auug und derlag dan Sart Kraus in Schmerte. ertionsgebühr für bolg1g pzggen, die seopzigrgestame geil, Anschluß Nr. 63. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierun, durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung verbimdliche Krat. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel 42 Pfg Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erschein jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Fomiltientreund! 103. Kaiser Wilhelm in Nom. Die Romfahrt unseres Kaisers hat sich leider nicht ns clatt volhogen, Messen nördlich von Cipitaverta, der Kistenlinie Livorno=Rom, ie gentaunft in Rom emiter goben der belgnschlag vorliege. Diese Sorge riger Landregen,###., Bingen der mancherlei Schaber-Aaupd„ielt. Lur hagten der meicher Cuez Cornelo Tarquinia unterspült und die Unterbrechung der Fahrt erforderlich gemacht. Die Ankunft in Rom erlitt jedenfalls eine Verzogerdie von den Harrenden, die trotz des strömenden ReDekorationen vom Besuche König Eduards her unverniser zuvorzukommen, um von den diesem zugedachten önige von Ensland und dem deutschen Kaiser ist onige vonl Englank un eem erist, aiser ist ja das Heutsche Boschafter Graf Monts und der eschen Eapfange eingefunden. Am gestrigen Sonnnd von dort die Fahrt zum Papste, für welche Wagen lt worden waren, angetreten werden. Für den Sonn tag abend ist die große Festtafel angesetzt gewesen, bei welcher die offiziellen Trinksprüche gehalten werden. Montag vormittag sollte die große Heerschau und am des Regenwetters war der große Exerzierplatz jedoch derund die Truppenrei 88 Zusammenschluß der evang. Landeskirchen. Zu dem angeregten Zusammenschluß der schen Landeskirchen veröffentlicht die„Allg. Kirchenztg. eine Bekanntmachung der ewürdigt. Dann heißt es o weiter, enschluß bekannt geworden ist, gehofft werden darf, daß das Bekenntnis und die Selbständigkei so liegen doch unseres Erachtens Gefahren vor, die diese die wir gewissgerhorger ui6 Suthh, dob demng, grhält. Geschicht dies aber, so ausschlaggebende Stelid der Oberkirchentat in. rischen Kirchenregimente die dringgage gie v bscheden eogngelischlutherschen Kirche in Bekenntnis, Kultus und Verfassung unbedingt gewährleistet werde. Politische Uebersicht. Deutschland. Sinouzuinihte,ordanieriseh an.(Es wpird betont, spricht, die wirschaftlichen den Wossers sich auzugeu, zminister hat nach der Got de vren sund Hochschulen auf eine Schrift daß hier die gelumndbeitichen Vochte=Iaise geschildert werden. Zufoige der Maiseier, die in diesem Jahre trotz des günstigen Wetters hinter denen der Vorjahre zu36. Jahrgang. rückgeblieben, ist es zu größeren Konflikten zwischen Unternehmern und Arbeitern nicht gekommen. Die Gesamtzahl der in Berlin und Vororten Ausgesperrten wird auf etwa 900 beziffert, eine verhältnismaßig recht gering Zahl. Aehnlich ist das Verhältnis in den städten der Provinz gewesen. In den westlichen Teilen des Reichs hat man von einer Maifeier in diesem Jahre überhaupt fast so wenig wie garnichts vemerkt. Schweiz. = Neubewaffnung der Artillerie. Der Bundesrat beantragt bei der Bundesversammlung die Neubewaf nung der Artillerie mit dem von der Expertenkommission vorgeschlagenen 75 Zentimeter=Rohrrücklauf=Geschütz der Firma Krupp=Essen. Die Munitionswagen usw. souen in der Schweiz hergestellt werden. Die bisherigen 56 Batterien zu 6 Geschützen werden ersetzt durch 74 Batterien zu 4 Geschützen. Dafür wird die Munitionsdotgtign, für suche mit Feldhaubitzen und=Gebirgsgeschützen sind noch 700000 Franks aus dem Fonds für den Erlös aus dem Verkauf alter Waffen gedeckt werden können, während 21 Millionen aus der am 26. März beschlossenen dreiprozentigen Anleihe zu decken sind. Frankreich. = König Eduard in Paris. Aus den Pariser Berichten über den Besuch Eduards VII. ist zu ersehen, daß die Gesundheit des Königs noch immer keine gefestigte ist. “ kann der König Treppen überhaupt nicht steigen; um zur Loge in der Comedie Francaise zu gelangen, bediente er sich eines Fahrstuhls. Der Heerschau in Vincennes wohnte der König selbstverständlich im Wagen bei, da er seit seiner Erkrankung unmittelbar vor der Krönungsfeier ein Pferd nicht mehr zu besteigen vermag. Da augi sident Loubet kein Reitersmann ist und selbst der########## minister André infolge seines hohen Alters den gepolsterten Wagensitz dem unsicheren Sattel vorzieht, so, waren men einig. Balkan. = Die Vorgänge in Saloniki. Man meldet aus Sofia: Die Sprengung der Ottomanbank in Saloniki gechah durch 50 Kilo Dynamit. Der Sprengstoff war vom scheint, in den Keller des Bankgebäudes gebracht worden. schlechte Pflasterung erklärt wurde. Die übriEine Geldheirat. Roman von L. Haidheim. (34. Fortsetzung.) gen, Dir Deinen Weg von Schragert und Comp. ded besteh perdent wir Glaichens Dir dankbar sein, ürde ich an Deiner Stelle davon aber schweigen, bis eine Taten selber reden.