Amtliches Kreisblatt Kreis Vorch! prcurrrerh Druck und Verlag von Carl Braus in Schgerfe, Fernsprech= Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr. nbe e u, Graus, Schwerte=Runr. Quartal 1 Mark 65 Pfg. exel. die Post bezogen. Erscheint an Sesde„Sbange, eneg... A.1—g, rchls. jedem Wohentage. Wöchentliche Gratsbeilage:„Jaustrierten durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeirunt Familienfreund.“ vesctadichr kreit. Wer Wle Hrede ud Aadsahzaltgelchen Verndungen de Beazgenag.ag Wie, Bchelgecd, wan duns Gide erlangen genäh Velauntmochung de. Voviy), ,,. rechl, sedem Rochentage. Wichentlich Schwerte, Donnerstag 22. 36. Jahrgang. Die Beschießung des Fort San Carlos durch den„Panter“. Ganz überraschend wurde von der Küste von Venezuela, und zwar im Westen, ein neues Bombardement gemeldet. Danach versuchte das deutsche Kanonenboot „Panter" die Einfahrt in die Lagune von Maracaibo zu erzwingen, und eröffnete das Feuer auf das den Einfahrtskanal deckende Fort San Carlos. Das Fort erwiderte das Feuer und nötigte angeblich den„Panter" nach einstündigem Gefecht, seine Absicht aufzugeben. Der Kommandant des Forts berichtet, daß das Fort keine Beschädigung erlitten habe. Bei dem Eingang der Meldung fand in Caracas natürlich eine Kundgebung der Bevölkerung statt. Das Wolfsche Bureau bemerkt zu dieser Meldung: Amtliche Nachrichten liegen nicht vor. Vermutlich hat S. M. S.„Panter“ auf der vor der Lagune liegenden Barre nicht genug Wasser vorgefunden und hat deshalb die wahrscheinlich vorhandene Absicht, den Transport kolumbischen Kaffees über die Lagune zu hindern, aufgeben müssen. Wir geben unseren Lesern aus Anlaß dieses Vorganges beistehend eine Kartenskizze, welche die Situation deutlich erkennen läßt. Die örtlichen Verhältnisse zeigen, daß tatsächlich eine Barre den schmalen Eingaug zu dem mittleren an dem Fort San Corlos vorbeiführenden Ein fahitskanal, welcher zur Lagune von Maracaibo hinleitet, verschließt. Die genannte Lagune wild von dem sich nach dem Meer Cálabozo-Bay Kraguoin Golf von Maracaibo E Panther " ∆ 75 Täblazo agune Deutscher Reichstag. Sitzung vom 21. Januar. Bei schwacher Besetzung ging die am Mittwoch weiter. Abg. Richter(frs. VBr- Zgug teilte die Kolonialpolitik und vas Mittel der Anleihe, bemängelte die Handelspolitik, die neuer gaben für Heer und Marine, worauf er nach den Taten für die Reichsboten fragte. Ferner meinte er, daß im Reichstage erörtert werden könne, was der Kaiser öffentlich gesagt habe. Das Kaisertelegramm an den bayrischen Regenten hätte nicht veröffentlicht werden dürfen. Es müsse in keiner Zeit so schwierig gewesen sein, Minister zu spielen, wie in dieser.(Der Reichskanzler nickte. Große Heiterkeit). Redner fragte schließlich den preußischen Kriegsminister, ob er von der Verlegung von Husaren nach Krefeld, um den„dortigen Damen Tänzer schaffen“.(Heitexkeit), vorher gewußt oder erst nachher Abg. v. Kardorff(frkons.) klagte über die Ueberschwemmung des Marktes mit Industriepapieren, verteidigte die besitzenden Klassen gegen die Sozialdemokratie und wendete sich dann zum Bunde die Veröffentlichung des Kaisertelegramms betreffe, so möge der Reichskanzler dafür sorgen, daß so etwas nicht wieder vorkomme. Abg. Schrader(frs. Berg.), Haniste dem Reichskanzler für die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu England und Frankreich. Angesichts der vielen öffentlichen Kundgebungen des Kaisers sei es unvermeidlich, sich hier damit zu befassen. Abg. v. Liebermann (Antis.) bemangelte u. a. den Nichtempfang der BurenReichskanzler Graf Bülow erklärte, Philister sei der Kaiser nicht.