Amtliches Kreisblatt landen kieis Borch.““ 85 Amachuu Sesn- u uae auae ee oe ue un u e vrtseche Veichchb Bunk. hneehicht. Der neue britische Hafen an der Nordsee. bis aine der bebe gfizies im brischen Parlament de Sote des Der Bihisek Palsaur leitte in Unger. bdede aur e getean bobe, Vu. wäichein Saute. Schiffe in den vorhanderner Höfer zion gmpfohsen habe Schiffe in den vorhandenen Häfen unterzubringen,#0 die Bidung einer neien Froten jgft ggrth für am besten De Lomm) Grichtlng einer foschen Station bezeichnet und die Admiralität sei nach sorsamer Prüfung dem Rat ier Kostien 6666h. — Sinnsprliche. Veisheit macht glücklich;, doch), größten Leiden: Der Weisheit schafft zugleich die g##g##n Seiden; Am glucklichsten auf Erden ist der Dumme, Mag auch kein Weiser ihn darum ger=Bezersteg,. cholt auch von Bildung aines besonderen englischen leberscht üiber die Lag= Bese=hzuizischef Getzegzihfen a wohl als auch in seinen Bezehungergät, der Oie,. Hat fen der Nordsee und zum Seewege nuch der Eststr. Gut Brieftragers e cchen Von Georg Pauisen. Gerteneng) Ja, es war so, das Kriegsgewölk zog sich gut ge gier Grenzfestung Nisch Batterien und Regimenter zusammeneschegs eus hungeeite in Beigend Purger iunRegierung fest zu dem Kriege enischlosen, der ine höhere die bulgarische Armee, wir wir wissen, ganz ohne H####e Offiziere, da diese, aus Angehörigen der Armee des Faren bestehend, nach Rußland zurückgerufen waren. Fürst Alexander war von der Margareten-Insel nach Budapest übergesiedelt; der hohe Herr, der reichlich erfahren hatte, was Regentensorgen bedeuten, zeigte äußerlich eine völlige Unbefangenheit, wenn ihm auch in Wahrheit anders zu Mute war. Er glaubte an, Ieeghtschute Tapferkeit seiner Bulgaren und der mit ihnen vereinten Rumelier rechnen zu können, hatte er auch als einsichtsvoller Soldat die richtigen Gedanken über die Leistungsfähigkeit seiner Gegner, aber er mußte mit dem beinahe vollständigen Mangel an höheren Offizieren zud, emitz er Bulgarien wenig freundlichen Haltung der Gropmchrder Forthmündungsbucht, in nächster Nähe eings, beden, Hafen von 15 Meter Tiegse.behundert Schfe, die bier in und Schutzraum für ein paar hunbert Schafe, bie Gue— rechnen. Oesterreich=lingarn sympatisierte ganz offen mit dem Serbenkönig, Rußland war Bulgarien feindlich gesinnt und seine Uebereilung konnte sogar den Sultan, den nominellen Oberyerrn Bulgariens, veranlassen, sich liebsten Klarheit mit dem Säbel, aber dann würde es heißen, ich sei der Friedensbrecher gewesen, und die Intervention einer Großmacht rückte in Möglichkeit. So muß ich abwarten.“ gi, Jutichei, „Hoheit dürfen, glaube ich, ruhig auf die entscheidende Stunde warten konnen,“ versetzte der Major respektvoll.„Ich verspreche mir alles von d eure der cuperg“,4„, grigen den Serben Befestigungen bei Juchkeith, sowie durch Befestigungen in beide Saste holt füie de neute Fatenosts,eigsedke iud allerbings erforderlch, Iu erster. Lnie wicd hier ein ben Entwicklungsraum in Hülle und Fülle. Eingang zum irischen Kanal bedacht. An der Südküste osten wichd die Zufahrt zur Landesharrzernseundung als eine natürliche Konsequenz der sich verändernde maritimen Machtverhältnisse erscheinen. Als Basis für die Operationen einer britischen Nord seeflotte im Falle eines Krieges hat der neue Hafen eine vorzügliche Lage. Sowohl kann von ihm aus der in Kriege für Deutschlands transatlantischen Verkehr sehr wichtige Weg um Nordschottland aus großer Nähe bedroht werden, als auch die Entfernung nach dem Weg um Sklagen, dem Eingangstor zur Nordsee, eine kürzere ist, von den bieherigen hzuithehentense Hafeifer aus, amentlich Erstere im Wegfalle zu beveulen hat, kann namentlich derjenige ermessen, der die ungeheuer ernste Bedeutung der Sicherung unserer Zufuhren zur See im Kriegsfalle richtig beurteilt. Der englische Kanal, das zeigt ein Blick die Fahrt von der neuen Flottenstation zur Ostsee, um Sklagen herum, nach dem Sund von Kopenhagen einer Flankenbedrohung von Helgoland her v ollkommen entzogen. * Aus allen diesen Umständen geht hervor, oaß die „Gewiß wird Johanna dazu bereit sein, mit tausend glaube ich behaupten zu können.".. „Also besten Dank schon jetzt. Schade, datz ich der baldigen Frau von Falkenthal keine ruhigere Zeu für die bevorstehenden Flitterwochen garantieren kann. Aber es liegt nun einmal nicht in meiner Macht.“ „Stets zu Ew. Hoheit Befehl auch dann!