□ Antrliches Kreisbialt für den kreis börde. E-öinhnd 8 rerumer Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile Alle Kreisund Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Abonnementspreis pro Oartal 1 Mark 65 Pfa., gel. an Illustrierter Famitienfreuno. oder deren Raum 10 z, außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 z.]Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regie=[30 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogoen. Erscheint Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech= rung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts= jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustriert Auschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. verbindliche Kraft. Familienfreund.“ Ro. 28. I. Blatt.) Politische Ueversicht. ntielet —(Reichstag). Freitagssitzung. Der Reichstag setzte heute die Etatsberatung bei dem Kapitel„Gesundheitsamt“] fort. Auch bei dieser dem Reichsamt des Innern zugehörigen Abteilung entwickelte sich wieder im Anschluß an den die Besoldungen des Präsidenten(15000 Mark, und der ersten eamten dieser Behörde enthaltenden Titel 1 eine allgemeine Erörterung. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Müller=Sagan (fr. Vp.) wegen des biologischen Instituts und der Malariaforschung erwiderte Staatssekretär Graf Posadowsly, die Selbständigkeit des biologischen Instituts werde seit längerer Zeit erwogen, könne aber erst entscheidend in Frage kommen, wenn man sich über den Ort, wo ein solches Institut zweckmäßig endgiltig zu errichten wäre, schlüssig geworden sein würde. Vorläufig fänden in dieser Richtung sorgfältige Prüfungen statt. Auch hinsichtlich der Malariaforschung sei man in die Erwägung eingetreten, ob es sich nicht empfehle, fußend auf den ausgezeichneten Leistungen Professor Kochs, die Protozoinforschung auf das ganze medizinische Wissenschaftsgebiet auszudehnen. Diese Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen. Abg. Antrick(soz.) erneute seine bei Beratung des Seuchengesetzes vorgebrachten Beschwerden über Mißstände in den Berliner Krankenhäusern, namentlich über die schlechte Bezahlung und starke Anstreng= ung des Personals und fragte an. ob in dieser Beziehung von der Behörde Schritte, und welche, gethan worden wären. Geh. Medizinalrath Dr. Pistor erwiderte, die vorjährigen Beschwerden des Vorredners hätten sofort zu eingehenden Nachforschungen Veranlassung gegeben, indessen keineswegs Bestätigung gefunden. Abg. Dr. Endemann(natl.) wünscht bessere Gehälter für die Veterinär irzte, beklagt die geringe Einwirkung des Reiches auf de Einzelstaaten in Bezug auf die Verunreinigung der Flüsse und ebenso, daß die Feuerbestattung noch immer nicht zugelassen werde. Abg. Dr. Hahn (B. d. L.) betont die Nothwendigkeit der Protozoenforschung und namentlich auch der Mücken, welche Professor Koch als Träger des Malariabazillus festgestellt habe. Dr. Langerhaus befürwortet die Zulassung der freiwilligen Feuerbestattung für das ganze Reich. Der Rest gelangte nach unerheblicher De=tu#ti##n 2.3 Aubanbendels batte zur Annahme. Nächste Sitzung: Montag: Reichsjustizetat. eine Steigerung des Außenhandels zu verzeichnen, nur Frank— Ueber die geplante Neuuniformierung der Armee wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß außer Mannschaften der Infanterieschießschule in Spandau, welche die neue Kleidung seit einigen Wochen probeweise tragen, binnen kurzem auch noch andre Truppenteile in größeren Verbänden probeweise damit ausgestattet werden sollen. Bei der Infanterieschießschule bewegen sich die Mannschaften mit der neuen erdfarbenen Bekleidung zwischen anderen mit der bisherigen Uniform, damit der Unterschied möglichst hervortrete. Wie die blanken Knöpfe des Rockes durch dunkelfarbige ersetzt sind, so ist auch er blitzende Helmbeschlag verschwunden. Der Helm, dessen Kopfrundung aus hartem Filztuch von der Farbe des Rockes besteht, währen die beiden Schirme, vorn und am Nacken, aus bräunlichem, dunklem Leder gefertigt sind, hat Metallbeschlag und Spitze von matter, stumpfer Farbe. Wenn die Uniform sich bewährt, wird sie sicherlich allgemein eingeführt werden. Sicher ist aber, daß zur Parade auch künftighin die bisherige glänzende und stramme Uniform benutzt wird. Die neue Ausrüstung ist für den Felddienst und den Krieg bestimmt. — Die Volksschullehrer im Großherzogtum Hessen haben eine namhafte Gehaltserhöhung erhalten. Die Mindestsätze sollen in 32 Dienstjahren von 1100 bis 2800 Mark steigen. Die Städte gehen darüber hinaus. Hierzu kommt noch eine Mietsentschädigung von 200 Mark, die in den Städten ebenfalls entsprechend höher ist. Das neue Besoldungsgesetz tritt mit Wirkung vom 1. April 1900 in Kraft, sodaß also jeder hessische Lehrer sofort Anspruch auf das volle Gehalt hatte und den Mehrbetrag für drei Vierteljahre nachbezahlt erhielt. Schwerte, Samstag, 2. Februar 1901. —(Aus den Kolonien). Die heidnische Blutrache mit ihrer entstzlichen Grausamkeit zeigte sich vor einigen Monaten im deutschen Togo=Lande in einem Falle, der ein ernstliches Eingreifen der Regierung nötig machte. In der Nähe der Missionsstation Ho, wo die Norddeutsche Mission eine ihrer Stationen und eine schwarze Christengemeinde hat, wurden 5 Männer aus dem Lande Asante, die wahrscheinlich als Händler ganz harmlos ihres Weges gewandert kamen, aufgegriffen, gebunden und vor den Häuptling gebracht. Sie hatten niemandem etwas zuleide gethan. Aber etliche Leute von Ho waren im Kriege gegen Asante gefallen, und nach heidnischer Sitte konnten ihre Anverwandten sich nicht eher beruhigen, als bis sie Asante=Blut vergossen hatten. Der Plan war wohl überlegt. Einer von den Gefangenen, welcher wohl ahnte, was geschehen würde, hatte sogleich gebeten:„Ach, schneidet mir doch die Kehle ab.“ Aber der Wunsch wurde nicht erfüllt. Die Martern, mit denen die Aermsten langsam zu Tode gequält wurden, spotten aller Beschreibung. Die abgeschnittenen Köpfe und herausgeschnittenen Herzen wurden an benachbarte Stämme geschickt, die gleichfalls in Blutrache zu Asante standen. Die Sache war übrigens in größter Heimlichkeit vollführt. Der Häuptling hatte befohlen:„Keiner darf etwas sagen, und wer es dennoch thut, dem werde ich den Mund abhauen!" Die Sache wurde aber doch ruchbar, die Hauptschuldigen kamen indessen auf Fürsprache der Missionare mit einer Gefängnisstrafe tavon. —(Deutschland und die Kapkolonie). Im Jahre 1899 wurden von Deutschlands Waren im Werte von rund 16 Millionen Mark nach der Kapkolonie ausgeführt, während die Einfuhr kapländischer Produkte nach dem Deutschen Reiche sich nur auf etwa 4 Millionen Mark bezifferte. Die amerikanische Aus= und Einfuhr ist doppelt so groß als die deutsche. Großbritannien führt für 250 Millionen Mark Waren nach dieser Kolonie aus, während die Einfuhr von dort fast den Wert einer halben Milliarde Mark erreicht. — Der Wert der im Welthandel in Ein= und Ausfuhr umgesetzten Güter betrug 1860 30 Milliarden Mark, 1890 71 Milliarden, 1900 fast 87 Milliarden. Die meisten Staaten haben I8. Tahrgang Wes etiche bhschicte der bschsiche ere Christlichsozialen, was das Abspringen mehrerer in Böhmen gewählter Mitglieder zur deutschen Volkspartei hervorrufen wird; und da sich auch radikaldeutsche Organe gegen die engere Verbindung mit den deutschen Klerikalen aussprechen, werden drei große deutsche Gruppen bestehen, von denen die eine die radikale und die Volkspartei, die zweite die Fortschrittspartei und den Großgrundbesitz, die dritte die Christlichsoziale und die katholische Volkspartei umfassen wird. Das sind schlechte Aussichten für die deutsche Sache in Oesterreich. reich und Belgien haben ungünstige Bilanz aufzuweisen. Ausfuhr Englands ist nicht bedeutend größer, als die Deutschlands, während die Einfuhr fast doppelt so groß ist. —(Preußischer Städtetag). In der Mittwochssitzung des Städtetages, in welcher über die Beteiligung der Frauen bei der Armen= und Waisenpflege verhandelt wurde, wurden Leitsätze angenommen, nach denen 1) die Heranziehung von Frauen zur öffentlichen Armen= und Waisenpflege dringend wünschenswert ist; 2) dies Ziel bestens dadurch erreicht wird, daß die Gemeinden Frauen zur Armen= und Waisenpflegerinnen wählen und direkt in die Organisation der Armen= und Waisenverwaltungen einordnen; 3) wo feste Organische Verbindungen zwischen der Armen= und Waisenverwaltung und den Frauenvereinen bestanden und sich bewährten, wird auch künftig die Heranziehung der weiblichen Hülfsthätigkeit einer eingehenden Armen= und Waisenfürsorge förderlich sein. Ferner wurde eine Resolution angenommen, welche besagt: Bei den gegenwärtigen volkswirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen ist die gewerbliche Zwangs=Fortbildungsschule die wichtigste und wertvollste Veranstaltung für die schulentlassene Jugend, deren Einrichtung den Gemeinden dringend zu empfehlen ist. Die Anregung des Oberbürgermeisters Bollmann=Guben, betreffend die Gründung einer zentralen Auskunftsstelle für alle städtischen Angelegenheiten, wurde dem VorKande zu weiterer Veranlassung überwiesen. Niederlande. = Die Hochzeitsgeschenke des Regenten Herzog Joh. Albrecht von Mecklenburg und der Herzogin an die Königin Wilhelmina und Herzog Heinrich sind bereits in den Läden drei SilberSchmiede zu fehen, die diese kostbare Gabe angefertigt haben. Bei Joost sind zwei runde und zwei große ovale Terrinen, die von prächtigen Sockeln mit Löwenklauenfüßen getragen werden. An den Terrinen sind Löwenköpfe mit Ringen in den Rachen angebracht. Außerdem ist das Gefäß mit Kränzen und der Deckel mit einem schön gearbeiteten Tannenzapfen geschmückt. Zu dieser Garnitur gehören auch doppelte Tischglocken auf großen flachen Schüsseln. Das ganze Silber ist nach dem im Silberzimmer im Schlosse zu Schwerin befindlichen Silbergeschirr modelliert worden. Die Modelle kamen im Jahre 1799 durch die Gemahlin des Prinzregenten Friedrich Ludwig, die Großherzogin Helene Paulowna, nach Mecklenburg=Schwerin. Bei dem Goldschmied Rotfisch sind zwei ovale Jardinièren, zwei neunarmige Kandelaber, zwei siebenarmige Kandelaber und zwei fünfarmige Kandelaber zu sehen. Alle Arme enden in Sphinxköpfen. Bei dem Goldschmied