E Antrlehes Rresotalt far den Kreis e Rnd un ug ae, aten an auns un u g. Wbne, Praug, Schmrtesfüchr. Nr. 91. Blatt. schwerte Samstag den 18. April Deckansicht 705 Seitenansicht Panzerschiff der Kaiserklasse 0 8-11 0 7 G-M M T1.Th 10 EE IE 95 — Dde olh ogeschwaderüibungen der deutschen Panzerden groben„,, der letten drei Jahre der Bruder esite, weicge wohren. Zeinz Heinrich, als Geschwadercher s deutschen hasier, hesten und einheitlchten SchiffsStete, versounmei ,uheiftlichen Führung, und bieten so belegenseit Stase der Futwoicketlg, wesche das segen,eigztenznäaters Zeit erktaun zea, tennen zu heutsche Flottenmale zur Zeit Geganudirig V, wse guisgelanten. biebungen auf bo gag eiuheitlichste Geschwader das eb beshehdeg u, de Hasetklasse zuscannzengsepte e den Fslasse zumfaßt, die Schiffe„Kaser Frieo. iese Schihguog zuli ligs von Stapel gelaufen, IZaiser soh(/4. September 1807),„Kaiser Wiheln bsbein, Juni 180) vom Stapel),„Kaisetz, Karl der Große"(18. Oktober 1899) und„Kaiser Barbaoso 121, Mpri), Leigern bestehend eine genaue Politische Uebersicht. P####schland. S „annten Schiffe bilden ein Geschwader von Die genangten, u, wenig von einander abPonzerschifen, de iu Vonzeuesten in so vollstandiger beschen und du, 9 Tp der deutschen Schlachtschife darZcht benitbereiten 1 150 Lonnen(à. 20 Jtr.) Deplaze, selten, Ste bahez, I. Gürtelpanzerschife, d. h. ihr u sckelsahp, iu von Jaud, eiliugter 3iczen f, Aicalsabe one un u., incter B4zel besete, LAan. be gange Baseriure, unen. Maxium rringz, Buschr un, ue d z Zusch einte Eeitepan. hört noch vor dem Heck auf und ist zermand nach binten geschlosen, zalt ein fosches Uusere beistehende Zeichnung i, oben lints eine Längenschnitt dar, sowvie... Asicht des zerschiff im Nul — Vom Kaiserhofe. Der Kaiser ag nachmittag einen Spazierrit rank dann in) gesihtigten beide Majestäten auf dem esteug wor,Zahulgt sten beide. ztzug. Der Kaiser bo zerauf einen Spaziergang im Tiergarten, sprag, vollkommen Veriner Väater screiten, erl Mite Bgigegergand be ein, wenn auch die Absch guifertenen Eer, wicd dann is iu vächter, gergand ersett, der Bewegungsübunbuch einen beizer Beschleunigung der Wiedergenesung der boster Poche getenv, Zeusihland, Zun der bevonrsechenden Oostornotiozseren Anzahl- höherer Beamten vniters und eine, dem„Lok.=Anz“ aus Danzig televe8 bel Der Minister will die preußischen Weichselop ver Larbeiten aus eigener Anschauung genau eouteruuge.„.4. diesem Muster endlich mit der seit e ewnen, un ersehnten Regelung des russischen Stromeinem Johrzszichsel zu v. wodurch die Eis= und se der Fahe füir Hie Reischel mechr und mehr schpin. Hochwaserg=hif vr. v, wird der Minister von Sonntag den dürfte, In Vonzig winh er Hort die Reise per ewnige„Tszit und Nemel fortseten, da er auch die Esrhältnisse des Memelstromes genau kennen zu lernen pppoihoreiher stunpgewpohntent Insel im südlichen Teil des ergueten,e un eobzsterten, ist der Meteorologe Aodschen bsev, 2 Fehruar an Veriberi gestorben. Es zur Regenzeit, ferner in machte DonnersTiergarten und Schloß Bellevue. ht z: d oben rechts eine Ansicht des tchnische Setienanz„ängenschnitt bezeichret Ih Leckzs von oten. Gy1 deni Au.y, hinten auf Leck mit die beiden Kanzertirmre, vorn. Iz, Millimeter Kaliber, se 2 schueren, Geschüben von Gefchtsmast, der so enoru bch. Javan auftretende auferckende ung vere Zewbegzuintg sutert. lich in Lähnung des Oertiiglicher ind am 16. April dise vier auderen Exgtaßfurte der Deutsch=Australischen der Jusel aufgrhalten und woherghgentscz. Fir das in. rorschungsschiffg Pornuy, ontstandokermnin Gefecht Zu benuten den getrate. zerten Romznlag#gen, Co den Kompabggtragtg den ren Maost, 1 de vorpedoaustosteieruder, Ak die MuSvom, 8 die Schraube, v. vos fg für die verschiede. vitionsräume im Junern des Soigschinen, D die dreivey Geschüive, bio bie, ei=füirer die Steuerbordschraube Spindrige Damphnoschne.3 Lurch die ganze Länge des gas Lazaret und Pl) vo, talg Panzerdeck. DasSchifes bindurchgebende vortzo gzig, 8o Millimeter Dicke eibe, aus Staywaten von Hder Passerlinie und gebt besichend, liegt etog iu Bohe ,ammbugs, welcher hiervu ect bis dur, zraft grhahlsich gewonnen. Unter dem Panzerdeck liegen Kessel, Maschinen und MunitionsOben links in der Zeichnung befindet sich eine Seitenansicht aus der namentich bsgerporhegtre die Hexans sicht rechts zeigt die Aufstellung der Geschutze und der seitlichen Scheinwerfer(Sch). Svischen weitergefahrene Lgrschungsschiff„Gaup“ liegen aus der Insel Vorräte und Postsachen zur bereit. Aus dem Mittelmeergebiet. Ueber die Reise des Königs wie des Präsidenten Loubet unterischezge v Hzir grhalten graph fortgerset in gewisehenf=Tast, von jeder Theatervon jeden Jostwohy, veguf der Reise der beiden Staatsvorstellung Stunde, dse vi werden. Natirlich sehlt es oberhäupter Jum, Ereiony, ,lichen Zeichendeutern, die das auch nicht an den unvermnennug. Die, Kühnsten dieser Kombinteren vicht les) eziue poslkommene Ungestaltung Helden haben hereits ein,., Bargenommen., Mögen der Karte der Rattelmerlander vory, Wirksichest aues se ihr Vergnügen haben, wenn uu pohl keine Sorge.— beim Alten bleibt, und dorum It, Bönig Eduard VII. Wie aus Rom gemeldet wird, trist,.u ain. Sein Besuch dort am 27. April als Gost des Köng Dge Abreise erfolgt ud griunden bet. Kleine. Kleine bge e un let 1 Die Bost v. Jrodezälle an der Pest nur 8 an schten in der Soyt ver den Zeit des vorigen Jahres etwa 30000, während in dersetor, O. ,waren. Bezeichnend für die ae f Düe Besleche deid ieit ven eien Ral Bomnen uun trgurigen Liste verdrängt worden ist, der ersten Stelle auf der tram.:gevn. zher 8000 Menschen in und zwar durch das Pundscov, vo=starbeg. Jedoch hat die e eben, Wodze un der Soud, fuer oigengnnen, unde n. Stertlichtest in Vonboy hrodz sich auf mehr als 100. Auch in Kaltutta nimmt die Epidemie zu, desgleichen in den becdge, Arbuchonen Houuh.„wieher einer.) uunf Ste, gtaatsanwalschaft wurde der Fleckenshauptmann bsone de Ston, I.— Verdacht siht, Mindeigesegeln. eo e O rz,6000 Mi. unterschlagen zu haben, vergatzet, heber dos Pozmigrggersahren eröffget, vie der„Gann, R“ mitteilt, das Konrn#sverfahren kofsnel. Aus Westfalen und Rheinland. 