(Heiterkeit). Der Burenempfang sei beabsichtigt gewefen. Dewet habe die gestellten Bedingungen ursprünglich angenommen; hinterher hätten die Generale ihren Sinn geändert, sodaß der Empfang nicht stattfinden tonnte. Was unsere Stellung zum Auslande angehe, so müßten wir der Mann sein, der ohne Herausforderung und Maulheldentum sich und die Seinen schütze. Donnerstag Fortsetzung. wird von dem sich nach dem öffnenden Golf von Maracaibo durch zwei Inse Insel San Carlos und die Insel Zapara, getrennt, wo durch drei schmale Kanäle zur Lagune entstehen. Von diesen ist der mittlere zwar der tiefste, aber doch ziemlich seicht und mehrfach gewunden; außerdem liegt vor seiner nördlichen Einfahrt eine nur bei Hachtpasser zu,ofsigende Barre. Der Kanal ist nur für Schiffe von 3 ½2 Meter Inseln, die Tiefgang passierbar, der„Panter“ geht 3 1/8 Meter tief. wo Die Betonnung des Fahrwassers ist nicht besonders hervorragend und das Fahrwasser selbst sehr veränderlich. Am inneren Eingange des Kanals in die Lagune liegt die Stadt Maracaibo, bei der sich das letzte der noch vorhandenen venezolanischen Kriegsschiffe aufhalten soll. Wunstrüche, Dentswrüche, Thrichodoeter ge. Rasch ist ein schlimmes Wort gesagt, Rasch wie der Pfeil vom Bogen fliegt, Doch niemand weiß, wohin es trifft, Und wo das Ziel des Pfeiles liegt. Darum sprich nie ein lieblos Wort, Nie leichthin und nie unbedacht, Den Pfeil zurückzurufen, hat Dein heißes Wünschen keine Macht. O, wahre Deine Zunge wohl, Halt' über Deinem Herzen Wacht; Leg auf den Bogen nie den Pfeil, Bevor sein Ziel Du wohl bedacht! G. Chr. Dieffenbach. S Hauncdhen deing ich milt. u gone fchls held stündle blos!“.... 2 Eenminst herDas alles war so abgerissen und seitsam verwirrr hervorgesprudelt, daß Frau Elise nicht recht wußte, was sie denken sollte. Und als der sonst schon etwas stelzbeinig gewordene Mann sich nun spornstreichs umdrehte und den Weg, den er gekommen, beinah zurückrannte, da meinte die Zurückgebliebene ihre Annahme von dem„Quartle über'm Durst" erst recht bestätigt zu sehen. Aber sie war keine ängstliche Frau, sie resumierte sich kurz dahin:„Na, ich zill blos hoffen, er gewöhnt sich auf die alten Tag' net mehr's Trinken an.“ Und dann folgte noch ein Kopfschütteln wegen Hannchen's, daß das quecksilberne Ding auf einmal so viel Sitzfleisch für die sonst kurzer Hand erBriestragers Wälllichen. Von Georg Paulsen. (Nachdruck verboten.) (20. Fortsetzung.) „Aber so sprich doch, wo ist's Mädele?“ forschte seine Gattin ungeduldig.„Stehst da ja, als könntest nicht bis drei zählen. Hast etwa ein Quartle über'n Durst getrunDer arme Mann und Vater schnitt vor Aufregung und Angst eine gräuliche Grimasse; ein komisches Gelächter entrang sich seinen Lippen:„Kann wohl sein, kann wohl sein,“ stotterte er,„haben im Hirschen auf Hannchens Wohl angestoben. 1..., Wähalg uit sahel „Ja, zum Kuckuk, ist benn's Madele nir dabei gewesen?“ Frau Hölder ward mit Recht ärgerlich. „'S Mädele? Na, die war net da. Die sitzt, die— ja, so ist's, die sitzt ja noch bei der Path'. Und ich sollt Dir sagen, sie käm in a klein's Stündle. Und ich will blos meine Maaß noch austrinken im Hirschen, dann geht's auf einmal so viel Sitzfleisch für die sonst kurzex Hand ledigten Besuche bei der schon etwas sauerropfischen kran=ge ken Pate bewies. Dann packte sie Hannchen's Kofferiter weiter, wobei sie vorhin durch ihren Mann gestört worden in Lebrecht Hölder war nur so weit in der Gasse zum Hirschen gegangen, als er von seinem eigenen Haus gesehen werden konnte. Dann bog er sofort in einen engen steg ein, der ins Freie und auf den Weg zum Heidenturm führte. Selbst wollte er sehen, was es mit Hannchen gab. Sein Hannchen war's, keiner sollte ihm da vorreden, er wollt selbst schauen, was die Wahrheit war. Er kam ins Rennen, als er in der Ferne den Heidenturm erblickte. Auf dem Wege lagen jetzt die dichten Schatten des auf beiden Seiten sich hinziehenden Gehölzes; zu erkennen war nichts, aber es raschelte und rauschte alle Augenblicke in dem Dickicht. Das Waldgetier unternahm seine Nachtpromenade, mochte sich auch manche wildernde Katze aus Sonnenfeld hier hinauf gemacht haben. Lebrecht Hölder pochte das Herz wie ein Schmiedehammer in der Brust, und bei jedem kräftigeren Geräusch fuhr er zusammen. Das mußte Hannchen sein! Aber nein, sie war es wieder nicht. Wo steckte sie blos? Und nachge— Das preußische Abgeordnetenhaus hielt am Mittwoch keine Sitzung. Heute, Donnerstag, steht der Gesetzentwurf betr. die Vorbereitung zum höheren Verwaltungsdienst auf der Tagesordnung. Politische Deutschland. — Vom Kaiserhofe. Beide Majestäten, die tags vorher das Gastspiel des französischen Schauspielers Coauclin beluchten, machten-eitwoch, morgen ei. rade fing er an, den ganzen Reiseplan zu verwünschen. Wenn's Mädele nicht morgen fortgemußt hätte, wäre die ganze Angst des heutigen Abends nicht nötig