Schomaker sind im Schaufenster vier viereckige, vier dreieckige und zwei ovale Schüsseln ausgestellt; die dazu gehörigen Deckel entsprechen im Stil dem übrigen Geschirr. England. = Der neue König gedenkt die Politik der„splendid isolation“, der herrlichen Isolierung, aufzugeben und enge Fühlung mit den leitenden Kreisen der Staaten des Kontinents zu nehmen. = Soldaten gesucht! Die Admiralität veröffentlicht einen Befehl, worin die Mannschaften, welche die Marine nach einer kurzen Dienstzeit verlassen haben, freundlichst ersucht werden, in die neue Division der Marinereserve einzutreten, die den Namen„Flotten=Reserve" tragen wird. In demselben Befehl werden auch die pensionierten Mannschaften aufgefordert, in diese Division einzutreten. = Die Ansiedlung von Spanien auf dem Felsennest Gibraltar, das bekanntlich mit dem Festlande durch eine schmale Landzunge verbunden ist, soll eingeschränkt bezw. ganz verboten werden. Chamberlain hat bei seinem Besuch daselbst erkannt, daß im Falle einer Belagerung die Fremden gefährlich werden könnten. Cibraltar dürfe nicht eine Kolonie sein, sondern lediglich eine Festung. Oesterreich. = Die Hoffnung, daß die deutschen Parteien zusammenhalten und mit dem Polenklub eine regierungsfähige Majorität bilden würden, hat sich nicht erfüllt. Die in Wien gewählten Mitglieder der deutschen Fortschrittspartei verlangen, unterstützt China. + Felmarschall Graf Waldersee meldet am 31. Januar aus Peking: Die Kolonnen Hoffman und Auer sind ohne Zwischenfall zurückgekommen, da die Räuber durch vorzüglichen NachrichtenDienst rechtzeitig gewarnt worden sind. + Einem Telegramm aus Tientsin zufolge haben die Deutschen das Arsenal von Tschiku in die Luft gesprengt.— Eine große deutsche Expedition hat Peking verlassen. Sie marschiert nach der Haupstadt von Schansi und nahm für vier Wochen Vorräte mit. + Bei der Vernichtung chinesischen Pulvers in Schanhaikwan wurden durch eine Explosion 40 japanische Soldaten getötet ud zwei englische Soldaten verwundet. + In China werden die ernsten Vorgänge auf dem KriegsTheater von Zeit zu Zeit heiter unterbrochen durch Vorstellungen des Clowns Li Hung Tschang, der die fremden Gesandten zum Narren hält. Seine letzte Leistung ist folgende: Wir sind der amerikanischen Regierung dankbar für den Vorschlag, daß die Provinz Petschili geräumt werde. Dies würde die Lage retten, die sich beständig verschlimmert. Wir haben den Wünschen der Mächte Folge geleistet, so weit wir es vermochten. Jetzt brauchen wir Beistand zur Ausführung der Einzelheiten. Sollte der amerikanische Vorschlag angenommen werden, so würde die Lösung unserer Aufgabe nicht sehr schwierig sein. Diese bewaffneten Expedition bilden eine große Bedrohung. Auf Seiten Chinas nicht der mindeste Wunsch vorhanden, weniger zu thun, als die Die Forderungen der Mächte enthalten, aber wir ersuchen die Mächte, nicht auf unmöglichen Bedingungen zu bestehen, sondern unsere Anstrengungen zu unterstützen, die wir in der Hoffnung machen, den Krieg zu vermeiden. Wann der Hof nach Peking zurückkehren wird, was kann ich sagen, wenn ich sehe, daß Graf Waldersee den Palast bewohnt? Ich kann ihm nicht sagen, wir wünschen, daß er denselben verlasse, um Raum für den Hof zu machen. Wir sind ein höfliches Volk(1).“ Argentinien. =„Die im Chubutgebiete Argentiniens(Südamerika) ansässigen Waliser=Kolonisten, die in fast 40jähriger schwieriger Arbeit wahre Pioniere der Kultur für Argentinien gewesen sind, haben sich in einer Anzahl von mehr als 8000 an den britischen Kolonialminister gewandt, um von ihm zu hören, unter welchen Bedingungen eine Einwanderung in Südafrika für sie ermöglicht werden könne. Diese konservativen und fleißigen Leute werden durch die Schuld der Regierung aus dem Lande getrieben, denn von den ihnen seit Jahren gemachten Versprechungen mit bezug auf endliche Regelung der Rechts= und Bodenverhältnisse, der Wasserregulierung und ähnlichen öffentlichen Arbeiten in ihrem Bezirke ist auch nicht eine einzige gehalten worden, und die Waliser sehen sich einfach außerstande, den mühsamen Kampf ums Dasein unter dem drückenden Steuerregime der argentinischen Regierung noch länger fortzusetzen. Damit verliert die Republik ihre besten Kolonisten, und ihr Ruf als ein erstes Einwanderungsland erleidet ein vollständiges Fiasko.“ England und Transvaal. + Die der Regierung nahestehenden Zeitungen haben schon seit lange und in letzter Zeit besonders vertranensvoll behauptet, daß der Krieg von nun ab von Lord Kitchener viel energischer betrieben werden würde. Jetzt gesteht die englische Presse zu, daß das nicht möglich sein werde, bevor der Oberkommandierende nicht bedeutende Verstärkungen herittener Truppen erhalten habe.444066 + Die Londoner„Daily News“ meldet, daß Lord Kitchener nicht an die Möglichkeit denkt, vor„Ablauf eines Jahres auch nur einen einzigen Soldaten nach Hause zu entlassen Die Regierung, so berichtet das Blatt weiter, beabsichtige vom Parlament noch weiter 70 Millionen Pfund Sterling zur Deckung der Kriegskosten zu verlangen. Diese Meldung wird auch von anderer Seite bestätigt Als Antwort auf ein von einflußreicher Seite befürwortetes Entlassungsgesuch von Söhnen verschiedener, sehr bekannter Londoner Großkaufleute hat Lord Kitchener einen Tagesbefehl erlassen, welcher erklärt, daß von den in Südafrika stehenden Truppen nicht mehr ein einziger Mann die Erlaubnis zur Heimreise erhalten werde, ehe nicht der Krieg beendigt sei. Dieser Besehl soll der immer mehr um sich greifenden Kampfesmüdigkeit der britischen Truppen Einhalt gebieten, besonders da die Söhne reicher Eltern, die in der Yeomamy dienen, in immer ausgedehnterem Maße die baldige Beurlaubung zur Rückkehr nach England nachsuchen. Sollie jedoch diese Anordnung Kitcheners genau befolgt werden, so wird sicherlich die Zahl der täglichen Krankmeldungen um so gewaltiger anschwellen. So wird für den 26. Ja nuar folgende Verlustliste gemeldet: Gefallen 7, verwundet 23, an Krankheit gestorben 82, als krank in die Spitäler eingeliefert 165 + Der Typhus, dem man den Namen Darmkatarrh giebt, rafft jede Woche 600 bis 800 Opfer hinweg Die Zahl der in Krankenhäusern oder sonst in Behandlung ste henden Soldaten beträgt mehr als 20000. + Sind die Buren bis an das Meer vorgedrungen? Nach Nachrichten aus Clanwilliam ist ein starkes, gut ausgerüstetes, vorzüglich berittenes Buren=Kommando in Lamberts=Bai am atlantischen Ozean, 200 Kilometer nördlich von Kapstadt angekommen, und die Thatsache, daß ein britischer Kreuzer dahin abgesandt ist, hat zur Annahme geführt, daß die Buren dort ein Schiff mit Munition erwarten. Verschiedene andere Kommandos sollen eine Verbindung mit diesen Kommandos herzustellen versuchen und in der Richtung von Maimesburg marschieren. + General Dewet geht sehr scharf gegen diejenign Buren vor, welche die im Felde stehenden Leute zum Frieden mit England zu überreden suchen. Der Kommissar in Cronstadt teilte dem Militärgouverneur in Bloemfontein mit, daß Andries Wessels, welcher die Friedenskommission nach Morgendaal begleitete, am 28. Jan. auf Befehl Dewets in Klipfontein erschossen worden sei. Nach einem Telegramm aus Kapstadt war der kürzlich stattgehabte Angriff der Buren auf die Minen von Banryn und Modderfontein, wie jetzt bekannt wird, ernst; er wurde von demselben Kommando ausgeführt, welches die Werke von Kleinfontein und Bragpau zerstört hat. Man befürchtet, daß der Schaden sich auf etwa 300000 Pfund Sterling belaufen werde. Es sind Schritte zum besseren Schutze der auswärts liegenden Minen gethan worden. + Sie haben sie! Die Landestrauer in England wird auf einen Tag unterbrochen werden müsser In ihrem Kriege gegen die Fauen und Kinder in Südafrika haben die Engländer wieder einen großen Erfolg aufzuweisen! General De Wet sind sie nicht imstande zu sangen, dafür haben sie aber jetzt Frau De Wt gefangen genommen.„Endlich,“ so schreibt ein deutscher Berichterstatter aus Johannesburg, ist es gelungen, die Gattin des Generals De Wet nach sechsmonatlicher Jaod zu fangen Die arme von Farm zu Farm gehetzte Frau klagte mir gegenüber bitter über die ihr zu teil gewordene Behandlung und meinte, daß sie ihre Kaffern besser behandle, als sie von den Engländern behandelt worden sei Sie wurde persönlich beim Militärgouverneur vorstellig und betonte, daß sie zwar nicht wie eine Generalin, aber doch wie eine anständige Frau behandelt zu werden Anspruch erhebe. Frau Dewet wurde, trotzdem sie einen sympathischen u. absolut großstädtischen und gebildeten Eindruck macht, sehr ungnädig aufgenommen. Man verlangte von ihr eine Ehrenerklärung — an die Königin von England! Als sie dies verweigerte wurde sie zu den übrigen Frauen in die Zelte auf dem Rennplatz gebracht! General de Wet hatte sie jederzeit von seinen und der Engländer Bewegungen unterrichtet, sei es durch einen vor die Thür gelegten Brief oder durch einen am Fenster befestigten Zettel. Nur so war es ihr möglich, Monate lang den Verfolgungen der Engländer zu entgehen. + Ein„Siegesbülletin“ der Engländer lautet:„Die Obersten Byng und Williams sind am Sonnabend mit großen Streitkräften der Boeren in Fühlung gekommen und haben sie im Thale des Kruisflusses zurückgetrieben. Am nämlichen Tage stieß Oberst Grenfell auf ein anderes Boeren=Kommando, das er ebenfalls zum Rückzug zwang, wobei Pferde und Fuhrwerke der Boeren in seinen Besitz fielen.“— Nun liegt Oudtshoorn, bis wohin somit die Boeren bereits vorgedrungen waren, 210 englische Meilen von Kapstadt entfernt, der Kruisriver aber, bis zu dem die Boeren„zurück“ getrieben worden sein sollen, liegt fünfzehn englische Meilen näher an Kapstadt! Der Oberst Grenfell ist also nicht imstande gewesen, die Buren auf ihrem Vormarsch auf Kapstadt aufzuhalten. Nach diesem Mißerfolg zu melden, er habe die Buren auf Kapstadt zurück geworfen, das ist doch selbst für einen englischen Strategen eine starke Leistung. Lokales. Stadt und Kreis. ** Schwerte, 2. Februar. ** Der erste Monat des neuen Jahres liegt schon wieder hinter uns, in dem bekannten„Meer der Ewigkeit", und der Februar hält seinen Einzug, im Gefolge Prinz Karneval und der lange Zug fröhlicher Narren. Der Januar hat uns zum Schluß noch eine Kälteperiode gebracht; beschneit liegen die Höhen, Wiesen und Wege, und auch die echte Winterstaffage, die Schlittenpartieen mit lustigem Schellenklingel, haben in dieser Woche nicht gefehlt. Hoffentlich hält die Kälte im Februar an, denn alle Bauernregeln stimmen darin überein, daß im Februar sich die Wut des Winters erschöpfen muß, sonst ist Gefahr vorhanden, daß er im März, April oder Mai noch plötzlich einmal„hereinschneit" in die Baumblüte und die Ernte schädigt.