Amtiiches Kreissicht für den kreis börde. Hrmmmmmreemmmmmmmemri „teadanser äinhar-ä. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile oder deren Raum 10 J, außerhalb 15, Reklame=Zeile 40 J. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, FernsprechAnschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. Ro 21. Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Abonnementspreis pro Qartal 1 Mark 65 Pfg., exel. Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regie=130 Pfg. Bestellgeld wenn durch die Post bezogoen. Erscheint an rung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts= jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter verbindliche Kraft.1. Familienfreund.:“ 54. Jahrgang erte, Freitog, 25. Jonuar 1901. Schiesserichte spreußen die Summe von 10000 Mark zwecks Bekämpfung der sich gegen die Behauptung, daß Preußen noch immer an der Kaufmännische Schieesteriche-:(Granulose— einer namentlich unter Schulkindern grassierenden Der Deutsche Reichstag wird sich demnächst mit einem An=Augenkrankheit— überweisen lassen. trage des nationalliberalen Abgeordneten Bassermann zu be95 der Eisenbahnen marschiere. Das Gegenteil sei der Fall. Die preußischen Staatsbahnen seien in allem und jedem weit hinter anderen Ländern zurück. Es fehle auch die Kraft der Initiative, die durch den Finanzminister gelähmt werde. Eisenbahnminister Seine Majestät der Kaiser huldreichst geruht habe, v. Thielen suchte von der Rednertribüne herab Punkt für Punkt Sänger habe dem serei vorgeworfen; mit (Reichstag). Sitzung vom Donnerstag d. 24. d. M. schäftigen haben, durch den die Reichsregierung aufgefordert Präsident Graf Ballestrem eröffnete die Sitzung mit der Mitwerden soll, einen Gesetzentwurf zur Errichtung kaufmännischer teilung, daß Schiedsgerichte auszuarbeiten. Aehnliche Aufforderungen richtete seinen herzlichen Dank für das vom Reichstage ausgedrückte Bei= dieser Vorwürfe zurückzuweisen. Der Abg. der Reichstag bereits im Jahre 1897 nach der Verabschiedung des leid auszusprechen. Erster Gegenstand der Tagesordnung war die Finanzminister Profithunger und Plusmacherei neuen Handelsgesetzbuches und im Jahre 1899 durch einen Initia= Interpellation des Abg. v. Glembocki betreffend Nichtbeförderung solchen Aeußerungen habe sich der Abgeordnete auf das( tiv=Antrag Agster=Bassermann an die Reichsregierung. Bisher von Postsendungen mit polnischen Namen und Ortsbezeichnungen. der Presse der alleräußersten Linken begeben, die sich: ist es jedoch nicht gelungen, die gesetzgebenden Körperschaften Nachdem Statssekretär v. Podbielski erklärt hatte, vom Reichs= die blödsinnigsten Aeußerungen, die irgendwie gethan we zum Vorlegen eines derartigen Gesetzentwurfes zu veranlassen. kanzler zur sofortigen Beantwortung ermächtigt zu sein, begrün= mit Behagen abzudrucken, Als Beispiel dafür führte der M Welche Bedeutung dieser Angelegenheit in den beteiligten Kreisen dete Abg. v. Glembocki seine Anfrage unter Darlegung zahlreicher beigemessen wird und welches Interesse besonders von den organi= Einzelheiten. Staatssekretär v. Podbielski sprach zunächst seine sierten Handlungsgehilfen der Errichtung kaufmännischer Schieds= Genugthuung darüber aus, daß ihm Gelegenheit gegeben werde, gerichte entgegengebracht wird, geht u. a. daraus hervor, daß sich über die Angelegenheit auszusprechen. Die Provokation gehe jetzt sofort nach Zusammentritt des deutschen Reichstages sämt= von der polnischen Bevölkerung aus. Die Adresse einer Postsenlichen Reichstagsabgeordneten von der Verwaltung des Deutsch= dung sei kein Teil einer Korrespondenz, sondern eine Anweisung nationalen Handlungsgehilfen=Verbandes eine Denkschrift mit für die Postbehörde; erhalte sie unverständliche Ausdrücke, so Abänderungsvorschlägen zum Antrage Bassermann überreicht entstünden selbstverständlich Verwirrungen. Er stellte auf das worden ist. In dieser Denkschrift sind hinsichtlich der Gestaltung Entschiedenste in Abrede, daß er irgendwelche neue Verfügungen kaufmännischer Schiedsgerichte folgende Leitsätze aufgestellt: erlassen habe, so sehr man auch in ihn gedrungen sei. Dagegen „Diese besonderen Gerichte sind als selbständige Abteilungen mache man der Post die Sache durch allerhand unverständliche Zuden Gewerbegerichten anzugliedern; die Gerichte bestehen aus einem sätze schwer. Ganz besonders schlimm sei es geworden, als in der Vorsitzenden und mindestens einem Stellvertreter desselben, sowie polnischen Presse eine Aufforderung erschien, alle Adressen volder erforderlichen Zahl von Beisitzern; die Zahl der letzteren soll nisch zu schreiben, weil die Post polnisch verstehende Beamte anmindestens vier betragen; der Vorsitzende sowie dessen Stellver= zustellen habe. Nun kam eine Flut von Hunderttausendedn poltreter dürfen weder Prinzipal noch Gehilfe sein. Die Beisitzer nisch adressierter Postsendungen; deshalb seien die Briefe weniger werden mittels Wahl der Prinzipale und Handlungsgehilfen in pünktlich zur Beförderung gelangt. Polnische Beamte hätten auch getrennter Wahlhandlung bestellt. Die Wahl ist unmittelbar versetzt werden müssen, weil man sie zu Wahlagitationen verund geheim; zum Beisitzer soll nur berufen werden, wer das 25. leiten wollte. Den Polen könne er nur raten, zu der alten GeLebensjahr vollendet und in dem Bezirke des Gerichts seit min= pflogenheit der Adressierung zurückzukehren, im übrigen dber destens einem Jahre wohnt oder beschäftigt ist. Zur Teilnahme seine Rede in ihren Heimatorten zu verbreiten. Auf Antrag des an den Wahlen soll berechtigt sein, wer das 21. Lebensjahr voll= Abe Schädler trat das Haus in eine Besmi endet und in dem Bezirk des Gerichts Wohnung oder Beschäftigung hat; den Gerichten sind alle Streitigkeiten aus dem kaufmännischen Dienstvertrag zu überweisen; die Berufung gegen Urteile dieser Gerichte ist nur zulässig, wenn der Wert des Streitgegenstandes den Betrag von fünfhundert Mark übersteigt.“ Abg. Schädler trat das Haus in eine Besprechung über die Anfrage ein. Abg. Roeren(Ctr.) unterstützte die polnischen Beschwerden und forderte den Minister auf, die unteren Organe zu rektifizieren, wenn sie sich in den Dienst des ödesten Hakatismus stellen. Staatssekretär v. Podbielski entgegnete, daß er sich in seiner Verwaltung von politischen Rücksichten nicht leiten lasse. Abg. Kuhnert(Soz.) sah in dem Verfahren der Postverwaltung zweifellos eine Mißachtung der Reichsgesetze und der Reichsverwaltung. Wie wolle man polnische Namen verdeutschen? Was heiße Podbielski auf deutsch? Abg. Haußmann(südd. Ver.) tritt Kaiser Wilhelm hat in London zwei prachtvolle für die Polen ein, worauf Abg. Schrempf der süddeutschen DeKränze für sich und die Kaiserin bestellt und wird dieselben bei mokratie Vaterlanddslosigkeit vorwirft. Hierauf folgt die Berader Feier persönlich am Sarge niederlegen. Es wird angenom=tung der China=Relikten=Vorlage. Abg. Graf Stolberg(kons.) men, daß der Kaiser jedenfalls in Osborne bis zur Ankunft des Kronprinzen bleibt. Letzterer wird heute früh