laus, land! se r Pfund garan1 g e r ö Kaffee schnah5. M.9.— verzollt bland agnie Zxport tierijste. No. 97. se LebensSchwerte ste hiffre C. H. le d. Ztg. ibung neen e von Gesbefehlen diese auch chhandlg. 0 gedirlon losse ten 2—4 Insertionsgebühr für lokale Anzeigen, die sechsgespaltene Petitgeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb 15, Reklarge=Zeile 40 Pfg., Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech= Anschluß Nr. 62. Amt Schwerte. Telegr.=Adresse brschus Praus, Schwerteahr. Wie Greid, und Lotauyputgetighen vererbungen ihr Regzierung 4a Bie, Beszelgeld, wenn durch die Post beagen. Erscheint an verbindliche Kraft. Kamilienfreuns. Dienstag 13. Januar 36. Jahrgang. Der deutsche Reichstag nimmt am heutigen Dienstag seine Beratungen wieder auf, gleichzeitig mit ihm tritt auch das preußische Abgeordnetenhaus wieder zusammen. Hier wie dort bilden die Etatsdebatten den wesentlichsten Beratungsgegenstand, da auf die Einbringung sonstiger Vorlagen nach Möglichkeit verzichtet worden ist. Seitdem man weiß, oder doch zu wissen glaubt, daß die Kanalvorlage dem preußischen Landtage in der heute beginnenden Session nicht mehr zugehen wird, sieht man den Landtagsverhand gggen, ozge besonderes Interesse entgegen. Ob der Fall L.g# im August vorigen Jahres so unendlich viel Staub aufwirbelte und eine amtliche Aufklärung bisher gleichwohl nicht gefunden hat, im Landtage zur Sprache gebracht werden wird? Wahrscheinlich ist es; und dann wird es ja auch eine lebhafte Debatte geben. Weiterer Explosivstoff liegt aber auch nicht vor. Und geht es nach den Wünschen der freikonservativen„Post“, dann schrumpfen selbst die Etatsdehatten auf ein Minimum zusammen; nach erledigter Generaldiskussion erfolgt die Annahme der Spezialetats en bloc. Diese Abkürzung des Verfahrens wird nun allerdings praktisch nicht geübt werden; wir wollen sie auch nicht wunschen, obwohl wir andererseits gestehen müssen, daß es an der Hälfte der üblichen Etatsreden reichlich, ja darf ein Abgeordneter zu einem Gegenande nicht sprechen, wird deshalb nicht von der Hand zu weisen sein. In einer Stunde kann viel gesagt und auch eine komplizierte Frage eingehend erörtert werden, womit allerdings nicht behauptet werden soll, daß im Reichstage nicht längere als einstündige Reden gehalten worden sind, aus denen auch kein einziges Wort hätte gestrichen werden können. Man denke nur an einige der berühmtesten Reden des ersten deutschen Reichskanzlers.— g6 1 Im letzten Sessionsabschnitr einer ablaufenden Legislaturperiode ist nun freilich besondere Obstruktionsneigung nicht mehr zu befürchten, sodaß die getroffenen Verschärfungen einiger Bestimmungen der Geschäftsordnung in den nächsten Wochen wohl schwerlich zur praktischen Anwendung gelangen werden. Aber was gewesen ist, kann wiederkehren. Sollte aber die vorgenommene Revision für Der Aufstand in Marokto. Die lich machen. Aber, wie gesagt, wir glauben nicht an die Wiederaufnahme der Obstruktion in den kommenden Wochen. Der Reichstag soll nach dem Wunsche der Regierung wo möglich schon im April geschlossen und die Wahlen so zeitig vorgenommen werden, daß der neue Reichstag rreich genug wäre Hand aufs Herz! Es wird in vie= bereits zu einer kurzen Sommertagung einberufen werden nse etu Ge### Strah gehro, kann, um die bis dahin abgeschlosenen Handelsverträge zu verabschieden. Wem aber läge meyr an einer moglichst baldigen Vornahme der Neuwahlen, als den Parteien, die len dieser Etatsreden doch recht viel leeres Stroh gedroschen. Dazu bietet diegesetzgeberische Tätigkeit aber von Rechts wegen keinen Raum, und Reden, die zum Fenster hinaus gehalten werden, fördern das Ansehen des Parlamentarismus nicht, sondern benachteiligen es. Diese Wahrnehmung hat man während der Zolltarifverhandlungen im deutschen Reichstage mehr als zur Genüge machen können. Die Dauerreden der Herren Antrick, Stadthagen und Genossen lagen dem deutschen Volke wie Blei in dem Magen, und die von ihnen erzeugte Verstimmung ist auch bis auf den heutigenTag noch nicht völlig geschwunden. Darum wird es in weiten Kreisen der Nation als ein unbedingtes Erfordernis angesehen, daß die Geschäftsordnung des hohen Hauses noch weiteren Abänderungen unterzogen wird. Es hat sich seit dem unqualifizierbaren Verhalten der Sozialdemokratie während der Zolldebatten das unabweisliche Bedürfnis nach einer erheblichen Verstärkung der Disziplinarbefugnisse und Machtvollkommenheiten des Präsidenten herausgestellt. Diesem Bedürfnis ist erst zum Teil durch die Abkürzung des Abstimmungsverfahrens und die über die Worterteilung zur Geschäftsordnung getroffenen Bestimmungen genügt worden. Die bisherigen Maßnahmen haben die 8½ stündige Dauerrede des Abgeordneten Antrick in der letzten Monstre=Sitzung vor den Ferien nicht zu verhindern vermocht. Die Aufnahme einer Bestimmung in die Geschäftsordnung, etwa des Inhalts: Länger als eine Stunde Denksprüche, Sprichwörter 2c. Wie's innen, so ist's draußen auch, Ist's innen licht und hell, So dünkt die Welt dir lieb und schön, Ein reicher Freudenquell! Wer Nacht und Trug im Busen hegt, Sieht immer Nacht und Trug; Wer Gott im tiefsten Herzen trägt, Sieht ihn im Weltenbuch. Rittershaus. der Zollvorlage die hartnäckigste Obstruktion bereiteten. Sie haben, wenn anders ihre Worte nicht eine Verhüllung ihrer Gedanken waren, das allergrößte Interesse an einer möglichst raschen Aufarbeitung des noch vorliegenden Beratungsmaterials. Vorgehen gegen Venezuela. Die venezolanische Frage ist in ihrer Lösung durch die Reise des amerikanischen Botschafters in Carracas, Mr. Bowen, nach Washington wieder um einen Schritt näher gerückt. Eine halbamtlich übermittelte Erklärung der Mächte lautet: Die Blockade der venezolanischen Häfen wird nicht vor der Ankunft des Gesandten Bowen in Washington aufgehoben werden. Danach hat es den Anschein, als solle die Aufhebung mit der Ankunft Bowens in Washington erfolgen. Bisher hieß es stets, die Blockade könne erst nach endgiltiger Erledigung der Streitfrage aufgehoben werden. Mit dem Eintreffen Bowens in Washington würde dieses Ziel natürlich noch nicht erreicht sein, selbst dann nicht, wenn sich die Anrufung des Haager Schiedsgerichts als überflüssig herausstellen und die volle Verständigung schon in Washington erfolgen sollte. Lage in Marokko ist tatsächlich wieder äußerst ernst geworden. Die Ursache dieser schlimmen Wendung ist wohl in erster Linie in der aufs neue erfolgten Versaftung Muley Muhameds, des Bruders des regierenden Sultans, zu erblicken. Der Prinz ist zwar nicht eingekerkert worden, wird aber unter strenger Bewachung in Haf gehalten, da sich herausstellte, daß er Ränke gegen seinen Bruder zu schmieden versuchte. Diese Verhaftung hat die kaum erst versöhnten Stämme vollständig abtrünnig und die Lage des Sultans zu einer unhaltbaren gemacht. Auch die Truppen fallen vom Sultan ab, sie verkaufen ihre Waffen und Munition an den Prätendanten Bu Hamara, der nun mit verstärkten Kräften den dritten Vorstoß gegen Fez unternimmt, welcher voraussichtlich die Eroberung der Stadt zur Folge haben wird.— Die Konsuln in Fez sind bereits angewiesen worden, die Stadt zu verlassen. Der deutsche Postkurierdienst zwischen Fez und Tanger wurde eingestellt. Es kursieren Gerüchte, daß der Sultan Abdul Hazig bereits endgiltig geschlagen sei. Der russische Gesandte in Fez erklärte, der Sultan werde gezwungen sein, nach Rabat zu flüchten, wo allerdings gleichfalls Aufruhr und Verwirrung herrsche. Derselbe Gesandte erklärte, die Mächte würden vermutlich genötigt sein, einzugreifen, wobei sie sich allerdings bemuhen würden, den status quo so weit als möglich aufrecht zu erhalten. Politische Uebersicht. Deutschland. Vom Kaiserhofe. Beide Majestäten machten Montag vormittag einen Spaziergang im Tiergarten zu Berlin. Später sprach der Kaiser beim Reichskanzler vor. — Neue Feldpost. Für die Dauer der Blockade gegen Venezuela werden folgende Postsendungen an und von Personen der Besatzungen unserer Kriegsschiffe in den dortigen Gewässern, sofern sie zwischen dem Marinepostamt in Berlin und den Schiffsposten ausgetauscht werden, frei befördert: gewöhnliche Briefe und Drucksachen bis 50 Gramm Gewicht, sowie Postkarten. Für Postagweilungen bis zum Betrage von 100 Mark an die Schiffsbesatzungen wird eine Gebühr von 10 Pfg. erhoben. Briefe und Drucksachen müssen den Vermerk„Feldpostbrief" tragen, Postkarten und Anweisungen mit der Bezeichnung„FeldPostkarte" und„Feld=Postanweisung“ versehen sein. — Kronprinz Wilhelm trifft nach neuester Bestimmung bereits am Freitag in Petersburg ein. Der Aufenthalt wird ungefähr eine Woche dauern, und es ist wahrscheinlich, daß der Prinz einen Abstecher nach Moskau .= Hollebens Rücktritt giebt den englischen Blättern Gelagenheit zu ebenso gehässigen wie albernen Artikeln Hlech don Muteie“ ucate Honuchen muit gekglten Augen. Und dann ging man schweigend nach Haus, während hinter ihnen her der Lärm und das wirre Getöse des Schützenfestes unvermindert weiter klang. Und daß's ein bildsauber Mädel ist, wie's zwanzig Meilen im Umkreis kein sauberes giebt, das kann ich doch wohl sagen. Denn ich bin der Vater!" „Und ich die Mutter!