SC Amtliches Kreisblatt hmmrmmmrrrrer e tun gen kreis Borct. #mmmrnreer Ale Kreis= und Lokalpolizellichen Verordnungen für voen Greie Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. pro Quartal 0 Mark 65 Pfg. Ilustrieren Persischens: 36 Jahrgaus. So etwas dürfe Ueber den landwirtschaftlichen Notstand in Nußland seine Folgen für die mitteleuropäische Landwirtschaft Bechteseff, hat soeben eine Studie unter dem Titel:„Die Kuschand auf den unangebauten chentengeneis seot. fealen, Ou,886 2, Prozent der Bauernwirschaften schwunden. der Bauer, in a rößert. Die mit solchen schlechten ovingender Cewot die grigere gegen Pogsanzug einer tischen Polizei in Verlin versucht habe, einen Redaktionsendue, aud ue üur De, Aer zähge, Ver Kohshanst Aair Feaer se vollkommenen Vieheinfuhrsperre gegen Rußland.“ Deutscher teilte vor Eintritt in die Tagesordnung mit, daß gr, die bei 9, set restz Vostcerstit wechde Eine Regelung bedüirfe e, vos bi. Pornereie. Ke Gine Rgelsung bedziefe aber auch die Frage, ob und inwieweit den Fabritarvetlichen Stellung der nur pfändbar war, ist ihm von den Steuer= Abg. Rösike=Lesan(frf.) befürworteie enen ummme g. die miteleuropäischen Landwirte. Der Verfall Hes stif bewvessen, Riesenfortschritte. Eine Gesundung auf kämpfen. Die Gefahr der Ueberschwemmung unserer airkte mit rusichen begiehergaung der horigen Landrtichasft niche veringert, soder. u der durch das Elend gezwungen wird, seine es bisher den Arbeitern das Verptishargnent ntrag der und äußerte seine Zustimmung zu der )me des Gerurbeinfzektoren fand Abg. Burm, viefach nichzt der ebe, Hebueug une eeehee ehe ebeche Aisde ueruch Gichhe Ghewerbeispertoren fand Abg. Wurm vielfach nicht der verordneten. Wirtlichten entsprechigrungg! Gerwies er auf GHosez, ds Minsterpehal beselightnaeshgabe und Naueinteilung der Wahlkreide, gtgelschngtz„ontag: Kleine Vorlagen, Fortsetzung der Elatsverutung. Politische Uebersicht. Deutschland. * Vom Kaiserhofe. Der Kaiser, der tags vorher die Ausstellung für Spiritusverwertung besuchte, sprach am Sonnabend gelegentlich seines Soziersggre er Marine, vorträge und empfing dann den Vorstand der FeuerschutzAusstellung.— Von der Kaiserin wurde das Präsidium 50000 Mark und seinem Infanterie=Regiment Nr. Der Berliner Magistrat abend die Erhöhung der Einkommensteuer auf 108(bisber 100) und der Venzikre g=eizignen Mark Ausgaben segschiseg sehsle. Das lete Wort sprchen die Stahdt. starke Zunahme der Ansale ur ven landerrzz,rheitgeber ratung findet am heutigen Montag statt. Abgeordnetenhaus. Bei der fortoerbepter aum Sonmabend brachte Abg, siche Bar, boden, unr ebheh, n du Haih(sei. Herg,) bas Bardet von Kanterstüicen u. er. esdend der Vuge u. bseng vens Zucgs deian Larmn Benger den Kemnricher ud rachlenes her ir sehade de Kansch. Keseine lnd hach die die Ligel lkei de Acheasen ud. 2.az.= cshe ie ae Ktauncdenun nich hiele lthchtr uch sientlichhr, 4i. 1schen.g Der Wahn war kurz. Die beiden Prozeßbevollmächtigten der Kronprinelschge en dos Hofzgeigesgn. ie e äke ie suche Dresden wieder verlassen. Wir erbitten telegraHresden, 7. Fehr. Die Bite der Prinzesin Prinzesin, auch zu einem ganz kurzen Besuche, keinesfalls Prinzessin, auch zu einem ganz rürzen euchnucig ses. Sie Wteinaein emariet in sert der Resinnsprüche, Denksprüche, Sprichwörter 2c. Klingeln Narren mit den Schellen, Daß der Welt die Ohren gellen, Wird das Volk in ganzen Haufen Nach den Narrenkappen laufen. Doch die Weisheit steht verlassen Mitten in des Volkes Massen, Und hat noch von Glück zu sagen, Wird sie nicht ans Kreuz geschlagen. Briefträgers Hannchen. Von Georg Paulsen. (Nachdruck verboten.) (34. Fortsetzung.) brecht Hölders lederforbene Hrdenzich pocherote unb glus Uind ihr sils Gedanken=Resiumee ging dahin:„Mamn's„Verrück st er geworden, verrüicktse abergu scher Bit. Zi. Hoete easf chlihe ans Rhas und erzählte als neuestes, daß sogar der Herr Hofteaterallerbeste fürs Mädele, worauf Frau Hölder triumphie. e der Den 180 estgaefig geschrleben:„Liebe Bastl is Hanngen i a brav Christel. Aber's Hannchen weng mal auf de te doch keiner gemerkts Neinl Es solls auch kein Rasen, wirds schon wieder aufstehen. Grüß Gott, Bas. ersahren kriegen täit, brß Lebrch. Enite demn Gedan. sagen dr das Acben gebracht. und sehte Aobseserhsebung Höber mit in der, Hhihef gen Eise eumrihg iher dos er dcher vuchte den voasteren Adten boger, vighder Feriheheg sch auf die Suche machte, hörte sie aus den ene hd, Schitete Horu, Ooye vum behengsristerei ,enen Ferster die Stimme ihres Manns, der anhab: orte den Kopf,g özun, egann die altbekannte S. u.,teu., u. ig fröhsch beisammen und haben einander so er Hannchens Zukunft von neuem..„Wir sitzen so fröhln, beise „ün dann lebtrs Mädele in Saus und Braus, bis 3|siebl“„. ig, 6s Hang so, daß die wackere HausMal alt un's Geld all' is. Die Komödiantengeschicht'! Es klang, nu 1u Weib, aber zum Singen paßt die, wie unser dick' HirschZeauchendes Halo foigte de Krige Kaopztez erein. Male ward's still, denn vor ihrem Eheherrn stand Frau Elise Hölder und hinter ihr als Hilfstruppe im Korps der Rache die„dicke“ Hirschwirtin.„Selbiges sich sagen. zu lassen? Da möcht' man ja lieber gleich als a Hegen zun , Da triake mei Alchen!