abe tikel Naus it kleing EEe jelah SASASEE PD kai: nem Ku zmann Pf. In alle urchen sche ke Grolich für Sein findung hen Re#### her und ausgeze it Recht menseife an heil dWaldkrin zur Haup### eraden 5 ung einen sammtwesdenselben Ch vor Fab 21.— Da eublumen prs Zähne Jeublumen# kräftigund 50P6 ife aus B schabn hbei:k. or vIl. ei Carl enfahrpig ab 1. Mai 19 30 Pfa Gart 2 Insertionsgebühr geile oder deren Raum 10 Pfo. gaxfer-Vgraug in Schwerte. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Nr. 114. Samstag den 16. Alai 1903. Die heutige Nr. umfaßt 8 Seiten. Die eegztaldemot. und der Mittelstand. Die Sozialdemokratie wird in der Bekundung ihrer Stellung zum Mittelstande immer deutlicher und offenherziger. So hat beispielsweise der sozialdemokratische Kandidat für Erfurt in einer Rede zu Mühlhausen ausgeführt, die Sozialdemokratie sage den kleinen Gewerbetreibenden offen, daß sie ihnen zwar den gegenwartigen Besitz nicht garantieren könne, wohl aber darauf bedacht sei, ihren Untergang weniger schmerzvoll zu machen. ist nun freilich ein ziemlich leidiger Trost, insbesondere da die Sozialdemokratie verschweigt, wie sie denn den Untergang minder schmerzvoll gestalten will. Noch um eine Nüance deutlicher ist in einer Berliner Versammlung der Reichstagsabgeordnete Ledebour geworden. Er hat nach den Berichten verschiedener Blätter ungefähr folgendes bd„Die Sozialdemokratie hat mit den Mittelstandsparteien absolut nichts gemein und wird sich niemals dazu hergeben, die Interessen des Mittelstandes, d. h. der Handwerker, Ladenbesitzer, kleinen Industriellen usw. zu vertreten, da auch diese nur zu der Klasse der Ausbeuter gehören. Die Sozialdemokratie ist nicht dazu da, die in ihrer Existenz bedrohten keinen Gewerbetreibenden zu schützen oder zu stützen, sondern es liegt nur in der Absicht der Soziademokratie, daß diese Elemente, die dem Existenzkampf nicht gewachsen sind, ihre Selbständigkeit aufgeben; auf irgend welche Hilfe gegen die Pressionen des Großkapitals, der Großindustrie, der Großbazare, der Konsumvereine usw. hat der Mittelstand seitens der Sozialdemokratie nicht zu hoffen, sondern es wird gerade das Bestreben der Sozialdemokratie sein, solche Bazare, Großindustrien usw. im Kampfe gegen den Mittelstand zu unterstützen. Nun weiß der Mittelstand vollkommen genau, woran er ist. Ein Angehöriger des Mittelstandes, der aus irgend welchen Nebengründen einem Sozialdemokraten seine Stimme gibt, ist sein eigener Totengräber. Politische Uebersicht. Deutschland. — Allerlei Aussprüche des Kaisers werden aus Bitsch, wo der Monarch dem Jägerbataillon eine neue Fahne übergab, mitgeteilt. Der Kaiser sagte u. a., daß er die loyalen Gesinnungen der Lothringer kenne und ein warmes Herz für die Lothringer habe. Die Geistlichkeit müsse die kommende Generation in den Eigenschaften erziehen, die das Lothringer Land auszeichneten, und Zucht und Ordnung erhalten in bürgerlicher wie in kirchliche Beziehung. Sehr freue es ihn, daß die alten französischen und deutschen Soldaten in den Vereinen so gute Kameradschaft hielten. Man sollte die alten französischen Krieger immer aufnehmen, wenn sie sich meldeten, denn sie seien gute Leute. Ferner wünschte der Kaiser, daß die hübsche Lothringer Haube wieder zu Ehren komme.— In Metz äußerte der Monarch zu dem Kardinal Kopp, sein Besuch beim Papst habe ihn ausnehmend befriedigt. tag war Frühstückstafel beim Kaiserpaar auf Schloß ville. Statthalter Fürst Hohenlohe nahm daran teil. — Der neue Kriegsminister. Der„Post“ zufolge wurde General v. Einem, Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements, mit der Vertretung#riegs ministers wahrend dessen dreimonatigen Urtanos beauftragt.— Somit wird er auch wohl, wie wir schon in Aussicht gestellt hatten, Nachfolger des Kriegsministers werden. Oberbürgermeister von Posen und jetzigen Direktor der Nationalbank für Deutschland, war bei seinem Scheiden aus Posen von einer Anzahl von Bürgern der Stadt ein Kapital von 20·000 Mark zur Errichtung einer„WittingStiftung“ übermittelt worden. Geheimrat Witting hat nunmehr dieses Kapital dem Deutschen Ostmarkenverein überwiesen. Türkei. = Kriegsstimmung in Bulgarien. Nach Meldungen aus Sofia wurde die schnelle Ruckehr des Fürsgen, Ferdi, nand nach Sofia durch die traurige Lage in veranlaßt. Die Bevölkerung, aufgestachelt durch die mazedonischen Komitees und durch die Presse, fordern einstimmig die Kriegserklärung an die Türkei. Zu diesem Zweck sind bereits größere Versammlungen angesagt den. Es wird beabsichtigt, Massendeputationen an den Fürsten Ferdinand zu senden. Aus Budde's Reich. Wie Berliner Blätter mel den, steht von den Tarifreformen, die der E minister durchzuführen gedenkt, die Beseitigung der Rückfahrkarten an erster Stelle. Es sei zwar noch nicht abzusehen, wann diese Reform zur Durchführung gelange, aber vorbereitende Erhebungen sollen bereits sein. Die Rückfahrkarte soll durch das einfache Billet er etzt werden und zwar hofft der Minister, es finanziellest; möglichen zu können, daß die einfache Fahrt zum Rebin und die einfache Fahrt zum Ausganggherzäßr karten. zusammen weniger kosten, als zur Zeit die Von den finanziell technischen Ergebnissen wird es abhät gen, ob diese Idee des Ministers durchführbar ist, sollten diese dagegen einen Rückgang der Einnahmen zur not wendigen Folge haben, dann wird sie wieder fallen gelassen werden, trotz der erwünschten Vereinfachung im Fahr kartenbetriebe, die damit zu erzielen wäre. — Dem Geh. Regierungsrat Witting, dem früheren Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 15. Mai.(Vom Ausstand.) Die Zahl der Wiedereingestellten ist im Laufe des gestrigen Tages wieder um 21 gestiegen, unter denen sich 13 fkuher Organisierte befinden. Die Gesamtsumme der Arbeitswilligen hat damit die Zahl 827(darunter 64 früher Oganisierte) erreicht. * Kamen, 15. Mai. Herr Chemiker Dr. Neuhoff aus Dortmund nahm heute auf dem hiesigen Wochenmarkt sowie in mehreren Geschäften eine Revision vor. Mehrere auf dem Wochenmarkte verkaufende Handelsfrauen entflohen, als sie Herrn Dr. N. erblickten. Bei verschiedenen Metzgern wurden Wurstwaren zur weiteren Untersuchung beschlagnahmt. * Geseke, 15. Mai. Der im vorigen Juli von hier verschwundene Sparkassen=Kontrolleur Lenze hat sich einer in den letzten Tagen hier eingegangenen Nachrich zufolge am Michigansee in Nordamerika niedergelassen. * Eving, 14. Mai. Die Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft hat vor einiger Zeit für die Arbeiter ihrer Zechen Stein und Hardenberg eine Mustersgloeziergngelge, deren Darstellung auf der Düsseldorfer Aussie 1 Beachtung fand. Jetzt läßt die Gesellschaft Gepgitg# ser Kolonie ein Wohlfahrtsgebäude für etwa..— errichten, das Kinderbewahranstalten, Haushaltungsschulen, eine Turnhalle, Badeanstalten usw. enthalten soll. a* Soest, 15. Mai.(Wieder sehend geworden.) Ein seit dem 15. Oktober v. Is. in der hiesigen Blindenanstalt befindlicher 18jähriger Blinder aus Dorsten, der seit seiner frühesten Jugend den grauen Star auf beiden Augen hatte und vor längerer Zeit schon einmal ohne Erfolg operiert worden war, ist jetzt vom Herrn Augenarzt Dr. Girth im Waisenhause hier aufs neue mit dem glücklichsten Heilerfolge operiert worden. * Siegen, 15. Mai.