Amtlicher Kreisblatt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Hoerster, Schwerte. für den Kreis Görde. Insertionsgebühr für die 6spaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Bekanntmachung. Mit Bezug auf die in nächster Zeit im hiesigen Amtsbezirke stattfindende Feuerschau wird auf die Bestimmung des§ 108 der Provinzial=FeuerOrdnung vom 30. November 1841 und des§ 38 der Kreis=Feuer=Polizei=Ordnung vom 28. Juni 1843, die den Hausbesitzern bei Vermeidung von Strafen die Anschaffung eines Exemplars der feuerpolizeilichen Vorschriften(Feuer=PolizeiOrdnung für die Provinz[Westfalen) vorschreibt, auf merksam gemacht. Aplerbeck, den 17. August 1898. Die Polizei=Verwaltung: Gutjahr. Von der Reform der AliersVersicherung. Wie schon bekannt, soll in der kommenden Session der deutsche Reichstag mit einer größeren Gesetzes=Vorlage über die Reform der Altersund Invalidenversicherung bedacht werden. Es ist kein Zweifel, daß manche büreaukratische Vorschriften, die sich im praktischen Leben gar nicht bewährten, der Abänderung dringend bedürfen, und zu wünschen ist nur, daß der Reichstag ganze Arbeit macht und sich nicht etwa bloß auf das Flicken einläßt. Dann würden die Klagen nie verstummen, während doch im Interesse der Sache zu wünschen ist, daß das Gesetz so populär wie möglich wird. Mit der heutigen Umständlichkeit ist das aber nicht zu erzielen. Der Kreis der Versicherungspflichtigen ist nicht immer richtigt begrenzt; das stellt sich je länger desto mehr heraus. Beispielsweise sind von den deutschen Versicherungsanstalten im zweiten Vierteljahr dieses Jahres an 31000 Dienstmädchen, die sich verheirateten, die von ihnen gezahlten Beiträge zurückgezahlt. An gesichts dieser Ziffer kann man doch fragen ob die Altersversicherung des Gesindes überhaupt erforderlich war. Und wenn nun auch gesagt wird, daß die Versicherung unverheirateten Mädchen in ihrem 70. Jahre zu gute kommt, lohnt deren verhältnismäßig kleine Zahl Umständlichkeiten und Kosten? Und nur eine Forderung der Gerechtigkeit ist es doch, daß auch den Herrschaften ihre Versicherungs=Beiträge wiedergegeben würden. Und so ist es mit der Altersversicherung mehrfach. Es ist recht gut gemeint mit allem, aber wenn man die Kosten in Anrechnung bringt und damit den wirklichen Nutzen bei den einzelnen Kategorien vergleicht, so wird mitunter die Elle länger als der Kram. Und das sollte, da es nicht vermieden ist, wenigstens nachträglich beseitigt werden. Je umfangreicher sich der Kreis der Versicherten mit den Jahren gestaltet, um so kostspieliger wird auch die schon heute teure Verwaltung. Einer der kritischsten Punkte in der Altersversicherung ist, daß sie im Verhältnis zur Höhe der Beiträge und zur gewaltigen Masse der Versicherten zu wenig leistet. Immer wieder wird der Vorwurf laut, daß die Verwaltungskosten hätten bedeutend billiger sein können, wenn man nicht das komplizierteste von allen Systemen, das Kartensystem, gewählt Sinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter 2c. „Frei muß ich denken, sprechen und atmen Gottes [Luft, Und wer die drei mir raubet, der legt mich in die Gruft.“ Der Mann ist echt, Der niemand recht, Der Gott allein Will dienstbar sein. * „Ein jedes Ding an seinen Ort, spart Zeit und manches böse Wort.“ hätte. Es ist aus dem Reichsamt des Innern von seiten des Herrn Staatsministers von Bötticher früher behauptet, man könne von den Karten und dem Markenkleben nicht mehr iort. Bewiesen ist das aber nicht; in den letzten zehn Jahren sind so viele Aenderungen vorgenommen, daß man sich auch an die Versicherungskarten nachgerade getrost heranwagen kann. Bei dieser Einrichtung geht probieren ebenfalls über studieren. Angestellte und Arbeiter sind von der Versicherungspflicht befreit, wenn sie ein jährliches Einkommen von 2000 Mark haben. Es wird zu erwägen sein, ob dieser Satz nicht etwas ermäßigt werden kann. Denn in der That ist schon Personen, die etwa rund 1850 Mk. im Jahre beziehen, mit der Versicherung nicht viel gedient, und der Besitz der Altersversicherungs karte macht sie noch keineswegs zu Glücklichsten der Sterblichen. Es war überhaupt ein Fehler bei der Versicherung, den unbedingten Zwang für alle Kategorien von Arbeitern und Arbeiterinnen vorzuschreiben, es giebt genug, die dafür als andere eher, wie dankbar sind. Man kann es recht finden, wenn für jugendliche Angestellte feste gesetzliche Vorschriften, die ihrem Besten gelten sollen, getroffen werden. Aber es war ein zu großer Eifer, jemanden für sein ganzes Leben zu einer Versicherung zu verpflichten, von der er nichts wissen will. Wir haben doch genug Arbeiter und Angestellte, die sparen, die mit ihren ersparten Beiträgen weiter kommen, wie mit der Versicherung. Es gilt das nicht für alle gewerbliche Betriebe, aber doch für eine ganze Reihe, und darum hätte man im Gesetz etwa vom 30. Lebensjahre ab die freiwillige Versicherung an Stelle der Zwangsversicherung treten lassen können. Auch das genügte! Alles in allem! Die Alters= und Invaliden versicherung, die doch vom allerbesten Willen getragen ist, ist zu umständlich, zu sehr nach dem Verwaltungsbüreau, zu wenig nach den Geboten des praktischen Lebens und nach thatsächlichen Verhältnissen angelegt. In der Reichsregierung hat man auch das schon selbst eingesehen, die Industrie wünscht Aenderungen und die Landwirtschaft erst recht. Und wenn es nun einmal an's Aendern geht, da soll man denn nicht zu zaghaft sein, es muß die graue Theorie aus den Paragraphen heraus und dafür das praktische Leben mit seinen Erfahrungen hinein. Dann wird auch die Alters= und Invalidenversicherung in den Augen aller Beteiligten nicht bloß, sondern auch vor dem Ausland an Wert gewinnen. Studiert ist das Gesetz von Beauftragten fast aller Regierungen; nachgemacht hat es uns aber bisher kein Staat. Generalquartiermeisters und des deutschen Gesandten in Marokko. Am Dienstag besichtigte der Monarch die 44. Infanteriebrigade, die thüringischen Regimenter 32 und 94, die westlich vom Habichtswalde liegen, bei Balhorn. Zur Orientreise des Kaisers wird gemeldet, daß der Monarch auf der Heimfahrt auch Athen besuchen werde. Der Sedantag soll in diesem Jahre in Berlin besonders feierlich begangen werden. Eine ganze Reihe von Vereinen beabsichtigt nämlich, den Sedantag mit einer Gedenkfeier für den Altreichskanzler zu verbinden. In Radfahrerkreisen wird geplant, am 2. September eine Fahrt nach dem Sachsenwalde zu unternehmen. In besonders hervorragender Weise wollen die Kriegervereine und eine Anzahl Innungen, deren Ehrenmitglied Bismarck war, den Sedantag feiern. Die Gründung einer deutsch=nationalen Bismarck=Stiftung wird von Wiesbaden aus in Anregung gebracht. Die Stiftung soll der allgemeinen Wohlfahrt dienen und bis in die fernsten Zeiten dauern. Ein Aufruf wird demnächst erscheinen. Die altmärkischen Städte werden Tages=Ereignisse. Deutsches Reich. Aus Wilhelmshöhe: Der Kaiser, welcher mit seiner Gemahlin Sonntag abend hier wieder eintraf, hörte im Laufe des Montags die Vorträge des Generalstabschefs, des einen künstlerisch in Eisen getriebenen mächtigen Kranz für das Bismarck=Mausoleum in Friedrichsruh stiften. Der im vorigen Herbst tagenden Generalsynode ging außer dem Kirchen gesetze über das Diensteinkommen der Geistlichen auch eine Vorlage zu über die Errichtung eines kirchlichen Hülfsfonds. Dieser sollte