mmmmehemmmen Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile eder deren Raum 10 S, außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 J. Pruck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, FernsprechAnschluß Nr. 85, Amnt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. Ro. 162. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Ktreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. SSchwerte, Sonnabend, 15. Juli 1901. Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., e#### 42 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentag. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierten Kamiienfreund. 34. Jahrgang. Erstes Blatt. Politische Uebersicht. Deutschland. — Seine Yacht„Samoa II.“ hat der Kaiser dem Offizierkorps des 1. Garderegiments zu Fuß geschenkt, das einen eigenen Seglerverein gebildet hat.— Von der Nordlandsreise wird gemeldet, daß der Kaiser am heutigen Sonnabend Odde wieder verlassen hat und weiter nordwärts gefahren ist. Bei einem Ausflug nach dem Lotefos legte der Monarch am Denkmal des vor 4 Jahren verunglückten Leutnants z. S. von Hahnke einen Kranz nieder. —(Aus den Kolonien). Die Nachfrage nach Pferden im deutsch=westafrikanischen Schutzgebiet ist derartig gestiegen, daß das Angebot derselben bei weitem nicht entsprechend ist. Die Preise sind daher annähernd auf das doppelte der vor etwa 3 Jahren üblichen Sätze hinaufgegangen. Von wesentlichem Einflusse hierauf war der Umstand, daß infolge des südafrikanischen Krieges die Einfuhr aus der Kopkolonie gänzlich unterblieben ist. Um den Ansiedlern die Möglichkeit eingener Aufzucht zu erleichtern, wurden aus dem Regierungsgestüt Glauchas viele Stuten im Austausch gegen Wallache abgegeben. Drei im Lande gezogene Hengste wurden neu angekauft, sodaß dem Gouvernement jetzt sieben Beschäler zur Verfügung stehen. Drei weitere in Deutschland gekaufte Vollbluthengste sind kürzlich im Schutzgebiete eingetroffen. Der im Mai 1898 eingeführte Trakehner„Saphir“ hat sich vollständig akklimatisiert. Die von ihm in diesem Jahre gezogenen Fohlen zeichnen sich durch kräftigen Bau aus. England und Transvaal. + Der Bericht der Miß Hobhouse über die in den Lagern internierten Buren hat einen gewissen Erfolg gehabt. Am 4. Juli zeigte der Kriegsminister an, daß nun„alle Frauen, Kinder, betagte Personen und zuverlässige Männer, die über angemessene Existenzmittel verfügen,“ die Gefangenenlager verlassen dürfen. Freilich, viele der Unglücklichen werden von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch machen können, da sie ja fast ohne Ausnahme von allen Mitteln entblößt sind. + Die englische liberale Partei— die Gegnerin Chamberlains — hat in ihrer letzten Versammlung, von der wir bereits mehrfach berichteten, folgende Resolution angenommen: 1. Der Krieg muß zu einem baldigen und erfolgreichen Ende gebracht werden, aber mit dem Schwert in der einen und dem Palmzweig in der anderen Hand; es würde unmöglich sein, Bedingungen zu gewähren, welche die Buren besser als vor dem Kriege stellen würden. 2. In der militärischen Politik seien solche Akte zu vermeiden, welche die Empfindung unnatürlicher Härte zurücklassen würden. 3. Eine allgemeine Amnestie britischer Unterthanen. 4. Nach einem kurzen Zwischenraum irregulärer Regierung ein freies Kolonialsystem, das zu einer Bundesverfassung führen würde. China. (Französische Absichten in Südchina). Trotz aller Entschiedenheit, mit der die zünftigen Diplomaten den Begriff der Interessensphären in China perhorreszieren, treten dieselben doch immer deutlicher und selbst dem Laienauge erkennbar zu Tage. Daß Frankreich sein Augenmerk auf Südchina, namentlich auf die Provinz Jünnau richtet, ist ebenfalls schon lange kein Geheimnis mehr. Ueber die französischen Absichten in China äußerte sich ein nach Tongking gehender Ingenieur folgendermaßen: Nachdem die Kammern die erforderlichen Summen für den Ausbau des Bahnnetzes der Kolonie bewilligt haben, wird sofort an den Bau herangegangen. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Angliederung der chinesischen Provinz Jünnan vorwärts gethan. Jünnan ist schon jetzt ganz unter unserem Einfluß, unsere Missionen sind dort stärker als irgendwo sonst und verfügen über Tausende von Konvertiten, die nur wünschen, unter unser Protektorat zu kommen. Die chinesische Regierung wird dem Bahnbau in die Provinz Jünnan, die überhaupt nur nominell zum chinesischen Reich gehört, wie der Anlegung von Bergwerkenu. Hütten keine Schwierigkeiten in den Weg legen. Da Jünnan ungeheuer reich an Mineralien ist, bildet es eine wertvolle Ergänzung unserer mehr auf die Landwirtschaft angewiesene Kolonie Tongking. Diese hat bereits während der letzten Jahre Ueberschüsse ergeben. Nach der Angliederung Jünnans würden die Einnahmen verzehnfacht werden. Da ich jahrelang dort war, kann ich ohne Uebertreibung sagen, daß es die beste Kolonie sein wird, die wir besitzen.— Daß Deutschland den Absichten Frankreichs in Südchina keine Schwierigkeiten bereiten wird, darf wohl als sicher angenommen werden. Doch würde sich Deutschland wohl dieselben Rechte in Schantung nehmen, die Frankreich in Jünnan erhielte. +(Der deutsche Soldatenfriedhof in Paotingfu). Wenn unsere Sodaten, die vor bald 1 Jahr so fröhlich und mutig hinauszogen in den fernen Osten, wieder den Boden der Heimat begrüßen, wird mancher Mutter Auge vergebens nach ihrem Jungen spähen. Er kehrt nimmer wieder. Seit Monaten schläft er in fremder Erde den Todesschlaf. Eltern und Geschwistern können sein Grab nicht besuchen und mit Blumen schmücken; aber eines möge die schwer geprüfte Familie trösten. Die letzte Ruhestätte ihres Sohnes oder Bruders ist nicht schutzlos chinesischer Roheit preisgegeben. Wie zu Hause so ziert auch hier das Grab des Entschlafenen das Kreuz. Und vor dem Eingang zum Friedhof wehrt der deutsche Adler jeden frevlen Störer der letzten Ruhe der deutschen entschlafenen Soldaten. Der deutsche Friedhof in Paotingfu, ist wie der„Tägl. Rundschau" berichtet wird, mitten in der Stadt gelegen, auf einem Grundstück, das von der chinesichen Behörde auf ewige Zeiten dem deutschen Reiche abgetreten ist. Am Thore ist in die hohe Umfassungsmauer eine Steintafel eingefügt, die in chinesischer Schrift die Thatsache der Schenkung bekundet. Auf dem Friedhof ruhen in einfachen, von Steinen eingefaßten Gräbern bis jetzt 30 deutsche Soldaten, jedes Grab trägt ein Holzkreuz mit dem Namen des Toten. Auf einem hohen Sockel in der Mitte des Friedhofs ist eine Granittafel mit der Widmung angebracht: „Dem Andenken tapferer deutscher Soldaten des Ostasiatischen Expeditionskorps.— Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Lotales. Stadt und Kreis. ** Schwerte, 13. Juli. In der Stadtchronik darf die verflossene Woche mit rotem Stift unterstrichen werden. Denn unsere Stadwäter, deren weiser Hut die Interessen der Stadt anvertraut sind, und welche, zur Wahrung dieser Interessen, einen Prozeß gegen die Stadt Dortmund angestrengt hatten, haben in der ersten Instanz— und wie die Dinge liegen, wohl auch endgiltig— obgesiegt. Der Streit ist in hohem Grade interessant, da hier Lebensfragen einer großen Kommune mit kleinen Interessen einiger Ruhranlieger kollidieren, und gewaltige Anlagen der Neuzeit gemessen werden an u. gebeugt unter Gesetze einer älteren Zeit, die sich von solchen Anlagen nichts träumen ließ. Die Stadt Dortmund trat bekanntlich im Jahre 1880 an die Kommune Schwerte mit dem Ansinnen heran, die Röhrenleitung des geplanten Wasserwerkes an der Ruhr durch städtisches Terrain legen zu dürfen. Da man damals auf eine— im Verhältnis zur Wasserfülle der Ruhr— mäßige Wasserentnahme rechnete, so gab die Stadt dazu die Erlaubnis unter der Bedingung, Anchluß an die Wasserleitung zu erhalten und den Kubikmeter Wasser für 7 bezw. 5 Pfennige geliefert zu bekommen. Sobald dieser Vertrag 1880/87 geschlossen war, schien Dortmund jede Rücksicht auf die Interessen Schwerte's aus den Augen zu verlieren und nur noch darauf bedacht zu sein, die Nymphe der Ruhr, sozusagen, nach Dortmund zu entführen. Nicht nur, daß gewaltige Brunnenbassins in der gesetzlichen Entfernung von 25 Meter vom Flußufer angelegt wurden, die das Grundwasser aufsogen und die Privatbrunnen im nächsten Umkreise— den Opermann'schen und andere in der Mühlenstraße— austrockneten, sondern es wurde der Ruhr auch direkt Wasser entzogen. Insgesamt werden dem Flusse zur Zeit 22 Mill. Kubikmeter Wasser jährlich entnommen. Schon diese, bei Abschluß des Vertrages von unseren Stadtvätern nicht geahnte Höhe der Entnahme hat für Schwerte, insbesondere für die Anlieger der Ruhr, eine Schädigung zur Folge und bildet seit längerer Zeit den Gegenstand ernster Beunruhigung und Sorge. Umsomehr, als immer neue Erweiterung und Vergrößerung des Röhrenstranges geplant und durchgeführt werden und, wie Herr Direktor Reese in einer Denkschrift ausführte. die Wasserentnahme auf das Dreifache, auf 66 Mill. Kubikm. gesteigert werden soll. Was dies bedeutet, lehrt folgende Rechnung. Die Ruhr liefert bei normalem Wasserstande pro Sekunde 4 Kubikmeter Wasser, im Jahr also rund 120 Millionen Kubikmeter. Wenn der Plan der Direktion also durchgeführt wird, so wird In eigener Nache Roman von L. Haidheim. 40)(Nachdruck verboten.) Der Müller besann sich keine Minute. Er war ein paar Jahre Soldat gewesen. Die eisige Flut— die ungeheure Aufregung machten Burkard Frohberg schwindeln. Mit heißer Angst hielt er des Pferdes Zügel am Gebiß umklammert. Das brave Tier fühlte wohl nicht, wie seinen Führer die Sinne fast verließen, wie es ihm dunkel vor den Augen wurde, denn mit aller Kraft nahm er sich zusammen. Nun waren sie am anderen Ufer. Schaudernd vor Kälte schwangen sich die Männer in den Sattel. „Vorwärts! Vorwärts!“ Da ragte der Turm von Klaino— dort— ganz nahe schimmerten die Wagenlaternen, man hörte das Rasseln der Räder.— „Wo ist das Eingangsthor? Ich kenne Klaino nicht, Herr Baron. Sie müssen führen!“ keuchte Großholz. Ah! da hörte man das Rasseln des zweiten Wagens.— „Famos! Famos! Siebert holt ihn ein! braver Kerl, braver Kerl!“ jauchzte der Müller. Es war inzwischen völlig dunkel geworden. „Graf Ernst Nepomuk hatte nur den ihm folgenden Wagen im Auge gehabt, seinen weiten Vorsprung mit Schrecken sich verringern gesehen— plötzlich— er schrie laut auf und fluchte sah er zwei gespenstische Reiter an sich vorüberbrausen, just als ein herabstürzender Ast sich quer vor seinen Wagen legte. „Wer? Wer sind denn die?“ schrie er außer sich. Er sah, wie einer der Reiter einen Zweig von einem jungen Baum schnitt, noch einen— aber das so im Fluge, daß er es gar nicht begriff. „Wer sind sie? Alle Teufel, wer sind sie?“ keuchte er, im Wagen aufrecht stehend und den Kutscher zu rasender Eile treibend. Jetzt waren sie in der stockdunklen Allee. Nur einmal noch sah er die Reiter— dann hörte er den Hufschlag, denn hier toste der Sturm nicht so arg. „Das Thor! Das Thor! Da ist es!“ keuchte Burkard. „Mir die Pferde! Oeffnen Sie! Kümmern Sie sich um mich nicht!“ schrie Großholz.„Den Spahn, Baron, den Spahn.“ Sie hörten die beiden Wagen ganz nahe. Burkard war vom Pferde. Das Thor war verschlossen. Die sonst stets offene schmale Seitenpforte ebenfalls. Was bedeutete das? Er riß mit seinem Messer einen Spahn los. Ein schrilles Hohngelachter aus vem einen der jetzt herankommenden Wagen, sagte Burkard genug. Im Nu wußte er Rat. In der Mauer gab es ein Pförtchen, welches in einen der Ställe führte und mit dem viel Mißbrauch getrieben wurde. 1261 6 Er stürzte sich dahin;— nun hatte er es erreicht. Es war “ In demselben Moment fiel ein Schuß im Thor. Was bedeutete das? Aber er ließ sich nicht Zeit. Die verdutzten Knechte, vie bei ihren Pferden beschäftigt waren, sahen einen Mann an sich vorüber laufen— einen Herrn. Gberg gn biet „War das nicht der Herr Baron Frohberg!“ kief der eine, trat in die Thür und sah der Gestalt nach. Sonderbar! Der Mann lief durch den Kellereingang unter der Treppe ins Haus;— an der Thür machte er einen Moment Halt. Kannte er hier Haus und Hof?„ Was konnte er im Schlosse wollen? Da woynte jetzt niemand als der Kastellan und dessen Frau, die allerdings stets durch die Souterrainthür gingen. Man hörte draußen am Thor lautes Rufen. In dem Moment wo Burkard Frohberg den Spahn aus der Hausthür gelöst, kam der Kastellan die Treppe aus den unteren Regionen herauf, eine Laterne in der Hand, sehr eilig. Er stuzte und leuchtete Burkard ins Gesschtzg, uusendmas um B. „Da sind Sie schon, Herr Baron? Bitte aansenomar um Verzeihung, das Telegramm von Berkowitz kam erst eben, da sie dort nicht gleich einen Boten—. Aber was ist denn? Da am Thor? Sie schießen wieder? Haben Sie denn nicht eben geschossen? Ich sollte nicht eher als auf den Schuß öffnen, stand in der Depesche.“ „Ah, so. lachte Burkard aufgeregt.„Dann gehen Sie jetzt nur. Doch halt— einen Moment warten Sie noch. Leuchten Sie mir doch rasch.„ I.lan g.7nte ran verdutt Er lief voran, der Kasteuan folgle ganz veronet. Die Treppe hinan! Da war die stolze, weite Halle mit dem riesigen, altertümlichen Kamin.. „So— nun lassen Sie mir vas Licht und gehen Sie zu öffnen“, befahl Burkard.„ Strchteln mit Sün Unterwegs hatte ihm Großholz zwei Schachlein mit Zundhölzern gegeben. Triumphierend, bleich wie der Tod, aber strahlend vor Stolz und Glück, stand Burkard Frohberg und lauschte, wos sich am Thor begeben würde., 81 Ein wütender Aufschrei, Fluchen, Schimpfen— drang Das war die Stimme des„Afrikaners“. Und da— das war Joseph!— Er lachte laut und in furchtbarster Aufregung: „Er ist drin? Er ist drin? Gewonnen! Gewonnen!“ schrie er. Und nun stürmten Schritte dem Schlosse zu;— vieler Menschen Schritte, denn aus den Ställen liefen die Knechte, die nicht anders dachten, als es sei wieder Krieg. Der Kastellan mußte die Hausthür erst aufschließen. Wütend tobte Graf Ernst Nepomuk. „Aber es ist mir doch telegraphiert!