“ brichten. ar. Rüböl ver# von 100 Ctr. Rüböl per 100# Faß) 51,50 M 100 kg 3 Rübkuchen per## neren Partieen## Mk. pr. 50 kg 30, Eier per# 40 Mk. Weizer, II. 14.20, I1. jener I. 18,7½ Hafer I. 18.50 21.50, U. 20. kg. tr. Fruchtmarkt zen 00.00, Hafe r 13,90—00,0 Maschinenstrot chtstroh(Flege myroh 1.80 redaktionellen Tell ducu u : Julins verte von Carl Oraus wurr: Briesträgers Hannchen. Von Georg Paulsen. (Rachdruck verboten.) (13. Fortsetzung.) „Und ein Sausewind, ein ganz unverbesserlicher bist dazu!“ schalt seine Frau.„Was, sollen wir am End' gar erleben, daß Hannchen Hölder auf Schützenfesten und Kirchweihen umherzieht und vor all' den Mannsleut' springt und singt? Draus wird nix, sollst schon Mores lernen. Verstanden?“ „Aber ich hab’ doch nix Schlimmes getan oder gedacht, Mutterle. Hast denn net hört, was die Leut sagt haben „Die reden heut so und morgen so. Machst dem Schmidt oder dem Kunz morgen kein vergnügt Gesicht, sagen sie just's Gegenteil. So geht's nimmer weiter. Das ist der Anfang und was hinterher kommt, selbiges weiß auch!“ Frau Hölder war wirklich recht erzürnt. „Was denn, Mutterle?" fragte Hannchen. Der Schelm saß ihr wieder mal im Nacken. Frau Hölders Kopf fuhr im Nu herum.„Du Mädele, hör mal, ich denk', Du wüßtest doch, daß ich eine ganz lockere Hand hab'. Aus der Schul' bist zwar heraus, aber aus der Fuchtel von Dein'n Eltern kommst net.“ Darum sollte also Hannchen von Haus fort: Der Posthalterssohn sollte das Mädele nicht ins Gerede bringen, und ihre tollen Streiche mußten ein Ende haben. So weit waren die Eltern ganz eins; aber nachdem gingen ihre Gedanken auseinander, und ihre Worte herb gegen einander. „Eintausend Taler will ich dranwenden, daß's Mädele das rechte Singen lernt, mit dem's so viel Geld verdienen kann und eine vornehme Dame wird.“ „Ein Sündengeld!“ lamentierte Frau Elise.„So viel braucht's Hannchen noch garnicht einmal zur Ausstattung und kann doch eine gute Partie machen!“ „Nachher kann's noch eine bessere Partie machen. Da liest man in der Zeitung doch so oft, wie solche Künstlerinnen,“ er sprach das Wort ganz langsam und wiederholte es dann wohlgefällig noch einmal, gleichsam, als wollte er es unterstreichen,„ihr Glück machen. Muß blos der rechte Wege genommen werden! Warum solls dem Hannchen net glücken?“ Singen kann's wie ein Nachtigall, hab's doch damals mit eignen Ohren gehört, wie Seine Exzellenz....“ „I was, der hohe Herr hätt was gescheidteres tun können, als Euch beiden noch Raupen in den Kopf zu setzen!“ meinte Frau Hölder mit geringem Respekt. Da schlug Lebrecht aber mit der Faust auf den Tisch, daß es krachte.„Weib, mach keine Injurien, sieh' nach Deinen Worten! Wenn so ein Herr nix vom Gesang versteht, wer soll's denn?“, 2526 Frau Hölder brummte einiges unverstanolich, und Lebrecht sagte weiter:„Und wenns Mädele dann noch besser gelernt hat, dann kann's ihr auch nimmer fehlen. „Und ich die urg; brach seine Haußehrg los. „Kannst denn garnicht die Augen aufmachen, ulter Peter Du, willst denn justement blind sein? Das Hannchen ist a verwegen Ding, soviel krause Haare auf dem Kopf, soviel schelmenstreich' stecken hinter den Haaren. Laß das Madele blos in lustige Gesellschaft kommen, dann giebt's all' den anderen was zum Raten auf. Und wer weiß, wo’s dann mal singt und springt.“ Lebrecht Hölder machte große Augen.„So denkst von Dein eigen Fleisch und Blut? Schäm Di was!“ „Ich kenn' die Welt besser als Du!“ „Aber mein Mädele kenn' ich besser! Die hat Kourasch' im Leib und Ehr' dazu. Weißt nimmer, wie sie vor ein paar Wochen dem Metzgerfritz hinter die Ohren geschlagen, als der sie im Dunkel auf der Gass’ hat umjassen „Das war bei dem Tropf. Andere Leut fangen's bei den jungen Mädele feiner und schlauer an, und da schlagens net. Aber ich sag' Dir...“ 6 „Und ich sag, daß ich mich nicht ärgern will!; schrie Lebrecht, schlug aber ungeachtet dieser Versicherung mit beiden Händen auf den Tisch.„Und das ist mein letztes Wort: Das Hannchen kommt zu mein' Christelschwester in der Stadt, soll da ordentlich singen lernen, kann auch andere Ding' studieren, dann hab' ich meine Schuldigkeit getan, dann muß der liebe Herrgott weiter helfen. Die Leut' sollen mal nicht sagen vom alten Lebrecht, daß er für sein einzig's Töchterle nicht getan hat, was er hat schaffen können. Un nu muß ich in'n Dienst!" Die brave Frau sah ihm bekümmert nach; ihr Liebstes wäre es gewesen, das Hannchen wäre in die Stadt gekommen, hätt' ein bischen„Benehmen und Wissen" noch gelernt, dann hätten sie, die Alten, sich mit Lebrecht's Pen gegen Deutschland. Die„Times“ z. B. sagt: Kaiser Wilhelm habe dem Botschafter v. Holleben die Aufgabe gestellt, Amerikas Wohlwollen für Deutschland zu gewinnen und die Vereinigten Staaten England zu entfremden. Was der Kaiser wünschte, war unmöglich. Der Kaiser sei also selbst an dem Fiasko schuld, das Holleben machte. Diese Bosheiten sind