Amtliches Kreisoichlt“ den kiell Ferte.““ mrrchhmmmrrerurmmerrurrt eus ein Heren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklawe=Zeile Pernsprech=Anschluß g Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regiernn durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts verbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 exel, 42 Pfg Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. N8. 8 Vor 15 Jahren: Eine Erinnerung an den Tod Kaiser Wilhelms des Großen. Ein grauer, trüber Wintertag lag am 8. März 1888 schwer über der Hauptstadt des Deutschen Reiches, zu der sich im Geist die Blicke des gesamten Volkes in banger Sorge, der ganzen zwbiliserten Wezseaztent, der draußen richteten. Trotz des Sturms und nege der rrang. auf den Straßen sein Unwesen trieb, umlagerten den ganzen Tag bis in die Nacht hinein unübersehbare Menschenmassen, in dumpfes Schweigen gehüllt, das kaiserliche Palais unter den Linden. Kein lautes Wort wurd osverochen; aler Augeisen Mauern sich der Kampf des Schwerte, Montag den 9. zu dem Gebäude, in derse Rauern ah rer num, des Todesengels mit dem teuersten Leben der Nation abspielte. Um 5 Uhr nachmittags, als das mißgerstgudene Geläute aller Kirchenglocken zu dem Bitg, gr6 für den sterbenden Kaiser rief, ging eine bange Errrg##g durch die ganze Bevölkerung Berlins. Man glaubte, das Schlimmste sei bereits eingetreten. Doch noch für eine kurze Frist war das Fürchten ohne Grund gewesen. Allerdings hatte eine andauernde Verschlimmerung in dem Befinden des schon sehr entkräfteten Monarchen seine Umgebung das Ende befürchten lassen; aber noch einmal, zum letzten Male, siegte dies einst so kraftvolle und kampfgewohnte Leben über den finsteren Feind. Ei abends um 7 Uhr 15 Minuten ausgegebenes Bulletin teilte diese, wieder einen neuen Hoffnungsschimmer weckende Gewißheit dem Volke mit. Und die Hoffnung wuchs, als gegen 10¼ Uhr nachts eine zeitege, bernhigende Meldung der Aerzte über das in de hohel. Kranken bekannt gemacht wurde. So begab man sich in Berlin wieder, mit ein wenig Hoffnung ausgerüstet, zur Ruhe. Schon in der Frühe des nächsten Morgens— auch er war grau und regnerisch— gegen 7 Uhr standen wieder die dicht gedrängten Scharen um das Palais; die hoffnungsvolle Stimmung vom Abend zuvor hielt zunächst noch vor. Doch als plötzlich gegen 8½2 Uhr ein starkes Aufgebot von Schutzmannschaften erschien und Absperrungen um das Palais herum in größerem Umfange vornahm, da ging ein ahnungsvolles Schauern durch die stumm harrenden Massen. Und bald, man wußte nicht, woher es gekommen war, da raunte man sich leise, mit verstörten Mienen ein kurzes und doch so erschütterndes Wort ins Ohr. Bald kam die unumstößliche Gewißheit über das Publikum. Stumme Bewegung ging durch die Massen, alles blickte zum Dach des Gebäudes empor: Dort oben sank soeben langsam die Purpurstandarte auf Halbmast. So war es eine Tatsache: Der alte Kaiser lebte nicht mehr, sein Volk war verwaist: Was waren das für Augenblicke, die nun folgten! Niemand wird sie vergessen, Männer auf der Straße Tränen vergossen und sich wild fremde Menschen erschüttert die Hände drückten! So stan den und wogten die Menschenmassen in tiefer, schmerzlicher Erregung in den Straßen Berlins, bis vom Westen der Stadt von fern her ein dumpfes Donnern erschonl: das erste GardeartillerieRegiment gab die Trauersalven ab. Um 12 Uhr begann das Trauergeläute von allen Kirchtürmen der Riesenstandt, das mit drei Unterbrechun gen bis 1 Uhr die Lüfte durchhallte. Inzwischen waren auf allen öffentlichen Gebäuden und zahllosen Privathäusern die Trauerfahnen gehißt worden; schlaff und unbe weglich hingen sie hernieder, sich mit dem trostlosen Grau des Himmels zu einem Bilde von trübster Stimmung vereinend. Auf den Straßen liefen die Verkäufer der Extramend. Auf den Straßen liefen die Verkäuf blätter umher, die die Mitteilungen über die letzten Augenblicke des geliebten Kaisers enthielten. Sie wurden ebenso wie die Anschläge an den Säulen mit der amtlichen Meldung vom Tode des Kaisers mit tiefster Ergriffenheit vor dicht gedrängten Scharen gelesen, und überall, aus allen Mienen und Worten, sprach unermeßliche Trager.„Das war das Angesicht des Tages, als Deutschlau#####ster Kaiser heimging. Arbeiterfürsorge und Sozialdemolka Die Sozialdemokratie ist bei der jüngst erst imReichstage zum Abschluß gebrachten zweiten Lesung des Etats des Reichsamts des Innern nicht müde geworden, die Arbeitgeber Deutschlands als Leute darzustellen, die sich um die Verhältnisse der Arbeiterschaft nicht kümmerten und die sogar bemüht wären, die Lage der Arbeiterschaft möglichst herabzudrücken. Die beste Antwort auf diese Verdächtigungen bietet der soeben über die Unfallversicher ung des Jahres 1902 vom Reichs=Versicherungsamte herausgegebene vorläufige Bericht. Danach haben die Arbeitgeber Deutschlands allein für die Entschädigungen der Arbeiter in diesem einzelnen Versicherungszweige über 107 Millionen Mark oder 9 Millionen Mark, pehr. als in Vorjahre gezahlt. Natürlich sind diese 9 Meiulonen nicht die einzige Steigerung der Kosten. Die Summe, welch von den Arbeitgebern für die Reservefonds hat aufgebracht werden müssen, hat wieder sicherlich 10 Millionen Mark betragen, Verwaltungs= und Untersuchungskosten werden gleichfalls eine Erhöhung erfahren haben. Angesichts solcher Zahlen ist es wirklich wunderlich, daß die Sozialdemokratie immer noch den Mut findet, den Arbeitgebern Herzlosigkeit den Arbeitern gegenüber vorzuwerfen und daß in breiten Völkerungsschichten diese Behauptung Glauben finden, umso mehr, als doch auch bei den anderen Versicherungszweigen die Lasten der Arbeitgeber, de von sichen