Amtliches Kreisblott Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags. Wochentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. Verantwortlicher Redakteur: Insernionsgebuhr für die 6spaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfy. Wilhelm Hoerster, Schwert: außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg Druck und Verlas von Carl Braus in Schwerte Nr. 195 Schwerte, Montag, 12. Dezember 1898. 31 Joorgang. Oeffentliche Bekannt machung. S euerveraulagung für das Steuerjahr 1399 Auf Grund des§ 24 des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juni 189!(Gesetzsamml. S. 175) wird hiermit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 Mark veranlagte Steuerpflichtige im Kreise Hörde aufgefordert, mir die Steuererklärung über sein Jahreseinkommen nach dem vorgeschriebenen Muster in der Zeit vom 4. Januar bis einschließlich zum 20. Januar 1899 schriftlich oder zu Protokoll unter der Versicherung abzugeben, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind. Die oben bezeichneten Steuerpflichtigen sind zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine besondere Aufforderung oder ein Muster nicht zugegangen in. Die Einsendung der Erklärungen durch die Post geschieht auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Mündliche Erklärungen werden vormittags von 10 bis 12 Uhr in meiner Amtsstube zu Protokoll entgegen genommen. Die Versäumung der obigen Frist hat gemäß § 30 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes den Verlust der gesetzlichen Rechtsmittel gegen die Einschätzung zur Einkommensteuer für das Steuerjahr zur Folge. Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Verschweigung von Einkommen in der Steuererklärung sind im§ 66 des Einkommensteuergesetzes mit Strafe bedroht. Steuerpflichtige, welche gemäß§ 26 des Ergänzungssteuergesetzes vom 14. Juli 1893(Gesetzsamml. S. 134) von dem Rechte der Vermögensanzeige Gebrauch machen wollen, haben mir diese ebenfalls in nerhalb der oben angegebenen Frist nach dem vorgeschriebenen Muster schrifttich oder zu Protokoll abzugeben. Auf die Berücksichtigung später eingehender Vermögensanzeigen bei der Veranlagung der Ergänzungssteuer kann nicht gerechnet werden. Wissentlich unrichtige oder unvollständige thatsächliche Angaben über das Vermögen in der Vermögensanzeige sind im§ 43 des Ergänzungssteuergesetzes mit Strafe bedroht. Die vorgeschriebenen Muster zu Steuererklärungen and Vermögensanzeigen werden von heute ab auf meiner Amtsstube und denjenigen der Bürgermeister und Amtmänner des Kreises auf Verlangen kostenlos verabfolgt. Hörde, 11. Dezember 1898. Der Vorsitzende der Veranlagungskommission. In Vertretung: Hentzen, Regierungs=Assessor. Die Militärvorlage. Den Reigen der Gesetzentwürfe, die dem Reichstage zugehen, hat— viele meinen, das gehöre sich so— die Militärvorlage eröffnet. Und wiederum viele meinen, das sei keine angenehme Weihnachtsüberraschung. Als Ueberraschung aber wird die Vorlage vielfach deshalb deklariert, weil man sich der Erklärung des Kriegsministers in der vorigen Reichstagstagung erinnert, daß er dem Reichstag sobalo nicht wieder mit einer neuen Militärvorlage kommen werde, abgesehen von der Reorganisation der Feldartillerie. Freilich, voraussichtlich wird man regierungsseitig die neue Militärvorlage nicht als eigentliche Vorlage gelten lassen wollen, sondern sie, wie das auch in der Thronrede geschieht, nur als eine Kombination von Organisationen im einzelnen, als die Ausfüllung von Lücken im Heerwesen betrachten. Die neue Militärvorlage befleißigt sich diesmal einer militärisch=prägnanten Kürze. Weinachtsgrüße. Weihnachtsgrüße, flieget hinaus, Ungehindert durch Schnee und Wind! Flieget eilend von Haus zu Haus; Ach und wo traurige Herzen sind, Singet, saget was fröhlich macht, Wer so reich uns mit Liebe bedacht, Wer uns den Himmel herniedergebracht! Weihnachtsgrüße, selige Zeit Wo ihr werdet hinausgesandt! Herzen weiß ich, so fern so weit! Aber ihr eilt über Meer und Land, Findet den Flecken, das Dörfchen, die Stadt, Wo man für euch ein Willkommen hat— Weinachtsgrüße im Weinachtsblatt! Weinachtsgrüße! Himmlischer Klang! Göttliche Liebe sendet sie aus. Einsam Herz, o sei nun nicht bang, Wärest du fern auch vom Vaterhaus, Oder hättest keins auf der Welt— Schau nur den Glanz über Bethlehems Feld, Christ ward geboren, die Nacht ist erhellt! F. St. Schwarze Schatten. Roman von H. Rosenthal=Bonin. Nachdruck verboten. 41)(Fortsetzung.) Die letzten Ketten wurden aufgewunden. Zoll= und Steuerbehörde, Lootsen erschienen an Bord, der Dampfer läutete, pfiff anhaltend und setzte sich langsam in Bewegung. zum 1. Oktober 1899 bleibt die bis= d herige Präsenzstärke bestehen. Von da ansi soll sie allmählich so erhöht werden, daß sie im Laufe des Rechnungsjahres 1902 die T Zahl von 502506 Gemeinen und Gefre tenla erreicht; die Einjährig=Freiwilligen kommen wie bisher auf die Präsenzstärke nicht ind Anrechnung Am Ende des Rechnungs=sn jahres 1902 würde demnach das deutsch-lke Heer bestehen aus 525 Bataillonen In=### fanterie, 482 Eskadrons Kavallerie, 574]„ Batterien Feldartillerie, 38 Bataillonen Fußartillerie, 26 Bataillonen Pionieren, 11/A Bataillonen Verkehrstruppen und 23 Ba=Iv taillonen Train. Die allmäbliche Erhöhungin der Friedenspräsenzstärke beträgt also 23277lei Mann. Die Vorlage setzt in§ 2 die zussi erreichende Endziffer fest, doch sollen gemäß§ 4 die einzelnen Erhöhungen alljährlich imn Reichshaushaltsetat festgestellt werden. su Die Kosten der durch die Organisations=lh änderungen bedingten Maßnahmen betragen zusammen jährlich 27388000 Mk., wovonld für 1899 jedoch nur 6991000 Mk. gefordertlr werden, während der Rest sich auf die Jahreli 1900 bis 1903 verteilt. Die einmaligenK Ausgaben betragen im ganzen 132 778000Ih Mk., wovon für 1899 nur ein Betrag von 43805 000 Mk. gefordert wird. Es handelt sich mithin um recht erhebliche Forderungen und auch in der Thronrede mußte bereits betont werden, daß die einmaligen Ausgaben## diesmal eine„ungewöhnliche Höhe“ erreichen und daß zur Herstellung des Gleichgewichts in höherem Maße als in den letzten Jahren! auf Anleihen zurückgegriffen werden müsse. Von den Forderungen der Vorlage dürfte die am wenigsten umstrittene die Reorganisation der Feldartillerie sein, deren Notwendigkeit ziemlich