Amtliches Kreisblatt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund, Verantwortlicher Redakteur: Insertionsgebühr für die 6spaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfy., Wilhelm Hoerster, Schwerte. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 190. Samstag, 3. Dezember 1898. 31. Jahrgang. Die heutige Nummer umfaßt 8 Seiten. Emscherkanal und Lippekanalisierung. Die„Rh.=Westf. Pol. Nachr.“ schreiben: Als vor bald 60 Jahren der alte Fritz Harkort die Herstellung eines von Holland unabhängigen Schiffahrtsweges aus Reinland und Westfalen nach der Nordsee forderte, war er sich klar darüber, daß seine Anregung eine praktische Folge zunächst nicht haben würde. Seine Hoffnungen richteten sich auf „das aufkeimende Geschlecht, welches mit einem größeren Maßstabe begabt sein werde, wie Elle und Silbergroschen, und einem Gesichtskreise, der über den Horizont des Brandenburger Thores und der Porta Westfalika hinausragt.“ Sechzig Jahre werden um die Wende des Jahrhunderts seit jener ersten Harkort'schen Veröffentlichung verflossen sein, und endlich sind wir so weit, daß die Ideen des alten Praktikers und Volksmannes, nachdem das erste Stück des großen Kanalwerkes, der Dortmund=Emskanal, vor der Betriebseröffnung steht, auch in ihren weiteren Teilen der Verwirklichung nahe gerückt sind. Der Aufschwung, den in der Zwischenzeit die Industrie, speziell die Montanindustrie im niederrheinisch=westfälischen Revier genommen hat, ist derart, daß die Frage schon nicht mehr sein kann, ob der Kanal lebensfähig sein wird, sondern daß sie umgekehrt heute dahin lautet, ob für den westlichen Teil des neuen Wasserweges, für die Verbindung des Dortmund=Emskanals mit dem Rhein, nur ein Kanal überhaupt ausreichen wird. Es bestehen darüber in einem großen Teile des Publikums auch heute noch ganz und gar ungenügende Vorstellungen. Nach allem, was verlautet hat, wird es die Emscherthallinie, im wesentlichen also die Linie III sein, die in der kommenden Landtagssession in Vorlage gebracht werden wird. Für diese Linie sind schon vor fünf Jahren in der amtlichen Denkschrift der Wasserbauinspektoren Duis und Prüsmann Transportmengen vorgesehen worden von über 9 ½ Millionen Tonnen, wohlbemerkt ohne allen Durchgangsverkehr. An eine Zunahme der Kohlenförderung um 3¾ bezw. 3½ Millionen Tonnen, wie die beiden letzten Jahre sie aufzuweisen haben, ist damals noch nicht gedacht worden. Die durchschnittliche Zunahme der Fördermenge betrug damals rund 1,3 Millionen und nur mit einer solchen haben die amtlichen Schätzungen gerechnet. Schon jene 9½ Millionen Tonnen aber sind mehr, als der Kanal zu bewältigen imstande sein wird. In den Abmessungen des Dortmund=Emskanals, die auf Schiffe bis zu 600 Tonnen Tragfähigkeit berechnet sind, wird der Kanal in jeder Richtung 4 Millionen Tonnen, zusammnn 8 Millionen Tonnen zu befördern vermögen. Diese Leistungsfähigkeit von 8 Millionen Tonnen gegenübergestellt der allein im Lokoverkehr ohne Durchgangsgüter zu erwartenden Transportmenge von 9 ½ Millionen Tonnen läßt es vollkommen berechtigt erscheinen, wenn unabhängig von der jetzt zu gewärtigenden Vorlage auch das Projekt der Lippekanalisierung von Wesel bis Vinnum nicht aus dem Auge gelassen wird. Schon in der Denkschrift von Duis und Prüsmann wird auf den Bau eines zweiten Kanals hingewiesen, der neben dem sonstigen Nutzen auch noch den Vorteil brächte, daß im Falle einer Verkehrsstopfung auf dem einen Kanal, wie er durch einen Unfall immer mal hervorgerufen werden kann, noch immer der andere Kanal zur Verfügung bliebe. Die Anhänger der Lippelinie verlangen gar nicht, daß der Staat diesen zweiten Kanal bauen soll; es ist auch nicht ihre Absicht, dem Zustandekommen des Emscherthalkanals Schwierigkeiten zu bereiten; sie wollen nur, daß man die Provinz Westfalen nicht hindert, die Lippe von Wesel bis Vinnum bezw. Hamm und weiter nach Lippstadt auf eigene Kosten zu kanalisieren, und in diesem Verlangen muß man sie auf das allerlebhafteste unterstützen.„Ich bin für jede Kanalanlage", sagte im Abgeordnetenhause gelegentlich der Beratung des Staatsvertrages mit Frankreich wegen des Saarkanals der alte Fritz Harkort,„ich bin für jede Kanalanlage, welche den Verkehr durch billige Frachten fördert, und ich zeihe die Staatsregierung großer Unterlassungssünden, daß sie seit 50 Jahren nichts in dieser Weise gethan hat." Jetzt ist für Preußen und seine Volksvertretung die Zeit gekummen, wo sie die alten Sünden gut machen können. Tages=Ereignisse. Deutsches Reich. Bei der Ersatzwahl zum preußischen Abgeordnetenhause im Ober=Taunuskreis=Frankfurt am Main(Land) wurde an Stelle des Professors Friedberg, der die Wahl in Halle a. S. angenommen hat, Oberlandesgerichtsrat Dr. Göschen(ntl.) mit allen 196 abgegebenen Stimmen gewählt. Der Bundesrat hat am vergangenen Donnerstag seine übliche Sitzung abgehalten, nachdem vorher die Ausschüsse für Rechnungswesen, Handel, Eisenbahnen, Post und Telegraphie zu einer Beratung zusammengetreten waren. Bei der ersten Lesung des Etats im Reichstage wird der Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thielmann Gelegenheit nehmen, den Stand der internationalen Zuckerfrage näher darzulegen. Er wird über den Gang der Brüsseler Konferenz eingehend berichten und die Notwendigkeit für die deutsche Reichsregierung darthun, in der Angelegenheit weiter eine abwartende Haltung zu beobachten. Deutscherseits ist bekanntlich wiederholt die Bereitwilligkeit ausgesprochen worden, eine Ermäßigung oder selbst Aufhebung der Zuckerprämien vorzunehmen, unter der Voraussetzung natürlich, daß die anderen Zucker produzierenden Mächte, namentlich Frankreich, zu gleichen Maßnahmen bereit waren. Schnellfeuergeschütze bei der Feldartillerie. Noch vor Abschluß dieses Jahres werden, wie die„Schles. Volksztg.“ erfährt, auch die FeldartillerieRegimenter der Armee, welche das neue Schnellfeuergeschütz bisher noch nicht in Händen hatten, damit ausgerüstet und somit die ganze Feldartillerie mit dem Schnellfeuergeschütz versehen sein, so daß die Ausbildung der im Oktober eingetretenen Rekruten bei allen Regimentern mit dem neuen Geschütz erfolgen kann. Die Ansprache, mit welcher unser Kaiser bei seinem feierlichen Einzuge in Berlin auf die Begrüßung des Bürgermeisters Kirschners erwiderte, hat überall einen hervorragenden Eindruck hervorgerufen. Deutlicher noch als je zuvor bekundete hierin der Kaiser, daß er nirgends auf seiner Orientfahrt politische Ziele verfolgt habe, die Eindrücke, die er von der schönen Reise empfangen, entstammen lediglich den Gebieten der Religion, der Kunst und der Industrie. Die Hervorhebung aber des Ansehens, das der deutsche Name und der deutsche Gewerbefleiß im ganzen Orient genießt, und der Ausdruck der Hoffnung, daß die dentsche Thatkraft sich im Morgenlande immer weitere Absatzgebiete schaffen würde, das war wieder einmal ein mächtiger Ansporn für alle, die es angeht. Daß aber auch diese Reise der Befestigung des Friedens gegolten und daß dieses höchste Ziel erreicht worden ist, diese Mitteilung aus dem Munde des Kaisers wird von jedermann hochwillkommen geheißen werden. Die Gehaltsaufbesserung der Unterbeamten der Post und Telegraphie sowie aller übrigen Verwaltungen ist in dem neuen Etat vorgesehen. Dieselbe beschränkt sich nicht nur, wie man neuerdings wohl angenommen hatte, auf die Gewährung von Zuschüssen in besonders teuren Zeiten, sondern erhöht die festen Gehaltsbezüge der betr. Unterbeamten nach den gestellten Wünschen, wenn auch in Einzelheiten noch manches nachzuheben bleibt. Den Resolutionen des Reichstags wegen Erhöhung des Endgehalts der Landbriefträger von 900 auf 1000 Mk. und wegen der Erhöhung des Anfangssatzes in der Postschaffnerklasse von 800 auf 900 Mk. hat der Bundesrat für 1899 bereits zugestimmt. Gleichzeitig sind nun auch in allen übrigen Verwaltungen statt der Gehälter von 700—900 Mk. wie bei den Landbriefträgern solche von 700 bis 1000 Mk. und statt der mit 800 Mk. beginnenden Unterbeamtengehälter überall mit 900 Mk. beginnende Stufenfolgen vorgesehen. Auch bei einigen mittleren und höheren Beamten hat sich die Notwendigkeit einer Gehaltserhöhung herausgestellt, der Rechnung getragen worden ist. Bei der Postund Telegraphenverwaltung ist durch die Auswerfung widerruflicher Stellenzulagen bis zu 300 Mk. für eine solche Heraushebung von 5000 Stellen gesorgt. Frankreich. Pariser Blätter behaupten, König Leopold von Belgien habe der spanischen Regierung den Ankauf der Kanarischen Inseln für den Kongostaat vorgeschlagen. Eine Bestätigung dieser Nachricht liegt nirgends vor. Spanien und Amerika. Obgleich über alle wichtigen Bedingungen des Friedensvertrages volles Einvernehmen zwischen den beiderseitigen Delegierten besteht, so haben die Verhandlungen, die sich noch auf einige mehr formelle Fragen erstrecken, noch keinen endgültigen Abschluß gefunden. Da derselbe aber täglich zu erwarten ist, so will der geringfügige Aufschub thatsächlich nichts bedeuten. Auf den Philippinen haben die Amerikaner bereits mehrere EingeborenenAufstände kennen gelernt und erst dieser Tage wieder einen solchen mit Waffengewalt zu unterdrücken gehabt. Aus Zentralamerika wird gemeldet: Am 1. November hatte der neue Gesandte der größeren Republik von Mittelamerika in Washington den Vereinigten Staaten die Bildung des seit lange angestrebten Bundes angezeigt, der aus den Republiken Nicaragua, Salvador und Honduras bestehen sollte. Wenige Tage später wurde der Präsident von Salvador wegen Beitritts zu dieser staatlichen Gründung gestürzt und General Regelado, sein Nachfolger, verlangte dieser Tage von den beiden anderen Republiken Nicaragua und Honduras einfach auch als Präsident anerkannt zu werden. Damit war das Schicksal des mittelamerikanischen Bundes besiegelt, dessen Auflösung soeben gemeldet wird. Jede dieser Republiken, in denen der Friede bisher nicht bedroht erscheint, nimmt wieder den Charakter eines völlig unabhängigen und selbständigen Staates an.