gewesen. Da hörte er den lauten Schrei! Und dann einen Schuß! Allzugroße persönliche Tapferkeit war nimmer seine Tugend gewesen, jetzt, im mächtigen Dunkel hätte sie wohl ganz und gar versagt, wenn es sich nicht um sein Hannchen gehandelt hätte. Dem Mädele war etwas passiert. Das stand felsenfest. Und etwas Fürchterliches. Da hatte sie jemand in diese Einsamkeit gelockt, und—. Er dachte es nicht aus, schwere Tränen der Sorge und der Aufregung perlten ihm aus den Wangen aus den lange, lange Jahre trocken gewesenen Augen herunter. Hölder hatte nichts bei sich, was er als Waffe hätte gebrauchen konnen. Daran dachte er nun doch, als er weiterstürmte, Da war ein Holzschlag zur Seite, Zrischen in die Erde gerammten Pfählen wurde das geschlagenHolz aufgeschichtet. Er riß mit der Kraft der Verzweiflung einen Pfahl aus dem Boden, daß die Kloben zusammenkollerten, und dann ging es weiter vorwärts. Das alles hatte vielleicht kaum eine Minute in Anspruch genommen, aber es schien ihm so, als sei schon eine Viertelstunde verstrichen. Er stürzte so hastig nach oben, daß er auf dem Waldwege beinahe zu Boden gefallen Ein heller Ruf:„Hilse, zu Hilfel“ War das nicht Hannchens Stimme? Sie lebte also wenigstens noch, wenn sie auch in Gefahr schien. So laut er konnte, schrie Hölder in die schweigende Nacht hinein.„Ich komm, ich komm! Wart's, Hallunken!“ Und er ballte grimmig die Noch ein paar Minuten angestrengten Rennens, und er war am Rande der Fläche angekommen, auf dem sich der Heidenturm erhob. Hier wirkte das Licht des vor kurzem aufgegangenen Mondes, und der Herbeigeeilte sah eine dunkle Gruppe am Boden: Eine Gestalt lag da und samen Spaziergang im Tiergarten. Später hatte der Kaiser eine Besprechung mit dem Reichskanzler. — Ueber den Empfang der deutschen Kolonie in Petersburg durch den Kronprinzen Wilhelm berichtet die Petersb. Ztg.: Gar manchem schlug das Herz, als die stattliche Erscheinung des jugendlichen Kaisersohnes, der in seiner geraden militärischen Haltung wohl die meisten der Anwesenden überragte, sich festen Blickes und vertrauenheischend an ihn wandte. Schlicht und einfach, ohne jedes Falsch stand Kronprinz Wilhelm als das blühende Bild eines zukunftsstarken, hoffnungsmutigen Menschen vor uns. In der Art der Haartracht, im Blick, in der Haltung ist die Aehnlichkeit mit seinem Vater unverkennbar. Was aber den aufmerksamen Betrachter dieser Züge besonders überrascht, ist die merkwürdige Aehnlichkeit, die das Profil des Prinzen mit dem seines ruhmreichen Ahnen Friedrichs des Großen besitzt. — Zur Durchführung des Flottengesetzes, ausschließlich der Ersatzbauten, sind noch 5 Linienschiffe, 2 große und 4 kleine Kreuzer als Neubauten in Angriff zu nehmen. Mit den für 1903 geforderten Neubauten kommen auf den Sollbestand in Anrechnung: 33 Linienschiffe, 14 große und 34 kleine Kreuzer.— Das vom Kronprinzen Wilhelm dem Zaren überreichte Modell des neuesten und größten deutschen Linienschiffes„Braunschweig“ ist über 1 Meter lang und erläutert bis in die kleinsten Einzelheiten die Ausrüstung. Es kann somit, heißt es in einer Petersburger Mitteilung der Köln. Ztg., auch als Zeichen besonderen Vertrauens der deutschen Marine zur russischen angesehen werden.— Wir wollen hoffen, daß dieses Vertrauen nicht getäuscht werden wird. — Der Gouverneur von Deutsch=Sudwestafrika hält sich augenblicklich in Berlin auf. Wie nach dem„Tag“ erzählt wird, sind nun Berichte aus der Lolonie eingegangen, worin lebhafte Bedenken gegen die Massenansiedlung von Buren in Deutsch=Südwestafrika geltend gemacht werden. Die Kolonialabteilung nimmt jetzt mit Oberst Leutwein Rücksprache. Kaiser=Wettsingen in Frankfurt a. M. Ueber das diesjährige Wettsingen um den Kaiserpreis in Frankfurt a. M. wird geschrieben: An dem Wettsingen wird sich der Kölner Männergesangverein, der die Kette zu verteidigen hat, mit 236 Sängern beteiligen. Im ganzen haben sich 45 Vereine zur Konkurrenz gemeldet, und da jetzt bekannt wird, daß die offizielle Liste 32 Vereine umfaßt, müssen 13 Vereine zurückgewiesen worden sein. Wenn hierfür, wie es scheint, lediglich der Wunsch, eine allzugroße Ausdehnung des Wettsingens zu vermeiden, maßgebend war, wird es sich sehr empfehlen, in Zukunft die Bedingungen so zu stellen, daß