„Zu Lichtmeß", heißt es,„hat der Bauer lieber den Wolf im Stall als die Sonne. Wenn Nordwind im Februar nicht will, kommt er sicher im April. Wenn der Hornung warm uns macht, friert's im Mai noch gern bei nacht. Liegt im Hornung die Katz im Frei'n, muß im März sie wieder herein. Lichtmeß im Klee, Ostern Schnee. Und so noch viele andere, in denen allen sich die Ueberzeugung ausprägt, daß jedem Jahr ein gewisses Maß von Kälte zugeteilt ist, das, wenn nicht zur rechten, dann zur unrechten Zeit ausgestanden werden muß. An dieser naiven Anschauung ist etwas wahres, obgleich wir grade in den letzten Jahren Ausnahmen genug erlebt haben. Die letzte Woche des Januar war, wie gesagt, normal. Nur der Sonntag war für unseren Kreis wie für ganz Deutschland ein höchst kritischer Tag. Das Unwetter wütete zwar hier nicht so erschrecklich wie an der Küste der Nordsee, wo namentlich Leer schwer heimgesucht wurde, aber über Aplerbeck entlud sich ein Gewitter mit Blitz und Donner, und über Schwerte öffneten sich die Schleusen des Himmels, als ob über die sündige Stadt eine neue Sintflut hereinbrechen wollte. Es ist bedauerlich, daß das Wasser in den beiden Hotels der Bahnhofstraße Schaden angerichtet hat, sonst möchte man der Stadt alle acht Tage solchen Wolkenbruch wünschen: die Straßenreinigungsfrage wäre dann praktisch gelöst, und ohne Kosten für die Komune, während z. B. Hörde eine hübsche Summe dafür in den Etat einstellen muß. Bei Hörde fällt uns ein, daß unsere Kreishauptstadt in dieser Woche zum ersten Male den preußischen Städtetag beschickt hat, als Stadt über 25 000 Einwohner. Nun, einst wird kommen der Tag, wo auch Schwerte seinen Bürgermeister dahin entsenden wird, wenn die Prophezeiungen von künftiger Größe nicht lügen. Unsere Jugend wird es wohl noch erleben, daß das Hörder StadtOberhaupt das unsrige zur Fahrt nach Berlin, oder wo sonst die Tagung stattfindet, abholt. Doch wir schreiben eine Rückschau und keine Zukunftsmusik. Lenken wir darum den Blick zurück auf die Ereignisse der Woche. Nur eins wollen wir zum ewigen Thema des Wetters noch bemerken. Wenn die Frostperiode Bestand haben sollte, so versäume kein Hausbesitzer, Asche zu streuen, besonders auf den Außentreppen. In diesem milden Winter sind wir an Frost so wenig gewöhnt, daß das Aschestreuen gar zu leicht vergessen wird und vielfach vergessen worden ist. Wie bekannt, kann dies Versäumnis unangenehme Folgen haben. Ehe wir jedoch vom Wetter Absckied nehmen, müssen wir, wie es einem gewissenhaften Chronisten geziemt, zum Schluß noch erwähnen, daß auch in dieser Woche ein Maikäfer das Licht der Welt erblickt hat, und zwar am Montag, den 28. Januar 1901. Die Maikäfer können, wie der Volksmund behauptet'„zählen". Aber es scheint auch unter ihnen Analphabeten zu geben, die von den drei Spezies nichts wissen. Denn so mancher von ihnen hat sich in diesem Jahre um Monate verzählt, darunter auch der Aermste, den Herr Hosang in Geisecke am Montag in den Weiden fand. Da saß der unglückselige Kerf auf einem Zaunpfahl, frierend und zähnklappend, und schaute mit Todesahnungen in die Winterlandschaft. Und sein Lebenslauf war der allen diesen zu früh Geborenen, gemeinsame: von der Wiege auf den Zaunpfahl, von dem Zaunpfahl in die Schachtel, aus der Schachtel auf den Redaktionstisch und hier von mitleidiger Hand ein früher Tod, den jedoch eins versüßt: der Ruhm. Denn jeder dieser November=, Dezember=, Januaru. s. w. Käfer erhält seinen Nachruf und Nekrolog im Blatte, und wenn unsere Enkel einst die Jahrgänge der„Schwerter Zeitung" durchblättern, um Schwerte's Vergangenheit zu studieren, so wird auch das Andenken des„Maikäfers aus Geisecke" wieder aufleben und vielleicht in der Chronik der Stadt unsterblich erhalten bleiben. Mustern wir nun die Reihe der Ereignisse, die uns die Woche gebracht hat. Und da müssen wir sagen, daß wir mit den Kaisergeburtsfeiern, besonders mit den rednerischen Leistungen, hier sowohl wie im ganzen Kreise, wohl zufrieden sein dürfen. Leider hat uns ein Mißverständnis um das Festmahl im Knobel'schen Saal gebracht, für das alle Vorbereitungen schon getroffen waren; es wird, wie bekannt, morgen endlich stattfinden. Unsere Vereine sind klüger gewesen und haben, wie die„Kampfgenossen" ihr Schinkenbein oder wie der Beamtenklub der Eisenundustrie sein Reh=Ragout schon am Sonnabend verspeist. Ein seltenes Ereignis hat sich in Ostberge zugetragen. Was die Märchen von dem bösen Kinde erzählen, dem bei jedem Wort ein Frosch aus dem Munde sprang, das scheint, nach der Erfahrung in Ostberge, nicht eine bloße Erfindung der Fantasie, sondern ein Nachklang, eine Erinnerung an Erlebtes zu sein. Denn in Ostberge ist wirklich einem Mädchen, zwar nicht bei jedem Wort, aber doch einmal in voriger Woche ein Frosch aus dem Munde gehüpft. Das Mädchen, das bei Herrn Vogt in Diensten steht, klagte schon lange über Magenschmerzen und gab schließlich, als sich Erbrechen einstellte, einen 5 Zentimeter langen Frosch von sich, der ganz vergnügt auf den Dielen herumsprang! Herr Dr. med. Schulte=Hörde hat dieses Exemplar in Spiritus gesetzt, um es der Nachwelt zu erhalten. Die einzig zulässige Erklärung dieses seltsamen Falles ist, daß das Tier als Kaulquappe in den Magen des Mädchens gelangt ist und sich dort normal entwickelt hat. Dasselbe Mädchen hat übrigens im vorigen Jahre auf dieselbe Weise eine lebende Eidechse von sich gegeben. Beide Vorfälle sind wohl verbürgt. Doch wollen wir uns vom Pathologischen wieder zum Humoristischen wenden, an dem selbst die hohe Politik dieser Woche reich ist; etwas davon wird der Leser bereits unter der Rubrik „China" und„England und Transvaal“ finden. Wir sind aber in der Lage, unseren Lesern heute etwas ganz besonderes vorzusetzen, das zwar nicht auf dem eignen Stock gewachsen ist, aber darum nur um so besser munden wird. Es ist ein Stück aus dem „Tagebuch eines Westfalen"; der Verfasser stammt aus unserem Kreise und hat den Zug der Buren unter Dewet durch den Freistaat als Krankenpfleger mitgemacht. Zuvor wollen wir nur noch berichten, daß die bekannten 8 Millionen, welche die de Beers=Gesellschaft, wie verlautet, ausgegeben hat, um in Deutschland Stimmung gegen die Buren zu machen, den gewünschten Erfolg nicht gehabt haben. Es soll daher jetzt in allen größeren Städten des Reiches— in München ist sie schon erschienen— eine„Boeren=Zeitung“(für den redaktionellen Teil verantwortlich: Mister Chamberlain pp) herausgegeben werden! Die Zeitungsverkäufer erhälten sie umsonst, um sie an dem Verschleiß— 5 Pfg. pro Stück— zu interessieren. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß„die Boer"= oder besser„de Beers=Zeitung" nur einen Heiterkeitserfolg bei uns erzielen wird. Und nun zu den Erlebnissen unseres Landsmanns im Heere des schwarzen Christian. Das Tagebuchblatt lautet: „So konnten wir denn weiterziehen, dem Korps nach, das wir am Abend wieder auf einer Farm antrafen. Es war eine prachtvolle Farm, auf die wir kamen, aber der Besitzer E. war ein Knicker, der sich seine Sachen alle teuer bezahlen ließ. Milch war überhaupt nicht zu haben, trotzdem Kühe genug vorhanden waren. Es zog wieder ein Gewitter auf und es stand eine regnerische Nacht zu erwarten. Neben der Farm stand ein großer Ochsenstall. Dorthin strömte alles. Auch ich fand dort ein bescheidenes Plätzchen. Zufällig kam ich neben mehreren Deutschen zu liegen, die ich hier zum ersten Male kennen lernte. Unter ihnen befanden sich zwei ehemalige Offiziere und zwei Juristen, welche es leider in ihrem Studium nicht bis zu Ende gebracht hatten. Die Herren hatten sich in einem Eimer einen prachtvollen Mehlbrei zurecht gemacht und aßen in Ermangelung von Löffeln mit zugerichteten Holzstücken aus dem Eimer. Sie luden mich ein, mitzuthun, welcher Aufforderug ich prompt nachkam. Huger war genug bei mir vorhanden, da ich den ganzen Tag wenig genossen hatte. Nachcher Aufforderung ich prompt nachkam. Hunger war genug bei mir über deutsche Verhältnisse, während draußen der Regen in Strömen herniederrauschte. Wir schliefen ganz prächtig in dem Stall, dessen gewöhnliche Insassen auf der Weide sich befanden. Als ich am andern Morgen aufwachte, sah ich über mir in den„Hohnhöltern“ einen Eimer hängen. Ich teilte den andern meine Wahrnehmung mit. Wir warteten, bis die Buren den Stall verlassen hatten. Sodann stieg einer von uns mittelst einer Leiter empor, um den Inhalt des Eimers einer näheren Untersuchung zu unterziehen. Es zeigte sich, daß der Eimer ganz voll Milch war, die offenbar der vorsichtige Bur am Tage vorher von den Kühen hatte melken und von einem Kaffer hatte dorthin bringen lassen, da dort oben keiner Milch vermuten konnte. Schnell füllten wir alle unsre vorhandenen Flaschen und Gefäße mit der Milch, tranken uns satt und füllten den Eimer mit Wasser. Dann hingen wir denselben wieder auf und freuten uns im Voraus auf das dumme Gesicht, das der geizige Farmer machen würde, wenn er den Schaden besah. Am Abend dieses Tages war ich gezwungen, auf einer Farm, in dessen Nähe unser Korps lagerte, Obdach für die Nacht zu suchen, da unsere Wagen, auf denen ich meine Decken zurückgelassen hatte, schon weiter gezogen waren, ich aber bei der Kälte im Freien ohne dieselben nicht übernachten konnte. Ich erhielt auch ein Obdach(eine schmale Matratze mit einer Decke), hatte dasselbe aber mit einem dänischen Artillerieoffizier A. zu teilen, der, von einer Granate verwundet, zu Pretoria im Hospital glegen hatte und sich jetzt dem Theronschen Korps anschloß, um wieder zu seinen Kanonen zu gelangen. Wir machten uns das schmale Lager zurecht so gut es ging. In der Nacht quetschte mich aber A. während des Schlafens derart an die Wand, daß ich wenig Schlaf genoß. Dabei