9 Dse Situation den band und den aussändigen gae eige ge bictich dohin kemnvethminenen Standpunkt.beharren. on so schreibt der„IZerlohner Kreichauseigehgese de Meahe eschnn. glieder, welche vor dem 28. Marz, gaitzeoe. Miekeft jage vuen, ebo o, Fraien und Aodge 8. Mack. Meie iud Mart, bher v. 9. Mäirz eingetreien firth, Schalten der weiche na ch beu..„7., Nach dem Ruzschelt au u bopt ih, r.3z, Wöorz eingetreiten surh, Gele, der, weiche nr ach) den. v—, Mar), Nach dem. Heotsczte au benentsprechend 1., felder Freie Ptesse, in ihrer teturteilen, den die 2Eeibersenu,., dam sie auch dse kleinste ten Ahumwer vberofontichutz ez mit den Geldmiteln der 16. Apel.(Ansinnige Wette) ungeheuren Appetit manche Menschen entwickeln A Zu den Balkanwirren: Türkisches Militär. Auf der Balkanhalbinsel kommt es bereits zu regelrechten Schlachten zwischen den Truppen des Sultans und den Aufständischen. Die Türkei hat in den insurgierten Gebieten ihre Truppenmacht ansehnlich vermehrt, sodaß die Stärke desselben dort augenblicklich folgende ist. Im 3. Armeekorpsbezirk Saloniki stehen an aktiven Truppen 81 Bataillone Infanterie und Pioniere, 37 Schwadronen und 73 Batterien, einschl. 13 Gebirgs= und 6 Haubitzbatterien. Die 8 Redif=(Landwehr) Brigaden des Armeekorpsbezirks zählen 64 Bataillone. Fünf dieser Brigaden haben europäischen Ersatz, die anderen kleinasiatischen, und zwar aus den Bezirken von Demili, Smyrna und Aidin. Von den europäischen Redifbataillonen wurden im September 16 zur Unterdrückung von Aufrührerbanden einberufen. Es wurden ferner vor kurzem 16 asiatische Redifbataillone mobil gemacht, um gegen die Albanesen im Bezirk von Ueskueb Verwendung zu finden. Außerdem sind, im Armeekorpsbezirk Saloniki 118 Cadres für Ilave=(Landsturm) Bataillone vorhanden. Diese Bataillone stehen, was Mannschaftsersatz und Bewaffnung anbelangt, nicht sehr hinter den Redifbataillonen zurück. In der zweiten Hälfte des März wurden 16 dieser Bataillone mobil gemacht und werden in einigen Tagen für den Gebrauch fertig sein. Sie sollen für die Linienbataillone den Garnisondienst übernehmen und diese dadurch für den Felddienst gegen die Insurgenten frei machen. Unsere beistehende Illustration gibt ein anschauliches Bild der einzelnen Waffengattungen der türkischen Armee. Oben links sieht man türkische Artilleristen ein 9 Zentimeter=Feldgeschütz bedienen; darunter befindet sich ein Trompeter eines Garde=Zuaven=Bataillons; rechts oben ist ein Adjutant des Sultans und rechts daneben ein Generalmajor in Felduniform abgebildet; rechts unten ein Sergeant eines Schützenbataillons, und das Mittelfeld der Zeichnung wird von einem Bataillon des Regiments Ertrogul der Kaiserlichen Garde eingenommen. können, ist bekannt; aber die Leistung, die man dieser Tage in Riemke bewundern konnte, übersteigt beinahe alle Grenzen. Aus Anlaß einer Wette vertilgte ein Herr 24 gekochte Eier, 9 Mainzer Käschen, einen eingelegten Häring, ein Kotelett und trank darauf zur besseren Verdauung ein Glas Bier, in welches er ein Döschen Senf gemischt hatte. Als er hierauf noch eine Flasche Wein mit derselben Mischung zu trinken sich erbot, erfaßte, so schreibt der„M. Spr.“, die Gegenpartei ein Grauen, sodaß sie von diesem Angebot absah und Wette und Zeche bezahlte.— Der Mann hätte unseres Erachtens einen Ehrentrog verdient. * Essen, 17. April.(Die Erregung) über das entsetzliche Vorkommnis in der Östernacht ist in der Bevölkerung immer noch eine große. Am Mittwoch, während die Zeugenvernehmungen stattfanden, sammelten sich Hunderte von Menschen auf dem Burgplatz vor dem Bezirkskommando; gegen Abend mußte die Polizei mehrfach einschreiten. Man erwartete, den Hüssener abgeführt zu sehen. Die Stimmung der Menge, die sich meist aus Angehörigen besserer Stände zusammensetzte, war äußerst gereizt. Rufe nach Rache wurden laut, wurden allgemein aufgegriffen und schallten weithin über den Platz. Wenn sich im Bezirkskommando etwas besonderes hinter den Fenstern zeigte, entstand ohrenbetäubender, von gellendem Pfeifen durchsetzter Lärm. Es wäre unseres Erachtens auch einer starken Bedeckung wohl kaum gelungen, den Hüssener ungefährdet durch die empörte Menge zu bringen. Gegen 8 Uhr leerte sich der Platz vor dem Bezirkskommando; nach Schluß der sozialdemokratischen Versammlung in der Borussia kam wieder neuer Zuzug, und noch lange nach Mitternacht hatte sich die Menge nicht völlig verlaufen. Der gestrige Tag verging ruhiger. * Münster, 16. April.(Turnspiele in der Armee.) Eine für die weitere körperliche Ausbildung unserer Truppen hochbedeutsame Verfügung, die nicht die strengen Formen des Exerzier=Reglements vorschreibt, sondern der freien Entwicklung körperlicher Gewandtheit und Tüchtigkeit einen weiten Spielraum läßt, hat der kommandierende General Exzellenz Freiherr v. Bissing Anfang Februar d. Is. erlassen. Demnach sind sämtliche Regimenter des 7. Armeekorps angewiesen worden, eine vorläufig bestimmte, den militärischen Zwecken entsprechende Anzahl Turnspiele und sogenannte volkstümliche Turnübungen, wie Laufen(Wett= und Dauerlauf), Springen, Werfen usw. schon in den Garnisonen mit ausgewählten Mannschaften einzuüben, damit diese dann später, während des Aufenthaltes in den Truppen=Uebungslagern, mit einer größeren Anzahl von Mannschaften die Turnspiele usw. weiter ausbreiten und pflegen können. * Düsseldorf, 17. April. Ein verkrüppelter junger Mann, Schüler eines hiesigen Handelsinstituts, hat sich gestern nachmittag in seinem Zimmer erschossen. Aus zurückgelassenen Briefen ist zu schließen, daß der Selbstmörder wegen seiner Gebrechlichkeit seinem Leben ein Ende gemacht hat. * Oberhausen, 16. April.(Zu den Machenschaften Terlindens.) Wie Gerhard Terlinden es fertig brachte, die Bankhäuser, mit welchen er in Verbindung stand, zu täuschen, zeigt u. a. eine von ihm unternommene Grundstücksoperation. Er hatte einen größeren bebauten Grundkomplex gekauft. Alsdann ließ er einen bekannten Architekten kommen, der den Wert dafür auf 180000 Mark abschätzte. Die Abschätzung ließ er sich dann beglaubigen. Dann kamen ein zweiter, der die Sache auf 350000 Mark abschätzte, und ein dritter heran, dessen Schätzung auf 600000 bis 700000 Mark lautete. Auch diese beiden Abschätzungen wurden beglaubigt. Alle drei Abschätzungen über denselben Gegenstand wurden dann den Banken als Belege für den Besitz beleihungswerter Grundstücke des Geschäftes vorgelegt, und Terlinden erreichte den Zweck, eine weitere Anleihe aufnehmen zu können. ** Krefeld, 17. April. Der Verein nierderrheinischer Textilindustrieller beschloß die allgemeine Sperre wegen unerfüllbarer Forderungen der Arbeiter gegen die Firma Bretthal. Hiervon sind 15000 Arbeiter betroffen. * Krefeld, 16. April.