“ Der Major grüßte militärisch und entfernte sich. Johanna war selbstverständlich bereit, dem Ansuchen „Also ohne Feierlichkeits Das ist mir das Liebste. Der Doktor muß kommen, das ist gewiß. Wird der Fürst II SLO seuer der Bulgaren im Draufgehen. Es wird ein, Bostsz; 1. größerer Vegleitung erscheinen? triecg verden, und darin Ind die un„ichts anzufangen„Ich glauge es kaum, deim Ernst der Zeit ist ihm überlegen. Mit großer Statgs, wird vichts aunzefanßen swenig nach rauschender Geseligkeit zu Mute. sein din Femd fasen und ian schlagen, wo er gezaun., euiggzast rauschender Geseligig werde pinktlich bereit sein. Die Gemahlin des Intendanten der Oper wird mir Der Abend sah die Gemächer Johannas in anmutiger Weise mit Blumen geschmückt, der Flügel, auf wel cheni Herr Reiling seine bisherige Schutzefohlierz zum Gefange begleiten ,pugh, war aufgestellt, für Ehrischungen war gesorgt, die Gaste durften erscheinen. So sagte sein. Den Fei und ihn schlagen, wo er gesunden keine andere hier angewendet werden kann. Der erste Sieg wird alles entscheiden. Flieht der Feind, so darf er auch nicht wieder zum Stehen kommen. Das sieht jeder Mann in Ew. Hoheit Armee ein, und darum wird er hwpsen, bis der zece, ogr bie afige Antwort.„und darum mußh ich forzen, doß in gustomtngr“'hiest Mnant esge keine pessimistische Stimmung aufkomn. Liest man eine österreichische oder ungarische Zeitung,„ Dt de Soche), Her Neuling war der Erstez er sah Johanna in schon gegen uns enfschted=ebrigeng eiaren Sie mir wei, neizpoller, aber einfacher Gesellschaftstoilette. ven KabinetsSeketar, arongens, sinot Früuen, Gox)—.,„ izlein Johanng, ein Eeziges Pflater auf meite der heute abend?“ Rein, Hoheit!“. Wen Gast „Nun, dann möchte ich sie wohl eintaben, mein Gast zu sein. Oder halt! Das möchte stören. Bitten Sie Fräulein Holder, ob sie die Güte haben will, mir in ihrem Salon ein paar deutsche Volkslieder zu singen. Ich Gesange begleiten sollte, war aufgestellt, gen war gesorgt, die Gaste durften erscheinen. So sagte auch die Dame, welche Johanna um ihr Erscheinen gebeten. Voller, üder rm„ „Fräulein Irhanna, ein kleines Pflaster auf meine Wunde bedeutet dieser Abend doch. Sagen Sie, welche Orden hat man in Bulgarien? Ich meine für Künstler?“ Und der ehrgeizige Herr blickte so deutlich auf die Ordenskette mit Auszeichnungen für glücklich veranstalter lastspiele bedeutender Kunstgrößen, in welchen das Ho Deutscher Reichstag. 281. Sitzung vom 14. März. Auch am Sonnabend war das Haus beschlußunfähig, sodaß die Sitzung bereits nach 2½ stündiger Dauer abgebrochen werden mußte. Der Etat für Kiautschau wurde angenommen, ebenso ein Antrag, der Vorlesungen über Kolonialrecht an den Universitäten wünscht. Staatssekretär v. Tirpitz erklärte, er werde alles tun, um solche Bestrebungen zu unterstützen. Dann wurde in der Beratung des Marineetats fortgefahren und dabei überall nach den Kommissionsvorschlägen beschlossen. Eine längere Erörterung veranlaßte die Forderung für den Bau eines neuen Dienstgebäudes für das Reichsmarineamt, welche die Kommission gestrichen hat. Staatssekretär v. Tirpitz legte nochmals ein warmes Wort ein, während die Abgg. Bebel(Soz.) und v. Liebermann(Antis.) ihm widersprachen. Das Endergebnis war die Ablehnung. Damit war der Marineetat erledigt. Es folgten Wahlprüfungen. Bei der Prüfung der Wahl des Abg. Sieg (ntl.), welche die Kommission mit einer Stimme Mehrheit für ungiltig erklärt hat, beantragte Abg.Bassermann(nl.) Absetzung von der Tagesordnung mit Rücksicht auf die fast leeren Bänke. Als aber doch weiterberaten werden sollte, zweifelte Herr Bassermann die Beschlußfähigkeit an und das Bureau gab ihm Recht. Montag: SeemannsOrdnung. Preußisches Abgeoronerenhaus. 44. Sitzung vom 14. März. Bei der Weiterberatung des Kultusetats am Sonnabend sagte ein Regierungsvertreter zu, daß bei der Festsetzung der ländlichen Schulferien möglichst auf die Erntezeit, in der die Kinder von den Eltern gebraucht werden; Rücksicht genommen werden soll. Abg. Kopsch(frs. Vp.) bezeichnete die Schulverhältnisse besonders im Osten als verbesserungsbedürftig. Ein Regierungsvertreter erwiderte, die Unterrichtsverwaltung werde nach wie vor bemüht sein, Uebelständen abzuhelfen. Abg. Stychel(Pole) brachte Beschwerden seiner Landsleute vor. Minister Studt erklärte, die Regierung werde das bisher befolgte System unbedingt durchführen, denn es habe sich überall da bewährt, wo nicht bewußt Widerstand von den Polen geleistet werde. Den Lehrern sei eine