Siii Amriiches Kreisbiat Icn den kreis Börch! 90 und Date Pereit Naun 10— gußergalb 1b, Rellaue=zele 40 3. Jreis Hürde erlangen genäß Velanntnagung der Konigl. Regse, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech= rung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsTelegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr.] verbindliche Kraft. b„bnungen et, für den= Abonnementspreis pro Lartal 1 Mark 6b Pia., gel. Sotatvolgetlichen, ergze g..J Regie, 30 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezoggen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ 34. Jahrgang R0 Schderte, Itntact= 1 Das Mausoleum zu Frogmore, Königin Victorias letzte Ruhestätte erasch churn Ph C Iolh seiee Peaiack-hntcglch beste e esce eiche eice eie cerce sform. Unmittelbar hinter dem Sarge befinden sich die Admirale Sir Michael Seymour und Tullerton, deren Gegenwart an dieser Stelle des Zuges die erste Andeutung giebt, daß der Anteil des heutigen Tages an den Leichenfeierlichkeiten der Flotte gehört, während morgen die Armee den ersten Platz darin einnimmt. Sodann kommen die königlichen Leidtragenden, sämtlich zu Fuß und zu drei und drei gehend. Mit dem Könige gehen Kaiser Wilhelm und der Herzog von Connaught, hinter diesem Prinz Heinrich von Preußen in Admiralsuniform zwischen dem Herzog von Sachsensen Koburg und Gotha und dem Prinzen Arthur von Conanught und schließlich der Kronprinz des deutschen Reiches in Militäruniform, welcher zwischen dem Prinzen Ludwig von Battenberg und dem Prinzen Karl von Dänemark einherschreitet. Der König trägt Marineuniform mit zahlreichen Orden, ebenso Kaiser Wilhelm, der Herzog von Connaught Generalsuniform. Es folgt die Gruppe der königlichen Damen, alle in tiefer Trauer, das Haupt von schweren Schleiern bedeckt, voran Königin Alexandra, zum Schluß ihre jüngste Tochter. Die Damen und Herren des Hofes Offiziere und andere bilden den Schluß des Gefolges. Um zwei Uhr 15 Minuten traf der Trauerzug in Cowes ein. Dichte Massen von Schaulustigen säumten die Straße. Der Sarg wurde um 2 Uhr 20 Minuten an Bord der königlichen Yacht„Alberta“ gebracht. Auf besonderen Wunsch des Königs Eduard war die Aufbahrung der Leiche auf der Yacht„Alberta“ majestätisch und reich, aber zugleich einfach. Alle Drapierungen waren in rubinfarbenem Ton gehalten. Von den Seiten des Baldachins hingen rubinfarbene Sammetdrapierungen, mit schwerer weißer Seide geWindsor. bei Frog= In seinem Aeußeren gleicht das Mausoleum dem alten im großen, widromantischen Bark von Vo.,„or, ve, Vtog, mischen Grabdenkmal in Ravenna, ist in Kreuzform gebaut und nore erhecbt sich das Maufoleum, das Aönicin Vitorig für) gu mit einer Grabkammer versehen, von der vier Luerflügel ausgeverstorbenen Gemahl und auch für sich hate erichten losn, ster hen, Das Mausoleum ist 80 Fuß lang, ungefähr 70 Zuß breit binfarbene Sammet lateinischer Schrift stehen über der Einganspforte, folgenp, orz, und 85 Fuß hoch. In der Mitte siteht der große Sarkophag aus füttert, herab. Gleiche Drapierungen waren an allen vier Ecken Seine trauernde Witwe, Viktoria, die Konigin, vo, 9ue“, os grauem Granit, ein Geschenk Königs Leopold von Belgien. Das angebracht. Die Zeichnung hierzu war im Stil des fünfzehnten kerblich ist von Prinz Albert, in dieser Grabichte besseten, losen, innere des Mausoleums ist mit herrlichen Fresken geschmückt, die Jahrhunderts angefertigt. Auch der Sarg war mit gleichfarbigen D. 1862, Lebewohl, Geliebter. Hier werde ich bei Dir ruhen,) g: zind ugn 8. Caiserin Friedrich entworfen. Dravierungen bedeckt, als einziger Schmuck diente die tönigli“ wenn das Ende kommt, mit Dir erstehen. die werde ich in Christe wieher aufe Presten an der Dete sind von der Kaserin Friesdrich enworfen, Die Ueberführung der Leiche der Königin Victoria. Im großen, wildromantischen Park von Windsor, bei FrogUeberreste der Königin Viktoria von Osborne statt. Auf dem Wege von Cowes nach Portsmouth bildete das gesamte internationale Geschwader Spalier: eine Flottenparade, wie sie imposanter nicht gedacht werden kann. Die Reede von Spithead bot ein großartiges Schauspiel. Die fremden Kriegsschiffe hatten folgende Aufstellung genommen. Nach dem englischen Kanonenboot von Cowes aus kommend: zuerst„Dom Carlos“(Portugal), dann die japanische„Hatsuse,“ der französische„Dupuy de Lome“; darauf folgten die deutschen Kriegsschiffe„Nymphe",„Viktoria Luise",„Jagd",„Hagen" und„Baden.“ Auf der letzteren befand sich Prinz Heinrich von Preußen. Die Aufgabe der Torpedobootzerstörer war eine höchst schwierige. Die Geschwindigkeit darf sechs Knoten nicht übersteigen, was diese kleinen Boote allen Strömungen aussetzt und sie fast unlenkbar macht. Aufgefallen seiner Ankunft mit trochnender Wäsche geflagst, was algemeine Heiterkeit erregte. Cowes bot ein wunderbares Bild. Das Wetter war schön. Die Sonne begann den Reif, der den Boden und die Bäume bedeckte, zu schmelzen, vom Meer her wehte eine leichte Brise. Die kleine Stadt war angefüllt von Besuchern. Um 1 Uhr 45 Minuten setzte sich der Leichenzug von Osborne in Bewegung. Zwölf Matrosen trugen den Sarg, der die Leiche von Englands Königin barg, aus dem Schlosse. Langsam nähern sie sich, Schritt für Schritt, der Lafette, welche, mit acht braunen Pferden bespannt, vor dem Thor steht, und setzen auf das ihnen gegebene Zeichen den Sarg mit stiller Ehrerbietung auf die zur Aufnahme desselben bestimmte Stelle. Den Sarg bedecken schwere Krönungsmäntel, auf ihnen liegen Krone, Szepter und Reichsapfel. Noch ein kurzes Verweilen, und dann setzt sich der Zug in Bewegung, voran die Diener in ihren Livreen zu Pferde, dahinter Militär= und Marine=Beamte. Seltsam trauervolle, durchdringende Sackpfeiferweisen erfüllen die Dieselben werden gespielt von den Pfeifern der Königin, Strömungen gusseg, un 3.9g, durch ihr flot= die in ihrer malerischen Hochländertracht vor dem Leichengefährt kud die denischen Torpebobote.8 o und„atrosen ersschreiten, zu desen Seiten acht von der Königin Stalmeistern(Seleuten besetzt. Rersons Flaggschif Ein Kriegsschif, nie bei und Flüigeladjutanten, vier auf jeder Seite, gehen, die Drapierungen bedeckt, als einziger Schmuck diente die königliche Krone. Um 2 Uhr 25 Minuten setzte sich die Yacht„Alberta“ in Bewegung. Fünf Minuten später gingen König Eduard und der Kaiser an Bord der Yacht„Osborne“ und folgten langsam in unmittelbarem Gefolge der„Alberta.