(Eine Kiste Dynamit) fanden am Mittwoch nachmittag Schulkinder in einem zur Gemarkung der Gemeinde Eiserfeld gehörigen Hauberge vor. Sielag vergraben unter der Erde und enthielt 28 Stück Patronen, 18 Meter Zündschnur und einige Platzpatronen. Die Polizeibehörde schaffte die Kiste nach der nahe gelegenen Grube„Alte Dreisbach“, wo sie vorläufig aufbewahrt werden soll. Die Dynamitpatronen tragen auf ihrer Umhüllung die Schrift„Rheinische Dynamitfabrik Opladen“. Es hat den Anschein, als ob die Kiste bereits längere Zeit vergraben gewesen wäre. * Barmen, 14. Mai. Einen glücklichen Sturz machte heute morgen ein an der Haltestelle der Schwebebahn Bürgerbrücke beschäftigter Schlossergeselle. Derselbe stürzte von einem 12 Meter hohen Gerüst in die ziemlich hochgehende Wupper, blieb aber vollständig unverletzt. * Barmen, 14. Mai. Hier verunglückte heute morgen der Fuhrmann Karl Zöllner auf der Haspelerschulstraße, indem er von seinem Fuhrwerk stürzte und von seinem eigenen Wagen überfahren wurde. Zöllner erlitt dabei so schwere Verletzungen an den Beinen, dag er nach kurzer Zeit starb, nachdem ihm ein Bein amputiert wor den vor. M Mam * Lennep, 14. Mai. Als gestern der aaeter Wehant in dem benachbarten Nüdelshalbach Reisig auf seinen Wagen lud, scheuten plötzlich die Pferde und gingen durch, wobei Weyand von dem Fuhrwerk über die Brust gefahren wurde. Er erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Tomttlbentreunt! Jahrgang. Jeder ließ das Haus des Nachbars oo Leberniß rur aus des Nachbars oder seine eigene Hütte im Stich und eilte zur Branntweinbude, um in der aulgemeinen Verwirrung sich wenigstens einen Teil des kost baren Getränkes anzueignen. Mit kaum glaublicher Geschwindigkeit verschwanden Hunderte von Flaschen.# Brust=, Seiten= und Hosentaschen der„Retter", dort nicht Platz finden konnte, wurde im Stiefelschaft untergebracht. Im Besitze dieser edlen Beute ließ man das Dorf ruhig brennen, zog sich hinter einen Zaun oder sonst ein verstecktes Plätzchen zurück und gab sich nach den Strapazen und Aufregungen dem Genuß des mit so großen Mühen erkämpften Göttertrankes hin. Die Folgen traten nur zu bald an den Tag: nach kurzer Zeit waren nicht nur die meisten Männer, sondern auch viele Frauen und sogar Kinder sinnlos betrunken. Bald begann auch noch eine allgemeine Schlägerei der Beute wegen, und während die Flammen prasselten, die Häuser krachend zusammenstürzten, das Vieh in den Ställen aus Todesangst an den Stricken zerrte und blökte, konnte man an einer Stelle das Geschrei der Streitenden, an einem anderen Orte den wilden Gesang der Betrunkenen vernehmen. Als das Dorf niedergebrannt war und das Volk sich zerstreut hatte, fand man die Leichname von zwei Männern, die sich einfach zu Tode getrunken hatten. Ein Glück war es noch, daß die Bauern nicht in den Besitz der in der Branntweinstube aufgespeicherten Spiritusfässer gelangen konnten, denn in diesem Falle wäre die Zahl derjenigen, welche das Schicksal der erwähnten beiden Männer geteilt hätten, groß gewesen. Im ganzen sind 17 Gehöfte mit allen Nebengebäuden niedergebrannt. Ein russisches Sittenbild. Vor einigen Tagen— so lesen wir in russischen Blättern— entstand im Kirchdorfe Popadjino, Kreis Stariza, ein großes Feuer, das schnell um sich griff und sich im *(Der Tenorist Slezak) vom Wiener HofopernTheater hat, wie das„W. Fremdenbl.“ erzählt, in jüngster Zeit seinen epigrammatischen Stil entdeckt und als Telegrammschriftsteller in recht glücklicher Weise debütiert. Anlaß hierzu gab ihm ein eigentümlicher, mit sehr bescheidenem Honorarsatz versehener Gastspielantrag eines Berliner Theateragenten. Dieser Geschäftsmann telegräphierte ihm vergangene Woche wörtlich:„Offeriere zwei (Abende königliches Opernhaus Lohengrin, Tannhäuser. Honorar 600 Mark. Ehrensache. Der Sänger war nicht faul und schrieb sofort auf das bezahlte RückantwortsEremplars des Telegramms: „Ehrensache— Nebensache. Geldsache— Hauptsache! Slezak. Der Agent war tief unglücklich. Und dabei hätte er sicher von der Herrn Slezak vermittelten Ehre nicht eine „Ehrenprovision“, sondern die zehnprozentige Honorarprovision genommen! (Ein Pökelfaß wird gesucht:) Im HohensteinErnsttaler Tageblatt(Sachsen) findet sich folgendes Inserat:„Ein Pökelfaß, zu 6 Kindern passend, gesucht. Zeisigstraße 3 III.“ Es ist dies der von Galgenhumor dik tierte Notschrei eines verzweifelten Familienvaters, der von Haus zu Haus auf die Wohnungssuche gezogen war, den man aber überall abwies. *(Kindersteuer.) Es ist bekannt, daß vielen Hauswirten Mieter mit Kindern ein Greuel sind. Neuerdings scheinen sie aber zur Einsicht gekommen zu sein, daß es un möglich ist, nur kinderlose Mieter zu erhalten, und sie suchen nun wenigstens aus dieser Tatsache Vorteil zu ziehen. Als kürzlich in Friedenau bei Berlin ein Mieter zugeben mußte, daß er ein Kind im Alter von 1 Jahre habe, erklärte der Wirt, daß sich in diesem Fall der Mietspreis um 10 Mark jährlich erhöhe. Leider versäumte der Mieter sich zu erkundigen, in welcher Weise die Miete mit dem Alter des Kindes oder gar bei einer Vermehrung der Kinder steigen würde.— Bei den schon ins Ungeheuerliche gestiegenen Mietspreisen für kleine Wohnungen auch noch eine Steuer auf jedes Kind zu verlangen, ist allerdings ein starkes Stück. *(Ein neuer Trick.) Auf dem Bahnhof Frieorichstraße sind, wie wir in der„D. W.“ lesen, mehrere Schulknaben abgefaßt worden, welche folgendes Manöver machten: Bei denjenigen Automaten, welche Fahrkarten zu 15 Pfg. enthalten und bei Einwurf von zwei 10 Pfg. Stücken eine Fahrkarte nebst 5 Pfg. verausgaben, verstopften sie die Oeffnung, aus welcher die 5 Pfg. kamen. Sobald nun ein Reisender, nachdem er vergeblich auf die Herausgabe der 5 Pfg. gewartet hatte, weggegangen war, nahmen sie das Hindernis aus der Oeffnung heraus und freuten sich über den Fang des Geldstücks. *(Sonderbare Städte.) Orsa in Schweden zahlt keine Steuern; Schule, Telephon, selbst Straßenbahn sind frei.— Destard in Brasilien— 15 000 Einwohner, 23 Gesang=Vereine; jede Familie hat wenigstens ein Klavier.— Nashua in den Vereinigten Staaten: Keine Steuern, keine Polizeibeamten, friedliebende Bewohner. — Brock in Holland: Die sauberste Stadt der Erde; keine Pferde werden in den Straßen der Stadt geduldet: Hauptort der Herstellung des Edamer Käses. Beattin in Kansas: Fast alle öffentlichen Aemter werden von Frauen verwaltet, und diese sind unbestechlich.— Neodescha in kansas: Hier werden Fettleibige in kurzer Zeit mager infolge der Ausdünstungen des Petroleums im Erdboden. (Deutschland ist das Land der Postkarten.) Nach einer Zusammenstellung des Internationalen Bureaus in Bern für 1901 wurden im Deutschen Reiche 1013½2 Millionen Postkarten verschickt, bedeutend mehr als in einem der anderen Länder. Die Zahl der Briefe betrug 1½ Milliarden, in Nordamerika dagegen 3½ und in Großbritannien 2 1/2 Milliarden. Sonst erreicht der Briefverkehr nirgends eine Milliarde. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung“. Hd Frankfurt a. M., 16. Mai. Nach einer Meldung der„Frankf. Ztg.“ aus Mainz wurden im WeinfälscherProzeß Schlamp nicht weniger als 1500 Mark Zeugengebühren ausgezahlt. Die gesamten Prozeßkosten sollen sich auf 1500 Mark belaufen. IId Berlin, 16. Mai. Nach einer Depesche aus Kattowitz erkrankte in Woeczuetz die Familie des Oberförsters Otto nach dem Genuß von Morcheln. 