Kechiteungtn. haben, z. B. bei der Invaliditäts= und Altersversicherung für 1902 bereits 70 Millionen Mark betragen haben, ganz abgesehen von den Summen, die dabei herauskommen, daß viele Arbeitgeber die Kosten dieses Versicherungszweies auch für die Arbeiter decken, pzstigient Heheen. versicherungs=Rentenempfänger. Man sollte meinen, daß bei einer so großen Zahl von Personen, die die der Arbeiterversicherung am eigenen Leibe zu sp kommen, den Verhetzungen der Sozialdemokrate ei Damm entgegengesetzt werden würde. Das ist leider nicht der Fall, die Ausstreuungen der Sozialdemokratie geger die Arbeitgeberschaft werden nur zu gern geglaubt. ner solchen Sachlage sollte man in denjenigen Kreisen, welche einen bestimmenden Einfluß auf die sozialpolitische Entwiclung haben, nicht domit veIrgeiter auf dem GeErweiterung der Zürlorge für die„ozialdemokrate Albbiete der Arbeiterversicherung die Sozn 8 bruch erleiden wird. Man soll die Weiterfuhrung der Sozialpolitik nicht unterlassen, man soll sich dabei aber keinen Illusionen hingeben. Die Sozialdemokratie wird auf anderen Wegen bekämpft werden müssen. Einen davon hat der Minister der öffentlichen Arbeiten in Preußen bei den jüngsten Eisenbahndebatten klar und deutlich gezeigt. Vor allem aber würde ein enger Zusammenschluß der staatserhaltenden Parteien bei den nächsten Reichstagswahlen in gleicher Richtung wirken können Das Beispiel, das das Königreich Sachsen gegeben hat, ist durchaus nachahmenswert. Eine Zurückdrangung der Sozialdemokratie würde für die Arbeiterschaft selbst viel fache Vorteile in der sozialpolitischen Fürsorge bedeuten, in der einzelne Zweige deshalb nicht ausgebaut werden können, weil die politischen Bestrebungen der Sozialdemokratie dies nicht gestatten. Deutscher 275. Sitzung vom 7. März. Am Sonnabend fanden zwei Sitzungen statt, da die erste infolge der Beschlußunfähigkeit vorzeitig endete. Es wurde zunächst der Etat des Allgemeinen Pensionsfonds genehmigt, wobei von nationalliberaler und konserbander Seite das Ausbleiben der Novelle zum Militärpensionsgesetz bedauert und für die neuen Bestimmungen rückwirkende Kraft zugunsten der alten Pensionäre verlangt wurde. Preuß. Kriegsminister v. Goßler erwiderte, das würde insgesamt 60—70 Millionen Mark beanspruchen, woher aber diese bei der schlechten Finanzlage nehmen? Die Militärpensionsnovelle wünsche auch er; nur die fehlenden Mittel verhinderten ihre Einbringung. Abg. Graf Roon(kons.) schlug die Erhöhung der Biersteuer Deckung vor. Im Interesse unserer alten Soldaten konne un schan ttoschantich aut in stas Waer verichten. 158. Vrieftragers Hannchen. Von Georg Paulsen. (56. Fortsetzung.) Besorgt betrachteten seine Begleier den Grafen. Was sollte das werden? Und diese lärmende Ausgelassenheit, zu der er sonst doch nicht sich hinreißen ließ? Was war vorSic sollten es bald hören. Eine blonde Sängerin, die eine ganz flüchtige Aehnlichkeit mit Johanna Holder hatte, hatte mit nicht unangenehmer Stimme ein tolles Lied gesungen; wie rasend wurde geklatscht, und der Graf warf, ohne zu zählen, ihr mehrere Goldstücke zu. Nimm, da nimm!“ schrie er,„magst einmal oben in der Stadt singen für die schwedische Kommödiantin. „Bist du von Sinnen, Egon, sprachen die Freunde ihm zu,„wenn das weiter getragen wird, du kannst dir denken, was folgen muß!“ 8 „Was folgen muß?“ lachte er hohnisch. Das giebt ein Aufwaschen. Binnen vierundzwanzig Stunden werden so wie so die Pistolen knallen, und ich meine, ich werde treffen." Damitdrehte er sich anscheinend gleichmütig eine neue Zigarette.. al68 der 6ah Die Anderen sahen einander an, und als der hatt Berauschte ihnen nun den Vorgang in der Oper erzählte, siegesgewiß wegen des Ausganges, und ihrer Zustimmung harrte, da ward als Antwort ihm nur ein verlegenes Schweigen zuteil.„: Gr= Dung sei. Und in hellem Zorn ergluheno, warf Graf Zura sen nen Champagner=Kelch an die Wand, daß die Scherben zu Boden klirrten. Aber der wilde Haufe sah nicht darauf, und der an dergleichen Szenen mehr wie hinlänglich gewöhnte Wirt ließ gleichmütig die Scherben zusammenkehren. Inzwischens aßen Johanna und Falkenthal in ihrem Salon im Hotel. Der Auftritt in der Oper hatte keine Zeugen außer der verschwiegenen Aluscha gehabt, niemand in dem glänzenden Gasthofe konnte wissen, was vorgefallen war. Man wunderte sich nur, als Johanna blaß und erregt, wie mansienie zuvor gesehen, am Arme Falkenthals die Halle betrat und den Fahrstuhl bis zu ihren Zimmern benützte, während sie essonstvorgezogen hatte, die bequeme breite Treppe zu gehen,. 94 6 Her Neuling, der Impresario, der eine Vietleistunde später aus der Oper nach Hause kam, war außer sich, als er von dem Unwohlsein seiner Schutzbefohlenen vernahm. as nach einem solchen Abend? Das war ja undenkbar. Er stürmte die Treppe empor und stieß im Vorzimmer auf Aluscha. Die Zofe verstand sich vortrefflich zu beherrschen, aber der gewohnte Gleichmut war heute auch ihr abhanden gekommen..(an s t. 4.— ehe Neuling wollte sofort in den Saton eintreten, über das Mädchen hielt ihn zurück. „Es ist nicht gut, wenn Herrin gestört wird,“ sagte sie Neuling lauschte, er vernahm leises Gemurmel. „Wer ist bei Fräulein Johanna?“ fragte er gespannt. „Der Herr Major von Falkenthal.