“ 6 Torpedoboote fahren der Trauerflottille voran, hinter der der„Alberta“ folgen die„Viktoriau„Albert“, dann die„Osborne“ die„Hohenzollern“ u. andre Schiffe. Sobald die Leiche an Bord der „Alberta“ geborgen war und die Königin Viktoria ihre letzte Seefahrt und Fahrt antrat, begann das Minutenfeuer. Immer wieder rollte der Donner der Geschütze die Reihe der Schiffe entlang, bis er dumpf in der Ferne verhallte. Als die Trauerflotille sich Portsmouth näherte, war die Szene unbeschreiblich großartig. Das Feuer der Salutschüsse hörte auf, sobald die„Alberta“ die Linie der Kriegsschiffe verlassen hatte. Nun begannen die Schiffe im Hafen zu feuern, und auch die Kanonen der Forts dröhnten dazwischen. Tausende standen am Ufer und lüfteten ihre Hüte, als die„Alberta“ vorbeifuhr. Viele gaben ihrem Schmerze sichtbaren Ausdruck. Bevor das letzte Schiff der Trauerflottille in den Hafen von Portsmouth fuhr, hatten die Schiffe die Geschwindigkeit fast bis auf ein Viertel ermäßigt. Alle Hafendämme waren dicht mit Seeleuten besetzt Nelsons Flagaschiff„Victory" war mit Sinnsprüche, Denksprüche, Sprichwörter 2c. an uns. Vom Musiker, Dichter und Narren haben wir alle ein wenig Spanisch. „Löse das Rätsel: Wenn sehr wenig davon vorhanden ist, kannst du es unter viele teilen, wenn du sehr viel besitzest, ist es unteilbar. Die Frau antwortete:„Es ist die Liebe." Jo Endlich gefunden Roman von Hedda von Schmid. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung). Der Ballsaal, die Gruppen der durcheinanderflutenden Gäste, alles versank für Erich— er sah nur einen reizend geformten Kopf mit blondem, kurzverschnittenem Haar und ein Paar rosige, gar nicht mehr hochmütig geschürzte Lippen. Jugend — Liebe— blühendes Leben— drei wonnige Begriffe! Wohl denen, in welchen man sie verkörpert findet! Melitta hat sich in einer Tanzpause mit Reginald in eine der Fensternischen zurückgezogen. Es ist zufällig dieselbe, in der sie damals mit Ewald gestanden, damals, als sie Reginald eben ihr Jawort geschenkt hatte. Die junge Frau hat sich auf einen der Lehnstühle, welche in der Nische stehen, niedergelassen, sie steht wunderbar schön aus, und Reginald betrachtet sie mit verzehrendem Blick; fast bereut er das Wort, welches er Ruth gegeben hat. Wie weich hatte Melitta sich an ihn geschmiegt, als sie, von seinem Arm halb getragen, im Walzer mit ihm durch den Saal geschwebt war. Er möchte die biegsame Gestalt an sich Pescetc e ece ait et ee escenr e Liebe. Er ist wieder zum Schwärmer, zum Träumer geworden. Melitta betrachtet ihn etwa so wie ein Kätzchen eine erbeutete Maus. Sie ist ihrer Sache ganz sicher und schiebt den Umstand, daß Reginald sich ihr noch immer nicht erklärt hat, auf die fast knabenhafte Schüchternheit, welche dem gereiften, willensstarken Mann in Sachen des Gefühls eigen ist. Reginald sitzt stumm da— mit übervollem Herzen freilich — und spielt mit Melittas geschnitztem Fächer, den sie ihm bereitwilligst überlassen hat. „Wer ist die junge Dame dort, die in Weiß, mit den rosa Blüten an der Brust,“ fragt er plötzlich, gespannt in den Saal hineinschauend. „Das ist ja Nesthälchen,“ lacht Melitta mit ihrem girrenden Lachen,„die Kleine ist heute wirklich nicht zu erkennen,„Kleider machen Leute,“ sagt ja auch das Sprichwort.“ Reginald verschärft seinen Blick. Ist das Nesthäkchen, dieses reizende Geschöpf voll keuscher Schönheit, daneben Rudolf Ilsenkron, der mit seiner schlenkrigen Figur und seinem sommersprossigen Schafsgesicht— Dora pflegte sein Aeußeres gelegentlich so zu analysieren— so gut als Hintergrund dient? Auf dem Schiffsstege in Haspal war Reginald bei Dagmars Anblick bereits betroffen gewesen, dann hatte er sie nicht weiter beachtet, weil Melitta sein einziger Gedanke war, nun schnellte er vor Erstaunen fast von seinem Sitze empor beim Anschauen dieser liebreizenden Mädchenerscheinung. Eine Rührung— die Erinnerung an seine tote Mutter überkam ihn plötzlich, und wortlös rief es in seinem Innern: „Nein, alle Ideale der Menschheit sind noch nicht versunken im Schmutze der Welt, sie zeigen sich uns noch zuweilen in ihrer lichten Gestalt, und Dagmar Nordlingen ist eine solche Offenbarung.“ Der Klavierspieler, ein schwindsüchtig aussehender Jüngi ling mit einer unmöglichen bunten Kravatte und langherabfi wallendem Künstlerhaare, intonierte eine Mazurka. Reginald bemerkte nicht den auffordernden Augenaufschlag Melittas, beachtete es nicht, daß sie mit einem andern Tänzer dahinflog, er sprang empor und eilte auf Dagmar zu, die nebenihrem unvermeidlichen Anbeter stand. Er kam zu spät. Rudolf Ilsenkron hatte sich bereits vor dem jungen Mädchen verneigt, es bei der Hand ergriffen und in die Reihen der Tanzenden entführt. Reginald trat verstimmt beiseite, ein unbezähmbarer Wunsch, mit Dagmar Nordlingen zu tanzen, erfüllte ihn. Würde denn diese Mazurka nie enden? „Au quatre coins,“ ertönte jetzt Axels Kommandostimme. Dicht vor Reginald kamen Friedel und Mademoiselle Jeanne zu stehen. „Ahl ia chaleur est étouffante— nur einen Atemzug frische Luft,“ sagte die Französin. „Changez vos places,“ sprach Axel ohne Ueberlegung, der sich, während er tanzte, mit Ruth angelegentlich unterhielt und daher etwas zerstreut war. Nun waren es Dagmar und Ilsenkron, welche vor Reginald standen. „Fräulein Dagmar, wissen Sie auch, daß ich nach drei Tagen: Treuenhoff verlassen muß?" flüsterte der Geck seiner Tänzerin zu so laut jedoch, daß Reginald jede Silbe verstehen konnte. „Formez une colonne!“ und färbte das Bild mit ihrem rosig goldenen Schein. Ihre sinkenden Strahlen fielen hell auf die königliche Bahre, welche allem Volke deutlich sichtbar wurde. Es war ein großartiges, unvergeßliches Schauspiel. Uebersicht. Deutschlund. Der Kaiser traf am Sonnabend mittag 1 Uhr 30 Minuten mit König Edward aus Windsor in London ein, begleitet von einer Leibwache. Nachdem er in Marlbourgh House das Frühstück eingenommen hatte, fuhr der Monarch um 3½ Uhr nach Port Viktoria weiter. Am Dienstag wird der Kaiser a Bord der„Hohenzollern“ die Heimreise antreten. — Die amtliche„Berl. Korr.