(Ein nettes Pröbchen von Fiskalität) teilt die„Kref. Ztg., mit: Nach einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts steht es den Steuerzahlern zu, auf Grund des§ 9 I. 3 des Einkommensteuergesetzes die Ausgaben für die Erziehung und Vorbildung von Kindern, also auch Studienausgaben für volljährige Kinder, vom steuerpflichtigen Einkommen in Abzug zu bringen. Allerdings soll die Berechtigung in jedem Einzelfalle nachgeprüft werden können. Ein hiesiger Bürger, dessen Sohn in Berlin studiert, hat dessen Studienerfordernisse bei seiner Einschätzung in Abzug gebracht. Bald darauf konnte der Sohn dem Vater mitteilen, daß die Veranlagungskommission zu Berlin ihn mit 26 Mark(Einkommen bis 1800 Mark) zur Einkommensteuer herangezogen habe. Vermischtes. *(Mädchen als Einbrecher.) In Ofen=Pest wurde Dienstag eine aus drei Mädchen bestehende Diebesgesellschaft in dem Augenblicke verhaftet, als sie in einem Hause einen Einbruch verüben wollte. Die drei Einbrecherinnen sind die 19jährige Anna Smolen, die 23= jährige Anna Földi und die 12jährige Marie Földi. Sie hatten den berüchtigten Vaganten Ludwig Földi, einen 20jährigen Burschen, zum Spießgesellen. Die Diebesgesellschaft drang in das Haus ein, um die Wohnungen mehrerer vom Hause abwesender Parteien zu plündern. Ein Schutzmann bemerkte jedoch ihr eigentümliches Benehmen und schloß das Tor, um die Diebinnen in der Falle zu fangen; es wäre ihm dabei fast schlecht ergangen, denn die kräftigen Frauenspersonen stürzten sich wie rasend auf ihn. Bald aber kamen dem Bedrängten drei andere Schutzleute zu Hilfe, denen es erst nach hartem Kampfe gelang, die Einbrecherinnen festzunehmen. Bei den Verhafteten fand man zahlreiche Diebeswerkzeuge vor. F(Ein Schlaumeier.) Ein Ungar und ein Oesterreicher befanden sich in einem Bade, wo ihnen verordnet war, sich jeden Morgen die leidenden Füße mit Flanell reiben zu lassen. Den Anfang machte der Oesterreicher. Derselbe konnte jedoch kaum seiner Schmerzen Meister werden; er biß die Zähne aufeinander und Tränen rannen ihm aus den Augen. Der Ungar blieb jedoch während der ganzen Operation sehr gelassen, verzog keine Miene und rauchte mit der größten Behaglichkeit sein Pfeifchen, worüber der andere, seine Tränen abtrocknend, sich nicht wenig wunderte. Als der Badewärter sich entfernt hatte, verdoppelte der Oesterreicher seine Bewunderung, worauf der Ungar triumphierend antwortete: „Den Kerl hob i schön vexiert, hob ihm dem g'sunden Fuß zum Reiben gegeben.“ *(Von einer antisemitischen Verbrecherbande) wird der„Post“ aus Newyork berichtet: Man ist einer weitverzweigten Bande von Knaben auf die Spur gekommen. die in erstaunlicher Weise in Brooklyn einen antijsdischen Kreuzzug durchgeführt haben. Ein kleiner jüdischer Junge von 11 Jahren wurde sterbend in ein Hospital bracht. Er war durch einen Messerstich schwer verletzt worden. Die Polizei entdeckte, der Spur des Verbrechens folgend, daß die erwähnte Knabenbande an demselben Tage mehr als ein Dutzend jüdische Kinder überfallen, geschlagen und ausgeplündert hatte. Straßenbahnwagen, auf denen sich Juden befanden, wurden von den Knaben mit Steinen beworfen. Der kleine schwer verwundete Levy machte einen Ausgang für seine Mutter, als er den jugendlichen Mordbuben in die Finger fiel. Der 14jährige Führer der Bande hielt ihn beim Rockkragen fest und fragte:„Bist Du ein Jude?" Als das Kind die Frage bejahte, zog der Fragesteller ein offenes Messer aus der Tasche und stieß es ihm in den Unterleib. Es ist bis jetzt nicht gelungen, des jungen hoffnungsvollen Antisemiten habhaft zu werden. Eigener Depeschendienst der„Schwerter § Berlin, 18. April. Ueber den Fall Hüssener hat, wie der„Lok.=Anz.“ meldet, der Kaiser genaueste Untersuchung befehlen und einen eingehenden Bericht über das Ergebnis eingefordert. & Sofia, 17. April. Der ehemalige Kriegsminister Paprikow wurde mittelst fürstlichen Ukases zum zweiten Infanterie=Inspektor ernannt.— Die hiesige Studentenschaft hat für die Osterfeiertage ein Massenmeeting aller Bevölkerungsschichten einberufen, um gegen das Verhalten der Regierung in der mazedonischen Frage zu protestieren. § Newyork, 17. April. Ein Telegramm aus Joplin (Missouri) berichtet, daß die weiße Bevölkerung gestern abend das Gefängnis erstürmte, einen des Mordes angeklagten Neger lynchte und hierauf Feuer an das Negerviertel legte. Die Neger=Bevölkerung wurde mit Steinwürfen aus ihren Häusern vertrieben und die Feuerwehr an den Löscharbeiten verhindert. Die Polizei, die Behörden und der Bürgermeister waren sämtlich ohnmächtig, die Bevölkerung zu beruhigen. Mehrere Personen wurden während des Zwischenfalles verletzt. Die Unruhen dauerten gestern abend noch fort und man befürchtet neue blutige Vorkommnisse. Die Neger verkaufen ihr Hab und Gut und verlassen die Gegend. Der Bürgermeister hat 500 Mann Truppenverstärkung verlangt, um die Stadt schützen zu können. Trepp' auf u. ab mern, ist man jetzt flott bein Wischen, Abseifen, Fegen, Schrubben, Putzen, Waschen, Scheuern, Reinmachen. Noch vor d.n Feiertagen soll alles fertig werden! Luhns Salmiak=Terpentin=Kernseife und Luhns Wasch=Extrakt mit rotem Band haben sich hierbei seit Jahren allerbestens bewährt weil der Anstrich nicht leidet, auch alles mit der milden, spar samen Lauge von„Luhns“ bekanntlich geschont bleibt. In allen“ besseren Geschäften kauft man jetzt„Luhns". Wo etwa noch nicht vorrätig, wende man sich direkt an Luhns Seifenfabrik in Barmen, dann wird Ihnen sofort die nächste Verkaufsstelle mitgeteilt. Der Name„Luhns“ ist eine Garantie für jeden Käufer, #n Modelh. Weitasest. Parte Zeidenstoffe Mnsie, portchel. Deutschlands grösetes Specialgeschäfts NICHELS& Cie BERLIN s w. 1 Leipsigerstrasse 48, Eeke Markgrafenstrasse. Bekanntmachung. Nachdem durch Kaiserliche Verordnung vom 28. März d. Is. — Reichs=Gesetzbl. S. 111— bestimmt worden ist, daß die Neuwahlen für den Reichstag am 16. Juni d. Is. vorzunehmen sind, setze ich hierdurch auf Grund des§ 8 des Wahlgesetzes für den Reichstag, vom 31. Mai 1869, und des§ 2 des Wahlreglements, vöm 28. Mai 1870, fest, daß die Auslegung der Wählerlisten am: Montag, den 18. Mai d. Js. zu beginnen hat Der Minister des Innern I. V.: von Bischoffshausen. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß die Lokale, in welchen die Auslegung der Wählerlisten in den einzelnen Gemeinden stattfindet, von den Gemeindebehörden in ortsüblicher Weise bekannt gemacht werden. Hörde, den 17. April 1903. Der Landrat. I. Mathis. Impfplan für das Jahr 1903. Gemeinde Barop. Impflokal: Saal des Wirtes Grasekamp für den 1., 8. und 9. Mai d. J; Kaiser=Wilhelm=Schule zu Barop für den 4. und 11. Mai d. J. 1. Mai, nachm. 4 Uhr, Erstimpflinge Nr. 1. 50 Freitag, Revision am Sonnabend, Revision am Montag Revision am 11. Gemeinden Impflokal: Mittwoch, 1.„„ 4¼„„„ 51-100 8.„„ 4 bezw. 4¼ Uhr, 2.„„ 4 Uhr, Erstimpflinge„ 101-150 2. 4¼„„ 151-207 „„„„„„ 9.„„ 4 bezw. 4¼ Uhr, 4.„„ 4 Uhr, Wiederimpflinge„ 1. 65 4.„„ 4¼„„„ 61-135 4 bezw. 4¼ Uhr. Persebeck und Salingen. Saal der Wirtin Witwe Thoeing zu Eichlinghofen 6. Mai, nachm. 4 Uhr, Erstimpflinge Nr. 1. 6. 4¼ Revision am 14. Donnerstag, R 7. Revision am 14. 60 61•122 (von Eichlinghosen) „„ 4 bezw. 4¼ Uhr, „„ 4 Uhr, Erstimpflinge(von Persedeck u. Salingen) "" 4¼" Wiederimpflinge„ 1- 84 „„ 4 bezw. 4¼ Uhr. Gemeinde Menalinghausen. Impflokal: Saal des Wirtes Harde zu Station Barop. Freitag, 15. Mai, nachm. 3½ Uhr, Erstimpflinge Nr. 1= „ 15.„„ 4„ Revision am 22.„„ 3½ bezw. 3¾ Uhr, Sonnabend, 16.„„ 3½ Uhr, Erstimpflinge„ 101=140 „ 16.„„ 3¾" 28 Wiederimpflinge, Revision am 26.„„ 8½ bezw. 3¼ Uhr. Barop den 16. April 1908. Der Amtmann: Reintsch. 50 51.100 machung. der Plan über die as einer oberirdischen Tele„bhenlinie an dem von der gussee Witten=Stockum Wullen führenden Wege beim Postamt in Annen hortmund, 9. April 1903. Vserticg gtie ae Pefsirehlien. N G . Arbeiterürger=Verein, untag, den 19. Aprik, nachmittags 5 Uhr: sonatsversammtt Saale des Herrn L. HageTages=Ordnung: Zahlung der Beiträge, auch Veischiedenes. Mitsleder, Um recht zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. Pahstalskt Wündeter Teitehag ersorger. er überte. Ten bes ersotbelt, apitals von ca. 400000 Mark wreits vorhanden, zesgleichen ter, guter Kundscha)pogfgg, Gefl. Off. erbitte postlugernd o. F. G., Rheine. erschnellu. billigst Stellung vilverlange pvggt Egzne die DeutscheVakanzenpost Eßlingen. (ofort oder bald ein Schuhmachergehutfe und Lehrling gesucht Gust. Schaffstein, schwerte, Wilhelmstr. 1. Such per sofort oder 1. Mai Kindermädchen. Sedanstr. 5. 8 Lur ven Tchatten empfehle ich preiswürdig sämtliche eingeführten e dud Sud u. 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Sinnsprüche.= An andrer Werken suche stets Das Beste nur herauszufinden, An eignen aber sei Dir's Pflicht, Vorerst die Fehler zu ergründen. Marie Beeg. Religion ist Gottes Verklärung im irdischen Dasein! * Faden nicht der Freundschaft rasch O brich den entzwei! Wird er auch neu geknupft, dabei. ein Knoten bleibt Wer nicht traut, Hat selbst’ne böse Haut. ein Diener abstäubte oder ein übersehenes Gerät hinaustrug, verschwand er sofort beim Anblick seines Herrn. Die Hochzeitsgäste tranken den Kaffee im Garten, auf den Balkons, in den beiden großen Veranden, die ganze Bewirtung machte sich wie von selbst. Und Ulla schritt noch immer am Arm des Hausherrn einher; ihre Wangen glühten, die schönen Augen strahiten über all die Schönheit, die er sie hatte genießen und schanen lassen. e u ii „Welches unenvliche Gluck, sich so mit den Meisterwerken der Kunst umgeben zu können. Selbst der Anblick so vielen herrlichen Hausrats in den prächtigen Zimmern— welch ein Genuß muß das sein! Und das schönste dabei— es herrscht hier überall Harmonie! Es jehlt nichts, nirgends fällt ein Zuviel störend in die Augen,“ sagte sie bewundernd. doch, liebes Kind, es fehlt das beste, und ich leide darunter—: eine liebevolle Gattin, die Herrin dieses Hauses fehlt! Es ist auch ein Zweifel da: zu viel Taran dgeste, ich nicht. Aber, wenn Sie darunter leiden, warum heisen Sie dem Eine G. Roman von L. Haidheim. (22. Fortsetzung.)(Aber, wenn Sie da frisches Aussehen bemerkt; jetzt, wo er in liebens Sie ahnte ja nicht, daß er dies hatte hören wollen. „Wer weiß! Vielleicht tu ich's noch einmal. Es wundert mich oft, wie ich es ertragen habe, ohne mir der großen Vereinsamung bewußt zu werden. Jetzt, wo auch Anna fort ist, kann mich der Gedanke nicht mehr hindern, daß zwei gleichberechtigte Frauen in einem Hause nicht gut tun. Wenn ich jetzt ein junges, liebes Weib in dies chon in der Kirche hatte sie, wie viele. 6u sein frisches Aussehen bemerkt; jetzt, wo er in nevenswürdiger Freundlichkeit mit ihr planderte, stannte sie ihn förmlich an, denn man merkte ihm nicht nur keine Spur von dem vielen Wein an, den er hatte trinken müssen, sondern es lag auch in seinem Wesen und in seiner Stimme eine Weichheit, die sie sich ganz gut mit der Trennung vor der Tochter erklären konnte. V tentise rsg reige das Khipihe, die gz Hichoutz ouie zig, kounte ulg auen, dast er sie meintel Er keineswegs der sem Augenblicke vol Aerger das Bllt in den Kopf tlieben. „Sie sind vor drei Jahren Oberleutnant geworden, e„Rein, Herr Geheinrat, vor einem halben Jahre „Aber Sie haben gutes Avancement erst!