“ zumer tiefer el unnüitz, andernteie gpgzwag, Armbänder, Schlei—, der Liebenden g, acherlich e ihr, und wvor sedes Frandschaft anhhrte. Ebensg i Sritz beziest, mein einl und wenn Ihr kein Geld habt, so it. gg unr Liebe wenigstens Ersatz,“ plauderte sie; oder:„ irgendwo eine gute Stelle zu vergeben ist, nur zu wünten sich weder Fritz noch Ulla ihrer treuherzigen SchwesterAm Abend war das Brautpaar zum erstenmal allein. Uind da versuchte Ulla noch einmol Prlicht, vorgehalten: Ihnen und wird Sie wit der Logk auf sehr perstimmten Haushern durch sogewesen sein, wenn sie eher, als festgefetg Hpjachz fie alig, weniger hart und streng erscheinen ließ, Sie schrieben dann noch gemeinsam an Ullas Vater id Fritz' Eltern. Daß weder Burghausen noch die letzirgend einen Weg zeigen zu können, kunft passend zu gestalten boffte. Hofnungen— ei recht klar, wie wenig Berechtigung ihre Liebe in den A „Vir haben keine Entschuldigung für uns, als die Aber dergleichen anerkennen und zugestehen zu müsderungen, die das Leben stellt, nicht deckt— ist immer Der Geheime Kommerzienrat war ganz empört über dieEr seinerseits verweigerte jede Unterstützung und arte, zu stolz sein, seine Protektion anzunehmen,„Der wunden habe, den allerdings fatalen, aber einzig möglichen Schritt tun werde, Ulla freizugeben, gten greund, be, Scheiy, Tchrager und Conp. dem auen gut über mit seinem„Unsinn“ über die Berechtigung der beiden, ihrer Liebe zu folgen, nicht aufhören wollte, sagte Wolzin sogar verletzende Worte über die Lebenserfahrungen, die Heinrich selber an sich gemacht. Aber wurde der Millionär endlich ganz wild, schlug auf den heingten! Der Vater weiß es und nun ha, heitaten! Der Enler i2u.g es und nun hast Du zu wählen, ob Du mir beistehen willst oder dem jungen Fant 18 gen Explosionen in Saloniki waren durch mit Eisen= und den Baracken bei ihren Landsleuten und leben von den Kupferstücken gefüllte Dynamitbomben verursacht wor= Brosamen, die diese übrig lassen. Frägt ein Unternehmer den Hier nimmt mandie Saloniker Ereignisse mit sehr! aber, ob sie Arbeit nehmen wollen, dann wird ihm zugeruven. Hier ninmt mandie Saloniker Sreignisse mit sehe gemischten Gefuhlen auf. Das Publikum beginnt an ernste Ereignisse in Mazedonien zu glauben, die politischen Kreise, selbst oppositionelle, zeigen peinliche Stimmung; man fürchtet schlimmes für die Mazedonier und neue Beschuldigungen Bulgariens. Eisenbahnunglück in Berlin. Am Samstag früh hat sich in dem Bahnhofe Friedrichsstraße in Berlin ein größeres Eisenbahn=Unglück zugetragen. Berichten dortiger Blätter über die Katastrophe sei entnommen: Der Fernzug Insterburg=Charlottenburg hielt in der Halle des Bahnhofs Friedrich= straße. Während die Fahngäste die Wagen verließen, kam vom Alexanderplatz her der Vorortzug StrausbergPotsdam auf demselben Gleise gefahren, da bis zum Neubau des Schlesischen Bahnhofs, der jetzt im Gange ist, die Vorortzüge der Ost= und Schlesischen Bahn innerhalb der Stadt die Ferngleise benutzen müssen. Der Lokomotivführer des Vorortzuges beachtete das Haltsignal am Bahnhof Friedrichstraße nicht und so erfolgte mit großer Wucht der Zusammenstoß. Die Lokomotive bohrte sich unter furchtbarem Krachen in den Schlußwagen der 4. Klasse ein. Dieser hob sich an dem vorletzten Wagen 3. Klasse hoch und drückte die Stirnwand desselben völlig nach innen. Die Seitenwände des letzten Abteils dieses Wagens wurden zertrümmert und ebenso die Plattform und die Stirnwand des Schlußwagens eingedrückt. Glasund Holzsplitter, Teile, von Trittbrettern, Eisenstücke und glühende Kohlen flogen unter einem Dampfstrom aus dem Bahnsteig umher. In das Getöse mischte sich das Hilfegeschrei der Fahrgäste. Zwischen den Trümmern der beiden letzten Wagen lag ein Toter, der 17jährige Artist Mühlfleith aus Klagenfurt in Oesterreich. Funf Verwundete wurden durch die Fenster des letzten Wagens herausgeholt. Schwer verletzt war der Schauspieler Bracht aus Düsseldorf; er wurde mit einer Tragbahre nach der kgl. Klinik gebracht. Die vier anderen konnten, nachdem sie verbunden waren, die Reise fortsetzen. Etwa zehn Reisende waren mit ganz leichten Beschädigungen davongekommen. Der Unfall hatte eine bedeutende Störung zur Folge. Lokales. Schwerte, 4. Mai. 1903. **(Militäranwärterstellen) im Bezirk des 7. Armeekorps. Aplerbeck, Polizeiverwaltung, Polizeikommissar. — Duisburg, Oberbürgermeisteramt, Schuldiener.— Elberfeld, Polizeiverwaltung, mehrere Polizeisergeanten (für Tages= und Nachtdienst).— Friemersheim, Bürgermeisteramt, Bürgermeistereisekretär.— Gerresheim, Amtsgericht, Kanlzeigehilfe.— Hagen, Gerichtsgefängnis Hagen, Gefangenaufseher.— Hamm, Oberlandesgericht, 2 Kanzleigehilfen.— Haspe, Polizeiverwaltung, Polizeisergeant.— Iserlohn, Magistrat, Schutzmann.— Ohligs, Polizeiverwaltung, Polizeisergeant.— Provinzialheil= und Pflegeanstalt Grafenberg bei Düsseldorf, rheinische Provinzialverwaltung, Gärtner.— Solingen, Schlachthofverwaltung, Hallenmeister.