Oe W Amtlicher Erreisbtalt Abonnementspreis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg., excl. 80 Pf. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint Montags, Freitags u. Samstags. Wöchentliche Gratis=Beilage, „Illustrierter Familienfreund.“ Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen etc. für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechtsverbindliche Kraft. für den Kreis Horde. Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile oder deren Raum 10, außerhalb 15 J, Reklame=Zeile 40 J, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, FernsprechAnschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. Nr. 172. 1. Blatt. Amtliche Bekanntmachungen. Die Eisen=Industrie zu Menden und Schwerte, Aktiengesellschaft zu Schwerte beabsichtigt die bisher im Pudlings= und Walzwerke aufgestellten 2 Dampfhämmer nach ihrem Stahlwerke zu verlegen und zwar 1 Hammer nach Flur 9 Parzelle Nr. 1231/84 und den anderen Hammer nach Flur 9 Parzelle Nr. 1176/47 der Steuer=Gemeinde Schwerte. Auf Grund der§§ 17 und 18 der ReichsgewerbeOrdnung in der Fassung vom 1. Juli 1883 und der Nr. 15 und 16 der ministeriellen Ausführungs=Anweisung vom 9. August 1899(Ministerialblatt für die gesamte innere Verwaltung Seite 127 ff.) wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, Einwendungen gegen dasselbe binnen 14 Tagen bei dem Bürgermeisteramte zu Schwerte schriftlich in zwei Exemplaren oder zu Protokoll anzubringen. Beschreibungen und Zeichnungen liegen auf dem genannten Amte zur Einsicht aus. Die Einspruchsfrist nimmt ihren Anfang mit dem Ablauf des Tages, an welchem das diese Bekanntmachung enthaltende Kreisblatt ausgegeben worden und ist für alle Einwendungen präklusivisch. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Zur mündlichen Erorterung der rechtzeilig erhovenen Einwendungen wird gemäß Ziffer 15e der vorbezeichneten Anweisung Termin auf Dienstag, den 20. November ds. Is., vormittags 10 Uhr auf dem Bürgermeisteramte zu Schwerte anberaumt und wird besonders darauf hingewiesen, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen wird vorgegangen werden. 7 4 6 Als Kommissar des Kreisausschusses#### der Herr Bürgermeister Rohrmann thätig. Hörde, den 26. Oktober 1900. Namens des Kreis=Ausschusses: Der Vorsitzende. gez.: von Starck, kommissarischer Landrat. Geschäftsplan. betreffend die im Jahre 1900 in der Provinz Westfalen abzuhaltenden Körungen der Privatbeschäler. Die Körung findet am 5. November vormittags 11 Uhr in Langendreer am Bahnhofe(B.=M.) statt, und zwar für den Körbezirk resp. für die Kreise Langen####er, Bochum(Stadt und Land), Dortmund(Stadt und Land), Gelsenkirchen, Hattingen und Hörde. Warendorf, den 18. Oktober 1900. Der Gestüts=Direktor. Der Beginn des nächsten Kursus zur Ausbildung von Lehrschmiedemeistern an der Lehrschmiede zu Charlottenburg ist au Montag den 5. November festgesetzt. Anmeldungen sind zu richten an den Direktor des Instituts, Ober=Roßarzt a: d. Brand zu Charlottenburg, Spreestaße 42. Arnsberg, den 13. Oktober 1900. " Der Regierungs=Präsident. J. V. von Rostitz. Nach Artikel 386 der Anweisung vom 5. August 1891 zur Ausführunß des Einkommensteuergesetzes dürfen nur diejenigen Ldsten, Schuldenzinsen n. s. w. bei der Einkommensteuer=Veranlagung berücksichtigt werden, der Bestehen keinen Zweifel unterliegt. Diejenigen Eingesessenen des Amtes Aplerbeck, welche bei der bevorstehenden Einkommensteuer=Veranlagung für das Jahr 1901 Schulden und andere Lasten, Zinsen und LebensversicherungPrämien berücksichtigt haben wollen, werden hiermit ersucht, solche unter Vorlegung der Dokumente und Quittungen bis spätestens um 10. November dss. Is. auf dem hiesigen Amte(:Zimmer No 7:) anzumelden und glaubhaft nachzuweisen, Aplerbeck, den 20. Oktober 1900. Der Amtmann. Gutjahr. Schwerte, Mittwoch 31. Oktober 1900. geschehen könnte. Nie hat die Weltgeschichte ein Volk gesehen, welchem auf irgend einer Stufe der Entwickelung Stillstand geboten ist, ohne daß es dem Untergang verfallen wäre. Neben diesen, aus dem gesunden Mark des dentschen Volkes heraus wirkenden Kräften, die unser Ansehen in der Welt immer mehr erhöht haben, sind von Deutschland unabhängig in den letzten Jahren eine Reihe von Umständen hervorgetreten, deren Erscheinen auf der politischen Weltbühne den Rahmen der Staatskunst auch für Deutschland über Europa hinaus auf die ganze Erdkugel erweiterten. Das Eingreifen Japans in das Getriebe der großen Politik stellte Deutschland zum ersten Male vor die Aufgabe, entweder seine großen und zukunftsreichen Interessen in einem überseeischen Gebiet preiszugeben oder aber sich an den chritten zu beteiligen, durch die der plötzliche Umsturz der ostasiatischen Verhältnisse zum Nachteil der europäischen Völker abgewendet werden sollte Seit dems panisch=amerikanischen Kriege sind die Vereinigten Staaten als Macht erschienen, welche weit über die Grenzen des amerikanischen Festlandes hinaus Einfluß und Geltung beansprucht. Soll Deutschland in dieser Entwicklung, welche die Ausdehnung der Bühne der weltgeschichtlichen Ereignisse über die ganze Erde einleitete, die unserm Volke gebührende und seine nationale Zukunft sichernde Stellung gewahrt werden, so muß die deutsche Staatskunst auch mit den überseeischen Verhältnissen in enger Fühlung bleiben. Andernfalls wäre deutschlands Untergang besiegelt, und Not und Elend würden die Folgen sein. Eine Ausartung unserer, auf realer Grundlage ruhenden Staatskunst in eine phantastische Weltpolitik ist nicht zu besorgen. Von dem gesunden Sinn unseres Volkes hoffen wir, daß es über diejenigen, die seine Zukunft verneinen, zur Tagesordnung übergehen und der kaiserlichen Politik, die schon so große Erfolge errungen hat, auch ferner Vertrauen entgegenbringen wird. 33. Jahrgang. Das Wort„Weltpolitik“ wird von einem Teil der links stehenden Blätter immer noch benutzt, um ihren Lesern das Gruseln beizubringen. Die Verfechter eines spießbürgerlichen Kleindeutschlands scheinen, in die Enge ihres Gesichtskreises gebannt, zu glauben, daß eine vierzigjährige Entwickelung ohne Gleichen an dem Empfindungsleben der deutschen Nation spurlos vorübergegangen sei und daß auch heute noch weite Kreise des Volkes mit Zittern und Zagen den kraftvollen Regungen einer groß angelegten Gegenwartsund Zukunfts=Politik folgen. Darin irren sie sich jedoch; denn was bedeutet„Weltpolitik“ anderes als die Wahrung unserer stets wachsenden Interessen, welche gegenwärtig die ganze Erde umspannen? Diese Politik ist kein künstliches Erzeugnis von Ehrgeiz und Phantasie, sie ist die notwendige Folge der natürlichen Entwicklung Deutschlands, die über die engen geographischen Grenzen der Heimat nur nach der Seeseite hin vor sich gehen konnte. Mit Stolz nimmt jeder national empfindende Deutsche wahr, wie der deutsche Handel, auf eine blühende Schiffahrt gestützt, seine Geltung in der Welt von Jahr zu Jahr zu steigern verstanden hat. Güter im Werte von Milliarden schwimmen auf allen Meeren; kein Land giebt es, wo nicht Deutsche für die heimatlichen Interessen wirken; der deutsche Kolonialbesitz nimmt stetig an Umfang und Wert zu und verspricht, dereinst wenigstens einen Teil der überschüssigen Bevölkerung aufzunehmen und unserm Volkstum zu erhalten. Dies ist ein mit zwingender Notwendigkeit sich vollziehender Hergang, dem nur auf die Gefahr eines wirtschaftlichen und sozialen, politischen und nationalen Zusammenbruchs Einhalt Deutschland. Das Kaiserpaar, das Montag nachmittag mit dem Kronprinzen einen Spaziergang in Sanssouci machte, kam Dienstag früh von Potsdam nach Berlin und begab sich demnächst in die englische Botschaft, um dem Prinzen Christian zu Schleswig=Holstein, dessen ältester Sohn in Pretoria am Typhus gestorben, vor seiner Abreise nach England einen Beileidsbesuch zu machen. Später hörte Se. Majestät im kgl. Schlosse