Ausertionsgebuhr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile dder deren Roum. 19 9, aubderhab, /zu, Schwperte, Fernspreche für den jühonnementspreis pro Quartal 1 9# Setoteuuge„. Bzg, Vesiellzeld wenn durch die Post bezogen. Erscheint an e laugen dentäisz Lelanutmachung der Aönigt. Regse, Lachentag. Wöschentliche Gratisbeilage:„Ilustrierte Verüfsentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts= jeder verbindliche Kraft. is pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., ezei Familienfreund.“ 34. Die 15 Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft zu Halle a. S. Das Problem, eine große Anzahl von Butterproben den Besuchern in gekühltem Zustande vorzuführen, ist befriedigend Mitte der Tische ist oben ein längerer, kastenförmiger Aufbau zur Aufnahme von Eis hergestellt und nach beiden Seiten hin sind stufenförmige Tischplatten abfallend angeordnet, in welche die 2 Kilogramm enthaltenden Gläser, die vond er D. L.=G. kostenlos zur Verfügung gestellt werden, eingelassen sind. Schmelzwasser des Eises läuft dann tropfenweise unterhalb der Gläsern auf einer schrägen Fläche langsam ab und kühlt somit den ganzen Raum jedes Tisches, an welchem durchschnittlich 80 bis 90 Gläser mit Butter aufgestellt sind. Die Temperatur in den Tischen unterhalb der Glasgefäße wird auf diese Weise dauernd auf 8—9 Grad erhalten. Es sind in diesem 664 Butterpoben ausgestllt, und 79 Proben von Käse. für das große Publikum eingerichtete Kosthalle, die zwischen den Ausstellungsräumen für Butter und für Käse liegt, wird sehr zahlreich benutzt, um ein gut mundendes Frühstück oder Vesperbrot zu sich zu nehmen. Die Prüfung der Dauerbutter für überseeischen Versand hat leider kein günstiges Resultat ergeben, so daß ein erster Preis nicht verliehen werden konnte, es ist deshalb beschlossen worden, für die nächsten beiden Ausstellungen in Mannheim und Hannover dieses Preisausschreiben zu wiederholen. Eines großen Zuspruches erfreut sich, wie auf allen Ausstellungen, die Fischhalle. Das lustige Treiben besonders der jungen Brut in den geräumigen Bassins erfreut Alt und Jung. Da sind Karpfen in allen Lebensaltern zu sehen, sowohl diesjährige Brut, wie Einsömmerige, Zweisömmerige, Drei= und Mehrjährige, darunter prächtige Spiegelkarpfen. Ebenso sind von den Salmoniden alle Altersklassen vertreten. Da sind neben Bachforellen und Bachsaiblingen, die herrlich gefärbten Regenbogenforellen in allen Größen neben einander zu sehen, sowie schöne, große Exemplare des prahlenden Zierfisches, des Goldkarpfen, ferner Schleien und Orfen. Auch Hilsmittel für die künstliche Fischzucht sind ausgestellt. Zum Beispiel verschiedene Arten von Gefäßen zum Transvort von Fischen und von Fischeiern, dann Fischteichlaternen zum Fangen von Insekten als Fischnahrung, und Fallen fischfeindliche Tiere. Das lustige Krähen der Hähne, das auf anderen Ausstellungen schon aus der Ferne den Platz verriet, auf dem das Hühnerzelt aufgeschlagen war, vermißt man in Halle ganz; ist wegen Seuchengefahr gar kein Geflügel zur Ausstellung ge langt. Nur Kaninchen, die sonst die Gefährten der„Hühner waren, sind in 104 Nummern vorhanden. e baes echeuit eche Weizensorten aus denen als wichtiges Refultat hervorgeht, daß der Squarehead=Weizen in dieser Beziehung besser ist als sein Ruf. Neben den verschiedenen Weizensorten ist Weißbrot, das von denselben gebacken ist, ausgestellt und daneben wird angegeben, wie die Backfähigkeit beurteilt worden ist, wenn man die Backfähigkeit mittleren Bäckermehles gleich 100 setzt. Squarehead haben sich als recht verschieden backfähig gezeigt, wobei die Vorfrucht eine Rolle zu spielen scheint. Am nächsten einem mittel guten Bäckerweizen ist mit 97,3 Proz. Backfähigkeit ein Langensteiner Squarehead gekommen, der als Vorfrucht Erbsen hatte. Deutschland. Unser Kaiser, der Montag die Gräfin Waldersee in Hannover besuchte, traf abends in Kuxhaven ein. Am Dienstag beteiligte Se. Majestät sich an der Elbregatta.— Kronprinz Wilhelm wollte am Dienstag in Minden in Westfalen eintreffen und dort die Weihe des Denkmals für den Großen Kurfürsten vornehmen. — Bei dem Festmahl der deutschen Ingenieure in Kiel äußerte Admiral von Koester: Als er vor 50 Jahren in die Marine eintrat, bestanden nur kleine Schiffswerften für den Bau von Holzschiffen. In den 60er Jahren wurde die„Gazelle“ auf der Vulcanwerft in Stettin gebaut, die eine Maschine von der Stärke einer jetzigen Torpedobootsmaschine erhielt, und als das Schiff dann fertig war, dauerte es noch nahezu ein Jahr, ehe es ins Ausland gehen konnte. Mißlungene einheimische Versuche Ende der 60er Jahre führten dazu, Schiffe wie„König Wilhelm," „Kronprinz" und„Friedrich Carl" im Auslande zu erbauen. Mit der Einigung des Deutschen Reiches wurde dann der deutsche Kriegsschiffbau, insbesondeire durch Befürwortung Stosch's, heimisch. Schon die Schulschiffe„Stein" und„Moltke“ wurden in Deutschland gutgebaut. Seit jener Zeit ist unser Schiffbau frisch vorwärts gegangen, und wenn neben der Verdoppelung des Schiffsbestandes eine Verdreifachung, ja eine Vervierfachung ins Auge gefaßt werden sollte, so könnten unsere heimischen Werften die Arbeit bewältigen. Ebenso sei es mit dem Bau der Handelsschiffe gewesen. Noch 1884 habe man England das Monopol zugesprochen. Heute habe Deutschland den Rekord in der ganzen Velt. — Eine Rabbiner=Deputation wird in der Schächtfrage beim Miniestr des Innern wie beim Kultusminister vorstellig werden. Der Zentralausschuß des Verbandes der Rabbiner Deutschlands will der gegen das Schächten gerichteten Agitation, welche bereits in mehreren Städten Schächtverbote zur Folge hatte, durch eine Eingabe an das Ministerium entgegentreten. — Im Staatshaushalt ist die Besoldung der vollbesoldeten Kreisärzte auf 3600 Mark, steigend nach Dienstaltersstufen in Zeiträumen von je drei Jahren auf 4200, 4700, 5200 und den Höchstbetrag von 5700 festgesetzt worden. — Gegenüber den Versuchen der Börse, das verhaßte Börsengesetz zu beseitigen, welches ihr nicht mehr wie früher gestattet, die Schafe aus dem großen Publikum zu scheren, schreibt die „Rheinische Volksstimme":„Die Börsianer möchten das Börsenregister ausmerzen und durch den Eintrag ins Handelsbuch ersetzen. Das wird ihnen aber im Reichstage nicht gelingen, denn das Zentrum ist dafür, wie die„Köln. Volksztg.“ dieser Tage in einem längeren Leitartikel ausführte, nicht zu haben. Was die Börse jetzt fordert, widerstrebt dem Zweck des Gesetzes und der Reichstagsmehrheit fällt es gar nicht ein, diesen Zweck, Unberufene von der Spielhölle Börse abzuhalten, aufzuheben. Mag der Börsen=Ausschuß beschließen was er will, die Reichstagsmehrheit wird die Fundamente des Gesetzes nicht unterminieren lassen, sondern im Gegenteil Sorge tragen, daß aus der lex imperfecta eine lex verfecta mit gehörigen Strafandrohungen werde. Wir glauben also nicht, daß der Handelsminister Möller seinen Parteifreunden in der Frage der Bör##nreform eine große Freude wird zu bereiten vermögen. China. + Die Alarmnachricht der„Morning Post“, daß deutsche Kanonenboote auf dem Yangtse bis Itschang patroullieren, und der„Iltis" im Sommer dort ständig verbleiben werde, erweist sich als gänzlich unzutreffend. Der Geschwaderchef Vizeadmiral Bendemann hat neuerdings den Ueberwachungsdienst im Yangtsethal völlig eingestellt und die bisher mit dem Stromdienst beauftragten Kreuzer und Kanonenboote niach Tsingtau beordert. Augenblicklich ist auf dem Yangtsestrom kein einziges deutsches Kriegsschiff stationiert. Der„Iltis“ hat bereits in der ersten Hälfte des April das Yangtsebecken verlassen und kreuzte seitdem zwischen Taku, Schanghaikwan und Tschifu, um die Küste des Tschiligolfs nach Seeräubern abzusuchen und die Piraterei zu unterdrücken. +(Auflösung der Feldpost). Die Feldpost in wie jetzt endgiltig feststeht, mit dem Expeditionskorps aufgelöst. Von den Beamten der Feldpost bleiben insgesamt 10 Herren in China, um das Personal der deutschen Zivilpostanstalten in Ostasien zu verstärken. Es sind dies ein Oberpostdirektionssekretär, 3 Postsekretäre, 2 Postpraktikanten und 4 Postassistenten. +(Die Zukunft des deutschen Handels). Im ganzen und großen, so führt die„Köln. Ztg.