allgemein anerkannt wird. Wir haben schon früher auseinandergesetzt, daß abgesehen von der im Laufe der Zeit notwendig gewordenen Neuausrüstung die Gesamtorganisation der Feldartillerie so lückenhaft und widerspruchsvoll geworden ist, daß eine Reform unumgänglich war. Auch kann die Regierung sich darauf berufen, daß man in Rußland und Frankreich ebenfalls die Artillerie erheblich verstärkt hat. Die Kämpfe im Reichstag werden sich hauptsächlich um die Forderungen auf dem Gebiet der Kavallerie und Insanterie abspielen, und besonders die letztere Materie wird dadurch kompliziert, daß zu ihr der Streit um die weitere Festsetzung der Dienstzeit tritt. Die Vorlage will die zweijährige Dienstzeit, welche für die Infanterie, die fahrende Artillerie und den Train besteht, nur als weiteres Provisorium bis zum 31. März 1904 beibehalten. Ueber die Erfahrungen mit der zweijährigen Dienstzeit drückt sich die Begründung der Vorlage aus leicht begreiflichen Gründen sehr reserviert aus. Immerhin mußte doch zugegeben werden, daß die Anforderungen des„Friedensdienstes vorläufig“ erfüllt worden seien und daß dies auch in Zukunft zu hoffen sei. Außerhalb der Vorlagenbegründung lautet das Urteil noch erheblich günstiger. Die Regierung würde die Chancen ihrer ForSchaukelnd schwamm er in das Fahrwasser, wendete und fuhr dann mit schnellen Radschlägen in die Elbe hinaus. Karl wich nicht von seinem Platze, der ihn den Blicken der Passagiere auf dem Deck so gut verbarg. Er sah Grete am Schornstein stehen und unbeweglich auf die vorüberziehende, noch winterkahle Landschaft schauen. Nach einiger Zeit ging sie fort, und Karl verließ seinen Platz, um seine Glieder durch Umherlaufen zu erwärmen. Nachmittags erreichte man Cuxhaven— dort gab es noch einen Aufenthalt, und dann fuhr der Dampfer stärker schaukelnd und schlingernd in die offene See hinaus, deren Wogen einem gewaltig aufgepflügten Ackerfeld glichen. Die Polizei, die Zollbehörde hatten das Schiff hier verlassen, und Karl atmete auf; das Cuxhavener Lootsenboot verließ auch beim letzten Feuerschiff den Dampfer, und nun war alle Verbindung mit dem Lande abgeschnitten und der Schiller befand sich im freien Meere, dem Westen, der neuen Welt zusteuernd. Karl empfand wenig davon, er sah nur Grete, die nirgends zu erblicken war. Der Abend kam, die Sonne ging glutrot hinter braunschwarzen, regenschweren Wolkenbänken unter und sandte nach oben und unten grelle Lichtfluten gegen das Firmament und auf das Meer. Dieses glich fahlsprühendem flüssigem Erze, und das Schiff stampfte, klirrend, brausend und puffend, in geisterhaft rotem Scheine durch das schwere, flüssige Element. Die meisten Passagiere hatten sich auf das verungen ganz erheblich verbessern, wenn sie sich gegenüber der Forderung, hier das Provisorium in ein durchaus unbedenkliches Definitivum zu verwandeln, nicht unbedingt ublehnend verhielte. Mit besonderem Interesse mußte man darauf gespannt sein, wie die Vorlage sich mit der vom Zaren vorgeschlagenen Friedensconferenz abfinden würde. In der Thronrede wurde die„hochherzige Anregung“ mit „warmer Teilnahme" begrüßt und die Vorschläge der Konferenz wurden„sympathischer Aufnahme" und„sorgfältiger Prüfung“ versichert. In der Begrundung der Vorlage wird ganz bedeutend skeptischer erklärt, daß eine Abrüstung nirgends erfolgt sei und daß sie„unter den jetzigen Verhältnissen auch kaum zu erwarten“ sei. In der Begründung wird auch ausdrücklich auf die von Rußland und anderen Staaten vorgenommene Erhöhung ihrer Präsenzstärke hingewiesen. Unter diesen Umständen wird es auch bei den aufrichtigsten Bemühungen immer schwietiger, der„Friedenskonferenz“, die ursprünglich den Namen„Rüstungs=Vermineerungs= Konferenz" verdienen wollte, mit dem gebührenden feierlichen Ernst entgegenzusehen. Tages=Ereignisse. Deutsches Reich. In der Rede Chamberlains wird der Passus, in dem von einem dauernden Zusammengehen Englands mit Deutschland die Rede ist, von allen deutschen Blättern eingehend besprochen Viel Neues erfährt man aus diesen Besprechungen freilich nicht. Die liberalen Blätter versprechen sich, ihren bekannten Anschauungen entsprechend, von einem deutsch= englischen Bündnis das Beste; die konservativen Organe erblicken darin die denkbar größte Gefahr für Deutschland. In den Kreisen der deutschen Regierung soll die Rede angeblich einen vorwiegind günstigen Eindruck hervorgerufen haben. Man erblicke darin, wie berichtet wird, ein weiteres Anzeichen dafur, daß das offizielle England einsehe, die herzlichen Beziehungen zwischen England und Deutschland könnten beiden Ländern zum Vorteil gereichen. Angenehm hat auch der versöhnliche Ton berührt, den Chamverlain Rußland gegenüber angeschlagen. Die„Voss. Zig.“ sagt zu der Rede: Es sino offene, es sind auch stolze Worte, wie sie der größten Seemacht der Welt entsprechen. Gegen die Chamberlainsche Auffassung der Verständigung mit Deutschland haben wir nichts einzuwenden. Gegen eine Annäherung Deutschlands an England, so meinen auch die.B. N N.“ auf der Basis der Erhaltung des Weltfriedens werde sich vom deutschen Standpunkt um so weniger etwas einwenden lassen, wenn es England wirklich gelingen sollte, sich mit Rußland über die schwebenden Fragen für einen längeren Zeitraum ernstlich zu verständigen. Die„Kreuz. Zig“ urteilt dagegen wesentlich steptischer und meini, England solle damit anfangen, thatsächliche Beweise seines Entgegenkommens zu bringen, dann werde auch Deutschland folgen. Die„Deutsche Tageszig“ endlich meint, eine allgemeine deutscheenglische gageng um dem Einken der Sonne zuzu. schauen. Ihre Zahl war gelichtet durch die Seekrankheit. Plötzlich sah Karl Grete an der Schanzverkleidung stehen, sie war umgossen vom tiefrötlichen Lichthauch und schaute auf das Meer hinaus. Karl trat vorsichtig neben sie. „Ich bin bei Dir,“ sprach er leise. Grete fuhr zurück— sie starrte den Sprechenden an wie einen von den Toten Erstandenen— sie mußte sich mit beiden Händen an das Holz halten. „Du kannst mich nie verlassen,“ fuhr Karl fort, oder wir gehen in's Grab.