vorsichtige Behandlung der polnischen Kinder zur Pflicht gemacht. Andererseits dürfe man nicht unberücksichtigt lassen, daß die deutschen Lehrer in den polnischen Landesteilen es sehr schwer hätten, da die großpolnische Agitation einen Terrorismus geschaffen habe. Diesem müsse entgegengetreten werden. Nach einer Debatte über Mädchengmynasien vertagt sich sodann das Haus auf Montag. Politische Ueversicht. Deutschland. — Vom Kaiserhofe. Der Kaiser, der abends vorher Gast des Reichskanzlers war, besichtigte Sonnabend morgen im Berliner Kunstgewerbemuseum das neue, zum Gebrauch bei Grundsteinlegungen bestimmte Festzeug und besuchte dann den Reichskanzler. Mittags hielt der Monarch im Schlosse eine Besprechung des Kriegsspiels ab. — Die Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses bewilligte die geforderten 50000 Mk. für Vorarbeiten zur Herstellung eines königlichen Residenzschlosses in der Stadt Posen. Ein Regierungsvertreter erklärte, der Kaiser wolle regelmäßig in Posen verweilen, da dies im politischen Interesse erwünscht sei. Ueberschreitungen der Baugelder werde die Krone tragen. Sonderbare Gerüchte. Berlin, 13. März. Die Gerüchte, daß anläßlich der bevorstehenden Reise Kaiser Wilhelms nach Kopenhagen eine Aussöhnung mit dem Hause Cumberland angeblich in Frage stand, die durch die Verlobung des deutschen Kronprinzen mit einer Tochter des Herzogs von Cumberland besiegelt werden sollte, erhalten sich trotz aller Dementis. So veröffentlichte heute abend das„Berl. Tagebl.“ eine mit Vorbehalt aufzunehmende Darstellung, wonach der Kaiser einen versöhnlich gehaltenen Brief an die Herzogin Thyra von Cumberland gerichtet habe, um eine Familienverbindung anzubahnen. Die Herzogin habe auch ihren Gemahl zur Reise nach Kopenhagen bewogen, wo am 85. norar eine nicht zu große Rolle gespielt, resp. nicht hatte spielen dürfen, daß Johanna laut lachte. „O Sie Nimmersatt mit ihren Orden! Ich weiß überhaupt nicht, ob der Fürst Orden zu verleihen hat!“ „Hm!“ machte Neuling. Und er marschierte in Gedanken um das zierliche Buffet herum. Gleich nachher kam der Doktor.„Du, Hermann, sei gescheidt,“ rief ihm Johanna zu.„Vielleicht kannst Du mal Hofarzt des Fürsten werden.“ Er lächelte.„Meine Arbeit liegt auf anderem Gebiete, immerhin dank' ich Dir für den Wunsch, denn ich schätze den Fürsten. Er ist ein Mann, der eine sehr schwere Aufgabe mit ernstem Willen anpackt.“ „Siehst Du, das meine ich auch. Aber pst, die Herrschaften, sie kommen. Der Fürst erschien in Uniform, mit ihm Falkenthal und ein anderer Offizier. Er sprach Johanna und der Gemahlin des Intendanten seinen Dank für die Freundlichkeit aus und plauderte dann lebhaft mit Hermann Grau. „Sie haben einen Ruf als Chirurg, Herr Doktor!“ „Ich habe meine Kunst der Chirurgie gewidmet, Ew. Hoheit; der Wille, den Leidenden zu helfen, kann hier doch am ersten in Taten umgesetzt werden.“ „Nun, wer weiß, vielleicht werde ich Sie einmal bitten, mir Ihre Hilfe zu leihen. Sie waren Soldat?“ „Nein, Hoheit! Eine Wunde, die ich im vorgerückten Alter erhielt, hat meine Körperkraft doch beeinträchtigt.“ „Nun, ich würde Sie gern bei mir sehen, wenn es die Zukunft fügen sollte. Der Fürst strich nachdenklich seinen Bart. 13— Der Ausbruch des Vesuv. Wie aus Portici gemeldet wurde, hat soeben ein Ausbruch des Vesuvs begonnen, der noch immer anhält und einen großartigen Anblick bietet. Der Vulkan wirft fortgesetzt große Feuergarben, verbunden mit dichten Dampfwolken, aus. Man vernimmt auch unterirdisches Grollen und verspürt leichte Erdstöße. Die Bevölkerung erfüllt die Straßen, verhält sich aber bisher ruhig. Ob diese Eruptionen die Vorboten ernster Ereignisse sind, kann man nicht mit Sicherheit voraussehen. Wir geben unseren Lesern beistehend eine von der Bai von Neapel aus aufgenommene Ansicht des tätigen Vulkans. Viele Neugierige stiegen den Berg bis Pugliano und San Vito hinauf, um das schaurige und zugleich imposante Schauspiel besser sehen zu können. Auf der Drahtseilbahn ist der Betrieb eingestellt. Die Behörden haben Anstalten getroffen, um, falls die Direktion des Observatoriums es für nötig erachten sollte, mit größter Beschleunigung eingreifen zu können. Bisher ist die Lava über den Rand des Kraters noch nicht hinausgekommen. Es hat sich auch noch keine neue Krateröffnung gebildet. Geburtstage des Königs Christian in Gegenwart der anwesenden Familienmitglieder und des Kaisers die Verlobung des deutschen