, die mit Kind und Kegel nach dem Freischütz pilgerten, um dort einige Stunden harmloser Fröhlichkeit zu verleben. Leider war das Wetter gestern den ganzen Nachmittag hindurch recht häßlich, sodaß die Möglichkeit, den herrlichen Schwerter Wald zu durchstreifen, für die Ausflügler von vornherein ausgeschlossen war. Dafür entwickelte sich am„Freischütz“ selber ein sehr bewegtes Leben und Treiben. **(Ein Zimmerbrand) entstand am Samstag abend gegen 6 Uhr in einer Dienstwohnung in den städtischen Gebäuden an der Kampstraße. Das Feuer wurde jedoch, ehe es größere Ausdehnungen annehmen konnte, von einer Tochter des Herrn Polizeiwachtmeisters Witte entdeckt und konnte nun gelöscht werden, ohne daß es nötig war, die Feuerwehr zu Hilfe zu rufen. **(Ein frecher Diebstahl) wurde gestern vor dem evangelischen Krankenhause ausgeführt. Ein junger Mann, welcher einen Kranken besuchen wollte, hatte sein Fahrrad so lange vor das Haus gestellt. Während er sich nun im Hause befand, trat ein anderer Mann, jedenfalls ein Bettler, aus der Tür, schwang sich auf das Rad und fuhr davon. Die Bestürzung des jungen Mannes, als er später entdeckte, daß ihm das Rad von einem frechen Diebe gestohlen worden war, kann man sich vorstellen. **(Einige westdeutsche Städte) sind gegenwärtig bestrebt, das Schuldgeld für die höheren Schulen nach dem Einkommen der Eltern abzustufen. Krefeld hat jetzt die ministerielle Genehmigung für sein Regulativ erlangt, welches folgende Schulgeldsätze festsetzt: Bei Einkommen bis zu 1500 Mk.: 90 Mk., bei Einkommen bis zu 1800 Mk.: 100 Mk., bis zu 2400 Mk: 110 Mk., bis zu 3000 Mk.: 120 Mk., bis zu 3600 Mk.: 130 Mk., für Fremde 180 Mk. Dem Krefelder Beispiel werden, nachdem die grundsätzliche Zustimmung der Regierung erfolgt ist, andere Kommunen folgen. Die Absicht ist darauf gerichtet, dem Mittelstande und besonders den Beamten eine bessere Ausbildung ihrer Kinder zu ermöglichen. (10. deutsches Turnfest.) Nürnberg, 16. Mai. Der Turnausschuß der Deutschen Turnerschaft hielt hier im Hotel zum Goldenen Adler eine viertägige Sitzung ab, die sich mit der Festsetzung und Ordnung aller Einzelheiten des 10. Deutschen Turnfestes zu befassen hatte. Insbesondere wurde verhandelt über Anlage und Ausstattung des Festturnplatzes, Turnfestplan, die allgemeinen Eisenstabübungen, deren Vorführung und Beurteilung, Turnen der Kreise, Auswahl der Uebungen für den Drei= und Sechskampf, Einrichtung der Turnspiele, des Fechtens, Ringens Zahl der Kampfrichter usw. Die vorläufige Anmeldung zählt 21 000 Teilnehmer. Lehrer Autor in Ahle drei Schüsse abgegeben haben sollte, davon zwei durch das Fenster der Lehrerwohnung. Ein Papierstückchens des Schußpfropfens, das man vor dem Hause fand, wurde ihm zum Verrater. W. hatte nämlich am genannten Tage an einer Treibjagd teilgenommen und in seinem Rucksack fand man später ein Stückchen Papier aus einem Schülerschreibhefte, welches genau zu dem vor dem Hause aufgefundenen Schußpfropfen paßte. Trotz des Leugnens des Angeklagten hielt die Strafkammer W. der Täterschaft überführt und verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umstände zu 4 Monaten Gefängnis. * Mülheim a. d. R., 16. Mai. Der Bureaugehilfe Rühl, welcher dem Rechtsanwalt Schonlan von hier 25000 Mark unterschlagen hatte und flüchtete, ist, nachdem er sich vier Wochen lang geschickt zu verbergen wußte, in Hamburg verhaftet worden. Auf die Ergreifung des Rühl war eine Belohnung von 600 Mark und 2% des bei ihm noch vorzufindenden Geldes ausgesetzt. Bei dem Verhafteten fanden sich noch 23.000 Mark vor. * Lennep, 13. Mai.