„„„„* Amtliches Areisbratt Whrggs men.. Preis pro Quartal 1 Mi. 50 Pfg. Erscheint , Miittwochs, Freitags und Samstags Göchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Nr. 175. Politische Uebersicht. Deutsches Reich. * Vom Kaiserhofe. Unser Kaiser, der Se e zuvor im Kreise der Ofiziere des Sehrmfanteriebataillons speiste, nahm Sonnsbend.Morgen die Vorträge des Chefs des Milaartabinets v. Hahnke und des Unterrichtsministers Dr. Studt entgegen. Später empfing er die Abordnung der Schwestern, Aerzte und freiwilligen Krankenpfleger, die nach Transvaal gehen. Am Sonntag hat der Monarch sich zur Jagd nach Piesdorf in der Mark begeben. ..* Die Kaiserin, die letzthin unpäßlich war, befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung. Es hat sich lediglich um ein vorübergehendes Unwohlsein gehandelt. “ Zur Englandreise Kaiser Wilhelms wird der„Voss. Ztg. aus Kiel geschrieben: Neuerdings verlautet, daß der Kaiser von Kiel aus die Englandreise antreten wird. Am 17. November soll in Gegenwart des Monarchen die Vereidigung der Marinerekruten stattfinden und an demselben Tage wird sich der Kaiser an Bord der„Hohenzollern“ einschiffen. Eine amtliche Bestätigung hat dies Gerücht noch nicht gefunden. * Deutscher Kolonialrat. Dem zum 9. November einberufenen Kolonialrat wird dem Etat auch ein Erlaß betr. gesetzgeberische Bestimmungen über Verhinderung der Einwanderung Mittelloser in die Kolonieen vorgelegt werden. Man hofft, daß der Kosonial= rat in drei Tagen seine Beratungen erledigen * Das preußische Staatsministerium hielt am Sonnabend voriger Woche unter dem amiee seines Vizepräsidenten, Herrn von Tichuer, eine mehrstündige Sitzung ab. Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, welcher seit Sonnabend wieder in Berlin weilt, hat vor seiner Abreise von seinem Stammsitze Schillingsfürst den Schulkindern des Ortes, 350 an der Zahl, seine Photographie zum Andenken überreichen lassen. * Der Kreis der deutschen Postdampfer= Verbindungen nach Ostafrika soll erweiter und es soll ferner ein Verkehr nach der Kapkolonie eingerichtet werden. Die erforderlichen Mittel werden wahrscheinlich schon im neuen Reichshaushaltsvoranschlag gefordert werden. „Ueber unsere Interessen in Südafrika hüt sich eben der Afrikaforscher Dr. Hollub in Berlin geäußert. Aus seinen Auslassungen geben wir folgendes wieder: Wenn sich auch das Kriegsglück zu Gunsten Englands wenden sollte, hat es doch nichts zu erwarten, nichts zu gewinnen. Der gesamte Handel in den Goldgruben und in den Diamantfeldern ist in seinen Händen; aber wenn die bekannte Hartköpfigkeit der Buren herausgefordert wird, so wird ein Boykott der englischen Firmen die Folge sein und deutsche Ware wird nur zu bald an die Stelle der englischen Verantwortlicher Redakteur: I. G. Wefer in Schwerte. für den Kreis Gorde. Sinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter 2c. besser am Abend anfangen als gar nicht."(Sprichwort.) treten. Langsam aber sicher dringt Deutschland auf dem Weltmarkte vor. Deutsches Kapital und deutsche Verbindungen haben bisher schon mindestens ein Achtel der Einfuhr nach Südafrika an sich gerissen. * Aus dem Gesetzentwurf über die Abanderung der Unfallversicherungsgesetze, der dem Bundesrat des deutschen Reiches zugegangen ist, wird mitgeteilt, daß der Gedanke einer Abstufung der Unfallrenten, je nachdem ob ein verschuldeter Unfall vorliegt oder nicht, keine Verwirklichung gefunden hat. Eine Erhöhung ihrer Aufmerksamkeit und eine Erweiterung der Beachtung der Betriebsgefahren würden gewiß den Arbeitern in vielen Fällen ihre volle Erwerbsfähigkeit erhalten und den Berufsgenossenschaften manche Rente ersparen. Es wäre auch vorauszusehen, daß, wenn die Abstufung in den Unfallrenten vorgenommen würde, nach dieser Richtung manche Besserung eintreten würde. Indessen ist es stets mißlich, von sozialpolitischen Zugeständnissen auch nur in etwas zurückzugehen. Die unsallversicherungsgesetze Deutschlands verbürgen den Arbeitern die Entschädigungen und Renten für alle Unfälle mit einziger Ausnahme der vorsätzlich herbeigeführten und von dieser Regelung wird man nicht mehr abgehen können. * Zwischen Berlin und Lippe scheint jetzt ein günstigerer Wind zu wehen. Das wird aus einer Ansprache geschlossen, die der vor kurzem neuernannte Bezirkskommandeur von Detmold, Oberstleutnant v. Schröder, jüngst an die ihm unterstehenden Offiziere bei einer Versammlung gerichtet hat. Er teilte nämlich mit, daß er„Seine Erlaucht“ den Erbgrafen Leopold(den ältesten Sohn des Grafregenten Ernst) eingeladen habe, den Versammlungen der Offiziere des Landwehrbezirks beizuwohnen, und daß der„hohe Herr" zugesagt habe. Wie erinnerlich, ist es früher auf Instruktion von Berlin aus verweigert zu gestatten, daß den Mitgliedern des Hauses des Grafregenten gegenüber die Offiziere der Detmolder Garnison sich der Anrede„Erlaucht“ zu bedienen hätten. Man nimmt nun an, daß von Berlin aus neue Instruktionen vorliegen, d. h. daß man sich hier zu einer mehr entgegenkommenden Haltung gegenüber der Familie des Grafen Ernst entschlossen. Das würde aber nicht mehr und nicht weniger bedeuten, als daß die bis her gehegten Bedenken gegen die Ebenbürtigkeit der Nachkommen des Grafen Ernst in Berlin fallen gelassen sind. Hanbelsign a. der deutschen #tfahrt giebt die soeben veröffentlchte Statistik des Schiffsverk hrs im Hafen von Genua ein lehrreiches Bild. Während im Durchschnitt der Jahre 1871/75 nur „6 Prozent der im Hafen von Genua einund ausgehenden Ladung unter deutscher Flagge fuhren, stieg der deutsche Anteil am dortigen Schiffsverkehr bis 1896 auf 8,3 Prozent und im Jahre 1898 hatte er bereits „Am guten Alten In Treuen halten, Am kräft'gen Neuen Sich stärken und freuen, Wird niemand gereuen.“ (E. Geibel.) junge Frau. Roman von Ida von Conring. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Doktor saß jetzt auf der Ecke der nahestehenden Kommode. ja vorzüglich!“ sagte er vergnügt. „Bitte, Schwester, besorgen Sie Kakao und ein wenig Weißbrot. Wenn Sie gefrühstückt haben, sind Sie wohl so artig, weiter zu schlafen?