2 Dienstmädchen sind gestorben. Hd München, 15. Mai. Der Bankier Wörle, der Mitinhaber der in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Bankfirma Wörle und Wagner, hat sich heute vormittag erschossen. IId Straßburg i. E., 16. Mai. Es sind weitere Fälle von schwarzen Pocken in Felleringen festgestellt worden, wo einzugereister Franzose die Krankheit eingeschleppt hat. Eine Anzahl Hausbewohner wurden angesteckt. Vorsichtsmaßregeln sind bereits ergriffen. Hd Nieder=Ingelheim, 16. Mai. Heute morgen verunglückten hier zwei Automobilfahrer namens Albert, Sohn des Kommerzienrats Albert aus Wiesbaden und ein Monteur. Als dieselben in rasendem Tempo eine Talmulde durchfuhren, schlug das Gefährt um, wobei beide herausgeschleudert wurden und schwere Verletzungen erlitten, sodaß sie in das Hospital gebracht werden mußten. Hd Brest, 16. Mai. Anläßlich der Anwesenheit des Marineministers Pelletan durchzogen, von ihren Verbandsobmännern geführt, die Arsenalarbeiter mit einer roten Nelke im Knopfloch und die Internationale singend, die Stadt. Die Obmänner hatten Konflikte mit der Wache. Pelletan empfing die Obmänner, nahm ihren Dank für die bisherigen Zugeständnisse entgegen und versprach, noch weit mehr für sie zu tun. H4 Paris, 16. Mai. Der bekannten Pariser Lebedame Liane de Pougy, Freundin des verstorbenen Meilhac, ist ein Perlenkollier im Werte von einer halben Million Franks vom Toilettentisch ihres Boudoirs entwendet worden. Der Diebstahl wurde ausgeführt während sich die Eigentümerin des Bijous im Bade befand. Andere Schmucksachen, unter ihnen ein kleines Kollier von 125 000 Franks Wert, sind unangetastet geblieben. Hd Saloniki, 16. Mai. Hier sind die Vorbereitungen zu einem neuen Dynamitattentat entdeckt, das nur durch einen Zufall vereitelt wurde. Bei einer genauen Durchsuchung des unterirdischen Ganges zur„Banque de Salonich“ wurde ein Seitengang gefunden, worin sich ein großes Gefäß mit Dynamitpatronen befand, die mehr als 1000 Gramm Dynamit enthielten. Die Patronen waren mit Zündschnüren versehen, die bereits angebrannt, aber erloschen waren. Die Explosion dieser Dynamitpatronen sollte unmittelbar nach der ersten Explosion unter der„Banque de Salonich“ erfolgen. Sie hätte eine furchtbare Zerstörung bewirkt und sicher alle Menschen getötet, die sich angesammelt hatten; mittels brennenden Petroleums waren die Zündschnuren bereits entzündet, sie erloschen aber, als durch die erste Explosion der unterirdische Seitengang verschüttet und die Luft abgesperrt wurde. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Bekanntmachung. In Gemäßheit des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 und§ 2 des Reglements vom 28. Mai 1870 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Wählerlisten der Gemeinden Barop, Eichlinghofen, Menglinghausen, Persebeck und Salingen in der Wohnung der betreffenden Herren Gemeindevorsteher acht Tage lang und zwar vom 18. Mai bis einschließlich 25. Mai d. Is. zu jedermanns Einsicht ausgelegt ist. Wer die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, kann dies gemäß§ 3 des Wahlreglements innerhalb acht Tagen nach dem Beginn der Auslegung derselben bei den Herren Gemeindevorstehern schriftlich anzeigen oder zu Protokoll geben, und muß die Beweismittel für seine Behauptungen, falls dieselben nicht auf Notorietät beruhen, beibringen. Barop, den 21. April 1903. Der Amtmann: Reintzsch. Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Herrn gefallen, meine liebe Frau, unsere gute treue Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Schwester Frau Elise Henniges geb. Hennecke heute abend 9 Uhr nach langen, schweren Leiden zu sich in sein ewiges Friedensreich aufzunehmen. Wir bitten um stille Teilnahme. Hennen, Dortmund, Erfurt und Braunlage, den 15. Mai 1903. Hermann Henniges, Pfarrer Herbert Henniges, Landrichter Frieda Henniges, Hedwig Henniges Else Henniges Ada Henniges Hermann Henniges Fritz Hennecke Postbausekretär Catharine Henniges, geb Hofmann Caroline Henniges, geb. Overbeck. Gagagasegasagasssbagesesagasasasasas Gewinn=Ziehung . der berähnten. S Marienburger Geld=Lotterie R schon 25. 26, 27. Mai. 10 i Hauptgewinne Mk. 60000 50000 40000 30000 fl In u. s. w. zusammen 8840 Geldgewinne mit 355000 Mk. 3 ohne Abzug zahlbar. 10 I Man abonniere auf einen dieser Haupttreffer und erwerbe# F schnell ein Glücks=Los für nur 3 Mk.— 30 Pfg. für Porto u. Liste extra. Nachnahmebestellungen 20 Pfg extra. in 5 Nur für die bis 18. Mai einlaufenden Bestellungen kann g 3 Garantie prompter Lieferung übernehmen,— nachdem sind! diese beliebten Geld=Lose voraussichtlich wieder vergriffen! 5 Pferde Lose à Mk. 1,— 11 St. Mk. 10,— 50 5„.„Ziehungen am 19 u. 27. Mai, halte vorrätig. zii Bestellungen auf Lose l. Klasse der Königl. Preußischen i# 5 Klassen=Lotterie nehme schon jetzt entgegen. 90 Carl Heinze Deutsche Lotterle-Bank. Berlin Postamt 7. Unter den Linden 47. m Oegagagagagegagegoagagagagagagassgas Die Beerdigung findet Montag nachmittag 4 Uhr statt. Ein sauberes Maochen achtbarer Eltern von 14 bis 16 Jahren, welches zu Hause schlafen kann, findet angenehme Stellung. 9. Näheres in der Geschäftsstelle Bte. Wer baut verlangeillustr. Katalog über Hausthüren, Zimmerthüren, Fenster, Baubeschläge, schmiedeeiserne Thore, Gitter etc. von Zippmann& Furthmann 4. u. b.#. Düsseldorf. Bekanntmachung. Durch ruchlose Hand sind innerhalb des Stadtbezirks in letzterer Zeit wiederholt und zuletzt zu Anfang dieses Monats Straßenlaterneu zertrümmert worden. Demjenigen, welcher den oder die Täter so zur Anzeige bringt, daß eine Bestrafung erfolgen kann, sichern wir eine Belohnung von 100 Mark zu. Schwerte, den 16. Mai 1903. Der Magistrat. Eine Wohnung bestehend aus 3 od. 4 Zimmern nebst Zubehör sofort od. 1. Juli zu vermieten. Wo, sagt die Geschäftstelle d. Ztg. Hochelegante und moderne sind 63 in reicher Auswahl eingetroffen und empfehle dieselben zu äusserst billigen Preisen. " Fkunk. Schwerte, Ostenstrasse 18. Douturht, das beste u. gedeihlichste Futtermittel für kleine Schweine empfiehlt L. Weinberg, Schwerte. — Viethapfer (Schankkellner) zur selbständigen Leitung einer Wirtschaft gesucht. 2—300 Mk. Kaution erforderlich. Off. unter K. A. befördert die Exped. Bescheinigungen für Fleischbeschauer betr. „Trichinen= u. Finnenschau" vorrätig in der C. Braus'schen Buchhandlung. garantirt rein, per Pfund 78 Pfg. L. Weinberg, Schwerte. 1 Saren-gunisuigen-Eillkauf-Shorindilng!9 * HlerrenKnabenAnzüge Ein Posten Wert bis zu Khaden-Gackoknt-Roseh per Stück AO * Dortmund, nur Westenhellweg 44 u. 46. Leeeeceschssseecce * * Beste sächsische ** bohum wieder vortätig. 4L. Weinberg, ute Speisekartoffeln à Ztr. 3,20 Mk., acnum bonum-Kartoffeln Ztr. 4,50 Mk. empfiehlt z. Lehmhaus, Schwerte. Preisabschlag. ** g 6 von Schweinen leinstei).“ 955 18 P. bei Abnahme von 50 Pfd. ullus Werner, Neumünster. Bohnenstangen, ottannen, schöne, schlanke Ware mpfiehlt billigst Th. Greve. vird eine große Partie Hier ausgekegelt. W. Potthoff. Sonntag, b.17.Mai, wird im sGrunen* Wal eine Partie Eier ausgekegelt. Paula Purscher Schwerte Hagenerstr. Nr. 1 empfiehlt ihr großer Lager in Hüten und Mützen in nur neuesten Facons für Herren- u. Knaben, sowie Begen= und Touristenschirme. Regen= und Sonnenschirme für Damen. In Handschuhen und Kravatten, Hosenträgern und führe ich stets großes Lager in jeder Preislage. Reparaturen an Hüten und Schirmen schnell und billigst. Gasthof„Mestfäl. Hof“. (Inh. W. Quadbeck.) Sonntag, den 17. Mai Zungenragout. Lendenbraten. Goulasch. Zur Helle, Schwerte Spargel m. Schinken, Roastbeef. Kalbebraten. Sülze. Warmes Frühstück 40 Pfg. Abendplatte 40 PfoCarl Raffin. Ein freundlich möbliertes Zimmer chäsamiet. Wo, sagt die Ge„M#ostelle d. Bl. ien lackiert in allen Farben. von Mk. 1.45 an. L. Weinberg, Schwerte. Sumftag, 50. Mat dauert unser großer P G Porstarur. In sämtlichen Abteilungen unseres grossen Warenlagers sind die Preise bedeutend herabgesetzt, so dass wir behaupten dürfen, dass Sie in unserem Kaufhause wie Kuswares. Sparen Sie die Reisen, geben Sie nicht zwecklos Fahrgeld aus, unsere Preise sind unnvertrossenirkrg! TreN 4 45. 38. 30. 24. De. Ber Af. 1O. Knuren O 1 P 12. 9. 6. 3. C C.I. HOC. 0. U 1 0 Sähtennur letzte Neuheiten, 30. 25. 20. 16. 12. 80. N. 19. H. 0. werden zu fabelhaft „WVerstosse biligen Preisen ausverkauft. —#4." ee Schwerte, Brück- und Hagenerstrassen-Ecke. Zu haben bei Wilh Kühnholz Bahnhofstr. 25, Drogerie. # Junge Legehühner Mé 1.2 größere 1.50 Mk. versendet * M. Lansen, Gartenstr. 16 in M.Gladbach. Nr. 162. Preisliste grat Frische Peringe neuer Jang per Dutzend 30 Pfg. L. Weinberg, 9 # # Geschäfts Errfsnung! Eröffne mit dem heutigen Tage ein Spezial-BerlinerWeissbier-Geschäft und halte mich den geehrten Wirten von Schwerte und Umgegend bestens empfohlen. Hochachtungsvoll A. Feit. Erstes Spezial=Weißbier=Geschäft am Platze.