“ Kotterte Lebrcht Hälber an. 90s5 das bedeutete diesmal auch blos Oel ins Feuer gesein. Gut war sie, aber ihre empfindlichen Stellen gatte sein. Gall war fsie, üder ihre empfindlichen Stellen hatte So wies se denn den Gazghr adz. Schrchte gaer er Hand ab und ein bisygrkare sie b. 3), Lebgent urrechten. Zischeig Aber damit aaut zu. voch an den untegrt. Aushrand er und Aaldg aur de Nrek, Miähesehe scheid. Alle Gerüchte, daß sie schon unterwegs, oder gar schon in Dresden eingetroffen sei, sind daher unbegründet. Auf den Gang des Prozesses wird die Trennung von Giron keinerlei Einfluß haben. Die Dreyfusgeschichte in neuer Auflage. Paris, 7. Febr. Wie mitgeteilt wird, wird Jaurés bei Besprechung der Dreyfus=Affäre in der Kammer den Beweis erbringen, daß der Serbe Czernuschi, welcher im Renner Prozeß als Belastungszeuge auftrat, für seine Aussage bezahlt worden ist, ferner, daß Dreyfus in Rennes und Paris infolge Zustellung eines gefälschten Schriftstückes während seiner Abwesenheit verurteilt und dieses Schriftstück den Mitgliedern des Kriegsgericht durch die Gattin des Generals St. Germain übermittelt worden ist. Weiter soll erwiesen werden, daß ein früherer Mitarbeiter des Obersten Henry, welcher Kenntnis von den Fälschungen hatte, ermordet worden ist. Lokales. Schwerte, 9. Februar 1903 **(Frühling, Frühling wird es nun bald!) Wenigstens sind die geflugelten Vorboten schon da. Am Samstag nachmittag wurde uns ein munterer Schmetterling (Pfauenauge) überreicht und noch seltsamere Gäste sind es, die heute vormittag auf unserem Redaktionstische umherkrabbeln, nämlich drei vollkommen entwickelte Maikäfer, welche der Schüler Jos. Baader hier gestern auf einer Tour nach Hohensyburg gefunden hat. **(Die Reichs=Telegraphen= und Fernsprechlinien) sind häufig vorsätzlichen oder fahrlässigen Beschädigungen namentlich durch Zertrümmerung der Isolatoren mit Steinwürfen usw. ausgesetzt. Zur Warnung wird darauf hingewiesen, daß nach den Bestimmungen des ReichsStrafgesetzbuchs die vorsätzliche Beschädigung von öffentlichen Telegraphen= und Fernsprech=Anlagen mit Gefängnis bis zu drei Jahren bedroht ist. Fahrlässige Beschadigung wird mit Gefängis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft. Demjenigen, welcher die Täter vorsätzlicher oder fahrlässiger Beschädigungen der Telegraphenanlagen derart ermittelt und zur Anzeige bringt, daß sie zum Ersatz und zur Strafe herangezogen werden können, werden Belohnungen bis zur Höhe von 15 Mark in jedem einzelnen Falle aus der Reichs=Postkasse gezahlt. Diese Belohnungen werden auch dann bewilligt, wenn die Schuldigen wegen jugendlichen Alters oder wegen sonstiger persönlichen Gründe gesetzlich nicht haben bestraft oder zum Ersatze herangezogen werden können, ebenso, wenn die Beschädigung noch nicht wirklich ausgeführt, sondern durch rechtzeitiges Einschreiten der zu belohnenden Person verhindert worden ist, der gegen die Telegraphenanlagen ver übte Unfug aber soweit feststeht, daß die Bestrafung des Schuldigen erfolgen kann. **(Die jüngeren Kinder) des Arbeiters Gustav Schöttler sind nunmehr in eine Zwangserziehungsanstalt gebracht worden. Die Geschichte der Familie ist eine tieftraurige und zwar durch eigenes Verschulden. Bekanntlich war Sch. jahrelang bei dem Landwirt Heinrich E. hierselbst beschäftigt. Dem E. verschwanden vor etwa einem Jahre aus einer Kommode 1700 Mark, auch schien Sch. an den im Keller liegenden Schnapsfässern seines Arbeitsgebers großen Gefallen zu haben. Der arbeitete dann garnicht mehr, ergab sich dem Trunke und verfiel in Verfolgungswahnsinn, sodaß er zur Beobachtung in die Irrenanstalt Aplerbeck überführt werden mußte. Hier gestand er in einem lichten Augenblick, daß er zusammen mit seinem Sohne den Diebstahl bei E. ausgeführt und das Geld für seine Familie verbraucht habe. Auch die Frau des Sch. und der eben erwähnte Sohn müssen beide längere Freiheitsstrafen verbüßen, die ihnen wegen verschiedener Diebstähle und Betrügereien bezw. Beihilfe dazu zudiktiert wurden, und wegen einiger anderer Taten sehen sie ihrer Aburteilung noch entgegen. Nun sind auch, wie schon gesagt, die jüngeren Kinder einer Erziehungsanstalt überwiesen worden und somit der ganze Haushalt aufgelöst. **(Der hiesige Marineverein) hat sich in einer gestrigen Versammlung nunmehr endgiltig zu einer nochmaligen Aufführung der beiden Marine=Schauspiele entschlossen, welche am letzten Sonntage im Kaisersaale des „Westf. Hofes“ einen so gewaltigen Erfolg erzielten. Am kommenden Sonntage wird die Aufführung im Hagemann'schen Saale wiederholt, und am Sonntag darauf auf Wunsch der Westhofener Kameraden in Westhofen im Fritzenkötter'schen Saale. **(Der Geflügelzuchtverein von Schwerte und Umgegend) hielt Sonntag abend in seinem Vereinslokale Gasthof Böhmer eine sehr gut besuchte Generalversammlung ab und wurde die Tagesordnung wie folgt abgewickelt. 