— In Spanien fürchtet man gegenwärtig ernstlich den Ausbruch einer stürmischen Karlistenbewegung. Es ist daher der Ausnahmezustand auch noch nicht aufgehoben worden; jedes die Karlistenfrage betreffende Telegramm wird zurückgehalten. Englische Blätter meinen, eine Karlistenbewegung in Spanien würde das Einschreiten der europäischen Mächte nach sich ziehen, denn ohne deren Dazwischentreten wäre es sicher, daß ein europäischer Konflikt herbeigeführt würde. In mehreren Orten wurden gegen die Karlisten fliegende Kolonnen organisiert. Orient. Prinz Georg von Griechenland wird nun in diesen Tagen seinen Gouverneurposten übernehmen, er wird unter dem Schutze je eines Kriegsschiffes der 4 Kretamächte in Kanea eintreffen und in deren Auftrage wie unter deren Kontrolle sein Heil auf Kreta versuchen. Von einer selbständigen Verwaltung der Insel durch den Prinzen kann also gar keine Rede sein. Um den Sultan braucht er sich freilich nur insoweit zu bekümmern, als er dessen Oberhoheit über Kreta anerkennt. Das ist also lediglich eine Formenfrage, die nichts bedeuten will. Vor den Vertretern der vier Mächte aber hat er über sein Thun und Lassen Rechenschaft abzulegen und wird von ihnen für jeden Mißerfolg verantwortlich gemacht werden. Auf Rosen ist er als Gouverneur dennoch jedenfalls nicht gebettet. Die Notifikation der Mächte an die Pforte wegen der Einsetzung des Prinzen zum Sinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter 2c. „Siehst du, daß einer trauert, So geh’ und red' ihn an! Kein Herz ist so vermauert, Daß nichts ihm nahen kann. Denn Red' und Antwort geben, Das schließt der Menschen Bund. Wie flüchtig ist das Leben! Und bald verstummt dein Mund! Der Mensch hat nichts so eigen, Als Red' aus treuer Brust. Dem Steine laß das Schweigen, Es macht ihm wenig Lust.“ H. Kurz. Schwarze Schatten. Roman von H. Rosenthal=Bonin. Nachdruck verboten. 36)(Fortsetzung.) Der Schulze nickte. „Das mit dem Paß werd' ich besorgen,“ äußerte er. „Macht aber kein Aufhebens davon!“ rief Karl dem schon sich Entfernenden zu. „Die haben's eilig,“ lächelte der Schulze; „ob sie sich drüben besser vertragen werden? Hier scheint's ihnen nicht mehr zu gefallen. sie sind auch in aller Leute Munde,“ setzte er sein Selbstgespräch fort.„Ich denk' nicht daran, jemandem etwas von der Auswanderungsgeschichte zu sagen, da fände sich mancher, der dem Hof wohl nehmen wollte, und zum Gerichtlichen Anschlag ist er billig.... da gäb's gar viele Liebhaber,“ schloß der Schulze sein Ueberlegen. Als Karl bei hereinbrechendem Abend auf dem Hof anlangte, fand er diesen dunkel. Er blickte nach Gretens Zimmer hinauf, auch dies war ohne Licht— das fiel ihm nicht stark auf, denn das Mädchen hatte in den letzten Monaten die Gewohnheit angenommen, stundenlang lautlos in ihrer Kammer zu sitzen. Karl war das Dunkle widerwärtig, er fürchtete sich in der letzten Zeit wahrhaft davor. Er ging also schnell in die Küche, zündete die Laterne an, zog dann die Stiefel aus und schlich auf den Strümpfen die Treppe hinauf, um an der Thür Gretens zu lauschen, ob sie da wäre. Lange stand er so— er hörte keinen Laut — er ging wieder leise die Treppe hinab, zog seine Stiefel an und begab sich von Neuem die Stiege hinauf. Er klopfte an die Thür.— Keine Antwort. Er klingte an. Die Thür war verschlossen. „Grete!“ rief er,„bist Du drin?“ Es blieb alles still. Er widerholte das Rufen. „Grete, machst Du nicht auf, schlag' ich die Thür ein!“ rief er zitternd. Er hörte nur den Wiederhall seiner Stimme im großen leeren Treppenflur. In Hast sprang der Mann jetzt hinab in den Hof und kam mit einem großen Beil zurück. „Ich schlage die Thür ein, Grete!“ rief er, vor Aufregung, Zorn und Angst wankend— dann richtete er sich krampfhaft auf, erhob das Beil, und nach wenigen dröhnenden Schlägen sprang die Thür nach innen auf. Karl ergriff in fieberhafter Hast, geisterbleich, das Haar seltsam emporstehend und die weit geöffneten Augen weißschimmernd, die Laterne und leuchtete in das Zimmer. Es war leer. Der Mann leuchtete im Zimmer herum— nichts schien verändert— er schaute auf der Tisch— dort lag ein Brief. Mit zitternden Händen und fliegenden Atem ergriff er ihn und las die Aufschrift „An Karl Blaas". Er eröffnete langsam, behutsam das Schreiber — es wollte ihm gar nicht gelingen, endlick hatte er den Bogen entfaltet in seiner Hand Seine Augen flogen über das Papier; dor stand in den großen, spitzen, festen Schriftzüger der Grete Meinhardt: „Lieber Karl! Ich habe Dich verlassen, weil ich mußte Lieber sterben, als mit Dir leben. Du woll test micht nicht lassen, so mußte ich heimlich gehen. Ueberwinde es und komme mir nich nach, Du findest mich doch nicht, und wen Du mich auch treffen solltest, so hast Du doc nichts davon. Lebe glücklich, Du kannst es Schlage Dir nur den dummen Gedanken a mich aus dem Kopf. „Deinen Teil an der Erbschaft findest Di im Sekretär in einem Päckchen. Ich hab nicht einen Pfennig mehr mitgenommen, al mein ist, den Hof verkaufe, und was mir nor zukommt, lasse unter meinem Namen auf die Landesbank in Stettin bringen, wo das übrige Geld bisher war. Kränke Dich nicht, habe keinen Zorn und komme mir nicht nach, denn es nützt nichts. „Es sagt Dir Lebewohl für immer Grete Meinhardt. Es dauerte lange, bis Karl Blaas die Lektüre des Briefes beendet hatte; er las mehrere Sätze vielmal, bis er völlig zu verstehen schien, was sie besagten— dann ächzte er entsetzlich auf, griff an seinen Kopf, ließ sich auf den Stuhl fallen, sprang auf, lief zu dem Schrank, nahm das Päckchen und sonstige Geld, eilte hinunter, schirrte die Pferde an und fuhr in das Dorf, dort hielt er am Hause des Schulzen an. Er rief, daß jemand ihm die Pferde halten möge.— Als ein Knecht kam, trat er in das Zimmer zu dem erstaunt zu ihm aufschauenden Gemeindebeamten. „Schulze,“ sprach er seltsam ruhig,„ich habe mich entschlossen, nach Stettin zu fahren, heute noch, besorgt mir den Paß, und sollte ich nicht bald zurückkommen, so schickt ihn mir nach Stettin, ich habe auf der Landesbank zu thun, schickt den Paß dorthin,“ fuhr Karl Blaas fort, „und wegen des Hofes bleibt es bei unserer Abrede; wollt Ihr etwas Schriftliches?“ „Eilt es denn so?“ fragte der Schulze, den Mann etwas ängstlich forschend ansehend. „Ich möchte es nur in Ordnung haben,“ antwortete der Bauer.„Ich habe Geschäfte und kann längere Zeit fortbleiben.“— (Fortsetzung folgt.) Gouverneur ist übrigens noch immer nicht erfogt, da über einen Punkt des äußerst kurz gehaltenen Note zwischen den Botschaftern bisher keine Verständigung erzielt werden konnte. Pokoles. * Schwerte, 2. Dez. In der Notiz bezüglich des Konzerts des Quartetts„Ossion“ ist ein sinnentstellender Fehler unterlaufen; es muß statt „zähmende" Leere gähnende Leere heißen. a Schwerte, 3. Dez. Von seiner Reise nach Elberfeld wird der Berginvalide Hellweg von Hacheney noch lange erzählen können. Derselbe glaubend, er sei schon in seiner Heimat— Hörde— angelangt, war ausgestiegen und, als er seinen Irrtum bemerkte, wußte er nichts besseres zu tbun, als die hiesigen Wirtschaften zu besuchen. Schließlich geriet er denn auch in einen Zustand, wo ihm alle Straßen zu eng wurden und stürzte infolge dessen an der Hege in die ziemlich tief belegene Wiese hinunter. Um weiteren Unfug zu verhüten, wurde er zum Hotel Witte geführt. Am andern Morgen entlassen, machte er sich auf den Heimweg; er kam aber nur bis zum Freischütz wo er wieder von seinem schrecklichen Durst ereilt wurde, Geld hatte er zwar nicht mehr, aber das that der Sache keiner Abbruch, er mochte den Schnaps auch ohne zu bezahlen. Aber damit war natürlich der Wirt nicht mit einverstanden, welcher ihm aufgab sofort Geld zu holen. Geld holte er zwar nicht, aber er ging in den Pavillon und nahm eine woertvolle Tischdecke an sich. Die Decke wurde ihm nun zwar in einer anderen Wirtschaft wieder abgenommen, doch als die Polizei kam war der Thäter verschwunden. a Schwerte, 3. Dez. Raffinierte Diebstähle werden seit einiger Zeit bei dem Bäckermeister Mers hierselbst ausgeführt. So wurde auch vor einigen Tagen ein Spitzbube dabei bemerkt, wie er die Ladenthür aufklingte, ein Bonbonglas an sich riß und damit das Weite suchte. Als man sich zur Verfolgung anschsckte, war er bereits verschwunden. Westfalen=Rheinland. Dortmund, 1. Dez. Gegen die Stadtverwaltung ist ein interessanter Prozeß anhängig gemacht worden. Anwohner der Lippe haben Klage angestrengt wegen Verunreinigung des Flusses durch die Abwässer der städtischen Rieselfelderanlage. Auf den Ausgang der Klage kann man gespannt sein. Dortmund, 2. Dez. Die Firma W. Brügmann und Sohn hat gelegentlich der Feier ihres 50 jährigen Bestehens eine Stiftung von 100000 Mark zu gunsten ihrer Beamten und Arbeiter begründet. Iserlohn, 30. Nov.