— Velbert, Polizeiverwaltung, städtischer Nachtschutzmann.— Wesel, Polizeiverwaltung, Nachtschutzmann. **(Typhus?) Eng zusammengepfercht in einer Holzbaracke hausen mehrere fremde Arbeiter, welche am Bahnhofsumbau beschäftigt sind. Die Frau eines dieser Arbeiter wurde vor mehreren Wochen entbunden und hat wohl in dieser Zeit nicht die erforderliche Pflege gehabt, denn sie kränkelt fortgesetzt und hat keine Aussicht auf Besserung. Man zog einen Arzt hinzu, derselbe sprach den Verdacht aus, daß die Frau an Typhus leide. Daraufhin hat die Polizei die Frau sofort ins Krankenhaus bringen und die Räume gründlich desinfizieren lassen. Hoffentlich bewahrheitet sich die Diagnose„Typhus“ nicht. ***(Lästige Auslunder) treiben sich seit einer Woche am hiesigen Bahnhofsumbau umher, kampieren nachts in Schragert und Comp. mußte sich auf den nächsten Stuhl setzen, so zitterten ihm die Beine vor Schreck über diese Neuigkeit. „Aber warum hast Du denn den Mund nicht längst aufgetan?“ fragte er fassungslos. „Weil ich damals, als das Unglück geschah, sofort sah, daß das Mädchen den jungen hübschen Burschen gern hatte und weil ich dachte, sie mir mit Abwarten und klugem Schweigen noch retten zu können,“ sagte Wolzin, der jetzt ganz blaß geworden war. „O Gott! Nun habe ich die Karre ganz verfahren! Ich alter Esel! Und ich meinte es so gut!“ „Das wird niemand bezweifeln! Du hast jetzt nur zu überlegen, was für die beiden gut ist! Vielleicht lachst Du im Innern über mich alten Knaben! Ich muß es mir gefallen lassen. Schlimmeres konntest Du mir wirklich nicht antun, als was Du heute angerichtet hast!“ „Wolzin! Mein alter, mein bester Freund! Das ist ja eine verzweifelte Situation! Dir in einer Sache entgegenzutreten, die Dich so nahe— widersprich mir nicht! Ich sehe es Dir an! Zum Kuckuck, so zeige mir doch einen Ausweg! Ich habe dem Fritz meine Hilfe versprochen—“ „Bin neugierig, in welches Elend der sich hineinstürzen wird! Und ist ein halbes Jahr vorüber, so ist sein Rausch verflogen, die nackte Wirklichkeit grinst ihn an und im geheimsten Herzen treibt ihn dann nicht mehr die allmächtige Liebe, sondern das Pflichtbewußtsein! Dann ist die miserable Situation fertig für beide, denn ihr geht es ebenso. Nein, mein guter Heinz, als Geschäftsmann kleine dille Schrägert und Comp. fühlle! Als er ging, rief ihm Wolzin noch nach:„Wenn Du noch etwas gut machen kannst, es ist nur durch konsequentes Verzögern!“ zuschtg imntenmags tersanhmer gei. Onkel Heinz verwunschte unterwegs kausenomal seinen Vorwis!„„„ L1., P., Trit hemeifen B. „Die beste Dankbarteit, die Du Fritz beweisen konntest, war energischer Widerspruch!“ hatte Wolzin gesagt. (Fortsetzung folgt.) 1. G. Langen's„S „Königskind“, 3. v. dymHeiH. Fork's„Quistude". 3. Hauptm. Meinecke's fen:„Nix Arbeit, nein, nix Arbeit!“. Ausweisung wäre hier am Platze. **(Ein neuer Briefkasten.) An dem Hause des Schmiedemeisters Julius Duhme, Hagenerstraße 56, ist seitens der hiesigen Postdirektion ein neuer Briefkasten angebracht worden. **(Der Kirmestrubel) hat gestern bereits begonnen, indem das Hippodrom auf dem Wilhelmsplatze schon im Betriebe war. Die übrigen„Institute für Volksvergnügungen“, die dort aufgebaut waren, machten jedoch noch keinen Lärm, da sie ihre Pforten nicht öffnen durften. Die Nacht zum Montag brachte auch schon als Kirmesvorboten eine blutige Schlägerei, die erst durch das Einschreiten zweier Polizeisergeanten ein Ende fand. **(Dortmunder Rennen.) Das gestrige Rennen an der Buschmühle nahm bei günstiger Witterung ohne jeglichen Unfall folgenden Verlauf: 1. Zucht=Flach=Rennen: 1. A. Niehus„Facon", 2. A. Westhoffs„Birkhahn", 3. Frhr. Bl. von Romberg's „Pluddenstaken“.„„ 2. Hunter=Flach=Rennen: 1. Lnt. Panse's„Sokrates“, 2. A. v. Heimendahl's„San Remo“, 3. H. Mitscher's „Michelangelo". 3. Westf. Jagd=Rennen: 1. A. v. Heimendahl's„Assuré“, 2. H. Nordmann's„Lord Bruce", 3. W. Blanchard's„Sternblume". 4. Emscher Jagd=Rennen: metrie“, 2. Frhr. v. Romberg's mendahl's„Le Victorieur". 5. Reinoldus Jagd=Rennen: 1. 2. O. Feldhege's„Wintry Wind", „Vintage". 6. Steinbruch=Jagd=Rennen: 1. Frz. Mörth's„Currant“, 2. Hauptm. Meincke's(43. Artl.)„Hydra", 3. Ltn. v. Benningsen's(7. Hus.)„Berlitt". 7. Schluß=Jagd=Rennen: 1. J. Arlt's„Adda“, 2. Frhr. von Romberg's„Souverain", 3. A. v. Heimendahl's„Amalfi“. Hohensyburg, 4. Mai. Das herrliche Frühlingswetter, welches uns der gestrige erste Maisonntag beschert hatte, hatte für unsere Höhe den Besuch einer zahlreichen fröhlich gestimmten Menschenmenge im Gefolge. Hoffentlich war dieser erste schöne Maientag der Vorbote eines warmen Sonnenscheinwetters überhaupt. ** Höchsten, 3. Mai. Der hiesige Krieger= und Landwehr=Verein wurde im Jahre 1873 gegründet. Er gedenkt aus Anlaß seines 30jährigen Bestehens ein größeres Fest am 16. August zu feiern und dazu sämtliche Vereine des Kreiskriegerverbandes einzuladen. Das Jubiläumsfest soll in einem großen Zelte stattfinden, welches Herr Emde auf einer Weide hierselbst errichten wird. Die Festmusik wird von einer Militärkapelle ausgeführt werden. Der Verein wird keine Kosten scheuen, um den Festteilnehmern frohe Stunden zu bereiten. Und da die hiesige Ortschaft ziemlich in der Mitte des Kreises liegt und vielen durch ihre schöne Lage längst bekannt ist, so gibt sich der Verein der Hoffnung hin, daß das Fest sehr zahlreich besucht wird. Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 2. Mai.(Von der Aussperrung.) In der gestern nachmittag im Restaurant Plugge abgehaltenen Versammlung des Arbeitgeber=Verbandes wurde, nach dem„Kreisanzeiger“, einstimmig beschlossen, die Arbeit in den Mitglieder=Betrieben am Mittwoch, den 6. Mai, mit Arbeitswilligen, die einer Organisation nicht angehören, oder aus ihr ausgetreten sind, wieder aufzunehmen. Anmeldungen sollen von ihren früheren Arbeitgebern bis Dienstag, den 5. Mai, mittags, mündlich oder schriftlich entgegengenommen werden, ohne Vermittlung der Arbeitsnachweisstelle. Ueber die Einstellung von organisierten Arbeitern wird von den Fabrikanten erst dann ein Beschluß gefaßt werden, wenn die Firma Schäfermeyer& Hens von den Organisationen nicht mehr behindert wird, ihren vollen Betrieb wieder aufzunehmen. — In derselben Versammlung wurde noch mitgeteilt, daß die Arbeiter der Firma Gebr. Bremer an den Arbeitersekretär Limbertz ein Schreiben gerichtet hätten, worin sie erklärten, insgesamt aus der Organisation austreten zu wollen, falls die auf seine Veranlassung ausständig gewordenen Schleifer die Arbeit nicht wieder aufnehmen würden.— Eine weitere Verstärkung der Gendarmerie man spricht von 15 Mann— ist für nächste Woche in Aussicht genommen. Wie die„Köln. Ztg.“ aus Berlin berichtet, erlassen die verschiedensten Organisationen jetzt einen Aufruf, schnell Gelder zu sammeln, weil die Niederlage der Arbeiter in Iserlohn von schlimmster Bedeutung für die Metallarbeiter in Rheinland=Westfalen sein würde, ein Sieg aber die dauernde Eroberung Süd=Westfalens für die modernen Organisationen bedeuten würde. * Witten, 1. Mai.(Erdsenkung.) Die schädlichen Wirkungen des Bergbaues der Zeche„FranziskaTiefbau", welche halb Witten unterminiert hat, treten immer deutlicher zu Tage. Risse an Häusern und Erdsenkungen usw. sind fast taglich zu konstatieren. In der Breitestraße fand gestern auch wieder eine Erdsenkung statt, wodurch plötzlich ein etwa ein Meter tiefes Loch entstand. Zum Glück ging es hierbei ohne erhebliche Unfälle ab, u. a. geriet auch ein Pferd in die entstandene„Untiefe“, doch konnte dasselbe mit heiler Haut wieder herausgeholt werden. * Altena, 1. Mai. In die Lotteriekollekte des Herrn taugst Du mehr als die meisten— aber als Ehestifter—“ Wie bitter das alles klang und wie gedemütigt sich der Bremer ist der ansehnliche Gewinn von 100000 Mark geine dicke Schragert und Comp fühlte! lfallen. Hoffentlich kommt das Geld in die rechten Hände. fauen. Wossentlich tomm. Lus Eeld m Ai richten Gande. * Essen, 1. Mai. Den Gipfel der Reklame hat wohl ein hiesiges Warenhaus erreicht, welches folgendes auffällige Inserat erläßt:„Für heute und folgende Tage engagierte ich die Original=Kölner=Hänneschen=Gesellschaft, welche in meinem Warenhause täglich Gratisvorstellungen für meine Kundschaft geben wird. Die erste Vorstellung findet Donnerstag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, statt und ferner stündlich eine Vorstellung. Die Gratis=Billets, giltig zum Besuch einer Vorstellung, werden meiner Kundschaft an den Kassen verabfolgt. Warenhaus M. 9 Nathan.“ Mehr kann man nicht verlangen! * Solingen, 2. Mai. Der in der gestrigen Schöffen, gerichtssitzung zu Ordnungsstrafen verurteilte amerika, nische Konsul Langer hat sich, wie schon erwähnt, telegra, phisch an den amerikanischen Botschafter in Berlin wandt, von dort aber die Antwort erhalten, daß ihm nicht geholfen werden könne. Er solle sich an den Landgerichts, prasidenten in Elberfeld wenden und um Erlaß der Stra, fe bitten. Konsul Langer wurde hierauf personlich bein Landgerichtspräsidenten vorstellig, erreichte aber zu seinen Gunsten nichts. * Köln, 1. Mai. An einer schwer beladenen Karre stürzte heute vormittag das Pferd. Bei den Bemühungen. dasselbe wieder aufzubringen, erhielt ein Arbeiter einen solch wuchtigen Hufschlag gegen den Leib, daß er kurz darauf starb. Ein anderer Arbeiter erlitt einen komplizierten Knochenbruch. * Bonn, 3. Mai.