Siii Amtlches Kreisoschl ∆ fül dien Kieis werck. 5 40 Pig., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech= Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse d graus, Schpersechur. No. 42. Alle Kreis= und Lotalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechte verbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal u Mark 65 Pfg. e##### 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierte Familientreuns. Deutscher Keichstag. 261. Sitzung vom 18. Februar. Eine„Meincids"-Debatte. T.=O.: Fortsetzung der Beratung des Etats Reichsants des Innern, Irutchmastg die fozig des Abg. Schwerte, Donnerstag 19. Februar 1905 demokratie, bald auf den Kaiser schimpfe. Ein Mann, Bot, uud hutg der Herrn Stoecker sehr nahe stehe, zusammen mit ihm und Fahrraber Waldersee den Scheiterhaufenbrief verfaßt habe. Bebelsche Meineid solle im Tauschprozeß geleistet sein. Nun, der Prozeß schwebe ja, und es werde sich dabei herausstellen, daß der Stoecker'sche antuf genau so viel wert C schen lichen mokratischen Konsumvereine aus dem GenossenschaftsverAbg. Stoecker(wildkons.): Neulich sei ihm zugerufen worden, er nehme es mit der Wahrheit nicht genau(Rufe links: Sehr richtig!). Wenn so etwas gußerhalb dieses Hauses passierte, würde man sagen: So verragen sich dumme Jungens! Man solle doch an die Ausvon Bebels Beineid pesigraghe lints. Abg. Ledebur Meineids beschuldigt!“ Der Präsident Graf Ballestrem reagiert nicht darauf.) Abg. Reißhaus(Soz.) erwidert dem Stoecker, ein Mann, dessen Abweichungen von der Pachnicke nach einer einheitlichen Verkehrsordnung für Fahrraver und Automobile für das Reich bemerke er, daß Grundsätze für eine solche Verkehrsordnung im Reichsamte des Innern ausgearbeitet seien und dem zuständigen preußischen Ressort vorlägen.— Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der heutigen Beratung. Schluß gegen 6 Uhr. Preußisches Abgeordnetenhaus. 24. Sitzung vom 18. Februar. Am Mittwoch wurde die Beratung des Handels= und Gewerbeetats fortgesetzt. Auf Anregung des Abg. Funck lätter(frs. Vp.) erklärte Minister Möller, ein Entwurf betr. derr Stocker habe vur, geggjichtigt' hätten.— Abg. die Nachprüfung des Börsengesetzes sei fertig, könne aber Herrn Bebel des Meineids oezczug, Auten.—.—, in dieser Tagung nicht mehr erledigt werden, da der Aedebur(Soz.) bitet, den Prayy grsten, Rede habe Herr Reichstag schon zevt überlaster sei. Eine Revson sei jsedenSrstsehen., Am Schusse, einer, Eie sjieber von Herrn falls durchaus notwendig. Zu erwägen sei auch die Herausstellen, daß der Stoecker'sche Anruf genau so sei, wie alles, was Herrn Stoecker vorzuvringen pflege. Schließlich polenisiert Redner gegen das Zentrum. bricht den Redner und bemerkt, wenn dies gesche fordert, dese Worte außerhalbd dieses Hauses zu wiederho= fwirde Herr Stocker zur Ordnung gerusen worden sein. len; dann werde sich ja zeigen, wer verleumdet und wer— Abg. Sin ger(Soz.) meint, Herr Stoecker hätte zum die Wahrher. mirersten essen erttaten mussen, daß er Herrn Bebel des it gesprochen habg,.."„iumahrbeit mindesten offen erklären müssen, Abg. Stoecker(wildkons.) bemerrt, Unmw 4/## Meineids nicht für fähig halte. werde ihm niemand nachsagen, es müßten denn sehtechr=) Abg. Stoecker(wildkons.) ist zu dieser Erklärung Deutschland. Vom Kaiserhofe. Der Kaiser sprach am Karossen sprengten stolze Reiter in Uniform oder in der reichen ungarischen Nationaltracht, im Dolman und Kalpak.(784|s42 m Es blitzte und flammte von Edelschmuck, welchen die Insassen der Equipagen zur Schau trugen, und Johanna dachte sinnend, daß die alte Kunde von der Noblesse des magyarischen Adels, die zuweilen bedenkliche Aehnlichkeit mit Verschwendung hat, in Wahrheit nicht übertrieben sei. Ihr liebliches Antlitz färbte sich dunkelrot, wenn sie daran dachte, welche festliche Veranstaltungen eines unbegrenzten Luxus man ihr hatte erweisen wollen, wie zu der Titelrolle einer ungarischen Oper ihr von jungen KaDie frische Luft ist eine Gottesgabe, die Du geistig palieren ein Nationalkostüm mit echten Brillanten hatte und leiblich in vollen Zügen einatmen kannst. gewidmet werden sollen, dessen Wert Tausende von Gulden betrug. Sie hatte mit liebenswürdiger Höflichkeit die Wenn ein Ding geschehen ist, so verstehen es auch kostbare Gabe abgelehnt, da dieselbe doch nur der hervorlragendsten ungarischen Sängerin, mat ior, eimer Sinnsprüche, Denksprüche, Sprichwörter 2c. Ein Album ist der Menschen inn'res Leben, Das aufbewahrt in Gottes Händen bleibt: Ein leeres Blatt wird jeglichem gegeben, Und jeder ist nur, was er darauf schreibt. Dem