militärische und Marinevorträge, worauf der Rektor der Berliner Universität Professor A. Harnack empfangen wurde. Nachmittags fand im Neuen Palais bei Potsdam zu Ehren der Abgesandten des Sultans eine Tafel beim Kaiserpaare statt. Heute(Mittwoch) besucht der Kaiser Hildesheim. Der Kaiser hat nach Kiel den Befehl gerichtet, seine Yacht„Hohenzollern“ in Seebereitschaft zu setzen. Ueber das Reiseziel ist noch nichts Genaues bekannt. Nach der einen Angabe fährt der Kaiser direkt nach Aberdeen, um seine Großmutter, die Königin Viktoria, in Balmoral zu besuchen; der Kronprinz werde sich seinem Vater anschließen. Nach der anderen Mitteilung reist Se. Majestät nach Malmö, um an den großen Jagden in den Wäldern Südschwedens teilzunehmen. Diesen Plan hatte der Kaiser bereits im vorigen Herbst, er gab ihn aber infolge der politischen Verhältnisse auf. Zur Einleitung der Scheidung der Ehe des Prinzen Aribert von Anhalt stellt die anhaltische Presse fest, daß das herzogliche Haus den ersten Schritt in dieser Angelegenheit ergriffen hat und nicht etwa der Vater der Prinzessin, Prinz Christian von Schleswig=Holstein, Schwager der Kaiserin Friedrich. Bei der Reichstagsersatzwahl im 6. Berliner Reichstagswahlkreise, dem weitaus größten der 397 Reichswahlkreise, ist der sozialdemokratische Kandidat, Schriftsteller Ledebur, mit großer Majorität gewählt worden. Ein deutscher Wahlsieg wird aus Westpreußen gemeldet. Bei der Ersatzwahl zum preußischen Abgeordnetenhause im Wahlkreise Strasburg ist der deutsche Kandidat Sieg mit 104 Stimmen gegen den Polen, der 92 Stimmen erhielt, gewählt worden. Loos Nro. 37 433 der preußischen Klassenlotterie ist mit 150000 Mark gezogen worden. Der Konitzer Meineidsprozeß, der sich zuletzt um die Frage drehte, wo Fleischermeister Lewy und sein 28jähriger Sohn Moritz am Tage der Ermordung Winter's(11. März) sich aufhielten, hat bisher in dieser Hinsicht nichts Belastendes ergeben. Im Verlaufe der Dienstagssitzung wurde die Oeffentlichkeit vollständig ausgeschlossen. Es trat nämlich ein Fräulein Symanowski als Zeugin auf, die aussagte, daß ihr von Juden Geld in Aussicht gestellt worden sei, für den Fall, daß sie nichts gegen Juden vor Gericht bekunde. Namentlich beschuldigte sie einen gewissen Friedländer. Einer der Verteidiger stellte den Antrag, über die Sache in nicht öffentlicher Sitzung weiter zu verhandeln, da es ihm so vorkomme als ob die Art der Bezahlung in einer besonderen Form und unter besonderen Umständen erörtert worden sei, deren öffentliche Besprechung die Sittlichkeit gefährden würde. Das Gericht beschloß gemäß diesem Antrage, ferner die Ladung sämtlicher Zeugen aus dem Israelski=Prozeß auf Freitag. Unsere Schutztruppe in Kamerun soll bekanntlich vermehrt werden, bisher ist es aber nicht gelungen, in der englischen Kolonie Westafrikas Mannschaften anzuwerben. Der Kommandeur Major v. Kampetz hat sich nun nach Jogo bezw. nach dem Kongostaat begeben; er hofft, dort bald die nötigen Mannschaften beschaffen zu können. Der Gesamthandel Deutschlands mit seinen Schutzgebieten ist in den letzten sieben Jahren von 10,3 auf 19,4 Mill. M. gestiegen. Die Ausfuhr von Elfenbein aus Deutsch=OstAfrika ist erheblich gesunken, und zwar in den letzten zehn Jahren von 2276 Doppelzentner im Werte von über 3 Mill. Rupien(rund 4 Mill. Mk.) auf 634 Doppelzentner im Werte von 709 703 Rupien. Prinz Arenberg zu 18 Jahren Festung verurteilt. Wie der Nat. Ztg. berichtet wird, ist der Leutnant Prinz Arenberg, der wegen Tötung eines Eingeborenen in Deutsch=Südwestafrika zur Untersuchung gezogen war, zu 18 Jahren Festungsarrest verurteilt und bereits zur Verbüßung dieser Strafe abgeführt. Der Betrieb der Eisenbahnstrecke Tsingtau=Kiautschau wird, wie die„Nachr. aus Kiautschau“ melden, voraussichtlich in den ersten Monaten des neuen Jahres eröffnet werden. Auf die Vollendung ist sowohl im allgemeinen Verkehrsinteresse wie aus naheliegenden politilch=militärischen Rücksichten gegenwärtig verstärkter Wert zu legen. Das Bestreben, die Jugend in stärkerem Grade als bisher für politische Fragen zu interessiren und zu politischer Bethätigung zu erziehen, hat zuerst die Sozialdemokraten zur Gründung von Debattierklubs veranlaßt. Das Centrum ist den Sozialdemokraten auf diesem Wege durch die Gründung von Gesellenvereinen und Vereinigungen junger Kaufleute gefolgt; die Konservativen hatten schon früher durch Stöcker die akademische Jugend im Verein deutscher Studenten für ihre politischen Anschauungen zu gewinnen sich bemüht. Nunmehr haben auch die Nationalliberalen des Westens ihre erst in jüngster Zeit gegründeten Vereine der nationalliberalen Jugend zu einem Kartellverband vereinigt, der in Köln aus der Taufe gehoben worden ist. Das Programm dieser Vereinigung betont die sozialen Pflichten des Bürgertums und die Notwendigkeit, sich frei von egoistischer Standespolitik, wie von kleinlicher Kirchturmpolitik zu halten. Oesterreich Ungarn Um dem Kohlenmangel zu begegnen, hat die österreichische Regierung angeordnet, daß die Kohlenbeförderung in Brüx gesteigert wird. Die Mehrausbeute soll 500 000 Tonnen jährlich erreichen. Die ehemalige Kronprinzessin Stephanie, jetzige Gräfin Lonyay, wird, wie nach der Angabe Wiener Blätter in dortigen Hofkreisen verlautet, vom Kaiser Franz Joseph zur Herzogin von Bodroy=Olaszi mit dem Titel Hoheit ernannt werden. Auch die Kinder des gräflichen Paares sollen den Titel und Rang von Herzögen bezw. Prinzen erhalten. Frankreich. In der Rede, welche Ministerpräsident WaldeckRousseau in Toulouse gehalten hat, führte er u. a. aus: Hinsichtlich des Heeres ist die Regierung bemüht, es ganz seiner nationalen Mission zu übergeben; die Regierung hat der Stelle, welche die Verantwortung trägt, auch die Autorität wiedergegeben. Was die Dreyfus=Affäre betrifft, so hat die Regierung die Lösung derselben der vollkommenen Unabhängigkeit des Richters anvertraut, dessen Urteile respektiert wurden. Hierauf wurde aber auch der Menschlichkeit genügt durch Maßregeln der Gnade; die Regierung beantragte beim Senat ein Gesetz der Tilgung, das endgiltige Beruhigung schaffen soll, und wird ein solches Gesetz bei der Kammer beantragen. Hinsichtlich der Kongregationen müsse man der Gefahr zu begegnen suchen, die daraus erwachse, daß sich in einer demokratischen Gesellschaft immer mehr eine Vereinigung entwickele, welche darauf ausgehe, unter der Maske einer religiösen Einrichtung in den Staat eine politische Körperschaft einzuführen, welche bezweckt, völlige Unabhängigkeit zu erlangen und alle Autorität an sich zu reißen. Redner wies dann auf das Eindringen der Kongregationen in das Unterrichtswesen hin. „Diese Kongregationen, sagte Waldeck=Rousseau, haben sogar die Kühnheit, sich über die Anordnungen der Würdenträger der Kirche hinwegzusetzen, welche sich nicht zu ihren Vasallen machen wollen. Den Kongregationen ist es zuzuschreiben, wenn die Jugend in zwei Teile zersprengt wird, die neben einander aufwachsen, ohne sich zu kennen, bis sie sich eines Tages so unähnlich wiederfinden, daß sie Gefahr laufen, sich gegenseitig nicht mehr zu verstehen. Das sind die Folgen, wenn sich im Staate eine mit diesem rivalisierende Macht aufrichtet. Spanien. Die Ernennung des aus dem Kubanischen Kriege als hart und rücksichtslos bekannten Generals Weyler zum Geueralkapitän von Madrid, die das Signal zum Rücktritte des Kabinetts Silvela geworden ist, ist auch für die Zusammensetzung des neuen Ministeriums charakteristisch geworden. Die neue spanische Regierung kennzeichnet sich als eine Militär=Diktatur, deren Aufgabe sein wird, die durch schwere Besteuerung hervorgerufenen Unruhen und die carlistischen Umtriebe wenn nötig mit Waffengewalt zu un rdrücken. Nicht weniger als fünf der neuen Minister sind Militärs, und mit dem noch zu ernennende werden es sechs sein. reiten. Seit einer Reihe von Jahren wütet scho stand in Jemen, geschürt von den Engländern.