(Bürgermeister Fritsche) ist vom Urlaub zurückgekehrt und hat seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Aus dem Sauerlande, 29. Nov. Infolge der Trockenheit des Nachsommers und des Herbstes ist ein allgemeiner Wassermangel eingetreten, der sich jetzt recht bemerkbar macht. Die Lenne samt den Nebenflüssen sind jetzt fast ausgetrocknet und führen wenig Wasser mit. Die an ihnen gelegenen Wasserwerke sind kaum in der Lage, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Einen sonderbaren Anblick bietet die in dem Fuelbecker Thale gelegene Thalsperre, die fast leer ist. Es ist in dem Becken so wenig Wasser vorhanden, daß die Fische kaum das Leben fristen können. Wird nicht bald der langersehnte Regen kommen, so müssen viele Wasserwerke, die nicht auch auf Dampf eingerichtet sind, den Betrieb einstellen. Von der Ruhr, 1. Dez. Der Kreis Hörde strebt ernergisch einen Anschluß der mittleren Ruhr an das große Kanalnetz an. Von den an der Ruhr bestehenden Kanalvereinen zu Higen und Witten ist bereits vor Jahren die Wichtigkeit der Kanalisierung des Ruhrflusses von Herdecke bis Steele— von Steele aus soll ein Stichkanal zum projektieren Handelsregister des Königl. Amtsgerichts zu Schwerte. In unserem Register für Ausschließung der Gütergemeinschaft bei Kaufleuten ist unter Nr. 4 am 26. November 1898 Folgendes vermerkt worden: „Der Kaufmann Moritz Mosbach in Schwerte hat für seine(Ehe mit Helene geb. Kahn aus Haaren durch Vertrag vom 15. November 1898 die Gemeinschaft der Güter und des Erwerbes ausgeschlossen. Emscherkanale(Rheinlinie) angelegt werden, — öffentlich hervorgehoben werden; es wurde damals betont, daß an diesem Kanalprojekt die industriereichen Bezirke des Ruhr= und Lennethales, des Volme= und Ennepethales, des Wupperthales und des Bergischen Landes das größte Interesse hätten. Die Barmer und Bochumer Handelskammer haben verschiedentlich um die Anlage einer direkten Bahnlinie Witten=Bommern=Silschede=Bommern petitioniert. Würde nun ein Kanalnetz erziehlt, so springt die Wichtigkeit dieser projektierten Bahnlinie für das Wupperthal ganz besonders in die Augen. Man hat zwar gesagt, die Kanalisierung der mittleren Ruhr dürfte jedoch nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft von ganz hervorragendem Werte sein. Gevelsberg, 30. Nov. Gestern morgen fanden Arbeitei in dem benachbarten Vogelsang die Leiche eines Mannes, dessen Papiere auf den Namen Paul Nitschel aus Koppitz lauteten, erhängt auf. Wie man hört, soll Furcht vor den Folgen einer in Hagen gehabten Schlägerei den Mann in den Tod getrieben haben. Die Leiche wurde in das Gevelsberger Krankenhaus gebracht. Altena, 29. Nov. Die Fuelbecker Thalsperre enthält angenblicklich so wenig Wasser, daß die Wasserwerke des unteren Rahmedethales ihren Betrieb fast einstellen müssen. Münster, 30. November. Die Versicherungsanstalt von Westfalen bewilligte in ihrer heutigen Ausschußsitzung eine Million Mark zur Förderung des Baues von Arbeiterwohnungen. Bonn, 29 Nov. Militärisches Bewußtsein fin de siècle äußert sich in dem Schreiben, das einer unserer Mitarbeiter dieser Tage von einem jungen Kaufmann erhalten hatte. Der Absender des Briefes fügt seiner Namensunterschrift nicht nur seine Stellung im bürgerlichen Leben bei, sondern auch seine militärische Charge, er ist nämlich— Lazareth= gehülfe der Reserve! Wer lacht da? Kückelhausen, 30. Nov. Zu der Auffindung der Leiche einer Frauernsperson in der Ennepe, über die die„Schwerter Zeitg.“ unter Hagen berichtet, schreibt die„Rh.=Westf. Zeitg.“ In der Nacht zum Dienstag wurde hier ein Lustmord verübt. Der Mörder ist in der Richtung nach Herdecke— Witten zu geflohen und wurde zuletzt im Zillerthal bei Zimmermann gesehen. Die Ermordete ist die 19jährige Fabrikarbeiterin Goebel. Die Leiche wurde heute morgen in der Ennepe gefunden in der Nähe der Wirtschaft Fischer. Cleve, 25. Nov. Die Maul= und Klauenseuche macht bedenkliche Fortschritte. Wegen neuer Seuchenfälle in den benachbarten Gemeinden Pfalzdorf und Warbeyen dürfen von heute ab vorläufig auf die Dauer von 14 Tagen Rinder, Schweine und Schafe nicht mehr über die Grenzen der genannten Gemeinden nach auswärts getrieben werden. M.=Gladbach, 30. Nov. Der verstorbene Rentner Peter Schiedges vermachte dem Wohnungsverein 20000 M. zur Verbesserung der Arbeiterwohnungsverhältnisse. Köln, 30. Nov. Der Schwurgericht verurteilte heute den Viehwärter Mich, Müller Neueste Nachrichten und Depeschen. aus Winden im Unterlahnkreise, zuletzt in Berlin, 2. Dez. Das Befinden der Kaiserin Langel ansässig, zum Tode, weil er am 30. ist nach der Orientreise das denkbar beste, sie hat September seine Ehrefrau vorsätzlich und mit die Strapazen außerordentlich gut überwunden. eingeschlafen war, 75 Mt. weggenommen. Das, Gericht verurteilte ihn des wegen zu 3 Monaten Gefängnis. Als strafverschärfend kam in Betracht, daß er einem Arbeiter den sauer verdienten Lohn diebisch entwendet hatte. Die Sache gegen die Eheleute D. fiel aus Vermischtes. * Boston, 29. Nov. Der Dampfer „Portsand“, ging Sonntag vormittag bei Northtruro(Massachusetts) dicht an der Küste unter. Alle an Bord Befindlichen, 49 Mann Besatzung und 65 Passagiere, ertranken. * New=York, 29. Nov. Verschiedene Dampfer trafen in den nordatlantischen Häfen ein mit Mannschaften oder Teilen derselben von untergegangenen Segelschiffen. Wenigstens 40 Schooner sind gesunken, 86 sind an der Küste von Neu=England gestrandet, außerdem sind im Hafen von Boston 30 Schiffe ganz oder zum Teil wrack geworden. Hierbei sind etwa 40 Personen umgekommen. Am Cap Cod sind über 30 Schiffe gestrandet, wobei niemand umkam. * Glauchau, 1. Dez. Der Feldwebel Bose vom Infanterie=Regiment Nr. 32 wurde mit durschnittenem Halse auf dem Zeitheimer Schießplatz aufgefunden. Es ist noch unermittelt, ob ein Verbrechen vorliegt. Die Kaiserin neigt etwas zu katarrhalischen Affektionen, im Orient hat sie jedoch trotz der gewaltigen Hitze und der großen Staubentwickelung nicht einen Augenblick unter derartigen Beschwerden zu leiden gehabt. Die Anstrengungen der Seereise übersteht die Kaiserin insofern ganz leicht, als sie von der Seekrankheit nicht ergriffen wird. Der Kaiser ist außerordentlich erfrischt und gestärkt wieder heimgekehrt. Berlin, 2. Dez. Wie dem Prinzregenten von Bayern, überreichte der Kaiser auch dem König von Württemberg und dem Großherzog von Baden ein Miniaturbild der Gedächtnistafel, die bei der Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem in Anwesenheit des Kaiserpaares in eine Seitenwand eingelassen wurde. Eingesandt. (Für Artikel unter dieser Rubrik übernehmen wir nur die Verantwortung im Sinne des Preßgesetzes.) Protest gegen die am 24. Novbr. 1898 stattgehabte Stadtverordnetenwahl der 3. Abteilung zu Schwerte. Wie bereits bekann; gemacht ist, sind die Kandidaten Herr Rechtsanwalt Backhausen und Herr Magazin=Berwalter Schermeng mit großer Majorität als Stadtverordnete gewählt worden; und zwar erhielt ersterer 667 und letzterer 662 Stimmen, während auf Herrn Dr. Munkenbeck und Herrn Gerichtssekretär Bach 118 bezw. 109 Stimmen fielen, und 8 Stimmen zersplittert waren. Gegen diese Wahl protestieren wir aus folgenden Gründen: 1. Was zunächst das Wahllokal, den Ratbaussaal anlangt, so ist derselbe, wie wiederholt bei Stadtverordneten=Sitzungen erwähnt ist, schon für diese Zwecke zu klein, aber viel zu klein für die über 1800 Wähler umfassende 3 Abteilung, die innerhalb4 Stunden ihrer Wahlpflicht genügen sollte. Während die aus 6 Wählern bestehende 1. Abteilung eine halbe Stunde wählt und auf jeden Wähler 5 Minuten entfällt, die 2. Abteilung, die 162 Wähler zählt, 3 Stunden zum Wählen hatte und somit auf jeden Wähler über 1 Minute entfällt, entfällt auf jeden Wähler der sich auf 1810 belaufenden 3. Abteilung nur eine Zeit von 8 Sekunden. Daß diese kurze Spanne Zeit zur Ausubung des Wahlrechts nicht ausreicht, dürfte Ueberlegung getötet hatte. Müller hatte seiner Frau im Stalle, während sie mit dem Melken beschäftigt war, mittels Brecheisen den Schädel zertrümmert.— Die Königl. Staatsanwalt= schaft hat gegen den Tagelöhner Josef Noll, geboren 1868 zu Barmen, Haftbefehl erlassen wegen Verdachts der Teilnahme an der Ermordung des Rohrlegers Adolf Seiwerth Noll is flüchtig. Schwerte, 2. Dezember. Zur heutigen Verhandlung standen 7 Straf= und eine Beleidigungssache. 1. Bergmann A. J. aus Sommerberg war wegen Nichtanmeldung eines Umbaues in eine Strafe von 10 Mk. genommen. Der Beklagte beantragte richterliche Entscheidung, die ihm den Erfolg einbrachte, daß die Strafe auf 3 Mk. herabgesetzt wurde. 2. Droguist B. sollte von Schwerte ohne vorherige Abmeldung verzogen sein. Er war deshalb in eine Polizeistrafe von 3 Mk. genommen. Das Gericht sprach den Angeklagten frei. 3. Die Arbeiter B und S. von hier waren des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruches, der Körperverletzung und des Widerstandes gegen die Staatsgewalt angeklagt. B. ist schon mehrfach vorbestraft; er erhielt eine Gesamtstrafe von 6 Monaten Gefängnis; S. erhielt 2 Wochen Gefängnis und eine Woche Haft. 4. Der vorbestrafte Fabrikarbeiter Br. ohne festen Wohnsitz und der Schmelzer R. waren des Diebstahls bezw. der Mithülfe zu demselben angeklagt. Br. hatte ungefähr 250 kg. Messingschrot entwendet. Er erhielt 3 Monate Gefängnis, auf welche 1 Monat Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. R., der das Gestohlene transportieren geholfen hatte, wurde mit einer Woche Gefängnis bestraft. Die Kosten des Verfahrens wurden den Angeklagten auferlegt. übung 5. Der Arbeiter Wilhelm M. gt. K. hatte begreiflich sein. Ist doch zunächst bei jedem : g' s e e A r b e i t s k o l l e g e n d e r W ä h l e r d e r N a m e a u f z u s c h l a g e n, d i e I d e n t i t ä t in einer Wittschaft einem arbenslouitzen, 1828 Wählers festzustellen und von dem Wahlvordes Wühlers festzustellen und von dem Wahlvorsteher das Resultat der Wahl durch Eintragung der Namen der beiden Gewählten niederzuschreiben. Die Wähler treten nicht der Reihe nach, wie sie gekommen sind, heran, sondern