(Eineseltene Ueberrennung) trug sich kürzlich abends im Kottenforst zu. Ein Radfahrer fuhr ahnungslos gegen Meckenheim zu, als plötzlich aus dem dicken Forste drei kapitale Hirsche in kühnem Sprunge über den Chausseegraben setzten und den Radfahrer samt seinem Vehikel zu Boden schleuderten. Der Radler wußte nicht, wie ihm geschah. Als er sich von der Erde erhoben hatte und nach den Uebeltätern Umschau hielt, waren diese bereits längst außer Schußweite. Wohl oder übel mußte er zu Fuß nach Meckenheim wandern und sein unfahrbar gewordenes Stahlroß neben sich herschieben. Der Radfahrer selbst erhielt von einem der Hirsche einen kräftigen Schlag in die Seite. In ein Irrenhaus verschleppt. Eine seltsame Geschichte berichtet der Pariser Korrespondent eines Londoner Blattes: Wie leicht es für einen gesunden Menschen ist, ins Irrenhaus zu kommen, und wie schwer wieder herauszukommen, zeigt der Fall von Mr. Clement Bertio Marriott, der früher dem Pariser Stabe einer Londoner Zeitung angehörte und während des deutsch=französischen Krieges und der Kommune Spezialkorrespondent einer Provinzzeitung war. Mr. Mariott erklärte, daß er am 10. November von einem ihm unbekannten Mediziner besucht und darauf die Treppe hinuntergelockt, von zwei starken Männern in einen geschlossenen Wagen gestoßen und trotz seines Schreiens und Sträubens durch die überfüllten Straßen von Paris nach dem Charenton=Irrenhause gefahren wurde, wo man ihn mit einer Anzahl rasender Irren in einen Raum sperrte. Er bat um Schreibmaterialien und schrieb zwei Briefe, einen an seinen Anwalt und den zweiten an den britischen Gesandten Sir Edmund Monson. Nach einer Nacht schrecklicher Angst wurde Marriot am nächsten Morgen vom Arzt untersucht, der ihm sagte, der ärztliche Bericht, auf den hin er eingeliefert worden war, erklärte sein Leiden für„Eifersuchtsdelirium“(delire de jalousie), augenscheinlich infolge von Trunkenheit. Der Patient behauptet dagegen, er hätte selten etwas stärkeres als verdünnten Wein getrunken und wäre in seinem Leben nie berauscht gewesen. Dr. Christian, der Arzt des Irrenhauses, bescheinigte auch einige Tage später, daß es für Mr. Marriotts Zurückhaltung im Institut keinen Grund gäbe; aber trotzdem wurde der Engländer erst nach 57tägiger Haft mi Irrenhause durch die vereinten Bemühungen der britischen Gesandtschaft und des Konsulats befreit. Er war sehr schwach und krank und sah um 5 Jahre älter aus. Er klagt jetzt auf 40000 Mark Schadenersatz gegen die Leute, die für seine Einsperrung verantwortlich sind. Der Korrespondent hat Marriotts Angaben geprüft und bezeugt ihre Richtigkeit. Das Opfer dieses seltsamen und unangenehmen Abenteuers erklärt, daß er es seiner Nationalität verdankt, wenn er jetzt ein freier Mann ist; denn sobald die britische Gesandtschaft von seiner Einkerkerung hörte, wurde die Sache von dem Generalkonsul und dem Vizekonsul untersucht und seine Befreiuung bewirkt. Neueste Nachrichten. § Berlin, 3. Mai. Nach einer Wiener Depesche wird der„N. Fr. Pr.“ zufolge in den nächsten Tagen eine Flottendemonstration vor Saloniki stattfinden. Außer Italien und Oesterreich werden auch andere Mächte Kriegsschiffe dahin entsenden. Die Schiffe haben aber nicht die Aufgabe, auf Durchführung der Reformen oder Herstellung der Ordnung einzuwirken, doch erhofft man von ihnen einen Eindruck auf die Bevölkerung, damit sie sich der Durchführung der Reformen nicht widersetzt. § Halle, 3. Mai. Aus der Saale wurden bei Woepkes Mühle zwei mit Stricken aneinander gebundene Leichen gezogen. Die Toten, ein etwa 40jähriger Mann und ein ungefähr 10jähriges Mädchen, trugen elegante Kleidung. Ferner wurden heute bei Brachwitz eine ungefähr 30jährige Frau und ein etwa 9jähriges Mädchen gelandet, die gleichfalls mit Stricken aneinander gebunden waren. Man glaubt, daß die Ertrunkenen die Mitglieder einer Leipziger Familie Mummert sind, welche seit drei Wochen vermißt wurde. § Saarbrücken, 3. Mai. Die letzte Nacht in St. Johann ist ruhig verlaufen, doch bleibt das 80 Mann starte Gendarmerie=Aufgebot bis Montag abend hier. Aus Berlin ist die telegraphische Nachricht eingetroffen, daß im Auftrage des Ministers des Innern der Geh.Ober=Regier= ungsrat Taubach am Montag hier eintreffen wird, um die Angelegenheit der Polizeistunde des Schankwirtgewerbes zu regeln. Der während des ganzen Krawalles auf Urlaub befindliche Polizeidirektor, Landrat von Fiedler, ist noch nicht einegtroffen. § Frankfurt a. M., 3. Mai. In der vergangenen Nacht wurde hier in dem Hotel Bristol der Sohn des Stettiner Polizeipräsidenten von Puttkamer wegen Zechprellerei verhaftet. Der junge Mann war vor einiger Zeit seinen Eltern durchgebrannt; auf seine Ermittelung hatten seine Angehörigen eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt. § Paris, 3. Mai. Wie die Blätter melden, wurde gestern abend, kurz vor dem Eintreffen König Eduards in der Comédie francaise eine dort anwesende Dame, eine be kannte Schönheit, welche zu dem damaligen Prinzen von Wales seinerzeit in Beziehungen gestanden hatte, ersucht, das Theater zu verlassen, da ihre Anwesenheit nicht erwünscht sei. Gegen Mitternacht, als König Eduard das Theater verließ, um nach der englischen Botschaft zu fahren, wurden auf der Straße einige Pfiffe hörbar. § Paris, 3. Mai. Die Kapuziner in Millan, welche sich in ihrem Kloster verbarrikadiert hatten, wurden gestern gewaltsam