Arltliches Kreisblatt Abonnementspreis pro Quartal 1° Mk. 50 Pfg., exel. 30 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint Montags Mittwochs, Freitags und Samstags. Wöchentliche Gratis=Beilage, „Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur: J. G. Wefer in Schwerte. für den Kreis Görde. Insertionsgebühr für die 6spaltige Zeile oder deren Raum 10 Pf außerhalb des Leserkreises 15 Pf., Reklame 40 Pf. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Fernsprech=An schluß Nr. 85, Amt Hörde. Schwerte, Freitag, 26. Januar 1900 Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die seitens der Gemeinde=Vertretung zu Syburg unterm 30. Nov. v. J. gethätigte Wiederwahl des Landwirts Herrn Bremdt gt. Brechtefeld, als Gemeinde=Vorsteherstellvertreter auf eine gesetzmäßige Amtsdauer von 6 Jahren ist von mir in Gemäßheit des§ 38 der Landgemeindeordnung vom 19. März 1856 und des§ 25 der Kreisordnung vom 31. Juli 1886 am heutigen Tage bestätigt worden. Hörde, den 15. Januar 1900. Der Königliche Landrat. Spring. Die Flottenfrage— eine nationale Frage. Tagen wird die in ihren Grundzügen beFlo. vorlage dem Reichstage zugehen. gig gemacht werden, welchen Zwecken die Flotte dienen soll, oder ob die besondern Wünsche der einzelnen Gruppen wegen der Kostendeckung berücksichtigt werden können. In Fragen des Schutzes des Reiches müssen wir nicht Landwirte, Industrielle, Kaufleute, nicht Produzenten oder Konsumenten, sondern Deutsche sein. In diesen reits bekannte Flottenvorlage dem Reichstage zugeh In den Blättern fast aller Parteien ist die Notwendigkeit einer Verstärkung unserer Wehrkraft zur See anerkannt. Nur über die Deckung der Kosten sind hier und da Meinungs=Verschiedenheiten zu Tage getreten, die zum Teil so weit gehen, daß einzelne Berufs=Gruppen die Absicht durchschimmern lassen, die Lasten von sich auf andere abzuschieben. Wir halten solche Auseinandersetzungen nicht für ersprießlich.„ Wenn man den neulich auch vom. Grafen Bulow vetonten Ernst der Weltlage ins Auge faßt, so sollte in allen beteiligten Kreisen vielmehr die Auffassung durchdringen, daß hier eine Frage vorliegt, in welcher die Geschlossenheit und Einheit der ganzen Volkswirtschaft gleichmäßig interessiert ist. So sehr die politische Frage der Stärkung der Wehrmacht innig verknüpft ist mit den wirtschaftlichen Fragen, so sehr muß betont werden, bei allen die Wehrmacht zu Lande oder zur See betreffenden Fragen den Streit der Interessen=Gruppen zurückzustellen. Deutschland darf der Welt nicht das Schauspiel bieten, daß der Freihändler die Flotte nicht bewilligen will, weil vielleicht eine ihm nicht genehme Verschärfung der SchutzzollPolitik eintritt, und daß der Vertreter landwirtschaftlicher Interessen mit seiner Zustimmung zögert, weil nur der Industrielle, der Kaufmann Vorteil habe. Ein solcher Standpunkt wäre so kurzsichtig wie gefährlich. Ebenso wie Handel und Industrie auf die Landwirtschaft, auf eine gesunde, blühende deutsche Landwirtschaft angewiesen sind, und so sehr gerade in dieser Hinsicht die Vertreter der landwirtschaftlichen Interessen das Recht und die Pflicht haben, unter Umständen Opfer der Industrie für die Landwirtschaft zu verlangen. ebenso ist die deutsche Landwirtschaft, wenn sie gesund und blühend werden und dauernd bleiben will, auf eine große, starke Industrie und einen mächtigen deutschen Handel angewiesen. Jetzt, wo der parlamentarische Kampf in der Flottenvorlage entbrennen wird, kann noch mit Aussicht und Erfolg bei allen auch noch so verschiedenen Interessenkreisen der dringende Wunsch ausgesprochen werden, daß, wie man sich auch zur Vorlage stellen möge— abgesehen davon, ob man sie ganz oder teilweise, bedingt oder unbedingt begrüße— ihre Verquickung mit dem Streit der Interessen=Gruppen vermieden wird. Ueber die Verstärkung unserer Wehrkraft zur See dürfen lediglich die Fragen entscheiden, ob sie dem ganzen Reiche frommt und ob die Gesamtkräfte des Reiches die Gewähr bieten, die Forderungen der Regierung mit Sicherheit zu erfüllen. Nicht aber darf das Schicksal der Flotten=Vorlage davon abhänSinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter. „Ein Bruder und eine Schwester, Nichts Treueres kennt die Welt; Kein Goldkettlein hält fester, Als eins am andern hält!“ (Heyse.) „Iß wohl, trink wohl, thu' wohl.“ (Sprichwort.) Rührung will die Musik nicht, Rührung paßt nur für Frauenzimmer; die Musik muß dem Manne Feuer aus dem Geiste schlagen.(Beethoven.) Wie es in der Welt steht. Deutsches Reich. * Vom Kaiserhofe. Beide Majestäten machten Mittwoch morgen ihren gewohnten Spaziergang im Tiergarten. Später hörte der Kaiser im kgl. Schlosse die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus und des Ministers des Innern v. Rheinbaben. Abends wohnte der Monarch einem Vortrag des Majors Dickhut vom Großen Generalstabe über die Schlacht bei Roßbach in der Militärischen Gesellschaft bei. * Der Kaiser will seine Schulreformpläne wieder aufnehmen. Wie die„Tägl. Rundsch. aus angeblich zuverlässiger Quelle zu berichten vermag, trägt sich der Kaiser sehr ernsthaft mit dem Plane, das höhere Schulwesen in Preußen einer gründlichen Reform zu unterziehen. Die geplanten Aenderungen sollen sich namentlich auf die beiden oberen Klassen der höheren Schulen beziehen. Der Anlaß zu diesem Plane sollen u. a. die Erfahrungen bei der Ausbildung der Seeoffiziere und der Mangel an praktischer Ausbildung in der Schule sein. Der Kaiser soll fest entschlossen sein, seine früheren Reformpläne, die seiner Zeit infolge des Widerspruchs der Schulmänner bei Seite gestellt wurden, wieder aufzunehmen..(n * Für die Flottenvorlage sollen dem sozialdemokratischen„Vorwärts" zufolge auch eine Anzahl Anhänger des Richterschen Freisinns gewonnen worden sein. So sollen z. B. die Abgg. Schmidt=Elberfeld, Wintermeyer und Lenzmann u. a. gewillt sein, für die geforderte Flottenvermehrung einzutreten. * Das deutsche Segelschiff„Hans Wagner“ ist jetzt gleichfalls freigegeben worden. Wie die„Post“, erfährt, ist dem bei der Delagoabai aufgebrachten Schiffe von den britischen Behörden in Port Elisabethaufgegeben worden, die von ihnen als Kriegskontrebande bezeichneten Güter auszuladen. Darauf ist das Schiff weiter gesegelt. Aus der englischen Maßnahme geht nicht hervor, daß der„Hans Wagner" thatsächlich Kriegskontrebande an Bord hatte, sondern nur, daß seine Ladung Gegenstände enthielt, die von den britischen Behörden als Kriegskontrebande bezeichnet werden. Von weiteren Schiffsbeschlagnahmen aufs geradewohl hin scheinen die Engländer nun doch wohl Abstand nehmen zu wollen. * Zum Gouverneur der deutschen Samoa=Inseln wird nach der„Nat. Ztg. ein Marine=Offizier ernannt