“ Grete rang nach Atem— mit einem Male richtete sie sich auf, und Leben kam in ihre ganz erloschen blickenden Augen zurück. „Du bist ärger als der Teufel,“ sprach sie, „und es ist mir, als ob er mich geholt hätte ich bin jetzt in der Hölle, aber nur so lange, als wir hier auf dem Schiffe zusammen sind — drüben ist Freiheit, und wenn du mich dann nicht losläßt, so frage ich den ersten besten Mann, ob er mich heiraten will, und dann wird der mir Ruhe verschaffen. „Thust Du das,“ erwiderte Karl Blaas mit seltsamer Ruhe,„so gestehe ich dem ersten besten Polizeimann, was wir gethan haben, und dann kommen wir zusammen in's Zuchthaus.“ Grete sah den Sprecheuden an. Sein Gesicht war bleich, hart und steinern, seine Augen schauten sie mit dem starren, gleichsam nichtssehenden Blick an. Es lief ein Schauder über „Entente“ sei für uns nach###i#e vor unannehmbar, so lange wir mit Rußland in Frieden leben Die Angabe, daß zur Deckung der Reisekosten des Kaisers auf der Jahrt nach Palästina dem preußischen Landloge eine besondere Vorlage zugehen werde, wird jetzt in der„Nordd. Allg. Ztg.“ amtlich als jeder Begründung entbehrend bezeichnet. Damu ist denn die Frage, die in den letzten Tagen so viel Staub aufgewirbelt hat, endgültig aus der Welt geschafft. Bezüglich des Gesetzentwurfs über den Schutz Arbeitswilliger war vor einigen Tagen eine süddeutsche Meldung durch die Blätter gegangen, nach der es scheinen konnte, als bestehe in dieser Frage eine Meinungsverschiedenheit zwischen Baden und der Reichsregierung. Eine derartige Annahme ist einer offiziösen Auslassung zufolge ganz unbegründet. Da der badischen Regierung zunächst nur die Ergebnisse im eigenen Lande vorliegen, und zur Zeit überhaupt noch kein auf den ausgiebigeren Schutz der Arbeitswilligen abzielender Entwurf den Verbündeten Regierungen zugegangen ist, so kann auch nicht von einer endgültigen Stellungnahme der badischen Regierung gesprochen werden. Aus dieser halbamtlichen Richtigstellung geht unseres Erachtens aber gerade hervor, daß Meinungsverschiedenheiten betreffs eines Gesetzes zum Schutze der Arbeiter bestehen. Bestanden sie nicht, so wäre ein Entwurf, an dem dem Kaiser persönlich so viel gelegen ist, dem Bundesrate längst zugegangen. Aber auch die„Nat. Ztg." bestätigt, daß dies noch immer nicht der Fall ist. Dem Bundesrat sei sogar noch nicht einmol das Material bekannt, welches von den ver schiedenen Bundes=Regierungen infolge der Posadowskyschen Rundfrage über die Aus schreitungen bei Streiks und die Bestrafung solcher eingegangen ist Dem Anscheine nach sei man noch mit der Ordnung und Verarbeitung dess lbe beschäftigt Dem deutschen Honorarkonsul in Beirut gegenüber, so hieß es im Wiener Abgeordnetenhaus, habe es Kaiser Wilhelm gelegentlich der Orientreise als Pflichtvergessenheit bezeichnet, daß dieser neben den deutschen auch österreichische Firmen vertrete. Da wegen dieses angeblichen Zwischenfalls, von dem der österreichische Minister des Auswärtigen einige Parlamentsmitglieder unterrichtet haben soll, im Wiener Reichsrat eine Interpellation eingebracht worden ist, so läßt die deutsche Regierung in der„Nordd. Allg. Ztg.“ amtlich erklären, daß an der ganzen Geschichte kein wahres Wort sei. Bedauerlich wäre es nur, wenn österreischische Minister wirklich derartige Mitteilungen zu Parlamentsmitgliedern gemacht hätten, ohne sich vorher über den wirklichen Sachverhalt bei der deutschen Reichsregierung zu erkundigen. Jedenfalls ist dieses Vorgehen so wenig wie die vielbesprochene Rede des Grafen Thun ein Zeichen besonderer Deutschfreundlichkeit seitens der österreichischen Regierung. Dem Reichstage ist der„Voss. Ztg.“ zufolge der Gesetzentwurf über das ihren Körper— sie zitterte, der Angstschweiß trat auf ihre Stirn, sie blickte einige Sekunden in das dunkler werdende Meer hinaus, ihr Gesicht hatte den weichen Ausdruck, dem die dunkelglühenden Augen so seltsam widersprachen. „Wir wollen Frieden machen,“ wandte sie sich plötzlich nach Karl Blaas, ihm die kleine, weiche Hand mit den eisenstarken Fingern reichend,„Was sollen die Leute sagen, wenn wir uns immerfort zanken,— gieb mich für deine Braut aus, drüben können wir ja das Weitere dann besprechen.“ Aus Karl Blaas' Augen leuchtete ein warmer Strahl, er hielt Gretens Hand in der seinen, als ob er sie nicht lassen wollte, endlich machte das Mädchen sich los und begab sich, da eine Regenbö plötzlich eintrat, in die erste Kajüte, wo sie Platz genommen, indeß Karl, der zweite Kajüte fuhr, sich von ihr trennen mußte. Ihm wirbelte der Kopf von dieser plötzlichen Wendung. Sein Verstand glaubte nicht ganz was er eben erlebt, während sein Herz mit stürmischer Gewalt ihm das für Wahrheit und Wirklichkeiteinredete, waser so sehnlichst wünschte. „So schlepp' ich die Fesseln noch bis drüben," murmelte Grete, als sie in ihrer Schlafkoje lag und draußen vor dem runden Fenster von dem Schiffslicht erleuchteten Wogen unheimlich auf und ab tanzten und schwankten, grell weiß sprühten und dann wieder die Farbe der tiefsten Nacht zeigten.„So muß ich die Fessel noch bis drüben tragen— aber dann brech' ich sie, geht's nicht mit List, so mit Gewalt— er hat's nicht anders gewollt.“(F. f.) Vraischht. De Beshsng. or tretenden Bureaudirektor, Rechnungsra## Jungheim, der Direktor Knaack ist noch immer bettlägerig, die Bureaubeamten vorstellen und besichtigte sämtliche Geschäftsräume des Hauses.— Nach der Fraktionsliste des Reichstags zählen die Konservativen 52 Mitglieder, die Freikonservativen 22, die soziale Reformpartei 10, das Zentrum 106, die Polen 14, die Nationalliberalen 48, die freisinnige Vereinigung 12, die freisinnige Volkspartei 29, die deutsche Volkspartei 8, die Sozialdemokraten 56 Mitglieder. Keiner Fraktion angehörig, also „wild“ sind 40 Abgeordnete.