1. In den Vorstand wurden gewählt resp. wiedergewählt: 1. Vorsitzender Lehrer J. Siethoff, Geisecke; 2. Vorsitzender Heinrich Externbrink, Geisecke; 1. Schriftführer Otto Externbrink, Geisecke; 2. Schriftführer Herm. Faupel, Schwerte; 1. Kassierer Louis Weinberg, Schwerte, 2. Kassierer W. Westermann, Villigst; 1. Geratewart C. Elsenplässer, Villigst; 2. Gerätewart Ad. Osterberg, Schwerte. Der Kassenabschluß wurde stimmend gefunden und dem bisherigen Kassierer Hrn. Ries Entlastung erteilt; gleichzeitig wurde demselben für korrekte Kassenführung der Dank des Vereins ausgesprochen. Die geplante Ausstellung soll Ende Juli oder Anfang August im Vereinslokale veranstaltet und eventuell einige benach barte Vereine zur Beteiligung eingeladen werden. Vortrag über Aufzucht. Dieser von Herrn Fritz Egen gehaltene Vortrag war sehr interessant und erweckte eine lebhafte Diskussion, Herrn Egen wurde der Dank des Vereins für denselben ausgesprochen! Sodann wurden noch Zeitungs= und sonstigeAngelegenheiten speziell wegen Abgabe von Bruteiern etc. besprochen und ferner beschlossen, die nächste Generalversammlung auf Schwerterheide abzuhalten. (Am gestrigen Abend) veranstaltete die hiesige Mar. Jünglings=Sodalität im Saale des Herrn Specht anläßlich des Geburtstages unseres Kaisers eine teatralische Abend=Unterhaltung, welche sehr gut besucht war. Da der Präses Herr Pfarrer Schnurbus am Erscheinen leider verhindert war, so übernahm Herr Lehrer Bamberg den Vorsitz und brachte ebenfalls den Kaisertoast aus. Die Teaterstücke„Kaspar Larifari als Wunderdoktor“,„Auf nach China" usw. fanden allseitigen Beifall und hielten die Lachmuskeln der Besucher fortwährend in Bewegung. Auch die Gesangabteilung der Sodalität, welche erst vor einigen Monaten ins Leben gerufen wurde, trug unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Lehrer Hoberg einige Lieder vor, welche auch zur Zufriedenheit aller Anwesenden ausfielen und zeigten, daß sich die neugegründete Gesang=Abteilung Mühe und Fleiß gegeben hatte, die edle Gesangeskunst zu pflegen und zu fördern. (Ein Hagener Konsortium) hatte im vorigen Jahre im Osten unserer Stadt einen größeren Gebäudekomplex für Anlage einer Fabrik oder Ziegelei gekauft. Mit der Errichtung derselben scheint es einstweilen aber noch nichts werden zu sollen, denn die ganzen 13 Morgen Land sollen vorläufig noch wieder an einen dritten auf ein Jahr verpachtet werden. **(Ueber das diesjährige Wettsingen um den Wanderpreis in Frankfurt a. M.) hat die vorbereitende Kommission den beteiligten Vereinen folgende Mitteilung zugehen lassen:„Das Wettsingen wird am 4., 5. und 6. Juni in Frankfurt a. M. stattfinden. Am Abend des 3. Juni wird voraussichtlich ein Begrüßungskonzert der gesamten Frankfurter Männergesangvereine veranstaltet werden, die sich bekanntlich an dem Wettsingen nicht beteiligen dürfen. An den ersten beiden Tagen des Wettsingens werden vormittags und nachmittags je sieben Vereine, am dritten Tage vormittags die letzten sechs Vereine den Wettgesang durch Vortrag des größeren Preischores und eines selbstgewählten Chores ausführen. Am Nachmittag des dritten Tages findet dann der engere Wettbewerb um den Wanderpreis statt. Hierzu werden die elf eventuell zwölf Vereine zugelassen, deren Leistungen die Preisrichter als die besten beurteilt haben; diese erhalten die Stimmen zu dem im Volkston gehaltenen zweiten Preischor, zu dessen Einübung ihnen eine Stunde Zeit gegeben wird. Nach diesem Wettgesang erfolgt die Verteilung des Wanderpreises und der übrigen Ehrenpreise. Die Reihenfolge, in der die 34 zugelassenen Vereine singen, der uns bisher vor dem Schlimmsten bewahrt hat, näm, lich die Ausfuhr. Rechtspflege. tur, der infolge des nicht mehr recht bekömmlichen Gerstensaftes nur die feste Grundlage fehlte. Aber vor der Hand genügte es. Und auf die mit dem Ehrenzeichen geschmückte Brustseite deutend, krähte er hervor, es ging nicht mehr anders, die Freude war zu groß gewesen:„So willst mi kommen, so? Oho, da— estimir mi! Willst wohl! Siehst, was Dein Schwätzen bedeut't hat? Seine Exzellenz hat an den Lebrecht Hölder dacht, sonst hätt' ich das nicht kriegt," und damit strich er zärtlich über die blitzende Ehrung, und daß Du's weißt, g'rad reis' ich nu nach Berlin und bedank' mich bei dem hohen Herrn. Gar nix hast zu sagen, Weib; Leut', laßt Eure Krüg' voll machen und stoßt an mit m alten Hölder, grient net so, mein'twegen sagt Humpel=Hölder, in dieser Stund' estimiert Ihr mich doch; Seine Exzellenz der Herr Stephan, der sein' Leut'n kennt und sie lieb hat, soll leben un alle Postleut daneben! Hoch!" 6.6.4 (Fortsetzung sbigl.) wird von der vorbereitenden Kommission durch das bestimmt, sie teilt das Ergebnis der Verlosung den Ver einen ein Vierteljahr vorher, d. i. am 4. März d. Is., mit. Die Uebersendung des für das Wettsingen komponierten größeren Preischores an die Vereine erfolgt sechs Wochen vorher, also am 22. April d. Is. Die Namen der Komponisten dieses und des für den engeren Wettbewerb komponierten Preischores im Volkston werden bis zur Uebergabe der Noten an die betreffenden Vereine geheim gehalten. **(Annahme von Handwertsleyrungen bei der Staatseisenbahnverwaltung.) Nach den neuerdings erlassenen ministeriellen Bestimmungen über die Annahme, Ausbildung und Prüfung von Handwerkslehrlingen bei der Staatsbahnverwaltung können in den Haupt= und geeigneten Nebenwerkstätten der Staatseisenbahnverwaltung Lehrlinge im Schlosser= oder Schlosser= und Dreherhandwerk ausgebildet werden. Den