diese an sich einen zu zahlreichen Wettbewerb ausschließen, damit nicht unnütz böses Blut gemacht wird. Das Singen zu Kassel dauerte bekanntlich bei 18 konkurrierenden Vereinen drei Tage. Das vorbereitende Komitee hat der Ansicht des Kaisers, wonach in Kassel unter den selbstgewählten Chören zu schwierige gewesen wären und leichtere volkstümlicher gehaltene Gesänge das Repertoir der Männerchöre bilden müßten, in besonderem Maße Rechnung getragen, und so kam es, daß Wahlchöre, wie Hegars„Totenvolk“, Hillers„Morgen“, Sturms„Schwedenritt" und Neumanns„Germanenzug“ vom Komitee abgelehnt wurden. Bei dieser Praxis ist anzunehmen, daß auch für den diesmal aufzugebenden Preischor eine leichte Arbeit gewäh bei Gibraltar gestrandete Lloyd=Dampfer„Lahn“. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd„Lahn" von Italien nach Newyork unterwegs, ist am Sonntag früh bei Tunara, 10 Meilen nordöstlich von Gibraltar, bei Nebel und Regen gestrandet. An Bord befanden sich 1500 Passagiere, darunter 300 erster Klasse; die übrigen sind Auswanderer. Bergungsdampfer sind zu Hilfe gegangen. Man betrachtet die Lage des Dampfers vorerst als ungefährlich. Der englische Marineschleppdampfer„Energetic“ und der amerikanische Kreuzer„Hartford“ versuchten bei Hochwasser mit Hilfe der Schleppdampfer„Newa“ und „Herakles“ den Dampfer„Lahn“ flott zu machen, aber ohne Erfolg. Die„Lahn" blieb fest auf der Sandbank und wird voraussichtlich die Passagiere von Bord geben und einen Teil der Ladung ausschiffen müssen, ehe sie wieder flott wird. Das Wetter ist ruhig.— Nach einer Meldwird, was natürlich eine um so bedeutendere Leistung auf seiten der Preisrichter bedingt. Die größte Sängerzahl (253) wird der Bonner Männergesangverein ins Treffen führen, dann foigen nach ihrer Stärke: die„Liedertafel"=München=Gladbach(236), der Oberbarmer Sängerhain“(233), der Leipziger Männerchor(227), der Berliner Lehrergesangverein(226), der Dortmunder Lehrergesangverein(220), der Hannoversche Männergesangverein(215), der Elberfelder„Quartettverein“(210), die Aachener„Konkordia“(197), der Dresdener„Orpheus"(196), der Elberfelder„Deutsche Sängerkreis" (195), die Berliner„Liedertafel“, die Essener„Konkordia“ und der Straßburger„Männergesangverein“(192), der Krefelder„Sängerbund“(187), der Männergesangverein „Frohsinn“ in Mülheim a. d. Ruhr(181), der Bremer Lehrergesangverein(161). Zwischen den Ziffern 160 und 123 schwankt die Anmeldung des Barmer Sängerchors, des Kasseler Liedervereins, Männergesangvereins„Sanssouci“ in Dortmund, EssenerMännergesangvereins„Sanssouci“, Erfurter Männergesangvereins, Magdeburger Männerchors, Sängerbundes Mülheim a. d. Ruhr, der „Hilaria“ in Offenbach, des Potsdamer Männergesangvereins, des Sängerchors des Turnvereins Offenbach, der Solinger„Liedertafel“, Männergesangverein„Konkordia“ in Wiesbaden, des Wiesbadener Männergesangvereins, des Sängerchors des Turnvereins Wiesbaden und der Würzburger„Liedertafel". ung ist es entschieden, daß die„Lahn“ gelichtet werden muß; es sind daher Leichter abgesandt worden. Wir geben unseren Lesern beistehend eine Ansicht des Schnelldampfers„Lahn", der beiläufig der erste deutsche Handelsdampfer war, an dessen Bord die Kaiserstandarte gehißt wurde. Es geschah das im Jahre 1890 gelegentlich. der Flottenparade bei Wilhelmshaven über die Panzerschiffe„Deutschland",„Preußen",„Friedrich der Große“ und„Irene". Der Kaiser stand damals auf der Kommandobrücke der„Lahn". In einem Schreiben an die Direktion des Norddeutschen Lloyd sprach der Kaiser sich damals sehr anerkennend über das Schiff und seine Besatzung aus. Inzwischen ist, wie bereits gemeldet, die „Lahn“ wieder flott geworden. neben ihr kniete eine Frau oder ein Mädchen, eifrig um den liegenden Körper beschäftigt. „Da bin ich, was giebt's?“ stöhnte Lebrecht, den Pfahl schwingend, als wollte er jeden Gegner, der sich ihm nahte, zu Boden schlagen. „Vaterle, Du bist's?“ Hannchen, die am Boden gekniet hatte, sprang empor und lief auf ihn zu.„Ein Unglück, Vaterle, ein groß’ Unglück!