— Nach einzelnen Blättermeldungen ist in der letzten Sitzung des preußischen Staatsministeriums der Gesetzentwurf über den Schutz Arbeitswilliger aber bereits genehmigt worden und dem Bundesrat zugegangen. Nach der nämlichen Quelle ist in dieser Sitzung auch der Gesetzentwurf betr. die Errichtung eines bayrischen Senats bei dem Reichsmilitärgericht zur Annahme gelangt und dem Bundesrat überwiesen worden. Die jüngste Besprechung des deutschen Botschafters in„Washington, v. Holleben, mit dem Präsidenten Mac Kinley soll der amerikanischen Schweineeinfuhr nach Deutschland gegolten, sich aber auch auf die Karolinenfrage erstreckt haben. Unsere die Hebung des Handwerks bezweckende Maßnahmen hat auf Veranlassung des preußischen Staatsministers Brefeld in Hannover eine Konferenz stattgefunden, in der die Errichtung von Meisterkursen, Werk= und Rohstoffgenossenschaften 2c. empfohlen wurde. Das Kammergericht hat über den § 153 der Gewerbeordnung, der den mit Strafe bedroht, der„Andere" durch Verrufserklärung zu bestimmen sucht, an Verabredungen zur Erlangung günstigerer Lohnbedingungen teilzunehmen, entschieden, daß unter„Anderen“ im Sinne des§ 153 der Gewerbeordnung nur Arbeitsgenossen, nicht aber Arbeitgeber zu verstehen seien. Der Lippische Landtag tritt Mitte Januar zu einer kurzen Tagung zusammen, in der vielleicht schon die Thronfolgefrage entschieden wird. Oesterreich=Ungarn. Wenn Ungarn auch im Jahre 1866 in den Stand wieder eingesetzt ist, den es vor seinem Kriege gegen Oesterreich im Jahre 1848 , E u.uchlen aie 96 Zein Erbe von mehreren Tausend Francs sein. Orient. Di Pforte hat soeben eine Botschaft an die Vertreter der vier Kretamächte gesandt, in der sie der Hoffnung Raum giebt, Prinz Georg von Griechenland werde noch im letzten Augenblick verhindert werden, das Amt eines Gouverneurs von Kreta anzutreten. Protestnote entbehrt natürlich jedes praktischen Wertes, so berechtigt sie an sich auch sein mag. Vorschriften bei Acetylenbeleuchtung. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Wiederholt ist in letzter Zeit von Explosionen in Zeitungen berichtet worden, die in Acetylenanlagen stattgefunden haben. Da in hiesiger Gegend gleiche Anlagen zur Erleuchtung von Fabrik= und sonstigen gewerblichen Anlagen errichtet sind, so wollen wir nicht unterlassen, auf die wichtigsten Bestimmungen über derartige Anlagen aufmerkam zu machen.... I„: WestplZunächst hat derjenige, der eine Arechtenanlage in Betrieb setzen will, dies spätestens bei der Inbetriebsetzung der GasentwickelingsApparate der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Die Entwickelung und Aufbewahrung von Acetylen darf nicht in oder unter bewohnten Räumen oder in Kellern erfolgen. Die Entwickelungs=Räume müssen durch eine Brandmauer oder isolierenden Luftraum von Wohnräumen getrennt sein und eine leichte Bedachung haben. Diese Räume müssen hell, geräumig und gut gelüftet sein, dürfen nur durch Dampf= oder Wasserheizung erwärmt und nicht mit Licht betreten werden; dies ist wegen der Explosionsgefahr ganz besonders zu beachten. Die Thüren müssen nach außen aufschlagen. Die Entlüftungsrohre der Räume und der Gasentwickeler dürfen nicht in Schornsteine münden, sondern sind bis über das Dach zu führen. Die Apparate zur Entwickelung und Aufbewahrung des Gases müssen so eingerichtet sein, daß in ihnen kein höherer, als ein Ueberdruck von einer Atmosphäre sich bilden kann. An den Apparaten, Gasbehältern und Leitungen dürfen keine aus Kupfer bestehenden Teile angebracht sein. Calcium und andere Carbide dürfen in Mengen von mehr als 10 Kilogramm nur in wasserdicht verschlossenen Gefäßen und in trockenen, hellen, gut gelüfteten Räumen aufbewahrt werden. Nicht in Kellern! Die Gefäße müssen die Aufschrift tragen: Carbid, gefährlich wenn nicht trocken gebehauptetzhatte, so sträubt fy zig hattab= halten.“ Flüssiges oder verdichtetes Acetylen hängige Magyarenvolk doch noch bis heutigen Tages nicht nur gegen eine Bevormundung durch die österreichische Regierung, sondern auch gegen ein verträgliches Zusammengehen mit derselben. Das ist die Ursache der gegenwärtigen Krisen und Wirren in Ungarn. Die Ungarn leiden nicht, daß ihr Ministerpräsident Baron Bauffy einen Ausgleich mit Oesterreich abschließt, der nicht auf verfassungsmäßigem Wege, sondern auf Grundlage des österreichischen§ 14, der in Ungarn nicht eristiert, zu Stande kommt. Deshalb wollen alle die kleinen Reibungen und Streitigkeiten, die jetzt verhältnismäßig großen Lärm erzeugen, nichts besagen; den unentwirrbaren Gordischen Knoten bildet der Ausgleich. Das Alexanderschwert, das allein diesen Knoten lösen kann, ist die wirtschaftliche Trennung und Selbstständigkeit der beiden Reichshälften. Die Vertagung der ungarischen Kammer, die Entlassung Banffys und was sonst noch an Radikalmitteln vorgeschlagen wird, sind alles nur kümmerliche Ausflüchte, die die Katastrophe aufschieben, aber nicht beseitigen. Der Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses erklärte in einem Schreiben an das Haus seinen Rücktritt für einen endgültigen, da keine Aussicht auf eine verfassungsmäßige Verständigung mit Oesterreich über den Ausgleich vorhanden sei.... Nach Weihnachten treten in Oesterreich wieder die Einzellandtage zusammen. Im böhmischen Landtage wollen die Tschechen angeblich eine Verständigung mit den Deutschen anzubahnen versuchen. Die Deutschen glauben nicht, daß diese Absicht ernst sei. Frankreich. Frankreichs Nachgiebigkeit gegen England ist staunenswert. Derenglische Gesandte Monson in Paris hatte vor wenigen Tagen bekanntlich eine Rede gehalten, in der er die Absicht Frankreichs, den französischen Schulunterricht in Aegypten auszubreiten, als undurchfuhrbar bezeichnete und eventuell mit strengen Vergeltungsmaßregeln Englands drohte. Hinterher hat der Botschafter wohl erklärt, daß seine Außerungen nicht so böse gemeint waren; das hat aber auch schon hingereicht, um die französische Regierung vollauf zu beruhigen. Der Minister des Auswärtigen Delcasse teilte im Ministerrat mit, der Zwischenfall wegen der Rede Monsons sei in befriedigender Weise geregelt.— An Stelle Merciers hat General Sanerois das Kommando des 4. Korps übernommen. Mercier, der noch bis zum Jahre 1902 Kommandierender hätte bleiben können, ist sehr erbittert, daß man ihn jetzt schon kalt gestellt.