königlichen Eisenbahndirektionen bleibt indessen überlassen, nach Befinden auch Lehrlinge der anderen, in Eisenbahnwerkstätten hauptsächlich vertretenen Handwerkszweige in mäßigem Umfange zur Ausbildung zuzulassen. Hierbei dürfen indes nur Söhne von Arbeitern oder Beamten der Eisenbahnverwaltung berücksichtigt werden. Für diese wird nach beendeter Lehrzeit die Gesellenprüfung für das Handwerk bei der Eisenbahnverwaltung nicht abgenommen. Für die Reihenfolge der Einberufung ist die Eintragung in die Bewerberliste maßgebend. Die Lehrzeit beträgt 4 Jahre. Die Lehrlinge erhalten von ihrer Einstellung an einen nach den örtliche Verhältnissen und ihren Leistungen zu bemessenden Tagelohn. Der zehnte Teil wird monatlich als Spargroschen einbehalten. Außer der praktischen Ausbildung nach einem bestimmten Ausbildungsplane erhält der Lehrling während der ganzen Dauer der Lehrzeit teoretischen Unterricht. ** Holzwickede, 9. Febr. Das Schadenfeuer am Freitag abend ist nicht in dem Hofe des Herrn Lün schermann gewesen, sondern in Buchholz ist das mit großen Stroh= und Heuvorräten angefüllte Haus eines Gemüsehändlers abgebrannt. Aus Industrie und Handel. X(Die Düsseldorfer Handelskammer) veröffentlicht ihren Jahresbericht. Zu den Aussichten für die Zukunft bemerkt der Bericht, es scheine eine Besserung sich langsam vorzubereiten. Aber es werde mindestens noch das ganze Jahr 1903 vergehen, ehe die Beschäftigung wieder einigermaßen normal sein werde. Voraussetzung dabei sein, daß die Tendenz des amerikanischen Marktes fest bleibt. Wäre das nicht der Fall, so würde gerade der Faktor gefährdet, :-(Gefängnisstrafe wegen falscher Lohnkisten.) Der Bauunternehmer L. K. von Ochsenfurt wies seine Bureau, angestellten an, in die Lohnlisten für die Berufsgenossen. 1901 nur 65000 Mark zur Verrechnung kamen. rufsgenossenschaft wurde diese Weise um 1800 Mark ge. schädigt. K. wurde wegen Betrugs zu einer Gefängnis. strafe von sechs Wochen verurteilt. Aus Westfalen und Rheinland. * Lüdinghausen, 8. Febr. Ein Waldriese, eine Eiche im Alter von nahezu 250 Jahren und mit einem Gewicht von ca. 3500 Zentnern, welche in der Waldung des Herrn Grafen Droste=Vischering im soge. nannten Berenbrock stand, war von zwei hiesigen Schrei. nermeistern angekauft worden und wurde dieser Tage durch unsere Stadt transportiert. Das Riefenexemplar hatte, wie der„Westf.“ berichtet, einen Durchmesser von 1,60 Meter und einen Wert von 1200 Mark. * Münster a. St., 8. Febr. Von schweren Schick. salsschlägen getroffen wurde— laut der„Kobl. Volks. zeitung“— die Familie Weinheimer hierselbst. Der Vater wurde von seinem Ochsenfuhrwerk totgefahren; ein Sohn stürzte in einen Keller und blieb sofort tot, einem anderen Sohne wurden bei einer Krankheit beide Beine abgenommen, infolgedessen er verstarb, und nunmehr ist ein dritter Sohn von einem scheugewordenen Pferde derart gegen eine Hausecke geschleudert worden, daß ihm der Kopf zerschmettert wurde und sein Zustand hoffnungslos ist. * Solingen, 7. Febr. Ein feierliches Begräbnis ohne Leiche gehört gewiß zu den größten Seltenheiten, und doch hat sich dieser kaum glaubliche Fall gestern nachmittag hier zugetragen. Im hiesigen Krankenhaus war am vergangenen Sonntag der Schleifer Schlechtendahl aus Wald gestorben und sollte gestern nachmittag beerdigt werden. Die Angehörigen des Verstorbenen hatten einen Sarg zur Aufnahme der Leiche in das Krankenhaus bringen lassen. Gestern fuhr nun der Leichenwagen von Wald beim Krankenhause vor, um den Verstorbenen zur letzten Ruhe zu tragen. Es war aber vergessen worden, die Leiche in den Sarg zu legen, und so wurde denn den Trägern der leere Sarg ausgehändigt. Reicher Kranzschmuck zierte den Sarg und zahlreiche Leidtragende erwiesen, wie sie dachten, dem Toten die letzte Ehre. Pastor Rosenkranz hielt am Grabe eine Ansprache, und alles war tief gerührt. Plötzlich, nachdem der Sarg bereits mit Erde bedeckt war, erschien eilenden Laufes ein Bote vom Krankenhause mit der Nachricht, daß man ja den Toten im Krankenhause habe liegen lassen. Die Gesichter der Leidtragenden waren nicht zu beschreiben. In vielen Augen glänzten Tränen, aber nicht der Trauer. Der Verstorbene wird nun heute noch einmal zu Grabe getragen. So geschehen in Solingen anno 1903. * Essen, 5. Febr.(Der reichste Mann Preußens.) Durch die Blätter geht eine statistische Notiz, die auf Grund der letzten Ergänzungssteuerveranlagung konstatiert, daß die Zahl der Millionäre in Preußen in den Jahren von 1899 bis 1901 sich von 6016 auf 6601 vermehrt, also um 585 oder 9,7 Prozent zugenommen hat. In dieser Notiz ist, wie die„Essener Volkszeitung“ schreibt, ein Irrtum enthalten. Der reichste Mann hat 1901 nach der Steuerveranlagung ein Vermögen von 187 Millionen Mark, während 1899 die Liste noch einen Besitzer von 266 Millionen aufwies. Nun heißt es, diesr reichste Mann Preußens, vermutlich Krupp, habe demnach von 1899 bis 1902 einen Vermögensverlust von 79 Millionen Mark gehabt. Es ist aber, wie die„Frankf. Ztg.