“ „Ich will mein möglichstes thun,“ erwiderte Lapen, dem die Augen schon wieder zufielen. — Nachdem er mit Behagen das appetitlich servierte Mahl genossen, legte er sich gehorsam auf die Seite und schlief ein. Anfangs sah er den Schäfer auf einer Wiese voll köstlich duftender, leuchtend gelber Blumen umherschreiten— dann versanken alle Traumbilder in tiefem Genesungsschlaf. Als Wolter gegen Mittag über den Korridor schritt, redete ihn einer der Wächter an: „Der Senator Lorenzen fragt telephonisch en kentss Herrn von Papen geht, und ob er In heute besuchen dürfte?“ Der Daktor sann einen Moment nach: „Antworten Sie, daß ich mit der Besserung zufrieden bin— aber vor übermorgen keinen Besuch gestatten kann.“ Nun war der bezeichnete Tag gekommen. Der Senator saß im hechtgrauen Paletot, den Cylinder neben sich gestellt, in des Doktors Woynzimmer. Die angebotene Cigarre hatte er abgelehnt. „Sie müssen mich nicht indiskret halten,“ sagte der Senator,„aber der Zwischenfall macht mich ernstlich besorgt, Sie wissen jedenfalls, wie die ganze Stadt es schon, lieber Doktor, daß Papen sich mit meiner Tochter verlobt hat— nun frage ich Sie auf Pflicht und Gewissen, wird er nicht etwa invalide bleiben Gaste gegensbeu merksam zubösend seinem Lächeln das Haupt. will Ihnen reinen Wein einschenken, Papen war schon durch den in der abnormen Hitze übermüdet und lil außerdem seit längerer Zeit an Kopfschmerzen. Darauf hat er einem Freunde zuliebe, untrainiert mie er, war, bei schwüler Luft, in glühden anstrengenden Ritt gemacht chöpfte Ratur se halfe, gr.# 0 mit einer tiefen Ohnmacht .„. Eine Geyöraffektion, wie wir anfangs „archteten, liegt nicht vor; es ist kein Grund Peinge lcher Besorgnis vorhanden. Der schläft sich gesund— ich habe nichts Tagegen, wenn Sie ihn besuchen wollen, Herr die stattliche Höhe von 10,4 Prozent des Gesamtseeverkehrs von Genua erobert. Die Zahl der deutschen Schiffe, die in Genua 361 ause 405.:( ies von 1897—98 von derselben Zeit erfuhr die Zahl der englischen Schiffe in jenem Hafen einen nicht, unerheblichen Rückgang. Die deutsche Hanvisstotte, die noch vor wenigen Jahrzehnten sehr weit unten rangierte, nimmt jeg nach England überhaupt die erste Stelle ein und übertrifft auch die Handelsflotte Frankreichs nicht unerheblich. ist entschlossen, die Streikvorlage noch vor der zweiten Lesung im Plenum des Reichstages zurückzuziehen, Berliner Blatt, das dem Bunde Landwirte nahesteht. Ein mit Vorliebe als begierungsorgan angesehenes Blatt, der „Hbg. Korr.“, hatte schon vor einigen Tagen ekllärt, daß die Zurückziehung der Streikvorlage die Vorbedingung für die Annahme einer neuen Flottenvorlage wäre. Darauf wird jetzt offiziös erwidert, daß die Absicht, den Entwurf zurückzuziehen, bei den Verbündeten Regierungen nicht besteht, dieselben vielmehr die„Quittung“ des Reichstages über denselben. * Kein guter Tausch wäre es für uns, wersz Zeutschland, wie es heißt, auf Samoa ...r und dafür von Englond die Gilbert und den britischen Teil der Salomonsinseln erhält. Die vem Marschall=Archipel(deutsch) benachbarten Gilbertinseln bestehen aus einer Reihe niedriger Koralleninseln und umfassen insgesamt 430 Quadratkilometer Flächenraum mit 35 000 Einwohnern. Der britische Teil der Salomonsinseln ist allerdings sehr viel größer und übertrifft auch die Samoasunfieste zuch erheblich an Ausdehnung. Er Maleit. v=Inseln Neugeorgia, Guadaleanar, Kialena, San Christoval und Florida mit zusammen 21700 Quadratkilometern und etwa 61 000 Einwohnern. Er ist aber noch völlig unkultiviert, die Einwohner sind größtenteils noch dem Kanibalismus ergeben und es würde deshalb viel Mühe und Arbeit kosten, die natürliche Fruchtbarkeit der Inseln, die wegen zahlreicher Korallenriffe außerdem Schiffahrtsverhältnisse darbieten, zur Ausnutzung zu bringen.— Es muß übrigens betont werden, daß die Verhandungen wegen des Schicksals Samoas noch keineswegs zum Abschluß gekommen sind. * Bekannt durch seine kirchlichen Bestrepreutischen vangelsationen ist der im eumant o Fisssministerium thätige Generalkeumant v. Biebahn. Seine Traktate„Zeugradent sund alten Soldaten an seine Kameraben imt in über 100000 Exemplaren durch die Armee und Marine verbreitet, auch bei Feuerwehr und Polizei ist die massenhafte Verbreitung in Aussicht genommen, für das Personal des kaiserlichen Marstalls sind die „Zeugnisse“ eingeführt. * Die neuen Marinepläne werden also in der Zeit bis Neujahr die Gestalt eines Senator— vorausgesetzt natürlich, daß Ihre Ritteillungen nicht unerfreulicher Art sind?" die nehmen mir eine Last vom Herzen— dann vur ich wohl bitten, lieber Doktor?“ Papen, der aufrecht Staunen entgegen. „Herr Senator ist das wirklich kein Traum?“ #„„Neig, durchaus nicht,“ sagte der der alte Krsuk, Platz nehmend.„Ich bringe Ihnen gereiong Rita— es hat sich da allerlei g, w a s I h n e n n e u s e i n w i r d— h o f f e n t angenehm— Ihr Doktor hat mich nämlich gur unter der Bedingung hereingelassen, machen Pärse eine uue renlichen Mitteilungen „Bitte, bitte, weiter, Herr Senator,“ rief Herbert in atemloser Spannung. „Immer ruhig, junger Freund! Sie wissen, ouß ich prinzipiell gegen Offiziersheiraten für unsere verwöhnten Töchter bin— meine Ansicht barüber ist auch ganz dieselbe geblieben, nur haben sich die Verhältnisse geändert. Mein Herzenswunsch, daß Rita den Sohn meines alten Freundes Bitow— Sie wissen, die große Exportfirma John Bitow und Sohn— heiraten sollte, ist gescheitert. Rita will durchaus nicht. Sie hat mir ferner den Brief, welchen Sie ihr schrieben haben, gebracht. Der Brief Sie, mein junger Freund, ich habe eine berdem hat. Ihnen bekommmen. Aun mein Töchterchen selbst die Sache ennschieden, indem sie bei Ihrem Unfall auf Gesetzentwurfs erhalten und dem Reichstage von den Verbündeten Regierungen unterbreitet Teggegz, Dem Bundesrat hat bereits der Plänen gpetar Tirpis von den bestehenden ..# eitteilung gemacht. Diese Mitteilung hat zwar keinerlei Erörterungen unter den seitens.s Brgsiedern hervorgerufen, so daß seitens des Bülldesrats noch keine Aeußerung zu den neuen Plänen vorliegt; aber es besteht kein Zweifel daran, daß diesen die Zustimmung der Verbündeten Regierungen zu teil werden wird. Vielleicht macht Reuß ä. L. eine Ausnahme. An dessen Opposition aber st. dex. Bundesrat so sehr gewöhnt wie etwa der bleuchstag an die des Abg. Richter.