namentlich zur Gewährung von einmaligen und fortdauernden Beihülfen für geistliche Stellen und zu anderen kirchlichen Zwecken dienen. Der Fonds soll aus einem Prozent der Staatseinkommensteuer der Mitglieder der evangelischen Landeskirche gebildet werden. Jetzt ist dem Vernehmen der Voss. Ztg. nach das Kuratorium zur Verwaltung dieser Kasse ernannt worden. Es besteht aus denselben Personen wie der Verwaltungsausschuß des Pfarrerwitwenund Waisenfonds. Im Heeresetat für 1899 stehen, wie die„Nat. Ztg. zuverlässig erfährt, sehr beträchtliche Mehrforderungen bevor. Die Neubildung eines Armeekorps mit dem Sitze in Mainz, von dem schon mehrfach die Rede war, scheint von der Militärverwaltung endgültig in Aussicht genommen worden zu sein. Ferner sind erhebliche Neuorganisationen bei der Artillerie zu erwarten, und auf die Bildung der dritten Bataillone bei den neuen Infanterie=Regimentern, welche anläßlich der Umwandlung der Caprivischen Halbbataillone in ganze Bataillone zunächst nur aus zwei Bataillonen zusammengesetzt wurden, soll beabsichtigt sein. Nachdem schon wiederholt Gerüchte über bedeutende Militärforderungen für die nächste Reichstagssession aufgetaucht waren, wird jetzt von einer Stelle, an deren Zuverlässigkeit man kaum zweifeln kann, der Detail einer großen Militärvorlage in den wesentlichsten Zügen mitgeteilt. Dem nächsten Reichstage wird es also voraussichtlich nicht an Stoff zu lebhaften Debatten fehlen. Nach der Marinevorlage eine große Militärvorlage, da wird es heiß hergehen am Königsplatze in Berlin. Ueber das Schicksal einer Vorlage, wie die geschilderte, liegt die Entscheidung wieder beim Zentrum. Ob Herrn Liebers Einfluß aber soweit reicht, die Majorität einer Fraktionsgenossen für die Vorlage zu gewinnen, muß heute noch als äußerst unsicher bezeichnet bleiben werden. Die Folge dieser Notwendigkeit ist aber die Ankündigung einer Reichstagsauflösung. Trotzdem die Vorlage noch nicht da, der Reichstag noch nicht zusammen getreten ist, steht die Eventualität der Reichstagsauflösung schon auf der Tagesordnung. Da sage man noch, die Hundstagshitze lähme die Gedankenarbeit. Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands ist am Montag in Krefeld eröffnet worden. Nach einem Hochamt begaben sich die Teilnehmer in feierlichem Zuge nach der Festhalle, in der die Eröffnung der Versammlung erfolgte. Gegen 2500 Personen aus allen Teilen Deutschlands und vom Auslande waren anwesend. Zum ersten Vorsitzenden wurde gewählt der bayerische Kammerherr v. Freyberg, zum ersten Vizepräsidenten Abg. Stephan=Beuthen und zum zweiten Kaufmann Dorfmagen=Wesel, für die Missionen Prinz Arenberg, für die Presse Prälat HuelskampMünster. Sodann erfolgte die Absendung von Huldigungstelegrammen an Kaiser Wilhelm und Papst Leo. Ueber die in voriger Nummer gebrachte Notiz betreffend Fleischteuerung in Schlesien wird noch Folgendes berichtet:„Wie man der„Schles. Ztg. zu dem Kapitel von den erhöhten Fleischpreisen schreibt, so wären die Fleischer bei ihrem von der manchesterlichen Presse höchlich gebilligten Vorgehen sehr übel beraten,„denn wenn ihre Lage sich verschlimmert hat, so ist dies geschehen, nicht weil die deutschen Grenzen zu wenig, sondern weil sie zu weit offen sind". Die Viehzüchter bekommen heute loco Schlachtviehmarkt zumeist erheblich weniger für ihre Ware als vordem auf ihrem Hofe. Die Einfuhrverbote und die Schlachtviehpreise sind es also nicht, welche den Fleischern die Existenz erschweren, sondern in erster Linie ist es die steigende Einfuhr von Fleisch und Fleischwaren. Der Schutz, dessen wir uns seit einigen Jahren erfreuen, hat schon dazu geführt, daß wir unsere Hauptmärkte, zum Teil über Bedarf zu beschicken vermögen. Vom Breslauer Markte wird Schlachtvieh nach der Schweiz, ja in neuerer Zeit nach dem nordwestlichen Böhmen ausgeführt. Eine Ursache, welche zur jetzigen Jahreszeit gewöhnlich die Preise für Schweinefleisch etwas steigen läßt, beruht darin, daß die Trockenmast noch nicht im Gange ist, und Das Enkelkind. Von G. Struder. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung) „Daß mein Vertrauen mich nicht getäuscht hat, das geht ja allein aus der Stellung, die ich gegenwärtig bekleide, zur Genüge hervor.“ „Ihre Sellung wird vielleicht eine noch bessere, wenn ein Versprechen erfüllt wird, was mir für die nächsten Tage gemacht worden doch hierüber darf ich vorläufig nichts Näheres sagen, da man ja nicht wissen kann, ob mein Enkel nicht bereits... Aber unterhalten wir uns noch ein wenig von Ihrer Vergangenheit, liebes Fräulein. Ihre Mutter ist also vor zwei Jahren gestorben, wie Sie sagen. Und wovon lebte dieselbe?“ „Sie hatte einen kleinen Garn= und Wollwarenladen und fertigte dabei auch Näharbeiten für andere Leute an.“ „So! Und Ihr Vater?“ „Der soll Offizier gewesen sein, und zwar in einem fremden Lande. Mehr kann ich Ihnen hierüber nicht sagen, da meine Mutter jeder Frage über ihren Gatten geflissentlich auswich. Zuletzt frug ich sie auch gar nicht mehr hiernach, da ich bemerkte, daß sie jedesmal nachher im Stillen darüber geweint hatte.“ Bei der Erinnerung an diese Vergangenheit wurde Irma so bewegt, daß ihr selbst eine Thräne ins Auge trat, und sie zog daher ihr Taschentuch hervor, um dieselbe abzutrocknen. Mit dem Ausdrucke aufrichtiger Teilnahme folgte Neubert allen ihren Bewegungen, und dabei fiel sein Blick auch einen Moment auf das Taschentuch, auf dessen unterstem Zipfel in roter Seide die Buchstaben J. v. D. eingestickt waren. Jetzt ertappe ich Sie aber auf einem großen Unrecht, Fräulein Winter,“ sagte er, in der Absicht sie zu trösten, in scherzendem Tone, und als Irma erstaunt mit einem„Inwiefern“ antwortete, fuhr er fort: „Sie haben ein Taschentuch der Frau Baronin mitgenommen. Denn diese Buchstaben v. D. sollen doch wohl von Diefenbach heißen und das Taschentuch gehört also der Baronin.“ Irma war mit einem Male jäh errötet. „Meine frühere Herrin hieß Frau von Tiefenbach und nicht von Diefenbach,“ versetzte sie nach einer verlegenen Pause,„und das Taschentuch ist mein Eigentum. Mit den beiden Buchstaben v. D. hat es eine ganz andere Bewandtnis, worüber ich Sie sofort aufklären könnte, wenn ich nicht befürchten müßte, daß Ihnen diese Aufklärung vielleicht zu seltsamen Gedanken über meine Mutter Veranlassung geben würde.“ „Wenn Sie etwas vor mir zu verschweigen haben, Fräulein Winter, so will ich Sie gewiß nicht veranlassen, Ihre Geheimnisse vor mir zu enthüllen,“ entgegnete Neubert kalt.„Ich wüßte auch eigentlich nicht, womit ich die Erwiderung des unbegrenzten Vertrauens, das ich Ihnen vom ersten Momente an entgegengebracht habe, verdient hätte.“ „Was Sie soeben sagten, Herr Neubert, zwingt mich zum Reden, denn Mangel an Vertrauen und damit auch an Dankbarkeit sollen Sie mir nicht vorwerfen, mögen Sie auch über meine Mitteilung noch so bedenklich den Kopf schütteln. Ich heiße nämlich nicht Irma Winter, den Namen Winter hat meine Mutter nur deshalb angenommen, weil sie in ihrer Armut sich des ihr zukommenden adeligen Namens schämte und weil sie auch jedem Verkehre mit den früheren Bekannten aus dem Wege gehen wollte. Meine Mutter hieß in Wirklichkeit Margaretha von Degenfeld und das erklärt zur Genüge die Buchstaben J. v. D., das heißt also Irma von Degenfeld, auf dem Taschentuche. Aber um des Himmels willen, was ist Ihnen, Herr Neubert, Sie werden doch nicht krank werden! Kutscher, halten Sie an, Herrn Neubert ist es nicht wohl.