“ bemerkt, falsch, diesen Schluß zu ziehen. Krupp stand zwar in den letzten Jahren in der Einkommenliste an der Spitze, der Mann aber, dessen Vermögen 200 Millionen Mark überstieg, der einzige in der Liste, war Baron Wilhelm von Rothschild in Frankfurt a. M., nach seinem Tode ist ein Teil seines Vermögens ins Ausland gekommen. Das ist der Grund, warum die Vermögensliste von 1901 keinen Mann mehr aufweist, der 200 Millionen und mehr sein eigen nennt. Die hier mitgeteilten Zahlen über das Vermögen Krupps haben gerade im gegenwärtigen Augenblick aktuelles Interesse. Sein Vermögen, wie es bei der Veranlagung zur Vermögenssteuer ermittelt wurde, beträgt 187 Millionen. Bringt man davon den Wert der Wohlfahrtseinrichtungen jeder Art, Villa„Hügel" und das sonstige ertraglose Grundeigentum mit rund 27 Millionen in Abzug, dann verbleibt ein werbendes Vermögen von 160 Millionen. Dasselbe hat nach dem Ergebnis der letzten Selbsteinschätzung des Herrn Krupp einen Reingewinn von etwa 21 Millionen Mark geliefert, was gleich einer Verzinsung von 13,13 Prozent ist. Darin liegt allerdings auch der Verdienst aus den verschiedenen Patenten. Nicht eingeschlossen ist aber das Einkommen aus ausländischem Besitz, besonders aus den Erzgruben in Spanien, da dieses der Versteuerung in Preußen nicht unterliegt und zwar in keiner Form. Für die hiesige Gemeindeversteuerung kommt nur der Ertrag aus dem im Essen=Altendorfer Gebiet belegenen Teil des Werkes in Betracht. Ausgeschlossen sind also die sämtlichen Kohlengruben bis auf„Sälzer Neuaak“, die Erzgruben bei Sayn ufw., das Grusonwerk und die Germaniawerft. Dieser Umstand war es auch, der es herbeiführte, daß Krupp bei den Stadtverordnetenwahlen nicht einziger Wähler erster Abteilung geblieben ist, als nach der ersten Gemeindewahlreform vom Jahre 1893 die Staats= und Gemeindeabgabe zusammen in Anrechnung gebracht wurden. Was nun die demnächstige Versteuerung betrifft, so regelt sich dieselbe glatt dahin, daß der Reinertrag des Werkes abzüglich 3 1/2 Prozent des Aktienkapitals für Staatszwecke, dagegen voll für Gemeindezwecke zur Veranlagung kommt. Daneben hat die Familie Krupp ihr aus dem Betriebe der Aktiengesellschaften fließendes Einkommen auch noch voll zu versteuern, sodaß eine faktische Doppelbesteuerung vorliegt. Von einer zu treffenden Vereinbarung sagt das Gesetz nichts. 40. Ein amerikanischer Regenbogenpfeifer legte ohne Un= breiten, die zeigen, welch warmes Herz die Großen terbrechung eine Strecke von 1200 Klometer in 15 Stmn, v. Ver geuie Bütgermester von Verin sandte den prächden zurück. Raubvögel, Sumpf=, Ste vögel fliegen im allgemeinen besser als Hühner= und Sperlingsvögel, Adler, Fregattvögel und Albatros vermögen Schwurgericht hauptsächlich wegen ihres Schwebefluges weite Strecken or, und er läßt sich von seinem Schreiber unterstützen, d deser ein Vertreter dieser Geselschoft sei, Er, 8/1t6 in einer Nachschrift ertlärt, daß er seit langen Jahren der vie Absicht, nach Italien zu geben, um einen Mordansetnuu, Nachbar des Kandidaten wäre und daß nach seiner Meinzu verüben aber seiger Hifsmittel gestatteten es ihm vicht, ung die städtischen Zuteressen keinen beseren Händen anden Gaschang elier id ues daesen., ach laerichongang eange ceais ie Kaseil infolge entgleizge eines otoyvggens—. Wa. IProkurist eines Verliner Handschuhgescha,s, Haus Rotrischen Straßenbayn. In der Marigasse praug beschar, sther, anscheinend nach England fluchtig geworven. Er war endurch Versagen der Vruse aus, gerade o,„ab, über seine in der Leberwelt bekannte Persönlichkeit und hate vor sen Lurve, roite de Gatisn eines Kaufmannes, der beide mehreren Jahren sein Erbteil von einer halben Millueg sa ür eine aute Auwe, Ve, G., Unglückliche gab schan nach in kurzer Frut durchgebracht. Auch andere zurmen durfbse uer er Gest aufte Cin ead be Auelien Aanauene Gensegzfsge Bacg ue uan teusene en, wurden unbedentend tischen Verkehe st der Dampfer„Credie der Whste Startigen Vers:.(Ein Bghimen „Klopf an des Kindes Herz— ein schon Beginnen! Doch stopf ihm erst den Mund— willst du gewinnen!“ Der deutsche Reichskanzler und der Generalfeldmarschall Graf Waldersee sandten ihren Namenszug. Paul Heyse setzte den beherzigenswerten Spruch: „Sei zum Geben stets bereit, Miß nicht kärglich deine Gaben! Denk, in deinem letzten Kleid Wirst du keine Taschen haben!“ Fedor v. Zobeltitz schreibt: „Kinder bringen den Sommer ins Haus, Treibt sie nicht in die Fremde hinaus! Es gilt für Heuchler, wie für die Frommen. „Lasset die Kindlein zu mir kommen!“ Lilli Lehmann tut den reizenden Ausspruch: „Wer die kleinen Mädchen nicht ehrt, Ist die großen Mädchen nicht wert!“ Und Otto Sommerstorff sagt: „Vor jedem Wagnis erwäge, Was für und wider spricht! Vor jeder Tat überlege— Nur vor der Wohltat nicht!“ Otto Julius Bierbaum trifft einen sehr wunden Punkt im Leben manch armer Kleinen mit den 3 Worten: „Hunger macht böse!“ Der Abgeordnete Bebel hat den kernigen Satz hingestellt, den auch jeder politische Gegner gern unterschreiben Johr ein vwoch um svoude Bur, die Eunard=Linie ver„Glückich die Zeiten, in welchen Wohltätgkeit aufge. schiff. Vom Kiel bis shört hat, eine Notwendigkeit zu sein!“ meisten Lon= Peter Rosegger sagt in seiner herzigen Weise: er gStche boge un tragen, die fast„Vor Gott muß man niederknien, weil er so groß iut. e bach sdoner Bauten. Er wird eine Vopöte.