auf der„HohenPolitische Uebersicht. De: zollern" in Cowes erwartet. Es geht das Gerücht, daß der Kaiser nach der Ankunft des Kronprinzen an das Krankenbett seiner Mutter eilen wird. Die Kaiserflottille, bestehend aus der„Hohenzollern" und der„Nymphe", ist nach England abgegangen. Der Kaiser verzichtete auf die Entsendung der Torpedoboote, da die rechtzeitige Fertigstellung des„Sleipner" unausführbar gewesen wäre. Die Fahrt geht direkt nach Portsmouth. will zugleich auch den Relikten und Invaliden aus den früheren Feldzügen die Vorteile zuwenden, welche in der Vorlage den Hinterlassenen der Chinakämpfer gewährt werden. Graf Bülow erkennt diese Forderung als berechtigt und dringlich an und verspricht, das Erforderliche noch in dieser Session zu veranlassen. Darauf vertagt sich das Haus. Freitag: China=Relikten=Vorlage, Etat. —(Abgeordnetenhaus). Donnerstags=Sitzung. Tagesordnung: Eisenbahn=Etat und Kohlenteuerung. Das Ab— Der Kaiser hat anläßlich des Krönungsjubliläums dem geordnetenhaus setzte die Besprechung der Interpellation über das Verbande den vaterländischen Frauenvereine der Provinz Ost= Offenbacher Eisenbahnunglück fort. Ab. Macco(natl.) wandte die Behauptung an, daß die preußische Bahnverwaltung aus Feindschaft gegen Sachsen schlechte Wagen über die Grenze schicke, nachdem ihnen das Oel entnommen sei....“ Die Ausführungen des Ministers blieben bei der Unruhe des Hauses fast unverständlich. Abg. Fritzen(Zentr.) sprach sich über die D=Wagen und die elektrische Beleuchtung aus und verlangte zum Schluß unter starkem Beifall aus allen Teilen des Hauses, daß der Minister die Berliner Straßenbahn zur Anbringung von Schutzvorrichtungen anhalten möge. Abg. Felisch(kons.) sprach sich gegen die elektrische Beleuchtung aus. Gas sei gefährlich, denn es sei sehr brennbar.(Heiterkeit). Abg. Daub(natl.) verteidigte die Staatsbahnen. Die Gasbeleuchtung sei durchaus nicht gefährlich. Die D=Wagen hätten bei dem Offenbacher Unglück den Beweis ihrer Stabilität erbracht. Nach einem Schlußwort des Abg. Funck(fr. Vp.) war die Besprechung der Interpellation beendigt. — Es folgte die Beratung des konservativen Antrages Korn und Genossen über den Verschleiß der Kohlenproduktion. Abg. Korn(kons.) führte aus, daß die Besprechung der Frage im Reichstage nichts genutzt habe. Das Syndikat habe trotzdem die Kohlenförderung eingeschränkt. Schöne Reden werden gehalten, Aber sonst bleibt alles beim Alten!“ Es sei Zeit, die großen Kohlenhändler, die aus rücksichtsloser Profitgier mit Hilfe der Exporttarife das Inland von Kohlen entblößten, an der Einheimsung weiterer Gewinne zu verhindern. Handelsminister Brefeld teilte als Erwiderung die Verteilung der von den fiskalischen Gruben geförderten Kohlenmengen an die einzelnen Industrien und Staatswerke mit. Die Händler seien für die Verwaltung ein notwendiges Uebel(Hört, hört, links), aber man müsse ihnen doch einen bestimmten Prozentsatz Kohlen anweisen. 1896 bezifferte sich der Anteil auf 33 Prozent, im Vorjahre auf 23 Proz. und in diesem Jahre auf nur 15 Proz. Die Exporttarife könne man nicht aufheben, sonst würde das Ausland uns Gleiches mit Gleichem vergelten. Abg. Ismer (freik.) sprach sich gegen den Erlaß eines Kohlenausfuhrverbotes aus. Unterstaatssekretär Fleck sagte für die Beratung des Antrages in der Kommission eingehende Nachweisungen zu. Abg. Frhr. v. Eynatten(Zentr.) verteidigt das Syndikat, das die Kohlenpreise fest erhalten habe. Die jetzige Einschränkung der Förderung sei gerechtfertigt, weil in den Vorjahren zu viel gefördert wurde. Der Großhandel soll nicht vom Staat, sondern vom Syndikat kontrolliert werden. Abg. Gothein(fr. V.) erklärt die Kohlennot für aufgebauscht. Es erfolgte sodann Vertagung. Freitag: Etat, Anträge. Denksprüce, Speichwörter 2c. Sagt, wo der Liebe Heimat ist, Ihr Anfang, ihr Ende? „Wer's nennen könnte! Schelmisches Kind, Lieb' ist wie Wind, Rasch und lebendig, Ruhet nie, Ewig ist sie, Aber nicht immer beständig.“ Eduard Mörike. Endlich gefunden. Roman von Hedda von Schmid. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Dagmars Herz zieht sich zusammen— ein wehes Gefühl, das sie früher, auch wenn sie sich verlassen gefühlt, in ihrer freudlosen Kindheit nie gekannt, überkommt sie. Was ist es nur? Was haben Friedels spöttische Worte in ihr wachgerufen? Der kleine Alfred streckt seine mageren, zarten Aermchen aus und strebt zu ihr hinüber. Sie nimmt ihn hastig, Friedel, der übrigens nur in seltenen Anfällen herablassender Laune Kinderwärter spielt, ab und verbirgt ihre heiße Wange im Blondhaar des Kindes. „Alfred will zum Onkel Reginald,“ ruft er in dem eigensinnigen Tonfall eines kränklichen Kindes, dem man jeden Wunsch erfüllt, um es ruhig zu erhalten. „Komm mit zur Mama, Tante Dagmar, Onkel Reginald deht immer gleich zur Mama.“ Alitred hate rcht wie hatte 6s Tagmar nur früher nicht bemerken können, daß Reginald sich bei seinen Besuchen in Treuenhoff immer zuerst bei Melitta melden ließ. Als Frau durfte sie ja Herrenbesuch in ihrem Salon empfangen und erst vollends Reginald, ihren alten Jugendfreund, der ihr Bücher aus seiner reichhaltigen Bibliothek zu bringen pflegte, seit sie ihm gesagt, daß sie ernste Lektüre liebte. „Komm mit in Mamas Zimmer,“ bestand Alfred auf seiner Bitte. „Nein, mein Liebling, ich habe keine Zeit,“ erwiderte Dagmar gepreßt. Sie stellte den Knaben auf die Erde, und zurückbleibend, von einer dichten Spireahecke halb verborgen, sah sie von fern, wie Alfred Reginald, der sich eben vor der Freitreppe vom Bock schwang, jubelnd begrüßte. Sie sah, wie der stattliche junge Mann, den Knaben an der Hand fführend und von Friedel gefolgt, das Haus betrat und— sie sah es zwar nicht, aber eine innere Ueberzeugung verriet es ihr— den Weg einschlug, der zu Melittas kleinem, koketten Salon führte. „Wollen Fräuleinchen so gut sein und bestimmen, ob ich Krebssauce zu den Spargeln heute mittag nehmen soll?" erklang in diesem Augenblick die Stimme der Wirtschaftsmamsell neben Dagmar. Sie schrak empor— sie mußte sich erst besinnen, was Mamsell von ihr gewollt, dann folgte sie ihr in die Wirtschaftsräume, wo sie angefangen hatte, das oberste Regiment zu führen, und wo sie in ihrer ruhigen aber bestimmten Weise waltete. Die Leute gehorchten ihr willig; beim Hofgesinde und bei den Pächterfamilien im Dorfe war sie allgemein beliebt. Sie hatte immer für jeden einen freundlichen Gruß. Daß Dagmar sich der Wirtschaft annahm, fanden ihre Eltern und Geschwister ganz selbstverständFich. Aich feültle die uch donst ust den dande dashonant do de Gesellschaft würde sie doch niemals glänzen, dazu mangelte er ihr zu sehr an gesellschaftlichen Talenten. Und darf ich deinem Dienst mich weih'n, Und bist du meinem Arm erreichbar, So wird mein Herz voll Jubel sein, Und meiner Freude nichts vergleichbar. Mirza Schaffy. In Melittas Salon ähnelte fast kein einziges Möbel dem andern. Die zu ihrer Ankunft vorbereitete, sehr hübsche neue Ausstattung hatte die junge Frau noch durch manches originelle