Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel Erscheint an „Illustrierter Tert Prats in Schgere. Atisch und detag dand 10 PfG., Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, zeile oder deren Raum 10 Pfg., al zernsprech= Anschluß Nr. 62. Amt Famültentreund. verbindliche Kratt. 36. Jahrgang. Schwerte, Donnerstag, Flottendemonstration vor Salonikr. Ssometer Politische Uebersicht. Deutschland. — In militärischen Kreisen erhält sich daß demnächst der#cal. sein 67. Lebensjahr vollendet, und der am Generaloberst Graf von Haeseler, der n 26. April sein 50jähriges Dienstjubiläum gefeiert hat, das Kommando des 16. Armeekorps, das er jetzt seit 13 Jahren mit glänzendem Erfolge geführt hat, abgeben, und daß auch der General v. Goßler aus seiner Stellung als Kriegsminister, die er seit August 1896 inne hat, zurücktreten werde. Es sind demnach in der nächsten Zeit noch weitere bedeutungsvolle Veränderungen in den mandostellen unseres Heeres zu er — Begnadigt? Nach einer wärts“ soll Prinz Prosper Arenberg, der mordung eines Eingeborenen in Su höchsten Komrwarten. Meldung des„Vorberg, der wegen Erin Sudwestafrika zum Tode verurteilt und dann zu 15 Jahren Gefängnis begnadigt war, jetzt vollständig begnadigt worden sein. Er hätte das Gefängnis bereits verlassen. Man wird annehmen dürfen, daß sich diese Meldung nicht bestätigt. — Unter der zweijährigen Dienstzeit sind, wie sich aus den Berichten der Militargefängnisse ergibt, die strafungen im Heere um über ein Drittel zurückgegangen. Die meisten Vergehen der Mannschaften kamen früher im dritten Dienstjahre vor. G — Der Erzbischof von Köln hat laut„Koln. Vzlg. ein Telegramm vom Kaiser aus Rom erhalten, das ihm mitteilt, der Papst sei einverstanden, daß der Erzbischof auf Einladung des Kaisers an der demnächstigen Einweihung des neuen Domportals in Metz teilnehmen solle. Der Erzbischof hat sogleich seinen Dank abgestattet. — Das Ermittelungsverfahren gegen den Fähnrich Hüssener ist laut Meldung aus Kiel abgeschlossen worden. H. hatte am Mittwoch die erste Unterredung mit seinem Verteidiger. Er soll durchaus nicht niedergeschlagen sein. Italien Unser Kaiser besichtigte am Vormittage des Abreisetages aus Rom die dortigen Katakomben von San Callisto und Santagnese, sowie den Platz auf dem Monte Pincio, auf dem das Goethedenkmal errichtet werden wird.— Gelegentlich der Feier auf dem Kapitol hatte der Reichskanzler Graf Bülow eine angeregte Unterhaltung mit dem französischen Botschafter Barrère, die viel beSpeckt und koumentier wochen Vt. uebenso freudig annehmen. Komme mir nur nie mit schwachherziger Verzagtheit— die könnte mir den Mut n brechen. Wie oft dachte ulla unter den Blütenbäumen des Gartens, mit dem Blick auf das Silbergeriesel der Hasel Naziki Bank KC Citadelle, den vielen Kuppeln und Moscheen einen prächtigen Anblick, ist aber im Innern sehr eng, gebaut und sehr schmutzig. Die jetzt verfallene, von al men Türken bewohnte Citadelle hat militärisch deutung. Die Stadt hat nach der Landseite zu hohe Mauern und Türme, 10 große und 26 kleine Moscheen, meh rere griechische Kirchen und Klöster, zahllose Synagogen, Hospitäler usw. Saloniki ist Sitz eines Erzbischofs# hat 150000 Einwohner, darunter mehr als vie Mifte Israeliten, welche im 16. Jahrhundert aus Spanien ausgewandert sind. Der Rest der Einwohner verteilt sich auf Griechen(25%), Türken(15%), Bulgaren, Serben und Zinzaren(je 5%). Seit der Zerstörung des Ghetto durch den großen Brand 1890 ist auch das Innere der Stadt wesentlich verschönert. Längs des Strandes zieht sich, die Villenvorstadt Kalamaria hin. Der Hafen wird von Die Dynamitattentate und Mordscenen in der türkischen Hafenstadt Saloniki, denen zahllose Menschen zum eroniott, dur Wozschfe nach der Bai von Saloniki zu Politiker auf Salomikt, be und hringen, Hoisr hesgafg uns e eern zihr belegenen Stadt und Umgebung. nebst der an chr eniglr Start und umgerl. Die Stadt Saloniki liegt im Hintergrunde des großen Meerbusens an einem der westlichen Ausläufer des Berges Chadiatsch, am Ostende der Mündungsebgreg Vardar. Die Stadt gewährt von der Se auz— = Sinnsprüche. Flinke Füße, treue Hände, Wahrer Mund und rüst'ger Fleiß: Wer die vier vereinigt fände, Bise Roman von L. Haioheim. (87. Fortsetzung.) Aber Anna! Dieses liebe, liebenst durfte er sie jetzt verlassen?„Ohne der Tilag. 80 so er. eine#re Aber konnte die völlig harmloses sein mes denken? Der Tag verging.... pfand es nicht als die kleinste Wohltat, oaß ihm diese Neuanscha... leicht gemacht. dem früheren gaben mit den Leben heller und, wie Beruf lieber als je. 9 welche Lust!. nen abscheulichen Verdacht, vergaß, daß Liebe willen den Waffenrock ausziehen mi „etwas Passendes“ fand— er lebte nur Moment. Nie hatte er strahlenoer ausgesehen, 1? Ohne Schutz— eine Beute Betrüger? Hans, sein Bruder, so niedrig denkend, rbärmlich? Und wie hatte der Mensch es angefangen, Hübe sio weit herabzusziehen kntreffen denn nicht ein eses Zusammentre, denn nihr enn ? Mußte man gleich etwas Schlimihm mit Besorgungen und er emkleinste Wohltat, oaß Onkel Heinz ungen für den geliebten Dienst so Diese Sorglosigkeit jetzt im Vergleich zu ängstlichen