Amtliches Kreisblatt für den Kreis börde. 85 ertongebühe für belale Angeiten de secheospoalteu: on, Kuz, Gäethe elangen gemäß Belamtmachung der Könighk. Begten. unschluß Nr. 62. Amt Schwer e. Telegr=Adr. Braus, S hwerte Ruhr verbindliche Kraft. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., 42 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogen. Erscheint— jedem Wochentag. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustriert= Pemilientran. No. 270. (Erstes Blatt.) Großherzog und Großherzogin von Hessen=Darmstadt. esc S C Ge S S 1 DA A — Die bevorstehende Ehescheidung des Großherzogs und der Großherzogin von Hessen macht natürlich viel von sich reden, und da kann es nicht ausbleiben, daß auch allerlei Gerüchte auftauchen. Wie ein englisches Blatt, das sich vorwiegend mit Hofklatsch beschäftigt, schreibt, hat der Großherzog vorwiegend weibliche, seine Gemahlin männliche Neigungen. Der Sport in all seinen Abarten ist ihr Lebenselement. Der Großherzog dagegen neigt rein künstlerischen Tendenzen zu, ist gewissermaßen eine lyrische Natur. Und so war der Gegensatz gegeben. Nach Falsche Rechnung. Unter den Scheingründen, mit denen die Kornzollgegner die Berechtigung der Zollerhöhung zu bekämpfen versuchen, spielt die wichtigste Rolle die Behauptung, daß die Lebenshaltung des Volkes um so und so viele Mark verteuert würde. Das„Berl. Tgb.“ spricht von einer Milliarde Liebesgaben an die Agrarier, die das Volk zahlen müsse, und in demokratischen Blättern und Versammlungen paradiert immer wieder die Rechnung, wie viel eine Familie von 5 Köpfen für Brot mehr zu zahlen haben würde, wenn der Roggenzoll auf 6 Mark erhohr wird — früher fantasierte man von 70 bis 100 Mk., jetzt man doch schon vorsichtiger geworden und bis auf 30 Mk. herabgegangen. Diese Behauptung hat ja für den Laien etwas ungemein bestechendes und verfehlt in Volksversammlungen ihre Wirkung nie, besonders wenn sie im Brustton der Ueberzeugung vorgetragen und mit den nötigen Seitenhieben auf die Junker gewürzt wird. Und selbst ernst zu nehmende Blätter, wie die„Uhrmacher=Zeitung“ haben sich von dieser Beweisführung einfangen lassen. Das Blatt chreibt: Im Jahre 1898 betrug die Getreidezoll=Einnahme 148 Millionen Mark, gleich einer Belastung mit 271 Pfennigen pro Kopf der Bevölkerung. Mithin zahlt eine Handwerker=Familie von 5 Köpfen 12—14 Mark jährlich. Unter dem neuen Zoll beträgt die Mehrbelastung 30 Mr. Folglich,“ so schließt das Blatt,„müssen wir gegen die Kornzollerhöhung Stellung nehmen.“ klingt, wie gesagt, sehr plausibel, ist aber doch nur ein Scheingrund, wie besonders Dr. Roesicke in einer Versammlung in Hildesheim nachgewiesen hat. Denn erstens: die 148 Mill. Mk., von denen das Blatt spricht, begreifen in sich die Zölle für Brotgetreide und Mais, Hafer, Oelfrüchte u. s. w., von denen man doch nicht sagen kann, daß die Handwerkerfamüilie sie trage. Auf Brotgetreide(Weizen und Roggen) entfielen von den 148 Millionen im Jahre 1898 nur 76 Millionen Mark, also die Hälfte. Diese ganze„Verteuerungs=Rechnung“ des Verfassers und seiner Nachbeter schrumpft also auch von seiner eigenen Grundlage aus auf die Hälfte wlonwer. 5 Zweitens: Es werden im deutschen Reiche zur Zeit jährlich 470 Mill. Mk. an Zöllen aufgebracht. Dieser, Ertrag dient zur Begleichung der Bedürfnisse des Reiches. Würden die Zölle abgeschafft, so müßten die 470 Mill. anderweitig aufgebracht werden, und da man eine so hohe Summe doch nicht lediglich durch Luxussteuern aufbringen kann, so müßte ein Teil doch wieder von der„HandwerkerMünchener Gerüchten soll es zum offenen Bruch vor etwa acht Tagen gekommen sein. Ein schlimmer Auftritt bereitete der Hoffnung des Großherzogs, wie schon oft, durch Nachgiebigkeit ein weiteres Zusammenleben doch noch zu ermöglichen, ein Ende. Daß der Großherzog an eine Wiedervermählung schon jetzt denke, ist nach Mitteilungen des„Berl. Lok.=Anz.“ völlig unwahr, dagegen dürfe man wohl annehmen,, daß die Großherzogin einen derartigen Plan erwäge. familie mit 5 Köpfen aufgebracht werden. gehupft wie gesprungen. Drittens: Wie kommt nun die Uhrmacherzeitung dazu, nur die 150 Mill. Mark des landwirtschaftlichen Zollertrags als eine schädliche Belastung des Haushalts zu erklären, die 280 Millionen industrieller Zölle aber nicht? Wird die Handwerkerfamilie durch die Zölle auf Industrie=Artikel und andere Rohstoffe nicht belastet? Wenn man gegen Kornzölle protestiert, weil sie das HaushaltsBudget belasten, dann müßte man folgerichtig auch gegen Tabakszölle und dergl. und gegen alle industriellen Zölle protestieren. Viertens: Während die Industriezölle in der Regel eine Preissteigerung zur Folge haben, besonders wenn sich die einzelnen Industriezweige, wie in Amerika, zu „Ringen“(Syndikaten, Trusts) zusammenschließen, gilt dies von den Zöllen auf Nahrungsmittel nicht in gleicher Weise, zumal die Bildung eines landw.„Ringes“ kaum zu erwarten ist. Es ist genügend bekannt, daß die Nahrungsmittel=Zölle nicht die preissteigernde Wirkung haben, die ihnen von den Freihändlern zugeschrieben wird. Der Getreidepreis hängt sehr wesentlich von dem Ausfall der Welternte ab, und er steigt beständig auf und ab, gleichviel, welcher Zoll auf dem Getreide ruht. Bei dem Zolle von 3.50 Mk. im Jahre 1898 war der Roggenpreis 146 Mark. Nach den Gelehrten der Uhrmacherzeitung müßte unter dem Zoll von 5 Mark der Roggenpreis 147.50 Mk. betragen. Und doch betrug er im Jahre 1887/88, als wir noch den 5 Mark=Zoll hatten, zeitweilig nur 116 Mk. Fünftens: Der Brotpreis hängt gar nicht so unmittelbar von dem Getreidepreis ab, wie die Freihändler das Volk glauben machen wollen. Die Ladenmiete spielt dabei eine viel größere Rolle. Es ist Thatache, daß der Doppelzentner Roggenbrot in Berlin unter dem 5 Mark=Zoll im Jahre 1888 nur 20 Mark, unter dem 3.50 Mark=Zoll im Jahre 1898 dagegen 27 Mark betrug! Aus diesen Ziffern — unter 4) und 5)— geht doch klar hervor, daß es geradezu unsinnig ist, zu behaupten, daß eine Erhöhung des Zolles den Getreidepreis und damit den Brotpreis ab solut steigert. Die Steigerung ist doch nur eine relative. Wenn wir heute den Zoll um 5 Mark erhöhen, kann morgen der Getreidepreis, wenn günstige Nachrichten über die Welternte einlaufen, doch sinken, allerdings nicht so tief, wie er ohne Zollschutz sinken würde. Darum ist die Rechnung der Uhrmacherzeitung von der absoluten Mehrbelastung des Haushalts eine falsche Rechnung. Sechstens: Wenn unsere Börse patriotisch fühlte, wenn sie das Interesse der deutschen Landwirtschaft bedächte und beim Getreideimport nur die Bedürfnisse des Vaterlandes im Auge hätte, so brauchten wir vielleicht keine Zölle. Aber leider führt unsere Getreidebörse geradezu einen Krieg gegen die Landwirtschaft des eigenen Kauded, Stige Rüäckhicht aust des Lesiachsite in uslacde schleppt sie von Amerika das fremde Getreide heran, um den inländischen Markt zu drücken und den deutschen Landwirt zu zwingen, sein Produkt zu verschleudern. Deswegen brauchen