die Wählerliste wurde von Anfang an durchgelesen und konnte jeder Wähler, dessen Nummer aufgerufen war, dann diese angeben. Hierbei verlas der Vorsitzende die Zahlen derart schnell, daß die Wähler kaum ihre Nummer nennen konnten, und falls sie es dann thaten, mit dem Bemerken abgewiesen wurden, ihre Nummer sei bereits verlesen. Die meisten Wähler mußten infolge dieser Wahlmethode stundenlang in dem engen überheizten Wahllokale warten, wenn sie anders nicht gezwungen waren, unter diesen Umständen auf die Ausübung der Wahl zu verzichten. Unseres Erachtens hätte die Wahlzeit mindestens auf die Nachmittagsstunden ausgedehnt werden müssen, damit auch die in den Vormittagsstunden verhinderten Bahn=, Post= und sonstigen Beamten, sowie den in den Landgemeinden wohnenden Bergleuten Gelegenheit geboten werden konnte, ihr Wahlrecht auszuüben. Uns ist keine Stadt von gleicher Größe bekannt, in welcher für die 3. Abteilung eine solche kurze Zeit zum Wählen bestimmt ist. 2. Aber auch der Wahltermin ist in nicht genügender Weise, wie das bei früheren Wahlen zu geschehen pflegte, bekannt gemacht. Nach der Städteordnung ist der Termin 14 Tage vor der Wahl durch öffentliche Bekanntmachung, oder in sonst üblicher Weise(Wahlliste) bekannt zu machen. Ersteres ist zwar geschehen, dagegen sind die Wahllisten teilweise den Wählern gar nicht, oder doch ganz kurz vor der Wahl zugestellt worden. — Wir richten an alle Wähler der 3. Abteilung die dringende Bitte, sich einem in diesem Sinne ausgearbeiteten Protest, der am Montag, den 5. d. M. in einer öffentlichen Versammlung vorgelegt werden soll, anzuschließen. Mehrere Bürger. Hattermehr letzter Waggon d. Is. eingetroffen, und empfehle dieselben zu bekannten Preisen. Lippstädter magnum bon., rauhblaue und rauhrote Kartoffeln, sowie Brat= und SalatMölle empfiehlt F. A. Haupe. Auf sofort oder 1. Februar 1 Jimmer mit Keller und Boden zu vermieten. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Ein möbl. Zimmer für 1 oder 2 junge Leute zu vermieten. Näheres bei Frz. Gessinger, Hüsingstr. Verkaufe von heute bis zum 1. Januar; Samtti.-Wurol. K zu bedeutend ermäßigten C. Halstenbech. Becke- und Wilhelmstr.-Ecke. Denjenigen, die Reine Tabakrippen, rauchen göllen, zur Nachricht, dass; der unter diesem hralten Zeichen Jund dem Namen Storchentabak verkaufte, billige, Tabak, Kohne schädliche Saugen, wegen seines angenehmen, Geschmackes und seinen Geruches von Jedermann, auch von schwächlichen *ersonen ohne Nachtheil gerne geraucht wird. Käuflich bei Carl Trog. Kallee roh und gebrannt in allen Preislagen, verschiedene KaffeeSurrogate in Dosen u. Tassen, sowie Thee— feinster Souchong— Kakao u. Chokolade empfiehlt billigst F. Weischede, Hüsingstraße 17. Empfehle micht als Näherin. Arbeite in meinem, wie auch im Hause des Auftraggebers. Maria Heine, Senningsweg 6. Zwei Zimmer per 1. Febr. zu vermieten. Wo, sagt die Exped. d. Bl. Kukarten=Pahne feine Hohl=, Knorr= und Klingelroller(Stamm mit ersten und Ehrenpreisen präm.) versendet z. Preise von 8 bis 20 M.(Weibchen desselben Stammes à 1,50 M.)geg. Nachn Für Wert u. gesundes Eintreffen wird garant. Auch nimmt Herr Böttcher Ludw Rumpf, Brückstraße 5 hier, Bestellung auf. Soest, Düsterpothstraße 19. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden billiglt. und gut ausgeführt. Max Mitze, Uhrmacher, Schwerte, Holzenerweg Nr. 10. Ein möbliertes Zimmer zu vermieten. Näheres in der Expedition. AAuf dem Wege vom 2s schütz bis zur Ikora eine neue, wollene verloren. Gegen Belohnung am Kaiserlichen Postamt abzugeben. FleischbeschauAtteste empfiehlt Carl Braus. Gratulatons-Karton zum Geburts= und Namenstag, ferner Karten zur Verlobung, grünen, silbernen und goldenen Hochzeitsfeier. sowie „ LIin gatraffan in enorm grosser Auswanl eingetronen in der C. Braus'schen Buchhandlung. KA Tinkatzungen etc.—Prompt.g * Fnbwünfen##usgerst preiswürdig nach eigenen I.rwutten, Zeichnungen, Naturmuster etc. sowienae hotog', Aufnahmen. Buchdruckerei CARL BRAUS Schwerte t. W. erhatt vil Schuhr undi macht sie wasserdicht. Dentache Bahnmeisterschule Ainr 2hr: Wegebau- u. Tielbau-Schule. Lehrg.: 3 Sem.: Staatl. Reife Staatscom. Sem.-Anf.: Nov. u. Für Rettung von Trunksucht! 1. versend. Anweisung nach 22. V jähriger approbierter Methode zur sofortigen radikalen Beseigung, mit, auch ohne Vorwissen, zu vollziehen, keine Berufestörung. Briefen sind 50 Pfg. in Briefmarken beizufügen. Man adressiere:„Privat-Anstalt Villa Christina bei Säckingen [siaden.: Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Schwerte asd. Ruhr. Die Herstellung und Lieferung von 443 qm gehobelten Fußboden aus kiefernen oder amerikan. Brettern, 425 gm dergl., rauh, aus Tannenholz, 506 m eichenen Lagerhölzern soll in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die betreffenden Unterlagen können vorher von den Bauführern Grabemann& Dübbert in Schwerte für 1,50 Mk. bezogen werden. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Termin am Donnerstag, den 15. Dezember, vorm. 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Dortmund, 30. Novbr. 1898. Der Königl. Kreisbauinspektor Spanke, Königl. Baurat. Der eingefriedigte Garten am Ostenthor, der Dampfmühle gegenüber, soll am Donnerstag, 8. Dezbr., nachmittags 4 Uhr, geteilt oder im ganzen auf mehrere Jahre an Ort und Stelle verpachtet werden. Ferner sind noch mehrere Gartenstücke oberhalb und in der Oelkampswiese am Ostenthor, sowie am Dortmunder Wege und neben dem Katholischen Kirchhof unter der Hand anzupachten. Hohenschwert. Kiener für Zahnleidende und künstl. Zähne, sowie ganze Gebisse. Sämtliche Zahnoperationen schmerzlos. Sofort. Beseitigung aller Zahnschmerzen. D. Müller, 7 Ostenstraße 7. Sprechstunden: Morgens von 8 bis 12 Uhr. Nachmitt.„ 1„ 7„ im beinahe vollendeten 89. Lebensjahre. Verwandten und Freunden diese Trauernachricht mit der Bitte um stille Teilnahme. Ergste, den 1. Dezember 1898. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag nachmittag ½3 Uhr vom Sterbehause aus statt. 1 (früher„Zur Flora“) n S a m s t a g, d e n 1 0. D e z e m b e r c r., d u r c h Grosses-Konzen! der Giesenkirchen'schen Kapelle aus DORTMUND, anfangend abds. 8 Uhr. Eintré frei. Eintrè frei. Danksagung. Von der Ruhestätte unseres innigstgeliebten Sohnes und Bruders zurückgekehrt fühlen wir uns veranlasst, für die uns so vielseitig bewiesene grosse Teilnahme, für die zahlreiche Begleitung besonders der Arbeiter des Westf. Nickelwalzwerks und des Turnvereins Eintracht, die reichen Blumenspenden und namentlich Herrn Kaplan Risse für die trostreichen Worte am Grabe unsern herzlichsten ff. Östermann'sches helles Bier im Anstich, ff. Münchener Spaten-Bräu„„„ Warme und kalte Speisen in reichhaltiger Auswahl. Lade zum Besuch meines von Grund aus renovierten und verschönerten Restaurants„Reichskrone“ hiermit freundlichst ein und wird es mein Bestreben sein, meinen werten Gästen den Aufenthalt in meinem Lokal möglichst augenehm zu machen. SCHWERTE, Hörderstrasse. Hochachtungsvoll Carl Stamm. Konditorei. WRERREBE NASAT MA Café. MARN MME MNN. MN NE S t ee 05 B 8— # 00 se hierdurch auszusprechen. Schwerte, den 2. Dezember 1898. Familie Georg Bahl. R5555655D 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 o Jung nach ärztlicher Perschrist. 0 6 Künstl. Augen. ∆ Ständiges Lager ca. 1000 0 0 u.„Stück.9 6 Milh. Maess, Optiker, 0 Dortmund, 0 96 Westenhellweg 96. 6 Telephonruf 549. 0 Brillen und Pincenez für jede Nasenform. Spezialität: Peste n. Aulioste Legogonele für garantirt neue, doppelt gereinigte und gewaschene, echt nordische Bettfedern. Wir versenden zollfret, gegen Nachn.(jed. belieb. Quant) Gute neue Bettfedern per Pfd. für 60 Pfg., 80 Pfg., 1 M., 1 M. 25 Pfg. u. 1 M. 40 Pfg.; Feine prima Halbdaunen 1M. 60 Pfg. u. 1 M. 80 Pfg.; Polarfedern: halbweiß 2 M., weiß 2 M. 30 Pfg. u. 2 M. 50 Pfg.; Silberweiße Bettfedern 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4 M., 5 M.; ferner: Echt chinesische Ganzdaunen (sehr füllkräftig) 2 M. 50 Pfg. u. 3 M. Verpackung zum Kostenpreise.— Bei Beträgen v. mindestens 75 Mk. 5% Rabatt. Nichtgefallendes bereitw. zurückgenommen. Pecher& Co. in Herford iun etthaten. Gutes Halbverdeck unserer grossen mit abnehmbarem Kutschersitz wegen Mangel an Raum preiswert zu verkaufen. L. Weinberg, Schwerte. P Whiomt. Wurzent Mark 1.50 p. 100 Pfd., bei Abnahme von größeren Posten billiger. L. Weinberg, Schwerte. Größe ca. 135:200 cm Axminster. 6 Mk. Tapestry 18„ Größe ca. 170:235 cm Perser Imitation. 32 Mk. Smyrna Royal 28„ Steppdecken aus eigener Fabrik, ca. 160X200 cm gr., handgenäht, per Stück 6½ Mark. Gardinen per Meter 13 Pfg., Paar 1,50 Mark. M. Schneider & Cie. BERLIN Spittelmarkt 11. Eigene Weberei in Landeshut i. Schles. Preisliste gratis und franko. beseitigt schnell und gründlich temporärer. Taubheit Ohrenfluss. Ohrensausen u. Schwer. hörigkeit„selbst in veralteten Fällen. Pr. er Fl. M3.50 m. Gebrauchzanw zu haben in # TEAAH(. Läinmichen dsheten. C Reichsadler=Apotheke Elberfeld. Oberstabsarzt u.Physikus Dr. G. Schmidt s Gehör. Del Aecht silber. Herren=Rem. Uhr dopp. Goldrand, Reichsstempel à 12 Herren=Rem.