Rechnen, damit nur ja die AusEinnahmen stimmten, machte ihm das er sich einbildete, ihm auch seinen Alles vom besten kaufen zu können, d er sich so ausrüstete, vergaß er seier um seiner Afrika. = Aus Marokko. Nach längerer Unterbrechung sind nun auch wieder einmal Nachrichten vom marokkanischen Kriegsschauplatze eingetroffen. Sie besagen, daß der Prätendent Bu Hamara in seinem Lager bei Seluan ermordet worden sei. Sollte sich diese Nachricht bestätigen, dann wäre der Sultan Abdul Haziz aller Sorgen enthoben, da für den Augenblick wenigstens ein anderer Thronforderer nicht vorhanden ist. Lotales. Schwerte, 7. Mai. 1903. **(Der kleine braunröckige Gesell) hat sich wieder eingestellt, dem die Kinder zusingen: „Maikäfer flieg', Dein Vater ist im Krieg, Deine Mutter ist in Pommerland, Und Pommerland ist abgebrannt.“ Während ihn unsere Kleinen als Spielkameraden mit Jubel begrüßen, zieht der Gärtner bei seinem Erscheinen ein saures Gesicht, der Spatz aber, unser treuer Genosse, der uns selbst im iWnter nicht verließ, die Henne, die sich zur Osterzeit im Eierlegen hervorgetan hat, sind hocherfreut über die willkommene Abwechslung, die der sechsbeinige Gast in ihr„Menü" bringt.— Man sieht: „Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.“ **(Geflaggt) hatten gestern die öffentlichen Gebäude aus Anlaß des Geburtstages des Kronprinzen. **(Der Bund) der evangelischen Arbeitervereine für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk hält am Sonntag seinen Verbandstag in Schalke ab. Nachmittags findet eine Bundesversammlung statt, auf der u. a. sprechen werden: Pfarrer Mückeley über die Polenbewegung im rheinisch=westfälischen Industriebezirk; Redakteur Quaudel über die Jesuiten und moderne Kultur; Bundesagent Fischer über den schädlichen Einfluß des Branntweins auf das Familienleben; Rektor Hell über das deutsche Haus und die deutsche Frau; Direktor MeyerHermann über die nationale Aufgabe der evangelischen Arbeitervereine. **(Die Frühjahrskirmes) ist gestern bei herrlichem Wetter auf das schönste verlaufen und erfreute sich eines guten Besuches, sodaß auch die Aussteller auf ihre Kosten gekommen sein dürften. Abgesehen davon, daß abends auf dem Markte sich jemand über das harmlose Schlagen mit den sog. Kirmesschlägern unnütz aufregte, hat die Kirmes auch einen sehr ruhigen friedlichen Verlauf genommen; von Schlägereien ist uns nichts bekannt geworden. **(Das Programm) für das im August stattfindende 25jährige Jubelfest der Freiw. Feuerwehr umfaßt in großen Zügen folgende Punkte: Am Vorabend Fackelzug und Kommers, am Hauptfestsonntage Reveille, vormittags Versammlung sämtlicher Wehren auf demMarkte, jedenfalls Ansprache des Herrn Bürgermeisters, sodann Zug durch die Stadt, Uebung am Spritzenhaus, Mittagessen; nachmittags und abends Konzert und Ball im Festlokal„Im Reiche des Wassers". **(Die Beteiligung) am Feuerwehrverbandsfest im Juni verspricht eine sehr starke zu werden. Dieses ist daraus zu schließen, daß bis jetzt schon für über 3000 auswärtige Wehrleute das Mittagessen am Hauptfesttage bei der Bochumer Wehr angemeldet worden ist, das in verschiedenen Lokalen eingenommen wird. **(Der Arendsche Stenographen=Verein) hielt am Dienstag=Abend im Restaurant„Zur Glocke“ hierselbst eine Generalversammlung ab. Als aktives Mitglied hatte sich gemeldet Heinrich Walter, als teilnehmendes Mitglied Otto Rahlenbeck, beide wurden aufgenommen. In einer früheren Generalversammlung ist, ein Ausflug geplant worden. Es wurde beschlossen, denselben am 14. Juni dieses Jahres stattfinden zu lassen und zwar soll derselbe über Iserlohn nach Menden teilweise per Bahn, teilweise zu Fuß ausgeführt werden. Durch ein Zirkular soll das Nähere über diese Tour bekannt gegeben werden; die Vorbereitungen wurden dem Vorstand in die Hand gegeben. Ferner wurde beschlossen, einen neuen Kursus der Stenographie(Arends) zu eröffnen. Bis jetzt haben sich 7 Herren dazu angemeldet. Die Uebungsstunden sollen Donnerstags=Abends im Restaurant„Zur Glocke“ stattfinden. Zum Schluß teilte der Vorsitzende der Versammlung noch mit, daß nächsten Sonntag im Vereinsokal eine Sitzung des Vorstandes des Rheinisch=Westfä ischen Verbandes Arendscher Stenographen stattfinde, zu welcher namentlich die älteren Mitglieder eingeladen eien. *** Aplerbeck, 6. Mai. Aus der hiesigen Irrenanstalt ist seit einigen Tagen die Frau des Kreisarztes Dr. Sonntag aus Iserlohn entsprungen, welche seit einigen Monaten hier untergebracht war. Und wenn Hilde Hans ihre Begegnung mit Fritz erzählt hatte, ließ das nicht auf eine sehr große Vertrautheit schließen? „Laßt uns doch noch eine Stunde zu Renz fahren!" schlug Hans vor. Die beiden Damen willigten freudig ein und machten sich berit. Darüber ging aber auch jede Möglichkeit zu einem vertraulichen Gespräch verloren. Nun, Hans verlangte offenbar nicht danach und in Fritz mehrte sich das argwöhnische Unbehagen. Ihm war, als ob er deutlich die verräterischen Anzeichen eines Einverständnisses bemerke: als ob die zwei ihn trotzig und feindselig blickten, wenn sie sich unbeobachtete glaubten. Sobald er dann hinsah, wandten sie den Kopf ab. „Aber ich bin ja wohl von Sinnen, daß ich solche Gespensterseherei betreibe?