— Sonntag, den 17. Mai: Großr Volksberasteg bestehend in Karoussel, Schauund Schiessbuden. Wirtschaft Deitert, Wandhofen. Hotel z# Pog * Dem geehrten Publikum von Schwerte und 2 Umgegend zeige ich ergebenst an, daß ich den Gasthof für eigene Rechnung übernommen habe. Es soll mein stetes Bestreben sein, durch Verabreichung von guten Speisen und Getränken und durch aufmerksame Bedienung mir die Zuneigung Gäste zu sichern. Indem ich um gütige Unterstützung Unternehmens bitte, lade ich zum Besuche hergestellten Wirtschaftsräume freundlichst meiner meines der neu ein. Heinrich Quadbeck junior, — Bahnhofstraße. G.*Schwerte, im Mai 1903. par Bringe mein„„ Stegenne Mgug Eimm (à Flasche 25 Pfg.) in empfehlenbe Erierung. ###s Achtungsvoll B. Feit, Restaurant„Zum Schwan. Gründliche Heilung von Hautkrankheiten fast aller Art, Flechten, skrophulöse Ausschläge, Kopfgrind, Milchschorf, Krätze, offene Beinschäden, Krampfader= geschwüre 2c., ohne Berufsstörung. I. Overmann, Spezialist für Haut= u. Beinkrankheiten, Hagen i. W., Oftstr. 5. Sprechstunden: Donnerstags u. Sonntags Vormittags. Crepe-Papiel, einfarbig sowie geblümt, passend für Lampenschirme, TopfHüllen, Tischläufer etc. empfiehlt Carl Braus, Buch= und Papierhandlung. Magenleidenden teile ich aus Dankbarkeit gern und unentgeltlich mit, was mir von jahrelangen, qualvollen Magen= und Verdauungsbeschwerden geholfen hat. A. Hoeck, Lehrerin, Sachsenhausen b. Frankfurt a. M. In meinem neuerbauten Hause ist eine abgeschlossene Wohnung von 4 Zimmern pr. 1. September oder 1. Oktober zu vermieten. Zu erfr. in der Geschäftsstelle! Holländische Pflanzbohnen (Hangeschoten) wieder vorräthig. L. Weinberg. Schwerte. Der grescczrieig!. Krrr. 9ec ist ein Ereignis in der Damen-Konfektions-Branche. Zu solch fabelhaft billigen Preisen sollte jeder kaufen! 750 Pieeen Dällien-Kenfektien, die elegantesten Sachen, werden bis weit unter der Hälfte des regulären Wertes verkauft. Einige der vielen Artikel führen wir mit Preis au. Schwarze Frauen-Paletots, auf schwerer Seide 2800 gearbeitet, mit eleganter Applikation, früherer Preis 65,00 Mk., Jettt gi Schwarze Kummgarn-Jacken mit breitem Kragen, 4275 früherer Preis bis 15,00 Mk., Jetzt Schwarze Sackos auf elegantem Futter, Ia. Verarbeitung####50 früherer Preis bis 25,00 Mk. jetzt##00 Mr. Schwarze Jacken aus feinem Tuch und Coresco, auf guter Seide gearbeitet früherer Preis bis 55,00 Mk. jetzt 2500 Kammgarn-Kragen, auf Futter gearbeitet, mit breitem Kragen, früherer Preis bis 22,00 Mk. Jjetut Spitzen-Kragen in allen Längen, mit Volant, auf gutem Futter, früherer Preis bis 30,00 Mk., jetzt 129 1880 ever& Günther Steinplatz. Steinstrasse 1—3. DORTMUND. Garde= und Landwehrverein Sonntag, den 17. Mai, abends 8½ Uhr, im Vereinslokal: General-Versammlung Tages=Ordnung: 1. Wahl der Kassenrevisoren. 2. Wahl der Delegierten. 3. Sommerfest. 4. Zahlung der Beiträge. 5. Aufnahme neuer Mitglieder, 6. Rechenschaftsbericht und Rechnungslegung. 7. Abänderung der Satzungen: Ueber Punkt 7 wird endgültig beschlossen, ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden. 8. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet dringend Der Vorstand. Halte stets Särge. Leichenwäsche und Kränze auf Lager. Wilh. Scherff, werte, Moltkestraße 10. NSO Zimmerstrasse 2. Ev. Arbeiter= u. Bürger=Verein, Schwerte. Monatsversammlung Sonntag, den 17. Mai, nachmittags 5 Uhr, im Saale des Herrn L. Hagemann. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge, sowie zur Sterbekasse. 2. Einführ. neuer Mitglieder. Vortrag: Aus der Geschichte der Mark Brandenburg. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 2 anständige junge Leute erhalten u. Togis. Westenstraße 6. bietet sich die günstige Gelegenheit, wirklich gute Schuhwaren zu sehr billigen Preisen zu kaufen. Schine Wohung lvon 2 Zimmern(2. Etage) mit Keller und Trockenboden per 1. August zu vermieten. Hagenerstraße 103. — Preis 120 Mark.— Mädchen-Segeltuchschuhe 1.50 M. Mädchen-Kpopfstiefel, Handarbeit 3.50 Herren-Segeltuchschuhe 3.50„ Knaben-Schnürstiefel, extra stark 3.50 M. Damen-Spangenschuh 2.80„ Damen-LederHausschuhe 2.50„ Nur bis Pfingsten gewähre ich diese Vergünstigung. Schuhhaus Heinrich Wallrabe, Brückstr. 2. Holländer Käse 8 aen Sadug) das Pfund zu 50 Pfg wieder eingetroffen. L. Weinberg Schwerte. 93 Niederlagen. 400 Arbeiter und Beamte. Seine Excellenz der Händersiiiiiister Möller best uns der Nampf gegen den Zwischenhandel seinen Fotgugg nchmen; dagegen wird nichts an machen seim! Die Commanditgesellschaft Max Tack hat dies schon seit Jahren erkannt und verkauft deshalb ihre bekannten Erzeugnisse nicht an Grossisten sondern in 93 Niederlagen direkt an das Publikum. . Jede Lohle krägt in dentlichen Zahlen den festen Verkauspreisl Herren-=Zugtisfel, starker Strasenstielel 390 Herren=Segeltuchschuhe mit Absatz 3.50 Herrenhausschuhe, Cordonet 1.45 Damen=Zugstiefel, Wichsleder 2,90 Damen= rot und brann Spangenschuhe 3,75 Damen, rote Schnür= und Kuopfsliefel 6,90 Kinder: Knopf- und Schnürstiefel rot und braun, in vielen Façons Kinder-Schuhe u. Radfahrer-Sandalen in grösster Auswahl Kinder-Opanken leicht für den Sommer 28 Pf. Niederlage: Aug. Nötting, Schwerte, Teichstrasse, Ecke Mährstrasse. Wöchentlicher Verzand der, Fabrik ea. 21000 Paar. Amtliches Rresseiall * lan gen kreis Börde. chmmmmmmmmrrn unde chartastigg Ptss=ttct Ne Die heutige Nr. umfaßt 8 Seiten. = Sinnsprüche. Am Maiabend. Sanfter ward des Baches Rauschen, Tief umschattet ruht der Hain, Leise will das Vöglein Mit dem Nachbarn Grüße tauschen. Tiefes Schweigen nah und ferne, Traumbefangen ruht die Welt, Tröstlich in ihr Dunkel fällt Hell das Licht der hohen Sterne. Heil'ge Andacht fühl' ich heben, Meine Seele himmelan, Niedersinkt der Erde Bann, Und ich ahne ew'ges Leben. Dora Behrens. Eine Geloheiral. Roman von L. Haidheim. (44. Fortsetzung.) Ulla hatte die Stimme im ersten Moment schon seltim bekannt geklungen, aber ehe sie Zeit zum habt, erschien in der offenen Tür eine junge Frau utzte, starrte Ulla entsetzt an und wankte. „Hilde! Hilde, Du? Um Gottes willen— Du: „Ulla! Ulla Burghausen!" So stammelten sie beide und sahen einanver in uneschreiblichem Schrecken an. Dann sprang Ulla hilfreich u ihr hin,— Hilde lehnte ganz kraftlos am Türpfosten kreideweiß zeigte sie stumm auf das Wochenblättchen es Dorfes— da stand es—: Angekommene Fremde: frau von Glaichen mit Dienerschaft, und darunter Fräuein Burghausen— im Gasthaus zum Bären. Ulla erriet. Das hatte Hilde noch fragen wollen. Wie abgezehrt und verändert sie aussah, um zehn Jahre zealtert, tiefe, scharfe Züge— vielleicht lag das zum Teil an ihrem Zustande— aber, daß ihr Haar von vielen Silberfäden durchzogen wurde—.—.—. Ge: Mein Gott, sie war nicht viel über fünfungzlungig — sie waren ja einst Schulgefährtinnen gewesen. Hilde verstand Ullas erschrockenen Blick. Du siehft mich an, weil ich alt geworden, lange vor der Zeit! Ach Ulla! Ein Glück, erbaut auf Unrecht und dem Unglück anderer— das ist kein Glück— das ist ein Tantaluselend! Man könnte so glücklich sein! Wir liebten uns ja und lieben uns heute noch inniger, aber in jede frohe Stunde, in jedes Vergessen hinein fiel uns de Schatten der Anstalt, in welche man Anna gebracht. Und nun ist es also wahr? Sie ist genesen? Wit,#es schon. Und Du bist bei ihr? Sage, Ulla, ist es wahr? Gönne mir das eine ersehnte Wort! Es ist der tropfen in der Qual des ewigen Feuers, Ulla! Ist sie hier? Und ganz genesen? Ganz?