Scheine traut der Tor; Blick tiefer und genauer: Der eine trägt den Flor, Der andere trägt die Trauer. die Narren. Briefträgers Hannchen. Von Georg Paulsen. (42. Fortsetzung.) Johanna lächelte. Sie dachte an denbrausenden Jubelsturm, als sie einmal das einfache ungarische Liebesliedchen mit ihrer süßen Stimme gesungen, das da a Mehr ist des Liebchens Hütte als die kostbare Gabe abgelehnt, da dieselbe doch nur lagenesten ungurischen Sangerin, nicht ihr, einer Auslanderin, zukommen tönne. Johanna war schon weit in Europa umhergekommen, aber ein Stück solchen pompösen Glanzes, den die Trägerinnen und Träger der stolzen magyarischen Magnaten=Familien mit einer Selbstverständlichkeit zu entfalten wußten, welche die Bedenken wegen der darin liegenden Verschwendung entwaffnete, hatte sie nie zuvor geFeechen unnt iyerr fug:“, Stcheeg, veirr#p#, Kön;(sehen. Ihr ruhiges, kühles Denken wurde immer wieder hebt:. gpiege it bes Licbuigcne Lntne, als die aouligspur9 von diesem Prunk bezwungen, der wie natürlich für die zu Ofen.“ in den schlichten Lonen verlangende Leiden,= schien, die ihn zur Geltung brachten. schaftlichkteit und tiefe Innigkeit mit einander verschmele)v—, Biele Augen schauten zu dem Balkon empor, aber die alte Testung auf mäch= das Arrangement der Vorhänge war ein unüberwindliches Drüben zur Linten vonn vre u., Vos„ Stunde des Hindernis. Johanna's Figur war von der Straße nicht eun denp aud en Echarf hob sch die troszge Feie zu erkenen, während se doch leicht dos gezse, borken. ein glänzender Wagenkorso, und neben den luxuriösen:. Ja, Johanna Hölder, die eigenwillige GeschäftsRoutine des Teater=Agenten, hatte aus dem bescheidenen thüringischen Hölder ein vornehm klingendes schwedisches Holder gemacht, so lebhaft auch die Sängerin anfänglich dagegen opponiert hatte, hatte sie sich im Herzen immer noch die ganze frohe Ungebundenheit von Briefträgers Hannchen bewahrt. Die Reklame mit der neuen„schwedischen Nachtigall“ war die einzige gewesen, die sie ihrem Impressario zugestanden hatte, und auch die erst nach hartem Kampfe. Der erfahrene Mann vertrat den Grundsatz, eine Künstlerin müsse immer von einem etwas geheimnisvollen Schleier umgeben sein; so lange das Publikum noch etwas zu erforschen hätte, so lange sei an seinem lebhaften Interesse nicht zu zweifeln. „Hannchen verwies auf ihre Stimme, sowie auch darauf, daß sie ja gar keine Riesenschätze sammeln wolle. Aber der alte Herr, der sich nicht ganz mit Unrecht ihren väterlichen Freund nennen konnte, betonte, daß weit berühmtere Sterne am Opernhimmel noch ganz andere, viel drastischere Reklamemittel gebrauchten, und daß man neben einer vorzüglichen Stimme auch etwas Geschäftssinn haben müsse. Hervorragende Sängerinnen verlören gar leicht ihr Renommee, wenn sie mit ihren finanziellen Ansprüchen zu bescheiden wären. Da hatte sie denn Herrn Neuling, so hieß der geschäftstüchtige Berater, gewähren lassen. Kam er nicht schlecht fort bei den VertragsAbschlüssen, so erzielte doch auch Hannchen Holder bedeutende Summen, und im Scherze sagte sie häufig zu Aluscha:„Wenn wir wollten, könnten wir uns in Sonnenfeld zur Ruhe setzen. Dazu reicht es schon!“ Aluscha war Hannchens treu ergebene Begleiterin geblieben. Das braune Mdchen war eine in ihrer Art interessante Schönheit geworden, der aber niemand mehr die Zigeunerin ansah. Sie war eine feine zierliche Kammerzofe geworden, die selbst einen eleganten Hotel=Oberkellner mit überlegenem Achselzucken behandelte, sich auch von keinem Kavalier ein Trinkgeld, und wenn es selbst ein * 0 A Ein fürstliches Jubelpaar. Erbprinz und Erbprinzessin Bernhard von Meiningen feierten am Mittwoch in Kiel ihre Silberhochzeit. Im Namen Kaisers gratulierte Prinz Heinrich. Die Geschwaderkapelle brachte eine Morgenmusik dar. Die Festtafel fand an Bord des Linienschiffes„Kaiser Friedrich III.“ statt. torium in Berlin, dem die Noten von dem Besitzer selbst einzusenden sind und welches in jedem Einzelfalle seine Entscheidung trifft, stattfinden.“ Es muß daher vor der Annahme durchlochter Banknoten gewarnt werden, da dem Inhaber mindestens umständliche Schreibereien und nicht unerhebliche Portokosten erwachsen. **(Vom Kaiserwettsingen in Frankfurt a. M.). Man teilt der„Frankf. Ztg.