“ fragte er sich dann wieder und war ganz wütend auf sich. Denn es fehlte ihm ja jeder positive Beweis. Später setzte sich ein Herr zu ihnen, von dem Anna schon öfter, als von einem Verehrer Hildes, gesprochen. Die beiden Damen hatten schon vor Monaten über diese glänzende Partie, die sich Hilde anscheinend bot, gescherzt und Anna sich ereifert, daß Hilde wieder einmal die Sache nicht ernsthaft nehmen wollte. Offenbar hatte sie Herrn Ristleber aber auch nicht ganz entschieden abgewiesen, denn der stattliche, etwas zur Korpulenz neigende Herr begrüßte die schöne Hilde mit so freudestrahlenden Augen, daß gar kein Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Gefühle bleiben konnte. Und Hilde empfing ihn mit dem liebenswürdigsten Lächeln, machte ihm Vorwürfe, daß er sich so lange nicht habe sehen lassen und versicherte, sie habe geglaubt, er sei ausgewandert. Die bis jetzt etwas schleppende Unterhaltung wurde plötzlich sehr blebt; Herr Ristleber, ein echtes Berliner Kind, kannte die allerneuesten Anekdoten und hatte aus allen Taschen Neuigkeiten hervorzukramen, sprach über die neuesten literarischen Erscheinungen, eine gestern stattgehabte Premiere und das Auftreten einer neuen Soubrette, mit der vollendetsten Sachkenntnis, und zwischen all diese Reden hinein fielen dann flüchtige Erwähnungen seiner ländlichen Besitzung, wie auch seines Stadthauses, das er neu dekorieren ließ, seiner Pferde usw. Das alles geschah aber ganz ohne Absichtlichkeit, immer veranlaßt durch den Lauf der Unterhaltung, sodaß Fritz der reiche Freier Hildes sehr gefiel und er Annas Wunsch begriff, Hilde möge endlich eine Entscheidung treffen. (Fortsetzung folgt.) Spaziergang über die Schwerter Fruhjahrsrirmes. Schwerte, 7. Mai. „Wohin willst du denn?“ fragte gestern morgen im nahen Ergste ein Einwohner seinen zum Ausgehen fertigen Nachbar.„Nach Schwerte zur Kirmes!" war die Antwort.„Nach Schwerte zur Kirmes?" wiederholte der erstere und sah sein Gegenüber an, als zweifle er an der richtigen Funktion seines Verstandskastens.„Mit dir ist es wohl nicht richtig, meinte er dann,„in Schwerte ist doch heute keine Kirmes, es stürmt nicht, der Wind pfeift nicht, es hagelt, schneit und regnet nicht, die Sonne scheint sogar warm und sommerlich, das ist doch kein Schwerter Kirmeswetter!“ Und dann entfernte er sich kopfschüttelnd, erst im Hause seiner Alten erzählend die unfaßbare Mär, daß Schwerter Kirmes und schönes Wetter auf ein und denselben Tag fielen. Eine Stunde später befand er sich mit seiner Eheliebsten ebenfalls auf dem Wege zur Kirmes und— o Wunder— ohne Regenschirm. Aber er zweifelt immer noch, und erst als er die erste Bude erblickte und in der Brückstraße die„berühmte deutsche“ Straßenkapelle ihn mit den schaurig getuteten Klängen des schon ziemlich alten, aber ewig schönen idealen Liedes„Komm, Karlineken, komm, wir woll'n zur Kirmes geh'n, da ist es wunderschön, begrüßte, da erst war er davon überzeugt, daß wirklich Kirmes war in Schwerte. Der Mann hatte eigentlich ganz recht mit seinen tiefsinnigen Betrachtungen, denn wann haben wir wohl einmal so gebildetesKirmeswetter gehabt, wie gerade gestern. Doch ich habe mir durch das ungewöhnlich schöne Wetter die Kirmesfreude durchaus nicht stören lassen, sondern frisch und froh genossen, was sie uns an Gutem und Gediegenem bot. Die ersten Kirmeserfahrungen sollte ich aber schon am Abend vorher machen. Komm ich da ganz ahnungslos und recht durstig in eine hiesige Wirtschaft in der Nähe des Marktes hinein, da sitzen mehrere Leute beisammen, denen man den Kirmes=Geschäftsmann schon auf eine ziemliche Entfernung ansieht, und sind ganz gewaltig am Räsonnieren und so laut und mit schnarrender Stimme, daß ich mir sofort sagte:„Die gehören zur Kategorie der billigen Jakobs!“ Wie gesagt, sie schimpften keine schlechte Handschrift,„Geschäft verderben,„Schadenersatz" und„Standpunkt klarmachen“ waren die Hauptschlagwörter, die mich indes kalt ließen, da mich ja die ganze Sache nichts anging. In diesem Augenblick kommt ein Bekannter in die Tür, ein guter Kerl, nur daß er die Menschen immer mit allen Titeln anredet, die sie schon haben oder im Laufe der nächsten Jahrzehnte noch bekommen könnten. Statt nun einfach„Tag, Wilm!“ zu sagen, tut er die geistreiche Frage: „Wie kommen Sie hierher, Herr Redakteur?" Als ob er mich schon jemals anders als auf meinen eigenen Beinen umherlaufen gesehen hätte. Ich ärgerte mich über die un logische Frage— ich ärgere mich nämlich stets über unlogische Fragen— und will ihm gerade antworten, ich ware mit einer Lokomotive hergefahren, sie stände noch draußen vor der Tür, als die vier„billigen Jaköbbe“ mich umringt haben und mit ihren angenehm klingenden Organen auf mich alle vier einschreien, wobei ich noch immer mit meinem Kopfe manöverieren muß, da der eine dieser Volksbeglücker mir durchaus mit seiner etwas lang geratenen Nase ins Gesicht stoßen will.„Ich kaufe nichts!“ schrie ich dazwischen und will mich aus diesem Belagerungszustande befreien, nützte mir aber nichts, da mich einer der Brüder am Arm packte und mir fortwährend zurief: Er dürfe soviel schreien wie er wolle, kein Mensch könne ihn daran hindern. Schließlich wurde ich kratzbürstig.