Amtiiches Kreisbialt ∆ ∆ 0 für den kreis börde. e erer he wacern Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile! Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den oder deren Raum 10 J, außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 J.]Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. RegieDruck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=rung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsDruck und Vezzag von Adr M.anz Schwerte=Ruhr. verbindliche Kraft. Anschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Aut. Braus, [Abonnementspreis pro Oartal 1 Mark 65 Pfg., exel. 30 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogoen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ No. 22. Schwerte, Samstag, 26. sannar 1001. 34. Jahrgung Zum Gerurtslagsseste unseres Katsers. Es sollen alle, die sich Deutsche nennen, Und Deutschland lieben, jeder Zeit bekennen: „Das Daterland ob der Oartei!“ Ob links wir steh'n, ob rechts, ob in der Mitte, Wir kämpfen stets für Glauben, Recht und Sitte, Dem Reiche wie dem Kaiser treu! Dem teuren Herrscher, der das Staatsschiff leitet, Auf daß es sicher durch die Klippen gleitet, Gebührt des Dolkes tiefster Dank. Nicht leicht wird's ihm, wenn sich die Feinde regen Und kleinlich feilschen— doch mit Gottes Segen Das schwere Werk bis heut gelang. Und heute, Kaiser Wilhelm, naht sich wieder Das ganze deutsche Dolk, das, wahr und bieder, Don je ein Hort der Treue war. Don allen Gaben bringen wir die beste: Rimm unsre Treu zu Deinem Wiegenfeste— Glückauf im neuen Lebensjahr Otto Grund * Die Bürgerschaft unseres Kreises und wir mit ihr haben schon bei dem großen historischen Feste, der Wiederkehr des Geburtstages der Monarchie, unserem Kaiser und König die Glück= und Segenswünsche dargebracht, die wir sonst alljährlich bei der Wiederkehr des Geburtstages des Monarchen darzubringen pflegen, Aber es würde sich schlecht für uns geziemen, das Fest des kaiserlichen Hauses, das ja in Preußen von je ein natiönales Fest gewesen ist, mit Stillschweigen zu übergehen. In einer Zeit, wo die Vaterlandslosigkeit so offen hervortritt, daß sie selbst in den Freudenbecher der großen Volksfeste ihr Gift spritzt, wie wir es hier am Sonntag— ich erinnere an das Bochumer Flugblatt— leider; erleben mußten, ist es für jeden patriotisch fühlenden Deutschen doppelt geboten, bei jedem Anlaß den nationalen Gedanken zu pflegen, die Treue zu Kaiser und Reich zu erneuern und zu stärken. Die Treue zu Kaiser und Reich ist, Gott sei Dank! im preußischen und deutschen Vaterlande keine Treibhauspflanze, die künstlich gewärmt, genährt, gepflegt werden müßte, um zu gedeihen. Viel eher könnte man sagen, daß die Untreue, die Abkehr von Vaterland, Christentum und Monarchie künstlich in das deutsche Gemüt gepflanzt und künstlich groß gezogen ist. Und es giebt keine glänzendere Apologie, keine beredtere Rechtfertigung für das Hohenzollernhaus und seine Politik, als die Thatsache, daß seinen Widersachern im Parlament angesichts der Erfolge der kaiserlichen Politik der Atem ausgegangen ist und sie zu Lug und Trug ihre Zuflucht zu nehmen gezwungen sind, um wenigstens eine Scheinopposition aufrecht erhalten zu können. Wie wir oft betont haben: wer mit den heutigen Zuständen im Deutschen Reich nicht zufrieden ist, wird nie zufrieden sein. Schauen wir nach Rußland mit seinem Bauern=Elend und seiner politischen Rückständigkeit, nach Oesterreich mit seiner unseligen Zerrissenheit, nach Italien mit seinem furchtbaren Agrarverhältnissen, nach Frankreich mit seinem Panama= und anderen Skandalen, nach England und Amerika mit seiner Plutokratie— wer dann, den Blick zurückwendend auf sein eigenes deutsches Vaterland mit seinen gesunden Finanzen, seiner trefflichen Arbeiterfürsorge, seiner glänzenden Geschichte, aus der wir immer aufs neue Begeisterung schöpfen, seiner gewaltigen Industrie, seiner politischen Macht, vor der die Welt erbebt: wer dann, sagen wir, nicht sein Geschick preist, ein Deutscher zu sein und dem herrlichen deutschen Gemeinwesen anzugehören, der muß für die Dinge dieser Welt von Natur blind oder, wie es leider meist der Fall, von vaterlandslosen Agitatoren künstlich verblendet sein! Die Deutschen in Siebenbürgen, in Prag und Wien, in Paris und Newyork, überall, wo sie Gelegenheit haben, die Fremde mit der Heimat zu vergleichen, sind ja auch mit einem Stolz auf ihr Deutschtum und mit einer Liebe zu dem großen deutschen Vaterlande erfüllt, die für die Deutschen Deutschlands loft beschämend ist. Politische Uebersicht. — Der Kaiser sagt in einem Armeebefehl, Osborne, den 23. Januar: Ich weiß, daß meine Armee an dem schmerzlichen Verlust, den ich erlitten habe, innigen Anteil nimmt, und bestimme daher hierdurch: Sämtliche Offiziere der Armee legen vierzehn Tage Trauer an. Bei dem 1. Garde=Dragonerregiment Königin von Großbritannien und Irrland währt diese Trauer drei Wochen. Während der ersten drei Tage dieser Trauer flaggen sämtliche militärischen Dienstgebäude Halbmast und darf außer bei Feuerlärm und Generalmarsch kein Spiel gerührt werden. — Die offizielle Kaisersgeburtstagsfeier erleidet, worauf schon hingewiesen, durch das Ableben der Königin von England eine Einschränkung beziehungsweise Verschiebung. Auf kaiserlichen Befehl werden die am 27. Januar üblichen Festessen des Reichskanzlers, der Staatsminister und Staatssekretaire erst nach der Beisetzung der Königin Viktoria stattfinden. Das Gleiche gilt von den Festessen, die von den deutschen Vertretern im Auslande zu Kaisersgeburtstag gegeben zu werden pflegen. Auch die in der Marine festgesetzten Feierlichkeiten für den Geburtstag des Kaisers sind bis auf Weiteres ausgesetzt.... Seteptetate 1. — Ein Marinebefehl des Kaisers. Eine Extraausgabe des Es ist schon von den Rednern des Krönungsjubiläumsfestes hinreichend ausgeführt, daß das deutsche Volk die herrliche Stellung, welche es in der Welt errungen hat, vor allem seiner Kraft verdankt— seinem Gemüt, das tiefer als das anderer Völker im Ewigen wurzelnd, so herrlich in seiner Lyrik, seiner Musik, seiner Philosophie und Theologie erblüht und ausgeschlagen ist; seinem emsigen Fleiß, der es in Wissenschaft und Industrie zur führenden Nation gemacht hat, und endlich seiner Naturkraft, die es befähigt, den Erdkreis zu bevölkern, und die dem Einzelnen im Kampf eine von jeher gefürchtete Ueberlegenheit, besonders über den Romanen giebt. Es ist keine Uebertreibung, sondern eine Marineverordnungsblattes veröffentlicht folgenden Marinebefehl des Kaisers: Als Ihre Majestät die hochselige Königin von Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien. Mich durch Ernennung