wirklich zu niedriger Natur, als daß man sie anders als mit dem Ausdruck der Verachtung kurz abtun könnte. Oesterreich. = Die österreich=ungarischen Ausgleichsverhandlungen haben nunmehr ihren endgiltigen Abschluß gefunden, nachdem in einer mehrstündigen Beratung der beiden Ministerpräsidenten der Text der gesamten Ausgleichsgesetze festgestellt worden ist. Der amtlichen Veröffentlichung des Ausgleichs ist also in diesen Tagen schon entgegen81chen. Der neue deutsche Botschafter in Washington. Als Nachfolger des abtretenden deutschen Botschafters in Washington ist der Freiherr Speck von Sternburg ausersehen worden, dessen Porträt wir beistehend bringen. Derselbe ist am 21. August 1852 geboren und hat von 1870 bis 1893 im sächsischen Militärdienst gestanden. Im wurde ein Herr Münstermann gesetzt. Die Lage der Bank hat sich seit dem 28. November v. Is. fast nicht verschoben, sodaß die ungedeckte Forderung der Reichsbank noch immer rund 400000 Mark beträgt. Haus= und Landwirtschaft. Das deutsche Volk hat gewiß nichts zu verschenken, und doch wandern alljährlich viele Millionen Mark in das Ausland, die sehr wohl dem Nationalschatz erhalten bleiben könnten. Soeben lesen wir wieder in dem Fachblatt „Nutzgeflügelzucht", daß Deutschland in dem vergangenen Jahre 165 Millionen Mark für Geflügelerzeugnisse an das Ausland zahlte. Das sind wieder etwa 15 Millionen Mk. mehr als im Jahre 1901. Alle Bemühungen der Landwirtschaftskammern, Verbände, Vereine und privater Personen, die Geflügelzucht zu heben, sind bisher völlig ergebnislos geblieben, was durch die erneute Zunahme der fremden Einfuhr bewiesen wird. Demgegenüber sei erwähnt, daß die amerikanische Landwirtschaft jetzt 1500 Millionen Mark jährlich für Geflügel einnimmt. Die Urachen der traurigen Zustände in Deutschland sind ausschließlich darin zu suchen, daß nach ganz falschen Grundsätzen gezüchtet wird, und wenn nicht endlich nach der Metode der wissenschaftlichen Tierzüchtung verfahren wird, o werden die Verluste, die das Deutsche Reich im Laufe der Jahrzehnte erleidet, nach Milliarden zu zählen sein. Auch auf dem Gebiete des Obstbaues geschieht bei uns noch viel zu wenig, sodaß für Früchte, die wir sehr gut selbst ziehen könnten, das Ausland ebenfalls hohe Summen von uns erhält. Wir sollen erstens mehr Obstbäume pflanzen und zweitens nicht so viele Sorten, sondern dafür wenige gute. Es wäre sehr wünschenswert, daß es hierin mdlich mal anders, besser würde. doch sonst Lehre an. Der Deutsche nimmt Lokales. Speck u. Sternburg Jahre 1888 kam er unter Versetzung à la suite des 17. Ulanenregimtens zum ersten Male nach Washington als Militärattachee bei der deutschen Gesandtschaft. Im folgenden Jahre wurde er in diesem Kommando als Hauptmann à la suite eds sächsischen Generalstabs gestellt und 1891 unter Veförderung zum Major zur Gesandschaft in Peking kommandiert, wo er auch 1893 nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst und endgiltigem Uebertritt in den diplomatischen Dienst als Legationssekretär blieb. 1896 wurde er zur Gesandtschaft in Buenos Aires und von da nach Belgrad versetzt. Im folgen den Jahre erfolgte seine Ernennung zum Legationsrat und im Februar 1838 die zum ersten Botschaftssekretär in Washington. Im Jahre 1899 gehörte Freiherr Speck von Sternburg der Dreimännerkommission zur Regelung der Samoafrage als Vertreter des Deutschen Reiches an, und zu Beginn des Jahres 1901 ging er als Generalkonsul für Britisch=Indien und die Insel Ceylon nach Kalkutta. Kleine Chronik. * Warnemünde, 12. Jan.(Ein Veteran des deutschen Rettungswesens zur See.) Der hochverdiente Lotsenkommandeur Stephan Jantzen gedenkt zum 1. April d. Is. in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Nahezu vier Jahrzehnte lang hat Lotsenkommandant Jantzen die Station in Warnemunde geleitet und sich um das Rettungswesen zur See unvergleichliche Verdienste erworben. Stets tatbereit u. unerschrocken führte er unter den schwierigsten Umständen die Rettung von Menschenleben aus. Mehr als 100 Personen hat er im Laufe der Jahre einem sicheren Untergange entrissen. Lotsenkommandeur Jan tzen ist Inhaber zahlreicher Orden und Ehrenzeichen; nur ungern sieht ihn, den 75jährigen Helden, der noch vor zwei Jahren eine ganze in Seenot befindliche Schiffsbesatzung von Warnemünde abbarg, die Bevölkerung der deutschen Küste aus ihrer Mitte scheiden. + Leipzig, 12. Jan. Die Polizei verbot hier den Verkauf von Postkarten mit dem Doppelbildnis der Kronprinzessin von Sachsen und Giron. Aus Industrie und„Handel. **(Dortmunder Handelsbank.) Wie wir erfahren, hält man den Konkurs der Handelsbank in Dortmund für unvermeidlich. Die Bank hat ihre Zahlungen seit