wir Zölle, und möglichst fühlbare Zölle. Wenn dann der unpatriotische Großhandel Getreide importiert, in Massen, die Deutschland nicht benötigt, so haben wir wenigstens die Genugthuung, daß diese Spekulanten zunächst die Zölle zahlen müssen, zum Vorteil der Staatskasse. Und hierin liegt zugleich ein gewisser Schutz gegen diese Spekulationen— und das ist der wahre Grund, weshalb die Börse und ihre Hintermänner in der Presse eine so heftige Fehde gegen die Kornzollerhöhung führen. Hier liegt der Hase im Pfeffer. Achtens: Selbst wenn der Getreidepreis durch die Zollerhöhung absolut gesteigert würde, d. h. wenn der Preis um 2.50 Mk. höher wäre und höher bliebe, als er jetzt ist„so wäre er immer noch so mäßig, daß der Landwirt nur eben einen gerechten Lohn seiner Mühe und Arbeit hätte. Das wünschen wir uns doch alle, das müssen wir daher auch dem Landwirt gönnen. Er gönnt doch auch der Industrie ihren Schutz und ihre Zölle, ihm dadurch seine Betriebsmittel verteuert werden. F. M. Politische Uebersicht. Deutschland. — Während der Kaiser bis heute(Samstag) abend in Letzlingen der Jagd obliegt, erteilte die Kaiserin am Freitag im Neuen Palais bei Potsdam die nachgesuchten Audienzen dem neu ernannten Generalsuperintendenten für Schlesien, Nehmiz, sowie den Rektoren der Berliner Universität und der Technischen Hochschule zu Charlottenburg, Professoren Dr. Kekule und Bubendey. — Der Kaiser als Skatspieler. In einem launigen Feuilleton schildert Eugen Noska in der„Breslauer Ztg.“ den Kaiser am Skattisch. Der Kaiser spielt demnach nie höher, als einen Pfennig pro Point, so daß große Verluste am Spieltisch des Kaisers unmöglich sind, und es schon zu den Seltenheiten gehört, wenn einmal ein Spieler 20 Mark verliert. Dies passierte jedoch einmal dem durch seinen Witz bekannten Rechtsanwalt Hagemann aus Leipzig, der vor ein paar Jahren die Ehre genoß, mit dem Kaiser am Spieltisch sitzen zu dürfen. Der Kaiser war damals Jagdgast des Amtsrats v. Dietze=Barby, und als Abends Skat gespielt wurde, saß der Rechtsanwalt so im Pech, daß er schließlich etwa 20 Mark verloren hatte. Da entfuhr ihm denn die bekannte Skatspielerredensart: „Hier ist man ja wahrhaftig unter diz„Räuber geraten!“ Alles lachte, und der Kaiser nicht a“ venigsten. Als dann aber der Kaiser ein Jahr späte ieder bei Herrn v. Dietze als Jagdgast weilte, bat erpen Gastgeber vorher, daß auch der damals„ausgeraubte“ Rechtsanwalt wieder geladen würde und als er diesen dann erblickte, ging der Monarch sofort auf ihn zu und überreichte ihm mit den Worten:„Von den Räubern zurück“!“ ein in Brillanten gefaßtes Zwanzigmarkstück. — Das Gerücht, daß die Entbindung der Konigin Wilhelmina von Holland zu früh erfolgt ist— die Hochzeit fand am 7. Februar statt— bestätigt sich.ss Die hohe Wöchnerin fühlt sich schwach, doch soll ihr Zustand zu keinen Besorgnissen Anlaß geben. — Das„Berl. Tgb.“, welches sehr voreilig in einem Leitartikel den Divisionskommandeur v. Alten für das Insterburger Duell verantwortlich gemacht hatte, muß sich von einem Leutnant a. D. in Wiesbaden folgende Zurechtweisung gefallen lassen:„Weder der Brigadenoch der Divisionskommandeur, in diesem Falle Herr von Alten, haben mit dem Beschlusse des Ehrenrates des Infanterieregiments Nr. 147, betreffend den Fal., Hilde, brand=Blaskowitz, irgend etwas zu thun. Die in höheren Kommandostellen, welche gerichtsherrliche Befugnisse haben, haben weder Bestimmungen des Ehrenrates gutgeheißen, noch zur Kenntnis zu nehmen, noch zi verwerfen, sondern haben lediglich in den Fällen, in welchen es sich um Verletzung, Gefährdung etc. der Standesehre handelt, nach Kenntnisnahme der Verhandlungen, welche vor dem Ehrenrat stattgefunden haben, zu entscheiden, ob jetzt das Ehrengericht in Funktion zu treten habe oder nicht. Ueber Duelle etc. aber entscheidet der Ehrenrat selbständig. Brigade= und Divisionskommandeure haben sich in diese Angelegenheit absolut nicht ewsrmüchtn. und *(Gefangene deutsche Burenkämpfer auf den Bermudas). Einem Korrespondenten des„Berl. Lok.= Anz.“ wurde ein Verzeichnis der auf den Bermudas=Inseln gefangenen deutschen Burenkämpfer zur Verfügung eichnis ist auf Umwegen ohne der den= Besiegten Botha und Dewet und Delarey— der Triumphs IId. Tiflis, 16. Nov. Bei dem kürzlich gemeldegestellt. Das Verzeichnis ist auf umwegen, ohne der He, zut bei den Buren! ten Erdbeben bei Erzerum sind 29 Menschen ums Leben fur in die Hände gefallen zu sein, an einen Mannheiner): Zum Schluß noch ein Wort über den Insterburger gekommen. Vorfall. Der demokratischen Presse hat dieser Vorfall] IId. Peking; 16. Nov. Der Sühneprinz Tschun vege ver Anlaß geliefert, gagen das verhaßte ist von Taku hier eingetroffen. Er reist nach Kaifung sur in die Hände gefallen zu sein, an einen Mannheimer ist Fabrikanten geschickt worden, der mit dem Absender, einem Gefangenen, befreundet ist. Die Namen der Gefangenen lauten: J. Neubauer aus Bronn(Oberfranken) auf Burts Island, Bermuda, Oberlt. Fritz Hornung aus Straßburg befindet sich auf Teckers Island in strengster Einzelhaft, Erich Rohlau aus Posen auf Burts Island. W. Weichardt aus Oldenburg auf Burts Island. Wilh. Hilmbold aus Königsfeld in Baden. Richard Karsten aus Drossen(Brandenburg). Wilh. Försterling aus Hornberg bei Halberstadt. Max Mederer aus München. August Albrecht aus Bütow(Pommern). Karl Schulz aus Wehlau(Ostpreußen). Gustav Schnellpfeffer aus Hoppergarten=Berlin. Fritz Manau aus Hambrg. Wilh. Doosling aus Harburg in Hannover. Paul Mielitz aus Grunewald=Berlin. George Dewenisch aus Lauterbach i. Elsaß. Außer auf den Burts=Inseln befinden sich noch gegen 4000 Gefangene auf den Morchen und MorachesInseln. Hunderte Leute davon sind über 60 Jahre alt, der älteste zählt 79 Jahre. Auch eine Anzahl Krüppel, Lahme, Blinde und Stumme sind darunter, ferner 250 Kinder. Es herrscht große Not. In dem Briefe, wird darauf aufmerksam gemacht, daß Briefe an die Gefangenen in englischer Sprache abzufassen sind, da sie sondst zur Uebersetzung nach Kapstadt geschickt werden. den willkommenen Antaß geliefert, gegen oas verhaßle ist von Taku hier eingetroffen. Er reist nach Kaifung Offizierkorps Sturm zu laufen und es zu diskreditieren, um dem Hof über seine Reise Bericht zu erstatten. während andere Blätter, durch das Schicksal der Braut gerührt, die Abschaffung des Duells forderten oder weum dem Hof über seine Reise Bericht zu erstatten. IId. London, 16. Nov. General Buller, wegen Duells forderten oder we= dessen Absetzung Lord Roberts vor einigen Tagen in Lonnigstens das Pistolenduell durch das Säbelduell ersetzt zu don ausgepfiffen wurde, ist jetzt zum Mitglied des Heeressehen wünschten. Die demokratische Presse, voran das reform=Ausschusses ernannt worden. „Berl. Tgb.