werden, wie es auch für Kiautschau geschehen ist. * Die Deutschen von Tientsin in China an den Rei, Fürsten Hohenlohe nach33. Jahrgang. unter den Lehrern nicht ohne Grund so große Mißstimmung erregt hatte, ist durch den Kultusminister Studt beseitigt und durch einen neuen Erlaß ersetzt worden. Die Lehrer sind nun nicht mehr gehalten, vor Vornahme einer Züchtigung erst den Rektor oder Schulvorsteher von der beabsichtigten Prozedur Mitteilung zu machen. Das Wort der Kinder„er darf nicht schlagen, wie es seit dem Bestehen des Bosse'schen Schulerlasses oft genug gehört worden ist, wird nun also verstummen. Und das ist gut. Dagegen sollen die Lehrer und Lehrerinnen fortan gehalten sein, jede von ihnen vorgenommene Züchtigung in einer besonders anzulegenden Strafliste zu vermerken und dabei kurz den Grund anzugeben, der die Züchtigung veranlaßt. Die Rektoren und Schulvorstände 2c. sollen gerade diesen Straflisten eine recht sorgfältige Beachtung widmen. Mit dem neuen Erlaß scheint thatsächlich ein gangbarer Mittelweg gefunden zu sein, der die Autorität des Lehrers nicht beeinträchtigt, einem etwaigen Zuviel in der Benutzung des„ gelben Onkels, aber wirksam vorbeugt. Oesterreich=Ungarn. § Mit den Tschechen sind jetzt neue Verständigungskonferenzen ausgenommen worden, denen der MinisterPräsident v. Koerber persönlich präsidiert. An den Konferenzen nehmen natürlich auch die Deutschen teil; merkwürdig ist es nur, daß die radikalsten Männer der deutschen Opposition, die Abgg. Wolf und Schoenerer die Beteiligung abgelehnt haben. Schön ist das nicht. Spanien. § In Spanien sind jetzt die wegen angeblicher Beteiligung am Dynamitattentate gegen eine Kirchen=Prozession Verurteilten von Montjuich begnadigt worden. Ihre Verurteilung ist wiederholt Gegenstand öffentlicher Kundgebungen gewesen. haben an den Reichskanzler Fürste. zenlohe„ stehendes Telegramm gerichtet:„Das weilschauende Vorgehen in der Flottenvorlage begrüßen wir dankbar und vertrauensvoll. Der nationale Geist der Flottenvertretung muß die Mittel bewilligen, die erforderlich sind, um der ewig jungen Schaffenskraft deutscher Arbeit durch eine achtunggebietende Flotte daheim und allüberall die Segnungen des Friedens zu sichern. Ein Steuerappell an uns Ueberseeer wird nicht verhallen. * Der Prügelerlaß des früheren preußischen Kultusministers Dr. Bosse, der und das arme Kind hatte die Empfindung, als müßte sie im nächsten Augenblick von seiner Sammetpfote zerrissen werden. S I. Jin non 91e sae1 Sie mir, Fraulemn von Tule, sagle Cyrano de Bergerac. Historischer Roman von Jules Lermina. (Nachdruck verböten.) (Fortsetzung.) „Monseigneur!“ „Ein Luce,“ fuhr Richelieu fort,„hat sich wiver seinen König verschworen ein Luce hat sich mit den schlimmsten Feinden des Reiches verbündet.. ein Luce hat den Tod der Verräter und Schurken verdient!“ „Gnade, Monseigneur..“". Gnade für meinen Bruder!... ich habe es Ihnen ja gesagt: er ist noch ein Kind! Er wird das Verbrechen seiner Jugend durch ein ganzes Leben der Ergebenheit auszulöschen suchen!“ Der Minister lächelte, dann fragte er mit dem liebenswürdigsten Tone von der Welt: „Mein Fräulein, haben Sie einen Bräutigam? Diane betrachtete ihn mit der größten Bestürzung. Er machte den Eindruck einer Katze, die mit der Maus spielt, „Antworten Richelieu. Diane schüttelte verneinend den Kopf. „Wie? ein so schönes Mädchen sollte nicht einmal einen Verehrer haben?“ Das junge Mädchen gab keine Antwort.. Was sollten solche Reden in diesem Augenblick bedeuten!... dieser verhaßte Mensch suchte sie also in jeder Weise auf die Folter zu spannen, doch ihre Qualen waren noch nicht zu Ende, denn plötzlich änderte er den Ton und stellte sich, seinen Sessel verlassend, vor sie hin, während er mit rauher Stimme fragte: „Wollen Sie Ihren Bruder retten?“ Diane sah ihn erschrocken an und fuhr sich mit zitternder Hand über die Stirn. „Wollen Sie Ihren Bruder retten:“ wiederholte Richelien.„. ann ik. m i. 8. „O, Monseigneur... und wenn ich mein Leben für das seinige geben müßte!“ „Das würde ich nie verlangen! Befehlen Sie, Monseigneur... Was soll ich thun?... Ich bin zu allem bereit... „Nun gut, darauf rechne ich,“ murmelte der Kardinal und sagte dann, auf seinen Stuhl deutend: „Setzen Sie sich!“ Sie gehorchte, während er iyr eine Fever in die Hand drückte und befahl: „Schreiben Sie!“ Parlamentärische.. § Der Reichstag war auch am Mittwoch überaus schwach besucht. Nach unerheblicher Debatte wurde der Etat„Reichsschatzamt“ angenommen, ebenfalls die Etats der Reichsschuld und des Rechnungshofes. Hierauf setzte das Haus die Beratung der Anträge auf Erlaß eines Reichsberggesetzes fort. Abg. Thiele(Soz.) wies auf die Gesundheitsschädlichkeit im Bergbau hin. Abhilfe könne nur geschehen durch sorgfältigere Kontrolle. Abg. Franken(natl.) hielt die Forderung des Vorredners nach festen Löhnen für unerfüllbar, da die Löhne von der Geschäftslage abhängig seien. Abg. Hilbck (natl.) erwiderte Herrn Thiele, durch Abschaffung der Akkordarbeit kämen gerade die besten und fleißigsten Arbeiter zu kurz. Mit einer Auseinandersetzung zwischen dem Abg. Arendt(frkons.) einerseits und den Abgg. Thiele und Sachse(Soz.) andererseits schloß die Debatte. Die Anträge langten mit großer Mehrheit zur Annahme. § Das preußische Abgeordnetenhaus setzte am Mittwoch die zweite Etatsberatung bei dem Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung fort. Abg. v. Mendel(kons.) betonte die Notwendigkeit weiterer Aufwendungen für die Landwirtschaft und trat für die umgehende Einbringung einer Vorlage zur Bestrafung des Kontraktbruchs ein. Landwirtschaftsminister vHammerstein entgegnete, eine solche Vorlage sei in Vorbereitung. Der Staat thue sein Möglichstes für die Landwirtschaft, ohne Selbsthilfe gehe es aber nicht. Abg. v. Sanden(natl.) fand die Mehraufwendungen für Dann neigte er sich zu ihr hinunter und diktierte: „Teure Tante!... Lange nannte ich Sie meine Mutter, doch wage ich nicht mehr, Ihnen diesen Namen Diane hielt inne und blickte den Kardinal fragend an, doch in noch heftigerem Tone rief dieser: „Schreiben Sie!“ „Für wen ist dieser Brief?“ „Für Ihre Tante, Frau von Pontvallais. „Und ihr soll ich das schreiben?“ Mit gebieterischer Geste deutete Richelieu auf das Papier und diktierte weiter. „Ich bin verloren, ich habe ein unverzeihliches Verbrechen begangen Mein Kind... Diane sprang plötzlich auf, die Feder entsank ihrer Hand, und sie rief entsetzt: „Das ist eine gehässige Lüge!“ Der Kardinal sah sie mit schrecklichem Blicke an und versetzte in eisigem Tone: 54592 „Das weiß ich!... doch... Sie weigern sich: „O nie... nie... werde ich das schreiben! Gut!