— Oberst Picquard soll von seinem Oheim, der dieser Tage in Straßburg verstorben kommt hier wohl weniger in Betracht, wir wollen nur bemerken, daß die damit gefüllten Flaschen vor der Einwirkung der Sonnenstrahlen und Ofenwärme zu schützen 15. Von den Wetteransagen in den Zeitungen. Nachdruck verboten. (1. Fortsetzung.) Da von jeder Wasserfläche auf der Erde aus fast fortwährend Verdunstung stattfindet, (d. h. es geht Wasser aus dem flüssigen Zustand in den dampfförmigen über), so wird dadurch die Menge des vorhandenen Wassers immer geringer werden. Könnte nun die Luft unbegrenzte Mengen solchen Wasserdampfes(Feuchtigkeit) aufnehmen, so würde es allmählig genau dahin kommen wie mit einem ins Freie gestellten, mit Wasser gefülltem Gefäße; alle Wasserflächen würden verschwinden, alle Flüsse, Seen und Teiche, später auch die großen Weltmeere würden austrocknen. Die Natur hat aber schon dafür gesorgt, daß ein solcher Fall nicht eintritt. Es kann nämlich die Luft zu jeder Zeit nur eine bestimmte Menge Wasserdampf enthalten. Diese Menge richtet sich nach der Temperatur derselben, und zwar je höher die Temperatur ist, desto mehr Dämpfe(Feuchtigkeit) vermag sie aufzunehmen, je niedriger aber die Wärme der Luft ist, desto geringer ist auch die Menge der möglichen Dämpfe. Hat die Luft den für ihre Temperatur höchstmöglichen Wasserdampfgehalt, so nennt man dieselbe gesättigt. Eine solche Luft vermag zunächst keine Dämpfe mehr aufzunehmen, so daß die Verdunstung dann behindert ist. Würde sich aber diese Luftmasse plötzlich erwärmen, so könnte sie sofort einen höheren Dampfgehalt besitzen, weshalb die Verdunstung wieder beginnt. Denken wir uns aber einmal nun den andern Fall, daß gesättigte Luft sich abkühlt, was geschieht dann? Sie hat doch nun bei dieser niedrigen Températur zu viel Dämpfe in sich enthalten! Was geschieht mit diesem Ueberschuß von Wasserdampf? Der kann nicht in dieser kälteren Luft erhalten bleiben, er wird aus derselben ausgeschieden, er geht wieder in den flüssigen Zustaud über und es bilden sich kleine Wassertröpfchen, die in der Luft schweben. Wenn dieser Vorgang in höheren Regionen abspielt, so haben wir es mit Wolkenbildung zu thun; erfolgt er in den Luftschichten dicht über der Erde, so sagen wir, es bildet sich Nebel. Wird die Menge der Tröpschess größes so vom fließen sie wohl schließlich zu grüßeren Fropz fen zusammen, und wenn sie eine bestichmte Schwere erlangt haben, so sirrken sie zur Erdoberfläche herab; es beginnt dann zu regnen. Das von der Erde aus durch Verdunsten pp. scheinbar verloren gegangene Wasser bleibt deshalb also nicht für immer verloren, es kehrt zu geeigneter Zeit und am geeigneten Ort wieder zur Erde in Form von Regen u. s. w. zurück. Aehnliche Vorgänge mit dem Ausscheiden von Wasserdampf aus abgekühlter Luft haben wir häufig Gelegenheit zu beobachten. Wenn die Luft im Freien kälter wird, so sehen wir, daß unsere Fensterscheiben mit Feuchtigkeit beschlagen. Woher kommt das? Die Luft im Zimmer ist warm und konnte deshalb verhältnismäßig viel Feuchtigkrit aufnehmen. Die Fensterscheibe ist dagegen stark abgekühlt, da sie mit der kalten Luft draußen in Berührung steht; die der Fensterscheibe im Zimmer benachbarte Luft kühlt sich nun auch ab. Diese kältere Luft hat nun aber bald zu viel Feuchtigkeit, der Ueberschuß an solcher wird an der Fensterscheibe niedergeschlagen. Wenn nach einer Frostperiode Thauwetter eintritt, so sehen wir häufig, daß Mauern, Kirchen u. s. w. sich mit einem weißen Ueberzug bedecken. Woher kommt dieses und was ersehen wir aus demselben? Die Wände der Kirchen hatten sich in der Frostperiode bis zu tiefen Temperaturen abgekühlt; sie erwärmen sich bei der nunmehr eingetretenen, warmen Luftströmung nur allmählig; fließt nun die warme und euchte Luft an der kalten Wand entlang, so schlägt sie dort einen Teil ihres Wassergehaltes nieder, da sich die unmittelbar an die kalte Wand hinströmende Luft abkühlt und nun zu viel Feuchtigkeit besitzt. An den meisten Wetterbeobachtungsstationen wird der Feuchtigkeitsgehalt der Luft in folgender Weise bestimmt. Man hängt zwei Thermometer in etwa 1 Fuß Entfernung von einander auf. Das eine Thermometer dient zur Messung der Lufttemperatur wie gewöhnlich; die Kugel des zweiten wird mit einer Hülle eines leichten Stoffes, wie etwa Mousselin, umwickelt. Diese Hülle wird befeuchtet und es erfolgt eine Verdunstung von derselben aus. Da bei jeder Verdunstung Wärme erforderlich ist, so wird das befeuchtete Thermometer unter den Stand des trockenen sinken, und zwar um so tiefer, je trockener die Luft ist, je schreller also die Verdunstung vor sich geht. Aus der Differenz dieser beiden Thermometer kann also der Feuchtigkeitsgehalt der Luft bestimmt werden. Bis vor garnicht langer Zeit wurden alle an den verschiedensten Orten angestellten Beobachtungen nur dazu benutzt, Mittelwerte für die einzelnen Elemente zu berechnen. Erst in neuerer Zeit kam man darauf, diese Beobachtungsergebnisse der verschiedenen Orte mit einander zu vergleichen. Wenn aber die Nachrichten von 40 oder 50 Orten notiert vor uns liegen, so konnten wir uns beim besten Willen kein entsprechendes Bild machen. Man brachte nun aber eine übersichtliche Darstellung in einfacher Weise fertig. Es wurden nämlich Karten angefertigt, in denen die betreffenden Orte, von welchen Beobachtungen vorlagen, an der ihnen zukommenden Stelle durch einen kleinen Kreis vermerkt waren. Bei jedem Kreis trug man nun den (an allen Orten zu gleicher Zeit) beobachteten Barometerstand, der natürlich überall auf 0 Grad und den Meeresspiegel umgerechnet war, in Zahlen ein. Jetzt war schon ein ziemlich klares Bild geschaffen. Dasselbe wurde aber noch wesentlich verbessert, wenn man nun alle Orte, welche in der Karte den gleichen Barometerstand haben, durch eine Linie verbindet. Diese Linie nennt man Isofaren, man zieht dieselben meist von 5 zu 5 Millimeter, also z. B. für 745, 750, 755, 760 Millimeler Barometerstand. Als diese Karten regelmäßig täglich aus den eingehenden Nachrichten hergestellt wurden, zeigte es sich, daß nicht ein Tag vorkam, an welchem alle Orte den gleichen Luftdruck hatten. Es waren stets zu gleicher Zeit Geblete vorhanden, in denen das Barometer mehr oder weniger tief stand, und solche Gebiete, in denen ein mehr oder weniger hoher Barometerstand herrschte. Ein solches Gebiet, in dem das Barometer niedriger steht als ringsum in seiner Umgebung, nennt man ein barometrisches Minimum, eine barometrische Depression, ein Depressionsgebiet, ein Gebiet niederen Barometerstandes oder einen Luftwirbel, wobei sich die Bezeichnung auch nach der Form und nach dem Umfang des betr. Gebietes richtet. Dagegen wird ein Gebiet, wo das Barometer einen verhältnismäßig hohen Stand(höher als ringsum) hat, ein barometrisches Maximum oder ein Gebiet hohen Luftdrucks genannt. Als zweites Resultat, das aus den täg lichen Wetterkarten gewonnen wurde, ist zu nennen, daß man feststellte, daß diese Gebiete hohen und niederen Barometerstandes wandern. 