“ mit, vom Kaiser sei der Wunsch geäußert worden, daß bei dem am 4., 5. und 6. Juni in Frankfut a. M. stattfindenden Gesangwettstreit deutscher Männergesangvereine die vorzutragenden Chöre sich auf einer gleichmäßigen Stufe mittlerer Schwierigkeit befinden. Die schwierigsten Chöre sollen ausgeschlossen sein. Die Preisrichter sollen, so lautet der kaiserliche Wunsch, von einer besonderen Bewertung der Schwierigkeit der selbstgewählten Chöre bei der Beurteilung der Leistungen absehen, da dadurch die Vereine, die leichtere Chöre vortragen, trotz sonstiger Vortrefflichkeit ihrer Leistungen von vornherein im Nachteil gegenüber den mit schwierigeren Chören auftretenden Vereinen sind. **(Zeitungsmarder.) Man kann vielfach darüber Klagen hören, daß Zeitungsnummern von der Tür weg, wo sie die Botenfrau hingelegt hat, gestohlen werden, und viele Reklamationen von Abonnenten sind auf solchen „Diebstahl geistigen Eigentums“ zurückzuführen; daß ein solches Vergehen sehr hart bestraft wird, geht aus einem in Dresden gefällten Urteile hervor. Die Aufwärterin Franziska Bitterlich hatte einem Feuermann fünf Zeitungsnummern gestohlen. Sie erhielt 5 Monate Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust. von Goßler, daß über das in der nächsten Session zu erwartende Militärgesetz endgiltige Beschlüsse noch nicht vorliegen. Gleichwohl hat man aus den Bemerkungen des Ministers in konservativen Kreisen die Ueberzeugung gewonnen, daß sich die geplante Vermehrung der Präsenzstärke des Heeres in sehr maßvollen Grenzen halten und es sich hauptsächlich darum handeln werde, einigen Grenzkorps, die gegenwärtig nur aus 2 Bataillonen bestehen, dritte Bataillone zu geben. Die von der Kommission in diesem Jahre abgelehnte Forderung bezüglich einer Vermehrung der Kavallerie wird in dem Militärgesetz des nächsten Jahres wiederkehren, dagegen wird von einer Vermehrung der Feldartillerie abgesehen werden. — Die Verbindung der deutschen evangelischen Landeskirchen, die am ersten Weihnachtsfeiertage vor einem Jahre durch die feierlichen Sympatie=Erklärungen des Regenten von Sachsen=Koburg=Gotha und des Kaisers in den Gesichtskreis der Möglichkeit rückte, ist noch binnen Jahresfrist ihrer Verwirklichung in bestimmter Gestalt näher geführt worden. Die vom 2. bis 4. Dezember in Frankfurt am Main zwischen den dazu beauftragten Mitgliedern der Eisenacher Konferenz deutscher evangelischer KirchenRegierungen gepflogenen Beratungen haben zu einem erfreulichen Einvernehmen über die der Konferenz vorzulegenden Anträge geführt. Das läßt hoffen, daß die bisher bei einzelnen Kirchenregierungen noch obwaltenden Bedenken überwunden werden und sämtliche deutsche LandesKirchen zum Eintreten für gemeinsame Interessen, welche über die Zuständigkeit der einzelnen Kirchen hinausreichen, ein handlungsfähiges Organ erlangen. Aus der Eisenacher Konferenz heraus soll ein ständiger Arbeitsausschuß errichtet werden mit dem Sitz in Berlin und mit dem Recht, in gemeinsamen Angelegenheiten der deutschen evangelischen Kirche selbständig vorzugehen. Verschiedenen fremdländischen Offizieren sind vom Kaiser Ordensauszeichnungen verliehen worden, die im Reichsanzeiger bekannt gegeben werden. Von besonderem Interesse ist, daß der französische Oberst im Generalstab Faurie den Roten Adlerorden 2. Klasse erhalten hat. Reichs=Fehlbetrag. Der Budgetkommission des Reichstages ist das mutmaßliche Ergebnis des Reichshaushalts für das Rechnungsjahr 1902 übermittelt worden. Danach würde sich ein Fehlbetrag von über 34 Millionen Mark ergeben. — Die Einnahmen der 76 deutschen Eisenbahnen mit 45 926 Km. Gesamtlänge betrugen im Januar aus dem Personenverkehr 31,3 Mill. Mk. oder eine halbe Million mehr und aus dem Güterverkehr 89,9 Mill. oder rund 7 Mill. Mk. mehr. — Nach einem Besuch in Tsingtau(Kiautschau) hat der chinesische Gouverneur von Schantung dem Gouverneur des deutschen Kiautschaugebietes ein Schreiben gerichtet, in dem er sagt:„Als ich geschieden war, beobachtete ich, wie die Eisenbahnarbeiten in zuverlässigster Sicherheit fortschreiten, die Gesinnung des Volkes friedlich ist und die Ortsbehörden mit Ihren Beamten in gutem Einvernehmen leben. Das Land von Tsingtau hat das Glück, von Eurer Exzellenz nach weitschauenden Plänen ** Berghofen, 18. Febr. Am Montag, den 16. d. Mts. legte die Frau Wirtin F. hier auf dem Friedzu Wellinghofen an dem Grabe ihres vor mehreren hofe gelenkt zu werden. Darum wird mehr emporblühen zum Nutzen für beiden Länder." der Handel immer die Kaufleute unserer Lokales. Schwerte, 19. Februar 1903 Das Konzert,) welches der hiesige M.=G.=V. Goldstück war, in die kleinen Hände drücken ließ. Von der Herrin wurde sie mehr als Freundin, denn als Dienerin behandelt, und sie vergalt dies durch eine unerschütterliche Anhänglichkeit. Schon mehr als einmal waren ihr Heiratsanträge gemacht, sie wies alle zurück. Und keine größere Freude gab es für sie, als Johanna auf der Bühne von einem brausenden Jubelsturm gefeiert zu sehen. Darum wollte sie auch von einem Leben in dem stillen Sonnenfeld nichts wissen, sie sagte, die Herrin sei dazu zu jung, zu schön, eine zu große Künstlerin. „Es wäre kein Glück für Sie!