chtrit de Snanak d wlant ui Ug. 8e. Alle Kreis= und Lokalpolizeilsichen Perordnungen ete. für den 46 Pig, Bestelgeld wenn durch die Post bezogen. Erscheint an Saiche erlangen genäh Belantnachug der Bono), regig, seden Nachentag, Mächenliche Gratskelaget:„Slastrierter verhiüchliche Kraft. Faniltenfreund“ Zeile! Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Sersciach dr b. kutstte, Talgreahbtr rnt##erte. Iltwoch, 10. April 1901. Schwerte, Allttwock), 34. Jahrgang, ueue de ul le ue besheene esehe uscte buet ue ethehten un. ual 1441 endbetrhchathüichen bbdenter, Vertyhthig groegz wg, die der schlagen Khnten, zu derten dais Abitarierteneranen nicht netwenDic deutsche Auswanderung 1360: der veibiüchen Auswapher zabei zum sehr erheblichen Teil niche dig ist. Der erste der auf der Liste stest ist der Urvole u— Kriger. wännlichen, eboteich e io, vop aleinstehende Personen han= Er schreibt sich alerdings„Kruengier: ist, wie in den vorhergehenden um Kamilenangehorige, onder, uggg weihsiche Dienstboten aus.—(Aus den Kolonien). Am 9. Zebrnar volzag sich am ne- Beice Aundunbug,.# lge, beles, Se wandenten eliein und iud urie. u... Ggtalde des Gaserieunte den Rientacht. Kasichn Bäichte, ein dsde une unde aue aue ae g. Walitische Meberlicht. techgaschzuicher Kangate an dun du. Mastant auns Piane 6n. bse Aundeue e ud u Geäcbung de Bauighen weiche, Potittsähe e7brtseey::(Haltag des Glaeschen Geanernganes der Grasiag, Schanung, uns e ue ng e ee e ue B Leutischand,. u, gar, Pansesiektat ein Sier datachte und Aadset Sogendse Sise Ren e Rane ue dee d der, äuich aen Aaste dar.— Von Kaiserhofe, Der daser, Vuricher ius Vot= saug einen Sgzeisthick gries: 1. Wie glanzgend kandst Du n. ns eute ne e egeen dehge die sest nie einer Vanie in aithengstrachter Beise setert, Nachr= Feizger siutswpichte unmalt von Zaihen und Bantern. 8. und e düer ude udu, Vezau eians ueten Dienuag wuengen mit seiner Gernatin einen Stazerzgang is zuach pie pilennen in Gute und Ghelimn wie rich in der Ge. Süier ut ice Gudt u ued und un u ue Beggn, zus ul. Saichz grichgeithen Bene der Mauanrch,u., aun Preanhshelet&an Ses bicte uon un De Aast beichbigen Aunwachsens., Aber im leten Johre lon... zahles Zie Pgrez. Ssie ut id sau de Iister Rierganten, aus ial. Stich gurlichethen, Von der, gualg wähung dan Freadschat. a. Nast bicte man an. Die diault ensbde ungus u ee, Boaenr dere Haute de voeruage der Generaie v. Gosier ue d. Kanih und b. du suie gu den dosten des Taion und der iunf ergen nan idahse nebne n und edn Gerscheae weader guriegungen aone des Vdntale v. Bihzricht, Mitag emzhing S. Natchde ucgh oie Hade uds lanteren Ghesche. 4. Wer dach auld dein e bene be dee de Hlicher Kondauntur Kr aise verckhusigz imn Stersal de autzerndentig, gliche Biston, Beiche de sahgrater dart, Dein Gest aunisfade ale Verichauend, dles eer ue ue und e ge, eteigng ütaig Ghad VI. ausige. an asten uscheskeadt ia. Deite Vertante deangen die un. uns e eue Bueue ud u e. echene unzd Aüiden dr uit Sehter Gradhn e Ggrange ues Marse und us un den Seiesen uer Gichis u. Ssterfeiertage in Venedig verlehre, wird nach einem kurzen Vv, Ehrfurcht vor Teinem hoheitsvolen Wesen. 6. Und stecher nach dem Como=See Ende dieser Roche wieder in Beziu.., Gade erweisen für die Menge; den Veamt von einer vermehrten Auswanderung nichts zu merken. Im Einzelnen giebt die Statistik für das Jahr 1900 2ad Jel der Auswanderer ie nach wie wr Geuzeh eiche. gend Nordamerika(19.383). Nach Afrika gingen im letzten e este ece eee. duen Veade bun Dd ahide ieagen. Sahte en ber aug dage Haltens eide saich Alniche der die naen iche sche uiener Auswandere, uubohuch, wopvy,„uanihererstrones, der ie auszuüten, daß mit einen engeren Anichluß Ztalens an Franiteie sich koum der brite ve v., Das hat seine Ursache, reich gedroßt wird, liegt der rönischen Regierung ganz fern. oder lediglich in der Thatsache, daß die großen deutschen Schifs.— lieber den Unfal des Panzershssey, zgle, Srsehrcg. f h. o. t die umfangreichen Transporte nach Ostdrangen bis zum er Wildnis die Siterseiertage in Venedig verlehre, wircd nach einem burzen Vb, Itgxrfurcht vor Leinem hoheitsvolen Resen. 6. Und doch konntest stecher nach dem ComosSe. Ende dieser Wocge wieder in Verlin Du nur Gnade erweisen für die Menge; den Veamten= und den einteffen. Morgen oder übermorgen wird Graf Puiz, eine Handelstand unfaßte Dein Pohlwolen. 7. Segen war Dein zweite Unerredung mir dem stalienichen Winisten=Prchsbeuten Thun zür Tausend und Vbertausend eine Ehre Dein Name Zanardelli haben, der, wie jetzt zugegeben wird, verschiedene Wünsche auf Abänderung des Dreibund=Vertrages resp. des Thun für Tausend und Abertausend— eine Ehre Dein Name für das Land! 8. Mein Herz strömt noch über in der Erinnerung an die Jahre, die wir an einer Stätte(Schantung) zusammenwirken konnten. 9. Wir sind ineinander aufgegangen wie Eis, wenn es schmilzt, oder sich auflösender Leim mit dem Wasser, und Hilfe und Rat habe ich bei jeder Gelegenheit von Dir erfahren. 10. Nun ist Dein Stern verblichen und erloschen ist Dein Glanz. 11. Wir sind versenkt in tiefe Trauer. Wird unser Schmerz sich je ergründen lassen? 12. So spende ich Dir denn die süßesten aller Weine, die lieblichsten aller Räucherdüfte; meine Beamten entsende ich, daß er in meinem Namen dem Schmerze scen nur noch in 23 Baten der, Beite, de, brostigh, Hatiche, guz, Marosen begaben sich nach oben als alle Nargelui gerosfen Parana, Auch bierdin ging feüher, ein, grobe“, Polen eine sio, waren, um nach Möglichteit ein weiteres Ausbreiten des Feuers wanderung dech boten lich be, iu vesevre, Hielseg, Zand geradezu zu verhüten. Rehrere Mann erhielten Brandwunden. Die Offisichere Domäye zu shafen gepuy), bo) Hie früiher auch auf die zere wiesen auf den Eruft der Lage bin. Prinz Heinrich von als ein iNeu=Poen bezesichnen und im v., gaben Veiter Preusen, der mit Ruhe und Entschlosendeit die Arbeiten leitete, eosichen, ouogehp gug henische, Auswanderer nach Portugesisch= erwiderte:„ich weiß, was auf den Spiele siedt, und ich verlase b de eehd giag nach den Burenstaten forzgescht als Lester den Posten: Der Schade ist groß, Ostafrig, die woyi wren v.,. Bach den anderen— An verschiedenen westpreußischen Gymnasien ist, wie behaben dürten, und 62 nach dem Korlavs, Lach den v.