„Des Hoeu Togenn.... würde Fritz Reuter * Ans Rom wird halbamtlich gemeldet, England habe vor Beginn des Krieges sowohl mit Rußland als mit Frankreich Konventionen bezüglich Asiens und Afrikas abgechlossen, so daß es während des Krieges von diesen Mächten keine Verwickelungen zu beürchten hat. Diese offiziöse Note, die nur zur Beschwichtigung der durch den unglückichen Verlauf des Krieges hochgradig nervös gewordenen Engländer dienen soll, ist natüricz,nicht so ernst zu nehmen, als Amerika. § Wie den Engländern in Südafrika, so ergeht es den Amerikanern nun schon ein volles Jahr auf den Philippinen, allen ihren Mühen und Opfern bleibt der Erfolg versagt. Mit dem bevorstehenden Ende der Regenperiode ist die Philippinenfrage wieder aktuell geworden; nach den bisherigen üblen Erfahrungen kann es aber nicht Wunder nehmen, daß die Ansichten darüber, was weiter zu geschehen habe, stark auseinander gehen. Die Zahl der praktischen Yankees, die Mac Kinleys Weltmachtpolitik verwünschen Aufgabe der Philippinen fordern, wächst fortdauernv. Kleine Chronik. .. In großes Erstaunen wurden dieser Tage einige Einwohner Hedemündens bei Göttingen versetzt, als sie plötzlich einen großen Luftballon über sich erblickten, deren Insassen augenscheinlich bemüht waren, vor Anker zu gehen. Es gelang dem ausgeworfenen Anker auch wirklich, am sich festzubeißen, und mit Hülfe der Zuschauer vollzog sich die Landung der Luftschiffwohe„Pan erkundigte sich nun bei diesen nach woher und wohin, erhielt aber unverständliche Antworten; erst als man die Fremden nach Hedemunden geleitet, erstigte im Gasthofe die AufDie Luftfahrer waren vier französische Offiziere, die am letzten Sonnabend, nachmittags r in Paris aufgestiegen waren. Die Fahrt welche sie sodann gemacht, war gerade keine angenehme gewesen. Rasch war der Ballon zu einer Höhe von 3000 Meter aufgestiegen, da wurde er hn ashmätig Sturme erfaßt, der trieb. Unten war alles Nebel, und da die Fahrer durch das Heulen des Windes am Hören verhindert waren, glaubten sie voll Sorge, sich irgendwo über dem Meere zu befinden. Um ie llor zu werden, ließen sie den Ballon nam Rennen sich öffentlich Ihre Verlobte Papen sah mit glückseligem Antlitz zu dem Senator auf.„Süße, treue Rita!“ murmelte „Ja, das sagen Sie wohl,“ meinte der alte Herr, mit seiner Rührung kämpfend.„Es sind aber ernste Schwierigkeiten. Sie halten Rita wahrscheinlich für eine Erbin, bitte, verstehen Sie mich nicht falsch,“ fügte er beruhigend hinzu,„ich kann nicht umhin, den heiklen Punkt zu berühren. Ich bin kein reicher Mann, wenn ich auch sehr viel Geld verdiene. So lange der liebe Gott mich am Leben läßt, wird Rita alles haben, was sie begehrt, aber wenn er mich einmal abruft, behält sie nur eine kleine Rente. Und ich bin ein Todeskandidat, lieber Papen, habe einen schlimmen Herzfehler. Doch das nur nebenbei! Von dem großen Vermögen meiner ersten Frau habe ich Was den Rießhrauch, das Kapital gehört Sohn. Ritas Mutter war jung, schön, bezaubernd, aber arm wie eine Kirchenmaus. Nun, Herr von Papen, das ist eine böse EntMisen, Biede.. Douen da habe bereiten Augen an. 4 ihn mit seinen ernsten, ehrlichen Eig vir Witg gebenl iclich, Herr Senator daß En mit nita geben wollen. Wir sind jung und können uns einschränken. (Fortsetzung folgt. sinken und sahen dann, die anmutige Landschaft So beschlossen sie denn, als der Nebel sich teilte, an der Werra unter sich. freilich ohne zu wissen, Franzosen, 19, Laß sie in Keutschland gelandet der Entdegung, daß sie in Deutschland gelandet seien, zuerst etwas lange Gesichter gemacht hatten. Der Ort Hedemünden war ihnen in der Geographie nicht vorgekommen; besser orientierten sie sich schon, als man ihnen sagte, daß Kassel und Wilhelmshöhe nicht weit entfernt seien. Si sich übrigens das Frühstück im Hotel trefflich munden, und nachdem bhrgen, Pg“ tober, vorWeise die Tendenz bemerbar, der Kriegsstimaber jetzt ist noch ein schreienderes Rot die Farbe des Tages geworden. Am meisten „smart“ ist das volle Haaresrot. Man bemüht sich eben nach Kräften, die Toilette den Regimentern, die diese Farbe tragen, anzupassen. * Arbeit und Musik. Die eingeborenen Arbeiter, die die Eisenbahn im Sudan bauen, arbeiten bei den Tönen einer Volksmusik. Jeder Kolonne von 50 Arbeitern gehören drei Musiker an, ein Flötist und zwei Harfenspieler, die fast unhaufhörlich spielen. Die Arbeiter sagen, daß sie die Ermüdung nicht fühlen, wenn sie dieses kleine Konzert hören. * Auf dem Bahnhof Kirchhain in der Niederlausitz fuhr ein Rangierzug einem Güterzug in die Seite, wobei zwei Beamte verletzt und sieben Güterwagen zertrümmert wurden. * Vor einem großen Unglück bewahrt wurde am Sonnabend ein suddeutscher Schnellzug bei Köln. Auf den Schienen lag ein schwerer Schraubschlüssel, der auf der einen Seite von einem Besen gegen das Umschlagen unterstützt wurde. Ein die Strecke passierender Beamter entfernte des Hindernis kurz vor der Durchfahrt des Zuges. * Der Hecht im Karpfenteich. Aus Oldenburg schreibt man der Köln. Ztg.: Wenn von dem oldenburgischen Landtag die Rede ist, so hört man immer nur von einem Bauern=Landtage reden. Das ist in den letzten sechs Jahren anders geworden. Es sind allmählich immer mehr Landwirte verdrängt und an deren Stelle Beamte, Industrielle und Vertrete. des Handwerks gewählt worden. Bei alledem hat Oldenburg eine liberale Regierung. Bei den kürzlich vollzogenen Landtagswahlen ist nun zum ersten Male ein Sozialdemokrat gewählt worden. Das ist nun kein großes Unglück, denn Hug wird die Rolle des Hechts im Karpfenteich spielen und etwas Leben in den oldenburgischen Landtag bringen. Aber die Wahl eines Sozialdemokraten ist nach der Lage der hiesigen ruhigen Verhältnisse ein Ereignis. * Der aus dem Harmlosenprozeß bekannt gewordene Regierungsreferendar v. Kayser hat seine Entlassung aus dem Staatsdienste nachgesucht und * Iten Der Herr Referendar begiebt sich auf auf besonderen. 2 gz, He rn (gt, wei zuvor or Vrtrzahlung der Erzherzggin Elisabeth, der Tochter der Kronprinzessin, mit dem Prinzen Ulrich von Württemberg erfolgen soll. 8 In Moling in Rordipgurg gilge. nach Dresden schon für einen der nächsten Tage in Aussicht genommen ist.