— sind bekanntlich die Beherrscher von Ländern, in Dieselben in denen Da nun internationalen Handel werden neue chinesische Häfen eröffnet werden; 4. die Chinesen verpflichten sich, Kriegsmaterial und Munition nicht aufzukaufen. Die Chinesen beabsichtigen, die versprochene Geldentschädigung durch ungefäöhr 120 Milionen Mohamedaner wohnen. Lo uu1/31,—; bieser Enschädigung soln die Se und EinMekka für die Mohamedaner das religiäse Zentrum aller gangszölle unter der Kontrolle der verbündeten Mächte der Sultan Abdul Hamid seinen Anspruch, Overber, dersbleiben. Die diplomatischen Vertreter in Peking wollen Gläubigen zu, sein, nicht zum geringsten auf den Dei,xra diesen Vorschlag gutheißen. Der Kaiser soll eingen=iiat Das Verfahren der Zwangsversteigerung der im Grundbuche von Syburg Band I Blatt 57 und Band I Artikel 3 auf den Namen des Wirts Ludwig Friedensvermittler den Gesandten eine Geldentschädigung hardt zu Syburg eingetragenen Grundstücke, wird, im Betrage von einer Milliarde Francs angeboten. Diese da der Versteigerungsantrag zurückgenommen ist, aufSumme soll in verschiedenen Raten zahlbar sein. Bis, Zur gehobe hlung dieser Entschädiaung fallen die Se= und emn.“ Schwerte, 30. Oktober 1900. Wichtige Ereizzisß, scheingn sich in Arabien der Puf.] In Bezug auf letzteren Punkt haben die chinesischen en. Seit einer geihe von Jahren wütet schon#####uf=. In Bezug ubigen zu sein, wicht 9stüzt, sig strebt England, Miekka grabichen beligen Stadt yt, Z.,u Khalfat des Sultansshaben, nach geking zurickzukehren, sohald die Garnnons„ in seine Hand zu bringen un, wünscht England, seinen joer Verbünoeten in perung auf 2000 Mann reduziert ist. ärker zu sichern und graßignsgen sich vergistet fhaße gnte den Gesandten an, daß Büh57.013diesen Vorschlag gutheißen. Der Kaiser soll eingewilligt haben, nach Feking zurückzukehren, sobald die Garnison S M k“ deten in Peking auf 2000 Mann reduziert ist. Königliches Amtsgericht. die Spitze abzubrechen. Zugleich Weg nach Indien noch sutg; zu sichern und Mer zu einem britschen gt.zisghenspi... drahtmeldung des Deutschen Flottenbosone uisht ue von guch seiger sebs halber hel bereins aus Shoanghoai, V. Okobder st die sterndertfend gehrensvert:. In Südwesten ist eizu. friehtbares Awpen Zuchang trit den Gouverneursposten nicht an, vielmehr liche Stimmung in Yuchang tritt den Gouverneursposten nicht an, vieimeyr ist an seine Stelle der fremdenfreundliche Schatzmeister Duentzug, verufen. land, das die Schweiz an Größe uvertrifft. England und Transvaal. Die englische Zeitschrift„Saturday Review" beschäfbe c ud Hunangiht deu wos be de Voyt zragsische, naur Hgtz Iggzsehales emauntge ieu un verstandener, Bgigtistg vennt, und foerden u,(große Anzah. Vorerftuzger aus Zschl und Maßregeln für Sudaftua, wenn der Konfusion überhaupt sich haben, welche die Aufstandsbervegung ein Ende gemacht werden soll. Und wenn es nur aus u.nd Tüdchina tragen sallen, soweit sie d. ein Ende gemacht werden soll. Und wenn es nur Geschäftsrücksichten ist, auf jeden Fall muß dem Zustande der Anarchie ein Ende gemacht werden, und Anarchie ist das einzige Wort für die gegenwärtige Situation. die mit einem officiellen Kriegszustande nichts gemein hat. Das NettoResultat der augenblicklichen Verhältnisse ist, daß unablässig kostbare Leben geopfert, und daß den Bewohnern des Landes eine erschreckende Bürde von Elend und Leiden auferlegt wird. Dank der falschen Großmut der Behörden, die dafür verantwortlich sind, bezahlen wir jetzt täglich einen schweren Tribut an englischem Blut. Man bedenke nur, wie groß unsere Verluste seit den 40 oder 50 Tagen, da wir Transvaal formell annektierten, gewesen sein müssen, und wir gehen nicht zu weit, wenn wir behaupten, daß die meisten dieser Leben nur deshalb verloren sind, weil wir weiterhin das vergebliche Experiment versuchen, einem rohen und barbarischen Volke Großmut zeigen zu wollen. Wir empfehlen Lord Roberts, dem Beispiel eines größeren Soldaten als er, der übrigens wegen seiner besonderen Milde berühmt war, zu folgen. Cäsar war in seiner Milde gegen ehrliche Feinde unerschöpflich, aber für die, die ihn täuschten oder den Krieg in böser Absicht fortsetzten, kannte er keine Gnade. Obwohl Lord Roberts persönlich mitteilt, daß den Truppen des braven Boerengenerals Dewet böse mitgespielt worden ist und daß sich der alte Haudegen nur mit knapper Not dem jüngsten Umgehungsversuch entzogen hat, so ändert das doch nichts an der Thatsache, dag# der viel verfolgte Dewet auch diesmal wieder in zu bringen vermochte und im Bunde mit Botl Potgieter und wie die Frechenslumgser alle heißen, Herr Heinrich Böckelühr zu Böckelühr läßt Sonnabend, den 3. tsuyi berufen. vormittags 10 Uhr anfangend, Nach anderen Berichten soll der zum Militärgouver= in seiner Hofeswaldung: des Nanasethelez ernauntg, General Prghgrtung be150 Nummern langschaftige Eichen und Buchen, bis zu 2½ Fuß Durchmesser, nummerw. meistb. verkaufen. Zusammenkunft a. d. Hofe evt. an Ort und Stelle. Schwerte, im Oktober 1900. Hohenschwert. große Anzahl Borerführer aus Tschil und Shantung bei my haben, welche die Aufstandsbew##gung nach Zentraluno Sübihim tragen sollen, soweit sie dort nach nicht besteht. Der Militärgouverneur soll außerdem Gelder auftreiben, Truppen formieren, Proviant sammeln und alles an den Kaiserhof nach Singanfu schicken. Prinz Tuan steht mit dem Militärgouverneur in intimer Verbindung und ermutigte ihn, den Vorschriften gemäß zu handeln, da es alsdann gelingen werde, die fremden Teufel aus dem Lande zu werfen. Die Erpressungen, die auf Befehl des Hofes begangen werden, sind so drückend, daß viele reiche Chinesen fliehen. An der Grenze Tschilis sollen gewaltige Chinesenheere stehen.— Die Rückberufung der Truppen aus Paotingfu ist von dem Grafen Waldersee angeblich aus dem Grunde verfügt worden, weil sich in kleineren Orten an der Landstraße Peking=Paotingfu zahlreiche Boxer aufhalten. Die Dörfer sollen von diesen gesäubert, die Bewohner, welche Waffen tragen, sollen bestraft und alle vorgefundenen und abgenommenen Waffen sollen unbrauchbar gemacht werden. Lokales. Junker& Ruh=Geren mit eingriffiger Zeigerregulierung Stadt und Kreis. Schwerte, 31. Oktober. ** In der Nacht vom Montag zum Dienstag ist im Laden des Sauunterzpeme Gzinbrechzer, Dder mit der Tokaltäk“: sch gernsen au) Pak sonie ein Acberscher in de Hanbe. de der viel verfolgte Demet auch diesmal wicder iv, viPif, Ladeglase war zum Glück am Aberd,. gerhser, gelert worden de a mis die Freiheitskämpfer alle heißen, Stadtvekorbneten Herrn Dahlmann “: Zu Chren des von bier scheibhutten fich am Sonnabend Sofes:(M. Oladbec) zu einem Abschiedsessen vereinigt, wobei dem Scheidenden in mehreren Toasten die Glückwünsche der Versammelten für sein ferneres Wohlergehen ausgeH Der 13jährige Schüler F. K. von hier ist von der Strafkammer zu Hagen zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden Er wor v=Arbeikten verichtete, in 3 Fällen 20 Pf. 30 Pf. und schließlich 70 M aus einer unverschlossenen Kommode entwendet zu ha# Berghofermark, 26. Okt. Es wird beabsichtigt, hier einen eigenen Krieger= und Landwehrverein zu gründen, bezw. eine ähnlich wie es in der Aplerbeckermark ist. HoffentSstog de enst zschen Reichz, lang denr de Hovonder imn. Sir Zesgese gung die Bsilsezelte oebordgen ben v. Zächlsche Anterlage mehe hat. Des welaen wid de die von Krechaushoß gsgzeigte Geish der rechtios, teine thotohg,, g 1uu u... bung einer Sprigatftung peraten. Wie f. 3t. Bitgetzelt, han der sstrven erzählen fol= Kreisausschuß beschlonen, veim Kreislage die wepomeruug einer Die in Paotingfu geretteten Missionaxe erzuhten. Iv. Summe von 10000 Mark unter obigem Namen zu beantragen. Einzelheiten: Sie wären von den Borern bei den ern noch manche ärgerliche Ueverraschung bereiten wird. In der letzten Woche haben die Englander jedenfalls mehr Schlappen als Erfolge zu verzeichnen gehabt. Ein Boerenkorps steht vor den Thoren Kimber= Die City=Freiwilligen sind aus Afrika nach London zurückgekehrt und beim Einzug mit großen Ovationen empfangen worden. Das Gedränge der Zuschauer war so groß, daß mehrere Personen erdrückt und viele HunDie Antwort auf die Schadenersatzanspriche der aus Transvaal ausgewiesenen Deutschen ist durch Vermittelung des Berliner Polizeipräsidiums jetzt erfolgt. Die englische Regierung hat sich bereit erklärt, den Ausgewiesenen ihre direkten Verluste an Hab und Gut zu ersetzen, ist aber auf weitergehende Forderungen nicht eingegangen. Immerhin ist durch den Ersatz des erlittenen Schadens sind unübertroffen! Junker 5 Rub Eisenglesserei Karlsruhe I. B. bei August Heppe, Schwerte. 