“ Jahre und der Hauptmann ist da Wie konnte und ahnen, daß er sie meinte! Er sprach so ruhig, ohne jede Erregung; sein Ton war warm und sympatisch; aber er hielt jede persönliche Anspielung „Ich darf se niche verscheuncten! Bögetz, Nie 161 noch ein paak fangen will, darf man nicht laut anschreuen: sugt nicht wahr?" „Das wohl kaum— fünf Jahre muß ich immerhin „Nun, wenn Sie hübsch vorsichtig in der Wahl Ihres Schwiegervaters sind, hindert Sie das keineswegs, sich das Leben angenchm zu gestalten, iun spe nur das Mittel meinem Schwiegervater, in spe u..0 Eo hatte sich Wolzin sein Venehmen vorgezeichnet und genau so ging er Schritt für Schritt seinem Ziele zu, ohne Hast, ohne Uebereilung. Jetzt trat er mit llla wieder zu deren Altersgenossinnen. Die älteren Damen, teilweise mit langgestielten Lorgnetten bewaffnet, schauten auf die beiden und flüsterIun meinem Schwiegervater iu ve au. dus Aunu.,(Lorgueten bengaffunet, schot, giszer Biongrugugt, der zum Zweck zu sehen, wurde mir voch sehr wiverstreben, ten:„Was meint er mit oieser Bevorzugung? hübsch verständig den Lehens= Da aber sowohl Wolzin, als auch, Ulla volkommen sie dazu, Fräutein Ulla? Darf unbefangen und heiter aussahen, begnugte man sich n ders rochvon? EEin 19.. Auskunft:„Sie ist die beste Freundin Annas, seit er, Ah, leber Fritz, nux hübsch verständig den Lebensweg regeln! Was sagen Im Winter war die Not oft groß, Es gab viel Schattenseiten, Viel Menschen waren arbeitslos Und harrten bessrer Zeiten, Man tröstete sich weit und breit: Die wunderschöne Frühlingszeit Wird bessre Tage bringen Und jede Not bezwingen! Nun aber kam der holde Lenz Und Arbeit ist vorhanden, Indes, wo bleibt die Konsequenz? Man streikt in vielen Landen, Es wächst die Unzufriedenheit; Zur wunderschönen Hat man die Arbeit wieder, Doch legt man sie auch nieder! Sehr viele Menschenkinder gehn Sehr oft auf falschen Pfaden, Doch wenn sie es bei Licht besehn, Hat jeder selbst den Schaden, Drum fort den Hader und den Streit, O wundersel'ge Frühlingszeit Bring mit bekannter Güte Den Frieden auch zur Blüte! Die Welt ist voller Kampf und Braus, Man hofft von heut auf morgen, Und selbst im allerbesten Haus Gibts tausend kleine Sorgen, Um dies und das, um Hut und Kleid; Zur wunderschönen Frühlingszeit Da soll'n die Geldausgaben Fast Weihnachtshöhe haben! Auch mancher Vater grämt sich jetzt Wohl über seinen Knaben, Der Schlingel wurde nicht„versetzt", Drum muß er Strafe haben, Der Vater haut, der Junge schreit; O wunderschöne Frühlingszeit, Du bringst selbst Farbentöne Auf ungerat'ne Söhne! O wundersel'ge Frühlingszeit, Dich preisen alle Dichter, Sie feiern dich mit Freudigkeit Als jedes Leid's Vernichter; so ein schmucker, junger Mann anvers rechnen? Ein armes Mädchen— und wenn es ihn noch so sehr liebt wird ihn immer unglücklich machen. Denn heirgten können sie sich nicht und er würde es sich nie verzeihen fen, sie an sein kärgliches Los zu fesseln."„ „Ganz meine Meinung! Ganz und gar!“ krähte Onkel Heinrich über den Tisch. Fritz gehörte nicht eben zu den Geduldigen. „Ich bin den beiden Herren für ihren Gratisvortrag über die Wahl eines geeigneten Schwiegervaters sehr dankbar," begann er gereizt. Da wurde sein Name laut durch den Saal gerufen: „Depesche an Herrn Oberleutnant von Glaichen!“ Das lenkte die Gefahr eines Wortgefechts ab, sehr zu Ullas Freude. Fritz hatte gelesen und sprang auf. „Gnädiges Fräulein, entschuldigen Sie mich, bitte, für eine halbe Stunde! Mein Bruder hat in seinem Schreibtisch Papiere von Wichtigkeit liegen lassen.“ „Naturlich das Reisegeld!“ lachte Onkel „Ja, ja—natürlich, das Kleingeld,“ hieß es vi rechts und links. Jeder amüsierte sich und spann mehr oder minder witzig, mehr oder minder zart den Gedanken „Was meinen Sie, gnädiges Fräulein, wenn wir die Tafel aufhöben? Ich möchte Ihnen gern einmal mein Es gab ein lebhaftes Durcheinander und man iuschte-Pgtzigh sganngnoch all den geurkauten geigen lichkeiten. Wolzin, immer Ulla am Arm, kum seine Pflichten als Hausherr korrekt nach. Dann öfft plötzlich eine Tür und Ulla sah sich mit ihm in einem geschmacboll ausgestatteren Iu,gefiudgehens Setg fihn. eine Treppe in den darüber befindlichen Sion fnorte. Immer scherzend, plandernd und Ulla zum Plaudern veranlassend, ging er mit ihr pou, gtgzngr, zu Zine mer, hier ein schönes Bild, dort ein paui Bronzen, herrliche Marmorfigur zeigend. Nirgends machte hier sein Reichtum aufdringlich geltend, man sah gleich, wie kostbar die Einzelheiten waren. Dann gingen sie wieder hinunter. Wie durch Zauber waren die Säle in Ordnung gebracht, wo etwa noch Du bist es, der viel Wunder tut, Drum mach die alten Schäden gut Und gib der Welt nichts weiter Ernust Heiter. der, Ausrunst:„„Eie ist en desne Fgrucken Annas,“ seit diese sich mit Hilde von Lenzen erzurnte.“ Niemand wußte so recht den Grund dieser Entfremdung, denn Hilde war ein armes Mädchen, das garnicht in Betracht kam— Anna Wolzin war verheiratet und somit als verloren für alle anderen Pläne anzusehen. Es fiel keiner Seele ein, sich näher für beide zu interessieren. ontine und Stella von Kanutrupp. Ein seder hatte esu, ug ue enge e ane ung, aeng, a. eie. eehe in ue, uni un aen. noch muhte dige eben emetz vlcemen Lerger m sch auf(ge, elinr i., eine Strecke“ De vmare u maider sen, als Leontine, rot wie eine Rose, mit ihrem Leutund due Guz ue un ung nie eidungs ur dem Geirahe Bhes eus dber ie eusten beide nicht vondem lieten idr vousch ung)u.y, Abendstundgn nehe aufiehzneur Lezo uue fuget. Wdeae licher Ricztung das Boot immer werer auf die See yinaus„Komm fünf Minuten mit uns, Ulla! Wir haben Dir etwas Wichtiges anzuvertrauen!“ bat Leontine, sich an ihren Arm hängend...1 (Fortsetzung folgr.) Zeitgemaße Betrachtungen. O wunderschöne O wunderschöne Frühlingszeit, So singen alle Dichter; Sie singen es mit Freudigkeit Und finden milde Richter, Indes was auch gesungen wird, Daß sich sogar der Sänger irrt, Beweisen alle Zeiten Durch ihre Schattenseiten! * Der Frühling bringt uns den April, Der liebt's, uns anzuführen, Heut ist er mild und sonnig still Und morgen läßt er's frieren, Man schlupft zurück ins Winterkleid: O wunderschöne Frühlingszeit Wirst mir die letzten Kohlen Der Schutzengel der Kinder. Warnemünde, 16. April. Von einer Schreckensnacht — Die 8.Ijährigen Knaben Wilhelm Harns, Albert Lübcke Adolf Siebert hatten am zweiten Osterfeiertage, gbends gegen 7 Uhr in Wurnemünde ein am Strom liegendes kreines 1Boot losgemacht, um eine Strecle in See hmaus zu kudern. Es war ihnen nicht möglich, die Einfahrt wieher“.. ssterer—dstunden mehr aufnehmenve achut nes sühmest. trieben. In banger Sorge durchwachten die Eltern eine lange, kummervolle Nacht. Ein Unglück ahnend, irrten sie am Strom id an der See entlang und erwarteten den Morgen, der den Verbleib ihrer Kinder Gewißheit geben sollte. Während der Nacht war auch in Böten der Strom und der beim Andbruch der Dur seumer, weiter abgetrieben. Der Wind edie Sechtcach