„. § Geknickt wie eine Lilie ist der junge Serbenrönig Alexander. Die Ursache? Er hat mehrere Tage in Wien geweilt, ohne vom Kaiser empfangen zu werden. Wie es heißt, wollte der österreichische Kaiser damit gegen den Belgrader Attentats= und Hochverratsprozeß protestieren. Nun, die Schuld Alexanders dürfte nicht so groß sein, denn bekanntlich macht in Serbien Papa eion aues. Oesterreich=Ungarn gewähren jetzt die Kontrollversammlungen ein sonderbares Bild. Nach einer Mitteilung aus Budapest ergreift der Widerstand gegen(den Melderuf. Hier bei denKontzelloegaezgluggen der Reservisten immer weitere Kreise. Nun melden sich auch die Rumänen in SiebenDie tschechischen Reservemänner waren durch Flugblätter aufgefordert worden, sich nicht deutsch zu melden, und dies befolgten sie denn pünktlich. Als der erste sich meldende Reservist beim Namensaufruf„Zde" rief und deshalb zu zehn Tagen Haft verurteilt wurde, weigerte sich der städtische Polizeibeamte, ein Tscheche, den Mann in Arrest zu führen. Der Of sah sich infolge der Widersetzlichkeit der Reservemänner verhindert, die Amtshandlung zu vollenden und die tschechische Menge verlangte stürmisch unter Drohungen die Freilassung der Verhafteten. Der Bezirkshauptmann gab angesichts der bedrohlichen Sachlage diesem Verlangen nach. Johlend nahm ihn die„Menge in ihre Mitte und durchzog unter Absingung deutschfeindlicher Hetzlieder die Straßen. Inzwischen ist Militär eingetroffen. § Bei einem Zugzusammenstoß in der NäheKopenhagens erlitten drei Reisende schwere, vier leichtere Verletzungen. § In der Hafenstadt Laurenco Marques an der Delagoabei(Portugiesisch=Südostafrika) sind drei Pestfälle vorgekommen. bethätigen, indem wir hülfreich den verwundeten Buren und den hinterlassenen Witwen und Waisen der gefallenen Buren beistehen, ihnen Pflege und zu geben suchen. Die Welt soll wissen, daß Deutsche Deutsche in Not und Bedrängnis nicht gänzlich verlassen. Jede Gabe kleinste— ist willkommen: denn sie ist ein Zeichen deutscher Gemeinbürgschaft. Schon ist Blut geflossen, unsere Hülfe auf den Pässen der Drakensberge und in den Ebenen Natals und des Griqualandes dringend. und der Weg bis dahin ist weit (iudeutschen Verbandes an di Orisarppye der Stationsgehülse Konrad Kuhlenkamp, sind vom Kriegsfieber ergriffen, gestern abend gegen den Willen ihrer Eltern in der Richtung nach Transvaal abgedampft. Beide haben ihr Monatsgehalt einbehalten. Schüren, 2. Nov. Aus Gutmütigkeit hat der Kontorist Ostermann aus Schüren eine Urkundenfälschung begangen. Der Knecht Feller war in eine Polizeistrafe von 15 M. genommen worden. Hiergegen wollte Feller PMludeutschen v welchesich us Berufung einlegen, er hatte jedoch die Frist zu senden Di Red.) versäumt. Der Angeschuldigte half ihm nun Lokales. erhalten. : Im Dusel. In Alsen verkaufte kürzlich ein Schmiedemeister, als er im„Kruge“ etwas über den Durst getrunken hatte, seinen stattlichen Schnurrbart für 20 Mark per Pfund an den Wirt. Der Bart wurde abgenommen und gewogen, und siehe da, er wog nur 1 Gramm. Lächelnd zahlte er dem Bartlosen den ausbedungenen Kaufpreis von 4 Pfennige aus..., gan.; Nnschl * An Trichinose ist eine ganze Anzahl Personen in Mittelwalde in Schlesien erkrankt. Die Frau eines Schlächtermeisters ist bereits 8 Der Fürst von Monaco hat 2000 Francs für die Johannesburger Ambulanz gespendet. 8 Die Betrügereien in der russischen Marine, die vor zwei Jahren ans Tageslicht kamen, werden endlich am 3. Dezember vor einem Marinegerichtshof verhandelt werden. 43 Personen sind angeklagt, unter ihnen Offfziere und Beamte von hohem Range und sogar einige Staatsräte. Der dem Staat erwachsene Schaden soll sich auf 10 bis 12 Millionen Rubel belaufen. § Von einem größeren Ungluck wird aus Antwerpen in Belgien berichtet: Nach der Ankunft eines Eisenbahnzuges an der Ueberfahrtsstation auf dem linken Ufer der Schelde brach Freitag morgen die dort befindliche Landungsbrücke ein, die gerade mit Menschen dicht besetzt war. Eine große Anzahl derselben fiel ins Wasser, von denen einige gerettet wurden, jedoch 15 bis 20 ertranken.. M hnsce ast sich § Ein grausiges Verorechen hat sich in Friedrichsstadt(Liwland) abgespielt Der Gastwirt Kuring ermordete seine Frau und seine beiden Töchter und setzte das Haus in Brand. Hierbei kamen auch sein Vater und seine ältere unverheiratete Schwester um. Den Thäter und eine Kellnerin fand man am nächsten Tage als Leichen. Beide eng umschlungen. § Auch eine Wette. In dem jütländischen Dorfe Struer ging ein Fischer mit einem Wollhändler eine Wette dahin ein, daß er mit dem Händler auf dem Rücken von Struer nach Venö, etwa ½ Meile, schwimmen könne. Wenn der Händler abfiel, hatte er verloren. Die Wette kam zum Austrag. Der Fischer aber tauchte so fleißig in die kalte Flut, daß der Händler endlich den Fischer losließ und so die Welte verlor. 8 Die Camorra, der berüchtigte Geheimbund in Neapel, hat eine neue Blutthat verübt. Vor einigen Monaten liehen sich die Ehegatten Arata 7000 Fr. von dem Bäcker Pagang. Als letzterer des audeutschen Gerbandes in Hagen,# Empfangsstelle bekannt giebt, o.g. Die virr., Bibelstunden. Die in dem Winterhalbjahr für die beiden evangelischen Gemeinden stattfindenden Bibelstunden nehmen am kommenden Donnerstag, abends 8 Uhr, in der reformierten Kirche wieder ihren Anfang.„ & Schlägerei. Gelegentlich der Eröffnung der Sch. Wirtschaft in Holzen kam es zwischen einigen renitenten Gästen zu einer Schlage######, welche damit endete, daß einem der Teilnehmer der ganze Kopf entzwei geschlagen wurde. Der Verletzte mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Wegen Mißhandlung seiner Familie mußte der Arbeiter M. von hier festgenommen und in Polizeigewahrsam untergebracht werden.— Eingelocht werden mußte der Arbeiter S. wegen Verübung groben Unfugs..... g.2: Westfale ** Der Oberpräsident der Provinz Westsaten hat durch Erlaß vom 11. Oktober 1899 die Abhaltung einer Hauskollekte zur Förderung der Bestrebungen des Evangelisch=Kirchlichen Hilfsvereins bei den evangelischen Eingesessenen der Provinz Westfalen im Monat Januar 1900 genehmigt. Die Kollekte ist durch besondere, von dem Provinzialvorstande mit Ausweis zu versehende Beaustragte(Mitglieder der Zweigvereine) oder durch die Geistlichen, Presbyterien und deren Organe abzuhalten. §§ Bezüglich der Dienstag Vormittag 10 Uhr stattfindenden Kirchenvorstandswahl der kath. Gemeinde sei folgendes zur Aufklärung mitgeteilt: Wahlberechtigt sind alle männlichen, volljährigen, selbstständigen Mitglieder der Gemeinde, welche bereits ein Jahr in derselben wohnen und Kirchensteuern zahlen.