= Uhr in Nickel=Gebäuse, kurz. Aufzug, #30—36 Stunden gehend, 6 M., ger. Qual. 4 M. Damen=Uhr 6,50 M., für jede Uhr 2jährige Garantie. Gegen Nachnahme od. Einsendung. Joh. Gothen, Ruhla, Thüringen. onserven verbunden mit bedeutender Lweis „ Trotz der aussergewöhnlichen Vorteile, welche dem verehrten Publikum bei uns steis geboten werden, haben wir uns dennoch entschlossen, für den Weihnachts-Verkauf bedeutende Preisermässigung eintreten zu lassen. Wir bezwecken damit eine möglichst vollständige Räumung unserer überaus großen Wintervorräte. Für gute, durchaus solide Waren, wie wir solche stets führen— nicht für eigens zu dem Zwecke der Reklame und Täuschung des Publikums angekaufte Schund- und Ramschwaren — werden wir Preise stellen, wie solche auf reeller Basis billiger nicht gestellt werden können. „Zum Einkauf für den Winterbedarf und für „praktische Festgeschenke bietet sich hier eine außer„gewöhnlich günstige Gelegenheit. Einige Tausend Pfund sind zu verkaufen. Frau Kost, Hagenerstraße 98. und eingemachte Früchte 4 Neu eröffnet: Kaufkaus Neu eröffnet: Steinplatz. BöI PREUND, Stemplatz. KA Verkadeh Damen-Krimmer-Kragen mit Sammet-Passe Damen-Feder-Krimmer-Cäpes, 11 anliegend, mit Sammetrücken— Elegante Peluches-Capes mit Tibet-Besatz Damen-Jachets in allen Farben Damen-Winter-Mäntel 6.50 50 50 in guten Mirza-Stoffen Kinder-Mäntel Morgenröcke, Blousen, Kinder-Kleidchen, Joupolks in grosser Auswahl. Herren-Anzüge Burschen-Anzüge Knaben-Anzüge Herren-Paletots Knaben-Paletots Knaben-Havelocks MOSell, Westel, Joppen Arbeiter-Garderobe 7 50 5 175 6. * 90 kolossal billig. Am Sonntag, den 4. Dezember, bleiben unsere neu eröffneten Verkaufsräume bis abends 6 Uhr geöffnet. Sei aushaltungsFeitseife Packet 5 Stück M. 1,—. NaushaltungsZlumenseife Packet 5 Stück M. 1.20. CapalierSeife Preis per Stück 25 Pfg. KinderSeifel Preis per Stück 25 Pfg. sind die Besten und in allen Parfumerle-& DroguenGeschäften erhältlich. Ferd. Mülhens No. 4711 Cöln. PRRRRRRRRRRRRRRRERES Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste bringe „“ wein großes Lager in 8 : Hüten, Mützen, Pelzsachen* 2 aller Art in empfehlende Erinnerung. 8 Ferner halte große Auswahl in Kravatten,# % Wäsche, Handschuhen u. Hosenträgern.“ (Schöne Muster, gute Ware.) Reichhaltig sortiertes Lager in * zu sehr billigen## Preisen.## Gewähre bis zum 31. Dezember = großen Preisabschlag. S * Reparaturen aller Art in eigener Werkstatt.„ Robert Lippmann; „ Hutmachermeißerz. S.•0 4s* Frau Witwe F. Rasche zu Ostberge läßt Dienstag, den 13. Dezbr., vorm. 10 Uhr anfangend, in ihrer Waldung am Heller im„Intücken“: 100 Nru. langschaft. Buchen, zu Nutz= und Brennholz geeignet, nummerweise meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Versammlung beim Wirt Lünschermann auf dem [Eichholz und an Ort und Stelle. Schwerte, den 1. Dezember 1898. Hohenschwert. Zu haben in Schwerte bei Ernst Klein, Drogerie. Tannen und buchen Brennhotz klein geschnitten, liefert in Karren franko Haus E. Röttger, Sägewerk, Schwerte. Hutmachermeister, Schwerte, Brückstraße 2,„ „ neben der Apotheke. Ev. Arbeiter= u. Bürger=Verein, Schwerte. Die Mitglieder der JugendAbteilung wollen sich am Sonntag, den 4. Dezbr., nachmittags 4 Uhr, im Vereinshause pünktlich einfinden. Der Vorstand. Wer liebt nicht? eine zarte, weiße Haut und einen rosigen, jugendfrischen Teint? Gebrauchen Sie daher nur: Radebeuler Lilienmilchseife von Bergmann& Co., RadebenlDresden, vorzüglich gegen Sommersprossen sowie wohlthätig und verschönernd auf die Haut wirkend. à St. 50 Pfg. bei Carl Braus. Emfehle: Ia. Plockwurst pr. Pfd. 95 Pfg. la. westfäl. Plockwurst, pr. Pfd. 120 Pfg. Ia. westfäl. Fleischwurst, pr. Pfd. 90 Pfg. la, westfäl. Mettwurst, pr. Pfd. 80 Pfg. Ia. westfäl. Leberwurst, pr. Pfd. 60 Pfg. la. westfäl. Rotwurst, pr. Pfd. 45 Pfg. Hochseine Sülzepr. Pfd. 70 Pfg. Geräucherten Speck pr. Pfd. 53 u. 60 Pfg. F. Weischede, Hüsingstraße 17. PATENTER □ schnelld gut Patentbüreau SACK-LEIPZIG ** f“ im Lokale des Herrn Duisberg Montag, den 5. December, UhrenVerkauf. Am Mittwoch, den 7. d. M., vormittags9½ Uhr, werde ich im Lokal des Herrn Böhmer ca. 30 neue, sehr gute silb. Remontoir= Uhren öffentlich meistbietend verkaufen. Rosenthal, A.=K., Schwerte. Tüchtige Erdarbeiter auf sofort gesucht. Schwerte, 1. Dezbr. 1898. Stadtbauamt. C. L. Piemniing, Holzwaren=Fabrik, Globenstein Post Rittersgrün, Sachsen. hölzerne Riemenscheiben. Abends 8½ Uhr. Gegen die am 24. v. Mts. stattgefundene Stadtverordn.=Wahl der 3. Abteilung soll Protest erhoben werden. Sämtliche Wähler der 3. Abteilung werden dringend gebeten, zu dieser Versammlung zahlreich und punktlich zu erscheinen. Man lese„Eingesandt“ Viele Wähler. Wagen bis zu 12 Ztr. Trakr. m. abgedr. Eisenachs. und gut beschlagen Sportwagen. Flug= und Heckbauer. WachtelGesangs ertec kasten. Haus= u. Küchengeräte, dobelbänke, Rosenstäbe. Einsatzbauer. Staarkasten. Muster=Packete, 9 Stück sortiert, für Kanarienzüchter, M. 6.00 frk. Man verlange Welhnachtskatalog No. 861. Za bezieben durch jede Buchhandlung ist die in 34. Aufl. erschionone Schrift des Mod.-Rath Dr. Müller über das 77 geschite Sheigen- unch Preisusendung für 1.#4 I.Briefmarken Curt Röber, Braunschweig, Amtliches Arreisbratt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund. esche ∆ G Verantwortlicher Redakteur: für den Kreis wurde von Herrn Prälaten Kneipp deshalb empfohlen, weil er die zwei grossen Vorzüge in sich vereinigt: wie Bohnenkallee zu schmecken und dabei doch gesund zu sein. Als Ersatz des Bohnenkalfees, wie als Zusatz erwirbt sich das Fabrikat läglich mehr Freunde. K S. AeehtNuchn, Spezidlität: Rcitfedern unb Daunen, Beitbarchende in brischiebeutren, Huglchru# S Beltbezüge als: Damasse, Satins, Hiamose, Crolse Betttücher in Leinen, Halbleinen und Baumwolle. Bettspreiten in Waffel und Viqué, weiß und bunt. Schlafdccken in Wolle und Halbwolle.-- Leinen, Halbleinen und Baumwollwaren. Herstellung fertiger Betten in jeder Preislage. M sis ucrur Keterisercee KampfgenossenVereinigung Schwerte und Umgegend. Generalversammlung Sonntag, den 4. Dezbr., abends 8 Uhr. bei dem Kameraden Wilhelm Quadbeck. Tages=Ordnung: 1. Beratung über die Geburtstagsfeier S. M. d. Kaisers. 2. Verschiedenes. Hiernach Gemütliche Unterhaltung bei einer uns freundl. zur Verfügung gestellten Spende ff. Biers. Der Vorstand. 36 * 2 3 2 38 3 3 30 36 3 38 36 36 7 75 Verein für Gesundheitspflege und naturgemässe Heilweise, Schwerte. Sonntag, den 4. December cr., nachm. 3 Uhr, im Kaisersaal(Wilh. Quadbeck): Vortrag von Dr. G. Simoni aus Steiermark über „Wie man alt werden und dabei„ doch jung bleiben kann". 26 Eirtrittskarten für Mitglieder und deren Angehörige 20 Pf., für Nichtmitglieder 30 Pf. im d# 36 * 3 * 36 36 28 88 * 26 3 I I. Hecht Nacht. Schwerte## empfiehlt seln grosses Lager in: r-Tenstalten## r ∆ uns a## Vorverkauf und 40 Pf. an der Kasse. 94 ellten S Karten im Vorverkauf bei Herrn Wilh. à Quadbeck und den Mitgliedern. 96 — * Wer grosse Freude bereiten will## * b e s t e l l e s i c h e i n e r e i c h s o r t i r t e P o s t i s t e " Glas-Christbaumschmuck enth.# 1.1 S2 al. 340 Stück grachtr sarcd. Jachen.## Li1 #n manter twedende Viel, Knel nt nter Aeten Ar ih hartang hiligen breie### 11 ster#SATRNE CD etc. ste. für den horrend biligen, Preis D r##g von Nk. 5.60, incluz., Porto. und.Ver. 10 Aue Neuheiten der Herbst- und Winter-Saison sind in großer Auswahl eingetroffen. Ich empfehle Unterjacken, Unterhosen, Normalhemden, Hautjacken, Metzgerjacken, Hauben, Tücher, Schulterkragen, Handschuhe, Stickereien auf Tuch und Stramin, sowie Häkel= und Strickgarne aller Art zu den billigsten Preisen. De. Strumpflängen, Strümpfe, Gamaschen .u. Jacken werden in eigener Strickerei gut und billig angeserigt.—.(1 Fl Schweser## Ein zuverlässiger Jenecht findet sofort Stellung bei Ad. Nathe, Brennereibesitzer, Schwerterwald bei Aplerbeck. Kieiderstorten, *** Seidenwaren, Hlemdenblousen. Jäcketes, Krägen, Hapts, Rad-, Regen-, Abendmäntel, Fertige Damen- und Herrenwäsche, Taschentücher, Stickereien. lle sich eine reich sortirte Postl — Glas-Christbaumschmneg ca. 340 Stück prachtv. iarb. Sachen, as wie übersoonnene Kugeln, 7cm. Durchco messer, schwebende Vögel, Engel, mit * bewegl. Glasflügeln, Phantasiesachen, Glocken, Trompete, Eiszapfen, Spitze C 9#te. etc. für den horrend billigen Preis von Mk. 5,60, inclus., Porto und Verpackung. Zur gefl. Weiterempfehlung co lüge ich 1 Dtzd. Lichthalter gratis bei. Ernst Reinhard. S Nenhaus am Rennweg.(Thür.) Attestauszug — aus d. zahlreich. Anerkennungsschreiben: S. Die sachen varen zehrschön u. Freion. C Preuss. Stargard. Superintendent Drezer. c# Die Sachen sind wohlbehalten eingetroffen und haben Bewunderung erregt. — Braucsholm Lodge England. Aliss L. Fahle. — Weihnachtsschmuck ist gut angekom— men und freue mich, Ihnen meine vollste — Zufriedenheit aussprechen zu können. CD Steinbach., Post Lok. G. v. Muten. Ersuche Sie, wie in den letzten beiden * J a h r e n. u m Z u s e n d u n g e i n e r K i s t e C h r i s t baumschmuck. Beutel a. Rh. Dr. Gudden. Gn Linoleum-Teppichen, Linoleum-vorlagen, Kaffee-Decken und Tischdecken, Handtüchern und Tischtüchern, Damast-Gedecken etc. in den meisten Kolonialwaren-, Droguen- und Seifenhandlungen eferigt. 