0 der Stat## ug räumigen (abge *) ist wr## vermieten ftsstelle d. hnungen in zum mieten.— 1 oder Zu ers. Big rsten u en Giy ster, mich in id endaßt, hen oben und estraße 28 Etage. Schlachücke bei reve. rt, der 8=Fett, Leder dicht. Amtliches Kreisblatt * tar den Kreis werck! Mmmmmm Priertionsgebühr für leto1g Ppger, gugerhalb 15, Beklame=Zeile vio, Prschlutz Nr. 63. Amt Schwerte. Telegr=Adrese ernbere bnu., Graus, Schartesuhr. Stellung sostkarte' die it Eßlingen. #8 BEN Sapier I Wraus. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für ven oreie Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" verbindliche Kraft. e eate er se 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten somitiestrent. Reichstag. 252. Sitzung vom 6. Februar. 8 Reichskanzlers. Es ging noch einzetglantenn (Bo. d. Landw.) erwiderten die Staatssekretäre v. man aucgh werht aschlißen. Staatsekretär Graf Posaen ug o treffe nicht zu, daß große Mengen Bechrheit des Reichstags in Sochenzürs Gastgs rcenenilich Abg. v. Liebermann(Antis.) trat für Diäten ein und sührte er den Nichtemnps Burengenerale. Staatssekretär Graf Posadowsky teilte noch mit, daß für unsere Schwerte, Sonnabend 7. Februgr 1903 wohl vom Anfang an hätte bedienen sollen. Aus Washington kommt nichts Gutes. 36 Jahrganz Das Dresdener Drama In Dresden erhalten sich die Gerüchte, daß die eheSohne im Polote wole, zuhgentere,„ dieser Verscherung behaupten, sie gesehen Ju. uuv(Einbislhzungskr. Bodens verboten und IP,teischzutehreinthtre gruche schlosse fernbleiben müssen, wann sie sich zwecks Verhandlungen über ihre Zukunft dorthin begeben sollte. Man mag mir alle Titel und Würden nehmen, so soll die Prinzessin geäußert habe, die ich durch die Heimat erlangte, aber meine natürlichen Mutterrechte kann mir kein irdischer Gerichtshof entziehen, denn sie enden nur mit meinem Leben. Im Munde dieser Frau und Mutter nehmen sich derartige Worte doch recht merkwürdig ausz sethirgerstcirgd, lich würde ihr, auch wenn sie eine einfache Bltt####. wäre, jeder Gerichtshof die Kinder und jeden Einfluß auf deren Erziehung entziehen. ung der roten Hose aus, aber die Erfahrungen des Burenkrieges werden wohl den Ausschlag geben. Ein auslöschendes Lebenslicht. here Präsident Krüger schwer gerenkt an Grspatietregzge Krügers, Böschoten, erklärt dazu, daß die Erkrankung seineswegs lebensgefährlich sei. Zutritt zu dem Kranrenhat niemand. Der zweite Setretar Krügers ist der Meinung, daß eine Rückkehr nach Südafrika bei der zerrütteten Gesundheit des greisen Präsidenten gänzlich ausgeschlossen erscheine. Vermutlich wird Krüger im FrühDie Lage in Amsterdam Fleisch gekauft werde. der eine recht trübe. Verblendet durch die Erfolge Abg. Bachuicke(ri. Berg,) wandte sch u. a. gegen Hernsder Eisendahnangestellen und Dackarbeiter traten die Ar. Rösicke, Reichskanzler Graf Bilow führte aus, die Buren heiter von 17 bei ihr beschäftigten Betrieben mit Forderhätten es abgelehnt, den Empfang durch Vermittelung des ungen an die Stadtverwaltung heran. Bei einzelnen vuenglischen Botschafters nachzufuchen. Hinsichtlich, bge##### ser Betriebe soll die Stellung der Arbeiter wirklich schlecht delsvertragsverhandlungen seien wir durch die Reichsrug== sein, die Stadt befindet sich aber in finanziellen Nöten; eerkandlungen in eie hwerige Aisgisezeneut mon noge waher solen also die Hundertauserde vei gugngcge die Erörterung auf wurde der Etat genehmigt. Sonnabend: Etat des Reichsamts des Innern. 95 85 Preußisches Abgeordnetenhaus. Die Freitagsitzung verlief stiller als die Sitzungen der letzten Tage, war aber deshalb nicht unintgerrlant,„De Beratung des Etats des Ministeriums des Innern gurge fortgesetzt und drehte sich zunächst um den Ankrag Tarth (frs. Verg.) auf Einführung der geheimen Stimmabgal voerschriften etng dohin ubpuhyzgagen, die Sichwahlen veranfacht würhden urZisten ainzutruagen brauchten. Abg. chwerden der Minister für unbegründet erklärte. Abg. v. Buddenbrock(kons.) wünschte Gleichstellung der Militär= mit den Zivilanwärtern im Gemeindedienst. Der Minister sagte wohlwollende Prüfung zu. Abg. Schmitz(3pzhitfeat für schärfere Bekämpfung der Prostitution ein. Mitn#g Vot Hammerstein erkennt außerordentliche Uebelstände in dieser Hinsicht an, die Polizei tue zu ihrer Unterdrückung alles mögliche, aber sie sei zu machtlos. Die Prostitution müsse allerdings eine feste polizeiliche Hand. fühlen, andererseits sei jedem Mädchen die Möglichren orgg zu halten aus dem Sumpf wieder herauszukogzgeg, Pach, einigen Bemerkungen der Abgg. Grabski(Pole), Deser und Goldschmidt(frs. Vp.) wird die Fortsetzung auf Sonnobend vertagt. Venezuela und kein Ende. Seit Wochen hofft man nun schon Tag für Tag auf die endliche Erledigung der mehr als unerquicklichen venezolanischen Streitfrage, aber immer bleibt das Verlangen ungestillt. Nachdem es eine Zeitlang so schien, als sei nun endlich die Grundlage gewonnen, matischen Verhandlungen zum Abschrusse geführt werden könnten, heißt es jetzt ganz plötzlich, die vereinigter chtum Hollands ist überhaupt schon lange ein? geworden. Die Arbeiter