Kronprinzen mit Prinzessin Alexandra von Cumberland proklamiert werden sollte. Es sei ferner beabsichtigt gewesen, dem Prinzen Georg Wilhelm von Cumberland den Thron des Herzogtums Braunschweig zu überweisen, da Prinzregent Albrecht schon längere Zeit regierungsmüde und kränklich sei. Am Braunschweiger Hofe soll man von alledem auch unterrichtet sein und Personalveränderungen in allen Aemtern ständen daselbst schon längere Zeit bevor. Der Herzog von Cumber= land habe aber in Kopenhagen plötzlich seine Gesinnung geändert und habe jetzt eine Aussöhnung mit Preußen unter Anerkennung der heutigen Verhältnisse für unmöglich gehalten. Die Erkrankung seines Sohnes sei nur ein Vorwand zur Abreise nach Gmunden gewesen. Lokales. Schwerte, 16. März 1903. **(Der erste schöne Frühlingssonntag) stellte sich uns gestern schon vor, fast eine ganze Woche vor dem kalendermäßigen Frühlingsanfang. In der Nacht war ziemlich starker Reif gefallen und in den frühen Morgenstunden wehte den wenigen Leuten, die sich draußen befanden, eine kühle Brise um die geröteten Nasen. Wird es noch einmal kalt werden, fragte man beim Anblick der weißen Reifdecke in der verflossenen Woche wohl des öfteren. Aber nein, die Wetterpropheten sollen wohl diesmal recht behalten— nun muß es doch Frühling werden. Und siehe, es ward schon Frühling, vielleicht ja nur für einen kurzen Sonntag vorläufig. Von Stunde zu Stunde ward es wärmer und schöner. Zeitweise wärmte die liebe Sonne schon so stark, daß man sich in einen mittelguten Sommertag versetzt wähnen konnte. Kein Wunder, daß fast alle berufsfreien Menschen in Stadt und Land auf das Mittagsschläfchen verzichteten und ins Freie eilten. Alle nach auswärts führenden Wege unseres Stadtgebietes waren „Wo ich helfen kann, soll mein Wille nicht erlahmen, war die ehrerbietige Antwort. Das Konzert begann. Der Furst setzte sich allein in eine halbdunkle Nische und lauschte von dort den rührenden Klängen. Johanna sang nur Volkslieder, kein einziges Bravourstück aus der Oper war darunter. Mit dem alten„O Straßburg, du wunderschöne Stadt!“ schloß sie. Tiefe Stille herrschte. Langsam erhob sich der Fürst. Er war tief ergriffen.„Es waren Heimatsstimmen, und herzlich danke ich Ihnen, daß Sie mir die Heimat vor die Seele gezaubert. Es war ein Freudengenuß in diesen schweren Tagen, ich nehme ihn als gute Vorbedeutung für die Zukunft. Mögen auch Ihnen die glücklichsten Tage bevorstehen. Johanna verneigte sich tief. „Ew. Hoheit wollen versichert sein, daß meine aufrichtigsten Bitten dem gnädigen Herrn gelten, der mich so hoch geehrt; nie habe ich einen schöneren Lohn für meinen Gesang empfangen, als den, welchen ich soeben erhielt.“ Fürst Alexander schüttelte lächelnd den edlen Kopf. „Der Dank ist von mir zu entrichten. Ich wollte Ihnen dieses kleine Angebinde zu Ihrem Hochzeitstage überreichen, aber die Zeiten sind unruhig, bitten, nehmen Sie es heute an.“ Damit bot er Johanna in einem Etui ein prächtiges Bracelet, in welchem sein Namenszug mit Brillanten gebildet war. Den überströmenden Dank der Sängerin, dem sich auch Major von Falkenthal anschloß, wehrte er lächelnd ab. Noch eine kurze angergte Unterhaltung, und die Herren empfahlen sich. (Fortsetzung folgt.) 211 schon von der zweiten Nachmittagsstunde an ungewöhnlich belebt. Alles zog an die strahlende Märzensonne; besonders nach dem„Freischütz" lenkten immer neue Scharen ihre Schritte, die Wagen der Straßenbahn dorthin waren owohl von Schwerte, wie von Dortmund=Hörde aus außerordentlich in Anspruch genommen; auch die Radler, von denen uns ganze Trupps begegneten, führten zum ersten Male wieder ihre blitzblanken Stahlrosse spazieren, damit auch wirklich alles da war, fehlte auch ein Automobil nicht, welches vom„Freischütz“ aus in sehr flottem Tempo nach Schwerte fuhr und vor einer hiesigen Wirtschaft von einer großen Menschenmenge wie ein Wundertier angestaunt wurde. Aber das Schicksal möge uns vor dieser Bereicherung des Verkehrslebens auf den Chausseen doch bewahren, denn als das Ungetüm die Chaussee entlang töff=töffte, zog hinter ihm her wie der Schweif eines Kometen eine so ungeheure Staubwolke, daß den zahlreichen Spaziergängern tatsächlich das Atemholen fast unmöglich gemacht war, und es ist daher begreiflich, wenn sie das fauchende und unangenehm duftende„Automöbbel“ nicht gerade mit Kosenamen belegten, zumal, als sie erfuhren, daß unter dem Bogen im Speckebruch um Haaresbreite ein