“ in einem längeren Artikel aus. kann man sagen, daß die Rolle, die unsre Diplomatie während der chinesischen Wirren gespielt hat, nicht nur unangreifbar, sondern auch in hohem Grade nützlich gewesen ist für die Entwickelung unseres Verhältnisses in China. Weil der Oberkommandierende in Tschili, Graf Waldersee, ein deutscher General war, so wird uns von mißbegünstigter Seite in Aussicht gestellt, daß sich in Zukunft unsre Handelsbeziehungen zu den Chinesen wenig befriedigend gestalten würden. Bei dieser Auffassung geht man Roman von L. Haidheim. 18)(Nachdruck verboten.) „Sehen Sie Ihre Mutter Maria" flüsterte Graf Joseph seiner Cousine zu,„sieht sie nicht aus wie eine Königin in ihrem wallenden Kreppschleier und der langen Schleppe?“, n#n## „Und Vetter Burkard!. Aber wie blaß er ist, unterbruch das junge Mädchen sich. Sie hatte ihn mit dem Wort„erster Vasall" bezeichnen wollen: jetzt sah sie plötzlich zu ihrem Erstaunen in seinem Antlitz eine stolze abwehrende Würde, die sie nie früher bemerkt. Und da sie jetzt einander erreicht hatten, traf sie einer seiner dunklen ernsten Blicke so voll Erregung und heimlicher Glut. Sie wurde plötzlich wieder rot, aber es war nicht die ärgerliche Glut von vorhin, die ihre Wangen färbte, sondern ein echt mädchenhaftes, liebliches Erschrecken vor etwas Ungeahntem und auch jetzt nur dunkel Erkanntem. — Frau von Wazlaw war selbst erstaunt über Marias Liebreiz. „Geh zu Lischa, Maria, sie sucht Dich im Schlosse, sie hat eine Entdeckung gemacht", rief sie ihrer Tochter zu und über ihr heute viel belebteres Gesicht flog der frohe Stolz der Mutter. „Bin ich mit gemeint, gnädige Tante? Ich fungiere bereits als„Gefolge" bei Prinzessin Tochter!“ scherzte Graf Joseph und sie nickte huldvoll— in ihrem Blick lag die glückliche Zustimmung So waren sie einander vorübergeschritten und die Baronin Woz g g, würde mir nie wie ein Unrecht vorkommen, wenn ich Maria aus meiner bitteren Lebenserfahrung heraus zu einer Heirat zuredete, die ihre ganze irdische Wohlfahrt sichert; aber glauben Sie mir, lieber Frohberg, dessen bedarf es nicht. De arme Kind hat deutliche Erinnerungen an die kreuzerlose Misere des Elternhauses und was sie in Prag erduldet, sie mit ihrem hochstrebenden Sinn, kaum so gut gerleidet wie eine kleine Flickerin!— das hat ihrer Seele die Richtung gegeben.“ „Wenn Sie so urteilen, steht mir felbpzeserzhz, vrich e iggand zu, Paronin Tante; indessen wäre es doch viellticht Nit ge##5 unnutz, sich möglichst eingehend nach dem Charakter und nuf des e. Nennen Sie ihn doch nicht sol Er ist so alt wie ich, das will für einen Mann noch längst nicht Alter heißen. Außerdem ist er wohl konserviert und—. Aber wie ich Ihnen eben im tiefsten Vertrauen sagte, er sprach kein entscheidendes Wort und obgleich eines Baron Gorzbergs Andeutungen schon ebenso viel wiegen, so habe ich doch immerhin selbst freie Hand und erbat mir deswegen Ihren Rat oder besser die Auskunft, die Sie „lind die leider recht gering ist. Der Kammerhef Fegen herum und sah an.„Ich bitte Sie allen Ernstes, Frohberg, diese Bemerkungen Maria gegenüber zu unterdrücken. Man weiß nie wie weit de artige Reden auf ein so junges Gemit wirken und mize/ig stockte; dann fuhr sie aber fort:„Daß Watzigugizen Geschwister Mann heiraten kann, hegreifen Sie und daß ich und ihre Geschwist „Grädige Tante haben mir ihr Vertrauen geschenkt, ich Sie reichte iom mit der bursdgeleg. Heicäie. Boge aik hen war und trotz des Gegensatzes zu iyrer georügten Lage auf ihn nicht lächerlich wirkte, ihre Hand; er sollte füylen, daß sie ihm dankbar war und sie brauchte ihn. reden enmächst von So begann sie von anderen Dingen zu reben, zumahn von der standesgemäßen Erziehung ihrer jüngeren Kinder. Wie dachte Burkard darüber? Die beiden jüngsten könnten an einer Gouvernante genug haben, für Bela aber brauchte man mehr, sollte ein„Gouverneur“ engagiert werden oder beabsichtigte Frohberg ihn auf eine Schule zu schicken.#.. 2164 Er hatte nie über diese Punkte nachgeoacht, wußte nicht einmal mehr von Erziehungsfragen, als was Heggg,iche fichlt erfahren, kannte auch den vollen Umfang seiner So zögerte er mit der Antwort und sie redete unbefangen weiter. Es sei ihr peinlich genug, daran zu mahnen, aber Frohbergs hrenheit zwänge sie ihn darauf aufmerksam zu machen. weiter. Es sei ihr peinlich genug, daran zu mahnen, aber## Unerfahrelheit zwange, sie, ihn daß der Verstorbene seine Pflichten gegen sie erfüllt und daß sie wie Bettler unter das Dach desselben gezggen seien. Jetzt müßten sie allesamt standesgczuaß u=oitun, werden, vom Schuh und Strumpf bis zum Schucps und.ginl. 1nd Handschub. Wie dachte Frohberg darüber?###ann ezuute etwa, daß ihre Forderungen unberechtigt seien? Dann konnte sie sich nur berufen auf die Meinung aller der Herxen, die gentzzi mit ihr geredet und die sämtlich betont hatten, daß die Famine sie standesgemäß zu erhalten vervflichtet Garten klang, rief seine Die Gereiztheit, die aus den letzten Woltn##ung, ei# abirrenden Gedanken erst zu ihrem Thema zurück. auschaffen L gewiß, zuverlässig, man mußte das alles ansigaffen! Vielleicht ware es das Beste, die Gnadige setzte sich mit Joseph Ebern daran, Notizen zu machen und der besorgte dann die „Ich, thäte vielleicht besser, mit Maria selbst nach Wien zu „Meine Mutter bezieht alle ihre derartigen Bedürfnisse von Frohberg nur durch Nachgiebigkeit zu beeinflussen vermochte. Als sie ins Schloß zurückamen, töntgüpzern hoses, Sparen aus dem Oberstog, zutgegen, so fröhliches Ziu mochte, wohl seit unendlichen Jahren nicht gehört sein mochte Burkards Stirn verdüsterte sich. Er war vielleicht der allerletzte eine Trauer zu heucheln, Säse, Verisrke, bosh wog,„Riager hesieas Traterhauses nicht Er hatte mit ihr vorhin einen stillen Gang durch das Schloß liebte und der sg. sah sie zum ihr doch gar nicht mehr so anheimelnd vorkamen wie damals. Zum ersten Mal erkannte Cäcilie von Frohberg was sie aufgegeben und wie eng und kleinlich ihr Los an der Seite des Geliebten geworden war. Hatte sie in jenen Tagen der Lieb auch dies Opfer freudig gebracht, heute, als alternde ihr der Schmerz, ihren Sohn damit beraubt zu haben, wie mit Eisestralen ans Herz... 6uen Gipnm uchhrt aus Das hatte er nicht allein von ihren Lippen geholt, aus ihren Augen gelesen, nein, das fühlte er auch selbst und gleichgültig war es ihm keineswegs.(. gmte 68 Und nun dieses Lachen! Und in seiner Seele sturmie ohnehin in nie erlebter Weise! Aber es war ja eine gran# lose Thorheit, sich um Marias Heirat so sehr aufzzgsseg!. Poer sie einen alten verlebten Greis heiraten wollte— und. g nein! Nein! Das schöne Geschöpf: So weiß jgt, 9gigcer, sugendfrisch und gesund, das— das seinen Hugen nicht begehen. brechen wäre es und das ließ er unter seinen Augen nicht Wie konnte diese Mutter daran denken..# Gemen tobte! Diese wilde Aufregung, die ihm in Kopf und werzen Doch fand er sich selbst unvernünftig. 75 indessen von einer unrichtigen Beurteilung des chinesischen Kau manns aus, der in erster Linie Kaufmann ist und seine Verbindungen dort suchen wird, wo sie ihm am vorteilhaftesten scheinen. Politische und militärische Niederlage werden von Chinesen weniger schwer empfunden, als von Europäern, wie sich schon daraus ergiebt, daß der weitaus größte Teil Chinas durchaus ruhig blieb, während die Zentralregierung aus der Hauptstadt vertrieben; und die chinesische Militärmacht, soweit von einer solchen die Rede sein kann, durch die Verbündeten zerrieben wurde. Es ist auch von keiner Seite berichtet worden, daß während dieses Krieges nationale Erregung dem Abschluß kaufmännischer Geschäfte mit Europäern nachteilig gewesen wäre, oder daß die Chinesen bei solchen Abschlüssen Unterschiede zwischen Fremden gemacht hätten, die die Erreichung der Sühne mit größerem oder geringerem Nachdruck betrieben haben. Es liegt nicht der mindeste Grund zu der Annahme vor, daß das, was während des Krieges nicht geschah, nun nach dem Kriege eintreten werde. Schon aus diesem Grunde ist der unserer Diplomatie gemachte Vorwurf, daß sie durch schar fes Auftreten die spätere Handelsentwickelung mit China gefährdet habe, hinfällig. Wenn jemand nicht auf die Rechnung seiner Politik kommen sollte, so werden es aller Voraussicht nach diejenigen sein, die etwa glauben, daß sie durch besondere Milde und Nachsicht sich einen Anspruch auf chinesische Dankbarkeit erworden haben.