— O, mein Gott, welches Glück, welches Glück! Sie ist auf bestem Wege! Aber eine tiefe Aufregung, eine Begegnung mit Euch—. Hilde, Hilde, das könnt Ihr der Unglücklichen nicht antun wollen! Sie is# ruhig, sie soll sich langsam wieder an die Menschen wöhnen. O, Hilde! Welch unseliges Zusammentreffen! Die Worte stürzten Ulla nur so von den Lippen. Die furchtbare Gefahr, welche Anna hier drohte, ließ sie jede audere Rücksicht vergessen. schon: Wir— Hans „Sei nur ruhig! Wir gehen schon: Eit— ist in den Bergen, er würde ja lieber sterben, als Anna von neuem unglücklich machen. Siehst Du, Ulla, es mit uns! Für uns gibt es keinen Frieden, kein Ausruhen mehr! Ach, wenn Du wüßtest, wie froh wir waren, in dieser Einsamkeit einmal aufatmen zu können! Seit unserer— seit drei Jahren, Ulla, das erstemal Hilde weinte zum Herzbrechen. Die alte Frau war mit dem Zartgefühl einer feinen Seele still verschwunden. Wie das arme junge Weib Ulla leid tat! Und doch! Annas Ruhe— Annas Frieden waren viel wichtiger! Es trieb sie zu der Genesenden, die sie beschüten sollte.. gaft shr: Gand Hilde ergriff zaghäftihle Hand. Ulla! Habe Mitleid mit mir. Ueber drei Jahre sind wir verfehmt, kein Freundesauge hat uns gegrüßt, niemand hat uns je einen Brief geschrieben, die Euern haben dem armen Hans noch nicht einmal geantwortet, als er ihnen unseres Kindes Geburt anzeigte! „Eins, Ulla, ein süßes kleines Mädchen, ganz blond wie Anna und die Schwiegermutter! Und sieh, nicht einmal das holde Kind kann ich mit Freuden ansehen, denn immer denke ich, wen Gott heimsuchen will Arme Hilde! Unglückliche!“ „O, so unglücklich, Ulla! Denn sieh, Hans und ich sind doch im Grund rechtschaffene Naturen und dennoch Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsvertindtiche stratt. Schwerte, Samstag den 16. Alai haben wir so großes Unrecht begangen. Glaube mir, Ulla, Anna ist an uns gerächt worden! Ach, könnte ich sie denn nicht einmal sehen? Heimlich nur— ganz Und dann sah sie die grenzenlose Angst in Ullas Zügen, schlug die Hände vor das Gesicht und schluchzte Glaube mir, Hilde, sie wird genesen, wenn ich sie vor Schreck und Aufregung bewahren kann, tröstete Ulla.„Nur— ich flehe Dich an— bleibt nicht hier, wagt es nicht auf diese Gefahr hin—“ Heute! Nein, morgen, Ulla!“ erwiderte Hilde. Sie sah unbeschreiblich niedergeschlagen aus. Ulla reichte ihr die Hand zum Abschied. Wer ihr das vor Jahresfrist, vor Wochen nur gesagt hätte, daß sie es tun würde! Hilde hielt diese Hand krampfhaft fest, als woue sie ulla nicht fortlassen..„.. 1. eetie sauft. Wo lebt Ihr Hulde: fragte viese sanft „O, Du Gute! Du fragst noch nach uns! Niemand hat ja nach uns gefragt, Ulla! Wir leben in einem ganz kleinen schlesischen Grenzstädtchen, wo Hans Bürgermeister ist. Stelle Dir den stolzen, hochmütigen Hans in dem verstaubten Rest vor. Die Pfahlbürger verstehen ihn nicht und er sie ebenso wenig; jeder Neuerung, die er rorschlägt, treten sie einmutig entgegen. „Aber etwas Umgang—“. P Mit keiner Seele, Ulla! Ein Apoteker, der Dollor und der Pfarrer sind da, aber sie halten es mit den anderen; sie haben es herausgebracht, daß Hans von seiner ersten Frau geschieden ist und das ist natürlich schon genug! Wie sollten wir aber auch solchen Verkehr wünschen? Wir haben kaum genug, uns satt zu essen— Hans hat mit dem Schreiben von Zeitungsartikeln meine SomUlla ging endlich. Der trostlose Blick, den Hilde ihr nachschickte, brannte sich in ihr Herz. Sie sah ihn wochenlang, sie sah, wiedas unglückliche Weib die mageren, zitternden Hände zusammenkrampfte und immer wieder hörte sie dies:„Lebewohl, lebewohl, Ulla! Habe Dank! Kaum war sie aber ein paar Häuser weit gegangen, als es sie wie ein furchtbarer Schreck durchfuhr:„Das Zeitungsblättchen! Wenn Hans' Name darin stände und Anna es las?“ Und noch größeres Entsetzen:„Wenn Hans ahnungslos das Wirtshaus betreten hätte und Anna ihm begnete?“ Wie eine Ahnung kam es ihr. Sie lief schnell und kam ganz atemlos an und— am Fenster der Wirtsstube saß, müde in einem binsengeflochtenen Stuhl gelehnt, ein Herr— der Rucksack vor il auf dem Tisch liegend. Sein Haar war stark ergraut, dennoch erkannte sie ihn sofort. Es war Hans von Glaichen! Unter einem Dach mit Anna! Harmlos mit dem „Pas sie in ihrem ersten Schreck dachte, wußte sie nachher nicht mehr. Sie flog ins Haus, stand in der Stube vor ihm, der aufsprang, sie wie eine Geistererscheinung anstaunte und dann sehr blaß wurde. Was hatte sie ihm so leise, daß es der Wirt nicht hörte, zugeraunt? Sie wußte nachher auch das n mehr, wußte nur, daß sie ihn in ihrer furchtbaren Angst zornig fortgewiesen, fort aus dem Hause und aus dem Dorfe, damit sein unglückliches Opfer Frieden habe! Und er? Taumelnd vernahm er, daß Anna hier sei. In wilder Hast griff er nach Stock und Hut, den Rucksack reichte ihm der bestürzte Wirt— und fort lief er. Ulla befand sich noch in höchster Aufregung. Sie tral zu dem verlegen davonschleichenden Hausherrn: Kein Wort, Herr Wirt, von dem, was Sie eben sahen! Es wird Ihr Schaden nicht sein! Weder Frau von Glaichen noch die Dienerschaft darf wissen, was Sie sahen.“ Auch jetzt klang ihr Ton herrisch, wie sonst nie. Der Wirt versicherte bereitwillig, daß er schweigen werde, in seinen Augen lag aber dabei die brennendste Neugier. Die Gnädige sei noch im Garten, gab er Auskunft.——„ (Fortsetzung folgt.) ummmer Ahonnementchrets Cuartal 1 Mant ib 9ho. 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. Leitgemaße Betrachtungen. „Der arme Ferdinand!“ Vergnügt und froh saß in Paris Der Herrscher der Bulgaren, Wo er die Sorgen von sich stieß, Die ihm zu Laste waren. Ein Fürst vom Balkan hat gewiß Viel Aerger und viel Kümmernis, Dort sitzt er wie auf Kohlen, Drum muß er sich erholen! So wollte auch Herr Ferdinand Sich wieder auskurieren Und dabei an dem Seinestrand 36. Ein wenig amüsieren, Denn in Paris, ja in Paris Da lebt man wie im Paradies, Kommt man als ganz„Privater“ Und nicht als Landesvater! Drum ist er auch nicht offiziell Von Herrn Loubet empfangen, Herr Ferdinand fuhr ins Hotel, Und keine Glocken klangen, Er richtete sich häuslich ein, Um unter Menschen Mensch zu sein Und auf Regenten=Pflichten Ein kurzes zu verzichten! Indes der arme Ferdinand Fand doch nicht lange Ruhe, Bald drückten ihn am Seinestrand Aufs neu die alten Schuhe. Es traf ein Brief von Hause ein: O Ferdinand, die Kinder schrei'n, In Balkans Kinderstuben Da hausen böse Buben! Gemächlich sprach Herr Ferdinand: Der Lärm geht auch zu Ende, Ich wasche hier am Seinestrand In Unschuld meine Hände, Er sprachs, da kam aufs neu ein Brief: „O Ferdinand, hier geht es schief Der Türke will uns beißen, Weil sie ihm Bomben„schmeißen"!“ „O Ferdinand, es wankt dein Thron, Wir müssen auf der Hut sein, Jetzt rief der Fürst: Ich komme schon Indessen würd’ es gut sein, Ich spräche erst in Wien mit vor, Ob man mir leiht ein gnädig Ohr, So ein Besuch ist rätlich, Denn er ist niemals schädlich!“ Es schrieb nach Wien Herr Ferdinand, Da kam nach kurzer Pause Die Antwort und zu lesen stand: Bedaure, nicht zu Hause! Das hat Herrn Ferdinand erschreckt, Nach Hause fuhr er nun direkt, Er fühlt sich so verlassen, Denn alles ruft: Wir passen! Selbst Rußland hält ihn etwas knapp Mit seinem Freundschaftslohne, Er zog mit langer Nase ab Statt mit der Königskrone, Nun stöhnt der arme Ferdinand: Mein ganzer Plan verläuft im Sand Und war doch solcher gescheidter Und stolzer Plan!—.— Ernst Heiter. Medizin und Wissenschaft. ib Von einem neuen Mittel zur Bekämpfung der Schwindsucht machten Prof. Sommerfeld und Dr. Danelius in der Berliner Medizinischen Gesellschaft Mitteilung. Es ist eine Gummibaumart, die von den Eingeborenen Nordwest=Australiens zur Behandlung tuberkulöser Leiden benutzt wird. Aus den Blättern der Pflanze wird ein Pulver hergestellt, mit Schwefelblumen und Holzkohle vermengt und dann eingeatmet. Man nennt es Sanosin". Aus ihren Versuchen an verschiedenen Kranken, die zum Teil der Gesellschaft vorgestellt wurden, teilten die beiden Aerzte mit, daß Auswurf und Husten schon nach wenigen Wochen sehr nachließen, desgleichen die Schmerzen. Nachtschweiße und Fieber verschwanden, der Appetit hob sich, sodaß zahlreiche Kranke bis zu 15 Pfund an Körpergewicht zunahmen. Trotzdem wurden in der Erörterung von mehreren Aerzten Bedenken laut. Kleine Chronit. 