„ gleichkommt und Vor dem Kinde, weil es so klein ist= ver einer Stadt von ansehnlicher, Größe guu, u., hesetz Biörnstierne Bisrnson winscht: und mit solcher Gewalt zu Boden geschleudert, daß er.—. Joder einenr Stadt von Peccen eeegtt.... Ba...2— Deit ereignete für Essen und Trinken werden taglich, wenn alles f EEin teurer Schu.) o, einge, Der Privatier ist, 20000 Mark ausgeben. Die Kichen können täglich sich bei Reiingen ein schpere, Vogzheigt., Tchgnidzt aus 14.000 Mahlzeiten lieern. Das Schiffist für 365 Passg, Epting aus Mannheim schoß dem vuuoyt, johaß der sgiere erster, 200 zweiter und 2345 dritter Kajite berru, Eöferthal eine Schrottadu, Ze ben ein Jrvalide wurde snet. Interesant sind noch folgende Zahlen: Lange 700 Schnee ir„Temps, fligenden Brief:„Erlauben Sie, daß aufmerksam mache auf einen Brauch, den ich in Ofen=Pes vorgefunden habe und der sich wohl auch mit Nutzen. Paris einfuhren ließe. Man würde dadurch eine beträch ting freiwillig an Schmidt 15,000 Mark zahlte. 9000 Mk. dam 6. Febr.(Auch eitziehende Vericheinem hiesigen Blatte liest man nachstehener Verachv Sehr geehrter Herrl In dem gestrigen(Dienstag=) Bericht über die sr## sergeburtsfeier des Evangelischen Manner= und P gehalten. Diese Angabe Nummer eine dahingehende Berichtigung aufzunehmen, daß die betreffende Rede von Herrn Dr. L..... Oherlehrer a. d. hiesigen Realschule gehalten worden ist. Titel Lehrer kommt mir nicht zu. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener Oberlehrer Dr. L...., Leutnant. d. L.“ (Das Werk der Zuckerstückchen.) Unter dieser Ueberschrift sendet ein französischer Geschäftsreisender den Temps“ folgenden Brief: in rgihtliche Geld=Quelle schaffen, deren Ertrag für wohltätige Zwecke verwendet werden könnte. Die Besucher der zahlreichen Kaffeehäuser der ungarischen Hauptstadt stecken, anstatt die Zuckerstückchen, die sie nicht gebraucht haben, liegen zu lassen, diese erst in die Tasche und dann in Kästen, die überall an in die Augen fallender Stelle, besonders in der Nachbarschaft der Briefkästen, angebracht sind. Die Menge des so gesammelten Zuckers ist geradezu fabelhaft, sie beträgt täglich mehrere hundert Kilogramm. Dieser Zucker wird zum Vorteil eines wohltätigen Werkes verkauft, das dafür Milch an arme Kinder verteilt. Welche Summen könnte man in Paris mit seinen 3 Millione Einwohnern durch dieses„Werk der Zuckerstückchen" aufbringen. Dazu bemerkt die„Tägl. Rundsch.“ mit Recht: Dieses„gute Werk der Zuckerstückchen“ könnte wohl nur in Ländern zustande kommen, wo der Besuch bgire häuser so verbreitet ist, wie in ganz Oesterreich=ungurn und vielleicht auch in Frankreich. In Deutschland wurde der Ertrag gewiß schon bedeutend geringer sein, denn der Kaffeehausbesuch, der bei uns von Oesterreich eingeschleppt worden ist— daher Wiener Kaffee— ist erst wenigen Menschen zur täglichen Gewohnheit geworden. Wer sollte bei uns überhaupt solchen„wohltätigen“, aber immerhin ewas unappetitlichen Zucker kaufen? katte,# 1(Der aufgeweckte Junge.) Eine Frau hute das Unglück, auf der Straße zu Falle zu kommen. Sie wollte sich an einem eisernen Geländer festhalten, blieb aber dabei mit dem=Ring am kleinen Finger an einer scharfen Spitze haken und riß sich den Finger ab. Sofort war Hilfer und in schneller Fahrt ging es nach dem Krankenhaus. Ein wackerer, aufgeweckter Junge dachte aber an etwas, was niemandem in der Aufregung eingefallen war. Er nahm den abgerissenen Finger der Frau von dem Gitter, wickelte ihn schnell in sein Taschentuch und eilte mu ihm nach dem Krankenhaus, wo er viel früher ankam, als die Eigentümerin des Fingers. Keuchend und pustend sagte er zum Wärter:„Hier ist der kleine Finger von einer Frau; dieselbe kommt gleich. Machen Sie ihn nur sofeg, seuzbgr, dann kann er schnell wieder angesgten gerzen###t die vernünftige That des Jungen gelungt die Frau wieder in den Besitz ihres Fingers, der nach seiner Aeußerung im Taschentuch noch lebte, und anheilte. Den Ring erhielt der Junge als Geschenk für seine verstandige Tat.(New1(Schnelligkeit und Dauer des Vogelfluges.) Von allen Vögeln gilt der Mauersegler als der beste Flieger, da er 130 Kilometer in der Stunde zurücklegt. Die Schwalben legen 125 Kilometer, die Brieftauben schon nur 72 Kilometer in derselben Zeit das Blaukehlchen mit 68 Kilometer, die Nebelkrähe mit Fuß, Breite 75 Fuß, Tonnengehalt 20 970, Schnelligkeit 17 Knoten, Passagiere 3000, Mannschaft 350, Deplazement 37.870, Ladung 18 400 Tonnen, Kosten 11 000 000 Der Vertrag über den Panamakanal— dessen Bau Kolumbien den Vereinigten Staaten gegen eine einmalige Zahlung von 40 Millionen Mark und eine jährliche Rente von 1 Million Mark gestattete— veranlaßt die„Voss. Kai= Ztg.