und geschmackvolle Stück, welches sie aus dem Auslande mitgek bracht, vervollständigt, das Gemach glich daher einem reizenden Durcheinander, in dem jedoch eine gewisse Uebereinstimmung der Farben und Formen nicht fehlte. Fächerarrangements an den Wänden zeichneten sich von dem dunklen, satten Rot der Tapete wirkungsvoll ab, geschmackvoll abgelöst von kleinen Gemälden in wertvollen Rahmen, um welche kostbare dunkle Shawls drapiert waren. Aquarelle, Landschaften aus der Schweiz, Ansichten von Nizza und der Nordsee standen auf Staffeleien auf zierlichen Phantasietischchen umher. Bilder überall, nur eins fehlte— dasjenige, welches man am ehesten hier vermutet hätte, hier zu finden:— das Bild von Melittas Gatten. Mit einer beinahe nervösen Aengstlichkeit vermied sie alles, was an Ewald gemahnte. Licht und Genuß— das war es ausschließlich, wonach Melitta lechzte, an das Beispiel, welches ihre Mutter = ihr bot, sich anlehnend, wies sie alle Schatten jenes armen Toten, r den Schatten ihres Mannes, den sie doch einst, als er noch schön und bezaubernd unter den Lebenden gewandelt, so heiß zu lieben I gemeint. — In der Budgetkommission des Reichstages hat der Regierungsvertreter die erfreuliche Erklärung abgegeben, daß Bestrafungen von Beamten, weil sie sich mit Petitionen an den Reichstag wenden, im Eisenbahnressort künftig nicht mehr vorkommen würden. — Die Kohlendebatte, die am Mittwoch die Budgetkommission des Reichstages beschäftigte, wird in den nächsten Tagen eine neue und anscheinend vermehrte Auflage im preußischen Abgeordnetenhause finden. Den Anlaß dazu bietet dem Landtage der Antrag des konservativen Landtagsabgeordneten Dr. v. Korn=Rudelsdorf, nach welchem die königliche Staatsregierung vom Abgeordnetenhause ersucht werden soll,„die geeigneten Maßregeln zur Beseitigung der Mißstände bei dem Verschleiß der Kohlenproduktion und der daraus entstehenden erheblichen sozialen und materiellen Schäden zu ergreifen.“ — Bei der Parade der Spandauer Garnison am Tage der Krönungsjubelfeier erregte eine Neuerung allgemeine Aufmerksamkeit. Das Garde=Fuß=Artillerie=Regiment nahm zum erstenmal mit bespannten Geschützen an einer Parade teil. Es waren dies schwere Feldhaubitzen von der Art, wie sie von unseren ostasiatischen Truppen bei Erstürmung der Peitang=Forts so erfolgreich angewendet worden sind. Es fiel auf, daß die Fahrmannschaften nicht die Uniform der Artillerie, sondern des Trains trugen, sie gehören nämlich dem 3. Brandenburgischen Trainbataillon an. Wie nun berichtet wird, soll die Bespannungsabteilung späterhin, ebenso wie in anderen Garnisonen mit schwerer Artillerie, dem Regiment selbst zugeteilt werden. Belieffs des Grüßens der Unteroffiziele und Mannschaften in Civilkleidung hat der Kaiser eine Ordre erlassen. Da sich bei Ausführung der allgemeinen Bestimmung, daß Unteroffiziere und Soldaten, auch wenn sie sich nicht in Uniform befinden, jeden Vorgesetzten zu grüßen haben, betreffs der Offiziersburschen, welchen das Tragen von Livree gestattet worden ist, Schwierigkeiten ergeben haben, so werden die Gouverneure, Kommandanten und Garnisonältesten in der Ordre ermächtegt, hinsichtlich des Grüßens auf der Straße für derartige Mannschaften den örtlichen Verhältnissen entder Kaiser sagte ihr leise:„Nein, nein, ich bin es ja, Dein Enkel von den Engländern mit unglaublicher Roheit behandelt worden Wilhelm.“ Diese Worte brachten die Königin zum Bewußtsein, seien. Der Bericht schließt:„Die Genfer Konvention ist den meiund mit freundlichem Lächeln grüßte und dankte sie ihm. Als das Ende kam, wich der Kaiser nicht von der Seite der Großmutter und entfernte sich nur schmerzbewegt von Zeit zu Zeit wenige Schritte von dem Sterbelager. Oesterreich=Ungarn. = Die Führer der meisten parlamentarischen Parteien sind bereits in Wien eingetroffen, um die nötigen Vorbereitungen für Trüblingsk(sign zu twakten## sten englischen Offizieren, auch vielen Aerzten noch ein siebentes Buch Moses. Alle wissen etwas von einem Roten Kreuz, aber von den Artikeln der Genfer Konvention, die England ja seinerzeit doch auch unterzeichnet hat, haben die meisten keine Ahnung.“ + Nach englischen Berichten sollte bei dem jüngsten Angriff der Buren auf die Stadt Belfast, der bekanntlich glückte, der älteste Sohn des Burengenerals Ben Viljoen gefallen sein. Die bereits in Wien eingetroffen, um die nötigen Vorbereitungen für älteste Sohn des Burengenerals Ben Viljoen gefallen sein. Die den Beginn der Frühlingssession zu treffen. Die Aussichten auf„Deutsche Wochenzeitung in den Niederlanden“ ist in der Lage, die Arbeitsfähigkeit des neuen Hauses scheinen jedoch ungünstig dieser englichen Unwahrheit, die nur erfunden, um die Niederlage sein. Die Jungtschechen werden keine Ohstruktion treihen, dem enalischen Publikum etwas genießbarer zu machen, widerzu sein. Die Zungtschehen werden keine Obsrution treiben, aber sie werden die Regierung sofort wegen des§ 14, d. h. der eigenmächtigen Herstellung eines Ausgleichs mit Ungarn interpellieren, während v. Baerenreither, der Führer der Großgrundbesitzerpartei, zunächst den Ausgleich mit Ungarn in verdem englischen Publiktum etwas genießbarer zu machen, widersprechen zu können. Der älteste Sohn von Ben Viljoen, ein Bübchen von 6 Jahren, befindet sich im Haag und trägt dort den Schulranzen.— Daselbe Blatt schreibt: Die Buren sind unleugbar sehr gelehrige Leute; sogar das Abschneiden von Telegraphen= besitzerpartei, zunächst den Ausgleich mit Ungarn in ver= bar sehr gelehrige Leute; sogar das Ab fassungsmäßiger Weise nachträglich regeln will und dann erst drähten und das Abschneiden des Stromes haben sie den Engd. h. wenn die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit beider Reichs= ländern abgeguckt. Mit Vorliebe lagen diese zu Anfang der Enthälften gesichert ist, mit der Regierung ein Hühnchen betr. des deckung der Goldfelder diesem damals sehr lucrativen Sport ov. „Staatsstreichs" pflücken will. Durch die Strategie der Jung= Die Börsenjobber machten sich kein Gewissen daraus, beim Betschechen würde der§ 14=Ausgleich natürlich für ungiltig er= kanntwerden der Entdeckung neuer goldhaltiger Riffe eine kurze klärt und die wirtschaftliche Trennung von Oesterreich und Ungarn Störung der Leitung zu bewerkstelligen, um inzwischen die Aktien zur Thatsache werden. Um dies zu verhindern, müßte die Regierung das Haus vertagen. Das hätte aber zur Folge, daß die österreichische Delegation(Parlaments=Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten) nicht verfassungsgemaß vom Hause gewählt aufzukaufen, die später kolossal steigen mußten. Von 1885—88 hatten die Richter die Hände voll mit der Aburteilung von Fällen, in denen gewissenlose Spekulanten die Linie„abgezapft“ hatten, indem sie mit derselben weit außerhalb Johannesburg, in unsprechende allgemeine Bestimmungen zu geben, durch welche eine Beschränkung des Grüßens stattfinden darf. Innerhalb der einzelnen Truppenteile ist die Art des Grüßens der Offiziersburschen u. s. w. durch ihre Kommandeure zu regeln. Die Anklage gegen den Polizeikommissar Thiel ist dem lt worden; sie lautet cuf Bestechung im Angelegenheiten) nicht verfassungsgemäß vom Hause gewählt zwer m## werden kann, die ganze Maschine also wieder still steht. O du wirtlicher Gegend, einen kleinen Apparat verbanden, um sich ein Oesterreich! über die Börsenmanöver zu orientieren. Die Regierung hatte Rußland. allerdings keinen Schaden dabei. Es war der„gesteel der Uit= In Kiew und Rußland sind große Studentenunruhen landers"(Spitzbüberei der Fremden) unter einander. Gegen In ersterer Stadt sind 150, in Petersburg 80 Stu= wärtig haben die Engländer sehr unter dem„gestee!