“ Kein Glück! Hannchen hatte mehr als einmal darüber nachgedacht, ob sie sich denn wirklich glücklich fühle. Sie hatte den Frohsinn ihres Gemütes durch eine strenge äußere Maske sich sichern müssen, sie kannte das Leben der Teaterdamen, die Erfahrung, die man auf und hinter der Bühne machte, viel zu gut, um nicht zu wissen, daß ein solches Leben ihr keine Befriedigung geben würde. Dann wäre sie in der Tat lieber nach Sonnenfeld zurückgegangen. Wie viel fade Schmeicheleien, wie viele aufrichtige Liebeserklärungen hatte sie im Anfange ihrer Laufbahn wohl oder übel anhören müssen, bis sie so dastand, daß sie jede Annäherung von ihrem Willen abhängig machen konnte. Ja, jetzt war sie in Wirklichkeit eine vornehme, kühle Frauenerscheinung, deren helle Augen unter dem auffallend reichen Blondhaar, das zuerst den wackeren Herrn Neuling auf den Gedanken gebracht hatte, aus der Thüringerin Hölder die Schwedin Holder zu machen, so fest und scharf blickten, daß ein jeder sofort erriet, diese Künstlerin von Gottes Gnaden sei aus anderm Holze geschnitten, als viele ihrer Kolleginnen. Man nannte sie herzlos, hochmütig, von dem reichen Seelenleben in ihrer Brust ahnten wenige etwas, und wenn Herr Neuling im Eifer die kindliche Treuherzigkeit, die bezaubernde Liebenswürdigkeit seiner Schutzbefohlenen rühmte, dann schüttelten die Zuhörer ungläubig die Köpfe. Darum hatte es auch der Hotel=Direktor für kaum möglich gehalten, daß die unnahbare Sängerin so herzerquickend lachen könnte, wie er es zu hören vermeint. (Fortsetzung folgt.) hängerbund“ im Verein mit der Hagener Stadtkapelle am kommenden Sonntage auf dem„Freischütz" veranstaltet, wird uns nach dem uns vorliegenden Programm einige Stunden eines hervorragenden musikalischen Genusses bieten. Sind wir doch vom„Sängerbund“ es von jeher gewohnt, daß die von ihm unter der bewährten Leitung des Herrn Chordirektors Steinkühler=Hagen vorgetragenen Chöre mustergiltig gesungen werden. Die Pausen zwischen den einzelnen Chorvorträgen des„Sängerbund“ wird dann die Hagener Kapelle durch sehr sorgfältig gewählte Konzertstücke ausfüllen. Am Sonntag dürfte also für alle Freunde edlen deutschen Männergesanges und guter Musik die Losung heißen:„Auf zum Freischütz!“ **(Ein dreifaches, seltenes Fest) wird die Familie Fabrikinvalide Heinrich König am 28. d. Mts. begehen. Während das Ehepaar Heinrich König sen. an diesem Tage seine goldene Hochzeit feiert, wird der Sohn desselben, Fabrikarbeiter Heinrich König jun. das Fest seiner silbernen Hochzeit begehen. Zu gleicher Zeit tritt ein Sohn des letzteren, Fritz König, in den Ehestand. Zu diesem Kleeblatte der drei Hochzeitsfeiern wünschen wir sowohl den beiden im Gold= und Silberkranze prangenden Jubelpaaren wie auch dem mit der Myrthe geschmückten jungen Paare viel Glück und Segen. (Lehrerstelle.) Zu Ostern ist an der hiesigen katholischen Volksschule eine neue Lehrrestelle zu besetzen. Das Grundgehalt beträgt 1500 Mark. Dieses steigt von 3 zu 3 Jahren um 200 Mark bis zum Höchstgehalte von 3300 Mark, außerdem erhalten die verheirateten Lehrer 400 Mark, die unverheirateten 250 Mark Wohnungsgeld. (Der Deutsche Werkmeister=Verband)(Sitz Düsseldorf) wurde soeben bei dem Reichstage vorstellig, das Gewerbegerichtsgesetz ähnlich der Vorlage„Kaufmannsgerichte", dahin zu ändern, daß dasselbe auch bei den Werkmeistern, Betriebsbeamten usw. zuständig sein soll, falls das Jahresverdienst dieser Mark 3000 nicht teigt, wogegen heute 2000 Mark die Grenze bilden. Ebenfalls wird es als wünschenswert bezeichnet, die Berufungssumme genau in der gleichen Höhe festzulegen wie bei dem Gesetze„Kaufmannsgerichte". (Das Rauchen auf offener Straße,) wie es heute schon in so ergiebiger Weise unsere Jugend beliebt, war in der guten alten Zeit größtenteils wegen der damit verbunJahren verstorbenen Vaters einen Kranz nieder, was sie seit Jahren an diesem Tage macht. Am Dienstag, den 7. d. Mts. früh findet sie die Blumen des Kranzes auf ihrer Haustreppe zerstreut umherliegen. Diese Tat kann doch nur aus Bosheit oder Rache geschehen sein und wird im Ermittelungsfalle mit Gefängnis bestraft. Vor einigen Jahren hat man von dem genannten Grabe ebenfalls einen Kranz entfernt. Hoffentlich werden die Täter ermittelt und zur Anzeige gebracht. ** Aplerbeck, 18. Febr. Die evang. Kirchenvertretung hat in ihrer Sitzung am Montag den Antrag auf Schaffung einer vierten Pfarrstelle abgelehnt. Die Mehrheit der hiesigen Repräsentanten ist der Ansicht, daß es vorläufig noch ohne den vierten Pfarrer geht, während die Vertreter von Schüren und Sölde Anhänger des Antrages waren. Mit der stetig zunehmenden Seelenzahl unserer evangelischen Gemeinde wird aber in absehbarer Zeit die Anstellung eines vierten Geistlichen dringendes Erfordernis. Hörde, 18. Febr.