einigen Tagen völlig eingestellt, und es werden weder Rechnungen noch Accepte noch sonstige unter Protest gegangene Wechsel eingelöst. Auch bei sorgsamster Prüfung der Ausstände liegt bei der Handelsbank die Gewißheit vor, daß das vorhandene Vermögen, das im günstigsten Falle auf 600 000 bis 700000 Mark geschätzt werden darf, die Schulden von über 1 Million Mark längst nicht deckt. Abgesehen davon, daß das Grundkapital natürlich als verloren anzusehen ist, dürften somit die Gläubiger nicht viel mehr als zur Hälfte befriedigt werden. Dazu liegen die Verhältnisse derart, daß einzelne Gläubiger seit Jahren durch Sicherheiten gedeckt sind, während andere ohne Deckung weit größere Ausfälle erleiden oder überhaupt nichts erhalten. Der vor kurzem neu ernannte Vorstand Schmidts hat einen„Urlaub“ angetreten; an seine Stelle sion und den eigenen Ersparnissen zur Ruhe gesetzt, und 's Hannchen hätt' einen rechten Mann geheiratet: Nicht den Posthalters=Hermann, nicht den Metzgerfritz, denn eine so gute Schwiegermutter sie selbst zu werden überzeugt war, von den Müttern dieser beiden jungen Herren dachte sie das gerade Gegenteil. Man kannte sich. (Fortsetzung folgt.) Schwerte, 13. Januar 1903. **(Durch die Einführung der neuen Orthographie) ist der Wirwarr in der Rechtschreibung noch gehörig vermehrt worden, es herrscht allgemeine Unsicherheit und Ratlosigkeit. Die alten Beamten, die ihre Orthographie noch aus der Zeit vor der Puttkamer’schen Reform herleiteten und mit dem th noch niemals in ein feindseliges Verhältnis geraten waren, können sich an die Halosigkeit absolut nicht gewöhnen. Daß das geliebte H. in ihren Konzepten steht, ist ganz selbstverständlich, es schleicht sich aber auch Blatt für Blatt in die Reinschriften ein, trotz angestrengtester Aufmerksamkeit. Und statt der schönen flockenlosen Bogen erhalten die Ressortchefs jetzt ausnahmslos Reinschriften, welche die Spuren des Federmessers oder des Radiergummis unschwer erkennen lassen. Es ist eine wahre Plage mit der neuen Orthographie, man wird seines Lebens nicht mehr froh, so und ähnlich hört man die alten Sekretäre und Bureaubeamte klagen. Auch im Zeitungswesen erweist sich die neue Orthographie als eine Quelle der Verdrießlichkeiten. Redakteure und Korrektoren können eine vieljährige Gewohnheit nicht abtun, wie man einen alten Rock ablegt, das h. dem die neue Orthographie den Krieg erklärt, drängt sich immer wieder zur unrechten Zeit hervor. Es ist leichter, die gesamte Armee Venezuelas zu vertreiben, als dies schwächliche h=Zeichen da zu verbannen, wo es bisher seinen Platz hatte. Am besten ist die Jugend daran, die in der Schule metodisch in die Geheimnisse der neuen Schreibweise eingeführt wird, ohne von der alten überhaupt etwas gekannt zu haben. Leider ist nun auch sie nicht sicher vor späteren Reformen. Auch die neue Orthographie hat nämlich dem Grundsatz, schreibe, wie du sprichst, noch lange nicht zu seinem vollen Recht verholfen, sie ist vielmehr zunächst nur einen kleinen Schritt vorwärts gegangen, sodaß früher oder später neue Aenderungen erforderlich sein werden. Das ist das Bedauerliche an der Sache. (Standesamtsstatistik.) Im Jahre 1902 gelangten beim hiesigen Königl. Standesamt zur Anmeldung 1. Geburten überhaupt 280 männliche und 254 weibliche, lebend ehelich geboren 271 männliche und 254 weibliche, unehelich geboren 9 männliche und 9 weibliche, totgeboren 11 männliche und 7 weibliche. Eheschließungen fanden 105 statt. Die Zahl der Gestorbenen beträgt 123 männliche und 93 weibliche. Es starben Kinder im Alter von 0—1 Jahre ehelich 34 männliche und 24 weibliche, unehelich 1 männl. und 3 weibl., im Alter von 1—2 Jahren 7 männl. und 8 weibl., im Alter von 2—3 Jahren 4 männl. und 4 weibl., im Alter von 3—5 Jahren 4 männl. und 4 weibl., im Alter von 5—10 Jahren 11 männl. und 4 weibl. Es starben an Typhus 3, an Scharlach 17, an Diphtheritis 4, an anderen akuten fieberhaften Krankheiten 56, an Schwindsucht 20, an anderen langwierigen Krankheiten 94 Personen. Durch Veunglückung im Gewerbebetriebe starben 2 männliche und durch sonstige Veranlassung 5 männliche und 2 weibliche Personen. Ohne ärztliche Behandlung starben 13 Personen. **(Verkehrserhebungen.) In verschiedenen Bezirken werden augenblicklich Erhebungen darüber angestellt, wie stark der Güter= bezw. Personenverkehr auf der projektierten Eisenbahnstrecke Schwerte=Löttringhausen sein wird. Vermessungen werden schon seit einigen Wochen vorgenommen. Da die Strecken Langendreer—Witten—Hagen und Langendreer—Dortmund bedeutend überlastet sind, und zudem noch eine um etwa 30 Kilometer kürzere Verbindung mit dem Sauerlande erzielt wird, so steht eine genügende Belastung