zum Admiral der Flotte in nähere Beziehung zur englischen Marine brachte, hat Meine Marine mit Mir die Ehrung freudig empfunden. Heute trauert Meine Marine mit Mir und der englischen Schwestermarine, der sie in oft bewährter Kameradschaft verbunden ist, um die dahingegangene edle Fürstin, Meine geliebte Großmutter. Zum äußeren Zeichen dieser schmerzlichen Trauer bestimme ich hierdurch: Die Offiziere und Beamten Meiner Marine haben vom Tage des Eingangs dieser Ordre ab vierzehn Tage hindurch den Trauerflor um den linken Unterarm auzulegen. Meine Schiffe haben bis zum Beisetzungstage die Flagge halbstocks zu führen und am Beisetzungstage selbst nach dem Trauerzeremoniell der englischen Marine zu verfahren. Sie haben diese Ordre der Marine bekannt zu geben. — Der Schutzverein gegen agrarische Uebergriffe, von dessen Thätigkeit nicht viel zu bemerken gewesen ist, hat seine Auflösung in Aussicht genommen, die in einer mitte Februar stattfindenden Versammlug beschlossen werden soll. Er scheint sich also überzeugt zu haben, daß die Forderungen der Landwirtschaft billig und gerecht sind. — Ein neuer deutscher Erfolg. Bei einer Schienenverdingung der niederländischen Nordostbahn hat ein deutsches Angebot über die amerikanische Konkurrenz den Sieg davongetragen. Es historische Wahrheit, daß Deutschland stets nur von Deutschland überwunden worden ist. Die Engländer sind, wie ihr Name noch verrät, die Nachkommen der kühnen Angeln und Sachsen, die im Jahre 449 England in Besitz nahmen; die Normannen, denen sie im 13 Jahrhundert unterlagen, hatten deutsches Blut in ihren Adern; Napoleon I. erfocht seine Siege, wie aus der Geschichte bekannt, vornehmlich mit elsässischen und Rheinbundtruppen, und Nordamerika wäre in seinen Erfindungen und seiner Industrie nie so groß geworden, wenn es nicht von dem eingewanderten deutschen„Völkerdünger“ in so hervorragendem Maße befruchtet worden wäre. Und so darf das deutsche Volk wohl ein gutes Teil an dem Verdienst, eine hohe Stellung in der Welt einzunehmen, sich selbst zuerkennen. Aber wir dürfen nicht vergessen und vergessen nicht, daß alle diese Vorzüge nicht hinreichen, aus einem Volke einen Staat zu machen. Es ist ja eine alte Klage, daß die besondere Beanlagung des Deutschen ihn gleichgiltig gegen das Allgemeine macht, daß das deutsche Volk noch jetzt kaum erst auf dem Wege ist, ein politisches Volk zu werden. Und da ist es dann als eine besondere Gunst des Geschickes zu preisen, daß Gott unserem Lande ein Fürstengeschlecht gegeben hat, das zu dem, was dem Volke mangelt, die fast wunderbare Ergänzung bildet. Die Hohenzollern sind in ganz hervorragendem Maße ein politisches Geschlecht, vom großen Kurfürsten, der in seinem kleinen Brandenburg deutsche Politik trieb, bis auf Wilhelm II., der jetzt in dem kleinen Deutschland Weltpolitik treibt. Und als Politiker und nur als Politiker dachten und handelten die Hohenzollern, in dem ihre einzige Sorge war, die zersplitterten und zerstreuten Kräfte ihres Volkes in eins zusammenzufassen. Das Dichten und Denken, Wissenschaft, Kunst und Industrie durften sie getrost ihrem tiefsinnigen, gemütvollen, fleißigen Volke überlassen— die Politik brachten sie ihm als ergänzendes Geschenk entgegen, indem sie handelnd das Volk zusammenschweißten in das Volksheer. Das ist das Verdienst, welches das erlauchte Hohenzollerngeschlecht sich, und sich allein zuerkennen darf. Wenn die Hohenzollern in der Geschichte nicht als Mäcene der Kunst glänzen— eins durfte fast jeder Hohenzoller, in gütem und besten Sinn, von sich sagen:„Der Staat bin ich.“ Denn der Staat, Brandenburg u. Preußen so gut wie Deutschland, war ihr eigenstes Werk. Und auch Wilhelm II. ist den Traditionen seines Hauses gefolgt. So hoch er auch als Mensch steht— selbst das schöne Vorbild des Königspaares Friedrich Wilhelm III. und Luise wird überstrahlt durch das innige Familienleben unseres Kaiserpaares, und wie die Briefe und Reden des Kaisers zeigen, wetteifert er an Geist mit Friedrich Wilhelm IV.— seine Größe liegt doch wieder vornehmlich auf dem Gebiete der Politik, der den Hohenzollern eigensten Domäne. In der Politik verbindet er den Ideenreichtum des großen Kurfürsten mit der kühnen Thatkraft des großen Königs. Die Welt ist zu keiner Zeit endgiltig verteilt, sie gehört noch immer dem Mutigen und dem Starken. Darum haben wir auch heute nur den einen Wunsch: möge Fürst und Volk auch in Zukunft sich so glücklich ergänzen, wie in vergangenen Jahrhunderten unserer Geschichte. Und möge die Erkenntnis dieser Wahrheit die Frucht bringen, daß das deutsche Volk, welches in Kunst, Wissenschaft und Industrie seinem eigenen Genius folgt und folgen muß, in der Politik den Hohenzollern 11 folgt, die es bisher so ruhmvoll geführt haben und noch immer ruhmvoll führen. Treu zu Kaiser und Reich, das sei und bleibe unser aller Wahrspruch. Heil unserem Kaiser! F. M. Aescen nice ie ctichen Sischanste Achech elce niedrigsten Angebot von nicht ganz 100 Mk. das um 17 Proz. per Tonne höhere Angebot der Amerikaner und ebenso das der Belgier aus dem Felde geschlagen. — Nach Ausweis amtlicher Erhebungen über fürstliche Besitzungen in Preußen besitzt König Wilhelm 83 Güter im Gesamtumfang von 98 746 Hektar und 651 631 Mk. GrundsteuerReinertrag. Es folgen der Fürst von Pleß mit 75 Gütern (50112 Hektar und 32402 Mk. Grundsteuer=Reinertrag), der Herzog von Ujest mit 52 Gütern(37742 Hektar und 233701 Mk. Grunddsteuer=Reinertrag), der Herzog von Ratibor mit 51 Gütern(33.096 Hektar und 274 627 Mk. Grundsteuer=Reinertrag), und schließlich der König von Sachsen mit 50 Gütern, die einen Umfang von rund 31000 Hektar aufweisen. Die übrigen fürstlichen Fideikommißbesitzer in Preußen begnügen sich mit einer weit geringeren Anzahl von Besitztümern, doch gehört zu manchem Gut eine ganz kolossale Menge von Wald und Feld. Die Geweih=Ausstellung in Berlin ist gut beschickt. Namentlich sind die ausgestellten 280 Rot= und 80 Damhirsch= geweihe dieses Jahr im großen Durchschnitt wesentlich besser als bisher, wogegen die 860 Rehkronen und 70 Gemskrickel infolge des schweren Winters von 1899/1900 sehr merkbar gegen das Vorjahr zurückstehen. — Die überseeische Auswanderung aus dem Deutschen Reiche war im Jahre 1900 etwas größer als im Vorjahre. Gie eliet sch auf 24.38 Personen gegen B vo. Jodr. 19, bot u), hahen zeigeng die, Wiglseder des Varlament den Ed der Treutel um 559 Personen oder 23 b. 6. Augenommen, Auderden, B/136 der Böznigin und ihren Nachfolgen und Erben geleistet. Nach der über deutsche Hasen die ungewöhnlich große Anzaht von 1.