“ Der erfahrene Mann lächelte. Er glaubte an einen leichten Zwist zwischen den beiden Liebesleuten, hatte er doch Mittag bereits erkannt, wie es zwischen Johanna und dem Major in Wahrheit stand. „Nun, da will ich nicht weiter storen: Damit wollte er sich entfernen, aber nun war es Aluscha, die ihn zurückhielt und ihm alles erzählte. Erfahren mußte er es ja Herr Neuling ließ den Kopf hängen: Eine ganz verteufelte Geschichte! O weh! Wenn die nur erst überstanden ist. Konnte Fräulein Johanna nicht noch bis zum Abschluß dieses Gastspiels warten mit ihrer Na ja, was geht's mich an! Aber sie ist doch sonst so ernst und bedächtig. Schlimm wird es immer. Ich sehe ganz klar, daß ein Duell nicht zu vermeiden ist. Wird der Major getroffen, dann wird sie nicht mehr singen wollen, bekommt dieser heißblütige Graf seine Lektion, so ist der Damit stürmte er wieder davon, und Aluscha sah ihm der Major in Johanna's Salon erregt auf und ab ging, hatte sie sich tumgekleidet, sie erschien in einem netten, reich mit Spitzen besetzten Gewande, daß den karakteristischen Kopf frei und klar emporrggefengen Aber heute war die Stirn, über der die golbonn: Flechten thronten, geneigt, müde faßte die Rechte Falkenthals Hand. „Richard!" sagte Johanna leise. „Schilt nicht über das, was ich Dir jetzt sagen will. Sieh, ich liebe Dich heiß, jetzt habe ich's erst erkannt, wie die Neigung zu Dir mein ganzes Wesen bestimmt; ich hab's so recht empfunden, als ich heute abend sang. Und ich weiß, Du liebst mich wieder, mehr, weit mehr, als ich „Aber wie magst Du so nur reden, Johanna!“ Er faßte zärtlich ihre kalten, schlanken Finger und führte die Müde zu einem Lehnstuhl. Dann nahm er neben ihr Platz.„Weißt Du was, Johanna, sprechen wir von der ganzen Geschichte heute überhaupt nicht mehr. Ich bin Soldat und habe Soldatenmut und, ich meine, Soldatenglück auch in meiner Liebe zu Dir. Also— „Nein, Richard.“ Ich muß sprechen! Sieh, ich war die Ursache, die unschuldige war, aber die Ursache zu dem, was kommen wird und was mich mit Erpxieperjig Nein, bitte, unterbrich mich nicht. Sieh', wein. in—4 aus der ganzen Angelegenheit ausscheide, dann, meine ich, ist die Gefahr auch entschwunden, die Dich bedroh## „Gieb mir mein Wort zurück, das ich Dir gegeben, 1 folgte der nochmals an die Budgetkommission zurückverwiesene Titel Oberpostassistenten usw., wozu wieder vom Abg. Müller=Sagan(frs. Vp.) beantragt wurde, die Zahl der neugeforderten Assistentenstellen von 2000 auf 3000 zu erhöhen. Staatssekretär Krätke verhielt sich durchaus ablehnend, aus rein dienstlichen Rücksichten, wie er sagte. Ein konservativer Antrag wollte den Reichskanzler ersuchen, mit der Vermehrung vorzugehen, sobald die Verkehrssteigerung es notwendig erscheinen lasse. Als vor der Abstimmung von sozialdemokratischer Seite die Beschlußunfähigkeit angezweifelt wurde, mußte das für berechtigt anerkannt werden. In der zweiten Sitzung begann die Beratung des Militäretats mit einer Rede des Abg. Kunert(Soz.), woz#if Vertagung erfolgte. Fortsetzung Montag. De Preußisches Abgeoronetenhaus. 38. Sitzung vom 7. März. Vor Eintritt in die Tagesordnung am Sonnabend beschuldigte Abg. v. Pappenheim(kons.) den Abg. Ernst (frs. Verg.), daß er das Stenogramm seiner(Ernst's) Rede über die Netzeregulierung absichtlich geändert habe, sodaß es jetzt dort heiße, die Konservativen hätten durch ihr Verhalten die Wiesenbesitzer an der Netze um Hunderttausende geschädigt. Die Konservativen seien aber stets für die Netzeregulierung gewesen. Abg. Ernst wollte erwidern, Präsident v. Kröcher erklärte jedoch, eine Erörterung nicht zulassen zu können; er werde indessen Herrn Ernst zu Beginn einer der nächsten Sitzungen das Wort geben. Es folgte die Beratung des Kultusetats. Abg. Danzenberg(Ztr.) führte aus, das Zentrum, das man im Reiche brauche, werde in Preußen um so schlechter behandelt. Noch immer sei im Kultusministerium für die Unterrichts= und geistlichen Angelegenheiten kein Katholik vorhanden. Weiter klagte Redner über die Beschränkung der Ordenstätigkeit. Kultusminister Studt erwiderte, Herr Danzenberg beschwere sich zu Unrecht. Soweit sein Ministerium in Betracht komme, sei den Wünschen der Katholiken jede Förderung zuteil geworden, die sich mit den Staatsinteressen und dem konfessionellen Frieden vereinbaren lasse. Die Zahl der katholischen Ordensniederlassungen sei seit 1875 von 600 auf 1522 gestiegen. Auf Anfragen des Abg. v. Eynern(ntl.) erwiderte Minister Studt: Es sei ihm noch nicht bekannt, ob die Verhandlungen des preußischen Gesandten beim Vatikan mit der Kurie über den Trierer Fall zum Abschluß gekommen seien und welches Ergebnis sie gehabt hätten. Ebenso wisse er nicht, in welchem Stadium der geschäftlichen Behandlung der Antrag auf Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes sich im Bundesrat befinde. Schließlich wurde die Weiterberatung auf Montag vertagt. Politische Uebersicht. Deutschland. — Vom Kaiserhofe. Der Kaiser ist Sonnabend abend aus Nordwestdeutschland nach Berlin zurückgekehrt. Im Laufe des Tages hatte der Monarch noch Bremen besucht, wo zugleich auch der Reichskanzler und Eisenbahnminister Budde anwesend waren. Nach seiner Heimkehr brachten ihm etwa 300 Automobilfahrer vor dem Schlosse eine großartige Huldigung dar, die vom Wetter außerordentlich begünstigt wurde. Die Wagen kamen von der Charlottenburger Flora her, wo Prinz Heinrich von Preußen nachmittags die deutsche Automobilausstellung eröffnet hatte. Alle Fahrzeuge waren dekoriert und führ ten Magnesiumfackeln bei sich. Vor dem Schlosse angelangt, spielte ein Musikkorps die Kaiserhymne, und ein dreimaliges„Autoheil!" erklang, als der Monarch sich zeigte und für die Huldigung dankte. Während ein mächtiges Rotfeuer angezündet wurde, daß alles wie in Glut getaucht erschien, setzte der Zug sich wieder in Bewegung. Tausende hatten dem eigenartigen Schauspiel beigewohnt. — Die Zunahme der Auswanderung dauert in überraschendstem Maße an. Sie betrug nach einer Mitteilung der„Voss. Ztg. aus Bremen im Februar 14394 gegen 11 074 im Vorjahr, in den zwei verflossenen Monaten dieses