“ Aber Lebrecht Hölder hörte schon garnicht mehr auf die letzten Worte, er warf seinen Pfahl fort und ergriff Hannchen bei den Schultern, drehte sie im Kreise herum, wie eine Puppe, daß die Röcke flogen, hob sie dann hoch, drückte und küßte sie, daß dem Mädchen fast der Atem verging. Uebergroß war die Freude nach all' der ausgestandenen Angst, daß er seine Einzige gesund und unversehrt in den Armen hielt. „Vaterle, laß mich!“ rief Hannchen jetzt,„drückst mich ja tot! Wie kommst blos hierher? Aber's gut, daß Du gekommen" Er hörte nicht darauf. „Wie ich mich freu, Mädele, wie ich mich freu! Und dem Kerl im Hirschen schlag ich den Schädel ein, wann er wieder etwas sagt. Selbiges tu ich, und wann ich gleich aus dem Postamt fortgejagt würd'!“ „Aber Vaterle... „So a Klatschmaul, red't, was Hannchen Hölder hier draußen treiben könnt—“.. Kunst 8rch „Vaterle, laß doch die Leut' schwatzen. Kennst voch Dein Hannchen, daß die nix unrecht's bei nachtschlafender Zeit treiben tut, just so wenig, wie am sonnenhellen Tag.“ Lebrecht Hölder war doch ein klein bischen verlegen bei den letzten Worten. Wenn auch die Angst um seine Tochter ihn am meisten aufgeregt und vorwärts gejagt hatte, er hatte zuerst auch gezürnt.„Hätt'st mir aber doch sagen können, wohinaus Du gingst!“ meinte er dann. Hatt'st viel schlimme Viertelstunden mir erspart.“ Hannchen lächelte flüchtig.„Wollt Dir's ja erzählen, wann ich heimgewesen wär. Wirst auch alles noch hören. Aber nun hilf, Vaterle, da liegt der arme Hermann blutend, hat einen Schuß in die Brust. Da sieh', s helle rote Blut“ Mark Lebrecht Hölder war sprachlos; ohne ein Wort hervorbringen zu können, ließ er sich zu dem bewußtlosen jungen Manne hinziehen, der bleich, mit geschlossenen Augen am Boden lag. Hannchen hatte bereits Rock und Weste geöffnet, aus einer kleinen Oeffnung in der Brust quoll rotes Blut. Das Hemd war am Halse zerrissen, es schien, wie auch der zerstampfte Boden wahrscheinlich machte, ein Ringen zwischen dem Verletzten und seinem Gegner stattgefunden zu haben. (Fortsetzung folgt.) Lokales. Schwerte, 22. Januar 1903 **(Zwei Sonnen= und zwei Mondfinsternisse) finden im Jahre 1903 statt. Am 29. März tritt eine ringförmige Sonnenfinsternis ein, die bei uns nicht zu sehen ist. In der Nacht vom 11. zum 12. April findet eine Mondfinsternis statt, die nahezu vollständig ist und in ihrem ganzen Verlaufe in Deutschland beobachtet werden kann. Am 21. September folgt eine vollständige Sonnenfinsternis, die bei uns wieder nicht zu sehen ist, und am 6. Oktober wird der Mond noch einmal teilweise verfinstert. Von dieser Finsternis können wir nur das Ende sehen, da bei ihrem Anfange der Mond sich noch unter unserem Horizont befindet.. B. **(Vorsicht beim Schlittschuhlauf.) Nach einer Zusammenstellung der„Dtsch. Tagesztg.“ sind am letzten Sonntage im Gebiete des Deutschen Reiches 30 Personen beim Eissport eingebrochen und ertrunken, darunter nur 9 Erwachsene, alle übrigen sind Kinder und junge Burschen. **(Zum Frankfurter Gesangwettstreit.) Es steht jetzt fest, daß der Kaiser dem im Juli stattfindenden Sängerwettstreit beiwohnen wird. Der Kaiser wird jedoch nicht in Frankfurt, sondern im Schloß zu Homburg v. d. Höhe während der Dauer des Sängerfestes Aufenthalt nehmen und täglich von dort herüberkommen.(S. bes. Artikel.) **(Gewerbegericht.) Wir machen darauf aufmerksam, daß Personen, welche Klagen beim Gewerbegericht anbringen wollen, das 21. Lebensjahr erreicht haben müssn, andernfalls müssen sie eine Vollmacht des Vaters oder des Vormundes beibringen. **(Eine günstige Einwirkung) des Gipsstaubes auf die Lungentuberkulose ist in der letzten Hauptversammlung des Gipsvereins nachdrücklich behauptet worden. Einer der anwesenden Fabrikanten teilte mit, daß er während einer Reihe von Jahren 400 Arbeiter beschäftigt habe, von denen keiner tuberkulos geworden sei, von anderer Seite wurde auf Grund eigener Erfahrungen behauptet, daß bei Arbeitern, welche, mit Tuberkulose behaftet, in den Betrieb eintraten, die Krankheit zum Stillstand gekommen sei. Ferner soll im Harze die günstige Einwirkung des Gipsstaubes auf Tuberkulose eine Erfahrungstatsache sein. Endlich wird der Ruf, den Weißenburg im Berner Oberlande als Kurort für Schwindsüchtige genießt, in erster Linie den Wirkungen einer warmen, sehr gipshaltigen Quelle zugeschrieben. Diese Mitteilungen über die Wirkung des Gipsstaubes verdienen Beachtung, da es sich um eine der verderblichsten