— Zuschanung englischer Staatsrechtslehrer„stirbt der König nie. Angebörigen fremder Staaten befördert. gen gegen, das beißt, der Thron bleibt keinen Augenblick erledigt, die die Nachricht von einem siegreichen Gefecht der Buren auf der Linie Pretoria—Lourenzo Marques erhalten, weigere sich jedoch, die Trauer durch Bekanntgabe der Einzelheiten über dieses Gefecht und der englischen Verluste zu vergrößern. Im Kriegsamt lehnt man jede Auskunft ab. Wirren in China. + Feldmarschall Graf Waldersee meldet am 21. d. M. aus Peking: Es bilden sich in Petschili vielfach Räuberbanden. Engländer haben mit solchem bei Schanheikwan leichtes Gefecht gehabt. Verlust 2 Mann. Kleines Detachement unter Hauptmann v. Auer ist am 18. d. M. von Yangtsun in östlicher ser Kommission geneigt sei, die dänischen wesindischen Inseln Zichtung vorgegangen, um dortige Gegend gemeinsam mit der Amerika zu verkaufen, fals befriedigende Verkaufsbedingungen über Bangtsun zurückkehrenden Kolonne Hofmann zu säubern. Gige gweigen er.... 11c 9 Stri, — In der Kanalvorlage stehen sich 2 Stromungen gegenüber. Die eine wird repräsentiert durch die Konservativen und das Zentrum, welche die Vorlage erst am 4. Februar beraten sehen wollen, während die andere Partei die Beratung auf den 29 Jan. anberaumt wissen will. Präsident Kröcher wird sich voraussi lich für den 4. Jebruar entscheiden.. Ketschen u. — Zu Anfang des Jahres 1901 gab es im Deutschen Reiche 151 Handelskammern und kaufmännische Korporationen. Davon entfielen auf Preußen 90, Bayern 8, Königreich Sachsen 5 u. s. f. Von den preußischen Provinzen steht obenan das Rheinland mit 24, dann folgt Pestfalen mit 11. ees — In der Angelegenheit des„Katholischen Seelsorger=Vereins in Bayern", der von einigen Bischöfen gutgeheißen, von anderen verboten war, ist jetzt eine Einigung dahin erzielt worden, daß der Verein bestehen bleibt, aber sich der aufsicht der Bischöfe unterwirft. Niederlande. = Herzog Heinrich von Mecklenburg=Schwerin trifft am 30. d. M. im Haag ein, wo am 7. Februar die Hochzeit der Königin Wilhelmina stattfindet. Die Vermählungsfeierlichkeiten werden sich infolge des Todes des Großherzogs von: Sachsen=Weimar in sehr engen Grenzen bewegen, und die Katastrophe in Osborne wird einen weiten Schatten auf die Haager Festlichkeiten werfen. Von fürstlichen Persönlichkeiten werden blos die Anverwandten des Brautpaares erscheinen. Ferner entsenden die deutschen Regimenter, deren Inhaberin die Königin der Niederlande ist, Abordnungen nach dem Haag. Am Hochzeitstage wird der„Staatstourant“ ein königliches Dekret veröffentlichen, welches dem PrinzGemahl den Rang eines niederländischen Prinzen, den Titel „Königliche Hoheit“ und die Stellung eines Generals der niederländischen Land= und Seemacht verleihen wird. Die letztere Stellung ist eine reine Ehrenstellung und bringt weder irgend welche Funktion noch Besoldung mit sich. Türkei. = Um den Staatsbeamten am Bairamfeste den Monatsgehalt auszahlen zu können, hat sich die Pforte gezwungen gesehen, eine Anleihe von 50000 türkischen Pfund aufzunehmen. Der Zinsfuß ist der in der Türkei übliche, nämlich 7 Prozent. Dänemark. = Bei der Beratung des Budgets teilte der Berichterstatter der Finanzkommission Christofer Hagae mit, daß die Mehrheit dieser vrontntgtet getrige gei, vie Guntzsagen wreztnnzngen Inseln en Amerita g. zu erreichen sind. Es sei aus rein ökonomischen Gründen ratsam, die Inseln zu verkaufen, weil ihr Besitz mit unverhältnismäßig großen Kosten für die Staatskasse verknüpft sei. Frankreich. Das vorschriftsmäßige Mindestmaß der französischen Soldaten, das bisher schon nicht besonders hoch war, soll demnächst durch einen Gesetzentwurf noch weiter herabgesetzt werden. Seit der Zeit Ludwigs XIV. ist es schon siebenmal geändert worden. Der königliche Erlaß von 1702 heischte die Größe von 5 Fuß, das heißt 1,62 m, um ins Heer eingestellt zu werden. Im Jahre 1801 waren 1,59 m nötig. Im Jahre 1804 begnügte man sich mit 1,54 m, der gegenwärtigen Größe. 1818 stieg die Mindestgröße wieder auf 1,57 m. Zwölf Jahre später war sie wieder 1,54 m, stieg dann 1832 auf 1,56 m und war 1868 wieder auf 1,55 m gegefallen. Durch den Krieg fiel sie noch weiter, sodaß sie 1872 nur noch 1,54 m betrug, welche Höhe von der Verordnung von 1889 festgehalten worden ist. Es scheint übrigens, daß die abermalige Herabsetzung nur bezweckt, mehr Leute einstellen zu können, da die Gestellungspflichtigen bei der letzten Aushebung fast sämtlich die vorgeschriebene Größe hatten. Man glaubt, die wenigen Liliputaner, sofern sie kräftig sind, noch gut bei der Artillerie verwenden zu können. England. = Die feierliche Ausrufung des Königs Eduard VII. in der Hauptstadt erfolgte am Donnerstag vormittag mit großer Feierlichkeit und malerischem Gepränge. Um 8 Uhr früh hatten Grenadiere mit der auf Halbmast gehißten Königsstandarte vor dem St. James=Palgste Aufstellung genommen. Der Balkon des Palais war mit rotem Tuche behängt. Eine unzählige Menschenmenge erfüllte die an den Palast stoßenden Straßen und Alleen; alle trugen sichtbare Zeichen der Trauer. Auf dem Balkon erschienen 4 Herolde und 8 Unterherolde in mittelalterlicher Tracht; hinter ihnen hatte sich der Erb=Earl=Marshal Herzog von Norfolk und andere höhere Hofbeamte aufgestellt. Auf ein Zeichen des Herzogs von Norfolk ließen nun die Unterherolde aus silbernen Trompeten eine Fanfare erschallen. Ein Herold, der den 80jährigen Ersten Wappenherold Englands vertritt, trat vor und verlas unter tiefem Schweigen der Menge mit weittönender Stimme die nach altem Herkommen lautende Krönungsproklamation; sie verkündete in den machtvollen Ausdrücken der altertümlichen Sprache dem Vereinigten Königreiche die Thronbesteigung des Sehr hohen und Sehr mächtigen Prinzen Albert Edward. Nach der Verlesung, während der alle Beteiligten und das Heer der Zuschauer das Haupt entblößt hatten, herrschten einige Augenblicke feierlicher Stille. Dann rief der Herold, indem er den Dreispitz schwang, weithin:„God save the King!" und die Menge stimmte begeistert in den Ruf ein. Die Musik der Gardetruppen sspielte die Nationalhymne, und langanhaltende mächtige Fanfaren der Herolde beschlossen den feierlichen Vorgang. = Ueber die englische Verfassung wird anläßlich des Todes der Königin geschrieben: Wenn im Momente des Todes des Souveräns das Parlament nicht tagt oder gerade aufgelöst sein sollte, so versammelt es sich augenblicklich aus eigener Machtvollkommenheit und bleibt durch sechs Monate beisammen, wenn es nicht etwa durch den neuen Souverän vertagt oder aufgelöst werden sollte. Früher wurde bei Abgang des Souveräns das Parlament als von selbst als aufgelöst betrachtet; dies wurde aber unter Wilhelm III. dahin abgeändert, daß die Parlaments=Auflösung auf