(Eine interessante Arbeit) wird gegenwärtig in der Schlachthofstraße ausgeführt. Dort ist ein Remscheider Unternehmer, die Firma Sassenhausen daselbst, damit beschäftigt, das frühere Kampersche Wohnhaus, das von der Eisenbahnverwaltung als Wohnhaus für Eisenbahnbeamte gekauft worden ist und wegen der Eisenbahnerweiterungsbauten an seiner jetzigen Stelle nicht bleiben kann, etwa 20 Meter die Straße hinauf zu verschieben. Das neue Fundament des Hauses ist bereits fertiggestellt und das zu transportierende Haus, das zwischen den Grundbalken und den Kellermauern bereits auf 24 mächtigen Schrauben steht, ist schon über einen Meter hoch in die Höhe gewunden worden. Sobald es die nötige Höhe erreicht hat, wird es auf Schienen und Rollen auf die neugemauerten Kellerräume geschoben werden. Zum Iserlohner Streik mäßiger Ertragsfähigkeit. Und hier— diese wundervolle Aussicht in die beinahe schon den Hochegbirgäfoggitg tragende Bergwelt! Ueberall in buntem Wechser A###o und Wiesen und Täler, an deren Hängen Wein sich hinaufzog, in deren Grunde Aecker und blühende Obstgärten abwechselten. Ueberall rauschten und plätscherten muntere Bächlein und in der Tiefe schimmerte silbern der See, dem sie zueilten..„Mim G u 2. „Es gibt doch einen varmyerzigen Gott, Haus! sagte Hilde, hinauszeigend in dies schöne Stück Gotteswelt.„Er hat noch Balsam für die Herzenswunden und gibt ihn, wie seine Sonne, den Gerechten und Ungerechken. Wie schön ist es, so zu fahren! Wir hätten nichts davon gesehen, wenn wir im Dorfe bleiben durften. Und dies Bild tragen wir in der Erinnerung mit uns fort in Er sah sie dankbar an. Wenn sie nur ruhig und zu. frieden war! Zwei Frauen unglücklich gemacht zu haben, schien ihm unerträglich. War's nicht auch genug an der einen, die er treulos preisgegeben? (Fortsetzung folgt.) Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 17. Mai.(Von der Aussperrung.) Der Zugang der Arbeitswilligen betrug gestern 15, wovon 3 früher organisiert waren. Insgesamt arbeiten also heute 842, davon 67, welche aus der Organisation ausgetreten sind. Inzwischen ist bereits eine Anzahl auswärtiger Arbeiter eingetroffen, wofür selbstverständlich hiesige Arbeiter ausfallen müssen.— Daß bei den Arbeitereinstellungen fortgesetzt die üblichen Demonstrationen stattfinden, ist selbstverständlich. Man täte aber unrecht, solchen Kindereien irgend welche Bedeutung beizumessen. Die Freude am Radau ist dabei größer als der Aerger über die Arbeitswilligen.— Die Streikkasse hat die Summen, zu welcher 57 Arbeiter der Firma Gebr. Bremer verurteilt wurden, mit 871,40 Mark bezahlt.