— Volljährig sind diejenigen, welche das 21. Lebensjahr vollendet haben. — Selbstständig sind diejenigen, welche einen eigenen Hausstand haben, oder ein öffentliches Amt bekleiden, oder ein eigenes Geschäft als Mitglied einer Familie deren Geschäfte führen. Einen eigenen Hausstand hat derjenige, welcher seine häusliche Einrichtung frei bestimmen kann, also auch z. B. ein Handlungsgehülfe, ein Geselle, der nicht im Hausstande seines Herrn ist, sondern bei anderen Kost und Logis hat. Wählbar sind die wahlberechtigten Mitglieder der Gemeinde, welche das 30. Lebensjahr vollendet 2: Wir haben heute die angenehme Pflicht, unsern Lesern über ein vom hiesigen KavallerieVerein im Lokale des Herrn W. Quadbeck veranstaltetes Fest zu berichten, welches wiederum Zeugnis davon ablegte, daß das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Kameradschaft unter den Mitgliedern des Vereins wach ist. Zahlreiche Freunde und Bekannte des Vereins hatten sich in dem„Kaisersaale“ eingefunden, um teilzunehmen an diesem Feste, das mit vollem Recht den Namen eines deutschen Kriegerfestes verdient. Nachmittags um 5 Uhr nahm dasselbe mit einem von der Weber'schen Kapelle ausgeführten Konzert, dessen Programm als sehr geschickt und zweckentsprechend zusammengestellt bezeichnet werden kann, seinen Anfang. Das Publikum war, wie durch öfteres Beifallklatschen zum Ausdruck gebracht wurde, mit den Leistungen sehr zufrieden. Da weiter in dem Programm verschiedene kleine Theaterstücke, Soloszenen usw. eingeschaltet waren, so konnte es nicht fehlen, daß sich sehr bald eine gehobene Stimmung geltend machte. Im weiteren Verlaufe des Festes ergriff der Vorsitzende des Vereins, Herr Liedtke, das Wort zu einer kernigen Festrede. Wir müssen es uns des Raumes halber leider versagen, auf den Inhalt der trefflichen Rede näher einzugehen. Es sei nur bemerkt, daß Redner an die Mitglieder des Vereins die Mahnung richtete, das treu zu wahren, was so schwer errungen sei und hielt ihnen ferner als hohes und hehres Ziel der Kriegervereine vor Augen, gerade dieser Aufgabe sich ganz hinzugeben und so ein Beispiel zu sein, damit ein jeder sich allezeit vor Augen halte:„Ich bin ein Deutscher. Was ich bin und was ich habe, dankeich dem Vaterlande, mein Recht, meine Wahrheit, meine Ehre! Dem deutSchwerte, 6. November 1899. ** Ueber die Haftung der Behörden für Versehen ihrer Beamten enthält das Bürgerliche Gesetzbuch einige Bestimmungen, die also mit dem 1. Januar in Kraft treten und allgemeines Interesse beanspruchen. Wer ein Amt übernimmt, heißt es da, muß auf die pflichtgemäße Führung desselben die genaueste Aufmerksamkeit wenden. Indes für begangene Versehen, welche bei gehöriger Aufmerksamkeit und nach den Kenntnissen, die bei der Verwaltung des Amtes erfordert werden, hätten vermieden werden können und sollen, muß er eintreten. Die Frage, ob die Behörden für den durch ihre Beamten verursachten Schaden haftbar sind oder nicht, wird in den Gesetzen nur zum Teil beantwortet; bejaht ist sie z. B. für schädigende Versehen der Grundbuch=, Hinterlegungs= und Eisenbahn=Beamten. Das Bürgerliche Gesetzbuch überläßt diese Vorschriften der Landesgesetzgebung. Die Oberpräsidenten verschiedener Provinzen haben nun ihrerseits die Magistrate der großen Städte um gutachtliche Aeußerungen in dieser Angelegenheit befragt. Bejaht ist die Haftpflicht der Behörden in einigen süddeutschen Staaten. Es wird gewünscht, daß man diesem Beispiele im ganzen ** Erziehung der Mädchen durch Frauen. Der neue preußisch; Pzisterrziriger zat sein Wirken Recht, meine Wahrheit, meine Ehre! Dem deutu. a. eingeleitet mit einem Ettag, in dem es über) schen Vaterlande bin ich darum jegliches Opfer die Stellung der Lehrerinnen an öffentlicht 9####en der Treue schuldig und bin ich nicht treu dem enschulen heißt:„Den Wunsch der Leyrerinnen, Kgiser so breche ich auch dem Vaterlande die u. a. eingeleitet mit emnen. v. zsentlichen höheren schen Vaterlande bin ich darzgg zelie die Stellung der Lehrerinner, an öften g###### der Treue schuldig und bin ich nicht treu dem Mädchenschuten henan Hlassen im Kaiset, 1o breche, ich auch dem Vaterlande die auch am Unterricht in ven oberen mimien#### Treue. Alle Wünsche, aue Hoffnungen, die die Festteilnehmer erfullte, bat Redner in einem kräftigen Hurra auf unsern allgeliebten Landesfürsten Ausdruck zu geben. Der Ruf wurde begeistert ausgenommen und sodann stehend die Nationalhymne gesungen. Nachdem das Konzert= und Theaterprogramm erledigt war, traten die zum Tanze an und noch mehrere Stunden herrschte in dem„Kaisersaal“ ein außerordentlich lebhaftes Treiben. Die auf gestern abend 6 Uhr im Lokale auch am Unterricht in ven oberen Klassen im weiteren Umfange beteiligt zu werden, habe ich als berechtigt anerkannt und dem Bedürfnis des Nachweises einer vertieften und erweiterten Bildung durch Einrichtung der wissenschaftlichen Prüfung der Lehrerinnen entsprochen. Augenscheinlich besteht indessen an manchen Stellen noch ein durch die Erfahrung kaum gerechtfertigtes Bedenken, den Lehrerinnen den ihnen zukommenden Anteil an der Erziehung der Mädchen auch in den öffentlichen Schulen einzuräumen. Unbestreitbar aber ist, daß namentlich in den Jahren der Entwickelung der Einfluß der Lehrerinnen nicht zu entbehren und nicht zu ersetzen ist. Die Erziehung der Mädchen während dieser Jahre ausschl eßlich oder auch nur überwiegend in die Hände von Männern zu legen, wäre unnatürlich Unterricht und Erziehung sind aber in unseren Schulen untrennbar verbunden.