2. gende engeintugt. Dr Teacen von den Boxern bei den Haaren von Paotingfu nach Sinan geschleift und drei Meilen weit mit zusammengebundenen Händen und Füßen an Pfählen getragen worden. In Sinan wurde der Kopf von Miß Greigs auf ein Stein gelegt und der Henker that, als wolle er sie köpfen, als Befehl aus Paotingfu kam, sie dorthin zu bringen. Green, der in den Kopf geschossen war, erhielt keinerlei Pflege und soll jetzt schwer an Dysenterie krank sein. Folgende andere Missionare wurden ermordet: Taylor, das Ehepaar Sincox und drei Kinder wurden lebendig verbrannt; Miß Morrow wurde nachts durch die Straßen geschleift und dann enthauptet. Dr. Hooge und Frau und eine Dame wurden lebendig verbrannt. Miß Goult starb als sie auf die Straße gezerrt wurde. Mr. Pilkin wurde beim Predigen überfallen und erschossen, als er nach Hause lief. Das Ehepaar Boguel floh mit seinem Kinde zu den kaiserlichen Truppen, welche sie den Boxern auslieferten. Diese köpften das Kind und pfählten die andern. Graf Waldersee hat das englische Kontingent, das den Norden der Stadt besetzt hielt, während Deutsche, Franzosen und Italiener den südlichen Teil der Stadt haupten, nach Peking zurückberufen. Die nochrifget, ghut, sandt gewesene Expedition ist nach Tientsin ohne überhaupt irgend etwas ausgerichtet zu haben. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß sich die Boxer, sobald sie vom Herannahen verbündeter Truppen Kenntnis erhalten, ihre Waffen verstecken und schleunigst das Weite suchen. Da sie aber wegen ihrer Schnellfüßigkeit zur Bestrafung doch nicht herangezogen werden können, so sollen die Expeditionen gegen sie in Zukunft gänzlich unterbleiben. Peking dauern die Beratungen der Gesandten zur Feststellung der China zu stellenden Forderungen fort.: Der chinesische Kaiser soll sich bereit erklärt haben, auf und der Kreisbiblozek se nach Bedarf Zuwendungen zu gaochen, domt die Ausegengreich wirsenden Instinute für alle Zeit sicher sestelt st. Den Den Vetzaere die duschebenden Kreisauschuß: Mitglieder Herren Meinberg und Freiherr v. Rheinbaben, sowie Anträge auf Uebernahme von Gemeindewegen. Für den redattionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. Wetterbericht. 1. November. Wolkig mit Sonnenschein, teils Nebel, meist trocken, vielfach Nachtfrof.„naxmaf Bacht, Meist heiter,„früh Nebel, tags normal, NachtBielfach Nebel, teils heiter, kähl, später wolig, mide, Regenfäle. empfehle: Bilderbücher, Bilderbogen, Ankleidepuppen, Modellierbogen, Pastellstifte, Federhalter, Federdöschen, Griffelkasten, Bleistifte, Notizbücher, Bilderrahmen, Photographie=, Poesie=, Postkarten=, Briefmarken=, Liebigbilder= Albums, Glasbilder und Portemonnaies, Zigarren=Etuis und Brieftaschen, Hand= und Reise=Täschchen Wir empfehlen unsere anerkannt vorzüglichen Qualitäten in Atlasbarchent, Bettsatin, Daunen-Coeper; und Federleinen. Garantiert staubfreie Bettfedern und Daunen. Das Füllen der Betten geschieht im Beisein der Käufer. Größte Auswahl! Streng reelle Bedienung. Billigste Preise! Geschw. Becker, Schwerte. Neueste Nachrichten u. Okt. Heute mittag fand im zu billigsten Preisen in größter droguen= u. Chemikalienfaßzäk Auswahl. Sbsovon v., weierer, Carl Braus, Buchdruckerei, Buchhandlung, Große Marktstraße 3. Tuan folgende Bedingungen einzugehen: 1. Prinz zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt; 2. wird den internationalen Konzessionen bleiben; Hd. Newyork, 29. Okt. unteren Broadway in der Droguen= u. Ehemkallenf Tarrant u. Ko. eine furchtbar.##losion statt. Die bäude waren ein Flammenmeer. Eine Reihe noch heftigerer Explosionen erfolgte. Die wurde von der Fabrik zerstört. Die Zahl der getöteten ud verwiben Verzupenachbarten Gebäuden und Stra.— ßen wurden viele durch herumfliegende Glassplitter und 1 möbliertes Zimmer andere Trümmerstücke verletzt; eine davon getroffene#ug Fugnug in u Person ist im Krankenhaus gestorben; zwanzig Verletzte befinden sich dort in Behandlung. Der Gesamtschaden wird auf 1 500000 Dollars geschätzt.— Hd. London, 30. Okt.„Daily Expreß“ berichtet] Eine Wohnung auf aus Petersburg vom 28. d. 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Jensen. b, Des Glockentürmers Töchterlein.. Loewe. (Rita Rohn) 4. Othello-Fantasie Ernst. (Frieda Crampe.) — Pause.— 5a. Nocturno As-dur op. 32 Chopin. b. Ungarische Rhapsodie Nr. 10... Liszt. (Frieda Herbst.) 6a. Ruhe meine Seele Strauss. b. Niemand haf’s geseh’n.... Loewe. (Rita Rohn.) 7a. Abendlied Schumann. b.„Heire Kati“........... Jennö Hubay. (Frieda Crampe.) 8a. Die Mainacht.......... Brahms. b. Zaunstudien.......... Damrosch. (Rita Rohn.) Dank und Anerkennung. Für den überaus gründlichen und umfangreichen Unterricht im Zuschneiden von Damen= und Kindergarderobe, welchen ich in der Dortmunder Schneider-Akademie(Inhaber und Direktor Franz Möller) erhalten habe, sage ich hiermit meinen öffentlichen Dank und empfehle jeder Dame dieses Institut zur Ausbildung. Frau Fr. Strauch. Zeugnis. 5 Karten Im Vorverkauf in der Braus∆ schen Buchhandlung: Numerierter Platz Mk. S 1,50, nichtnumerierter Platz 1 Mk., Abendkasse 0 2,00 Mk. und 1,25 Mk. Schülerkarten 50 Pfg. 5 Obiges Künstlerkonzert hat am Mittwoch, den 24. Okt., 0 mit dem durchschlagendsten Erfolg im hiesigen Rathaussaale stattgefunden und dürfte das bedeutendste sein, 0 was hier seit Jahren von Künstlern geboten wurde. Ema pfehle daher den Besuch desKonzertsaufsangelegentlichste. 0 A. Knabe, Kgl. Musikdirektor 6 und Seminariehrer, Soest. 6 Drtsrrankenrasse Schwerte. Sonntag, den 4. November 1900, vormittags 11 Uhr, im Saale des Gastwirts Herrn C. Pöhmer am Markt: General=Versammlung. Tagesordnung: 1. Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern. 2. Neuwahl der Kassenrevisoren. 3. Verschiedenes. P. Jos. Staat, I. Vors. Gern bezeuge ich der Frau Fr. Strauch aus Schwerte, die in meinem Institut im Zuschneiden ausgebildet ist, daß dieselbe sich durch Fleiß und Geschicklichkeit auszeichnete und das Prädikat„sehr gut“ erhielt. Franz Möller, Direkter. Empfehle mich den geehrten Damen von Schwerte und Umgegend zur Anfertigung von besserer Damen= u. Kindergarderobe, bezugnehmend auf obiges Zeugnis. Schwerte, 1. Novbr. 1900. Hochachtungsvoll Frau Friedr. Strauch, Holzenerweg. An dem bereits angefangenen Zuschneide= und ähkursus im Gasthof„Zur Post“ (Gummich) können noch einige Damen teilnehmen. Jede Dame lernt in kurzer Zeit für sich und Andere jedes Kleidungsstück nach Maß zuschneiden und anfertigen. Frau Hodelk=Nachachten. Schwerte, den 31. Oktbr. 1900. 50 8- 100 Pf lter + 4 2ter 2 2 3ter A 4 3.— 180 1 120 Die Verlobung meiner Tochter Lina mit dem Herrn Verwalter August Gropp erkläre ich hiermit für aufgehoben. Friedr. Rickert, Bahnwärter. 85.— Am Sonntag, den 28. er., ist auf der Hüsingstraße Geld gefunden. Von wem, sagt die Exped.“ Lehrer-Verein Schwerte. euntag, dun 3. Ner.1900 nachmittags 4 Uhr. Tagesordnung: 1. Vorstands=Ergänzungswahl 2. Bericht über die Vertreterversammlung in Köln. 3. Vortrag: Was hat der Schreibunterricht in der Volksschule zu beachten, um zuguten, gesicherten Erfolgen zu gelangen.