(reitz migeteilt, eine Anzahl volnischer Abinurienten, abschon sie Ländern vandten sich nur vereinelte, Feronen. das schrftliche Eramen bestanden hatten, dach nicht zur mindPrüfung zugelassen worden. Desgleichen Auswanderer wiecder aus Posen,.) Vo, 140 Biestpreusen, volnuischen Gomnasiasten, welche das Eranen zur Verchigung boung ve., gpo hen anderen Landesteilen kamen des Einjährigfreiwiligendienstes abgelegt harten, die Verechtigung und 16h Würtemnberg, bu, den anderen, Leg, gorz uber Bre, nicht erteilt worden. Den Ghunasiasten ist eröfnet worden, daß, veniger als uog ersonen, anderen über außerdeusche Häfen, wenn der Geheimbundprozeß bender und ihre Unschuld erwiesen baovon auch üder Aungerpen und 105 ider Voaterdaon. Unter sei. de Srania erst gelten wilcken, Vez, leiten Bug.P eice 2c. Leben ist eine Quarantaine für das Paradies. C. I. Weber. * Ein Freundesherz ist ein so seltner Schatz, Die ganze Welt beut nicht dafür Ersatz; Ein Kleinod ist's voll heil'ger Wunderkraft, Das nur bei festem Glauben Wunder schafft Doch jedes Zweifels Hauch trübt seinen Glanz, Einmal zerbrochen wird's nie wieder ganz. Bodenstedt. Kastian ich dut dchchte tatce welte er gchent ich dast durd aber noch auf, indem ich äußerte:„Hören Sie einmal, die hundert! Pfund, von denen die junge Dame sprach, möchte ich ganz gerne verdienen. „Ich auch," antwortete er in mürrischem Ton. „Es würde mir ein hübscher Ersatz sein für das, was ich noch von dem Kapitän zu fordern hatte.“ „Ja, das glaube ich schon,“ lachte er höhnisch,„wenn Sie es nur bekämen, aber das ist so eine Sache, versprechen kann man so etwas sehr leicht“ Mit diesen Worten ging er und warf die Thür hinter sich zu. Das Wrack des Grosvenor. Von Clark Russell. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Aber wo ist der verfluchte Golf von Mexiko?“ „Da.“ Er zog mit seinem schmutzigen Daumen eine Linie bis zum Golf, streifte dabei Bermuda und fragte: „Was ist denn das?“ „Bermuda.“ „Davon werden Sie doch südlich halten, wie?“ „Wenn ich kann, gewiß. „Dort ist eine Station für Kriegsschiffe, wie ich gehört soche Jo ic slaube 64 ir bo. 2. 6 Nun nahm er den Boots=Kompaß, der auf dem Tische stand und fragte, ob er richtig wäre. Elftes Kapitel. Der Plan des Hochbootsmann. Die Ruhe, mit welcher Miß Robertson meine schreckliche Mitteilung aufgenommen hatte, ließ mich ihre hohe Seelenstärke erkennen. Diese und die gänzlich unbesorgte, natürliche Art und Weise, mit welcher sie zu dem Zimmermann gesprochen, nachdem sie eben erst den Anschlag dieses Mannes auf ihr Leben von mir vernommen hatte, gaben mir die Gewißheit, daß sie vollständig fähig war, in der gefahrvollen Zeit gemeinsam mit mir zu handeln. Ihre Fassung, ihre Ruhe, ihre Kaltblütigkeit, flößten auch mir neue Zuversicht, Hoffnung und Mut ein. Sie erschien mir wie der richtige Typus einer Heldin. Mit einem Schlage konnte ihre Zusage einer Belohnung möglicherweise die ganze Sachlage ändern, den Plan des Zimmermann über den Haufen werfen. Ja, es war ein seltenes Mädchen, für welches meine Bewunderung sich mit jedem Momet steigerte. Nachdem ich den Zimmermann in seine Kajüte hatte gehen hören, beschloß ich, mich auf Deck zu begeben, um den Hochbootsmann Mitteilung von dem Gespräch zu machen und stickes wurde ahgeschen, Aus den Zurnif Ertecte Dice stand der Magistrat auf und damit war die ebenso eigenartige wie würdige Feier, durch die der Gouverneur Yuan=Shi kai seinen deutschen Amtsgenossen noch im Tode zu ehren gedachte, vorüber. Frankreich. =(Kulturkampf). Das Assumptionisten=Kloster der Frauen vom heiligen Augustin ist durch die Steuer=Administration öffentlich versteigert worden, weil die frommen Schwestern sich hartnäckig geweigert hatten, die Zuwachssteuer zu zahlen. Das Kloster befindet sich in Auteuil in einem 49000 Quadratmeter großen Parke, welcher herrliche alte Bäume, Wiesen und Blumenanlagen enthält. Es ist das vornehmste Mädchenpensionat von Paris. Man wird kaum eine aristokratische Familie in Frankreich finden, welche die Erziehung ihrer Töchter nicht diesen Schwestern anvertraute. Das Kloster hat eine interessante Geschichte. Es diente zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts dem ersten Konsul Napoleon Bonaparte als Landhaus, dann wurden das Faue Achung detachite gehchenung der dchchung it dern. Bevor ich aber hinaufging, klopfte ich leise an Miß Robertsons Thür. Sie öffnete sogleich. „Möchten Sie nicht mit mir auf Deck gehen?" fragte ich. „Gewiß, gern, wenn Ihnen meine Gesellschaft dort erPichk F n a. „Ich denke, die Luft wird Ihnen gut thun, nachdem Sie dieselbe so lange entbehrt haben. Ihr Herr Vater wird wohl nichts dagegen haben.“ „Er schläft jetzt gerade,“ erwiderte sie leise. „Umso besser, dann vermißt er Sie nicht; bitte kommen Sie also; von den Leuten haben Sie nichts zu fürchten, die sind vor der Hand ganz willig und folgsam.“ „O, ich würde gar nichts dagegen haben, wenn sie mit mir sprächen; ich würde schon wissen, mit ihnen zu reden, wenn sie sich nicht roh benehmen, aber,“ fügte sie auf einmal lachend hinzu, „ich werde wohl recht verbrennen, ich habe keinen Hut!“ „Dem Mangel soll gleich abgeholfen werden,“ entgegnete ich heiter,„ich besitze einen Strohhut, wenn Sie dem die Ehre anthun wollen? Ich bin gleich wieder da.“ Damit sprang ich fort und holte ihn. Sie setzte ihn auf, er paßte und stand ihr ganz prächtig. „Wie wunderbar,“ sagte sie,„kommt es einem vor, so plötzlich von allem entblößt zu sein, aber wie der Kapitän der „Cecilia" rief:„das Schiff sinkt," da dachte man natürlich nur daran, wenn irgend möglich, das nackte Leben zu retten.“ Sie warf noch einen zärtlichen Blick auf ihren Vater, schloß dann die Thür und folgte mir. Das Wetter war sehr heiter, und das herrliche Blau des Himmels verlor nichts durch die prächtigen, verlfarbenen Wolken, Schloß und der Park von Madame Rachel erworben, welche jahrelang hier gelebt hat. Vor einiger Zeit fanden die frommen Schwestern in einem Wandschrank mehrere hundert Briefe aus der Korrespondenz der Rachel, fast lauter Liebesbriefe. Die Versteigerung dieses Klosters ist eine indirekte Folge des neuen Kongregationsgesetzes. Der Frauenorden der Assumptionisten ist ebensowenig autorisiert wie der Männerorden des gleichen Namens. Die frommen Schwestern hatten Ursache, zu zweifeln, ob man sie autorisieren würde; sie trieben deshalb den Widerstand auf die Spitze, um nach dem Steuergesetze verkauft zu werden, welches ihnen günstiger ist, als das Kongregationgesetz wäre. Der Käufer, Bankier Pacelli in Rom, der das 4 Millionen werte Grundstück für 1 Million erstand, soll übrigens nur ein Strohmann der Kongregation sein. (Das Ende des Marseiller Streiks). Die Hafen= unr Dockarbeiter beschlossen, den Ausstand zu beenden und die Arbeit wieder aufzunehmen. Trotz des Osterfestes wird auf den Quais wegen des Abganges zahlreicher Dampfer eifrig gearbeitet. = Das Zusammentreffen des deutschen Reichskanzlers mit dem italienischen Ministerpräsidenten und die plötzliche Abfahrt der russischen Kriegsschiffe aus Toulon gerade vor der Ankunft des