“ ** Der Alldeutsche Verband erläßt einen Aufruf für die verwundeten Buren, des Herrn Böhmer anberaumte Theateraufführung im dramatischen Verein„Einigkeit" mußte des zu schwachen Besuchs halber aufgegeben werden. ** Geisecke, 6. Novbr. Samstag Nachmittag ½5 Uhr entstand in dem Hause des Herrn Kettenschmiedes Wilke hierselbst auf bis jetzt noch unaufp# 9vstaaten, Branjefreistaat und Transvaal, er= sitzung in kürzester Frist ein. Die Schwerter Burenstaaten, Oranse,„„## und Transvaal, reicht. Auf welche Seite der Sieg fällt, ist noch ungewiß. Gewiß aber ist für die übrige ganze Erde, auf welcher Seite das Recht steht: Die tapferen Buren verteidigen ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Wir aber sollen nicht vergessen, um was es sich handelt in dem südafrikanischen Kriege; Kämpfen die Buren auch zunächst, für sich und ihre Rechte, so vertreten Fig,izelzich auch unsere 700 Fr. von dem Bohg= gefgguig, Ais lebterer Zutresen in Südafrika, unterliegen se, vamn dur fetoerietten Zeit sen Getz wiener sabenwolte sr unser wertoolstes Neuano vezischuspesghrise bedrabte man iym mit dem Tode. P. wollte nun und Deutschostfrika von brittschafrikanischen Aoete bedrohte man ihm mit dem Tode. P. die Forderung durch den Gerichtsvollzieher einziehen, und da nahmen die Eheleute ihre Zuflucht zur Camorra, der sie für die Ermordung ihres Gläubigers 1000 Lire boten. Es wurde ein Mitglied des Bundes, ein gewisser Picciosso, bestimmt, der P. erdolchen sollte. Er ging in den Laden, kaufte ein Brod, und als ihm dies der Meister überreichte, streckte er ihn durch einen Dolchstich zu Boden. Weil er ihn aber nicht zu Tode getroffen hatte, erhielt er nur 100 Lire. Nach unendlichen Schwierigkeiten erst ist es den Behörden gelungen, den Mordplan nachzuweisen und die häter hinter Schloß und Riegel zu bringen. ei anser wertvolftes Neulan, Pezrichuzgwefge und Deutschostfrika von britist. reichen umringt, ungeschützt und bedroht. Das Blut, das von den Buren vergossen wird, fließt auch für Deutschlands Sache— und es ist deutsches Blut, denn Deutsche des norddeutschen Flachlandes, Deutsche so gut wir sind die freiheitsdurstigen Söhne der Burenstaaten, wenn auch noch nicht in allen dies Bewußtsein klar lebt, so wenig wie in den getrennten deutschen Stämmen vor den Jahren 1866 bis 1870. Und laut spricht in uns die Stimme des Blutes in den Tagen ihrer Not. So rufen wir das deutsche Volk auf, das Gefühl gemeinsamen Blutes und gemeinsamer Interessen zu sitzung in kürzester Frist ein. Die Schwerter freiwillige Feuerweyr war, nachdem das Feuer gemeldet war, allerdings schnell auf der Brandstätte, konnte jedoch wenig mehr helfen und mußte sich lediglich darauf beschränken, daß sich das Feuer bei dem Westwinde nicht auch noch den benachbarten Gebäuden des Herrn Sch. mitteilte. Es wurde von der Wehr auch über Wassermangel geklagt, denn wenn auch der Strang in der Nähe der Brandstätte vorbeifließt, so reichten die Schläuche jedoch nicht aus, um die Spritze aus dem Bache zu speisen. Der durch den Brand verursachte Schaden ist durch Versicherung bei der AachenMünchener Gesellschaft gedeckt. Grümannsheide, 3. Nov. Gestern mittag enstand auf der Milse'schen Besitzung plötzlich eine Feuersbrunst. Es brannte das neben dem Wohnhause und den Oekonomiegebäuden befindliche Einwohnerhaus, welches von zwei Familien bewohnt war. Dortmund, 4. Nov. Zwei junge mudder, der Bureaubeamte Paul Abel und Berufung einlegen, er hatte jedoch die Frist #e-um Der Angeschuldigte half ihm nun aus der Klemme, er radierte das Datum auf der Zustellungs=Urkunde aus und schrieb eine andere Zahl hin. Wenn die Sache auch milde lag, so mußte der Gerichtshof doch auf eine Strafe von 6 Wochen Gefängnis erkennen, da es sich um die Fälschung einer öffentlichen Urkunde handelte. Hamm, 3. November. Geistesgegenwart auf der Bühne. Man schreibt dem„Berl. Börs.=Kur.“ von hier: Während der gestrigen Vorstellung von„Hanne Nüte" im Stadttheater(Direktion Norbert) kam es zu einem Zwischenfall. Der als Gast den Schmied Snut gebende frühere württembergische Hofschauspieler Herr Emil Richard stand am Blasebalg, als sich das Feuer des Ofens der Bedachung mitteilte. Mit bewundernswerter Geistesgegenwart blieb der Künstler im Geiste seiner Rolle; während er den Schmerz um den des Mordes angeklagten Sohn ergreifenden Ausdruck gab, riß er mit dem Schmiedehammer die brennenden Holzstücke zu Boden. Erst als die Feuerwehr auf die Bühne eilte und die Flammeu erstickte, senkte sich der Vorhang, aber nur für wenige Augenblicke. Als Herr Richard wieder vor das Publikum trat— das Publikum hatte übrigens auch eine seltene Geistesgegenwart bewiesen; niemand erhob sich von von seinem Platze— empfing ihn dounernder Beifal.,„ins mahre Gach Hamm, 2. Novor. Eine währe Jagdgeschichte oder ein Schuß und vier Hasen. Tags vorher hatte er, der Herr Rentier einen Hasen angeschossen, aber nicht bekommen. Der Hase wurde nachher gefunden und dem Herrn X. aufbewahrt. Folgenden Tages kam der Schütze wieder und man meldete ihm den Fund. Auch gut, denkt er, und geht auf die Suche. Trifft er da einen Jagdfreund, der auch einen Hasen geschossen, aber nicht gefunden hat. Kaum haben die beiden sich getrennt, so bringt der Hund des Herrn Rentner K. ihm aus dem Busche einen Hasen und bald darauf einen zweiten. Herr X. hatte nun drei Hasen und ist im Begriffe, heimzukehren, als ein kleiner Bengel atemlos auf ihm zuläuft und ihn fragt: „Herr X., hefft Sei eben schotten?“—„Ja, min Suhn,“ sagt Herr K., und der Junge erwidert:„Ick heff den Hasen met minem Stocke daut slagen, he konn nit mehr laupen!“ „Heste gut makt, min Suhn, hal ne man ran“, sagte Herr X.— So bekam er vier Hasen und hatte am Tage vorher nur einen Schuß abgegeben. Haspe, 3. Nov. Zwei tödliche Unglücksfälle an einem Tage haben wir zu verzeichnen. vergangener Nacht wurde der Bremser Putzbach von Hagen auf dem Bahnhof HagenKückelhausen beim Rangieren überfahren und sofort getötet. Dem Unglücklichen, der wahrscheinlich auf einen Wagen springen wollte und abstürzte, wurde der Kopf vom Rumpfe getrennt. Die Leiche wurde erst später zwischen den Geleisen gefunden.— Auf dem hiesigen Stahl= und Eisenwerke hatte sich gestern der Arbeiter Grundmann trotz des Verbots in den eingefriedeten Raum unter dem Förderkorb begeben. Plötzlich ging der Korb nieder und quetschte den Mann so schwer, daß er in das Krankenhaus verbracht werden, mußte. Dort verschied er nach kurzer Zeit. Auch dieser Verunglückte hinterläßt eine Frau mit mehreren Kindern. Gütersloh, 4. Nov. Wie ein hier verbreites Gerücht wissen will, hat Fortuna zwei unserer Mitbürger mit beträchtlichen Gewinnen bedacht; nach dem allgemeinen Gerede fielen dem einen 75000, dem anderen 17·000[Mark in den Schoß.