Jahres 24 576 gegen 18712. Seit 1899 hat sich die Auswanderung mehr als verdreifacht. Es waren jedoch meist Nichtdeutsche; die Zahl der Deutschen betrug nur 837. betrachte alles, was heute geschah, als einen Traum, und keine Ursache zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Dir und dem Grafen ist mehr vorhanden. Nur mühsam hatte sie die qualvollen Worte, die allen ihren Glückshoffnungen ein Ende bereiteten, aussprechen können, und jetzt, wo es geschehen, neigte sie im krampfhaften Schluchzen das Antlitz auf ihre Hände. Der Major hatte, wie verständnislos, ihrem Flüstern gelauscht. Er vermochte augenscheinlich nicht zu fassen, was sie damit sagen wollte. Nun aber, mit einem Male, ward es ihm klar, und er konnte einen wehen Schmerzensruf nicht unterdrücken. Alles hatte der energische Mann erwartet, aber einen solchen Schlag nicht. „Johanna, das kannst Du mir sagen, heute abend?“ „Ja, Richard.“ Ich kann es, weil ich Dich mehr liebe, wie mich selbst. Ich will nicht, daß Du Dich vor die Pistole dieses Menschen stellen sollst. Lieber.... Ihre Stimme brach im verhaltenen Weinen. „Das Duell ist unabweisbar. Und selbst wenn es das nicht wäre, Johanna, Johanna, wie konntest Du mich so verletzen? Was Du gesagt, das schmerzt mehr, als eine Kugel zu schmerzen vermag. Johanna, was hast Du getan?“ Er schlug stöhnend die Hände vor das schmerzdurchwühlte Gesicht. Eine Pause entstand. Dann trat Johanna an ihn heran, umschlang ihn liebevoll und flüsterte leise:„Liebster, Du bist noch zu aufgeregt von dem, was geschah. Bitte, höre mich ganz ruhig an. Du bist ein wahrhaft ritterlicher Mann, ich weiß, daß Du vermeiden wirst, den Gegner zu töten. Er aber wird alles aufbieten, Dich zu treffen. Was nützt unsere ganze heiße Liebe zu einander, wenn sie Dir die höchste Gefahr bringt? Sieh, von dem Augenblick an, in welchem Du sagen kannst, ich sei Deine Braut nicht," über ihre blassen Züge zog ein süßes, schämi— Aus nationalen Gründen sollen, wie es heißt, zum 1. April gegen 300 polnische Bahnbeamte aus der Provinz Posen nach dem Westen versetzt werden. Balkau. Sturmzeichen. In allen Städten Serbiens wurden Kundmachungen den Bürgermeisterämter veröffentlicht, in denen die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht wird, daß im Augenblicke der Mobilisierung auf dem Kirchturme 4 Fackeln entzündet werden, auf welches Zeichen sich alle wehrpflichtigen Männer bei dem zuständigen Kommando zu melden haben. Es verlautet auch, daß die Lieferung von 50000 Mänteln und 100.000 Eßschalen und Feldflaschen ausgeschrieben wurde. Amerika. Aus Venczuela, Während die diplomatischen Verhandlungen glatt fortschreiten, lauten die Nachrichten aus Venezuela alamierend. Die Insurektion schreitet fort. Die Kaufleute sind unvermögend, die Zollaufschläge zu bezahlen. Präsident Castro ist außer Stande, den Kongreß einzuberufen, weil eine beschlußfähige Verhandlung ausgeschlossen ist. Der Rückzug Korums Rom, 8. März. Bischof Korum=Trier erhielt vom Vatikan die Weisung, seinen Schulerlaß zurückzuziehen. Weiter wird hierzu telegraphisch gemeldet: IId Trier, 9. März. In den sämtlichen Kirchen Triers wurde gestern eine Erklärung des Papstes verlesen, laut welcher der Schulerlaß des Bischofs Korum als ungeschehen zu betrachten sei. Kleine Chronik. + Schwerin, 7. März. Die„Mecklenburger Nachrichten“ bringen folgende amtliche Mitteilung: Auswärtige und inländische Blätter berichten in jüngster Zeit über einen am Schweriner Hofe angeblich bestehenden Hofskandal. Die Mitteilungen erhalten schwere Verdächtigungen eines im Auslande weilenden Mitgliedes des großherzoglichen Hauses. Das Staatsministerium ist deshalb in Wahrung berechtigter Interessen des großherzoglichen Hauses in Ermittelungen eingetreten, welche die völlige Unbegründetheit der Berichte ergeben. Lokales. Schwerte, 7. März 1903. **(Haselhoff=Konzert.) Vor vollbesetztem Hause fand das gestrige Haselhoff=Konzert statt, und es bedeutete in seinem ganzen Verlaufe einen großen, durchschlagenden Erfolg für die Veranstalter. Einen ausführlichen Bericht bringen wir morgen. **(Freischütz=Konzert.) Bei ziemlich gut besetztem Hause fand gestern nachmittag im„Freischütz“ ein Konzert der gesamten Kapelle des Unnaer Orchestervereins unter persönlicher Leitung des Kgl. Musikdirektors Herrn H. Erichs statt. Das dem Konzert zugrunde liegende Programm war ein reichhaltiges und jeden Musikfreund befriedigendes und wurde in tadelloser Weise von der trefflich geschulten Kapelle abgewickelt. Wir können den Besuch der Freischütz=Konzerte jedem Freund einer guten Musik nur bestens empfehlen. (Lamborg=Soiree.) Vor ziemlich gut besetztem Hause gab der Klavierkomiker O. Lamborg am Samstag im Saale Ostermann=Engel einen Vortragsabend, der an Beifall, wie an gesundem herzlichen Lachen gleich reich war, und in dessen Verlaufe er alle die reizenden Sachen und Sächelchen vorführte, die die Spezialität seiner originellen Begabung sind. Begabt mit einem bedeutenden musikalischen Talente, eigenartig in der Auffassung der musikalischen Späße, ist Lamborg gleich sattelfest in Klaviervorträgen, wie in seinen gesanglichen und deklamatorischen Darbietungen. Seine humoristischen Deklamationen, seine Scherze am Klavier können in ihrer künstlerisch originellen Darstellung selbst vor einem anspruchsvollen Auditorium erfolgreich bestehen. Sämtliche Vorträge des geistreichen und schlagfertigen Parodisten entfesselten die ungebundene Heiterkeit der Anwesenden, die nicht ges Erröten,„nicht wahr, fällt jeder Anlaß für Dich fort, die mir angetane Beleidigung zu ahnden. Daß sie mich nicht trifft, magst Du zudem glauben. Viel zu stark ist meine Natur, als daß solche Gehässigkeiten mich beugen könnten. Aber um Dich bange ich, bange ich unendlich.