“ zu einem Artikel, dessen Schlußsätze von Interesse S seicg. Jung=ssind. Der Panamakanal bringt den unschätzbaren Vorteil, daß die amerikanische Kriegsflotte in wenigen Stunden von einem Weltmeer ins andere fahren kann. Ein Nachteil ist nur, daß der Kanal von den Brennpunkten der Schiffahrt: New=York, New=Orleans, San Franzisko zu weit entfernt ist. Hinsichtlich des Weltverkehrs tritt ein selten genügend gewürdigter Umstand hervor. Zur Zeit hat Newyork einen weiteren Weg nach Ostasien als London oder die deutschen Häfen. In Zukunft gewinnt Newyork durch den Panamakanal eine solche Abkürzung, daß es in geringerer Entfernung von Yokohama und Tientsin liegen wird als London; nach Shanghai werden die Entfernungen beiderseits ziemlich gleich sein. Hongkong und südlichere asiatische Häfen bleiben nach wie vor leichter von London zu erreichen, doch verringert sich der Interschied zugunsten Newyorks. In dem Wettbewerb um die ostasiatisch=australischen Märkte werden sich diese Verhältnisse für Europa nachteilig geltend machen. §(Ein Vokativus.) A.: Nun, Herr Kollege, was halten Sie von Chapski als Haydnspieler:— B.: Na, da kommen ihm seine langen Finger sehr zustatten.— A.: Und als Komponist?— B.: Da erst recht! (Einfach.) A.:... Wie, Du wohnst jetzt Kreuzstraße und der Spund Wilhelmstraße?! Früher war's doch wohl umgekehrt?— Bummel: Allerdings! Aber einmal sind wir vom Nachtwächter verwechselt worden, und da sind wir gleich wohnen geblieben. (Amerikanischer Humor.) Sie kann sich's leisten. „Ich wünsche mich gern für sie zu opfern,“ sagte der arme Graf.„Das ist nicht nötig,“ entgegnete Miß Gotox. „Wenn ich mich entscheide, Sie zu nehmen, kann ich es mir leisten, den regulären Preis zu zahlen.“— „Ihr Sohn ist, wie ich höre, Student der Philosophie?“ „Ja, ich glaube wohl. Ich kann nicht verstehen, worüber er spricht.“— Ein Optimist.„Was ist ein Optimist, Vater?“„Ein Optimist, mein Sohn, ist ein Mann, der glaubt, daß in einem oder zwei Monaten die Kohlen billig sein werden.“— Veränderte Diät. Kannibalenhäuptling: „War der letzte Missionar, den Sie uns schickt., uicht ein Buchschreiber,.Agentz,„za. Häuptling:, nun vorige nicht hedatteur?“ Agent:„Das stimmt ganz geBjörnstjerne Björnson wünscht: „Mochte dieser Gruß aus dem nordischen gendwo und irgendwem Wärme bringen!“ Auch Wilhelm Meyer=Förster hat für die kleine Welt ein warmes Herz, nicht nur für Alt=Heidelberg und die alte Burschenherrlichkeit. Er schreibt: „Kindervolk— das klingt so fröhlich! Kindervolks— Küchen— so traurig! Nicht wahr?“ Ihm schließt sich Gustav Falke würdig mit dem Verslein an: Hab' selber Kinder, essen gar gern, Sorg', daß ihnen der Hunger fern; Sind immer satt, gesund und froh— Ach, hätten's doch alle Kinder so!“ Neueste Nachrichten. § Breslau, 8. Febr. Wegen Verbrechens gegen das keimende Leben wurde, wie der„Br. G.=An. aus Glatz meldet, der 50jährige Kreisarzt Franz Scholz aus Glatz und seine Köchin Kropatschek aus Tschlaney von der dortigen Strafkammer nach 6stündiger Verhandlung ersterer zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust, letztere zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. § Wien, 8. Febr. In der Wiener Vorstadt Favoriten hat in der vergangenenNacht ein 73 Jahre alter Mann seine Ehefrau durch Messerstiche getötet und sich selbst schwer verletzt. Der Bluttat ging, wie aus Wien gemeldet wird, eine heftige Eifersuchtsszene voraus, indem die 72 Jahre alte Frau dem Manne Untreue mit einem jungen Mädchen vorwarf. Ge se 5 § Belgrad, 8. Febr. Wie verlautet, versagte die türkische Garnison in Sjenitzt(Sandjack Novibazar) wegen Nichtauszahlung des Gehalts den Gehorsam und sie sperrte den Mutessarif Saade=Pascha in einen Stall. Der Kadi mußte unter Eskorte von den Kaufleuten Gaben für die Soldaten sammeln. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Hd Berlin, 9. Febr. Im Wahlkreise Ahlwardts ist für die diesjährige Reichstagswahl von der antisemitischen Partei der Redakteur Brun von der„Staatsbürgerzeitung" aufgestellt worden. Id Amsterdam, 9. Febr. Der hiesige englische Generalkonsul Perry hat gestern beim Abspringen von einem elektrischen Straßenbahnwagen ein Bein gebrochen. Hd Brüssel, 9. Febr. Bei Ostende ertranken gestern 4 Fischer in der Nordsee, welche mit ihrem Boot bei dem heftigen Sturme kenterten. Hd Brüssel, 9. Febr. Giron, der gestern von kten, nicht ein(Paris hier eingetroffen ist, stieg bei einem seiner Freunde „Und war derl ab, da sich seine Familie infolge seines Verhältnisses mit der Prinzessin Luise von ihm losgesagt hat. Gleichzeitig ee. gen. sche sch, Sie schickten mit ihm soll ein sächsischer Geheimpolizist zu seiner Beobna; Haptlig;,„Nian, dann wugiche Pager Buage uit hun ier ehnesefreifeh uns das nachte Mal einen Hußballyiger,—, Per=9ch rig Paris, 9. Febr. Auf den Expreßzug Parismann sagt, wir haben zu viel geistige Nayrung, Pulasri(Brüssel wurde gestern abend beim Passieren des Weichbesserte Inschrift. Eine Witwe in der Grafschaft,#.(bildes der Stadt ein Revolverschuß abgegeben, der die hatte auf ihres Gatten Grabdenkmal die Inschrift setzen Scheiben eines Wagenabteils zertrummerte. Zwei Perlassen:„Mein Schmerz ist so groß, daß ich ihn nicht er- ionen wurden durch Glassplitter verletzt. tragen kann.“ Als sie sich ein Jahr, später wieder ver=))., II4 Paris, 9. Febr. Der Minister des Innern heratete, ließ sie der obigen Inschnt das Wort gallein“ hat die Automobilwetfahrt Riza=Salon untersagt. hinzufüigen.— Eine Rechtfertigung.„Sie, mißbilligen“... ud Tirlemont, 9. Febr. Die hiesige Zuckerdie konventionellen Lügen?“.„Ja, antwortete Mißz Co, fahrik wurde durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört; heme.