kleines Mädchen wäre von dem nach unserer Meinung auf der belebten Chaussee entschieden polizeiwidrig schnell fahrenden„Auto“ überfahren worden, wenn es nicht im allerletzten Momente, wie Augenzeugen berichten, gelungen wäre, das Kind beiseite zu reißen. Als wir nun unsere durch das unmanierliche Automobil ins Stocken geratene Wanderung fortsetzten und recht durstig am„Freischütz“ anlangten, trauten wir unseren Augen kaum. Kein freies Plätzchen, auch nicht die allerkleinste freie Ecke war zu entdecken, alles, alles dicht besetzt, es schien, als ob Schwerte, Dortmund, Hörde und die umliegenden Ortschaften sich alle ein Rendez=vous hier gegeben hätten. Hatte man nun endlich einen Platz ergattert, dann konnte man nichts Eß= und Trinkbares erhalten. Es war der großen Kellnerschar trotz der größten Anstrengungen eben nicht möglich, bei dem gewaltigen Andrange allen Anforderungen gerecht zu werden. Aber nicht allein am„Freischütz" selbst herrschte ein reges Leben, überall in Feld und Busch und Wald streiften frohe Menschenkinder umher und mitten im Walde überreichte uns eine junge Dame die ersten Redaktions=Märzveilchen, leider unter der ausdrücklichen Bedingung, den Namen der holden Spenderin unseren verehrl. Leserinnen und Lesern schuldig zu bleiben. Doch trotz all der sich zeigenden verjüngten Lebensfreude war es gestern erst noch ein vorsichtiges Sondieren, man traute dem Frieden nicht recht und bedauerte schon die vielen frischen Triebe an Bäumen und Sträuchern, die vielleicht unter einem einzigen unbarmherzigen Rauhfrost ihr junges Leben wieder lassen müssen. Viel besucht wurden auch die Friedhöfe, die solange unter der starren Hand des Winters einsam lagen. Nach Einbruch der Dunkelheit war es mit der ersten Frühlingsherrlichkeit vorbei. Man hatte aber einmal für ein paar Stunden andere Luft geatmet und ließ sich nun zu Hause das Abendbrot doppelt gut schmecken. ***(Monatsversammlung.) Gestern nachmittag fand im Saale des Herrn Hagemann eine Monatsversammlung des evangelischen Arbeiter= und Bürgervereins statt, in der als neue Mitglieder die Herren Wilh. Hermeling und Wilh. Grote aufgenommen wurden. Dann hielt Herr Oberlehrer Dr. Wangerin einen hochinteressanten Vortrag über„Gustav Adolf im Urteil seiner Zeitgenossen", der mit großem Beifall aufgenommen wurde. **(Nationaler Wahlverein.) Am kommenden Sonnabend, den 21. März, abends 8 Uhr findet im Lokale des Herrn Böhmer eine Generalversammlung hiesigen Nationalen Wahlvereins statt, in welcher H Parteisekretär Zabel aus Dortmund sprechen wird. ßerdem sind verschiedene geschäftliche Angelegenheiten d liano gleich der irden des ößter die ekomnung alach besonharen varen 8 auadler, zum ieren, tomoottem esigen Wune uns den die ie der e, daß tholen eiflich, „Autoil, als ch um ch unpoliorden, zeugen reißen. mobil recht nseren allercht bede und is hier atz erres errößten altigen Aber es Lefrohe rreichte eilchen, ien der nd Legenden in vort recht säumen sen unc lassen die solagen. Frühfür ein nun zu hmittag latsververeins Hermenn hielt ssanten Zeitgewurde. menden im Lo1g des er Herr d. Auten des do eintreten lassen. ner Bergbaugesel o.3(Die bevorstehende Reichstagswahl) wirft ihre voraus. Gestern nachmittag fand im SpechtSaale eine vom Zentrum einberufene, äußerst zahlbesuchte Versammlung statt, in welcher die brennenden Tagesfragen auf politischem und religiösem Gebiet erörtert wurden. Als Redner traten auf die Herren Oberlehrer Rosenberg=Dortmund und Kaplan sectzy(Ein eigenartiger Rechtstreitz) der besonders die, Schneidermeister interessieren durfte, gelangt in nächster Zeit vor dem hiesigen Amtsgerichte zum Austrag. Schneidermeister Herr Friedrich F. hierselbst hat sem hiesigen jungen Manne einen Anzug geliefert, welcher nach dessen Meinung den Anforderungen, die man inbetreff Sitz und Schnitt an einen von einem Schneidermeister nach Maß gefertigten Anzuge stellen darf, in keiner Weise genügt. Er hat die Zahlung verweigert und den Lieferanten des Anzuges brieflich aufgefordert, den Betrag einzuklagen, um eben durch ein gerichtliches Urteil feststellen zu lassen, ob man einen nach Maß gefertigten Anzug, der nach dem Urteil Sachverständiger inbetreff Schnitt und Sitz nicht genügt, auch zu dem vereinbarten Betrage voll bezahlen muß. Ein Termin in dieser Sache steht vor dem hiesigen Amtsgericht am 19. März, vormitdas Güterrechtsregister) des hiesigen Amtsgerichts ist eingetragen worden, daß die Eheleute Bäcker und Spezereiwarenhändler August Schäfer und Julie geb. Dirkes zu Schwerte durch Vertrag vom 21. Januar 1903 vollständige Gütertrennung nach Maßgabe der§§ 1426 bis 1431 des Bürgerlichen Gesetzbuches vereinbart haben. ** Aplerbeck, 14. März.