Krankheiten der Gegenwart handelt, die bisher aller direkten Heilmittel spottete. ** Bickefeld 21. Jan. Die Lüchtefeldsche Besitzung ist von Herrn Gutsbesitzer Petersmann gen. Märtmann in Schüren zum Preise von 138000 Mk. erworben. ** Hörde, 21. Jan. Von einem herben Mißgeschick wurde gestern abend gegen 7 Uhr der Chirurg Herr Eduard Kramme betroffen. Er passierte die Schützenstraße und wollte über die südliche Spitze schräg zur Wirtschaft von Rau gehen, ohne zu wissen, daß dort eine Ausschachtung vorgenommen war. Bei der Dunkelheit stürzte er in die zirka 2,50 Meter tief ausgeschachteten Kellereien und zog sich erhebliche Verletzungen— einen Bruch beider Beine— zu, sodaß er von Passanten nach Hause getragen werden mußte. Der Unfall konnte nur passieren, weil keine vorschriftsmäßige Abzäunung vorhanden war, ebenso fehlte die Beleuchtung. Für den Unternehmer dürfte der Unfall, außer der Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung, noch die Verurteilung zu einer Schaden= und Lebensrente an den Verunglückten zur Folge haben. Aus Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 21. Jan. Der hiesige Musikverein beabsichtigt, die Gewährung eines Zuschusses von 3000 Mk. aus städtischen Mitteln beim Magistrat zu beantragen. * Altena, 21. Jan.(Aufblühen der Industrie.) In unserer hiesigen Industrie blüht es an allen Orten unseres ganzen Lennetales. Die Drahtwerke sind gezwungen, um alle Aufträge zu bewältigen, überzuarbeiten. Stahlwerke, Nadel= und Messinggußwaren=Werke haben alle große Aufträge zu erledigen. Militäreffekten= und Patronenhülsenwerke, sowie Kupfer= und Nickelfabriken gehen flott. Knopffabriken aller Art sind vollauf beschäftigt. Somit sieht die hiesige Gegend einem Aufblühen der Industrie im Jahre 1903 auf der ganzen Linien entgegen. * Werne bei Langendreer, 20. Jan. Hier ist ein zwölfjähriges Kaffernmädchen gestorben, welches die Familie Hölterhoff aus Afrika(Transvaal) mitgebracht hatte. Das Kind konnte das Klima nicht vertragen und sehnte sich sehr in seine Heimat zurück. * Weitmar, 20. Jan. Der Bergmann Heinrich Bettner fiel auf der Zeche„Engelsburg“ in den Schacht und war sofor tot. Der Verunglückte hinterläßt Frau und drei Kinder. * Bochum, 21. Jan.(Ueberfüllung des ZentralGefängnisses.) Nachdem am gestrigen Tage ein größerer Gefangenentransport von hier nach Hamm und Benninghausen überführt wurde, ging heute morgen ein solcher von 20 Personen unter sicherer Bedeckung von mehreren Transporteuren und eines Oberbeamten von hier nach Sttecbwn. i * Bochum, 21. Jan. Die Entscheivung, welche die Haftpflicht der Stadt für die in den Korridoren höherer städtischer Schulen abhanden gekommenen Kleidungsstücke der Schüler aussprach, ist vom Landgericht in zweiter Instanz bestätigt und somit rechtskräftig geworden. Die Stadt ist hierdurch gezwungen, den Eltern der bestohlenen Schüler den Wert der abhanden gekommenen Kleidungsstücke in seiner vollen Höhe zu ersetzen. * Schwelm, 21. Jan. Der Tagelöhner Ferdinand Günther auf dem Böllingschen Gute ist Samstag beim Fällen von Bäumen tötlich verunglückt. Ein Baum traf im Fallen den Günther im Rücken, wodurch die Wirbelsäule gebrochen wurde und der Tod nach einer halben Stunde eintrat. * Mülheim a. d. Ruhr, 20. Jan. Gestern abend fand man die Leiche des Fabrikschlossers Esser unter der Eisdecke im Schleusenkanal. Da der Körper mehrere Stichwunden aufweist, vermutet man, daß Esser einem Mörder zum Opfer gefallen ist. * Siegen, 21. Jan. Vor etwa 3 Jahren wurden dem 7 Jahre alten Sohne des Kaufmanns Karl Reiffenrat hierselbst durch die Eisern=Siegener Eisenbahn auf der Frankfurterstraße vor dem elterlichen Hause beide Beine abgefahren. Der Vater strengte gegen den Bahnverwalter Klage an, da diese vorgab, für den Unfall nicht haftbar zu sein, da der Knabe beim Spielen plötzlich aus dem elterlichen umfriedigten Garten herausgelaufen und ganz plötzlich, ehe man den Eisenbahntransport hätte zum Halten bringen können, gegen denselben angelaufen und so unter die Räder des Packwagens geraten sei. Die ersten zwei Instanzen entschieden zugunsten des Vaters und gestern leuten und bringt jährlich 88 Milionen Mark für ihr . Duisburg, 21. Jan. Der Staatsanwalt beantragte erlassen werden, in denen Romen Artikel