e Kenie en e en e teie e gekommenen Dampfer„Rheinland“, doch wurden sie in der Dunkelheit nicht bemerkt, wie auch ihre Hilferufe von dem Sturm und dem Brausen des Meeres übertönt wurden. Völlig erschöpft und ermüdet übermannte der Schlaf die kleinen Schiffbrüchigen gegen Mitternacht und willenlos überließen sie ihr Boot den Meereswogen. Noch war der Morgen nicht angebrochen, als einer der unglücklichen Knaben wieder aus dem Schlaf erwachte und nun auch sofort seine beiden Kameraden ermunterte. Sie hatten während ihres Schlafes nichts von dem Schneetreiben bemerkt, das während der Nacht über sie hinweggefegt war. In ihrer Todesangst griffen 2 Knaben wieder zu den Riemen, in der Hoffnung durch Rudern die bei Tagesanbruch, allerdings in sehr weiter Ferne, sichtbare Küste zu erreichen. Doch vergeblich, ihre Glieder waren er starrt, besonders dem kleinen, kaum achtjährigen Knaben Lübke, den sie nun, fast leblos, am Boden des Bootes betteten. In dieser Lage wurden die drei Knaben vormittags gegen 11 Uhr von dem großen Lotsenboot angetroffen, das zum Aufsuchen der Vermißten gegen 8 Uhr vormittags von Warnemünde ausgesegelt war. Schon einige Stunden hatte das Boot hinund hergekreuzt, als die Lotsen einen schwarzen Punkt in der Höhe von Müritz weit hinaus auf dem Meere gewahrten, auf den sie zusegelten und in dem sie auch das gesuchte Boot fanden. Das kleine Boot befand sich in starker Brandung, der es nicht mehr lange hätte Widerstand leisten können. Die Lotsen nahmen die völlig erschöpften Kinder in ihr Boot auf, hüllten sie in ihre Jacken, Oelmäntel u. s. w. ein und gaben in Ermangelung von Arzeneien und Stärkungsmitteln, die sie nicht mitgenommen hatten, mehrere Tropfen Branntwein und etwas Brot, was die Kinder begierig zu sich nahmen. Das kleine Boot, das den Wellen so mutig getrotzt u. die Kinder hierdurch vor dem sicheren Tode geschützt hatte, nahmen die Lotsen in Schlepptau und traten so nach erfolgreicher Rettungsarbeit die Rückfahrt nach Warnemünde an. Auf der Mole und längs des ganzen Stromes hatten sich Hunderte von Menschen angesammelt, die der Rückkehr entgegensahen. Freudig bewegt betraten bald darauf die Retter das Land und übergaben den weinenden und händeringenden Müttern ihre Kinder. Die Szenen, die sich hierbei abspielten, waren herzzerreißend. Gesundheitspflege. (Lungenspitzenatmung.) Es kann als eine sichere Tatsache angesehen werden, daß sich Krankheitskeime um so eher in der Lunge festsetzen und um so schwerer daraus zu entfernen sind, je geringer die Tätigkeit der Lungen ist und je weniger vollständig sie sich bei der Einatmung ausdehnen. Es ist daher durchaus kein Zufall, daß die Lungenkrankheiten gewöhnlich von den Lungenspitzen ausgehen und auch hier namentlich den Anlaß zu langwierigen Erkrankungen geben. Wenn nämlich die Atmung bei eingedrücktem Brustkorb nur oberflächlich erfolgt, so sind es zunächst die Lungenspitzen, die durch die ungenügende Bewegung des Organs außer Tätigkeit gesetzt werden. Dr. Beerwald lenkt mit Rücksicht darauf in den„Blättern für Volksgesundheitspflege“ die allgemeine Aufmerksamkeit sowohl der Aerzte, wie der Kranken auf die Bedeutung gymnastischer Uebungen für Lungenkranke. Eine größere Zahl der Kranken betrachtet leider noch immer die darauf bezüglichen Anordnungen der Aerzte als nebensächlich und vernachlässigt ihre Ausführung entweder ganz oder doch durch einen mangelhaften Ernst der Vornahme der Uebungen. Es ist aber durch Versuche anatomisch nachgewiesen worden, daß die Lungenspitzen nur dadurch genügend mit Luft gefüllt und ausgedehnt werden, daß sich während des Atmens die Schultern hochheben. Die Wahrheit dieses Satzes läßt sich übrigens auch an Lungenkranken beobachten, die in einem Anfall von Atemnot unbewußt jedes Mittel anwenden, um ihre Schultern in die Höhe zu ziehen. Während man in der Behandlung und Verhutung der Lungenkrankheiten bisher die Gymnastik hauptsächlich für Breiten= und Tiefenatmung angewandt hat, wird man jetzt noch besonders auf eine Höhenatmung Bedacht nehmen müssen, um die Gefährdung der Lungenspitzen abzuwenden oder zu verhindern. Lokales. Schwerte, 18. April 1903. **(Eine prächtige, schneebedeckte Winterlandschaft,) hell beschienen von den Strahlen der Morgensonne, zeigte sich als Produkt der neuesten Laune des Aprils heute der aus den warmen Federn hervorkommenden Menschheit. Und dabei ist es hier in unserer Gegend mit dem Wiedereinsetzen des Winters noch verhältnismäßig gnädig abgegangen; in anderen Gegenden, beispielsweise im Sauerlande, im Waldeck'schen, in der Gegend des Harzes liegt der Schnee so hoch und fest, daß man die Schlitten wieder hervorgeholt hat und sie als Verkehrsmittel benutzt. Wenn es so weiter geht, dann lesen wir gewiß im Inseratenteile in den Annoncen des„Grüntals" statt der Bemerkung„Täglich wird gekahnt, wie es im vorigen Monat schon so schön hieß, wieder:„Spiegelglatte Eisbahn. Doch hoffentlich kommt es nicht so weit, denn dann würde draußen in der Vegetation, die unter der warmen Märzensonne schon üppig in die Höhe schoß, ein unberechenbarer Schaden angerichtet werden; ist doch die Obstblüte jetzt schon so gut wie vernichtet. Hoffen wir, daß der Mai das gutmacht, was sein Vorgänger zuviel gesündigt hat. *(Die gestrige Vorstellung) des Dortmunder Ensembles im Ostermannschen Saale erfreute sich eines recht zahlreichen Besuches. Die beiden Lustspiele„Hans Huckebein" und„In Zivil“ wurden flott gespielt und errangen lebhaften Beifall, besonders das letztere Stück. Voraussichtlich kommen die Künstler noch einmal wieder. *(Stellen für Militäranwärter.) Im Bezirk des 7. Armeekorps sind folgende Stellen durch Militäranwärter zu besetzen: Bocholt, Bürgermeisteramt, Nachtschutzmann. Gehalt 1050 bis 1200 Mk.— Bochum, Zentralgefängnis, ständiger Hilfsgefangenen=Aufseher. Gehalt 75 Mk. monatlich.— Krefeld, Polizeiverwaltung, berittener Polizeiwachtmeister. Gehalt 1600 bis 2500 Mk.— Münster(Westf.), Königl. Eisenbahndirektion, 20 Anwärter für den Bahnwärter= und Weichenstellerdienst. Gehalt je 700 bis 1000 Mk. bei vorhandener Geeignetheit und das Bestehen der weiteren bezüglichen Prüfungen vorausgesetzt, kann auch die Beförderung zum Weichensteller und Weichensteller 1. Klasse erfolgen. Gehalt der Weichensteller 900 bis 1400 Mk., der Weichensteller 1. Klasse 1200 bis 1600 Mk.