(Einen kleinen Nardenkötterprozeß) wird nächstens auch unsere Stadt erleben. Nach der„Vztg.“ ist gegen einen hies. Heilkünstler wegen verschiedener Sachen eine Untersuchung eingeleitet. Wenn derselbe auch nicht einen derartigen Zulauf hatte, daß er sich zur Herstellung der Medikamente ebenfalls einer Badewanne bedienen mußte, so soll die Praxis doch eine recht ausgedehnte gewesen sein. Als Spezialität soll der kleine Nardenkötter die Befreiung von Blasensteinen betrieben haben. Sachverständige, welche derart abgetriebene Blasensteine sahen, waren allerdings der Ansicht, daß es Kohlen und Kieselsteine gewesen seien. Aus Westfalen und Rheinland. * Essen, 18. Febr.(An Wurmkrankheit) sind auf der Zeche„Lothringen“ der Betriebsführer, zwei Steiger und 434 Arbeiter erkrankt, auch die Zeche„Erin" ist stark verseucht, andere benachbarte Zechen weniger. Um weiteren Verseuchungen vorzubeugen, beabsichtigt die Bergbehörde, den Betrieb einzustellen, bis die betreffenden Gruben gründlich desinfiziert worden sind. * Letmathe, 18. Febr.(Von Strolchen überfallen) wurde gestern abend der Kommis Spielhoff von der hiesigen Papierfabrik. In der Nähe seiner Wohnung in Oestrich sprangen die Vagabunden auf den nichts Ahnenden los, der, als er sich zur Wehr setzte, mehrere Messerstiche in den Rücken, Oberarm und Kopf erhielt. Auch die Mutter des Ueberfallenen, die diesem zu Hilfe kam, wurde von den rohen Patronen verletzt. Die Täter, die ohne jede Veranlassung aus purer Rauflust die Tat vollführten, wurden noch am selbigen Abend verhaftet. die heißen Kleinhans und Brüggemann und sind beide aus Oestrich. * Elberfeld, 18. Febr.(Selbsttätige Laternen.) In den entfernt gelegenen Bezirken unserer Stadt werden vom Gaswerk schon seit längerer Zeit zur Straßenbeleuchtung probeweise selbsttätige Laternen verwandt, die zu bestimmter Zeit selbst anfangen zu brennen und auch von selbst erlöschen. Wie der„Tägl. Anz.“ berichtet, sind dies Laternen mit einem Uhrwerk, das zwei Zifferblätter hat, auf dem einen Zifferblatt wird der Zeiger auf die Zeit gestellt, wo die Lampe anfangen soll zu brennen, auf dem anderen Zifferblatt auf die Zeit, wo sie erlöschen soll. Sind diese Zeitpunkte erreicht, so erfolgt auf automatischem Wege die Oeffnung bezw. die Schließung des : ∆ 1u8 gak hu Parhaten EEinz higrühen urlaffang Gashahnes. Die Laternen haben sich bisher so gut bedenen Feuersgefayr verboten. Eine hieruver erlassene wahrt, daß demnächst Versuche in größerem Maßstabe Feuer=Polizei=Ordnung vom 28. Juli 1843 für den Kreis vorgenommen werden sollen. Dortmund und Schwerte sagt Folgendes: Das Tabak== Düsseldorf, 18. Febr.(Provinziallandtag.) rauchen in den Straßen der Städte und Dörfer ist nur Der Regierungspräsident zu Arnsberg, Dr. Renvers, hat geitattet,„das Zigarren= dem Präsidenten des Provinziallandtages mitgeteilt, daß er dem Landtag für das ihm entgegengebrachte Vertrauen rauchen auf den Straßen aber ganzuuh untersagt und zwar bei einem Taler Strafe.(Diese Polizei=Verordnung ist bis heute noch nicht aufgehoben. Anm. d. Red.) **(Durchlochte Hundertmarkscheine.) Bei einer Düsseldorfer öffentlichen Kasse sind letzthin durchlöcherte echte Hundertmarkscheine zurückgewiesen. Anscheinend herzlich danke und die einstimmige Wahl zum Landeshauptmann seiner Heimatprovinz gern und freudig annehme. * Düsseldorf, 18. Febr. Ein amüsanter Zwischenfall ereignete sich in der 5. Sitzung der gegenwärtigen ecoibet in P#utlich hat Buckerrüben ##rne verser * Dü t er e art in den Vzuschwelleg B aus Mutwillen sind die Banknoten mehrfach mit einem Tagung des Provinziallandtages der Rheinprovinz. Bei Apparat durchlocht. Auf erhobene Beschwerde wurde der Wahl des neuen Landeshauptmanns wurden u. a. einem Einzahler der Bescheid, daß„durchlochte Banknoten vier Stimmzettel abgegeben, die ungiltig waren, weil sie als entwertet angesehen und von den Filialen der Reichs= keinen Namen trugen. Einer dieser vier Zettel enthielt bank nicht eingelöst werden. Ein Ersatz der auf solche einen rätselhaften Satz, den der Vorsitzende unter großer Art beschädigten Noten kann nur vom Reichsbank=Direk= Heiterkeit