“ Aber der alte Mann mit der außerordentlichen Willenskraft hatte sich bereits wieder gefaßt. Sein Gesicht war zwar noch immer erschreckend bleich und seine Hände zitterten heftig, aber doch gab er in bestimmtem Tone dem Kutscher den Befehl, weiterzufahren. Dann wandte er sich wieder an Irma, die er mit ganz eigentümlichem Blicke, in dem Zärtlichkeit und die Absicht ernst und fest zu erscheinen mit einander zu streiten schienen, in die Augen schaute. „Und hat Ihre Mutter nie von Ihren Eltern vor allem von Ihrem Vater gesprochen?" stieß er mühsam hervor, worauf Irma noch immer sehr aufgeregt über das soeben Vorgeallene erwiderte: „Nur einmal sagte sie, daß sie von ihrem Vater verstoßen worden sei, und seitdem hat sie kein Wort hierüber geredet. Nicht einmal den Namen ihres Vaters habe ich erfahren können.“ „Aber Du... aber Sie können mir doch mitteilen, ob Ihre Mutter auch einen Sohn hatte, und vielleicht wissen Sie auch, wo derselbe wohnt?“ „Ich kann Ihnen bestimmt versichern, daß meine Mutter nur ein einziges Kind hatte, und das bin ich.“ „Ah, jetzt durchschaue ich den Schurken und weshalb er Sie mit Gewalt heiraten wollte!“ rief Neubert erregt aus.„Wenn das zur Wirklichkeit geworden wäre, wie fürchterlich wäre ich dann jetzt für meine Hartherzigkeit gestraft! Aber kommen Sie, mein liebes, armes Kind, meine Aufregung ist eine so gewaltige, daß ich unmöglich langer in dem Wagen bleiben kann. Wir wollen aussteigen und gehen, vielleicht werde ich dann bald etwas ruhiger!“ sind die inländischen Beständes händlers D. Sotzierfarrg, Hezeneggg, überge= nachdem ein Vorhang vor den geschlossenen i worigen vu.„.Iamen) ungen. Der Preis verag 19600 Nit.(Fenstelut oder Jalousien und Läden am Tage edumt, veit nongets einer birtioneni“ ,. SAwe rte, A. A—3, 2x Fekserhater de warme Lust abgewehrt haben. Seuchenversiczerung die Landwirte bei Beginn u. von hier hattesich pühzgnhonße oie Whäße giz sieht aber außerordentlich, häufig, u E, sich zu antledigen suchen, Infoloe dessen einen glühenden Block und verbrannte. Als die vollsten Sonnenschein während oes ganzen Sei nehmen, da das hierfür zur Verfügung stehen de Zimmer nicht mehr Raum bot. Als Preisrich ter wurden bestimmt: Müller=Iserlohn, Hennig und Großjohann=Lüdenscheid. Vom Verein Westhofen war im Anschluß an die geschäftliche Sitzung eine wohlgelungene Fidelitas mit Aufführung eines Theaterstückes veranstaltet. Hohensyburg, 21. Aug. Der Man sieht aber außerordentlich häufig, wie im der beißen Sagresset, ihrer„chlachtfähigen und sel. shn in diesem Pusantzer.uu:—ase—1 polsten„Sonnenschein wägreno des ganzen Stere s9 Au euuegge). Fleisch umstehenden Arbeiter hierüber lachten, wurde A. Tages die Fenster geoffnet sind, während e ued uden, Sopeheue, gschaun eund eag en beige ie bernshen Botzäage herumsatern der Zalusen udlengete: Bizscgiß des somites bester Qualitäten gegenwärtig fast gänztunt, mit der Faust ins Gesicht, daß Schmposeierhenz Läden herabgelassen sind. Die Hausfraussgger Ausschuß„ve. Kogitees Frankreich.. sgequetscht und beide Ager mutze sich sofort in meint, der Luftzug kühle! Diese Annahme Weil er sein Regiment bei größter Hitze krzticheGehandlung begeben. ist aber bei solchem Wetter hinfällig. In einem starken Marsche aussetzte, wobei ein“:. Schwerte, 24. August. Diebstahl.[Wahrheit dringt die warme Luft nur in Mann starb und vierhunoert Kranke unter= Das siebente Gebot scheint die Arbeiterin A. S., das Zimmer ein, und trotz des Luftzuges wegs liegen blieben, wurde der Kommandeur eine biedere Westpreußin, schlecht zu kennen. wird es weit heißer, als wenn man die des 79. französchen Infanterie Regiments Dieselpe, Kahl. 1Pgo.,poistolzein A dent Koer. Fenster geschlossen hält und Vorhänge usw. Divisionskommandegr mit Arrest vor= wesenber, diver). P4. Aug. Der Mörder Büchling gegen die Sonnenstrahlen in Anwenvung e von unbestimmter Dauer bestxaft. Diel iz, bis Fezt noch nicht ergrisfen, trotz aller Berichte, bringt. Oeffnet man abends die Fenster, so regung in Nanch, wo das Beegiuten= welche in den Zeitungen umherschwirren. Ein ist die Hauptsache das Oeffnen der obersten Logiskollegin 70. französischen Infanterig, egzinernts Hisäefses, Hoperze Slecde vom Kusiog von unbestimmter DLauer beszeitzi,ment ist bis sezt noch richtergrifsen, trotzaller Berichte, bringt. Oeffnet man abends die Fenst Aufregung in Nanch, wo das Bregimtn welche in den Zeitungen umherschpirren.„Ein ist die Hauptsache das Oeffnen der obersten garnisoniert, ist außerordentlich. Bildnis des Mörders kann auf dem hiesigen Scheiben; dort zieht die warme Zimmerluft Italien. Polizeibureau von Jedermann eingesehen werden, zumeist ab, nicht etwa unten. Mag kann Das Namensfest des Papstes verlief in) 8 Schwe:„Hudigen leiden, lautet ein altes sogar die unteren Scheiben geschlossen halten, Rom ohne Zwischenfälte. Bei dem allgemeinen Sprichwort und so wird es auch wohl nächstens wenn es zu arg ziehen sollte, die Hauptsache Enpsang zeigte sich der Papst zwar schwoch, gehen, wenn sich unsere Polizei veranlaßt sieht, sist, daß oben an der Decke Laft herausso daß ihm der Arzt zu verschiedenen Malen das Baden in der Ruhr und das Betreten der kommt, resp. herauskann. Es sind das unStärkungsmitel reichen mußte, im übrigen bis sjezt zmmer noch rücksichtsvoll gewesen und scheinbare Ratschläge, aber sie machen in aber war sein Ausechen ein gutes. Von den haben Hen Badenden keinerlei Hinderniss in den dieser Temperatur sich bezahlt.— Empfange war die gesamte, auch die latholische Weg gelegt. Wenn aber derartige Vorkommnisse,— Westfalen=Rheinland, Preise ausgeschlossen, ein Unstaud, der dahin wie sie in lezter Zeit geschehen find, nochnals m Peexgubr, 17.Aug, ueberden gedeutet wird, daß es mit dem Papste noch passiren, so ist die Polizeiverwaltzng gezwpungen, Von der Ruhr, 17. Aug.„lieber den bst scthliecht siebt. schon, aus Schicklichkeisgnugen oas Baden zu diesjährigen Wasserstand der Nuhr sind Eecht sctcht stegt. untersagen. Wiederholt ist es passiert, daß die seitens der Stromverwaltung Erhebungen Hi s Eitign betreffend(Mägde, welche in den Weiden geschickt waren, angestellt; derselbe wird als ein außerordentDie englische vetanaton, vereneno die um Rühe zu melen, unverichteter Sache Heinz stzuerit1:1 Hezichnet werdenmissen,. Strengste Befestigungsbauten bei Gibraltar, ist von derlkehrten, weil sie von den Badegästen, meistens lich hoher..,—.—: J krstrame Hermaltung spanischen Regierung ziemlich schroff beant= halbwüchsige Burschen, belästigt und verfolgt Anordnungen hat die Ruyrstrom=Verwaltung eentshen vrergtrtung otuu. g####.„ lworden sind. Hier muß sich das badende Puhrlisty gegen ein Verschlammen des Flußbettes gevortet worden, indem erlärt wurde, Spamensselbst helfen, indem es derartzganse zegt, SZmnez trofen, die an der Ruhr gelegenen Werke ei brechigt, auf seinem eigenen, Territoriam durchprügel und dann nach G,zjezsigot,„Irumersheten d.——.—. Tchlackenhalden dergn Befestigungen anzulegen, wie es ihm netwendig nach Polizei schreien ist grundfalsch, denn ein haben die Aschen= und Schlautenh##lden derart kann nicht ausbleiben, daß die Polizeibeamter ist kein Gott, welcher allgegenwärtig einfriedigen müssen, daß auch das Hochwasser ische Regierung in Madrid infoloedessen sein kann.,. die Asche nicht fortzuschwemmen vermag. bed e zab. Schwerte, 22. Aug. Mit demgestrigen(Größere Beachtung wird jetzt auch der Stit Kettrn Ceug unöuui.