4 Pirmasens, 15. Mai. Gestern vormittag fand eine Versammlung der organisierten Arbeiter statt, welche beschloß, den Fabrikanten eine Resolution bezüglich der Aufhebung der Aussperrung zu überreichen. Die Resolution wurde von den Fabrikanten acceptiert. Nachdem nun beide Teile einig geworden sind, wurde die Arbeiteraussperrung für aufgehoben erklärt. Die Arbeit wird am Montag, den 18. d. Mts. in sämtlichen Fabriken in vollem Umfange wieder aufgenommen. + Aus Ostpreußen, 14. Mai. In unserer Provinz gibt es Krankheiten, die im übrigen Deutschland gar nicht oder nur selten auftreten. So gibt es im Kreise Memel die Leprakrankheit, welche nach Errichtung des Lepraheims im Rückgange begriffen ist. Der Leprabazillus entstellt die unglücklichen Kranken in hohem Maße. Die Ansteckungsgefahr ist aber nicht so groß, wie vielfach befürchtet wurde. Eine andere Krankheit ist die Nasenverhärtung. Der eigentliche Herd dieser Krankheit ist im Regierungsbezirk Gumbinnen aufgedeckt worden. Doch ist sie auch in den Kreisen Oletzko, Lyck, Wehlau und Johannisburg anzutreffen. Eine geradezu ostpreußische Krankheit ist der breite Bandwurm, der an den Ufern des Kurischen Haffs und auch in Königsberg in ganz unglaublicher Menge vorkommt. + Amsterdam, 15. Mai. Ein dreifacher Mord wurde in der Ortschaft Ter=Hollen(Provinz Seeland) begangen. Räuber drangen in die Wohnung eines Arbeiters, während dessen Abwesenheit ein und töteten seine Frau und deren Mutter mit Messerstichen, worauf sie das Haus ausplünderten. Inzwischen kehrte der Arbeiter zurück und wurde durch Revolverschüsse tötlich verletzt. Die Kinder hatten sich in einen Speicher geflüchtet und dort verbarrikadiert, wodurch sie dem Tode entgingen. * Aus Deutsch=Südwestafrika, von der Ansiedelung in Cape Croß wird der Nat.=Ztg. über Robbenfang geschrieben: Die Felsen dieses Kaps sind der Sammel= und Spielplatz von Tausenden von Robben. Die Zahl dieser wertvollen Pelztiere, welche in günstiger Zeit auf den Klippe vereinigt ist, wird auf 40—50000 geschätzt und es gewährt einen überraschenden Anblick, diese ungeheure Schar von Robben aller Größen in dichtgedrängter Menge in der Mittagssonne spielen und lärmen zu sehen. Die größte jemals hier gemachte Tagesbeute betrug über 800 Stück. Für gute Felle werden bis 25 Mark gezahlt. Zum Kaisersingen in Frankfurt. Die alte Kaiserstadt Frankfurt a. M. rüstet sich eifrigst zu einem würdigen Empfang des Kaisers und der Sänger aus allen deutschen Gauen. Die Ausschmückung dürfte nach einem Bericht der„Voss. Ztg. eine der großartigsten werden sowohl in der Dekoration wie auch in der Illumination. Der imposante Rathausbau ist soweit gefördert, daß die äußeren Gerüste jetzt abgenommen werden; bei dem Besuch des Kaisers wird der neue Rathaussaal mit einem provisorischen Fußbodenbelag versehen. Die beiden großen Lichtträger auf dem Bahnhofsplatz sollen vorwiegend gärtnerische Verzierung erhalten, während die Zufahrtstraßen zur Stadt je durch zwei reiche Obelisken an ihren Einmündungen auf dem Bahnhofsplatz markiert werden sollen. Am Eingang der eigentlichen Feststraße wird sich eine Ehrenpforte erheben, während die Straße selbst mit 12 Obelisken geschmückt wird. Auf der Wilhelmsbrücke wird sich, nach allen Seiten hin sichtbar, ein Bogen von 30 Meter Höhe und 17 Meter Lichtweite mit Seitenpforten erheben. Der obere Teil de Bogens erinnert an die Formen einer großen Prachtgon del. Der Turmaufbau ist mit Leiern geziert und von einer Siegesgöttin gekrönt! Von der Brüstung dieses Aufbaues, hinter welcher Fanfarenbläser aufgestellt werden sollen, fällt auf der Frankfurter Seite ein 7 Meter langer Teppich mit dem Frankfurter Adler, auf der entgegengesetzten Seite ein ebenso großer Teppich mit dem viergeteilten Sachsenhäuser Schild herab. Die riesige Festhalle an der Forsthausstraße ist bereits fertig gestellt und gewährt einen großartigen Anblick. In Gefahr auf See. Aus Newyork meldet der„Daily Telegraph": Die Passagiere des Dampfers„Kaiser Wilhelm der Große" vom Norddeutschen Lloyd erlebten Sonntag mittag einen aufregenden Zwischenfall. Während das Schiff sich im dichten Nebel befand, hörte der Kapitän die Dampfpfeife eines anderen Schiffes, welchem er in Zwischenräumen antwortete. Alle Reisenden stürzten an Deck. Die Signale des„Kaiser" bliben eine Weile unbeantwortet. Plötzlich fühlten die Passagiere, wie das Schiff unter dem Druck der mit aller Kraft rückwärts arbeitenden Maschinen heftig erzitterte. Sie sahen aus dem Nebel einen großen Frachtdampfer auftauchen, der auf den„Kaiser" zufuhr. Alles suchte nach einem festen Halt, um bei dem erwarteten Zusammenstoß eine feste Stütze zu haben. Es kam jedoch glücklicherweise nicht so weit, denn der„Kaiser“ konnte noch rechtzeitig, 30 Fuß von dem anderen Schifff entfernt, zum Stillstand gebracht werden. Der Frachtdampfer war der„Planet Venus“ aus Philadelphia. Die Passagiere des„Kaiser“ äußern sich voll höchster Anerkennung über die Leitung ihres Schiffes, da eine Verzögerung von nur 5 Sekunden beim Sichten des„Planet oder beim Abstoppen des„Kaiser“ ein großes Unglück hätte verursachen müssen. Lokales. Schwerte, 16. Mai. 1903. **('8 Mailüfterl.) Echte und rechte Maienstimmung ist bisher noch nicht zum Durchbruch gekommen, sie konnte es auch noch nicht, denn bei der niedrigen Temperatur, die wir in der letzten Zeit hatten, trinkt mancher lieber ein Glas Warmes,„een Schälchen Heeßen", als daß er vom„wunderschönen Monat Mai“ singt. Wie die Dichter eigentlich darauf verfallen sind?! Oder waren die Maimonate damals anders, besser? Der diesjährige Mai hat uns nur zu Anfang wenige Tage lang prächtiges, warmes Wetter beschert. Laue, ja heiße Lüfte wehten, bis halt das„Mailüfterl“ kam und alle schönen Illusionen mit einem Male zerstörte. Immerhin muß anerkannt werden, daß die„Eisheiligen“ sich doch noch besser aufgeführt haben, als in verschiedenen früheren Jahren. Wir sind wenigstens von Nachtfrösten verschont geblieben und das ist sehr viel wert. Jetzt tritt hoffentlich kein Rückschlag mehr ein und wird es wärmer werden, damit wir, wie man am Rhein sagt, ein paar„Hümpchen Maiwein" trinken können, auf daß unsere Stimmung eine fidelere wird. Der Bauer pflegt freilich zu äußern:„Die schöne Frühjahrs hol der Deubel", und„Mai kühl und naß, füllt dem Bauer Scheun' und Faß“, der Städter aber meint, nun sei es lange genug kühl gewesen. **(Nachsitzen der Schulkinder.) Ein landgerichtliches Urteil über das Nachsitzen dürfte allgemein interessieren. Ein Vater, der das Nachsitzen seines Kindes verweigert hatte, war in Schulstrafe genommen worden. Er erhob Widerspruch und beantragte gerichtliche Entscheidung; denn er behauptete, er könne nur dann bestraft werden, wenn sein Kind den planmäßigen Schulunterricht versäume. Das Schöffengericht aber verdoppelte die Strafe mit Rücksicht auf die Umstände, und das Landgericht, bei dem der Verurteilte Berufung einlegte, hielt die Verdoppelung aufrecht. Von besonderer Wichtigkeit ist die Begründung, welche das Landgericht seinem Urteil gegeben hat. Der Rechtsanwalt des Berufungsklägers hatte nämlich den allgemeinen Rechtsgrundsatz ins Feld geführt, daß man deswegen, daß man sich einer verhängten Strafe entzogen hat, nicht von neuem bestraft werden könnte, sondern höchstens zur Abbüßung der verhängten Strafe zu zwingen wäre. Diese Einwendung hat das Landgericht folgendermaßen zurückgewiesen:„Nach Aussage des Lehrers haben die nachsitzenden Schüler die von ihnen nicht ordentlich angefertigten oder auswendig gelernten Schularbeiten in der Nachsitzestunde nachzumachen oder nachzulernen. Die Nachsitzestunde