“ Er hatte diesmal ohne ein Wort der Erwiderung gelauscht und zog die bebende Gestalt des schönen, erschütterten Weibes an sich heran, ein heißer Kuß vereinigte beider Lippen.„Ach Du, Du Engelsseele!" flüsterte Falkenthal dabei. Dann ließ er sie plötzlich aus seinen Armen und zog einen schlichten goldenen, mit einem Brillanten geschmückten Reif vom Finger und steckte ihm Johanna an.„Das ist meiner seligen Mutter Ring, sagte er bewegt,„sie gab ihn mir auf ihrem Krankenbett, mir, der ich immer ihr Liebling gewesen, dabei zuflüsternd: „Wenn Du einst ein Mädchen gefunden, von dem Du weißt, daß auch ich sie lieben und Euren Bund segnen würde, dann gib ihr den Ring und meinen Gruß und Segen. Dich würde die Verewigte lieben und segnen, Johanna. Du hast jetzt das mir heiligste Vermächtnis. Und das ist zugleich meine Antwort auf das, was Du mir gesagt. Meine letzte und meine bindende zugleich. „Richard, ach mein Richard!“ rief sie angstvoll und glücklich zugleich. „Ja, Herzensschatz, find Dich drein und sei so tapfer, wie Du wirklich bist. Deine Nerven haben Dir nach der Oper heute abend bös mitgespielt, aber nun ist alles vorüber und Du magst dem Geschick vertrauen, das uns allen seine ewigen und unabänderlichen Gesetze diktiert. Nur sei getrost, meine Johanna. Und dabei ihren Arm in den seinen legend, ging er plaudernd mit ihr in dem Salon auf und ab und, so schwer es ihr wurde, Johanna begann, sich seinem überlegenen Wesen zu fügen. (Fortsetzung folgt. müde wurden, ihrer hohen Befriedigung durch lebhafte Beifallskundgebungen Ausdruck zu geben. **(Progymnasium.) Anstelle der am hiesigen Progymnasium zu Ostern ausscheidenden Oberlehrer Herren Wegener und Scholz sind, die Herren Feldhügel aus Magdeburg und Schmelzer aus Wittenberge als Oberlehrer an der Anstalt gewählt. **(Revision.) Behufs Revision des hiesigen Amtsgerichtes war am Donnerstag und Freitag voriger Woche der Herr 1. Staatsanwalt Witte aus Hagen hier anwesend. Er wohnte auch der Schöffengerichtssitzung am Freitag bei. *(Unfall.) Ein Kutscher der Rhenaniabrauerei Dortmund, der sich mit seinem mit vier Pferden bespannten Wagen auf dem Rückwege von Iserlohn nach Dortmund befand, geriet in der Nähe von Haus Villigst unter die Räder des eigenen Wagens. Der Verunglückte, der schwere Verletzungen davongetragen hat, ist in das hiesige Krankenhaus gebracht worden. ***(Aus dem Fenster gestürzt) ist dieser Tage das 5jährige Kind einer an der Hüsingstraße wohnenden Familie. Das Kind hat dann mehrere Stunden in Krampfen gelegen, dagegen sollen die erhaltenen Verletzungen nicht gefährlich sein. **(In das Güterrechtsregister) des hiesigen Amtsgerichts ist eingetragen worden, daß die Eheleute Elektrotechniker Heinrich Dinkloh und Maria geb. Gilt zu Schwerte durch Vertrag vom 7. Februar 1903 vollständige Gütertrennung unter Ausschließung aller Verwaltung und Nutznießung des Mannes am Vermögen der Frau vereinbart haben. *** Westhofen, 7. März. Der seit dem 1. Oktober v. Is. bei der hiesigen Amtsverwaltung als 2. Amtssekretär eingestellte Militäranwärter Diecke aus Minden ist zum 1. April cr. als Polizeiwachtmeister nach Hildesheim einberufen.— Seitens der Königlichen Regierung zu Arnsberg ist nunmehr die Umschulung der bisher zum Schulverbande Syburg gehörenden Bewohner der Ort schaft Buchholz politische Gemeinde Westhofen zum Schulverbande der letzteren Gemeinde genehmigt worden. Diese Bestimmung tritt am 1. April d. Is. in Kraft, jedoch werden die Schulkinder von Buchholz bis zur Einrichtung eines einklassigen Schulsystems daselbst, dessen Vorarbeiten bereits in die Wege geleitet sind, in der Schule in Syburg gegen Zahlung der üblichen Vergütung verbleiben. *** Wellinghofen, 9. März. Dem Hauptlehrer Herrn Friedr. Menze zu Kierspe ist endgiltig eine Schulstelle in der hiesigen evangelischen Schulgemeinde und dem hier tätigen Lehrer Herrn Ewald Riesenbach endgiltig eine Schulstelle in Renninghausen übertragen worden. Aus Westfalen und Rheinland. * Wetter, 6. März.(Einen gräßlichen Fund) machte in vergangener Nacht ein Streckenwärter in dem Eisenbahneinschnitte an der Friedrichstraße. Er fand bei einem Revisionsgange die Leiche des Arbeiters Figge, der von einem Eisenbahnzuge überfahren worden war und dessen Schädel durch die Lokomotive vollständig zerdrückt ist. Man nimmt an, daß Figge Selbstmord begangen hat, er hat bereits mehrfach Aeußerungen getan, die auf eine solche Absicht hinwiesen. * Langendreer, 7 März.(Durch übermäßigen Genuß von Alkohol) hat der Zimmermann Hassolt hier selbst, in Diensten der Firma Krämer, gestern abend einen schweren Unfall erlitten. H. stürzte von einem Neubau aus der Höhe des dritten Stockwerkes so unglücklich ab, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt, infolgedessen er sterbend ins Wittener Diakonissenhaus gebracht werden mußte. * Anrath, 7. März. Auf eine eigentümliche Weise hat hier ein Gefangener die Freiheit erlangt. Beim Verteilen des Mittagessens fehlte, wie die„Viers. Volksztg. schreibt, ein Verbrecher, der noch drei Jahre abzusitzen hat. Wie sich nun herausgestellt hat, hatte sich der Entflohene von seinen Mitgefangenen in einer unfertigen Beamten wohnung beim Legen von Dielen unter die Dielen na geln lassen, jedoch so, daß es seiner Körperkraft gelang, in der Nacht die Fesseln zu sprengen. Es wird vermutet, daß er einen nach Aachen bestimmten Kohlenzug zu seiner Flucht benutzt hat. * Mülheim a. Rh., 7. März. Hier wurde unlängst bei der Post ein Gelddiebstahl von 5000 Mark verübt, Der Verdacht lenkte sich auf den Paketschaffner Wessel, der in letzter Zeit ungewöhnlich viel Geld ausgab. Gestern nachmittag nun begab sich ein Post=Inspektor mit einigen Kriminalbeamten in die Wohnung des W. Dieser trat den Beamten frech entgegen; als man ihm aber eröffnete, daß man in einem Schuppen eine von W. daselbst vergrabene Blechbüchse mit Fünfmarkstücken gefunden habe, zog er der„K. Vztg. zufolge ein scharfes Messer aus der Tasche und schnitt sich, ehe jemand ihn hindern konnte, die Kehle durch. Ein schnell herbeigerufener Arzt konnte nur noch den Tod Wessels feststellen. In der Büchse fanden sich noch 3105 Mark vor. * Düsseldorf, 7. März.