7Die, meisten„Depressionen“ kommen Pechzrach4burge ten#schiehrzuech ino##che Aschtung vir Gin saec A Wanstartendes gestrigen#groz. B###ber Irland, so zeigt uns vielleicht die Karte von heute, daß dieses Gebiet sich jetzt über Jütland befindet. Hätten wir nun auch zu gleicher Zeit die Barometerstände der deutschen Stationen und auch der im Osten voraus von beiden Tagen, so würden wir finden, daß mit der Annäherung der Depression das Barometer überall im Fallen begriffen ist. Dagegen würden alle Stationen auf Irland, in England und auf dem ganzen Wege, den die Depression schon durchwandert hat, am Morgen des zweiten Tages steigendes Barometer melden. Wer nun das Barometer an seinem Ort selbst täglich beobachtet, der weiß, daß es fortmährenden Schwenkungen unterworfen ist, daß es bald im Fallen, bald im Steigen begriffen ist. Alle diese Schwenkungen werden aber nur veranlaßt durch die Bewegung der Depression, durch das Annähern oder Entfernen derselben an unseren Anfenthaltsort, oder durch die Ausbreitung eines Gebietes hohen Barometerstandes nach unserer Gegend hin. Bisweilen sehen wir eine Depression sich ausfüllen, der Barometerstand steigt im Zentrum derselben anhaltend. In einem solchen Falle kann es vorkommen, daß bei uns das Barometer steigt, obwohl dieses Gebiet niederen Barometerstandes noch in der Annäherung begriffen ist. Aus den Aenderungen des Barometerstandes über Westeuropa von gestern zu heute wird man aus den vorher angeführten Erklärungen vielfach im Stande sein, die Aenderungen im Luftdruck über Deutschland für die folgenden 24 Stunden zu bestimmen, eine Voraussage, die allerdings an und für sich praktisch wenig Bedeutung hat, die aber Wichtigkeit dadurch erlangt, daß von der Luftdruckverteilung wieder die Wetterscheidungen abhängig sind. Lokales. Schwerte, 12. Dez Berechtigtes Aufsehen erregte das spurlose Verschwinden des Schneidergesellen Woischurill hierselbst. W., ein äußerst solider und ordentlicher Mensch von ca. 35 Jahren, welcher seit einiger Zeit bei dem Kaufmann Herrn Rosenberg in Stellung war, hatte am Sonntag, den 4. Dezember 1898, in Begleitung einiger Bekannten mehrere Wirt'chaften besucht und ist zuletzt beim Wirt Walter gewesen. Von hier aus ist derselbe in Begleitung eines Kollegen und des Kutschers Qu. nach des letzteren Wohnung gegangen. Hier hat sich Qu. verabschiedet und sich in seine Wohnung begeben. Von hier aus fehlt jede Spur über den Verbleib des W. Namentlich will der Begleiter desselben nicht wissen, wo er geblieben ist. Da sich W., soweit bekannt, hier nichts hatte zu Schulden kommen lassen, so muß angenommen werden, daß demselben ein Unglück zugestoßen ist. Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß derselbe das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Hoffentlich bringt die eingeleitete Untersuchung Licht in die dunkle Anselegenbeit. Westfalen=Rheinland. Hörde, 12. Dez. Die Kollekte des LotterieEinnehmers Grügelsiepe, Hörde, ist neuerdings durch eine Anzahl Lose vermehrt worden und sind, soweit wir wissen, dort jetzt noch einige Lose für die nächste preußische Klassen=Lotterie zu haben. Altena, 7. Dez. Nach vorhergegangenem Gottesdienste fand heute in der lutherischen Kirche unter Vorsitz des SuperintendentenPickert=Iserlohn die Wahl eines Pastors für die durch den Fortgang des Pfarrers Thümmel vakant gewordene Stelle statt. Als Erwählter ging aus der Wahl der bisherige Hülfsprediger Rüther aus Röttger bei Siegen hervor. Marten, 7. Dez. Die im Oberhafenkanal in Hamburg gestern aufgefundene Leiche ist unzweifelhaft die des Bergmanns Franz von hier. F. ging am 3. November nach Dortmund, wo er auf dem Knappschaftsbureau eine Unfallrente von 36 Mk. erheben wollte. Er kehrte nach hier nicht zurück und sandte seine Frau am 5. November von Hamburg aus 30 Mt. Dort hat er sich, wie polizeilich ermittelt, vom 3. bis 5. November im Gasthofe zur Stadt Würtemberg, Niederstraße 35, aufgehalten und konnte sein weiterer Aufenthalt nicht ermittelt werden. Was den Mann, der ein eigenes Haus besaß, auch sonst in guten Verhältnissen lebte, zu der heimlichen Abreise veranlaßt hat, ist ein Rätsel. Man nimmt an, daß derselbe es im geistiggestörten Zustande gethan hat. Die Angehörigen wollen die Leiche in Hamburg rekognoszieren. Bielefeld, 9. Dez. In der Nacht zum 8. d. M. wurde in der Altstädter Kirche hierselbst eingestiegen und die Sammelkasse um 600 Mk. bestohlen. Die Diebe haben versucht, an zwei Stellen Fensterscheiben einzudrücken, wobei sie jedesmal auf Widerstand stießen. An einer dritten Stelle, an der Seite des Altstädter Kirchplatzes, ist es ihnen gelungen, den Eingang durch ein Fenster zu gewinnen.“ Von dem Thäter fehlt bis jetzt jede Spur. Porta, 6. Dez. Sparziergänger fanden heute nachmittag auf dem Wittekindsberge beim „Silberblick“ die Blutüberströmte Leiche eines Unteroffiziers vom 10. Pionierbataillon, der sich erschossen hat. Minden, 7. Dez. Der gestern auf dem Wittekindsberge beim„Silberblick" tot aufgefundene Pionierunteroffizier ist als der 8 Reservist Hesse von der 2. Kompanie ermittelt worden. Anscheinend hat, wie die„M. Z.“ hört, übertriebener Ehrgeiz den Unglücklichen dazu getrieben, Hand an sich zu legen. Beckum, 7. Dez. Heute wurde unser Bürgermeister C. Delmes, welcher vor drei Jahren fast einstimmig gewählt wurde, vom Amte suspendiert. Es ist gegen denselben das Disziplinar=Verfahren eingeleitet worden. Barmen, 7. Dez. Ein trauriger Fall hat sich im St. Josephshospital ereignet. In einem Fieberanfall stürzte sich ein kranker aus einem Fenster des zweiten Stockwerks in die Tiefe. Er trug eine Gehirnerschütterung davon, an deren Folgen er kurz darauf verstarb. Wie dem„T. A.