sechs Monate nach der Thronbesteigung verschoben wurde. Durch die Reformacte vom Jahre 1867 wurde festgesetzt, daß das Parlament bei einem künftigen Thronwechsel durch diesen nicht berührt werden sollte. Das Parlament muß sich binnen 24 Stunden nach dem Tode der Königin versammeln, um die Botschaft deds neuen Souveräns entgegenzunehmen und Beileids=, sowie Beglückwunsch=Beschlüsse zu fassen. Alle Mitglieder des Parlaments sollen dem das heißt, der Thron vleidr leinen Augenbric erlebigt, die Thronfolge tritt augenblicklich ein. Daher ist die Zeremonie der Krönung nur eine feierliche Anerkennung und Bestätigung der königlichen Erbfolge und nicht notwendig für den Besitz der Krone. Aber sie ist gleichwohl wichtig, weil sie die feierliche Anerkennung jener Rechte bedeutet, welche das Volk in den neuen Souverän von dem Monarchen fordert. Die Krönungszeremonie selbst ist in England glänzender als in irgend einem andern Lande. Die Salbung besteht seit mehr als tausend Jahren. Zu den Abzeichen des Königtums, mit welchen der neue Herrscher bei der Krönung geschmückt wird, gehören ein Ring, eine Armspange, purpurne Gewänder und ein Diadem. +(Der englische Thronfolger.) Die Frage, wie der engNach der Reformbill dem Krieg unter gesitteten Nationen! Deshalb haben wir unser großes, aus 25 Gebäuden bestehendes Hospital mit Wall, Graben und Bastionen versehen, eine große militärische Wache, die im Ernstfall durch unsere Gewehre verstärkt würde, liegt dauernd im Innern der Umwallung, sodaß wir gegen alle Fährlichkeiten geschützt sind und im schlimmsten Falle Widerstand zu leisten vermögen, bis die zum teil ganz in der Nähe befindlichen Truppen Hilfe bringen können. Meiner Ueberzeugung nach wird es allerdings nie zu ernsthaften Schwierigkeiten kommen. Zur Zeit stehen wir wieder mitten in der ärztlichen Thätigkeit. In den letzten Wochen aber sind wir Maurer, Zimmerleute, Schlosser, Töpfer und vieles andere gewesen. Die Laune war dabei vorzüglich, der äußere Anblick unbeschreiblich. Ich habe mich geals ich meine Wäsche nach langer Pause wieder einnial schämt, als uy meine Tusche nach zum Waschen gegeben habe. Wozu sollte man sich auch waschen, wenn man doch gleich wieder schmutzig wurde, wenn man Oefen setzen und mit Lehm hantieren mußte, und zur Säuberung außerlische Thronfolger künftig heißen soll, ist nunmehr entschieden: dem nur gefrorenes Wasser zur Verfügung hatte? Lieber wäscht der Herzog und die Herzogin von York werden fortan den Titel man sich garnicht, denn Dreck hält warm, und das war nötig in Cornwallis tragen. Prinz Georg Friedrich Ernst Albert führte der ersten Zeit, als wir vor dem Aufbau unserer Baracken in Zelbisher den Titel eines Herzogs von York, Grafen von Inverneß ten kampieren mußten. Ich konnte mich so recht in die Stimmung und Barons Killarney. Inverneß ist eine Stadt des schottischen einer alten Patientin unserer Klinik hineindenken, die beim AnHochlandes, Killarney eine Stadt in Irland, in deren Nähe sich blick der Badewanne entsetzt ausrief:„Wann i dees gwußt hätt, drei in der Dichtung viel gefeierten Seen befinden. Der Titel daß i bade mießt!" Jetzt haben wir schöne Gemächer, aber daeines Herzogs von Cornwallis erklärt sich varaus, daß das Her= mals haben wir in unnennbaren Gefäßen gekocht, als Serviette zogtum Cornwallis dem jeweiligen Thronfolger zufällt. Es ist für sechs Mann ein Handtuch benützt, auf dem jedem sein BeTitel„Prinz reich mit Bleistift aufgezeichnet war, kurz wir haben ein Räuberleben geführt, das romantisch hätte sein können, wenn es in Petschili des Nachts nicht so kalt wäre und wenn es nicht alle vier bis fünf Tage einen der berüchtigten, geradezu empörenden Sandwirbelstürme gäbe, aus denen auch das feinste Gigerl als schmutzstarrendes Ungetüum hervorgeht mit entzündeten Augen und Sandlagern in Nase und Ohren. Das Klima ist eigentümlich. Wir haben die Sonne Palermos und doch im Winter eine Durchdas Oriegsamt habe schnittskälte von 15 bis 20 Grad. Kommt die Sonne zur GelGerichtweise verlautet aus London, vo, Vrtugeun,., tung, so steigt das Thermometer mittags stets über Rull. Temdurchaus nicht notwendig, daß der Thronfolger den von Wales" führt. Als König Eduard I. das Fürstentum Wales erwarb, bestimmte er, daß sein ältester Sohn den Titel Prinz von Wales führen sollte, womit indessen keine dauernde Einrichtung geschaffen werden sollte. Es ist vielmehr jedem Monarche überlassen, ob er seinem Thronfolger diesen Titel verleihen will. England und Transvaal. Kolonne Thiemig hat am 16. d. M. ohne Zwischenfall Thsang erreicht und Rückmarsch angetreten. + Zur Einnahme von Paotingfu berichtet der„Ostasiat. Bloyd“: Am 21. Oktober rückte das deutsche Detachement von Tientsin nach Paotingfu ab. Gleich im ersten Quartier fand man Spuren von Boxern vor. Der Tempel, in dem die 4. Kompagnie lag, lag etwas abseits vom Dorfe, in dem das Gros Unterkunft gefunden hatte. Durch einen äußerst glücklichen Zufall wurde in diesem Tempel eine brennende Lunte entdeckt. Die sofortige Nachsuchung ergab, daß der ganze Tempel unterminiert war und in die Luft gesprengt werden sollte. Daß die ganze Sache vorher geplant war, lag auf der Hand. Major Vichura ließ sofor zehn der angesehensten Chinesen gefangen nehmen; sie sollten als Strafe 20000 Taels zahlen. Nach vielen Hin= und Herreden versprachen die Chinesen zu zahlen. Das Geld sollte am nächsten Tage zusammengebracht werden und die Truppen hatten einen Ruhetag. Da ertönte plötzlich in der Nacht um drei Uhr Feuerlärm und rüttelte die Soldaten gar unsanft aus dem Schlafe. Die Chinesen hatten das Dorf in der Windrichtung nach dem Lager zu angesteckt und hofften unsere Leute auszuräuchern. Auch war das Geld noch nicht zur Stelle. Da wurde kurzer Prozeß gemacht. Der Mandarin und ein anderer Beamter wurden ohne weiteres erschossen, während die anderen acht mit blauem Auge davon kamen. Vorher hatte die HaubitzenBatterie 20 Shrapnels in das Dorf geworfen, um zu zeigen, daß es ernst gemeint war. Kaum fielen die ersten Schüsse in das Dorf, als plötzlich die Chinesen gefügig wurden und sich bereit erklärten, sofort zu zahlen. Das Schauspiel, den ersten Beamten, einen Vetter des Kaisers, enthaupten zu sehen, um die Verbrechen der Boxer mit seinem Blut zu fühnen, hatte einen mächtigen Eindruck auf die Chinesen gemacht, sodaß wir in den übrigen Dörfern jedesmal feierlich empfangen und mit Proviant beschenkt wurden. — Die internationale Kommission hat ferner folgende Personen zum Tode verurteilt: 1. den Fan=tai Ting=Yung, welcher weder verstanden hat, die Europäer und christlichen Chinesen zu schätzen, noch die Niedermetzelung der Missionare, Bahnbeamten und christlichen