(Zeche Bickefeld.) In der in Dortmund abgehaltenen ordentlichen Gewerkenversammlung wurde einstimmig der Abschluß pro 190: zenehmigt. Es stand die Bewilligung einer Zubuße und die Beschlußfassung über die Aufnahme einer einheitlichen Anleihe auf der Tagesordnung. Bergassessor Müller, der bisher die Leitung des Betriebes hatte, demnächst aber wieder in den Staatsdienst zurücktritt, gab ein End über den Stand des Unternehmens und konstatierte, daß der Effekt eine erfreuliche Steigerung erfahren habe. Das Stadium der Zubuße sei zwar leider noch nicht überwunden, das sei aber kein Grund, den Mut zu verlieren, zumal der Erfolg sicher sei. Der Verbrauch der Zubuße habe sich erfreulicherweise verringert. Im Februar habe man sogar mit einem kleinen Ueberschuß abgeschlosogz, ggge das Syndikat in der Lage gewesen wäre, Bickefe.#er: Mengen abnehmen zu können, dann wäre der Erfolg selbstverständlich auch besser gewesen. Erfreulich sei ferner, daß das Syndikat Lieferungen für die Eisenbahn überwiesen habe, die Bickefeld früher nicht zugestanden worden seien. Weiter verwies Herr Assessor Müller auf das Gutachten des Direktors Hilbck. Das Grubenfeld unterliege bekanntlich einer natürlichen Trennung. Die Kohlenmenge des Schachtes in Aplerbeck neige sich zu Ende. Es stände vielleicht noch für 10—20 Jahre Kohlen an. Man müsse jetzt darauf bedacht sein, den Teil des Feldes, der den eigentlichen Wert darstelle, das Hörder Feld, vorteilhaft einzurichten. Dieses sei bekanntlich durch Ankauf gut arrondiert. Das erwähnte Gutachten ging dahin, daß die Flötze in diesem Felde außerordentlich zufriedenstellend seien. Zweckmäßig sei, durch Abtrennung des Aplerbecker Feldes Vorkehrung zur Abhaltung Wasserzuflüssen zu treffen; dadurch könne man jährlich 100000 Mark sparen. Je schneller das Hörder Feld ausgebaut werde, desto besser würden sich die Verhältnisse gestalten. Die Anlagen über Tage seien in der Hauptsache fertig. Notwendig sei noch eine Wäsche, eine Kokerei und eine Anlage zur Verwendung der Heizgase. Wenn die geldliche Lage es gestatte, so empfehle er sofortige Ausführung. Es wurde darauf beschlossen, eine Zubuße von 600 000 Mark zu bewilligen, Westfalen und Rheinland. * Hagen, 14. März.(Einekunstbegeisterte Stadt.) Man schreibt der„Frankf. Ztg. von hier: Welche Kunstbegeisterung unter der Hauener Burgerschäft * Psderborn, 14. März.(Ein bedauerlicher Unglücksfall) ereignete sich gestern hierselbst beim Fechten mit Lanzen bei der 4. Eskadron des 8. HusarenRegiments. Der Husar Frank von Köln wurde unvorsichtigerweise mit der Lanze so unglücklich in die Brust gestoßen, daß er bereits auf dem Transport zum Lazarett verstarb.„ M„„„ 6 * Trier, 15. Marz. Drei Personen einer Familie, Vater, Sohn und Tochter, hatten sich vor dem hiesigen Schwurgerichte wegen Blutschande und Kindesmord zu verantworten. Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Gericht den Vater, Mathias Zeimet, zu 11 Jahren Zuchthaus, den Sohn, Hilarius Zeimet, zu anderthalb Jahren Gefängnis und die Tochter, Elisabeth Zeimet, zu Jahre Gefängnis. Der Der Kurpfuscher Nardenkötter, der am 17. Februar wegen mit beispielloser Frechheit betriebener Kurpfuscherei zu drei Jahren Gefängnis, 3000 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde, ist bekanntlich in London verhaftet und sieht nunmehr seiner Auslieferung entgegen. Diese muß nach dem zwischen Deutschland und England geschlossenen Vertrag vom 14. Mai 1872 wegen „Erlangung von Geld durch falsche Vorspiegelungen“ erfolgen, aber nicht vor Ablauf von 15 Tagen seit der Ergreifung und nur dann, wenn Beweise dartun, daß der Ergriffene mit der von den Gerichten des ersuchenden Staates verurteilten Person identisch ist. Frau Nardenkötter wurde bisher von Beamten der Kriminalpolizei beobachtet, da ihr das„Geleit" auf ihren kurzen Ausgängen gaben. Dem„B. T.“ zufolge soll sie noch Diens tag geäußert haben:„In London bekommen sie ihn ja doch, und ausliefern werden sie ihn wohl auch.