„Und doch habe ich zu vielen Leuten sagen hören: fabtg rutbe Vuttg.1# der Schaden ist beveutend. Hd Barcelona, 9. Febr. Der Generalstreik wird heute oder morgen proklamiert werden. Die Sozialisten sind dagegen, während ihn die Revolutionäre und Anarchisten befürworten. Die Behörden treffen umfangreiche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung. „Ver=] Hd Berbera, 9. Febr. Die gegen den tollen ein für Kinder=Volksküchen“ am Donnerstag in Berlin[Mullah ausgesandten Truppen werden ihn in den nächveranstaltet, hat Frau Anna Julie Wolff einen Autogra=Isten Tagen angreifen. phenschatz von Berühmtheiten zusammengebracht, der zu Gunsten des milden Zweckes veräußert werden soll. Die Handschriftenspender beziehen sich vielfach auf die Kinder 10. Februar: Gelinde, meist trocken, neblig. seren Lesern einige der schönsten und interessantesten unter= Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Wilh. Schade. „„Ich bin ganz entzuckt, Sie zu sehen merkung entsprach auch in jedem Falle der Wahrheit. Ich möchte nämlich nicht blind sein.“ Die„Großen“ für die Kleinen. Für das große Wohltätigkeitsfest, welches der„Ver av-Adols-Frauenverein Dienstag, 10. Febr. abends 8 Uhr. Ea dngt schicher Garten an der Bismarckstraße, sowie mehrere Gartenstücke am Rosenwege(Bahnhof) habe ich noch zu verpachten. C. Schumacher, Hörderstraße 54. An die Zahlung der Kirchensteuern erinnert Schwerte, 9. Febr. 1903. Nehring. Spangl. Stadtuison Schwerte, Kuhstr. 7. Montag, den 9. Februar, abends 8 Uhr: Missionsvortrag des Herrn Missionars Wartenberg aus Markere im Pokomolande(Ostafrika). Jedermann ist freundlich eingeladen. Die diesjährige Musterkarte ist fertiggestellt. Zwangsversteigerung. Westhofen Band II Artikel 102 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bäckers Eduard Dickehage zu Hennen eingetragenen Grundstücke: Flur V Nr. 100 das Übenholl, Garten, 5,25 ar oß, 0,32 Thlr. Reinertrag, Flur 1 Nr. 105 das ubenzI, Wiese, 1,63 ar groß, 0.32 Thlr. Reinertragz Flar, I Nr. 65/2 Ost=Eberg, Holz, 2,01,53 Hektar groß, 5/#2 Thlr. Reinertrag, Flur V Nr. 716/190 Westhofen, Hauptstraße Nr. 60, Hofraum nebst Wohnhaus, Backhaus, Stall, 3,74 ar groß, 445 Mk. Nutzungswert am 17. April 1903, vormittags 10 Uhr durch das unterzeichnete Gericht— an der Gerichtsstelle— Zimmer Nr. 11— versteigert werden. Schwerte, den 2. Februar 1903. Königliches Amtsgericht. Voriiund. Schung... 6650 buche von Spburg, Bad 1 Blat 8 zur Zeit. dr. 1.4 tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Schmieds Ludwig Fischenberg zun. zu Syburg eingetragenen unter Artikel 92 der Grundsteuermutterrolle nachgewiesenen Grundstücke am 17. April 1903, vormittags 10½ durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Zimmer Nr. 11— versteigert werden. Schwerte, den 3. Februar 1903. Königliches Amtsgericht. Westenhellweg 57, 59, 61, 63. Lagerhäuser: Kampstr. 55, 60. Fabrikanlage: Weberstr. 14, 16. Lieferung kompl. Wohnungs- Einrichtungen und Möbel in jeder Stylart, Holzart und Preislage. Weitgehendste Garantie für Haltbarkeit unserer Fabrikate. Sehenswertes grosses Lager. gec 100 Musterzimmer. Besichtigung ohne Kaufzwang jederzeit gerne gestattet. Specialfabrikat: Sämtliche Arbeiten für die Innen-Architektur von herrschaftlichen Wohnhäusern und Villen. Feinste Referenzen über ausgef. Arbeiten. Eigene Polsterwerkstätten und Ateliers für Innen-Dekoration. Drneiter Vorbereitungen für Ernst Klein, Schwerte, Hüsingstrasse 15. imit die Vorbereitungen für die erste diesjährige Er Wellerung der Stadt=Fernsprecheinrichtung in Schwerte (Ruhr) rechtzeitig in Angriff genommen werden können, ist es notwendig, daß neue Anschlüsse möglichst frühzeitig, spätestens aber bis zum 20. März bei dem Kaiserlichen Postamte in Schwerte(Ruhr) angemeldet werden. Die Ausführung später angemeldeter Anschlüsse kann während des ersten Bauabschnitts nur dann erfolgen, wenn sie sich ohne Schwierigkeit im Zusammenhange mit den Bauarbeiten am Orte ermöglichen läßt, oder.engut gerBerdingung. Die Stuckarbeiten für das Amtshaus in Westhofen sollen vergeben werden. arbeiten am Orte ermöglichen läßt, oder wenn die 9ger, Verdingungsanterlagen sind, gegen portofreie Einsenessenten die Mehrrosten tragen, die durch die gesonvette Ort= dung von 1,00 Mel, von den urchitekten W. Fischer und stellung der Anschlüsse entstehen; mindestens ist zu den er=Balser in Hagen erhältlich. Die Offerten sind mit wachsenden Mehrkosten ein Betrag von 15 Mk. zu zahlen, entsprechender Aufschrift versehen bis zum 14. d. Mis. Die Gestimmungen für die Benutzung der Fernsprech= an den Unterzeichneten einzureichen. Die Bestimmungen für die Benugung Pr. Frrnsprechanschlüsse können bei dem oben genannten Postamte eingesehen werden. Dortmund, 5. Februar 1903 an den Anterzeichneten Aingereichen. Westhofen, den 7. Februar 1903. Amtmann: Graf Haslingen. Eine im Mittelpunkte der Stadt gelegene esaub b. Schnuge Kaiserliche HyggePostottertt#n. Frühkartoffeln weiße Edelstein! Das beste Gelschäft für jehden Cbangelische Vötlsschule. Ztg* Diejenigen Kinder, welche bis zum 1. Juli d. J. das Woniding éte Lebensjahr vollenden, sind Mittwoch, den 11., und von 4 Zimmern mit geräumigem Sonnabend, den 14. 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