0 uac Friedr. Liese,[Prima gesalz. Speck pr. P#d. 48 Vig. hwerte, Markt 3.1 29 ausgelassenes Nierenfett in 1 Stucken pr. Pd. 40 Pig. empfiehlt Julius Boecker, Schwerte, 8 Hagenerstraße 8. Zu haben ##T HOMPSONS Dr. Thompson s; Seins=aes ist das beste und im Gebrauch Seice I- PülgeP, billigste u. beguemste Waschmittel der Well. Man achte genau auf den Namen Dr. Thompson und die Schutzmarke„Schwan“. Original aus dem Bürgerlichen Bräuhaus in Pilsen empfiehlt Heinr. Quadbeck Hotel zur Post. Abiazia=Belchen von Hahn&Hasselbach, Dresden, herrlich, wie frisch gepflückte Veilchen duftend, a Fl. M. 1.50 bei Carl Braus, Buchhdlg * 7 Die heutige Nummer umfaßt 8 Seiten. Pos bschgend werden Bestellungen auf die Schwerter Zeitung, amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde, stark verbreitetes Organ im kaufträftigen Publikum, entgegengenommen. Der Abonnementspreis beträgt pro Monat nur 50 * 9 politischer Wochenbericht. Die Rückkehr des Kaisers von der Fahrt nach dem Orient hat sich unter sehr erfreulichen Erscheinungen vollzogen, als deren politisch bedeutsamste die betreffs des obersten Militärgerichtshofes erzielte Einigung zu bezeichnen ist. Länger als ein Jahr war diese streitige Angelegenheit, von deren Austragung der Vollzug der Militärstrafprozeßreform abhing, in der Schwebe geblieben und wie die Dinge lagen, war ihre befriedigende Erledigung nur von einer freundschaftlichen Vereinbarung zwischen dem Reich und Bayern zu erwarten. Diese Vereinbarung hat jetzt nach der persönlichen Aussprache zwischen dem Kaiser und dem bayerischen Prinzregenten stattgefunden. Bayern verzichtet auf seinen eigenen obersten Militärgerichtshof, aber das Reich räumt Bayern einen eigenen Senat an dem obersten Gerichtshof ein. Es sind mithin von beiden Seiten Zugeständnisse gemacht worden, durch die es ermöglicht wurde, unter Wahrung der von Bayern geltend gemachten Reservatrechte eine Einheitlichkeit der militärischen Rechtsprechung für das ganze deutsche Reich herbeizuführen. Zweifellos wird man an dem Modus dieser Einigung manches aussetzen können, aber wir stehen auf dem Standpunkt, daß die Erledigung der Streitfrage überhaupt von so großer Bedeutung ist, daß dem gegenüber die Art der Erledigung als bedeutungslos zurücktritt. Es hatte oder hat den Anschein, als ob die Aussprache des Kaisers mit dem Prinzregenten von Bayern und noch einigen anderen Bundesfürsten noch ein zweites erfreuliches Ergebnis gezeitigt hat, nämlich eine günstige Wendung in der unerquicklichen und höchst bedauerlichen Lippeschen Streitfrage. Ein Münchener Blatt verficherte, daß in dieser Frage ein vollkommenes Einvernehmen erzielt worden sei, das„allen Vaterlandsfreunden zur Befriedigung gereichen könne". Die preußisch=offiziöse„Nordd. Allg. Ztg.“ übernahm diese Meldung und drückte ihr damit den Stempel der Offiziosität auf. Ein anderes Münchener Blatt hat unterdeß dieser Meldung widersprochen und seitdem sind wir in Bezug auf die weitere Gestaltung der Lippeschen Frage wiederum auf Kombinationen angewiesen, worin zur Zeit eine beachtenswerte Produktivität entwickelt wird. Einigkeit herrscht nur darüber, daß es geboten ist, diese Frage je eher, je lieber aus der Welt zu schaffen. Seiner schnellen Erledigung geht ein anderer Streit entgegen, der zwischen zwei Nationen sich erhoben hatte und der nicht auf dem im internationalen Verkehr noch sehr stiefmütterlich behandelten Wege des Rechts, sondern auf dem der Gewalt ausgetragen worden war. Der spanisch= amerikanische Friedensschluß ist trotz des schwierigen Gangs der Verhandlungen soweit gefördert worden, daß irgend welche Hindernisse kaum noch zu erwarten sind. Die Spanier haben, was Niemanden in Erstaunen setzen konnte, auf der ganzen Linie nachgegeben und sich trauernd aber widerstandslos in ihr Geschick gefügt. Die Hoffnung der Spanier, daß die eine oder andere Macht gegen die Okkupierung der Philippinen Einspruch erheben werde, hat sich als Täuschung erwiesen, und den Amerikanern ist nicht nur das Glück des Krieges, sondern auch das des Sieges treu geblieben. Daß Deutschland entschlossen ist, diesen Fragen gegenüber neutral zu bleiben, dieser Absicht ist von unserer Seite aus unzweideutig Ausdruck gegeben worden. Dagegen ist die deutsche Politik ebenso wie die englische entschlossen, auch den Vereinigten Staaten gegenüber die Wahrung der Rechte zu versuchen, die wir durch den Vertrag mit Spanien vom 11. März 1897 im SuluArchipel auf handelspolitischem Gebiet erworben haben und die sich in ähnlicher Weise auch England ausbedungen hat. Es kann aber ohne weiteres ausgesprochen werden, daß in dieser Frage, der eine übermäßige Bedeutung nicht zukommt, keineswegs die Keime zu irgend welchen Verwicklungen enthalten sind. Unfreundlichkeiten auf politischem Gebiet haben wir in letzter Zeit— rechter Hand, linker Hand, alles vertauscht— nicht von feindlicher, sondern von befreundeter Seite erfahren. Der österreichische Ministerpräsident Graf Thun hat den vielen Unbegreiflichkeiten, durch die sich seine kurze und doch schon viel zu lange Amtsperiode auszeichnet, noch eine weitere hinzugefügt, welche die bisherigen Anschauungen von des Grafen Thun staatsmännischer Befähigung zu bestätigen geeignet ist. Graf Thun sucht nach längerer Zeit krampfhaft nach neuen Mitteln, um sich das Wohlwollen der slavisch=klerikalen Mehrheit zu erringen. In der Wahl dieser Mittel ist Graf Thun skrupellos. Wenn er keinen Anstand nahm, zu Gunsten der vergötterten Slaven, deren letztes Ziel die Zerreißung des österreichisch=ungarischen Staatswesens ist, die verbrieften Rechte der Deutschen mit Füßen zu treten, darf man sich alsdann wundern, wenn dieser sonderbare Politiker seiner slavischen Gefolgschaft zu Liebe jetzt auch die seitherige auswärtige Politik Oesterreich=Ungarns zu opfern entschlossen scheint? Einen solchen Eindruck aber muß der vom Grafen Thun aus Anlaß einiger Ausweisungen österreichischer Staatsangehöriger aus Preußen unternommene Verstoß gegen eine befreundete und verbündete Macht zweifellos machen. Es wird sich in Bälde zeigen müssen, ob es sich bei diesem Vorstoß um eine spezifisch Thunsche Leistung handelt, oder ob Methode in diesem System liegt. Jedenfalls können wir der weiteren Entwicklung der Dinge mit kühler Ruhe entgegensehen... B.geat Deutschland hat im Gegensap zu dem jetzigen Verhalten Oesterreichs stets mit aller Strenge den Standpunkt festgehalten, sich nicht in die Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen, und wie wohlgethan eine solche Politik ist, hat sich in dem Verlauf der noch immer schwebenden Dreyfus=Affaire gezeigt, die durch das Hinzutreten der Sache Picquart noch komplizierter geworden ist. Während das Schicksal des Gefangenen auf der Teufelsinsel in den zuverlässigen Händen des Kassationshofes ruht, hat die militärische Gerichtspflege es trotz des Widerspruchs eines großen Teils der öffentlichen Meinung durchgesetzt, sich das Objekt Picquart zu retten. An der Affaire Dreysus ist das vorige Kabinett gescheitert, das jetzige Kabinett hat bereits Mühe, nicht an der Affaire Picquart Schiffbruch zu leiden. Den Neid der französichen Kabinette muß es erregen, daß man den Prinzen Georg von Griechenland auf zunächst drei Jahre zum Gouverneur von Kreta eingesetzt hat. Drei Jahre, welch eine schier unendliche Frist, mag der Chorus der zahllosen französischen aktiven, zumeist aber inaktiven Minister ausrufen. Und doch, wird diese Frist ausreichen, um die Kreter unter dem Regiment des Prinzen Georg ihren historisch gewordenen schlechten Ruf verlieren zu lassen? Und Prinz Georg? Werden ihm seine „lieben Kreter" nach drei Jahren den Laufpaß geben, oder werden sie nach bekannter Melodie singen: Es lebe der Reservemann; der treu gedient hat seine Zeit, bleib GouWestfalen=Rheinland. Sölde, 29. Nov. In der Gemeinde Sölde kurfierten, als im Mai dieses Jahres der Schornsteinfegermeister Wilhelm Hilburg daselbst gestorben war, allerlei Gerüchte; es hieß sogar, der Mann sei keines natürlichen Todes gestorben, man brachte auch die Frau in Verbindung mit dem Tode des Mannes. Diese Gerüchte haben jedoch keine Bestätigung gefunden, sie waren wohl nur entstanden, weil die Frau wiederholt geäußert hatte, sie wäre froh, wenn der Mann endlich tot sei; sie hat auch einmal eine Waffe leihen wollen, um den Mann zu erschießen. Es sind aber andere Vorkommnisse ermittelt worden, die dahin führten, daß die Frau verhaftet wurde, mit ihr aber auch deren Bruder, der Schlosser Robert Gorgel aus Menden, der am 21. Mai d. Is. zur Beerdigung des verstorbenen Schwagers nach Sölde gekommen war. Das Geschwisterpaar steht heute wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit vor der Strafkammer. Gorgel war außerdem noch wegen Verleitung zum Meineide angeklagt. Der Angeschuldigte soll nämlich die Person, welche Zeugin der Vorgänge war, die zur Anklage geführt haben, zum Meineide zu verleiten versucht haben. Die Verhandlung zog sich sehr in die Länge, sie währte drei Stunden und ergab ein entsetzliches Bild sittlicher Verkomnienheit. Die Frau wurde zu 10 Monaten Gefängnis, deren Bruder zu 14 Monaten Zuchthaus verurteilt; beiden wurden auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 14 Monaten aberkannt. Da die Angeklagten sich seit Juli in Untersuchungshaft befanden, so wurden ihnen 3 Monate der Untersuchungshaft angerechnet. Westhofen, 30. Nov. Bei den hiesigen Gemeinderatswahlen sind gewählt worden in Westhofen von der zweiten Abteilung die Herren Bäckermeister H. Koch und H. Brögelmann. In Holzen von der dritten Abteilung die Herren Berginvalide Friedrich Sauerländer und Wirt Wilhelm Hüsemann. In Garenfeld von der ersten Abteilung der Gutsbesitzer Herr Heinr. Neuhaus, von der zweiten Abteilung der Landwirt Herr Carl Lobbe und von der dritten Abteilung Herr Herm. Höbener. In Wandhofen von der dritten Abteitung die Herren Landwirt Heinr. Klempt und Wirt Friedr. Breucker. In Villigst von der ersten Abteilung der Landwirt Herr Heinr. Overbeck, von der zweiten Abteilung Herr Landwirt Fr Cordes. In Geisecke von der zweiten Abteilung Herr Landwirt Hch. Schulte, von der dritten Abteilung Herr Landwirt Hch. Wilke. In Lichtendorf von der ersten Abteilung die Herren Landwirt Hch. Wortmann und Landwirt Fr. Hohenschwert. In Westhofen war der Wahlkampf zwischen den einzelnen Parteien ziemlich heftig entbrannt, wovon die Abgabe der Stimmen ein Bild giebt; es wurden