“ mitgeteilt wird, war der Kranke die ganze Nacht über ruhig gewesen und erst gegen Morgen unruhig geworden, sodaß die Wärterin sich genötigt sah, den Arzt zu benachrichtigen. In diesem Augenblick des Fernseins der Wärterin muß den Kranken eine heftige Erregung ergriffen haben; er ist aus dem Bett gesprungen, hat ein an dem Fenster des Krankenzimmers an gebrachtes Gitter abgerissen, das Fenster geöffnet und sich dann in die Tiefe gestürzt. Remscheid, 9. Dez. Die 28. Haupt versammlung des Vereins für Herbatische Pädagogik in Rheinland und Westfalen findet am 28. Dezember in Remscheid statt. Rektor Müller=Barmen, spricht über„Konzentration des Unterrichts“ und Hauptlehrer Linde aus Weidenau über„Die Dogmatik ein notwendiger Zweig des deutschen Sprachunterrichts". Der Verein zählt gegenwärtig 1132 Mitglieder, 198 mehr als im Vorjahre. Die Einnahme des Vereins betrug im verflossenen Geschäftsjahre 853 Mk., die Ausgabe 609,40 Mk., so daß ein Bestand von 243,60 Mk. verbleibt. Düsseldorf, 7. Dez. Das Gefängnis in der Akademiestraße beherbergt zurzeit 554 Personen, und zwar 362 Strafgefangene, 127 Untersuchungsgefangene und 15 Häftlinge Unter den Häftlingen befindet sich ein Mann, der den ihm auferlegten Offenbarungseid nicht leisten will. In diesem Falle hat ein Gläutiger das Recht, den Schuldner ein halbes Jahr lang festsetzen zu lassen. Allerdings muß er dann die Verpflegungskosten für den Inhaftierten tragen. Ein solcher Fall, der außerordentlich selten ist, liegt hier vor. Heißen, 8. Dez. Bezüglich der allgemeines Aufsehene regenden und in weiten Kreisen große Beunruhigung hervorgerufenden, auch von uns s. Z. gemeldeten mehrfachen Brände in hiesiger Bürgermeisterei hat nunmehr der Duisburger Erste Staatsanwalt das Wort genommen. Die Brände haben bekanntlich unter Umständen stattgefunden, welche fast mit Sicherheit darauf hindeuten, daß Brandstiftung vorliegt; der oder die Thäter aber wurden bisher nicht ermittelt. Durch die Brände sind betroffen das Gehöft des Gutsbesitzers Engelbert Roßkothen, sowie das jenige des Gutsbesitzers Wilhelm Unterhausberg, das Gebäude der evangl. Schule, das Haus der Witwe Fleer(sämtlich in Heißen), sowie das Haus des Fabrikarbeiters Peter Peters in Holthausen. Für die Ermittelung des Thäters oder der Thäter ist von der kgl. Regierung zu Düsseldorf mit Bezug auf die erstgenannten Brände eine Belohnung von je 300 Mk. ausgesetzt worden Köln, 9. Dez. Das an dem Rohrarbeiter Seiwerth in Lindthal verübte Verbrechen stellt sich nach alledem, was man hört, als ein wohlüberlegter, wissentlicher Mord dar. Im Einverständnis mit der Frau Seiwerth haben der Maschinist Uhde und der Kanalarbeiter Noll abends gegen 12 Uhr den Seiwerth aus der Wirtschaft Weiß an der Dürenerstraße mitgenommen. Uhde hat dem Seiwerth mit einem schweren Schraubenschlüssel den Schädel zertrümmert, während Noll dem bewußtlos am Boden Liegenden einen Stich and einen Schnitt in den Hals beibrachte. Nach vollbrachter That begaben sich die Mörder in die Wohnung der Frau Seiwerth, wo sie sich von dem Blute reinigten. Welche Kaltblütigkeit Uhde besaß, bezeugt der Umstand, daß er am Montag nachmittag, nachdem die Gerichtskommission an der Mordstätte gewesen und diese besichtigt hatte, die Leiche des S. auf den Wagen hob. Vermischtes. * Bismarck als„Sauhirt“. In der„Deutsch. Revue" wird folgende Geschichte wiedergegeben, die einst die Fürstin Bismarck erzählte: Ihren Eltern war es am schwersten gefallen, daß Schönhausen soweit entfernt lag. Als nun aber Bismarck 1851 gar nach Frankfurt a. M. versetzt wurde, da riß der Mutter die Geduld und sie sagte zur Tochter in Gegenwart des Eidams, sie hätte#besser gethan, einen Schweinehirten vom Gute zu heiraten, worauf Bismarck bemerkte:„Mama, die Karriere steht mir ja immer noch offen. * Kronstadt, 10 Dez. Der auf der Reise von England nach Kronstadt befindliche Dampfer„Eyra“ ging mit 25 Mann Besatzung unter. * Berlin, 5. Dez. Gestern hat der 17jährige Schreiber Gustav Sohn seine Geliebte, die 18jährige Bertha Achilles aus Straußberg, in einem Hause der Triftstraße zu erschießen versucht, dann hat er die Waffe gegen sich selbst gerichtet, und sich getötet. Das Mädchen dürfte nach der Ansicht der Aerzie mit dem Leben davonkommen. Ueber die näheren Umstände wird folgendes berichtet: Seit ungefähr einem Jahre diente bei einem Magistratsbeamten in der Triftstraße das 18jährige Dienstmädchen Bertha Achilles aus Straußberg. Obwohl seit ihrer Konfirmation mit einem Hoboisten verlobt, ließ sie sich mit Gustav Sohn in ein Liebesverhältnis ein. Am Sonntag Morgen fand man auf dem Hausboden Triftstraße 47A den Sohn und seine Geliebte blutüberströmt am Boden liegen. Er hatte dem Mädchen eine Revolverkugel in die linke und sich selbst eine in die rechte Schläfe gejagt. * Osnabrück, 8. Dez. Einem zwölfjährigen Knaben Verwundungen beizubringen versuchte in dem benachbarten Georgsmarienhütte ein gutgekleideter Mensch. Dem Knaben gelang es glücklicherweise dem Unbekannten, der leider entkam, zu entfliehen. Nicht ohne Grund nimmt man an, daß dieser Vorfall mit der bekannten Lechtinger Mordangelegenheit in Verbindung zu bringen sei, bei welcher 2 Kinder in der benachbarten Ortschaft L. auf dem Schulwege ermordet und zerstückelt wurden. Es ist noch nicht gelungen, Licht in diese Affäre zu bringen. * Osnabrück, 9. Dez. Bei dem Regierungspräsidenten Stüve ist in der vergangenen Nacht ein umfangreicher Silberdiebstahl durch Einbruch verübt. * Döbeln(Königreich Sachsen), 8. Dez. Der hiesige juristische Stadtrat Eyfrig hat sich gestern gegen 4 Uhr nachmittags auf den Niedergottesacker durch einen Pistolenschuß in die Brust entleibt. * Prinz péloméle. Pariser Blätter erzählen: Die vor zwei Jahren nach Reunion verbannte Königin Ranavalo Manjaka von Madagaskar wurde dort Mutter eines ziemlich hellhäutigen hübschen Knäbleins, das der Volksmund auf der Kreolininsel den Prinzen PeleMele getauft hat. * Kolmar i. Elf., 9. Dez. Seine Stiefmutter geheiratet hat der Eisengießer Friedrich Riesacker. Das hiesige Landgericht hat beide am 12. August wegen„Blutschande" zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Revision der beiden Angeklagten wurde heute vom Reichsgericht verworfen. * Petersburg, 9. Dez. In der vergangenen Nacht wurde die Stadt von einer Ueberschwemmung heimgesucht. Die Flut brachte das Wasser der Newa plötzlich zum Steigen. Das Wasser erreichte einen Stand von 9 Fuß über normal. Die niedrig gelegenen Stadtteile stehen unter Wasser. Der Verkehr wird durch Boote und Lastfuhrwerke vermittelt. Eine Anzahl Flußfahrzeuge ist gescheitert. Viel Eigentum ist vernichtet. Ueber Verluste an Menschenleben ist amtlich nichts bekannt. Gegen Morgen nahm das Wasser ab. Nachts herrschte in den überschwemmten Stadtteilen große Panik. Der mutmaßliche Mörder der Prostituierten Singer in Berlin soll in der Person eines Schneidergesellen Olrog in Hamburg verhaftet worden sein. O. wurde, da die Personalbeschreibung paßte und er sich in Widersprüche verwickelte, in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Zu