— Düsseldorf, Stadtverwaltung, mehrere Bureauassistenten. Gehalt je 1600 bis 3000 Mk.— Essen=Ruhr, Landgericht, zwei Kanzleigehilfen. Gebühren je 5 bis 12 Pfg. für die Seite Schreibwerk.— Hausberge(Kreis Minden), Amt, Amtspolizeidiener und Vollziehungsbeamter. Gehalt 900 bis 1100 Mk.— Herten, Amt, Polizeidiener für Tages= und Nachtdienst. Gehalt 1100 bis 1500 Mk.— Dortmund, Kaiserl. Oberpostdirektion, Landbriefträger. Anfangsgehalt 700 Mk.— Mengede, Polizeiverwaltung, Polizeisergeant. Gehalt 880 bis 1600 Mk.— Münster(Westf.), Magistrat, drei Polizeisergeanten für den Nachtdienst, ev. später für den Tagesdienst, Gehalt 1400 bis 1700 Mk.— Schwelm, Magistrat, Bureauassistent, welchem bei genügender Qualifikation das Amt eines stellvertretenden Standesbeamten übertragen werden soll. Gehalt 1500 bis 2400 Mk.— Werden, Kgl. Strafanstalt, Aufseher. Gehalt 900 bis 1500 Mk.— Wesel, Dampfwaschanstalt bei der Garnisonverwaltung, Heizer. Gehalt 1200 bis 1800 Mk. **(Die Haftpflicht der Bankiers.) Das Stuttgarter Oberlandesgericht hat Ulmer Bankiers, die ihren Kunden Aktien der Strelitzer Hypothekenbank empfohlen hatten, für haftpflichtig erklärt. Aus den Urteilsgründen heben wir nach der„Berl. Morgenp.“ hervor: Der Kunde habe die Aktien der Strelitzer Hypothekenbank nicht ausdrücklich verlangt. Wäre dies der Fall gewesen, so war die Aufklärungspflicht des Bankiers weniger weitgehend. Der Kunde hat vielmehr dem Bankier um Vorschläge für zur Kapitalanlage geeignete Papiere ersucht. Daraufhin wurden ihm die bezeichneten Aktien als preiswert und solide Kapitalsanlage empfohlen. Es wäre Pflicht des Bankiers gewesen, sich vorher genau über die Güte der Papiere zu unterrichten. Durch die übergroßen Vergütungen, die ihm für den Weiterverkauf bewilligt wurden, hätte er stutzig werden müssen. Der Bankier hätte auch die in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Artikel, die sich mit der Lage der Mecklenburg=Strelitzer Hypothekenbank beschäftigten, beachten müssen. Wenn ihm diese entgangen sein sollten, so liege Nachlässigkeit vor. Der Bankier hafte also für die Empfehlung der Aktien, weil er bei der Beratung des Kunden nicht diejenige Sorgfalt angewendet habe, die der Kunde nach Treu und Glauben innerhalb des bestehenden Vertragsverhältnisses erwarten durfte. *(Die Sturmfackeln.) Die Zugpersonale der Schnell=, Personen= und Güterzüge der preußisch=hessischen Staatseisenbahnen sind nunmehr mit den zur erhöhten Sicherheit des Zugverkehrs eingeführten Sturmfackeln(rotbrennendes Magnisiumlicht) ausgerüstet worden. Der Schlußbremser eines jeden Zuges führt je drei Stücke dieser Fackeln in einem Behälter mit. Ueber den Gebrauch derselben hat die Verwaltung eingehende Vorschriften, die die Zugsicherung auf freien Strecken behandeln, erlassen, auch werden, damit mit Sicherheit angenommen werden kann, daß das Personal mit diesen Vorschriften bekannt sind, durch die Dienststellenvorsteher Unterrichtsstunden abgehalten. *(Ueber Schwindelkrankenkassen) wird berichtet: Der„Subdirektor“ der von der Behörde aufgelösten Krankenkasse„Thuringia" zu Eisenach, Herr Rudolf in Dresden, wurde wegen unordentlicher Buchführung zu 150 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Zeugenvernehmung ergab, daß die Angeklagten unverhältnismäßig hohe Verwaltungskosten verausgabten, von denen ein großer Teil in ihre Taschen floß. Der Staatsanwalt hatte Gefängnisstrafen von 2—4 Monaten beantragt.— Ehemalige Angestellte der verkrachten Krankenkasse„Bavaria" in München errichteten in Elberfeld eine neue Krankenkasse „Wupperthalia". In der ersten Generalversammlung waren von 75 Mitgliedern nur 12 anwesend. Dem ersten Vorsitzenden wurde ein Gehalt von 2400 Mk., dem„Inspektor“ ein solches von 1800 Mk. bewilligt. Grundkapital ist nicht vorhanden. Die Gehälter werden aus den Mitgliederbeiträgen gedeckt werden— wenn sich genug Dumme finden.— Die Hilfskrankenkasse„Union“ in Hannover hat 85000 Mk. Schuldenlast hinterlassen. Krankengeld bezahlte sie nur, wenn kein anderer Ausweg möglich war. Bei einer Pfändung wurde als Kassenbestand— ein Pfennig(!) vorgefunden.— Im Industriebezirk sind jetzt in zahlreichen Wirtschaften große Plakate der„Deutschen Krankenversicherungskasse zu Dresden“ aufgehängt. Unter den verlockendsten Anpreisungen sollen auf diese Weise Mitglieder gewonnen werden. Daß diese Sorte von Volksbeglückern immer und immer wieder noch zahlreiche Exemplare der Menschengattung finden wird, deren Angehörige nun einmal nicht alle werden, unterliegt nach den bisherigen Erfahrungen in dieser Beziehung für uns durchaus keinem Zweifel. (Das Genesungsheim) des Verbandes evangeilscher Arbeitervereine in Volmarstein hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vorzügliche Ergebnisse erzielt. Die Gesamtzahl der Pfleglinge betrug 160, welche insgesamt 5679 Tage verpflegt wurden. Von den Verpflegten gehörten 95 der evangelischen und 65 der katholischen Konfession an. Bei 53 wurde ein vollständiger, bei 85 ein teilweiser und bei 22 kein Erfolg erzielt. Die Mehrzahl der Nichtgeheilten entfällt auf die von Krankheiten der Atmungsorgane Befallenen, nämlich 10, während 7 ungeheilte an Nervenkrankheiten litten. Die Segnungen der Anstalt wurden 6 Einwohnern unseres Kreises zu teil. Der Bericht der Anstalt, welchem wir die vorstehenden Mitteilungen entnehmen, schließt mit der herzlichen Bitte, der Anstalt in hilfreicher Liebe zu gedenken und nach Kräften dazu beitragen, daß sie das vorgesteckte Ziel immer mehr erreicht. *(Falschmünzer.) Dreitausend Mark Belohnung sind von der preußischen Regierung auf die Ergreifung von Falschmünzern ausgesetzt worden. Seit Monaten macht nämlich eine Bande von Falschmünzern der Kriminalpolizei viel zu schaffen. Das Treiben dieser Verbrecher ist ein derart gemeingefährliches, daß sich die Regierung veranlaßt gesehen hat, auf die Festnahme des Konsortiums eine Belohnung von 3000 Mark auszusetzen. Als Spezialität fertigen die Fälscher Zinsscheine der 3½prozentigen preußischen Staatsanleihe von 1890 an. Diese Zinsscheine lauten auf 17 Mark 50 Pfg. und sind so geschickt hergestellt, daß selbst Fachleute