“ jammerte der Kastellan. „Ich sollte die Thore und Thuren verschließen!“ Da— da ging das Schloß der Thür auf.— Graf Ebern, der Majoratsherr— und Graf Joseph, der Enterbte, stürzten herein. Vor dem Kamin, in welchem ein Feuerchen hell loderte, stand hoch aufgerichtet Burkard von Frohberg vor den flackernden Flammen und dem einen Licht beleuchtet, ein Lächeln auf dem sonst so ernsten Gesicht, wie er es noch nie gehabt.„Ich bin im Und während der ältere Graf in gellenden Fisteltönen, vor Grimm außer sich schrie:„Ich protestiere! Ich protestiere, stürzte Joseph Ebern auf Burkard zu, umarmte ihn weinend und lachend zugleich und rief in jubelnder Freude:„Dir gönne ich es! Dir on Durch die offene Thür traten aber jetzt der Müller von Biela und der Aktuar. 8 SHherz“ „Der Herr gesegne Ihnen das Erve, Baron Frohverg. „Das wird der„Herr" wohl bleiben lassen", fuhr der „Afrikaner" nach ihnen herum.„Ich bin der rechtmäßige Erbe und habe an Klaino das erste Recht als ältester meines Vaters. Von mir aus, Herr Neffe, wirst Du es in Ruhe nimmer besitzen, denn bis zum letzten Atemzug streit' ich für mein Recht.“— „Onkel Ernst, lasse uns jeden den Weg gehen, den wir für den richtigen halten, ich meinesteils erwehre mich Deiner und jeglicher Ansprüche— aber warum sollen wir nicht dennoch wie anständige Menschen und Ehrenmänner zusammen verkehren? sagte Burkard, sich zu einer Gelassenheit zwingend, die er weit entfernt war zu fühlen.. g.zarztahem„Mit dem Titel „Ehrenmänner!“ höhnte der Measoral#hert. brüstet man sich hier mächtig, es steckt aber menchmal allerlei menschliches dahinter.— die halbe Ruhr und mehr nach Dortmund abgeleitet! Und wird man dabei stehen bleiben? Ging doch schon das Gerücht, daß auch der Dortmunder Hafen mit Ruhrwasser gespeist werden solle. Die Ruhr würde so zu einer Art Guadiana d. h. Entenfluß werden, der an den Dortmunder Wasserwerken zu Schwerte untertaucht, in Dortmund wieder aufzutauchen. Dortmund an der Ruhr! Gegenüber dieser, von keiner Rücksicht gehemmten, fessellost Energie— die, an sich betrachtet, großartig und bewundernswer — mußte die mehr und mehr besorgte Vertretung unserer Stadt auf Mittel und Wege sinnen, ein Halt! zu gebieten. Handhabe hierzu lieferte ein über ein halbes Jahrhundert alte Gesetz ber. Privatflüisse— und die Ruhr ist bis. ge. bei Witten bekanntlich Privatfluß. Das Gesetz gebietet, ras Wasser, welches einem Fluß direkt entnommen wird, wieder in den Fluß zurückzuleiten. Der Zweck dieses Gesetzes ist, die teilweise oder gänzliche Ableitung eines Flusses zu verhieen. Dies Gesetz auf Trinkwasser=Werke, speziell auf das Dortmunder, anzuwenden ist, auf den ersten Blick befremdend und erscheint als Chikane. Erwägt man jedoch, daß uns eine andere Waffe nicht zu Gebote steht gegen Dortmunds rücksichtsloses, fast daß dies Gesetz nur zu dem Zwecke angerufen wird, Dortmund zur Besinnung zurückzurufen und es zu zwingen, die Rücksicht auf unsere Wohlfahrt nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren— wenn man erwägt, daß der einzige Zweck der Berufung ist, eine entsprechnde Entschädigung zu erhalten, nicht aber werk zu beseitigen, so muß jeder Unparteiische anerkennen, daß Recht und Billigkeit auf unserer Seite sind. Es ist ein ganz haltloses Gerede, daß Dortmund von der Stadt Schwerte chikaniert wird. Unsere Kommune ist Dortmund, wo es sich immer mit den eigenen Interessen vertrug, entgegengekommen. Aber die eigenen Interessen müssen und werden— dafür bürgt uns der Name unsres Bürgermeisters und das Stadtverordnetenkollegium— auf das kräftigste gewahrt werden. Dies zu thun, selbst mit Anrufung eines vielleicht veralteten Gesetzes, ist nicht wie unsere Gegner wollen, schildbürgerisch. Im Gegenteil. Ein Schilda wäre Schwerte, wnn es sich zu gunsten Dortmund aus seinen alten Rechten u. Gerechtsamen herausdrängen ließe ohne Entschädigung. Und diese Entschädigung zu zahlen wird Dortmund ein leichtes sein. Stellt sich doch der Selbstkostenpreis für den Kubikmeter Wasser in Dortmund auf noch nicht 2 Pfennige, und die Ueberschüsse beziffern sich auf Hunderttausende! Die Stadt Schwerte, als Anliegerin der Ruhr, hat also auf grund des genannten Gesetzes einen Prozeß gegen die Kommune Dortmund geführt. Dieser Prozeß ist vom Landgericht zu Hagen nunmehr zu unserern Gunsten entschieden worden. Es liegt unserer Kommune fern, die Vollstreckbarkeit des gerichtlichen Urteils zu beantragen. Denn das würde bedeuten, daß Dortmund die direkte Entnahme des Wassers einstellen d. h. einen Teil der Wasserwerke beseitigen müßte. Das will Schwerte nicht. Es sträubt sich zwar gegen eine weitere Wasserentnahme ins Ungemessene, aber den gegenwärtigen Zustand ist es zu ertragen willig. Was es will und fordert, ist nur, daß Dortmund für die Schändigung, welche die Wasserentnahme vom Standpunkt des öffentlichen wie des privaten Rechts zur Folge hat, aufkommt, daß es sich mit den Geschädigten vergleicht und auseinandersetzt. Und das ward unsere Kommune sicherlich erreichen. Die Hoffnung Dortmunds, in den höheren Instanzen das Urteil des Hagener Gerichts umgestoßen zu sehen, ruht auf schwachen Füßen. Denn dieses Urteil stützt sich ausdrücklich auf Entscheidungen des Reichsgerichts. ** Schwerte, 13. Juli. Durch Untreue eines Knechtes namens Gebhardt ist der Landwirt Herr Beckhoff in Schwerterheide empfindlich geschädigt worden. Er war mit dem Fuhr werk nach dem Markt geschickt worden, um Eier zu verkaufen und verschiedene Einkäufe zu besorgen— doch Roß und Reiter man niemals wieder. Wenigstens den Reiter nicht, der mit allem Gelde sich aus dem Staube gemacht hatte. Roß und Wagen fand Herr Beckhoff im Gasthof„Zur Helle" wieder. Trau schau wem! ** Schwerte, 13. Juli. Am gestrigen Tage ist auf der großen Marktstraße in der Nähe der Kämmereikasse ein Beutel mit Geld gefunden worden. Der Verlierer möge sich bei der hiesigen Polizeibehörde melden. ** Schwerte. Der Fabrikarbeiter O. von hier wurde am Abend des 10. d. Mts. von 2 Personen auf der Hagenerstraße angerempelt und mit Gegenständen an den Kopf geschlagen. Der Ueberfallene zog, da er sich sonst nicht helfen konnte, einen Revolver, den er zufällig bei sich hatte, und feuerte einen Schreckschuß ab. Die Thäter ergriffen hierauf die Flucht; dieselben sind jedoch erkannt und zur Anzeige gebracht. Schwerte, 13. Juli. Am Mittwoch ist dem hiesigen Gastwirt Herrn Friedr. Frank ein neues Fahrrad— Marke „Westfalia,“ Nr. 7066, mit schwarzen Felgen— aus der Wohnung entwendet worden. Hoffentlich tragen diese Zeilen zur Ermittelung des Diebes bei. ** In der Woche vom 7. bis 18. Juli wuroen im städt. Schlachthause geschlachtet: 2 Ochsen, 17 Kühe und Bullen, **(Vortrag). Wie schon mitgeteilt, hielt Herr Postdirektor Dicke im Kriegerverein, einem Wunsche des Vorstandes nachkommend, einen Vortrag über das Verkehrswesen alter Zeiten. Wir entnehmen dem Vortrag folgende Angaben von allgemeinem Interesse. Die älteste Form der Uebermittelung von Befehlen oder sonstigen