des Hauses vorlas:„12 Mark Fracht für in der Abn uch, Eing * C uird in de verabreich cholischen #inder. Diarrhoe lranfbett a der Kinde nach der De noch * fidtiche war die! #inder b Besserug Je im. lichen M jangreich Prozeßb geschrift Hindern Schrift Hauptve sich nock der Ann Juni, n sogar b Die gar nen vo: fördert testen 2 Kopf g wissern gleichw richt sic letzten schlepp zesses Bericht hat sic lanzen nicht beträg 12 65 unger 1 651 von 2 Von den n densch Rom einige ten e wege als; währ hat mach ter 1 Pen gege führ 1f er rk ig— en rf nts re lt. fe er, at et. de die Luft befördern wollte, wurde von diesem derP°ot. Zinger gebissen, daß der ganze Arm stark anVe# Hegann. Die Aerzte stellten eine Blutvergift###ng fest, die das schlimmste befürchten Velbert, 18. Febr.(Ein netter Sohn.) Ein eiwa in der 1 Nnach seitdem verschegepegng# wird vermutet, daß er sich ich Engla# begeben ** Oberhausen, 14 bg p.J.n 11. Febr. Im Winterhalbjahr in Schulen an arme Kinder Milch mit Brotchen wirdi zittag erkrankten nun in der kabch u dei. Schuen gulag ateg u ue ur. 6. sule nach dem Genusse der Milch 19 bische, Die Krankheit machte sich durch Erbrechen und e zmarkhar. Sofort nach dem Ausbruch der Parrboe Arzt gerufen. Derselbe schickte zwei der Kinder nach dem Krankenhause, während die 1.h der elterlichen Wohnung gebracht werden konnten. im Besitze des betreffenden Milchhändlers beliche Milch wurde beschlagnahmt. Bis heute abend Ursache der Erkrankung noch nicht aufgeklärt; die ##inder befinden sich fast sämtlich auf dem Wege der 9 4 Oberhausen, 18. Febr. Gerhard Terlinden Mäischen fort. Dieser Tage hat er sich in einer schrift schreitet unter den immer wieder auftauchenden glaubt schon Grund zu Akten gegen„Terlinden und Genossen“ könson ertezn und sie zur Riederlegung des Austrags geWen Augenbiche du beboeben, Gespgenst gewordenen Proed Abe ben Aund un uie Aücher urihgen u. 2655 311,18 Mark angemeldet worden,„Eisige, Forhrg 1 651 695,42 Mark sind, bestritten; eine Bankforderung von 2385 905,05 Mark ist ebenfalls noch nicht anerkannt. Von den Hypoteken von zusammen 2 897 000 Mark werden mindestens 1 500 000 Mark ausfallen. Die Dividendenschätzung schwankt je nach Ausgang der anhängigen Prozesse zwischen 10,2 und 15,5 Prozent. * Emmerich, 17. Febr.(Nachspiel zum Fau Romen.) Der Stadtrendant Gelsing, der in dem vor einigen Wochen beim Landgericht in Duisburg verhandelm Strafverfahren gegen den Verlagsbuchhändler Romen wegen Beleidigung des hiesigen Bürgermeisters Menzel ale Zeuge auftrot und ale enzpagfelhafte Rolse spielte, währsmänner eine mehr als zweifelhäfte Noue spielte, hat nach einer in der lebten Stadtverorhzghzischeurgeg# machten Mitteilung des Vorsitzenden ter unter Verzichtleistung auf die ihm zustehende gesetzliche Pension niedergelegt. Dieser Entschluß dürfte aus ein gegen G. eingeleitetes Disziplinarverfahren zurückz 9 Nachen, 18. Febr.(Raubanfall.) Auf dem Teaterplatz machte ein ziemlich elegant gekleideter junger Mann gestern nachmittag den Versuch, einem Herrn einen eben von der Sparkasse gehollen Beutel mi 1200 Mark zu entreißen. Der Straßenräuber wurde nach heftigem Widerstande von einem Schutzmann festgenommen. Neueste Nachrichten. § Berlin, 18. Febr. Der Oberpräsident v. Bitter hat die Führung der Geschäfte bereits niedergelegt. Er but am Sonnabend sein Entlassungsgesuch nachge sandt und die Genehmigung desselben war, wiedur######. Tagebl.“ meldet, bereits am Montag abend in seinen erlin, 18. Febr. Nach einer Wiener, Depesche wurde die Königin Christine von Spanien nachts, als der Sarg mit der Leiche ihrer Mutter aus dem Palais geeden wurde, ohnmächto, Großfener witts hute § Berlin, 18. Febr. Erogseuer walete heute morgen von 7 Uhr an in dem Warenhaus von Jaques Cohn, Ecke Müller= und Sellenstraße. Der aus bisher nicht ermittelter Ursache ausgebrochene Brand verbreitete sich mit großer Schnelligkeit. Die in den oberen Stockwerken wohnenden Mieter wurden von den Feuerweyrmannern ins Freie gebracht. Erst nach zweistündiger Arbeit galt die Gefahr als beseitigt. Der verursachte Schaden ist sehr bedeutend.„. 116 Furhab 8 Hamburg, 18. Febr. Wie aus Lu, M.gglien echtet wird, ist der gestern mit Stückgütern aus Brasmen auf der Elbe angekommene und nach Hamburg bestimmte Lampfer„Pernambuquo“ von der Quarantanerehoree als pestverdächtig zurückgehalten worden. Zwei auf dem Dampfer befindliche Heizer wurden in das Qurantänelagarett eingeliefert.