„„„ 8um +(Deutsche Schiffahrt auf dem hangtse). Der Norvoneut sche Lloyd hat bekanntlich schon im Herbst 1899 nach den Vereinbarungen, die Generaldirektor Dr. Wiegand auf seiner für die deutsche Schiffahrt in Ostasien so bedeutungsvollen Reise im Dezember 1898 getroffen hatte, eine Fahrt auf dem Yangtse bis nach Hankow eingerichtet und im nächsten Jahre zusammen mit der Bremer Firma Rickmers nach Chungking am oberen Yangtse ausgedehnt, dergestalt, daß seither regelmäßig auf dem unteren Yangtse bis Hankow in zweimal wöchentlichem Dienst der Norddeutsche Lloyd drei Dampfer und die Firma Rickmers zwei Dampfer; auf dem mittleren Yangtse von Ichang in vierzehntägigem Dienst der Norddeutsche Lloyd einen Dampfer, und auf dem oberen Yangtse von Ichang bis Chungking in vierwöchentlichem Dienst die Firma Rickmers einen Dampfer verkehren lassen. Infolge dieser Einrichtungen hat die deutsche Flagge, welche vor der Reise des Generaldirektors Dr. Wiegand auf dem Yangtse überhaupt noch nicht vertreten war, in den letzten zwei Jahren solchen Aufschwung genommen, daß nach einer Statistik vom Januar 1901 die Flaggen im regelmäßigen Schiffahrtsverkehr auf dem Yangtse sich folgendermaßen verteilen: Deutsche Flagge 6655 Tonnen, englische 16,470 Tonnen, japanische 4164 Tonnen und chinesische 6339 Tonnen. Vor kurzem hat die Hamburg=Amerka=Linie die Dampfer der Firma Rickmers angekauft und wird nunmehr den Dienst auf dem Yangtse gemeinsam mit dem Norddeutschen Lloyd fortsetzen. Der Interpellant im englischen Unterhause hat also ein„von Sachkenntnis wenig getrübtes“ Urteil an den Tag gelegt, wenn er die Blättermeldung über die Pläne der Hamburg=Amerika=Linie dahin auffaßte, als so.lle die deutsche Flagge jetzt erst auf den Yangtse gelangen. Sie hat vielmehr schon bisher unter allen dort vertretenen Flaggen an zweiter Stelle gestanden. Durch die Beteiligung der Hamburg=Amerika=Linie wird ihre achtunggebietende Stellung in der ostasiatischen Küsten= und Flußschiffahrt noch weiter erhöht werden. + Das Asbesthaus soll nun doch feuerfest gewesen sein. Nach neuesten Berichten ist es nicht abgebrannt, sondern durch darauf stürzende, schwere Gebäudeteile des Kaiserpalastes in die Katastrophe hieingezogen und zertrümmert worden. Die Absicht des Kriegsministeriums war nur darauf gerichtet, dem Grafen Waldersee mit größter Beschleunigung eine Wohnstätte zu beschaffen, die ihm und seiner Umgebung gegen die Einwirkungen des für Europäer nachteiligen chinesischen Klimas Schutz bieten sollte. Neben der Eigenschaft der Feuer=Immunität bietet Asbest infolge seines hohen Isoliervermögens wirksamen Schutz gegen Hitze und Kälte, und die Ausnutzung dieser Eigenschaften des Materials war bei dem Bau des Waldersee=Hauses der maßgebende Gesichtspunkt. Graf Waldersee selbst hat sich darüber in einem Privatbriefe wie folgt geäußert:„Das Asbesthaus hat sich glänzend bewährt und ist gerade für hiesige Verhältnisse ausgezeichnet, weil es den Wind und sehr lästigen Staub, der alle chinesischen Häuser durchweht, nicht einläßt. + Ein Schmerzensschrei des General Tungfuhsiangs in einem vom 6. Mai datierten Briefe an Yunglu. Tungfuhsiang gehört zu den wegen Teilnahme am Boreraufstand auf Betreiben der Mächte bestraften Rädelsführern. In seinem Brief an Yunglu stellt er sich lediglich als ein Opfer hin. Thungfuhsiang schreibt: „Wenn ich bedenke, was ich gethan habe, muß ich mich eigentlich noch glücklich schätzen, daß ich nur meinen früheren Rang und mein Kommando verloren habe. Ihr Beileidsschreiben habe ich erhalten und ihm Trost entnommen. Indessen bin ich keineswegs mit der Behandlung zufrieden, die mir die Regierung hat zu Teil werden lassen, und da ich niemand habe, der sich meiner Klagen annimmt, muß ich den Himmel anrufen, mir Gerechtigkeit zu verschaffen. Seit meiner Ernennung zum General habe ich unter Ihnen gedient; ich habe nicht gewag t, etwas zu thun oder zu lassen, ohne Befehl von Ihnen zu haben. Als Sie im 1898 eine„außerordentliche Angelegenheit“ vorbereiteten, Jahre 10 habe ich blind Ihren Anordnungen mich gefügt. Auf Ihr Telegramm bin ich am 29. Tage des 7. Monats(das war genau sieben Tage vor dem Staatsstreich. Anmerkung des Uebersetzers) nach Peking aufgebrochen. In Bezug auf die Boxergeschichte habe ich mich ebenfalls Ihren Wünschen gefügt. Sie befahlen mir, den Führer der Boxer Li=Lai=chung, bei seinem Angriff auf die Fremden zu unterstützen, und habe ich gethan, was sie gewollt haben. Später befahlen Sie mir direkt,d ie Gesandtschaften anzugreifen. Zuerst zögerte ich, da ich fürchtete, meine Truppen würden Armeen der Mächte Europas auf die Dauer nicht gewachsen sein. Aber nachdem sie mir versichert hatten, Sie würden Glück und Unglück mit mir teilen, was auch kommen möchte, da habe ich Ihre Befehle ausgeführt. Unter Ihrem Schutz hielt ich mich sicher; ich war fest überzeugt, Sie würden thun, was Sie versprochen hatten. So habe ich denn treu gedient, wie ein Hund oder ein Pferd seinem Herrn. Aber wie verschieden hat sich unser Schicksal gestaltet! die stehen an der Spitze der Regierung, stärker und mächtiger denn je; ich dagegen bin verurteilt und aller Ehren entkleidet. Wie können Sie sich beruhigen, wo doch mein Unglück nur eine Folge meines vertrauensvollen Gehorsams Ihnen gegenüber war! Persönlich lege ich auf das Unglück, das mich betroffen hat, kein allzu großes Gewicht. Aber meine früheren Soldaten denken anders. Sie sind aufgeregt über Ihren Vertrauensbruch. Sie haben Ihnen Rache geschworen. Ich kann sie nicht im Zaum halten. Ich hoffe, Ew. Exzellenz werden meinen Fall nicht ganz vergessen. Unsere Verluste in China. Nachdem die Wirren in China in Bezug auf das militärische Eingreifen als beendet angesehen werden können, läßt sich ein Ueberblick der bis zum 19. Mai eingetretenen Verluste bei dem ostasiatischen Expeditionskorps auf Grund der ausgegebenen amtlichen vierzehn Verlustlisten gewinnen. Zunächst sind die infolge von Gefechten, Explosionen 2c. eingetretenen Verluste zu berücksichtigen, an welche sich die Verluste an Gestorbenen, Verunglückten und Vermißten anschließen. Die Gesamtverluste in Gefechten 2c. betragen 13 Offiziere, 20 Unteroffiziere, 122 Mann; davon tot 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 31 Mann, schwer verwundet 4 Offiziere, 6 Unteroffiziere, 19 Mann, leicht verwundet 8 Offiziere, 13 Unteroffiziere, 72 Mann. Auf die verschiedenen Waffengattungen verteilt, ergeben sich tot für die Infanterie 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 15 Mann; Kavallerie 7 Mann; Fußartillerie 5 Mann; Pioniere 3 Mann; Train 1 Mann. Schwer verwundet für die Infanterie 3 Offiziere, 2 Unteroffiziere, 14 Mann; Kavallerie 1 Offizier, 2 Unteroffiziere, 2 Mann; Feldartillerie 1 Mann; Pioniere 1 Unteroffizier, 2 Mann; Verkehrstruppen 1 Unteroffizier. Leicht verwundet bei der Infanterie 6 Offiziere, 11 Unteroffiziere, 51 Mann; Kavallerie 1 Unteroffizier, 1 Mann; Feldartillerie 1 Offizier, 4 Mann; Fußartillerie 6 Mann; Pioniere 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 10 Mann. Der Verlust beziffert sich danach bei der Infanterie auf 10 Offiziere, 14 Unteroffiziere, 80 Mann= 104 Köpfe; Kavallerie 1 Offizier, 3 Unteroffiziere, 10 Mann= 14 Köpfe; Feldartillerie 1 Offizier, 5 Mann= 6 Köpfe; Fußartillerie 11 Mann; Pioniere 1 Offizier, 2 Unteroffiziere, 15 Mann— 18 Köpfe; Verkehrstruppen 1 Unteroffizier; Train 1 Mann; im Ganzen 155 Köpfe. Die meisten Verluste entfallen daher im Verhältnis der Truppenstärke auf die Pioniere. Außerdem sind an Krankheiten oder durch Verunglückung gestorben bei den Stäben 4 Offiziere, 1 Unteroffizier, 1 Mann; Infanterie 8 Unteroffifziere, 80 Mann; Kavallerie 4 Mann; Feldartillerie 1 Unteroffizier, 17 Mann; Fußartillerie 6 Mann; Pioniere 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 6 Mann; Verkehrstruppen 3 Mann; Train 1 Unteroffizier— zusammen 5 Offiziere, 12 Unteroffiziere, 121 Mann= 138 Köpfe; dazu vermißt 5 Mann der Infanterie, 2 der Feldartillerie, zusammen 7 Köpfe. Mithin beziffert sich der Gesamtabgang des ostasiatischen Expeditionskorps bisher auf 18 Offiziere, 32. Unteroffiziere, 250 Mann, zusammen 300 Köpfe. England und Transvaal. + Das Reutersche Bureau, das indessen durch seine falsche Meldung über ein Gefecht bei Warmbad, das thatsächlich gar nicht stattgefunden hatte, selbst bei der englischen Presse viel von seinem Kredit verloren hat, bringt folgende sonderbare Meldung aus Kapstadt: Es scheint(?) als ob Dewet erst in letzter Zeit die Buren dazu bewogen habe, unter seiner Führerschaft sich neu zu konzentrieren. Aber nachdem dies erst vor wenigen Tagen geschehen war, griffen ihn die Engländer an und zersprengten seine Truppen.