— Tage trit die Sonne in das Sternbild der Klärung der städtischen Abwässer, welche in Jungfrau, durchwelches freundliche Zusammen= die Ruhr gelangen, zugewandt. Es ist dieses Sptuter: rücken der beiden Himmelsdamen die Hunds= auch mit Rücksicht auf das der Ruhr entLachdruck nur mit Huelenangabe getatet)„uim Abschluß gebracht werden. Die nommene Leitungswasser dringenderforderlich. □ Schwerte. 24. Aug, In unserem Bericht)“ uft des Sirius, der uns die größtel X Holzen, 24. Aug. Ein Arbeiter vom üder das Gauturmtet in Tortmund in voriger Dr.) Pevrsoo; Zahres bringt, ist dann vorüber. Sommerberg verlor vom Holzenerweg bis Holzen istes übersehen worden, die Sieger des Turnvereins Hitze des Jagres oringe, ist dann v.—.(sein Portemonnaie mit ea. 5 Mk. Inhalt. Der Eintracht“ hierselbst aufzuführen. Wirlassen des= I1 Schwerte, 24. Aug. Trotz allersehrliche Finder wird gebeten, dasselbe bei der halb beide biesigen der deutschen Turnerschaft an Ankündigung von kritischen Tagen, trotzdem Polizeibehörde abzugeben. ederenden Verine vochnals ut den ernug gere nach. im nabenden September schont g. Eichholz, 2. A,8, Wiebesagut, Keiert Puntzahsen folgen:„Schwerter Turnperein“ er nach Falb es in...... der Pillettanten=Verein„Edelweiß Lichtendorf: hielt im Musterriegenturnen an 8. Stelle mit der Schnee geben sollte, thut die Sonne gar nicht, am Sonntag, den 28. d. Mts., im Saale des 1. Riege bei 1875 Punkten, an 11. Stelle mit der als merkte sie etwas davon. Auch die gestrige Wirts Hauske zu Eichholz sein diesjähriges Sedan2 Riege bei 1867 Punkten je ein Diplom. Aus Abkühlung durch Wind und etwas Regen]fest, verbunden mit großem Bühnenwettstreit. demn Einelwettanpt einoen aus diesen Vereiy)“.—— von langer Dauer. Die Sonne Wie wir hören, haben, shon 9 Vereine ihr Erals Sieger Lervor; in der I. Abteilung Assenerswar nicht von.—.—.—.—, guderz scheinen zugesagt, Vei voicher Koxkurrenz werden mit 60¾, Schöttter mit 59½, Reyer mit 50½ brennt ruhig weiter, und wenn anbere wohl sehr genußreiche Stücke aufgeführr werden, Punkten, in der 2. Abteilung Gerold mit Pgkliz Wetter=Propheten, besonders der wenig laute, und können wir den Besuch nur empfehlen. dem: Eintracht“ gingen als Sieger aber sehr trefflichere Gotaer Recht haben, I) Hennen, 23. Aug. Kirmes. Die hervor: in der 2. Abteilung Schmitz mit 551., haben wir noch auf manchen schönen Tag zu diesjährige Herbst=Kirmes fällt auf Freitag Solay mit 55½. Hölscher mit 53¼, Böven mit rechnen. Nicht blos die Landwirte werden den 2. Septbr. am Sedantage und wird, da 51¼ Punkten. Der letzte Verein, welcher bekannt= sich freuen, sondern noch mehr vielleicht die das Kinderfest nicht gefeiert wird, vorauslich ert seit Jahresfrist der deutschersten male ein Winzer, deren letztes, wirklich gutes Wein= sichlich eine gute werden. Daßschöne ErnteMit dem 17. August wetter hat unsere Landbewohnersoweit gebracht, Turnverein auf seine Leistungen stolz sein. d. I. haben wir den heißesten Tag daß bis am Kirmestage die Ernte faßt ganz r. Schwerte, 24. Aug. Betrüger. Einem seit 50 Jahren zu verzeichnen. Seit dem beseitigt ist und nach so viel Müh' und Plag' berfeimten errig=Bei demselben logierte sich Jahre 1848 gab es bis jetzt einen Tag im sich ein jeder diesen als Freudentag wählen vor einigen Tagen ein ordentlich gekleideter Mann Jahre 1868, der eine mittlere Tagestemperatur wird. Nichts ist ja schöner als eine Dorfein, welcher sich als Rudolf Tabor aus Düsseldorf von 27,4 Grad Zelsius hatte. Am 17.]kirmes, wie dieselbe hier gefeiert wird, wo ins Fremdenbuch eintrug. Nachdem derselbe August erreichte die mittlere Tagestemperatur alles in bester Ruhe und Ordnung verläuft. wehrere Tage aut getev, hate, erdem Vorgeben, die Höhe von 27,2 Grad Zelsius. Furcht= Für die nötigen Lustbarkeiten soll bestens er wolle Geld von der Post holen. Auf Rieseml bar muß die Hite den Herrn Redakteurlgesorgt werden, wir können deshalb auch Wege ist er denn auch geblieben und hat eine des Iserl. Tagebl. mitgenommen haben; ersagen: Zur Kirmes alles da! nicht unbedeutende Kostschuld zurückgelassen. Bei rafft sich zur folgenden Lokalnotitz auf:„Die Hennen, 22. Aug. Ortskrankenwepr ere e, müsse ein Eisenbahnprojekt Schwerte, Hitze ist unheimlich. Ichschwitze, du schwitzest, skasse der Gemeinde Hennen. Gestern Iserlohn ausarbeiten. Aus den hinterlassnenler schwitzt, ihr ist warm, es schwitzt; wir nachmittag fand im Lokale des Herrn Heinr. Papieren geht übrigens auch hervor, daß der schwitzen, ihr schwitzt, sie schwitzen.“ Ja, alles Schwerter in Hennen die Generalversammlung Mensch überhaupt nicht Rudolf Tabor,„ag'hern stöhnt, und am meisten werden Klagen der neu gebildeten Ortskrankenkasse der Geselbe noch mehrere derartige Betrügereien verübt, da laut, wo die Schlafzimmer bis zum Abend meinde Hennen statt. Zunächst versicherte der so sei hiermit vor demselben gezarnt. Beschreihung: die Sonne haben. Da ist, trotzdem die Abende Vorsitzende Herr Jul. Rademacher, daß er ca. 1,65 Meter groß, bräunl. Anzug, Schnürschuhe, schon kühler werden, das Einschlafen freilich die Geschäfte der Ortskrankenkasse unparteiisch karriert. Strohhut, schwarz, krauses Haar, dunkl., noch immer mit Schwierigkeiten verknüpft, leiten und einem jeden, nach Können, zu seinem kl. Schnurrbart. Gestern und heute doch sind auch die Schwierigkeiten zu mindern: Rechte verhelfen werde, dann mahnte derselbe wurden hier zwei Personen vom Hitzschlag befallen Die Fenster sollten, nachdem sie morgens zur Einigkeit und bat, die früheren üblichen und zwar der Packetträger D. und die Frau des geöffnet sind, geschlossen werden, sobald es Zwistigkeiten nach Möglichkeit vermeiden zu Briefträgers W. Beide mußten ärztliche Hülfe in draußen warm wird, und deschlossen bleiben wollen und brachte ein dreifaches Hoch auf Anspruch nehmen. B egigwecheer bis nach Sonnenuntergang, wo also schon unsern Kaiser und König aus. Der erste Der Neubau des Pferdehändlers E. Rogge in der einige Abkühlung eingetreten ist. Oeffnet Punkt der Tages Ordnung betraf Arztwahl. Gartenstraße ist durch Kauf in Besitz des Vieh= man sie dann, kühlt sich die Zimmerluft bald ab, Herr Dr. Garbsch in Hennen wurde mit großer Majorität als Kassenarzt für die Der Kutscher wurde mit einem überreichlichen Trinkgelde entlassen und die beiden Reisenden setzten nunmehr zu Fuße ihren Weg nach der nahen Stadt weiter fort. Dabei führte Neubert fortwährend sonderbare Reden, seine Augen leuchteten so eigentümlich und er drückte seiner Gefährtin unter vergnügtem Lachen alle Augenblicke so warm und zärtlich die Hand, daß Irma sich zuletzt wirklich vor ihm zu fürchten begann. Sie glaubte nicht anders, als daß der alte Mann plötzlich irrsinnig geworden sei, und als sie daher in der Stadt angelangt waren, frug sie ihn schüchtern, ob er sich nicht irgendwo erholen und vielleicht eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser zu seiner Beruhigung zu sich nehmen wolle. „Später soll das auch geschehen, liebe Irma,“ erwiderte Neubert mit einem breiten Lachen, „vorläufig haben wir wichtigere Dinge zu erledigen. Vor allem muß ich mir einiges Geld holen, da ich kaum 3000 Mark zu mir gesteckt habe.