“ Er nahm ein Papier vom Tische, hielt es der Unglücklichen vor die Augen und sagte: „Sehen Sie hier... den Hinrichtungsoefeh.. Dann schlug er zweimal auf die Klingel, die Thür öffnete sich, und ein Diener erschien. Richelieu reichte ihm eite dos enetga 1. rief Diane de Lucs und sank halb in ihren Sessel zurück. Dann nahm sie die Feder wieder in ihre zitternde Hand und murmelte: die Landwirtschaft ebenfalls nur gering. Abgg. Schmitzund v. Eynatten(Ztr.) führten Klage über zu lange Schulzeit auf dem Lande und die Ueberlastung mit Lehrstoff, worauf Abg. Hirsch(frs. Vp.) erklärte, für die Landwirtschaft sei eine Hauptsache die Hebung der Intelligenz, und daher sei jede Verkürzung der Schulzeit zu verwerfen. Nach einer Erwiderung des Abg. Wangenheim(kons.) vertagte das Haus die Weiterberatung auf Donnerst stag. England und Transvaal. General Warrens Angriff auf den Spiondes Generals Buller den Wert hoher Wahrscheinlichkeit für sich haben. Ist General Warren geschlagen, dann kann die Auflösung der ganzen Armee benerals Buller aber unmöglich noch lange dauern und sie n vollständig aufgerieben werden, wenn es ihr nicht gelingt, schnell genug das jenseitige Ufer des Tugela zu erreichen. In London war man schon vor Eingang dieser Boerenquellen stammenden Nachrichten aufs Schlimmste gefaßt. Bullers Telegramme hatten deprimierend gewirkt. Die Blätter fordern Ruhe und Kaltblutigkeit. Die Einschließung von Ladysmith ist so dicht als je, das Bombardement dauert fort, die Wohnungen des Generals White und mehrerer Offiziere sind zerstört. Die Engländer waren nördlich vom Tugela zu schnellem Handeln gezwungen, wollten sie nicht Hunger leiden. Fern jeder Eisenbahnverbindung, hatten sie keine Möglichkeit, das einige 20 Tausend Mann zählende Heer zu verpflegen. Sie haben lange genug gewartet und den Sturm gewagt. Auffallend ist es, daß General Roberts so wenig Neigung gehabt hat, als General Kitchener, die Kriegsführung in Natal zu übernehmen. Beide müssen die Lage dort für so verzweifelt gehalten haben, daß ihnen die Möglichkeit, Siegeslorbeeren in Natal zu erringen, vollständig ausgeschlossen erschien. Ob die Engländer nach gänzlicher Aufreibung der Bullerschen Armee den Mut haben werden, den Krieg fortzusetzen, bleibt abzuwarten. Der Krieg kostet den Engländern soviel Geld, jeden Tag 4 Mill. Mk., daß die Einkommensteuer sowie die Steuern auf Kaffee, Thee, Tabak u. s. w. wesentlich erhöht werden sollen,, Jahyfmith gemeldet, daß Vom 22. d. M. wiro aus Taohmmuth gemeiber, balc bei Olivershorn ein mörderischer Kampf getobt habe, in dem schließlich aber die Engländer den kürzeren zogen. Die Boeren sollen in diesem Kampfe vom General Cronje geführt worden sein, die Engländer nahmen in einer Stärke von 6000 Mann teil, konnten jedoch, obwohl sie von ihren Marinegeschützen unterstützt wurden, dem furchtbaren Feuer der Boeren nicht Stand halten, sondern mußten sich unter schweren Verlusten zurückziehen. che den Geburtstag unseres Kaisers nahmen im Deutschen Reichstage hat in England eine Sonntag feiern, seien folgende ge= tiefgehende Wirkung ausgeübt. Man hofft, daß sie ein nannt: Der Kampfgenossenverein“ am Sanigg abend! Ausgangspunkt zu einer hochwichtigen Aenderung des bei Herrn W. Ouadbeg, D„sch, dez Wasserz:(Konzert, Theater internationalen Seerechts bilden werde. verein am Sonntag im„Pery. Sonntag nachmittag im W C Berlin, 26. Jan. Die Von denjenigen Vereinen, welche und Königs morgen oder am nannt: Der Kampfg;zeg. und Ball), der„Schützenbund“ am Sonnlug Mchmnttug im Lokale des Herrn Lücke(Konzert, Theater und Ball). Morgen nachmittag findet im Hotel Knobel(früher Hotel Sternberg) ein e 2. Der Arbeiter J. S. von hier wurde am Montag von der Hagener Strafkammer wegen gefährlicher Körperverletzung mit 8 Monaten Gefängnis bestraft. Der Vorfall trug sich folgendermaßen zu: Am 25. Oktober v. J. traf der Arbeiter J. S. hierselbst mit seiner früheren Geliebten zusammen und forderte von ihr seine Photographie zurück oder das Geld dafür. Das Mädchen antwortete in sehr trivialer Weise, worauf Angeklagter ihr zu Leibe rückte. In diesem Augenblick trat der neue Liebhaber des Mädchens hinzu, der dem Angeklagten einen Schlag mit einem Stock über den Kopf versetzte. Für diese ihm angethane Schmach rächte sich Angekagter fürchterlich; er lief dem Nebenbuhler nach und versetzte ihm mit seinem scharfen Messer eine lange Schnittwunde über die linke Gesichtshälfte. Um Haaresbreite wäre das linke Auge verloren gewesen. Mepngleich der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, so hat er diese Ropheit mit der obenerwähnten Gefängnisstrafe zu fühnen und wird sogleich 88 Eine große Wählerversammlung, in welcher der Herr Reichstagsab. Hilbck seinen Rechenschaftsbericht erstatten wird, findet am Sonntag, den 11. Februgr, 4½ im Westfälischen Hof zu Hörde statt. Im unschluß an den Bericht unseres Reichstagsabgeordneten wird der Gymnasialoberlehrer Dr. Nassow aus Elberfeld einen eingehenden Vortrag über die Flottenvorlage halten, der durch Lichtbilder veranschaulicht werden wird(Siehe Einladung im Inseratenteil.) g. ** Es ist genehmigt worden, daß der Provinziauanduug der Provinz Westfalen zum 11. März d. Is. nach der Stadt Munster ** Heute abend wird im Saisontheater aus Anlaß des morgigen Kaisergeburtstages das historische Lebensbild„Königin Lonise von W. Wilhelm gegeben. R1416, Luartet= urs ** Auf das heutige Auftreten der„Leipziger Ltuultertt und Konzertsänger“ in der„Reichskrone" sei nochmals empfehlend bingewiesen. Westfalen=Rheinland. h. Iserlohn, 24. Jan. Nachdem auf dem Tiefbau von Hövel der Betrieb mit Anfang dieses Jahres eingestellt worden ist, kommen nunmehr die umfangreichen Liegenschaften und Gebäulichkeiten zum Berkauf. dieselben repräsentieren einen Wert von annähernd einer Million Mark und ist der Gerichtstaxator Hardt mit dem Verkauf beauftragt. Mehrere Grundstücke und Gebäulichkeiten sind bereits )( Ergste, 24. Jan. Beim diesjährigen Krönungs= und Ordensfest wurde auch Herr Bürgermeister Wiel von Wermelskirchen, welcher jedenfalls bei unserer Einwohnerschaft wegen seiner einstigen Thätigkeit in unserer Gemeinde noch in gutem Andenken stehen wird, mit dem Kronen=Orden 4. Klasse bedacht. * M=Gladbach, 25. Januar. Zwei katholische Lehrerinnen wurden soeben durch Kohlenoxyogas vergiftet aufgefunden. Die eine wird von den Aerzten wahrscheinlich gerettet werden können. Der Zustand der zweiten hat sich so verschlimmert, daß ihr die Sterbesakramente gereicht werden Mubien. ebeuten, votre mt de Preisige B.3 he, srten Kaastrohen ein, die zum Tode führte. Die Herzggin war als Lokales. Schwerte, 26. Januar ** Die Vorbereitungen zur morgigen Kaisergeburtstagsfeier wurden bereits seit längerem aus den verschiedensten Gegenden des deutschen Reiches sowohl wie auch des Auslandes signalisiert. Amlebhaftesten regt es sich aber in unserm Westfalen und dem Rheinlande, als in Landesteilen mit vorwiegend industrieller Erwerbsthätigkeit, wo man sich dem Kaiser für sein kräftiges Eintreten im Interesse der Verstärkung unserer Machtmittel zur See ganz besonders zu Dank verpflichtet fühlt, in der richtigen Erkenntnis, daß der Verzicht Deutschlands auf den Weltmarkt, der gleichbedeutend wäre mit der Preisgabe unserer Zukunft zur See, für das deutsche Reich und das deutsche Voll die schwersten Katastrophen nach sich ziehen müßte. Eine auberorde petz Baiserz, Gehpurtst, dag Der Kaballegzise 65; Har h e Lashieis veihesesen zi bahn=Verein Schwerte im Lokale des Hern Hagemann („Im Reiche des Wassers") arrangiert, zu deren Verschönerung auch noch der Männergesangverein„Liedertafel“= Herrn Böhmer), sowohl als auch der T.