“, das, auf falschen Thatsachen fußend, die Absetzung des Divisionskommandeurs v. Alten verlangte, hat sich gründlich blamiert; und die Rührseligen haben sich auch eben nicht mit Lorbeeren bedeckt. Scheiden wir zunächst den Umstand, daß Leutnant Blaskowitz am Vorabend seiner Hochzeit stand, aus, weil dieser zufällige Umstand für die Beurteilung des Falles nicht in Betracht kommt. Die Frage ist nur: Ist ein Mann Eine neue englische Niederlage? Hd. London, 15. Nov. Gestern Abend lief hier das Gerücht um, die Truppen Louis Bothas hätten die Engländer an der Grenze von Natal überrumpelt und ihnen eine schwere Niederlage beigebracht. Die Regierung erklärt, ihr sei bis zur Stunde von einem solchen Ereignis keine Mitteilung zugegangen. Zweifellos ist es dagegen, daß die Buren in der Kapkolonie schon dicht bis vor die Thore Kapstadts sen, Der Times“ wird aus Widdelburg vom 13. d. M ** Schwerte, 16. November. ** In Dortmund hat jüngst ein Doktor Theologiä einen Vortrag gehalten über das Thema:„Ist das Leben lebenswert?“ Er hat die Frage selbstverständlich bejaht, denn für jeden gesunden Menschen ist das Harmoniegefühl des eigenen Leibes etwas so herrliches, daß ihn das Leben schön dünkt, selbst wenn die allzu große Hitze des Hochofens oder die Fährnisse des Kohlenschachtes ihm zuweilen eine Klage abpressen. Und so blasiert ist wohl kein Mensch jegewesen, daß ihm der Waldfriede, der zackige Fels, das brausende Meer, das Abendrot der untergehenden Sonne langweilig erschienen wäre. Aber noch eine Woche solch' Wetter, wie in der vergangenen, und das Unerhörte wird Ereignis: das Leben war wirklich nicht lebenswert. Naß die Luft, naß der Boden— drop, drop, drop vom Morgen bis Mittag .. drop, drop, drop von Mittag bis Abend... drop, drop in der Nacht... stundenlang... tagelang... eine Woche lang... der Himmel grau, die feuchte Luft kohlenstaubgeschwängert, die Sonnenfinsternis, die totale, in Permanenz erklärt— das erzeugt allmählich jene gelinde Verzweiflung, jene pessimistische Stimmung: „Nie geboren zu sein, ist das begehrenswerteste Los!", besonders am Sonntag, an dem wir auf Sonnenschein u. blauen Himmel ein Recht zu haben glauben. Einen Trost gewährt nur das Gesetz der Kompensation: nach diesen traurigen Tagen ewigen Regens erschien uns gestern der Himmel in leuchtenderem Blau, die Sonne in doppeltem Strahlenglanz, die ganze Natur schöner und reizender denn je. Und es ist zu hoffen, daß das schöne Wetter nun eine Zeit lang anhält. In Königsberg hat's am Donnerstag geschneit, da wird der Ostwind wohl eine Weile vorherrschen. Nach den Wetterregeln dürfen wir allerdings auf einen strengen Winter nicht rechnen— das wird uns gleich in drei Varianten verkündigt:„Martinstag trüb, macht den Winter mild und lieb",„St. Martinstag feucht, macht den Winter leicht" und„Wenn um Martin Nebel sind, so wird der Winter meist gelind.“ Aber Winter wird's doch, namentlich zum Weihnachtsfeste, denn„wenn die Gänse um Martini auf dem Eise stehen, müssen sie Weihnachten im Kote gehen;" da wird wohl auch das Umgekehrte der Fall sein. Uebrigens ist das in jeder Hinsicht ein trauriges Zeichen, wenn die Gans am Martinsfest auf dem Eise steht. An diesem Tage hat die Gans auf dem Tisch und der Sekt auf dem Eis zu stehen, sonst verspricht das Weihnachtsfest auch nicht allzuviel. Für den en redaktionellen Teil verantwortlich Franz Miller. 2 Pfg. F- Handlungen, die u ir der Trunkenheit begeht streifen. Der„Times“ wird aus Middelburg vom 13. d. M. gefür Handlungen, die er in der Trunkenheit„hegeht, ver= meldet, seit zwei Tagen würden Buren in größerer Nähe von antwortlich? Wenn dieser Mann allein für sich steht und Kapstadt gesehen; 60 Mann von einem jüngst bei Hopefield durch seine Handlungen nur sich selbst schädigt, so wird ihm beobachteten Kommando seien in Süd=Darling eingedrungen, jeder gern eine gewisse Unverantwortlichkeit zubilligen doch dürfe dieser Einfall nicht zu ernst genommen werden, und ihn nehmen und ertragen, wie er ist. Wenn dieser da die englischen Truppenabteilungen stark genug seien, Stand Mann aber einer Korporation angehört, die durch seine zu halten. in der Trunkenheit verübten Handlungen mitdiskreditiert wird, so muß und wird ihn diese Korporation dafür zur Verantwortung ziehen Das ist der Fall bei allen studentischen Verbindungen, welche Leute, die sich in der Trunkenheit nicht zu beherrschen vermögen und so eine beständige Gefahr für das Ansehen der Verbindung bilden, erst bestrafen und dann dimittieren. Das ist in höherem Grade! der Fall bei dem Offizierkorps, das eine sehr verantwortliche Stellung inne hat. Eine Diskreditierung des Offizierkorps würde verhängnisvoll sein; dasselbe muß daher von jedem einer Mitglieder verlangen, daß er die volle Verantwortlichkeit für sein Thun und lassen trägt. Blaskowitz hatte nun zwei Offizieren einer anderen Gattung— man kennt die Rivalitäten zwischen Infanterie und den übrigen Gattungen— die schwerste Beleidigung zugefügt, die ein Mann dem anderen zufügen kann, er hatte sie geohrfeigt. Eine Abbitte, die übrigens die Sache doch nicht für ihn ehrenvoll aus der Welt geschafft hätte, hatte er nicht geleistet. Es blieb ihm daher nur die Wahl: Austritt aus dem Offizierkorps oder ein Duell. Blaskowitz wählte, gegen den Wunsch seines Vaters, das letztere. Der Ausgang ist bekannt. Zum Duell gezwungen hat ihn niemand, gezwungen hätte man ihn nur zum Austritt, wenn er die landläufige Sühne verweigert d. h.s die Verantwortung für seine Handlungsweise abgelehnt hätte. 32 30 55 12 Weizenmehl," 101 weiß= u. hochbackend, per Pfd. 10) /2 Würfelzucker pr. Pfd. Stampfzucker„„ „ Liter Neue Langbohnen, Pfo. Salzgurken pr. Stück J u. 5„ Petrolcum pr. Liter 16„ Seifenpulver p. ½ Pfd=Packet 7„ Dicke frische Eier 16 Stück 1 Mark empfiehlt L. Diese Verantwortlichteit muß jede Korporation, in erhöhtem Maße das Offizierkorps, von seinen Mitgliedern fordern. Hierin eine Härte zu sehen, erscheint uns männlich, u. Blaskowitz selbst würde sich jedenfalls jedes Mitleid verbeten habeztg uiu emmamnt u 5.. Standesamt Schwerte. Was an diesem Vorfall einzig zu beklagen ist, ist die Anmeldungen vom 1. bis 15. November 1901. traurige Thatsache, daß unsere Jugend dem Becher allzu„Geburten: 1 Sohn. Fabr. Arb. Wilh. Rohnstadt, ergeben ist, und daß alle Erziehung und alle Schulung Polierer Andreas Preuß, Stationsgehülfe Friedr. Westkämper, nicht imstande ist, die Sitten so zu verfeinern, daß rohe Fabr. Arb. Karl Sohlenkamp, Bremser Friedrich Schreier. vicht ugonge Se Der Fall, unmöglich Bergm. August Lischolz, Fabr. Arb. Karl Krumme, Fahr. Ard. Aluschreitugen, wie in,aziterburgeg Goy, unn guters Heinr. Bach, apr, Arb. Mar Ditrich, Sattler Gerhard sind. Wo aber iebt das Voir, dessen Jugend schon 1.—.—— Hindersmann, Schlosser Heinrich Meyer, Eine Tochter, KlempGentlemen sind? Jmx; Iguamter dem 1 Advent= ner Karl Balul, Schlosser Ludwig Schöttler, Fabr. Arb. Karl f"(Kirchenkonzert.) Am 1. Tezember, dem 1. Abrezax von Köppen, Kutscher Heinrich Kuhlen, Fabr. Arb. Mathias sonntag, nachmittags 5 Uhr, veranstaltet, der Kirchenchor, der Becker, Maurer Josef Hunig, Fabr. Arb. Josef Hoffmann, größeren evangelischen Gemeinde hier ein Kirchen= Fahr. Arb. Friedr. Grünewald, Maurer Robert Kohland, konzert. Derselbe hat sich diesmal die schwierige Aufgabe ge= Maurer Karl Becker, Fabr. Arb. Heinr. Detampel, Fabr. stellt, das Kirchen=Oratorium„Johannes der Täufer“ für Soli, Arb, Franz Küster, Fabr. Arb. Friedr. Dudda, Kaufm. Paul Chor, Gemeindegesang und Orgel von Aug. Große=Weischede Korflür Fabr. Arb. August Dahlbüdding, Fahr. Arb. Robert zum Vortrag zu bringen. Außer dem Komponisten, dem be= Gaman: Se Eheschließungen: Bergm.