„Schreien Sie soviel wie Sie wollen, meinetwegen bis die Stimmbänder platzen, fuhr ich ihn an,„aber lassen Sie mich in Ruhe!“ Schließlich drückten sie mir ein Zeitungsblatt in die Hand und ich gewann glücklich die Tür. Soviel war mir nun klar geworden aus dem Geschimpfe der guten Leute, daß sie auf mich sehr schlecht zu sprechen waren und daß ich ihnen ganz unbewußt eine große Schandtat angetan haben mußte. Ich besehe mir nun die Zeitung genauer— das Blatt war garnicht ich selber, sondern mein Kollege— und finde da eine blaugestrichene Notiz des Inhaltes, daß die lieben guten, braven wahren Jaköbbe garnicht mehr schreien dürfen, da das unlauterer Wettbewerb sei. Und diese Notiz hatte die lieben Leute in Zorn gebracht, und das mit Recht, denn die Sache stimmte nicht, sie schrieen gestern nämlich, gewiß um ihr gutes Recht zu dokumentieren, noch einmal so kräftig wie sonst. Aber daß gerade ich, der ich so unschuldig war wie nur irgends möglich, dies ausbaden mußte, das hat mich geärgert, obgleich niemand weiter Schuld daran war, wie jener überhöfliche Mann mit seiner formellen Begrüßung. Durch diesen Vorfall war ich aber kopfschen geworden und hatte mir vorgenommen, garnicht zu Kirmes zu gehen, leider hielt dieser Vorsatz aber nur so. lange, bis gegen abend ich die Scharen fröhlicher Kirmes. besucher an meinem Fenster vorüberziehen sah. Da hiel es auch mich nicht länger, ich nahm meinen Hut und Stog und ging los, um schon nach wenigen Schritten einer schwarzäugigen und im übrigen ziemlich schmierigen Ita, lienerin zum Opfer zu fallen, die mir„for enen Jroschen“ — die Dame war anscheinend aus Berlin— eine Buren. pritsche einhändigte mit der Gebrauchsanweisung„for ze schlagen de jungen Mädchens. Na, ich versuchte denn auch mein Heil und schlug auf eine ländliche Schöne recht derb ein, aber die schimpfte nicht schlecht und warf mir das Schmeichelwort:„Son' grüner Geck!“ an den Kopf ich trage nämlich keinen Schnurrbart, daher das„grüne Aussehen; d. h. ich könnte ebenso gut wie mancher andere einen Schnurrbart tragen, an mir liegt's nicht, der Platz dafür ist da, wenn er nur wachsen tun täte. Immerhin ist mir mein schnurrbartloser Zustand doch lieber als die Bartverhältnisse meines Freundes Fritz, der sich zu seinem flotten Schnäuzer bereits auf seinem edlen Schädel zwei mächtige Geheimratsecken zugelegt hat, das Zeichen einer beginnenden Glatze. Noch ein zweites Mal versuchte ich mein Kirmes=Schlaginstrument in Tätigkeit zu setzen und schlug zwischen eine Gruppe junger Mädchen, aber weh, diesmal war ich vom Regen in die Traufe gekommen. alle sechse hieben auf mich ein und in diesem Nahkampfe wurde ich gegen einen Wursthändler gedrängt, der mich unter seine Fittiche nahm. Zum Dank aß ich bei ihm zwei selbstgemachte„Rinderwürste" und als ehrlicher Mensch muß ich gestehen, daß keine Hufnägel drin waren. Auch sein Nachbar, ein„Türke, der wohl sicher die Balkanhalbinsel nie gesehen hat, hielt mich für die geeignete Persönlichkeit, ihm seinen„türkischen“ Honig, ebenso echt wie er selbst und sicher„made in Germany“ abzukaufen. Von dem Zeugs bekam ich aber tüchtige Zahnschmerzen, und um diese los zu werden, wollte ich rauchen und beging die Unvorsichtigkeit, mir auf der Kirmes selber zwei Zigarren zu kaufen; es waren aber keine Zigarren, sondern„Ziehkarren." Trotzdem ich mit Aufbietung der Kräfte beider Lungenflügel sog, kam kein Zug in das Ding; die angerauchte warf ich weg, die zweite schenkte ich einem vorübergehenden Bekannten— ich bin stets so ein Menschenfreund gewesen. Ich besuchte dann das Panorama, wo man in grausig schönen Bildern die Wegnahme der venezolanischen Flotte für wenig Geld sehen konte, leider nicht auch die später erfolgte Rückgabe derselben, obwohl das lehrreicher gewesen wäre. Dann habe ich mein halbes Vermögen auf den verschiedensten Karoussels verfahren, um zu ergründen, worin eigentlich dies„Volksvergnügen“, dem so mancher Nickel geopfert wird, besteht; ich bin aber nicht dahintergekommen, nur die eine interessante Entdeckung machte ich, daß Peter, bisher vortragender Rat im hiesigen Varieté unter die„fahrenden“ Kunstler gegangen war, und sich als wohlbestallter Karusselbesitzer produzierte, möge es ihm gut bekommen. Dann schoß ich in einigen Schießbuden auf dringendes Ersuchen der holden Schützenfeen mehrere Löcher in die Leinwand, erstens weil ich sehr kurzsichtig bin, zweitens aber auch, weil mich die hübschen Tonpfeifen wirklich leid taten. Dann drängelte ich mich zum Hippodrom durch, wo ich meinen Freund Fritz traf, der so eigentümlich selbstbewußt auftrat, daß es mich wunderte. Schließlich erfuhr ich den Grund. Er war Strohwitwer — Herr im Hause, wie er sagte— und war gleich mir auf dem Kirmesbummel begriffen. Einen Moment hatte ich ihn nun aus den Augen verloren, um ihn dann auf dem Rücken einer Rosinante ganz stolz durch die Reitbahn galoppieren zu sehen.„Wilm, mach' mir das mal nach!