“ ist mit einer neuen Kundgebung hervorgetreten, welche beweist, daß die Regierung mit größter Entschiedenheit für Erhöhung der Getreidezölle eintritt und sich nicht durch die Gegner des Zolles beirren läßt. Ein liberales Blatt hatte kürzlich die Ansicht vertreten:„die anscheinend an offiziöser Stelle verbreitete Anschauung, als sei die Regierung bei der angekündigten agrarischen Zollpolitik durch das Vorhandensein einer agrarischen Reichstagsmehrheit politisch gedeckt, sei falsch; die Regierung habe vielmehr in Preußen und im Reiche eine selbständige Verantwortlichkeit, die ihr von keiner Majorität abgenommen werden könne.“ Diese durchaus zutreffende Ansicht des liberalen Blattes erklärt auch die„Berl. Korr.“ für richtig und meint, wenn in der offiziösen Presse das Vorhandensein einer agrarischen Mehrheit betont worden sei, so geschehe das auch nur,„um die Inkonsequenz der Preßorgane der äußersten Linken zu kennzeichnen, welche ihrerseits stets eine Majoritätspolitik fordern, die Regierung aber gleichwohl zum Kampfe gegen die Mehrheitsparteien auffordern, sobald sich diese Mehrheit gegen die Wünsche der Linken ausspricht.“ —(Kolonien.) Wie aus Tsingtau gemeldet wird, hat ein deutscher Kolonist bei Kaumi große Waldungen vorgefunden, was die sofortige Bildung einer Aktiengesellschaft zwecks Anlegung einer Schneidemühle zur Folge hatte. — Ueber den Tod des Hauptmanns Adams schreibt man der „Metzer Zeitung“ aus Mörchingen: Im kameradschaftlichen Kreise und in frohester Stimmung geriet eine Offiziergesellschaft auf den sportmäßigen Gedanken, die gegenseitigen Kräfte in körperlichem Spiel, im Ringen zu erproben. Wie so oft in solchen Fällen und bei der wohl hoch gesteigerten Erregtheit einiger der Herren artete der Scherz in Ernst, bei einzelnen in Eraltation aus, bis zu dem Grade, daß im Gemenge Hauptmann Adams vom westfälischen Infanterieregiment N. 17 in Mörchingen dem Regimentsarzt Dr. Rüger, Oberstabsarzt 1. Klasse im Infanterieregiment Nr. 144 daselbst, einen Schlag versetzte. Die Wirkung dieser Unglücksshat und was sich unmittelbar daran knüpfte, entzieht sich der Beschreibung; doch erscheint es selbstverständlich, daß unter den einzuleitenden Schritten die Duellfrage in eifrige Erwägung kam. Ohne daß jedoch das Ergebnis der Anbahnungsversuche eines Ausgleiches abgewartet wurde, bemächtigte sich am späteren Abende des Bruders des genannten Sanitätsoffiziers, Oberleutnants Rüger vom Infanterieregiment Nr. 17, eine derart hochgradige Aufregung, daß er sich in die Wohnung des Hauptmanns Adams begab und ihn niemand weiß, ob oder nach welchen Wortkämpfen— durch einen Revolverschuß zu Boden streckte. Der Tod scheint augenblicklich eingetreten zu sein. Hauptmann Adams war nicht verheiratet. Der Thäter stelle sich freiwillig der Behörde. Schweiz. = Die liberale„Neue Züricher Zeitung" behandelt in einem längeren Artikel die ländlichen Verhältnisse der Schweiz. Es wird darin gesagt, daß auch in der Republik in allen Landwirtschaft treibenden Gemeinden die Bevölkerung infolge der Landflucht in bedenklicher Weise zurückgehe. Die Landwirtschaft ventiere kaum noch. Süd=Amerika. = Die chilenische Regierung hat sich infolge des günstigen Abschlusses des Friedenkongresses südamerikanischer Republiken entschlossen, ihre im letzten Kriege so wesentlich vergrößerte Flotte zu reduzieren. Sie gedenkt einen Kreuzer an Ecuador, einen anderen an Peru und zwei Torpedozerstörer an Japan zu verkaufen. Auch in anderen Departements der Flotte und des Heeres werden Ersparnisse geplant, um andernorts, besonders im Erziehungswesen, mehr ausgeben zu können. China. + Feldmarschall Graf Waldersee soll in einem Schreiben an die Gesandten einen Plan für die Räumung Pekings seitens der internationalen Truppen entwickelt haben. Das Schreiben soll lauten:„„Ehe ein Wechsel unternommen werden kann, wird die chinesische Regierung zum Mindesten dazu schreiten müssen, die im Friedensvertrag verzeichneten Bedingungen zu erfüllen. Ich glaube, daß für diesen Zweck die von Mitgliedern des diplomatischen Korps verlangte thatsächliche Bestrafung der Schuldigen sowie das Versprechen, den verschiedenen beteiligten Regierungen die von ihnen geforderten Kriegsentschädigungen zu zahlen, genügen würde. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dürfte die Zurückziehung der Streitkräfte von Peking und Paotingfu erfolgen Gleichzeitig könnte die Zahl der Truppen in Tschili herabgemindert werden. Es werde indeß vor März wegen des Zustandes des Flusses und Hafens sowie bei dem Mangel an Transportmitteln unmöglich sein, die Truppen einzuschiffen. Tientsin und die Nachbarschaft von Schanhaikwan würden von internationalen Truppen besetzt bleiben müssen, bis folgende Bedingungen erfüllt sind: Erstens müßte China beweisen, daß es willens und fähig sei, Frieden und Ordnung in der Provinz Tschili aufrecht zu erhalten und alle Missionäre, sowie die anderen Ausländer wirksam zu schützen. Zweitens müßte die Regierung erklären, in welcher Weise sie das Geld für die Zahlung der Entschädigung zu beschaffen gedenke, die vorgeschlagene Methode müßte die Billigung der Mächte finden. Im Weiteren besagt der Brief, während der Uebergangszeit müßten internationale Truppen in folgenden Stationen bleiben: 2000 Mann in Peking zum Schutz der Legationen, etwa 6000 Mann im Bezirk Tientsin, Lutai und Taku, 1500 Mann in Schanhaikwan, kleine Besatzungen in 7 Stationen längs der Eisenbahn und in der Militärstation Peiho. Die Städte Hosiwu, Maton und Tungchau würden bis zur Räumung von Chili besetzt und die provisorische Regierung während der Uebergangszeit in Kraft bleiben.“ In einem anderen gleichzeitig übermittelten Schreiben sagt Graf Waldersee, daß Tientsin eine Besatzung von 1500 Mann haben sollte, während zwischen den Häsen und Peking in kurzen Zwischenräumen kleine Besatzungen verteilt werden sollten. Graf Waldersee empfiehlt, daß nur Truppen einer Nationalität an jeder Station Verwendung finden, und daß das Kommando über die ganze Streitkraft von den interessierten Nationalitäten jährlich der Reihe nach übernomwerden soll.