Mitteilungen ist natürlich die mündliche. Indessen diese „Urform“ ist äußerst mangelhaft und unsicher; bei Dingen, welche Geheimhaltung erfordern, auch unbequem. Und so ist es wohl erklärlich, daß die Entwickelung dahin strebte, die Mitteilungen zu fixieren. Dies geschah auf mannigfache Weise, am vollkommensten durch die Buchstabenschrift— eine Erfindung, welche der Menschheit so groß und herrlich erschien, daß sie dieselbe für göttlichen Ursprungs hielt. Die unterste Stufe der Schrift war die Bilderschrift. In dieser Schrift sah ein Brief, der einen Sieg über die Feinde melden sollte, etwa so aus, daß darin ein Löwe gezeichnet war, der eine Schar Hasen vor sich her scheuchte. Auch wir bedienen uns teilweise im„Rebus" noch dieser Schrift. Eine höhere Stufe ist die Wortschrift, die wir am frühesten bei den Egyptern und Chinesen finden. In der weiteren Entwickelung über Hieroglyphen und Keilschrift gelangte man zur Silben und Lautschrift. Das Material, auf dem man schrieb, waren Thontafeln In Keilschrift auf sechs Ziegelstein“— wie sie jetzt noch in Niniveh aufgefunden werden; Tierhäute, Holztäfelchen mit Wachs. überzug u. Papyrus(der allerdings 4 4 pro Bogen kostete!) In der Regel benutzte man in der Folgezeit Tierhäute(Pergament), Die ältesten Nachrichten über Briefbeförderung finden sich in der Ilias und der Bibel. Dort schrieb die Gemahlin des Königs Proitos einen„Uriasbrief," um den Feldherrn Bellerophon, aus Rache für verschmähte Liebe, zu verderben; und die Vibel erzählt von dem Original=Uriasbrief, den der arme Urias selbst franco befördern mußte. In späterer Zeit begegnen wir dem Stabbrief, den Plutarch beschreibt: Man fertigte 2 genau gleiche Stäbe an. Den einen behielt der Absender, den anderen nahm der Empfänger von Botschaften mit sich. Auf diesen Stab wurde ein schmaler Streifen Pergament spiralförmig aufgewunden und nun auf den Stab, von einem Ende zum anderen in gerader Linie, der Brief geschrieben. Der Streifen wurde sodann abgenommen und als„Brief von einem Kurier" befördert. Die Zeichen erschienen auf dem Streifen wie Kraut und Rüben durcheinander gewürfelt; der Brief konnte nur gelesen werden, wenn der Streifen wieder auf einem gleich dicken Stab spiralförmig aufgewickelt wurde. Auf eigentümliche Weise sandte der landesverräterische Sparterkönig Pausanias einen Geheimbrief an den Perserkönig. Er schor einem Sklaven das Haar, ätzte die Schrift in das Pergament der Menschenhaut und sandte, nachdem das Haar wieder gewachsen war, den lebenden Brief nach Persien, sicher vor Entdeckung. Interessant ist, wie Völker ohne Schrift sich zu behelfen wissen. So bedienten sich die Indianer Perus als Brief des sog. Quipu. Dasselbe bestand aus einem Strang, an welchem Schnüre in verschiedenen Farben angeknüpft wurden. Im Heerwesen hatte jede Farbe eine bestimmte Bedeutung, die Truppen=Gattung bezeichnend, während die Truppenzahl durch Knoten ausgedrückt wurde. Erhielt z. B. der Empfänger ein Quipu mit einer roten Schnur, in welche ein 3facher Knoten, ein Doppelknoten und ein einfacher Knoten geschlungen waren, und ferner mit einer grünen Schnur, welche 4 einfache, u. einen Doppelknoten aufwies, so übersetzte er dies Quipu also:„Das feindliche Heer besteht aus 1110 Speerträgern und 240 Reitern. Denn rot bedeutete Infanterie grün Kavalkérie und die einfachen, Doppelknoten usw. bedeuteten Zehner, Hunderte usw. Noch heutigen Tages schicken die Kuhhirten Südamerikas solche Quipus zum Bericht über den Bestand der ihnen anvertrauten Herden.(Schluß folgt). ** Verband der rheinisch=westfälischen Kavallerie=Vereine, Der Delegiertentag der rheinisch=westfälischen Kavallerievereine fand in Verbindung mit einem großen Kavallerie=Kommers am 6. und 7. Juli in Barmen statt. Gleichzeitig feierte der dortige Kavallerieverein sein 25jähriges Stiftungs=Jubelfest. Nach dem erstatteten Jahresbericht umfaßte der Verband 19 Vereine mit 1823 Mitgliedern, welche durch 68 Delegierte vertreten waren. Neu beigetreten sind 4 Vereine, damit ist der Verband auf 23 Vereine mit 2345 Mitglieder angewachsen. Sämtliche Mitglieder gehören der Verbandswohlfahrtseinrichtung an, welche beim Ableben eines Mitgliedes an dessen Hinterbliebenen 200 Mark zahlt. Im vergangenen Jahre sind 22 Kameraden gestorben und an deren Hinterbliebenen 4400 Mark gezahlt, womit manche Thräne getrocknet wurde. Die Wohlfahrtseinrichtung hatte eine Einnahme von 6016,95 Mark und eine Ausgabe von 4400 Mark, so daß ein Bestand von 1616,95 Mark verblieb. Bei der Ergänzungswahl des Vorstandes wurden die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder einstimmig wieder gewählt. Als Ort des nächstjährigen Delegierten= und Verbandstages wurde Bochum gewählt. Außer Bochum hatten sich noch die Vereine von Unna, Annen und auch unserer Stadt um das Verbandsfest beworben. In den Räumen der Stadthalle herrschte während des Kommerses u. Jubelfestes reiner, ungetrübter Frohsinn, und gar manche Kameraden, die sich lange Jahre nicht wiedergesehen hatten, besiegelten die alte Kameradschaft in echt deutscher Weise. Beim Abschied hieß es dann:„Auf Wiedersehen in Bochum! ** Villigst, 13. Juli. Gestern abend gegen 7½ Uhr brach in dem Hause des Herrn Schmiedemeisters Horst, welches seit Januar dieses Jahres von den 3 Gebrüdern Westermann bewohnt wird, Feuer aus. Die Schwerter Freiwillige Feuerwehr, durch den Rauch, der hinter den Hügeln aufstieg, alarmiert, war als erste und einzige Löschhilfe— die Spritze des Ortes besitzt zwar hohen archäologischen Wert, ist aber eben ihres Alters wie ihrer auffällig großen Spurweite wegen nur noch von geringem Nutzen— zur Stelle und hat sowohl durch die Promptheit des Erscheinens wie durch ihre Emsigkeit bei den Lösch= und namentlich Aufräumungsarbeiten die übliche Prämie von 15 Mark wohl verdient. Den Brand zu löschen war allerdings nicht möglich, da das Feuer in den Heu= u. Strohvorräten— es lagerten mehrrere Zentner des ersteren und 5 bis 6 Zentner Stroh auf dem Boden— reiche Nahrung fand und das Wasser aus größerer Entfernung aus dem Tümpel auf dem Melchheier'schen Gehöft mühsam herangeschleppt werden mußte. Das isoliert stehende Haus brannte somit aus. Gegen 9½ Uhr stürzte, in prächtigem Fall der Schornstein in die Tiefe, eine Stunde später konnte das Feuer als erloschen betrachtet werden. Das Mobiliar wurde zum größten Teil gerettet, ebenso die 2 Schweine; doch werden auf der amtlichen Verlustliste des Herrn Westermann einige Hühner als„vermißt" verzeichnet. Hoffentlich stellen sie sich wieder ein. Haus und Mobiliar ist versichert, sodaß weder dem Eigentümer noch den derzeitigen Besitzern des Hauses ein nennenswerter Schaden erwachsen ist. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt. Der Brand enstand auf dem Heuboden. ** Geisecke, 13. Juli. Wir machen unsere Leser auf das Inserat in heutiger Nummer, betr. das„Wellenbad Geisecke" aufmerksam. Eine Empfehlung unsererseits hinzuzufügen, ist kaum nötig. Das Wellenbad empfiehlt sich in diesen heißen Tagen selbst— und das Bier wie die übrigen Getränke und Speisen in Keller und Küche des Herrn Externbrink empfehlen sich das ganze Jahr hindurch. Wir wollen nur bemerken, daß das Bad auch mit der Bahn— Abfahrt von Schwerte 1.36 und 5.02 nachmittags zu erreichen ist. ** Ergste, 13. Juli. Wie schon mitgeteilt, ziehen die „englischen“ Kriegervereine aus Hagen, Haspe und Delstern gegen die„Kopje's“ von Berchum und Ergste heran, um am Sonntag, nachmittag den„Boeren“ der beiden Dörfer und Bürenbruchs das Schicksal Cronje's zu bereiten. Die letzteren haben aber umfassende, Vorbereitungen getroffen, um den Feinden den Uebergang über den„Modderfluß" bei Halden zu erschweren, u. auf dem„Spionskop“ bei Berchum ist der„lange Tom“ zur Verteidigung aufgepflanzt und wird Tod und Verderben speien. Das wird eine interessante Schlacht werden. Der„Krieg im Frieden" wird aber keine 21 Monate währen; der Friede, auf Grundlage der Unabhängigkeit, wird schnell geschlossen und am Aussichtsturm unter schattigen Tannen des Beckhaus'schen Forstes ein internationales Verbrüderungsfest gefeiert werden. Proviant, flüssig und fest, wird auch für Kriegskorrespondenten und Schlachtenbummler ausreichend vorhanden sein. ** Hörde, 10. Juli. Heute feierten die Eheleute Spezereihändler Möllerich hierselbst das Fest des goldenen Ehejubiläums. Herr Bürgermeister Evers erschien heute vormittag in der Wohnung des Jubelpaares am Markt, wo der israelitische Gemeindevorstand bereits versammelt war, und überreichte den Eheleuten die von Ihren Majestäten ihnen verliehene EhejubiläumsMedaille, nebst einem im Allerhöchsten Auftrage ausgefertigten Glückwunsch=Schreiben. der„Schwerter Zeitung“. Hd. Bloemfontein, 12. Juli. Dewet soll mit seinem Kommando bei Brandfort stehen. Eine britische Abteilung operiert südlich von Kronstadt.— Lord Methuen überraschte auf seinem Marsche nach Enselberg am Abend des 3. d. M. ein Burenlager. Er nahm 43 Buren gefangen und erbeutete 29 Gewehre, 553 Stück Rindvieh, 600 Schafe, 38 Wagen und 600 Säcke mit Getreide. Vierzig Burenfamilien wurden in das britische Lager gebracht. Die Buren ließen drei Tote auf dem Felde. Der Kommandant entkam. Auf englischer Seite wurden zwei Mann verwundet: 1d. Amsterdam, 13. Juli. Nach hier eingetroffenen Meldungen haben die Buren in der Kapkolonie bedeutende Verstarkungen erhalten; es sollen 9000, nach anderer Meldung 15000 Mann sein. Hd. Riesa, 13. Juli. Auf dem Schießplatz zu Zeithain ist unter den Soldaten des in Leipzig garnisonierenden Artillerieregiments der Typhus ausgebrochen; 72 Mann sind erkrankt. Hd. Peking, 13. Juli. Die Sühne=Gesandschaft, Prinz Tsun und 2 Attachees sind gestern nach Deutschland abgereist Hohe chinesische Beamte und Offiziere begleiteten den Prinzen zur Bahnstation, zenstein und General v. Trotha erwarteten. Der Prinz war von japanischer Kavallerie eskortiert, eine deutsche Kompagnie mit Musik und Fahnen versah den Ehrendienst. Der Prinz wird am 20. d. M. von Schanghai aus an Bord der„Bayern“ die Seereise antreten. Hd. Genua, 13. Juli. Die chinesische Sühne=Gesandtschaft wird hier landen und dann, begleitet von 2 früheren Generalstabsoffizieren des Grafen Waldersee, mit der Bahn nach Berlin weiterreisen. Hd. London, 13. Juli. Wie„Daily Mail“ berichtet. wird Kaiser Wilhelm sich an der Herbstregatta nicht mehr persönlich beteiligen. Die kaiserliche Yacht„Meteor“ wird jedoch an der Wettfahrt teilnehmen. Hd. Rapallo, 13. Juli. Das gestern hier eingetroffene englische Geschwader besteht aus 38 Panzern,(9 Schlachtschiffen, 15 Torpedobooten und 14 Torpedojägern) mit einer Besatzung von insgesamt 11000 Mann. Hd. London, 13. Juli. In den Lagerräumen der Westindia=Docks ist Feuer ausgebrochen. Große Vorräte an Zucker und anderen Waren sind vernichtet. Der Schaden wird auf 5 Mill. Mark geschätzt. Hd. Chicago, 13. Juli. Infolge der andauernden Hitze ist die Weizenernte im Süden arg gefährdet. In Topeca ist die Ernte fast verbrannt. Die Ernte wird kaum die Hälfte des früher veranschlagten Ertrages bringen. Hd. London, 13. Juli. Das Kriegsamt veröffentlicht folgende Depesche Lord Kitchener's aus Pretoria vom 12. Juli: Die Buren griffen gestern einen Polizeiposten bei Bonchcock nordwestlich von Bernisin an und erbeuteten eine SiebenpfünderKanone. Ihr Angriff wurde jedoch zurückgeschlagen. Wir hatten 3 Tote und 7 Verwundete. Wetterbericht. (Nachdruck verboten.) 14. Juli. Wolkig bei Sonnenschein, Gewitterluft, warm, vielfach Gewitterregen bei lebhaften Winden. 15. Juli. Kühler, wolkig, lebhafte Winde, Regenfälle. 16. Juli. Wolkig, starker Wind, strichweise Regen, ziem lich kühl. 17. Juli. Wärmer, meist heiter bei Wolkenzug, Neigung zu Gewittern. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Bekanntmachung. Der Herr Ober=Präsident hat mir aus den ihm zur Verfügung gestellten Mitteln zur Belohnung für den Fang von Fischottern den Betrag von 100 Mark überwiesen, der je zur Hälfte von dem Staate und der Provinz bewilligt worden ist. Soweit diese Summe reicht, werde ich für jeden im Laufe des Rechnungsjahres 1901 erlegten oder gefangenen Fischotter auf Antrag eine Belohnung von fünf Mark und daneben für jeden innerhalb des betreffenden Jahres und innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg durch dieselbe Person erlegten fünften Fichotter eine Zusatzbelohnung von zehn Mark bewilligen, sodaß für die Erlegung des fünften und zehnten Fischotters jedesmal eine Belohnung von fünfzehn Mark gezahlt wird. Die Belohnungen werden nur auf Grund einer von der Polizeibehörde ausgestellten Bescheinigung gezahlt, welche dahin lautet, daß der von einer bestimmt bezeichneten Person erlegte oder gefangene Fischotter auf dem Polizeibureau vorgezeigt ist, und daß die Sohlen der Füße des Tieres von der Obrigkeit mit Einschnitten versehen sind, oder daß, wenn der Fischotter nicht selbst, sondern dessen abgeschnittene vier frischen Läufe eingeliefert werden, diese eine gleiche Behandlung erfahren haben und sodann unter Aufsicht vergraben sind. Der Antrag auf Erwirkung der Belohnung ist an den betreffenden Amtmann oder Bürgermeister zu richten. Dabei ist anzugeben, ob der Fischotter gefangen, geschossen oder sonstwie erlegt worden ist und in welchen Gewässern die Erlegung u. s. w. stattgefunden hat. Arnsberg, den 19. Juni 1900. Der Regierungs=Präsident. Renvers. Schon nächsten Dienstag und Mittwoch entscheidet das Los über die ohne Abzug zahlbaren schönen Hauptgewinne von 50000 Mark 20,000 Mark 10000 Mark und die anderen Geld5000 Mark bis herab zu 5 Mark der 2. Düsseldorfer Geld=Lotterie zur Errichtung eins dauernden Kunst=AusstellungsGebäudes. Wer noch an dieser chancenreichen Geldverlosung teilzunehmen wünscht, kann Düsseldorfer Lose à 3 Mark bei den hiesigen Verkaufsstellen haben, oder direkt beziehen von dem General=Debit Lud. Müller& Co. in Köln a Rh., Kr. Neugasse 7, seiggeschäft der gleichnamigen Bankfirma in Berlin, Breitestraße (Siehe Inserat.) Elberfelderstr. 