“ Jetzt war der Verdacht Irmas zur Gewißheit geworden, ihr Begleiter hatte den Verstand verloren, denn wie hätte derselbe sonst sagen können, daß er nur 3000 Mark bei sich hätte, und wozu wollte dieser Mann, der doch augenscheinlich auch nicht übermäßig reich war, sich noch mehr Geld holen! Sie nahm sich vor, ihn sorgfältig zu überwachen, um irgendwelche Thorheiten, die ihr Begleiter begehen könnte, zu verhüten, und mit diesem Entschlusse folgt sie ihm auch in das stattliche, an den Fenstern mit starken eisernen e e e Neubert großer„Wechortat ulw Vtuyungt, Gran Gittern versehene Haus, in welches Neuverr Gemeinde Hennen gewählt. 2. Puni. Krankenjett einbog. kontrgleure Der Palizeisergeant Herr Korte St s•9* encev 166# 20„„ fronkrbteute. Der Ponzeisergenn krr= Im Innern des Hauses befand sich ein wurde einstimmig als solcher gewählt. Krankenlanger, breiter Gang, der an einer Reihe von scheine sollen bei sämtlichen VorstandsmitSchaltern vorbeiführte, und an einem dieserv' zu haben sein. Punkt 3. Aufnahme Schalter, über dem ein Schild mit der Auf=]6ledern ¾tzjider, fand ebenfalls seine Erschrift„Kasse, befestigt war, trat Neubert und neuer Miglever, Peschiedenegs seine Erverlangte 60000 Mark. fledigung. Unter Versahe ganergsehzagte ine Als Irma Neubert diese, nach ihrem Be=Ihloisege, daß in jeder Bozert zaff und ist griffe enorme Summe nennen hörte, da hielt Anmeldestelle eingerichtet werven son und ist sie die Zeit für gekommen, um einzuschreiten. der Vorstand beauftragt worden, passende Sie zweifelte ja nicht im geringsten daran, daß Stellen zu diesem Zwecke zu verschaffen. Mit dar ernste Kassenbeamte den fost schäbig ge= dem Wunsche, daß die Ortskrankenkasse der für das Hohensyburger Kaiser [Wilhelm=Denkmal hat jüngst über die Ausführung der Standbilder des Kronprinzen Friedrich Wilhelm(des Kaisers Friedrich) und des Prinzen Friedrich Karl einen Beschluß gefaßt, der geeignet sein dürfte, die bisher noch offenen Fragen baldigst in allerbester Weise zur Entscheidung zu bringen. Nach diesem Beschlusse wird nämlich laut „K. Ztg.“ für diese beiden Heldengestalten Bildhauer Karl Donndorf in Stutgart unter Leitung seines Vaters, des Professors Adolf v. Donndorf, Skizzen entwerfen. Ersterer, ein Schüler seines Vaters, hat sich schon in verschiedenen Arbeiten als feinsinniger und vielversprechender Künstlerbewährt. Da letzterm das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms wie die Standbilder Bismarcks und Molktes endgültig übertragen sind, so dürfte durch den Einfluß, der auf diese Weise dem Schöpfer dieser drei Kunstwerke auf Entwurf und Ausführung der beiden andern Standbilder eingeräumt ist, die künstlerische Einheitlichkeit im bildnerischen Schmuck des Denkmals vollständig gewahrt sein. Gerade die Rücksicht auf die Einheitlichkeit aber war bei der Uebertragung der beiden noch nicht vergebenen Denkmäler unabweisbar und ausschlaggebend. Hinter sie mußte auch der verschiedentlich laut gewordene und von den Mitgliedern des Denkmalausschusses lebhaft aufgegriffene Wunsch zurücktreten, mit diesen Werken einen der in der Provinz Westfalen geborenen, zweifel los vortrefflichen Künstler zu betrauen. Das Hohensyburger Kaiser Wilhelm=Denkmal wird nunmehr in nicht allzuferner Zeit seiner Vollendung entgegengehen. Holzwickede.(Strafkammer am 19 Aug.) Wegen Hehlerei verurteilte das Schöffengericht Unna den Wirt Heinrich Kobeler von hier zu zwei Tagen Gefängnis. Gegen dieses Erkenntnis legte Kobeler Berufung ein. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Bei dem Landwirt Maßmann in Holzwickede waren die Arbeiter Franz Axmann und ein gewisser Hofmann beschäftigt, die beide gerne einen über den Durst tranken. Bei dem Wirt Kobeler bekamen sie geborgt, was die Sache verschlimmerte. Nun kam es vor, daß Axmann Hafer oder Häcksel wegbringen mußte. Auf einem dieser Wege kehrte Axmann bei Kobeler ein, um sich eine Flasche Schnaps zu holen, stellte einen Sack mit fünfzig Pfund Hafer vor die Thür, welchen er dann vergaß. Am Abend, als der Wirt die Thür schließen wollte, sah er den Sack stehen und schaffte ihn ins Haus. Am andern Tage ging die Frau des Angeklagten zu Maßmann, um diesen davon Mitteilung zu machen. Maßmann sagte jedoch Kobeler sollte den Hafer behalten, da sie gegenseitig in Rechnung ständen. Einige Tage später brachte Axmann auf dieselbe Weise einen Sack Häcksel zu Kobeler, wovon Maßmann jedoch keine Mitteilung gemacht wurde. Nachdem einige Zeit verhandelt war, wurde beschlossen, die Sache zu vertagen, um noch weitere Zeugen zu laden. Dortmund, 22. Aug.[Vom Hafen.] Seit der Eröffnung der Hafeneisenbahn und der Station Dortmund=Hafen herrscht am Hafen schon ein reges Leben. Die Stadt hat zwei eigene große Lokomotiven, welche den Güterverkehr mit dem Hafen und der Eisenbahnstation vermitteln. Das Verwaltungsgebäude der Stadt ist jetzt fertiggestellt und bezogen worden. Von dem Turme dieses Gebäudes hat man eine schöne Aussicht über die ganze Hafenanlage und über die Stadt Dortmund mit ihren großen industriellen Mankon. Die Eröffnung des Hafens und ennen He(zzgt Harm Harte Stadt Dortmund mit ihren großen industriellen Werren. Die Eröffnung des Hasens und Sie zweifelte ja nicht im geringsten daran, daß der ernste Kassenveamte den fast schäbig gekleideten alten Herrn barsch abweisen würde, und blaß vor Aufregung trat sie daher vor und bat den Kassierer, ihren Begleiter zu entschuldigen. Sie hätten zusammen einen weiten Weg in der schrecklichen Hitze zurückgelgt und schon unterwegs hätte sie bemerkt, daß ihm diese Tour nicht gut bekommen wäre. Aber vor Scham und Verlegenheit hätte Irma in die Erde sinken mögen, als jetzt der Beamte nicht den hell auflachenden Neubert, sondern sie mit mißtrauischen Blicken betrachtete und dabei einige halblaute Worte vor sich hinmurmelte, die eine strenge Mißbilligung ihres unberufenen Einschreitens enthielten. „Sie wundert sich, daß ich mir nicht mehr Geld genommen habe, die Kleine," bemerkte noch immer lachend Herr Neubert, während er die ihm vorgezählten Tausendmarkscheine zusammenfaltete und in seine Tasche steckte. (Fortsetzung folgt.) dem Wulsche, baß die Ortskrantenrasse der Gemeinde Hennen blühen und gedeihen möge, wurde die zahlreich besuchte Versammlung Pesch)= West hofen, 22. Aug, Gestern fand hierselbst im Schulte'schen Saale die zweite diesjährige Versammlung des Hagener Kreises StolzeSchrey'scher Stenographen=Vereine statt, welche von über 100 Personen aus den Vereinen der Umgegend besucht war. Den geschäftlichen Verhandlungen um 6 Uhr abends gingen ein Ausflug nach Hohensyburg voraus. Dem Kreise traten neu bei die Vereine der früheren Schrey'schen Schule Hohenlimburg, Iserlohn, Menden und der Lenne=Volmebezirk. Die Berichte über die Thätigkeit der einzelnen Vereine, von denen einige 40 bis 70 Mitglieder haben, lauten befriedigend. Als Kreisvertreter in den erweiterten Verbandsvorstand wurde der Kreisvorsitzende Krägeloh=Schwelm einstimmig wiedergewählt. Die nächste und letzte Versammlung im laufenden Jahre soll in Lüdenscheid abgehalten werden. An den Wettstreiten, welchem nur das Einigungssystem zu Grunde gelegt wird, konnten nur 12 Stenographen teildes Kanals nach Henrichenburg dürfte in 14 Tagen erfolgen. Auf dem Hafen liegen schon jetzt eine Menge kleiner Ruder= und Dampfbote, welche von Ruderfreunden eifrig zu Wasserfahrten benutzt werden. Leider haben am Freitag abend beim Rudern drei Arbeiter den Tod in dem Hafen gefunden. Dortmund, 22. Aug. Der Kaufmann Rudolf Pape, Wißstr. 