„„sterhene A. 8 Budapest, 18. Feor. Der verstotve., Mniangn Wechselmann hat in seinem Testament 3 7/10 Millionen Kronen für wohltätige Zwecke ausgeworfen. s Konstantinopel, 18. Febr. Jgse Hufzge es wozedonich Corfatser Perilt in Rumbeili bei Abrig Spion bekannte Corfutier Perili in Aumren, bei Adria8 Tanger, 18. Febr. Es sind hier Berichte ein gerettet. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung. IId Berlin, 19. Febr. In Zentrumstreisen besteht die Absicht, einer Wehrsteuer näher zu treten. Man glaubt, daß Abg. Müller=Fulda einen diesbezüglichen Antroc enbeingen boted, 10, Jehr. Im Justizministerium tritt man nunmehr der Bekämpfung des Kurpfuschererlin, 19. Febr. Anstelle des zurückgetretenen Baron v. Collas ist der Kommandeur der 16. Division, Freiherr v. Scheede, zum Gouverneur von Mainz IId Hamburg, 19. Febr. Der Kaufmann Gustav Hagelberg, der seit dem Tode seines kürzlich verstorbenen Vaters Chef der bedeutenden Altonaer gleich namigen Weinfirma war, hat aus bisher unbekannter Ur sache seine Frau durch einen Revolverschuß schwer verletzt und dann sich selost getötet. Hd Braunschweig, 19. Feot. Im braunschweigischen Landtage wurde gestern nach kurzer Debatte, den „Braunschw. N. N.“ zufolge, der Antrag des Abg. Schwerdtfeger, die braunschweigische Regierung möge ihren Vertreter im Bundesrat dahin instruieren, daß seine Stimme gegen die Wiederzulassung der Jesuiten im ziger Vokksztg.“ Fritz Seger, wurde wegen öffentlicher Veleidigung des Stadtrats Ludwig Wolf zährengericht städtischer Steuerbeamter vom hiesigen 100 Mark Geldstrafe eventl. drei Wochen Gefängnis Iid Kopenhagen 19. Febr. Der bedeutendste Schiffsrheder Helsingfors, Großhändler Hulthen, Direktor von acht Rhedereien, ist nach Verübung hoher unter I4 Marseille, 19. Febr. Gestern abend kam es zwischen Mitgliedern des internationalen Dockerverbandes und Mitgliedern des nationalen HafenarhesterVerbandes zu einem blutigen Streit, wobei..r= schüsse gewechselt wurden. Da die Polizei außer stand war, die Ruhe wiederherzustellen, wurden Trappen g. quiriert. Mehrere Personen wurden verwunde#. Man befurchtet weitere Zwischenfalle. Hd Paris, 19. Febr. Die Schüler der polytechnischen Hochschule haben gestern ihre Mathematik Examia abgelegt. Wie erinnerlich, hatte diese Prüfung Anlaß zu den bekannten Zwischenfällen gegeben. IId Paris, 19. Febr. Ein im Kolonialministerium eingelaufenes Telegramm berichtet, daß Kapitän Foque am 4. Dezember ein Gefecht mit den Tuareks bei Bis=Allali gehabt hat. Die Kolonne, welche von Fouque befehligt wurde, wurde plötzlich von angegriffen; außer dem Kapitän wurde noch ein Deutscher verwundet. Schließlich gelang es, die Angreifer in Marchand bei seiner Reise durch Afrika begleitet und hat auch an China=Expedition teilgenommen. mals der Mittelpunkt des deutschen Spionagedienstes in Frankreich war. Jeden Abend soll Dreyfus emen Teutschen, der mit dem Empfange seiner(Dreyfus) Korrespondenzen betraut war, besucht haben. Als Dreyfus verhaftet wurde, sei dieser Deutsche verschwunden, ohne eine IId Antwerpen, 19. Febr. In Niel stürzte ein im Bau begriffenes Haus ein, wobei 8 Arbeiter verschüttet wurden. Man befürchtet, daß mehrere Tote unter den Trümmern liegen.„ Ha London, 18. Feor. Ein Telegramm aus Nord=Carolina berichtet, daß der Dampfer„Olive“ während eines Sturmes gesunken ist. 18 Mann der Besatzung IId Cadix, 19. Febr. Ein Cyklon richtete hier große Verheerungen an. Das Schiff„Violetta“ wurde auf den Strand geworfen. Mehrere Schiffsboote sind g sunken. Das Postgebäude ist bedeutend beschädigt und der Wellenbrecher im Hafen völlig zerstört. Das Unwetter hatte auch mehrere Todesfälle und zahlreiche Vei wundungen im Gefolge., 10 Tehr. Unter den hier IIA Konstantinoper, 1o. Ferr. umer sich aufhaltenden Bulgaren macht sich eine Rückwanderung nach der Heimat bemerkbar. Man bringt Rückwanderung nach der Heimat ben. diesen Umstand mit der im Frühjahr in Aussicht stehenden Schilderhebung in Mazedonien in Verbindung. Die Zah der sonst um diese Zeit sich hier aufhaltenden B schwankt zwischen 12—15 000 Köpfen. Sämtliche ReserveOffiziere und Kadetten der türkischen Armee haben Befehl erhalten, ihre häuslichen Angelegenheiten zu ordnen und sich zur Einberufung zu den Waffen zum April beIId Tanger, 19. Febr. Nach Meldungen aus Fez dauert der Kampf fort. Die Sultanstruppen unter dem Kriegsminister Menebi sollen sich in sehr bedrängter Lage befinden. Doch sagen andere gleichzeitige Nachrichten genau das Gegenteil.„ Keert 5es Hč Carracas, 19. Febr. Durch ein Derker des Ministers des Auswärtigen wurden die gesamten Zölle um 30 Prozent erhöht.