veröffentSgcid in Kurdoerf augebeh, Gianoszante, Engels s1 ereiticherweise du eiuter größeren Pohnunng unsehen. Sitte des Interviews ein, deren bekanntestes das bei die Sitle des Iniert.,##cen bekanntestes das be Bismarck während des Verltsgnterzigtel he1e war. ter seinen dadurch erlangten Nuf zu. Hz. Fimes aus. deutschfeindliche Korrespondenzen für di Tnns u—s. Pr. wird noch berichtet. Richtig bitzifgetent Zau des Hau. Jahren ersongten Lan tir i# bob von bei dem vo HesZirchhofes von St. Andreas gedurch den Umstand, daß noch fortwährend Gebeine zutage #v, Fa leven. Ein Zimmerbrand, dem mehrere in einem Hause der Hermannstrotzgag segp gesten in das Feuerschein von der Straße aus ber.=Acter. egzen. Zimmer und fanden drei Keinder erstickt(schreglsicher uneiteligen Lagen dort seler Archaiter wor aufhen seit einigen 2. vort angeste####Arbeiter war auf nschugggeye eHierbei geriet er mi dem Kopfe zwischen die Laderampe und den Eisenbahnwaggon wbes orspurhe sofort ins hiesige St. Josefs Krantenhaus Glüäckliche urde v..—.Zuzer Zeit iuntolge sener uberuget, torb aber hgalteist um so trauriger, als der schweren, Vunden, Der Gust Is.„ine Kinder hiuterläß. Vernzy He gabrück, 2I. Jan.“ Regiserungsprasdent hat eine Anzahl Mormonenagitatoren, die sich in letzter Zeit besonders lästig bemerkbar machten, aus dem dern auch die Aerzte, ferner die der Mission beim Ausbau der Nationen dienenden Handwerker und andere Laiepuoschosern eIe Hisgaure Sagegen eihe. e. sen Stschlchter Mohnungsverhältuisse, spielte der zwölfjährige Schüler Max Maaß, dessen sächrige Schuler Anton, Pogitlicheitsverbrechens, Mar Geschlechts geladen, welche sich an den Straftaten beteiligt strafmündige Alter noch nicht erreicht hatten. Die Versittlicher Verwahrlosung geboten haben. Nach e boitehiche zenlichten Verhzaltnuissen und sind auf Wohnungen al höchstens Stube und Küche bestanden. Mar Vagß,zgzighe zu 9 Monaten, Amanda Maaß zu 1 Jahre, Kar. und Anton Pawlik zu je 3 Monaten Gefängnis verurtent. Wieviel besser wäre es für diese unglücklichen Kinder, wenn anstatt der Gefängnisstrafe sogleich Fürsorge=Erziehung einträte. (Millionärskinder.) Eine in mehrfacher Beziehung bemerkenswerte Liste von amerikanischen Millionärskinund ihren Aussichten gibt eine Newyorker Zeitung: Vermischtes. * Sommerfeld, 20. Jan.(Massenvergiftung den Schwager des Musch Mitellung,„sege, des kleinsten nahezu bewußtlos war. Das kleinste Kind in der Wiege brochener Speseon, burch, Speisen zu ium habe, und da auch bald ermittelt wurde, daß die verunglüickte Familie cden. Die Belebungsverfuch erhalten bleiben wird. Hamover übermittlt: Ais der bv=iaterlggplatze das 74. Infanterie=Regiment an sich hatte vorbeimarschieren Morgen des der egFr ie hansche erece che er i un t(euos ui. uu, Neuesten Nacheich, Sprache ist,") schreiben die anzeiger den Schiedspruch des Königs bogcrgicheghen ign der Samoafrage veröffentlicht. Der ganze spruch besteht aus einem einzigen Satz, der volle drei aufbauen. Wenn wir dieses„Made in Germany“ auf die Ausstellung in, schlagen wir dort jede son) elangs hoat und wie de eingilen peatchantischen und bringt jährlich etwa 6 Millionen Mark für die Heidenbensboten und opfern 2 Millionen Io Ppzxignaren und ten Frankreichs beteiligen sich mit 30 Misstenatel und schenk ein Haus in der Fünften Avenue für 10.g1, uegn. John Nicholas Brown, zweijährig, ist das reichste# dei Vereinigten Staaten, denn auf seinen Namen sind 60 Millionen Mk. angelegt; Isabella Rockefeller, 6 Monat# alt, wird viele Millionen erben und lebt jetzt in einem gepachteten Häuschen auf dem Lande. William Henry Vanderbilt, 1 Jahr alt, ist der Haupterbe des Vanderbiltschen Vermögens und kann 400 Millionen Mk. verommen; William A. Clark, 1 Monat alt, erhielt von seinem Großvater, weil er als Knabe auf die Welt kam, ein Weihnachtsgeschenk von 4 Mill. Mk., Flora Payne Whitney, fünf Jahre alt, wird Millionen von ihrem Vater und noch mehr Millionen von ihrer Mutter erben, die eine geborene Vanderbilt ist; William Vincent Astor, 11 Jahre alt, war immer krank und lebt in seiner einsamen Villa Turedo. Lolita Armour, 5 Jahre alt, ist dank Dr. Lorenz und der Millionen ihres Vaters auf dem Wege, kräftig und gesund zu werden; Baby Mackay, 1 Jahr alt, wird