(Eineneue SkandalAffäre) erregt hier großes Aufsehen. Der Regierungsund Medizinalrat Meyhöfer von der königl. Regierung hat sich unter Zurücklassung seiner Familie und einer enormen Schuldenlast heimlich entfernt. Als Motiv werden zerrüttete Vermögensverhältnisse angesehen. Meyhöfer hat von seinen Kollegen Summen im teilweisen Betrage von 2000 bis 20000 Mark geliehen. Dieses Geld hat er dann verspekuliert, wodurch seine Vermögensverhältnisse gänzlich zerrüttet worden sind. Büchertisch. (Sämtliche hier besprochenen Bücher und Zeitschriften kann man durch die Buchhandlung Carl Braus beziehen.) (Die Jagd) von Fritz Skowronnek. Sehr reich und eigenartig illustriert in dem bekannten vornehmen Monographie=Einbande. Preis 4 Mk. ord., 3 Mk. netto und 11/10. Ein famoses Buch, lehrreich und amüsant für jeden Freund der edlen Weidmannskunst. Man merkt so zunstrier. (Wie und was soll der Kaufmann lesen?) Man verunge(ohne Kaufverbindlichkeit) Ansichtsendung von jur, Ludwig Huberti's„Moderner kaufmännischen Biblio=haftet. Bei der vorge frischem Humor. Er führt den Le=brunn fuhr. Der Radfahrer hatte sich auf die Wald und Flur, erzählt, wie er selbst lernte, um mende Frage des Kaisers geweigert, seinen Namen zu Ein wieder lehren zu können, wie mans machen und nennen; er hatte aber in dem hilfreichen Samariter den man lassen soll! Ausgezeichnet, sind, auch die Ab=[Monarchen nicht erkaunt. über das Gerwehr und, vor alem, uber den Hund, g... gn achei e. Das Buch ist überaus reich, eigenartig und geschmackvoll. Neueste Nachrichten. Pastriert. Es gehört in jedes Reidmanns Haud! 8 Breslan, 8. März. Gestern wurde hier ein Ober packmeister des hiesigen Hauptpostamts wegen jahrelang verübter Unterschlagungen des Inhalts von Paketen verrgenommenen Haussuchung wurden, zufolge, große Posten Zigarren, Kleieipzig). Eine Auswahl der besten Wontäachzsgzuhest, derstoffe und Lebensmittel vorgefunden. Der Beamte büdung und Vrortphearbezitet vorsvtmanhztenen Praktikern hatte eine 32jährige einwandsfreie Dienstzeti hinter sich. lichen, Grundsätzen bearnenter von ersahzrzunische, Lehr., 8 Paris, 8. März. In Roubair gab ein von seiner und Fachschriftstellern, enthaltend: kaurmontzstinterricht Frau getrennt lebender Mann auf offener Straße auf # die erstere mehrere Revolverschüsse ab, ebenso auf die der kutter zu Hilfe eilende Tochter und tötete sich alsdann elbst. Grund der neuesten Gesezgebung, in gemeinve.,,, en 8 Paris, 8. März. Einem hiesigen Reutner wurden Darsellung, mit gediegener Ausstattung und Zalhtreichen, gestern 100.000 Franks gestohlen. Von den Dieben fehlt Illstrationen und Formulaxen. jede Spur. eit hestem Erfolg als Kaufmann! 8 Madrid, 8. März. Gestern abend hat die Gendar(„Wie man sich mit bestent, Ersonz## M merie in Jerez 37 Felda e susterricht)“„wie man ein guter Kaufmann wer=rutzshung veriangt haten „an sich über informieren kann, was serhohung verlangt hatten. Als die Gendarmerie herbeiund gwo man.., Ader aues aben(gerufen worden war, wurde sie angegriffen und mußte wegen politischer Delikte bestraften oder in Untersuchung stehenden Personen in Mazedonien erfolgen. IId Philadelphia, 9. März. Hier hat eine halbe Million auf Neubauten beschäftigter Arbeiter gestreikt. Der Schaden, der dadurch den Unternehmern erwächst, ist ganz enorm. 10. März: Wolkig mit Sonnenschein, meist kälter. 11. März: Wolkig, vielfach heiter, windig. tek“ bildung Rechts= und Sprachbucher, sowohl Gebrauch an Handelsschule und zum Gebrauch an Handelsschulen, wie auch als prat= so., tische Nachschlagewerke für Kontor und Bureau. Auf#n Grund der neuesten Gesetzgebung, in gemeinverständlicher Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Nachdem gegen das durch Bekanntmachung vom 14. Januar cr. in vorschriftsmäßiger Weise veröffentlichte Vorhaben, den vom Gastwirt August Beisner bis zum Berginvaliden Wilhelm Hunscher zu Wellinghoferheide, Gemeinde Lücklemberg, nach dem sogenannten Eckey an dem Steinbruch des L. Beisner hin= bezw. vorbeiführenden Weg teilweise zu verlegen, Einsprüche nicht geltend gemacht sind, wird die teilweise Verlegung des qu. Weges nach dem vorliegenden Plane gemäß§ 57 des Zuständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 hierdurch beschlossen. Wellinghofen, den 25. Februar 1903. Die Wegepolizeibehörde Hartung, Amtmann. Verlags=Verzeichn derner kaufmännischen Bibliotek“ platz 3/5. (Leipzig, JohannisGiftmordprozeß Heusler. IId München, 8. März. Der Prozeß Heusler endete heute morgen ½2 Uhr. Die Geschworenen bejahten die an sie gerichtete einzige Schuldfrage, worauf der Staatsanwalt eine Zuchthausstrafe von 7 Jahren, sowie AberEhrenrechte auf 10 Jahre gegen Urteil lautet auf 6 hre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrvert(Von einem verruchten Gewerbe) schreibt man der „Köln. Zeitung“ aus Washington: Eine weitläufige Zu, anwalt eine Zuchthausstrafe ve klage wegen Gräverschändung und Entwendung der T##-(kennung der bürgerlichen Ehren den, die seit November vorigen Jahgpf, inchtczianehnseg die Heusler beantragte. Das ebdonde“.,eantiche Meinung sehr zu erregen vernocht. Jahre