Präsidenten der Republik und des italienischen Geschwaders bieten selbstverständlich den Pariser Journalisten dankbaren Stoff für Betrachtungen und sensationelle Nachrichten. Niemand will an die harmlosen offiziösen Erklärungen bezüglich dieser Thatsachen glauben und ein innerer Zusammenhang zwischen ihnen gilt als durchaus sicher. Man bringt die russische Demonstration in Verbindung mit der geplanten Reise des Ministerpräsidenten Waldeck=Rousseau an die Gestade des Gardasees bezw. einem dabei beabsichtigten Zusammentreffen desselben mit Zangrdelli und vielleicht auch mit dem deutschen Reichskanzler. Nach nationalistischer Darstellung suche nämlich das französische Kabinett in der Frage der Mandschurei sich dem Dreibunde zu nähern, da es mit Rußlands Vorgehen höchst unzufrieden sei. Hierauf bezügliche Erörterungen hätten die plötzliche Abfahrt der russisch. Schiffe herbeigeführt. In Ostasien entwickle sich nach Ansicht des französischen Ministeriums Rußland zum beunruhigenden u. den Frieden gefährdenden Faktor. Frankreich könne aber unmöglich in diesem Falle sich auf ein solidarisches Vorgehen mit Rußland einlassen, da seine Interessen mehr vielleicht, als die jeder anderen zivilisierten Macht eine friedliche und schnelle Lösung der chinesischen Frage erheischen. Es dürfe sich da nie und nimmermehr mit den anderen europäischen Mächten und mit Japan überwerfen. So rufe das russische Vorgehen in der Mandschurei auch eine weitere Lockerung des Bündnisses mit Frankreich hervor. Aber andererseits habe auch das Kabinett Waldeck=Rousseau die Befürchtung, daß ein allzu schroffer Widerstand gegen die russische Politik in Ostasien nur die englischen Interessen fördern würde und da es weiß, daß dies auch nicht in der Absicht der Dreibundsmächte vorzüglich Deutschlands, liegt, sucht es mit diesen gemeinsam nach Mitteln, um Rußland, ohne diplomatische Verwickelungen, dadurch heraufzubeschwören, von etwaigen Pressionsmitteln auf China und von gewaltthätigen Maßregeln, die Japan die Waffen in die Hand drücken würden, zurückzuhalten. In Petersburg soll daher eine tiefe Verstimmung gegen Frankreich oder vielmehr gegen das Kabinett Waldeck=Rousseau herrschen und man habe dieser durch die brüske Form der Abkommandierung der russischen Fahrzeuge aus Toulon einen scharfen Ausdruck gegeben. = Gegenüber der von nationalistischen Blättern verbreiteten Meldung, daß die Ausständigen in Marseille vom Auslande unterstützt würden, erklärt der Obmann des Streikkomitees, die Ausständigen hätten von deutschen Hafenarbeitern bisher 1000 Frcs., von denen englischen und norwegischen 635 Frcs. erhalten. Präsident Loubet ist offiziell in Kenntnis gesetzt worden, daß die Offiziere des russischen Geschwaders, welches sich letzte Woche in Toulon befand, in Nizza ankommen werden. Präsident Loubet wird ihnen zu Ehren ein Diner geben. Die Festtage in Toulon. Präsident Loubet ist am Sonntag nachmittag in Begleitung der Minister Delcassee und Andree in der Blumenstadt Nizza eingetroffen und enthusiastisch empfangen worden. Eine gewaltige Menschenmenge, Inländer und Ausländer, war in Nizza zusammengeströmt, dem Feste beizuwohnen. Der Ostermontag war ausgefüllt mit Besuchen, Empfängen und Festmahlen. Bei dem Empfängen auf der Präfektur hielt der Bischof von Nizza, welcher kürzlich das Kreuz der Ehrenlegion abgelehnt hat, bei der Vorstellung des Klerus eine Ansprache, in welcher er der letzten Reden Loubets gedachte, die zur Einigung aller Franzosen aufforderten und die Jugend ermahnten, den Ideen der Gerechtigkeit, Freiheit und Duldsamkeit treu zu bleiben. Der Bischof fügte hinzu, der Klerus fühle sich von demselben Geiste getragen und von wahrem Patriotismus beseelt, und sein Bestreben gehe dahin, im Herzen des Volkes, welches an seinen religiösen Freiheiten hänge, christlichen Glauben und christlichen Tugenden wach zu erhalten, und das Volk durch unlösliche Bande mit Frankreich zu verknüpfen. Loubet erwiderte, er sei in der That stets ein unermüdlicher Vorkämpfer der Ideen der Duldsamkeit und der Versöhnung gewesen, und er glaube, daß das Episkopat auf diesem Wege ein Bundesgenosse der republikanischen Regierung sein könne und müsse. Er hoffe, daß die Worte des Bischofs von Nizza vom gesamten Klerus gehört und verstanden würden. General Metzinger stellte das Offizierkorps vor und sagte, dasselbe sei stolz, das Oberhaupt der Armee dicht an der Grenze begrüßen zu dürfen; es werde bemüht sein, sich des Vertauens der Regierung würdig zu erweisen. Der Präsident entgegnete, die Regierung blicke auf die Armee mit Stolz und wisse, daß dieselbe bestrebt sei, für alle Möglichkeiten der Zukunft bereit zu sein. Bei der Vorstellung des israelitischen Konsistoriums erklärte der Rabbiner, daß alle seine Glaubensgenossen von glühendem Patriotismus erfüllt seien. Loubet erwiderte, die Demokratie mache keinen Unterschied unter den Franzosen, was auch ihr religiöses Bekenntnis sein möge.— Ueber die Bedeutung der Touloner Festtage schreibt der„Temps,“ die Feste gewännen ihre Bedeutung besonders dadurch, daß sie das Ende der langen, durch Bismarck geschaffenen Entfremdung zwischen Frankreich und Italien bedeuten. Sie seien ein Austausch von Freundschafts= und Höflichkeitsbezeigungen. Niemand dürfe mehr in ihnen sehen, niemand dürfe die Annäherung übel nehmen, die keinerlei Interessen bedrohe und auf keinerlei Konsequenzen abziele. Rußland. = Zum Unterrichtsminister ist der greise General Wannowski ernannt worden. In einem Handschreiben an den General spricht der Zar die Erwartung aus, daß es demselben gelingen möge, die im Unterrichtswesen notwendig gewordenen Reformen, unter voller Berücksichtigung der eigentümlichen russischen Verhältnisse, durchzuführen. Die Ernennung hat in studentischen Kreisen den besten Eindruck gemacht. Serbien. = Die wichtigsten Bestimuungen der neuen Verfassung sind nunmehr bekannt. Sie gewährt vollkommene Rechtsgleichheit, ferner Gewissen= und Religionsfreiheit, sie verbietet Ausnahme= und Standgerichte und giebt die Presse vollkommen frei. Wahlfreiheit wird ebenfalls garantiert. Der neue Senat besteht aus 51 Mitgliedern. Süd=Amerika. = Die argentinischen Blätter erheben schwere Anklage gegen die chilenische Regierung wegen der von ihr angeordneten Maßnahmen zur Niederdrückung der Indianerstämme auf Feuerland und an den derMaghellanstraße gelegenen Inseln. In Wahrheit besagten diese Verordnungen nichts anderes, als daß sie ein Kopfgeld auf jeden getöteten Indianer aussetzen, sodaß die chilenischen Wachtmannschaften an der Südgrenze eine förmliche Menschenjagd betreiben, mit allen jenen Greueln, die früher bei den afrikanischen Sklavenjagden betrieben