stellten zunächst eine Bedenkzeit bis Montag, worauf der Stadtrat um Verlängerung bat. Letztere ist ihm teilweise auch zugestanden worden, dagegen wollen besonders die Arbeiter der Wasserwerke bestimmt am Montag mit dem Ausstand beginnen. Was soll werden, wenn die Wasserleitung Störungen erleidet und Genietruppen, deren Holland nur wenige hat, zur Bedienung der Quellen nicht ausreichen oder unbrauchbar sind? Und soll man beginnen, wenn beim Ausbruch die Feuerwehr streikt? Infolge des Auss der Kutscher müssen die Fuhrherrn selbst fahren, einem Schutzmann oder Soldaten zur Seite. Dieser Tage ritten an der Spitze eines Hochzeitszuges zwei Schutzleute. Die Kutscher fordern außer Lohnerhöhung die Wievereinstellung eines gemaßregelten Kollegen. Letzteres verwei gert die Gesellschaft, weil der Mann Unterschlagungen verübt haben soll. Inzwischen kündigt die Eisenbahner= Organisation außerordentliche Maßnahmen an, falls dure Gesetze das Streikrecht der Arbeiter angetastet werden selbe. * 11 Politische Uebersicht. Deutschland. — Vom Kaiserhofe. Der Kaiser hatte am Freitag wieder eine Besprechung mit dem Reichskanzler. Nachmittags besuchten beide Majestäten und der Kronprinz die Ausstellung für Spirktnsverwertigg. Zenezter und Ge — Im Kurpfuscher=Prozeß N# Mei=„ und Ee nossen in Berlin kam am Freitag u. a. zur Sprache, daß trotz dieses Prozesses noch bis jetzt fortgesetzt neue Patienten an das Nardenkötter'sche Institut sich wenden. Es gibt eben Leute, denen wirklich nicht zu helfen ist, wenn man mit Engelszungen reden könnte. — Die Hamburg=Amerika=Linie begründet in Tsing= tau eine eigene Niederlage der beste Beweis für den Aufschwung des Handels in Deutsch=Kiautschau. Ein Sieg der deutschen Chemie. Wir lesen in der „Voss. Ztg.“: Noch vor wenigen Jahren wurde die Indigofarbe lediglich aus der Pflanze gewonnen, die in Indien gebaut wurde. Jetzt ist in London die Nachricht eingetroffen, daß der Mahardja von Darbhanga den Indiihius Haum Kert Oran: ronnten, heigt es jetzt gunz Ploclih, die vereinigten Mächte hätten jede Lust verloren, weiter mit Bowen zu verhandeln. Bowen hat sich Aeußerungen und Kritiken erlaubt, die sich mit seiner Aufgabe als Vermittler in keiner Weise vertragen. Amerika lehnt jedoch jedes Einschreiten gegen Bowen mit der Begründung ab, daß dieser im vorliegenden Falle nicht Beamter der Unionsregierung, sondern Vertreter Venezuelas sei, Beschwerden also an den Präsidenten Castro gerichtet werden müßten. Zerschlagen sich die Verhandlungen mit Bowen, dann wird den Vereinigten Mächten nichts anderes übrig bleiben, als die Anrufung des Haager Schiedsgerichts, dessen man sich doch jahr nach Loschwitz bei Dresden übersiedeln, wenn sein Gesundheitszustand dies erlaubt. Bei dem hohe Patienten ist die gegenwärtige Erkrankung als sehr ernst anzusehen. Lokales. Schwerte, 7. Februar 1903. **(Die Vertreter der westfälischen Handwerkskamdes Subunisionswesens a, Verlohn, um dur Begezarg handlungen wurden nach dem die Submissionsbedingungen zugrunde gelegt, die der dritte deutsche Handwerks= und Gewerbekammertag zi Leipzig angenommen hat. Die eingehenden Beratungen haben dahin geführt, im allgemeinen eine Einigung in den Vorschlägen für die Provinz zu erzielen. Es soll Februar in Hagen eine neue Versammlung der westfälischen Handwerkskammern stattfinden, zu der auch die Kammer Bielefeld dringend ersucht werden soll, teilzunehmen, damit Einheitliches für die Provinz geschaffen wird. Diese neue Versammlung soll dazu dienen, die vorläufig aufgestellten Grundlagen nochmals durchzuberaten und außerdem auch die bereits früher zwischen den Kammern Dortmund und Arnsberg und dem Baugewerk=Innungsverband vereinbarten Bestimmungen zur gleichmatigen Veranschlagung und Berechnung von Bauarbeiten und Grundregeln für die Aufstellung von Verträgen bei Uebernahme von Arbeiten an Bauten zu beraten und die übrigen Kammern zu gewinnen, daß sie sich diesen Bestimmungen anschlieben. ,, zwert) kamen im Gah**(Im Ruhrkohlenvergwerr) ramen im Jahre 1902 466 Bergleute ums Leben, gegen. 568 im Vorjahre; schwer verletzt wurden 3068 Mann gegen 2910 im Einlegung eines neuen, über Schwerte gehenden Schnellzugspaares) hat die Genehmigung des Herrn eosten uod de iud hant har bie belsche Sdeme eierkesgzgen Keischishese die den Harbstof.ous Pobtegtrungen; Die fudische Iur. Meter langen Unterfüihrung an digo=Industrie ist untergegangen.