23 G P Elar Kampstt. W er Sommer-Ausverkaufe aout: kautttut, endet Sonptag, den 24. ds. Monals. Bis dahin gelangen folgende Warenposten, deren Güte und Billigkeit alles bisher Gebotene bei weitem übertrefen, zum Verkauf: Vein großer Noten. doppeltbreiter Crepe in vielen Farben, gute Ware, jetzt per Meter sten 101 1. 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Hagemann) sein# diesjähriges 90 Sommerfest verbunden mit Kinderbelustigungen durch Konzert und BALL. — Anfang des Konzerts nachmittags 4 Uhr.— Eintrittskarten zum Konzert 50 Pfg., Ball 1,00 Mk. und Festkarte 1,25 Mk. sind an der Kasse zu haben. Damen sind zum Balle frei. Kinder unter 14 Jahren haben zum Ball keinen Zutritt.— Die Musik wird von der Kugel'schen Kapelle aus Sölde ausgeführt. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. A Vierdesriun. (System Muschik D. R. P. Nr. 99209.) Urteile über obiges System von Prof. Dr. med. Bergmann. Bei allen chronischen Leiden ist die Ursache der Krankheit Stockung und das Mittel der Heilung kann daher kein anderes sein als Bewegung, Licht, Luft und Wasser, weil sie die Ursache der Krankheit angreifen, zu Ihnen gesellt sich in neuester Zeit ein Bundesgenosse, welcher dazu berufen erscheint, unter den modernen Kampfmitteln gegen Krankheit und Leiden die Führung zu erlangen, es ist dies die Vibration(System Muschik D. R. P. 99209). Ichwill nur an die erstaunlich rasch erzielten Heilungen von chronischen Hautausschlägen, Geschwüren, offenen Beinschäden erinnern. Auch bei vielen inneren Erkrankungen, bei Herzfehlern, Rückmarkleiden, Zuckerharnruhr, Blutarmut, Lähmungen, Unterleibsleiden 2c., zu erwähnen sind noch die vorzüglichen Heilresultate von Gicht, Rheumatismus, Ischias, Nervenleiden. Die Erfolge sind derart, daß sie jedem Nichtvertrauten wie Wunder erscheinen müssen. Der anfängliche Zweifel, welcher ich hegte, wurde durch persönlich gemachte Erfahrungen beseitigt und trage daher kein Bedenken mehr, das System Muschik als eins der größten Errungenschaften der modernen Heilkunde zu erklären. Alleinige Austalt obigen Systems befindet sich für Dortmund und Umgegend: Burgwall 24½ Dortmund. 4 Damenbehandlung durch weiblich geschulte Kraft(separat. Zimmer). Behandlung von morgens 9 bis 7 Uhr abends. Sonntags bis 1 Uhr mittags. NB. Laut Entscheidung des Kaiserl. Patentamtes vom 1. Februar 1900 handelt es sich bei ähnlichen Ankündigungen um schon früder bekannte minderwertige Apparate, deren Wirkung dem Bystem Muschik nicht gleichkommt. Bekanntmachung. Die Gesellenprüfungsordnungen für die Gesellenprüfungsausschüsse im Bezirk der Handwerkskammer zu Dortmund liegen von heute ab im Magistratsbüreau, Zimmer Nr. 2, während der dienststunden von 8½ bis 12½ zu Jedermanns Einsicht aus. Schwerte, den 12. Juli 1901. Der Rohrmann. 0 4 Schwerte. Sonntag, den 14. Juli, nachmittags 1¼ Uhr, tritt die Wehr im Westfälischen Hof zum Abmarsch nach hofen an. Der Chef. 15 Kavallerie=Verein Schwerte. Generalversammlung Sonntag, den 14. er., im Lokale des Kameraden Wilh. Quadbeck. Tagesor dung 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Besprechung der Kaiserfeier auf Hohensyburg. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand. Bast.e HausmädchenSchule. Perlin, Wilhelmstr. 10. Größte Fachlehranstalt lands zur Erlernung des herr= schaftlichen Hausdienstes, hat seit ihrem achtjährigen Bestehen über 3000 Töchter zu besseren Hausmädchen, Jungfern und Kinderfräulein vorgebildet Die Aufnahme neuer Schülerinnen erfolgt an jedem 1. u. 15. im Monat. Jede Schülerin erhält nach beendigtem Kursus sofort durch uns Stellung in einem feinen herrschaftlichen Hause. 6r.: Schulgeld für den ganzen dreimonatlichen Kursus Mk. 30.— Auswärtige erhalten im Schulhause billige Pension. Prospekte mit vollständigem Lehrplan für alle 3 Abteilungen werden franco versandt. Auch nehmen wir alle stellensuchenden Mädchen und Fräulein, die nach Berlin kommen, bei uns auf, gegen billige Verpflegung, bis zum Stellenantritt. Da täglich eine große Zahl besserer herrschaftlicher Hausfrauen in unser Haus kommt, um Mädchen u. Fräulein zu wählen, so finden alle sofort gute u. passende Stellen. Wir lassen die ankommenden durch unsere Hausdiener, die an der Mütze mit der Inschrift„Hausmädchenschule" kenntlich sind, von den Bahnhöfen abholen Wir bitten hierauf genau zu achten. Die Vorsteherin der Hausmädchenschule Erna Grauenhorst. Sächsisch-Thüringisches echnikum Rudolstadt: here und mittlere Fachschule für hitckten, Ban-Ingenieure, llochban-, bau-, Steinmatz- und Vormossungs-E hniker. Tischlerfachschule. Reit vilgggen Lurch Hasfsonmioer. ((rssior Müh H Oer K 41/10. Verlniund. Unser BOTHAe . ist eröffnet und bietet in den Abteilungen unseres großen Warenlagers aünaliende Vortcne. Kleider-Sattatte in den neuesten Dessins waschechte Qualitäten Ausverkaufspreis 10 45, 38, 24, JoT für Bettbezüge u. Schürzen geeignet, nur neueste Muster, Steppwaren waschecht neueste Muster Satm=Sattane Keider-Glamoten Weisss-Salaste Gorstenkerntacher Stadstdche. Somtter-vhort Eihorurtionnpuccu Omet abgepaßt, 60X60 Centimetr. er. 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Sie machen wir auf unsern vorzüglichen Stahlbrunnen aufmerksam, der schon vielen Kranken treffliche Dienste geleistet hat, wie zahlreiche Dankschreiben bezeugen. ausführlichen Mitteilungen, die unentgeltlich erfolgen, sind wir jederzeit gerne bereit. Die Verwaltung der EmmaHeilgnelle, Boppard. Sestenschige an Flechten aller Art heilt auch in den hartnäckigsten Fällen in kürzester Frist unter Garantie auf Nimmerwiederkehr Jul. Overmann, Hagen i. W.: Wittekindstr. 30. Hrte gesande Füche mit KI der Suppen, Saucen, Gemüse, Salate u. s. w., Maggi's Bouillon=Kapseln. Bestens empfohlen von Ernst Klein, Hüsingstraße. evortazene etnize., Pla aun uua een sind nur während der Dauer des Ausverkaufs##e, sgt pe geshieele. solange der Vorrat reicht. Junges Mädchen weiteren Nusbildung oder Sonntag, den 14. Juli, wird eine große Partie Eier ausgekegelt. W. Potthoff, Ostenthor. Sonntag, 414. 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Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, FernsprechAnschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. Pestesetsctict er Saene ee cre 42 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentag. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustriert## Hamilienfarums. Sonnabend, 13. Juli 34. Ein deutsches Reiterstückchen. Einem Privatbrief entnehmen wir folgende Kriegserinnerung: Locher, Haidt und Krause 2. Sie eröffneten denn stattet, daß mehrere Verletzungen an seinem Körper von Schlägen Feuer auf die noch immer forsch an= herrührten, die ihm sein Mitknecht Theodor Petersen mit einem auch sofort auf 40 Mieter das Feuer auf ve v sten, als gleich Stock und einer eisernen Klammer versetzt habe. Petersen, ein galoppierenden Chinesen, die o Sättel bei ihnen frei wur= unbescholtener Mann, bestreitet dies und ist der Ansicht, daß der durch die ersten deutschen, lgchnelfener von sämtlichen 9 Reitern Kläger an Hallucinationen leide und die Sache geträumt haben den. Als nun aber gar unter ihnen aufzuräumen begann, müsse, nachdem er sich die Verletzungen vielleicht durch einen Fall der Kummer schen Potrou und zagen sich ebenso schnell, wie sie zugezogen hatte. Um das Mysteriöse noch zu erhöhen, ist Kläger machten sie eitends ve zurück, noch 700 Meter weit von seitdem spurlos verschwunden. Da Belastungszeugen nicht vorgekommen, gauber, Schb an verfolgt. handen sind, so erfolgte selbstverständlich dem Antrag des Herrn Ungefähr zu derselben Zeit, als im vorigen Monat die Expe=l den Geschossenv Zummer hielt es nunmehr für an= Amtsanwalts Duberow entsprechend kostenlose Freisprechung. dition nach den füdwestlichen Gebirgspässen der Provinz Tschil!) och o— Zieser dem Gegener erteilten Lektion den Moments 5. Friedr. L., Metgergeselle, zulest in Ergste domizliert, unternommen wurde, hatte Rittmeister Graf Magnies den Auf=) gebracht, vocg vse I.,„äufi, wenigstens unbeschädigt, den lang= mehrfach vorbestraft, ist angeklagt, Anfang Mai dem Fleischertrag erhalten, mit seiner Eskadron(der zweiten des ostasiatischen samhn g#en.„, ehe die feindliche Infanterie her=meister Herrn Hering hierselbst 2 Mark abgeschwindelt und am Reiteregiments) nach Tsha=Tao zu marschieren und von dorts samen Btuchhicgtsc, vv)) Eine Weile wenigstens kümmerte 14. Juni dem Arbeiter Jos. Vernhardt eine Taschenuhr gestohlen au durch Orfiser=Katrouilen die Gegend bis Ralgan, sowie)atiom. Dos glichte on u ign. Dann alerdings kauchte von zu haben. Der Angelagte, der des letteren Vergebens ge. das westliche und nordwestliche Grenzgebiet aufklären zu lassen. sich der Zapaslerie,Abteilung auf. Sie folgte den Unsern, aber ständig ist, des ersteren durch die Beweisaufnahme überführt wird, Der Grund dafür war in den s. Z. auch von uns gemeldeten Ge=)veuem, zgg in der respektvollen Entfernung von min= wird wegen Diebstahls und Unterschlagung zu 2 Monat, 2 Wochen rüchten zu suchen, laut welchen in diesen Gebieten die Konzen= sie hielt sich vermanent in er. e.r=. Gefängnis verurteilt, von welcher Strafe die 2 Wochen als durch trierung größerer chinesischer Truppenmassen stattgefunden haben destens 800 Metern.(69 11 8##. Nutrftichtl#shaft varhüßt grachtat sind D: sollte!... In welch schneidiger Art nun die betreffenden Offizierpatrouillen der Leutnants von Kummer, Kirsten und des Arts sich ihrer Aufträge entledigten, erwiesen bereits deren vor acht Tagen hier eingegangene kurze Meldungen aus Kalgan, Fengchen, Ta=Thung und Ling=Khin. Feldmarschall Graf Waldersee 20 Kilometer war bereits dies ehrenvolle Geleit der! die Untersuchungshaft verbüßt erachtet sind. Die Strafe wurde Patrouille zuteil geworden, da gab eine sich unmittelbar am Wege so hoch bemessen, dä der Umstand, daß L. einer mit Glückshietende treffliche Position dem Leutnant v. Kummer Gelegenheit, gütern doch wahrlich nicht übermäßig gesegneten Arbeiter Chinesen nochmals Stand zu halten. Hinter einer Ge=bestohlen hatte, erschwerend ins Gewicht fiel. ländewelle wurde abgesessen. Wie bereits in der ersten Position,] Zu bemerken ist noch, daß ein Fall wegen unentschuldigten machte wiederum der die Patrouille als Dolmetscher begleitende! Ausbleibens des Zeugen Sch., der deshalb in eine Geldstrafe von bne bi edenu geraint auf mechtere frütere Serfaldat Schmeiszer den Pierdtchalter und abermnals 10 Mort genomnen warde, vertagt werden muße. Sodet bsomneter aud oe ende Zumnage ziud auch die Deltratenden Chiuesen auf. Diesmal piette es derarig überzenelänende kavaleristische Leistung, Runmegr und auch de De. trottenden Chinsen auf. Zehr, machzen, auseisen und sich nicht, talberichte der einzelnen Herren eingelausen! Wer dieselben liest,) gend auf se, doh l, age, ungerigen aber riten munter fürbaß — auch der Laie,— wird des Herrn Feldmarschalls Lob verstehen mehr blicken ließen. Die unferigen auer entrenmaner##. nd ch ogen: Dergleichen Bite burch Veiadeuoand„gachzuten) un gat. Slaunden Buike und Ersalung gewährt werdten misten, welchen sene Pa.) zund das nach zeils auf recht schlimnen Vegen, und gleich den anderen Dachpfannen auch eine Holbigung haben. der bergenaunten Orte, bo zu woichen, eve Vo, urhy, guszerden eine geraume Meile im Gesecht gestanden.( Lurch die auf die Hohlbiegung trouilen von Tackag aus vortichen das selbt ea. i Aiton.,) bovte,.tzant gummer wurcke, wie beikannt, Päiter bei Jerwörtich von Velug bict an der„Graben Reauer liegt, Voy), Mauign durch eine Ewioson schner geriest; 7 Tsa=Tao also bis Kalgau beträgt die Entfernung 130 Km. nachs ung chinesischer Munition durch eine Explosit Feng=chen, resp. Ta=Thung(beides Ortschaften westlich in der Mann verloren dabei ihr Leben. Provinz Schansi gelegen) 250 Km.; alles direkt in der Luftlinie gemessen, denn in Wirklichkeit haben wir es mit viel weiteren Entfernungen in schwer passierbarem Gebirgsland zu thun. Für den Laien führe ich noch an, daß die nicht über einen Offizier neun Mann starken Patrouillen von dem Moment ab, wo sie die Eskadron verließen, ganz allein auf sich selbst angewiesen waren!...] Und nun zu den Details!" Leutnant von Kummer, dem noch ein Dolmetscher beigeAus Westfalen und Rheinland. * Hagen, 11. Juli. Auf welche merkwürdige Weise mehr blicken ließen. Die Unserigen aver, v#te, un tunz gferz Feuer entstehen kann, zeigt folgender Fall. Ein hiesiger Bürger und trafen in der Nacht in Thiesu=mu ein, wo Mtnn.—.— i Thatte, um mehr Licht auf dem Boden seines Hauses zu bekommen, 9 Kilometer einige gläserne Dachpfannen auf dem Dache einlegen lassen, welche A gleich den anderen Dachpfannen auch eine Holbiegung haben. Durch die auf die Hohlbiegung fallenden Sonnenstrahlen hatte sich bei einer derselben ein Brennpunkt gebildet, welcher die so konzentrierten Sonnenstrahlen auf ein auf dem Boden liegendes Bündel alter Papiere warf und diese zum Glimmen brachte. Durch den Brandgeruch aufmerksam gemacht, forschte der Hausherr nach und fand bald zu seinem Erstaunen die Ursachen desselben. Wenn die Papiere durch einen Luftzug zum Flammen gekommen wären, hätte leicht ein Brand sich entwickeln können, dessen Entstehung im Dunkeln blieb. * Schwelm, 13. Juli. Einen unziemlichen Scherz, der ihm indessen teuer zu stehen kam, erlaubte sich hier ein Geschäftsreisender mit einem ihm nur oberflächlich bekannten Arzt. Der Reisende saß mit mehreren Bekannten noch spät in fideler Stimmung beim Glase Bier und kam dabei auf den Einfall, den Arzt einzuladen. Er schrieb auf seine Visitenkarte, es wäre ein Unfall passiert, der Arzt möchte doch so schleunig wie möglich kommen. Dieser lag schon zu Bett, beeilte sich jedoch pflichtschuldigst mit Instrumenten und Verbandkasten zu erscheinen. In dem Lokale angekomen, wurde er natürlich mit Hallo empfangen. Er verstand Spaß, sondern liquidierte kühl 60 Mark Honorar, die der Reisende schließlich auch zahlte. Die