Chinesen zu verhindern; 2. den Tartarengouverneur Kuaiheng, welcher die Boxerbewegung begünstigt und organisiert hat; 3. den Reiteroberst Wang=chang=quoi, welcher die Niedermetzelung des amerikanischen Missionars Bengler mit Frau und kleiner Tochter, die in sein Lager flüchteten, befohlen hat. Das Urteil ist an diesen drei Verurteilten am Dienstag, den 6. November, morgens 10 Uhr, in Gegenwart von Vertretungen der Garnison Paotingfu an der Stelle vollstreckt worden, wo der englische und amerikanische Missionar niedergemetzelt wurden. + Der„Schwäb. Merkur" veröffentlicht einen Brief, den der Tübinger Professor Dr. Küttner, der auch eine Ambulanz in Südafrika geleitet hat, unter dem 28. November aus Jangtsun geschrieben hat. Dem Briefe entnehmen wir folgende Ausführungen über die Chinesen:„Wehe dem Armen, der dem Boxergesindel in die Hände fällt! Eine teuflische Erfindungsgabe besitzt der Chinese im Ansinnen gräßlicher, für das Nervensystem der tierisch=stumpfsinnigen Kulis zugeschnittener Martern. So wurde vor kurzem einer unserer Leute befreit, dem sie schon die Haut abzuziehen begonnen hatten. Einen indischen Reiter haben sie auf die Erde festgebunden und über seinem Kopf ein mit Papier überspanntes Gestell angebracht, von welchem aus durch ein feines Loch dünner Sand auf das Gesicht des Gefesselten hinunterann. Auge, Mund und Nase werden langsam durch den rieselnden Sand verdeckt, und der Arme erstickte in langem Todeskampf. Noch viel schlimmere, wahrhaft unglaubliche Scheußlichkeiten zu schildern, sträubt sich die Feder; daß die Quälereien über 5 bis 6 Tage ausgedehnt und durch Ausreißen sämtlicher Nägel, Haare und Zähne eingeleitet wurden, ist mehrfach vorgekommen. Ich kenne aus eigener Anschauung den Albanesen wie den Kaffern; peraturschwankungen von mehr als 20 Grad im Laufe des Tages sind also nicht selten; sie erschweren die Akklimatisierung ebenso sehr wie das Heizen. Ueberhaupt ist das Hausvaterspielen hier zu Lande gar nicht so einfach; Verproviantierung, Erwärmung und vor allem Sauberhaltung eines großen Hospitals erfordern bei chinesischer Bedienung, Sandstürmen, Zufrieren der Wassermenge und selbst für Kriegszeiten ungewöhnlichen Zuständen viel Geduld und Kopfzerbrechen. Ueber die Chinesen will ich lieber nicht viel sagen, denn in diesem Punkt bin ich Partei geworden, seit ich mit Chinesen gebaut und unter ihrer Unreinlichkeit und Unehrlichkeit gelitten habe. Uebrigens findet man auch entschieden angenehme Chinesen und bisweilen unter ganz gewöhnlichen Kulis hervorragend begabte Individuen, die bei guter Ausbildung gewiß Vorzügliches leisten würden, wenigstens so lange, bis sie genügend Geld verdient hätten. Erstaunt war ich über manche technische Errungenschaft der Chinesen, die offenbar Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende alt ist. Da haben wir uns in Europa etwas eingebildet auf die Erfindung des Magazingewehres. Welche Anmaßung! Der Chinese kennt Magazin= und Selbstladearmbrüste schon seit Urzeiten; wir haben hier eine ganze Anzahl solcher Waffen gesehen. Zehn Pfeile werden, wie beim modernen Gewehr die Patronen, in einen„Kasten“ gelegt und fallen durch ihre Schwere nach einander auf die Sehne. Mittels eines Hebels wird abgeschossen und sofort wieder gespannt, so daß die zehn Pfeile in weniger als einer halben Minute geschleudert werden.“ + Wie verlautet, ist von Seiten der Vereinigten Staaten von Nordamerika an Deutschland das Ansinnen gestellt worden, seine Truppen aus China zurückzuziehen. Nachdem jedoch die deutsche Regierung erklärt hat, dieser Anregung keine Folge geben zu können, ist der amerikanische Vorschlag wieder fallen gelassen worden. Begründet wurde die deutsche Ablehnung damit, daß es unmöglich sei, die Okkupation Pekings und der Provinz Tschili aufzugeben, bevor nicht ernsthafte Garantien für die Erfüllung der Friedensbedingungen vorliegen, insbesondere auch die Zahlung einer ausreichenden Entschädigung gesichert sei. Die erforderliche Summe wird vermutlich eine Milliarde übersteigen, zu deren Aufbringung China aus eigenen Mitteln nicht imstande ist. Der einzige Weg wäre die Heranziehung des ausländischen Kapitals, deren Voraussetzungen wären aber drei: Verdoppelung der chinesischen Seezölle, Umwandlung der Likinabgaben(d. h. Kanalschiffahrtszölle) in feste Zuschläge zu den Seezöllen und eine Finanzkontrolle über die Zollverwaltung. Die Schwierigkeit der Schaffung dieser Voraussetzungen liegt darin, daß die Erhöhung der Seezölle, welche von China schon längst erstrebt ist, bisher am Widerspruch einzelner Mächte gescheitert ist. Diese Mächte müssen jetzt, wenn sie die Räumung Pekings beschleunigen wollen, wohl oder übel ihren Widerstand gegen die Erhöhung oder gar Verdoppelung der Seezölle fallen lassen. Lokales. Stadt und Kreis. 26. Januar. am Wochenschluß die mit dem Na** Schwerte, ** Wie in jeder geordneten Familie es die bekannte„gedrängte Wochenübersicht" giebt, men„Klops“ bezeichnet wird, so haben auch wir bisher unseren Lesern regelmäßig in der Sonnabends=Nummer eine Art„politicosozialen Klops“ serviert, d. h. eine flüchtige Zusammenstellung der Ereignisse der Woche. Der Vergleich unserer Wochenschau mit dem beliebten„Klops“ ist kein ganz zufälliger und willkürlicher. Denn im Vordergrund der Ereignisse stand in dieser Woche das Krönungsjubiläum zu Königsberg; es ist daher natürlich, daß die Rückschau diesmal ungezwungen den Charakter eines litterarischen„Königsberger Klopses" annimmt. Doch soll von diesem Ingredienz nur soviel hinein, als Knoblauch in einen rechtschaffenen Hammelbraten gehört, nämlich ein Hauch, eine Erinnerung. Und so wollen wir nur den 12 Minuten 12 Sekunden— nach anderen Messungen 12 Minuten 32½ Sekunden— langen imposanten Zug der Fackelträger noch einmal vor uns im Geiste vorüberziehen, noch einmal das Feuerwerk aufblitzen lassen und uns noch einmal der Lieder unserer Vereine, der zündenden Beredtdsamkeit unseres Stadtoberhauptes erinnernd erfreuen und sodann zu einem anderen Thema übergehen. Dies Thema, das Wetter, ist in dieser Zeit der meteorolobeide sind unmenschlich, aber sie sind doch beide Stümper gegen gischen Anarchie unerschöpflich.