abgegeben für die Herren Bäckermeister H. Koch 21 Stimmen, Bäckermeister H. Brögelmann 15 Stimmen, Bauunternehmer I. Dickehage 14 Stimmen, Kaufmann Ernst Weber 7 Stimmen, Maurermeister W. Dommermühl 1 Stimme. Hohensyburg, 29. Nov. Ein netter Vater scheint der Bergmann E., ein Witwer von hier, zu sein. Derselbe soll in letzter Zeit seine hülflosen Kinder in rohester Weise mißhandelt haben, so daß dieselben teilweise anderweitig untergebracht sind. Hoffentlich berohen Patron. Oberberge, 30. Nov. Ein Raub, der an Frechheit wohl seines gleichen vergeblich suchen dürfte, passierte hier am vergangenen Freitag abend. Während der Bergmann G. sich auf Schicht befand, drangen zwei Männer in die Wohnung desselben und verlangten im frechsten Tone Geld. Die geängstigte Frau wollte ihre sauer ersparten Groschen natürlich nicht hergeben. Mit dieser Weigerung kam sie aber nicht durch. Die unverschämten Gesellen, welche sich durch Bärte anscheinend unkenntlich gemackt hatten, ergriffen die vergeblich um Hülfe rufende Frau, steckten ihr, um weiteres Schreien zu verhindern, ein Tuch in den Mund und knebelten die Arme in unbarmherzigster Weise. Nachdem sie sich so Sicherheit verschafft hatten, nahmen die Räuber eine gründliche Haussuchung vor. Alles wurde durchwühlt und nicht eher ließen sie nach, bis ein Betrag von über 100 Mark in ihre verbrecherischen Hände gefallen war. Mit diesem entfernten sich die frechen Patronen dann, jedoch nicht ohne der Ueberfallenen noch die höhnende Aufforderung„fleißig weiter zu sparen, damit sie bei der baldigen Erneuerung ihres Besuches wieder etwas vorfänden", zuzurufen. Mit dem baldigen Wiederkommen wird es hoffentlich nichts werden. Die Polizei ist eifrig auf der Suche und ist zu wünschen, daß die Verbrecher, von denen jetzt noch jede Spur fehlt, ermittelt werden Etliche Jahre Zuchthaus werden dann wohl blühen. Annen, 29. Nov. Eine aufregende Scene spielte sich heute Abend in den Waldungen im Arday ab. Der Bergmann B. hatte einen Tannenbaum entwendet. Der hinzukommende Förster forderte ihn auf, seinen Namen abzugeben, widrigenfalls er ihn der Polizei übergeben müsse. Den Namen gab B. nicht an und kam anfangs der Aufforderung des Försters, mit zur Polizei zu gehen, nach. Plötzlich nahm er Reißaus und blieb auf einen Schreckschuß, den der Förster abgab, nicht stehen. Letzterer setzte ihm nach und gab ihm einen Schlag mit dem Gewehrkolben über den Kopf. Blutüberströmt wurde B. nun zum Polizeibureau gebracht, wo man ihn verband.— Duisburg, 29. Nov. Im hiesigen katholischen Arbeiterverein stehen sich seit einiger Zeit zwei Parteien feindlich gegenüber. In der letzten Versammlung kam es zwischen den radikalen Elementen und der gemäßigten Partei zu einem so lebhaften Meinungsaustausch, daß der Präses des Vereins, der Kaplan von Bockum=Dolffs, die Versammlung schloß. Infolgedessen entstand ein Tumult, bei dem der Kaplan durch ein gegen ihn geschleudertes Bierglas verletzt wurde. Das Vorkommnis führt wahrscheinlich zu einer Auflösung des katholischen Arbeitervereins. Düsseldorf, 28. Nov. Die„Findigkeit der Post“, über welche bekanntlich so manche Mär im Umlaufe ist, wurde in der heutigen Sitzung des Schwurgerichtes vom Vorsitzenden, Landgerichtsrat Kaulen, merkwürdig illustriert. Der in Frage stehende Fall ist folgender: Die hiesige Staatsanwaltschaft hatte den in M.=Gladbach wohnenden Stadtverordneten Adam Beckers als Zeugen zu einer heutigen Sitzung laden lassen, in der Zustellung jedoch bei dem Namen das Schluß=s irrtümlich weggelassen. Wegen des geringfügigen Versehens bemalte die Post das Couvert mit der Aufschrift: Ein Stadtverordneter Adam Becker wohnt nicht hier, wohl ein Stadtverordneter Adam Beckers. Nun sind wir der Meinung, daß hier für den gewöhnlichen Sterblichen die Schlußfolgerungen sehr nahe liegen, doch mußte die Post wohl anders denken, denn sie sandte die Ladung kurzerhand zurück. Köln, 29. Nov. Prinzessin Adolf zu Schaumburg=Lippe, Chef des 53. Infanterie=Regiments, stattete gestern in Begleitung ihres Gemahls dem in Kalk garnisonierenden Regiment einen Besuch ab. Die Prinzessin schritt die Front der im offenen Viereck aufgestellten Mannschaften ab und besichtigte sodann einige Räume der Mannschaften. Später fand im Offizierkasino ein Festmahl statt, bei dem Prinz Adolf zu Schaumburg=Lippe den Kaisertoast ausbrachte und Oberst Rauch den Prinzen und die Prinzessin von Schaumburg feierte. Um 6 Uhr fuhren die hohen Herrschaften nach herzlichster Verabschiedung nach Bonn zurück.— Auf einem Kohlfelde bei Sülz wurde der Arbeiter Seiwerth gestern ermordet aufefunden; derselbe hinterläßt eine Frau und 4 Kinder. Köln, 29. Nov. Die Untersuchung wegen des an dem Arbeiter Seiwerth verübten Mordes wird eisrig sortgesetzt. Die eine verhaftete Person, ein Maschinist, wurde heute nachmittag bei der gerichtlichen Obduktion in Melaten seine Leiche gegenübergestellt. Dieser Maschinist hat als Kostgänger bei dem Seiwerth gewohnt. Sein Hals und seine Hände weisen Verletzungen auf. Wie es heißt, steht die Verhaftung der Frau Seiwerth bevor; dieselbe soll mitschuldig sein an die Ermordung ihres Mannes. Ein anderer der Mitschuld verdächtiger Mensch ist flüchtig. Seiwerth stand im Alter von ca. 35 Jahren; er war kurze Zeit vorher aus der Arbeit entlassen, dann aber wieder angenommen. worden. Köln, 30. Nov. In den D=Zügen Berlin=Frankfurt=Basel besteht seit kurzem eine praktische Einrichtung, indem den Reisenden gestattet ist, etwaige Beschwerden über das Essen, die Getränke, schlechte und unhöfliche Bedienung seitens der Kellner direkt in einem der Speisewagen des betreffenden Zuges angebrachten„Beschwerde=Briefkasten“. niederzulegen. Vermischtes. * Paris, 29. Nov. Der Mörder Deblauder, welcher seine beiden Töchter ermordet und in die Festungswälle von Paris geworfen hatte, wurde gestern abend zum Tode verurteilt. * Konstanz, 29. Nov. Die„Abendzeitung" schreibt:„Einem mit aller Bestimmtheit auftretenden Gerücht zufolge soll sich der frühere Leutnant v. Brüsewitz schon einige Zeit hier aufhalten und in der sogenanten feinsten Gesellschaft verkehren. In den weitesten Kreisen der hiesigen Bürgerschaft ist man darüber sehr empört und giebt seiner Meinung in nicht gerade schmeichelhaften Ausdrücken gegen die genannte Gesellschaft Ausdruck und finder, die Freunde des Herrn v. Brüsewitz hätten besser gethan, ihn zu veranlassen, einige Zeit lang außer Landes zu gehen.“ * Rom, 30. Nov. In Livorno fanden anläßlich der kürzlichen Ermordung eines Polizeibrigadiers 200 Perhaftungen statt. * Baku, 30. Nov. Acht Falschmünzer, welche 25= und 100=Rubelscheine anfertigten, wurden am 29. d. Mts. nachts von der Polizei aufgehoben und nach hartnäckigem Widerstande, wobei 3 Polizisten lebensgefährlich verwundet wurden, verhaftet. Zeitgemäße Betrachtungen. (Nachdruck verboten.) kommt eine Zeit——— Es kommt eine Zeit, ja es kommt eine Zeit, So hör ich's verheißungsvoll klingen, In der nur das Gute und Schöne gedeiht, In der wir frohlocken und singen. Da schweigen die Sorgen alltäglicher Art, Da hat sich die Freude uns ganz offenbart, Da strahlen ins Erdengetriebe Zwei Sterne: die Wohlthat und Liebe! Es kommt eine Zeit, da gar liebevoll spricht Zum Gatten die Hausfrau, die gute: Geh kneipen, mein Teurer, und ziere dich nicht, Dir ist ja so„durstig" zu Mute. Da steigt der Gestrenge vergnügt in den Flaus, Er schmunzelt, er kennt ja die Frauen schon aus Und wird sich verständnisvoll„drücken“ Sie aber kann ungestört„Sticken“". Es kommt eine Zeit, ja es kommt eine Zeit, Da eint man am Stammtisch sich wieder, Da werden die Herzen vom Drucke befreit, Man redet so brav und so bieder, Da tritt auch der Reichstag aufs Neue in Kraft Und was er beschließt und Ersprießliches schafft Wird nunmehr auf einige Wochen Beleuchtet, bekritelt, besprochen.— Verheißungsvoll klingt es: Es kommt eine Zeit, Da freu'n sich die Alten, die Jungen, Zumal wenn es draußen noch frieret und schneit Und der Winter zur Macht ist gedrungen. Da regt sich Frau Holle, sie macht uns was weiß' Und wem dann zu wohl ist, der geht gar auf's Eis, Nun möchten die Mägdlein und Knaben Sehr bald etwas„Glitzerndes" haben. Es kommt eine Zeit, ja es kommt eine Zeit, Die stählt finanziell auch die Kräfte, Das Weihnachtsfest naht und die Kauflust gedeiht Und flotter gehn alle Geschäfte; Da strömen die Kunden zum Laden hinein, Es ist ja Dezember, es muß ja so sein. Das ist ein gar fröhliches Treiben, O könnte es immer so bleiben! Es kommt eine Zeit, da die Wohlfahrt gedeiht Und liegt auch der Reif auf den Aesten, Es kommt eine Zeit, ja es kommt eine Zeit, Da wendet sich alles zum Besten! So geht's auch in Frankreich, Das Dreyfus=Geschick Nimmt Wendung, vielleicht kehrt er nächstens zurück Und Zola verbirgt sich nicht weiter Er steht wieder oben! Ernst Heiter. Bau=Beide 75 Pigr. bis 18.65 p. Met.— sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg=Seide von 75 Pfg. bis Mk. 18.65 p. Met.— in den modernsten Geweben, Farben und Dessins. An jedermann franko und versollt ins Haus. Muster um gebene, G. Henneberg's Seidenfabriken, Türicb.[3 R hat mehr als 1000 Stück 0 Herren-Ueberzieher und Mäntel (neue und getragene), sowie alle Sorten Jünglings-, Knaben- u. KinderTebernieher=erren-Annüügr. * Techglefeh Sonnen, Möcke, Mosem, Belkenstr.38 Knaben--. Bde. Arbeiter-Artikel vorrätig.— Auswahl von mehr als 1500 Schweizer Taschen-Uhren, bestebend in feinen goldenen und silbernen Herren- u. Damen-Uhren, sowie in regulären, gutgehenden neusilbernen, Nickel- und Stahr-onien. Regulateur-Uhren(Vorrat über 300), Luxus- Uhren, Kuckuck-, Wand- und Wecker-Uhren.