schnarchte er wie ein Nilpferd. Als ich ihm am andern Morgen Vorwürfe machte, sagte er lachend:„Das ist die Rache für Schleswig=Holstein!" „„* Schverte, 2. Febr. Der Metzgermeister Hermann Stähler von hier wird seit Donnerstag vermißt. An diesem Tage begab er sich gegen 5 Uhr nachmittags nach Rheinen, um dort eine Kuh zu kaufen. Von diesem Ausgange ist er nicht zurückgekehrt. Es wird angenommen, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Jeder, der etwas Näheres über sein Verbleiben anzugeben im Stande ist, wird gebeten, der betrübten Familie baldmöglichst Mitteilung davon zu machen. ** Schwerte, 1. Febr. Eine Entscheidung von allgemeinem Interesse hat kürzlich das Oberverwaltungsgericht getroffen. Eine Firma im Langenschwalbach betreibt dort Eisenhandel und hatte ihre Lager von eisernen Trägern auf einem freien Platze. Es wurden Beschwerden darüber laut, daß beim Abladen und Zerkleinern der Träger ein markerschülterndes, die Gesundheit gefährdendes Geräusch entstehe. Auf Grund eines Kreisphysikatgutachtens, das ausführte, daß in der Nähe nervöse Damen wohnen und daher das Geräusch gesundheitsschädlich und unangenehm auf diese Personen wirke, wurde durch eine behördliche Verfügung der Firma aufgegeben,Vorrichtungen zu treffen, daß weder beim Abladen noch beim Zerkleinern der Träger ein die Anwohner belästigendes Geräusch entstehe Gegen diese Verfügung legte die Firma Berufung ein, bestritt die Zulässigkeit dieser Verfügung im Hinblick auf die Vorschriften der Gewerbeordnung und stellte in Abrede, daß sie durch die Art ihres Geschäftsbetriebes die Anwohner in ihrer Ruhe gestört oder ihre Gesundheit geschädigt habe. Das Oberverwaltungsgericht entschied zu gunsten des Klägers. In der Begründung des Urteils wird ausgesührt, daß die Entscheidung davon abhängig sei zu machen sei, ob die von dem Betriebe der Firma ausgehenden Geräusche die Gesundheit oder gar das Leben der Anwohner zu gefährden geeignet seien. Sei dies nicht der Fall, so sei die Verfügung zur Unrecht erlassen und aufzuheben, weil es nicht Aufgabe der Polizei sei, die Anwohner vor Geräuschen zu schützen, die ihnen lästig erscheinen, aber woran sie nicht Schaden an Gesundheit und Leben nähmen; es bleibe vielmehr den Anwohnern überlassen, ihre vermeintlichen Rechte dem Kläger gegenüber im ordentlichen Rechtswege geltend zu machen. Krankhaften Personen wäre es überlassen, sich einen ruhigen Aufenthaltsort zu wählen. ** In der Woche vom 26. Jan. bis 1. Febr. wurden auf dem städtischen Schlachthofe geschlachtet: 1 Ochs, 14 Kühe, 5 Rinder, 58 Schweine, 19 Kälber, 2 Schafe, 2 Ziegen, 3 Pferde. ** Schwerte, 1. Febr. Automaten sind nicht als öffentliche Verkaufsstellen anzusehen! Das Amtsgericht in Gera hatte einen Restaurateur mit einem Strafbefehle bedacht, weil er seine Warenäutomaten abend 9 Uhr nicht geschlossen hatte. Derselbe stellte dagegen den Antrag auf richterliche Entscheidung und machte vor dem Schöffengericht geltend, daß die Automaten als zu seinem Geschäftsbetriebe gehörig anzusehen und deshalb nicht wie öffentliche Verkaufsstellen um 9 Uhr abends zu schließen seien. Das Schöffengericht schloß sich diesen Darlegungen an, hob den Strafbefehl auf und sprach den Angeklagten frei. ** Schwerte, 1. Febr.(Statistik der höheren Schulen Westfalens). Von den 112096 Schülern der höheren Schulen sind, obwohl Westfahlen von etwa 80000 mehr Katholiken als evangelischen bewohnt wird, 6517 evangelisch und nur 4894 katholisch. Eigentümlich ist auch hier die Verteilung der beiden christlichen Konfessionen auf die einzelnen Kategorien der höheren Schulen. Von den 6517 Evangelischen besuchen 3174 gymnasiale und 3343, also über die Hälfte, Realschulen. Von den 1894 Katholiken dagegen besuchen 4247, also fast neun Zehntel gymnasiale Anstalten und nur 467 Realschulen. ** Schwerte, 1. Febr. Wann beginnt die Erziehung des Kindes? Eine junge Mutter fragte ihren Arzt:„Herr Doktor, wann ist es bei meinem Kinde Zeit, mit der Erziehung zu beginnen? Wenn es ein Jahr alt ist, möchte ich wohl damit anfangen?"„Dann fangen Sie, erwiderte der Arzt genau ein Jahr zu spät damit an.“ In der That, mit der ersten Stunde beginnt für die Eltern die Pflicht der Erziehung. Es ist nicht gleichgiltig, ob ein Kind im ersten Lebensjahre verwöhnt wird durch Umherschleppen Wiegen, Singen und dadurch, daß man ihm stets den Willen thut, sobald es schreit. Es ist ebenso wenig gleichgiltig, ob es unpünktlich besorgt, zu willkürlichen Zeiten genährt wird, ob es in einem überheizten Zimmer liegt oder in einer stickigen, dumpfen Kammer u. s. w. Auch das ist nicht gleichgiltig, ob man das Kind zu früh aus dem Schlafe weckt, weil man sich an ihm ergötzen, es bewundern lassen will. Durch alles dies können Charakterfehler und körperliche Schwächen ausgebildet werden, die alle spätere erziehliche Einwirkung unendlich erschweren, unter Umständen sogar unmöglich machen. ** Ist ein Barbier, der nebenbei Fachartikel verkauft, als Kaufmann anzusehen? Diese Frage hat das Reichsgericht verneint. Die Strafkammer in Kreutzburg hatte den Barbier Otte 0 Eckert wegen Konkursvergehens zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Bevor er in Konkurs geriet, betrieb er sein Gewerbe mit zwei Lehrlingen, handelte aber nebenbei auch mit Kämmen, Bursten, Kragen, Portemonnaies, Spielzeug usw. Mit dem Barbiergeschäfte erzielte er einen jährlichen Umsatz von 1400 4, mit dem Handelgeschäfte einen Umsatz von 1600 c. Er hat mit Wechseln operiert und weder Bücher geführt noch Bilanzen gezogen. Die Strafkammer hat ihn als Vollkaufmann angesehen und deshalb verurteilt. Auf das Revisionsgesuch des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht Oppeln mit folgender Begründung: Die Annahme, daß der Angeklagte zur Buchführung verpflichtet war, sei sehr bedenklich. Kämme, Bürsten, Kragen gehörten vielleicht zum Barbiergeschäft, also zum Handwerk. Es sei aber nicht festgestellt, daß der Handel mit den übrigen Sachen so bedeutend war, daß der Angeklagte deshalb als Vollkaufmann angesehen werden müsse. Ein Umsatz von 1600 Mark sei kaum groß zu nennen. Westhofen, 2. Febr. Vermißt wird schon seit einigen Tagen der Anstreichergehülfe Wilhelm Jäger, welcher bei seinem Bruder, dem Anstreichermeister Robert Jäger hierselbst, in Beschäftigung stand. Dr Vermißte galt als ein sehr tüchtiger und ordentlicher Mensch. Es wird vermutet, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Wer über das Verschwindedn des jungen Mannes Aufklärung geben kann, wird ersucht, die betr. Mitteilungen dem Anstreichermeister Herrn Jäger zugehen zu lassen. ** Aplerbeck, 1. Febr. Die Lotterie=Gesellschaft„Glückstern“ beabsichtigt am Sonntag, den 3. Febr., morgens 9½ Uhr eine General=Versammlung abzuhalten, zu welcher vollzähliges Erscheinen der Mitglreder erwünscht ist, da die Tagesordnung wichtige Punkte umfaßt. In Anbetracht dessen, daß der monatliche Beitrag nur 50 Pfennig beträgt und außerdem bis zum 1. März keine Beitrittsgebühr erhoben wird. ist jedem, welcher Fortuna auf diese Weise die Hand reichen will, zu raten, sich schon jetzt in die Gesellschaft aufnehmen zu lassen. Zur Chronik des Vereins sei noch bemerkt, daß derselbe in einer im Dezbr.vorigen Jahres tagenden Sitzung gebildet wurde, und setzt sich der Vorstand zusammen aus den Herren Fritz Jochum 1ter, Otto Weller 2ter Vorsitzender, Gastwirt Velten Kassirer und Konrad Schlüte Schriftführer. Aus Westfalen und Rheinland. * Unna, 1. Febr. Die israelitischen Gemeinden der Provinz beschlossen im Jahre 1899, hierselbst ein Asyl für ältere und alleinstehende Israeliten zu erbauen, wie ein solfür die Rheinprovinz schon in Köln besteht. Ein geeigneter Bauplatz zur Gesamtgröße von 8 Morgen wurde angekauft und im Frühjahr sollte mit dem Bau der Gebäude begonnen werden. Dieses Vorhaben mußte jedoch werden, weil aus Anlaß des noch schwebenden Zusammenlegungsverfahrens der Feldmark Unna zur Zeit eine Baugenehmigung nicht zu erlangen ist, weil durch die fraglichen Grundstücke Wege projektiert sind. Um die Eröffnung des Asyls nicht länger hinauszuschieben, ist nun das von dem Wirt Wilhelm Schulze=Brockhausen am Bockumer Wege erbaute Wohnhaus für diesen Zweck zum Preise #2 von 1500 Mark jährlich auf fünf Jahre gemietet. Die Eröffnung des Alyls wird wahrscheinlich am 1. April ds. Is. erfolgen. Eigener „Schwerter Zeitung“. Hd. Berlin, 2. Febr. Aus Petersburg wird gemeldet: Von amtlicher Stelle wird versichert, daß die Auslassung der „Nowoje Wremja“, die geplante Erhöhung der Getreidezölle werde einen Zollkrieg zwischen Rußland und Deutschland zur Folge haben, durchaus nicht die in Regierungskreisen herrschenden Anschauungen zum Ausdruck bringt. Falls Deutschland den Zoll erhöht, könne die Aufgabe der russischen Regierung nur darin bestehen, dafür auf anderen Gebieten Kompensationen zu erlangen. Hd. Wilhemshaven„2. Febr. Der Dampfer „Andalusia“ der Hamburg=Amerika=Linie ist zur Beförderung des diesjährigen Ablösungstransports von Kiautschou bestimmt. Die Ausreise erfolgt am 7. März. Hd. London, 2. Fhr. Ueber den bisherigen Verlauf der Trauerfeier wird berichtet: Gestern früh wurde der Sarg in eingeschlossen, der wiederum in einen Eichensarg gestellt wurde. Nachdem der Zug Schloß Osborne verlassen hatte, fand ein Trauergottesdienst statt. Vor dem Schloß spielten die vereinigten Artilleriekapellen die Trauermärsche von Beethofen und Chopin. Die Aufbahrung der Leiche an Bord der „Alberta“ war feierlich, aber einfach; die königliche Krone bildete einzigen Schmuck. Als die Trauerflotille sich Portsmouth näherte, stellten die Kriegsschiffe die Abgabe von Salutschüssen ein, dagegen wurden nun von den im Hafe liegenden Schiffen und von den Forts Salutschüsse abgegeben. Es war 4.30 nachmittags, als das letzte der den Leichenzug bildenden Schiffe in den Hafen eingelaufen war. Die Menschenmenge an den Ufern wird auf eine halbe Million geschätzt; das altberühmte Flagschiff Nelsons„Victory" war von Veteranen besetzt. Hd. London, 2. Febr. Für Zuschauerplätze sind ganz norme Summen gezahlt worden. Für einen guten Platz in Piccadilly wurden 40000 Mark gefordert Hd New York, 1. Febr. Die öffentliche Meinung ist über die Haltuug der Kubaner äußerst erregt. Die Kubaner haben einen Kongreß einberufen und eine Verfassung Busssg beitet; worin die Unabhängigkeit Kubas erklärt wird. neir Wahl eines Präsidenten wird geplant. Die Verfassung vird dem Washingtoner Kabinett unterbreitet werden. für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Kochel Maschho! 