“ der Budenten verhaftet. Die Regierung ist entschlossen, die Unruhen ren zu leiden. wenn nötig, mit Waffengewalt zu unterdrücken. Wirren in = Die Abreise des Zaren von Livadia nach Petersburg ist„. Die chinesischen Unterhändler haben an die Vertreter der verschoben worden, weil in der Hauptstadt die Influenza Mächte das Gesuch gerichtet, daß die Mächte die Plätze genau angrassiert. geben, an denen die Prüfungen zu suspendieren sind, daß sie ferner Auf den Warschauer Gouverneurposten, der noch nicht die Einfuhr von Waffen zur Unterdrückung des Räuberwesens Auf den Warschauer Gouverneurposten, der noch nicht die Einfuhr von Waffen zur Unterdrückung des Räuber besetzt ist, soll ein polenfreundlicher Sttatsmann berufen werden. gestatten, das Datum für die Zahlung der Entschädigung festsetzen, = In Petersburg und Moskau giebt es 334 bezw. 109 eine Erhöhung der Zollabgaben gestatten, die Grenzen des GeZeitungen. Die meisten sind erst in den letzten Jahrzehnten ge= sandtschaftsviertels festsetzen und schließlich den Zeitpunkt für gründet worden. Wie eine russische Zeitschrift feststellt, wird die einst so Die Anlage aegen den Polizeikonmisar Ahel it den— Wie eine rusische Zeischr,, zie uuer, abes urd Cheie Beschuldigten zugestellr worden; sie lautet auf Bestechung im alltägliche Prügelstrafe, die bis 1801 selbst über Adel und Geistden Abzug der Truppen bestimmen. + Die dem Oberbefehl des Feldmarschalls Grafen Waldersee unterstellten Landstreitkräfte in China sind wie folgt verBeschuldigten zugestellr worden; sie lautet auf Bestechung im alltägliche Prügelstrafe, die bis 1801 jeton über Adel und Geist= verseg unterstellten Landstreitkräfte in Amte und Verleitung zum Meineide. Die ganze Angelegenheit lichkeit verhängt wurde, fast nicht mehr angewender. Gegen=steilt. Die deutschen Truppen liegen in 7 Standquartieren. Es dürfte in wenigen Stunden erledigt sein, da nur fünf Zeugen wärtig wird die Leibesstrafe nur noch von Gemeindegerichten stehen in Peking im ganzen 6¼, Bat., 1 Esk., 4 Patt., 1 Piongeladen sind. In der gegen den Justizrat Dr. Sello schweben=verhängt, aber immer seltener; in vielen Orten wird sie garnicht aau— oden, zjache wegen Vegünstigung ist Thief als Leuge znehr angewandt Ins den algemeinen Kriminaltrafen ist die e 6 ae s. geladen sind. In der gegen den Justizrat Dr. Sello schweben= verhängt, aber immer seltener; in virten Ootien woito see Butuzy: Komp.= etwa 6700 Mann. In Tientsin im ganzen 4 Bat., den Unterfsuchungsage wegen Veginsigung st Thiel als Zeuges nuechr angengndt. Aus den algeneinen Kriminalstrasen it dies 1 6. vereidigt worden Rutenstrafe schon längst ausgeschlossen. neuerdings vereioigr worden., schon längst ausgeschlossen. — Der deutsche Verein zur Förderung der Lurncarlant: England und Transvaal. iun Verlin nimmt an Mitgicherzaht steig zu. Er beitz Zur Jeit) 4 Einem Brief aus Kapsiadt an die„Rh.=W. Zig; entnehmen wir folgende Stellen: Ueber die wahren Vorgänge im ers er cecec ease ee e. lon landete nach 20stündiger Fahrt zwischen Utrecht und Thiel in Holland. —(Aus den Kolonien). Der Bericht der Usambara=Kaffeebaugesellschaft ist kein erfreulicher. Heute nach einem mehr als siebenjährigen Bestande der Plantage sind erst 413600 Bäume ausgepflanzt bei einem Gesamtaufwand von 840000 Mk. Die Ernten hatten im Jahre 1899 einen Wert von 10000 Mark und werden für 1900 auf etwa 15000 Mk. geschätzt sein, während die gesamten Betriebsunkosten jedoch auf 75000 Mk zu schätzen sind. Ob die Gesellschaft im Lauf der Jahre auf ihre Kosten kommen wird, erscheint fraglich. Der Kaffeebau, wenigstens in Ost=Usambara, scheint eine verfehlte Unternehmnug zu sein. Felde wird in bezeichnender Weise geschwiegen resp. gelogen. Vom 27.—29. Dezember liefen z. B. sechs lange Ambulanzzüge mit Hunderten frisch verwundeter englischer Soldaten in Kapstadt ein, ohne daß uns über deren Herkunft bis heute Aufklärung geworden wäre.— Eine Menge Personen, 40000 an Zahl, darunter 5000 Deutsche, haben im Vertrauen auf die Versicherung Roberts und Chamberlains, daß der Krieg zu Englands Gunsten beendet sei, bereits Plätze auf den Dampfern der verschiedenen 1 Esc. 3. Batt., 1 Pion.=Komp.— etwa 4150 Mann, in Paotingfu im ganzen 4 Bat., 1 Esc., 2 Batt., 1 Pion.=Komp.— etwa 4000 Mann. Schanhaikwan: die 9. Komp. des 3., 4. und 6. Inf.=Rats. mit etwa 600 Mann. Tangku=Taku: Batt. schwerer Feldhaubitzen, 1 Pion.=Komp. mit etwa 650 Mann. Tsingtau: die 9. Komp. des 5. Inf.=Regts., mit etwa 200 Mann. Außerdem: das III. Seebataillon mit zugehöriger Feldbatterie, 1. Matrosen=ArtillerieDetachement und 1 Chinesen=Kompagnie. Schanghai: die 9. Komp. des 1. und 2. Inf.=Rats. mit etwa 400 Mann.“ Von den im Vorstehenden aufgeführten Truppen versehen 3 Kompagnien den Dienst an den Etappenlinien, wozu auch die noch nicht eingerechnete 3. Eskadron des Reiterregiments herangezogen ist. Das Eisenbahnbataillon mit etwa 850 Mann befindet sich an der England. =(Der Tod der Königin). Es scheint, daß die Königin in den letzten drei Tagen nur noch gelegentlich bei Besinnung gewesen ist. Die rauhe Ueberfahrt nach Osborne bekam ihr sehr schlecht, und sie war sehr seekrank. Am Sonnabend konnte die Königin nicht mehr sprechen, doch erkannte sie den Prinzen von Wales, was sie durch Handaufheben zeigte. Am Montag nachmittag verlangte die Königin, daß man ihr ihren kleinen pommerschen Spitz bringe. Und um 5 Uhr forderte sie Hühnerbouillon und Reis. Das Leben wurde durch ausströmendes Sauerstoffgas und durch Gaben von Champagner und Brandy gefristet. Niemand in Osborne House darf die Umfriedung des Schlosses verlassen. An allen Ausgängen steht Polizei. (Tod der Königin.) Ein außerordentlich pathetischer Vorgang ereignete sich, als der Kaiser zum ersten Male an das Sterbebett seiner Großmutter trat. Im Traum befangen glaubte sie, daß ihr geliebter Schwiegersohn, der Kaiser Friedrich, vor ihr stände, britischen Südafrikalinien belegt, um herauszukommen,„sobald der Krieg vorbei ist.“ Wir geben diesen Leuten den väterlichen Rat, daheim zu bleiben. Was bilden sich die Leute ein, was ihrer hier erwartet? 