(Antrag Dortmund.) 4. Verschiedenes. Kartoffeln 50 Kilo Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 11 Stück Neuß, 29. Okt. Rüböl per 100 kg in Partieen von 100 Ztr.(ohne Faß) 66.75, Rüböl per 100 kg faßweise(ohne Faß) 68.25 K, gegereinigtes Oel per 100 kg 3.4 höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 kg 109# Kleien per 50 kg 5,30 Butter per Kilo 2.40 J. Eier per Schock(60 Stück) 5,40 K.— Weizen neuer I. 16,20, II. 14,50, III. 13,50, Mk., Roggen neuer I. 13,90, II. 12,50, III. 11,50 M.— neuer Hafer I. Oal. M. 12.50, II. 11,50, M, alter Hafer M, 15,00, per 100 kg.— Raps I. Qual. M. 29,75, II. Qual. M. 28.75, alles die 100 Klgr. Köln, 29. Oktbr. Weizen 00,00, Beagen 12.80, Hafer 00.000.00, 7,80-9,20, Maschinenstroh(Roggen=) 3 60, Richtstroh(Flegeldrusch) 4,50, Krummstroh 2,00#A die 100 Klgr. Viehmärkte. Dortmund, 29. Oktbr.(Städt. Viehhof.) Zum heutigen Schlachtviehmarkte waren aufgetrieben: 681 Stück Großvieh, 1594 Schweine, 192 Kälber und 298 Schafe. Preise für 100 Pfd. Schlachtgewicht Ochsen 62—65. Stiere 48,00—56,00 4. Kühe 1. Qual. 59,00—61,00 K 2. Qual. 55,00—58,00 K, 3. Qual. 50—54 ∆ Schweine 1. Qualität 52.00—56,00 M Kälber das Pfund Schlachtgewicht 1. Qual. 71—75 4, 2. Qualität 60—70 4. Schafe desgl. 50—62.4 Unverkauft blieben 33 Stück Großvieh. sämtlicher Herbst-Neuheiten und „„ — Damen-Mänteln. Damen=Jacketts 35, 25, 14, 6½, 3½ Damen=Kragen 24, 14, 9, 4½ 2¾ 33, 24, 16, 9, 5½ Mk. und Herren-Garderobe. Eleg. Herren=Anzüge 39, 32, 23, 15, 9 Mk. Eleg. Herren=Paletots 36, 28, 17, 950 Mk. Eleg. Knaben=Anzüge 14, 10, 7, 5,50, 240 Mk. Eleg. Knaben=Paletots 15, 10, 5, 3 Mk. Anfertigres Herren- Garderoben Nast unter Leitung eines tüchtigen Zuschneiders, erste Kraft. Golf=Capes Peluche Kragen 53, 42, 34, 21, 15 Mk. Kinder=Mäntel und=Kleidchen per k thr Beitdoss der Firma: Botten und möbel. Gobrader-Nadmmamm Westenhellweg 44/46. Derthhanal nur Westenhellweg 44/46. Borrmund. Zum wohlfeilen Einkauf für die Hlerbst- u. 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Insertionsgebühr für lokale Anzeigen die sechsgespaltene Zeile oder deren Raum 10 J, außerhalb 15 J, Reklame=Zeile 40 4 Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, FernsprechAnschluß Nr. 85, Amt Hörde. Telegr.=Adr. Braus, Schwerte=Ruhr. 2. Blatt. Max Müller Einer der großen Gelehrten unserer Zeit, auf den das deutsche Vaterland stolz sein darf, Max Müller, ist am 28. Oktober in Oxford gestorben. Friedrich Max Müller, der Sohn des Dichters Wilhelm Müller, dessen „Griechenlieder“, auch heute noch gern gelesen werden, wurde am 6. Dezember 1823 in Dessau geboren. Er studierte in Leipzig Philologie und Philosophie, wandte sich aber schon zu jener Zeit mit besonderem Interesse dem Studium des Sanskrit(d. h. der indischen Sprache, aus welcher die griechische, lateinische und deutsche Sprache abgeleitet sind) zu, das später seinem wissenschaftlichen Leben die Richtung geben sollte. Als erste Furcht dieser Bestrebungen veröffentlichte er 1844 eine Uebersetzung des „Hitopadeca(Freundliche Unterweisung), jenes berühmten Fabelwerkes, das noch heute in indischen Schulen als Lehrbuch benutzt wird. Im Jahre 1847 wurde ihm die Herausgabe des Rigveda übertragen. Dieser älteste Schatz der indischen Litteratur erschien in sechs großen Quartbänden in London und gab dem Namen Müllers die feste Prägung in der Welt der Wissenschaft. Eine außergewöhnliche Ehrung, die Verleihung des VolneyPreises durch das Institut de France(1849) bewies, wie sehr auch Frankreich den jungen Gelehrten zu schätzen wußte. 1869 wurde ihm die Professur für vergleichende Sprachkunde an der englischen Universität Oxford übertragen. Durch Max Müller wurde der gesamten Welt— der größte Teil der wundervollen Schätze erschlossen, die in den Literaturen des Ostens schlummerten, erbebte in grundlegenden und gedankentiefen Werken die Freude an sprachwissenschaftlichen Studien und hinterläßt auf dem Gebiete der vergleichenden Religionsgeschichte ebenso wie auf dem Feld der Philosophie hervorragender Arbeiten. Besonders erwähnt sei es, daß er den Engländern die erste englische Uebersetzung von Kants „Kritik der reinen Vernunft“ gab, und daß er auch mit einem dichterischen Werk vor die Oeffentlichkeit trat. Es hieß„Deutsche Liebe“ und legte schon im Titel Zeugnis dafür ab, daß Max Müllers Herz noch immer dem Vaterland gehörte. Den Schluß dieses kurzen Nekrologs mögen seine Worte bilden, in denen er die Hoffnung ausspricht, daß die verschiedenen Religionen der Völker einst aufgehen werden in eine einzige Religion der Menschheit. Wenn die einzelnen Religionsgenossenschaften auch viel zurücklassen von dem, was in indischen Pagoden, in buddhistischen Vihäras, in mohamedanischen Moscheen, in jüdiSchwerte, Mittwoch 31. Oktober 1900. schen Synagogen und christlichen Tempeln gelehrt und verehrt wird, so kann doch jeder das mit sich in die stille gemeinsame Krypte hinabnehmen, was ihm am meisten wert und teuer ist: Der Brahmane seinen Unglauben an diese Welt, seinen Glauben an eine andere Welt; der Buddhist seine Erkenntnis eines ewigen Gesetzes, seine Ergebung in dieses Gesetz, seine Milde, sein Mitleid; der Mohamedaner, wenn nichts anderes, so doch seine Mäßigkeit und Enthaltsamkeit; der Jude sein Festhalten, in guten und bösen Tagen, an dem einen Gott, dem Gott, der Gerechtigkeit liebt, und dessen Name ist: Ich bin; der Christ das, was besser ist als alles— mögen die Zweifler es nur selbst versuchen— Liebe zu Gott, man nenne ihn, wie man wolle, den Unsichtbaren, den Unendlichen, den Unsterblichen, den Vater, das höchste Selbst über alle, durch alle, in allen,— und solche Liebe bezeugt in der Liebe zum Nächsten, in der Liebe zu den Lebendigen, in der Liebe zu den Toten, in lebendiger unvergänglicher Liebe. Kundschau Die Meldung des Leipziger sozialdemokratischen Blattes, wonach der Zentralverband deutscher Industrieller dem Reichsamt des Innern 12000 Mark zur Agitation für die„Arbeitswilligen=Vorlage" übermittelt habe, ist durch die Erklärung der amtlichen„Berl. Korr.“ leider bestätigt worden. So wenig auch ein vernünftiger Mensch auf das thörichte Geschwätz der sozialdemokratischen Presse von dem„deutschen Panama“ geben wird, da es ganz ausgeschlossen ist, daß die 12000 Mk. irgend welchen persönlichen Zwecken dienen sollten, so ist die Thatsache, daß die Regierung sich von einem privatem Verbande, der noch dazu in der betreffenden Angelegenheit Partei und Interessent war, Geld zu Agitationszwecken geben ließ, bedenklich genug. Das Vorgehen des Reichsamts des Innern ist um so verwunderlicher, als der Regierung ja auch sonst Mittel und Wege genug offen stehen, um in der Presse für ihre Gesetzentwürfe zu agitieren. In der That wird auch in der Erklärung der„Berl. Korr.“ kein Versuch gemacht, das Verfahren des Reichsamts des Innern, welches sogar der Generalsekretär des Industriellen=Verbandes, Herr Bueck, als„etwas eigentümlich“ bezeichnet, zu verteidigen. Daraus wird man wohl schließen dürfen, daß die derzeitige Regierung, welche durch den Reichs33. Jahrgang kanzler Grafen Bülow repräsentiert wird, mit jenem Schritt des Reichsamts des Innern keineswegs einverstanden ist. Offenbar ist derjenige, welcher die ganze Verantwortung für jenen bedenklichen Fall auf sich nehmen will, der Direktor des Reichsamts des Innern, Herr Dr. v. Woedtke, denn in der amtlichen Erklärung wird ausdrücklich gesagt, daß die 12000 Mark auf Anregung und durch Vermittelung des Direktors von Woedtke zur Verfügung gestellt worden seien. Aber es muß die Frage aufgeworfen werden, ob denn der Leiter des Reichsamts des Innern, Staatssekretär Graf Posadowsky, von jener Affäre nichts gewußt hat. In diesem Falle wird es, unerklärlich bleiben, daß im Reichsamt des Innern Dinge vor sich gehen, von denen der Leiter derselben nichts weiß. Im andern Falle wird es Sache des Staatssekretär Grafen Posadowsky sein, im Reichstag über diesen Fall Aufklärung zu geben, die ganz zweifellos verlangt werden wird. Jedenfalls geht in den hiesigen politischen Kreisen die allgemeine Anschauung dahin, daß der bedauerliche Vorfall mit der ziemlich lahmen Erklärung der„Berl. Korr.