5 Fhmiet Per! zeidenstoffe Anster portctrt. Deutschlands grösstes Speolalgeschäft MICHELS&a CIe BERLINSw. 19 Leipzigerstr. 43, Ecke Markgrafenstr. Mgene Fabrih in Orwfeld D. R. G.-M. 145 796. 2 Eruers Preis 10 Pfg. Alleinverkauf, für(Schwerteljund, Umgegend; CRREURAUS, Buch- und Aunsthandlung. Bekanntmachung. Behufs Abschätzung der zur Erweiterung des Bahnhofs Annen(Nord) in der Steuergemeinde Annen zu enteignenden 0,66 a des Grundstückes Flur 3 Nr. 1666/54 0,68 a„„„ 3 0,70 a„„„ 3 0,54 a„„„ 3 107a„ . 90 a. bs0 2.23a„„„ 2,30 a„„„ 5 ist auf den 9. Februar d. Jo. — Oet und Stelle Termin anb 304,50 305 49 307/48 310/16 313/45 1925/107 1923/111 1887/111 1751/133 Uhr an Ort und Sieule Teimin anberaumt, zu dem ich die Beteiligten mit der Verwarnung lade, daß bei ihrem Ausbleiben ohne ihr Zuthun die Entschädigung festgestellt und wegen Auszahlung oder Hinterlegung derselben verfügt Arnsberg, den 29. Januar 1901. Der Enteignungs=Kommissar. Nolda. ReoiernungsRat. Bekanntmachung. Die Entwürfe zu den Haushaltsplänen des Amtes Ergste und der Gemeinden des Amtes Ergste liegen vom 3. kommenden Monats 14 Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem hiesigen Amtsbureau offen. Nheinen, den 29. Januar 1901. Der Ehren=Amtmann. Hiddenann gen SchuteRheinen. Bekanntmachung Reklamationen auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst sind persönlich unter Vorlage der Steuerzettel, der Geburtsscheine bezw. Geburtsurkunden der Eltern und sämtlichen Geschwister, des Nachweises über den Arbeitsverdienst aus den letzten 6 Monaten, Invalidenpension pp. und der die Zurückstellung oder Befreiung sonst begründenden Atteste, Zinsquittungen u. s. w. anzubringen. Ueber evtl. Grund= und Gebäudebesitz sind Auszüge aus der Grundsteuermutterrolle bezw. Gebäudesteuerrolle vorzulegen. Hierzu habe ich Termin auf Mittwoch, den 13., Donnerstag, den 14. und Freitag den 15. Jeöruar er, vormittags von 9 bis 11 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem hiesigen Amtsbureau hierselbst anberaumt. Schon in den Vorjahren angebrachte Reklamationen müssen erneuert werden. Reklamationen der Landwehrleute und Reservisten auf Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung sind ebenda an selbigen Tagen und in den gleichen Dienststunden anzuAuch diese Reklamationen sind wie diesenigen der Militärpflichtigen zu begründen. Wellinghofen, den 31. Januar 1901. Der Amtmann: Hartung. Krieger-Verein Schwerte. Die nächste Generalversammlung findet erst am 10. Februar statt Der Vorstand. Ev. Arbeiter. u. Bürger=Verein, Jugend Abteilung. Sonntag. den 3. Jebruanachm. 4 Uhr im Saale der Wwe. Brenne Die Mitglieder wollen sich pünktlich, sowie zahlreich, ein finden Neue Anmeldungen werden lentgegengenommen. Der Vorstand. Turner=Bund Scw-rie. Bekanntmachung. Durch Verfügung des Kreisausschusses zu Iserlohn vom 21. vorigen Monats I.=Nr. 4263 ist eine Ersatzwahl für den verstorbenen GemeindeVerordneten Kettenfabrikant Wilhelm Heimann zu Ergste für den Rest der Funktionsperiode 1896/1901 angeordnet. Die Ersatzwahl ist von der III. Abteilung vorzunehmen und findet dieselbe am Montag, 4 März d. Is. nachmittags 4 Uhr, im Lokale der Ww. Kage=Beckmann zu Ergste statt. Das Verzeichnis der stimm berechtigten Gemeindeglieder liegt vom 2. kommenden Mts. ab 4 Wochen lang bei dem Gemeindevorsteher zu Ergste zur Einsicht der Beteiligten aus. Reklamationen gegen dasselbe welche während der Dauer der Auslegung bei dem GemeindeVorsteher anzubringen sind, machen die spätere Wahlverhandlung nur dann ungültig, wenn erst nachher eine solche Abänderung des Verzeichnisses verfügt wird, durch welche der Gewählte die absolute Stimmenmehrheit verliert. Zur Teilnahme an der Wahl sind nur die Wähler der III. Abteilung berechtigt. Hierzu gehören diejenigen Gemeindeglieder, deren gesamte Steuern 10,94 Mk. und darunter betragen. Rheinen, 30. Januar 1901 Der Ehrenamtmann: Hiddemann, gt. Schulte=Rheinen. Bekanntmachung. Der von der Gemeindevertretung von Wandhofen zum Gemeindevorsteher gewählte u. bestätigte Landwirt Heinrich Klempt ist von mir am 24. dss. Mts. verpflichtet und in sein Amt eingeführt worden. Westhofen, 28. Jan. 1901 Der Amtmann Graf Haslingen. Am Sonntag, 3. Jebruar, nachmittags 3 findet eine gußerordentliche (Generalversammlung im Vereinslokale Böhmer: statt. Tagesordnung 1. Ballotage. 2 Zahlung der Beiträge. 3. Vorstandswahl. 4 Bespr. über diesjähriges Stiftungsfest 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Vilekkanken-Pereta uel Rer. Sonntag, den 3 Feörnar, nachmittags 5 Uhr: General versammlung bei Wirt A. Menke, Holzenerweg. Um pünktliches Erscheinen ersucht sreundlichst Der Vorstand Abends 6½ Uhr 2. närrische Sitzung mit Damen Motto: Klub der Harmlosen. Das närrische Präsidium. 95 B unserer werten Kundschaft haben wir uns entschlossen, für die Gratis-Verteilung noch 3 Tage hinzuzusetzen. Wir machen also hierdurch * daß wir, ohne Rücksicht die während des InventurAusverkaufs schon herabgesetzten Preise, die Artikel, welche wir infolge des Warenhaussteuer=Gesetzes aufgeben, bei Einkäufen von 10 Mark an gratis geben. Samstag, Sonntag, Montag, den 2., den 3., den 4. Febr. Moyer G Gumthe! DORTMUND, 1—3. Wir bitten unsere 8 Schaufenster genau zu besichtigen. Zur Helle, Schwerte Sauerbraten, Hammelbraten, Schmorbraten, Sülze Kalbsbraten und Roastbeef. Pfefferpothast.— Caviar. Allgäuer Dellkatess- Käse. Warmes Frühstück 40 Pfo. Abendplatte 40 Pfo. Carl Baffis. Fettweiden Verpachtung. I Der Gutsbesitzer Herr Konkursverfagt. /1g, 14. 3ebr, achm. 4uhr, im Lokale des Wirts Louis Becker zu Rheinen seine an der Ruhr ganz in der Nähe der Station Geisecke belegenen sehr guten Fettweiden in einer Gesamtgröße von 130 Morg. öffentlich zur Verpachtung aussetzen und ladet Pachtlustige hierzu freundl. ein Carl Jonas. Auf den 1. Mai ein Ladenraum mit zwei Schaufenstern nebst Wohnung, großem Keller, Stallung und Hofraum in der Nähe der Eisenindustrie zu verm jenen. Wo sagt die Exped. d. Bl. von 2 Zimmern zum 1. Mai zu vermieten. Hagenerstr. 106. Tabentskat! Der bisher von Herrn Gessinger innegehabte Laden ist zum 1. Mai d. Is zu vermieten Dr. Goeche. Egl. Preuß. Klassen-Lotterie. Kauflose mit Erneuerungsrecht, 2. Ziehung am 9. Februar, Viertel 3 24 Mk. Zehntel à 9,60 Mark zu vergeben Iserlohn, Hagenerstr. 45 I. v. Polchezim, Königl. 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Die Sparkassen-Verwaltung: Rohrmann. Chemische Fabrik für Tinten und Farben G. m. b. A. zu Cöln a/Rh. empflehlt Ihre auf Grund der neuesten fachwissenschaftlichen Errungenschaften hergestellten vorzüglichen Erzeugnisse. Man verlange: NORMAL-ATRAATINTE per biterflasche-M. 1.80. ATRAX-COPIRTINTE per Literflasche M. 2,25. Alleinige Eagres-Niederlage und Betallrerkanf. Für Schwerte bei Carl Braus. Betstelle mit Matratze, Vertikow, Spiegel u. Tisch umzugshalber billig zu verkaufen. Zus erfragen in der Epedition dieser Zeinung. 111 Zwei Wohnungen von 3 und 2 Zimmern zu vermieten Jägerstr. 3 Wohnung im 2. Speckebruch von 3 Zimmern, Keller, Garten und Stallung sofort oder 1.6Mai zu vermieten. Näheres Markt.2. Eine schöne Wohnung von 3 Zimmern per 1. Mai zu vermieten. ch. Heitmann, Hageneistr. Nr. 44. 2 resp. 3 besser möblierte Zimmer an einen bezw. zwei Herren zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Lehrmädchen gesucht. Waltenberg, Mährstraße. 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Der Förderung betrug in 1900 118994 6(gegen 115027 k in 1899). Holzwickede, I. Febr. Durch unsere Eisenhuh. nation erzielt unsere Gemeinde eine schöne Einnahme. 458 606 pro Oartal 1 Mark 65 Pfg., egel. Post bezogoen. Erscheint an Gratisbeilage:„Illustriester samilienfreund. S8. Sohirgeng sten auf Lichterscheinungen reatzierten, und weil die bisher kramphaft spielenden Arme plötzlich starr und bewegungslos wurden. In den letzten Tagen pflegte der Kranke den Arm über die Brust zu legen, und so oft auch die Aerzte, um die Atmungsorgane zu schonen, den Arm beiseite schoben, er kehrte immer wiede Tegautge, eicheicben: 2ach die Kzlisben Genzuenl hatanazalt gieng Geuehteregeshten zunz Aigen geaste der astauts an die aite Sasle grich, Senastand dder kaite en Sache u. Jahe in der Selesaht in denseiten ersctrstenten Dur. ud in Turchchut au Vevgu zutgngen des Eisen, der Erm nicht mehe de Krast sich zu bewegenz er bieb eegung, Facd cuechnen vie die griberen Stchte sic ernebten Ke eius worden. Vo, deu, heu gas Zichungesaihr 1300 auf Holze los ligen. Das Gescht war den gangen Tag sar und gerset. Vertache de sedtem Velstrunde Krost ur tect eiten Vetratz, Authustenz, eheen iu, ug. Zzutgunen einer Stalein= der Utem scien niche sonderich gestdrt der Bals schralte uui. det Vor alem beiren wir das in Beitz, mitche 395772 Mart, weicghes Eintouuten eiter Stagteen), Iden ucg und sag echtagen, die Teneraue verug 3o Grad. ungen Knlatz gegeben hat. Vor alem soüren wir das in Ven= wickede 395772 Mark, wesches Einkomnen einer Staateein; der Atem schien nicht sonderlich gestör. gut in ue elen. Das gange Baderborner Land, ale de vier lanbricklichen tomnenstener von 15300 Mt. anspricht, lodaß ghfr ie gegaen witeraecte Kreise Hörter, Warburg, Büren und Paderborn, weist kaum eine laufende Steuerjahr von der Eisenbahn über 34 ländliche Gemeinde auf, welche nicht nachweislich von Jahr zu Kommunalsieuern erhalten. Jahr wesentlich zurückgegangen wäre. Auch die kleineren Land=: Uuna, 31. Jan. Eine wichtige Neuerung für d städte sind an dieser traurigen Verschiebung beteiligt. Aber hier Bürgerschaft. Wie Herr Stadtbaumeister Modersohn in der kann man wenigstens noch eine Erklärung dafür finden insofern, letzten Versammllung als diehöheren Löhne in industriellen Gegenden Tausende ver= voraussichtlich zum 1. Juli ds. Is. seitens anlassen, die Heimat zu verlassen, um im bergischen Lande ein Straßenreinigung sowie Müllabfuhr übernommen. Seitens besseres