75 Proz. pflegen ohne jede Subsistenzmittel in Kapstadt zu landen und liegen dann den Hilfsvereinen und Privaten auf dem Halse. Denn an irgend welche Aussichten, in Johannesburg bei den Minen Arbeit zu finden, ist ja nicht im entferntesten zu denken, da die Nachfrage längst durch die Angebote weit übertroffen ist. Als Händler findet auch niemand sein Brot. Woher soll denn der Handel kommen? Das ganze Land ist auf Jahrzehnte hinaus dermaßen durch die Banditenarmee ruiniert worden, daß die Farmer in den Republiken, d. h. das einzig in Frage kommende kaufende Publikum nur mit Staatshilfe imstande sein werden, wieder von vorn anzufangen. Schon läuft hier in den Städten, und zwar nicht nur in den Hafenstädten, ein früher nie gekanntes Proletariat in so unheimlichen Massen herum, daß bisher ebenfalls unbekannte Bettelgesetze und Arbeitshäuser werden geschaffen werden müssen, wenn derartige Schübe von Abenteurern aus Europa hier noch abgeladen werden en.„„. gpitg# Au# TApaslaerischen Seitig Dr. Suter, der als Mitglied der schweizerischen Sektion des Roten Kreuzes im Burenlager thätig war und samt seinen Bahnstrecke Yangtsun=Peking. Die Gesamtstärke der dem Oberbefehl des Feldmarschalls unterstellten deutschen Truppen beträgt (an fechtenden Truppen) rund 17750 Mann; davon sind in der Provinz Tschili rund 17150 Mann.— Zum Vergleich mögen hier zunächst die Gesamtstärken der Truppen der übrigen Nationen folgen, soweit sie in der Provinz Tschili stehen. Sie betragen(ebenfalls in runden Zahlen und an fechtenden Truppen): Franzosen 14.050, Engländer 12 850, Russen 9000, Japaner 6 000, Italiener 2 350, Amerikaner 1600, Oesterreicher 250 Mann. Dem Grafen Waldersee sind demnach im ganzen annähernd 64000 Mann fechtender Truppen unterstellt. Die deutschen Truppen, welche die größte Gesamtstärke aufweisen, sind auch in zwei von den Garnisonen mit gemischter Besatzung am zahlreichsten vertreten, nämlich in Peking und Paotingfu. In Tientsin überwiegen die Engländer, in Schankhaikwan die Russen. Die Franzosen dagegen bilden, obschon sie mit ihrer Gesamtstärke an zweiter Stelle stehen, in keiner der gemischten Garnison das größte Kontingent der Besatzung. Sie sind aber auch in keiner Garnison so schwach vertreten, wie dies mehrfach bei den anderen Nationen der Fall ist. Sie stellen 2500 Mann, also 2½ bis 3 Bataillone, zum Etappendienst. + Die chinesischen Truppen nehmen wieder eine drohende Sie weiß es, daß sie schön ist. In einem Plüschsessel von fremdartiger Form, der jedoch sehr bequem ist, halb versunken, blinzelt sie träge mit den Augen und lauscht aufmerksam und gespannt auf das, was Mademoiselle Jeanne ihr aus einem französischen Buche vorliest. Es ist ein Roman von jener Sorte, in der die verheiratete Frau eine Rolle spielt. Manches in dem in leichtem Gesprächston gehaltenen Buche erinnert Melitta an eigene Erlebnisse. Fern— unwiederbringlich verloren war sie nun, jene wunderschöne Zeit, in der die reizende, elegante Frau umschmeichelt und umworben wurde wie die Heldin dieses Romans. Welch einen schneidenden Gegensatz bildete ihr jetziges Leben zu jenen glänzenden Erinnerungen! So klösterlich still war es in Treuenhoff, so einförmig flossen die Tage dahin. Die nervöse Mama— der zwar zärtliche, aber neuerdings stets etwas sorgenvoll aussehende Vater, die Geschwister, alle so grundverschieden in Wesen und Charakter von ihr, Melitta. Und hier in diesem engen Kreise sollte sie leben, atmen und sich glücklich fühlen? Sie lechzte darnach, in die große Welt zurückzukehren, sie kam sich vor wie ein gefangener Vogel, dem man die Flügel beschnitten hat. Warum war sie nach Treuenhoff zurückgekehrt? Melitta gedenkt jener Stunde, in der sie den Entschluß zur Heimreise gefaßt. Sie schilt ihn jetzt eine Feigheit, und doch hatte sie damals gemeint, flüchten zu müssen, und wie ein Kind, wenn es furchtumfangen sich in die schützenden Arme seiner Mutter schmiegt, so hatte Melitta, als in Nizza etwas Furchtbares in ihr Leben gegriffen hatte, heimverlangt in ihr Elternhaus. Melitta vermeidet es, soviel sie kann, an die letzten Tage ihres Nizzaer Aufenthaltes zu denken, sie bereut nun, in einer gewissen nervösen Ueberreizung gehandelt zu haben, als sie so schleunig, durch unvorhergesehene Verhältnisse gezwungen, ihren Aufbruch aus dem Auslande beschloß. Gäbe es doch für sie nur ein Pförtchen, durch welches sie wieder in jenen berauschenden Strudel, den man das Leben in der großen Welt nennt, gelangen könnte! Sinnend schiebt die schöne Frau den linken Arm unter den Kopf. Der rote Plüsch: des Polstermöbels, in dem sie ruht, hebt vorteilhaft ihre eigenartige Schönheit hervor. Sie achtet kaum mehr auf das, was Mademoiselle Jeanne ihr vorliest, ihr Auge sucht, durch das Fenster über Hof und Park schweifend, nach einem Gegenstand, der des Beschauens und Interesses wert wäre. Da leuchtet es blitzartig auf in den rätselhaft verschleierten Sternenaugen. Ein Wagen nähert sich dem Hofthore, und sein Lenker ist Reginald von Kreutz. Melitta müßte kein Weib sein, wenn sie es nicht erraten hätte, daß Reginald wieder vollkommen unter ihrem Zauber steht. Wäre es nicht eine beispiellose Thorheit von ihr, diesen Umstand nicht für ihre Pläne und nach ihren Wünschen auszubeuten? Reginald ist reich— sehr reich und— Melittas Mund umspielt ein feines Lächeln— sehr verliebt. Melitta schnellt plötzlich aus ihrer nachlässigen Pose emvor, ein Blick in den ihr gegenüber befindlichen Trumeau belehrt sie, daß sie heute ihre Toilette kaum vorteilhafter hätte wählen können. Das matte Blau ihres um die Ttille von einem breiten Gürtel zusammengehaltenen Kleides läßt sie mädchenhaft zart erscheinen. „Hören Sie jetzt auf, Medemoiselle,“ ruft sie hastig der lesenden Gesellschafterin zu,„und reichen Sie mir eines von jenen Büchern dort— so, ich danke Ihnen— würden Sie sich nun rlein wenig nach Alfred umsehen, wir lesen nachher weiter.“ Die Französin unterdrückte ein verständnisinniges Lächeln und verließ den Salon. Ihr war's recht, wenn Madame diese blonden Baron heiratete, hier in Treuenhoff war es ja so entsetzlich einförmig, nicht einmal Monsieur Axel fing die schmachtenden Blicke, welche sie ab und zu nach ihm warf, auf. Dann hatte sie begonnen, sich mit Monsieur Friedel zu trösten, der empfänglicher war für solch ein heimliches Raketenfeuer aus den kokettesten Augen von der Welt. Schade jedoch, daß Monsieur Friedel nur halb so hübsch war wie sein Bruder. Unterdessen hatte sich Melitta anscheinend ganz in ihr Buch vertieft. Ja, sie schien so sehr durch diese Lektüre gefesselt, daß sie gleichsam erschrocken auffuhr, als der unhörbar über den Teppich schreitende Diener den Freiherrn von Kreutz der gnädigen Frau meldete. „Ich lasse ihn bitten.“ Reginald, der dem Bedientesten auf dem Fuße gefolgt war. hatte durch die zurückgeschlagene Portiere wahrgenommen, welch eifrigem Lesen sich Melitta gewidmet. „Störe ich vielleicht?