ein Vermögen von 200 Millionen Dollar erben. f(Wahres Geschichtchen.) Maire und Adjunkt eines lothringischen Dorfes kommen in ein elegantes Restaurant nach S. und sehen dort zum erstenmal englischen Senf. Der Maire bestellt sofort für einen Frank von dem gelben Zeugs. Zuerst greift der Adjunkt zu. Als ihm die Tränen in die Augen treten, sagt der Maire zuvorkommend: Du bruchscht nit ze hüle, mer zahle's us em Budget. (Weib, Frau, Gemahlin.) Ueber die drei Begriffe macht David Strauß folgende Bemerkung: Wenn man aus Liebe heiratet, wird man Mann und Weib; heiratet man aus Bequemlichkeit: Herr und Frau; aus materiellen Rücksichten: Gemahl und Gemahlin. Man wird geliebt Neueste Nachrichten. § Stendal, 21. Jan. Der Gefreite Noack vom 8 Neubrandenburg. um ohmd a Neubrandenburg, 21. Jan.(Zwei ertrunken.) Beim Holzholen brachen gestern abend Schlitten ein und fanden ihren Tod. Eine Leiche ist s Bilstion, 21. Jan. Durch eine Keseleplosion in einer hiesigen Eisenfabrik wurden zwei Personen ge2 Turin, 21. Jan. Einen Selbstmord durch ElekMetaldrähten umgeben hatte, stellte er eine Ver3 Rom, 21. Jon. Ein gestern erschenenes king. richtsminister setzte Mascagni in schonender Weise von dem Vorfall in Kenntnis. § Durban, 21. Jan. Der erste Fall, daß ein Europäer von der Pest befallen ist, wurde gestern festgestellt. Neun Eingeborene und drei Indier befinden sich in ärztlicher Behandlung. Die Gesamtzahl der Krankheitsfälle seit Ausbruch der Pest beträgt 34, davon waren 1# 8 O bbia, 21. Jan. Eine Abteilung von 50 Mamn hat Befehl erhalten, Rekognoszierungen zu unternehmen in der Richtung auf die Galkayu=Quellen, das Hauptquartier des Mullah. Die Operationen werden über 14 Tage in Anspruch nehmen. seiner Gemahlin. Die Wirtschaft besorgt das Weib, das Haus die Frau, den Ton die Gemahlin. Den kranken Mann pflegt das Weib, ihn besucht die Frau, und nach seinem Befinden erkundigt sich die Gemahlin. Man geht spazieren mit seinem Weibe, fährt aus mit seiner Frau und macht Partien mit seiner Gemahlin. Sind wir tot, so beweint uns das Weib, beklagt uns unsere Frau und geht in Trauer unsere Gemahlin. Ein grimmig. Der Journalist Blowitz ist Sonntag abend in Paris gestorben, so wird lakonisch das Ableben des Herrn gemeldet, der, ein Korrespondent der„Times“, sich Herr von Blowitz" nannte. Der Genannte heißt jedoch weder Blowitz noch war er adelig, sondern sein Name war e 0 schen Eltern. Er ist 76 Jahre alt geworden, und begann seine journalistische Laufbahn bereits mit 16 Jahren, in Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung.“ Hd Duisburg, 22. Jan. Das Urteil im Emmericher Bürgermeisterprozeß lautete gegen den fld Berlin, 22. Jan. Beim Reichskanzler fand gestern ein parlamentarischer Abend statt, an dem sich Abgeordnete aller Parteien mit Ausnahme der Sozialomokraten, sowie Künstler, Gelehrte und Finanzleute befla Berlin, 22. Jan. Die beiden Fraktionen der Freisinnigen Volkspartei des Reichstages und des AbgeFld Berlin, 22. Jan. Auf dem Müggelse sind gestern gegen abend zwei Herren eingebrochen und ertrunken. Die Leichen sind noch nicht gefunden. Hd Mentone, 22. Jan. Giron äußerte einem Interviewer gegenüber, daß er und die Kronprinzessin fest entschlossen seien, sich sofort nach Erledigung der Scheidungsformalitäten trauen zu lassen.(Der Wahn ist aH Newyork 22. Jan. Der Kongreß der amerikanischen Republiken beschloß, die Monroe=Doktrin auch Ia# Tanger, 2. Vou. Vergaef Heshase 6t. Hal Carraeas, 23. Jau. Nach Meldugen aus Maracaibo haben die deutschen Kreuzer„Vineta“,„Falke“ und„Pauter“ das Fort San Carlos in Trümmer gelegt und den Ort Maracaibo in Brand geschossen. Nähere Nacricten sehlen. Wetterbericht. 23. Januar: Wenig verändert, später heiter, stark 24. Januar: Meist kälter, wolkig, Niederschläge, Sturmwamung f. d. Küsten. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Wilh. Schade. Betanntmachung. Es wird die teilweise Verlegung des vom Gastwirt August Beisner bis zum Berginvaliden Wilhelm Hunscher Der Amtmann: Hartung. S 5 Icherhielt einen großen Posten ur garantiert Rasenbleiche, in vorzüglichen Qualitäten zu sehr billigen Preisen. Pr#st Wüller, Schwerte, Ostenstrasse 18. Tahung L. und u. Schuner. 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