— Indigo ist bekannt= gestern begonnen, nachdem vie lich ein wichtiger blauer Farbstoff. Frankreich. = Nach dem Vorschlage der französischen UniformKommission sollen das Käppi, die Metallknöpfe und die Epauletten verschwinden. Für die ganze Landarmee ein dunkelblauer Molletonstoff, wie er bei der Soloniaglarmee schon eingeführt ist, zur Verwendung,####n. Wohl sprachen sich gewichtige Stimmen gegen die Auschaff.) Mit dem Bau der 130 Meter langen Unterführung am Holzenerwege hat man gestern begonnen, nachdem die Arbeiten der unter dieser unterführung hochgeleiteten Kanalanlage fertigge sind. Die Dammstraße von der Hörderstraße bis zum Nickelwerk ist fast vollständig zugeschüttet, sodaß schon die um 20 Meter verlegte neue Straße benutzt wird. **(Papstfeier.) Die von den hiesigen kath. Vereinen geplante Papstfeier soll am 15. ds. Mts. im Saale des Herrn Specht statfinden. Behrerinnen.) Nm 17. **(Verband deutscher kath. Leyrerinnen.) Am 17. d. Mts. hält die Abteilung des Kreises Hörde des Verbandes deutscher kath. Lehrerinnen in unserer Stadt unter dem Vorsitze des Herrn Pastor Schnurbus eine große Versammlung ab. **(Ein alter Gaunertrick) wurde hier ausgeführt. Ein gut gekleideter Mensch bat einen Knaben, der von der Mutter zum Einkaufen geschickt war, für ihn einen Schlüssel und eine, natürlich leere, Geldbörse zu seiner Wohnung zu bringen. Als Pfand ließ der Knabe ein Dreimarkstück zurück. Der Junge fand weder die Wohnung des Schwindlers noch bei der Rückkunft nach der Hagenerstraße diesen selbst vor. Der Betrüger hat sein Handwerk in mehreren benachbarten Städten immer in gleicher Weise ausgeführt, und alle Eltern werden gut tun, ihre Kinder immer wieder vor der Erweisung derartiger Gefälligkeiten an fremde Personen zu warnen. **(Auszeichnung westfälischer Firmen.) Von den 294 Staatsmedaillen, welche aus Anlaß der Düsseldorfer Ausstellung verliehen wurden, fielen 59 gleich 20 Prozent auf Westfalen; der Anteil an den 30 goldenen Medaillen ist ebenfalls hoch, nämlich 26,6 Prozent. Von den 90 silbernen Medaillen erhielten westfälische Firmen 18 gleich 20 Prozent. Von den 174 bronzenen Medaillen fielen auf Westfalen 33 gleich 18,9 Prozent. Der Anteil an den Ausstellungsmedaillen betrug für Westfalen ebenfalls 20 Prozent. Die Beteiligung der Westfalen an der Gesamtzahl der Aussteller betrug 18 Prozent. **(Seitens der beteiligten Behörden) ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die seit dem 1. Januar 1900 mit dem Inkrafttreten des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches eingetretenen Aenderungen des ehelichen Güterrechts in weiten Kreisen der Bevölkerung der Provinz Westfalen noch nicht hinreichend bekannt geworden und daß aus dieser Unkenntnis Verwirrungen und Unzuträglichkeiten entstanden sind. Zur Belehrung diene daher folgendes: Wer jetzt heiratet, lebt mit seinem Ehegatten nicht von selbst in Gütergemeinschaft. Soll Gütergemeinschaft, wie sie vor dem 1. Januar 1900 mit der Eheschließung von selbst Platz griff, in der Ehe bestehen, so muß solches durch einen Vertrag bestimmt werden, der vor dem Amtsgericht oder einem Notar vor oder nach der Heirat zu schließen ist. Unterbleibt dieses, so behält jeder Ehegatte sein Vermögen für sich, der Ehemann hat jedoch in der Regel die Verwaltung und die Nutznießung des Vermögens der Frau. zurückblieben, um weitere Brände, die eventuell durch Flugfeuer entstehen könnten, niederzukämpfen und die Aufräumungsarbeiten fortzusetzen. Es waren schwere schwere Stunden ernster gefahrvoller Arbeit, die die Mannschaften der vier Wehren durchzumachen hatten, und ihnen allen gebührt ein uneingeschränktes Lob, sie haben ihrem Wahrspruch„Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr“ gestern Ehre gemacht, deshalb ein„Bravo, ihr Feuerwehrleute Die Mobilien konnten aus allen fünf Häusern so ziemlich gerettet werden und auch die feuerfesten Räume der Sparkasse stehen noch. Hennen aber wird den 6. Februar des Jahres 1903 noch lange in Erinnerung behalten. ** Holzwickede, 6. Febr. In dem wegen seiner gewaltigen Größe in der ganzen Gegend bekannten Wohnhause des Herrn Gutsbesitzers Lünschermann kam heute gegen abend aus bisher unbekannter Ursache Feuer aus, das in dem zahlreichen Gebälk des alten Gebäudes und bei dem herrschenden lebhaften Winde mit rasender Schnelligkeit um sich griff und sich auf die angrenzenden Stallungen und Scheunen übertrug, sodaß in kurzer Zeit das ganze Gehöft ein einziges wogendes Flammenmeer war. Es war ein schaurig=schöner Anblick! Wohl arbeiteten die schnell herbeigeeilten Wehren wie verzweifelt gegen die Gewalt der Flammen an, aber gegen eine solche Glut waren die Wasserstrahlen aus den Handdruckrohren machtlos. Das Wohnhaus und die Nebengebäude sind bis auf den Grund niedergebrannt; kaum daß es gelang, das Vieh größtenteils zu retten, von dem Mobilar konnte fast nichts gerettet werden. Der Schaden ist ganz enorm. * Duisberg, 5. Febr. Schrecklich endete eine Fahrt, die drei Gutsbesitzer aus Schwaney vom Pader. borner Markt nach Hause machten. Auf dem abschüssigen Wege nach Schwaney scheute das Pferd und der Wagen rannte mit voller Wucht gegen einen an der Chaussee stehenden Baum. Eine auf dem Wagen liegende Walze einer Futterschneidemaschine rollte ca. 10 Schritt weiter auf dem Wege und die drei Insassen des Wagens schossen in weitem Bogen der Walze nach. Hierbei erlitten zwei schwere Verletzungen, an denen einer bereits gestorben ist. der dritte war mit leichten Quetschungen davongekommen. * Köln, 6. Febr. Ein um diese Zeit seltenes Schauspiel bot sich den Passanten des Zülpicher Platzes. Vielstimmiges Gezwitscher lenkte die Blicke auf die Herz=Jesu. kirche, deren Dächer, Turmverzierungen und Vorsprünge von Hunderten von Staren dicht besetzt waren. Aus Westfalen und Rheinland. ** Barop, 5. Febr.