“ kam er nach Schluß der Tour wieder auf mich los. Ich blamiere mich nun nicht gern, wenigstens nicht gern öffentlich und sagte also:„Kleinigkeit, mein Junge, begebe mich in die Reitbahn und will mich, damit es aussehe, als sei ich ein erfahrener Reitersmann, was natürlich durchaus nicht der Fall ist, recht forsch in den Sattel schwingen; ich hatte aber nicht mit der Glätte dieser Dinger gerechnet. Der Schwung war zu groß und, indem ich links den Steigbügel verliere, reise ich rechts mit einer großen Verbeugung gegen Fritz und das umstehende Publikum wieder herunter, wofür das verehrliche Publikum trotz meiner schneidigen Verbeugung mit einem homerischen Gelächter quittierte. Na, wer Schade heißt und den Schaden hat, braucht sicher für den Spott nicht sorgen. Gleich darauf, ich wollte eben diese ungastliche Städte verlassen, begegnete mir eine mir bekannte junge Dame, die ich, eingedenk meines eigenen Unglücks, eindringlich vor den wilden Tieren in der Reitbahn warne, aber umsonst. Mein Freund Fritz behauptete stets das direkte Gegenteil und bald saß die junge Dame stolz wie eine Amazone im Sattel, natürlich hatte Fritz ihr trotz meiner heimlichen Rippenstöße mein Mißgeschick mit dem Gaul erzählt, und sie war grausam genug, teilnahmsvoll zu fragen, ob ich mich nicht dabei verletzt habe. Aber mir sollte eine gewaltige Genugtuung werden. Während die junge Dame sich beim langsamen Angehen der Pferde noch kokett im Sattel wiegte, griff sie, als die Gangart in Trab überging, mit beiden Händen in den Sattel und schrie, schrie, daß es nur so durch das Zelt gellte. Jetzt hielt Fritz es für geraten, sich zu drücken, denn er hatte der unglücklichen Reiterin am meisten zu dem Wagnis geraten, und ich drückte mich, um die kühne Amazone nicht durch mein schaden frohes Gesicht zu kränken, mit ihm. Und da ist mir denn der ungeheuerliche Fall vor dem Karussel passiert, daß mir ein großes Stück Honigkuchen— fünf Groschen hatte es gekostet— aus der Ueberrocktasche gestohlen wurde. Nun, hoffentlich war das Zeugs genießbar, sodaß der Dieb sich nicht den Magen verdorben hat und nachher mit Schadenersatzansprüchen kommt. Wir besuchten dann noch einige Lokale, in denen die„weltberühmtesten,„nie dagewesensten,„unübertroffensten“ Künstler und Künstlerinnen ihre Kinkerlitzchen vormachten. Die„Künstler" lasse ich mir allenfalls noch gefallen, aber die„innen“, brrr! Was ihnen an Stimme mangelte, suchten sie durch noch größeren Mangel an Kleidung zu ersetzen. Aber was wollen Sie? O'est la guerre!— dafür ist Kirmes! W. Sch. 3c. Reseskealcien de leiche die Kechehe ace Keaslsechen eie Aalschalsch an es chlälchescesehe Die Einstellung von Richtorgansierten st auch in einer Marken ins Ehesach, An dem„Scheftsteller schlenen sch durch desen Ver2 in dershre. Mitarbeiterschaft an. Eine andere weinte nat, piszlschläge ertlären, Hie schon viele Oofer gefordert haben nächsten Tagen Arbeiter von auspräts einterfen, für müisse dach bertich len, heu der sietze Gate verzaobft. se Dabei wpird das betreffende Aeisen erschlagen, ohne de auf, daß der elektrische Strom den Drahtzaun übergesprungen wäre und rmittelung die Tiere getroffen hätte. Diesich jedoch die Tatsache entgegen, daß vies. Man Blitzrückhaben. De and asde dansden ditene dae de Slialk dasche Igeagunte Schtendge aisehen durchaichel lich hier dasselbe Ende nimmt, wie in Lüdenscheid, früher alle meinten, ihr Ziel auf dem„nicht mehr oder später folgen. Augenblicklich ist wohl schon bei vie= chen Wege“ zu erreichen. Man sieht: der len der Wille zur Wiederaufnahme der Arbeit da, aber es entwickelt sich. hlt zenüber dem Tarrarismus der Ausständigen die seht gegenuger dem Terrorismus der Ausständigen die Entschlußfähigkeit, der Mut. Weiter schreibt der Kreisanz.: Das Schicksal der fernerhin ausständig bleibenden Arbeiter haben sich diese selbst zuzuschreiben. Die Organisierten werden ja noch ein= oder zweimal die StreikDie neue Wahlzelle. Bekanntlich umgibt das Gesetz zur Sicherung des Wahlgeheimnisses die Wahlhandlung, speziell die Abgabe Stimmzettel mit sehr sorgfältigen Kautelen, um so unmöglich zu machen. ien ist nun die Er7VI ehr ungewöhnli= dem Augenblick, wo der Blitz niederfährt, seiner Ladung Heiratsmarkt so plötzlich beraubt wird, daß der Tod eintritt. Einige wollen die Erklärung in einem starken Induktionsstrom finden. Uebrigens wurden nach Abhäutung jener 28 Opfer unter ihrer Haut zahlreiche Streifen von dunkler Färbung gefunden als einzige Spuren der eigentlichen Ursache dieser elektrischen Massenhinrichtung. Die Webt-1 Zelle Juni aber wird es mit diesen Streikunterstützungen wahrscheinlich zu Ende sein. Haben die Arbeiter ihr Wahlrecht am 16. Juni ausgeübt, ist auch die Stichwahl vorbei, dann heißt es:„Nun seht zu, wo ihr unterkommt!“ * Soest, 5. Mai. Im Juli 1896 verlor der hiesige Bürger S. beim Bestellen seines Feldes vor dem Nöttentore den Trauring. Alles Suchen danach war vergebens, und hatte sich S. schon in seinen Verlust gefunden. Gestern beim Behacken des Ackers sah er etwas Glänzendes auf der Schaufel, und was war es? Der vor Jahren in das Erdreich gefallene Trauring. Die Freude über den wiedergefundenen Ring war um so größer, als S. in diesem Jahre die silberne Hochzeit feiern wird. * Bruch, 6. Mai.