„Oskar Totz und Dienstrühmten Orgeloituosen, weilcher Gomann. ruggieg Orgelvirtuosen, weicher uns aus früheren Konzerten Gheschließungen: Bergm. Oskar Totz und Dienst durch sein großartiges Spiel bekannt ist, sind bedeutende magd Maria Aufenberg, Baynschaffner Ewald Naujoks und Künstler für dieses Konzert gewonnen. Trotz der erheblichen Johanna Scheer, Viehhändler Hermann Sternheim und Unkosten soll der Eintrittepreis nur 50 Pfg, betragen, um so Eleonore Lorig, Kassenbote Heinrich Segrefe und Bertha einem jeden die Gelegenheit zu bieten, sich an den ergreifenden Hellenbrecht, verwittwete Diedrich Ludwig. Weisen der musica sagra zu erbauen. Es steht somit den Be= Stexbefälle: Kaufmann Wilh. Schmidt 26 J., Wittwe wohnern von Schwerte und Umgebung ein hervorragender Fahr. Arb. Diedr. Mühlhoff, Karoline geb. Balz 75 J., ElKunstgenuß in Aussicht. Da der Reizgrtzag, ges Konzerts friede Balul 12 T., Johanna Christiane Brandyß geb. Schulz aschne a esesheche s es chchehe zert die melancholische Stimmung, die draußen auf den Fluren lastetete— nur 18 Hörer und Hörerinnen hatte Schwerte und Umgegend zu stellen vermocht, und das Konzert war daher das Abschiedskonzert der großen Künstlerin. Wir aber halten die schlanke Gestalt, den interessanten Kopf der Künstlerin in der Erinnerung fest, den Kopf mit den blitzenden Augen, aus denen die Seele in die Saiten hinüber zu sprühen schien, um auf den Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung.“ IId. Berlin 16. Nov. In einer Konferenz, an der auch ein Regierungsvertreter teilnahm, wurde die Frage erörtert, wie der amerikanische Einfluß von der deutschen Seeschiffahrt fern gehalten werden kann. IId. Berlin, 16. Nov. Albrecht v. Roon soll Inhaber: Nic. Hoffmann, wosahbng, Dortinund,Msathelage, Fernsprecher Nr. 138 Telegramm=Adresse: Glashütte Hoffmann empsiehlt sei großes Lager in in die Saiten hinüber zu sprähen schien, um auf den IId. Berlin, 16. Nov. Albrecht v. Roon soll Schwingen der Töne in ihrer Reinheit, Fülle und Leiden= hierselbst anläßlich der hundertjährigen, Wiederkehr seines& Vorzellan=, Glas= u. Krnstellwaren. schaftlichfeit sich dem entzickten Hörer, zu, offegharen, Geburtstages im Jahre 1903 ein Denkmal errichtets 2#8#####e. au=, Glab= u. Krystellwaren. Solug drnugtlerin, wenn sie bei uns einkenzt, I1, gu werden. r Größte und billigste Solche Künstlerin, wenn sie bei uns einkehrt, soule auf werden. dem Prytaneum gespeist und aus dem Stadtseckel belohnt! IId. Köln, 16, Nov. Der Generalpräses der katholischen werden! Gesellenvereine Deutschlands, Domkapitular Seb. Georg Scheffer, Doch das sind Träume, die, wie viele andere erst eines ist heute morgen 8 Uhr nach längerem Krankenlager gestorben. späte Zukunft verwirklichen wird. Von dem, was uns Scheffer war 1828 in Koblenz geboren und 1891 zum Dom= I8 Ihgal warschtaht sird wir in diesar Dait sa weit ant, kapitular installiert worden. 148 Hd. London, 16. Nov. Wie zwei Morgenblätter! melden, wird die Freilassung der Missionarin Frl. Stone heute erfolgen. Der amerikanische Konsul hat den Räubern Straflosigkeit ausgewirkt. IId. Saarbrücken, 16. Nov. Größte und billigste Bezugsquelle Auslleuern, der. hotel-Einrichtungen.#### Bei ganzen Aussteuern und Hotel=Einrichtungen Extra-Vergütung.— als Ideal vorschwebt, sind wir in dieser Zeit so weit entfernt wie je. Die Gier nach Gold feiert in unseren Tagen noch so wüste Orgien, erzeugt so furchtbare Greuel, wie je in der Alten Gechichte. und England, nicht zufrieden mit der halben Welt, läßt uns in dem Streben nach dem Weltreich eine neue Auflage der römischen Geschichte erleben, nur daß die Frauen und Kinder der Besiegten nicht jagd hal oer Enorme Auswahl in Speise, Kaffer=, Trink= und in die Sklaverei geschleppt, sondern„milde und human“ mittelst Hunger und Krankheit umgebracht werden. Es gehört wahrlich ein historisch und philosophisch geklärter Blick dazu, in diesem Bräudel das Walten des Göttlichen zu erkennen. Aber fühlen wird es ein jeder: auch wenn sie untergehen— der Triumph ist bei den Buren! Und das wird für die Menschheit nicht verloren gehen. Der Kampf dieser tausende gottesfürchtiger Männer, die, treu gegen sich selbst, Freiheit und Herd gegen eine Welt verteidigen, entzündet in Millionen die gleichen Gefühle. berufsgenosse 4 Saarbrücken, 16 Roy. Bei einer Treib= I gigene at der Geschäftsführer der Süddeutschen Eisenbahn=#F Malerei.g genossenschaft Wuchnstich im Jagdeifer dem Ober=# Man stelle die Sieger Rhodes u. Chamberlain neben die angekommen. =Servicen. Stets die neuesten u. modernsten Formen u. Decore! Glasfabrik mit großer Dampfschleiferei, PorzellanMalerei, Glas=Malerei und=Brennerei mit 4 großen Oefen. nossenschaft Wurmstich im Jagdeifer dem„#### Zinngießerei und Gravier=Anstalt Zirka 120 Arbeiter. förster Schneider auf 1 Meter Entfernung eine volle Ladurch Schrot ins Gesicht geschossen. Die eine Wange ist zerfetzt, ein Auge verloren. IId. Paris, 16. Nov. Die Bergleute des Gruben= beckens von Cazin haben gestern beschlossen in den Aus-## stand einzutreten. Die Bergleute anderer Gruben haben#### sich für solidarisch mit ihnen erklärt. Die Lage ist ernst. Hd. Athen, 15. Nov. Das französiche Geschwader unter dem Befehl des Admirals Caillard ist in Syra Mein Geschäftsprinzip ist: * Alles nur in bester Qualität! 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Zwei schweißbedeckte Pferde Am Berghang angepflockt Und finster an der Erde Ein Graubart hockt; Hält schmerzvoll, eingegraben In seine schwi l'ge Hand Den Blondkopf seines Knaben, Den just die Kugel fand Und als sein Aug' gebrochen, Sein letzter Hauch verweht— Der Alte hat gesprochen Kein Wort und kein Gebet. Er hebt das Kind, vom Blute Die Locken wirr verklebt, Stark vor sin auf die Stute, Als hätt' es noch gelebt. Die schmalen Wege trabend Die Glut loht ihm voraus— Er reitet durch den Abend, Er reitet still nach Haus Die Sterne lachen h#iter, Ihn macht die Thräne blind. Und flüsternd spricht der Reiter Zu seinem toten Kind: Schwerte, Sonnaben tend gemacht, daß die neue einheitliche Rechtschreibung um so eher Allgemeingut werde, je weniger sie sich von der gegenwärtig allenthalben geltenden Schreibzrgie = ferne. Man beschränkte sich mithin darauf, eine ne#he orthographischer Widerspruche zu beseitigen und einige da und dort bereits eingeführten Vereinfachungen zu sankDurch unste lleine Weit, Iin Großen und Ganzen lassen sich die vereinbarten Dein Boak hemieder volt,(wichtigste Neuerung ist die volständige Bestzisgeng de Da sei in Fels und Erde„sth aus allen deutschen Wörtern. Man wir au.sc.