Schoppen, die er Lokales. Schöffengerichtssitzung. Schwerte, 12. Juli. In der heutigen Schöffengerichtssitzung kamen folgende Fäle zur Verkanslung: is angellgt, I18 Leutnant von Kummer, dem noch ein Dolmetscher beige 1. Der Knecht Reckert aus Lennhof ist angertagr, in der geben war, hatte mit seinen neun Mann Kalgan erreicht und war Trunkenheit gegen den Schweißmeister W. Berg aus Halden das von dort in der Richtung auf Ring=hün(in Schansi) weitergerit Messer gezogen zu haben mit der Drohung, ihn totzustechen. Der ten, ohne bisher auf den Feind zu stoßen. Die Nacht zum 1. Mai Blutdürstige wurde zu 1Monat Gefängnis und Tragung der Kosten brachte die Patrouille in dem kleinen Bergdorfe Beshe tou zu. perurteilt, In den frühesten Morgenstunden brach sie bereits wieder auf, um) 2. Frau Trepper aus Westhofen stand vor Gericht unter der auf einem schmalen Gebirgspfade möglichst bald auf die große Beschuldigung, am 19. Mai er. den Schultnaben Abert Schulte, angekomen, wurd Kalganer Straße zu gelangen! Endlich lag dieselbe vor bbnen, mit einer Sichel geworfen zu haben, sodaß der Junge noch 2 Tagessjedoch keinen Sp Da tmuchten swichen 7 und 8 uhr blötich in ihrer Sront ein nacher Schmerzen fühlte. Es gelang jedoch der geschiäkten Vers die der Reisente kleiner Trupp chinesischer Kavallerie auf, der gerade auf uns I— teidigung des Herrn Rechtsanwalts Backhausen, den Nachweis noch trank, hatten stark„metallischen“ Beigeschmack. un Se vouenz ie Boun, ue Vu. Guten u e u ben u. hgren uash üer unge Schie der Gigerich Gentüige Tel fel).,. Gasftatt. 8. Jal. Geszangene Nach i un ue ritten sie neben einander ber. Im mittleren Haufen besan) 119 Derselbe hatte, beim Balschlagen, wie durch Zeugen bestätigt hiesigen staatlichen Zwangserziehungsanstalt ein 13jähriges Mädein Fahnenträger mit einer lustig im Winde flatternden blauen murde, statt des Balles mehrmals den Sohn der Frau Treppers Pehchzer a# grch.r ist uug.„ Tauster des zmeiten ein Fahnenträger mit einer lustig im Winde flatternden Blauen porhsel, sat hes Bales mehrmals den Standarte. Die feindlichen Kavalleristen trugen dunkie Unz.—, tschlagen und der Mutter, als sie ihm Vorhaltungen machte, jacken. Ihre Vewaffnung bestand in am Riemen über den Rücken) 6ägjicghe Wart, verhunden mit häßliche gehängten Mauser=Karabinern und Säbeln, die sie am Sattel bechen entflohen. Das Mädchen ist aus dem Fenster des zweiten Stockes gesprungen, über eine Mauer geklettert und hat dann Es konnte deunan v. Kunmer uic he an. Zurst machten de Behrt) hgraugf ziu mit der Sichetl gewarten haike de der Juge igend bleich darauf aber wichker Front und kürmten, als die Deutschen wpesche Versetzungen am Körper nicht aufwpies und sich auch in seinesde eteues usdur ude Aun un Au u e e e esche eale er gauen e un-gr ge. e eachene Peaengen aun. e be Aue, Aundug n un un ueagie gue. ee bunds eähgsch aunt geund ur Rihechrichueter aichen Cnsten un unte. veien, und dars beionderg be Stoutort, Zeutrant v. Hhrumer Ausagen der Kinder, nicht die Uieberzeugung gepimen, daß eire1. dse eben, beseunen, bont bio beichäht as gue v..—., IJGeschesübertretung vortlag, und sprach Fau Trespzer iostenles, ausgesucht. Die Standarte sehr geschickt als Lanze benutzend, Gesetze wandte sich ihr Träger nun auch direkt gegen seinen Bedränger,)fre), Der 4ljährige Kellner Aug, Morgendahl, zur Zeit in der Ein Revolverschuß warf den Chinesen aus dem Sattel, doch 3. De geschagen und der Deuter, uup lvr.., Gesten zugerusen, sg. Stokes gespt haßliche Worte, verbunden mit häßlichen Gesten, zugerusen, seinen Weg jedenfalls nach Cronenberg zu genommen. daß auch ein friedfertiger Mensch leicht hätte in Zorn geraten bisher noch nicht wieder aufgegriffen werden. daß Frau Trepver). Herdecke, 13. Juli. Wie als sicher gilt, wird der Kaiser nach dem Besuch der Hohensyburg die Rückreise von Herdecke aus antreten. Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits verschiedene Festkommissionen gewählt, um dem Monarchen einen können. Es sei aber nicht einmal erwiesen, daß Frau Trepper Bekanntmachung. „Auf Grund der§§ 137, 139 des Gesetzes über die allgemeine esde ud ue Büer und ud un n n l##if a. der Asäiehe Kelduer eaung, Rargarskest gur 8e4t in brg, un Gernd dr ut G. is dae Gices düer de elenehe de eudbeus uns unr Gudteu un un, ngaate ae udl Brschrest ine ungen Gaustechen- Hadeunneihng unr an. aul is aund der u1 C.i8 uis ues nd e Siec uug tegie be, aus buch anglagt, Die Verkantung sande in Wunskeniset be, gugeage der die Leleteseraltung von Ii. Mirn 1310 ur. due un bug g enu, ie uie Baedhe, Guglogten Hat hur ur Aus diur u. Pratchel gesdben Ver. Jadhte ian die aun Ainisen ues Renieung Begdies Grnsden uit esde Ahut e ene, n bte bnde Siadarne.db wuich nich. us id gernacht habez id bur aur Vereanden. Peiie un Arzu, Gadeheaschale uns Gaict. 1. Der. Vausben bne bune Aund ue, uer Sae us u ehschen ache ue die Ganseanstatuer eanach ate Ran ur. Bel ve Auz, Hl. grachung un d heienue iat. Kor S. in. chen. 125 doch aus einem südweslich gelegenen Thal zteia 00 Hluess valleristen im vollen Galopp herankämen und kaum noch 500 Meter entfernt seien. Ihnen folge Infanterie. Ein Blick dorthin zeigte sogar den weit übersehbaren Weg mit anmarschierenden dichten Kolonnen bedeckt.“ Da hieß es schnell handeln!... Zirka 200 Meter zurück zog sich eine Mauer entlang. Im Galopp gings bis hinter dieselbe und dann wieder fix aus dem Sattel. Die ersten die mit ihren Karabinern im Anschlag lagen, waren die rs sind außerden Diese Polizei=Verordnung sdten Ratant gnr ensden, Bischgaesan süheie er Ais hertst, sehtr autf ashun Lticestere elaie eseien uund berteit, Iu Gute due. Vest bouste bo und den Gerichiasgt HZahrweie eines und beselben Besters find anserben it ertim Zeitschen Lokale Zechprellerei versucht habe. Der Versup z4 laufenden Nummern zu versehen. 3 2. verurteilte N. wegen Hausfriedensbruchs und Bettelei zu 1 Wono; tritt mit dem 1. Juli 1901 in Kraft Gefängnis und 1 Woche Haft nebst Tragung der Kosten. grmatzarg den aa Sumni 1901. 4. Etwas mysteriös war der 4. Fall. Ein Knecht des Her Gemeindevorstehers Schröder in Villigst, namens Reineke, der dem Trunke etwas ergeben ist, hatte am 27. Februar die Anzeige erurnsverg, den 26. Juni 1901. Der Regierungs=Präsident. Renvers. Bienotag und Bllimach)! Ziehung 16. und 17. Juli Düsseldorter Loose à 3M —120000— " 4423 Geldgewinne, 6 zahlber ohne Abzug, Mark 43000 Hauptgewinne: 50.000 Mark 20,000 Mark 10,000 Mark 1 à 5000= 5000 M 2 à 3000= 6000 M 2 à 2000= 4000 M 5 à 1000= 5000 M 10 à 500= 5000 M 50 à 100= 5000 M 100 à 50= 5000 M 250 à 20= 5 000 M 1000à10= 10 000 M 3000 à 5= 15000 M Versand durch General-Debit Lud. Müller& Co. „„„„ 8 Köln a. Rh., Kl. Neugasse 7.* Wecher Schwoerte. empfehlen in großer Auswahl prachtvolle Abi 3.50, 4.50, 5.50, 6. 7, 8, 9, 10 bis 28 Mk. Neuheiten in Hemd=Blousen u. Blousen, Schleifen, Handschuhen, Unterröcken und Sonnenschirmen. 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