(?) Nachdem Dewet den Engländern, wie gemeldet, noch am 12. d. Mts. bei Steenkoolspruit eine Niederlage beigebracht und ihnen zwei Pompongeschütze abgenommen hat, erscheint die Meldung des Reuterschen Bureaus sehr unglaubwürdig. Lord Kitchener telegraphiert aus Bloemfontein vom Mon tag: Seit meinem letzten Bericht sind 24 Buren getötet, 14 verwundet, 265 gefangen genommen worden. 165 Buren haben sich ergeben. Erbeutet wurden 137 Gewehre, große Mengen Munition, 198 Wagen, 1500 Pferde und 3000 Stück Vieh. Hierin sind die Verluste, welche die Buren während der Operationen des Generals Elliot erlitten haben, nicht eingerechnet. In diesem Bericht ist von einer Zersprengung der Truppen Dewets keine Rede. + Die„Daily Mail“ meldet aus Kroonstadt vom 15. Juni daß zweimal versucht worden sei, den Kommandanten Beyers, welcher noch immer bei Zand=River Pool lagert, von dort zu vertreiben. Durch beide Versuche wurde wenig mehr erreicht, als daß einige Gefangene gemacht und einige Vorräte erbeutet wurden. Die Obersten Grenfell, Mc Micking, Wilson und Colenbrander waren in das Gefecht verwickelt. In der Kapkolonie dauern die Kämpfe fort. Eine amtliche englische zusammenfassende Mitteilung über die letzten Zusammenstöße besagt: Ein Teil des Kommandos Scheepers hat Murraysburg am 13. d. M. genommen und die Läden geplündert. Ferner haben 150 Buren unter Maritz eine britische Patrouille von 29 Mann umzingelt und gefangen genommen, nachdem zwei Engländer getötet und zwei verwundet waren. Im Kakamasdistrikt sind 200 Aufständische aufgetaucht, die nach Südwesten ziehen.— Die Gesamtsumme aller bisher in Gefangenschaft befindlichen Buren beträgt 19,242.(Nach einer Mitteilung des „Standard“ aus Kapstadt ist die Gefangennahme der englischen Patrouille durch Maritz bei Calvinia erfolgt) Nach der vorgestern Abend in London eingegangenen Verlustliste hat am Freitag in der Nähe von Houtkop anscheinend ein ernsteres Gefecht stattgefunden, bei dem drei Mann getötet und zwölf verwundet wurden. Stadt und Kreis. ** Schwerte, 19. Juni. ** Das Dörfchen Ergste, das in den grünen Matten so idyllisch eingebettet liegt, daß man dort nur Damons Flötenspiel, arkadischen Schäferinnen und frommen Lämmern zu begegnen erwartet, die zu bukolischen Gesängen inspirieren— dies friedliche Dörfchen war gestern der Schauplatz einer furchtbaren Blutthat. Die ganze Gemeinde befand sich in hochgradiger Aufregung: ein Mord, so hieß es, ist verübt, und in Familien, im Wirtshause, selbst auf der Straße war von nichts anderem die Rede. Ist es wirklich ein Mord? wer ist der Mörder? wird er entdeckt werden, oder wird dasselbe Dunkel, derselbe Schleier sich über die That breiten, wie über den geheimnisvollen Mord, der vor grade einem Menschenalter fast an derselben Stelle verübt wurde? as waren die Fragen, die ernst und eifrig allenthalben erörtert wurden. Und bald nicht nur in Ergste. Wie die Wellen nan einem Steinwurf, so verbreitete sich das Gerücht von einem Morde ringsum in immer weitere Kreise, und die Fantasie, die schöpferische, war so geschäftig, daß sie um den Kern der Thatsachen einen Sagenkreis spann: ein Streit im Wirtshaus, ein Nachschleichen des Beleidigten, ein Stilett, ein Ueberfall im Walde, ein tötlicher Stich ins Genick— ja auch das Ende des blutigen Dramas wurde schon verkündet, die Entdeckung und Verhaftung des Mörders! All dies Gerede ist ins Reich der Fabel zu verweisen. Es beruht auf müßigen und müßigsten Kombinationen, da die Beschaffenheit der Wunde, welche den Tod herbeigeführt haben soll, selbst den Aerzten unbekannt ist und erst die Obduktion, welche heute nachmittag 3 Uhr stattfindet, Klarheit in das Dunkel bringen kann. In eigener Sache Richter. 17 Roman von L. Haidheim. (Nachdruck verboten.) So war er neben Frau von Wazlaw die breite, herrliche Treppe hinan gestiegen, dem Lachen folgend; da hörten sie erst, daß es noch eine Treppe höher erklang; sie stiegen weiter hinauf. Dann lag ein langer Gang vor ihnen, auf den viele Thüren mündeten und plötzlich standen sie beide sekundenlang wie selähmt.„ 2„m amicht Geisterspuks Im heuen Sonnenticht Geisterspür: Zwei Damen in der Tracht längstvergangener Zeiten, ganz überflutet von Sonne und das Kleid der einen funkelnd wie eitel Gold, kamen still auf sie zu. Das Lachen hatte aufgehört. Burkard Frohberg hätte laut aufjauchzen mögen. Maria war es. Maria in einem gelben mit goldenen#, Jurch= einer Urahne— sischa danehen in war es, B#aria in einem gelben mit goldenen Blattern durch webten Brautstaatskleibe irgend einer Krähne,— Lischa bancben! einer verblichenen Rokokotoilette, beider Anzug vom Einfluß der Zeit aller Frische beraubt und dadurch den persönlichen Jugendreiz unbeschreiblich schön hervorhebend. Nur flüchtig sah der Bruder auf die holde Schwester, er hatte nur Augen fur Maria. Wie schön sie war! Wie das blonde Haar und das fahle Gelb des Kleides harmonierte! Wie das schimmernde etwas verdunkelte Gold ihre Erscheinung wunderbar hob und wie sie hineinpaßte in den reichen Rahmen. Frau von Frohberg und Graf Joseph waren in einer der Thüren erschienen und alle erzählten nun mit großer Lebhaftigkeit, wie sich die erstere der sogenannten Kleiderkammern im Oberstock erinnert hätte, wie dann die jungen Damen über den unglaublichen Reichtum aufgespeicherter, oft Jahrhunderte alter Hochzeits=, Hof= und sonstiger Festkleider jubelten. Graf Joseph ging mit den Damen ganz auf in dem Interesse an den alten Moden, sie konnten samtlich gar nicht müde werden sie zu besichtigen, in einem Nebenraume das eine oder anderen Stuck anzupassen. Darüber vergaßen sie stundenlang alles. Burkard Frohberg, auf einem alten Lederkoffer sitzend, hatte unterdes nur Augen für seine schöne Cousine. Er schwelgte in ihrem Anblick; wie ein Zauber war es plötzlich über ihn gekommen, seine ganze Seele berauschte sich an der sich ihm in dieser Art zum ersten Mal offenbarenden Frauenschöne. Ahnte Maria instinktiv den Zauber, den sie ausübte, daß sie von Zeit zu Zeit zu ihm trat und ihm heiter plaudernd Gelegenheit gab, sich immer mehr in diesen zu verlieren? Machte sich die weibliche Gefallsucht plötzlich in ihr geltend und ließ sie in aller Unerfahrenheit gerade das thun und sagen, was nur die gewiegteste Kokette gethan und gesagt hätte? Er fragte sich das nicht; er dachte gar nicht über sich und sie nach in dem fiebernden Entzücken an ihr. Seine sonstige Besonnenheit und klare Ruhe hatten ihn vollständig verlassen. Zum Glück dachte sie nicht im Traum an die Macht, die sie in dieser Stunde über ihn hatte, sonst würde ihr vielleicht der Wunsch erfiillt worden sein in Klaino zu bleiben. Ihre himmlische Freude an seinem Entzücken blieb völlig harmlos, es machte ihr einfach Vergnügen ihn in sich immer mehr verliebt zu machen: das war doch eine kleine Zerstreuung und es reizte sie auch Graf Joseph fühlen zu lassen, daß sie, falls nicht von ihm, so doch von Burkard bewundert wurde. Und wenn sie ihn auch bisher mit ziemlich kritischen Blicken betrachtet und ihn nicht genug elegant gefunden hatte, so stieg er doch plötzlich sehr an Wert in ihrer Meinung, weil er sie bewunderte. Der Tag verging dem kleinen Kreise in der angenehmsten Weise. So einsam und verlassen das Schloß auch jahrelang dagestanden, die Verwaltung war eine ausgezeichnete gewesen und wenn die Dienerschaft auch auf das kleinste Maß beschränkt worden, die wenigen Personen genügten vollkommen für die Verpflegung und Bedienung der Gaste.