= B.„Eintracht“(bei lassen, den Geburtstag des eifrigsten Förderers aller Leibesübungen Bhtwpe Fr. Deitert. Ucheras. gus, desen Festen herscie al. Jubel unb überalt ggreuze, nan des hohen Geburtstagslindes als eines musgrhaften Fürzen, wie es wohl keinen Zweiten ndes als ewes wusterhzschergroge, an waher und aufrichiger Frömmigkeit, an hohem sittlichen Ernst, an Tiefe und Vielseitigkeit der Bildung, an Schärfe des Verstandes, an Festigkeit des Willens, v und Tiefe des Gemüts, an Charakterstärke, an unermüdlicher Thatkraft, an edlem Wohlwollen, an wahrhaft königpaterhseng für alg sene Untertanen. 2. „Mag meine Ehre zu Grunde gehen! Ein Büts des Trimphes zuckte in den grauen Augen Kardinals auf, und er diktierte weiter: „Ich hoffe auf Ihre Nachsicht, Ihr Mitleid und sende Ihnen meinen Sohn... In Ihrem Herzen, Ihrem so gütigen, großmütigen Herzen wird sich noch ein Resichen jener Liebe finden, deren ich mich einst würdig glaubte.. Lieben Sie ihn, nehmen Sie ihn auf, aus Mitleid für ihn Die arme Diane war am Ende ihrer Kräfte ange. langt. Von neuem hielt sie inne und preßte die zuckende Hand auf die Stirn, die ihr zu zerspringen drohte... „Ich...,“ murmelte sie,„ich, die ich mich an diesem Hofe, wo alles Heuchelei und Laster ist, über jeden Argodu e#„ gerster Aufregung:„Nein, nein. w. C. Berlin, 26. Jan. Die Flottenvorlage ist bereits in der Donnerstags=Sitzung des Bundesrats vollständig erledigt worden und dem Reichstage zugegangen. Hd. Berlin, 26. Jan. Eine gestern abend erschienene Extraausgabe des„Reichsanzeigers" veröffentlicht den Entwurf einer Novelle zum Gesetz, betreffend die deutsche Flottenvorlage, vom 10. April 1898. Der Entwurf besteht aus 3 Paragraphen.§# 1 lautet: 1. Der in dem Gesetze, betreffend die deutsche Flotte, vom 10. April 1898 festgesetzte Schiffsbestand wird vermehrt um: a. verwendungsbereit: 1 Flottenflagschiff, 2 schwader zu je 8 Linienschiffen, 2 große Kreuzer, 8 kleine Kreuzer(die beiden letzten als Aufklärungsschiffe der heimischen Schlachtflotte), 5 große Kreuzer, 5 kleine Kreuzer die beiden für den Auslandsdienst); b als Materialreserve: 2 Linienschiffe, 1 großen Kreuzer, 2 kleine Kreuzer(die beiden letzten für den Auslandsdienst); vermindert um: 2 Divisionen zu je 4 Küstenpanzerschiffen. 2. Auf diese Vermehrung kommen die 8 Küstenpanzerschiffe bis zu ihrem Ersatz als Linienschiffe in Anrechnung. § 2 betrifft die Indiensthaltungen, nach§ 3 unterliegt die Bereitstellung deri nfolge dieses Gesetzes erforderlichen Mittel der jährlichen Festsetzung durch den Reichshaushaltsetats. Dem Gesetzentwurf ist eine ausführliche Begründung beigegeben. Hd. Berlin, 25. Jan. Der Schah von Persien wird im April Berlin besuchen und sich von hier zum Besuch der Ausstellung nach Paris begeben. Hd Berlin, 25. Jan. Nach einer Meldung aus Shanghai hat die Kaiserin=Regentin von China einen neuen Kaiser ernannt. W. C. Berlin, 26. Jan. Die freisinnige [Volkspartei bestreitet die Meldung, daß einige ihrer Mitglieder für die Marinevorlage stimmen werden. Hd. Leipzig, 25. Jan. Der Güterzugsverkehr auf den sächsischen Staatsbahnen ist infolge drohender Kohlennot seit gestern eingeschränkt. Auf den Durchgangslinien Pirna=Bodenbach ist gestern der größte Teil der Güterzüge wegen Mangel an Kohlenzufuhr ausgeblieben. Die Stadtverwaltung in Pirna wird heute den Verkauf von Koaks aus der Gasanstalt an Private verbieten, da die großen Fabriken in Pirna und Kamenz den Bedarf kaum noch aufbringen. Die große Hermannshütte Hirsch& Co. hat den Betrieb eingestellt. Hd Rom, 25. Jan. Infolge der rapid um sich greifenden Influenza=Epidmie wurden in Ferrara, Turin, Florenz und Bologna die Schulen geschlossen. In Rom selbst sind 30 000 Personen, worunter sich auch der Papst befindet, von der genannten Krankheit befallen. Letzterer ist jedoch bereits außer Gefahr. Hd Prag, 25. Jan. Das Kartell der österreichisch= ungarischen Zinkwalzwerke erhöhte die Preise für Zinkblech um zwei Kronen pro Meterzentner. Abgeordnetenhaus. § Das preußische Abgeordnetenhaus setzte am Donnerstag die Mittwoch in Angriff genommene zweite Beratung des Etars der landwirtschgftichagz Geggaltzugeggrt. Es wurde Fürz, Hepzgier Neueste Nachrichten und Depeschen. deutsche Kaiserhaus hat einen Verlust erlitten. Herzogin Friedrich zu Schleswig=Holstein, die Mutter der Kaiserin Auguste Viktoria, ist Donnerstag mittag in Dresden gestorben.„Das Kaserpaar ist bergits dort landwirtschaftlirhzeg, Fervatuns, Kuigers aber noch nigt berüttet. eingeroffen; dei Hoffestlichkeiten sind abgesagt. Beinden langer gaupfsache wurde die Sitzung ausgefült mit persnlichen letzten Tagen im Befinden derKranken eingetretene Besser= Auzeinandersetzungen zwischen den Rednern der Linken einerseits hat leider keinen Bestand gehabt, im Gegenteil; in und denen der Rechten andererseits. Am heutigen Freitag nimmt die Beratung ihren Forrgang. wohn erheben mußte, muß mich so schändlich anklagen)“ Binsche, Wilhelm. I. K. Donn vies;e in AZüge auf mich nehmen!“ W. C. Berlin, 26. Jan. Die Rede nie werde ich dese ISoe= Luge auz bung, ur.u. 14.(Bülow bei der Interpellation über die Sch (Fortsetzung folgt.) ein, die zum Tove führte. Die Herzogin war als Prinzessin Adelheid zu Hohenlohe=Langenburg und jüngstes Kind des Fürsten Ernst und seiner Gemahlin Feodora Prinzessin vo Lemingen, am 20. Juli 1835 geboren. Am 11. September 1856 vermählte sie sich mit dem Herzog Friedrich Schleswig=Holstein, aus welcher Ehe ein Sohn und vier Töchter entsprossen. Herzogin Friedrich hat ungemein trübe Lebenserfahrungen durchmachen müssen, und selbst die höchste Freude ihres Lebens die Verlobung ihrer Tochter mit dem damaligen Prinzen Wilhelm von Preußen, wurde ihr vergällt durch den höchsten Schmerz ihres Lebens; bei dem offiziellen Verlobungsakt am 2. Juni 1880 trug die hohe Frau Trauer um den im Januar vorher gestorbenen Gemahl. Seit dem Jahre 1887 lebte Herzogin Friedrich in Dresden. die interessierte sich lebhaft für schöne Künste, und in ihrer Behausung fanden oftmals kleine Musikaufführungen statt. Auch war sie eine begeisterte Freundin der Natur. Die mannigfachen trüben Lebensschicksale der hohen Frau hatten auf deren Gesundheitszustand sehr ungünstig eingewirkt. Mit dem Kaiserhause trauert das deutsche Volk, an der Bahre der Eptschlgsenen, der es, schreibt die„Nordd. Allg. Ztg.