Fortkommen zu finden. Daß aber selbst in den aller= eines Regierangsvertreters sei die Klaranlage bereits besichtruchtbarten Landtrichen unsers Vaterlandes dieselbe Erschei igt wonden, derelbe habe Die esggg 6 ur0 gaur aufesigh zu Tage tritt, giebt viel zu denken. Vor mir liegt eine befunden. Die Beiriebskosten stellen sich pro Jahr Statiftil der Kirchengeneinde Dinter, de im fruchtbarsten Telle Mark, währenz Sost z. B. 15100 Matz, pri, Jahr esohäht. der Soester Börde liegt. Der Boden bringt dort das Doppelte Herrn Stadtbaumeister Modersohn wu#de##ens auf, wie durchschnittlich im Deutschen Reiche. Die Nähe der sammlung ein Hoch ausgebracht, weil demselben die KostenIudutrie hat längt bagu gefüchrt, daß die Arbeitslchne der Kand, ersparais zu daufen Vei. gan guisch ein Zubickum! Ein wirtschaft denen der Indutrie nahezu gleichtesen. und der Ar:: Düsseldorf, 30. Jgi. 219,(.ig ggsährge au. beitermangel ist troßtem mit jedem Jchre brickender geworden, hiesiger Bürger seieute am 25. Janzg Zauuar 165i wurde erbeit und Vertenst knd dier nicht die Urache der Verschiebung bläum als—. Schuwyi,igenzfele voagn dem seinerzeit dbe der gshen Sche, Schrader siher Ielen din Gigertun ger Ahnrigegelgzlge, Dr. de Nau G.esrgn i, Shser baeß die lepten ehn Jahe selbst in der Saester Böorde saiche Ver, Wfuah e. Der alie Heir hoff noch auf das tausendste sechniben der behthuchung, Heigen eigen Miteikeust brachte, so läßtsch sest sestielen, ernge de Einpohrerzeh, de, den zuro Lelen vn baß Je, Giüe des 180lee die anes Mitelweines überragt Ogender sao lo6e(Teit übertift. De Weinehaben sch auberordenlch, 6ön Sobe betrng de Boht dve, Veon ae par alsg est ucherschaß von den Astesen, Sese beshonden, Peg ea. ben g. e.ue, beheuiek dies rugenden Crikernzen des Jabgauge, 1837. brer 81. Bosterung in sein Jahen 412 Selenz in. vounen, veonen, un nicht nachstehen dürften.—. Die gunge Wuterung, die eine Verminderung von poheov, Böch, stehz, es; gang ähnlch bis zum Auegange des Dezemder berrschte, ließ das Rebes be den buecheboten e, Sbei; Hart i, Raeht, wie danm erstihalz gut austeisen, und es st sagit die erste Bedingung un eil uch Simner. Benu 2 ves u. v, ve Vu, en sguge(ggewitz sige den Hrbst 1901 gtüle.. schen 150 und 160 Schlägen Gegen Mitternacht verlor das Gesicht die Farbe und sank ein; der Atem ging in Röcheln über. Aber plötzlich begann der SterEine wichtige Neuerung für die bende von neuem zu atmen: er fiel in einen einstündigen ruhigen .. v Je d. sahn in der Schlummer. Um halb drei Uhr wurden die Freunde wieder in höchster Eile an das Bett des Meisters gerufen, der nun nach neuem harten Kampfe, ohne die Besinnung erlangt zu haben, hinüberschlummerte.— Nachdem die Umstehenden eine Weile gewartet, ob nicht der mächtige Organismus wiederum über den Tod triumphiere, beugte sich der Freund des Meisters, Professor Grocco, weinend über das starre Gesicht, um es zu küssen. Giuseppe Verdi war verschieden....“ Der große Komponist wurde auf dem Friedhofe zu Mailand beerdigt. Beim Morgengrauen um 7 Uhr setzte sich der Trauerzug von dem Hotel Milano nach der Francescokirche, wo die Leiche eingesegnet wurde, in Bewegung. Ihn eröffnete ein Zug, Kavallerie und eine Abteilung Feuerwehr, dann in buntem Gemisch eine zahlreiche Volksmenge. Den Schluß bildeten wenige Wagen mit Familienangehörigen Verdis. Die Spalier bildende Menge entblößte ehrfurchtsvoll das Haupt vor dem Sarge. Um 8½ Uhr war die vorläufige Beisetzung auf dem Friedhofe, wo der Komponist neben der ihm einige Jahre im Tode vorausgegangenen Gattin ruht, sang= und klaglos beendet. In Rom wird eine großartige National=Trauerfeier zu Ehren des großen Toten abgehalten werden. Verdi war nicht nur ein großer Komponist, sondern auch ein großer Patriot, der das Volk für die Einigung Italiens zu begeistern wußte. In eigentümlicher Weise ist sein Name mit den Einheitsstrebungen verquickt worden. In Rom, wo diese Bewegung verpönt war, wurde in jener Zeit kein Ruf häufiger vernommen, als„Evviva Verdi!" d. h.„Es lebe Verdi!“. Gemeint war aber nicht Verdi, sondern V—ittore E—manuelo R—e(d. h. König) d'. J.—talia. in den ärmeren ländlichen Bezirken! Aus Westfalen und Rheinland. * Holzwickede, 1 Febr. Steinkohlen= und Eusen= 9o o ce116, Au lotzen Duartal 1900 stelltel Vermischtes. EisenI“ Ueber die letzten Augeblicke Verdis giebt der Dichter zwickede, 1 Febr. Steinfohsen; und ersen, giggosa die folgende Schilderung:„Den ganzen Sonnabend bestein=Bergverk„Aggoge:. Ju ieput,,. 1900 felte fand sich der Maestro in dem traumhaften Zustand der letzten sich Förderung und Abatz auf 32237 t(gegen 29029 Tage, Richts verriet, daß sein Ende herannahte, nur die Aerzte Förderung und 24462 Absotz), Die Cigrgsg piägrfe jud waren davon überzeugt, weil die Popiken nicht meße im gering. al 616 Mat, sie kuaggnr gast stör go.. a 1 ut,### * Ein schrecklicher Unfall spielte sich kürzlich auf der Wannseebahn ab. Eine 20jährige Irrsinnige, die von einer Wärterin nach Zehlendorf gebracht werden sollte, sprang während der Fahrt aus dem Wagen, worauf die pflichttreue Wärterin nachsprang. Die letztere geriet unter die Räder, wobei ihr die rechte Hand abgetrennt wurde. Die Geisteskranke blieb unversehrt. Die entsetzten Passagiere waren nicht imstande gewesen, den Sprung zu verhindern. * *„Dem künftigen österreichischen Abgeordnetenhause wird auch der Bauer Fijak, ein Anhänger der Stojalowski=Partei, als Mitglied angehören. Dieser Abgeordnete ist Analphabet; die Kenntnis des Lesens und Schreibens ist ihm fremd.“ Sinnsprüche, Denksprühe, Sprichwörter 2c. Was Du weißt, das sage nicht, Was Du siehst, verklage nicht, Wilst Du Streit und Plage nicht. Spanisches Sprichwort. Es reden und träumen die Menschen viel Von besseren künftigen Tagen; Nach einem glücklichen, goldenen Ziel Sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Sthisler. Endlich gefunden. Roman von Hedda von Schmid. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung). In Treuenhoff war seit Melittas Hochzeit kein größeres Fest gefeiert worden; da Ruth der Einladung, welche damals an Re ergangen, unter irgend einem Vorwande nicht gefolgt war, so ahnte sie auch nicht, welche Pracht und welchen Luxus man in dem sonst so stillen Hause zu entfalten vermochte. Der Landrat, das Urbild eines aristokratischen alten Herrn, bewillkommte seine Gäste aufs artigste und zuvorkommendste als er Ruth begrüßte, sagte er launig: Zur besendern Shre, vrchen vor., un, uv, sitr, Tage, malg fütr sehe geistreich gegollen. ber Rutz aus dem Stilben, in weichen de boher u..6 Diese Eigenschaft hatte sich Dabei drückte er der jungen Dame herzlich die Hand:„Ich hoffe, Du amüsierst Dich gut, liebes Kind.“ Der Landrat duzte Ruth, seit sie als kleines Kind sein Münbel geworden war. Kaum hatte er sich neuen Ankömmlingen zugewandt und Ruth sich vergebens nach Reginald, der noch eben an ihrer Seite gewesen, umgesehen, als Axel vor ihr stand. „Sie haben doch den mir geschenkten Kotillon nicht vergessen?“ fragte er, sie begrüßend. „Bewahre! Wollen Sie mich zu Ihrer Mama führen, Die Landrätin thronte im sogenannten Divan immer, einem mit vielen Teppichen, Draperien und Portièren angefüllten mach neben dem Tanzsaal. Sie nickte Ruth, die ihr im Grunde nie sympathisch war, huldvoll zu, als letztere sich über ihre weiße, bringt: Sond benot. seur Alidzlich gesählt. Gi. „Du hast Deine Toilette heute sehr glücklich gewählt, chic, wirklich ganz reizend, diese blaßrote Schattierung.“ In der That stand Ruth die Seide, die sich in weichen Falten um ihre hohe Gestalt schmiegte, vortrefflich. Vielleicht wäre für ein anderes junges Mädchen der kostbare echte Federbesatz, mit welchem das Kleid garniert war, und die schwere Seide überhaupt zu anspruchsvoll erschienen, bei Ruth jedoch war dies Neben der Landrätin saß Frau von Rittlingen, die heute vormittag mit Sohn und Tochter in Treuenhoff eingetroffen war. Die Art, wie sie lächelte und ihren Fächer auf= und zuklappte, hatte etwas Automatenhaftes. In ihrer Jugend hatte sie einstier Rutz aus dem Stirvbeon, gser heutiges Zest durch verbracht hat, herausgetreten ist, um unser heutiges Fe ihre Gegenwart zu schmücken.“ Diese Eigenschaft hatte sich jedoch nicht in hervorragendem Maßstabe auf ihre beiden Kinder übertragen. Wenn Herr aste aer eite e a..: dreinschaute, mochte man allerdings vermuten, daß hinter der kahlen Stirn, die sich in solche Falten legte, irgend ein geistreicher Gedanke geboren ward, wenn er jedoch den Mund öffnete, so geschah es regelmäßig zu irgend einer banalen gesellschaftlichen Phrase. Die Rittlingens waren sehr reich; sie besaßen keinen Grundbesitz und lebten meist im Auslande. Jetzt waren sie kürzlich wieder ins Land gekommen, um Fern von Blieven— eine Nichte von Rittlingens— zu besuchen und dann in Hapsal zu baden. Trotz der reichen Mitgift, welche sie zu erwarten hatte, war für Esperance Rittlingen noch keine Aussicht da, sich zu verheiraten, obgleich ihre Mutter nichts ansehnlicher wünschte, als ihre Tochter unter der Haube zu sehen. Während Ruth die Landrätin begrüßte, hatte Frau von Rittlingen Axel an ihre Seite gewinkt. Der schöne, elegante Mensch war so recht nach ihrem Geschmack, Kavalier vom Scheitel bis zur Sohle, Träger eines makellosen Namens und— das Gerücht hatte sich im Laufe der letzten Monate verbreitet— nicht mehr der Sohn eines sehr reichen Vaters. Ohne eine größere Zulage von letzerem zu beziehen, konnte Axel seine Militärkarriere nicht weiter verfolgen, er würde sich also über kurz oder lang wahrscheinlich gezwungen sehen, aus seinem Regiment aus zutreten, oder sich durch eine reiche Heirat zu arrangieren. Frau von Rittlingen spinnt diesen Gedanken weiter aus, und zwar in der Weise, daß es sich mit den Plänen deckt, welche sie für Esperance hegt. Da fliegt diese eben, von Axels Arm umschlungen, über das Parquett dahin. Axels Absicht war es anfangs gewesen, — Eine Versammlung des Weinbauvereins für ElsaßZothringen hat sich für eine strenge staatliche Kellerkontrolle erklärt und will, daß als Wein nur rein vergorener Traubensaft gelten soll. Nur der Zusatz trockenen Zuckers soll erlaubt sein. Der Wasserzusatz dürfe 10 Proz. des reinen Mostes nicht überschreiten. Die Kellerkontrolle solle für Händler und Produzenten allgemein und obligatorisch sein. Es müsse in jedem Keller ein genaoes Lagerbuch geführt und die Verzuckerung des Weines angemeldet werden. — Dem verstorbenen Chef der Familie Rothschild widmet das „Berl. Tagebl.