ausgewiesen. Infolgedessen entstand vor dem Kloster ein großer Tumult, wobei mehrere sonen verhaftet wurden. § Konstantinopel, 3. Mai. Nach den auf der Pforte eingegangenen Nachrichten herrscht unter der muselmanischen Bevölkerung in den verschiedenen europäischen Provinzen der Türkei infolge der Vorgänge in Saloniki eine äußerst erregte Stimmung, die möglicherweise in eine allgemeine Bewegung gegen alle Christen ausartet. Kaiser Wilhelm in Rom. Hd Berlin, 4. Mai. Nach Meldungen aus Rom gestaltete sich der Empfang des Kaisers und der kaiserlichen Prinzen zu einer großartigen Kundgebung nicht nur für die Persönlichkeit der hohen Gäste, sondern auch für ganz Deutschland. Die Begrüßung durch den König im Bahnhof war äußerst herzlich. Bei der Bewillkommnung durch den Magistrat auf der Piazza della Terme riefen die freundliche Aufmerksamkeit, das Mienenspiel und die lebhaften Handbewegungen des Kaisers ebenso lebhaften Beifall der Menge hervor, wie zuvor beim Erscheinen auf dem Bahnhofsplatze. Der Jubel setzte sich fort bis vor das Quirinal, wo eine gewaltige Menge händeklatschend und hochrufend sich versammelte. Der Himmel begann sich aufzuklären, als die Wagen in den Quirinal einfuhren. Prizrend wurden von Albanesen geplündert. Das türkische Militär verhielt sich hierbei vollkommen passiv. Hd Newyork, 4. Mai. Der Vulkan Santa Maria in Guatemala ist seit dem 17. April in Tätigkeit. Hd Cleveland, 4. Mai. In einer Munitionsfabrik entstand eine Explosion, wodurch 30 Wohnhäuser zerstört wurden. Nicht ein einziges Haus im Umkreise von einer halben Meile blieb unbeschädigt. Mehrere Personen wurden getötet und über 50 verletzt. Wetterbericht. 5. Mai: Meist bedeckt, Regenfälle mit Gewitter, kühl. 6. Mai: Teils heiter mit Wolkenzug, strichweise Regen, wärmer, windig. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Censiten, mit denen solche Vereinbarungen getroffen worden sind, werden für die Dauer dieser Vereinbarung zu der besonderen Gewerbesteuer nicht veranlagt. Wellinghofen, Hacheney, den 7. Februar 1903. Der Amtmann: Der Gemeindevorsteher: Hartung. Lueg. Zu vorstehender Steuerordnung erteilen wir in Gemäßheit des§ 77 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 unsere Genehmigung. Hörde, den 13. Februar 1903. Der Kreisausschuß des Kreises Hörde: (L. S.) von Starck. Zu der vorstehend ausgesprochenen Genehmigung erteile ich meine Zustimmung. Arnsberg, den 27. März 1903. Der Regierungspräsident: In Vertretung: Müller. Eigener Drahtbericht der„Schwerter Zeitung". Hd Berlin, 4. Mai. Nach einer römischen Depesche wohnte Kaiser Wilhelm gestern vormittag dem Gottesdienste in der Kapelle der preußischen Gesandtschaft beim Quirinal bei. Eine zahlreiche Menge hatte seit dem frühen Morgen Kopf an Kopf die Straßen umsäumt und bereitete dem Kaiser, als er sich zu dem um 12½ Uhr stattfindenden Frühstück in die preußische Gesandtschaft beim Vankan begab, begeisterte Ovationen. Bei dem Frühstück saßen zu beiden Seiten neben dem Kaiser die Kardinäle Rampolla, Agliardi und Gotti. Der Kaiser berührte in der Unterhaltung, an der sich die drei genannten Prälaten lebhaft beteiligten, das Thema der Bibelstudien und brachte später einen Trinkspruch auf den Reichskanzler Graf Bülow, der gestern seinen Geburtstag feierte, aus, den Graf Bülow mit einem Trinkspruch auf den Kaiser erwiderte. Um 3 Uhr fuhr der Kaiser unter begeisterten Ovationen der hinter einem doppelten Truppenspalier stehenden Menschenmassen nach dem Vatikan; unterwegs brachten ihm die in Rom anwesenden und am vom Papste empfangenen Kölner Pilger Huldigungen dar. Der Besuch des Kaisers im Vatikan dauerte über eine Stunde, von welcher Zeit allein eine halbe Stunde auf das Gespräch zwischen Kaiser und Papst entfiel. Beim Verlassen des Vatikans wiederholten sich die stürmischen Ovationen des Volkes. Der Besuch des Kaisers glich im Gegensatz zu dem König Eduards einem wahren Triumph= zuge, der Kaiser wurde im Vatikan nicht wie ein protestantischer Herrscher, sondern wie ein katholischer Imperator empfangen. Der Papst ging dem Kaiser über die Schwelle seines Gemaches entgegen und drückte ihm in herzbewegenden Worten seine Freude aus dafür, daß er ihn nunmehr zum dritten Male sehe. Der Kaiser war über den Empfang seitens des greisen Oberhauptes der römischkatholischen Kirche so bewegt, daß er nicht gleich Worte fand, um die Begrüßung des Papstes, der immer noch seine Hände hielt und sie garnicht loslassen wollte, zu erwidern. Das Gespräch zwischen Kaiser und Papst berührte auch die Bibel=Babel=Frage. Der Papst erkundigte sich ferner nach den deutschen Missionen in China, denen der Kaiser seinen weitgehendsten kaiserlichen Schutz gtoche. Es scheint fast als wenn jede tüchtige Hausfrau scheint fust, Luhns Salm.=Terp.=Kernseife gebraucht, aber es giebt immer noch einige, welche da meinen, daß scheinbar billigere Nachahmungen gerade so gut wären. mäßigere Qualität, wie„Luhns“, giebt es nicht.