— Die Meldung begegnet vielfach starkem England und Transvaal. + Wie es im Transvaalstaat aussieht, seit die Engländer ihn„erobert und annektiert“ haben, davon giebt der Kapstädter Berichterstatter des„Manchester Guardian“ folgendes packende Bild: Am 8. Dezember konnte man in der ganzen Stadt Johannesburg nicht einen einzigen Laib Brot kaufen. Worte können das herrschende Elend nicht schildern. Die armen Burenweiber die von unseren Soldaten aus ihren geplünderten und niedergebrannten Heimstätten fortgeschleppt worden sind, leiden natürlich am meisten. Die allgemein herrschende Armut wird noch dadurch vergrößert, daß wir Proviant, den wir requirieren, mit unverkäuflichen Requisitionszetteln bezahlen, die erst nach Beendigung des Krieges zahlbar sind. Aber wenn eine Hungersnot in Johannesburg schon anfangs Dezember in Aussicht war, bevor die Buren in die Kapkolonie eingedrungen waren— wie muß es jetzt dort aussehen? Unsere Riesenarmee und die gesamte Zivilbevölkerung der von uns besetzten Städte des Transvaals sind in Bezug auf Lebensmittel gänzlich von der Eisenbahnzufuhr abhängig, und die meisten Eisenbahnlinien befinden sich entweder im Besitze der Buren, oder können von ihnen nach Belieben an unzähligen Stellen unterbrochen werden.“ Stadt und Kreis. ** Schwerte 4. Februar. ** Schwerte, 4. Febr. Am Sonntag fand nachträglich das von der Bürgerschaft der Stadt veranstaltete Kaisersgeburtstags=Festmahl im Saale des Hotels Knobel statt. Es hatten sich ungefähr 85 Herren eingefunden, um ihrer Loyalität in dieser Weise Ausdruck zu geben. Das Fest, welches nach Beendigung des Mahles sich zu einem Kommers gestaltete, verlief in überaus harmonischer Weise. Herr Amtsrichter Teidge, welcher den Kommers leitete, brachte auch den Kaisertoast aus. Er sagte: „Wir sind hier heute nach gewohnter schöner Sitte vereint, den Geburtstag unseres Kaisers, unseres allverehrten Landesvaters festlich zu begehen. Das Geburtstagsfest ist in diesem Jahre zwar am kaiserlichen Hofe getrübt, weil unser Herrscher vor wenigen Tagen den Schmerz erleben mußte, daß seine von ihm so sehr verehrte Großmutter, die Königin Viktoria, aus diesem Leben abberrufen wurde. Doch feiert unser Volk auch in diesem Jahr freudig den Tag, an dem vor nunmehr 42 Jahren der edle Prinz aus Zollernblut geboren wurde, der jetzt in kraftvoller Männlichkeit die Geschicke unseres großen Reiches lenkt. Ueberall begeht man des Kaisers Geburtstag mit patriotischen Feiern, die uns zu unserer Genugthuung zeigen, welche Liebe und Verehrung unser Herrscher im Volke sich erworben hat. Ich sage ausrücklich: erworben hat. Uns allen ist ja noch erinnerlich, wie sehr er anfangs angefeindet wurde. Das ist erklärlich, weil er als noch junger Herrscher, nicht gestützt durch große Thaten, sich nicht begnügte, den Gang der Staatsgeschäfte den bewährten Räten seiner Väter zu überlassen, sondern aus Neigung und Pflichtbewußtsein mit energischem Eigenwillen auch öffentlich erkennbar selbst den Gang der Politik bestimmte. Er ist ein durchaus moderner Monarch und darin wohl allen anderen Fürsten unserer Zeit voraus. Die Erfahrung hat gezeigt, daß er recht gethan, daß auch er, wie seine große Vorfahren, ein Mann ist, der seine Zeit verstanden hat. Unser Kaiser lebt in der Zeit der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit, er will deshalb auch kein sogenannter konstitutioneller Monarch sein, der fern und fremd seinem Volke nur herrscht und nicht regiert, von dem das große Volk nicht vielmehr kennt als den Namen u. das Bildnis. Deshalb ist er mit seiner Person überall offen eingetreten für die Ziele, die er für richtig hielt. Zu jeder wichtigen Frage, die das Volk bewegt, auf politischem, sozialem, wirtschaftlichem und auch auf wissenschaftlichem Gebiete, ist er gewohnt, persönlich in der Oeffentlichkeit Stellung zu nehmen. Natürlich hat sich deshalb mit ihm auch mehr als mit einem seiner Vorgänger die öffentliche Kritik beschäftigt. Kritisieren ist ja weit leichter, als selbst schaffen. Auch die Handlungen und Schöpfungen des größten Genies unterliegen der Kritik, die in nebensächlichen Dingen manchmal nicht unbegründet sein mag. Durch solche Kritik hat sich unser Kaiser aber nicht beirren lassen, er hat unentwegt sein Ziel verfolgt. Die Kritik ist auch immer mehr verstummt u. heute ist es klar, daß heute wohl die übergroße Mehrheit seines Volkes darin einig ist, daß unser Kaiser nicht nur das Beste will, sondern daß auch sein Weg der richtige ist. Das beweist der Erfolg, die Erhaltung des Friedens, der Macht und des Ansehens des Reiches. Auch in seinem nun verflossenen Lebensjahre hat unser Friedensfürst unter besonders schwierigen Verhältnissen sein erstes Ziel erreicht, seinem Volke den Frieden zu bewahren. Dabei ist seine Politik aber keineswegs eine ängstliche, wie gerade das vergangene Jahr gezeigt hat. Unbekümmert um die von den Zeiten des alten deutschen Bundes her ererbte Auffassung weiter Volkskreise, das deutsche Volk dürfe sich nicht um die Begebenheiten außerhalb seiner schwarz=weiß=roten Grenzpfähle kümmern, hat unser Kaiser mit weitem Blick erkannt, daß unthätiges Beharren auf die Dauer zum Rückschritt und zur Ueberflügelung durch weiterstrebende Nationen führen würde. Nahe lag wohl auch manchem von uns beim Regierungsantritt unseres Kaisers der Gedanke, daß ihm nach den Großthaten seines Großvaters nichts mehr zu thun übrig bleibe, als das durch Wilhelm l. Errungene zu sichern und zu erhalten. Ihm hat die neue Machtstellung des Reiches aber nicht nur das Mittel geboten, durch kräftiges Eingreifen in die Politik Deutschlands Ansehen in Europa zu wahren, ihm hat sie auch die Mitteln geboten, den Weg über die See, den sein großer Ahn, der Große Kurfürst vergeblich versuchte, mit Erfolg zu beschreiten. Unter ihm ist im verflossenen Jahr ein Heer aus allen deutschen Gauen hinausgezogen, um die Macht und die Kraft des deutschen Volkes im Auslande zu bethätigen und zu zeigen, daß der Arm des deutschen Kaisers bis in die fernsten Teile der Welt reicht. Doch nicht die Ruhmsucht eines Eroberers leitet ihn, es gilt die Sicherung des deutschen Wohlstandes, die notwendige Ausbreitung des deutschen Handels im Auslande, der nur dann gedeihen kann, wenn das Ausland sieht, daß es ihn nicht ungestraft ihn stören darf. Diese überseeische Politik, die unser Kaiser zielbewußt verfolgt, wird sicherlich dereinst in der Geschichte als eins der größten Verdienste des Herrschers erscheinen. Man wird es ihm nachrühmen, daß er auch hier die richtige Zeit zu erfassen verstanden und mit unbeugsamem Willen sein Ziel verfolgt hat. Noch bei seinem Regierungsantritt