“ folgenden Nachruf: In dem Patriarchenalter von 93 Jahren ist Ephraim Rothschild aus Stadtoldendorf nach einem wahrhaft gesegneten Leben von hinnen gegangen. Er war ein Autodidakt, aber sein gesunder Verstand bewahrte ihn davor, in den diesen selbständigen Geistern eigenen Fehler zu verfallen und auf Einwände anderer nicht zu achten. Im Gegenteil, der Verstorbene war stets bereit, die Meinungen anderer gelten zu lassen, sobald sie logisch begründet waren. In diesem Punkte freilich war er unerbittlich, und auf Schulmeinungen legte er unter Umständen wenig oder gar kein Gewicht. Fragen der Wasserwirtschaft waren seine Lieblingsbeschäftigung, und auf diesem Gebiete hat der Verstorbene, der auch unsrem Blatte mannichfache wirtchaftliche Artikel zusandte, vielfach anregend und fördernd gewirkt. Er ging völlig in diesen seinen gemeinnützigen Bestrebungen auf, ohne um öffentliche Anerkennung zu buhlen. = Das sozialdemokratische Ideal hat bei einem Versuch, es im Thalgebiete des Murraystroms in den sog. Village Settlements d. h. Dorfniederlassungen zu verwirklichen, sich als undurchführbar erwiesen, obgleich die Reg. das Unternehmen mit reichlichen Geldmitteln unterstützte. Der Anlaß zu der Bildung dieser Village Settlements hatte eine zu anfang der neunziger Jahre herrschende Wirtschaftskrisis gegeben, infolge deren eine Menge Arbeitsloser von der Kolonialregierung Versorgung forderte. Da man bei Notstandsarbeiten üble Erfahrungen gemacht hatte, kam der staatssozialistisch=radikale Landwirtschaftsminister Gillen auf den Gedanken, einen Teil des riesigen unangebauten Gebietes der Kolonie zur Versorgung der Leute und gleichzeitig zu einer Verstärkung der Besiedelung des Landes zu verwerten. Außerdem wollte er dabei auch seine sozialistischen Theorien wenigstens auf einem begrenzten Gebiete zur Anwendung bringen. Es wurden ein Dutzend Ansiedelungen mit insgesamt 592 Männern gegründet. Die Arbeiter erhielten Barvorschüsse bis zu 1000 Mark, je 100 Morgen unbebautes Land gegen eine; jährliche: Pacht von 20 Pfg. pro Morgen, und die Organisation war völlig auf der Grundlage des Kommunismus(mit Arbeitsscheinen u. s. w.) durchgeführt. In der allerersten Zeit als man nur mit der Urbarmachung des Bodens zu thun hatte und von den erhaltenen Vorschüssen lebte, ging es im ganzen gut. Als es aber galt, den Unterhalt mit den Erzeugnissen der Arbeit zu bestreiten, da zeigte sich sofort, daß die menschliche Natur für den Kommunismus nicht„gut“ genug ist. Zunächst waren die Junggesellen unzufrieden darüber, daß sie für die Frauen und Kinder der Verheirateten mitarbeiten sollten, die Fleißigen, Tüchtigen und Starken fanden es unbillig, daß sie nicht mehr erhielten als die Faulen, Ungeschickten und Schwachen. Bei dem beständigen Wechsel der gewählten Vorstände ließ auch die Leitung und demgemäß das Ergebnis der Betriebe sehr viel zu wünschen übrig, die Genossen mußten viel kümmerlicher leben, als sie es als gewöhnliche Lohnarbeiter hätten thun müssen. Immer mehr von ihnen wandten darum den Siedelungen den Rücken. Die staatssozialistisch=radikale Regierung wollte zwar ihr Liebeskind nicht fallen lassen. Sie wußte vom Parlament noch weitere bedeutende Zuschüsse zu erlangen, verstand sich aber gleichzeitig zu Maßregeln, die mit dem Grundgedanken des Unternehmens im Widerspruch standen: den Genossenschaften wurde ein sachverständiger Beamter als oberster Leiter vorgesetzt und die Verteilung des Ertrages der genossenschaftlichen Arbeit wurde nach dem Grundsatze von Leistung und Gegenleistung geregelt, sogar die nach sozialistischen Grundsätzen so verpönte Akkordarbeit eingeführt. Trotz alledem haben sich die Siedelungen nicht als lebensfähig erwiesen. Himmel. Die Zelle ist durch eine schwere, eisenbeschlagene Thür und durch ein schweres Eisengitter verschlossen. Eine enge Galerie läuft außen an den Zellenmauern entlang für die Wächter, die beständig im Dienst abwechseln und die Gefangenen durch die Gucklöcher scharf beobachten. Die Gefangenen werden äußerst streng gehalten, sie sind einfach aus der Zahl der Lebenden gestrichen. Nicht der kleinste Ausgang ist ihnen gestattet, so will es die unerbittliche Vorschrift des Bagnos. Die mit schwerem Kerker Bestraften müssen dazu noch eine mehr oder minder lange Zeit in einer vollständig finsteren Zelle zubringen, ehe man sie lebenslänglich in ihre Zelle einschließt. * Die von dem französischen Chemiker Becquerel entdeckten Strahlen haben die Eigenschaft, alle durchsichtigen Körper im Dunkeln mehr oder weniger stark zum Leuchten zu bringen. Mit ihrer Hilfe ist es leicht, echte Diamanten von falschen zu unterscheiden. Außerdem machen sie die Luft, durch welche sie hindurchgehen, so leitungsfähig für Elektrizität, daß man eine wesentliche Vervollkommnung der drahtlosen Telegraphie von sver 4bect. Zeitgemäße Betrachtungen. Am Fenster sitz' ich still und sinn, Und schau so nach der Straße hin, Da wirbelt's draußen auf und nieder, Frau Holle regt sich also wieder. Der Winter macht sich intressant, Schneeflocken tanzen durch das Land Erst leis und zart, dann wild und wilder Und bringen reizvoll neue Bilder! Der Bube jubelt, wenn es schneit, Ich weiß es aus der Jugendzeit, Sein Wunsch klingt hell in das Getriebe: „O, wenn der Schnee doch liegen bliebe!" Denn Schneemannbaun und Schlittenfahrt, Das sind Vergnügen eigner Art. Man hat sie in den letzten Jahren Nicht grade allzu oft erfahren! Schneeflocken wirbeln durch das Land, Doch über'm Schnee eilt Hand in Hand Ein junges Paar, das sich verstanden Zur Eisbahn, wo sie schon vorhanden. Da läuft die Jugend flink wie'n Reh Hold krönt die Stirn der Unschuld Schnee, Und doch ist über ros'ge Wangen Der Liebe erster Strahl gegangen! Schneeflocken wirbeln hin und her, Im Ballsaal glänzt ein Lichtermeer; Die Geigen klingen und die Flöten, Zum Cotillon wird angetreten. Die Schneeballtour soll reizend sein. Schneeflocken wirbeln durch die Reih'n, Sie werden mit nach Haus genommen, So überreich sind sie gekommen. Die Jahre fliehn, einst kommt der Tag, Da man den Schnee nicht gerne mag. Und die Familienväter klagen Sogar: er brächte viele Plagen Und Geldausgaben ganz per se. Im Beutel schmilzt das Geld wie Schnee, Doch auch so schnell hineinzuschneien, Dem Wunsch will's nie Gehör verleihen! Schneeflocken wirbeln durch das Land, Zum Spiegel hab ich mich gewandt, Da seh ich auch auf meinen Locken In dieser Zuversicht! Der Schnee bleibt liegen, auf mein Wort, Den thaut mir keine Sonne fort, Und würd' ich zum Aequator eilen, Die Sache läßt sich nicht mehr heilen! Nun, meinethalb mag's weiter schnei'n, Im Herzen kann's doch Frühling sein. Treu wird uns stets die Hoffnung bleiben, Ob auch des Winters Flocken treiben. Thut erst sein Frost uns nicht mehr weh, Dann naht des Lenzes Blütenschnee, Und alle Herzen werden weiter Fürwahr die ersten weißen Flocken. Ernst Heiter. Rätsel=Ecke. Bilderrätsel 1 5 7 11 3 männlicher Vorname. 2 4 9 10 Kleid 1 7 4 7 sprichwörtlich reicher Mann. 4 6 11 3 alter nordischer Gott. 5 4 3 6 4 3 Weltstadt. 6 4 3 russischer Fluß. 7 1 2 4 3 Adelstitel. 8 5 5 1 9 10 brauch der Maler. 9 11 8 3 1 bekannter römischer Konsul. 10 1 10 1 4 beliebtes Getränk. 5 11 5 1 Farbe. 11 2 1 3 Land in Asien. 3 1 2 7 1 6 1 Fluß in Vorderindien. Die Anfangsbuchstaben ergeben im Zusammenhang den Namen eines berühmten Malers. Silbendiamant. 1 Frage= und Umstandswort. 2 Nahrungsmittel. 3 geographische Bezeichnung. 4 Gesundheitsmittel. 5 Teil des Jahres. Jedes der vier äußeren Wörter mit dem mittelsten verbunden giebt wiederum ein Wort. Und zwar: 1—3 deutscher Dichter 2—3 im Wasser. 4-3 Teil von Rußland. 5—3 Stadt in Italien. Auflösung der Rätsel aus Nr. 16. Lösung der Gleichung: Eislauf(a Ei, b Seil, c Austern, d Stern, e Faß, k Lösung des Zahlenquadrats: 17 18 13 12 16 20 19 14 15 Lösung des Bilderrätsels: Heiratskandidat. * Der Mörder des Königs von Italien, Bressi, ist vor kurzem von Mailand ins Bagno transportiert worden. Das Gefängnis, das ihn erwartet, ist ein furchtbarer Ort, das Bagno mit all seinen Schrecken. Er erhebt sich auf einem steilen Felsen, der ins Meer vorspringt, und macht den Eindruck einer Grabstätte mit langen Mauern, in denen die Zellen für Einzelhaft eingebaut sind. Sie sind alle zweieinhalb Meter breit, vier Meter Fur den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. lang und drei Meter hoch. Ein winziges Fenster öffnet sich nach oben und gestattet kaum den Blick auf ein kleines Stückchen Gottesdienste Schwerte. Gottesdienstordnung. Kathol. Pfarrkirche. Sonntag, den 3. Februar 1901.(Septuagesima.) Vormittags: 6½ Uhr: Stille bl. Messe. 7½ Uhr: Still: bl Messe. 8¾ Uhr: Stille bl. Messe. 10 Uhr: Hochamt. Nach allen bl. Messen wird der Blasiussegen ausgeteili? Nachmittegs: 2 Uhr: Andacht. 5 Pge Ziggliggs=Sodalität. 