(Glückliche Gewinner.) Daß 13 keine Unglückszahl ist, beweist, daß 13 auf Zeche „König Ludwig" beschäftigte Maschinisten, Schichtmeister usw., die zusammen ein Viertellos der Preußischen spielten, mit 25 000 Mark Gewinn von Miß Fortuna beglückt wurden, denn ihre Nummer kam mit 100000 Mark heraus. Wenngleich auf jeden nur etwa 1600 Mark entfallen, kann man sich doch ihre Freude vorstellen. * Witten, 6. Mai. Ein Prozeß gegen die Eisenbahnverwaltung, welcher nunmehr entschieden ist, führte der frühere Eisenbahnschaffner A. Utermann hier. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Auf dem Bahnhof Langendreer erlitt U. einen Unfall. Als er ein Koupee verließ, in welchem er die Fahrkarten revidiert hatte, wurde er von einem an dem Wagen befindlichen Haken erfaßt und ihm auf dem Rücken die Kleidung zerrissen. Seit jener Zeit verspürt M. innere Schmerzen, da er aber keine äußeren findung einer besonderen, transportablen„Wahlzelle“, sel Verletzungen erlitten, wurde er als Simulant betrachtet. für welche die Hamburger Firma(Wilhelm Jentzen), ng darauf= beim deutschen Patentamt Musterschutz angemeldet hat. bei 3409. Eigener Depeschendienst „Schwerter Zeitung.“ Hd Rom, 7. Mai. Kaiser Wilhelm ist gestern gemeinsam mit den Grafen Bülow und Waldersee abgereist und zwar vorläufig nach Donaueschingen. Im Laufe des Abends reisten auch die beiden kaiserlichen Prinzen nach Berlin ab. Die dem Kaiser zujubelnde Menge war weit größer als bei der Ankunft. Auf besonderen Wunsch des Kaisers fand keine Spalierbildung durch die Truppen statt. Nur mit großer Mühe bahnten sich die kaiserlichen Wagen einen Weg durch die die Wagen umdrängende, immer wieder in begeisterte Jubelrufe ausbrechende Menge. Auf dem Bahnhofe fiel die herzliche Weise auf, in der sich beide Monarchen von einander verabschiedeten. Eine unvorbereitete große Huldigung wurde dem Kaiser noch auf dem Bahnhofe zuteil. 1000 gerade angekommene deutsche Rompilger stimmten entblößten Hauptes machtvoll das „Heil Dir im Siegerkranz“ an und brachen in stürmische, nicht endenwollende Hurrarufe aus, als sich der kaiserliche Sonderzug 5,45 Uhr in Bewegung setzte. Hd Berlin, 7. Mai. Nach einer Meldung aus Hannover bezeichnet die dortige Gefängnisverwaltung die Nachricht, daß der wegen Ermordung eines Eingeborenen in Südwestafrika zum Tode verurteilten und dann zu 15 Jahren Gefängnis begnadigten Prinzen Prosper Arenberg nunmehr vollständig begnadigt und aus dem Gefängnis entlassen worden sei, als unrichtig. Der Prinz habe das Gefängnis bis jetzt nicht verlassen. Hd Wien, 7. Mai. Der Korrespondent der„N. Fr. Pr.“ in Ueskueb wurde von Hilmi Pascha ermächtigt, alle Gerüchte über Massakres in Saloniki durch folgende Angaben zu dementieren: Seit dem 29. April bis heute hatten die Attentäter 34 Tote und 16 Verwundete, die Muselmanen 5 Tote. Heute herrscht völlige Ruhe. Hd Konstantinopel, 7. Mai. Die Stadt wurde zur Ueberwachung in vier militärische Zonen unter era wird von * Essen, 6. Mai.(Eineunmenschliche verübten im benachbarten Bergeborbeck mehrere kinder im Alter von etwa 12 Jahren, invem sie einen heint. zen unter Vergi Die neu erfundene„Wahlzelle“ ist ein Isolierraum, darauf verstorben. kinder im Alter von etwa 12 Jahren, indem sie einen] Die neu ersunvtur Z zwpeskentsprechender gedacht wersechsjährigen Knaben, mit dem sie in Streit geraten wa= wie er nicht einfacher und zweaentsprruurgt. gedacht wer= Wetterbericht. zur Erde warfen und ihn durch Fußtritte derart ver= den kann, nimmt nur zwei Quadratmerer Grungfläiche in 8. Mai: Wenig verändert, meist sonnig, strichweise Reten, daß der Mibhandelte heute starb, wie rohen[Anspruch, kann in jedenz, Pahllokal direkt am Fehegse„ genfälle, windig. Schwüler, Regenfälle, strichweise Gewitter, windig. Wetterbericht. lesten, daß der Mißhandelte„heute storb,„De„rohen Anspruch, kann in jedern kbhung nach Gebrauch in Kinder versuchten auch, ihr Opfer in einen Teich zu wer= standstisch leicht aufgestellt fen, wurden hieran jedoch rechtzeitig gehindert. Minuten zerlegt werden, um bei den nächsten Wahlen 9. Mai: Vom Heiratsmarkte. Ein Mitarbeiter erzählt der„Deutschen Tagesztg.“ folgendes: Einer, der lediglich Studien machen, nicht etwa, da er seit einem Jahrzehnt selbst Familienvater ist, auf Abenteuer ausgehen wollte, gab vor einiger Zeit in einem Berliner Lokalblatte folgendes Inserat auf: „Schriftsteller möchte Lehrerin, Buchhalterin, Geschäftsfrau heiraten.“ Die eigentümliche, das heißt so beabsichwoselbst ihm vom zweiten Wahlvorsteher bospirb. Vezm man sich Hreit an aahzns Seizenfabrik in Barmen, dann wird vert abgenomgen zund in die Wahlugge gelegt,. uvv,. 2oeu. Zhnen sofort die nächte Verkaufstelle, mitgeteilt. In den besseren Verlassen der Wahlzelle durch die Ausgangstur öffnet Heschäften ist Luhns Salm=Terp.=Kernseife überall zu haben.— sich selbsttätig die Eingangstür und zeigt dem folgenden Staatsmedaille für hervorragende Leistungen; Goldene Medaille der Wähler an, daß die Wahlzelle zu seiner Verfügung steht. Düsseldorfer Ausstellung als höchste Auszeichnung für die Branche. Vermischtes. *(Ein lustiges Mißverständnis) wird der„Schlesischen Zeitung“ aus einer Breslauer Privatschule berichkiote Fast... Se Soezits hälte stos beibe.) müssen. Stunde, in der kein Wort deutsch gesprochen werden Lote wagung des Insergzs gätte, stutzig machen gzusen, Harf:„Die Lehrerin machte immer Line Kiue mit mir, Trotzdem gingen innerhalb der ersten drei Tage 86 post.) vch ich mußte Zebra sagen.