würde sich schwerlich ein Reichstag gefunden haben, der so anstandslos wie voraussichtlich der jetzige so erhebliche Mittel für solche Politik bewilligt hätte, und doch hätte damals der Reichstag die Ueberzeugung haben dürfen, daß er im Sinne seiner Wähler, im Sinne der Mehrheit des deutschen Volkes handle. Wie anders jetzt! Der Kaiser darf sich mit berechtigtem Selbstbewußtsein sagen, daß er es gewesen ist, der in erster Linie diesen Wandel der Gesinnung u. des Strebens seines Volkes durch seine unermüdliche Arbeit für die Wahrung der Seegewalt hervorgerufen hat. So dürfen wir mit gutem Recht unseren Landesvater an seinem Geburtstage als einen Fürsten feiern, der die Aufgaben der neuen Zeit überall richtig erfaßt und dadurch verhindert hat, daß unser Volk von anderen überholt werde. Das muß uns mit Bewunderung erfüllen, wir müssen Gott danken, daß er uns in diesen Zeiten einen solchen Kaiser gegeben hat. Dem Kaiser aber schulden wir Dank, daß er so unermüdlich und mit solchem Erfolge für unsere Wohlfahrt thätig ist. Um diesen Gefühlen AusDas Gebrause der Musik verschlang Dagmars Antwort. Reginald hätte den sommersprossigen, langbeinigen Tibbi mit wahrer Wonne erwürgen mögen, wenn er sich auch den Grund dieser so menschenfreundlichen Gefühlsaufwallung im Augenblicke nicht ganz klar zu machen vermochte. Die Mazurka nahm ihren Fortgang. Reginald drehte sich schroff um, durchschritt das Divanzimmer und noch einen kleinen Salon und trat dann hinaus auf den breiten Balkon. Der Mond steht voll und klar am Himmel, von dem alle Regenwolken verschwunden sind. Der Park, die Wirtschaftsgebäude, ein Teil des Hofes, alles ist in das milde, sanfte Licht getaucht, das uns so wohlthuend berührt nach dem grellen Tagesschein. Ein Stückchen Himmel spiegelt sich in einer der Wasserlachen, welche als Spuren des gestrigen Regens an einzelnen Stellen des Hofes zurückgeblieben sind. Ueber eine dieser kleinen Pfützen setzt mit einem graziösen Sprunge eine weiße, schlanke Gestalt, jetzt tritt sie, sich dem Parke zuwendend, in das volle Licht des Mondes— Reginald erkennt jeden Zug des süßen unschuldigen Gesichtchens, es ist Dagmar Nordlingen, die Kopf und Schultern in ein leichtes, weißes Tuch gehüllt, hinter dem Parkgitter verschwindet. Was will Dagmar, die noch eben an Ilsenkrons Hand in der Mazurka dahingeflogen, im geheimnisvollen Dunkel der Parkwege? Während Reginald sich diese Frage vorlegt, ist Dagmar hinter den Syringenbüschen, die sich an der Parkmauer dahinziehen, längst verschwunden, doch eine zweite, aus dem Hause kommende Gestalt, tritt auf demselben Wege, den Dagmar genommen, in den Lichtkreis des Mondes.— Reginalds Hand ballt ich zur Faust— er hat Ilsenkron erkannt, der mit nicht gerade viel Grazie über die vorher erwähnte Pfütze springt, um ebenfalls den verschwiegenen Parkwegen zuzustreben. „Sollte Dagmar sich mit diesem dünkelhaften Bengel ein Stelldichein geben?“ schwillt es zornig in Reginald auf. Nein, das kann und will er nicht glauben, aber doch— dieses unmittelbare Einanderfolgen ist verdächtig genug. Dagmar ist ein unvernünftiges Kind, sie wäre im stande, sich zu kompromittieren dadurch, daß sie sich zu einem Stelldichein einstellt. Vielleicht würde noch jemand von den Gästen auf den Einfall kommen, im Park oder auf dem Balkon eine Zigarre zu rauchen— und wenn das jugendliche Pärchen dann endeckt würde? Reginald ist's, als müsse er schützend seine Arme über Dagmar breiten, um sie vor dem leisesten Hauch des Klatsches zu hüten. Und wenn das Ganze auch weiter nichts war, als ein harmloser Mondscheinspaziergang— auf ein junges Mädchen darf nie auch nur der Schein fallen, irgend etwas Unüberlegtes Unstatthaftes begangen zu haben!“ „Wenn Dagmar mit Ilsenkron verabredet hat, sich in irgend einer lauschigen Allee zu treffen?“ Reginald fühlt, wie eine Blutwelle ihm heiß zum Herzen dringt— mit einer heftigen Bewegung schleudert er seine halbgerauchte Zigarre über die Balkonbrüstung und tritt zurück in den Salon. Er muß hinab in den Park, muß sich überzeugen, ob seine Meinung, daß es auf der Welt noch verkörperte Ideale gäbe, dennoch eine irrige gewesen. In Treuenhoff gab es mehrere Treppen, die in das Erdgeschoß und von dort ins Freie führten. Reginald benutzte die erste beste, welche in eine hopfenumrankte Veranda mündete, aus welcher einige Stufen in den Park führten. Das Mondlicht kann nicht durch die Baumwipfel und das Hopfengerank bis in die dunkelste Ecke der Veranda dringen, aber Reginald nimmt beim Betreten der letzteren trotzdem sogleich dort die Umrisse zweier Gestalten wahr, die einander umschlungen haltend, sehr zärtlich miteinander flüstern. Er kann einen Ausruf des Unwillens nicht unterdrücken, und beim Ton der Männerstimme fährt das Paar in der Ecke erschrocken auseinander. Die Dame, die eine schlanke Figur besitzt und in Weiß gekleidet ist, enteilt durch die zweite offene Seite der Veranda in den Park, der Herr schwingt sich mit einem kühnen Satz über die nicht allzuhohe Brüstung und verschwindet gleichfalls hinter den Büschen. Reginald hatte genug gesehen: Dagmar hat also diesem faden Burschen hier in der verschwiegenen Stille der Nacht ein Stelldichein gewährt, sie, die ihm eben noch so rein, unantastbar erschienen in ihrer keuschen Mädchenschönheit! Eine tiefe Verstimmung, nein, ein an Schmerz grenzendes Gefühl bemächtigt sich seines Herzens. Ist denn alles Lüge, alles Verstellung in dieser Welt! Ist denn nur das, was sich stumm unserem Auge und unsrem Begriffsvermögen bietet, wahr? Alles, was die Natur stumm geschaffen, lügt nicht— und doch— strecken wir unsere Hand nicht oft nach einer verlockenden Frucht aus, wir pflücken sie und— o weh— ihr Kern ist bitter, oder ein Wurm birgt sich unter schöner gleißender Schale? Sollte Dagmar einer solchen Frucht gleichen— so unschuldig, so liebreizend, so keusch, und doch ließ sie sich küssen und herzen auf diesem Stelldichein, zu dem sie sich heimlich aus dem Ballsaal gestohlen? (Fortsetzung folgt.) bruck zu geben, fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen in den Se. Majestät der Kaiser, hoch! ** Schwerte. 