7½ Uhr: Josephs=Berein. Amtliche Bekanntmachung. Zur Anbringung der Reklamationen auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst und der Reklamationen der Reservisten und Landwehrleute auf Zurückstellung im Falle einer Mobilmachung habe ich Termin auf Dienstag, den 5. Februar, und Mittwoch, den 6. Februar, ds. Is. im Amtshause hierselbst— während der VormittagsStunden anberaumt. Die Reklamationen, welche persönlich vorzu bringen sind, müssen nötigenfalls auch durch Vorlage von Attesten und Dokumenten begründet werden. Namentlich aber sind die Geburtsscheine der Eltern und sämtlicher Geschwister, sowie die Steuerzettel und der Nachweis des Arbeitsverdienstes während der letzten 6 Monate zu erbringen. Schuldenzinsen, Renten und Pensionen müssen bebenfalls nachgewiesen werden. Bei behaupteter Erwerbsunfähigkeit empfiehlt sich die Beibringung eines ärztlichen Zeugnisses. Schon im Vorjahre angebrachte Reklamationen sind zu wiederholen. Barop, den 28. Januar 1901. Der Amtmann: Reintzsch. mit Ruth zu eröffnen, doch hatte er sich dem nachdrücklich geäußerten Wunsche seiner Mutter, diese Auszeichnung Esperance Rittlingen zukommen zu lassen, beugen müssen. Gleich darauf wirbeln an andere Paare nach dem Rythmus des Wiener Walzers durch den Saal. Reginald tanzt selbstverständlich zuerst mit Melitta, die in einer heliotropfarbenen Toilette schöner denn je aussieht. Dagmar hat sich Tibbi Ilsenkron nicht zu entziehen vermocht, und Mademoiselle Jeanne, die mit einer großen Dosis Unverfrorenheit und, auf die stete Nachsicht ihrer Prinzipalin sich stützend, ihren Platz in dieser auserlesenen Gesellschaft behauptet, hat sich bereitwillig von Friedel in den Strudel des Tanzes entführen lassen. Mademoiselle hat heute nachmittag im Garten Malheur gehabt: im Begriff, Alfred zu haschen, hat sie an einem Busch Pfingstrosen ihre zarten Wangen dermaßen geritzt, daß das helle Blut hervorgespritzt war. Mademoiselle war trostlos, da eine häßliche rote Schramme die kleine Wunde bezeichnete. Durch dick aufgelegten Puder versuchte sie die blutrünstige Stelle zu verdecken, von Zeit zu Zeit verschwand sie aus dem Saal, um auf ihrem Zimmer dieses kleine Verschönerungsmanöver mit sich vorzunehmen. Es bleibt dahingestellt, ob sich nicht auch einige Malstudien, die sich auf Augenbrauenschattierung und einige feine Pinselstriche unter den Augen erstreckten, damit verbanden. Dora wenigstens behauptete es im stillen, Dora, deren scharfe Augen überall im Saal umhergingen, die alles bemerkten, und deren stumme Sprache oft eine etwas spöttische war. Dora tanzte nicht, der Doktor hatte es ihr nicht gestattet, und ihr das Versprechen abgenommen, sich vor Schluß des Balles zurückzuziehen, da sie sich noch schonen müsse. Sie war durch das Geschenk ihres Vaters, die Rappstute, auf das höchste erfreut geosten, wasden der dalte Nagnat, de. aisd dal hübsche, feingliedrige Tier seiner Herrin vorgeführt worden war, zu bemerken geglaubt, daß es nicht mehr der frühere sportsmäßige Enthusiasmus war, mit welchem Dora das Pferd in Augenschein nahm. „Wenn man hart am Grabesrande vorübergegangen ist, dann urteilt man anders über Leben und Sterben.“ Diese Worte aus Doras Munde rief sich Dagmar ins Gedächtnis, während sie die Schwester betrachtete. Tibbi Ilsenkron hatte sie auf ihren Wunsch neben Doras Platz abgesetzt, anstatt aber, wie Dagmar gehofft, sich nun bis auf Weiteres zu empfehlen, zog er sich einen Stuhl heran u. ließ sich häuslich neben den Schwestern nieder. Einen Kneifer auf seiner impertinenten Stumpfnase balanzierend, eröffnete er das Gespräch mit den Worten: „Jammerschade, daß Sie nicht tanzen, Fräulein Dora.“ „Ich glaube, ich verliere nicht viel dadurch, daß ich darauf veriche! 4 „Aber ich bitte Sie, ein so herrliches Vergnügen, die Klänge eines schneidigen Walzers wirken ja förmlich elektrisierend. Aber sagen Sie mir doch, meine Damen, wie verirrte sich dieser— dieser, wie heißt er doch gleich— nun, dieser Herr Wald hierher?" „Mit demselben Rechte, wie Sie,“ erwiderte Dora gelassen, „er ist eingeladen.“ „So—so,“ dehnte der semmelblonde Herr,„ich bin überrascht, in der That—“ „Ja, man fällt manchmal aus alln Himmeln und zuweilen auch anderswo durch," versetzte Dora. Rudolf Ilsenkron wurde stets unbehaglich berührt, wenn er auf das leiseste an sein nichtbestandenes Abiturium erinnert ward, er erhob sich, murmelte etwas wie„zu heiß im Saal" und entfernte sich mit seinem gekünstelten, schleifenden Schritt. Aist ios bose bescten bier der biche inr eihe wir glücklich los, Nesthäkchen.“ Dann schweifte ihr Auge nach jener Ecke des Saales, Erich neben seiner Tante Agnes saß. Der Doktor selber war richtig nicht gekommen; Frau Agnes jedoch hatte sich's nicht nhemen lassen; sie kam sich zwar etwas verloren vor unter der Gesellschaft, welche eine gewisse Freimauerei aneinander verband, die tausend Anknüpfungspunkte und Beziehungen miteinander unterhielt. Die gute Dame drehte sich nun angenehm überrascht um, als neben ihr plötzlich eine Begrußung erklang:„Guten abend, liebe Frau Doktorin, wie nettvon Ihnen, daß Sie, trotzdem Ihr Mann Sie böswillig mit seiner Begleitung im Stich gelassen, gekommen sind.“ Dora ließ sich von Erich, der aufgesprungen war, einen Sessel heranschieben und setzte sich mit einem liebenswürdigen Lächeln. „Bitte, behalten Sie nur Ihren Platz, Herr Wald.“ Eine fast schüchterne Handbewegung lud Erich zum Dableiben ein. Es dauerte nicht lange, so waren die drei in einer zwangkosen Unterhaltung begriffen, Erich kam es vor, als träume er. War dieses Mädchen, welches so herzlich zu plaudern verstand, das sich bei Tante Agnes nach ihren Enten und dem Gedeihen ihrer Stangenbohnen erkundigte, dieselbe unnahbare, vom Standesdünkel befangene Dora Nordlingen, welche er vor wenigen Wochen gekannt und— obgleich er sich's tausendmal sagte, daß er ein Wahnsin sei— mit allen Fibern seines Herzens, mit aller Glut, deren er fähig war, liebte? Er würde Dora niemals sein nennen können, das verhehlte er sich keineswegs, aber diese köstlichen Minuten des Beisammenseins mit ihr, die er eben genoß, wollte er auskosten! (Fortsetzung folgt.) 7. — . u hme i em er c m i e eice amrih Buesekir Würzen“ ist und bleibt das beste, ausgiebigste und billigste Mittel zur augenblicklichen„Verbesserung jeder Art Suppen, Saucen, Gemüse und Salate, und um die Verdauung 2###hp###uregen. schchen von 25 Pfg. au Fläschchen zu 35 Pfg, werden für 25 Pfg., die für65 Pfg. zu 4° Psg. und die zu 1 Mk. 10 für, 7, Pfg, mit Magglwürzen nachgefüllt. Wenige wohlthuend anzureger,„In Ortgi#blicklich— und ohne weitere Zutyaren als kochendes Wasser— eine fertige Fleischbrühe erlangen will. nehme hierfur MAGGl'e Ronilion-Kapsein à 12 u. Tropfen genügen. Wer dage9" gllerbestem Fleischextrakt hergestelt, feinste Gelatine, sowie Gemüseauszüge und das nötige Kochsalz bereis enthalten. Eine Einzelportion vorzüglicher Fleischbrühe 16 P/o, sy, 2 Vortione, und exra starker Krastbeühe auf 8 Big zu hehen(Die Miggi=cezenguise find in allen Kolonialwaren Geschäften käuflich.) kommt damit auf.6 Pfg. S•0 Donnerstag, den 7. Februar d. J., vormittags 10 Ahr, sollen in der Waldung des Guts Villigst, Forstort Hartkamp: Io kummren=Kottannrn, zu Baumpfählen, Leiterbäumen, Frechtungs= u. Gerüststangen 2c. geeignet, sowie 2000 rottannen Bohnenstangen, 1000 Kiefern=Bohnenstangen und 30 Kaummrter Kiesernbreunhotz öffentlich meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle, Kommunalweg am Börstinge. Haus Ruhr bei Schwerte, den 24. Januar 1901. Preiberl. von Rheinbabensche Reutei en détail! großes Lager selbstgefertigter u. g. 8 Samstag, den 9. Februar d. I. vormittags 10 Ahr, sollen in der Waldung des Guts Berghosen, Forstort Berghofermark: 74 Rummern langschaftige Rottannen zu Gerüststangen, Sparren und Balken geeignet, öffentlich meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle, bei Heinrich Dieckerhoff in Berghofermark. Haus Ruhr bei Schwerte, den 24. Januar 1901. 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Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mang lhafter schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ei Magenleiden, wie: Magenkatarrh. Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben sei hiermit ein gu es Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobi sind Es ist dies das bekannte Verdauungs= u. Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter-Wein. Dieser Kränter- Wein ist aus vorzüglichen, hellkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und beiebt den ganzen Verdauungsorganis mus des Nenschen ohne ein Abführmitlel zu seln. KräuterD ein beseiligt alle 8 örungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verderbenen brankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesund.n Blutes. Durch recht##nigen Gebrauch des Kräuter=Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstick. Man sollie also richt säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Gesu dheu zerstöre nden Muteln vorzuzieben. Alle Sympiome wie: Kopfschmerzen, Aufstossen. Sodbrennen Biahungen, Uebelkelt mit Erbrechen, die bei ehronischen(veralteten) Magenleiden um o beitiger austreten, werden oft nach einigemal Trinken beseitigt. Stuhlversopenng und deren unangenehme Fola n, wie Beklemmung, KoStihlverwopfung likschmerz u. Her zklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz, und Pfortadersystem(Hämorrhoidalleiden) werden urch KräuterWein raich und gelind besein.t. Kräu er=Wein behedt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem ein n Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Ausseben, Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelbafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der L ber. Bei gänzlicher Appetitlosigkelt, unter uervöser Abspannung und Gemiltsverstimmung, somie häu figen Kopfschmerzen, schluflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam gabin. Her Käuter=Wein giebt der geschnächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Her Kräute=Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechtel kärnig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leben. Zahlreiche Anerkennungen und Dankchreiben beweisen dies.„ de Gebrauchsanweisung ist jeder Flasche beigegeben. Kräuter=Wein ist zu haben in Flaschen à Mk. 1,25 und 1,75 in: Schwerte, Cnna. Königsborn, Aplerbeck. Herdecke, Hagen, Mörde, Asseln, Annen, Leimathe, Hobenl mburg, Iserlohn, Hemer, Menden, Altena, Witten, Camen. 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Wahl von 2 ausscheidenden Mitgliedern der Direktion. 3.„„ 4„„„„ des Ausschusses. 4.„ der Rechnungs=Revisoren pro 1901. 5. Verschiedenes. Dortmund, den 29. Januar 1901. Die Direktion: I. A. Schulte, Witten, Ehrenamtmann. Auentbehrlich für Damen mit karken Hüften u. starkem Leid. er 14 Der Pulz- S Teutel stört das Glück der zärtlichsten Ehen. Darum, junge Hausfrauen, hütet Euch vor zu häufigem Hausputz, aber nehmt das Mittel, das gründlich und auf lange hilft: Dr. Thompson's Seifeupulver, Marke Schwau. Man verlange es überall! Vertreten durch Herrn Oscar Mund in Hagen eä Kin K erhält die Schuhe und macht sie„wasserd icht An der Sedanstraße und sam Bahnhof habe ich noch mehrere Gartenstuckr zu verpachten. C. Schumacher, Hörderstraße 54. 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