“. beschieden Bar, die Keime der höchsten Tugenden in das Herz der Furstin zu senken, die heute als leuchtendes Vorbild der Nation den kaiserlichen Thron teilt. Möge diese innige Anteilnahme das herbe Leid mildern, das der Mutter Tod unserer Kaiserin und mit ihr der kaiserlichen Familie verursacht. Hd Berlin, 25. Jan. Das Kaiserpaar verließ um 2 Uhr das kgl. Schloß, um sich vom Potsdamer Bahnhof mittels Sonderzuges nuch Dresden zu begeben. Um Uhr 2.25 verließ der kaiserliche Zug die Bahnhofshalle. Wahrscheinlich wird das Kaiserpaar vor der Beisetzung der Herzogin Adelheid nach Berlin zurückkehren, um sich dann zu den Trauerfestlichkeiten wieder dorthin zu begeben.— Wie der„Reichsanz.“ meldet, fallen wegen des Hinscheidens der Herzoginmutter von SchleswigHolstein die heutige Kour, sowie jede Gratulation und sonstige Feier des Geburtstagsfestes des Kaisers am königlichen Hofe aus. W. C. Berlin, 26. Jan. Den ersten Glückwunsch hat der Kaiser von seinem englischen DragonerRegiment vom südafrikanischen Kriegsschauplatze aus erhalten. Das Telegramm lautet: Die Königsdragoner senden ihre ehrerbietigsten Grüße zum Geburtstage ihres Oberst. Der Kaiser erwiderte darauf: Der Oberst sendet den Königsdragonern seinen besten Dank für ihre des Grafen SchiffsbeschlagDer Reichstag beschäftigte sich am Donnerstag mit der sogenannten lex Heinze. § 180, der eine Verschärfung der Strafe für Kuppelei vorsieht, wurde debattelos genehmigt. Eine längere Exörterung verursachte dagegen§ 181, der bestimmt, daß auch der Ehemann, der seine Ehefrau verkuppelt, mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bestraft werden kann; mildernde Umstände können zugelassen werden. Die Sozialdemokraten beantragten Bestrafung des Sbemannes nur dann, wenn aus Eigennutz gehandelt oder ein Dru. nupgeubt wird. Ein Antrag Himburg(kons.) will mildernde Umstande nur bei Verkuppelung Verlobter zulassen. Der Regierungsvertreter wurde der Paragrop) Pei dem Zuhälterparagraph isla entstan eine neue, ausggrhate, Zehate, die ebenfals mit grvgerirbgter Annahme des Patuyruprec endete. Es folgt§ 181d betr. Vermiethen von Wohnungen an Dirnen, den die Kommission abgelehnt hat Auf Antrag Beckh(frs.) wurde er wiederhergestellt und, sodann die weitere Beratung auf Freitag verschoben. * Nach einer Meldung aus Köln verlangen die Kohlenleute des Wurmreviers nicht nur eine Lohnerhöhung von 20 v. H., auch Krankengeld von mindestens 2 Mk. täglich. Bei Nichtannahme dieser Forderungen soll der Ausstand am 1. Februar beginnen. § Die Lage im österreichischen Streikgebiet ist unverändert. Die Zahl der ausständigen Bergleute wird jetzt auf rund 91000. angegeben. und Transvaal. § Eine amtliche Meldung des Generals Buller andas Londoner Kriegsamt besagte, daß General Warren seinen Sturmangriff auf den von den Boeren innegehabten Spionkap ausgeführt und diese hochwichtige Position gewonnen habe. Diese Meldung entfesselte in London natürlich einen Sturm von Jubel und Begeisterung, der sich indessen bald legte, als die Einzelheiten des Vorganges bekannt wurden. Diese lassen einen entscheidenden Erfolg der Engländer nicht nur zweifelhaft erscheinen sondern direkt anerkennen, daß ein solcher nicht erzielt worden ist. Die Boeren verteidigten den Berg durch ein furchtbares Gewehrfeuer, das unter den britischen Soldaten entsetzliche Verheerungen anrrichtete. Als diese aber trotzdem einen Teil des Berges zu gewinnen vermochten, da sahen sie nur noch, wie eine kleine Kolonne Boeren den Rückzug antrat. Es handelt sich bei dem aufgebrachten Siegestelegramm der Engländer daher um nichts, als einen schweren Verlust englischer Soldaten und die Besitzergreifung einer keineswegs bedeutenden Position. Die Boeren stehen noch auf dem Spionkap und werden die Briten wahrscheinlich schnell zum Rückzuge drängen. Man wird zweifellos, wie in allen voraufgegangenen Fällen, so auch bei diesem neuesten Siegestelegramm bald erfahren, daß der Sieg eine Niederlage war. Schwerte. Größere evangelische Gemeinde. Sonntag, den 28. Januar 1900. Vorm. ½10 Uhr: Hauptgottesdienst Pastar Graeve. Nachm. 2 Uhr: Kinderaottesdienst Pastor Heinenbera. Nachm. 5 Uhr: Abendaottesdienst Pastor Heinenberg. Amtswoche: Pastor Graeve. Reformierte Kirche. Sonntag, den 28. Januar 1900. (Kaiser=Geburtstaasfeier) Vorm. ½10 Uhr: Past Terberger. Stadtmission in Schwerte. Sonntag, den 28. Januar 1900, nachmittags 5 Uhr: Ribelstunde(Westenort 12). Abends 8 Uhr: Jünglingsverein. Mesthofen. Sonntag. den 28. Januar 1900. Vorm. 10 Uhr: Predigtaottesdienst. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst Pastor Falkenberg. Bekanntmachung. Am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, Samstag. den 27. Januar er., sind die städtischen Büreaus und Kassen nachmittags geschlossen. Schwerte, 26. Januar 1900. Der Magistrat: Rohrmann. Bekanntmachung. Zur Aufnahme der MilitärReklamationen für die ErsatzAusbebung 1900(Jahrgänge 1880, 1879, 1878 und ältere) ist Termin auf Dienstag, den 6., Mittwoch, den 7., und Donnerstag, den 8. Jeöruar 1900, vormittags von 9—12 Ahr, im biesigen Magistratsbureau(Meldeamt) anberaumt, Die früheren Reklamationen. welche aufrecht erhalten werden sollen, sind zu erneuern und etwaige Veränderungen glaubhaft nachzuweisen. Bezüglich des jüngsten Jahrganges(1880) sind die Steuerzettel, sowie der Nachweis über etwa vorhandene Schulden, die Geburtsatteste der Eltern und Geschwister des zu Reklamieren= den und etwa sonstige auf die Reklamation Bezug habende Dokumente u. s. w. mit zur Stelle zu bringen. Schwerte, 20. Januar 1900. Der Bürgermeister: Rohrmann. Bekanntmachung. Zur Aufnahme der Gesuche der Mannschaften der Reserve, Marinereserve, Landwehr, Seewehr, Ersatzreserve, sowie der ausgebildeten Landstarmpflichtigen 2. Aufgebots, welche gemäß§ 123, 1 u. s. w. der Wehrordnung auf Zurückstellung bei etwaiger Einberufung zu den Fahnen pro 1900 Anspruch machen, habe ich Termin auf Samstag. den 3.Jeöruar, vormittags von 9—12 Uhr, im hiesigen Magistratsbureau (Meldeamt) anberaumt. Militärpapiere, Steuerzettel und sonstige auf das Gesuch Bezug habende Dokumente u. s. w. sind vorzulegen, auch etwaige Schuldenzinsen