den Ausweisungen aus Schleswig wird berichtet: Das Amtsgericht Norburg als Obervormundsschaftsgericht forderte die dänisch gesinnten Eltern seines Bezirks, deren Kinder Schulen in Dänemark besuchen, auf, ihre Kinder sofort zurückzurufen, widrigenfalls ihnen das Erziehungsrecht entzogen würde. Einen Kranzskandal soll es in Petersburg geben. Jüngst besuchte, so wird erzählt, der Zar die Ruhestätte seiner Väter und er bemerkte, daß die Blumenkränze der verschiedenen Souveräne verstaubt und unordentlich dalagen. Er sagte also zu seinem Hausminister Baron Freedericks:„Sorgen Sie dafür, daß hier aufgeräumt wird. Sei es nun, daß der Minister die Weisung mißverstanden hatte oder daß dieser seine Untergebenen nicht genügend informiert hatte, kurz und gut— die Kränze wurden mit den an ihnen befestigten Schleifen verkauft! spekulant erstand sie für 250 Rubel und Todes-Anzeige. Heute morgen 7½ Uhr starb nach kurzem Krankenlager unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter, die Arrc im 74. Lebensjahre Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, Aplerbeckermark, Berghofen, Westhoten, den 12. Dezbr. 1898. Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. statt. Gekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Eingesessenen des Stadtbezirks Schwerte, daß die Bureaustunden für die städtische Verwaltung bis 1. April 1899 auf die Zeit von vormittags 8½ bis mittags 12½ Uhr festgesetzt und die einzelnen städtischen Bureaus für das diese Verwaltung in Anspruch nehmende Publikum nur wäh rend dieser Zeit geöffnet sind. An den Nachmittagen sind die Bureaus für das Publikum geschlossen. Es wird dringend um Beachtung dieser Bekanntmachung ersucht. Ausnahmen können nur in ganz dringlichen Fällen zugelassen werden. Schwerte, 6. Dezbr. 1898 Der Magistrat. Berthold. G Als passende Weihnachtsgeschenke empfiehlt die Carl Braus'sche Buch- und Kunstdruckerei Gratulations- und in den verschiedenartigsten Mustern. Neuheit: Präge-Karten für jeden Zweck in enormer Auswahl. Briefbogen und Couverts, sowie ganze Kassetten mit Namen- und MonogrammAufdruck etc. etc. Drucksachen für den Privat- und Geschäftsbedarf jeder Art. Feinste Ausführung. Billige Preise. Achtung Verlegte meine Werkstatt nach Hagenerstraße 18 (Besitzung des Herrn Westhof.) Gleichzeitig mache ich das geehrte Publikum von Schwerte und Umgegend auf meine Weihnachts- Ausstellung aufmerksam. Hochachtend Emil Richter, Sattler und Volsterer. gab sie für enorme Summen an ausländische Sammler weiter. Als der Zar hiervon erfuhr, war er empört und ordnete an, alles aufzubieten, um wenigstens die Schleifen mit den Initialen und Widmungen der Fürstlichkeiten wieder zu erlangen. Es gelang schließlich mit vieler Mühe und ungeheurem Kostenaufwande, fast alle Bänder wieder zurückzukaufen. So sollen allein für die Schleife mit Kaiser Wilhelms Initialen, die nach Pest gewandert war, vom russischen Hofe 12000 Gulden bezahlt worden sein. Baron Freedericks soll um seinen Abschied gebeten haben. Wetterbericht. Nachdr. verboten. Am 13. 12. Zeitweise heiteres, meistZwolkiges bis trübes, windiges, mildes Wetter mit etwas Regen. 14. 12. Fortdauernd milde, wechselnd bewölkt, windig, etwas Regen. Neueste Nachrichten und Depeschen. Berlin, 10. Dez. Vom Kaiserhofe. Unser Kaiser hörte Sonnabend Vormittag die Vorträge des Chefs des Generalstabs Grafen Schlieffen und des Chefs des Militärkabinets v. Hahnke. Mittags nahm der Monarch militärische Meldungen entgegen. Am Sonntag wohnten beide Majestäten der Einweihung der Trinitatiskirche in Charlottenburg bei. Der Kaiser empfing das Reichslagspräsidium am heutigen Montag Nachmittag 12½ Uhr im Königlichen Schlosse zu Berlin. 9 W. Ortmann, Westenthor, empfiehlt sein großes Lager in Cigarren zu Weihnachtsgeschenken in originellen Verpackungen zu 25, 50, 100 Stück in Kisten, Reise=Koffern, Nistkästchen Hutschachteln, Nachtkonsölchen u. s. w. und ladet zum Besuch seiner Ausstellung freundl. ein. Halte mich den geehrten Damen als von Schwerte u. Umgegend Friseuse * WeihnachtsStollen-Versand. Die berühmten Leipziger bestens empfohlen. (Salon separat.) Frau L. Brückstraße 20. Uepfer! Aepfer! Nächste Woche erhalte noch einen Wagen feinster, gepflückter, dicker, westf. Aepfel. Preis Ztr. von 5½ Mark an und empfehle dieselben unter Garantie der Haltbarkeit. F. A. 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Die Abendausgabe enthält telegraphische Berichte über die bedeutendsten politischen, wirtschaftlichen und lokalen Ereignisse des Tages, die Berliner Börsenkurse desselben Tages, die Kurse der Warenbörsen Rheinland= Westfalens, vermischte, sevilletonistische und FamilienNachrichten alle: Art, und den Anfang der Besichte über die Parlamentsverhandlungen desselben Tages. reichhaltiges Feuilleion. Vaterläindiche Gesaunnng, vop: Vn= Glagen Fanatizeung Haten im Betena wit den Lestungen vnien und Vermeidung bo; Porvo), v., Epziasigrezondenzen, umiangeichem Nachrichtendienkt au br Scung— ur onden, Letor jamg, Bersogung des rheinisch=weifälischen Lebens auf ollen Ge. süiscge Betung zum beisbresten Tagesorgon am Nieerrben und Jv, Westaler. gen2 91., weiches durc fälische Zeitung zum beliebtesten Tagesorgan am Nieverrhein und in Westialen aemacht, i seinen reichen Inhalt das Halten irgend einer anderen größeren Zeitung entbehrlich macht. 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Handelsnachrichten. Neuß, 10. Dezember. Weizen kleine M. 16.60, do. engl. I. Qual. M. 16.40, II. Qual. M. 15.40, Roggen I. Quai. M. 14.40 II. Qual. M. 13.40 per 100 Kilo, pof: 1. Qual. M. 13 40, II. Qual. M. 0000 die 100 Ki o, Heu per 50 Kilo M. 23—3.30, Maschinen= stroh per 500 Kilo M. 16.00, Flegeldrusch per 50 Kilo M. 18,—. Butter per Kilo M. 200, Eier pr. Schock(60 St.) M. 5,70, Rape per 100 Kilo 1 Qual. M 22.50. 2. Quol. M. 19 50, Aveel(Rübsen) 1. Qual. M. 21,00, 2 Qual. M. 18.50 pr Kilo, Rüvol per 100 Kilo in Partien von 100 Zir.(ohne Faß) M. 5 ,50, Rüdöl per 100 Kilo jaßwetse(oune Faß) M. 52,00. gereinigtes Oel per 100 Kilo M. 3.— böd r als Rübsl, Preßtuchen per 1000 Kilo M. 106. Weizenvorschrtz(0 per 1·0 Kilo M.—.—. Kleien per 50 Kilo M. 5.20. ne Der heutigen Nummer dieser Zeitung liegt ein Prospekt der Firma Eugen Krumme u. Co., Adlerpfeifenfabrik, Gummersbach, Rheinprovinz, bei.