wurden. England und Transvaal. + Von einem Erfolge der Buren berichtet die Londoner „Times": Scheepers Kommando nahm am 6. d. M. 20 Meilen nördlich von Aberdeen eine Abteilung englischer Reiterei gefangen. Dasselbe Blatt meldet vom 6. d. aus Kapstadt, es stehe nunmehr fest, das Botha und Dewet sich bei Vrede vereinigt haben. + In der Londoner„Daily Mail“ schildert„Eingeweihter" den Zustand der in Südafrika befindlichen englischen Truppen in folgender Weise:„Ich will nur sagen, was jene unter unseren Offizieren, welche häufig an Körper und Seele gebrochen, vom Kriegstheater heimkehren, flüstern. Sie behaupten— und wenn dies war ist, so wird man wohl eines Tages dieser Situation ins Auge blicke müssen— daß unsere südafrikanische Armee beinahe am Ende ihrer Kräfte angelangt ist. Ihre Kühnheit, ihre Lenkbarkeit, ihr Elan, ihre Fähigkeit, eine Kraftanstrengung zu machen, sind dahin. Dieser wiederholte Apell an die Energie der Besten, die immer dieselben sind, diese endlose Verfolgung eines schattenhaften Feindes, diese unausgesetzte Beunruhigung eines „Qui=vive“(Wer da?), das weder bei Tag noch bei Nacht ein Ende nimmt, haben endlich das Kapital an Nerven einer Armee von Tapferen vollständig erschöpft. Wenn Sie dann erwidern, die Verlustlisten beweisen, daß die englische Armee mehr Gegner tötet, als sie selbst Leute verliert, so antwortet man Ihnen, daß in den fast täglichen kleinen Scharmützeln man fast niemals einen Bur getötet hat. Das Sieb der Zensur wurde eben darum eingerichtet, um nur befriedigende Nachrichten durchsickern zu lassen. Es giebt keine Verwaltungseinrichtung, die wunderbarer organisiert wäre als die Zensur, und es ist gut, daß dem so ist. + Wenig erfahren wir von dem Thun und Treiben der Kriegsgefangenen, die die Engländer auf Ceylon und St. Helena untergebracht haben. Von Zeit zu Zeit hören wir von phanta stischen Versuchen Einiger, zu entfliehen, die nur in den wenig. sten Fällen Aussicht auf Erfolg haben, hier und da wird uns über kleine Epidemien berichtet, das ist aber alles. Die Engländer haben ungefähr 17500 Gefangene in ihrer Gewalt, alles that kräftige, willensstarke Männer, die Väter künftiger Burengeschlechter. Man darf gespannt sein, was aus diesen Männern wird, wenn eines Tages der Frieden geschlossen sein wird. Wann werden sie in ihre Heimstätten zurückkehren, wie werdedn sie sich verhalten angesichts der Neuordnung der Dinge, der sie nicht widerstehen können? Vorläufig legen sie ihren Feinden bei dem verlängerten und in seinem Ende noch nicht absehbaren Krieg schwere Opfer auf. Um diese 17 500 Mann zu bewachen, ihnen Nahrung, Behausung und Kleidung zu gewähren, sind, wenn man annimmt, daß der Mann dem britischen Reiche mindestens 20 c pro Woche kostet, rund 18 Millionen Mark pro Jahr erforderlich. Hierzu kommen noch Tausende von Frauen und Kindern, die, wenn auch kümmerlich genug, doch immerhin in den mit Stacheldraht umgebenen Konzentrierungslagern, wohin sie, um sie am Verrat zu hindern, zusammengetrieben sind, ebenfalls unterhalten werden müssen. So erwächst dem englischen Staat außer den laufenden Kriegsausgaben, die sich auf 30 Millionen pro Woche beziffern. eine Last, die nicht gering ist, die mit jedem Tage, wo neue Gefangene gemacht werden, wächst und sicherlich dazu beitragen muß, den Wunsch nach Frieden den Engländern nahezulegen, da auch nicht die geringste Aussicht auf lange Jahre hinaus vor liegt, hierfür Ersatz durch eine Kriegsentschädigung zu erhalten Es sind dies die Folgen eines auf der ganzen Linie des Krieges geübten falschen Kalküls, nach dem eben der Feldzug nichts weiter als ein militärischer Spaziergang sein sollte. Die Erdarbeiten, die angeblich auf Ceylon und auf St. Helena von den Kriegsgefangenen unternommen werden, stehen in keinem Verhältnis zu den Ausgaben, die sich veranlassen. Sie sind eher eine Maßregel, die Gefangenen dem Müßiggange zu entziehen, als daß sie eine produktive Bedeutung haben. Trotz alledem ist die Stimmung in England dafür, den Krieg nunmehr, nachdem die Friedensbedingungen von den Buren verworfen worden, bis zur völligen Niederwerfung weiter zu führen. Wirren in China. + Die Rebellion Tungfuhsiangs scheint Thatsache zu sein. Ein Kabeltelegramm aus Peking vom Montag berichtete, Tungfuhsiang habe die Fahne der Empörung erhoben und marschiere mit einer großen Streitmacht gegen Kalgan. Ein späteres Telegramm bestätigt diese Meldung in folgender Form:„Mitteil ungen zufolge, welche Li=Hung=Tschang und Tsching erhalten haben, ist der Hof durch den Ausbruch des von Tungfuhsiang geleiteten Aufstandes in den Provinzen Mongolei und Schensi ernstlich beunruhigt. Den letzten Berichten zufolge steht Tungfuhsiang an der Spitze von 11000 Mann gut geschulter Truppen und befindet sich 150 Meilen von Singanfu.“ + Zwischen den Mächten ist in Betreff der Bestrafung der Provinzialbeamten, in deren Bereiche Missionäre und ihre Angehörige ermordet wurden, eine Verständigung erzielt. In An betracht der großen Zahl dieser Verbrechen— es sind insgesamt über 200 Missionäre und Angehörige derselben zum Teil auf die grausamste Weise abgeschlachtet worden— kann es nur als große Milde angesehen werden, daß die Todesstrafe nur für vier besonders namhaft gemachte Provinzialbeamte gefordert wird. Die Chinesen selbst nehmen nicht Anstand, dies einzugestehen. Rußland hat an den Verhandlungen über diese Angelegenheit nicht teilgenommen. + Aus Schanghai wird am 8. April gemeldet: Der Präsident in der Finanzverwaltung, der Mandschu Tschinghsin, welcher sich gegenwärtig auf dem Wege nach Singanfu befindet, führt eine allgemeine Petition der Stadt Peking mit sich, in welcher der Kaiser gebeten wird, nach Peking zurückzukehren und im Verein mit den Mächten den Frieden wiederherzustellen. + Nach telegraphischer Mitteilung vom Kommando des Ostasiatischen Expeditionskorps ist mit Reichspostdampfer„Stuttgart“, der am 30. März von Schanghai abgegangen, ein weiterer Transport Dienstunbrauchbarer von etwa 320 Mnn unter Führung des Oberleutnants Freiherrn v. Welck heimgeschickt. Der Dampfer„Stuttgart,“ der bereits Honkong am 3. April passiert hat, wird voraussichtlich am 13. Mai in Hamburg eintreffen. + Die„Russische Telegraphen=Agentur" erfährt„aus durchaus glaubwürdiger Quelle," daß den russischen Vertretern im Auslande am 3. April aufgetragen wurde, den Regierungen, bei denen sie beglaubigt sind, folgende Mitteilung zu machen:„Da aus den eingegangenen Nachrichten hervorgeht, daß bei den gegenwärtigen Umständen ein besonderes Abkommen in der Mandwelche feierlich vorüberzogen. Die Brise war frischer geworden, die See lag aber beinahe glatt, nur kleine, glänzende Wellen trieben ihr Spiel, das Schiff glitt unter vollgerundeten Segeln majestätisch dahin. Auf unserer Leeseite, aber weit entfernt, erblickten wir die obersten Segel eines Schiffes und hinter diesem die schwachen Spuren von Rauch eines Dampfers. Der größte Teil der Mannschaft war auf dem Vorderdeck versammelt; im warmen Sonnenschein lagen die Leute dort herum und rauchten; kein einziger that irgend welche Arbeit. Das schien mir unter den obwaltenden Umständen ganz natürlich, was mich aber wunderte war, daß sie so bescheiden auf dem Vorderdeck blieben, während sie doch vollkommene Freiheit gehabt hätten, zu uns nach dem Hinterdeck zu kommen, in die große Kajüte zu dringen und die Kojen zu bewohnen; sie waren ja doch schließlich die Herren des Schiffes.