„ Tür, Tau, In Fremd34. „Verflucht, verflucht das Gold! I# Und wenn sie's bald nun graben#al, Ton „Und packen's lüstern an— Taar Giac „Blut klebt von meinem Knaben, „Es klebt mein Fluch daran. „Es soll von Not zu Nöten „Sie hetzen und verwirr'n, „Soll ihre Männer töten „Und ihre Weiber lirr'n. „Soll ihren Stamm verderben, „Geb' ihnen nimmer Ruh; „Und Knaben mögen sterben, „Doch nicht so stolz, wie Du! Und was sie heute suchen „Rei uns in geiler Gier, „Sie sollen's einst verfluchen, Mein totes Kind, wie wir! „Wir reiten. Pieter, keiten „Durch uns're kleine Welt, „Zum letzten Mal wir Beiden, Weils Gott nun(ppgrisghte, Tor, Tran, Einheitliche deutsche Rechtschreibung. Träne, tun, Turm, Teer, Eigentum, Rätsel, Mut, Not u. s. wörtern bleibt jedoch das th. en warch, Die Dehnungen sind im allgemeinen velassen worden. Man schreibt also Liebe, Sieg wie bisher. Ebenso werden die Zeitwörter auf ieren und ihre Ableitungen mit dem e geschrieben, also: regieren, hantieren u. s. w. Dagegen ist das e in den Imperfektis wie fing, ging, hing sowie in den Wörtern gib, gibst, gibt beseitigt. Das Dehnungs=h ist in seiner, Geltung belassen worden, also: Ahle, Mahl, Wahl, befehlen, neymen, Rohr u. s. w. Die doppelte Schreibung des Selbstle in folgenden Wortern belassen worden: Aotgzgef, gas Haar, Paar, Saal, Saat, Staat, Beere, Beet, Gea##,##er, Klee Krakeel, Lee, leer, Meer, Reede(Rhede), scheel, es heut Nacht vom Pferde—.; Saele, Sper, Teer, Voot, Moor, und Moos. Joch mo beutkage vonspferde Schne, Ser, Steru, Spzer, Teer, Boot, iz gudsucg u be. Dein Viut vermiederont,(Hinschtlich der Schreibwege der=aute guz ungelge Da sei in Feis und Erde„ merken, daß das ss vollständig beseitigt, veziehungswelse Verstucht verstucht das Cold, Zurch das scharfe: F ersetzt worden ist, und zwar wird 6 Stuggn Triger.— geschrieben im Inlaute nur nach langem Selbstlaute, also: außer, reißen, Blöße, Grüße, Maße, Schöße, und im Auslaute aller Stammsilben, die im Inlaute mit ß oder ss zu esbar, bewußt, mißachten; dagegen bleißt Pah. Sctloß Tich der beckontem Stlöislaute oder nach dnen ale: Joetient,Quotient, Nation. Aktien; dagegen wird es vor unbetontem e durch zi ersetzt, also Grazie, Ingredienzien, Wie man sieht, sind der Neuerungen nicht gar viele: zum großen Teile sind sie stellenweise bereits eingeführt, sodaß zu erwarten steht, daß die neue einheitliche Rechtschreibung sich rasch einbürgern werde. Schwerer wäre das allerdings geworden, wenn auf der Beliner Konferenz der daselbst gestellte Antrag, sämtliche Wörter mit Ausnahme der am Anfange eines Satzganzen stehenden klein zu schreiben, angenommen worden wäre. Dieser Antrag wurde abgelehnt und nur die eine Konzession gemacht, daß in zweifelhaften Fällen die Kleinschreibung vorzuziehen sei. schreiben, olo: bloß, Gruß, Moh, Flaiß, gelgstwerstand. ubd bien ben bue„er gelungen de enahgeit sche Aselben, deihalb, undes, untgrhs ur aucd iun bedentungsboges, rotionales v., Ve„xe,ache betrach=“. Das s steht nur im Auslaute undo guut auch im un besue ue ach uah ee, zuger Ausate der Sianmsten bei Bisazust seuseizele s de Honp toge un gHene aun. u. sehr ene de Schreibung der Freunduster uach fegerdsk. el. u. chend bewegt sich auch de venayggen, vuesor, Herpreußi, merken ist: Der K. und 3=Schreibug zu ver Vorzug zu den Grenzen. Reitaus de Mechrbet, der Zeratung der geben, also: Publikum, Kondukteur, Konfeson, Konfekt, bes tund de, berichhg sich gterhaup nicht sehr neu Direkion, Konzsl, Konzert, Prazeh, Parizspium.„Dag aundeniche Gantbezseih, gegan Lokales. ** Schwerte, 16. November. ** Die Schwärme der Leoniden sollen sich in diesen Tagen der Erde nähern und uns den Anblick von umfangreichen Sternschnuppenfällen gewähren. Die himmlischen Schauspiele haben freilich mit den irdischen das Eine gemein, daß auch sie nicht immer zur festgesetzten Zeit statteioe, Har, ou geiche bergen, Gernde de vtgadzen g aiche eiten als schießen“ ist schon in manchem Jahre ausgeblieben. Es hat sehr lange gedauert, bis die Astronomen die Beziehungen zwischen Kometen und Sternschnuppen entdealen, und ermittelten, daß die meisten der im November an unserer Erde vorbeieilenden Meteore von einem in der Nähe des Sterns„Gamma“ im Sternbild des Löwen belegenen Punkt ausgehen. Die chinesischen Gelehrten haben schon durch Jahrhunderte vor Christi Geburt hindurch die interessante Thatsache verfolgt, daß das Schauspiel alle 33 Jahre mit größter Pracht auftritt, während man erst in unserer Zeit erforscht hat, daß das Erscheinen der Leoniden in ganz besonders starker Anzahl von der Bahn eines großen Kometen abhängig ist. Auf eine solche ExtraVorstellung des Himmels wird man indessen noch ziemlich lange— bis zum Jahe 1932— warten müssen, da vor zwei Jahren der erwartete starke Sternschnuppenregen sich nicht einstellte oder wenigstens nicht beobachtet werden konnte, weil die Entfernung zwichen dem Hauptschwarm der Meteore und der Erde sich auf mehrere Millionen Kilometer belief. Auch aus dem Untergang unseres Planeten wurde nichts; überhaupt kommt die Gefahr eines Zusammenstoßes der Erde mit einem Kometer kaum in Betracht. Wohl aber können sich aus den Feuermeteoren einzelne heiße Sprengstücke loslösen und auf S Einnsprüche, Denksprüche, Sprichwörter 2c. Ganz freudlos geht kein Mensch durch diese Welt, Wie wenige dauernd glücklich auch Selbst wer kein Erdenglück für möglich hält, Hat seine Freude dran, dies zu Ein Verbrechen? Original=Roman von Arthur Zapp. (Nachdruck verboten). 7. Fortsetzung. Der Rentmeister fuhr verwirrt aus seinen Gedanken auf und starrte den Sprechenden verständnislos an. „Was meinen Sie denn, Küpper?“ Der Buchhalter blickte nicht minder überrascht auf. Seine Mienen aber nahmen flugs wieder den Ausdruck der Zerknirschung an. „Ach Gott, Herr Rentmeister, Sie wissen ja,“ wisperte er und drehte sich scheu nach der Verbindungsthür um.„Sie können ja die neun Mark am Ersten von meinem Gehalt kürzen. Es soll ja auch ganz gewiß wieder vorkommen, ganz gewiß nicht.“ Der Rentmeister brauchte noch ein paar Sekunden, bis er seine Gedanken so weit gesammelt hatte, um zu verstehen. Ja, das war ihm ganz aus dem Gedächtnis geschwunden. Küpper hatte neun Mark der Portokasse unterschlagen. Armselige neun Mark! Und darum schwebte der arme Kerl nun in Angst und Sorgen. Der Rentmeister winkte bechwichtigend mit der Hand. Das Verbrechen des Küpper, das ihn am Vormittag noch so in Harnisch gebracht und förmlich erschüttert halle, wur plötzlich zu ganz winziger Bedeutung zusammenge„Gut, Küpper,“ sagte er,„ich nehme Ihr Versprechen Die neun an und will die Sache nicht weiter verfolgen. Mark werde ich Ihnen am Ersten abziehen.