karaktgrisienrt, sich danach auch als Unterrichtsstunde, sie dient Schulzleuen, nämlich dem Lernen. Und wenn die fraglichen Regierungspolizei=Verordnungen von„Schulunterrichtsstunden sprechen, so sind hierunter selbstverständlich auch derartige Nachsitzestunden zu verstehen, und das Fernhalten der Kinder von Nachsitzestunden ist ebenso gut unter Strafé gestellt, wie das Fernhalten von den gewöhnlichen Unterrichtsstunden. **(Eine Belohnung) von 100 Mark sieht sich der Magistrat der Stadt Schwerte veranlaßt, auszuschreiben, um die Urheber der Zertrümmerung von Straßenlaternen, ein Unfug, der in letzter Zeit sehr überhand genommen hat, zu ermitteln. **(Konzert des„Sanssouci“.) Wir möchten heute auf das am Himmelfahrtstage im Schützenhofe stattfindende Konzert des Männergesangvereins„Sanssouci hinweisen und das Publikum auf die rechtzeitige Beschaffung von Eintrittskarten bei den durch Plakat kenntlich gemachten Vorverkaufsstellen aufmerksam machen, da der Besuch ein reger zu werden verspricht, zumal auch aus den ersten Kreisen der Bürgerschaft ein großer Zuspruch zu er warten ist. Auch für das auswärtige Publikum bietet sich hier die willkommene Gelegenheit, einen Ausflug an diesem Tage gleichzeitig mit dem Besuch eines gediegenen Konzerts zu verbinden. Zur Mitwirkung sind, wie schon mitgeteilt, namhafte Solokräfte für Klavier und Violine gewonnen, und daß auch der Gesangverein Sanssouci die gespannten Erwartungen der Zuhörer in befriedigender Weise rechtfertigen wird, dürften vor allem die vielen Errungenschaften desselben zur Genüge beweisen. Unter den 24 in scharfer Konkurrenz mit meist rheinischen Vereinen errungenen größtenteils ersten Preisen befinden sich 1 Kaiserpreis, mehrere Hauptehrenpresie, sowie der im internationalen Wettstreite in Köln 1900 in der ersten Klasse errungene wertvolle 3. Preis. *(Das große Los) der preußischen Klassenlotterie fiel, wie wir bereits mitteilten, auf Nr. 9421. Dasselbe kam in die Lotteriekollekte von Karl Korten in Neuß. **(Christlich=sozialer Metallarbeiterverein.) In unserer Stadt hat sich dieser Tage ein christlich=sozialer Metallarbeiterverein gegründet; unseres Wissens ist das die dritte Organisation der Metallarbeiter in Schwerte. Bisher waren hier Hirsch=Dunker und der sozialdemokratische Verband vertreten. **(Leichenfledderer.) In schlechte Hände fiel der Erdarbeiter Franz Krumschinski aus Villigst. Derselbe begab sich in Begleitung zweier ihm unbekannter Italiener auf eine Bierreise und trank sich einen ordentlichen Rausch an. Als er wieder nüchtern war, waren seine Begleiter verschwunden, mit ihnen aber auch der Geldbeutel des K. mit 50 Mark Inhalt und zwei Zehntellose der Preußischen Klassenlotterie Nr. 170 968 und 171012. **(Einen Beinbruch) zog sich auf einem hiesigen industriellen Werke ein Arbeiter dadurch zu, daß beim Drahttransport ein voll beladener Wagen umschlug und ihn traf. **(Eine sehr praktische Einrichtung,) die zur Nachahmung zu empfehlen ist, hat die Stadt München erprobt. Dort werden seitens des Magistrats Wählerkarten verschickt. Nach Fertigstellung der Wählerliste wird jedem der Eingetragenen per Postkarte davon Mitteilung gemacht und ihm zugleich das Wahllokal bezeichnet, in dem er sein Wahlrecht auszuüben hat. Wer eine solche Karte mit richtiger Bezeichnung des Vor= und Zunamens, des Standes und der Wohnung erhält, kann am 16. Juni zur Wahl gehen, während alle, die eine solche Karte nicht erhalten, unbedingt reklamieren müssen, da sie aller Wahrscheinlichkeit nach in die Wählerliste nicht oder falsch eingetragen sind. Am 12. Mai wurde in München mit dem Versand der Wählerkarten bereits begonnen. Zweifellos bedeutet das eine große Vereinfachung der Prüfung der Wählerliste und auch der Wahl selbst. ling noch ein Land der goldenen Träume war, hineintragen werden. Wie sprudelt hier alles von Lebenswahrheit und Lebensfreude! Der mannlich ernste Held und die Freunde, die Kuleur mit allen ihren Füchsen und Burschen, die holden Mägdelein und die prächtigen, ehrlichen Jenenser Philister und endlich die ganze schöne Landschaft selber an der Saale hellem Strande, das alte traute Nest, dem der Verfasser, der allem Anscheine nach hier die schönsten Jahre seiner Studienzeit verbracht hat, in die sem 1. Bande der neuen Sammlung„Vivat Academia!“ ein weithin leuchtendes Denkmal gesetzt hat.— Die Verlagshandlung hat das Werk inbezug auf Papier, Umschlag und Druck wahrhaft verschwenderisch ausgestattet. *(Ein höflicher Gast.) Eine Dame in einer englischen Garnisonstadt lud zwei Offiziere zu einer Gesellschaft ein. Es erschien von den beiden nur der eine und entschuldigte seinen Kameraden: Da sie zur selben Kompagnie gehörten, habe nur einer von ihnen des Dienstes wegen abkommen können; sie hätten daher gelost.„Und Sie haben, fragte die Dame mit dem gewinnendsten Lächeln von der Welt,„also gewonnen?“—„Nein, gnädige — verloren!“ Wetterbericht 17. Mai: Stark wolkig, teils sonnig, ziemlich kühl, strichweise Regen.„„ 18. Mai: Wolkig, vielfach Regen, kuhl, start windig, strichweise Gewitter. 19. Mai: Wolkig mit Sonnenschein, Strichregen, Gewitterneigung. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Lasset die Männer wenn sie Guch bierzu nicht Luhns Wasch=Extrakt kaufen wollen! Nichts ist praktischer, besser und billiger, als wenn man aus Luhns Wasch=Extrakt eine Abwaschlauge bereitet, welche bekanntlich sparsam, milde und ausgiebig ist, sodaß der Anstrich nicht leidet; Alles bleibt b##tonggeschont“* länger erhalten. Auch bescensgeven!nt Porzellan, Marmor, Spiegel, Kronleuchter, Nippes=Sachen, Dielen, Gesimse u. dergl. bekommen durch Luhns Wasch=Extrakt wieder ein Aussehen, wie neu. In allen besseren Geschäften zu haben; man fordere„Luhns“„mit rotem Band“ und weise Nachahmungen, die man als„gerade so gut" oder„noch besser“ anbietet, zurück! Wo nicht vorrätig, schreibe man direkt an Luhns Seifenfabrik in Barmen, dann wird Ihnen sofort die nächste Verkaufsstelle mitgetetilt. V Leidenstoffe an. Auster portofret. □ Deutschlands grösstes Speeialgeschäfte HICHELS& Cie BERLIN sw. 19 Leipzigerstrasse 48, Eeke Markgrafenstrasse. Fahrik F a Orgen Abänderungs=Kachtrag zu dem Statut der Sparkasse der Stadt Hörde vom 18. Oktober 1894 7. August 1895 7. August 1896 Verzinsung der Einlagen. S 18. Im letzten Absatz des§ 18 erhält der Schriftsatz: „Der Zinsenumlauf beginnt mit dem ersten Tage des nach der Einlage folgenden Monats“ folgende Fassung: „Der Zinsenumlauf beginnt für die Einlagen bis zum 15. des Monats am 16., für solche aus der Zeit vom 16. bis Ende des Monats am ersten Tage des auf die Einlage folgenden Monats.“ Hörde, den 16. Dezember 1902. Magistrat: gez. Evers. Vorstehender Satzungs=Nachtrag wird bestätigt. Münster den 5. März 1903. Der Oberpräsident von Westfalen. In Vertretung: gez.: v. Viebahn. I.=No. 1104, II. Vorstehender Abänderungs=Nachtrag wird hiermit gemäß§ 42 des Sparkassen=Statuts mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß die Aenderung mit dem 1. Juni dieses Jahres in Kraft tritt. oerde, den 11. Mai 1903. Der Magistrat: Evers. Büchertisch. X Vivat Academia! Romane aus dem Universitätsleben. Band 1. Du mein Jena! Roman von Paul Grabein. Verlag von Rich. Bong. Berlin W. 57. Preis broch. 