nachzuweisen. Schwerte, 22. Januar 1900. Der Bürgermeister: Rohrmann. Verkauf. Sonnabend, den 27. Jannar, vormittags 10 Uhr, werde ich an der Westhof'schen Besitzung an der Hagenereine Partie altes Bauholz, Fenster, Thüren, Dachziegel 2c. öffentlich meistbietend verkaufen. Hohenschwert. Malzreiine der landw. Versuchsstation in Münster(26,18% Protein enthaltend) empfiehlt Ed. Pferdekämper, Schwerte. P Schirm gefunden. Zu erfragen in der Expes Bekanntmachung. Auf Grund des§ 11 der Fernsprechgebühren=Ordnung vom 20. Dezember 1899(Reichsgesetzbl. Nr. 51) wird Folgendes bekannt gemacht: Für jeden Anschluß an das Fernsprechnetz in Hörde welcher nicht weiter als 5 km von der Vermittelungsstelle entfernt ist, beträgt vom 1. April 1900 ab: A) die Bauschgebühr 100 M. B) wenn an deren Stelle die Grundgebühr und Gesprächsgebühren gezahlt werden 1) die Grundgebühr 60 M. 2) die Gesprächsgebühr 5 Pfennig, mindestens 20 M. jährlich. Die den Reics= und Staatsbehörden, den Provinzialund Kommunalverwaltungen sowie den Eisenbahngesellschaften gewährte Ermäßigung von 25% der Jahresgebühr und die Befreiung jener Behörden pp von den Gebühren für die Benutzung der Verbindungsleitungen im Vororts= und Nachbarortsverkehr fällt vom 1. April 1900 ab fort. Die Teilnehmer, welche an Stelle der Bauschgebühr die Grundgebühr und Gesprächsgebühr zahlen wollen, müssen dies dem Kaiserlichen Postamte in Hörde bis zum 15. Februar schriftlich mitteilen. Sie erhalten alsdann zum 1. April andere Anschlußnummern. Teilnehmer des Fernsprechnetzes in Hörde dürfen mit dem Fernsprechnetze in Dortmund und ohne Zuschlag sprechen, falls sie an Stelle der Bauschgebühr des eigenen Netzes die höhere Bauschgebühr von 160 M. für Dortmund zahlen. Für die Teilnehmer in Hörde bleibt es bei der Befugnis bestehen, gegen Zahlung der bisherigen Gebühren von jährlich 200 M. und 40 M. Baukostenzuschuß in den ersten 5 Jahren mit den Orten des niederrheinisch=westfälischen Bezirksnetzes ohne Zuschlag in Sprechverkehr zu treten. Bei allen Teilnehmern in Hörde, welche bisher für die Verbindungen im Bezirksverkehr Bauschgebühren gezahlt haben, wird angenommen werden, daß sie künftig die Gebühr von 200 M. bz. den Baukostenzuschuß zu zahlen beabsichtigen, wenn sie dem Kaiserlichen Postamte in Hörde nicht bis zum 15. Februar schriftlich mitteilen, daß sie eine andere Art der Gebührenzahlung wünschen. Ziehen sie vor, die für den Ortsverkehr geltenden Bauschgebühren oder die Grundgebühr nebst Gesprächsgebühren zu zahlen, so haben sie daneben für die im Bezirksverkehr ausgeführten Verbindungen Gesprächsgebühren nach den Vorschriften für den Fernverkehr(bis zu 25 km 20 Pf., bis zu 50 km 25 Pf., bis zu 100 km 50 Pf.) zu entrichten. Dortmund, den 12. Januar 1900. Rehbock. Statt besonderer Anzeige. Hedwig Noethe Friedrich Kemper Verlobte. Schwerte, Im Januar 1900. 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Eier per Schock(60 Stück) 6,30 A.— Weizen I. Qual. M. 15.40, do. engl. II. Qual. M. 14.90, III. Qual. M. 14.40, Roggen I. Qual. M. 14,30. II. Qual. M. 13.50, III. Qul. M. 12.80, Hafer I. Qual. M. 13.40, II. Qual. M. 00,00, Raps I. Qual. M., 00.00 II. Qul. M. 00.00, alles die 100 kg. Bedekeite. Dortmund, 24. Jan.(Städttscher Viehhof.) Zum heutigen Zuchtund Faselviehmarkte waren aufgetrieben: 345 tragende u. frischmilchende Kühe und Rinder, ca. 756 Schweine resp. Ferkel und 230 Pferde. In Hornvieh war der Handel bei angemessenen Preisen zufriedenstellend. Es blieben wenig Tiere unverkauft. Am Schweinemarkt ging das Geschäft langsam, jedoch gingen die Preise für kleine Schweine in die Höhe. Ueberstand etwa ein Drittel der Zufuhr. Achtwochenferkel kosteten 2—2,50 M. per Woche, vierteljährige Faselschweine 24—30 Mk., halbjährige 42—50 M. per Stück. Pferde=Handel still. Nächster Markt am Mittwoch, den 7. Februar. Essen, 23. Januar. Auftrieb: 748 Großvieh, 94 Bautzen resp. Bullen,— Pferde, 1932 Schweine, 725 Kälber, 62 Schafe.— Preise für 100 Pfund Schlachtgewicht: Großvieh la. 61—.63 M, ausgesuchte Exemplare darüber, IIa. 56—60 M, IIIa. 50- 55#4 Bautzen resp. Bullen 53—61 ∆ Schweine 46—49 M Schafe 55—62 4— Kälber 35—43# pro 50 Kllegr. Lebendgewicht. En Arbeiter:“ Bürger=Verein, Schwerte. Hauptversammlung Sonntag, 28. Januar, nachmittags 4½ Uhr, im Saale des Herrn Böhmer. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Einführung neuer Mitglieder. 3. Rechnungslage. 4. Jahresbericht. 5. Vorstandswahl. GeburtstagsfeierSr. Majest. Deklamationen und Ansprache. Der Vorstand. Für eine neu zu errichtende Teietensabrit in Westf. wird ein durchaus zuverl. energ. Mann als Meister gesucht. Derselbe muß mit allen vork. Arbeiten und Einrichtungen vertraut sein und die Herstellung der Matrizen übernehmen. Fr. Off. mit Angabe der seith Thätigkeit, des Alters und der Gehaltsansprüche sub K. J. 4537 an Rudolf Mosse, Köln. 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Kinder unter 14 Jahren haben keinen De Zutritt zum Ball. guannannnnnanannnnun; * 2 . Bürger=Schützenverein A Die I. Compagnie K feiert Sonntag, den 4. Februar, im Lokale A„zu den drei Linden“ den „ Geburtstag Sr. Maj. Kaiser Wilhelms II. 00 89322c5 Konzert und BALL. Punkt 4 Uhr: Antreten der 1. Compagnie. 6 Uhr: Parade vor Sr. Majestät König Karl I. G Sämtliche Offiziere u. Mannschaften mit SchützenI abzeichen(Mütze) erscheinen. 5 Sämtliche Vorstandsmitglieder und Stabsoffiziere mit ihren Adjutanten sind hiermit freundl. eingeladen. A Die Musik wird ausgeführt von der KleffK schen Kapelle, unter persönl. Leitung ihres Dirigenten. # Der Hauptmann und Compagnie-Chef. K K K K K K K X K K Schagen’s Dauerfeder. Besonders denen zu empfehlen, welche viel schreiben, denn sie hält ca. 6 mal so viel Tinte, als die gewöhnlichen Schreibfedern und 2—3 mal so lange, kratzt nicht und kleckst nicht. Spitzen: EF. F. M. B. BB. Extrafein. Fein. Mittel. Breit. Extrabreit. De.- Preis per Gros Mk. 3.—. 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Januar 1900: ein humoristischer Abend S 8 2 Quartett= und Konzert=Sänger; “ sowie Auftreten des anerfannt heiten Hauraulinr sowie Austreien des unertannt besten Hopranfungers und Damen=Imitators Herrn Hedrich. —. Direktion Paul Belzer.:— Streng decentes Programm mit vollständig neuen Vorträgen und hocheleganter — Ausstattung.— Anfang präcise 8¼ Uhr. Entree: Reseroierter Platz Mk. 1—, 2. Platz 70 Pfg. Billets im Vorverkauf: Reservierter Platz 80 Pfg., 2. Pl. 60 Pf. sind in den Zigarrengeschäften der Herren Kleingarn, Hagemann und Heinrichs zu haben Dem geehrten Publikum wirklich genußreiche Stunden versprechend, lade zu diesem humoristischen Abend ergebenst ein. Der Obige. 