Zuchthaus und 10 Jahre s., wungesohne Phosphorsäure,, oder Sticksto Als die Heusler den Gerichtssaal verließ, wur####ebenfalls nicht beschädigt, wenn sie einer zahlreichen Menge mit lautem Gejohleshalten hatten. Dr. Baumann erklä igen und im Nu waren die beiden Fenster der damit, daß an die Kalisalze der 2ra sollte, die offenttiche wamung sehr gu errigen geenech: 1 g st Und doch betrieb dort eine große Bande von Leichenräu= jie von bern ein wohl eingezichtetes Geschäft mit den gestohlenen empfangen und im Neu waren die beiden Fenster Leichen, die sie auf Bestellung an die medizinischen Schu-=(Droschke, die sie nach dem Gefängnis zurückbrachte, einlen verkauften. Ein Wächter fand auf einem Friedhof geschlagen allein 40 Gräber geleert. In Wirklichkeit ist der Leichenraub ein Schandgewerbe, das überall in den Vereinigten Staaten betrieben wird und in sehr vielen Fällen mit Wissen, ja, auf Anstiften der medizinischen Professoren, die das„Material“, für den Seziertisch nötig haben. Rasdakescheliche. (Schutzwirkung des Kalis gegen Frostgefahr.) In einer Arbeit der deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft berichtet Dr. Baumann in Bernau, daß Kartoffelpflanzen, die nicht mit Kali gedüngt waren, bei einer Temperatur, die nur wenig unter dem Gefrierpunkt sank, völlig abfroren, während die mit Kali gedüngten Pflanzen nicht geschädigt wurden. Im Jahre 1900, in einer Frostnacht anfangs September, trat diese Schutzwirkung des Kalis in auffallender Weise hervor. 3 Versuchsbeete, die im zweiten Anbaujahr standen, hatten noch keine Kalidüngung erhalten. Die Beete lagen auf drei verschiedenen Feldern und hatten einen Umfang von je 1 Ar. Die Pflanzen dieser Versuchsbeete erfroren sämtlich, während die ausreichend mit Kali gedüngten Beete der gleichen Felder wenig oder garnicht beschädigt wurden. Pflanzen ohne Phosphorsäure= oder Stickstoffdüngung wurden “e hinreichend Kali erhalten hatten. Dr. Baumann erklärt die Beobachtung damit, daß an die Kalisalze der Transport der Kohlehydrate(Stärke, Zucker) in der Pflanze gebunden ist, kaliarme Pflanzen also weniger Kohlehydrate in ihren Geweben führen können. Die Kohlehydrate aber dienen zur Beratung und Wärmeerzeugung. Kaliarme und hiermit kohlehydratarme Pflanzen werden darum weniger Wärme erzeugen und eher erfrieren als solche, die mehr Kali, also auch mehr Kolehydrate enthalten. Dieselben Erfahrungen haben viele Landwirte in allen Teilen Deutschlands gemacht, und es wären demnach wohl im letzten Herbste schon viele Versuche mit Kalidüngung als Schutzmittel gegen wenn nicht der zeitige wäre. Die Frage, Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung.“ die das„Material“, für den Seziertisch nötig haber.] IIá München, 9. März. Ein schwerer Unfall ereigMeist sind die Gräberschander Neger, die billig arbeiten nete sich gestern abend anläßlich der Aufführung von„Lound ihrer Hautfarbe wegen bei ihrer lichtscheuen Tätigkeit hengrin“ im königlichen Hof=Teater. Es brachen 4 für die nicht so leicht gesehen werden. In der Negerbevölkerung, Aufführung notwendige Perfde durch das Podium und de ja sehr abergläubisch ist, hat sich unausrottbar der stürzten mit den Wärtern 8 Meter in die Tiefe. Die die Frostgefahr gemacht worden, wen Glaube festgesetzt, die„Nachtdoktoren“ raubten nicht nur Bärter kamen auf die Tiere zu liegen und einer derselben Pinter störend dazwischen gekommen Leichen, sondern auch lebende Menschen, besonders far= erlitt nur unbedeutende Verletzungen. Sämtliche Pferde a# uuch jetzt im Frühjahre noch mit Gbige, deren Totschlag ja hier nicht so schlimm genommen waren dagegen sofort tot. wird. Von Zeit zu Zeit kommt es dann zu einem Skan= IId Amsterdam, 9. März. dal, aber meist wird die Sache vertuscht. gestern große Meetings gegen die Streikgesetze statt. f(Folgen der Kurpfuscherei.) In Janowice krankte eine ganze aus 6 Köpfen bestehende Familie Krätze. Statt des Arztes suchte dieselbe eine sogenannte kluge Frau auf. Diese bereitete eine Salbe und bestrich reit erklären, den Anordnungen # damit die ganze Familie. Am nächsten Tage, so berichtet sofort Folge zu leisten. # die„Kattow. Ztg.“, waren zwei Kinder an den Folgen] HId Paris, 9. März. In Rouen fanden gestern dieser Kur tot, und die übrigen Familenmitglieder wälz= Haussuchungen von Jesuiten statt wegen angeblicher ten sich in gräßlichen Schmerzen. Der herbeigeholte Kreis= Bildungen von Jesuitenkongregationen, welche infolge des arzt konstatierte schwere Vergiftungen durch Quecksilber. neuen Gesetzes nicht mehr geduldet werden. Eine Anzahl *(Eine naue Kotterie) In eine Ruchhandlung in Schriftstücke wirde boschlagnahmt. Die gerichtliche UnTov auch jetzt im Fruhjähre noch mit Kali gedüngt werden 40 Orten fanden kann, ist unbedingt zu bejahen, weil ja die Kalisalze sehr dig Straikgasotze statt D's leicht löslich sind, andererseits die Hauptgefähr des Ausdie Streitgesetze statt. Die frierens aber gerade zur Zeit der Frühjahrsfröste eintritt. V. r(eine neue Lorerte., Iun eine Sucnzzanstung un Schriftftücke wurde beschlagnahmt. Die gerichtliche Bern kam dieser Tage, so lesen wir in schweizerischen Blät=stersuchung wird fortgesetzt. tern, ein schlichter Bauersmann im halbleinen Kittel und IId Paris, 9. März. Auf dem Bahnhofe von Coberlangte ein Los zu kaufen. Man wies ihn an einen banal, Departement Drome, fand gestern ein Zusammenbenachbarten Zigarrenladen, wo zur Zeit neben gerollten stoß zweier Güterzüge statt, wobei mehrere Bahnangeund geschnittenen Kräutern auch Glückspapierchen vom stellte verletzt wurden. Der Sachschaden ist bedeutend. Verner Teater, von der Thuner Ausstellung und dem] IId Paris, 9. März. In Blois ist ein