60 wohnhaft 63 Jahre alt und unverheiratet, wurde seit dem 15. d. M. vermißt, man nahm an, er sei verreist. Vor einigen Tagen bemerkte man nun in dem Hause einen entsetzlichen Geruch, der heute fast unerträglich war, sodaß man eine gewaltsame Oeffnung der Wohnung vornehmen mußte. Man fand den alten Herrn in seinem Bett liegend tot vor, ein Herzschlag scheint seinem Leben ein Ziel gesetzt zu haben. Die Leiche war bereits stark in Verwesung übergegangen. In seinem Zimmer wurden 1300 Mk. baar vorgefunden. Dortmund, 18. Aug. Ein wahres Saure=Gurkenstückchen. Gestern mittag hatte ein vom Markte heimkehrender Händler das Pech, daß ihm in der Straßenbahnweiche am Reinoldikirchhof mehrere Körbe Gurken vom Wagen rollten. Der berghohe Inhalt versperrte vollständig die Geleise, sodaß die Straßenbahnbeamten selbst Hand ans Werk legten, um das Hindernis baldmöglichst hinwegzuräumen. Dem Gurkenhändler hielt es sehr genau und er wollte nicht eher die Passage frei geben, bis die letzte der Gurken aufgelesen war. Damit stieß er jedoch auf den Widerstand der Straßenbahnbeamten, die des langen Wartens müde waren. Obschon nun die Wagen herannahten, blieb der starrstöpfige Mensch am Gurkensuchen,— plötzlich ein lauter Schrei, und der Händler lag vor den Rädern. Nur noch ztzei Finger weiter und er wäre zermalmt worden. Der Passanten bemächtigte sich in dem Augenblick ein großer Schrecken, denn man glaubte allgemein, der leichtsinnige Mensch wäre überfahren worden. Brackel, 22. Aug.(Leichenfund.) Dienstag abend wurde von einem Passanten des Grafweges eine Leiche im Wegegraben liegend aufgefunden. An derselben wurden Spuren verübter Gewaltthätigkeiten, Wunden 2c. nicht gefunden. Die Polizei schaffte die Leiche in das Polizeihaus, wo sie als die des Schuhmachers Zickler von hier rekognosziert wurde. Wahrscheinlich ist der schon ältere Mann an den Folgen eines Hitzschlages verstorben.„.„„ 95 Letmathe, Fr. Aug. Der BurgerSchützenverein hatte gestern ein Preisschießen auf Scheibe auf dem„Schelk" veranstaltet, bei dem allerlei nützliche Gebrauchsgegenstände ausgesetzt waren.— Unter den schattigen Eichen des Herrn Wortmann fand Freikonzert statt. Soest, 10. Aug. Der hiesigen KornVerkaufs=Genossenschaft ist es leider nicht möglich gewesen, bis zur Ernte das Kornhaus am Güterbahnhof fertig zu stellen, und hat deshalb in den Räumen der Schwanenbrügge'schen Besitzung eine An= und Verkaufsstätte einstweilen eingerichtet. Das neue Lagerhaus ist ein ansehnlicher Bau, wird mit allen notwendigen Maschinen, Aufzügen usw. ausgestattet und ist sowohl durch gute Zufuhrwege wie durch eigene Bahngeleise im Anschluß an die Geleise des Güterbahnhofes zu erreichen. Auch die Ruhr=Lippe=Kleinbahnen erstreben durch ein Anschlußgeleise ihres Hauptbahnhofes eine Verbindung mit dem Lagerhause. Die Verhandlungen mit der kgl. Eisenbahnverwaltung, welche der Kleinbahn das Recht gewähren soll, dieses Anschlußgeleise über den staatlichen Bahnkörper zu führen, verlaufen günstig. Wenn der Betrieb schließlich vollständig eröffnet ist, so wird es an einem lebhaften Handelsverkehr nicht fehlen, denn es ist schon von größeren Getreidehandelshäusern um Angebote von Stroh, Kartoffeln und sonstigen Lieferungen neben dem Korngeschäft gebeten worden. Bochum, 22. August. Vom hiesigen Gesangwettstreite(die werten Leser wollen Bochum nicht mit Schwerte verwechseln) schreibt das„Rh.=W. T.“: Des Städtchens hohe Polizei hat in den letzten Nächten mit dem Ueberdurst des hochgeehrten Publikums schwer zu ringen gehabt. In einzelnen Nächten war Hotel Pleß so überfüllt, daß das letzte Plätzchen ausverkauft war. Dazu haben auch viele Gäste des Gesangwettstreits beigetragen, und manches edle Sängerpaar, das kurz vorher noch von Lenz und Liebe, von allem Schönen und Hohen, was Menschenbrust durchbebt, begeistert gesungen hatte, fand sich nicht lange danach in den kühlen Hallen der heiligen Hermandad. Ein von auswärts gekommener Gesangverein hatte auch besser geschlungen als gesungen, und es hatte sich begeben, daß der Dirigent desselben samt dem Fahnenträger und dem Notenverwahrer in den Pittermann gewandert war. Die auf solche Weise grausam verwaiste Sängerschar war ganz ratlos! Ein besonders bekümmerter Jüngling Avolls, des Liederbegabten, meinte:„Wenn wir nur die Noten wieder hätten! Den Dirigenten und den Fahnenträger könnten sie ruhig da behalten!“ Gerührt ob solcher Anhänglichkeit an den eingesponnenen Dirigenten ging die Schar zu einem Metzger, wo jeder einzelne eine Leberwurst erstand, um sie im Knopfloch der Weste aufzuhängen. So aufs lieblichste dekoriert und fortgesetzt in das leckere Anhängsel beißend, erstickten die braven Sänger ihren Kummer um Dirigent, Noten und Fahnenträger in— Leberwurst. Herdecke, 19. Aug. Vom Hitzschlage befallen wurde heute nachmittag der Gärtner H. M., als er in der Sonnenglut damit beschäftigt war, einen Wagen Korn zu entladen. Er fiel dabei aus beträchtlicher Höhe zur Erde und wurde anscheinend leblos vom Platze getragen. Sofortige Wieder belebungsversuche waren von gutem Erfolge, doch ist die Gefahr leider noch nicht als beseitigt anzusehen. Halver, 22. August.[Tod infolge Hitzschlages.] Der im allgemeinen sehr kühle, vielfach kalte Sommer hat sich in den letzten Tagen vollständig umgewandelt. Eine fast afrikanische Hitze lagert auf der Erde und macht alles schaffensunlustig. Die abnorme Hitze hat vorigen Mittwoch in unserer Gemeinde ein Opfer gefordert. Ein Ackerknecht in Oeckinghausen, der Roggen gemäht hatte, wurde auf dem Wege nach Hause von einem Hitzschlage betroffen und starb, ehe ärztliche Hülfe zur Stelle war. Münster, 22. Aug.(Turmbau.) Nachdem Mittwoch der Schlußstein des Lambertiturmes gelegt wurde, hat man heute mit dem Abbruch des Gerüstes begonnen, dessen Herstellungskosten allein 40000 Mk. betragen haben. Der ganze Bau des 300 Fuß hohen Turmes, an dem die drei Wiedertäuferkäfige wieder ihren Platz finden sollen, ist ohne jeden Unfall verlaufen. Münster, 22. Aug. Bei dem gestrigen Radrennen stürzten mehrere Rennfahrer. Engelhard=Münster und Freise=Hannover erlitten lebensgefährliche, drei andere Fahrer nur leichte Verletzungen. Lennep, 19. Aug. Gefundene Gegenstände bringt man nach der Polizei. So ist es auch mit einer 12 Fuß langen Boa constrictor geschehen, welche vor 8 Tagen einem Menageriebesitzer Johann Spruck, der hier zur Kirmeß war, entlaufen und nun in einem Busch entdeckt und wieder eingefangen ist. Der Eigentümer, dessen Aufenthalt unbekannt ist, kann sich seine Schlange auf dem Polizeiamt im Rathause wieder abholen. Minden, 19. Aug. Eine bei 25 Grad Wärme zugefrorene Bierleitung ist doch jedenfalls etwas, was Ben Akiba auch noch nicht gekannt hätte, wenn es zu seiner Zeit schon Bierleitungen gegeben hätte. Wirt Bockmann auf der Hohnstraße hatte gestern mittag seinen Kühler mit Eis und Salz gefüllt und in kurzer Zeit war das Rohr gefroren. Erst durch Angießen von warmem Wasser kam der kühle Gerstensaft wieder ans Laufen.