0000000500008888500 — 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Sämtliche Weschaftssuchel für Bureau und Laden(Extra-Anfertigungen etc.), sämtliche Schreibutensilien für Geschäfts- und Privatleute(praktische Neuheiten), Briefordner, Biblorhaptes etc. etc. Carl Braus. Rud. IBAUH Bohn Hofpianofortefabrikant— Geschäftsgründung 1794. 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In der Wirtschaft Kappe wurden aus einem unverschlossenen Zimmer eine Geldkassette, die einen großen Geldbetrag und Papiere enthielt, und aus einer Kommode eine goldene Damenuhr gestohlen.— In der Restauration Heimbeck wurden in der Zeit von 8— 10 Uhr ein Geldbetrag von 160 Mt., außerdem Schmucksachen im Werte von 410 Mk. gestohlen. Eine einem Dienstmädchen gehörige Taille und Hut wurden auf dem Hofe zerschnitten aufgefunden.— In der Wirtschaft Meersmann wurde einem Reisenden ein Koffer, enthaltend Wäsche und Kleidungsstücke, gestohlen. Dortmund, 24. Jan. Im Dezember vor. Is. wurden im„Bergischen Hofe“ hierselbst von einer Damenkapelle allabendlich Aufführungen veranstaltet, bei welchem gelegentlich ein Jongleur sich produzierte, um das Programm abwechslungsreicher zu gestalten. Diese Vorstellung fanden statt, ohne daß der Inhaber des Lokales, Pook dazu die polizeiliche Erlaubnis nachgesucht hatte, weshalb er in Strafe genommen wurde. Gegen diese Strafe wurde die Entscheidung des Schöffengerichts angerufen, mit der Begründung, daß die in dem Lokale veranstalteten Musikaufführungen ein höheres Kunstinteresse nicht bedürfen. Das Schöffengericht teilte diese Ansicht nicht und erkannte auf eine Geldstrafe von 150 Mi. Gegen die Strafe legte Pook, die Berufung ein, weshalb sich heute die Strafkammer mit der Sache zu befassen hatte. Die Damenkapelle war in der Lage, ein Gutachten des Professors Kirfelder, Rostock, vorlegen zu können, welches dahin lautet, daß den Vorträgen dieser Damenkapelle ein höheres Kunstinteresse zuerkannt werden müsse. Musikoirektor Jaußen, vor welchem die Kapelle ein Probespiel abgelegt hat, bekundete gleichfalls, daß die Vorträge als künstlerisch zu bezeichnen seien; ob dieselben aber ein höheres Kunstinteresse in Anspruch nehmen können, lasse er dahin gestellt sein. Das heutige Urteil der Strafkammer ging dahin, daß angenommen werden könne, im vorliegenden Falle, liege bezüglich der Konzertaufführungen ein höheres Kunstinteresse vor, da aber das Programm noch andere als Konzertnummern enthalten habe, so habe es dieserhalb einer polizeilichen Erlaubnis bedurfte, wegen deren Nichtbeschaffung auf eine Geldstrafe von 50 Mk. erkannt werden müsse. Die schöffengerichtliche Strafe wegen der Musikaufführungen sei niedergeschlagen worden. Aus Westfalen, 24. Jan. Ein edler Polensohn hat einem Mädchen in R. folgenden ergötzlichen Liebesbrief gesandt: Tsintau, 15. 10. 99. Viel Geleistetes Fräulein! Seid der Stundte an wo ich gesehn habe, das Bild Ihriges welches sich hat, das Bruder Deiniges und sich mir gezeigt hat. Endlich komme ich sich zum verschluß Deiniges Herz sich mein auszuschütteln. Kann sich Fräulein Vorstellung nicht vorstellen, wie ich sich dich liebes Fräulein lieben. Ueberall wo ich sich geh und sich steh denk sich nur an mein Herz zu Dich liebiges Fräulein. Konn sich gar nicht denken liebes zuckersüßes Fräulein wie sich zu Dein liebes Fräulein verspüre Liebes getränke zu dich. Darauf möcht ich dich liebes Fräulein sich bitten ein liebiges Verhängtniß mit sich dein Fräulein zu verspekulieren wäre sich lieber gleich wie wenn sich zurückkomme wie Reservist gleich ist sich besser, denn komm sich nach Hause mit mein bestes Eduard mein liebes was hab ich, hab sich aber nicht so lieb wie dich sich liebes Fräulein liebe, denn ist sich auch so Kamerad wie ich. Dann schreiben sich liebes Fräulein ja oder Nein dann weiß sich zu verhalten wann sich komme zurük können sich gleich Hochzeit verhalten dann hab sich noch neue Hose und Überzieher brauchen nur zu kaufen Hut hab sich auch ganze Stiefel aber lange wie Sonntags. Hab sich auch schon Hochzeitz geschenke gekauft eine Vogel wie Affe kann sich Singen und schreien spielen an Musik. Nun will sich mein verehrtes liebes Fräulein sich schließen mit Briefchen zu schreiben Und verbleibt sich mit herrlichen Guß und Gruß Ihr im stillen Verehrender K. R..... An Bord S. M. S. Gefion Durch das Hofpostamt Kaißerliches Berlin ist sich meine Adreße. AusWestfalen, 23. Jan. Einen famosen Witz, mit dem er ordentlich erfrischend in der oft starren Ernsthaftigkeit der Verhandlungen wirkte, machte in der Stadtverordnetensitzung einer dem Rheinland nahegelegenen Stadt Westfalens ein durch seinen trockenen Humor bekannter Stadtverordneter. Es handelte sich um die definitive Anstellung dreier Polizeibeamten. Kollegium hatte nichts einzuwenden, jener Stadtverordnete aber meinte: „Gegen die Anstellung habe ich nichts zu erinnern, ich möchte aber vorschlagen, die Polizeibeamten photographieren zu lassen, damit man sie wenigstens kennen lernt, bevor sie wieder fortgehen.“ Große Heiterkeit, die man auch in anderen kleineren Städten begreifen wird. M.=Gladbach, 24. Jan. Im westdeutschen Industrierevier unweit München=Gladbach haben dem Zentrum angehörige Arbeiter aus eigenem Antriebe einen Flotten=Verein gegründet und dem Kaiser davon Mitteilung gemacht. Der Kaiser ließ seinen Dank für den mit der Mitteilung verbundenen Huldigungsgruß ausdrücken. Bei dem Verein melden sich täglich weitere Arbeiter als neue Mitglieder an, ein Beweis, daß auch in diesen Kreisen Verständnis für die Aufgaben der deutschen Flotte vorhanden ist. Krefeld, 25. Jan. Die Stadtverordneten erklärten sich bereit, daß die Stadt für ein Darlehen von 300000 Mark, das die Versicherungsanstalt der Rheinprovinz der neugegründeten Arbeiterbaugenossenschaft zu billigem Zinsfuße gewähren will, die Bürgschaft übernimmt, wenn der Stadt eine noch näher festzusetzende Einwirkung auf die Geschäftsführung der Baugenossenschaft gestattet werde. Doch lehnte die Versammlung es ab, dem Antrage der Baugenossenschaft entsprechend ihr die Umsatzsteuer sowie die Kosten für den Kanalbau u. s. w. zu erlassen, da sie nicht die private Bauthätigkeit schädigen dürfe. Die soziale Kommission ließ erklären, daß sie Anträge zur Linderung der Wohnungsnot in Vorbereitung habe. Düsseldorf 22. Jan. Der Uebergriff eines [Polizei=Sergeanten beschäftigte heute das hiesige Schöffengericht. Drei Schreinergesellen, Georg D., Johann und Hermann T., verübten eines abends durch lautes Singen in der Schadowstraße groben Unfug. Als sie den Polizeisergeanten M. erblickten, schwiegen sie stille, der Beamte wollte aber ihre Namen wissen. Der eine konnte sich durch eine Postkarte legitimieren. Der andere gab seinen Namen der Wahrheit gemäß an. Dieser— es war D.