— Der Name „Luhns“ ist eine Garantie für den Käufer! Wenn man Ihnen Anderes als besser" oder als„gerade so gut“ aufschwätzen will, wende man sich direkt an Luhns Seifenfabrik in Barmen, dann wied Ihnen sofort die nächste Verkaustelle mitgeteilt. Gewerbesteuer=Ordnung der Gemeinde Auf Grund des Beschlusses der Gemeindevertretung Hacheney vom heutigen Tage wird gemäß der§§ 23, 29, 31 und 32 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893(Gesetz=Sammlung Seite 152) vorbehaltlich der vorgeschriebenen Genehmigung für die Gemeinde Hacheney folgende Gewerbesteuerordnung erlassen. § 1. In der genannten Gemeinde wird von denjenigen gewerbesteuerpflichtigen Betrieben, welche mehr als sechzig Arbeiter beschäftigen, statt des Zuschlages zur staatlich veranlagten Gewerbesteuer mit der im§ 3 näher bezeichneten Einschränkung eine besondere Gewerbesteuer erhoben. § 2. Diese besondere Gemeindegewerbesteuer beträgt bei einer Belastung der Grund= und Gebäudesteuer und der Vorstehende Gewerbesteuerordnung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Wellinghofen, den 26. April 1903. Der Amtmann: Hartung. Bekanntmachung. und bei dem Herrn Gemeinde=Vorsteher von Lilien offen. Einwendungen gegen die Richtigkeit der Listen können während dieser Zeit sowohl bei dem Herrn GemeindeVorsteher in Opherdicke als auch bei dem Unterzeichneten schriftlich angebracht werden. Aplerbeck, den 29. April 1903. Der Amtmann: Leonhard. Bekanntmachung. Die festgesetzten Gemeindesteuerlisten des Amtes Wellinghofen für diejenigen Eingesessenen, deren Veranlagung mit Jahreseinkommen von nicht mehr als 900 Mk. zu fingierten Normalsteuersätzen behufs Heranzieh: ung zur Kommunalsteuer erfolgt ist, liegen vom 1. M d. Is. ab vierzehn Tage lang in dem hiesigen Amtsbureau für die übrigen gewerbestenerpflichtigen Vetriebe statich öfengsegen ie Veranlagung steht den Steuerpflichtigen eshogten, Ceuehbehtene nzH he ucb ftigs erithere. Hinten einer von Ablaur obger Auslegungsfeist, an. u Vorsitzenden der Veranlagungskommission für den Kreis Hörde anzubringende Berufung zu. Wellinghofen, den 28. April 1903. Der Amtmann. J. 98 V. Der I. Amtsbeigeordnete: Lueg. Eigener Depeschendienst Hd Berlin, 3. Mai. Dem„Lok.=Anz.“ zufolge sind hier in vorgerückter Nachmittagsstunde amtliche Nachrichten aus Saloniki eingetroffen über ein fürchterliches Blutbad, das die türkische Bevölkerung unter den mit Dynamit betroffenen Ruhestörern angerichtet hat.— Nach einer Budapester Depesche des„Berl. Tagebl.“ soll Saloniki an 40 Stellen brennen und der deutsche Konsul und dessen Dragoman schwer verwundet worden sein. Hd Breslau, 4. Mai. Der kommandierende General des 6. Armeekorps, Erbprinz von Sachsen=Meiningen, hat seinen Abschied eingereicht und verlegt seinen Wohnsitz nach Schloß Liebenstein. Hd Wien, 4. Mai. Die Meldung, daß die Eisenpreise ab 1. Mai erhöht wurden, werden von kompetenter Seite als jeder Begründung entbehrend bezeichnet. Hd Belgrad, 4. Mai. Einer Depesche zufolge waren die bulgarischen Bombenwerfer in Saloniki teilweise als Frauen und Mönche verkleidet. Von Deutschen wurden der Kaufmann Trompler und Ingenieur Philips verwundet. Während die Bomben geworfen wurden, zerstörten die Attentäter die Verbindungen mit der Gasfabrik, sodaß in der Stadt Finsternis herrschte. In verschiedenen Ortschaften werden neue albanesische Exzesse befürchtet. Läden wurden gestern gesperrt. Auch gestern wurden mehrere Bombenwerfer in Saloniki verhaftet; von den Schuldigen begingen einige Selbstmord. Hd Belgrad, 4. Mai. Nach aus Ueskueb hier eingetroffenen Meldungen soll Schensi Pascha von Albanesen gefangen worden sein. Hd Sofia, 4. Mai. Hauptmann Protogerow wurde verwundet, seine Bande vollständig aufgerieben. Hd Saloniki, 4. Mai. Mehrere serbische Dörfer bei chend der prozentualen Steigerung der Zuschläge der staatlich veranlagten Realsteuern in der Weise, daß die besondere Gemeindegewerbesteuer von 8,00 Mk. für den Kopf des Arbeiters einer Belastung der Grund= und Gebäudesteuer und staatlich veranlagten Gewerbesteuer der übrigen gewerbesteuerpflichtigen Betriebe mit einem Gemeindezuschlage von einhundertfünfzig Prozent gleich gerechnet wird. Arbeiter im Sinne dieser Steuerordnung sind die im § 1 des Gewerbeunfallversicherungsgesetzes vom 30. Juni 1900 erwähnten Personen und alle Büreaubeamten, deren Jahresverdienst 2000 Mk. nicht übersteigt. Für die Berechnung gilt diejenige Arbeiterzahl, welche für jeden Betrieb von der zuständigen Berufsgenossenschaft als durchschnittliche Arbeiterzahl für das der Veranlagung vorausgegangene Kalenderjahr ermittelt ist. Dieser Zahl ist die Durchschnittszahl der im Absatz 2 erwähnten Bureaubeamten zuzusetzen, soweit diese in den Unfall=Lohnnachweisungen nicht schon aufgeführt sind. § 3. Die Umlegung der besonderen Gewerbesteuer findet nur statt, wenn ohne diese Umlegung zur Deckung des Steuer=Bedarfs der Gemeinde