„Wenn sie so viel Gesittung zeigen,“ dachte ich,„sollte es da nicht möglich sein, sie dem scheußlichen Vorhaben ihres Führers abwendig zu machen? Wenn ich unter sie träte, Hand in Hand mit Miß Robertson dem Mädchen und um Schonung für sie bäte, des eigenen Geschicks gar nicht gedenkend, sollten sich da nicht mindestens einige finden, deren Herzen sich durch die Holdseligkeit und Schönheit umstimmen ließen?„Nichts schien mir im ersten Augenblick wahr scheinlicher, aber bald sagte ich mir wieder, was ich mir schon hundertmal gesagt hatte: sie waren Verbrecher, die nur den einen Gedanken hatten, ihrer Strafe zu entgehen. Sie beobachteten jetzt die nötige Rücksicht, weil sie mich zur Führung des Schiffes brauchten. Sobald dies nicht mehr der Fall war, mußte ich unschädlich gemacht werden, weil ich ihnen sonst gefährlich werden konnte. Was war zu thun? Immer von neuem wälzte ich die Frage in meinem Haupte, aber eine Antwort fand ich nicht. Miß Robertson setzte sich auf eines der Oberlichter; der Hochbootsmann blickte respektvoll zu ihr herüber, auch die Leute vorn gafften sie an, einige lachten, aber von den Bemerkungen, in denen sie sich ergingen, konnten wir bei der Entfernung, in der wir uns befanden, natürlich nichts verstehen. Fisch stand am Rade. Ich ging an den Kompaß, sah nach dem Kurs und sagte dann zu ihm: „Wenn der Wind so anhält, können wir die Sache bald hinter uns haben.“ „Na, drei Wochen soll's doch noch ungefähr dauern," antwortete er,„das ist langweilig genug.“ „Ja. allerdings, auch lange genug,“ stimmte ich ihm jovial bei. Er spie den Saft des Kautabaks, den er im Munde hatte, über Bord und wischte sich die Lippen an seinem Aermel ab; zum Sprechen schien er aber nicht weiter aufgelegt zu sein; ich verließ ihn also und begab mich zum Hochbootsmann. Diesen forderte ich auf, mit mir zu Miß Robertson zu gehen. Ich habe der Dame erzählt, was Sie mir beim Frühstück mitteilen,“ sagte ich in leisem Ton;„sie ist mutig und sieht allen Gefahren mit kaltem Blut entgegen; ich habe sie gebeten, auf Deck zu kommen, damit wir zusammen beraten können. Als wir bei ihr anlangten, begrüßte er sie mit den Worten: „Mr. Royle hat mir erzählt, daß Sie alles wissen; wenn Ihr Mut so groß ist wie Ihre Schönheit, so schätze ich, werden nicht viele Männer ein stärkeres Herz in der Brust tragen als Sie." Er machte ihr dabei eine so verbindliche, gewandte Verbeugung, wie ich es einem Manne seines Schlages nicht zugetraut hätte. Ihr reizendes Lächeln und freundliches Zunicken lohnte ihn für seine Worte. „Hochbootsmann," begann ich nunmehr,„jede Stunde ist für uns kostbar, denn jeden Augenblick kann Stevens verlangen, daß der Kurs des Schiffes nach einer näheren Küste als der von NewOrleans gerichtet wird; aber selbst wenn er am Golf von Meriko festhält, so haben wir keine Zeit zu verlieren, einen Plan für unsere Rettung zu ersinnen und auszuarbeiten. Ich möchte Ihnen von einem Gespräch Mitteilung machen, welches vorhin zwischen Stevens und Miß Robertson stattfand. Ihr Vater ist ein reicher Mann; das Schiff, auf welchem er Schiffbruch litt, gehörte ihm———“ „Robertson u. Co., von Liverpool, Schiffsreeder?“ fiel er mir ins Wort, sie fragend ansehend. „Ja, antwortete sie. „Ah, ich segelte vor drei Jahren in einem Schiff jener Firma als Hochbootsmann; wissen Sie, Miß, auf der„Albany“, ja, das war ein schönes Schiff, gut gebaut und von einem tüchtigen Kapitän befehligt.“ „Wirklich!“, rief sie, ihn freudig ansehend, aus;„o ja, ich entsinne mich der„Albany“ ganz gut, Kapitän Tribett kommandierte sie.“ „Ganz recht, Tribett war sein Name; der erste Maat hieß Green, der zweite Gull und der dritte— na, wie ist mir denn? Richtig, das war ja Kapitän Tribetts Sohn. Was das für ein wunderbares Zusammentreffen ist! Er war ebenso erfreut wie sie über die Begegnung, und beide lachten sich vergnügt an. „Mr. Royle,“ sagte sie nunmehr, ihre schönen Augen auf mich richtend,„gewiß giebt, es an Bord noch mehr wackere Männer; sie können doch nicht alle solche Bösewichter sein wie der schreckliche Zimmermann." folgt.) schurei=Angelegenheit, anstatt als offenkundiger Beweis freundschaftlicher Gesinungen Rußlands für die Interessen zu dienen, dem Nachbarreiche verschiedene Schwierigkeiten verursachen könnte, bestehe Rußland keinesfalls bei der chinesischen Regierung auf den Abschluß eines solchen Abkommens, ja es verzichte sogar auf alle Unterhandlungen üher diesen Gegenstand. Indem die kaiserliche Regierung stets ihrem ursprünglichen, wiederholt veröffentlichten Programme treu bleibt, werde sie den weiteren Gang der Ereignisse abwarten.“ Das bedeutet, daß Rußland vor Japan insoweit zurückweicht, daß es auf die völkerrechtliche Legalisierung der Einverleibung der Mandschurei— durch Abschluß eines förmlichen Vertrages mit China— verzichtet, aber thatsächlich den Besitz der Provinz behauptet. Uebrigens soll die russische Regierung, wie ein Londoner Blatt meldet, gewillt sein, Japan freie Hand in Korea zu lassen(natürlich in der Hoffnung, ihm die Hände bei späterer günstiger Gelegenheit wieder zu binden). + Ueber deutsche Schießübungen im Jagdpark bei Peking liest man in der Krzztg.: Die Batterie Blottnitz kam zuerst ins Feuer auf eine 3200 m entfernte Batterie, deren Umrisse, halb hinter eine Bodenwelle verdeckt, kaum erkenntlich waren. In vollem Galopp kamen die mit Maultieren bespannten Geschütze heran, und nach einer Minute flog die erste Granate hinüber und verschwand hinter der Einsenkung. Nach drei Schüssen war die Entfernung ermittelt, und nach zehn weiteren Granaten konnte die Batterie bereits zum Schrapnelfeuer übergehen. Rasch aufeinander tauchten über der feindlichen Batterie die kleinen Rauchballen auf, und in weniger als einer Minute war das Ziel in eine mächtige Rauch= und Staubwolke gehüllt. Mit veränderter Form beschloß nun die Batterie eine Schützenkette auf 1800 m gleich darauf eine weiter rückwärts liegende auf 2100 