„„ Je weiter aber dieser Abend vorschritt,— die beiden alteren Damen konnten sich nicht genug thun in Jugenderinnerungen!— um so ernster wurde die Stimmung, um so peinlicher das sich mehr oder weniger allen auf das Herz legende trübselige Gefühl, daß sie in dem eigenen Erbe rechtlose Fremdlinge waren und samt und sonders in eine dunkle ungewisse Zukunft blickten. Und das lediglich durch die Schuld dessen, der wie ein liebevoller Vater sie alle hätte versorgen können, wenn er gewollt. Selbst die sanfte Frau von Frohberg dachte heute mit einer gewissen Bitterkeit an das kleine schmucklose Gütchen, ihre Heimat, und begriff plötzlich nicht mehr, wie sie lebenslang dort in den engen Verhältnissen hatte eristieren können, ohne Neid und Groll. " Als ob eine unerklärliche geheimnisvolle Nucht die Sti# Alr ob eine unerklarliche geheimnisvolle Macht die Stimmung beeinflußte, so still und verargert schaute auch Joseph Ebern darein; abwechselnd sich innerlich vor sich selbst rechtfertigend, wegen seiner Schuld, oder aber in die Selbstvorwürfe versinkend, die ihn so namenlos quälten.„„ Nur Burkard blieb völlig frei von all diesen Erwagungen. Er wußte ja, daß Maria nie die Seine werden konnte, aber er bildete sich thöricht genug ein, daß seine Liebe eine völlig selbstlose sei und bleiben werde und so horchte er auf die Zauberklänge in seinem Herzen, die den Namen Maria sangen und ihn mehr und mehr bethörten, ohne daß er es ahnte. sie saßen seit Wochen wieder in Krapolno; der Winter war mit aller Strenge eingezogen, Weihnachten vorüber und ein recht unfreundliches Wetter brachte statt der gehofften Eis= und Schltenbeszun dies Hödliche Einerlei ohne jede erfrenliche r=Gelbst neue Anforderungen an die„Familie, zu ersinnen, vermochte Frau von Wazlaw nicht mehr, nachdem Burkard durch die großmutige Anweisung einer sehr bedeutenden Summe alle ihre Wunsche befriedigt, sogar einen Hauslehrer engagiert hatte, der die drei Kinder unterrichtete. Auch Maria verging geradezu vor Langeweile, da ihr der arme Herr Tholen mit der von ihr mutwillig geweckten anbetenden Verehrung doch in seiner bescheidenen Art längst lästig wurde. Sie hatte weder Sinn für seine begeisterten Liebesgedichte, deren Gegenstand sie selbst war, noch für seine„idealen Güter des Lebens“, die sie baren Unsinn nannte Und Lischa war nicht einmal zu Haus, sondern mit der Mutter nach Graz gereist, wie alljährlich im Winter, wo väterliche Verwandte, in glänzenden Verhaltnissen lebend, ihnen viel Von Burkard ging für die beiden Damen auch nicht viel Unterhaltung aus; die große Verwaltung des gräflich Ebern'schen Vermögens nahm, mehr als er sich hatte traumen seine Leistungskraft in Anspruch, und da er eines Tages, sehr bald nach dem Aufenthalt in Klaino erkannt hatte, in welche hoffnungslose Leidenschaft er sich verstrickte, so gab ihm die Arbeit den Vorwand, Maria zu meiden, wenn auch, mit Sehmgerzerz. großer Selbstüberwindung. Der einzige, der sich####ene. losen Natur nach in diesem öden Einerlei zufrieden fühlle, war Graf Joseph. Er hatte die letzten Jahre in Wien sich von seinen Gläubigern gehetzt gesehen, wie ein Wild von der Meute; aus einer fatalen Situation war er in die andere gekommen und immer tiefer in den Sumpf, in den sein gänzlich unbeschäftigtes wie ein Prinz, für alle seine Bedürfnisse und Wünsche zeigte Vetter Burkard eine wahrhaft rührende Fürsorge, niemand forderte von ihm irgend welche ihm unsympathische Leistung, von Arbeit war keine Rede mehr, nachdem Burkard verschiedentliche Vorschläge gemacht, kurz das Drohnenleben in Wien war abgelöst worden von dem Drohnenleben in Krapolno und ein wenig Klavierspiel, eine abendliche Partie Beziques, oder die Erörterungen über Modefragen mit dem neuesten Wiener Modejournal, genügten Graf Joseph vollständig. Was thatsächlich feststeht, ist nur folgendes. Der 41 Jahre hofen 18 und Lücklemberg 40 Mann vom Husarenregiment Kaiser alte Gutsbesitzer Brunnenberg kehrte am Montag abend von einer Nikolaus II von Rußland(1. westf. Nr. 8) zu Paderborn einReise nach Dortmund über Letmathe nach Ergste zurück. Im quartiert und ebensoviel Pferde. Wirtshause des Herrn Steinschulte hatte er eine ziemlich scharfe*“ Wellinghafen, 18. Juni. Bei dem am Sonntag Auseinandersetzung mit einem anwesenden Gaste wegen einer hier veranstalteten Preis=Wettfliegen der Tauben vom Briefdie Jagd betreffenden Angelegenheit. Herr B. verließ hierauf taubenverein„Heimkehr" erhielt der Gutsbesitzer Herr H. GräfenLetmathe und traf nach 8 Uhr in Schälke ein, wo er bei Herrn kämper=Goy den 1. Preis. Stommel einkehrte. Um 8¼ Uhr trat er den Heimweg nach*“ Aplerbeck, 18. Juni. Auf der hiesigen Zeche„BickeErgste an. Es war sein letzter Gang. Am andern Morgen wurde feld“ erlitt der Bergmann Otto Lorenz durch Unglücksfall Verer von dem Milchhändler Herrn Althoff im Graben der Chaussee, letzungen, sodaß er in das Krankenhaus nach Hörde transportiert etwa 20 Minuten von Ergste entfernt, tot aufgefunden und seine werden mußte. Persönlichkeit von Herrn Silbersiepe, den Herr Althoff herbei=*“ Brünninghausen, 18. Juni. Feuer entstand holte, festgestellt. Wie die Spuren der Fingernägel in der Rinde des dort stehenden Baumes bekundeten, hatte der Verstorbene sich daran angeklammert, war aber schließlich tot in den Graben niedergesunken. Hut und Stock lagen bei ihm, ebenso wurde die Uhr und eine Barschaft von 97 Mark in seinen Taschen vorgefunden. Ferner ein mit Blut durchtränktes Taschentuch und ein zweites mit Blutflecken. Das Blut rührte von einer Wunde, welche sich am Hinterkopf, dicht unter dem Hutrand, vorfand. Etwa 10 Minuten von dieser Stelle entfernt, fand sich auf der Chaussee im Walde eine Blutlache und, quer über die Chaussee gehend, Fußspuren. gestern abend zwischen 11 und 12 Uhr in der Scheuer des Landwirts Herrn H. Diener hierselbst. Das Gebäude brannte völlig nieder. Man vermutet Brandstiftung. Westfalen und Rheinland. * Dortmund, 15. Juni. Vor dem Schöffentgericht standen heute morgen die Schülerin Anna Grashoff und deren Mutter unter der Anklage des Diebsstahls. Geständigermaßen hat das Mädchen im März d. J. eine ganze Anzahl Taschendiebstähle ausgeführt und zwar auf die Anregung der Mutter hin, Dies ist der Thatbestand, der sich in einfacher Weise dahin die das gestohlene Geld an sich nahm. Die Frau begleitete ihre deuten läßt, daß der Verstorbene auf dem etwas schlüpfrigen Boden ausgeglitten und mit voller Wucht— er war ein großer, kräftiger Mann— auf den Hinterkopf gefallen ist; die Wunde befindet sich genau an der Stelle des Hinterhauptes, wo sie bei einem Fall des Menschen zu sein pflegt. Der Verwundete, der, man weiß nicht nach wie langer Zeit, zu sich kam, hat das Blut mit seinen Taschentüchern gestillt und dann den Heimweg fortgesetzt. Nach 10 Minuten ist dann vielleicht ein Bluterguß ins Gehirn erfolgt, welcher den Tod herbeiführte. Dies wäre die einfache Erklärung des traurigen Falles, die nach der Ansicht der Gerichtskommission aus Hohenlimburg die zutreffende ist. Volle Sicherheit wird allerdings erst die Obduktion durch den Gerichtsarzt gewähren. Bis der Gerichtsarzt sein Gutachten abgegeben hat, müssen wir alle Gerüchte von einem Morde für leere Erfindung halten. Ein Raubmord ist ausgeschlossen, da ein Raub nicht vorliegt. Ein Mord aus Rache seitens einer dritten Person ebenfalls, da der Verstorbene ein allgemein geachteter und beliebter Mann gewesen ist, dessen frühes Ende in weiteren Kreisen tief und lebhaft bedauert wird. Daß aber der Wortwechsel im Wirtshaus zu Letmathe in ursächlichen Zusammenhang mit dem Todesfall gebracht wird, erscheint uns geradezu als eine Ungeheuerlichkeit, die des weiteren zu erörtern uns widerstrebt. Auch die Fußspuren quer über die Chaussee beweisen nichts. Gegen einen Mann, der aus dem Walde auf ihn losspringt, hätte der Verstorbene doch sicher Front gemacht; wie ihm der Angreifer in diesem Falle— selbst wenn er unbemerkt geblieben wäre— eine Wunde in der Mitte des Hinterkopfes hätte beibringen sollen, ist nicht abzusehen. Nun, die heutige Obduktion wird ja den Schleier lüften und Klarheit schaffen. Auf jeden Fall ist das Unglück, welches die Familie Brunnenberg betroffen hat, tief beklagenswert und wird nur wenig gemildert durch den Gedanken, daß ihrem Heim Not und materielle Sorge nicht nahen dürfen. Möge die Hinterbliebenen der tiefe Anteil trösten, den die gesamte Gemeinde und der gesamte Kreis, diesseits und jenseits der Ruhr, an ihrem Schicksal nimmt! ** Berghofen, 18. Juni. Ein schönes Fest feierte am Sonntag, den 16. d. M., der Knappenverein„Glück auf!