(Unglücksfall.) Der Bergmann Alb. Miesereck erlitt auf Zeche„Kaiser Friedrich“ mehrere Verletzungen am Kopf und Armen, sowie eine starke Quetschung der Brust. Der schwer Verletzte wurde dem Marienhospital zugeführt. ** Hombruch, 5. Febr.(Icrieger= und wehr=Verein.) In der ersten Generalversammlung, die vom 2. Vorsitzenden Kaufmann Steemann eröffnet und geleitet wurde, wurden 12 neue Mitglieder ausgenommen. Der Kassenbericht wurde erstattet und dem Kassierer Entlastung erteilt. Der Stand der Kasse ist: Einnahme 2031,76 Mark, Ausgabe 1794,26 Mark, Bestand 237,50 Mark. Das Gesamtvermögen des Vereins beträgt 4691,29 Mark, die Mitgliederzahl 402. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt, auch wurde die Beibehaltung des jetzigen Vereinslokals beschlossen. Aus der Mitte der Versammlung wurde die Teilung des Vereins in zwei Kompagnien angeregt und soll dieser Gegenstand in der nächsten Generalversammlung verhandelt werden. Großfeuer in Hennen und in Holzwickede. Wohltätig ist des Feuers Macht, Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht, Doch furchtbar wirkt die Himmelskraft Wenn sie der Fesseln sich entrafft, Einhertritt auf der eigenen Spur, Die freie Tochter der Natur. Schwerte, den 7. Februar 1903. „In Hennen Großfeuer! Freiw. Feuerwehr wird gebeten, sofort zu kommen!“ so lautete die telephonische Meldung, die gestern abend 10½ Uhr auf dem hiesigen Postamte einlief und sofort an den 1. Chef unseren„Freiwilligen“ weitergegeben wurde. Herr Quadbeck ließ fort alarmieren und schon um 11 Uhr rückte die Wehr, mehr als 20 Mann stark, mit Spritze und Gerätewagen aus und langte bald nach ½12 Uhr in Hennen an. Ein wolkenlos sternklarer Himmel wölbte sich gestern nacht über uns, doch in diesen Abendfrieden hinein leuchtete sowohl im Osten wie im Norden unserer Stadt ein blutiger Feuerschein, ein schöner, ein schaurig=schöner Anblick! Großfeuer in Hennen und, wie wir weiter unten berichten, Großfeuer in Holzwickede! In Hennen kam das Feuer gegen 9 Uhr abends im Saale des Wirtes und Kaufmanns Albrecht aus und griff infolge des herrschenden Sturmes mit rapider Schnelligkeit um sich. Durch Flugfeuer sprangen die Flammen auf ein 300 Meter entferntes Gebäude über, von dort aus auf das Wohnhaus des Metzgers Grünberg, und bald brannten fünf Wohnhäuser lichterloh. Mit Hochdruck und fast übermenschlicher Anstrengung suchten die Wehren von Hennen, Drüpplingsen und Lehmufer dem Weiterumsichgreifen der Flammen zu steuern, da kam, als schon die Mitternachtsstunde näher rückte, noch eine Hilfsmannschaft in schnellstem Tempo heran, es war unsere Schwerter Freiwillige Feuerwehr, die sofort energisch mit in die Niederkämpfung des Feuers eingriff. Und wahrlich, auch dieser vierten Wehr bot sich noch ein reiches Feld der Arbeit, war doch auch das Gebäude der Sparkasse von den Flammen ergriffen worden und galt für verloren. Die Schwerter und die früher von ihr ausgebildete Hennener Wehr griffen nun den Brandherd der Gebäude Albrecht und Grünberg energisch an, legten die Mauern nieder und da auch der Sturm sich mehr und mehr legte, so konnte der Chef unserer freiwilligen Feuerwehr um 3½ Uhr des Morgens dem Herrn Amtmann Schulte=Rheinen melden, daß die Gefahr vorbei sei und erhielt die Erlaubnis zum Abrücken, während die anderen drei Wehren noch auf der Brandstelle * H a g e n, 6. F e b r. E i n e r r a f f i n i e r t e n T a s c h e n diebin fiel eine Frau aus Herdecke zum Opfer. Die Frau besichtigte die Auslagen im Fenster der Firma Gebr. Kaufmann, als sich eine andere Person dicht neben sie stellte und in einem für sie günstigen Augenblick ein Portemonnaie imt ungefähr 50 Mark aus der fremden Tasche nahm. Der Diebstahl wurde nicht sofort bemerkt und es gelang der Diebin, zu entkommen. * Langendreer, 6. Febr.(Nach berühmten Mustern.) Als der Bahnwärter R. gestern abend nach beendigtem Dienste zu Hause anlangte, fand er seine Wohnung bis auf einen Tisch und Stuhl völlig ausgeräumt. Die holde Gattin des Genannten hatte die Abwesenheit ihres Mannes benutzt und war mit dem ganzen Mobilar ausgerückt. Anscheinend war die Frau in zu großer Liebe einem Kostgänger zugetan. * R a u x e l, 6. F e b r. A u f s e h e n e r r e g t d i e V e r h a f t ung des Metzgermeisters Heinrich Wetterkamp. In einem gegen ihn anhängigen Prozesse hatte er beschworen, einen Motor zum Preise von 300 Mark von dem Schreinermeister Josef Knuttel zu Rauxel gekauft zu haben, während der Kaufpreis tatsächlich 700 Mark betrug. Am 81. Januar stand Termin vor dem Untersuchungsrichter des kgl. Landgerichts Dortmund an; der Beschuldigte wurde durch die Aussagen mehrerer Zeugen so belastet, daß seine sofortige Verhaftung erfolgte. Essen 6. Febr. Das Stammhaus der Familie Krupp, in dem auch der letzte Besitzer des Krupp'schen Werkes, Geheimrat F. A. Krupp vor seiner Beisetzung aufgebahrt war und wo aus der Kaiser dem Verstorbenen das letzte Geleit gab, wird auf Anordnung der Familie Krupp vom 1. April ds. Is. ab geschlossen. Früher wurde es mit Vorliebe hohen Besuchern des Werkes gezeigt. Die in dem kleinen neben der Hauptverwaltung liegenden Gebäude befindlichen Privatbureaus des verstorbenen Chefs der Firma werden nach dem Hügel verlegt. Im übrigen wird das Innere in den früheren Zustand, wie es bei Lebzeiten seiner Bewohner war, zurückversetzt. Anröchte, 5. Febr.