(Eigene Uhrmacherei.— Mehrjährige Garantie.) Uhrkettenn in Gold, Chanier, Dublé, Silber, Tula, Talmi und Nickel. Goldwaren u. Schmucksachen werden in Anbetracht des Massen-Umsatzes sehr billig resp. mit kleinem Nutzen verkauft. Einige Tausend Trauringe, ∆ Damenringe, Siegelringe in Gold, Chanier und Doublé. Mehr als 2000 Brochen,###. Ohrringe, Armbänder, Vorstecknadeln, Kreuze, Medaillons, Hals- und Collierketten, Granat, Korall-, Amatrot- Ttierktist, Kage-katbn goutie gondiiess gefasst in den schönsten, modernsten Fassungen wie Damen- und Herrenringen, Broschen, Ohrringen, Armbändern und Busennadeln in grossartiger Auswahl. Das Hellweger Erziehungshaus in Holzwickede bittet alle barmherzigen Mitmenschen, ihm beizustehen, damit den 73 verwaisten, verlassenen und verwahrlosten Kindern, die in ihm eine Herberge gefunden haben, ein fröhliches Weihnachtsfest bereitet werden kann, und dadurch ein Strahl der göttlichen Liebe, die sich über die Hülflosen erbarmt, in ihre Herzen falle, die z. t. früher so wenig Liebe erfahren haben. Wie wir bisher die Hülfe unserer Freunde noch nie vergeblich angerufen haben, so vertrauen wir, daß sie auch jetzt unser gedenken und unsern Mangel erfüllen werden. Gaben an Geld, Kleidungsstücken und allem, was in einem großen Haushalte Verwendung finden kann, wolle man gütigst senden an Pfarrer Strathmann in Opherdicke oder Hausvater Lehrer Finger in Holzwickede. Srttarung! Man lasse sich durch das große Angebot billiger, geringwertiger Kaffees nicht beirren. Inhoffen's langjährig erprobter Bären=Kaffee, welcher einzig und allein in den mit den zweckmäßigsten Maschinerien und Apparaten der Jetztzeit, Dampf= und Elektrizitäts=Anlagen versehenen Großbetrieben der altrenommierten Firma P. H. Inhoffen in Bonn und Berlin hergestellt wird, ist und bleibt im Geschmack der beste, im Gebrauch der profitlichste und daher billigste. Man überzeuge sich durch Versuche! Inhoffen's Bären=Kaffee ist zu 60, 65, 70, 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das ½ Pfund=Packet zu haben bei: Aug. Hartmann, Schwerte. Friedr. Engels, Westhofen. der sonst noch in grossen Massen vorrätigen Artikel, wie Manufakturwaren, Pelz- 5)) waren, Lederwaren, Musikwaren, Nähmaschinen, Kinderwagen, Puppenwagen, Reisekoffer, Reisekörbe, Betten, Bettwaren, Daunen, Federn, Bilder, Spiegel, Kochherde und Möbeln etc. in den Geschäftslokalitäten Nikoleistrasse 5,— Balkenstr. 36-38 beim Bezirkskommando. Verkauf zu billigen Preisen. Gute und reelle Bedienung. An den Sonntagen bis Weihnachten von 8—9½ Uhr vorm. u. 11½ bis 6 resp. 7 Uhr nachm. geöffnet. H. v. d. Heide, Dietr. Hövelmann,„ Joh. Rosenberger, F. Bährensmann, Geisecke. Gebr. Albrecht, Hennen. D. Heetmann,„ Carl Haas, Eugen Mettegang,„ C. Schoppe,„ Carl Jaquer, Holzwickede. Fr. Strathoff, Empfehle: I Reste! Köste. Röstel Sperutatten für Wiederverkäufer billigst. Man verlange Probe u. Preis. Schwerter Brotfabrik. Wie alljährlich, legte ich auch jetzt wieder# einen grossen Posten* Reste### von Kleiderstoffen, sowie abgepasste Kleider in allen Preislagen aus und mache auf diese günstige Gelegenheit zu 5 aussergewöhnlichen billigen WeihnachtsEinkäufen ganz besonders aufmerksam. Hochachtungsvoll" Arast Mäher!. Schwerte, Ostenstrasse 18. Aug. Müller, Möbel=Lager, Schwerte, Haselatgasse 3. Große Auswahl in allen z . Sobeln, die in eigener Werkstatt angefertigt sind und für deren Güte und Dauerhaftigkeit garantiert wird. Vollständ. Einrichtungen in allen Holz= u. Stilarten. Billige, aber feste Preise. Auf Wunsch auch Ratenzahlung gestattet. wsaente1 Herm. Purscher. Genenne a; I Erstes Maßgeschäft und Stofflager am Platze. &a Lager in sämtlichen garantiert reinen wollenen Stoffen. § Anfertigung nach Maß unter Garantie des tadellosen## s Sitzens, sowie akurate Verarbeitung. % per Anzüge von den einfachsten bis feinsten Genres. Großes Lager sämtlicher Neuheiten in 24 *# 15 Hüten, Schirmen, Schlipsen, Handschuhen, Hosenträgern, Kragen und Manschetten. Bemerke noch einem geehrten Publikum von Schwerte#### und Umgegend, daß man in meinem Geschäft zu genau den### selben Preisen kauft wie bei jeder Konkurrenz in Hagen oder Vortmund. Pit aler Hochahung Herm. Purscher. Kaiserl. und Königl. HofWeinhandlung Weine Marke Duhr, Cöln preisgekr. mit 55 Staatsgold. Medaillen. Deutsche WeinGesellschaft Cöln a. Rh. Rhein-,Moselund Ahrweine sowie alle ausl. Medizinal- u.DessertWeine von 60 Pfg. per Flasche an, bis zu den feinsten Gewächsen Deutsche und französ. Champagner u. Cognacs in allen Preislagen. Vorrätig zu Original-Preisen bei Aug. zur Nieden, Schwerte, woselbst ausführliche Preislisten zu Diensten. Etiketten und Kapseln sind mit„Marke Duhr“ versehen Christbaum=Konfek hochsein, inkl. Kiste, ca. 240 große oder 440 kleine Stücke enthaltend, Mk. 2.50 p. Nachn. Friedr. A. 4. Ia. Edamer Käse fl. Holländer„ Limburger„ Nieheimer Mainzer 29 L. Weinberg, daßer&8 Tage zur Probe versende gegen Nachnahme für nur M. 5.—, mit Glockenspiel 30 mehr, meine feinste, stark gebaute Conzert-Ziehharmoniks„Miranda“. 2=chör, starker Orgelton, off. Claviatur, 10 Tasten, 2 Doppelbässe, 40 Stimmen, 2 Doppelbälge mit Stahlschutzecken, feinste Nickelbeschlige, prima Federung, für deren Unverwüstlichkeit jede Garantie leiste, 35 cm groß.— Ein 3=chör. Prachtwerk M. 7.—, 4=chör. M. 8.—, 6=chör. M. 12½ 2 reihig 21 Tasten, 4 Bässe, 4=chör. M. 12.—. Accordritker! hochsein verziert, 25 Saiten, 6 Manuale, Stimmsaite und sämmtl. Zubehör nur M. 7.—, 32 Saiten, 10 Manuale M. 15.—. 3 manualige M. 3.—. Selbsterlernschulen für Harmonika und Zithern, nach denen Jeder in einer Stunde spielen kann, Preisliste, Verpackung umsonst. Porto 80 Pfg. Friedr. Schmerbeck, Neuenrade 1. Westf. Nr. 568, Rud. IBACH Sohn Hofpianofortefabrikant— Geschäftsgründung 1794 Neuerweg 40 Barmen Köln Neumarkt 1. A. Flügel- Pianinos- Harmoniums Verkauf— Umtausch— Vermietung Reparaturen— Stimmungen. St.9668 lienss& Cie., Vermessungs-Bureau in Schwerte, S Hagenerstrasse 18, übernehmen alle geometrischen Arbeiten. Ektra-Beilage. Unsere Leser werden auf den heutigen interessanten prospekt über die rühmlichst bekannten Hausmittel der Firma C. Lück, Colberg, aufmerksam gemacht und gebeten, denselben von der Firma direkt zu verlangen, wenn er ihnen nicht zu Händen kommen sollte. Die Lück'schen hausmittel haben sich seit Generationen bewährt. Dieselben sollten als treue Freunde des hauses in jeder Familie vorrätig gehalten werden. Ausführliche Gebrauchsanweisung, sowie zahlreiche Zeugnisse bei jeder Flasche. Alleiniger Fabrikant C. Lück, Colberg. Echt zu haben in den Apotheken. Damen=Jackettes Arimmer=Kragen Plüsch=Kragen Radmäntel 9% big. e 4 Herren=Anzüge Kaiser-Mäntel Regenmäntel Kinder=Mäntel Kinderkleidchen Unterröcke Aorsets Hagen, und Vogelsang, Frankfurterstraße Nro. 90 Hagenerstraße. empfiehlt zur Weihnachts=Saison 1898 seine bedeutenden Läger in Manufakturwaren, Kleiderstoffen, Burkin, Damen-, Herren- u. KinderKonfektion, Wollwaren, Weiss. waren, Gardinen und Kurzwaren ausserordentlich billigen Preisen. 4 Knaben-Anzüge (Knaben=Palctots 4 Buetin=Hosen &a Gaxtin=Westen Loden-Joppen # Arbeiter-Hosen St meinem Geschäft in Vogelsang habe ich zugleich eine Danen=Henden " Ausstellung von Puppen, Spielwaren und 4— Geschenk-Artikeln aller Art 5 eröffnet. WArbeiter-Joppell Damen-Hosen An den Sonntagen vor Weihnachten bis 8 Uhr abends geöffnet. a Seuben 8 Herren-Wäsche unterzeuge und Kravatten Regenschirme ssssssssstossssessessssnessesseusee. MCUn! Schwerte, Markt 1. 5 0 0 5 ## Bis Weihnachten S j gewähren wir auf sämml. Waaren o 10% Nabatt . Nachdem wir unsere Geschäftsräume bedeutend vergrößert, sind unsere Läger für den Herbst und Winter vollständig sortirt und empfehlen sämmtliche ∆ Bis Weihnachten gewähren wir auf sämmtl. Waaren j# 10% RabattIg 8 6 0 6 0 6 0 0 0 0 2 0 0 5 0 2 6 8 Toden-Dopp □ mit schwerem Futter von 4.50 Mark an. 5 5 6 6 0 6 0 0 0 0 0 6 6 0 2 Herren Valetots von 7.50 Mark an. Herren=Pelerinen=Kaisermäntel von 10 Mark an. Knaben=Mäntel von 1.50 Mark an. Herren-Anzüge von 8 Mark an. Knaben=Anzüge von 1.50 Mark an. GrP Serpen Hosen in großer Auswahl von 2.50 Mark an. Herren= u. Knaben=Hüte zu jedem Concurrenz=Preis. Sämmtliche Unterzeuge für Herren, Damen und Kinder zu den billigsten Preisen. Große Posten gestrickte Jacken von 1.50 Mark an. Artikel zu bekannt billigen Preisen. Abteilung Damen=Consektion. Elegante Jaquetts von 4.50 Mark an. Capes und Kragen von 5 Mark an. Damen=Radmäntel von 8 Mark an. Kindermäntel von 2.50 Mark an. Hauskleider in den schönsten Mustern 6 Meter 2.10 Mark. Reinwollene Kleiderstoffe von 75 Pf. an. Karrirte Stoffe in reizenden Mustern von 65 Pf. an. Crêpe=Stoff in schwarz und farbig von 85 Pf. an. Kleider=Siamosen, waschecht pr. Mtr. von 35 Pfg. an Schürzen=Siamosen von 29 Pfg. an. Schürzen=Druck von 75 Pfg. an. Kleider=Druck, prima Qualität pr. Mtr. von 35 Pfg. an. 0 Großer Posten □ Tschläfig. Bettbezug„ fertig, mit 2 Kissen, p. Stück 3.50 Mark. Gardinen von 12 Pfg. an. Auterröcke extra weit, per Stück 75 Pfg. Henden für Damen in Biber, Halbleinen und Hemdentuch von 60 Pfg. an. Bettvorlagen in reizenden Neuheiten von 25 Pfg. an. Lama= und Plüschtücher von 75 Pfg. an. Corsetts in allen Größen von 50 Pfg. an. Sämmtliche Arbeiter=Garderobe zu bekannt billigen Preisen. Ein großer Posten Latin„Augusta“. pr. Mtr. 40 Pfg., früher 60 Pfg. Hosenträger von 25. Pfg. an. Gummi=, Papier= und Leinenwäsche, Kravatten in riesig großer Auswahl. Bis Weihnachten bleiben unsere Geschäftsräume Sonntags bis Abends 3 Uhr geöffnet. 6 2 0 0 0 6 6 6 6 0 0 5 0 6 5 0 0 0 6 5 6 6 5 6 6 6 6 0 0 6 * Bo„ 5