Hacheney mindestens 100 Prozent Zuschläge zur Einkommensteuer und 150 Prozent der staatlich veranlagten Realsteuern erforderlich sein würden. § 4. Erstreckt sich ein nach dieser Steuerordnung steuerpflichtiger Gewerbebetrieb über mehrere Gemeinden, so ist bei der Veranlagung in der Gemeinde Hacheney die Kopfzahl der in derselben beschäftigten Arbeiter zu Grunde zu legen(§ 322 des Kommunal=Abgabengesetzes). § 5. Die Veranlagung zu der besonderen Gemeindegewerbesteuer erfolgt durch den Gemeindevorstand(Steuerausschuß) § 6. Die Steuerpflichtigen sind auf Erfordern zur Auskunfterteilung über die Besteuerungsmerkmale, insbesondere über die Kopfzahl der in dem betreffenden Betriebe beschäftigten Arbeiter bei Vermeidung der in§§ 79 und 82 des Kommunalabgabengesetzes angedrohten Strafen und Rechtsfolgen verpflichtet. e der Boh, u de 4e us gabansbhenge gese uSaund soen, dod Virzgegesene lche rerezder heike absengen will, hat„estig gägang vorher die Erlaubnis der Ortspo Mit Geldstrafe bis zu 50 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen wird bestraft, wer bei Waldbränden von der Polizeibehörde aufeeforbert, beinglägteite gerügen konnte. d streng zu achten tungen zur Anzeige zu bringen. Sesthsdten denr 1. Biedi 888.. Heumallg Die Graf Haslingen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode und der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich hiermit Allen meinen herzlichen Dank. Schwerte, 4. Mai 1903. Fr. Frank. Verreist bis 22. Mai 1903 Dr. Weber prakt. Arzt und Nervenarzt Dortmund, Pictoriastraße 34. s Gegen die Veranlagung stehen den Steuerpflichtigen gemäß§§ 69 ff des Kommunalabgabengesetzes und Artikel 452 der dazu erlassenen Ausführungsanweisung des binnen vier Wochen nach Zustellung der Benachrichtigung über die erfolgte Veranlagung bei dem Gemeindevorstande einzulegende Rechtsmittel des Einspruchs und die im Gesetze näher geordneten weiteren Rechtsmittel zu. S9"„p. 15 Die Veranlagung erfolgt zum ersten Maie für das Steuerjahr 1903. § 9. Die vorstehende Steuer gelangt nicht zur Hebung, wenn die Zuschläge zur staatlich veranlagten Gewerbesteuer eine höhere Steuer ergeben würden. S 10.„ Wo in der vorstehenden Steuer=Oronung von Arbeitern die Rede ist, sind auch Arbeiterinnen darunter verstanden. 11. Die Vereinbarung fester jährlicher Steuerbeträge nach Maßgabe des§ 43 des Kommunalabgabengesetzes ist zulässig. Bekanntmachung. Die Gewerbesteuerrolle der Stadt Schwerte für 1903 liegt vom 7. Mai d. Is. ab eine Woche lang im hiesigen Stadthause(im Steuerbureau) zur Einsicht für die Steuerpflichtigen des Veranlagungsbezirkes Schwerte, 29. April 1903 Der Magistrat. Citronen-, Pimbeerund Johannisbeersgrug empfiehlt Carl Trog, Drogerie. feine Qualität, per Pfd. 50 Carl Trog. Respektabler Vertreter gesucht von leistungsfähigster Firma der Fleischwarenbrauche. Offerten mit Ref. von nachweisb. gut eingef. Vertretungen sub H. M. 4721 befördert Rudeif Eine Wohnung von 3 Zimmern nebst Keller und Bodenraum per 1. Aug. zu vermieten. L. Boshammer, Nordstr. 6. Ungeori in serligen guten Betten! Vollständiges 1½ schläsiges Ober= oder Unterbett mit 7 Pfund gereinigten Federn gefüllt Me. *„„„„ 1 6„„„„ 1 5. 5 0. ** 1 0: H a l b d a n n e n„„ 1 7. 5 0. Pfühl#0 3½„ Federn„„„ 4.00 Kissen mit 2s, und 3 Pfund gereinigten Federn gefüllt Me. 2,50, 3.00 und 4.00. Fertige 2 schläsige Strohsäcke Mk. 1.50 und Mr. 1.00. 3.— Betten in jedem Preise, S Auf Wunsch werden die Betten im Beisein der Käufer gefüllt. 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Druck und Verlag von Carl Brau“ in Schwerte. de für magentetar Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Libensweise ein Magenleiden, wie Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung ugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs= u. Blutreinigungsmittel, der Hädert Krrrichsche Krauter=Wein. Dieser Kräuter-Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und beiebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. KräuterWein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neuon Hurch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie: Kopfschmerzen, Aufstossen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigemal Trinken beseitigt. hlperRtopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, KoStühlverstopfung likschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz, und Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) werden durch KräuterWein rasch und gelind beseitigt. Kräuter=Wein beheht jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemiltsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Hu# Kräuter=Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Ho# Kräuter=Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Danschreiben beweisen dies..u##g### ku.#t. per Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeven. 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