“ nichts weniger als erledigt ist. Die Regierung wird aber aus diesem Fall zwei Mahnungen entnehmen: Einmal, daß jegliche Geheimnisthuerei von Uebel ist, denn das heutige Spürsystem der sozialdemokratischen Presse bringt auch das Verborgenste an den Tag. Und zweitens, daß für den neuen Reichskanzler eine dringliche Notwendigkeit vorliegt, sein Programm einer„einheitlichen und geschlossenen Regierung“ mit aller Entschiedenheit zu verwirklichen. Westfalen=Rheinland. * Unna, 28. Okt. Ein höchst trauriger Unglücksfall trug sich in der Altenheide zu. Die 11 Jahre alte Elfriede Butmann, Tochter des Schreiners Butzmann, nahm einen glühenden Bolzen aus dem Ofen, um damit zu bügeln. Der Bolzen englitt der Zange, und die Kleidung des Kindes fing Feuer. Dieselbe stand im Nu in hellen Flammen. Das Mädchen erlitt so schwere Brandwunden, daß der Tod bald darauf erfolgte. * Iserlohn, 26. Okt. Der Achsenbruch des Postwaggons, der gestern kurz vor dem Tiefbau,„Krug zu Nida“ erfolgte, und eine Zugentgleisung herbeiführte, hat glücklicherweise weiteres Unheil nicht im Gefolge gehabt. Ueber 210 Meter ist der Wagen mitgeschleift worden, was nur dadurch möglich war, daß die Strecke ziemlich abschüssig ist und daß sich zwischen der Lokomotive und dem verunglückten Wagen ein Eilgutwagen befand. K Sinnsprüche, Denksprüche u. Sprichwörter 2c. Zeige dich zu jeder Zeit Stärker als dein Herzensjammer! Sei nicht Amboß deinem Leid, Nein, sei deines Leidens Hammer! Herm. Marggraf. Der große Mann geht seiner Zeit voraus, Der Kluge geht mit ihr auf allen Wegen, Der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, Der Dummkopf stellt sich ihr entgegen. Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, so ist er's. Jean Paul. Der Jund am Strande. Roman von H. Rosenthal=Bonin. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) So sprach Klaus ruhig und mit dem Ton überzeugender Wahrheit. Es entstand Gemurmel auf den dichtgedrängten Tribünen und die Richter neigten die Köpfe zu einander. Der Staatsanwalt erklärte, daß Geld und Geldeswert, welches Angeschwemmte am Leibe trügen oder sonst irgendwie mit sich führten, nie als Strandgut betrachtet werden könne. Gegen Klaus wurde als Zeuge aufgeführt Assessor Reinhard, der jedoch nichts weiter aussagen konnte, als daß er Klaus in Newyork abreisen gesehen und in Paris dann mit ihm eine stürmische Begegnung gehabt habe, als er die Herausgabe des Geldes von ihm forderte. Belastungszeugen gab es sonst nicht gegen Klaus, und so kam jetzt der Verteidiger zum Wort. Er schilderte Klaus als einen hochbegabten jungen Mann, zum Beweis dafür las er die Zeugnisse des Professors Bonnier und einiger seiner Kollegen vor, eine phantasievolle Künstlernatur, die durch das Elend und die Enge des Lebens auf der Insel zu dem verzweifelten Entschluß getrieben worden sei, mit dem gefundenen Strandgute— denn als solches sehen die Schiffer auf der Insel allgemein auch das Geld an, welches Tote mit sich führen— zu einer höheren, edleren Stufe des Daseins sich aufzuschwingen und seiner Begeisterung für die Kunst Genüge leisten können. Daß Klaus den festen Willen hatte, das Geld so wenig wie möglich anzutasten, könne er beweisen, durch eine einwandsfreie Zeugin. Miß Johny, die gleich Maria auf den Wunsch des Verteidigers zu der Verhandlung herbeigeeilt war, wurde in den Saal geführt. Sie warf einen schmerzlichen Blick auf Klaus und sagte aus:„Ich lernte diesen Herrn in der Pension Bovery in Newyork kennen. Er fiel mir auf durch seine Schweigsamkeit und Zurückgezogenheit. Er trank keinenTropfen Alkahol, lebte eingezogen und im höchsten Grade sparsam und zeigte sich ängstlich bei jedem Cent, den er ausgeben mußte. Herr Gehren arbeitete den ganzen Tag. Ich war seine Stubennachbarin und konnte das beobachten. Miß Johny errötete etwas und schwieg. Die Sache mit dem Schriftendiebstahl hatte man nach einer bereits vorher schriftlich gemachten Aussage Miß Johny's fallen lassen. Sie kam jetzt nicht mehr zur Sprache. Nun kam Maria an die Reihe. Sie sah vor sich nieder und warf auf Klaus keinen Blick. Ihr Gesicht war bleich, und sie atmete schwer. Der Verteidiger flüsterte Klaus einige Worte zu. Dieser richtete den Blick auf Maria und war im Begriff aufzuspringen. Der Verteidiger aber drückte ihn schnell auf seinen Sitz nieder. Im Publikum entstand eine große Bewegung, denn blitzschnell hatte sich das Gerücht verbreitet, dies sei die Gerettete und Bestohlene. Maria wurde gefragt hinsichtlich dessen, was sie in Paris an dem Angeklagten beobachtet. Sie sagte aus, daß der Herr fleißig kopierte und für nichts als für seine Kunst Sinn zu haben schien, denn er war stets bei der Arbeit. Sie habe diesen Herrn oft im Louvresaal bei der Arbeit gesehen, jedoch nur einmal einige Minuten gesprochen. „Kennen Sie die Dame?“ fragte der Staatsanwalt Klaus. „Ja, jetzt zweifle ich nicht länger daran, es ist dieselbe, die ich den Strand hinauftrug. Und nun weiß ich auch, weshalb ich das that. Ihr zartes Gesicht und ihre Schönheit rührten mich, ich wollte nicht, daß diese Tote eine Beute der Fische werde, ich wollte, daß sie ein Grab auf der Insel finde. Es machte sich nach diesen Worten des Angeklagten eine derartige Bewegung und ein solches Gemurmel auf der Tribüne bemerkbar, daß der Vorsitzende zur Ruhe mahnen mußte. Der Vorsitzende zog nun das Für und Wider, das sich bisher in Bezug auf Klaus Gehren's Handlungsweise ergeben, zusammen, und die Mutter Klaus Gehren's betrat jetzt den Saal. Der Verteidiger hatte Klaus nichts davon gesagt, daß seine Mutter nach Hannover gekommen sei und bei der Verhandlung erscheinen werde; er versprach sich eine größere Wirkung, wenn unvermutet die Mutter dem Sohne gegenübertrete. Frau Gehren hatte das Licht im Gesicht, Klaus stand im Schatten, sie sah daher in den ersten Augenblicken ihren Sohn nicht, dieser war jedoch beim Eintreten der alten Frau heftig aufgesprungen. „O Mutter, Mutter!“ rief er.„Hier mußt Du mich sehen—“ Frau Gehren erblickte jetzt ihren Sohn, und trotz des Dazwischenspringens der Gerichtsdiener, die es verhindern wollten, stürzten sich Mutter und Sohn in die Arme und weinten laut. Im Saale herrschte die tiefste Stille, man hörte auf den Gallerien schluchzen. Der Vorsitzende forderte die Mutter auf zu erklären, was sie über die That ihres Sohnes wisse. „Ueber die That selbst weiß ich nur, was ich in den letzten Tagen aus Gerüchten und den Zeitungen erfahren habe. Ich kann darüber nur sagen, daß mein Sohn seit vielen Jahren nicht so sehr in wirklicher Armut, obwohl es uns ja schlecht genug ging, sondern mehr in geistiger Armut darbte und Not litt. Er fühlte sich auf der Insel tief unglücklich, sein großes Talent, das niemand bezweifelte, trieb ihn ins Weite. Er war manchmal wie unsinnig und zu gar keiner Arbeit mehr zu gebrauchen. Der Wunsch, in die Welt hinauszugehen, um dort ein großer Maler zu werden, war förmlich zu einer Krankheit bei ihm geworden. Wie ganz eingenommen und für alles andere tot er durch diese quälende Sehnsucht war, geht am Besten daraus hervor, daß er, der stets bereit war, mir Freude zu bereiten und Sorgen von mir fern zu halten, gar nicht daran dachte, welch' einen Schmerz er mir durch sein unerklärliches Verschwinden bereitete.“ Die Hände vor das Gesicht geschlagen, hatte Klaus regungslos dagesessen, während seine Mutter sprach. Als die alte Frau schwieg, murmelte er:„Verzeih mir, Mutter, verzeih!