„Rom im Schnee" und in Paris die gelben bezopften Bestien. Welch ein Unterschied gegenüber 9 Menschen erfroren, während in Schwerte Herr Kühnholz,## singstraße, nun gar schon Kohlweißlinge fängt, die Hellpothstraße unter Wasser steht und die Chausseen unpassierbar sind— das kennzeichnet den heutigen Januar. Der Landwirt wird zwar nicht unzufrieden sein. Wir hatten in dieser Woche den Fabian Sebastian Läßt den Saft in die Bäume gahn, ferner den Hauptwettertag, den Vincenztag, von dem es heißt: Vincenz Sonnenschein Verheißt viel Korn und Wein, und endlich den gleichwichtigen 25. Januar Pauli Bekehr Kommt der Winter wieder her. Wenn Pauli Bekehr viel Nebel fällt, Der Tod gern Ernte im Lande hält. Das eröffnet, da wir Sonnenschein hatten, die frohe Aussicht, daß nicht des Schnitter Todes Sense, sondern der lebenden Schnitter Sichel die Ernte im Lande halten und es auch in diesem Herbst Korn und Wein in Fülle geben wird. So fröhlich für den Landmann, so betrübend war die Woche für die Jünger des Sankt Hubertus, denn sie brachte den Schluß der Hasenjagd. Zwar behaupten Leute, die aus Ostpreußen, Schlesien und der Börde Sachsens gekommen sind— und Einheimische haben ihnen zugestimmt— daß es in Schwerte mehr Jäger als Hasen giebt, da heute jeder einigermaßen anständige Mensch den Jagdschein in der Tasche hat. Indessen ist der Hase gewöhnlich nicht da, wo die Herren hinschießen, und so hat der echte mann doch noch manche Gelegenheit, einen„Krummen" zur Strecke zu bringen. Die Sportsmen unter unseren Lesern werden es uns verzeihen, wenn wir ihnen statt des verheißenen Klopses ein kleines„Jagddiner" servieren. Bei der Treibjagd in Holzen ereignete sich ein Vorfall, der an die fascinierende Gewalt der Schlangen erinnert. Als dort der Hund unseres Stadtförstirs vor einem Hasen stand und der Jäger eben anlegte, sprang der erschreckte Hase dem Hund ins Maul! Er wurde natürlich sofort von demselben abgefangen. Zu gleicher Zeit sprang dicht daneben ein zweiter Hase auf. Derselbe wurde im nämlichen Augenblicke von einem anderen Jäger geschossen und vom Hunde desselben apportiert, sodaß die beiden Hunde neben einander jeder einen Hasen im Maule hatten— ein Anblick, der jedes Jägerherz baß erfreute. Auf dieser Jagd wurden 9 Hasen, 2 Kaninchen, 1 Ringeltaube und 1 Krähe von den 6 Jägern zur Strecke gebracht. A propos Ringeltaube: der eine Jäger dachte, er hatte die Ringeltaube im Rucksack, es war aber die Krähe. Was ist ein Name? Junge Krähe oder Schwarztaube, ein kluger Mann versteht schon ein Frühstück daraus zu machen.„Herr Wirt, diese Ringeltaube für morgen. Ich werde sie selbst in die Küche bringen, um der Köchin noch Anweisung zu geben, wie sie zubereitet werden muß.“ Sofort Kopf abgehackt, Beine abgehackt und gerupft. Am andern Morgen Jagd=Dejeuner. Der Wirt gab die Flasche Wein. Die Herren hatten gute Zähne und von der „Ringeltaube" blieb nichts übrig. Und à propos Hase. Der eine Jäger schob den Hasen, den er erlegt, in den Rucksack und schwelgte schon in Gedanken in dem Genuß des Bratens. Aber es giebt böse Menschen, die wissen, daß ein 6pfündiger Mauerstein weich umwickelt, so schwer wiegt und sich nicht schwerer trägt, als ein 6pfündiger„Krummer.“ Und der Aermste fährt nach Sölde und schleppt von der Station aus den versteinerten Hasen noch 1½ Stunde weit nach Hause, und als er endlich schweißtriefend angelangt und der Gattin triumphierend den Rucksack hinhält— die Feder sträubt sich, den Jammer auszumalen, sie waren beide versteinerter als der Ziegelstein. Gab es einen Rübezahl des Sauerlands, der den Menschen Streiche spielt? Oder war es der Till Eulenspiegel Schwerte's? Drollig war auch, was einem echten Weidmann, der nur gewohnt war, Raubzeug zu beschleichen, bei seinem ersten Debut als Hasenjäger widerfuhr. Als guter Schütze brachte er auch schon nach den ersten 2 Schüssen einen Krummen zu Strecke. Der Schuß war aber nur in den Kopf gegangen und mußte einen Drehkater erzeugt haben, denn der Hase tanzte wie unsinnig im Kreise herum. Ein Schuß war nicht mehr im Lauf und so sprang der Schütze hinzu, um unserem Lampe mit dem Kolben den Garaus zu machen. Leider giebt es auch unter den Hasen Dickköpfe, und beim ersten Schlag flog der Kolben ab und der Jäger hatte zum Gaudium der Gesellschaft die beiden Läufe in der Hand. Das war die erste und vielleicht die letzte Hasenjagd unseres„Keulenschwingers.“ Auch zwei Raubvögel sind in letzter Zeit erlegt worden. Auf der Fahrt von Schwerte nach Lichtendorf sah ein von der Jagd heimkehrender Gutsbesitzer in der Nähe seines Hauses einen kapitalen Bussard von einem Bache auffliegen und sich auf einer etwa 150 Meter vom Wagen entfernten Buche niederlassen. Während der Fahrt eine Kugel in den Lauf stecken, das Gewehr an die Backe reißen, Zielen, Losdrücken und das Raubzeug herunterholen, war das Werk eines Augenblicks. Weidmann's Heil— das war ein Meisterschuß Der königliche Vogel starb nicht ganz ungerächt, denn als ein Begleiter des Schützen ihn aufheben wollte, schlug er ihm die Fänge in die Hand, zum Glück ohne schwerer zu verwunden. Die Beute ziert jetzt ausgestopft die Halle des Hauses. Der andere Raubvogel wurde auf seltsame Weise gefangen. Ein Spaziergänger bemerkte auf einem Baum des Ohls, oder besser Ohlbergs, hart an der Chaussee einen Habicht. Etwas Ungewöhnliches im Gebahren des Vogels veranlaßte ihn näher zu treten, worauf der Habicht auf einen anderen Baum flog, dort aber in den Zweigen hängen blieb. Er war nämlich beim Besuch eines Hühnerhofes mit einem der Fänge in eine Rattenfalle geraten und schleppte die Falle nebst Leine mit sich. Die letztere aber verwickelte sich in den Zweigen und so war das Tier gefangen. Der Spaziergänger brauchte nur ein wenig zu klettern, um die Leine zu erhaschen und den Habicht herunterzuholen. Was der Vogel dabei gedacht hat? Was anderes als:„Du bist doch ein rechter Pechvogel!“ Zum Schluß sei noch erwähnt, daß auf den städtischen Wasserwerken in dieser Woche von einigen Angestellten ein großer Marder erlegt wurde, der gerade eine Ratte gewürgt hatte. „.**(Kriegerverein). Der Vorstand des hiesigen Kriegervereins S; am Donnerstag im Restaur nt der Witlu= Zurnieden eine nnerstag im Restaur nt der Witwe Zurnieden eine hurte:“ ab, um sich über die Veranstaltungen für die Kaisergealetagsfeier schlüssig zu machen, welche am Sonntag den 27. ##dar im Vereinslokale(Restaurant Hagemann) stattfinden wird. bis 7 n. Jelgendes Programm aufgestellt: nachmittags von 5 Heren„“ Konzert der Kavelle Brandtscheit=Hengsen; Festrede des veeen Sanitätsrat Dr. Tütel; Ball. ** Unter dem Vorsitze des Kreisschulinspektors Pfarrer Graeve fand hier gestern eine Spezial=Lehrerkonferenz der Bezirke Schwerte und Westhofen statt. Nach einer Probelektion in der ersten Mädchenklasse aus dem Gebiete des Aussatzunterrichts wurden die Verhandlungen im Lokale des Herrn Ostermann fortgesetzt. Hier wurde zunächst Bericht über die Kasse der Lehrerbibliothek erstattet und seitens des Herrn Vorsitzenden verschiedene Verfügungen der König ichen Regierung zu Arnsberg mitgeteilt. Dann wurde über das Thema:„Wie ist der Aussatz vorzubereiten, damit eine möglichst