2. Febr. Der notorische Fahrradschwindler Friedr. Porbeck von hier ist gestern von der Strafkammer zu Hagen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Bereits am Januar hatte er wegen Schwindeleien eine Strafe von 4 Monaten Gefängnis zudiktiert erhalten; gestern hatte er sich wegen Betrugs in 3 Fällen verbunden mit schwerer Urkundenfälschung und wegen weiteren Betrugs in 3 Fällen zu verantworten. Da das Beweismaterial sehr erdrückend war, bequemte sich Porbeck, der bis dahin hartnäckig geleugnet hatte, zu einem Geständnis, weshalb auf die Vernehmung der vielen Schwerte unter Vorspiegelung falscher Thatsachen sich Briefbogen mit der Firma Fr. W. Hesse machen lassen; auf diesen Namen hatte er ferner Wechsel ausgestellt und weiter den Fahrradhändler Weber in Unna beschwindelt, indem er vorgab, ein Sohn des Schlossermeisters W. Hesse aus Schwerte zu sein. Auf dieselbe Weise erschwindelte er auch noch andere Fahrräder. Für seine mit großer Raffiniertheit ausgeführten Betrügereien und Arkundenfälschungen erhielt er eine Gesamtstrafe von 1 Jahr und 4 Monaten Gefängnis. ** Schwerte, 2. Febr. Sammlung für die deutschen Krieger in China! Bei der Zahlstelle des Deutschen Flotten=Vereins für Westfalen, Bankhaus Wiskott & Co. in Dortmund, sind bis zum 31. Dezember 1900 als Spenden eingegangen 50344,86 Mark. Ferner gingen ein bis zum 31. Januar 1901 1848/39 Mark, zusammen 52193,25 Mark. Von dieser Summe sind 45000 Mark nach Berlin überführt. Herzlichen Dank allen Spendern! Weitere Spenden nehmen die bekannt gegebenen Stellen entgegen. ** Schwerte, 3. Febr. Die Mitglieder des evangelischen Arbeitervereins werden binnen kurzem in den Genuß einer selten großen Vergünstigung treten. In dem Verbande der evangelischen Arbeitervereine von Rheinland und Westfalen wird nämlich eine Sterbekasse errichtet. Das Sterbegeld, welches sofort nach dem angemeldeten Todesfall zur Auszahlung gelangt, beträgt 100 Mark. Damit keiner fürchte, es sei diese Angabe ein Druckfehler, folgt hier die Angabe des Betrages in Buchstaben— also: hundert Mark, während der Beitrag zur Kasse nur 5 Pfg. wöchentlich beträgt. Berechtigt zum Eintritt ist jedes Mitglied eines evangelischen Arbeitervereins und dessen Ehefrau. Ferner sind noch folgende besondere Vergünstgungen zu beachten, die allerdings nur bis zum 1. April dieses Jahres Geltung haben. Bis zum 1. April kann noch jeder, der Mitglied des evangelischen Arbeitervereins ist, auch wenn er noch so alt und hinfällig wäre, mitsamt seiner Ehefrau auch Mitglied dieser Sterbekasse werden und braucht nur 50 Pfennig Eintrittsgeld zu bezahlen, während nach dem 1. April 1901 nur solche Mitglieder evangelischer Arbeitervereine in die Sterbekasse ausgenommen werden, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und während zudem von da an an Eintrittsgeld von jeder Person erhoben werden bis zum vollendeten 25. Lebensjahr 1 Mark, von da bis zum 30. Jahre 3, von da bis zum 40. Jahre 10 Mark. Das sind Wohlthaten, wie sie wohl keine Sterbekasse bei so geringen Beiträgen von 5 Pfg. wöchentlich gewähren kann. Alle Glieder des Arbeitervereins aber werden nochmals aufgefordert, erstens ihre Anmeldungen zu dieser Sterbekasse nicht zu versäumen, und zweitens, viele ihrer Genossen und Bekannten aufzufordern, Mitglieder des evang. Arbeiververeins zu werden. ** Schwerte, 4. Febr. Der hiesige Gustav=Adolf Frauenverein begeht am kommenden Sonntag, den 10. Febr. sein Jahresfest. Morgens 10 Uhr wird im Hauptgottesdienst der großen evangelischen Kirche Herr Pastor Trippe von der Diasporagemeinde Waltrop=Datteln die Festpredigt halten. Nachmittags 3 Uhr findet im Lokal der Kleinkinderschule eine Nachversammlung statt, in der verschiedene Ansprachen gehalten werden. ** Schwerte, 4. Febr. An unseren städtischen Schulen beginnt jetzt der Unterricht wieder morgens um 8 Uhr. ** Schwerte, 4. Febr. Am Sonnabend feierte der hiesige Arendsche Stenographenverein in seinem Vereinslokal „zur Glocke“ den Geburtstag des Kaisers durch ein Schinkenessen. ** Schwerte, 2. Febr. Musketier Müller von der 9. Kompagnie des 2. Ostasiatischen Inf.=Reg. schreibt uns aus Schanghai:„Hoffentlich wird diese Karte gut in Ihre Hände kommen. Ich als geb. Schwerter befinde mich z. Z. in Schanghai. Gern ließ' ich Ihnen mehr Neuigkeiten zugehen, aber—. Nur ist uns am 19. Dezember der Befehl erteilt, ohne Seitengewehr auszugehen, hier, unter dem falschen chinesischen Gesindel. Dies können Sie auf meine Verantvortung in Ihrer Zeitung bekannt geben.“ Der Brief, der mit der Bitte um Zusendung der„Schwerter Zeitung" schließt, ist am 28. Dezember auf der Post in Schanghai aufgegeben worden. ** Schwerte, 2. Febr. Militäranwärterstellen im Bezirk des 7. Armeekorps. Barmen, Oberbürgermeisteramt, 2 Stadtdiener.— Detmold, Fürstl. Direktion der Strafanstalten, Gefangenaufseher.— Drensteinfurt(Kreis Lüdinghausen) Amt, Polizeidiener.— Haltern(Westf., Coesfeld), Polizeiverwaltung 4 Polizeidiener.— Hofstede, Gemeindevorstand Hofstede, Amt Hofstede, Polizeisergeant.— Homberg am Rhein, Bürgermeiseramt, Polizeisergeant.— Velbert, Bürgermeisteramt, Verwaltungssekretär.— Militäranwärterstellen im Bezirk des 8. Armeekorps. Düren, Bürgermeisteramt, Assistent für den Bureaubienst.— Viersen, Bürgermeisteramt, Verwaltungs=Sekretär. — Kaiserliche Oberpostdirektion Konstanz, mehrere Briefträger, Postschaffner und mehrere Landbriefträger für die Hohenzolkerschen Lande.— Kaiserl. Oberpostdirektion Köln, Landbriefsräger.— Kaiserl. Oberpostdirektion Trier, mehrere Postschaffner, Briefträger und mehrere Landbriefträger. * Hengsen, 3. Febr.„Schnell tritt der Tod den Menschen an.“ Der Bergmann Adrian hierselbst, der beim Fällen eines Baumes behilflich war und auf einen bereits angesägten Baum stieg, stürzte infolge eines Fehltritts oder eines Astbruches ab und blieb auf der Stelle tot. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und mehrere unmündige Kinder. Westfalen und Rheinland. * Iserlohn. 