m. Die Präzision des Aufschlagens der Granaten und der gleichmäßige Sprengpunkt der Schrapnels wirkten geradezu verblüffend auf den beiwohnenden englischen General, der nicht laut genug seiner Bewunderung Ausdruck verleihen konnte, ebenso wie auf den japanischen General, der mit lebhaften Interesse das Schießen verfolgte. Endlich wurde noch ein kurzes Schnellfeuer auf eine kaum sichtbare, 800 m entfernte Schützenkette abgegeben, die so gründlich wirkte, daß die Scheiben, nachdem das Schnellfeuer 3 Minuten gedauert hatte, sich in kläglichstem Zustande befanden. Lokales Aus Westfalen und Rheinland. * Iserlohn 9. April. Eine hohe Auszeichnung wurde in den Ostertagen unserm Mitbürger Wilhelm Uhlmann=Bixterheide zuteil. Ihre Majestät die Königin Elisabeth von Rumänien widmete Herrn Uhlmann=Bixterheide, dem ersten Sieger in den Kölner Blumenspielen von 1899, als erneutes Zeichen ihrer Gunst und Wertschätzung ein Exemplr ihres soeben erschienenen dreibändigen Werkes„Die beiden Masken“(Tragödie=Komödie), aus den Französischen des Paul de Saint=Victor übersetzt. Ferner empfing Herr Uhlmann=Bixterheide vor kurzem von Sr. Exzellenz, dem Wirkl. Geheimen Rat, Unterstaatssekretär Dr. Fischer, ein äußerst ehrenvolles Anerkennungsschreiben für seine Arbeiten über westfälische Sage und Geschichte, speziell des Süderlandes und der Mark.— Die evangelische oberste Stadtgemeinde hatte die große Freude, von einem früheren Gemeindegliede und Mitgliede ihrer Vertretung, Herrn Jakob Münch=Frankfurt a M, die reiche Gabe von 200 0 Mk als Geschenk zu erhalten, deren Zinsen zu gleichen Teilen für Zwecke des Waisenhauses und des Diakonievereins nach dem Tode des Geschenkgebers Verwendung finden sollen. Das Presbyterium hat dem Herrn Münch, der augenblicklich im hiesigen Krankenhause gepflegt wird, durch ein von allen Mitgliedern unterzeichnetes Schriftstück seinen Dank ausgesprochen. * Bad Nauheim, 4. April. Der große Sprudel, Quelle VII, blieb am 2. April aus, infolge von Niederschlägen und wegen anderweitiger Bohrungen. Heute nachmittag 6 Uhr ist er wieder zutage getreten. Die anderen Quellen sind in gewöhnlichem Zustande. * Remagen, 5. April. In einem Gasthause verlangte hier gestern abend ein fremdes Paar ein Zimmer für die Nacht. Angeblich wollten die Beiden heute morgen um 8 Uhr nach Ahrweiler weiterreisen. Trotz mehrfachem Klopfen hatte man bis Mittag aber noch kein Lebenszeichen von ihnen vernommen. Man schöpfte daher Verdacht und rief einen Polizeibeamten herbei. Dieser öffnete gewaltsam die Thür. Ein furchtbarer Anblick harrte seiner. Das junge Paar lag entseelt am Boden. Mit einem Revolver hatten sie ihrem Leben ein Ende gemacht. Beide hatten genug Geldmittel bei sich. Er 2100 4, sie 250 c. Der junge Mann heißt nach Papieren, die bei ihm gefunden wurden, Max Böttger. Er ist 19 Jahre alt, Sohn eines Papierfabrikanten zu München=Gladbach und hat die Unterprima besucht. Das Mädchen scheint Frieda Herzog zu heißen. Woher es stammt, ist noch nicht bekannt. z. B. hat Gerhart Hauptmann mit neuen und alten Stücken zusammen rund 176 885 4 allein vom Deutschen Theater erhalten. * Wie aus Mailand gemeldet wird, nimmt der Ausstand der bei der Herstellung des Simplontunnels beschäftigten Arbeiter größere Ausdehnung an. Der Grund ist die Weigerung der Unternehmer, den Arbeitern den vom Eingang des Tunnels bis zur Baustelle zurückzulegenden Weg, gegenwärtig etwa 5 Kilom., als Arbeitszeit zu vergüten. in Anspruch. Der Weg nimmt etwa eine Stunde In Angers, Frankreich, entdeckten Arbeiter, welche mit dem Abreißen eines Gehöftes beschäftigt waren, in den Kellerräumen des früher als Gasthof dienenden Gebäudes elf menschliche Skelette. Man vermutet, daß diese Ueberreste Reisenden angehört haben, die seinerzeit in diesem Wirtshause ermordet worden sind. * (Transsibirische Eisenbahn). Vor neun Jahren wurde mit den Arbeiten begonnen, und heute sind schon 5400 Kilometer Schienen gelegt, d. h. durchschnittlich 600 Kilometer jährlich. Die Brücken, deren Bau bisher erforderlich war, würden, aneinandergelegt, eine Länge von 48 Kilometern einnehmen; diejenige über den Jenissei hat allein eine Länge von 895 Metern. Gegenwärtig ist die Verbindung vom europäischen Kontinent bis Wladiwostok sichergestellt; in der Mitte wird sie durch Dampfschiffe aufrechterhalten. Die Gesamtdauer der Reise beträgt 18 Tage. Zur Erleichterung des Verkehrs sind Schnellzüge von Moskau bis Irkutsk eingerichtet, die vorläufig wöchentlich einmal gehen und etwa 9 Tage brauchen. Schon jetzt sind für die Fahrt von London oder Paris nach Wladiwostok über Sibirien nur etwa dreieinhalb Wochen erforderlich, während die Ueberfahrt von Europa bis zum äußersten Osten über Suez sechs Wochen in Anspruch nimmt. Nach Fertigstellung des Eisenbahnbaues wird die transsibirische Bahn eine Länge von 8870 Kilometern haben. Stadt und Kreis ** Schwerte, 10. April. ** Bei dem Gesang=Wettstreit, welcher am Ostermontag nachmittags in Hörde stattfand, errang der Gesangverein„Eintracht" in Wellinghofen den 4. Preis der 2. Klasse; Der Verein „Niegedacht“ in Höchsten den 2. Preis,„Berghofen" in Berg= hofen den 6. Preis,„Sanssouci“ in Schüren den 7. Preis der 3. Klasse; der„Männergesangverein" in Westhofen den 2. Preis, der„Männergesangverein“ in Höchsten den 3. Preis und der „Sängerbund“ in Höchsten den 4. Preis der 4. Klasse. Beim Ehrempreissingen errang der„Männergesangverein" Westhofen den 1. Preis der 4. Klasse. ** Einheitliche deutsche Rechtschreibung. Die württembergische Regierung hatte beim Reichskanzler die Anregung gegeben, im Wege der Verständigung unter den Bundesstaaten(das Reich selbst wird nicht als kompetent betrachtet) eine einheitliche deutsche Rechtschreibung herbeizuführen. In Berlin ist man auf die Anregung sofort bereitwilligst eingegangen, und es soll nun im Laufe dieses Frühjahrs oder Sommers eine von sämtlichen verbündeten Regierungen zu beschickende fachmännische Konferenz in Berlin zusammengetreten. Zu dieser Angelegenheit wird aus Stuttgart geschrieben: Der württembergische Kultusminister hat die Instruktion für den württembergischen Delegierten dahin festgestellt, die Konferenz dürfe sich nicht zu sehr in wissenschaftliche Kontroversen verlieren, sondern sie müsse das Augenmerk darauf richten, daß überhaupt etwas zu Stande kommt. Darin stimmte der württembergische Minister ganz mit dem Staatssekretär des Reichsamts deds Innern überein, daß die Rechtschreibung des Bürgerlichen Gesetzbuches den Verhandlungen nicht zu Grunde gelegt werden kann; dazu ist diese Rechtschreibung zu wenig zielbewußt, auch erschöpft das Bürgerliche Gesetzbuch nicht den reichen Wortschatz der deutschen Sprache. Die