selbständige Leistung des Schülers herauskommt," verhandelz. Für die Konferenzen im Jahre 1901 wurden folgende Termine festgesetzt: 6. Februar, 6. März, 17. April, 18. Mai, 12. Juni, 10. Juli, 7. August, 18. September, 23. Oktober, 27. November und 18. Dezember. ** Im städtischen Schlachthause wurden in der Woche vom 18. bis 25. Januar geschlachtet: 1 Ochs, 11 Kühe, 4 Rinder, 55 Schweine, 14 Kälber, 3 Ziegen, 1 Pferd. Eine Feldpacketpost nach China geht wieder am 6. Februar von Hamburg ab. Sendungen für diese sind möglichst zeitig zur Auflieferung zu bringen, damit die Packete rechtzeitig dem Postamt 5 in Bremen eingesandt werden können. Diese Feldpost trifft am 23. März in Shanghai ein, sodaß unsere Truppen Liebesgaben etwa Anfang April erhalten. Befördert werden Pakete bis zu 5 Pfund, die nicht erheblich über 35 cm lang, 15 cm breit und 10 cm hoch sind. Die Verpockung muß dauerhaft aus Kistchen oder Karton mit feser L inwand bestehen. Die Aufschrift wird mit einer Feldpe stkarte hergestellt. Das Porto beträgt eine Mark. Zulässig sind auch Geldbriefe bis zi 150 M. Wert und 250 Gramm Gewicht. Geldbriefe bis zu 150 M. Wert und 50 Gramm Gewicht sind portofrei. ** Wie von wohlunterrichteter Seite versichert wird, planen die Herren der de Beers und des Witwaterrands einen Raubzug auf die Taschen derjenigen, die ihr Geld in Goldminen=Aktien angelegt haben. Sie wollen die gegenwärtige Lage in Südafrika dazu benutzen, einen Kurssturz der Aktien herbeizuführen, dann die Aktien für einen Spottpreis aufkaufen, um so die Rhodesleute zu absoluten Herren aller ergiebigen Gold= und Diamantengruben Südafrikas zu machen. Wer also Aktien dieser Art besitzt, suche sich beizeiten zu decken, daß er die Baisse aushalten kann. Wer das nicht kann, der verkaufe beizeiten! (Berichtigung). In dem gestriegen Bericht über die Amtsversammlung zu Westhofen ist statt: Schulte gen. Prinz zu lesen: Schulte gen. Nähring ** Aplerbeck, 24. Jan. Der Musiklehrer P. ist beschuldigt, am 15, August v. I. in der Westermann'schen Gastwirtschaft sich einen fremden Spazierstock im Werte von 22 Mark angeeignet zu haben. Bei der gestrigen Verhandlung var dem Hörder Gericht wurde ein neuer Termin anberaumt, da weitere Zeugen geladen werden sollen. ** Hörde, 24. Jan. Bei der am 13. d. Mts. von der Reisevereinigung„Westfalia“ Dortmund veranstalteten Militär=Brieftauben=Ausstellung errang der hiesige Brieftaubenliebhaber=Verein„Kriegspost“, 13 Preise, welche folgenden Herren zufielen: 1. Klasse: I. Ingenhofen 5., G. Falkenberg 7., F. Nunkesser 34., 2. Klasse: F. Nunkesser 1., 4., 28., W. Stiepers 8., W. Grünewald 22. F. Hohoff25., F Nolte 35. 3. Klasse: F. Nunkeffer 2., 3. 4 Klasse: F. Nunkesser 1. Ferner wurde demselben Verein für die im vergangenen Jahre veranstalteten Fliegen vom Königl. Kriegsministerium 1 silberne und eine bronzene Staatsmedaille verliehen.— Auf dem städtischen Schlachthofe wurden in einem frischgeschlachteten Schweine Trichinen gefunden. Das Tier wurde sofort verbrannt.— Wegen Betrugs ist die 15jährige und trotz ihrer Jugend schon vorbestrafte Dienstmagd Marie Förster zu 4 Wochen Gefängnis verurieilt worden. Dieselbe stand bei einer hiesigen Herrschaft in Diensten und hat während dieser Zeit verschiedene kleinere Geldbeträge an sich behalten, indem sie für eingekaufte Sachen einen höheren Preis angab, als sie in Wirklichkeit bezahlt hatte. Eigener Depeschendienst der„Schwerter Zeitung“. Hd. Berlin, 26. Jan. In politischen Kreisen verlautet, daß der Reichskanzler heute im Abgeordnetenhause die Stellung der Regierung dem wichtigen Zolltarif=Antrag gegenüber darlegen wird. Hd Berlin, 26. Jan. Nach einem Telegramm aus Kiel wird Prinz Heinrich am 27. Januar an Bord des Linienschiffes„Baden“ als Flagschiff die Reise nach England antreten. Nach Beendigung der Parade im Hafen von Spirhead geht die„Baden“ mit Prinz Heinrich an Bord nebst dem Kreuzer„Freya“ nach Holland, während die übrigen Kriegsschiffe zu ihren Stationen zurückkehren. Hd London, 26. Jan. Das Programm für den Trauerzug bei den Begräbnisfeierlichkeiten ist folgendes: An der Spitze des Zuges marschieren Truppen, dann kommen die Herolde, Richter, Privaträte und Bischöfe. Von hohen Beamten werden die Insignien der Krone von Hannover und England dem Sarge voran getragen. Hinter dem Sarge, der auf einer Geschützlafette ruht, folgt der König zu Pferde, nach ihm die Prinzen des kgl. Hauses mit ihren Ordonnanzoffizieren sowie die anwesenden Fürstlichkeiten. Die Mitglieder beider Kammern, werden den Sarg bei der ViktoriaStation erwarten. Hd. Lon don, 26. Jan. Laffans Bureau meldet aus Peking: Die Vertreter der Mächte sandten an die chinesischen Friedensvermittler eine Kollektivnote, worin sie erklären, daß die chinesischen Friedensvermittler den Schlußparagraphen der Friedensbedingungen schlecht ausgelegt hätten. Von einer Räumung Chinas könne nicht eher die Rede sein, als die Bedingungen voll erfüllt seien. England, Deutschland und Frankreich bestehen auf der Hinrichtung sämtlicher schuldiger Beamten, während Japan, Rußland und die Vereinigten Staaten für mildere Behandlung eintreten. Hd New York, 26 Jan. Die Anordnung des Präsidenten Mac Kinley, die Flagge des Weißen Hauses auf Halbmast zu setzen, hat in der Presse vielfach ungünstige Beurteilung erfahren. Infolge dessen hat der Präsident erklärt, er habe diesen Befehl nicht gegeben, weil Englands Königin gestorben sei, sondern weil Königin Viktoria als Frau und Fürstin hervorragende Eigenschaften besessen und stets eine große Freundschaft für die Vereinigten Staaten an den Tag gelegt habc. Hd London, 26. Jun. Bei der Abreise König Edwards nach Osborne ereignete sich auf dem Bahnhof folgender Zwischenfall. Ein elegant gekleideter Mann drängte sich an den Kammerherrn des Königs und sprach ihm den Wunsch aus, einen Brief, den er in der Hand hielt, dem Könige, welcher bereits in den Salonwagen eingestiegen war, überreichen zu dürfen. Der Kammerherr, da ihm das Gebahren des Fremden überaus seltsam vorkam, ließ ihn verhaften, wobei der Brief beschlagnahmt wurde. Derselbe, ein zusammengefaltetes Telegramm=Formular, enthielt nur die Worte:„Ich wünsche meine geliebte Königin zu sehen.