der Bahn außer Frage. Hoffentlich wird durch diesen Bahnbau auch die Strecke Schwerte—Iserlohn wieder in den Vordergrund treten. (Erweiterungsbau des Bahnhofs.) Im verflossevon 1: 126. Für die Eisenindustrie wird in nächster Zeit ein neues Anschlußgeleise gebaut. ** Die für den 20. Januar angesetzte amtliche LehrerKonferenz mußte wegen Verhinderung des Herrn Kreisschulinspektors auf Donnerstag, den 29. Januar, verlegt werden..) Herensten **(Der Dilettantenverein„Humor) Veranstaltet am kommenden Sonntage im Kaisersaale des„Westfäliichen Hofes“ einen Bühnenwettstreit, an welchem sich 7 auswärtige Vereine beteiligen werden. Ausgesetzt sind 4 Vereinspreise, sowie je ein Herren= und ein Damenpreis. Infolge der Unruhen in Marokko ist der Postanweisungsdienst bei den deutschen Postanstalten in Fes und Marrakesch bis auf weiteres eingestellt worden. Postanweisungen und Briefsendungen mit Nachnahme nach diesen beiden Orten können daher vorläufig nicht angenommen werden. **(Am nationalen Gesangwettstreit in Frankfurt a. M.) im Juni d. J. nehmen 34 Vereine mit ca. 6200 Sängern teil; außer dem Kaiserpreise der goldenen Kette, die sich bekanntlich beim ersten Turnier der Kölner Männergesangverein errungen hat, sind verschiedene andere Preise gestiftet worden. Die größte Sängerzahl der konkurrierenden Vereine besitzt der Bonner Männergesangverein mit 253 Mitgliedern, die niedrigste der Magdeburger Männerchor mit 123 Sängern. Von einzelnen Städten seien erwähnt: Berlin mit zwei Vereinen, Elberfeld mit 2, Mülheim=Ruhr mit 2, Essen mit 3 Vereinen(Konkordia, Männergesangverein und Sanssouci) und Wiesbaden mit 3 Vereinen. Außerdem werden vertreten sein: MülheimRuhr(Frohsinn), Bremen, Krefeld, Dresden, Barmen, Kassel, Magdeburg, Solingen, Offenbach, Potsdam, Würzburg, Dortmund(Sanssouci) und Erfurt. Von den angemeldeten Vereinen sind drei Lehrer=Gesangvereine. Das musikalische Komitee besteht aus den Herren: Graf Hochberg, Oberregierungsrat Müller, Professor Schumann, Prof. Taubert, Musikdirektor Hummel, Musikdirektor Prüfer und Kommerzienrat Book=Berlin. ** Wir machen die Hausbesitzer darauf aufmerksam, daß die Versteuerung der Mietsverzeichnisse im Monat Janauar stattzufinden hat. Versäume daher niemand, dieses rechtzeitig zu bewirken, da sonst Bestrafung eintritt. nen Jahre ist an dem Erweiterungsbau des hiesigen Bahnhofs rüstig gearbeitet worden. Zum größten Teile sind die Ausschachtungsarbeiten für die 1350 Meter lange Verbindungsbahn zwischen der Arnsberger und Holzwickeder Strecke ausgeführt. In den nächsten Tagen beginnt man mit der Durchbrechung des Holzwickeder Bahndammes, unter dem diese Verbindungsbahn auf eine Strecke von 120 Meter hergeleitet werden muß. An einigen Stellen wird der Bahnkörper noch um mehr als 80 Meter verbreitert. Die neue Verbindungsbahn hat eine Steigung ** Westhofen, 12. Jan. Am vergangenen Sonnabend feierte die Gesellschaft„Sorgenfrei“, im Schulteschen Saale ein Weihnachtskränzchen. Dasselbe ist in einer überaus schönen Weise verlaufen. Hennen, 12. Jan. In der Angelegenheit Braß ist hier in letzter Zeit öfter die Frage aufgeworfn, ob alle Geldsendungen an Braß, die nicht gebucht sind, die aber mit der Absicht abgesandt worden sind, in die Sparkasse einzulegen, deren Adresse dagegen nur an den Rendanten Braß— nicht an die Sparkasse— lautete, von der Gemeinde zurückerstattet werden müssen, bezw. als eingelegt zu betrachten sind. Da die Fehbeträge der Sparkasse nun nicht sehr hoch sind, der größte Teil vielmehr von der Kaution des Rendanten Braß gedeckt werden kann, so wird hoffentlich die Gemeinde die direkt an Braß gesandten Gelder— selbstverständlich nicht die privaten, welches sich sehr leicht feststellen läßt— als in die Sparkasse eingelegt betrachten. Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn, 12. Jan.(Aufbesserung der Lehrergehälter.) Die Alterszulage wurde in der Stadt Iserlohn von 180 Mark auf 200 Mark, in der Gemeinde Westig von 160 Mark auf 180 Mark, in der Gemeinde Hemer von 160 auf 180 Mark und in der Gemeinde Sundwig von 160 auf 180 Mark erhöht. * Iserlohn, 12. Jan.