„N. Güt. Ztg.“ Lüdenscheid, 3. Nov. Der Landrat des Kreises Altena, Dr. Heydweiller, erläßt einen Aufruf zur Gründung eines deutschen Flottenvereins für seinen Kreis. Mülheim=Ruhr, 4. Nov. In einem Anfalle von Trübsinn versuchte gestern Nachmittag die Frau eines hiesigen Gerbers sich mit ihren beiden Kindern, die sie an sich gebunden hatte, im Schleusenkanal zu ertränken. Ihr Thun war jedoch beobachtet worden und schnell herbeieilende Leute retteten alle drei Persouen vom Tode des Ertrinkens. Die Frau wurde dem Krankenhause zugeführt. Sie hatte selbst ihr Hochzeitskleid und den Kindern die Sonntagskleider angelegt. Witten, 4. Nov. Aus Freude über den Sieg der Buren bei Ladysmith sandte die große Stammtischgesellschaft des Gasthofs zur Past 46 Brune) hier folgendes Telegram Post(H. Brune) hier sbigendes Tilegrammm au den Gesandten Dr. Leyds in Brüssel: „Die Stammgäste des Hotels zur Post in Witten(Westf.) senden den Stammesbrüdern zu dem glänzenden Siege bei Ladysmith die herzlichsten Glückwünsche. Möge der endgültige Erfolg auf Ihrer Seite sein!“ Herr Dr. Leydshat sofort telegraphisch der Stammtischgesellschaft herzlichsten Dank ausgesprochen. Witten, 3. Nov. Durch eine Fahrlässigkeit zog sich der Schlosser Bentlage aus Bommern auf der Maschinenfabrik von Brinkmann und Comp. einen gräßlichen Unfall zu. Er wollte die in Betrieb befindliche Maschine schmieren, wurde dabei vom Treibriemen gefaßt und gegen das Getriebe geschleudert. Ein Arm wurde ihm gänzlich zerschmettert, auch erlitt er derartige innere Verletzungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Schwelm, 2. November. Zu einem blutigen Zusammenstoß kam es in der vergangenen Nacht zwischen dem Schutzmann Fröhlich und drei Zivilpersonen. Als der Beamte in der Nacht gegen 11 Uhr diesen begegnete, fielen beleidigende Aeußerungen, sodaß der Beamte die Namen der Burschen festzustellen versuchte. Letztere flohen, wurden jedoch von F. verfolgt und einer von ihnen wurde festgenommen. Als der Beamte diesen zwecks Feststellung des Namens mitnahm, erhielt er plötzlich einen schweren Schlag mit einem Ziegelstein auf den Kopf, sodaß ihm das Blut ins Gesicht lief. Der fast besinnungslose Beamte hielt sich jedoch aufrecht und verfolgte die flüchtenden Angreifer abermals. Als er sie eingeholt, versuchten die Burschen, F. zu Boden zu reißen. Er zog blank, wurde jedoch zu Boden geworsen und mit seinem eigenen Säbel mißhandelt. Der Beamte griff nun zum Revolver, gab zunächst einen blinden Schuß ab und feuerte, als dies die Angreifer nicht einschüchterte, scharf auf dieselben. Nunmehr flohen die Patrone, die F. wegen Blut= und Kräfteverlust nicht mehr verfolgen konnte, zumal ihn die Burschen die Brückentreppe rückwärts hinuntergeworfen hatten. Er begab sich zur Polizeiwache, wo er verbunden wurde; aus der Wunde mußte ein Stück Ziegelstein entfernt werden. Zwei anderen Beamten, die die Verfolgung aufnahmen, gelang es, die rohen Patrone zu ermitteln. Es sind der Schreiner B. Hölscher, sein Bruder C. Hölscher und der Maschinist F. Mund. B. Hölscher hat einen Schuß in den Arm erhalten. Die Kugel ließ er sich von seinem Bruder herausschneiden. Den Burschen, die festgenommen sind, dürfte harte Strafe blühen. Der Beamte ist infolge der Verletzungen nicht dienstfähig. Bieleseld, 2. Nov. Auf dem Terrain der Eisengießerei von Droop u. Rein hat sich ein schwerer Bauunfall zugetragen. Zur Aufstellung von zwei neuen Kesseln wird daselbst das Fundament hergestellt und ist der Grund hierzu ungefähr 3 Meter tief ausgeschachtet. Als nun mit den Maurerarbeiten begonnen worden war, gab das Erdreich nach und verschüttete drei Maurer, von denen der etwa 20jährige August Lange aus Blomberg getötet wurde, während der Maurer Koreck von hier schwere Verletzungen erlitt; der dritte Maurer blieb unverletzt. Barmen, 4. Nov. Gestern abend in der Dämmerung spielten mehrere Kinder auf dem Bürgersteige in der Luisenstraße. Als ein zu Thal fahrender Bergbahnwagen herankam, lief das 5 jährige Töchterchen der Familie Lichtenstein aus der Gewerbeschulstraße direkt vor den Wagen. Letzterer, welcher sich an der steilsten Stelle befand, konnte von dem Führer nicht mehr zum Halten gebraucht werden, das Kind geriet unter ihm und wurde von dem Zahnrad vollständig zermalmt. Düsseldorf, 4. Nov. Der Schreinermeister Jan von der Halben hat sich vergangene Nacht in seiner Wohnung auf der Kaulbachstraße im Beisein seiner beiden Töchter erschossen. England und Transvaal. Montag, 6. November. Da der englische Telegraph, der zu Anfang des Krieges so gesprächig war, seit der Katastrophe von Ladysmith vollständig verstummt ist, so wird man über die Kriegsereignisse fortdauernd in Unkenntnis erhalten. Daß es den Engländern auf dem östlichen wie auf dem westlichen Kriegsschauplatze schlecht, herzlich schlecht ergeht, das wird durch das dürftige Nachrichtenmaterial, das hin und wieder an die Oeffentlichkeit gelangt, zur unumstößlichen Gewißheit. An Thatsachen wird aber bis auf die Veröffentlichung der langen Verlustlisten, die von den Angehörigen mit angstverzerrten Gesichtern im Londoner Kriegsamte gemustert werden und den Quell unendlichen Jammers bilden, so gut wie nichts bekannt, trotzdem nicht oft genug betont wirden kann, daß die Boeren die kostbare Zeit bis zur Ankunft der englischen Verstärkungen nicht ungenützt vorübergehen lassen werden. Es darf daher auch nicht Wunder nehmen, daß die Amsterdamer Telegramme über den Fall von Ladysmith englischerseits bisher nicht bestätigt worden sind, seit man es doch in London für gut befunden, überhaupt nichts von weiteren Kämpfen um diese Stadt mitzuteilen. Und solche haben zweifelsohne um die Mitte der vergangenen Woche stattgefunden. Damals wurden nämlich, wie man wieder nur auf Umwegen erfährt, die Frauen und Kinder aus Ladysmith nach dem Süden gebracht, da die Boeren alle Anstalten zu einem Angriff auf die Stadt