“ Es sprachen noch einmal der Staatsanwalt und der Verteidiger, dann zog sich der Gerichtshof zur Beschlußfassung zurück. Nach kurzer Zeit erschienen die Richter wieder. Zum Glück waren die Räder innerhalb der Geleise geblieben. Gegen 3 Uhr trafen Arbeiter der Letmather Werkstätte mit ihrem Arbeitswagen ein, welche die Achse und die in Mitleidenschaft gezogenen Räder entfernten und schließlich den Wagen auf einen sog. Hund brachten. Um 5½ Uhr waren die Arbeiten beendet, sodaß der beschädigte Wagen nach Letmathe gefahren werden konnte. Der Verkehr während dieser Zeit wurde durch Umsteigen beschädigt hatte. * Iserlohn 29. Okt. In einer gestern abend vom sozialdemokratischen Verein einberufenen öffentlichen Volksversammlung wurde beschlossen, sich in der bevorstehnden Stadtverordnetenwahl zu beteiligen und eigene Kandidaten in der dritten Abteilung aufzustellen. * Dortmund, 29. Okt. Das gesamte überirdische Telephonnetz wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres unterirdisch gelegt werden. Die Kosten betragen rund 500·000 Mark.— Das Dienstmädchen Maria Buhle, geboren am 9. Februar 1883 zu Cella in Thüringen, zuletzt hier Nordstraße 101 bei ihrer Schwester, ist seit dem 15. Oktober spurlos verschwunden; die Angehörigen vermuten, daß dem Mädchen ein Unglück zugestoßen ist. Das Mädchen ist 1,65 bis 1,68 Meter groß, dunkelblond, schlank gebaut, hat blasse Gesichtsfarbe und folgende Kleidung: schwarzes Kleid, dunkelblauen Reisehut, dunkelblaues Jackett, schwarze Halbschuhe. Etwaige Nachricht wolle man der Polizei oder an obige Adresse gelangen lassen. * Herne, 29. Okt. Verunglückt ist gestern morgen gegen 4 Uhr der Steiger Scheer auf Zeche„Friedrich der Große". Der Verunglückte, erst seit kurzer Zeit auf genannter Zeche angestellt, war ein allgemein geachteter und pflichttreuer Beamter. Durch einen Sprengschuß seitens eines Schießmeisters soll das Unglück herbeigeführt sein. * Herdecke, 26. Okt. Zu Gunsten der Stadt Herdecke ist der von ihr gegen den Grafen von der Recke geführte Prozeß betr. Fischerei=Gerechtsame in der Ruhr vom Oberlandesgericht Hamm entschieden worden. * Barmen 28. Otk. Als der Kaiser nach seinem Eintreffen hier von der Ehrenkompagnie den Parademarsch abgenommen hatte, fragte er:„Wo ist der Hauptmann?" Als der Kompagniechef v. Debschütz sich sofort meldete, sagte der Kaiser:„Sie haben Ihre Sache gut gemacht" und überreichte ihm den Roten Adler=Orden 4. Klasse. * Hochlar bei Recklinghausen, 25. Okt. In lustiger Stimmung.nachts um 1 Uhr machten sich zwei korpulente Herren, die ihrer Schwerfälligkeit wegen von einem anderen Mitgliede des Stammtisches gehänselt wurden, anheischig, sofort die Reise von Hochlar nach Münster anzutreten und innerhalb 12 Stunden das Ziel, als welches die Mühlenhoff'sche Brauerei bezeichnet wurde, zu erreichen. Eine Wette wurde abgeschlossen und in selbiger Stunde traten die beiden Dicken unter der Aufsicht eines Radfahrers den nächtlichen Marsch an und trafen richtig, noch etwas vor der Zeit, in der Brauerei ein. Ein hübsches Bild bot bei der Spalier= bildung während des Kaiserbesuchs in Barmen=Elberfeld die höhere Töchterschule von Frl. Aug. Idel. Die jungen Mädchen waren in weißen Kleidern, schwarz=weiß=roter Schärpe und Helm mit Federbusch gekleidet, des Kaisers Amazonen=Korps vorstellend, was sie auf einem Schilde durch folgendes Gedichtchen erklärten: Nun Chines' sei auf Deiner Hut! Wir haben echtes deutsches Blut. Wenn's ärger im Reich der Zöpfe blitzt Und größer wird des Kampfes Hitz', Dann heißt's: Freiwillige vor! Des Kaisers Amazonen=Korps! Die Kaiserin, die dieses Bild zuerst bemerkte, stieß den Kaiser an, der aldann unter herzlichem Lachen das Salutieren der jungen Mädchen erwiderte. Eigentümliche Zustände haben an der Universität Pest sich entwickelt. Die Mütter mehrerer Studentinnen haben den Entschluß gefaßt, sich als Hörerinnen aufnehmen zu lassen, um ihre Töchter in die Vorträge zu begleiten und gegen Insulten der Studenten, die unausgesetzt gegen die Anwesenheit von Damen im Hörsaal opponieren, zu schätzen. Es ist anzunehmen, daß die Opposition nun noch schärfer werden wird. — Die großen Warenhäuser scheinen neuerdings besondere Anziehungskraft auf Frauen aus der Provinz auszuüben, die in diesen großen Räumen die Gelegenheit zum Stehlen wahrnehmen. Wie Staatsanwalt Liebenow, bei der Verhandlung einer Anklage wegen Ladendiebstahls hervorhob, sind in letzter Zeit wiederholt Frauen aus der Provinz, die sich in sehr guter sozialer Lage befinden, dabei abgefaßt worden, wie sie mit der Verschmitztheit geübter Ladendiebinnen Waren unter ihren Mänteln verschwinden ließen. An der Küste Nordamerikas wurde ein Taucher, als er auf dem Meeresgrunde arbeitete, von einem mächtigen Hai angegriffen. Nur durch beständiges Ausweichen konnte er sich selbst und den Luftschlauch nebst den Signalleinen, die ihn mit dem Boot verbanden, vor dem Toben des Tieres sichern. Schließlich gelang es dem Taucher, dem Hai sein Messer, das er zum Abschneiden von Seetang gebrauchte, in den Leib zu bohren, und ihn dadurch außer Gefecht zu setzen. Er ließ sich schleunigst an Bord des Taucherfahrzeuges ziehen und war erstannt, den Hai tot an dre Wasserfläche treiben zu sehen. Der Messerstich hatte ihn glücklich getroffen. Der Kaiser ist als großer Kinderfreund bekannt. Schon im vorigen Jahre äußerte er bei seinem Besuch von Solingen und Remscheid wiederholt sein Erstaunen über den Kinderreichtum im Bergischen Lande. Auch diesmal fielen ihm die Riesenmassen der Schulkinder auf. Auf eine Frage an einen Stadtverordneten, wie viel Schulkinder die Stadt Elberfeld denn eigentlich habe, wurde dem Monarchen die Antwort: 30 bis 40000, Majestät.“(Elberfeld zählt zur Zeit 155 000 Einwohner.)„Donnerwetter,“ entgegnete lachend der Kaiser,„das sind ja einundeinhalb Armeekorps.“ In Vohwinkel war eine Gruppe von Pathenkinder des Kaisers aus dem Kreise Mettmann aufgestellt. Mit den Pathenkindern waren jeweilig die Eltern und sämtliche Geschwister erschienen. Es waren angetreten: ein Stellmacher aus Vohwinkel mit 9 Knaben im Alter 4 bis 21 Jahren, ein zweiter Einwohner von Vohwinkel und ein Konditor von Mettmann mit je 8 Knaben, ein Weber aus Haan, ein Bergmann aus Velbert und ein Sattler aus Lennep mit je sieben Knaben. Der Kassierer der„First National Bank“ in Newyork, mit Namen Aword, ist nach Unterschlagung von etwa 700000 Dollars verschwunden. Die Bank hat den Verlust aus ihren Reserven gedeckt. — Im Auftrage des kgl. Provinzial=Schulkollegiums sind die Rektoren der Berliner Gemeindeschulen ersucht worden, an die Lehrer den Auftrag zu richten, die Schüler und Schülerinnen vor„unnützer Belästigung des Kaisers durch Briefe" zu warnen. Die Güte, mit der der Kaiser zuweilen einzelnen Bittstellern ihren Wunsch erfüllt hat, scheint also mißbraucht worden zu sein. Humoristisches. (Aus einem Briefe):„Nur ein Todesfall bringt hie und da Leben in unser stilles Dorf.“ Richter:„Es liegt der Verdacht nahe, daß Sie, außer dem zugestandenen Einbruch beim Weinhändler, auch den später erfolgten bei ihm ausgeführt haben!"— Angeklagter:„„Nein, wirklich nicht, Herr Richter. Diese Sorte stiehlt man nur einmal!