gegebene Grundlage für die Vereinheitlichung der Rechtschreibung ist — darüber scheint bereits eine Uebereinstimmung herbeigeführt die Puttkamer'sche Rechtschreibung, der die Schulrechtschreibung in den meisten deutschen Staaten sehr nahe steht, so daß es nur noch der Ausgleichung einzelner Differenzen bedarf, um die Rechtschreibung einheitlich zu machen. Es ist selbstverständlich, daß, sobald eine Einigung erzielt, die allg. Rechtschreibung auch in den amtlichen Verkehr eingeführt werden muß. Im Interesse des Buchhandels läge es auch, wenn Oesterreich und die Schweiz, was jedoch leider kaum ausführbar scheint, zu der Konferenz zugezogen würden. Auch in Bezug auf die Rechtschreibung sollte es heißen: Das ganze Deutschland soll es sein!" ** Hohensyburg, 9. April. Ein schönes Fest steht im Sommer dieses Jahres unserer Gemeinde bevor. Anläßlich des Jubiläums seines 50jährigen Bestehens gedenkt das West fälische Trainbataillon Nr. 7(Münster) und mit ihm selbstverständlich die ehemaligen Kameraden, sowie alle Mannschaften der Kavallerie und Artillerie, die zum Trainbataillon überwiesen sind, eine große Feier auf der Hohensyburg zu veranstalten. Die Hohensyburg ist gewählt aus idealen wie praktischen Rücksichten; sie liegt im Herzen des Westfalenlandes, für jeden Kameraden unschwer erreichbar, und giebt durch das Denkmal des Heldenkaisers, der auf das Bataillon herniederschaut, der militärischen Feier die rechte Weihe. Die Musik stellt das Bataillon, sodaß den Kameraden weitere Kosten nicht entstehen. Der Tag des Festes u. s. w. wird durch die Presse Rheinlands und Westfalens bekannt gegeben werden. * Bittermark Gemeinde Lüklenberg, 9. April. Verhaftet wurde am 7. ds. Mts. der Bergmann Hageböck hierselbst. Derselbe befand sich in der Nacht vom 6. zum 7. d. Mts. mit noch anderen Personen in der Wohnung des Berginvaliden Hoskötterund geriet, stark angetrunken, in Streit mit kötter sen. und jun. Im Verlauf desselben ergriff Hageböck ein Brodmesser und brachte den beiden schwere Verletzungen bei; der junge Hoskötter soll sogar lebensgefährlich verwundet worden sein. * Hacheney,— Zeche Crone— 9. April.(Unglücksfall). Der Arbeiter Sch. von Hörde wurde gestern von einer Maschine erheblich verletzt, indem ihm einige Zehen abgeschnitten wurden. Bunte Chronik. (Eine spaßige Antwort) gab bei der Kadettenvorstellung im Weißen Saale ein Kadett dem Kaiser. Bekanntlich läßt sich Se. Majestät Mitte Januar die in die Armee tretenden Kadetten vorstellen. Zuerst richtet seine Majestät einige Worte an sämtliche Kadetten, worauf er die Front abschreitet und jeder seinen Namen und den Stand seines Vaters nennen muß. Hierbei ereignete es sich, daß ein Kadett namens Schneider, durch die Erscheinung S. Majestät so verwirrt wurde, daß er anstatt zu sagen „Schneider, Vater Hauptmann außer Dienst" antwortete: Hauptmann, Vater Schneider außer Dienst!“ was den Kaiser höchlichst ergetzte. * (Ein weiblicher Räuber). Der Pächter der Bahnhofstation Otterfing namens E. Portenlänger wäre bald das Opfer eines frechen Raubes geworden. Er wurde im Bette von einem Vermummten überfallen, der ihm mit einem Hammer zwei Schläge auf den Kopf versetzte. Herr Portenlänger sprang vom Lager auf und wollte den Räuber ergreifen. Dieser flüchtete in den Frauenabort, der alsbald umstellt wurde, bis die Gendarmerie von Sauerlach ankam. Als der Abort geöffnet wurde, sah man, daß eine Verwandlung eines Räubers in eine Frauensperson vor sich gegangen war. Die Männerkleider und schwarze Zipfelhaube lagen am Boden. Man erkannte bei der Verhaftung die 19jährige Stationsdienerstochter Maria Eckert von Murnau, die zu der Zeit, als ihr Vater noch in Otterfing stationiert war, als Aushilfskellnerin in der Bahnhofrestauration bedienstet war und aus der Zeit mit den Verhältnissen genau vertraut war. Sie hatte es eigentlich auf die Beraubung der Frau abgesehen. Das Mädchen gab an, daß ihr Geliebter, ein Bräubursche, sie zu der That verleitet und ihr auch die Kleider geliehen habe. Vor einiger Zeit ist in Krakau der Soldat Balzer wegen Ermordung eines Gendarmen durch den Strang hingerichtet worden. Ein Krakauer Blatt meldet jetzt, ein Begnadigungstelegramm sei aus Wien Mittwoch morgens eingelaufen, aber infolge unglücklicher Zwischenfälle der Krakauer Militärbehörde nicht rechtzeitig zugestellt worden. Das Wiener Telegramm soll gelautet haben:„Begnadigung auf dem Wege, Hinrich= tung sistieren." Das Telegraphenamt wollte den Kommandanten der zur Exekution ausgerückten Truppe auf Wawel telephonisch davon unterrichten. Auf Wawel meldete sich aber niemand am Telephon, und die Hinrichtung erfolgte. „Wer sein Weib nicht prügelt, liebt es nicht,“ sagt ein russisches Sprichwort, und bekannt, ist die Anekdote von dem deutschen Diplomaten, dessen russische Gattin, obgleich er mit ihr überaus glücklich lebte, in Trübsinn verfiel, weil sie nie die Reitpeitsche zu kosten bekam. Indessen ein Uebermaß solcher„Liebe“ die sich in Rußland recht auf„Hiebe“ reimt„ist doch vom Uebel, wie folgender Vorfall zeigt. Ein Bauer im Gouvernement hielt sein Weib während dreier Tage in einer Kammer eingeschlossen, indem er sie stündlich besuchte und peitschte. Schließlich hieß er seinen Sohn ein Messer herbeischaffen, damit er der Frau„die Haut abziehen könne.“ Die Unglückliche bat, ihr wenigstens Zeit zu einem letzten Gebet zu lassen. Die Gelegenheit benutzte der Sohn, um schnell die Nachbarn herbeizurufen, die dafür sorgten, daß das Ungeheuer hinter Schloß und Riegel kam. Eine sinnige Huldigung haben auch die Vertreter des italienischen Zollwächterkorps am Grabe König Humbert's dargebracht, indem sie einen Riesenkranz von Edelweißblüten daselbst niederlegten. Die 12000 Blüten, aus denen der Kranz gewunden ist, wurden während des vergangenen Halbjahrs von den Wächtern der Alpengrenzen bei ihren Dienstpatrouillen am Rande der Gletscher= und Schneewelt gesammelt. „Zugstücke.“ Eine interessante Statistik über die Erträge einiger Stücke liegt vor: Unter der Direktion Brahm(„Deutsches Theater") haben an Gesamteinnahmen zu verzeichnen:„Die Weber“ 474 954,28 esl;„Versunkene Glocke“ 459 875 4;„Fuhrmann Henschel" 245 227,25(;„Morituri“ 177.559(;„Johannes“ 337 564,40 ck;„Cyrano von Bergerac“ 232 328,65 c;„Probekandidat" 371 497,59 cn:„Rosenmontag“ 284 558,70 a; zusam. men 2580 559,87 4. Dementsprechend sind die Tantiemen. So Eigener Depeschendienst der„Schwerter Hd. Peking, 10. April. Aus der Provinz Schantung werden erneute Boxerunruhen gemeldet. Die Behörden, welche die chinesischen Christen zu schützen versuchten, wurden getötet. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden Truppen abgesendet. Hd. Kapstadt, 10. April. Dewet und Stein befinden sich zur Zeit in Heilbronn. Hd. Paris, 10. April. In Cherbourg sind auf dem Pariser Bahnhof 3 Goldbarren, welche mit dem Dampfer„Kaiser Wilhelm" aus Newyork angekommen waren, gestohlen worden. Die Barren haben einen Wert von 270000 Mark. Die Diebe sind jedenfalls unter den Bahnbeamten zu suchen. Hd. Berlin, 10. April. Bei dem Galafeste, welches anläßlich der Anwesenheit der englischen Spezialbotschaft in der Bildergallerie des Kgl. Schlosses stattfand, brachte der Kaiser in englischer Sprache einen Trinkspruch auf König Eduard aus. Nach der Tafel empfing der Kaiser den englischen Botschafter, der das neue Kreditiv(Bestätigung seines Amtes durch den neuen König) überreichte, und hielt die Herren bis nach Mitternacht um sich vereinigt. Dem General Hunter verehrte der Kaiser seine Photographie mit eigenhändiger Unterschrift. Hd. Marseille 10. April. Gestern meldeten sich gegen 9000 Hafenarbeiter, um die Arbeit wieder aufzunehmen. 5000 wurden sofort wieder angestellt, der Rest wird Ende der Woche angenommen werden. Hd. Kapstadt, 10. April. Gestern sind 5 neue Peställe festgestellt worden. Vorgestern betrug die Anzahl 10, darunter 4 bei Europäern. Insgesamt sind 84 Pestfälle bei Europäern, 270 bei Eingeborenen zu verzeichnen. Gestorben an Pest sind bis jetzt 22 Europäer und 108 Eingeborene. Hd. Marseille, 10. April. Obwohl die Mehrzahl der Hafenarbeiter die Arbeit wieder aufgenommen haben, haben die Getreideauslader und Kohlenträger beschlossen, den Ausstand bis zur vollständigen Erfüllung der Forderungen fortzusetzen. Von einer völligen Beilegung des Streiks kann also noch nicht die Rede sein. Hd. Newyork, 10. April. Bei einem russisch=japanischen Kriege wird die Regierung der Vereinigten Staaten neutral bleiben, aber Garantien für ihre Entschädigung in China beanspruchen. Hd. London, 10. April. Laut amtlicher Mitteilung hat das Ministerium des Auswärtigen einen Ausschuß ernannt, der sich nach Südafrika begeben wird, um die EntschädigungsAnsprüche der Ausländer— die meisten sind Deutsche— an Ort und Stelle zu prüfen. Forderungen, die nach dem 25. April er. angemeldet werden, bleiben unberücksichtigt. Wetterbericht. (Nachdruck verboten). 11. April. Veränderlich, windig, ziemlich kühl. 12.„ Wolkig mit Sonnenschein, Tagswarm, später meist bedeckt, feuchtkalt, frische Winde. 13.„ Abwechselnd Niederschläge, feuchtkalt, lebhafte Winde, Sturmwarnung. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Veranntmachung. Sparkasse Barop. Die von den Amtsversammlungen der Aemter Barop, Kirchhörde und Wellinghofen gethätigte Wahl des Buchhalters Friedrich Tappe zu Hombruch als Sparkassengegenbuchführer hat die Genehmigung des Herrn Vorsitzenden des Kreis=Ausschusses zu Hörde erhalten. p. Tappe ist am gestrigen Tage von dem Unterzeichneten vereidigt und in sein Amt eingeführt. Barop, den 3. April 1901. Der Amtmann: Reintzsch. Kassen=Kurator. Bekanntmachung der Königlichen Generalkommission zu Münster. Es wird zur Kenntniß der Beteiligten gebracht, daß an Stelle des in das Königliche Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten berufenen Spezialkommissars RegierungsAffessors von Borries zu Dortmund dem Spezialkommissar Regierungs=Affessor Dr. Fahrenhorst, bisher in Höxter, die Verwaltung der Königlichen Spezialkommission in Dortmund übertragen worden ist. Münster, den 1. April 1901. Königliche Generalkommission. Reichau. Donnerstag, den 18. April, eröffne ich im Saale des Herrn Wirt Lüke(Wilhelmstraße) einen neuen Unterrichtsstunden finden für Kinder nachmittags von 5½ bis 7½ Uhr, für Erwachsene abends von 8—10 Uhr statt. Johann Bartsch, Tanzlehrer. Für sofort einen Sohn ordentlicher Eltern als gesucht. Carl Braus, Buchhandlung. Ein Junge, welcher Lust hat, die Bäckerei zu erlernen, auf sofort gesucht. Ernst Voigt, Witten, Breitestraße 61. (Keine Sonntagsarbeit.) Bekanntmachung.,g. u e der se 308, 368 Nr. 6, 360 Nr. 10 des elch Sernt=chesegtunche und de ke Beac 1oo, in 3u, Feld= und Vorhpoizeigesegpe, vom er Zlegserungs=Polzeisammenbang mit den 88 26 vs8 91 v. z1 der Ziegierungs. berondung von 20. dvr) Bogentger 1893 iu Erianerung, bodeunue aulf beiden Siten mit Gridben Bescheren außerhalb der aug brine.—. Tarfesthy, Lalucraut Waldbrge untersagt, We,=Ziguap setzen, das Brenten einer Badhäche berechunes,„de Zeihecher alsegen Blhr d4. desu nochzusiuchen. zu 50 Mark ader mit Haft bis Mit Geldkrafe bis v. o gei, Waldbränden von Polizeibehörde, dem Detsvorsteter oder desen Stellpertreter oder dem Forstbesiter oder For nten zur Hufse aufgefordert, keine Foige leistet, obgleich er der Aufforderung one erbebliche eigene Lund, Posselz gretzuit Peanten sind angewiesen, jede Zuwiderhandlung gegen obige Bestimmungen unnachsichtlich zur Anzeige Röhtmann Verkauf. Der Gusbester ber. 2“ gosetz am Hieckerhofe läßt wegen Verpachtung seines Ho udschente Gereriühbte, ub:, zweijihr. 2 brauchbare Ackerpferde, 1 Fohlen(Oldenburger Race), 8 mehrere Rinder, 1 Bullen, 2 tragende Muterschwrinr, 2 Bugzisger, 2 Ackerwagen mit Zubehol, 2 Sturzkarren, versch. Pflüge, Eggen, 2 Wannemühlen und sonst. Ackerschaftsgeräte, so auch mehrere Betten mit Bettstellen, Schräute, Tische, Stühle und mehrere andere Haus= u. geräte, dann noch mehreres Pferdeund Kutschgeschirr 2c. 2c. Ein . 0 jeder Grösse, Briefbogen, = Postkarten. Rechnungsauszugformulare, Kegelreglements, Speisezettel, Weinkarten, Vollstreckungserklärunger, Vollmachten, Exekutionsgesuche, ∆ Wechselklagen, Zahlungsbefehle, Kostenanschliige, Oaittungsformulare, Wechsel- do. Fleischbeschau-Atteste Lohulisten, Mielsverträge, Pachtverträge, Zeugniser, Kataloge, Zollinhaltserklärungen. Frachtbriefe an Freitag, den 12. präcise mittags 1 Uhr ALELALAALALAAAELLMLELAREEEEEEEEAEEg anfangend, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle gegen z# 5 Kredit und gegen Barzahlung ver : Wegen Aufgabe der Kurzwaren Kc. Jacken, beste Gnalickt, per Stück 135 Hosen, beste Qualität....„ 140 8. W. u. 8 vorrätig bei W. Larl Braus. Mädchen 1 Luuie wolene Heuden sütr Kraben von 14.—15 Jahren auf soforts4 Leiven, b=geizene Ticher von. 18. Bsg. 65. für ganze oder bezize„Tage““ Handschuhe, Wäscheleinen, Grifserrasten, Schultaischen, Ie chr. Wo, sagt dre erved. Toruister,Psk=igega, Jens, ölign Otte Deimel, Schwerte, Kampstr. 11, vorm. C. Stamm. Rabattmarken werden ausgegeben.## Grosses Aufschen =cnker und„Prennabor“, Jahtrao=Verse. Allein=Vertrieb C. W. Böhmer, Schwerter Fahrrad-Handlung. * Großes Lager in Ersatzteilen. Reparaturen werden fachgemäß ausgeführt. — Auf sofort oder später ein tüchtiges Dienstmadchen gesucht. Gasthof Ostermann. 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