“ Die Lehrerin hatte nämlich lagernde Antworten ein, darunter nicht weniger, als 87 der Klasse beibringen wollen, was der Arm auf franzövon jugendlichen und späten„Mädchen, die sich als Lehre= se hit und, da sie das Wort„Arm“ nicht geprauchen rinnen, Gouvernanten, Geseuschafter guf gen ferftegigfie sollte, die Zeichensprache angewendet, die Kleine also wievar indes am Brgktpant, V hier gesgngeßeslers S5 er brissit auf den Arm getiprt und dagu gesagt:„Gest le Angebote mit Frauensleuten zu tun hatte, die ofenbar). f(28 auf einen Schlag.) Als das tapfere Schneidgr, Herieben, um Fhre ger. v Mannerfang llein„sieben auf einen Schlag“ OHgagehpintriäghig mehr seiboren berteten, von Bachsch bis zur Gjährgen Witve, Ort im Stat Illnos 28 Stcgaugsiachz släsge Saker die„sich noch zu jung fühlt, um gauf die Freuden dieses Rindpseh. durch einen einzigzese Wirkung nur durch einen kurzen Lebens schon zu verzichten.“ Vermögen, obwohlsdings konnte auch der Blitz brese gen„Di, Fiere hatten es ja garnicht verlangt war, führten fast alle Bewerberin=eigentümlichen Zufall zuwege bring=zemitter gegen die nen um die Haube ins Gefecht. Erfahrungsgemäß ist sich nämlich in der Furcht vor dem Gewitter gegen die Todes-Anzeige. Heute Mitternacht 1 Uhr verschied sanft nach kurzem, aber schwerem Leiden meine liebe, unvergessliche Braut, unsere gute Tochter und Schwester Paulate Fries im blühenden Alter von 17 Jahren 8 Monaten und 4 Tagen. Dieses zeigen tiefbetrübt an mit der Bitte um stille Teilnahme Karl Ettling nebst Familie und Familie te Fries. Schwerte, Menden, Langendreer, den 6. Mai 1903. Die Beerdigung dudet am Samstag, den 9. Mai, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Kirchhof 10, aus statt. 8 * Sturkaf,! Der Amter Gardz, dene:y) Jahres=Aöschluß für 1902. Bekanntmachung. Zur Vornahme der diesjährigen Ruhruferschau ist Termin auf Dienstag, den 12. Mai er., vormittags 9½ Uhr an der Kreisgrenze bei Westhofen beginnend und bei dem Wellenbad in Geisecke endend, anberaumt. Zu dieser Schau werden die Uferbesitzer des diesseitigen Bezirks mit dem Bemerken eingeladen, daß Anträge und Beschwerden in dem Termin vorgebracht werden können. An diesem Tage ist die Wässerung drahtzäune, Hecken u. s. wo. müssen Ausgeliehene Kapitalien Ende 1901 mission ungehindert am Ufer ent: Im Jahre 1902 sind ausgeliehen lang geben kann. Mai 1908. Jahre 1902 sind Röhemann Bekanntmachung. Die Gewerbesteuer=Rollen der Gemeinden des Amts Westhofen für das Veranlagungsjahr 1903 liegen vom 5. d. M. ab während einer Woche im hiesigen Amtsbureau zur Einsicht für die Steuerpflichtigen des Veranlagungsbezirks offen. Westhofen, den 4. Mai 1903. Der Amtmann: Graf Haslingen. Autiva. Mk. 3 495 362,83 462 811.— Mi 3 958 173,83 127025.75 Sa. der ausgeliehenen Kapitalien Mk. 3831 148,08 „ 2 659,57 9 335,17 Sa. der Aktiva Ende 1902 Passiva. Einlagen Ende 1901 Zugang im Jahre 1902 Abgang im Jahre 1902 3843142/82 3 502 265,95 1097909.05 Mit heutigem Tage nahmen wir den Betrieb E unserer am hiesigen Platze, Südwall 13, errichteten # Metall= u. Glockengießerei, Dreherei S u. Maschinenreparaturwerkstätte E auf und halten uns in allen diese Branche bes rührenden Artikeln bestens empfohlen mit der ZuS sicherung streng reeller und prompter Ausführung a bei billigster Berechnung. Metallfacouguß in bewährten Legierungen S als Phosphorbronze, Rotguß, Messing etc. nach S3 Modell oder Zeichnung in sauberer, dichter Ausführung. la. Weißguß. Dreharbeiten in Eisen, Stahl, Bronze etc. Reparaturen an Dampfmaschinen, Motoren, landwirdschaftl. Maschinen werden exakt und prompt ausgeführt. S Lieferung von Armaturen für Dampf., Wasseru. Gasleitung. Bronzegießerei f. Tura-u Lignalgloken. Schwerte, den 1. Mai 1903. Gebr. Munte, Südwall 13. Mir. 4 600 175,— 757032,18 Sa. der Passiva Ende 1902 OSESESESE SESSSESEG Betrag des Reservefonds Ende 1901............ Die glückliche Geburt f Betrag des Reservefonds Ende 1902........„ n eines gesunden strammen f] Sämtliche Einlagen werden mit 3¾ Prozent verzinst. 5 Mädchens„ Vorstehendes wird hierdurch gemäß§ 11 des Statuts der Sparkasse zeigen hocherkreut allen lichen Kenntnis gebracht. Freunden und Bekannten G„ Mk. 3843 142,82 „ 123884,09 „ 151 143,90 zur öffentR an 50 IR Paul Schennert u. Frau, s Alwine geb. Fischer. 