“ fragte er, nachdem er sie begrüßt, indem er die Hand mit einer zarten, fast scheuen Ehrerbietung mit seinen Lippen berührte. „Keineswegs,“ lächelte Melitta zu ihm empor,„im Gegenteil, Sie kamen wie gerufen. Ich wollte Sie bitten, mir einig Erläuterungen zu dem Kapitel, welches ich eben gelesen, zu geben. Ich interessiere mich so lebhaft für Kunstgeschichte, und da Werk darüber, welches Sie mir neulich gebracht haben, ist wirk lich vorzüglich; aber ich muß in so vielen Dingen meine Un kenntnis eingestehen, ich bedarf, wie gesagt, einiger Erläuter ungen. Sie verstehen so hübsch und so leicht faßlich zu erklären Reginald, wollen Sie mich ein wenig in die Schule nehmen? (Fortsetzung folgt.) undzwanzigtausend Mann regulärer chinesischer Truppen in der Nähe von Tschen=ting=fu angesammelt. Sie stehen einen Tagesmarsch von den französischen Truppen entfernt. General Voyron hat Anstalten getroffen, sie beobachten zu lassen. Der französische Gesandte Pichon richtete an Tsching und Li=Hung=Tschang ein in entscheidendem Tone gehaltenes Schreiben, in welchem verlangt wird, daß die Chinesen sich sofort zerstreuen sollen. + Nach einer Meldung ausTientsin übergaben die Russen am Freitag die Schanhaikwan=Eisenbahn an die Deutschen. + Prinz Chun, der Bruder des Kaisers, wohnte gestern dem Kriegsrat in der deutschen Gesandtschaft bei. Stadt und Kreis. ** Schwerte, 25. Januar. ** Die Zeitungen haben sich in letzter Zeit viel mit der Frage beschäftigt, ob und wie der Regierungsbezirk Arnsberg geteilt werden soll. Die„Rheinisch=Westfälische Zeitung" behauptet, auch der Bezirk Düsseldorf solle geteilt und mit Teilen des Arnsberger Bezirks zu einem neuen Regierungsbezirk vereinigt werden. Die„Kreuzzeitung" widerspricht dieser Meldung und stellt fest, daß nur der Regierungsbezirk Arnsberg geteilt werden soll. Das„Berl. Tageblatt“ stimmt dem zu und berichtet, daß der Plan einer Teilung des Bezirks den Grund bilde für die Verzögerung der Ernennung des neuen Regierungspräsidenten.— Wie es damit steht, weiß zur Zeit wohl niemand der Außenstehenden mit Sicherheit anzugeben. Nur für eins können wir uns verbürgen Einer Aeußerung des Herrn Geh. Regierungsrat Studt zufolge waren in voriger Woche dem Regierungspräsidium zu Arnsberg noch keinerlei amtliche Mitteilungen über eine bevorstehende Teilung des Regierungsbezirks zugegangen. * Laut Beschluß der letzten Versammlung beabsichtigt der erst vor kurzem ins Leben gerufene Dilettanten=Verein „Heiterkeit" am 24. Februar sein diesjähriges Winterkränzchen zu feiern, verbunden mit Preis=Maskenball. Der Verein, welcher keine Mühe noch Kosten gescheut hai, hat alle Vorbereitungen getroffen, um den Besuchern an diesem Tage vergnügte Stunden zu bereiten. Zur Aufführung gelangt u. a. „Krügers Reise in Europa“, ein Stück, das großen Beifall erzielen wird. Die Brandtscheitsche Kapelle aus Hengsen wird konzertieren. Für Speise und Trank wird seitens des Festwirts Herrn Hein. Berkhoff bestens Sorge getragen werden. Ein volles Haus ist um so eher zu erwarten, als hübsche Preise zur Verteilung gelangen werden. * Hörde, 23. Jan. In der heutigen Stadtverordnetensitzung, die reich an interessanten Debatten war, wurde auf Antrag des Herrn Bürgermeisters Evers zunächst dem Herrn Kommerzienrat Generaldirektor Tull für seine hochherzige Stiftung seitens der Versammlung durch Erheben von den Sitzen Dank abgestattet. Es erfolgte darauf die Einführung der neuen Magistratsmitglieder, Direktor Tull und Kaufmann Habig. Zum Stadtverordnetenvorsteher wurde Herr Dr. med. Broelmann, zum Stellvertreter Herr Söding jun. gewählt. In Gemäßheit einer Ministerial=Verfügung, welche eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts zur Grundlage hat, wonach die nicht selbständigen Kost= und Quartiergänger nicht in die Gemeinde=WählerListen einzutragen sind, hat der Magistrat beschlossen, alle diejenigen, welche nicht als selbständige Kost= und Quartiergänger anzusehen sind, nicht in die Gemeinde=Wählerliste aufzunehmen. ein Beschluß, dem ohne Debatte zugestimmt wurde. Etwas bewegt wurde die Debatte betr. Vermehrung der Polizeikräfte durch Anstellung eines Wachtmeisters, welche die Regierung in Ansehung der starken Arbeiterbevölkerung für notwendig erklärt und sogar ev. eine Zwangsanstellung angedroht hatte. Herr Bürgermeister Evers nahm die Arbeiterschaft der Stadt kräftigst in Schutz und betonte, daß sie bei mehreren Gelegenheiten bewiesen habe, daß sie ordnungs= und gesetzliebend sei. Doch wurde dem Drängen der Regierung soweit Folge gegeben, als beschlossen wurde, vom 1. April cr. noch zwei Polizeibeamte anzustellen. Für die Ausgabe von 26000 Mk. für die Wasserleitung am Remberge wurde die nachgesuchte Indemnität erteilt. Die Kosten(32000 Mt.) für den Bau einer neuen Turnhalle von 19,90 Meter Länge und 13,10 Meter Breite werden bewilligt. Schließlich wurde eine Kommission gewählt, welche die Uebernahme der Straßenreinigung und Müllabfuhr seitens der Stadt vorberaten soll. Wie Herr Bürgermeister Evers in treffender Weise ausführte, lasse sich mit Polizeistrafen eine befriedigende Reinigung der Straßen nicht erzielen; hier müsse eben die Stadt eintreten, obwohl dies eine Mehrbelastung des Budgets um 3000 Mk. zur Folge haben werde. *Soest, 23 Jan. Heute ist die Kleinbahnstrecke WerlHamm, die am 1. Februar mit in den Betrieb der RuhrLippe=Kleinbahn aufgenommen werden soll, polizeilich abgenommen. Die Stadt Hamm kommt durch die neue Kleinbahnstrecke in unmittelbare Verbindung mit Arnsberg. Neu projektiert wird vom Kreise Hamm noch eine Kleinbahn durch das Lippethal von Hamm über Hovestadt nach Lippstadt. Witten, 22. Jan. Eine siebenköpfige Räuberbande wurde in Witten von der Polizei dingfest gemacht. Es sind alles junge Burschen von 20—25 Jahren. Die Gesellschaft ist überführt, eine ganze Reihe in letzter Zeit vorgekommener Einbruchs=Diebstähle und Raubanfälle ausgeführt zu haben. Bochum, 21. Jan. Eine sensationelle Verhaftung wurde auf dem Bahnhofe Bochum=Gußstahl vorgenommen. Als der von Münster=Wanne kommende Schnellzug einlief, wurden die Ausgänge abgesperrt und keiner der Reisenden durfte den Bahnsteig verlassen. Zwei Polizeibeamte hielten dann Musterung unter den Angekommenen und nahmen einen seingekleideten„Herrn“ fest, der sich als eine in Herrenkleidern steckende Frau erwies. Dortmund, 23. Jan. Der hiesige Brikettverein hat mit dem Eisenbahnminister die Lieferung von jährlich 680000 Tonnen Briketts bis zum April 1902 zu den für 1900 geltenden Preisen abgeschlossen. Das bisherige jährliche Quantum betrug 520000 Tonnen. * Mettmann, 23. Jan. Eine sonderbare Wette wird hier zum Austrag gebracht werden. Ein Landwirt hat sich verpflichtet, 3 Wochen lang im Fenster des Wirtes Bergmann von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr zu sitzen, ohne aufzustehen. Bringt er dies fertig, so hat er 2000 Mark gewonnen. Auf den Ausgang der Wette ist man hier sehr gespannt. Essen, 22. Jan. Eine Fahrt wider seinen Willen machte ein Junge aus Venlo nach Essen. Derselbe hatte dort seinen Eltern geholfen, Kappus en einen Wagen zu laden, der nach hier bestimmt war. Er hatte sich in den Wagen gelegt und war dort eigeschlafen. Als man hier den Wagen öffnete, entdeckte man den Knirps, der natürlich nun in großer Verlegenheit war, wie er in seine Heimat zurückgelangen könnte. Doch die Marktfrauen, die auf den Kappus warteten, erbarmten sich seiner und legten; 16 Mk. zusammen, so daß er mit diesem Reisegeld die Rückfahrt antreten konnte. Ein Fleischermeister gab ihm auch noch eine ordentliche Portion Wurst mit auf den Weg. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 9 Uhr unsern lieben Sohn. Bruder. Schwager, Onkel u. Nefle Pritz Schulte im Alter von 22 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Dieses zeigen tiefbetrübt an mit der Bitte um stille Teilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen: Famllie Bessel. Schwerte, Herne, Langendreer Westhofen und Ergste, den 25. Jan. 1901 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 8 Uhr vom Sterbehause, Hörderstrasse 65, aus statt. Jeder Vogelliebhaber sollte seine Vönel mit Finkensiedt’s Vogrlintter füntern, dasselbe enthält in großer Mannigfaltigkeit all= diejenigen Samen, welche die Bö= in ihrer Freibeit zu finden gewohnt sind und erhält dieselben dahr steis munter, gesund und sang sfreudig. als Sinafutter Finkensutter, Papageienfutter, Prachisi kenfuner, Universalfunter für Weichfresser und Cardinaleutter in Cartons à 20 u. 40 Pfg. erhältlich bei W. Heppe, Drogenhandlung. Aus Westfalen und Rheinland. * Hagen, 23. Jan. Zu der durch den Tod des Herrn Oberbürgermeisters Prentzel erledigten Oberbürger= meisterstelle unserer Stadt haben sich 33 Bewerber gemeldet. Sechs Bewerber wurden zur engeren Wahl gestellt. * Altena, 19. Jan.(Waldbrand.) In den Waldbesitzungen der Firma Basse und Selve am Klusenberge entstand am Donnerstag nachmittag ein Brand, der gegen 50 Ar schönen Bestandes vernichtete. Ein kleiner Knabe soll sich am Fuße des Gehölzes ein Feuerchen gemacht haben, wodurch das Unglück verursacht wurde. * Aus dem Sauerland e, 23. Jan. Nach und nach geht man hier dazu über, die Kraft der vielen Berggewässer besser auszunutzen. Mehrere Orte haben sich schon zur Herstellung von elektrischen Kraft= und Lichtanlagen entschlossen, weil die Betriebskraft, der Wasserstrom, billig zu haben ist. In WelmedeBestwig=Nuttlar besteht bereits ein Elektrizitätswerk, dem auch die Kirchen angeschlossen sind; in Niedermarsberg brannte das elektrische Licht in vergangener Woche zum erstenmale. Auch die Provinzial=Irrenanstalt in Niedermarsberg erhält elektrische Beleuchtung. * Iserlohn, 23. Jan. An die Stelle des verstorbenen Oberlehrers am Realgymnasium, Kucher, ist Herr Gymnasiallehrer Brand aus Münden gewählt worden. * Iserlohn, 23. Gestern abend brach in der Zigarrenhandlung von Jung auf der Hagenerstraße Feuer aus. Die alarmierte Feuerwehr war bald zur Stelle und verhinderte ein Umsichgreifen des Brandes, doch in das ganze Unterhaus ausgebrannt, sodaß der Schaden beträchtlich ist. * Menden, 23. Jan. Ein Fest, das nicht vielen Sterblichen zu feiern beschieden ist, beging gestern der noch sehr rüstige Faktor der Firma R. und G. Schmöle, Herr Rudolf Langenbach. Er feierte nämlich das 60jährige Berufsjubiläum. Eigener der„Schwerter Zeitung“ Hd. Berlin, 25. Jan. Der frühere Oberbürgermeister von Berlin, Zelle, ist gestern abend gestorben. Hd. Berl in, 25. In Peking berieten gestern die Vertreter der Mächte über die von den chinesischen Unterhändlern geäußerten Wünsche(Siehe unter China). Hd. Kiel, 25. Jan. Die Kriegsschiffe„Sachsen,“ „Württemberg“, und eine Kreuzeryacht erhielten Befehl, am Montag in See zu gehen. Sämtliche deutsche Kriegsschiffe werden Salutschüsse abgeben und die Flagge auf Halbmast setzen. Hd. London, 25. Jan. König Edward hat sich nach Osborne begeben, auf der Fahrt nach dem Viktoriabahnhof vom Volke enthusiastisch begrüßt. In Osborne empfing ihn Kaiser Wilhelm, in Begleitung des Generals v. Plessen. Der Kaiser begrüßte seinen Oheim in herzlicher Weise. Hd. London, 25. Jan. Mit 30 gegen 22 Stimmen nahm der Gemeinderat von Dublin(Hauptstadt Irlands) den Antrag einer Beileidskundgebung zum Tode der Königin Viktoria an. Hd. London, 25. Jan. Während der Verlesung der Proklamation in den Straßen der Stadt ereigneten sich vielfach unliebsame Zwischenfälle. Mit Ausnahme der Kundgebung am St.=James=Palast wurde der feierliche Zug der Herolde fast überall durch den Tagesverkehr gestört und durchschnitten; besonders vor der Börse und am Charing Croß=Bahnhof herrschte eine peinliche Unordnung. Hd. London, 25. Jan. Das Amtsblatt macht bekannt, daß der Herzog und die Herzogin von York den Titel„von Cornwallis“ tragen werden.— Die heutigen Morgenblätter ergehen sich in Lobpreisungen des Königs und beglückwünschen ihn zur Annahme des Titels Edward VII. Hd. London, 25. Jan. Das Vermögen der verstorbenen Königin Viktoria wird auf 60 bis 70 Millionen Lstr.(1 Lstr.= 20 Mark) geschätzt, wovon 20 Millionen der Königin persönliches Eigentum bilden, 20 Millionen aus der Hinterlassenschaft des Prinz=Gemah's Albert stammen— das Erbe betrug nur 6 Millionen, ist aber durch gute Verwaltung mehr als verdreifacht worden— und 20 Millionen die Summe repräsentieren, welche verschiedene Lebensversicherungsgesellschaften zu zahlen haben werden. Hd. Pretoria, 25. Jan. Aus englischer Quelle kommt die Meldung, daß die Burghers respektvolle Teilnahme am Tode der Königin bezeigen. Von einflußreichen Burghers sei ausgesprochen, daß der neue König durch Erlaß einer Amnestie die Wiederherstellung des Friedens sehr fördern würde. Der für die Geschwister Göckel zu Overberge auf den 26. d. M. angesetzte Holzverkauf findet an diesem Tage nicht statt, vielmehr ist derselbe auf nachsten Diens: tag den 29 d. M.. vor10 Uhr, verlegt. Schulte, Aukt.=Kommissar. Zwangs= Versteigerung. Sametag, den 26. d. M., morgens 10 Uhr, werde ich im Pfandlokale bei Wirt Böhmer: ein Lopha, eine 1schläsige Bettstelle mit Beit gegen Baar verkaufen. Hammeck., Vollziehungs=Beamter. Bin Dr.lia P à 0 0 Frauenarzt. Frauenklinik Do tmund und, raße 2.## — Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Wetterbericht. (Nachdruck verboten.) 27. Jan. Meist bedeckt, nahe Null, feucht, teils Nebel. 28." Wolkig, teils heiter teils Nebel, um Null herum. 20.„ Wolkig, kälter, Niederschläge. 30." Wenig verändert, vielfach Nebel, feucht, Niederschläge, frische Winde. Gottesdienste Schwerte. Sonntag, den 27. Januar 1901. Größere evangelische Gemeinde. (Kaisers Geburtstag.) Vormittags ½10 Uhr: Hauptgottesdienst: Pastor Graeve. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst Pastor Heinenberg. Nachmittags 5 Uhr: Abendgottesdienst Pastor Wischnath. Reformierte Kirche. Sonntag, den 27. Januar 1901. (Kaisers Geburtstag.) Vorm. ½10 Uhr: Predigtgotiesdienst: Pastor Terberger. Evangelische Stadtmission zu Schwerte. Kuhstraße 5. Sonntag, den 27. Januar 1901, nachmittags 5 Uhr: Bibelstunde. Abends 8 Uhr: Jünglingsverein. Sonntag, den 27. Januar 1901. Vorm. 10 Uhr: Predigtgottesdienst. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenberg. Westhofen. Wellenbad Geisecke. Ein ordentliches Mädchen gesucht zum 1. Mai von Frau h. Exsternbrink. Suche zum 1. März ein properes, fleißiges Dienstmädchen. Frau Chemiker Protz, geb. Bilstein. Zwei schöne Mansardenzimmer mit Zubehör zum 1. Februar oder später zu vermieten. Bismarckstraße 16. 