bekannter NoKirchturm zu St. Immer zu haben sind. Allein unser tar unter Hinterlassung von anderthalb Millionen Franks Bauer bemerkte, von diesen Lotterielosen nenne er be= Schulden flüchtig geworden. reits einige Stück sei eigen, und er sei nun lediglich her= Hd Brest, 9. März. Die Sicherheitspolizei verhaf### gekommen, um ein solches von Rom zu kaufen. Das tete den Maler Rekko, Eigentümer einer Jagd, unter hübsche Gesicht der bedienenden Büchermamsell schien die der Anschuldigung, Spionage getrieben zu haben. Wie iform eines großen Fragezeichens annehmen zu wollen. behauptet wird, ist er häufig dabei überrascht worden, Ver ländliche Käufer aber verwies auf einen Aushänge=lals er Aufnahmen von den umliegenden Festungswerken bogen im Schaufenster, auf dem eine Schrift aus der anti- machte. Er ist geständig, einen Diebstahl von 80000 klerikalen Bewegung in Oesterreich angekündigt war, und Franks zum Nachteil der Bank Credite Lyonnaise beganer erneuerte sein Begehren, ein—„Los von Rom“ zu gen zu haben. Seit Jahren wird er von der französischen kaufen.... Polizei eifrig gesucht. * If(Kaiser Franz Josef) und der Radfahrer. Kaiser! Hd Madrid, 9. März. Die Niederlage und Flucht Fhranz Josef fuhr Donnerstag nachmittag durch die stark=Bu Hamarah's bestätigt sich, dagegen nicht seine Gefanbeledte Mariahilfer Straße, als ein Radfahrer, der der gennahme. elektrischen Bahn ausweichen wollte, direkt in die kaiser=1. Hd Cannes, 9. März. Der frühere Präsident von iiche Equipage hineinfuhr. Der Radfahrer flog im Bogen Transval, Krüger, hat sich von seinem Unwohlsein völlig guf die Straße und sein Rad kam unter die Wagenräder erholt und wird bis Ende April in Cannes verbleiben. der Equipage. Der Kaiser sprang aus dem Wagen, ehe Hd Konstantinopel, 9. März. Wie verlautet, wird bieser noch hielt, beugte sich über den am Boden Liegenden nach dem Beiramfeste eine allgemeine Amnestie aller Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse, wurde uns heute nachmittag 2 Uhr unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Otto nach schwerer Krankheit im Alter von 4¼ Jahren durch den Tod entrissen. Indem wir diese Trauernachricht allen Verwandten, Freunden und Bekannten mitteilen, bitten um stille Teilnahme Familie Peter Vetter. Schwerte, 7. März 1903. Habe Hause Die Beerdigung dndet am Mittwoch, 11. d. Mis., vormittags 10 Uhr, vom Trauerhause, Ostenstr. 25, aus statt. in meinem dlerichen Z schöne Wohungen mit oder ohne Gartenland zu vermieten. Fr. Becher, Prüczstr. 10. Eine Wohung von 4 Zimmern nebst Zubehör in der I. Etage pr. 1. April oder Mai zu vermieten. Moltkestraße 38. 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Der Vater wünscht sich auch einen neuen Anzug, die Mutter hätte seit langem schon gerne ein neues Jaquet ode Kragen, doch wie soll dieses alles bei der jetzt so ungünstigen Zeit angeschafft werden? Die beste und richtigste Antwort auf diese Frage wird Ihnen gegeben werden, wenn Sie Freitag, den 12. März, abends 6 Uhr, die Frühjahr- und Sommer-Ausstellung der Firma in Augenschein nehmen. Die Firma unterhält in dieser Saison eine Auswahl in sämtlichen Abteilungen ihres grossen Kaufhauses, wie sie nur von einem erstklassigen Geschäft dieser Branche gebracht werden kann. Und dabei sind die Preise der anerkannt guten Waren so fabelhaft billig gestellt, dass jedermann, sei er auch gewohnt, noch so billig einzukaufen, sagen muss, es ist wahr: 99 Ende dieser Woche giebt die Firma Gebrüder Stein ihr Frühjahr- und Sommer-Angebot aus, auf welches die verehrten Leser dieses Blattes ganz besonders aufmerksam gemacht werden. Menrere Boten bei festem Gehalt und hohem Zuschlag gesucht. 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Hosenträger denkbar billigst. Dernnarusterm,ecn!P erte, — Markt 7.— Zwungsversteigerung. der Dmanasvollstreckung sollen die in Im Wege der Zwangsboustteaung souen die in der Steuergemeinde Westhofen belegenen, im Grundbuche von Westhofen Band II Artikel 102 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Eduard Dickehage zu Hennen eingetragenen Grundstücke: Flur V Nr. 100 das Übenholl, Garten, 5,25 ar groß, 0,32 Thlr. Reinertrag, Flur V Nr. 105 das Übenholl, Wiese, 1,63 ar groß, 0,.32 Thlr. Reinertrag, Flax, III Nr. 65/2 Ost=Eberg, Holz, 2,01,53 Hektar groß, 5,52 Thtr. Reinertrag, Flur V Nr. 716/190 Westhofen, Hauptstraße Nr. 60, Hofraum nebst Wohnhaus, Backhaus, Stall, 3,74 ar groß, 445 Mk. Nutzungswert am 17. April 1903, vormittags 10 Uhr durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle Zimmer Nr. 11— versteigert werden. Schwerte, den 2. Februar 1903. Königliches Amtsgericht. Dienstag, 10. März. abends 8 Uhr. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Syburg, Band 1 Blatt 8 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Schmieds Ludwig Fischenberg jun. zu Syburg eingetragenen unter Artikel 92 der Grundsteuermutterrolle nachgewiesenen Grundstücke am 17. April 1903, vormittags 10½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 11— versteigert werden. Schwerte, den 3. Februar 1903. Königliches Amtsgericht. Conserven. Schnittbohnen, 2 Pfd=Büchse 40 Pfg., Brechbohnen 2 Pfd.=Büchse 40 Pfg., Brechspargel mit Kopf 2 Pfd. 90 Pfg., 1 Pfd. 50 Pfg., Große Bohnen 2 Pfd.=Büchse 80 Pig, empfiehlt Carl Trog, Schwerte. Hochzeits-Einladungen liefert schnell und billig Carl Braus, Buchdruckerei, Schwerte. 600 Fahrräder erstklassig deutsches Fabrikat, Tourenrad oder Halbrenner, mit voller Garantie, so lange Vorrat fiür 110 SLe He. Versand nur gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Uebersetzung und Lenkstangenform nach Wunsch. 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