— Also scheint Geld genügend vorhanden zu sein! Unna, 16. Mai. Einen praktischen Geschäftssinn bewies eine hiesige Bürgersfrau. Dieselbe nannte zwei niedliche Schweinchen ihr eigen, welche mit der Zeit immer größer wurden. Als nun die Zeit heankam, die Schweine zu verkaufen, wollten die Händler ihr nur 40 Mark pro 100 Pfund Schlachtgewicht geben. Dieses dünkte der guten Frau jedoch zu wenig, da bekanntlich hier das Schweinefleisch pro Pfund 80 Pfg. im Verkauf kostet. Ihr Entschluß war gefaßt: Die Schweine zum Schlachthof bringen, das Fleisch den Bürgern Unnas für 60 Pfg. das Pfund durch die Schelle anbietend, wurde durch den Erfolg gekrönt, daß beide Schweine innerhalb einer Stunde verkauft waren, und zwar zu einem Preise, der das Angebot der Händler übertraf. Da Erzeugnisse des eigenen Haushaltes von den Eigentümern ohne Gewerbeschein verkauft werden können, so dürfte dieses Beispiel wohl Nachahmer finden. * Kamen, 16. Mai. Die Kriegsfestspiele sind vorüber, und sei dem Krieger= und Landwehrverein, wie allen Mitwirkenden nochmals für ihre Hingabe und Begeisterung gedankt. An den 14 Aufführungen waren je 90 Personen aktiv beteiligt und besuchten im ganzen gegen Entgelt 4960 Personen die Aufführungen, wodurch der genannte Verein eine Einnahme von 2937,40 Mark erreichte. Die Ausgaben beliefen sich auf 1897,40 Mark, sodaß der Unterstützungskasse für Veteranen ein Barbestand von 1040,40 Mark überwiesen werden konnte. Das ist neben dem nicht gering zu veranschlagenden ideellen Erfolge ein schönes, finanzielles Ergebnis. Herr Bürgermeister v. Basse, der in patriotischer Weise die Veranstaltung auf das Regste und Unermüdlichste gefördert, hat eine gute Tat vollbracht. * Mengede, 16. Mai. Der Bergmann Heinr. Krato aus Schwieringhausen ist heute früh auf dem Nachhauseweg im Kanal ertrunken. Derselbe litt sehr stark an Asthma und hat sich zur Erholung am Kanalufer hingesetzt, wobei er kopfüber ins Wasser gefallen ist. Sein Sohn, der sich zur Schicht begeben wollte, fand den Vater als Leiche unweit der Kanalbrücke. Frau und zehn Kinder und eine alte Mutter betrauern ihren als sehr fleißig bekannten Ernährer. * Aus dem Sauerlande, 16. Mai.(ObsternteAussichten.) Erfreulicherweise haben sich die Befürchtungen, die Obsternte würde infolge der Kälte schlecht werden, nicht bewahrheitet. Alle Obstsorten tragen einen reichlichen Blütenflor, und selbst die Frühsorten, wie Kirschen usw. sind nicht vernichtet worden. Wenn jetzt nicht noch Nachtfröste eintreten, ist also eine sehr gesegnete Obsternte zu erwarten. Dasselbe ist von der Waldbeerenfrucht zu hoffen, weil auch diese reiche Blüten tragen. * Stockum bei Witten, 16. Mai. Ein Schuljunge, der sich nach Knaben Art an einen Wagen gehängt hatte, blieb, als er wieder abspringen wollte, mit einem Bein hängen. Er wurde eine Strecke weit mit fortgeschleift und erlitt sehr schwere Verletzungen. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. * Münster i. W., 16. Mai. Der Ackerer Th. Wittenberg stand heute vor der Strafkammer, weil er auf den schreibt der„Evangelische Arbeiterbote":„Alles hat heute das Bestreben, sich zu organisieren. Die Handwerker, Beamten, Lehrer, selbst Pfarrer, Fabrikanten schließen sich zu Vereinigungen zusammen, um ihre Standesinteressen besser zu wahren, als es der einzelne könnte. Nur dem Arbeiter wird es von mancher Seite noch verwehrt. Es ist ein Zeichen von sozialer Urteilslosigkeit, sich diesem Streben entgegenzustellen, geschieht es obendrein in solch brutaler Weise, wie in Iserlohn, so stiftet es unschätzbares Elend. Es wäre besser, wenn Fabrikanten solcher Denkungsart ihre Phrasen von Hausrecht beiseite legten und mit der Arbeiter=Organisation zusammen arbeiteten, so würde es für beide Teile segenbringend sein. Ich erinnere daher an die guten Erfahrungen, die man