“ in Berghofermark. Es war ein Doppelfest— das 30jährige Stiftungsfest und die Fahnenweihe— und es wurde auch, seiner Bedeutung entsprechend, auf das würdigste und glänzendste gefeiert. Am Samstag abend 8 Uhr fand ein Fackelzug statt, an welchem sich gegen 80 Knappen beteiligten. Der Zug bewegte sich durch die Berghofermark zum Festlokal, der Wirtschaft des Herrn Herm. Leist=Höchsten, der zuEhren des Vereins ein prächtiges Feuerwerk abbrannte, das von der Höhe weit ins Land sichtbar war. Bei dem Bierkommers hielt der Präses des Vereins, Herr Heinr. Niggemann eine Ansprache, in welcher er die sechs noch lebenden und dem Verein noch angehörigen Gründer desselben — die Herren W. Kleppe, W. und H. Schlingmann, G. und K. Keller und Jütte— feierte und mit einem Hoch auf den Kaiser schloß, den die Knappen als ihren Obermeister beanspruchen dürfen, da er in der Politik viel Minen und Gegenminen zu graben hat. Der Kommers verlief in fröhlichster Weise. Am Sonntag nachmittag 3 Uhr fand im Vereinslokal des Herrn Keller die Fahnenweihe statt, wobei Herr Hauptlehrer Steltmann=Berghofermark eine sinnige, eindrucksvolle Ansprache hielt. Nach der Feier warschierte der Zug unter Vorantritt der Beisenherz'schen Kapelle zum Festlokale, dem geräumigen, schön mit Guirlanden, Zweigen und Fähnchen dekorierten Leist'schen Saal, wo das Konzert der genannten Kapelle sowie Gesangvorträge des Männergesangvereins„Concordia"=Berghofermark die Festgenossen in heiterster Stimmung erhielt. An dem Ehrentage des Vereins„Glück auf!" waren 5 auswärtige Knappenvereine erschienen—„Augusta"=Berghofen,„Viktoria"=Höchsten,„Wellinghoferheide",„Aplerbeckermark" und„Lichtendorf". Dem Verein„Glück auf“ für sein ferneres Blühen und Gedeihen die besten Glückwünsche. Mögen alle Mitglieder, auch die Veteranen, bei der Arbeit im Tiefsten der Erde, bei heitrer Geselligkeit auf dem Höchsten des Kreises, noch in guter Gesundheit das 50jährige Stiftungsfest erleben.! ** Hörde, 17. Juni. Im letzten Augeniblicke! Bei der Abfertigung der Extrazüge auf dem hiesigen Bahnhofe gelegentlich des Feuerwehrfestes ging es auf dem hies., sonst ziemlich stillen Bahnhofe äußerst lebhaft zu; die Beamten hatten alle Hände voll zu thun, um die Feuerwehrleute, von denen so mancher sich allzu sehr in das Studium der hiesigen Bier=Verhältnisse eingelassen, unterzubringen. Einer derselben sprang aus irgend einem Grunde, als die Thüren bereits geschlossen und der Zug am Anziehen war, aus dem Abteil. Gleich wollte er zurückspringen, hatte aber nicht bemerkt, daß der Zug sich inzwischen etwas fortbewegt, er wollte nach der am Wagen angebrachten Stange greifen, griff aber fehl, kam zu Fall und geriet so mit beiden Beinen zwischen zwei Wagen. Da ergriffen ihn auch schon zwei handfeste Feuerwehrleute und zogen ihn mit kräftigem Ruck heraus. Eine Sekunde später— und der frische, bkühende Mann würde ein Krüppel gewesen sein. ** Amt Wellinghofen, 17. Juni.(Einquartier= ung). Am 21. ds. Mts. werden in den Ortschaften Brünninghausen 35, Benninghofen und Niederhofen zusammen 35, WellingTochter sogar zum Wochenmarkte, wo letztere für ihr diebisches Gewerbe ein reiches Feld fand. In dieser Familie müssen übrigens nette Zustände herrschen; der Vater des Mädchens arbeitet nichts und ließ sich von der Dieberei seiner Tochter miternähren. Der Gerichtshof verurteilte die Mutter zu 6 Monaten Gefängnis und 6 Wochen Haft, außerdem erhielt sie 48 Stunden wegen ungebührlichen Benehmens vor Gericht, die sie sofort abzusitzen hatte. Die Tochter bekam 5 Wochen Gefängnis. * Neubeckum, 18. Juni. Der Schäfer A. hatte sich ein Räuschchen angetrunken, das ihn zur Verübng ruhestörenden Lärms verleitete. Er hat dieserhalb zum erstenmal in seinem harmlosen Schäferleben eine polizeiliche Strafverfügung in Höhe von 10 Mark erhalten und hiergegen entrüstet auf richterliche Entscheidung angetragen. Auf die Vorstellungen des Gerichtshofes, den Protest zurückzunehmen, da ihm die von ihm beantragte Ermäßigung des Strafmandats nichts nütze, weil dann die Gerichtskosten hinzuträten, antwortete er:„Tein Mark, das is mir 'n bittten vull, so järg was't je garnich, fif Mark, dann wick et daohen, Här Gerichtshoff.“ Endlich gelang es, den Mann eines Besseren zu belehren, er nahm den gegen den Strafbefehl eingelegten Widerspruch zurück. * Börning bei Castrop, 17. Juni. Unser Ort war gestern der Schauplatz eines blutigen Ereignisses, wie solche leider in den Industriebezirken nicht selten sind. Beim Bergmann Kuck fand eine Kindtaufsfeier statt. Im Laufe des Familienfestes geriet Kuck mit einem Gaste, dem Bergmann Beckmann, in argen Streit. Letzterem wurde von seinem Gegner mit einem harten Gegenstande, vielleicht mit einem Steine, der Kopf gehörig verarbeitet. Beckmann reißt sich los, läuft in ein Nachbarhaus und kommt wutentbrannt, ein Brotmesser schwingend, zurück. Ehe sich jemand versieht, hat er dem Kindtaufsgeber Kuck drei tiefe Stiche in den Unterleib beigebracht. Auf den Tod verletzt wird der Mann ins Herner Krankenhaus gebracht. Der Messerheld wurde alsbald verhaftet; statt im Untersuchungsgefängnis mußte man ihm aber im katholischen Krankenhause Unterkunft geben, bis seine schweren Kopfwunden geheilt sind. * Essen, 14. Juni. Fingierte Arbeiter. Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich gestern der 19jährige Josef Birkenfeld aus Schalke wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs zu verantworten. Derselbe war bis Februar dieses Jahres bei der Firma Knüppersbusch u. Komp., Aktien=Gesellschaft, in Schalke als Kommis beschäftigt. Ihm lagen die Lohnzahlungen ob, zu welchem Zweck ihm die Fabrikarbeiter die Lohnlisten übergeben hatten. Der für jeden Arbeiter bestimmte Betrag wurde in eine Papierdüte gelegt, Name und Betrag darauf geschrieben und dann zugemacht. Jeder Meister besaß sodann eine Kiste, in welcher am Löhnungstage die Düten verpackt und ihm vom Angeklagten übergeben wurden. Letzterer war nun beschuldigt, im Laufe der letzten 1½ Jahre, und zwar in zwei Zeitabschnitten durch Fälschung der Lohnlisten die obengenannte Firma um die Summen von 4252,20 Mk. und 3550,95 Mk. betrogen zu haben. In ganz raffinierter Weise wußte der jugendliche Bursche diese systematischen Betrügereien auszuführen. Er trug in die Lohnlisten Beträge in Höhe von 18 bis 24 Mk. für Arbeiter ein, welche in der Fabrik gar nicht beschäftigt waren. Die Düten mit Geld wurden ihm dann ausgehändigt, und er behielt natürlich diejenigen zurück, welche für die fingierten Arbeiter bestimmt waren. Die Meister quittierten über den Empfang der Kiste mit den Lohndüten in einer Kladde, in der die Gesamtzahl der Düten und der Gesamtbetrag der Löhne vom Angeklagten einfach offen gelassen war und später von ihm ausgefüllt wurde. Der Angeklagte war geständig und will das ganze Geld verjubelt haben, was zum größten Teil auf einer Exkursion nach London in Gesellschaft zweier Freunde geschehen sei. Das Gericht verurteilte den Angeklagten mit Rücksicht auf die Höhe der veruntreuten Summen und die Art, wie er darüber verfügt habe, zu 10 Monaten Gefängnis. * Essen, 17. Mai. Feuer entstand in der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr in dem Anbau der Kuhlhoff'schen Branntweinbrennerei. In zwei Minuten erschien die städtische Feuerwehr an der Brandstelle und griff das Feuer mit drei Leitungen an. Inzwischen hatten die Flammen so schnell um sich gegriffen, daß es drei auf der Bodenkammer schlafenden Personen, den Arbeitern Siegor(Vater und Sohn) und Müller nicht mehr gelang, das Freie zu gewinnen, sie erstickten. Die Feuerwehr konnte sie nur als Leichen hervorholen. Der vierte, der Kartoffelhändler Fränz, rettete sich nur mit größter Mühe, er hatte aber so schwere Brandwunden erhalten, daß er ins Krankenhaus überführt werden mußte. Zwei der Erstickten, Siegor sen. und Müller, waren zum Besuche des jungen Siegor von B.