(Ein furchtbarer Unglücks. fall) macht hier augenblicklich viel von sich zu reden. Am Donnerstag verließen zwei italienische Arbeiter, gebürtig aus der Lombardei, den hiesigen Bahnhof spät am Abend, um heimzugehen. In der Dunkelheit verfehlten sie den rechten Weg und stürzten gegenüber dem Bahnhof in einen tiefen Steinbruch. Der eine blieb gräßlich zerschmetter wie tot liegen, während der andere mit zerbrochenen Gliedern sich unter furchtbaren Schmerzen eine Strecke weit aus der Grube herausarbeitete, worauf auf seine Hilferufe Leute hinzukamen. Der besinnungslos daliegende Arbeiter verschied nach kurzer Zeit, nachdem ihm der Herr Vikar T. noch die hl. Oelung gespendet. Der zweite hatte einen schweren Arm= und Beinbruch erlitten und wurde in das Erwitter Hospital transportiert. * Beckum, 6. Febr. Vorige Nacht hat sich im hiesigen Kirchspiel der frühere Gutsbesitzer Ragge aus Diestedde erschossen. Der unglückliche Mann ist vor einigen Jahren entmündet und war bei hiesigen Verwandten untergebracht. * Münster, 6. Febr. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte der Oberbürgermeister mit, daß man im nächsten Jahre, wie bisher, mit einer Kommunalsteuer von 100 Prozent auskommen werde. Die Nachricht wurde in Anbetracht der großen Aufwendungen der Stadt mit begreiflichem Beifall aufgenommen. * Barmen, 5. Febr. Daß eine Stadt von fast 150000 Einwohnern keine einzige Droschke aufzuweisen hat, dürfte doch wohl zu den Seltenheiten gehören. Eine Id. Das Ende des Nomans der Kronprinzessin. Unglaublich klingt die Nachricht, aber sie ist wahr, wahr wie die ganze Affäre der Kronprinzessin Luise von Sachsen, die doch so romanhaft klingt. Das offiziöse Telegraphenbureau selbst verbreitet die Meldung, ein Zweifel also ist nicht möglich, die Beziehungen zwischen dem sonderbaren Genfer Liebespaare sind gebrochen...— Wir geben die amtliche Meldung zuerst in folgendem wieder; * Genf, 6. Febr. Die Rechtsanwälte der Kronprinzessin teilen der Presse mit: Giron verließ heute abend Genf mit dem Pariser Schnellzuge, um sich zu seiner Familie nach Brüssel zu begeben, wo er morgen nachmittag ankommt und wo er sich niederlassen wird. Giron gab alle Beziehungen zur Kronprinzessin auf, um ihr die Wiederaufnahme des Verkehrs mit ihren Kindern zu ermögEinige Stunden, bevor diese sensationelle Meldung einlief, empfingen wir ein Telegramm, das uns aber so unwahrscheinlich dünkte, daß wir es ungläubig dem Pavierkorb einverleibten. Es lautete:. 8.15 * Dresden, 6. Febr. Die Kronprinzessin soll seit gestern abend sich im kronprinzlichen Palais aufhalten. Mehrere zuverlassige Personen beyaupten mit Bestimmtheit sie gesehen zu haben. Die„zuverlässigen Personen“ hatten also recht, das Unerwartete und Unglaubliche ist wahr. Es tritt nunmehr die große Frage auf, was nun werden soll. An ein weiteres Zusammenleben des kronprinzlichen Paares ist doch kaum zu denken, nachdem die größte Skandalgeschichte aller Zeiten monatelang die Presse der ganzen Welt gefüllt hat. Das wahrscheinlichste scheint uns. daß die heimgekehrte ungetreue Mutter und Gattin in ein weltabgelegenes Schloß geht, von wo aus sie die einzige Vergünstigung, die sie noch haben kann, genießen darf, ihre Kinder zu besuchen, deren Heim sie mit solcher Schmach bedeckt hat. Vom ersten Tage doch bis heute ist vom Dresdener Hof auf's energischste betont worden, daß der Bruch un heilbar ist für alle Zeiten. In die Welt, in die früher von ihr so verachtete Hofluft kann die Prinzessin nicht wieder zurückkehren, sie hat sich den Weg dahin verbarrikadiert, sodaß in der Tat nur die oben von uns angegebene Möglichkeit vorhanden ist. 8. Februar: Milde, wolkig, teils heiter, Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Wilh. Schade. Bekanntmachung. Am aais #bung Mekast von hrärchen 9 V Pele u. s. w. eign ine große * Br der„Schwerter Zeitung.“ Ild Amsterdam, 7. Febr. Einem guten Freunde Krügers ging aus Mentone ein Telegramm zu, wonach das Befinden des Präsidenten sich noch mehr verschlechtert hat; er sieht tatsächlich seiner Auflösung entgegen. Die Vorgänge des letzten halben Jahres haben die körperlichen Kräfte Krügers untergraben. Krüger hat sich in das Unvermeidliche geschickt, er empfing bereits mehrere Male geistlichen Beistand. IId Barcelona, 7. Febr. Die Ausständigen in Réus verüben noch immer Gewaltakte. Die Gendarmerie mußte mehrere Male mit der blanken Waffe einschreiten. IId Petersburg, 7. Febr. In der NewskiSpinnerei stellten 2000 Arbeiter die Arbeit ein und verlangen Lohnerhöhung. Der Verwaltungsrat schloß die Fabrik bis auf weiteres. Die Arbeiter sind vollständig ruhig. solche Stadt ist Barmen. Die einzige Droschke, die hier existierte und schon viel Stoff zu allerhand Bemerkungen gegeben hat, ist nun auch verschwunden. Der Besitzer hat sich genötigt gesehen, den Droschkenbetrieb mangels„genügender Beschäftigung“ einzustellen. * Barmen, 6. Febr. Die hier aufgefundene weibliche Leiche ist nunmehr als die der Witwe Fuhrmann erkannt, die mit dem Schlosser Himmelsmann ein Verhältnis unterhalten hat. Ihr Liebhaber hat sie im Streit im Walde erschlagen und sie dort verscharrt. Himmelsmann ist verhaftet. * Düsseldorf, 6. Febr. Bei dem Abbruch Ausstellungsgebäude verunglückten drei Arbeiter, wurden getötet, der andere schwer verletzt. im Westhofen. Sonntag, 8. Februai cr., vorm. 9½ Uhr: Beichte. zwei Vormittags 10 Uhr: Predigtgottesdienst. Nachher hl. Abendmah Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst: Pastor Falkenberg. zur Versteige mtanft beim Auf zun Zur Anbringung von Reklamtionen auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst und der Reklamationen der Reservisten, Ersatzreservisten und Landwehrleute auf Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung, habe ich Termin auf den 16. Februar er. für die Gemeinden Hengsen und Opherdicke 17.„„„ Gemeinde Holzwickede 18.„„ Solde 19.„„„„„ " Aeerhes 21.„„„„„ Aplerbell im hiesigen Amtsbüreau, Zimmer 2, während der gewöhnlichen Dienststunden anberaumt. Die Reklamationen, welche personilch anzuoringen sino, mussen nöthigenfalls auch durch Vorlage von Attesten und Urkunden begründet werden. Namentlich aber sind die Geburtsscheine der Eltern und sämtlicher Geschwister, sowie die Steuerzettel und der Nachweis des Arbeitsverdienstes während der letzten 6 Monate sämmtlicher Geschwister zu erbringen. Die Invalidenrente, Pension und Schuldenzinsen find ebenfalls nachzuweisen. Bei behaupteter Erwerbsunfähigkeitt empsiehlt sich die Beibringung eines ärztlichen Die im Vorjahre angebrachten Reklamationen sind gegebenen Falles zu wiederholen. Aplerbeck, den 2. Februar 1903. Der Amtmann: Leonhard. Bei Einkauf von Knöterich-Theeu.-Bonbons achte man auf den Russen. Siehe heutige Annonce. Lasse von sanuar ane Ausschießen, ein le unte schnet Johanf V! Gasthof (lah. 1 Sonnt Kall mit Erb : Schwei Koastber sauce 111 Herre echit Glor' hand hoser Rege in stets n den prol Bruf 4 Apährt ur olche be chleim Angebot Packet bi Au Pre Nur 2 Cabi Thoto I. E Eine M R Witst 250 404 dig Am Samstag, den gis, vormittags 10 Ahr, Ffndet nochmals in der Walbung des Gockel'schen Gutes ein größerer Verkauf von ärchen, Rottonnen u. gtt, welche sich insbesondere zu Palken, Sparten. Irechuse w. eignen. Auch kommt ue sroße Porte. Brenndor zur Versteigerung. Zusammenstunft beim Wirt Pampus. Schulte, Auktionator, Schwerte. Ostenstr. 7. Auf zum Markaner! Lasse von Sonntag, den 25. zanuar an eine neue Serie Preise ausschießen, darunter als ersten Statt jeder besonderen Anzeige. Die Verlobung unserer Tochter Ida mit Herrn Gustav Lohoff, Gutsbesitzer in Rheinen, beehren wir uns ergebenst anzuzeigen. Adolf Petersmann und Frau Emma geb. Bosselmann. Overberge bei Schwerte a. d. Ruhr, Februar 1903. im Ida Petersmann Gustav Lohoff Verlobte. Overberge b. Schwerte. Rheinen b. Hennen tch Mack Schuhfabrik“ 905 8 Persschengsio 8— Kavalleric=Verein Schweite. Sonntag, den 8. abends 8 Uhr, im Vereinslokale W. Quadbeck: General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Anschaffung v. Karabinern. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches uno pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Verstand. unsere de. aber sten. alle dicke chen issen beder der nate sion teter ichen enen hte nce. nahl. ein lebendes Schwein. Mein Unternehmen gutigst unterstützen zu wollen, zeichnet Hochachtungsvoll Johann Schneider. S !hasthof„Westfäl Hof“.# 1(Iah. W. Quadbeck.)##### Sonntag, 8. Febr.: Kalbsfricante „= Die Verlobung= S F Schweinlihin Gruer) Koostberf mit Remoladen- 1 S2 sauce und Kartosselsalat. unserer einzigen Tochter Emmy mit dem Redakteur Herrn Wilhelm Schade beehren wir uns anzuzeigen. Carl Heimbeck und Frau Henrleite geb. Nohle. Schwerte, im Februar 1903. Meine Verlobung# mit Fräulein Emmy Heimbeck, Tochter des König. lichen Eisenbahn-Betriebswerkmeisters Herrn Carl Heimbeck und seiner Gemahlin Henriette geb. Nohle, an. wellbekannten Fabrikate. Nicht allein billige Preise, sondern gutes Material, sorgfältige Arbeit und vorzügliche Passform machen die Schuhwaren empfehlenswert. Wir bitten, die Schuhwaren unseres Lagers auf diese guten Eigenschaften zu prüfen. Niederlage: Schwerte, Teich- und Mährstrassen-Ecke. ## e. Sas: Ebg 3S P• 558—# 35 S S33 F S vnSSTE e 2 5DST 5 053 S. S ES 68—3 S S2 m SR I Kalbsfricante ED Neimbeck und seine nit Erbsen u. Möhrchen. 40 zeige ich ergebenst I: Schpeinerivpen-Gele. 1/) Schwerte, im Februar 1903. Wilhelm Schade, Redakteur der„Schwerter Zeitung Sämtliche liefert schnell, billig und sauber Die Druckerei Magenleidenden teile ich aus Dankbarkeit gern und unentgeltlich mit, was mir von jahrelangen, qualvollen Magen= und Verdauungsbeschwerden geholfen hat. A. 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Mich soll bewegen, was ihr Herz bewegt, Ich weiß es, meine Wunden werden heilen, So lang sie mild die Hand der Liebe pflegt! An ihrer Freude soll mein Herz sich sonnen, Wenn welkend meines Glückes Blumen stehn, Und ihre Wonnen seien meine Wonnen.