(Von einem bösen Unfall) betroffen wurde der etwa 10 Jahre alte Sohn des Verzinners W. in der Huckengasse. Der Junge, dem das rechte Bein gelähmt ist und zur Schule getragen werden mußte, stürzte auf dem Hofe und erlitt einen Bruch des anderen bisher noch gesunden Beines. * Unna, 12. Jan. Ein Mann, der sich bei der Herbst=Kontroll=Versammlung in der„Tonhalle“ hierselbst in betrunkenem Zustande der Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft schuldig machte, wurde am letzten Freitag vom Kriegsgericht in Münster zu vier Wochen strengem Arrest verurteilt. Beantragt waren zwei Monate zwei Wochen strenger Arrest und nur seine Trunkenheit schützte den Angeklagten vor höherer Strafe. * Münster, 12. Jan. Auf Veranlassung der hiesigen Staatsanwaltschaft wurden sämtliche Geschäftsbücher der Schlachtvieh=Verwertungs=Genossenschaft Nordwalde beschlagnahmt. Gegen den Vorsitzenden Woldering wurde die Voruntersuchung eingeleitet. * Essen, 12. Jan. Durch einen Sprung aus dem Fenster des zweiten Stockwerkes kam Samstag nachmittag die Frau eines Krupp'schen Arbeiters in der Witteringstraße ums Leben. Während der Arbeitszeit ihres Mannes hatte die Frau einem Liebhaber ein Stelldichein gewährt. Als der Ehemann nun unerwartet heimkehrte, kam es zu einer Szene, und aus Angst sprang die Frau durch das Fenster. * D u i s b u r r g, 9. J a n. T e r l i n d e n, d e r s e i n e r z e i t bei seiner Verhaftung in Amerika den Behörden wegen seiner Auslieferung große Schwierigkeiten bereitet hat, spielt jetzt im Gefängnis den„wilden Mann“ und besteht — nach berühmten Mustern— energisch auf einer Beobachtung seines Geisteszustandes, da er die ihm zur Last gelegten Millionenfälschungen in völliger Unzurechnungsfähigkeit verübt haben will. Seine beiden Verteidiger haben ihre Mandate niedergelegt, und da Terlinden auch die ihm vom Gericht weiterhin bestellten Anwälte abgelehnt oder doch in einer Weise behandelt hat, daß sie von seiner Vertretung Abstand nahmen, muß die Verhandlung immer wieder vertagt werden. Vermischtes. t(Das„Schnauferle".) In der ersten Herren=Sitzung des Mainzer Karnevalvereins besang Liederdichter L. Marx„Das fidele Schnauferl“:Es geht von allem Sport und Spiel— Nix iwwer ein Automobil;— Mit Sause nd mit Blitze— Geht's dreimol um die Stadt erum;— Ni, was die Schutzleit spitze!— Dem Fahrer ist das sehr egal.— Denn sein Maschin' is ganz vun Stacht,— Mit Kette, Droht und Schlinke,— Als wäre daufend Deiwel drin,— Sie dhut aach g'rad so stinke.— Mit Meogerkapp' un Eppelfrack— Schluppt er jetzt in en Hoppesack;— Er sieht dann in sein Wage— Wie en verkratzter Kater aus— Mit seine große Aage.— Un wie er uff den Hebel drückt, — Das Mobbelche lääft wie verrückt,— Rennt hortig wie e' Mäusche— Am Binger Tor en Poste um— Mitsamt t(Ein Vorzug.)„Siehst du, Nelly, meig Bräutiz gam ist weder jung noch reich; er ist auch nicht besonbers fesch und keineswegs geistreich, aber er hat doch etwas an sich, was mir sehr gefällt!“—„Nun, was denn?“ „Daß er mich heiratet!“ §(Unverfroren.) A.:„Ich habe Ihnen vor acht Tagen zwanzig Mark geliehen!“— B.:(gemütlich):„Ja, zu haben Sie mal wieder Glück gehabt, ich wollte doch (Berechtigt.) Verleger:„Inserate finden in unserer Zeitschrift die weiteste Verbreitung!"— Inserent: „Wie können Sie so etwas sagen? Sie haben doch nur 500 Abonnenten!“— Verleger:„Ja, davon wohnt aber einer in Wladiwostok und ein anderer in Sidney!“ §(Kurzweg.)„Sagen Sie, Herr Wirt, heißt denn Ihr Kellner wirklich Nebukadnezar?“—„Nein, er heißt Neb, aber die Herren nennen ihn kurzweg Nebukadnezar.“ Neueste Nachrichten. § Berlin, 12. Jan. Nach einem Telegramm aus Lörrach wurde der Defraudant Neßler gestern vormittag 11 Uhr von zwei Schweizer Polizisten dem dortigen Amts#8 Stettin, 12. Jan. In der vergangenen Nacht versuchte eine Rotte von 30—40 Leuten gewaltsam in ein Schanklokal vorzudringen. Den Aufforderungen der Schutzleute, auseinanderzugehen, widersetzten sie g., und drangen mit Messern auf die letzteren ein, worauf diese von ihrer Waffe Gebrauch machten; ein Mann wurde durch einen Schuß schwer, ein anderer durch einen Säbelhieb 8 Bozen, 12. Jan. Gestern in der Frühe erfolgte ein Erdrutsch auf der Mori=Arco=Bahn. Das Geleise wurde beschädigt. Der Zug von Mori mußte warten, bis das Geleise frei gemacht worden war § Paris, 12. Jan. Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, ist das Testament Andrees gestern geöffnet worden. Es ist datiert vom 18. Mai 1895 und setzt seinen Bruder, den Schiffskapitän Wilhelm Andree, als Universalerben § London, 12. Jan. Nach einer Meldung aus Newyork wurde in Altai ein Kohlenzug mit über 1000 Tonnen Kohlen angehalten und beraubt. Seit mehreren Wochen fehlen die Kohlen in Albac fast gänzlich. Dabei ist die Kälte so stark, daß ihr bereits mehrere Personen zum Opfer gefallen sind. Ein neuer Ehekrach. § Wien 12. Jan. Wie die„Zeit“ meldet, habe Graf Lonyay infolge von Zwistigkeiten seine Gattin verlassen und ist bisher nicht zurückgekehrt. Sein Aufenthalt sei unbekannt...„.6.6 § Berlin, 12. Jan. Im Anschluß an die Meldung der Wiener„Zeit“, daß Graf Lonyay's gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt sei, wird dem Börsenkurier aus Wien telegraphiert, daß Gräfin Lonyay sich mit der Trennung ihre Ehe trägt und zwar infolge unlösbarer Differenzen zwischen den beiden Ehegatten. Der Bruch wird ein endgiltiger sein.