“— Die Berliner Gerichtsbehörde, die dem Kurpfuscher bekanntlich durch ihre Maßnahmen so leichte Möglichkeit gab, die Flucht zu ergreifen, ist gewissermaßen hier noch vom „Glück" begünstigt gewesen. Denn trotzdem die Ausstellung des Steckbriefes, der einen unbeschränkten Haftbefehl einschloß, anfangs auf Schwierigkeiten stieß, da man einer Photographie Nardenkötters zuerst nicht habhaft werden konnte, wiesen doch alle Spuren darauf, daß der Kurpfuscher London zu seinem Reiseziel erwählt hatte. Nicht zum wenigsten erbrachten Briefe, die Frau Nardenkötter von Berlin aus unter einer Deckadresse nach London gelangen ließ, diese Spur. keinerlei Zugeständnisse zu machen. Es sei unrichtig, daß die Angelegenheit im Senate zur Sprache gebracht werden würde und daß der Kabinettschef Combes das Konkordat zu kündigen beabsichtige. Die Regierung werde vielmehr ruhig abwarten, bis der Vatikan einsehe, welche Unannehmlichkeiten ihm aus diesem Konflikte entstehen. Eigener Depeschendienst der IId Berlin, 16. März. Der Papst gab gestern, wie der Lok.=Anz. aus Rom meldet, in seiner Villa im vatikanischen Garten seinen Neffen mit ihren Familien ein Jubiläumsdiner, an dem 15 Personen teilnahmen. Nach dem Diner empfing der Papst zu mehrstündigem Besuch die Verwandten in seinen Privatgemächern. Hd Berlin, 16. März. Ueber Lemberg wird aus Warschau berichtet: Im Gymnasium zu Sandomierz, welches hauptsächlich von Polen besucht wird, fanden Schülererzesse statt. Die Schüler der 4. Klasse hatten sich lärmend der Erteilung des Unterrichts durch einen russischen Priester widersetzt, ihn aus dem Klassenzimmer gedrängt und die neuen russischen Religionsbücher aus dem Fenster geworfen. Bisher war der Unterricht in polnischer Sprache erteilt worden. 15 Schüler wurden verhaftet und das Gymnasium geschlossen. IId Berlin, 16. März. Eine Delegiertenversammlung der deutschen Krankenkassen ist hier zusammengetreten und hat in ihrer gestrigen ersten Sitzung die Krankenkassen=Novelle der Regierung für unannehmbar erklärt. IId Berlin, 16. März. Die Militärschneider Berlins haben beschlossen, heute in den Generalausstand einzutreten, da die von ihnen geforderten Lohnerhöhungen von den meisten Meistern abgeschlagen wurden. IId Hanau, 16. März. Unter den Mannschaften des 1. Bataillons des 166. Infanterie=Regiments(HessenHomburg) ist vor einiger Zeit die Genickstarre ausgebrochen; derselben ist bisher ein Mann zum Opfer gefallen. Das 2. Bataillon, welches bisher von der Seuche verschont geblieben ist, siedelt aus diesem Grunde nächsten Dienstag nach Mainz über. IId Bern, 16. März. Die Volksabstimmung über den neuen Zolltarif ergab dessen Annahme mit 32 900 gegen 22 300 Stimmen. Der neue Tarif erhöht fast sämtliche Zollsätze um 25—50% und hat einen ausgesprochen agrarischen Charakter.(Was sagen unsere Freihändler nun zu der freien Schweiz?) Teiche keunste.geis ter, unter der Gg. 5 herrscht, möge man aus folgendem Vorkommnis entnehmen. Nebendem heimischen Teater, das während der Vintermonate allabendlich im Viktoriasaal vor meist ausverkauftem Hause Schau= und Lustspiele aufführt, gibt im Weidenhof wöchentlich zweimal das Elberfeld Stadtteater=Ensemble ebenfalls recht gut besuchte Vorstellungen, meist Opern. Letzteres Ensemble führte nun gestern abend die„Jüdin“ auf, nachdem diese Oper kürzlich wegen plötzlicher Erkrankung eines Sängers hatte abgesetzt werden müssen. Aber auch das heimische Teater hatte auf gestern abend eine Aufführung derselben Halevy'schen Oper angesetzt und sich dazu des Essener Stadtteater=Ensembles versichert. So kam es, daß in unserer 70000 Einwohner zählenden Stadt an demselben Abend dieselbe Oper in zwei verschiedenen Sälen gegeben wurde. Und was das bemerkenswerteste: beide Häuser, die zusammen ca. 2200 Menschen fassen, waren vollständig ausvberkauft!„„ * Münster, 14. Marz. Der Weiyvischof Kramer, der bereits seit längerer Zeit kränklich ist, erlitt, wie der „Westf. Merk.“ mitteilt, gestern einen Schlaganfall. Bei dem hohen Alter des Herrn— er steht im 80. Lebensjahre — ist der Anfall nicht unbedenklich, doch wird der hohe Patient ihn auch diesmal hoffentlich glücklich überstehen. —(Wienns unser Depeschenbureau heute(Montag) morgen meldet, ist der Weihbischof gestern gestorben. Red.) Neueste Nachrichten. § Hannover, 15. März. Das seit August 1901 verschwunde 7jährige Mädchen Else Cassel wurde gestern in Obershagen bei Burgsdorf aufgefunden. Das Kind ist seinerzeit vermutlich von Zigeunern entführt und aus Furcht vor Entdeckung kürzlich der Frau eines Korbmachers in Obershagen übergeben worden. Die Polizei hatte auf die Entdeckung des Kindes 1000 Mk. Belohnung ausgesetzt. § Graz, 