die Falsifitate als solche nur selten zu erkennen vermögen. Wieviel der falschen Scheine im Umlauf sind, ist auch nicht annähernd bisher festzustellen gewesen, doch handelt es sich zweifellos um große Summen. Monate hindurch wollte es nicht gelingen, von den Fälschern auch nur die kleinste Spur zu entdecken, obgleich sie in vielen Gegenden ihr Wesen trieben. Nur soviel stand fest, daß es Leute aus dem Fach sein mußten, mit denen man es zu tun hatte. Kürzlich ist es nun endlich gelungen, der Bande auf die Spur zu kommen. Die einzelnen Mitglieder erfreuen sich zwar noch der goldenen Freiheit, doch sind ihre Personalien so genau bekannt, daß ihre Festnahme nur eine Frage der Zeit sein dürfte. Die Gesuchten sind der Buchdrucker Oswald Lache aus Frankenstein in Schlesien, der Mechaniker Josef Gelhand aus Hörter und der Lithograph Adolf Mikulla aus Kattowitz in Oberschlesien. Wer eine von diesen drei Personen dingfest macht, erhält 1000 Mark, wer die Verhaftung der ganzen Bande bewirkt, die ganze Belohnung von 3000 Mark. * Aplerbeck, 17. April. Verhaftet.) Auf Anordnung des Königl. Landgerichts zu Dortmund wurde gestern vormittag der Metzgergeselle Mittel verhaftet und nach Dortmund übergeführt. Mittel stand bei Metzgermeister Löwenstein in Dienst. Er hatte bekanntlich vor einiger Zeit in Dortmund den Aufseher Frühwein in einen Lichtschacht hinabgestoßen. ** Hengsen, 17. April.(Unglück oder Verbrechen?) Gestern morgen fand eine Frau den Bergmann Naust von hier tot in einem Wassergraben an der Brauchstraße liegen. Naust hat sich schon vorgestern morgen von Hause entfernt, um sich zur Arbeit zu begeben, ist aber nicht zur Arbeit gegangen. Juletzt ist er noch am Abend nach 9 Uhr in nüchternem Zustande in der Wirtschaft Flunkert gewesen. Ob ein Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt, wird die Untersuchung noch ergeben. Haus= und Landwirtschaft. Labes, 16. April. Das Dorf Ruhnow ist das reine „Genossenschaftsdorf". Fast alle Bauern und Eigentümer gehören zur Wangermer Molkerei, zum Labeser landwirtschaftlichen Ein= und Verkaufs=Verein, zur Sparund Darlehnskasse und zum Landwirtschaftlichen Verein. Nun haben sie auch noch einen Schweinezuchtverein mit 40 Mitgliedern begründet. Die Begründung eines Rindviehzuchtvereins ist gleichfalls in Aussicht genommen. (1 500 000 Bienenstöcke) gibt es in Frankreich. Ihre jährliche Gesamtproduktion beträgt 7 500 000 Kilogramm Honig und 2 200000 Kilogramm Wachs. Der durchschnittliche Preis des Kilogramms Honig ist 1 Fr. 40 und der des Kilogramms Wachs 2 Fr. 15. Die meisten Bienenstöcke gibt es in den Departements Ille=etVilaine, Finistère und Corréze. Briefkasten. F. K., Westhofen. Ein uneheliches Kind erlangt dadurch, daß sich der Vater mit der Mutter verheiratet, mit der Eheschließung die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes.— Ein uneheliches Kind kann auf Antrag seines Vaters durch eine Verfügung der Staatsgewalt für ehelich erklärt werden. Das Gesuch ist bei dem Amtsgericht des Wohnsitzes des Vaters anzubringen. Die Ehelichkeitserklärung wird vom Justizminister erteilt. Die Ehelichkeitserklärung wird vom Justizminister erteilt. Die Kosten sind nicht bedeutend, eine bestimmte Summe können wir Ihnen selbstverständlich nicht angeben. Wetterbericht. 19. April: Wolkig, vielfach Niederschlag, tags angenehm, nachts kalt, windig. 20. April: Wenig verändert, teils heiter. 21. April: Kühl, wolkig mit Sonnenschein, strichweise Regen, windig. ür den redaktionellen Teil verantwortlich: Wilh. Schade Kleiderstoff=Modebericht der Firma Gebrüder Kaufmann, Dortmund, Westenhellweg 44—46. Ein großes Interesse wird dem englischen Geschmack entgegengebracht; es kommen einfarbige und bunte Noppen, fein abgetönte Karreaus mit Flocken, weiße und farbige Schneeflocken, Mouliné=Gewebe mit Flocken, Spritzern und Flammen in Frage. Regste Beachtung finden jedoch noch immer gute, solide Unistofffe in feinem Kammgarn=, Popeline=, Whipcord= und Satin=Gewebe, sowie Etamines und Voiles. Ohne ein Voile=Kleid wird sich demnächst keine Dame ihre Garderobe denken; ein Voile=Kleid ist auch insofern praktisch, da es sowohl als Straßen, wie auch als Gesellschaftskleid getragen werden kann. Alle Behauptungen, daß das Ende der BlusenMode nahe sei, sind zu Unrecht aufgestellt. Dieses Kleid ungsstück ist unentbehrlich geworden. Die feine Dame trägt es in Seide, die mittel und einfache Kundschaft in Wolle, Halbseide und Leinen. Die Kollektion resp. Auswahl in Blusen=Stoffen ist demnach besonders ausgestattet. Herrliche Stoffe findet man besonders in diesem Jahre in der Ausmusterung von Waschstoffen. Der größte Artikel bleibt Organdy; in erster Linie sind große Motive verwendet, weißer Fond mit Geranien, Orchideen, größeren Blättern und Ranken. Leinen sind erheblich größer ausgemustert, als im vorigen Jahre und ist der Rays=Geschmack vorherrschend, sowohl einfache Streifen, wie breite seidene uni= und Chiné=Streifen finden viel Anklang. Auch Bomben in Rays=Geschmack wie éern Leinen, bestickt mit schwarzen Arabesken, Figuren und Punkten gefallen sehr. Foulardines, ein verfeinerter Satin, sind in großer Auswahl in der Sommer=Kollektion und sind die Dessins der Seidenmusterung getreu nachgedruckt. Der Artikel Waschseide hat sehr gelitten. Mousseline de laine, welche wir auch zu den Waschstoffen rech neu, finden wiederum großen Anklang. Es sind Tupfen, Streifen, Karreaux und Blattmuster ausgenommen. Wir möchten im allgemeinen Interesse darauf hinweisen, keine billigen Qualitäten in uni Wollsatin oder Kammgarn zu kaufen, da solche meistens geleimt und daher nicht tropfenecht sind und in den Nähten spleißen. Es empfiehlt sich in billigeren Preislagen nach wie vor Cheviotgewebe, die schon von 85 Pfg. an in guter, gangbarer, reinwollener Ware zu haben sind, zu wählen. Wir erlauben uns bei dieser Gelegenheit auf unsere geradezu überraschend große Auswahl in all diesen modernen Stoffen aufmerksam zu machen; unsere bewährtesten Qualitäten sind wassertropfenecht und spleißen nicht in den Nähten, da wir festhalten an unserem alten Grundsatz: „Nur solide Qualitäten zu billigen Preisen zu verkaufen und nicht minderwertige Ware zu führen, die nur den Anschein der Billigkeit erweckt.“