“ Die Dankesbezeugungen, in denen des Buchhalters freudige Überraschung sich Luft machte, schnitt er kurz mit einem:„Gut! Genug davon! Die Sache ist erledigt“ ab, um sich von neuem indie Frage zu versenken, vor der jetzt alles andere in den Hintergrund trat:„Woher das Geld beschaffen, um Helmuth zu retten?" Ein paar Geschäftsbesuche störten ihn darin. Es waren ein paar„kleine Leute“, die ihre Ersparnisse zwanzig und dreißig Markweise auf die Sparkasse trugen. Inzwischen verstrichen die Viertelstunden und summierten sich zu Stunden und des Rentmeisters geheime Angst und Aufregung wuchs mit ihnen. Endlich— endlich schlug der Regulator sechs Uhr. Geschäftsschluß! Der Rentmeister bedeutete Küpper und den anderen zu gehen. Er selbst habe noch zu arbeiten... 6 8 Und nun war er wieder allein mit seinen Gebanken, mit seinen entsetzlichen Phantasien, die ihm das Blut in den Adern erstarren machten, die ihn wie ein gehetztes Wild von einem Zimmer ins andere trieben, bis er zuletzt völlig ermattet auf einen Stuhl sank und seine Stirn beide Hände stützte. So verharrte er eine ganze Weile in einem Zustand halber Bewußtlosigkeit. Da trieb ihn der Stundenschlag des Regulators jäh empor. Sieben Uhr! Mein Gott, wo war die Zeit geblieben? Sieben Uhr! Um nenn Uhr ging Helmuths Zug, mit dem er in seine Garnison zurück mußte. Und zugleich fiel es dem Einsamen schwer auf die Seele, daß er seinen Sohn so lange in der tötlichen Ungewißheit gelassen. Ein schrecklicher Gedanke durchzuckte ihn. Wenn Helmuth, an seiner Rettung verzweifelnd, sich vielleicht schon hatte hinreißen 9) Der Alte, wagt den Gedanken nicht auszudenken. Mit einem Satz ist er an dem Geldschrank. Da liegt Geld, viel mehr als er nötig hat. Er braucht nur die Hand auszustrecken. Und er soll um fremder Leute wegen seinen Sohn hilflos zu Grunde gehen lassen: Er hat ja die Hypothek, es handelt sich ja nur darum, für eine kurze Zeit eine Anleihe zu machen. Mechanisch, wie ein Nachtwandler, fast ohne Bewußtsein dessen, was erthut, nimmt der Rentmeister aus der großen Ledertasche im Mittelfach des Schrankes sechs braune Scheine heraus und steckt sie hastig zu sich. Dann stürzt er zu seinem Hut und zu seinem Ueberzieher. Schnell, schnell nach Hause! Das Leben seines sohnes gilt's, seines einzigen Sohnes! Auf der Schwelle seiner Wohnung hat er eine Begegnung, die ihn mit Schracken erfüillten, Es segdgr, Stegte anwaltsgehilfe Meinert, der ihm im Flur kalte Schweiß tritt dem alten Herrn bei dem unerwarteten Anblick des Beamten der Staatsanwaltschaft auf die Stirn und er macht unwillkürlich eine Bewegung mit der Hand nach der Stelle auf seiner Brust, wo iyn in der Tasche die von fremdem Gut genommenen TausendmarkScheine wie Feuer brennen. Doch der Assessor geht ihm mit ausgestreckter Hand und verbindlichem Lächeln entgegen. „Guten Tag, Herr Rentmeister! Freue mich, Sie men und wollte nicht verfehlen, den lieben Regimentskameraden zu begrüßen. Der Rentmeister legte mechanisch seine Hand in die des Assessors. Jetzt erinnerte er sich. Ja, der Assessor hatte einst sein Jahr in Helmuths Regiment abgedient und das war die Veranlassung gewesen, daß der Assessor vor längerer Zeit seinen Besuch in der Familie gemacht hatte und daß er, so oft Helmuth einmal auf Urlaub gekommen war, lebhat mit ihm verkehrte. sich, seine Aufregung zu verbergen. Wie befreit atmete die Erde herabfallen. Im Märchen sammelt das Kind die goldenen Sternschnuppen in sein Schürzchen ein; in Wirklichkeit giebt es Meteorsteine, die bis zu mehreren hundert Zentnern wiegen und, wie Humboldt im„ mos“ mitteilt, einmal in Italien einen Priester erschlagen v. Eine General=Versammlung des lichen Kreisvereins Hörde findet Dienstag, deg 19. nachmittags 3½2 Uhr im Hotel Müller au. Parzierung Die Tagesordnung lautet wie folgt: 1. Dechulgierung der Rechnung über das landwirtschaftliche Fest. 2. Vortrag des Herrn Direktor Dr. Müller über das Thema: „Sollen wir warm= oder kaltblütige Pferde züchten?“ 3. Wahl eines Mitgliedes und Kör=Kommission für Hengste nach Belgier Art. Referent: Herr Vereins=Direktor. 4. Vortrag des Herrn Amtmanns Gutjahr über das Thema:„Die Anpflanzung von Obstbäumen an Landstraßen.“ 5. Beschaffung von Geräten für die Schüler des diesjährigen Obstbaukursus. Referent: Herr Vereins=Direktor. 6. Obstperkgufsstelle, und Obstmarkt in Dortmund. Referent. Herr Ioester. 7. Behandlung von Gutachten und Aeußerungen der Landwirtschaftskammer. Referent: Herr Vereins=Direktor 8. Entgegennahme von Anmeldungen der Mitgliedschaft zur Genossenschaft für Viehverwertung in Deutschland. Referent: plome an direktor. 9. Verteilung der DiAussteller auf dem landwirtschaftlichen Fest. Herr VereinsVermischtes. wurde soeben ein Sprache kam, daß einer Nacht fast Auf der Anklagefür einen Bären hätte halten können. Daß Li=, keiten die Flucht ergriff, kleine Verletzungen in Gestalt von man ihn zu. enen Bären hätte halten können. Daß Li., Beulen, Schrammen und Luetschungen davontrugen„NachHung=Lschang so oft totgesagt wurde, war in gewisser dem von beiden streitenden Gruppen Strafantrag, geste Bezsehung zu versteten, daß er schon lange nur kuntugiz.n I°.terdg Peztendez pereigskeunßen Vor der Berliner Strafkammer Prozeß verhandelt, in welchem es zur ein dem Spielteufel Verfallener in eine halbe Million Mark verspielt hat! bank befand sich der frühere Rittmeister v. W. wegen Vergehens gegen die Konkursordnung durch übermäßigen Aufwand, Spiel und Wetten, sowie wegen Betrugs in sechs Fällen. v. W., der ein Jahreseinkommen von 54000 Mark hatte, will bis zum Jahre 1883 keine Karte angerührt haben. Dann kam er nach Berlin, und im dortigen Unionsklub war es, wo er in einer Nacht 250 000 Mark verlor. Er gab Wechsel auf Wechsel, die Gläubiger ließen sich Wucherzinsen zahlen, und so wuchs die Schuldenlast ins Ungeheuliche. v. W. ist entmündigt worden, und die Familie hat jetzt das Vergnügen, 15 Jahre lang die Schulden des leichtsinnigen Mannes abzuzahlen. Viele Gläubiger haben auf ihre Forderung verzichtet. Aus Li=Hung=Tschangs letzten Lebensjahren. Vor einigen Monaten schilderte der Pekinger Berichterstatter des„Newyork Herald“ das merkwürdige Leben des„großen alten Mannes von China, der physisch bereits halb tot geistig aber noch immer ein Wunder bleibt. Wenn Li=Hung=Tschang nach Peking kam, erzählte er, „wohnte er immer in dem sien=Linag=tze oder dem Loyalen Guten Tempel.“ In guten und schlechten Tagen haben ihn die Priester desselben willkommen geheißen, mit oder ohne die gelbe Jacke. Das kleine, zellenartige Gastzimmer hatte sich zu einem Pavillon erweitert; der Vize besserunng bezahlt, und sem Eischen haben sich bei seinem zunehmenden Reichtum vermehrt. Er hat diese entarteten Priester gern, weil sie ihm so viel Vergnügen bieten. Sie leben sehr ruhig und glücklich, nur im letzten Monat vor Neujahr holen sie aus den staubigen Ecken der Schlafsäle seltsame rote Täfelchen mit schwarzen Schriftzeichen hervor und ehren sie mit rauch und Opfergaben. Warum sie das thun, erzä der Vizekönig gern unter wieherndem Lachen:„Auf den Täfelchen stehen die Namen der Hüter des Tempels, und vier Tage vor Neujahr machen sie nach dem Glauben der Brüder eine Reise zum Himmel, um über das Betragen ihrer im Tempel wohnenden Brüder zu berichten. Nach Abzug der Reise blieben ihnen nur vierundzwanzig Stunden zu dem Bericht, aber sie könnten noch zu viel erzählen, wenn die Priester nicht so schlau wären. Sie fütterten ihre Wächter mit Pfannkuchen und klebrigem Kandiszucker, bis ihre Herzen weich sind und sie sagen:„Es sino doch gute Kerle.