“ Die„Nowoje Wremja“ in St. Petersburg erzählt folgende angeblich wahre Geschichte. Ein reicher Warschauer Finanzmann wünschte auf dem Sterbebett, daß man ihm im Sarge einen Hundertrubelschein auf die Brust legte und ihn so beerdigte. Mit 100 Rubeln nämlich, die ihm von einem Wohlthäter geschenkt worden, hatte er sein Geschäft begonnen, und mit dem Anlagekapital wünschte er auch aus der Welt zu gehen. Die Verwandten des Toten meinten indessen, es sei doch schade, eine so schöne Sache, wie einen Hundertrubelschein, in die Erde zu verscharren und legten ihm anstelle des Geldes einen— Wechsel in Höhe von 100 Rubeln auf die Brust. Für den redaktionellen Teil verantwortlich: Franz Miller. sind die eiweißreichsten, ergiebigsten und und werden zu wirklichen Fabrikpreisen(M. 1.40 bis M. 2.40 das Pfund) direkt an Private frisch von der Fabrik KakasCompagnie Theodor Reschardt. Bandsbek: Hamburg, geliefert. Filialen in den großen Städten. Kostproben und Preisiisten umsons und posttret. Die richtige Ernährung ist gerade für Kinder, Leidende und Reconvalescenten von allergrößter Wichtigkeit. In Kathreiner's Malzkaffee werden dem Körper nur bekömmliche Stoffe zugeführt, aber keine schädlichen, wie beim Bohnenkaffe oder Thee. Sie verneinten die Frage, die auf Diebstahl lautete, bejahten die auf Fundunterschlagung. Infolge dessen wurde Klaus Gehren bei der Höhe der Summe, um welche es sich handelte, jedoch unter Annahme mildernder Umstände im weitesten Umfange zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Der Vorsitzende eröffnete Maria, daß das ihr genommene Geld bis auf tausend Mark vorgefunden sei, und sie es an sich nehmen könne. Er frug, ob die Zeugin Ansprüche auf Ersatz der fehlenden Summe mache. „Nein!“ antwortete Maria entschieden.„Wenn die Sache nicht eine so unglückliche Wudung genommen, und ich mein Vermögen früher in die Hand bekommen hätte, würde ich gern Herrn Gehren das Nötige zum Studieren vorgestreckt haben.“ Da der Verteidiger auf eine Berufung verzichtete, so wurde Klaus in Haft abgeführt. Er ging Jruhigen Schrittes mit einem tiefen Blick in die Augen seiner Mutter und einer Verbeugung vor Maria Ribera aus dem Saal. * Nach Beendigung des Prozesses ging der Assessor Reinhard nach Esens zurück. Dort war nicht allein das Amt von dem sehr bedenklichen Unternehmen des Assessors in Kenntnis gesetzt worden, sondern jedes Kind wußte, welchen Ausgang dessen Heiratsspekulation mit dem Gelde der geretteten Spanierin genommen hatte. Seine vorgesetzte Behörde konnte ihn an dem Orte hier nicht mehr halten, und es wurde ihm nahegelegt, sich versetzen zu lassen. Man schickte den Assessor in ein kleines Nest an der russischen Grenze. Ob er dort seine Heiratsspekulationen fortgesetzt hat, ist nicht bekannt geworden.„ Maria löste ihr Verhältnis zu dem Pariser Geschaft, ließ sich in München nieder und erreichte es endlich nach vieler Ueberredung, daß die Witwe Gehren sich ihr anschloß und als Ehrendame, wie Maria halb im Ernst, halb im Scherz erklärte„mit ihr nach der Hauptstadt Bayerns zog. Es fand zwischen den beiden Frauen keine Aussprache hinsichtlich des Verhältnisses Maria's zu Klaus statt, und auch nicht darüber, was Klaus anfangen solle, wenn er aus der Haft entlassen würde. Die Witwe schrieb, so oft es erlaubt war, an ihren Sohn. Er war unterrichtet, daß sie bei Maria Ribera lebte. Als er aus der Haft entlassen wurde, ging er jedoch nicht nach München, sondern wieder nach Paris. Zu ihrer Ueberraschung erhielt die Witwe Gehren eines Tages folgendes Schreiben von ihrem Sohne aus der französischen Hauptstadt: „Geliebte Mutter! Ich habe mich entschlossen, nicht nach München gehen, so schwer es mir auch wird, Dich und das gütige Fräulein vorerst nicht wiederzusehen. Ich bin nach Paris zurückgereist und von Professor Bonnier überaus freundlich empfangen worden. Ich studiere bei ihm privatim weiter und brauche vorläufig nichts zu bezahlen. Der Professor hat mir Illustrationsaufträge von Verlegern illustrierter Werke verschafft, so daß ich mir meinen Lebensunterhalt selbst erwerben kann. Ich kopiere auch für Kunsthändler Meisterwerke im Louvre, was gut bezahlt wird. Vor Ablauf von zwei Jahren kehre ich nicht nach Deutschland zurück. Dann werde ich so weit sein, daß ich völlig auf eigenen Füßen stehe und überall weiter an meiner Ausbildung arbeiten kann.“ „Ich hätte Ihnen so gern das Geld vorgeschossen, damit Ihr Sohn auf weniger rauhem Wege sein Ziel erreichen kann,“ äußerte Maria, nachdem sie diesen Brief gelesen, zu der Witwe. „Das weiß ich, mein Kind. Sie hätten in Ihrer großen Güte das gethan, aber es ist besser so. Klaus will sich aus eigener Kraft emporringen— das ist männlich und brav. Er muß auch auf diese Weise in Ihren Augen würdiger dastehen. Ich kann seinen Entschluß nur gutheißen. Einige Wochen später traf von Miß Johny ein Brief an Maria ein. Die Amerikanerin schrieb unter anderem: „Unsern Klaus Gehren habe ich auch wieder gesehen. Er arbeitet im Louvre sehr fleißig, ganz wie früher. Meine Hoffnung, ihn für mich zu gewinnen, habe ich aufgegeben. Ich sehe und fühle es: Entsagung ist mein Los. Ich muß mich darin finden. Aber von Dir, Du Glückliche spricht er mit der größten Begeisterung.“ * Ein Jahr war vergangen. Kurze Briefe von Klaus kamen regelmäßig nach München. Da machte Maria Ribera die Entdeckung, daß ihr das Münchener Klima nicht recht bekomme. Sie sprach die Absicht aus, wieder nach Paris gehen zu wollen, weil ihr der Aufenthalt dort so über die Maßen gutgethan hätte. Noch in keiner Stadt, in keinem Lande habe das Klima ihrem Gesundheitszustande derartig entsprochen, als in Paris. Sie bat, daß die Witwe Gehren auch dorthin sie begleiten mög Frau Gehren gab nur ungern nach, aber sie gab nach, und die beiden Frauen verließen München und gingen nach Paris. Hier hatte wieder das Louvre für Maria eine große Anziehungskraft, und die Luft bekam ihr da am besten. Sie traf Klaus jeden Dienstag in den Sälen, später auch jeden Montag, dann am Mittwoch auch, und darauf ging sie noch am Freitag in die Gallerie. Dieses eingehende Kunststudium dauerte etwa ein halbes Jahr, da gab es einmal eine ernsthafte Aussprache zwischen den beiden jungen Leuten, die längst wußten, wie es zwischen Ihnen stand, aber beiderseitig das richtige Wort und die richtige Gelegenheit zum Anfangen nicht fanden. „Es war Bestimmung des Schicksals, daß ich an diese Küste getrieben werden und später Ihr Bild sehen mußte," sprach im Verlaufe dieser Unterredung Maria. „Und einen bestraften Menschen wollen Sie zum Manne nehmen?“ sagte darauf ernst und schmerzlich Klaus. „Nach menschlichen Gesetzen mögen Sie gefehlt haben, aber moralisch war Ihr Vergehen sicherlich sehr gering, und mir kommt es vor, als hätten Sie die That nur meinetwegen gethan, damit der Mann, den ich liebe, auch noch ein großer Künstler werden konnte,“ entgegnete Maria. „Die Seele, die liebt, verzeiht eben alles, meinte dadarauf Klaus. „Ja, sie verzeiht, weil sie bei dem Geliebten hundertmal mehr und hundertmal tiefer sieht, als die kalten, nüchternen Menschen. Wärest Du nicht ein so guter Mensch, liebte ich Dich auch gar nicht. Damit ist alles gesagt.“ Am Schlusse dieses Tages noch erschienen die beiden jungen Leute bei der Witwe Gehren und erklärten, da das Schicksal untrennbar und unzerreißbar ihr Erinnern und ihr Denken miteinander verknüpft habe, so hätten sie sich entschlossen, vereint durch das Leben zu wandeln. Unter Thränen gab Mutter Gehren ihren Segen. Die Nachricht von dieser Verlobung nahm Miß Johny mit ganz heiterem Gesicht entgegen, denn sie hatte inzwischen einen etwas bejahrten, aber gut situierten Mäntelfabrikanten gekapert, der in der Amerikanerin die Zeichnerin und Geschäftsfrau, die ihm mangelte, schätzte. Miß Johny setzte es durch, schon ein Vierteljahr nach der eingeleitcten Bekanntschaft Hochzeit zu machen. Nicht lange darnach fand die Heirat Maria's mit Klaus Gehren in München statt, wohin man übergesiedelt war, da die Luft jetzt der jungen Braut ganz bekömmlich erschien.„„„„ kr. Jein E“ Heute ist Klaus Geyren ein reicher, in seiner Hauslichkeit glücklicher Mann und ein angesehener Maler, der die seltsame Schicksalsverkettung preist, die ihm einst am Strande seiner öden Heimatsinsel das Glück finden ließ. (Ende!) KautklausAriechsehr!. 000000ous We * We O 0000005 a undonaus Westenhellweg 70. DORTMUND. Westenhellweg 70. S 65 5 e S s S 85 Ganzhöher-Rusverkauf 8 2 unseres gesamten Warenlagers. Der Ausverkauf erfolgt wegen Verkauf unseres Hauses und der bereits zum 1. Februar k. T. bedungenen Aebergabe desselben. 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