— So meldet zur Feier der Sauregurkenzeit die„Mind. 3t6, 116 Duisburg, 21. Aug. Die jungste Stadtverordnetensitzung beschäftigte sich mit der Leistung eines Beitrages zur Bildung eines Fonds für Ruhr=Thalsperren. Der Wasserverbrauch von industriellen Werken und Wasserleitungsanlagen ist so stark(etwa die Hälfte des gesamten vorhandenen Wassers der Ruhr), daß bereits Mißstände sich ergeben haben und für die Zukunft in noch weiterm Maße zu erwarten sind. Das wirksamste Mittel zur Bekämpfung von solchen Mißständen glaubt man in der Errichtung von Thalsperren jefunden zu haben, in denen man das überflüssige Wasser vom Winter und Frühjahr ansammeln und in der wasserärmeren Zeit an die beteiligten Werke abgeben, bezw. den Wasserstand der Ruhr so regeln könnte, daß er nicht unter eine bestimmte notwendige Höhe herabginge. Die Masse des jährlich unbenutzt abfließenden Wassers der Ruhr wird auf 570 Millionen Kubikmeter angegeben. Davon soll vorläufig die Ansammlung von 25 und später von etwa 67 bis 70 Mill. Kubikmeter ins Auge gefaßt werden. Zur Anlage von Sperren, deren Kosten auf 8,600,000 Mark veranschlagt werden, soll zunächst ein Fonds von der Hälfte dieser Summe gebildet werden, welche je nach den Wasserverbrauch, auf die konsumierenden Unternehmen verteilt werden sollen. Die andere Hälfte der Kosten sollen die Unternehmer aufbringen. Der Berechnung der Anteile ist eine Abgabe bei dem Verbrauch im abgelaufenen Jahre mit 1½ Pfg. für 10 Kubikmeter und je 2½ Pfg. für den Mehrverbrauch in den künftigen Jahren zu Grunde gelegt. Nach dieser Berechnung würde für Duisburg eine Grundsumme von 7142,28 Mk., sowie die durch den Mehrverbrauch bedingten aufsteigenden Zuschläge zu bewilligen sein. Die geforderte Summe wurde bewilligt unter der Bedingung, daß mit dem Bau binnen Jahresfrist begonnen werde. des Adels und 1000 Mk., hiervon Ehrenpreis und 500 Mk. dem ersten, 250 Mk. dem zweiten, 150 Mk. dem dritten, 100 Mk. dem vierten Pferde. Für Pferde im von Offizieren der deutschen Armee und von olchen zu reiten. Gewicht 3jähr. 65 Ko., 4jähr. 70 Ko., ältere Pferde 72 Ko. Für jede seit 1. Januar 1898 im Hindernisrennen gewonnene 750 Mk. 1 kg mehr, bis 6 Ko. accumulativ. Maiden und Halbblut je 2 Ko. erlaubt. Ausländer nur 1½ Ko. Gewichtsaufschlag. Einsatz 30 Mk., 10 Mk. Neugeld, Distanz 3000 Meter. o. Hundertes=Rennen. Herren=Rennen. Ehrenpreis der Stadt Dortmund und 2500 Mk., hiervon Ehrenpreis und 1500 Mk. dem ersten, 500 Mk. dem zweiten, 250 Mk. dem dritten, 150 Mk. dem vierten, 100 Mk. dem fünften Pferde. Jeder Reiter erhält zum Andenken an das Hunderte Rennen einen silbernen Becher. Handikap. Für 4jähr. und ältere Pferde aller Länder. Einsatz 60 Mk. halb Reugeld, jedoch nur 10 Mk., wenn die Annahme bis 12. September nicht erklärt ist. Die Gewichte werden am 8. September im„Wochen=Rennkalender“ bekannt gemacht. Sieger eines Rennens, nach Veröffentlichung der Gewichte, für jedes im Werte von 1000 Mk. oder darüber 1½ Ko. mehr. Distanz 4800 Meter. Zu nennen bis 29. August cr. " Sport. Rennen zu Dortmund am 18. Sept. 1898. 1. Herbst=Flach=Rennen. Jockey=Reiten. Preis 850 Mk, hiervon 500 Mk. dem ersten, 200 Mk. dem zweiten, 100 Mk. dem dritten, 50 Mk. dem vierten Pferde. Für Pferde aller Länder, welche in den Jahren 1897 und 1898 kein Rennen im Werte von 1000 Mk. und höher gewonnen haben. Gewicht 3jähr. 55 Ko., 4jähr. 60 Ko., 5jähr. und ältere Pferde 62 Ko. Für jede im Jahre 1898 in Summa gewonnenen 300 Mk., gleichwie ob in Hindernis= oder FlachRennen ½2 Ko. mehr. Maiden und Halbblut je 2 Ko. erlaubt. Einsatz 30 Mk., halb Reugeld. Distanz 1800 Meter. 2. Verkaufs=Steeple=Chase. Herren=Reiten. Preis 1600 Mk., hiervon 1000 Mk. dem ersten, 300 Mk. dem zweiten, 200 Mk. dem dritten, 100 Mk. dem vierten Pferde. Für 3jährige und ältere Pferde aller Länder, ausländische Pferde kein Aufgewicht. Gewicht 3jähr. 68 Ko., 4jähr. 75 Ko., 5jähr. 78 Ko. und ältere Pferde 80 Ko. Der Sieger ist für 4000 Mk. käuflich, für jede 500 Mk. weniger eingesetzt 1 Ko. erleichtert. Der Sieger wird nach den Rennen öffentlich zum Verkauf ausgesetzt; bleiben die Gebote unter dem Anmeldepreis, so verbleibt er dem Besitzer, der Mehrbetrag über den Anmeldepreis fällt an die Rennkasse. Einsatz 40 Mk., 20 Mk. Reugeld. Distanz 300 Meter. 3. Union=Klub=Steeple=Chase. JockeyReiten. Preis 1700 Mk., wovon 1000 Mk. dem ersten(500 Mk. vom Union=Klub und 500 Mk. vom Verein), 400 Mk. dem zweiten, 200 Mk. dem dritten, 100 Mk. dem vierten Pferde. Gewicht 3jähr. 56 Ko., 4jähr. 63 Ko., 5jähr. 66 Ko., ältere Pferde 68 Ko. Für jede seit dem 1. Januar 1898 gewonnene 1000 Mk. 1 Ko. extra bis 10 Ko. accumulativ. Halbblut und Maiden je 2 Ko. erlaubt. Einsatz 50 Mk., 20 Mk. Reugeld. Distanz 4000 Meter. 4. Damenpreis=Steeple=Chase. HerrenReiten. Ehrenpreis, gestistet von Damen Vermischtes. über Hitze. Der Backfisch Emmy zum Bruder Studiosus Fritz:„Du, gestern war ich zum ersten Mal in„Hamlet". Die Geisterscene war schaurig. Als im Mondenschein der Geist von Hamlets Vater erschien, rieselte es mir eiskalt über den Rücken.“— Fritz:„Ach, muß das angenehm sein bei der Hitze!“ * Spanien einst und jetzt. Aus der folgenden kleinen Zeichnung kann man ersehen, welchen Rückgang Spanien seit jenen Tagen genommen hat, in denen sein König die stolzen Worte aussprechen konnte:„In meinem Reiche geht die Sonne nicht unter!“: 1580 1668 —1713 — 1810—1828 — 1898 Die erste Linie zeigt den Umfang des spanischen Weltreiches unter der Herrschaft Philipps II. Der zweite Strich giebt an, was 90 Jahre später, nach der Separation Portugals, übrig blieb. Die dritte Linie zeigt die Größe Spaniens nach dem Vertrage von Utrecht, die vierte nach dem Verlust des amerikanischen Kontinents und die letzte endlich giebt den Umfang desjenigen Spaniens an, das nach dem Frieden mit den vereinigten Staaten übrig bleiben dürfte. Wetterbericht. Nachdr. verboten. 25. Aug.: Zeitweise heiter, vorwiegend wolkig, ziemlich warm, Regen, Gewitter. 26. August: Etwas kühser vielfach wolkig. O Prozent extra Rabatt auf alle schon reduzierte Preise während der InventurLiquidation. Muster auf Verlangen franko. Modebilder gratis. Todesfall 2) Für die anlässlich der Beerdigung meines unvergesslichen Mannes, unseres guten Vaters bewiesene Teilnahme, sowie für die reichlichen Kranzspenden sagt herzlichen Dank Ergste. Familie Heinrich Heimann. Weizonnon weiß- und hochbackend, Köster pr. Pfo. nur 12 Pfg. bei Sulius Böccker, Schwerte, Hagenerstr. 8. ieangenehm! wenn man endlich von den lästigen Kopfschuppen befreit ist; man gebrauche Optermann’s Brennesselwasser und wird finden, daß jede weitere Schuppenbildung von selbst aufhört. Nur echt mit Schutzmarke: Anker mit Pfeil bei Carl Trog, Drogerie. Ein junger Mann sucht Logis ohne Kost bei anständigen Leuten. Offerten unter R. S. 100 in der Expedition d. Bl. abzugeben. Schlafstelle zu hose. Wo, sagt die Expedition. Statt besonderer Anzeige. Wilhelmine Mätte Wilhelm Petersmann Verlobte. 3e Gelsecke und Wandhofen, im August 1898. Ses o o e Sae boee eeeee Arnica=Haaröl, ein balsamischer Auszug der grünen Arnicapflanze ist das beste Mittel zur Förderung, Stärkung u. Erhaltung des Kopfhaares, vorzuglich zur gründlichen Beseitigung der lästigen schuppen und Schinnen. Tausende Anerkennungen. Flac. 50 Pfg. und 1 Mk. nur echt bei: Ernst Klein, Hüsingstraße 15. A Trunksucht=Heilung, Psise Zu meiner Freude kann ich Ihnen mitteilen, daß ich durch Ihr unschädliches Verfahren von meiner Leidenschaft geheilt worden bin. Ich habe gar keine Lust mehr zum Trinken, befinde mich dadurch viel besser als vorher und habe auch ein besseres Aussehen. Aus Dankbarkeit din ich gerne bereit, dies Zeugnis zu veröffentlichen und denjenigen, welche mich über meine Heilung befragen. Auskunft zu erteilen. Meine Heilung nird Aufsehen erregen, da ich als arger Trinker bekannt war. Es kennen mich gar ville Leute, und wird man sich allgemein verwundern, daß ich nicht mehr trinke. Ich werde Ihr briefliches Trunksucht=Heilverfahren, das leicht mit oder ohne Wissen angewandt werden kann, überall wo ich hinkomme, empfehlen. Fre'schützgasse 11, Zürich III, den 28. Dezember 1897. Albert Werndli. — Zur Beglaubigung vorstehender Unterschrift des Herrn Albert Werndli, Freischützgasse 11, dahier. Zürich III, den 28. Dezember 1897. Der Stadtammann: Wolfensberger, Stellvertr. Adresse; „Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“(Schweiz).