(Castro macht es also genau so wie die„alte ehrliche Tante“ Kaiserin=Witwe von China; das Ausland muß die von Venezuela zu zahlenden Entschädigungen selbst aufbringen.) Hd Rio de Janciro, 19. Febr. Die gestrigen Parlamentswahlen sind sehr unruhig verlaufen. Verschiedentlich fanden schlimme Zusammenstöße zwischen den Parteien statt. Es gab mehrere Tote und zahlreiche Verwundete. bekannte vorzügliche Qualitäten, à 2, 3 und 4 Mark pro Pfd Grusthee(staubfrei) von feinen und feinsten Sorten abgesiebt, pro Pfd. 1,60, 2 u. 3 Mk., Thee in schön dekorierten Blechdosen, à ¼, ½, 11 Pfd., pro Pfd. 2, 3, 4 und 5 Mk. Kaffee- u. Thee-Import Albert Königsberg i. Pr. K I auf Grund amtlicher bearbeitet von der Berlin W., Köthenerstraße 39. Berlin am 14. 2. Auftrieb: Tendenz: Rinder Kälber Schafe Schweine Rinder Kälber Schafe Schweine Dortmund am 16. 2. Köln a. Rh. am*) 16. 2 Essen a. R. am 10. 2. 4768 1271 7475 8374 langsam zl. glatt g. ruhig ruhig 849 482 104 1366 1141 832 712 1998 996 866 8 928 lebhaft langsam schlepp. langsam schlepp. flott langsam langsam : a) vollfleischige, ausgemästete höchst. Schlachtwertes F b) junge fleischige, nicht ausgemäst. u. ältere ausgemäst. 3 c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere d) gering genährte jeden Alters „ a) vollfleischige, ausgemästete bis zu 5 Jahren.. s c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere. s a) vollesch, ausgemäf. Räher, öchchfr. Shfacghe# * c) ältere ausgemästete Kühe und * jüngere Kühe und Färsen.. S d) mäßig genährte Kühe und Färsen e) gering genährte Kühe und Färsen 5) feinste Mast=(Vollmischmast) und beste Saugkälber S c) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber... Ss d) geringere Saugkälber E e) älteres gering genährtes Jungvieh(Fresser) " a) Mastlämmer und jüngere Masthammel.... S e) mäßig genährte Hammel und Schafe(Märzschafe) 0 d) Holsteiner Niederungsschafe und Lämmer s a) vollfleischige der Rassen u. Kreuzungen bis zu 1¼ J. S d) Käser a c) fleischige S d) gering entwickelte * e) Sauen *) Kälber= und Schafnotiz vom 13. Febr. 29—30 51—52 41—44 28—82 23—25 88—86 30—32 28—26 56 53—55 50—52 52—53 F MNG FNN ZEHNTER BAND ERSCHIEN SOEBEN. M 12. Vorstehende Preise verstehen sich für 100 Pfd. Lebendgewicht. handels-Nachrichten. Neuß, 18 Februar. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ctr. (ohne Faß) 50,50, Rüböl per 106 kg faßweiße(ohne Faß) 52,00 Mk. gereinigtes Oel per 100 kg 3 Mk. höher als Rüböl. Rübkuchen per 1000 kg 89, in kleineren Partieen 93 Mk. Kleie 5,20 Mk. pr. 50 kg Butter per kg 2,30, Eier per Schock(60 Stück) 5,40 Mk Weizen, neuer I. 16,00, do. II. 15,00, II. 13,80 Roggen, neuer I. 18,70. II. 12,40, III. 00,00, Hafer I. 13,10. II. 12,10, Raps I. 00.00, II. 00,00 alles die 100 kg. Köln, 18. Februar. Fruchtmarkt Weizen 00,00, Roggen 00,00, Haser 00,00—00,00, Heu 5,50—6,80, Maschinenstroh(Roggen=) 2,90, Richtstroh(Flegeldrusch) 8,00, Krummstroh 2,80 Mk. die 100 kg. Hinwei Der Gesamt=Auflage unserer heutigen Nummer liegt ein Lotterie=Prospekt der Firma Jacob Reiß junier, Bankgeschäft, Mainz, Rheinstr. 5, bei, worauf wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Verantwortlich für den Wild. Schadt, für den Anzeigenteil: Julins Humme in Schwerte Druck und Verlag von Carl Osau: in Covett. Heute verschied infolge einer Operation an Herzschwäche unsere inniggeliebte Mutter, Schwieger- und Grossmutter ssmptter Frau Auguste Sölling geb. Förtsch. Schwerte, den 18. Februar 1903. Oberlehrer Dr. Söffing und Familie. Standesamt Weulinghosen. Anmeldungen vom 1. bis 15. Februar 1903. Geburten: 1 Sohn. Bergmann Carl Kruse Lücklemberg. Bergmann Wilhelm Diederichs Wellinghoferheide, Bergmann August Füchtemann Lücklemberg, Bergmann Wilhelm Kurls Renninghausen, Bergmann Diedrich Wittler Renninghausen, Bergmann Heinrich Tschersich Hacheney. 1 Tochter. Bergmann Gustav o M uf ge bore: Maschinist Martin Kistner und Helene Stock beide Hacheney, Wirt Louis Mentler und Martha Beisner WellingSterbefälle: Anna Maria Polklesener Benninghofen Bekanntmachung. Junge Leute, welche freiwillig eintreten wollen, können schriftlich oder persönlich unter Vorlage des Meldescheins sich melden in Mülheim am Rhein beim Infanterie=Regiment Freiherr von Sparr(3. Westfälisches) Nr. 16. v. Horn, Oberst und Regiments=Kommandeur. Hôtel OStermahn! Sonntag, den 22. Februar: Einmaliges Gastspiel des Dortmunder Stadttheaters. Alt-Ileidelberg. Elektrische Taschenlampe!!! Systeme. Sofort Licht bei Sturm und Regen, Wind u. Wetter, 5000 tageshelle Erleuchtungen,(Batterie leicht ersetzbar), kein Zündholz, keine Kerze, keine Explosion, nie versagend. 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