2. Febr. Der Kutscher, eines hiesigen bei der Ankunft vor dem Hotel mit der Peitsche zu knallen, als Signal für das Hotelpersonal, sich zum Empfang der Gäste vor die Thür zu begeben. Je nach der Anzahl der Ankömmlinge knallte der Kutscher— für jeden Passagier ein Peitschenknall. Das gefiel jedoch unserer Polizeiverwaltung nicht. Dem Hotelbesitzer wurde aufgegeben, das Peitscheugeknalle zu inhibiren, und als er dieser Weisung nicht folgte, wurde er mit einem Strafmandat in Höhe von drei Mark versehen. Nunmehr mußte er auf ein anderes Mittel zur Signalisirung ankommender Hotelreisender sinnen. Das Resultat seines Nachdenkens war— ein Waldhorn, das er in die Hand des Kutschers legte mit der Ordre, von jetzt ab nicht mehr zu knallen, sondern zu blasen. Da konnte man dann in Iserlohn häufig recht interessante Töne hören, Töne, die mehr einer Katzenmusik auf das Strafmandat oder einem Schluchzen über das verbotene Peitschengeknall, als einem Freudensignal über die Ankunft von Hotelgästen glichen Jetzt geht es dem Kutscher schon wie dem Knaben, der durch's Korn einstmals ging mit dem Klappenhorn, und von dem das Lied berichtet:„Er konnt es zwar nicht ord'ntlich blasen, doch gings schon einigermaßen.“ So berichtet das Iserlohner Tageblatt. Kleine Mitteilungen. * Einem Telegramm aus Wien zufolge soll in offiziellen Kreisen des Dreibundes der lebhafte Wunsch bestehen, England und die Buren zur Einstellung der Feindseligkeiten zu bestimmen. Man sondiere gegenwärtig das Terrain. Als der geeignete Augenblick zu einer Aktion erscheine die Hochzeit der Königin Wilhelmine von Holland. * * Wie aus Hongkong(China) berichtet wird, nimmt die Seeräuberei einen solchen Umfang an, daß die Konsuln bei dem Vizekönig vorstellig wurden, den Wasserwegen einen besseren Schutz angedeihen zu lassen. Der Vizekönig erwiderte, er thue alles Mögliche für die Sicherheit der Schiffahrt. Die Konsuln waren mit dieser Antwort unzufrieden. * * Das Reichsgericht zu Leipzig erkannte in der gestrigen Revisionsverhandlung über den Konitzer Meineidsprozeß auf Verwerfung der vom Staatsanwalt und Maßlow eingelegten Revisionen und auf die Bestätigung des Urteils der Erstinstanz. * * Dem„Intransigeant" zufolge wurde der jüdische Kavallerieoffizier Fernand Ratisbonnne gestern von einem anderen Offizier im Duell schwer verwundet. Den Grund des Duelles bildete ein Streit über die Dreyfus=Affäre. * Aus Budapest wird gemeldet: Der Abgeordnete Pichler interpellierte heute den Ministerpräsidenten dringlich darüber, welchen Standpunkt die ungarische Regierung gegenüber der Gestaltung der parlamentarischen Verhältnisse in Oesterreich einzunehmen gedenkt, da der gestrige Tag ja bewiesen habe, daß das österreichische Parlament arbeitsunfähig bleibe und nicht verfassungsmäßig sei. * Die englischen Theaterbesitzer u. s. w. sind praktische Leute und haben sich gegen den Schaden, der ihnen durch die nationalerTauer anläßlich des Todes der Königin erwächst, durch Versicherung gedeckt. Nach Mitteilung der„Daily News“ belaufen sich die Versicherungssummen, welche an Theaterbesitzer, Konzerthausinhaber und Modegeschäfte in London infolge des Ablebens der Königin auszuzahlen sind, über drei Millionen Pfund Sterling(60 Mill. Mk.). Es sind dies die Enschädigungen, welche an die betreffenden Unternehmer für die ihnen durch die Landestrauer entstandenen Verluste zu zahlen sind. Gleichzeitig aber nehmen schon jetzt dieselben Versicherungsgesellschaften sehr bedeutende Aufträge für Neuversicherungen gegen Verluste durch den Tod des Königs Eduard auf. * In Merseburg ist ein Fall von Lepra(Aussatz) aufgetreten. Die betroffene Familie ist vor etwa vier Jahren aus Java hier angekommen, wo das aus Merseburg stammende Oberhaupt der Familie in der holländischen Kolonialarmee gedient hat. Die Frau, eine Eingeborene der genannten Insel, hat schon längere Zeit an der ansteckenden Krankheit gelitten, doch war diese erst in den letzten Wochen derart zum Ausbruch gekommen, daß sich der Hausarzt veranlaßt sah, die Medizinalbehörde von der hier völlig neuen Erscheinung in Kenntnis zu setzen. Die Behörde verfügte, daß beide Kranke, die Mutter und ihr dreizehnjähriger Sohn, der medizinischen Klinik in Halle zuzuführen seien. * * Der Zusammenbruch der Sander'schen Grundschuldbank hat neue Opfer gefordert. Das„Berl. Tagebl.“ schreibt: Gemeinsam in den Tod gegangen sind am Mittwoch der 45 Jahre alte Gutsbesitzer Hartwig Heimann und seine 38 Jahre late Ehefrau Selma, eine geborene Berlinerin. Das Ehepaar war vor drei Tagen aus Spiegelberg bei Neustadt a. D. nach Berlin gekommen und hatte in einem Hotel Wohnung genommen. Am Dienstag gaben sie Anweisung, um 9 Uhr geweckt zu werden. Als auf das Klopfen keine Antwort erfolgte, schritt man schließlich zur gewaltsamen Oeffnung des Zimmers. Man fand das Ehepaar entseelt in ihren Betten. Sie hatten sich vergiftet; ein Wasserglas mit Resten des Giftes stand auf einem Nachtisch. Uhr nachts an so erschöpft, daß sie zu Dutzenden umfielen und in die Kaserne gebracht werden mußten. Im ganzen sind gegen 13000 Personen, welche Verletzungen erlitten hatten, in den Hospitälern verpflegt worden. Hid. Berlin, 4. Febr. Nach einem Telegramm aus Peking findet die erste Plenarsitzung der Gesandten, an welcher auch die chinestscheg Friedensvermittler teilnehmen, am Dienstag statt. Hid. Berlin, 4. Febr. Das Festmahl der städtischen Körperschaften zur Feier von Kaisersgebuitstag fand gestern im Rathaussaal statt. Oberbürgermeister Kirschner brachte den Trinkspruch auf den Kaiser, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Langerhans den Trinkspruch auf die Kaiserin aus. Hd. Paris, 4. Febr. Der Gemeinderat von St Quentin hat nun ebenfalls eine Verfügung erlassen, welche das Tragen des priesterlichen Gewandes außerhalb des Kirche verbietet. Er hat ferner angeordnet, daß das Kreuz am Eingang des Kirchhofes entfernt werden soll. Hd. Paris, 4. Febr. Aus Monceau les Mines wird gemeldet: Die Versuche des Friedensrichters, zwischen den ausständigen Grubenarbeitern und der Verwaltun, eine Verständigung herbeizuführen, sind gescheitert. Die Bergleute beschlossen, den Streik fortzusetzen. lid. London, 4. Febr. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm Lord Kitcheners aus Prätoria vom 2. Januar, 11 Uhr 15 Minuten vormittags: Der Militärposten von Modderfontein ist von den Buren angegriffen und überwältigt worden. Die Entsatz=Kolonne, die aus Krügersdorp abgesandt wurde, traf zu spät ein, um die Einnahme des Platzes verhindern zu können. Einzelheiten fehlen noch. Die in Gefangenschaft geeratenen Offiziere und Mannschaften sind teilweise in Vereeniging eingetroffen. Hd London, 4. Febr. Einem Telegramm aus Peking zufolge soll Li Hung Tschang im Alter von 80 Jahren gestorben sein. Die Meldung dürfte jedoch mit derselben Vorsicht aufzunehmen sein wie die früheren von seiner Erkrankung. Hd. London, 2. Febr. Bei den Begräbnisfeierlichkeiten ereignete sich, wie aus Windfor gemeldet wird, ein unliebsamer Zwischenfall. Als der Zug bereits im Begriff war, sich von dem Bahnhof in Bewegung zu setzen, wollten die Pferde, welche vor der Lafette vorgespannt waren und lange Zeit im Winde und in der Kälte vor dem Bahnhofe gestanden hatten, durchaus nicht anziehen. Der König war durch diesen Zwischenfall sehr peinlich berührt; der Herzog von Norfolk wußte nicht, was er thun sollte. Da traten Matrosen vor und boten ihre Dienste an. Die Pferde wurden schnell abgespannt und Matrosen zogen dann die Lafette bis zur Kathedrale St. Georges. Hd London, 4. Febr. Das Gerücht, Kaiser Wilhelm werde die Vermittlung zwischen England und den Boeren übernehmen, wird vom londoner Auswärtigen Amt als gänzlich unbegründet bezeichnet. Hd. Rom, 4. Febr. Ein römisches Blatt meldet, die Polizei habe die Nachricht erhalten, daß der Anarchist Calcagno von den Anarchisten in Patterson(Amerika) beauftragt worden sei, den Königsmörder Bressi zu rächen Calcagno befinde sich bereits auf der Reise nach Italien. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Wetterbericht. (Nachdruck verboten.) 5. Februar. Vorwiegend heiter bei Wolkenzug, frostig. 6. Februar. Wolkig, teils heiter, Nebel, Wärmer Später Niederschläge. Sturm wenig. Vermischtes. * Opfer der wilden Tiere in Indien.„Die Regierung veröffentlicht ihren jährlichen Rapport über die durch Schlangen und wilde Tiere in Indien umgekommenen Personen, deren Anzahl sich wieder auf eine außerordentliche hohe Summe, nämlich 27 537 beläuft. Von diesen starben nicht weniger als 24621 an dem Bisse giftiger Schlangen, während 1899 durch Tiger, 338 durch Wölfe, 327 durch Leoparden und ungefähr 800 durch Krokodile, Schakale und andere gefährliche Bestien ums Leben kamen. Und dies, obgleich im verflossenen Jahre nicht weniger als 97500 Giftschlangen getötet und 19 500 wilde Tiere zur Strecke gebracht wurden. der„Schwerter Hd. Berlin, 4. Febr. Bei den Beisetzungsfeierlichkeiten Soim###erlohn, 2. Febr. Der Kutscher, eines hiesigen sins. eine große Menge von Unfällen zu verzeichnen gewesen. Ein Peirloesitzers, der seine Reisenden durch einen Hotelwagen###ant wurde durch die Bespannung eines Geschützes verursacht. von der Bahn abholen zu lassen pfleat hatte pen wurden viele verletzt. Die Fahn übhoten zu lussen pfrege, halte die Weisung, letzteren, meist Rekruten, waren durch den langen Dienst von 2 Eine prüfende Hausfrau wird von den verschiedenen angebotenen „Malzkaffees" den Kathreiner'schen wählen denn er allein besitzt Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees, ist ergiebig und sehr wohlschmeckend. Diese Eigenschaften fehlen den offen ansgewogenen Malzkaffees, die nur geröstete Gerste oder gebranntes Malz sind. Der„Kathreiner“ kommt ausschließlich in plombierten Paketen zum Verkauf. Losen Kneipp=Malzkaffee giebt es nicht! Oeffentlicher Dank dem Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, N.=Oe., Erfinder des antirheumatischen und antiarthritischen Blutreinigungsthees. Blutreinigend für Gicht und Rheumatismus. Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigsten Dank auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungsthee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anhe mfallen, auf diesen trefflichen Thee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht im Stande, die marternden Schmerzen, die ich turch drei volle Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich neder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauch oben genannten Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es jetzt noch, nachdem ich schon seit sechs Wochen keinen Thee mehr trinke, auch mein körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thee nehmen, auch den Erfinder desselben, Herrn FranzWilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglichster Hochachtung Gräfin Butschin=Streitfeld, Oberstleutenants=Gattin. Bestandtheile: Innere Nußrinde 50, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngüblätter 35. Scabiosonblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, roibes Sandelbolz 75, Bardannawurzel 44, Caruxwurzel 3.50, Radis. Caryophill. 8.50, Cbinarinde 3.50, Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurze!(Samen) 75, Graswurz=I 75, Lapathewurzel 67, Süßbolz wurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weiß. Seuf 3.50, Nachtschattenstengel 75. Iwung=verkauf. Am Dienetag, den 5. Februarer, vormittags 10 Uhr, werde ich zu Schwerterheide, Versammlung an der Eckey'schen Wirtschaft daselbst 1 Kleiderschrank, 1 Sessel, 6 Stühle etc. gegen baar versteigern. Morgenroth, Gerichtsvollzieher. Versteigerung! Am Mittwoch, den 6. Februar er. vormittags 9 Uhr anfangend, werde ich im Auftrage des Konkursverwalters Herrn Ernst Klein hierselbst in meinem S H. de wuh Irkurt.. Pfandokale beim Witt Böhme: 1. gieurg 468 eine große Partie Flaschenweine, Lilbre, E 7 Biersyphons, 2 Eisschränke, 2 Glas=(G, vormals J. Scherbel& Cie. schränke, 3 riserne Tische u. s. w. 7 Dortmund, Westenhellweg gegen baar versteigern. Dieser Verkauf findet bestimmt statt. Schwerte, den 4. Februar 1901. Morgenroth, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Die zweite dies jährige Geneneralversammlung des Knappen Vereins Lichtendeif findet am Tonntag. 10 Febr. ds. Is. im Lokale des Wirts Hauske zu Eichholz Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Dienstag, 5. Febr., abends ½8 Uhr. Parochial= Lehrer=Kouferenz. Mittwoch, den 6. Vortrag: Die Bedeutung guter bildlicher Darstellungen in Schulbuchern und die Verwertung der Lesebuchbilder. Sparkasse des Amtes Ergste in Hennen. I8 Inventur-Ausverkauf 1901 n 3 extra billige 212 Der Zinsfuß für sämtliche Einlagen beträgt vom 1. April.1901 ab 3¾ Prozent. Wir nehmen Einlagen an jedem Wochentage von 9— Uhr und von 2—6 Uhr sowie durch die Post entgegen. Hennen, den 1. Februar 1901. Die Sparkassen-Verwaltung. Molkrreibutter pr. Pfd. Mk. 1.25. ½ Pfd. 65 Pfg. Carl Trog. Nataly von Eschstruth. Illustrierte Romane u. Novellen. Erste Folge, vollständig in 75 wöchentlich erscheinenden Lieferungen zu je 40 Pfennig. 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