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Mark 9 Millionen 85000 baar in 12 Klassen mit 36 2 * großen Ge winnziehungen sicher n g e w o n n e n w e r d e n m ü s s e n. „ H a u p t t r e f f e r: 2X 100000, 3X 400000, 3„ 240000, 8, 200000, 9„ 120000, 13„ 80000, 48000 82000, etc. etc. Nur 2 Mark per Klasse u. Anteil.— Beitritt jederzeit, keine Nachzahlung! Anmeldungen nimmtentgegen H. Brinkmann, Bünde i. W., Nr. 78.— Handels=Nachrichten. Neuß, 23. Jan. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ztr.(ohne Faß) 63 50, Rüböl per 100 kg faßweise(ohne Faß) 65,00 M, ge= gereinigtes Oc' per 100 kg 3.2 höber als Rüböl. Preßtuchen per 1000 g 108 J Kleien per 50 kg 5,30+ Butter per Kilo 2,20 K. Eier per Schock(60 Stück) 6.60 M.— Neuer Weizen I. 16,40, II. 14,70, III. 13,70, Mk., Roggen neuer I. 13,70, II. 12,30, III 11,30 M— Hafer I. Cal M. 12.80, II. 11,80. III. C0.00, IV. 00.00, M.— Raps I. Qual. M. 00,00, II. Qual. M. 00 00, alles die 100 Klgr. Köln,.23 Jan. Weizen 00.00, Roggen 00,00, Hafer 13,10-13.40, Her 8,00=9.80, Maschinenstroh(Roggen=) 3 80, Richtstroh(Flegeldrusch) 4.30, Krummstroh 2,70 A die 100 81gr. Viehmärkte. Dortmund, 23. Dezbr.(Städt. Viehhof.) Zum heutigen Zuchtund Faselviehmarkte waren aufgetrieben: 602 Stück Hornvieh, 391 Schweine inkl. Ferkel und 19 Pferde. In Hornvieh war der Handel durchweg mittelmäßig. Gute, schwere Kühe wurden teuer verkauft, Mittelware wurde weniger gut gezahlt. Ueberstand etwa 80 Tiere. Am Schweinemarkt nar das Geschäft lebhaft bei fast vollständigem Ausverkauf. Man zahlte für Achtwochen=Ferkel 2,00 bis 2,25 M. pro Woche, für vierteljährige Faselschweine 27 bis 33 Mk., halbjährige 48—55 Mk. per Stück Pferdehandel still. Nächster Mark Mittwoch, 6. Februar 1901. Garbe und Tandwehr= Verein Schwerte feiert am Sonntag, den 27. Januar d. J., Iiden Geburtstag Sr. Majestät Kaiser * W i l h e l m s I I. d u r c h Balle 8 Konzert, Theater und c im Saale des Herrn W. Ostermann. # 20 Beginn der Jeier 6 Uhr abends. Mitglieder und deren Angehörige haben freien R f. Duer Kosteund. * O½ Kampfgenossen=Vereinigung## *#% von Schwerte und Ungegend. F. Am Samstag, den 26. d. Mts., feiert### is die Vereinigung den Geburtstag Sr. Majestät#### # des Kaisers Wilhelms II. im Kaisersaale## ### des Westfälischen Hofes. 94 Zur Unterhaltung kommen musikalische und * deklamatorische Vorträge zur Aufführung. E per Die Feier beginnt abends 7½ Uhr. E Der Vorstand. auf 20 Wezent-Rabatt. Bis Ende dieses Monats gewähre ich obige Preis-Ermässigung sämtliche noch vorrätigen Neuheiten In: K Eine Partie unmoderner Mäntel und Jacketts ist zu jedem annehmbaren Preise zum Verkauf gestellt. 5. Mecht Nachf., Ostenstrasss. W K„ K 4*X Der Kricger= undg Landwehr=Errein K uu Westhofen 24 feiert den Geburtstag Sr.#4 Majestät des Kaisers# und Königs, verbunden mit der 200 Jahrfeier des Königreichs Preussen. an Sonntag, den 27. Januar 1901, A nach folgendem Programm: Vormittags 9½ Uhr: Antreten zum Festgottesdlenst. Mittags bis 1 Uhr: 2 Frei-Konzert im Vereinslokate. 24 &am FestzugX zum Lokale des Wirts Kameraden Wilh. Fritzenkötter. P Helebnt Konzert, theatral. Aufführungen und Festball. Eintrittspreis zum Konzert 50 Pfg., zum Ball 75 Pfg., Festkarten 1 Mark; letztere berechtigen zur freien Einführung einer Dame.„ 4 Dgr Kinder unter 14 Jahren haben keinen Zulr###t. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Fest=Ausschuß. RL M.=G.Schwerte. K X X X X X X N N &a Sonnabend, den 26. ds. Mts., A# K(ebenos 8 Uhr aufangend.) im Lokale des Herrn Lüke: 2 Ke Familien-Kränzchen## verbunden mit 9 theatralischer Aufführung 3 „ M A Feierdes Geburtstages Sr. Majestat. Nichtmitglieder können durch Mitglieder gegen. Zahlung von Mk. 1.00 Entree eingeführt werden. Hierzu ladet frdl. ein M Der Vorstand. Die Herren passiven Mitglieder werden hier=### durch frdl. eingeladen. wnc Zubereitung für Jedermomn gasebdbagenebesesadgagasababababese! Der Krieger= und Land= wehr=Verein zu Höchsten as#rtet 5, Majest. 5 Dr. Mellinghoff’s Cognac- u. Likör-Essenzen, à Fl. 75 zur leichten u. schnellen Selbstherstellung von Cognac, Num, Benedictiner,I höchst einfach. Pfessermünz, Gebrauchsanweisung Kümmel, I jeder Flasche beigegeben. und aller anderen bekannten Liköre werden überall gern gekauft u. immer wieder als die besten erkannt. Man achte beim Einkauf auf den Namenszug Dr. F.W Mellinghoff und hüte sich vor mein minderwertigen Nachahmungen. Dr. Mellinghoff& Co., Essenzen-Jahrik. BUCKEBURG, In Flaschen à 75 Pfg. zu haben in Schwerte bei Wilhelm Heppe, Ernst Klein, Garl Trog und L. Weinberg. feiert am 27. d. Mts. den Gevurtstag Pt. und das 200jähr. Krönungs-Jubiläum wie folgt:„ 1½ Uhr nachm.: Gemeinsch. Kirchgang. 10 3½ Festzug zum Saale des# Herrn Haselhoff. Daselbst von 4 Uhr ab: Konzert, Theater und Festball. 8 Eintrittskarten im Vorverkauf à 60 Pf., zum Konzert à 30 Pfg., an der Kasse à 75 Pfg. s Zu zahlreichem Besuche ladet ein s0 Der Vorstand. f1 R 50 JagagagagagagasasUugagagagagagagagase Ortstrankenrasse für den Stadtbezirk Schwerte. Am Sonntag, den 27. d. Mts., vorm. 11 Uhr, findet im Saale des Wirts Carl Böhmer eine General=Versammlung statt.„„„ Tages=Oronung: 1. Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Schwerte, den 18. Januar 1901. der Ortskrankenkasse für den Stadtbezerk Schwerte P. Staat. Tnolkereibalkrr pr. Pfd. Mk. 1.25, ½ Pfd. 65 Pfg. Carl Trog. Schwerter Sarglager. Bringe hiermit den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend mein großes Lager in fertigen Särgen in empfehlende Erinnerung; halte #stets großes Lager in Leichenwäsche, wie: Hemden, Strümpfe, Handschuhe, Taschentücher 2c. Kopf= u. Grabränze in allen Preislagen vorrätig. Wilh. Scherff, Moltkestr. 14. Eisenbahn=Verkehrs=Zeitung verbunden mit Hagener Wohnungs=Anzeiger(Nr. 32202) Anzeigenblatt, empfehlenswert besonders für Vermieter, Mieter, Verkäufer und Ankäufer. Verlag und Expedition, Hagen i. W., Körnerstr. 89. Kuustt lll * F r i s c h e B r ö t c h e n: 0 sind täglich von 63° Vormitt. ab bei mir zu haben. X Auf Wunsch werden Brötchen unter Zusicherung X # prompter Bedienung zu jeder Tageszeit gebracht. " Otto Deimel, Kampstr., Schwerte.# M : Hotel Kalserkoi, Schwerte 1. W. : Diners von M. 1.25 und höher, * im Abonnement zu ermässigten Preisen. Table d’hote 1 Uhr. Weinverkauf ausser dem Hause. 55000000000050500900 Beimer's Velikalts-Vrot : wohlschmeckend und leicht verdaulich. 0 0 nahrhaft, Wöhlschmeitene und keicht beronutich, ∆ g täglich frisch in Broten à 25 und 50 Pfg. 6 Nur zu haben bei 0 9 Otto Deimel, Kampstr., Schwerte. 590000300eso sssom Makulaturpaptet z haben bei Carl Graue von 2 bis 4 Zimmern zu vermieten. Näheres bei Wwe. Waltenberg, Mährstr. Wohnung Rechnungsformulare empfiehlt Carl Braus. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Kranz Miler, far den Anzeigenteil: Julius Humme in Schwerte. Druck und Verlag von Karl Braus in Schmerte