2 Mk., geb. 3 Mk. Ein wirklicher Genuß diese Lektüre! Mit einem aufrichtigen Gefühl des Dankes gegen den Verfasser legt man den schönen Band nieder, nachdem man ihn mit von Seite zu Seite wachsendem Interesse in einem Zuge zu Ende gelesen. Wieder einmal ein Dichter, und diesmal ein berufener, ein echter, der in Menschenseelen zu lesen versteht, und dem das selbstgeschaute Leben zum köstlichen Springquell einer erquickenden Poesie wird. Du mein Jena! Das schöne Lied von„alter Burschenherrlichkeit“ dringt dem Leser des meisterhaftgeschriebenen Romans durch Herz und Sinn, es läßt ihn nicht, lange nicht, nachdem er zu Ende gelesen, und voll Erspannen erwartet er das Erscheinen der weiteren Bände, von denen man nach dieser ersten Probe zu schließen wohl annehmen darf, daß auch sie ihn für schöne, unvergeßliche Stunden ins goldene Land der Jugend und Fantasie, in die herrliche Zeit, da das Land der Zukunft für den JüngBekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß wir den Gerichts=Taxator Eduard Rode in Hörde zum amtlichen Auktionator für den Stadt= und Polizeibezirk Hörde auf Grund des§ 36 der Reichs=Gewerbe=Ordnung ernannt haben. Hörde, den 6. Mai 1903. Der Magistrat: Evers. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß 1. der Bergmann Karl Arens zu Aplerbeckermark für den Bezirk Aplerbeck, 2. der Milchhändler Heinrich Schlüter zu Berghofen für den Bezirk Berghofen, 3. der Barbier August Witthaus zu Schüren für den Bezirk Schüren als Trichinenbeschauer amtlich bestellt und als solche verpflichtet worden sind. Aplerbeck, den 11. Mai 1903. Die Polizeiverwaltung. Leonhard. AufAbZAhfung! Ohne Konkurrenz! 9 SSrSf I. Kampstr. 72. Dortmund I. Kampstr. 72. Scuterrain, Parterre, 1., 2., 3., 4. Etage. 1000 Anzüge sollen auf Abzänfung zu den unten angeführten Preisen verkauft werden. 1 Anzug für 24 Mk., Anzahlung 5.0 1" 28„ 1„„ 31„ 1„„ 35„ 1„„ 45„ 1„" 50 5.50 6.00 700 8.00 10.00 12.00 Burschen- und Knaben-Auzüge sowie Damen- und Mädchen-Konfektion größter Auswahl unter günstigsten Kleiderstoffe, Gardinen, Teppiche etc. SP STTT. I. Kampstr. 72. Dortmund I. Kampstr. 72. Scuterrain, Parterre, 1., 2., 3, 4. Etage. MastereinP wie unten aufgeführt, für Jedermann ohne Kaufzwang zur Besichtigung. 1 Zimmer für 98 Mk., Anzahlung„8.00 Mk. 3 300 28.00 4„ 390 38.00„ Günstigste Abzahlung nach Uebereinrunft schon wöchentlich von 1 Mark an, nur in dem ersten und größten Möbel= und Waren=Kredit=Haus CeSward, I. Hampstr. 72. Dortmund I. Hampstr. 72. Herde, Sofas, Regulateur. von 5 Mark Anzahlung an. Hederichjäter à Mk. 9.—, Heureche, à Mr. 6.— bis 9.50 fabrizieren als langjährige Spezialität Hagedorn & Sander, Oenabrück. Prospekte gratis und frei. ToKON erhielt auf der Ausstellung Düsseldorf 1902 den I. Prcis, die Goldene Medaille für hervorragende Leistungen in künstlerischer Ausführung. Ton, Spielart und Bauart seiner Hlögel und Plapinos. Sontinontat PNEUMATIC Bester und dauerhaftester Reifen für Fahrrad und Automobil. Von Zedeutung fürspansame Gitern! veur kragen am liebsten HUIB LER regulär gestrickele Kraban-Gantige Continental Caoutchouc u. Guttap. Cs. Haunover ausserdem fünf Anerkennungs-Diplome für seine ersten Mitarbeiter als höchste Auszeichnung in der Gruppe: PANOS Gestes, dollKom menstes Jabrikat. rGegenwart G für jeaer. Jahrezzeit geeignet: emstegst Peder, geltgene Fan=für Som=I Vertige. un Ruhr& Cie., Schwerte. Markt 1. Palastunie-Teichuc-strolitfrernun! An. goneraturung werden fast unsiehlber 71162 eschrte 80000 empfehle meine solid und dauerhaft gearbeiteten, Tag und Nacht Gürtelbruchbänder ohne Federn, den Extraaufertig#g##., uringzschegie bez Federbändern. sahlreiche uwertenm, hwerie Mittwoch, 20. Mai ist wieder mit Mustern anwesend in Schmen### Bntwoch, 20. Mai, 2—5 Uhr: Hotel Westfal. Hof. Bandagenfabrik L. Bogisch, Stuttgart, Ludwigstr. 75. Bruchleidende verlangt gratis und franko Broschüre über Heilung von allen Arten Unterleibsbruchen! Tausende Dankschreiben, vom Fürsten bis zum Arbeiter, liegen zu Einsicht vor. Dr. Reimanns, Valkenberg No. 442, Holland. Da Ausland, Briefe 20, Karten 10 Pfg. Porto. en gros en détail K. Maver Bettfedern, Dannen, fertige Betten. Nur gute staubfreie Gänsefedern. NB. Gründliches Reinigen gebrauchter Bettfedern schnell und billig Siölens Uniss-Kuts werden von sich korrekt Kleidenden getragen. Die besten in Qualität! Telephon 898. Die niedrigsten im Preise! Dortmund, Westenbellweg 102—104. AHRWEILERanam. S#8#5 BACHARACH·RE J. BASTAG Weinber-gocPrerggg „Selbstgezogene Ahrrot-ARheinweitie. Kräuterwein„Salus“ Nonas, vorzüglich von Geschmack, wirkt vermöge seiner Bestandteile grossartig auf die Verdauungsorgane und Blutbildung, ist sehr kräftigend und appetiterregend. Bestandteile: Tarragona-Portwein 3333.0 Weingeist 160, 0, Citronensch. 2.5, Pomoran#zensch. 2,0, Flieder 1.0, Kümmel, Anis, Wachholderb., Carduibenedictenk., RosV marin, Melissenbl.)se 6.78, AGggiagger#g. Galgantwurzel, Camillen b, C.usndg#e fermünzblätter, Canchl Jec, u, Gusurget C IAPSegen ueriis, Plasche Nr. 111. Zu haben bei Wilbelm Meppe, Medizinal-Drogerie in Schwerte Hochzeits-Einladungen liefert schnell und billig Carl Braus, Buchdruckerei, Schwerte. K 9 in größter Auswahl zu außergewöhnlich billigen den Qualitäten angemessenen Preisen von Mark 950 bis 6000. Rock-, Gehrock-Anzüge von Mark 20 bis 75. Frack-, Smoking-Anzüge von Mark 36 bis 80. Sport-, Tennis-Anzüge von Mk. 12,50 bis 42. in modernen Mustern und neuestem ganz enorm große Auswahl, von Mark 1800 bis 55“ Ulsters Havelocks Regenröcke Hosen Lodenjoppen Capes Piqué-, Fantasie-Westen von Mark 19 an. von Mark 12 an. von Mark 15 an. von Mk. 2,50 an. von Mark 3.50 an. von Mark G an. von Mark 2,25 an. Arbeitskleidung für alle Gewerbe Unsere neu eingerichtete Abteilung für Stärkste Näharbeit— reelle gute Ware— wirklich niedrige Preise. Eine Beachtung unserer Auslage„Arbeitskleidung"(Karlstraße) wird Sie überzeugen Knaben- und Kinder- Bekleidung, die wir wegen der enormen Ausdehnung, ganz separat von der Herren=Konfektion, in unsere neuen Verkaufsräume Westenhellweg 72 verlegten, bietet zur Saison eine übergrosse Auswahl in jedem gewünschten Genre, von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung. Alle Preislagen.— Jede Konkurrenz direkt schlagend. Die Verarbeitung unserer Konfektion ist die denkbar sauberste, sämtliche Mittel= und bessere Qualitäten sind auf Roßhaar verarbeitet, sodaß das schnelle Einfallen resp. Faltenwerfen der Schulter und der Vorderteile des Rockes gänzlich ausgeschlossen ist. Unsere Konfektion ist guter Maßarbeit ebenbürtig, im Preise jedoch bedeutend niedriger und darum billiger, willkommener ersatz für Maß. „Höchste Leistungsfähigkeit!“ Flacke& Bartels, Antund, Ve- fe Spezial-Geschäft ersten und allergrössten Ranges für fertige Herren- und Knaben-Bekleidung. Wer seine Hüte elegant und doch preiswert beziehen möchte, kauft sie bei D. Treu, Schwerte, Jusingstr. 4. Damenhüte, geschmackvoll, hochmodern im eignen Atelier garuiert, 1,50, 2,00, 2,50, 3,00 bis 15 Mark. Kinderhüte 25 Pfg. bis 3,00 Mark. Dur Laufhüte, Bretons, Voleros, Amazonen von 75 Pfg. an. — Chikes Aufgarnieren getragener Hüte zum Selbstkostenpreis. Modewaren und Besatzartikel in bekannt reicher Auswahl.— Stets das Neueste. Spitzenbarben von 35 Pfg. an. Spitzenkragen von 45 Pfg. an. Vorsteckschleifen von 15 Pfg. an. Knabenkäppchen, Mädchenhäubchen in Stoff, Seide, Feston, Battist von 25 Pfg. an. Knaben= u. Herren=Strohhüte von 38 Pfg. an. Handschuhe von 18 Pfg. an. Korsetts# 0,55, 0,80, 1,10, 1,20 bis 6 Mark. Korsetts, Geradehalter, Leibbinden. Die Besichtigung meiner Schaufeuster ist empfehlenswert u. lohnend. Sonntag, den 17. Mai: ve Volkseiudng Die Musik wird ausgeführt von einem Kapellmeister aus Rußland Friedrich Bährensmann in Lichtendorf. Pochh Re eie le der streiche seine Fußböden nur mit Rebuslack, feinster Bernsteinfussbodenlack mit Farbe, pr. 2 Pfd.-Büchse 1,80 M. Derselbe wird hart und trocken in einer Nacht. Zu haben bei Carl Trog, Schwerte. Sehr konsentriert, daber ausgiebig im Gebrauch ist VV.VIOY' Speu. Wengg Seis mu haben Sa. Speisen- Würze. bei #.#) Trgg Drogen, Material- und Carl TrOS, Farbwaren, Hagenerstr. Auf nach der Rettelmühle! Sonntag, den 17. Mai er.: Grosse Volksbelustigungen, bestehend in Karoussel, Schaukel, Schau= und Schießbuden. Größtes Vergnügen für Jung und Alt. Es ladet ergebenst ein L. Storck.