in Jena bei Zeitz mit Arbeiterausschüssen gemacht hat, ferner darin, daß der Staat in immer ausgedehnterem Maße dazu übergeht, in seinen Bergbaubetrieben zur Inspektion der Gruben Vertrauensmänner der Arbeiter heranzuziehen; weiter erinnere ich an die Tätigkeit der Arbeiter in den Gewerbegerichten und bei dem Kassenwesen. Keiner dieser hat dadurch je Schaden erlitten und der Staat ist auch noch nie in der Verlegenheit gewesen, für sein „Hausrecht" zu zittern. Dieselbe Erfahrung würde man in Iserlohn machen. Man will dort aber mit der Organisation nicht verhandeln und darum fehlt auch der Wille zum Frieden. Die Arbeiter sind stets für Friedensverhandlungen zu haben gewesen. Bei ihrem ersten Versuch haben sie die wie Hohn klingende Ablehnung erhalten, daß es besser sei, daß die Wolken, welche sich zusammenzogen, sich auch entladeten, da so erst wieder Frühling in die Arbeiterwelt eintrete. Der Vermittelungsversuch der Gewerbetreibenden wurde mit der leichtherzigen Bemerkung abgewiesen,„daß keine Veranlassung vorläge, in neue Verhandlungen einzutreten.“ Die auf unsere Bitte bereitwilligst zugesagte Verhandlung vor dem Regierungspräsidenten ist nun auch gescheitert an dem Verhalten der Fabrikanten, da„man den Augenblick für nicht zweckdienlich halte. Wie der Streit auslaufen wird, kann niemand vorhersehen; ein Ergebnis wird er aber sicher haben: Eine Unsumme Verbitterung wird durch solch unkluges Verfahren geschaffen und angesichts der Wahlen werden Hunderte von braven, königstreuen Männern der Sozialdemokratie in die Arme getrieben. Da fragt es sich doch, ob der Umstand, daß eine Handvoll Iserlohner Fabrikanten ihr zweifelhaftes Recht durchsetzt, schwerwiegend genug ist, daß man die Arbeiter, die Stadt Iserlohn und das gesamte Vaterland einer derartigen Gefahr mit gutem Gewissen auszusetzen wagen darf. Neueste Nachrichten. des gedr § Danzig, 17. Mai. Der Sohn des Rittergutsbesitzers Wolschiow auf Kamlau wurde im Kamlauer Walde von einem Wilderer durch einen Schuß in die Brust schwer verletzt. Der Wilderer ist verhaftet worden. § Wien, 17. Mai. Der hiesige Hof= und Gerichtsadvokat Dr. Theodor Zinner ist nach Unterschlagung von Depots in Höhe von 56 000 Kronen und Hinterlassung bedeutender Privatschulden flüchtig geworden. § Nieder=Ingelheim, 17. Mai. Der Ingenieur Albert, welcher bei dem gestrigen Automobilunfall einen doppelten Schädelbruch erlitten hat, ist gestern abend seg nen Verletzungen erlegen. Der Chauffeur hat, nunmehr herausstellt, nur leichtere Verletzungen baron § Zürich, 17. Mai. Hoch oben in den Berner Alpen ereignete sich gestern ein schweres Unglück. Am Eiger gletscher schlug ein Arbeiter mit einer Hacke Steinstücke zur Seite, die beim Bau der Jungfrau abgesprengt worden waren. In einem der Felsblöcke müssen nun auf ir gend eine Weise Dynamitreste geblieben sein. Plötzlich er folgte eine gewaltige Explosion, durch die der förmlich in Stücke gerissen wurde. Drei andere Person erlitten durch umherfliegende Steintrümmer schwere B 8 Agram, 17. Mai. Der Chefredakteur Bukred vom sozialistischen Organ„Slobodna Riec“, dessen Mit sollte, " Ein ir dem kämlich en und Papier em vor Trotz ner W. Zubilingnis. gehilfe i hier nachwußte, ng des des bei i dem sante ofstraße er, die as früahnvergekauft sbauten Meter dament ansporid den steht, wunden wird es