vorbereitet hatten und solcher von den Engländern mit Bestimmtheit für Mittwoch oder Donnerstag erwartet wurde. Man darf sich eben die Geduld nicht ausgehen lassen, will man die afrikanischen Kriegsereignisse verfolgen. Zwischen Factum und Mitteilung wird die Zeit immer länger werden, je mehr sich die Situation für die Engländer verschlechtert. Aendert sich einmal das Kriegsglück, dann wird an Nachrichten auch ganz plötzlich Ueberfluß herrschen. Die Stadt Colenso, die wichtige Eisenbahnstation zwischen Ladysmith und Durban befindet sich im Besitze der Boeren. Die telegraphische Verbindung zwischen diesen beiden Städten ist und bleibt abgeschnitten. In Durban herrscht große Erbitterung darüber, daß die britischen Streitkräfte in Natal ganz unzureichend sind. Ueberall kommt die angstvolle Sorge zum Ausdruck. In Laurenzo Marquez macht die Pest Fortschritte, sodaß die Engländer die Hoffnung bereits aufgegeben haben, dort ihre Verstärkungen landen zu können. Von Durban aus lassen sich Landung und Vormarsch aber kaum noch bewerkstelligen. Vom westlichen, richtiger südwestlichen, Kriegsschauplatze liegt eine den Boeren günstige Nachricht vor. Dieselben haben nunmehr die im Kaplande liegende Stadt Colesberg genommen und die Colesberger Eisenbahnbrücke durch Dynamit zerstört. Von Kimberley und Mafeking fehlen leider all und jede Nachrichten. Der Feldzugsplan der Boeren geht nach dem Londoner„Standard“ dahin, eine kleine Streitmacht in Durban zu lassen, um die Landung der britischen Truppen zu verhindern und die Hauptarmee gegen Bullers Armeekorps zurückzuziehen. Berliner Getreidemarkt= In der Lage des Getreidehandels hat sich in der allerletzten Zeit nichts geändert: die gestiegenen Frachten lähmten den internationalen Warenaustausch, der sich in den letzten Tagen wieder etwas mehr regte, weil die Versorgung für den November beginnt. Die ausgiebigen westeuropäischen Ernten und die Fülle der Ware, welche sich in Nordamerika sowohl in Weizen wie in Mais zeigt, veranlaßt die Importländer, nur das Notwendigste zu kaufen, wobei ihnen dann die Kosten der Frachtverteuerung nicht so fühlbar werden. Im Berliner Lieferungshandel bröckelten die Preise zunächst um etwa 2 Mk. ab, während Roggen eine Stütze darin fand, daß die Abwicklung der Oktober=Verbindlichkeiten die Preise beeinflußte und eine Steigerung für den laufenden Monat um etwa 1 Mk. bewirkte. Auch Hafer konnte sich um etwas heben, weil Mais feste Haltung bewahrte, noch um etwa 0,50 Mk. anzog und fortdauernd bei großen Umsätzen begehrt blieb. Heute eröffnete der Berliner Markt— wahrschein lich infolge fester amerikanischer Notierungen — fest. Weizen zog anfänglich 0,50 Mk. an, ermattete aber, als der Roggenmarkt drückte, und schloß schließlich um 0.25 Mk. billiger. Roggen lag anfangs gleichfalls ziemlich fest zu mäßig gestiegenem Preise, verflaute aber sofort, als für Dezember starke Abgaben bekannt wurden. Hafer war wenig verändert, und Mais blieb behauptet. Nach vorliegenden neuesten privaten Ermittelungen kosten 20 Ztr. Weizen 151,00 Mk.; Roggen 150,00 Mk.; Hafer 40,00 Mk. Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Nach Artikel 386 der Anweisung vom 5. Aug. 1891 zur Ausführung des Einkommensteuergesetzes dürfen nur diejenigen Lasten, Schuldenzinsen usw. bei der Einkommensteuer=Veranlagung berücksichtigt werden, deren Bestehen keinem Zweifel unterliegt. Diejenigen Eingesessenen des diesseitigen Amtes, welche bei der bevorstehenden EinkommensteuerVeranlagung für das Jahr 1900 Schulden und andere Lasten, Zinsen und Lebensversicherungsprämien berücksichtigt haben wollen, werden hiermit ersucht, solche unter Vorlegung der Dokumente und Quittungen bis spätestens zum 15. November ds. Is. auf dem hiesigen Amtsbureau(Zimmer Nr. 7) anzumelden und glaubhaft nachzuweisen. Aplerbeck, den 1. November 1899. Der Amtmann: Gutjahr. Bekanntmachung. Die Vakanzenliste bezüglich der für zivilversorgungsberechtigte Militär=Anwärter vorbehaltenen Stellen liegt auf dem Kreisbureau Hörde zur Einsicht offen. Belanntmachung. Die Steuerpflichtigen der Gemeinden des hiesigen Amtes, welche den Abzug der von ihnen zu zahlenden Schuldenzinsen, dauernden Lasten und Lebenspp. Versicherungsprämien bei der Steuerveranlagung pro 1900 beanspruchen, werden ersucht, die bezüglichen Nachweise— Schuldenzinsen=Quittungen, Verträge, Prämienquittungen u. s. w. bis zum 15. dieses Monats in den Gemeinden Ergste und Berchum bei den betreffenden Herren GemeindeVorstehern und für die Gemeinde Hennen auf hiesigem Amtsbureau vorzulegen. Die in den Vorjahren erbrachten Nachweise genügen für die Veranlagung pro 1900 nicht mehr. Rheinen, 1. Novbr. 1899. Hiddemann gt. Schulte=Rheinen. Zwangs= Versteigerung. Am Mittwoch, den 8 November, vormittags 10 Uhr, werde ich(Versammlung in meinem Pfandlokale beim Wirt Böhmer:) mehrere 1000 Heckenstöcke und Bohnenstangen, ferner um 11 Uhr, Versammlung am Freischütz: 1 Partie Lorbeerbäume öffentlich meistbietend gegen Bar versteigern. Schwerte, 6. Novbr. 1899. Gerichtsvollzieher. feinste Magnum bonum, rauhrote und blaue zum billigsten Tagespreise. Bratmölle Zir. 5,00 Mk., echte Mühlhäuser Ztr. 3.40 Mk. Klohrruben Ztr. 1.75 Mt., Steckrüben Ztr. 1.25 Mk., nächste Woche Vinteräpfel Ztr. ca. 8 Mk. empfiehlt A. Bekanntmachung. Zur Ausarbeitung eines Höhenplanes für den Gemeindebezirk Schwerte ist die Einmauerung von Bolzen, welche als Höhenfestpunkte dienen sollen, in eine Anzahl von Häusern erfordetlich. Indem wir auf§ 110 der Bau=Polizei=Ordnung vom 18. September 1890 verweisen, ersuchen wir die Hausbesitzer, die Vornahme der Arbeiten dem Landmesser und seinen Arbeitein bereitwilligst zu gestatten. Wir bemerken noch, daß jene Arbeiten nicht nur im allgemeinen städtischen Interesse, sondern auch hauptsächlich im Interesse der Grundbesitzer ausgeführt werden. Schwerte, den 16. Oktober 1899. Der Magistrat: Rohrmann. 1 Ahr-(rot und weiß) Wein-Verkauf a. d.: Fürstl. von Arenberg'schen Kellereien des Rittergutes Saffenburg. 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Das Entstäuben und Aufdämpfen gebrauchter Bettfedern wird mittels einer nach neuestem System aufgestellten„Dampffedernreinigungsmaschine billigst besorgt.