— O, die ich liebe, laß mich glücklich seh'n! E. Rittershaus. Schwerte, Sonnabend 7. Februar 1903. Briefträgers Hannchen. Geara Paulsen. Von Georg P derbe Antwort darauf.„Klopft Eure Stiefel und hobelt Eure Bretter. Wißt viel, wie'nem alten Postveteranen Im sillen gingen die Gedanken des Alten nur nach zwei Richtungen hin, sonst war ihm alles mehr oder weniger gleichgiltig geworden. Die Hauptsache, das Salz zur Lebensnahrung, fehlte eben. Daß er an sein Hannchen dachte, das war selbstverstnädlich. Aber die leinte etwas, wie die Herren Professoren schrieben, war munter und gesund, wenn auch nimmer so fidel wie früher, als die Christel=Base zu wissen tat, darum brauchten also keine langen Gedanken gemacht zu werden. Und so war es Hannchen diesmal nicht, worüber er am allerDas betraf jemand anders, und ganz heimlich war's blos, daß es geschah. Sonst hätten sich die Sonnenfelder noch gar über den eingebildeten Narren von„Humpelhölder" lustig gemacht. Seine Exzellenz der Herr Generalpostmeister von Stephan in Berlin war es, an den Lebrecht Hölder dachte. Warum eigentlich? Ja, so ganz genau wußt er das selbst nicht. Einmal, so ganz ein einziges Mal war ihm ein Wörtle seiner Frau gegenüber entschlüpft; nun, wo er garnichts mehr zu tun hätte, könnte ler mit dem Hannchen doch einmal nach Berlin fahren. Die Hannchen könnte da die große Musik hören und er, Lebrecht, könnt' am Ende nochmal die Exzellenz sehen, die vor Jahren so freundlich mit ihm gesprochen. Vielleicht dachte der hohe Herr noch an Sonnenfeld, kannte den einRestionseneschesce ue Gheict üies cäre 42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint en jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten vomiltiestrens. 36. Jahrgang. Die Liebe ist ein närrisch Ding, Sie war's zu allen Zeiten, Sie sprengt der Etikette Ring Und hat viel Eigenheiten, Und kreuzt sie einer Fürstin Bahn, Dann ist sie oft ein—leerer Wahn, Das sind sehr närr'sche Sachen, Doch leider nicht zum Lachen! Verliert ein Menschenkind die Ruh, So muß man dies beklagen, Mitunter geht es närrisch zu, Auch in polit’schen Fragen. In Wien hat man es weit gebracht, Da tagt der Reichstag auch zur Nacht, Ich möchte konstatieren: Das kann uns nicht passieren! Jüngst ist die Präsidentenwahl„ Im Reichstag vorgenommen, Da ist im großen Sitzungssaal Ein Späßchen vorgekommen: Einstimmig wurde dort gewählt Herr Ahlwardt, der schon lange fehlt, Fidele Spaßbereiter Gibt's überall! Ernst Heiter. Der Streik der Oelsardine. (Nachdruck verboten.) (38. Fortsetzung.) Kasce oahene besche as aue auge Mläicher ader au. eiger aisechaer acd en Santeich Kanse unr ah.. eins bune bueu, zlhts zuahe dlaer sie fisheste Ver waeiter ton erin seunen tüidnen Gehzrsenzgs uedtenece un es eaud enr une ause ane ue eneheu, eaghehalge eshgehegatng nacd ie Sicht iesagen bece eereche e ae de e e ud Vriesträgers Kanuachen war kein Rind mehr dem se iun recht scharfemn Tone sagte:„Und damn labtsich bortzgen wporzen, Psnd dach ist die Sache naturwisenHate, war es mit seinter Miunterteit vorbe). Er geste rechzt) Leischem schvieg Hölder. Er nußte sich ja selbst saeit sol angen Jahren in unzerstörbarer Emsigteit ver, mit ihm eine ganze Weile gesprochen, war so vergnigt ge 2000 Fischer in der lingebung von Lorient die Arbeit einGriefträger! Ja, und noch dazu einer der wesen. hatte auch an Hannchen noch in Berlin gedacht, daß Blos ein Hriestrager: Ja, und noc, vuzu einer, ver) een, A uchiztt noch dem alten Humpelhölder ein paar seine Beine in langen Jahrzehnten sich redlich müd gelau=ser wohl auch jetzt noch fen, der wohl ein Anrcht darauf hatte, an sich selbst zul Korte gegönnt hätt.(Fartietzung folgt,) denken. Ein kleines Amnt, sa, aber in seinen Augen ein n(Fortsetzung folgt.) wichtiges. Und nicht blos in seinen Augen. Auch denen der Bewohner von Sonnenfeld. Wenn er, pünktlich auf die Minute, erschienen war auf seinen Bestellgängen, hatten ihm viele Augen sehnsüchtig, sorgen= und freudvoll entgegengeschaut, die zuversichtlich erwarteten, daß er für sie etwas in seiner Mappe berge. Und wenn sie auch dem Erscheinen von Hölders Kollegen nicht anders entgegensehen, sie, wie er wußten, daß die Kenntnis der Erfahrungen der langen Jahre doch ein engeres Band knüpfte, als mit vielen anderen. Lebrecht Hölder schien die verkörperte Prosa in seiner steifen, manchmal hölzernen Erscheinung; aber der Inhalt seines Lebens war die Poesie des Briefträgeramtes gewesen, die sich keine langen Schilderungen ersehnt, die aber ihren Ausdruck im herzlichen und vertrauensvollen Blick bei den allermeisten ger...