Keller= es hat andwern schliestandeskönnte. och verkeit, sich vendrein t es unrikanten beiseite men arid sein. man in t, ferner m Maße ispektion ranzuziebeiter in Keiner Staat ist ür sein rde man er Orgader Wille densverVersuch erhalten, sammenFrühling gsversuch sigen Beorläge, in ere Bitte RegierVerhalten cht zweckd, kann ber sicher solch un: W a h l e n nnern der fragt es serlohner chwerwieIserlohn efahr mit tergutsbeuer Walde rust schwer Gerichtsigung von iterlassung enieur Alall einen abend seit, wie sich n davonbefanden, wurden noch erisgzgischzlschen Seminar eine Haussuchung.; naxhaftet. vereins, Skrin, verhastel. § Lemberg, 17. Mai. Auf der Jezupoler Besitzung des Grafen Dzieduszycki sind große Bauernunruhen ausgebrachen. § Nancy, 17. Mai. Bei der in der Wohnung des verhafteten Spions Balignet vorgenommenen Haussuchung wurden wichtige, aus dem Kriegsministerium enwendete Dokumente gefunden. Die Entdeckung des Spions wurde dadurch herbeigeführt, daß ein Straßenbahna# ter, welchen Balignet wiederholt zur Spionage zu veranlassen versuchte, Anzeige erstattete, worauf letzterer sofort verhaftet wurde. Balignet war seinerzeit im KontreSpionagebureau in Paris angestellt. 8 Konstantinopel, 17. Mai. Hiesige diplopatische Kreise erhielten die Nachricht, daß der Einmarsch der kürkischen Truppen in Ipek bis heute nicht erfolgt ist, sie vielist, daß in Monastir kein Dynamitattentat stattgefunden hat, durch den Uebereifer des türkischen Truppenkommanlung der Verwundeten. Im Dorfe Zaparia bei töteten Baschilozicks 13 Christen. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung“. Hd Berlin, 18. Mai. Bei den gestrigen Regatten auf dem sturmbewegten Müggelsee kenterte in der Nähe des Wasserwerks ein Segelboot. Die vier Insassen desselben, der Eigentümer mit seiner Schwester und zwei Freunden, ertranken, da an Rettung nicht zu denken war. buos der Hesgigegangenen Sprengschuß in Sticke geeinen zu früh losgegang.... 5 i Stücke geVeVC faüb ge Hd Breslau, 18. Mai. Ein gestern fruh 5 Uhr 18 Min. nach Kamenz von hier abgelassener Extrazug, mit welchem der hiesige Eisenbahnarbeiter=Verein einen Ausflug nach Landeck machen wollte, entgleiste infolge fal scher Weichenstellung kurz vor der Station Schönbor# Fünf Wagen stürzten um. Nach den bisherigen Feststellungen wurden 8 Personen schwer und mehrere andere leicht verletzt. Der Durchgangsverkehr war 3 Stunden gesperrt und wurde durch Umsteigen aufrecht er.„ Hn date Hd Graz, 18. Mai. Nach dem„Grazer Tageol.“ zugegangenen Meldungen habe trotz aller Dementis in Kroatien die standrechtliche Hinrichtung zweier Baueri atoefanden. sen and un Hd Konstantinopel, 18. Mai. Nachbem Iper burch türkisches Militär besetzt worden, wurde Oberst Agliah Bey zum Brigadegeneral und Kommandanten von Ipek euv.„ Prahefahrt zu den. Hd Paris, 18. Mai. Bei einer Provefählt zu dem Automobifernfahren PorZ Aheniesoen führende Mechaein schwerer Rennwagen. Der benselren(ühline Fechaniker wurde getotet. Hd Angers, 18. Mai. In einem hiesigen Schieferbruch stürzte gestern ein Fahrstuhl, worin sich 10 Arbeiter befanden, aus einer Höhe von 70 Meter in die Tiefe. Sämtliche Insassen wurden schwer verwundet. 