“ Wenn die Rachsüchtigen im Himmel aber auch wirklich sprechen wollen, so können sie infolge der klebrigen Nahrung die Zähne nicht auseinanderbringen, Der Vizekönig, der vielleicht der reichste Mann der Welt war, ließ in seinem Hause nur einen Kohlenofen zu, der ihm überall nachgetragen wurde. Es war ein Ofen, wie ihn die Kulis haben, und er kostete vielleicht zwei Mark. Er beachtete es deshalb auch nicht, wenn seine Besucher im Winter die Ueberzieher anbehielten, trotz doppelter warmer Unterkleidung, und er selbst trug unter seiner blauen Tunika mit Diamantknöpfen so viele Pelze, daß Das kleine, zellenartige Gastzimaus zwölf Räumen besteyenden Tigekönig hat selbst für die Verseine Geschenke für den Tempel Weiherhalten wurde. Morgens mußte er aus einem totähnlichen Schlaf durch Frottieren der Arme und Beine mit in Alkohol getränktem Flanell und durch Elektrisieren wie der zum Leben erweckt, in seine Kleidung gesteckt und an den Arbeitstisch gebracht werden. Dann erst erwachte seine schlafende Thatkraft, er saß aufrecht in seinem Stuhl und las und diktierte seinen Sekretären Telegramme. Wenn er dann erschöpft war, las er in kostbar gebundenen und künstlerisch geschriebenen Büchern chinesischer Weisen und schrieb zur Erholung mit der Genauigkeit eines Mathematikers die Worte ab. Dann kam die Zeit des Gabelfrühstücks und der Kampf mit dem Arzte, denn der Vizekönig erfreute sich eines guten Appetits, aber sein Verdauungsapparat funktionierte nicht mehr entsprechend. Wenn er sich mit dem gelben, klitschigen Stoff, der wie Maccaroni aussieht, begnügte, stellte ihm der Doktor immer noch weitere 20 Jahre in Aussicht, aber ein Gericht Schweinefleisch, das sein Freund ihm schickte, lockte ihn, und gewöhnlich konnte er zu seinem eigenen Schaden der Versuchung nicht widerstehen. Nach einem kleinen Spaziergang, den er nur mit Hilfe von vier Dienern machen konnte, ließ er sich zurücktragen; er konnte Ruhe nicht vertragen, und sein Empfangszimmer lag deshalb auch zwischen dem Stallhof und dem kleinen Hof, wo seine Soldaten und Diener den ganzen Tag Lärm machten. Als er einst bemerkte, daß ein Besucher durch den Lärm zerstreut wurde, entschuldigte er sich und sagte:„Ich kann ohne diesen Lärm nicht leben. Es ist die Schwäche eines alten Mannes, darum entschuldigen Sie mich. Ich bin nicht mehr der Arbeiter von früher, und der Lärm hält meine Gedanken auf die Arbeit, die ich gerade mache, konzentriert. Wäre alles ruhig, so würde mein Geist wandern und ich könnte sogar einschlafen.“ Wenn dann die Nacht kam, trugen seine Diener ihn auf den Schultern wieder ins Bett. ( Ein bravet Kerl. Die Leichenrede eines holländischen Sergeanten auf dem Friedhof in Gravenhage lautete: Kameraden! Der Verstorbene— unser aller Freund — war ein braver Kerl; er hatte ein reines Führungsattest, wenig Stiefelreparatur und selbst noch ein Sparkassenbuch. Spiegelt Euch in ihm, Jungens. Abmar= scher“ )( Fur Leute, welche gern offentliche Ehrenämter übernehmen, ist die Landgemeinde Groß=Budzek, in der nur vier Haushaltungen(sämtlich Besitzerfamilien) mit 35 Seelen vorhanden sind, eine Idealgemeinde. Der eine Besitzer ist Gemeindevorsteher, zwei andere sind Schöffen, der vierte ist Waisenrat. So berichten ostdeutsche Blätter. )( Enormes Geldverdient die amerikanische„Standard Oil Company.“ Sie hat nach einer Newyorker Nachricht für das Rechnungsjahr 1901 eine Dividende von 48 Prozent festgesetzt. Auf den„Petroleumkönig" Rockefeller, der im Besitz von 40 vom Hundert der Aktien ist, entfalle ein Dividenden=Anteil von etwa 74 Mill. Mk.! Ein ergötzliches Geschichtchen, welches sich anläßlich des Festzuges in Brixen zugetragen haben soll, wird der „Bozener Zeitung, von dort gemeldet: Mehrere an paar Worte auf, als sich Herr Meinert, nachdem sie ein gewechselt hatten, wieder verabschiedete.. der Wohnung selbst traf der Rentmeister noch einen zweiten Besuch bei seinem Sohne. Das war Prediger Bruck, Helmuths intimster Freund. Von der Tertia ab hatten sie, obwohl der Prediger drei Jahre älter war, die Gymnasialklassen zusammen besucht und nebeneinander gesessen. Seitdem hatte sich eine schwärmreische Freundschaft zwischen den beiden jungen Leuten entwickelt. Heute aber hätte Helmuth gern auf den Besuch seines Freundes verzichtet. Jetzt stand er wie auf Kohlen. Endlich— endlich reichte ihm Prediger Bruck zum Abschied die Hand.„Laß Dir's gut gehen, alter Junge! Und Du entschuldigst mich wohl, wenn ich nicht nach dem Bahnhof komme. Ich habe heute abend mit dem Herrn Superintendenten eine Konferenz. Auf baldiges Wiedersehen!“ Als der Prediger gegangen und Martha nach der Ladenbesitzer hatten ihre Schaufenster geräumt und Schaulustige vermietet. Vor einem Hause in der Straße, in dessen Fenster drei Damen— welche das zarte Frühlingsalter schon längst verlassen hatten— saßen, staute sich plötzlich die Menge und ein ohrenbetäubendes Gelächter erscholl. Da der Haufen immer größer und das Gelächter immer stärker wurde, fühlte sich der Hausbesitzer veranlaßt, hinauszugehen, um nach der Ursache dieses Zusammenlaufes zu sehen. Groß war aber seine Verlegenheit, als er sich davon überzeugte. Er hatte nämlich in der Eile beim Ausräumen des Schaufensters vergessen, ein Schild wegzunehmen, das unterhalb der Scheibe befestigt war und worauf in großen schwarzen Lettern geschrieben stand:„Wegen vorgerückter Saison zu herabgesetzten Preisen!" 9 gr g.# (Der böse Titel). Der Herr Leyrer muß auf kurze Zeit das Klassenzimmer verlassen und betraut den Klassenersten mit dem Auftrag, während seiner Abwesenheit auf Ordnung zu sehen.— Als er aber zurückkehrt, findet er ein allgemeines Durcheinander u. das Ordnungsorgan im wildesten Handgemenge. Auf die erzürnte Frage, ob das Ordnung halten heiße, kommt die Antwort:„Aufsichtsrat werd' ich mich doch nicht schimpfen lassen!“„" Pankhirstur finsst. . Zeitgemäße Annonce.„Bantoirertor findet sofort Stellung. Solche, die noch nicht eingesperrt waren, erhalten den Vorzug. :(Richtiger Platz). Weinhändler:„Bitte bringen die die Anzeige in Ihrer Zeitung, daß ich morgen mein Weingeschäft eröffne— aber bitte, in einer passenden Rubrik.“— Redakteur:„Ja, unter Vermischtes.“ §(Rätsel). Man geht in ein Loch hinein, kommt bei drei Löchern heraus, und wenn man bei allen dreien herausgekommen ist, dann ist man drinnen; was ist das? s Die siebenjährige Ella soll einen Aufsatz über die dem von beiden streitenden Gruppen Strafantrag gesteut war, kam es vor Gericht zu einer eingehenven Erörterung des Waldkampfes. Vorsitzender: Angeklagter Zöller, nach den bisherigen Feststellungen waren Sie es, der zuerst auf Hahnel. und Eimon losging. Kannten Sie die Beiden von früher?