—(12 der Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des bekannten Spezialisten Theod. Konetzky in Stein(Aargau, Schweiz) bei. Handelsnachrichten. 50 Kg= 100 Pfd. Kartoffeln 50 Kilo Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 15 Stück Neuß, 22. Aug. Neuer Weizen kleiner M. 17.—, do. engl. I. Qual. M. 16.50, II. Qual. M. 15.50, neuer Roggen I. Qual. M. 12.50, II. Qual. M. 11.50 per 100 Kilo, Hafer I. Qual. M. 15,60, II. Qual. —.—, neuer Hafer M.—.— per 100 Kilo, Kartoffeln per 50 Kilo M. 0,00—0,00 M., Heu per 50 Kilo M. 2,00—8,00, Luzernerheu per 50 Kilo M. 3,70, Maschinen. stroh per 500 Kilo M. 20,00, Flegeldrusch per 500 Kilo M. 22,—, Butter per Kilo M. 2,40, Eier pr. Schock(60 St.) M. 4,20, Raps per 100 Kilo 1. Qual. M. 23.—, 2. Qual. M. 20.—, Aveel(Rübsen) 1. Qual. M. 21,50, 2. Qual. M. 19,— per Kilo, Rüböl per 100 Kilo eines Teilbabers und Neu-Uebernahme, veranlassen uns zu einem Wirklichen Ausverkauf sämtl. Damenkleiderstoffe für Sommer, Frühjahr, Herbst und Winter u. offeriren beispielsweise: 6 Meter soliden Sommerstoff z. Kleid f. M. 1.50 Pf. 6 Meter soliden Cubanostoff z. Kleid f. M. 1.80 Pf. 6 Meter soliden Epinglestoff z. Kleid f. M. 2.10 Pf. Meter soliden Crêpe-Careaux z. Kleid f. M. 3.30 Pf. sowie modernste Kleider- u. Blusenstoffe versenden in einzelnen Mtrn., bei Aufträgen von 20 Mk. an franko Oettinger& Co., Frankfurt a.M. Versandhaus. Stoff z. ganzen Herrenanzug f. M. 3.35.(Ge Stoff z. ganzen Cheviotanzug#g f. M. 5.85#1 in Partien von 100 Ztr.(ohne Faß) M. 52,—, Rüböl per 100 Kilo faßweise(ohne Faß) M. 53,50, gereinigtes Oel per 100 Kilo M. 3,— höher als Rüböl. Viehmärkte. Dortmund, 22. Aug.(Städtischer Viehhof.) Zum heutigen Schlachtviehmarkte waren aufgetrieben: 687 Stück Großvieh, 685 Schweine, 192 Kälber,—Pferde, 101 Schafe. Preise für 100 Pfd. Schlachtgewicht Ochsen 65 —68M4, Stiere 46,00—53,— M, Kühe 1. Qualität 60,00—63,00 K, 2. Qualität 55,00—60,00 K, 3. Qual. 50—55 K. Schweine 1. Qualität 57,00— 62,00 K, 2. Qualität 00 bis 00 M, Kälber das Pfund Schlachtgewicht 1. Qualität 70—75-4, 2. Qualität 65—70 4, Schafe desgl. 58—63 4. Unverkauft blieben 17 Stück Großvieh. Erinnern Sie sich beim Einkauf v. Farben, Lacken, Pinseln, — Tapeten— und aller einschlägigen Artikel der — Firma— Ernst Klein, Hüsing= straße 15. Bekanntmachung. Die Urliste derjenigen Personen hiesigen Stadtbezirks, welche zu dem Amte eines Schöffen oder Geschworenen berufen werden können, liegt vom 24. bis 31. August cr. im hiesigen Stadthause zu jedermanns Einsicht offen. Einsprachen gegen die Liste sind nur während dieser Auslegungsfrist zulässig. Schwerte, 22. August 1898. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Es wird hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß nach § 10 der Provinzial=FeuerOrdnung vom 30. November 1841 und§ 38 der KreisFeuer=Polizei=Ordnung vom 28. Juni 1843 jeder Hausbesitzer im Besitze der feuerpolizeilichen Bestimmungen sein soll. Das Exekutiv=Personal des hiesigen Amtes ist angewiesen, bei der demnächst stattfindenden allgemeinen Feuerschau hierauf sein besonderes Augenmerk zu richten und jede Nichtbefolgung der obigen Anordnung zur Anzeige zu bringen, sodaß Bestrafung erfolgen wird. Die fraglichen Bestimmungen sind, im Selbstverlage des Verfassers, Regierungs=Supernumerars Herrn Friedrich Weiberg in Dortmund, zu haben. Westhofen, 16. August 1898. Der Amtmann: Graf von Haslingen. Für kleine Familie ein älteres Die der ev. Kirchengemeinde Opherdicke im Zusammenlegungsverfahren zugewiesenen Grundstücke: der Wassersor 32 Are(circa 1 Morgen 44 Rth.). 1 Hektar(circa 4 Morgen). 2 Hektar 12 Are (circa 8 Morgen 84 Rth.). „ 1 Hektar 82 Are (circa 7 Morgen 49 Rth.). Im Herdecker Felde 5 Hektar 36 Are (circa 21 Morgen 77 Rth.). „ 79 Are(circa 3 Morgen 28 Rth). Hausbeke 5 Hektar 36 Are(circa 21 Morgen 77 Rth.) Natte 1 Hektar 61 Are(circa 6 Morgen 77 Rih.) sollen am Samstag, den 27. August, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Wirs Herrn Becker in Opherdicke öffentlich verpachtet werden. Holzwickede, den 22. August 1898. Der Kirchmeister. Nur die Marke „PTeilring“ giebt Gewähr für die Echtheit des Lanolin-Toilette-Cream-Lanolin Man verlange nur „Pfeilring“ Lanolin-Cream und weise Nachahmungen zurück. Billiger Brotbezug. Jeden Mittwoch u. Samstag auf dem hiesigen Wochenmarkt frisch zu haben: Ia. westf. Pumpernickel à 23 und 45 Pfg. Ia. westf. Bauernstuten à 40 Pfg., sowie 20 verschiedene andere Sorten Brot zu den billigsten Preisen. Dortmunder Brotfabrik. Tedernengen die vied. dass meine* Fahrräder u. Zubehörtheile i diebesten undtiahte? R B i die aiterbitiesten ind Wiederverkäufer gesucht. Haupt-Katalog gratis& franco. August Stukenbrok, Einbec: Deutschlands grösstes 62 scigd# e Provinzial-FeuerPolizei-Ordnung, welche im Besitze jedes Hausbesitzers sein muß, soeben eingetroffen in der C. Braus'schen Buchhandl. L. 10. S FRS Jahresfest des evgl. Männer= u. Jünglingsvereins zu Schwerte Sonntag, den 28. August 1898. Festgottesdienst nachmittags 3 Uhr in der reformierten Kirche: Herr Pastor Zander * md K 81. * Nachseier im Saale des Herrn Rassin„zur Helle“. Im oberen Saale ist Kaffee zu 60 Pfg. zu haben. Jedermann ist freundlichst eingeladen. G auf möglichst bald gegen hohen Lohn gesucht. Näheres in der pedition. Ein junger Munn für leichte Arbeit auf sofort gesucht. G. Waldmann, Schwerte. Sauberer Junge#### zu leichter Arbeit für Sonn= 440 abends und Sonntags gesucht. Näheres in der Expedition. Küne. Diese Woche angekommen. G. Waldmann, Schwerte. Empfehle prima hochtragende und frischmelke Jede kluge Hausfrau kauft stets die feinsten Fabrikate Kaffee=Essenz u. Malzkaffee Gebr. 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Kleingarn, 25 Brückstraße, befindliche 28 Friscur-Geschäft habe ich mit heutigem Tage übernommen und halte mich einem geehrten Publikum von Schwerte und## Umgegend bei sorgfältigster Ausführung aller Arbeiten# bestens empfohlen. 8 Schwerte. Luduüg Stract. RRRRRRARANNAARANAN Alite-Fahrräder die vornehmste Marke der Jetztzeit. Berglsche Fahrrad-Werke„ELITE“. Fritz Evertsbusch, Lennep. ** Man verlange Kataloge gratis.## Joseph Kürschners Universal=Konversations. Lerika in einem Bande. 270 Jlustr. Geb. Preis nur 3 zuk. Weltsprachen=Texikon. 200960 Zeilen. Vollständig. deutschengl. franz.=ital. und latein. Lexikon nebst Fremdwörterbuch.“ nebst Freug######n Preis nur 3 zun. Eleg. geb. Kürschners Jahrbuch 1898. * Ein Kalendarium und Nachschlagebuch für Jedermann, ca. 500 S. 8%. nur erdenklichen Informationen über alle Gebiete des Wissens und Lebens, Vergangenheit und Gegenwart: Handbuch, das jeder haben muß, der seinen teil wahrt. 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