93 Niederlagen. Nür der Fabrikant ist in der Lage, dem Publikum wirkliche Vorteile zu bieten, weil der Zwischenhandel fortfällt. Ganz abgesehen von der tadellosen Qualität aller verwendeten Materialien sind die Preise der Schuhwaren gegenüber der Konkurrenz erstaunlich billig. □ Stcoch, 4n a Durch ruchlose Gand Rus innerhalb des Stadtbezirks in letzterer Zeit wiederholt und zuletzt zu Anfang dieses Monats zertrümmert worden. 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Auf der Weltausstellung in St. Louis wird ein Riesengeschütz ausgestellt werden, welches eine Länge von 11 Meter hagen und nicht, weniger als 216 534 Kilogramm wiegen sou. Die Geschoff#, we che eine Länge von 1,20 Meter aufweisen, haben ein Gewicht von 453 Kilogramm. Die Anfangsgeschwindigkei. derselben soll 390 Meter in der Sekunde betragen. 19. Mai: Wolkig mit Sonnenschein, Strichregen, Gewit20. Mal: Wärmer, veränderlich, windig, Gewitterneigung. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. schsteituich mchscier uin ache leicht und slott fertig und die Wösch, PPppgriziasngige.#er ist nur ocht„mit rotem Band“. Ueberau Vortinlig! Richt gu velverwechseln mit den schädlichen Präparaten und Wundermiterr, Lie allein aus schaufer Goda und Chlor Fesiehen, infolgedessen unverfreisen. Bohns ergicht des wilde Standesamt Schwerte. Anmeldungen vom 1. bis 15. Mai 1903. Geburten. 1 Sohn: Bremser Friedr. Köppikus. Schmelzer einrich Döring. Fabrikarb. Anton Stausberg. Bergm. Friedr. 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Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Setensweis ein Magernieben, bi." uung Magenschmerzen. Magenkatarrh, Magenkrampf, magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs= u. Blutreinigungsmittel, der hhubert Ultrich'sche Krauter-Wein. Dieser Kräuter-Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den dauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu seln. KräuterWein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die N ouy s Hurch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie: Kopfschmerzen, Aufstossen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteien) Magenleiden um so beftiger auftrezeg, werden 9erehon, Foigemot#er#en beseitigt. send) Besenlelden un ie bertioe, und geren unangenehme Falgen, wie Beklemaung, Ke. Stuhlverstopfung likschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowieBlutanstauungen in Leber, Milz, und Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) werden durch KräuterWein rasch und gelind beseitigt. Kräuter=Wein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. EEntensetz Hageres, bleiches Aussehen, Blurmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetiklosigkelt, unter nervöser Abspannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft, solche Kranke langsam dahin. von Kräuter=Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Hor Kräuter=Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Danischreiben beweisen dies..... W642 beiasschen# Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeben. Kräuter=Wein ist zu haben in Flaschen à Mk. 1,25 und 1.75 in: Schwerte, Unna, Königsborn, Aplerbeck, Herdecke, Hagen, Hörde, Asseln, Annen, Letmathe, Hohenlimburg, Iserlohn, Hemer, Menden, Altena, Witten, Camen, Werl, Lünen, Haspe, Lüdenscheid, Balve, Gevelsberg, Langerfeld, Langendreer, Dorstfeld, Hamm, Schwelm, Barmen, Blberfeld, Dortmund u. s. w. in den Apotheken. 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