“ Man glaubt es mit einem Geistesgestörten zu thun zu haben. Hd London, 25 Jan. Um ihrer Vorliebe für die Marine ihres Landes Ausdruck zu geben, hat die Königin Viktoria verfügt, daß ihr Sarg auf einer Geschützlafette gefahren werden soll. Ueberhaupt wird die Marine bei den Beisetzungsfeierlichkeiten die bedeutendste Rolle spielen. I.d London, 25. Jan. Der Kommandeur der kgl. Dacht„Alberta“ hat Instruktion erhalten, das Schiff in Bekeitschaft zu setzen, um die Leiche der Königin nach Portsmouth überzuführen, wo bei der Landung imposante militärische Feierlichkeiten in Aussicht genommen sind. Hd. Paris, 26. Jan. Die hiesigen Morgenblätter wissen zu melden, daß in Warschau 8 Deutsche wegen Spionage verhaftet und nach gerichtlicher Unteesuchung des Falles nach Sibirien transportiert worden seien(?). Für den redaktionellen Teil verantwortlich: ranz Mille Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern morgen 5 Uhr meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwiegervater und Grossvater, den Landwirt Carl Schmiemann im Alter von 64 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Dieses zeigen tiefbetrübt an mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen. Hohensyburg, Berchum. Forsthaus Dehrt b. Haspe, den 26. Januar 1901. Die Beerdigung findet Montag, den 28. Januar, nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause aus statt. Turnverein „Eintracht“ Schwerte (Mitglied der deut chen Turnerschaft.) Zur Beerdigung des verstorbenen Mitgliedes Fritz Schulle tritt der Verein sonntag, den 27. Jan., nachmittags 2¼ Uhr, im Vereinslokal (C. Raffin) an. Der Turnwart. Holz=Verkauf. Dienstag, 29. d. Mts. vormittags 10 Uhr, werde ich in der Waldung des Gockel'schen Gutes zu Overberge„auf'm Keller“ 60—100 Nummern Larchen, zu Balken, Sparren, Frechtungsstangen, Leiterbäumen, Drahtpfosten 2c. geeignet und ca. 40 Nummern Brandholz nummerweise meistbietend gegen Kredit verkaufen. Zusammenkunft beim Wirt Pampus u. an Ort u. Stelle. Schulte, Aukt.=Kommissar, Schwerte. * Areng wrte u. olote der zugsquelle! In mehr als 150 000 Familien im Gebrauche! Gänsefedern, Gänsedaunen, Schwanenfedern, Schwanendaunen u. alle anderen Sorten Bettfedern. Neuheit und beste Reinigung garant.! Preisw. Bettfedern p. Pfund für 0,60; 0.80; 1 M; 1,40. Prima Halbdaunen 1.60;1,80. Polarfedern: halbweiß2; weiß 2,50. Silberweiße Gänse= u. Schwanenfedern 3:3,50; 4; 5; desgleichen Daunen 5,75; 7; 8; 10. Echt chinesische Ganzdaunen 2.50; 3. Polardaunen 3;4; 5 M. Jedes lieb. Quautum zollfrei geg. Nachn.! Zurücknahme auf unsere Kosten! Pecher& Co. in Herford Nr. 30 in Westfalen. Proben u. ausführl. 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Dezember 1900 für das Jahr 1901 einneue Arzneitaxe erlassen worden ist. Die Taxe ist von Gärtners Verlags=Buchhandlung(Her mann Heyfelder) zu Berlin S. W. Schönebergerstraße 26, sowie von allen inländischen Buchhandlungen zum Preise von 1.20 Mars zu beziehen. Arnsberg, den 8. Januar 1901. Der Regierungspräsident. J. B.: Syude. AR X Das von dem Steinbruch- und Dampfziegelei-Besitzer Custav Heufer in Westhofen im modernsten Style neu erbaute, prachtvoll und comfortabel eingerichtete direkt am Bahnhofe, ist eröffnet und hält Bie sich bei ff. Dortmunder und anderen Bieren, prima Weinen, vorzüglicher Küche, prompter Bedienung, guten Betten und civilen Preisen allen Besuchern Westhofen’s und der Hohensyburg angelegentlichst empfohlen. Westhofen a. d. Ruhr. Geschäftsführer. ** X X X X X X X X Aasverkauf Von heute ab bis Mittwoch, 30. Januar abends geben wir X Bekanntmachung. Zur Aufnahme der Gesuche der Mannschaften der Reserve, Marinereserve, Landwehr, Seewehr, Ersatzreserve, sowie der ausgebildeten Landsturmpflichpflichtigen 2. Aufgebots, welche gemäß§ 123, 1 u. s. w. der Wehrordnung auf Zurückstellung bei etwaiger Einberufung zu den Fahnen pro 1901 Anspruch machen, habe ich Termin auf Dienstag, den 12. Jebruar, vormittags von 9—12 Uhr, im hiesigen Magistratsbureau(Meldeamt) anberaumt. Militärpapiere, Steuerzettel und sonstige auf das Gesuch bezug habende Dokumente sind vorzulegen, auch sind etwaige Schuldenzinsen nachzuweisen. Schwerte, 24. Januar 1901. Der Bürgermeister: Rohrmann. Die sparsame Hausfrau verwendet UEE Bekanntmachung. Zur Aufnahme der MilitärReklamationen für die Ersatz Aushebung 1901(Jahrgänge 1881, 1880, 1879 und ältere) ist Termin auf Dienstag, den 5., Mittwoch, den 6. und Donnerstag, den 7. Februar 1901, vormittags von 9—12 Uhr, im hiesigen Magistratsbureau(Meldeamt) auberaumt. Die früheren Reklamationen, welche aufrecht erhalten werden sollen, sind zu erneuern und etwaige Veränderungen glaubhaft nachzuweisen. Bezüglich des jüngsten Jahrganges(1881) sind die Steuerzettel, sowie der Nachweis über etwa vorhandene Schulden, die Geburtsatteste der Eltern u. Geschwister des zu Reklamierenden und etwa sonstige auf die Reklamation Bezug habende Dokumente mit zur Stelle zu bringen. Schwerte, 24. Januar 1901. Der Bürgermeister: Rohrmann. Zweistöckiges H1 Wohnhaus mit gr. massiver Werkstelle und Garten umzugshalber unter der Hand zu verkaufen. Näh. bei Joseph Schperte=Ergster Chausse 98. Bekanntmachung. Der Haushalts=Plan des Amtes Westhofen, sowie die Haushalts Pläne der EinzelGemeinden hiesigen Amtsbezirks für das Rechnungsjahr 1901 liegen vom 26. ds. Mts. ab 14 Tage lang auf hiesigem Amtsbureau zur Einsicht offen. Westhofen, 25. Januar 1901. Der Amtmann: Graf Haslingen. Bilantnchang. Der für die Geschwister Gockel zu Overberge auf den 26 d. Ats. angesetzte HolzverKauf findet an diesem Tage nicht statt, vielmehr ist derselbe auf nächsten Dienstag, den 29. d. M., vormittags 10 Uhr, verlegt. Schulte, Auktions-Kommissar. bei Einkäufen von 10 Mk. an die Artikel, welche wir infolge Warchnausstede. Geseches aufgeben. *) Dortmund. Steinstr. 1—3. Wir bitten unsere 8 Schaufenster genau zu besichtigen. o Versetzungshalver ist die von Herrn Robin bis jetzt innegehabte Wohnun; bestehend aus 5 schönen Räumen, abgeschlossene Etage, pr. 1. April anderweitig zu vermieten. Aug Müller, Hörderstr. 14. Zwei schöne Mansardenzimiltt mit Zubehör zum 1. Februar oder später zu vermieten. Eine Wöhnung von 3 Zimmern, auf Wunsch auch Bodenkammer, nebst Zubehör pr. 1. Mai zu vermieten. Näheres in der Expedition. Wellenbad Geisecke. Ein ordentliches Mädchen gesucht zum 1. Mai von Frau h. Ersternbrink. Verantwortlich fur den cedaktionellen Teh: Franz Miller, für den Anzelgenteil:„Julins Humme in Schwerte. Drus und Verlag von Karl Braus in Schmerte Rechnungsformulare empfiehlt Carl Braus. Hondet Nachäichen. Dortmund, 24. Jan. Fruchtmarkt. Weizen westf. 16.00—10,00 Dortmund, do. fremd. 17,25—18.25 Duisburg; Roggen westfäl. 14,75 bis 00,00 Dortmund, do. fremder 15,25—16,25 Duisburg, Hafer westf. 14,25, do. fremder 14,00 bis 14.50 Duisburg; Futtergerste 13.00 bis 13,10 Duisburg, Mais 11,25 bis 11,50 M Duisburg. Bei schwachem Besuch zeigte der Markt abwartende Tendenz. Umsätze bewegten sich in engen Grenzen. „"* durch fabelhaft billige Preise unser diesjähriger Inventur-Ausverkauf. Granderg 8 Tie Dortmund. C# * a vormals Scherbel& Cle. Westenhellweg 1—3. 95 ### Mu K