=Borbeck gekommen und wollten heute früh wieder zu ihrer Arbeitsstätte zurückkehren. Der Dachstuhl ist total ausgebrannt. Die Ursache der Entstehung des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. in das Dorf gebracht, wo achthundert Kannibalen versammelt waren. Während D. Chalmers seine Rede hielt, wurde er mit Keulen niedergeschlagen und ihm der Kopf abgehauen. Die anderen wurden über Nacht in der Hütte gehalten und am nächsten Morgen ermordet. Die Leichen wurden zerstückelt, das Fleisch in Körbe gelegt und diese in verschiedene Dörfer geschickt. Die Dampfer„Parua" und„Merrie England" landeten eine Strafexpedition, die die Hütten dem Erdboden gleichmachten. Wie viele Eingeborene getötet worden sind, ist nicht bekannt. Ueber eine sonderbare Grabrede läßt sich die„Südd. Landpost" berichten: In Erlangen wurde jüngst ein bekannter Sozialdemokrat ohne Geistlichkeit und ohne Sang und Klang beerdigt. Einer der Genossen, der die Grabrede hielt, wählte folgenden geschmackvollen Text:„Im wunderschönen Monat Mai, als alle Knospen sprangen, da ist dem guten Johann Schnapp der Odem ausgegangen!“ * Die Preiserhöhung für Rasieren und Frisieren bis zu fünfzig Prozent der bisher üblichen Preise ist in einer außerordentlichen Versammlung der Berliner Friseur= und Perrückenmacherinnung einstimmig beschlossen worden. An der Versammlung nahmen auch Mitglieder der Barbier= und Heilgehilfeninnung und der Freien Vereinigung als Gäste teil. Sämtliche Redner sprachen sich für eine sofortige Durchführung des Aufschlages aus. * Ein treues Andenken bewahrt hatte eine Frau in Halle a. d. Saale ihrem ehemaligen Bräutigam, einem in Tirschtiegel, Schlesien, verheirateten Schuhmacher M. Sie ist vor kurzem ihrem Mann in den Tod gefolgt und hat ihr gesamtes Vermögen, mehrere tausend Mark betragend, da sie kinderlos war, ihrem früheren Bräutigam vermacht. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Hd. Kapstadt, 19. Juni. In Maitland wurde Leiche eines an Pest verstorbenen Mannes aufgefunden. Hd. Cradock, 19. Mai. Kruitzingers Kommando macht die Gegend um Kleinfontein unsicher. Die nach Maraisburg abgegangene englische Post mußte umkehren. die Hd. Newyork, 19. Juni. Der amerikanische Gesandte Rockhill hat an das Staatsdepartment telegraphisch gemeldet: Prinz Tuan's Partei triumphiert. Die Rückkehr des Hofes nach Peking ist zweifelhaft. Die Kaiserin führt noch immer das Regiment. Li=Hung=Tschang und Prinz Tsching sind sehr besorgt. Die deutsche, britische und französische Garnison wird in gegenwärtiger Stärke in Peking und Tientsin zurückgehalten, bis die politische Lage sich geklärt hat. Auf Grund dieser Meldung beschloß die amerikanische Regierung, Rockhill, der abberufen werden sollte, einstweilen noch auf seinem Posten zu belassen. * Hd. Molteno, 19. Juni. Kommandant Kruitzinger hat einen Aufruf erlassen, in welchem es heißt, daß jeder, der den Engländern Mitteilungen über die Burenstellungen zukommen läßt, zu 1000 Mark Geldstrafe verurteilt wird und außerdem seinem Kommando 3 Monate lang folgen muß. Hd. Brüssel, 19. Juni. Das gestern abend hier abgehaltene anarchistische Meeting verdiente seinen Namen. Es ging in dieser Versammlung so gesetzlos und tumultuarisch zu, daß dieselbe aufgehoben werden mußte. Hd. Paris, 19. Juni. Infolge Zusammenstoßes zweien Straßenbahnwagen sind 105 Passagiere verletzt worden. Hd. Paris, 19. Juni. Die Ueberfälle im Hölzchen von Vineennes mehren sich. Gestern abend wurden wiederum zwei junge Damen angefallen und ihrer Wertsachen beraubt. Hd. London, 19. Juni. Die amtliche Verlustliste für gestern spricht eine beredte Sprache. Sie verzeichnet 5 Offiziere und 33 Mann tot, 6 Offiziere und 71 verwundet, 2 Offiziere und 2 Mann vermißt, 10 Mann an Krankheit gestorben. Hd. London, 19. Juni. Morgen findet in der TweedHalle ein großes buren freundliches Meeting statt, auf welchem Delegierte des Afrikanderbundes sowie Abgeordnete der liberalen Partei Ansprachen halten werden. Man befürchtet, daß es auf der Straße zu unliebsamen Szenen kommen wird. Hd. London, 19. Juni. Die australische Schwadron kehrt nunmehr in die Heimat zurück. Hd. Berlin, 19. Juni. Der General à la suite v. Moltke wird sich Ende Juni mit einer Abordnung des Kaiser AlexanderGrenadierregiments, bestehend in 1 Hauptmann, 1 Leutnant und 1 Unteroffizier, nach Petersburg begeben, um dem Zaren die Uniform der Kolonialtruppen vorzuführen. Dieselbe wird von dem Leutnant und dem Unteroffizier getragen werden. + Nach Auflösung der Feldpost in China werden zur Verstärkung der Beamtenkräfte bei den Ortspostanstalten in Ching der Oberpostdirektionssekretär Wolter, die Postsekretäre Barten, Keine, Schäfer, die Postpraktikanten Weinbrenner, Wenning und die Postassistenten Müller, Ruscheck, Wagner und Zeitingen bleiben. Bunte Chronik. Aus Newyork werden Einzelheiten über die Ermordung des Reverend James Chalmers, des Dr. Oliver Fellows Tomkins und anderer Mitglieder der londoner Missionsgesellschaft in NeuGuinea gemeldet. Ein Häuptling lud die Gesellschaft ein, sein Dorf zu besuchen, und auf dem Wege zu diesem wurde sie von einer Bande Eingeborener zu Gefangenen gemacht. Sie wurde Wetterbericht. (Nachdruck verboten.) 19. Juni. Meift heiter und warm, schwül, strichweise Gewitter. 20. Juni. Halbheiter, schwül warm, lebhafte Winde, vielfach Gewitteniegen. 21. Juni. Veränderlich, wolkig mit Sonnenschein, kühler, Regenschauer und Gewitter. 22. Juni. Heiter bei Wolkenzug, strichweise Regen mit Gewittern, normale Temperatur. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller, Ueberzieher, sowie jede Reparatur, auch von nicht bei mir gekauften“ 88118 unftte ren solid und billig. V. Hellermann, wraut, Ontenhellgete C. W. Böhmer Schwerter Fahrrad-Handlung. Reichhaltiges Lager in Fahrrädern, nur ersiklassige Fabrikate, wie:„Adler“.„Panther „Brennabor“ und„Anker“. Um der grossen Nachfrage nach billigen Fahrrädern gerecht zu werden, verkaufe ich infolge eines grossen Abschlusses mit einer bestrenommierten Fabrik ein wirklich gutes, elegantes Fahrrad in Touren- oder Halbrenn-Ausstattung zu dem noch nie dagewesenen Preis von 125 KI. unter 1jähriger Garantie. Es ist ratsam, bevor Sie ein Fahrrad kaufen, mein Lager ohne Kaufzwang zu besichtigen. Empfehle grosses Lager in sämtlichen Ersatzteilen für Fahrräder und Nähmaschinen. Reparaturen werden fachgemäss billigst ausgeführt. Mit Katalogen und äusserster Offerte stehe gern zu Diensten. Abzahlun gestattet. Gebrauchte Maschinen werden in Zahlung genommen. Unterricht wird Käufern gratis erteilt. Danksagung. Für die allseitige Teilnahme an dem uns betroffenen schmerzlichen Verlust, sowie auch für die zahlreichen Kranzspenden sprechen wir auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank aus. Schwerte, 19. Juni 1901. Witwe Wilh. Bilke u. Kinder. Gra= Terta Der erste Grasverkauf in den Wiesen des fürstlichen Gutes Rotehaus findet Donnerstag, den 20. Juni cr., nachmittags 1 Uhr, öffentlich meistbietend in bisheriger Weise statt. Coesfeld, den 12. Juni 1901. Fürstlich Salm-horstmarsche Rentei. Mrose. Wress * Mit dem heutigen Tage habe ich mich hier als — Schuhnachermister etabliert und bitte die verehrten Bewohner von Schwerte und X X X X Kadtierk 5nd Pilee die bereh Bewohner von Schwerie und Umgegend um geneigten Zuspruch. Für solide Maßarbeit und Reparaturen werde bestens Sorge tragen. Hochachtend Carl Weber, im Hause des Herrn Heinrich Möller. ∆ X K X X X KEETEEE EE on der Reise zurück! Dr. med. E. Buck Spezialarzt für Hautkrankheiten. ortmund, Westwak 40. Ein treues braves Nädchen us guter Familie pr. Aug. der September zu mieten esucht. rau Ferd. Koenig, Hoerde, Kirchstr. 