15. März. Im Mürztale fallen derartig große Schneemassen, daß der Verkehr völlig gesperrt ist. § Brüssel, 15. März. Die„Tribune Congolaise" berichtet, die Ursache der englischen Angriffe gegen den unabhängigen Kongostaat sei darin zu suchen, daß der Kongostaat sich geweigert habe, einer Gruppe englischer Finanzleute eine Konzession in einem große Grubenschätze bergenden Gebiete zu erteilen. § Paris, 15. März. Die Abgeordneten Thierry und Bonnevoy haben einen Gesetzentwurf eingebracht, durch welchen die Lebensversicherung von Kindern unter sieben Jahren verboten wird. Diese Versicherungen haben zu skandalösen Machenschaften Anlaß gegeben, welchen zahlreiche Kinder zum Opfer fielen.(Ueber diese„Lebensversicherung“ haben wir kürzlich in einem ausführlichen Artikel berichtet.) § Paris, 15. März. In Vichy hat die Gemeindebehörde beschlossen, die Schwestern des Gemeindespitals durch weltliche zu ersetzen. Der Grund hierfür ist, daß ein junges Mädchen, welches ins Spital gebracht wurde, um dort ihre Niederkunft abzuwarten, Selbstmord beging, weil ihm von den Schwestern in Bezug auf ihre Schande zu sehr ins Gewissen geredet worden war. § Paris, 15. März. In dem Städtchen Saida bei Oran(Afrika) wurde vorgestern ein Krämer, sowie seine Mutter und Dienstmagd von drei Soldaten des 2. Regiments der Fremdenlegion ermordet und beraubt. Die Mörder sind zwei Schweizer, Ernst Ball und Emil Allimann, sowie ein Deutscher namens Karl Rapp. § Paris, 15. März. Der Gewinn aus dem Tabaksmonopol im vergangenen Jahre beträgt 332 Millionen und derjenige aus dem Zündholzmonopol 24 Millionen 3 Paris, 15. März. Der Verkauf des Zola'schen Nachlasses wurde gestern beendet. Es wurden im ganzen 152 375 Franks erzielt. § Paris, 15. März. Wie die Blätter melden, ist die Regierung entschlossen, in dem Konflikt mit dem Vatikan Hd Brüssel, 16. März. König Leopold ist in Begleitung seines Adjutanten gestern nacht nach Wiesbaden abgereist. Der Aufenthalt daselbst soll 5—6 Wochen dauern. IId Paris, 16. März. Die Zollbehörde beschlagnahmte in dem Grenzorte Feignies einen Wagen mit 2000 Kilogr. Tabak, welcher nach Frankreich eingeschmuggelt werden sollte. Der Wert der Ware beläuft sich auf 25 000 Franks. Die Schmuggler wurden verhaftet. IId Konstantinopel, 16. März. Der bei dem Kampf in Bohemico mit seinen Leuten entkommene Bandenführer Apostel hat sich bei Matschukow mit einer zweiten Bande vereinigt und seine Operationen wieder aufgenommen. Hd Konstantinopel, 16. März. Wie auf der Pforte versichert wird, wurden bereits 1080 wegen politischer Verbrechen verurteilte und verbannte Personen, darunter mehrere Türken begnadigt. IId London, 16. März. Aus Bohokle wird gemeldet, daß die gegen den Mullah operierenden fliegenden Kanonen sich bei Tokt=Belga=Belga mit dem englischen Hauptheere vereinigt haben. Weiter wird aus Aden gemeldet, daß die vom Obersten Siami entsandte Kolonne auf eine Abteilung des Mullah=Heeres gestoßen ist, und derselben einen Verlust von 14 Toten, 16 Gefangenen und zahlreichen Verwundeten beigebracht hat. Wetterbericht. 17. März: Meist wärmer, strichweise Niederschläge, wenig angenehm. 18. März: Gelinde, wolkig mit Sonnenschein, Niederschläge. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Bekanntmachung betreffend die Einführung von Lohnbüchern für die Kleider= und Wäsche=Konfektion. Vom 9. Dezember 1902. Auf Grund des§ 144 a der Gewerbeordnung hat der Bundesrat beschlossen:„ Für Betriebe, in denen die Anfertigung oder Bearbeitung von Männer= und Knaben=Kleidern(Röcken, Hosen, Westen, Mänteln und dergleichen), Frauenund Kinderkleidung(Mänteln, Kleidern, Umhängen und dergleichen) sowie von weißer und bunter Wäsche im großen erfolgt—Kleider= und Wäsche=Konfektion— wird die Führung von Lohnbüchern vom 1. April 1903 ab vorgeschrieben. In die Lohnbücher sind auch die Bedingungen für die Gewährung von Kost und Wohnung einzutragen, sofern Kost oder Wohnung als Lohn oder Teil des Lohnes gewährt werden sollen. Berlin, den 9. Dezember 1902. Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Graf von Posadowsky. Der Hausputz beginnt Wischen, Scheuern, Putzen in allen Ecken!— Nichts hat sich seit Jahren dabei besser bewährt, wie der in ganz Deutschland bekannte Luhzck, WaschExtrakt mit rotem Band, weil dieser eine sehr sparsame Abwaschlauge ergiebt, mit welcher man jedes Teil schnell und gut reinigen kann. 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