— sollte nun mit zur Wache gehen, er sträubte sich indessen etwas, worauf M. ihm einen Hanfstrick um die Hand schlang und ihn mit Gewalt mitnahm. H. sollte sich dabei der versuchten Gefangenenbefreiung schuldig gemacht haben. Auf der Wache in der Kreuzstraße stellte sich heraus, daß D. seinen Namen richtig angegeben hatte, der wachthabende Beamte, ein Sergeant, glaubte daher keinen Anlaß zu haben, die Leute festzuhalten. Als D. schon auf der Straße sich befand, lief ihm M. nach und sperrte ihn samt dem H. ein, angeblich weil er befürchtete, daß die Leute wieder Skandal machen würden. Wie die Beiden heute behaupteten, wurden sie unter fortwährenden Mißhandlungen in die bracht; in der Dunkelheit hätten verschiedene Fäuste auf sie eingeschlagen. Laut ärztlichem Attest wiesen D. und H. grüne und gelbe Merkmale und Geschwulste auf. Die beteiligten Beamten meinten, die Merkmale könnten höchstens durch das entstandene Ringen hervorgerufen worden sein, von einer Mißhandlung sei keine Rede. D. und H. waren wegen Widerstandsleistung bezw. versuchter Gefangenenbefreiung angeklagt. Aus der Verhandlung mußte man den Eindruck gewinnen, daß der ganze Vorfall vermieden worden wäre, wenn der Polizeisergeant M. von Anfang an sich etwas in die engste und vielfaltigste Beziehung gebracht zu Gesamtheit des Voltes.„. ir richt in MazichHeute vergeht kein Tag, an dem wir nicht in Beziehungen zu der großen Gemeinschaft unseres Volkes treten. Wenn die Eltern die Kinder zur Schule schicken, wenn wir einen Brief durch die Post empfangen, wenn wir ungefährdet an Eigentum und Leben unsere Wohnung verlassen, immer und überall leistet uns das Staatswesen Dienste, in den meisten Fällen ohne daß wir uns dessen voll bewußt sind. Mag aber einzelne Funktionen der organisierten Gemeinschaft die Gemeinde, andere der Kaisers entsprungen. Wir sollen ferner bedenken, daß die höchste Stelle im Reich, der Mittelpunkt all' des bunt durcheinander laufenden Getriebes im politischen Leben unseres Volkes, fast ununterbrochen von Verpflichtungen in Anspruch genommen wird, die schnellen Entschluß, klares Auge und kräftige Hand fordern. Er, der kraftvollen Sinnes das Steuer des Staatsschiffes in kräftiger Hand hält und nur ein Ziel im Auge hat: das Beste unseres geliebten Vaterlandes, er weiß wohl, wo dem deutschen Volke der Schuh drückt! ihren Neffen jedenfalls zur Abdankung gezwungen. Dieser war schon immer nur Strohmann, und eine Strohpuppe wird auch der neue Kaiser sein. § Die chinesischen Piraten treiben's herrlich. Sie versuchen, durch ihre jüngsten Erfolge ermutigt, aufs neue von den ausländischen Handelshäusern in Kanton Geld zu erpressen. Bei Nichtzahlung wollen sie Dynamitattente verüben.„Waschlappen,“ ist ein passender Name für die Regierungsbeamten im„himmlischen Reiche.“ u u u u a eae e ea e es beune en vu, bose ,.91, Aiur Faun und Mahzstratung Sx, Vhschaergesenel uch sich seht. C5. 5ger Ss Büs Geriud unu. uan n h aaee ech un er ch. ndue Aan aun Sau un aue aune gae eahe die ur die Gaien grg e. Adäascds eaer ce Aeheae er eaeae anehge e Aeuen, Aune, une dun, Mardhe Anu uan be.- Serihekaut, De Banten Gherde Betechasb einr— Velicht wosberchiosz. Bise bsg. diae: daus sageide Bid gezeichet Die Danener seiner Ehehälfte. Am folgen. Srsgecd Sdngrnuter und Vun ue. vuonr ius hie seie asenr Mider angen Sesiergeliche shehih e oe, Fführte Hoftra ovog Bisch von der Arbeit durch den Hofgarten und sah kurz vor sich hergehen seine Frau und ung zu Rovac zur Reb76 Povos zur bede. An ger dem Hölters= und fieß eine Grau:„But du wein v. g. Der 2ooder Frau trat sein vo gen Zaich worde sosort derthostet, und alzihn us borang un.„ache mitgeteilt wurde, daß seine zau bald nacher auf der Abuyg,.—. Duch die heutge Here e, weinte er biter schen,u erbracht, daß die Schwiegerbendlung, wurde der V.., alein die Schuld trug an eun Gerden Aundun ue her eunr has ie teilten Neuberung seiner Schws=Oier Geschworenen verneinten rechtotfrage auf Tolschlag, besahten aber die Hüfsfrage wegen schwerer Körperverletzung mit tötlichem Ausgang und der gauzen, Oeoter büdet, Vur ie Hoftracht ebensg wenig Freude. Zwar der Galarock ist weit schöner suie beonge Vv. D grdenz mit der Höhe des Ranges und veprcientuge, getz, Galdfickerei auf dem Rocke zu. eines Trägers vinmt u— Gewpicht dieses Rockes und der ud dep sich für Staatsminster z. B. auf etwa 1400 4 Pests, der u,. Um so mehr aber wird namentlich in Kreisen der älteren Herren über die Unterkleibder ge den breone., ve, Aiteren Her,„sen, Trikots, weizen auc saumert, Die wuit ibren Av, Schnaltenschuhen sch begreifbworzen Str iallergrößten Unbeliebtheit erfteuen. Eine licherweie der uuteuguvo., sich durch diese Tracht eine Reihe dterer Beanten haben Iu, ,wenn auch ein den. sechörige Erkältung ochol;, wund Abfahrt ein warmreicher Kommerher fhur, erfgnben haben sol, so scheint er ie die helsehice ehch) pflegen sie bis auf wenige Ausnahmen bei diesen Hefesten bürch Abweschnheit de Peotnuchuet der von schsen Ritersgal stat, der de dauermnz er fudet iun den v,„zes Prunkbufset und den erühmut st durch ein vro Zergtrzsall, unter dem Luther großen Aronleuchter gg.un fand. Durch eine Doppeluiu den Veichetog Zamugerheren und Hoschargen ziehen esie von Pogeun, bund,„giestätez, pgruber, vor ihnen je e os jsich berbeugend, die Damen nit dem mehr oder sweimal vo, I. u.—., zn Hoftnir, der ein vennger Stadium und eine besondere Uebung erheischt. für, daßz der Vorüberzug sch nicht uuter vötziger. uiegen Genuß sein.: Der Kaiser, tHegatte alle seine prert. Ofsoier,)rben angelegt, die Kaiserin eine Robe aus Silden Masestäten durch eine Ausprache besonders ausge. schue. Aus der Jugendzeit der Mutter unserer serin, der Herzogin Friedrich von SchleswigHolstein, erzählt die Post“: Wenig bekannt ist, daß die Mutter der esch, d.... Kaiserin der Franzosen hätte werden können! Als Prinz Napoleon Kaiser von Frankreich ueriten Bnuen. uie Bun, Haenigeshig eune eurgnaäiche geworden vour, lbüche er s der heugen Königin von Kurtentochter, Nachdem g fel seine Maht auf de Prinumn de Haud der Prizesy, levbozeren Gatten ein glüch. Wbeiheid boeg ben der Zie Vernählung, iher dltesten Tacher scheres 9o9s, V. de Haz uicht gehr in London, sonden in Frage kam, da wurde une u.- Zieehr in., Wbeshesd ale " Posdom, enscheh,=Tante, richtete der danalige Prinz Wilhelm seine von innigster Liebe eingegebene schriftliche pve Goldene Dienstboten=Kreuze. Nachweisung bh von iur beuipt, vosy,vengzeit iur gerseiben Somiste 199. Anzabl der verliehenen Kreuze; b ber. Auies e Seaichen die. Seiche ,6äaugg. Holstein 4, Hannoper 8.„Westfalen 11, Hessen=Augug 14, 22, Elsaß=Lorhringen 7, Summa 186.