1 Gera R. i L., p Grosse Kirchgasse deeeememeen Warop, den 4. Mai 1903. Die Hparkassen=Verwaltung. de Großen 0 o. K., pr. Pfd. 18 Pfg., großen Seelachs, o. K., pr. Pfd. 15 Pfg., großen Helg. Schellsisch, o. K., pr. Pfd. 30 Pfg., Ruhrfisch pr. Pfd. 25—35 Pfg., Rotzungen pr. Pfd. 30 Pfg., Maisisch pr. Pfd. 50 Pfg. Spargel: Schwetzinger pr. Pfd. 75 Pfg., Braunschweiger pr. Pfd. 70 Pfg., dünnen Spargel pr. Pfd. 50 Pfg. sowie frische Gemüsen. Salat billigst empfiehlt Aug. Haape, Schwerte, Poststraße 2. Preisabschlag. bei Abnahme von 50 Pfd. Julius Werner, Neumünster. Ein Schuhmachergeselle sofort gesucht. C. W. Böhmer, Markt 6. Ein kräftiger Laufbursche sofort gesucht. C. W. Böhmer, Markt 6. (Meldungen Nachmittags 4—8 Uhr) Als Kleidermacherin el ecck! Unerreicht gross ist meine Auswahl. Unvergleichlich billig sind meine Preise bei nur besten Qualitäten. Sis Vösten-Eilatttswuron sind die billigsten. Beachten Sie beim Einkauf von Porzellan nur die Qualität. Neuwerth's Emaille, Glas und Porzellan ist bekannt durch gute Qualität. Grösste Auswahl an Fesigeschenken. Brautleute erhalten bei grösserem Einkauf die billigsten Vorzugspreise. 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Alle Länder durcheiltes wich der elektrische Funke als de Erfinder der Grolichtchen Heublumenseife für setne- aufsehenergegende Erfindungseitens der ösferreichischen Megierung mit einen kaiserlichen#nd könig. lichen Pdvilegium ausgezeichnet wurde und auch mit#cht; denn Grolich's Heublugetnseife dient infolge OShaltes n heilsamen Wiesenblugen und Waldkräutern in erster Reih Dur Hautpflege, indem sie#“ geradezu augenscheinlicher Mirkung einen flekkenlosen, rei### u. sammtweichen Teint erztalt ünd denselben bei ständigen Gebrauch vor Fältchen und Runzeln sch#tzt.— Das Haar. mit Geplich's Meublumenseife gewagißen, wir# üppig, schön und####sl.— Die ähne täglich mit##rolich's Hehblumenseife gefeinigt bleiben krün#ig und weiss Elfenbein. Grelich's HenAmenseife kostet 50 2g. Bessere rogenhandlungen und Apotheken alten dieselbe auf Leger. VerNangen Sie aber ausdrückfel: Grolich's Heublumenseife ans Brunn, denn es bestehen Nachahmangen. In Schwerte käuflich bei: E. Klein, Drogerie, Carl Trog., Drogesie, L. Strack, Friseur, Wilh. Wirt#. mann, Friseur. Taschenfahrpläne, gültig ab 1. Mai 1903, per Stück vur 30 Pfg, empfiehlt Carl Praus. Gemäß§ 1 Abs. 2 der Regierungs=Polizei=Verordnung vom 25. November 1897(A. Bl S. 708) ist seitens des Herrn Regierungs=Präsidenten eine Ruhrschau für die Ruhrstrecke im Kreise Hörde auf Dienstag, den 12. Mai 1903, vormittags 9½ Uhr beginnend an der Kreisgrenze Hagen—Hörde bei der Funkenburg und endend bei dem Wellenbad in Geisecke, festgesetzt. Dieses bringe ich hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß der Schaukommission der freie Zutritt zu den Ufergrundstücken zusteht und Zäune, Hecken, und Gräben so eingerichtet sein müssen, daß die Kommission ungehindert am Ruhrufer entlang gehen kann. Die Wiesenwässerung hat an genanntem Tage Die Uferbesitzer sind berechtigt, bei der Schau Anträge und Beschwerden anzubringen. Westhofen, den 2. Mai 1903. Die Polizei-Verwaltung. Graf Haslingen. Wohnung pr 1= Angesz. und ein Zimmer, möbliert od. unmöbliert, per sofort zu vermieten. I. Speckebruch 11. Wohnung von 3 Zimmern in ordentlichem Hause zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle d. Ztg. Verrauf in Ergste. Die Neuhaus'sche bestehend aus circa 8 Morgen Garten, hof etc. mit aufstehenden Gebäuden soll am Sonnabend, den 9. Mai, nachm. 4 Uhr, im Lokale des Herrn Kappenstein in Ergste meistbietend zum Verkaufe ausgesetzt werden. Bei annehmbarem Gebot wird der Zuschlag sofort erteilt. Hohenschwert, Schwerte. Zwei kleine Wohnungen von je 3 Zimmern(Preis 150.K pro anno) au ruhige, kleine Familie sofort zu vermieten. Aug. Haape. Rechnungs=Formulare zu haben bei Carl Braus. Ein fast neuer Jahr im Gebrauch gewesen, steht zum billigen Preise zum Verkauf. Bohlgarten). Lotterle zu Gunsten des Genesungsheims in Volmarstein(Kuhr). Ziehung: 6. Juni 1903. Lose à 50 Pfg. empfiehlt Carl Praus, Buchdruckerei. Portemonnaies zu haben bei Cark Praus. Ziehung 19. Mai apferser Loose: 1A 11 Loose 10 MA. Porto u. Liste 20 Gewinne können nach Ziehung treihändig oder auf Auction gut verwerthet werden gegen Baar-Geld. 4114 Gewinno 1330ss davon 110 Reit- und Wagenpferde mit 7 Equipagen: A MSos 4000 Silbergewinne mit M Zzes und 10 elegante Fahrräder 1800 M Loose versendet der General-Debit: Lud. Müller& Co. Berlin, Artestr. 5.(Güickapüller handels-Nachrichten. Neuß, 6. Mai. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 49,50, Rüböl per 100 #g faßweiße(ohne Faß) 51,00 Mk zereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. zöher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 89, in kleineren Partieen 93 Mk. Kleie 5,20 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,30, Eier per Schock(60 Stück) 4,20 Mk. Weizen neuer I. 16,80, do. II. 15,90, III. 14,60. Roggen, neuer I. 14,20. I11.2,90, III. 00,00, Hafer I. 18,10. II. 12,10, Raps I. 00,00, II. 00,00 Mk., alles die 100 kg. Köln, 6. Mai. Fruchtmarkt. Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer 13,50—00,00, Heu 6,20—7,60. Maschinenstroh(Roggen=) 2,90, Richtstroh(Flegeldrusch) 3,10, Krummstroh 2,80 Mk. die 100 kg. Veranmwertlie für ben redationeben Tei Wilh. Schade, für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte,— Druck und Verlag von Carl Braus in Saus. Vereinen empfehlen und Klubs“ Preise und Unser reichhaltiges Lager in den„#. einschlägigen Waren ermöglicht stets,#in den Einkauf an einer Stelle vor= M###att zinehmen. Vereinen Warenhaus Dortmund, A. Eick& Comp. Aa Pu.36-38, beim Bezirks Zommanbe.