“ Angekl. Zöller: Ick schiebe mir n' Eid druff zu, det ick beede nie jesehen hatte. Wenn aber so'n unjebildetet Pack’ne jänzlich unbekannte Dame anquasselt und mit lauter schnoddrige Redensarten drangsaliert, da wird et woll erlaubt sind, sich als Kavalier mang zu stechen. Det hab ick ooch jethan und die beeden Bachulkes mächtig derbe Bescheed jesagt, wobei denn een Wort det andere und sozusajen een Rejenschirm den anderen jab. Vorsitzender: Die Zeugin Siebold. Zeugin Siebold(nach Feststellung der Personalien): An den janzen Klumpatsch war bloß det bleede Anquaddschen schuld. Een junget Meechen is heitzudage nirgends davor sicher, dat nich een janz Fremder uff eenmal in sie rinreden dhut, jerade als ob unsereens'ne Telephonleitung wäre, wo jeder nach Belieben wat rinquasseln könnte. Ick hatte mir eenen Oojenblick von den Herren Zöller und Misch entfernt, um Pilze zu suchen, als mir die Beeden da— hier wirft die Zeugin einen zornigen Blick nach den Angeklagten Hahnel und Simon— ooch schon mit so'ne faule Redensarten uff't Korn nehmen.„Heren Sie, Freilein,“ meente der Eene, der da mit dem verjnatzten Wasserkopp,„ick habe hier’ne Ansichtskarte, die ick jerne bald los sein möchte. Haben Sie vielleicht sällig den nächsten Briefkasten bei sich?“— Oeden Sie mir nich an, Sie oller Patzkopp!“ jebe ick redhur, da fragt mir der andere:„Haben Sie vielleicht zufällig een Stick in Benzin jetränkte Watte bei sich? Wat, och nich? Ja, wat haben Sie denn ieberhaupt bei sich?“ Und wie ick mir entristet abwende, meent wieder der Verjnatzte mit dem Wasserkopp:„Sagen Se, Freilein, lebt denn Ihr verstorbener Onkel noch Derjleichen soll sich een gebildetet und anständijet Meechen von die Herrenwelt bieten lassen. Ick jehe aber janz ruhig weiter, indem ick die Jruppe still verachte und durch Isnoranz strafe. Indem ick nu'ne Melodie vor mir hinträllere, bemerkt wieder der Eene, der mit die jebogene Löffeljansnase: sind hier janz in de Nähe von Hundekehle(Station). merkt'n Pferd!“— De Mutter Natur bejabte mir von Kindsbeene an mit een sehr jediejenet Stimmorjan un so Eener will mir mit'ne Hundekehle hohnepipeln! Nun kam ooch jleich Herr Zöller ran un fragte, wat dat für’ne Benehmijung wäre.„Sie befinden sich hier nich in de Wullhaide, sondern in'n Irunewald. Lassen Sie jefälligst die Dame in Ruh, sonst jiebt et mächtig wat uff die Badehosen!“—„Wat“, ruft da der mit dem Wasserkopp.„Sie haben woll schon lange keene Jehirnerschütterung jehabt?“ Und fack, fack, jehen beede mit die Mußspritzen uff einander los. Ick habe mir jleich in die Bische jeschlagen, indem ick een weechet Jemiet besitze un beileibe sowat nich mit ansehen kann. Wie ick mir aus de Entfernung noch mal umdrehe, waren Misch und der mit die Löffeljansnase jleichfalls in't scheenste Katzbaljen bejriffen. Ick habe dann jewartet, bis det Jefecht zu Ende war. Meine beeden Herren kamen mit janz zerknitterte Schirme in sehr defektem Zustande uff mir zu, faßten mir beede unter und wollten mir nach Hundekehle jeleiten, da ruft Eener von die Beeden da noch hinterher:„Sieh mal, zwee Hunde, die sich um eenen Knochen baljen!" Det jing natierlich uff meine schlanke Figur. Na, so'ne Packasche jeht natierlich uff det Klumpige, Unjraziöse un hat dafor keenen Schönheitssinn. Uff die Bemerkung hin jingen meine beeden Herren noch mal ufft Neie los und im Oojenblicke war det Jefecht wieder im Jange. Ick bin dann seelensmutteralleene nach Hause jefahren.“ Da weder aus den Bekundungen der Zeugin noch aus den Behauptungen der Angeschuldigten hervorgeht, wen der größere Teil der Schuld trifft, erklärt das Gericht unter sprechung aller Beteiligten die Körperverletzung für gegen einander aufgewogen und virteilt die Kosten zu gleichen Teilen. Büchertisch. Neue, neunte Lieferungs=Ausgabe von Stielers 100 Karten in Kupferstich, herausgegeben von Justus Perthes' Geographischer Anstalt in Gotha.(Erscheint in 50 Lieferungen jede mit 2 Karten, zu je 60 Pfg.) 1. Lieferung: Nr. 15, Ostalpen in 1:925000, von C. Scherrer und H. Habenicht; Nr. 64, China in 1:7500000, von C. 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Um die Folgen eines Sonntagnachmittagausflugs nach und Misch unternahmnen in Geselschaft eines Ladenfräuleins, e de eist war, fürzie Helmuach auf seinen Vater der 1csährigen Enrgear Holtis aun einen Se eigenen Ve. Walde Rast gehalten. In der Nähe der Gruppe hatten sich die Handlungslehrlinge Hahnel und Simon niedergelassen. Aus harmlosen Neckereien entwickelte sich bald eine solenne Keilerei mit Stöcken und Schirmen, aus der alle Beteiligten, mit Ausnahme der Siebold, die bei Ausbruch der Thätlichzu. Er war so reregt, daß er nichts hervorbrachte. Doch die Blicke, die in seinem bleichen Gesicht sich angstvoll auf den Eintretenden hefteten, sprachen beredt genug. Der Rentmeister nickte. „Ich bringe Dir das Geld,“ flüsterte er. I(Fortsetzung folgt). Süb. Medaille Weitausst. Paris von 75 Pfg. per Meter Ponstone an. Muster portofrei. Deutschlands grösstes Specialgeschäften MICHELS& Cie BERLIN sw. 19 Leipzigerstrasse 43, Ecke Markgrafenstrasse. 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Juli 1899 wonach säumige Arbeitgeber sowie Versicherte durch Ordnungsstrafen bis zu 300 Mr Aushändigung der Karten angehalten werden können. 1901 Hörde, 14. Nov. Der Landrat: v. Starck. Weihnachten 1901! Weihnachten 1901! Pholograf““ Kirnrr = ersten Kunges= Heinr. Kleu, Schwerte, Hörderstraße 14. Hörderstraße 14. Für Weihnachten bestimmte Aufträge, namentlich solche größeren Formats, bitte ich im Interesse einer prompten und sorgfältigen Erledigung frühzeitig zu erteilen.— Durch mein Kunstlicht=Atelier(Prämiiert Stuttgart 1899: Gold Medaille; Paris Weltausstellung 1900: Gold. Medaille; Frankfurt a. M. 1900: Gold. Medaille) bin ich in der Lage, zu jeder Zeit und Witterung Aufnahmen herzustellen, und bleibt mein Atelier geöffnet bis abends 8 Uhr. Für Aufnahmen nach 8 Uhr erbitte vorherige Anmeldung. Mache auf meine Ausstellung im Hause des Herrn Bander, Bahnhofstr. 8, aufmerksam. Warenhaus, Nikolaistraße 5. 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Dieser Kräuter-Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den ganzen Verdanungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. KräuterWein beseiligt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blat von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neuob.- Zurch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie: Kopfschmerzen, Aufstossen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigemal Trinken beseitigt. e e und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmu Stuhlverstopfung likschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutdem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Bsbendes ber bobder, Vbes ouzih Lopsechuerzen, Lchlalogen Nächten, siechen ost, olste Kräuter=Wein steiger den Appeit, befördert Verdauung und Ernährung, reat Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. 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