„ g6 grw gt. u Mu6 8 Wien, 12. Jan. Der„W. Aug. Zig. zufolge soll die Trennung des Grafen Lonyay von seiner Gattin wegen finanzieller Gründe erfolgt sein, außerdem weil er sich in sozialer Beziehung als zurückgesetzt gefühlt habe. Trnat.........) Auf einer großen, mit mehreren verwandten Geschäften gemeinschaftlich gemachten Einkaufsreise ist es uns gelungen, enorm große Massen Manufakturwaren, hauptsächlich BaumwOIIwaren und Kleiderstoffe fabelhaft billig einzukaufen. Diesen Vorteil wollen wir voll und ganz unserer werten Kundschaft zu gute (c kommen lassen, und beginnt der Hasselverkauf dieser Waren Freitag, den 16. Januar 1903, abends 6 Uhr. An diesem Tage bleiben unsere Verkaufsräume (E behufs Aussortieren und Auszeichnen der Waren bis Gabends 6 Uhr für den Verkauf s) geschlossen. Alles Nähere ergiebt die an diesem Tage erscheinende Preisliste. Holz=Verkauf. Donnerstag, 15. Januar d. J., vormittags 10 Uhr anfangend, verkaufe ich in meiner Waldung„Pratort“ neben Klaas im„heilgen Geist": 70 Nrn. langschaft. Eichen=, Buchen= und TannenDurchforstungsholz, zu Frechtungs- und Bohnenstangen, Nutz= und Preunsolz geeignet, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle. Lichtendorf, im Jan. 1903. F. Dienstag, 13.Januar, abends 8 Uhr. Flechtenkranke auch solche, die nirgends Heilung fanden, verlangen Prospekt gratis, der Erfolg wird event. garantiert. (Kein Medizinhandel.) Rolle, Altona. 158 Gr. Bergstr.(Elbe). Veotuter Srtin Ständige Preisverteilung! 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In Beauchassis bei Troyes wurde eine 75jährige Witwe erschlagen, die Leiche auf einen Strohhaufen gelegt und dieser alsdann von dem Mörder angezündet, um die Spuren des Mordes zu verwischen. Die Wertsachen waren geraubt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Hd Madrid, 13. Jan. Eine hiesige sehr reiche und schöne Marquise ließ sich von ihrem Liebhaber entführen. Als ihr Gemahl diese Nachricht erhielt, wollte er Selbstmord begehen und konnte nur durch seine dazwischenkommenden Freunde davon abgehalten werden. Hd Tanger, 13. Jan. Etwa 80 Klm. von Fez entfernt soll ein heftiges Gefecht stattgefunden haben, dessen Ausgang noch nicht bekannt ist. Der Sultan erwartet die letzte Hilfe von seinem Oheim, der mit Truppen in Fez entreffen soll.„# gn..„M. Hd Tanger, 13. Jan. Bei Meheoia(Marollo) kenterte gestern ein Boot, in welchem sich 18 junge Leute befanden, welche sämtlich ertranken. Wetterbericht. 14. Januar: Milde, strichweise Niederschlag, teils heiter, windig. Einladung zur Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, den 15. Januar 1903, nachmittags 5 Uhr, m Rathaussaale hier. Tages-Ordnung: I. Oeffentliche Sitzung. 1. Einführung der neu gewählten Stadtverordneten. 2. Wahl des Vorstehers und des Protokollführers, sowie deren Stellvertreter für das Jahr 1903. 8. Neuwahl der Kommissionen.. gz., 508 P=cuimasit 4. Erstattung des Verwaltungsberichts jür oas Rechnungsjuhr 1903. 5. Annahme der Schenkung des Ehrenbürgers der Stadt Schwerte Herrn Kommerzienrat Dr. Theodor Fleitmann zu 6. Festsetzung des Haushaltungsvoranschlages für das Progymnasium für das Rechnungsjahr 1903. 7. Desgl. für die höhere Mädchenschule. 8. Desgl. für die evgl. Schulgemeinde. 9 Desgl. für die kath. Schulgemeinde. 10. Desgl für die Armenverwaltung. 11. Aufnahme eines Darlehns. 12 Beschlußfassung über die Errichtung einer Lehrerstelle an der evangl. Volksschule und Bewilligung der erforderlichen 13. Beschlußfassung über die Errichtung einer Lehrerstelle an der kath. Volksschule und Bewilligung der erforderlichen 14. Vorlage der Protokolle über die letzte regelmäßige Revision der Sparkasse und der Kämmereikasse. II. Geheime Sitzung. Schwerte, den 12. Januar 1903. Der Stadtverordneten-Vorsteher: Bädeker. Hochfeine junge Erbsen 2 Pfd.-Büchse 49 Pfg. Ia. Brech-u.Schnittbohnen 2 Pfd.-Büchse 39 Pfg. empfiehlt E. Mildenberg. Um zu räumen, gebe ich sämtliche Hoizorand Areikel, soweit solche vorrätig, mit bis zum I. März 10 Prozent Rabatt ab. CARL BRAUS SCHWERTE(RUHR). 9 „ Als Aufschnitt„ K maeh„ H Sse. wie: * Holänder, Schweiger, Hdamer, Zimburger.„ Nieheimer, sowie Wurstwaren, als:„ * gelockwurst, Herwelatwwurc Sölukenwurst.„ „ Knoblauchwurst und Mettwurst # in feinen Qualitäten zu billigen Preisen. * A. 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Weizen 00,00, Roggen 00,00, Hafer alter 00,00, neuer 00,00—00,00. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Wild. Schade, für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte, Drus und Verlag von Gerl Oraus in Schwerte.