# L### maßen stelischerHausLebrecht Hölder war gewissermaßen postatischerHausfreund bei den Sonnenfeldern gewesen, und mit einem Male war er nun— mehr oder weniger doch— allein. Und das konnt er nicht verwinden, weil er sich nicht dran gewöhnen konnt'., 64 55„ Seine Frau hatte es nach ihrer Art gut mit ihm gemeint. Sie schaffte ihm in Haus und Hof allerlei Unterhaltung, sie freute sich, daß er nun nicht mehr in allem Wind und Wetter hinaus müßt', aber das wollt nimmer verfangen. Sogar brummig, recht ungehalten konnte Lebrecht Hölder werden, wenn einer ihm gratuliert, daß er nun doch seine Ruhe hätte. Und kamen gar die einstigen Kollegen mit solchen Worten, dann war gar nimmer mit ihm fertig zu werden. „Schämt's Euch,“ hieß es dann,„o, was sind das für Leut'! Wenn da mal die Exzellenz wieder kommen möcht, was würd' die wohl sagen?“ Und wenn er so im„Hirschen“ einmal einen Fruhschoppen trank und sah die Briefträger von Haus zu Haus wandern, dann mußt' er sich zur Wand mit dem Gesicht drehen, sonst hätt' er's kaum ausgehalten. Und dabei schnaufte er noch ganz beängstigend, und von dem Inhalt der geliebten, altväterischen Schnupftabakdose aus Buchenholz fiel das meiste zu Boden. „Lebrecht, sitz doch still, freu' Dich Deiner sorgenlosen Tage. Kannst doch auch mal ausruhen!“ So sagten die Bekannten, die es gewiß gut mit ihm meinten. „Leid's doch ruhig, versteht das nicht,“ war aber die Zeliggniche Becrachaungen. Karnevalssang! Nun bringt der närr'sche Karneval Die Menschheit in Erhitzung Und animiert zum lust'gen Ball Und zu fideler Sitzung, Man weiht sich gänzlich dem Humor Und ist man auch der„reine Tor", So ist dies augenblicklich Nur zeitgemäß und schicklich! Wohin man frohen Blickes sieht, Herrscht ein recht närrisch Leben, Drum will ich auch ein närrisch Lied Allhier zum besten geben. Das Leben ist nicht ernst allein, Es muß auch manchmal heiter sein. Der Karneval, wie herrisch, Verlangt sogar: Seid närrisch! Wie schaut die Welt so schnurrig aus, Natürlich nur mitunter, Dann sitzt man wie im Narrenhaus, Und drüber gehts und drunter Mitunter ists, als sei die Welt Ganz einfach auf den Kopf gestellt, Man macht die Nacht zum Tage, Bis Wohltat wird zur Plage! Ach, es passieren jeder Zeit Viel pudelnärrsche Dinge, Oft macht das Narrentun sich breit, Als obs nicht anders ginge, Um Kleinigkeiten streiten sich Die Menschen leicht, wie lächerlich, Statt daß sie Kraft entfalten Durch treu Zusammenhalten! Höchst närrisch ist's, wenn schwach der Mann Und stark allein das Weiblein, Und zieht das Letzte Höslein an, O weh, dann ists kein Täublein, Dann hät das Weib den Gatten„knapp“, Und dieser sinkt auf„null“ herab Dann kann er, treu ergeben, „Viel närrisch Zeug“ erleben! gestellt, weil sie infolge der heruntergegangenen Preise nicht genügend bezahlt wurden. 1000 Stück Sardinen wurden damals mit nur 2 Franks bewertet, während die Fischer mindestens 5 Frks. verlangten. Es kam zu erheb lichen Streitigkeiten, die an einigen Stellen sogar einen Eingriff der Gendarmerie herbeiführten. Der Kriegsminister erhielt daraufhin eine Petition, er möchte verordnen, daß den Truppen alle zwei Tage eine Fischsuppe verabreicht werden sollte, und man erinnerte ihn an die„Cotriale“, eine Fischsuppe, die bei der Marine und bei den Bewohnern der Seehäfen ein beliebtes und kräftiges Nahrungsmittel bildete. Ein solcher Ueberfluß an Sardinen herrschte also noch vor 4 Jahren. Jetzt streikt die Sardine, sie ist fort, man weiß vorläufig nicht, wo sie geblieben ist. Der Fall ist nicht ohne Vorgang. Schon vor 12 Jahren trat in der Bretagne eine Hungersnot ein. Damals gab man den Delphinen Schuld, deren Ansammlung und Gefräßigkeit die Sardinen teils vernichtet teils verscheucht haben sollte. Man ist von dieser Anklage zurückgekommen und glaubt jetzt, daß eine höhere Naturgewalt im Spiel ist, der man noch weniger etwas anhaben kann als den Delphinen, nämlich der Golfstrom. Auch dieser hat seine Launen, die allerdings eigentlich ein Beweis für eine weitgehende Unfreiheit sind, denn die Meeresströmungen erleiden Verschiebungen durch die Beeinflussung seitens verschiedener stärkerer Mächte in der Natur. In vorigem Jahre hat der Golfstrom angeblich unter einer Einwirkung der vulkanischen Ereignisse in Westindien gelitten, und so hätte also im letzten Sinne die Hungersnot in der Bretagne die nämlichen Ursachen wie der Untergang der 20000 Einwohner von St. Pierre. Diese freilich sind unrettbar dahin, während die bretonischen Fischer sich ohne Zweifel wieder erholen werden, denn der Golfstrom wird schon von seinen Irrwegen zurückkehren und dann auch die Sardinen wiederbringen. Vermischtes. t(Ein grausiger Fund) wird aus Chemnitz gemeldet. Nachdem unlängst in Grünbach bei Falkenstein ein taubstummer siebzehnjähriger Bursche verschwunden war, wurde am Sonntag im dortigen Forst an verschiedenen Stellen eine menschliche Hand und eine zweite Hand mit vollständigem Unterarm aufgefunden. Man bringt diesen Fund mit dem mysteriösen Verschwinden jenes Burschen in Zusammenhang. Näheres wird aber wohl erst die eingeleitete Untersuchung ergeben. Für den redaktionellen Teil verantwortlich Wilh. Schade. Bei den trchtemtt......„ lelstet die altbewährte MAGGI-WORZE der Hausfrau unschätzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. — Sehr konzentriert, nur sparsam verwenden.— DiU Dimgste Weche in „ A Haumuen.... 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