1. Ein verheirateter Holländer ucht Stellung als Schweizer. Jacob Veenstra, Westenort 12. Großer Dalmatiner, parz und weiß gefleckt, entifen. Derjenige, der über Verbleib des Hundes zere Angaben machen kann, ält Belohnung. Wirt Leineweber. Empfehle mich zum Mähen. W. Leukel, Nordstr. 7. Fuhoobenstrrichen ein Farbe oder Lack, gleichmäßig, glatt und sauber gestrichen. Allein zu haben bei Hüsingstraße 15. Ernst Klein. S.L-L L. L.#. Feinst gebr. Kaffees; empfiehlt Otte Beimel, Schwerte, Hüsingstr. 37. Kampstr. 11. staunenswerter Erfolg. ächt und wirksam in à 30 Pfg., 60 Pfg. den vers nd Mk. Wollen Sie sich vor Mißerfolgen schützen, so gebrauchen Sie als sicherste Hilfe gegen alle Peiniger der Insektenwelt ohne jede Ausnahme wie Flöhe, * Fliegen, Motten, Läuse, Wanzen, Kakerlaken, Schwaben, Milben, Ameisen, Blattläuse 2c. 2c., die sich einer kolossalen Verbreitung, außerordentlichen Beliebtheit und ungewölnlichen Vertrauens erfreuende Spezialität Ori. Das Vorzüglichste und Vernünftigste gegen sämtliche Insekten. Vernichtet radikal selbst die Brut, ist dagegen Menschen und Haustieren garantiert unschädlich. Für wenig Geld zuverlässiger, ial gekauft, immer wieder verlangt. Nur schlossenzze, Lzioinalkartons mit Flasche 60 Pfg. und Ml. 1.—, niemats ausgewogen. Ueberall erhältlich. Verkaufsstellen durch Plakate kenntlich. Man lasse sich nichts anderes als„Ersatz" oder„als ebenso gut“ aufreden. Schwerte bei Ernst Klein, Drog., Wilhelm Heppe, Medizinal=Drog. zum roten Kreuz, Carl Trog, Drog. sten Ratten- u. MäuseVertilgungs-Mittel erhält man in der Drogerie Carl Trog. Rattenwurst 30 Pfg. Standesamt Geburten, 1 Sohn Fabr.=Arb. Julius Mamay, FabrBeddinghaus, Fabr=Arb. Wilhelm Krick, Gandelsnann üe o gegho:. Hernhard Kaupe(Zwillinge), AnstreicherEmil Heuduc, Schosser, ve=Arbeiter Friedrich Wilhelm, Maschinist weiste, u„Maschinenwärter Johannes Bier, Fabr.=Arb. Wilhelm Casi. Mauter Heunt, Rezsegeiedus Dastsldbng, Fob=aet. Krumme, Metalldrucker Heinrich Barth, Maurer Eduard heuters, Schaffner Friedrich Michel, Bekanntmachung. tretenden Gesetzes betreffend den und weinähnlichen Getränten, vom ze, Worj chrftent hegs geige hiet S. 175) dürfen Getränke, welche ven. Vv, einegz nach S 2 Nr. 41 bei Vermeidung der in dem Gesetze vorgesehenen Strafe weder feilgehalten noch verkauft werden. Dies gilt auch Herstellung nicht gewerbsmäßig erfolgt ist. Die betreffenden Gesetzesstellen kauten: Als Verfälschung oder Nachahmtzeg, pi, Rahreingsmiteln, des 8.10 des Gesetzes, betreffend den Verkeh. a 1670 Genußmitteln und Gebrauchsgegenstän Es ist verboten, die gewerbsmäßige Herstellung oder Nachahmung von Wein unter Verwendung oder Wasser auf Trauben, 1. eines Aufgusses von Zuckerwasser ,weise entmostete Trauben, Taubenmaische oder ganz oder tei.,„zjung zur vollen Rotjedoch ist der Zusatz wässeriger Zucher., angegebenen Zwecke veintraubenwaische zu bePeschräntungen behufs Herstellung mit den dort bezeichneten Beschränkungen„#########ung von Rotwein gestattet; 2 eines Aufgusses von Zuckerwasser auf Hesegder gozochungen) 3. von getrockneten Früchten(auch in Ausz1g=He, Verwendung bei oder eingedickten Mosthtoffegzerhrseng weische Hertehung vgausländischen uriorunges in den Verkehr (Süd=Süßrgeine) auslänvischen At##runy. z1.; Verwendung kommen. Betriebe, in welchen eine derartige stattfsinden sol, sind von dem Inhaber vor drzzgigen; eschatobet ealg dent zu tunz gger. de bezeichneien Sützstossen, insbesondere von Sacharin, Dulzin oder sonstigen künstlichen 5 von Säuren, säurehaltigen Stoffen, instzilontichzen Mosstgßen wein, Maiwein, Pepsinwein, Chinawein und dergleichen) in durch welche der Extractgehalt erhöht wird, jedoch unbeschadet der Bestimmungen im§ 2 Nr. 1, 3,“ 22 g6f 2 auf Ge. Die vorstehende Vorschrift findet nach 8.1, 40).-—ergin, tränke, welche in der vaxhezgsehpegenz Weise bereus bei der. ung Kennzeichen amtlich versehen worden sind und die Getränke unter einer ihre Beschaffenheit Vetränke untel Hefenwein, Roinenvein, Kunstwein oder Zier zur hiesiete zisehergangs. bestimmung enthaltene Vexgurtigame„Hohrgn wollen, haben innerAngabe der Menge, der Beschaffenheit sowie Ort und Art der Aufbewahrung der Getränke anzumelden. Westhofen, den 14. Juni 1901. gug. ug. Peltzei=Verwallung. Graf Haslingen. Bekanntmachung. Für die im Herbst(Ende September) bei den Truppentoilen zur Entlassung kommenden Mannschaften(Reservisten) sin! ter Mitwirkung der Bezirkskommandos unentgeltliche Arbeitsnachweise eingeführt worden. Indem die Landwirte auf diese Einrichtung besonvers aufmerksam gemacht werden, fordert das unterzeichnete mando auf, freie oder freiwerdende landwirtschaftliche Arbeitstellen möglichst bis zum 1. Juli ds. Is. unter Angabe der Art der Stelle(Knecht, Kutscher usw.), Einkommen aus der Stelle (Lohn), besondere Anforderung an den Bewerber und Zeitpunkt des Eintritts in die angebotene Stelle anzumelden. Dortmund, den 1. Juni 1901. Bezirks=Kommando II Dortmund. A i# Iu wenig Tagen! in Kraft Ziehung 25. und 26. Juni S4ci. Im Ziehungssaale d. Königl. GeneralLotterte-Direction. 250,900 LoOte. Grosse Geld-Lotterie srien er St. Heuwig. Krankenhaus Loose à M. 3.30 Porto u. Liste r 7079 Geldgewinne, zahlbar ohne Abzug, im Betrage von Mark OrLSSS Hauptgewinne: Mark 100,000 30,000 20,000 + 10,000 5 à 5000= 25 000 10 à 1000= 10 000 100 à 500= 50000 200 à 100= 20 000 510 à 50= 25 000 2000 à 20= 40 000 4260 à 10= 42600 Hedwigs Loose gegen Postanweisung oder Nachn, empf. d. General-Oebit: Lud. Muller& Co. in Berlin, Breitestr. 5. Klees-dtn: Stchokzmiller 8 Grasberkauf. Samstag. den 22. Juni, nachmittags 5 Uhr, werde ich das Gras in meinen Wiesen, sowie Klee, 4 Morgen Roggen, 2 Morgen Weizen in Nummern gegen Kredit verkaufen. Sammelplatz an meinem Hause. Holzen bei Schwerte, den 14. Juni 1901. Ludwig Herbers. Zeitung für Schwerterheide, Grünenthal, Ostberge gesucht. Exped. der„Schwerter Junges properes Vienstmaschen f halbe Tage gesucht. Zu erfr. i. d. Exp. d. Zig. Schulfreie Knaben salten dauerndleichte, gesunde Ftietungen. Fabr=Arb. Ote Stnsz'eg und en A nen bn a, n eee ein. eas saes #. v. Op6 112 Jahre. Ehefrau Carl Schnte.put, Ezee.#8 Jahre, „ Friedrich Krick, 4 Tage. Franz Kaupe, 2 Stunden. Joses Kaupe, 5 Stunden. Witwe Peter Raulf, Louise geb. Becker, 60 Jahre. Anna Liebeck 1 Jahr. Clara Diedrichs 1 Jahr. Heinrich Schlep Mon. Paul Villwock 1 Jahr. catutaturpapiet haben bei Carl Braus. Sütel " O- Ie äglich-Leicht ver. Scre Turnverein„Grüne Eiche“ Bürenbruch. Sonntaa morgen punkt 11½ Uhr: Antreten zum Abmarsch nach Schwerte. Der Vorstand. Eine Wohnung von 4—6 Zimmern pr. sofort gesucht. Schriftl. Offerten unter M. 200 befördert die Expedition 2. 31g. Tüchtige Verkäuferin für Kolonialwarengeschäft sucht Stellung auf sofort od 1. Juli. Gefl. Off. unter N. 5264 an die Exped. d. Bl. W. Allmeroth, Dortmund. Inhaber: E. Mues, 1. Kampstraße Nr. 68, einzigstes Spezial=Geschäst in Phologr.Apparatra, Tlatten, Chemikalien etc. Fachmännische Anleitung gratis. für Toilette u. FHergchhner## üir de Maut, dent vieleich im Heseas se üicherte, Keschsiset2 „ir-icscheleger Pauti Nur Giezian, R3ag. iens zn Db, 20 u. 50 ri. in Ulm a. D. Rechnungsformuläre empfiehlt Carl Braus. Der Wahrheit die Ehre! Cigarren pro 100 Stück, von 300 an franko gegen Nachn. Weil ich selbst fabriziere, darum garant. für la, Ware. Geld retour, wenn nicht gefällt, also kein Risiko. Jos. Schunk, Cig.=Vers., Trier. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Franz Miller, für den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte.