Knttlicher Kreisvlatt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur: Johannes Braus, Schwerte. für den Kreis Hörde. Insertionsgebühr für die 6spaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 84. Schwerte, Mittwoch, 1. Juni 1898. 31. Jahrgang. Stadt Schwerte. Jahr 1893. Uebersicht behufs Neuwahl für den Reichstag. Nr. Des Wahlbezirks Abgrenzung Brückstr., Friedrichstr., Haselackgasse, heil. Geiststr., in den Höfen, Hüsingstr., Kampstr., Kampgasse, am Kirchhofe, Kleppingstr., Kötterbachstr., Markt, kl. Marktstr., Mährstr., Mühlenstr., Nordstr., Nordwall, Schulstr., Südwall, Teichstr., Wallstr., Westenstr., Westenort. Bahnhofstr., Beckestr., Beckenkamp, Bismarckstr., Bruchstr., Dammstr., Eisenindustrie, Gartenstr., Gasstr., Hagenerstr., Hellwegstr., Holzenerweg, Liethgasse, Moltkestr., Poststr., Richardstr., Rosenweg, Ruhrstr., Sedanstr., Senningsweg, Wilhelmstr. Dortmunderweg, Hellpothstr., Hörderstr., Jägerstr., Klusenweg, Kuhstr., Kirschbaumsweg, gr. Marktstr., Mittelstr., Ostenstr., Ostbergerstr., Schützenstr., 1. und 2. Speckebruch, Hüsingheide, Westenheide, Ostenheide. Indem wir vorstehende Uebersicht über die Einteilung der Wahlbezirke behufs Wahl eines Abgeordneten für den Reichstag veröffentlichen, bemerken wir, daß die Wahl am 18. Juni 1898 stattfindet.— Die Wahlhandlung beginnt am gedachten Tage 10 Uhr vormittags und wird um 6 Uhr nachmittags geschlossen. Jeder Wähler hat während dieser Zeit in dem Wahllokale##nes Wahlbezirkes einen Stimmzettel von weißem Papier, welcher mit dem Namen des Kandidaten, welchem er seine Stimme geben will, versehen sein muß, dem Wahlvorstande zu übergeben. Der Zettel darf kein äußeres Kennzeichen haben und muß so zusammengefaltet sein, daß der Name äußerlich nicht sichtbar ist, widrigenfalls der Stimmzettel als ungültig zurückgewiesen wird.— Die Stimmzettel sind außerHalb der Wahllokale mit dem Namen des zu wählenden Kandidaten zu versehen, auch sind gedruckte Stimmzettel zulässig. Ungültig sind: 1. Stimmzettel, welche nicht von weißem Papier oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind, 2. Stimmzettel, welche keinen oder keinen lesbaren Namen enthalten, 3. Stimmzettel, aus welchen die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist, 4. Stimmzettel, auf welchen mehr als ein Name oder der Namie einer nicht wählbaren Person verzeichnet ist, 5. Stimmzettel, welche einen Protest oder Vorbehalt enthalten. Im Wahllokale dürfen während der Wahlhandlung weder Diskussionen stattfinden noch Ansprachen gehalten oder Beschlüsse gefaßt werden.— Abwesende Wähler können in keiner Weise durch Stellvertreter oder sonst an der Wahl teilnehmen. Schwerte, den 31. Mai. 1898. Der Ragistrat. Bekanntmachung. Unter Hinweis auf die Bestimmungen der §§ 53, 54 und 55 der Hinterlegungsordnung vom 14. März 1879(Gesetz=Sammlung Seite 249) machen wir die Beteiligten darauf aufmerksam, daß in dem öffentlichen Anzeiger zum Stücke 23 unseres Amtsblattes das durch§ 57 a. a. O. vorgeschriebene Verzeichnis derjenigen bei uns hinterlegten Massen veröffentlicht worden ist, bei welchen im Laufe des Vierteljahres vom 1. Juli bis Ende September 1898 die Einstellung der Verzinsung bevorsteht. Arnsberg, den 18. Mai 1898. Königliche Regierung, Hinterlegungsstelle. Surmann. Bekanntmachung. Die Anträge auf Beurlaubung von Mannschaften, welche bei der Marine, Kavallerie und der reitenden Feldartillerie dienen, nach zweijähriger Dienstzeit, werden am Freitag, den 10 Juni cr., Vormittags von 9 bis 12 Uhr auf dem hiesigen Amtsbureau entgegengenommen. Wellinghofen, den 26. Mai 1898 Der Amtmann: Hartung. Tages=Ereignisse. Deutsches Reich. Beide Majestäten verlebten mit dem griechischen Kronprinzenpaar den zweiten Pfingstfeiertag in Potsdam. Im Neuen Palais empfing der Kaiser den chinesischen Gesandten Lihaihoan in Audienz, der später auch dem Stiftungs(Schrippen=) Fest des Lehrinfanteriebataillons beiwohnte. Am Dienstag früh machte der Monarch den gewohnten Spaziergang im Tiergarten und hörte, ins kgl. Schloß zu Berlin zurückgekehrt, den Vortrag des Chefs des Militärkabinets v. Hahnke. Der in das 1. Garderegiment eingestellte Prinz Oskar ist der fünfte Sohn unseres Kaiserpaares. Er wird zwar erst am 27. Juli zehn Jahre, doch da an diesem Tage die Majestäten nicht in Berlin sind, so erfolgte die Einstellung jetzt schon. Der Prinz erhielt gleichzeitig den Schwarzen Adlerorden. Prinz Heinrich hat auf seiner Chinareise auch dem von den Engländern vor wenigen Tagen in Besitz genommenen Hafen Weihaiwei einen Besuch abgestattet. Der Bruder des deutschen Kaisers wurde von der britischen Flagge salutiert und von dem Chef des englischen Geschwaders Seymour empfangen. Prinz Heinrich machte mit dem Admiral einen Rundgang durch die Hafenanlagen und besichtigte unter seiner Führung auch die Stadt Weihaiwei. Nach kurzem Aufenthalte setzte der Prinz seine Fahrt fort. Die Influenza hat im Jahre 1896 in Preußen nur 3559 Todesfälle verursucht gegen 6509 im Jahre 1895, 7336 im Jahre 1894, 10403 im Jahre 1893, 15911 im Jahre 1892, 8050 im Jahre 1891, 9576 im Jahre 1890. Eine Abnahme der Opfer dieser Krankheit, die in letzten 7 Jahren mehr als 60 000 Personen hingerafft hat, ist also unverkennbar. Italien. Das Kriegsgericht in Mailand verurteilte 13 Arbeiter, die angeklagt waren, im Dorfe Abbiategrasso den Gendarmen sich widersetzt und einen durch Stockschläge verletzt zu haben, zu 1 bis 7½ Jahren Zwangsarbeit. Nach den jetzt veröffentlichten Listen sind bei den Unruhen in Mailand 75 Personen getötet worden, von denen bei 7 die Persönlichkeit nicht hat festgestellt werden können. Von den in das Hospital Gebrachten starben noch 7; an Verwundeten befinden sich im Hospital noch 63, darunter noch einige schwer verwundete. Die Anklagekammer in Bologna verwies Frau Crispi in Sachen des Prozesses Favilla und der Bank von Neapel wegen Teilnahme an den Unterschlagungen amtlicher Gelder an den Schwurgerichtshof. Rußland. Ein Regierungsakt des Zaren macht in Petersburg viel von sich reden. Es wird berichtet: Auf Befehl des Zaren ist ein Komitee gebildet worden, das sich eingehend mit der infolge der Mißernte entstandenen Hungersnot beschäftigen soll. Das Präsidium des Komitees hat der Zar persönlich übernommen. In hiesigen Regierungskreisen hat es bedeutendes Aufsehen erregt, daß der Minister des Innern von der Absicht des Zaren gar nicht unterrichtet wurde. Seit der Regierung Alexanders II. hat sich ein solcher Fall nicht ereignet. Es verlautet, daß der Minister des Innern Gorymikin demnächst andere Verwendung finden soll.— Der in die Kirgisensteppe abkommandierte Arzt hat als Ursache der ungewöhnlichen Sterblichkeit Hunger konstatiert. Spanisch=amerikanischer Trotz der mannigfaltigen Sensationsmeldungen, die teils die amerikanische, teils die spanische Flotte völlig vernichtet sein ließen, scheint im Kriege um Kuba bis zur Stunde alles beim Alten geblieben zu sein. Und wenn, was wahrscheinlich, die spanische Flotte unter Cervero sich noch im Hafen von Santiago befindet, so muß und wird sich überhaupt nicht so bald etwas an der äußeren Lage auf dem Kriegsschauplatze ändern. Nach den üblen Erfahrungen der letzten Tage wird man den Gerüchten über neuerliche Schiffsbewegungen kaum großen Glauben beimessen. Der Zustand der amerikanischen Land= und Seetruppen soll ein außerordentlich kläglicher sein, wozu außer manchem anderen besonders auch die unerträgliche Hitze beiträgt. Nach den letzten Meldungen wurden 2 amerikanische Journalisten, englischer Geburt, Wigan und Robinson, bei einem Landungsversuch auf Cuba verhaftet. Die Behandlung der Gefangenen seitens der Amerikaner soll dem Völkerrecht in keiner Weise entsprechen und hat schon zu wiederholten Klagen Anlaß gegeben. Ein spanischer Offizier, der in amerikanische Gefangenschaft geraten, aber wieder daraus entlassen wurde, schildert die schlechte Behandlung, die er erfahren, in recht drastischer Weise. Die Amerikaner glauben jetzt allem Anscheine nach gewonnenes Spiel zu haben, nachdem von Admiral Schley festgestellt worden ist, daß sich die spanische Flotte unter Cervero thatsächlich noch im Hafen von Santiago befindet.„Ich habe sie, sie werden niemals heimkehren" telegraphierte der Admiral unmittelbar nach seiner Entdeckung dem Marinesekretair Sony nach Washington. Und von diesem erging die Antwort:„Laßt sie unter keinen Umstanden entwischen, vernichtet sie oder nehmt sie gefangen!“ Gleichwohl wird doch befürchtet, Cervero dürfte doch noch entkommen sein, da stürmisches Wetter den Kommandeur Schley genötigt habe, auf hoher See zu bleiben. Im allgemeinen glaubt man jedoch in den amerikanischen Regierungskreisen, daß der Krieg nun rasche Fortschritte machen und einen alsbaldigen und völligen Sieg der amerikanischen Waffen herbeiführen werde. Der Plan der Amerikaner geht nun offenbar dahin, mit den für die Bewachung Santiagos entbehrlichen Schiffen die kubanische Nordküste, sowie Porto Riko anzugreifen und ausreichende Landtruppen auf beide Inseln zu überführen. Denn dem Seesiege hätte noch immer ein Landkrieg zu folgen. Zur Leitung des letzteren hat sich General Miles, der Generalissimus der Armee, mit dem Generalstabe von Washington aus nach dem Kriegsschauplatze begeben.— Auffallender Weise ist von dem spanischen Geschwader, das vor mehreren Tagen den Hafen von Cadiz verlassen hat, noch nichts zu bemerken gewesen. Sollte dasselbe zur guten Stunde vor Santiago eintreffen, das nur aus wenigen Schiffen bestehende Geschwader des Admirals Schley angreifen, so könnten die Siegeshoffnungen der Amerikaner am Ende doch noch zu Wasser werden.— Spanien ist nicht im Stande, Ausländern, welche sich zum freiwilligen Eintritt in das spanische Sinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter 2c. Den„ersten Schritt“ auf einer gefährlichen Bahn geht, schon den nächsten stürzt man. **„„ Der Mensch kann niemanden so bitter hassen, als sich selbst, weil er von Natur geneigt ist, sich am meisten zu lieben. * * Versöhne dich mit dem Heute, wie es sei, sonst wird dir das Morgen zum Todfeind. Das Haus mit den zuei Eingängen. Von H. Rosenthal=Bonin. (Nachdruck verboten). (Fortsetzung.) „Das wäre!“ rief der Kommissarius aus. „Hm, die Sacke bekommt einen bedenklichen Beigeschmack, der Anwalt ist Verwalter des Nachlasses und bis jetzt der einzige Erbberechtigte. Es scheint fast unglaublich, der Helmer Wallroden,“ sprach der Beamte den Kopf schüttelnd;„aber es ist ein Band, das die Dinge verknüpft, und der Zettel in dem Nachlaß des Schuftes und die Aussage des Wärters. Es ist ein Faden, ein dicker Faden, der zu dem Bureau des Anwalts leitet,“ äußerte der Beamte und blickte ernst vor sich nieder.„Herr Kommissarius,“ fuhr er dann fort,„wir werden da ein heikles Stück Arbeit bekommen, ein sehr kniffliches, verantwortliches; melden Sie mich dem Staatsanwalt Bankjus, ich hätte Dringendes mit ihm zu reden.“ So schloß der Oberbeamte und der Kommissarius verließ das Zimmer. XVII. Am nächsten Morgen begaben sich der Staatsprokurator Liewert und der Staatsanwalt Bankjus zur Kanzlei des Rechtsanwaltes Wallroden. Sie trafen Helmer auffallend bleich und düster aussehend. „Wissen Sie, Herr Kollege, daß der Cesarini tot ist?“ fragte der Staatsanwalt völlig gesprächsweise. „Wer ist der Cesarini?“ fragte Helmer beide Herren etwas verwundert und scharf, ja mißtrauisch ansehend. „Kannten Sie den Mann nicht?“ erkundigte sich der Staatsanwalt. „Ich erinnere mich nicht, je diesen Namen gehört zu haben,“ gab Helmer zurück. „War nie als Klient ein Spanier bei Ihnen ähnlichen Namens, überhaupt ein Spanier oder Mexikaner, ein Südländer!“ warf der Staatsanwalt ein. „Nie,“ erwiderte Helmer.„Was sollte er bei mir gesucht haben? Erlauben die Herren mir eine Frage," ließ jetzt der Rechtsanwalt einfließen.„Habe ich die Ehre, Sie vor mir zu sehen in amtlicher Eigenschaft?“ erkundigte er sich, zu dem Staatsanwalt gewendet. „Nun, gewissermaßen ja!“ antwortete Herr Bankjus etwas zögernd.„Sie bestreiten also, daß ein Spanier, der Zirkuskünstler Cesarini, oder wie er sonst heißen mag, der Schmetterlingsjäger und chinesische Schütze des Zirkus Zerrini, jemals und besonders am zwölften Januar in der Abendstunde bei Ihnen war?“ „Das bestreite ich ganz entschieden, denn zu dieser Zeit war ich in der Kanzlei. Herr Hase arbeitete in dem ersten Zimmer, dessen hür nach meinem Bureau offen war, bis abends acht Uhr, der kann dies also bezeugen, ebenso mein Diener, der jenem geöffnet haben müßte.“ „Dem steht ein anderes Zeugnis gegenüber,“ ließ der Staatsanwalt verlauten,„ein völlig unparteiisches, allerdings kein unbestreitbar sicheres. Sie kannten die Ansprüche an die Erbschaft von Seiten des Paul Roda?“ richtete der Staatsanwalt von neuem die Frage an Helmer. „Dierekte Ansprüche von diesem Mann nicht. Bekannte von mir machten viele Wahrscheinlichkeiten geltend. Diese Möglichkeiten habe ich nie abgeleugnet. Ich fordere natürlich Beweise,“ war Helmers Antwort. „Sie haben eine Abneigung gegen jenen Paul Roda?“ erkundigte sich der Stalltsanwalt weiter. „Ich war ihm nicht geneigt, er war mir unangenehm als möglicher Erbe!“ bestätigte Helmer. „Sie wissen, daß auf jenen Roda ein meuchlerischer Anfall ausgeführt worden ist?“ fragte der Staatsanwalt. „Das habe ich gestern nacht erfahren,“ gab Helmer zurück.„Es berührte mich traurig und peinlich,“ fügte er schwer atmend hinzu. „Herr Kollege," begann jetzt Herr Bankjus von neuem,„können Sie sich erklären, wie die Aufzeichnung Ihres Namens und Ihrer Wohnung in die Hände jenes Attentäters, des Cesarini, kommt und welche Zwecke jener Mensch mit dieser Notiz haben konnte?“ Helmer ward noch eine Schattierung bleicher. „Nein, das ist mir ganz unfaßlich; ich habe nie mit einem Manne dieses Standes und seiner Nationalität zu thun gehabt,“ entgegnete er mit Bestimmtheit. „Nun, Herr Kollege, eine solche Aufzeichnung fand sich im Nachlasse jenes Uebelthäters, der den Roda vorher nicht kannte, der absolut kein erklärbares Motiv für sein Verbrechen bis jetzt darbietet; ein Zeuge hat diesen Mann am zwölften abends in dies Haus schleichen und die Treppen hinaufgehen sehen. Sie sind der einzige Mensch, soweit unsere Kenntnis reicht, der ein Interesse am Nichtvorhandensein dieses Roda haben konnte, der ihm eingestandenermaßen nicht wohl wollte, der ihm Gegner war in einer bedeutenden Erbschaftssache. Sie sind Fachmann genug, um zu wissen, welche Folgerungen daran zu knüpfen die Staatsanwaltschaft gezwungen ist. Ich bin deshalb verpflichtet, vorläufig Sie als belastet anzusehen und Ihnen Untersuchungshaft ankündigen zu müssen, die Sie gefälligst in einer Stunde antreten wollen.“ Helmer stand da wie eine Bildsäule, keine Muskel an ihm zuckte, nur die starken Adern auf seiner mächtigen Stirn schwollen und seine Augen traten etwas hervor. „Darf ich mir eine Frage erlauben,“ nahm er jetzt das Wort,„ob irgend eine Person sonst noch mich verdächtigt hat?“ fragte er und seine Stimme bebte. Heer melden, Aufnahme zu gewähren.— Nach dem„Reichsanzeiger“ sind die Schiffsbewegungen im Hafen von Malaga von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang untersagt. X Schwerte, 31. Moat. Phagse wären nun vorüber, die Tage des festes und mit ihnen alle Freuden, die uns beschieden waren.— Der 1. Pfingsttag, der mit Recht die Signatur christlicher Erbauung trägt, belegte schon in früher Morgenstunde, damit wir uns der Schönheiten der Natur so recht aus vollem Herzen erfreuen konnten, Feld und Wald mit herrlichem Sonnenschein. — Tausende zogen denn auch froh und wohlgemut hinaus, um ihr Auge an der frischgrünen Vegetation zu weiden und im goldenen Sonnenschein zu lustwandeln, vergessend alle Leiden und Klagen des alltäglichen Lebens.— Ein anderes Bild dagegen bot uns als„kleine Abwechselung“, der 2. Feiertag; mit seiner spenditen Hand, welche sich in letzter Zeit überhaupt sehr freigiebig zeigt, war, entgegen allen Erwartens, schon in frühester Stunde Regenspender Pluvius in seine Regentschaft getreten und sandte uns Regenschauer in unaufhörlicher Zahl hernieder. Gar mancher schön ausgesonnene Plan einer prächtigen Pfingstpartie wurde da zu „Wasser". Aber wir mußten uns eben, wohl oder übel, auch in diese Lage hineinfinden, denn:„Mit des Geschickes Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten.“— Gegen mittag jedoch sollten wir auch noch einmal die Freude in„Mutter Grün“ genießen; der Himmel klärte sich auf, und unzählige Scharen eilten wieder hinaus aus den engen Mauern. Doch die Schönheiten hatten mit dem Eintritt der Dunkelheit bald ihr Ende erreicht, denn fast unangenehme Kühle folgte den Regengüssen.— Wir wollen deshalb unsere Vergnügungsprogramms, die ihre Erledigung diesmal nicht gefunden, einstweilen„hinter den Spiegel“ stecken, um sie an einem schönen Stabhochsprung. Preis resn lobender Anerkennung gekrönt, in diesem Semester 1216 immatrikulirte Stur (eimp fübernenEichenkranz) im e.,) Liege, a.xpor.r su,(öende. Ihre Freguenz ist sit dem Winter Es iit wiedenum ein Zeichen, dop, wo,eg Doxtmund, 28. Mai. Daß manchmal 1892/93 ununterbrochen gewachsen, und zuar und Freude zu einer Sache vorkanden Vt, de auch fadtbekannte Personen bei der Aufstel= im ganzen um auf den Kopf 500 Studtrende. Arbeit und Mähe steis belohut wird,—h:sue, voou, Wählerlisten übersehen werden, 5 Die Libauer Bücker machen infolge wolen deshalb dem Schwerter„Lumerbung zeigte, sich jetzt recht aufäilig in Riesigersder Steigerung der Beizenprese seit einigen ein dreifsaches.Gut Hey, dun, Zim. Sonntag Stadt. Der bisberige Reichstagsabgeordnete Tagen die Weißbrbdchem fost um ein Deittel (0 Schwerte, 1. Juni, Am Sonngg,) Stop, Wahlkreises, Dr. Lütgenau, fleiner, als sie laut Brotage perplichtet ,Knd. den 29. Ma, kaud wieder ein Wfternig, es ves Biestoer, als er sich von der Eintragung Ein Bickermeister bringt, wie ein Sidauer Blat biesgen Kauben=Verins beigintigten abeitersuchte nümiog,. Zie Wählerliste überzeugen meldet, zierlche Bröchen in den Handel, die stat. Die Tauben wurden vu. Oevicte Herhger seives Nomens u. Ha er überhaupt nicht ein= saum die Größe einer Cirone haeben, und die gelasenz, die Lustigte von dort bs Berfig getragen geblich, de.—.uy.. ser unter dem Namen„Wastingtoner Kriegs. betug 262 km. Die erste Preistaube, nog vr:, Ba, Por,. 25. Mai Eine postalschessemmel“ lozuwerden sucht. 1056 m in 1 Mimute, de lette, dogegge„ mu Bersin wird für Dortmnund= Wieegyptische Blätter melden, 926 m. Bei dem Wetstug konkurterten 16/Cinrichur,g)je, würde unsere Siadt mit einen!beabsichigt Negus Menellt sich in Jahre 1900 Mitgieder. Ernugen wurden 27 Preise, diel gepion. Zrozstadt stempeln. Es handelt nach Jerusalem zu begeben. Menelk wil die sich wie folgt, verteiten: Herm, Iosper,) Splog Zie gintelslung der Stadtelle nach den Stadt kennen lernen, in der vor 3000 Johren Schwerte(1.), Julus Meber=Wbesthofen(2.), 5o um):; Ziamelsgrichlungen, z. B. Dortsseine Stammmuter, die bibtische Königzin von E Staun(s., 4), Srust. pöbuer, So gesabelz, versose zu., Herimund W., Dortwund C.[Saba(uach obessnischen Ueberieserungen dies C. Stammschwerte(6., 7. 8.), V. Vo.1t), Ieniru) u. f. w. Auch die Nummerierungste Biltis, die Gastreundschaft des Königs Westhofente.) V. Viebahn=esthofen(10, 11),) euvu,„ ol lünftig auf den Briessendungen Salomo genossen und diesen dafüir mit kosboaren Gustav Stricker= Schverte(12), A. Weberz=lder Postämter o.,.ea, uig Grund für diese Juwelen und selenen Gewürzen beschenlt hat. Mesthofen(13), 6. Winkelman=Schwerte vorg=schrieben v.. Lolgsale Entpickelung Menelit ist nach dem von ihm aufbewahrten (4, 15), Veler Meister=Schwete(16), Louis) veue Einrichtung Horigunds angesährt. Un Stammbaum der 97. Nacklonwe der Könizin. Tomis=Westhofen(17.), 6. Heinbest=p'eg, hemn VBersehr zu rleichtern, sollen die Reben= Riga 26. Mai. In der 16000 Einhofen(18.), C. Stamnn=schwerte(19),—, postämter vermehrt werden. Das Hafengebiet swohner zählenden rusischen Stadt Sluzk Weber=Mesthofen(20.), C, P4y, M. Webere erhät belanntsich sein eigenes Postamt. ssind 500 Wohnhäuser und 4 Kirchen nieder921 2, 22), G. Stricker.(23, 4.), u. Weger;“huy vesnun, 2 8. Mai. Der vor ca. Jahres=(gebrannt und viele Menschen in den Flammen Weihosen(25.), J. Weber=Westhofen(26) frit gegrändete Verein„Kaiser Wiühelms=ungetommen. Stricker=Schwerte(21, Vre= Am Sams, Volksheilstäte für Lungenkranke“ verfigt Zu der Aufsehen erregenden wurde, wie schon kurz gemeldet, oberhalb öber ein Vermögen von ea. 270000 Mt., Entdeckung, die, wie bereits gemeldet, 10c wurge, gfa: Ausschluß der vom Stadt= und von den Polizeibehörden von Hamburg, und der veuen Puhrbrige de an den„Geiche Landkreise bewiliaten 60000 Mt. durch frei Ungegend gemacht wurde, wird nun ausführalten drutzrurige fetgeschwemmt, Leicge) tugs treize bechiigtegebacht st. gleinerte lichesv=gemeldet: Am kaserlichen Hofe in ewa 20jährigen Maunes gefunden,svilige Veitrige asseäherstehen noch aus, Verlin siel es seit einiger Zeit auf, daß die deren Landung nur mit großen Schwierig=schon gezeichnete Vev. v. Heistätten=Komite für den Hof bestimmten Güter, welche zu keiten gelang. Derselbe gehörte, wie dielaufggdem ist vom Zentr Zuschuß zu erwarten,(Wasser über Hamburg befördert winrden, Kleidung veriet, dem Arbeterstande an undsin Verin ein erbebsich Gründsage des Unter= seinen Verlust aufwpiesen. Als nun eine für war mik dunklem nock, blauleinener Hose, nehmengie knanzene, osten garf.“.— den kaiserlichen Hof bestimmte Weinsendung Ledergamaschen undRägelbeschlagenen Schnür= nehmens als gesichert gelten vor)., die von 50 Flaschen völlig ausblieb, wurde die schuhen bekleider; doch ist über die Personlich= X Essen, 28. Mai. In Sonntag, deren uns hoffentlich, im Laufe.! Sommers noch manche beschieden sein werden, zur Ausführung wieder hervorzuholen. :: Schwerte, 31. Mai. Der? verkehr auf den Staatsbahnen war auch diesmal wieder ein ganz enormer, besonders aber Schwerte, 1. Juni. Heute,(Mittwoch), abend 8½ Uhr wird der Reichstags=Kandidat der liberalen Partei des Wahlkreises DortmundHörde, Herr Bergwerksdirektor Hilbk aus Dortmund, im Hagemann'schen Saale(Im Reiche des Wassers) eine Rede halten und werden alle, die ihn hören wollen, insbesondere auch die Parteigenossen aus Westhofen, darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Hilbk für hiefigen Bezirk nur in Schwerte reden ..#. uun Semerte I/ Schwerte, 31. Mat. Am Donnerstag, schuhen betsgzitge; zumzyn noer die zerzontligzeI X Essen, 28. Mai. In Bezugetzag iur Polizei hiervon benachrichtigt. Diese stellte keit noch nichts bekannt geworden. Voraus=sbauliche Ausgestaltung des Eisenbstatgehabten fest, daß die Sendung gestohlen worden war. sichtlich hat der Ertrunkene, falls kein Selbst=[Westen zetigten die eben in Essen fahrpnizuister Die weitere Untersuchung ergab, daß es sich mord vorliegt, bei dem letten Hochwasserl Erörterungezng gwschen dem Eisegietretg, deg um eine weitverzweigte Diebesbande handelte. ei de bester gaod in den Flaten getanden. preutschen Finangnuinisters und zahreichen Voltzelbeante beschlaguahnegzeustertäsever S us noch manche beschieden sein ver=(Pfroftage Hate unser im schönsten Moien=(Aoir Possenhbung shepge Pischhelagen wpesent schem Gebete für etwa 6000 M. Debesgut. grün seyenoe Höhe einen Besuch von Aus= sihrer olepzestug, werden diese A.ntugr4 vr eaxz Außerdem wurden in Hamburg ungefähr 26. flüglern aufguweisen, wie wohl noch nie zu=slich dazu verragen, den Perzet guf den sut:(Personen, Männer und Frauen, unter dem vor. Sämtliche zur Burg führenden Wegesbelasteten Linien, namentlich bes, zur anzanigs, Verdachte, an den seit Jahren begangenen waren dicht von Menschen Hesetzt, so daß fastsgoinstig zu beinftiusen und sie zu, anfanos=(Diebstählen beteligt gewesen zu sein, verhaftet. Samstag und an den Frühzügen des 1. kein Durchkommen war. Unzählige Kirmes= losen Bewältigung des rasch anwachsenden Ver r g 3405 Zeitungen wurden am 1. Juli Feiertas. buden aler Art forgten für Unterhaltung, Amnstehrg zu besähigeg, gn.; Am Samstag s1897 im deuischen Reiche gezählt, wovon sie d: gemi Heute(Mitwoch), IBahahof Westhofen herrschte den ganzen anend Barmen, 91. jitz der Erdarbeiter 3337 in deutscher, die übrigen 68 in fremder ein starkes Gedränge, da der ungeheure vor Pfingsten ershoß, Be.gen. Die Leiche Sprache(namentlich polnischer) erscheinen. Menschenstrom von den keinen Räumen kaum Reuter aus dem Dezir, Aucen.„e 2 Han Unter den deutschen Zeitungen erscheinen tägaufzuneynen war. Auch am zweiten Pfingste= wurde in einem Steinbruch am Mellaa.—.(lig(6 Mal in der Woche oder noch oster) hier trotz des schlechten Wetters Spaziergängern aufgefunden. Was den Mann 117,“ Zwei, oder Mehrausgaben täglich nun bald fertig gestelle schöne Kaser=Wihelm=Neuter war 30 Jahre alt und unverheiratet. nicht täglich erscheinenden Bläktern überwiegen Denknal seine volle Zugtraft aus.— Leider] Mülheim a. Rh., 31. Mai. In einer die 3 Mal wöchentlich herauskommenden mit solten die Freuden aber nicht in ungetrübter hiesigen Bierbrauerei wolte ein Faßbinder/ 1018 Stück. Die Gesamtauflage dürfte 12 Stimmung ihr Ende erreichen. Ein junger zum Zwecke des Spülens ein Hektoliter=Faß Millionen Exemplare betragen. Auf ZeitungsMann namens Mols aus Bittermark wurde heben. Er glaubte, das Faß sei mit Wasser abonnement werden in Deutschland im ganzen aus geringfügiger Ursache— er hatte einem gefüllt und wandte große Kraft an. Da 63 Millionen Mark ausgegeben, also erheb2 Juni bends 8½ Uhr, fndet in Burschen beim Karusfel versehentlich den Hut das Faß aber nur zum teil gefüllt warzlich mehr als 1 Mi. auf den Kopf der VeSaale des Herrn Duisberg eine große vom Kopfe gestoßen— erschlagen. Zwei auf war der Ruck zu stark. Der Mann stürzte pölkerung. 321 Zeitungen sind konservativ mmlung der Freisinnigen Volks, Uranb befudliche, Solbaten solen in die Ge)ricklings den einen Meter hohzen Schwenk=lsoder freikonservath, 3is Zeutrunsbläter, schichte verwickelt sein. boden herunter und das Faß ihm nach, 300 nationalliberal, 356 Uinksliberal der Hörde, 29. Mai. Als heute nach=(gerade auf den Kopf und zwar derart, daß verschiedenen Schattierungen, 54 sozialdemomittag der Festzug die Schildstraße durch= er in 10 Minuten verstarb. Der Verunglückte tratisch, 900 bezeichnen sich als parteilos. zog, stürzte ein 2jähriges Kind aus einem war 35 Jahre alt und hinterläßt eine Frau Der Rest sind Amts=, Kreis=, Anzeigeblätter Fenster des daselbst belegenen R.schen Hauses und vier kleine Kinder. soder Zeitungen, deren Parteistellung nicht erund war sofort tot. Die beklagenswerten Rösrath, 29. Mai. Auf der mittelt ist. Eltern waren der Verzweiflung nahe. Bahnstrecke Bensberg=Immekeppel entgleisten Hörde, 30. Mai. Aus Anlaß seiner am Freitagabend 8 Uhr an einem stark be Jubelfeier veranstaltete der hiesige setzten Personenzug einige Wagen. VerSaate des Herrn Wähler=Versammlung ver freisinnigen Volkspartei statt, in welcher der Kandidat Herr Stadtrat Jucho über das Programm seiner Partei einen Vortrag halten wird.(Siehe Annonce in dieser Nummer.) § Schwerte, 1. Juni. Am 2. Pfingstfeiertage errangen die Mitglieder des Turnvereins„Turnerbund Schwerte“ auf dem Turnfeste zu Berghofen im Aufmarsch mit Freiübungen den Ehrenpreis(doppelte Fahnenden 1. Ehrenpreis(einen silbernen Pokal) im 1. und 2. Pfingsttag einen großen Gesang= bedeutend. Die entstandenen Verkehr Stahhochsprung und den 3. Preis am Barren. Wettstreit deutscher Männerchöre, an dem sich wurden in kurzer Zeit gehoben. demselben Tage errangen auf dem Turn=/41 auswärtige Vereine mit ctwa 1300 Sängern] □ Bonn, 30. Mai. Als Aus diesem Kampfe gingen u. a. dampfer„Humboldt“, mit ca. 40 „Keine, Herr Kollege, niemand auf mein Ehrenwort!“ versicherte der Staatsanwalt. „Es ist einzig und allein die Lage der Dinge und die der erwähnten Thatsachen.“ Helmer atmete auf. „Ich bin bereit, Ihnen zu folgen.“ „Ich hoffe sicher, bemerkte der Staatsanwalt, „daß diese Haftnahme nur eine, allerdings sehr peinliche, Formalität sein wird, der ja jeder Bürger jedes Staates, wenn ein unglückliches Zusammentreffen von Ereignissen dies so fügt, „IZch teile Hierin volkommen die Ansicht des verehrten Herrn Staatsanwalts,“ pflichtete der Staatsprokurator bei.„Ich bin überzeugt, daß nur eine unglückliche Verkettung von Zufälligkeiten Sie, Herr Kollege, in eine Lage bringt, die von uns wie ein Unfall, der Sie betroffen, empfunden und beurteilt wird.“ Helmer verneigte sich dankend für die Kourtoisie der Kollegen und schrieb einige Zeilen, verschloß alle seine Kästen und Schränke, that die Schlüssel in die Schatulle und sandte diese mit dem Briefchen zum Hinterhause in Hases Wohnung. Dann nahm er ein Portesouille, gab dem Diener Auftrag, einen Koffer zu packen, wie wenn er für eine Woche verreisen würde, ordnete an, daß dieser gleichfalls zu Herrn Hase gebracht werden sollte, und folgte den Herren ernst, ruhig und in sicherer Haltung zu dem unten bereitstehenden Wagen. Es ist erstaunlich, wie wunderbar schnell in großen Städten Gerüchte sich verbreiten. Kaum eine Stunde nach der Verhaftung des Advokaten wußte dies Hamburg von einer Wetterbericht. Nachdr. verboten. äußersen Spitze zur andern; verzältnuismäßig woselbst es mit dem Vorderteil felsitzt. Die Veratzschziches weter an: wpät ert gelangte die Kunde davon in das Fahrgäste, wurden von einem Dampfboot ab=(. Juni: Teis heiteres, teis woliges, ziemlich Hinterhaus. Eine Gemüsehändlerin sprach geholt. Menschen sind wunderbarerweise nichts“: Vu.:: kühles Wetter mit geringen Niederdarüber zu Rosa, und diese fiel fast in Ohnmacht berunglückt. Viele Vorräte stürzten vom Gerüst schlägen. bei der Arbeit. Leichenblaß stürzte sie aus der snz Wasser, und entstand ein bedeutender /8. Juni: Ziemlich trockenes, nachts sehr kähles, Püchezes japr har Hstes8 Zgpmer, Das warsyhs epunet, un. uunu bei Tage etwaos wärmeres Weter.— leer; sie sant dort, keines Geoanrens mächtig, Materialschaden.— auf einen Stuhl, ihr war zum Sterben zu+ Koblenz Zurückgesetzte Sommerge. /6 Meter Waschstoff Stone ialschoden... Mgi Stark gereift bet Tage auf einen Stuhl, ihr war zum Sterben zu+ Koblenz, 31. Mar. Start gereist] Briefkasten der Redaktion. Mut, sie mußte sich an den Sessel halten, um und gefroren hat es auf den hiesigen Höfen.] I., 199, Schwerte. Nach S 122 der nicht herunterzusinkenz dann stürzten ihr die Der Schaden an den jungen Gemüsen ist(Gewerhe, Ordnung ist die Kündigungszeit bei Peiuern aus denr Augen und de veittr hoserächtlich. sin geverbichen Veticben beschäsftigten Verentsetzt in das Zimmer ihres Mietsherrn sprang, Vermischtes. aust in ich ids iun Aaus un, Aunt Geschn und un Besget u eg, sche aus und sah sich im Zimmer um, denn sie sind durch den Vorstand der Sektion II glaubte, ihr alter, treuer Mieter müßte in Knappschafts=Berufs=Genossenschaft bereits festeiner Ecke tot liegen.„# gesetzt. Es betragen die zu ersetzenden Beerdi „Helmer ist gefangen genommen:“ stieß gungs=Kosten 3475,48 Mt., die Jahresrente Rosa hervor und schrie vor Schmerz und Ver= der 32 Witwen 6795,86 Ml., die Jahresrente owveisung.„„ der 89 Kinder 13 238,86 Mi. Der kaiserl. „Das ist schlimm!“ warf darauf die Mutter Oher, Postdirektion sind die entsprechenden Zahlein, gaber deshalb brauchst du doch Lieht ig ungs=Anweisungen für diese Beträge zugestell. iu heulen, daß die Nachbazzgeft unter den Aus Anlaß des Unglücks auf Zeche„Karolinened.. Tuc; waren festgesetzt worden: an Berdigungs. nicht Demn Vatr, Dein Broder. Logen fü. 116 Personen 8770 82 Mi, Jahres. ier it mir mehr, Muter, Lausendmot reante züi. 55 Wilgen 18 468.75 Mi, Jahres. I Orig beigte, vernichtet. H, ich bor für 116 Kinder 18042.67 Me. Leben ist zerstört, vernichret, O, wäre ich ror, frente fur 116 Kinder 18042,67 Mi. es wäre besser!“ jammerte Rosa.f Göttingen. Uosere Unigershtät, Aöht (Fortsetzung folgt.) nach dem soeben erscheinenden Personaverzeichnisse vegen vergerlekter Saisen. Muster auf Verlangen franko ine Haus. Modebilder gratis. 0 meter waschsten zum Kleid f. M. 1.56 Pf. 6 Meter soliden Sommerstoff zum Kleid f. M. 1.80 Pf. 6 Meter Sommer-Nouveauté zum Kleid f. 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S. S. 41 sind die Uferbesitzer zur Räumung der Privatflüsse verpflichtet, soweit es zur Beschaffung der Vorflut notwendig ist. Die Polizeibehörde ist ermächtigt, diejenigen, welchen die Räumung hiernach obliegt, dazu anzuhalten. Nach§ 1 des genannten Gesetzes findet diese Bestimmung auch auf Bäche und Abzugsgräben Anwendung..... Ii.s Er. G. f. Die sämtlichen Uferbesitzer des ectes Ergste fordere ich hierdurch aus, die Bäche und Abzugsgräben rc. in der erforderlichen Breite und Tiefe gründlich herzustellen und namentlich auch die Abstechung der Uferanwächse, die Abräumung der Bäume und Sträucher von den Ufern, die Befestigung der Ufer, sowie die Auskrautung der Bäche rc. zu bewirken. Diese Arbeiten sind bis zum 1. Juli dieses Jahres, jedoch in fischereipolizeilichem Interesse und auf Grund des Oberpräsidialerlasses vom 29. April 1887 Nr. 1392 nicht vor dem 9. Juni bei Vermeidung polizeilicher Exekutivmaßregeln vollständig auszuführen. Rheinen, den 26. Mai 1898. Ehrenamtmann: Hiddemann gi. Schulte=Rheinen. Bekanntmächung. Etwaige Anträge auf Beurlaubung von im stehenden Heer dienenden Soldaten nach vollendeter 2 jähriger Dienstzeit können am Freitag, den 3. Juni er., auf dem hiesigen Amtsbureau angebracht werden. Dieselben müssen folgende Angaben enthalten: 1. Vor= und Zunamen des Soldaten, 2. Datum der Geburt, 3. Datum des Dienstantritts, 4. Truppenteil, bei welchem der Soldat dient, 5. Standquortier, 6. Genaue Bezeichnung der Familienverhältnisse und der Gründe, welche die Beurlaubung bedingen. Den Anträgen sind Geburtsatteste von sämtlichen Familienangehörigen beizufügen, und wenn sich die Anträge auf Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit der Eltern oder Geschwister stützen, auch die darüber sprechenden ärztlichen Atteste. Hypothekenschulden sind durch Vorlegung der betreffenden Dokumente und Zinsenquittungen nachzuweisen. Rheinen bei Hennen, den 26. Mai 1898. Der Ehrenamtmann: Hiddemann gt. Schulte=Rheinen Große Sendungen empfangen. Ganz aparte Neuheiten in allen Facons. Billigste Preise. Wiin. Sasse, Todes-Anzeige. Heute morgen 6 Uhr entschlief nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager u. Onkel, der Metzger Gustavmädelilaln im Alter von 21½ Jahren. Verwandten und Bekannten diese Trauernachricht mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen. Wandhofen, Münster, Holzen und Hagen, den 31. Mui 168. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. 1 Der Männer-Gesang-Verein „Liedertafel“, Schwerte,— feiert am Sonntag, den 5. Juni d. I., im Lokale des Herrn L. Hagemann (im Reiche des Wassers) sein Es empfehlen sich im Wasch= und Glanzbuge Geschw. Mergarat, Kötterbachstr. 6. Ein odentliches achtbarer Eltern für Küche und etwas Ladenbedienung sofort — gesucht.— Näheres Holzenerweg 10. Ein Mädchen zur Aushülfe sucht Frau Wilhelm Scherff, Mottkestr. 14. Schlaffung zu haben Rosenwen 434 Empfehle mich im Waschen und Bügeln von Stärkewäsche in und außer dem Hause. Frau Werner Kremer, Hörderstraße 72. ∆ va Vorstands=Sitzung Samstag, den 4. Juni vormittags 9 Uhr. Clanzpappe zum Bügeln empfiehlt Carl Braus. durch Konzert und Ball unter gütiger Mitwirkung vieler hiesiger sowie auswärtiger Vereine. PROGRAMM. Von 11—2 Uhr: Empfang der fremden Vereine. ½3 Uhr: Aufstellung auf dem Marktplatz. 3 Uhr: Begrüssungsrede. Hierauf Festzug durch die Hauptstrassen der Stadt. 4 Uhr: Anfang des Konzerts. Nach dem Konzert: BBall. Die Musik wird ausgeführt vom Trompeterkorps des I. westf. KürrassierReg. von Driessen Nr. 4 aus Münster unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn Foitzik. Eintrittskarten im Vorverkauf: Konzert 50 Pf., Festkarte 1 Mk., sind zu haben im Vereinslokal (C. Jungesbluth), sowie bei den Herren W. Quadbeck, J. Feit, C. Böhmer, im Festlokal L. Hagemann und bei den Mitgliedern. Kassapreis: Konzert 60 Pf., Festkarte 1.25 M. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das Fest-Komité. NB. Die Bewohner der Stadt werden freundlichst gebeten, durch Aushängen von Fahnen das Fest zu verschönern. AS . S Erstes Dienstmädchen: Grüß dich Gott, Anna. Warum machst du denn heute ein so böses Gesicht? Zweites Dienstmädchen: Ach, jetzt wichse ich schon eine halbe Stunde an diesen Schuhen herum und kann gar keinen Glanz hinbringen! Erstes Dienstmädchen: Das geschieht dir gerade recht. Würdest du verwenden, dann wärest du schnell fertig. Krebs=Wichse in Dosen à 10 u. 20 Pfg., sowie Holzschachteln à 5 u. 10 Pfg. sind zu haben: Schwerte: L. Weinberg, do. Ernst Klein. Zur Zitronenkur! empfehle Postkolli(10 Pfd. Brutto) feiner frischer Messina-Zitronen. ca. 35—45 Stück enthaltend zu M. 2.50 franko gegen Nachn.; Postkolli feinster süsser Apfelsinen M. 3.—; 1/1 Kisten Zitronen (300—360) St. à 10.50— 11.50; 1/1 Kisten Apfelsinen 200 St. dicke M. 11,50— 12,50 ab hier Nachnahme. Rlebard Kox, Südfr.=Import, Duisburg a. Rh. 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Fdern gefüllt, 1 Unterbett m. 7 Pfd. guten Federn gefüllt, 1 Kissen mit 2 Pfd. guten Federn gefüllt, 1 Holzbettstelle mit hohem Haupt, 1 Matratze, 1 Keilkissen, 1 Oberbett m. 8 Pfd. guten Federn gefüllt, 1 Unterbett m. 7 Pfd. guten Federn gefüllt, (2 Kissen, m. 2½ Pfd. gut. Federn gefüllt, 1 elegante hohe Bettstelle, 1 gute Sprungfedernmatratze, 1 gutes Keilkissen, 1 Oberbett, 1 Unterbett, 2 Kissen, 1 elegante hohe Bettstelle, 1 prima Sprungfedernmatratze, 1 prima Keilkissen, 1 Oberbett m. 9 Pfd. Halbdaunen gefüllt, 1 Unterbeit m. 8 Pfd, guten Federn gefüll, S# 2 wirklich gute Kissen m. 2½ Pfd. Haibdaunen, Mk. 3 Mk. 20 Mk. 10 Mi. S0 Mr. 00 9 2 9 0 3 Ein Posten Holzbeitstellen, 10 elegant gestrichen, so lange der Vorrat reicht, Stück 4 0. Für unsere Betten übernehmen wir die weitgehendste Garantie. Versand franko. Verpackung unberechnet. & Gebrüder Eppunghausen Coses 0 FYUFGO. Taééopson WOTTOTT O13000, 10000, 9000, 8000 Ziehung am 8. 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Alle Freunde unserer Bestrebungen in Schwerte und im Amt Westhofen sind hierzu eingeladen. Der Redner: Der nationalliberale Reichstags Kandidat Herr Bergwerksdirektor A. Hilbk aus Dortmund. Das liberale Kreis-Wahlkomité. Die Ausführung der Maurerarbeiten und Lieferung der Materialien an 3 Wohnhäuser soll vergeben werden. Kostenanschlag, Zeichnung und Bedingungen sind bei dem Rendanten Herrn Uffelmann hierselbst einzusehen, derselbe nimmt auch Angebote bis zum 10. Juni d. Is. entgegen. Schwerte, den 27. Mai 1898. Der Vorstand des Schwerter Spar- und Bauvereins e. G. m. b. H. I Volbinnige Vorkbparten Donnerstag, 2. Juni cr., abends 8½ Uhr: WanlerVersammlung im Saale des Wirts Herrn H. Duisberg in Schwerte. Unser Reichstags=Kandidut Herr Stadtrat Juehe wird in der Versammlung sprechen und sein Programm entwickeln. Jedermann ist freundlichst eingeladen. Das Kreis-Wahlkomité. 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Am Mittwoch abend energisch auftreten zu können, hatte Polizeiinspektor Metzler die ihm zu Gebote stehenden Beamten — etwa vierzig— zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung kommandiert. Wie sehr diese Maßnahme gerechtfertigt war, beweisen folgende tumultuarische Auftritte, die aller Beschreibung spotten: Eine etwa zweitausendköpfige Menge nahm auf dem Platze den Beamten gegenüber eine drohende Haltung an. Aus dem Publikum heraus drangen Rufe wie„Schlagt die Hunde tot! Warte nur",— speziell bezog Herr Inspektor Metzler diese Drohung auf sich—„bei der Wahl wollen wir es Dir zeigen! Wir machen Dich einen Kopf kürzer!" Alle Versuche der Beamten die Wütenden zu beschwichtigen, sie durch die Beamten— auch einige Kommissare waren zur Stelle— zum Verlassen des Platzes zu bewegen, scheiterten. Als jetzt Rufe erschollen:„Holt Steine herbei!“ und solche in der That auf die Polizei geworfen wurden, kommandierte Inspektor Metzler:„Säbel ziehen!“ Sofort ging es zur Attacke über. Die Polizisten schlugen mit flacher Klinge auf die johlende Menge ein, und es gelang ihnen wirklich nach wiederholtem Anstürmen, die Leute in die Seitenstraßen zurückzudrängen. Einige 20 Personen wurden festgenommen. Mitglieder der Sanitätskolonne vom„Roten Kreuz" trat in Thätigkeit. Wohl einige 50 Personen mögen mehr oder minder schwer verletzt worden sein. Vor dem Rathause, wohin die Sistierten gebracht worden, sammelten sich wiederum etwa 400 Personen an. Abermals ertönten Drohrufe. Da trat Wachtmeister Herrwig vor und rief:„Ihr Leute, macht Euch doch nicht unglücklich! Geht doch auseinander!“ Statt dessen rief jemand:„Schmeißt doch dem Hund einen Stein an den Kopf!“ In demselben Augenblick traf ein Stein das linke Bein des Beamten. Ein zweiter flog einem hinter der Polizei stehenden jungen Mädchen gegen den Kopf, daß dieser blutete. Nunmehr war die Geduld der Beamten zu Ende. Ebenfalls mit flacher Klinge hieben sie ein, bis die Menge zurückwich. Ein Steinträger erhielt eine schwere Verletzung am Arm; ein Arbeiter sowie ein Schneiderlehrling wurden am Hinterkopfe verletzt. Nach zehn Minuten war der Fischmarkt gesäubert. Dies war 15 Min. vor 12 Uhr. Von den Sistierten sind drei Personen behalten worden. Ein Schuhmacher wird direkt des Aufruhrs bezichtigt. Für Donnerstag abend soll Militär requiriert werden. Donnerstag abend ließ sich Oberbürgermeister Dr. Schmidt von Inspektor, Metzler über die Vorgänge Vortrag halten. Am Donnerstag wiederholten sich die Aufruhrszenen auf dem Friedrich=Wilhelmsplatz in verstärktem Maße. Diesmal waren außer 40 Polizeisergeanten noch 3 Kommissare, Polizeiinspektor Metzler sowie 8 berittene Gendarmen auf dem Platze. Ferner sah man dort den General der Kavallerie von Kröcher, Regierungsrat Metze, Oberbürgermeister Dr. Schmidt und Staatsanwalt Schubert. Trotz= dem die in den Platz mündenden Straßenzüge abgesperrt waren, drang die Menge von verschiedenen Seiten aus johlend und mit großen Steinen werfend vor. Wiederholte Attacken drängten die Erregten zurück. Auf der Andreasstraße entwickelte sich gegen ½11 Uhr ein regelrechter Straßenkampf, bei welchem es auf beiden Seiten zu ziemlich erheblichen Verletzungen kam. Sogar aus den Fenstern einiger Häuser sausten große Steine hernieder. Autorisiert vom Polizeiinspektor machten darauf die Gendarmen von ihren Revolvern Gebrauch und gaben Schnellfeuer. Ein uns von anderer Seite zugehendes Privattelegramm giebt die Zahl der Verwundeten auf 60 an; davon sind drei schwer verletzt. Entsetzt flohen die Radaumacher davon. Erst nach 11 Uhr konnte die Ruhe einigermaßen wieder hergestellt werden. Die Darstellungen der Erfurter Blätter lassen erkennen, daß die Krawallszenen von den Rowdys provoziert worden sind. Die Leute versperren den Zugang zum Zirkus und leisteten der Aufforderung der Polizei, den Zugang freizugeben, keine Folge. Eine Frau beantwortete die Anordnungen der Beamten mit einem wütenden Geschrei, was zu der Meinung Anlaß gab, sie sei von den Beamten thätlich angegriffen worden. Das war das Zeichen zum Pflasterbombardement, durch das 23 Beamte, zum Teil schwer, verletzt wurden. Auch der Zirkusdirekter und sein Geschäftsführer, die sich durch die Maßregeln der Polizei in der Ausführung des Gewerbes beeinträchtigt glaubten, beteiligten sich an den aufreizenden Reden, schwiegen aber, als ihnen mit Verhaftung gedroht wurde. Bei der Bevölkerung findet das Vorgehen der Polizei rückhaltlose Billigung. Westfalen Rheinland. Schwerte, 31. Mai. Ein seltenes Wild hat sich vor einigen Tagen nach hier verirrt. Eine Auerhenne, ein prächtiges Exemplar, flog vor einigen Abenden in der Sedanstraße gegen ein Haus, sodaß sie zur Erde fiel und von Kindern aufgegriffen wurde. Von diesen gelangte sie vor einigen Tagen in den Besitz des Wirts Simons, eines alten Nimrods, aber leider ist das Tier eingegangen, jedenfalls aus Mangel an richtiger Nahrung und Liebe zur Freiheit. Diese Auerhenne muß einen weiten Flug zurückgelegt haben, da in unsern benachbarten Waldungen diese Art Geflügel nicht vorkommt, sondern nur in den kgl. Forsten gehegt wird. Villeicht hat irgend ein Raubvogel das arme Wild gehetzt, daß es nach hier verschlagen wurde und auf diese Weise endete, anstatt durch einen wohlgezielten Schuß erlegt, in die herrschaftliche Küche zu wandern. Schwerte, 1. Inni. Den Eisenbahnreisenden ist zu empfehlen, wenn sie Schlaf suchen, sich so zu legen, daß der Kopf gegen die Lokomotive gerichtet ist. In dieser Lage wird das Blut durch die Bewegung des Zuges aus dem Kopfe getrieben, was einen leichteren und ruhigeren Schlaf verschafft. Wenn man dagegen, wie gewöhnlich geschieht, die Füße gegen die Lokomotive richtet, so strömt das Blut aus dem Unterkörper nach dem Kopfe, verscheucht den Schlaf und bringt in vielen Fällen heftigen Kopfschmerz. Schwerte, 1. Mai. Wir warnen alle Radfahrer eindringlich davor, ihre Maschinen längere Zeit der Sonne auszusetzen. Die in den Pneumatiks eingeschlossene Luft erhitzt sich beim Ruhigstehen unter der Glut der Sonnenstrahlen derartig, daß sie sich ganz beträgtlich ausdehnt und imstande ist, den Pneumatik zu zerreißen, namentlich, wenn der Reifen schon vorher vollgepumpt war. Wie ärgerlich es aber ist, hauptsächlich auf einer größeren Fahrt, wegen eines Pneumatikschadens die Fahrt nicht weiter fortsetzen zu können, brauchen wir wohl nicht näher auszuführen. Auch während des Fahrens an heißen Tagen ist es zweckmäßig, die Reifen von Zeit zu Zeit auf ihre Spannung zu untersuchen, namentlich, wenn das Rad, wie es meist der Fall ist, vorher in einem kühlen Raum gestanden hat. □ Hohensyburg, 31. Mai Von verschiedenen Seiten wird neuerdings die Frage laut, ob auch in diesem Jahre wieder eine Erinnerungsfeier an die Westfalenfahrt nach Friedrichsruh auf Hohensyburg veranstaltet werden solle. Selbstverständlich besteht diese Absicht. Wir denken nicht daran, diese Feier auf altberühmter westfälischer Bergeshöhe, die von vornherein eine solch' freudige Aufnahme gefunden und die von Jahr zu Jahr mehr Zugkraft ausgeübt hat, fallen zu lassen. Aus nahe liegenden Gründen scheint es aber geboten, in diesem Jahre die Feier bis zum Anfang des Juli hinauszuschieben. Wir bitten Westfalens Männer und Frauen, die mit uns zusammen einige Stunden des Gedenkens dem unvergleichlich schönen Maientage in Friedrichsruh widmen wollen, Samstag, den 2. Juli, dafür vorzumerken. X Dortmund, 31. Mai. Zwei unternehmende Jungen von hier standen neulich, des Diebstahls angeklagt, vor dem Londoner Polizeigericht. Sie hatten sich einen Wertbrief von 3000 Mk. angeeignet und sich damit nach Amerika eingeschifft, um in Texas auf Büffel zu jagen und mit den Indianern Der Liebe bis zum Tod Im reichsten Schmuck der Blätter Sieht man die dritte blühn, Man sah kein Blatt je welken, Sie bleiben ewig grün. Sieh, Glaube, Liebe, Hoffnung, Die dreie, eng gesellt, Das sind die Wunderblumen In dieser armen Welt. Die dreie hat Gott selber Ins Erdenthal gesenkt, Die wachsen nun und blühen, Von Himmelstau getränkt. Wirst du ins Herz sie pflanzen, Wie Gott sie wachsen ließ, So hast du schon auf Erden Ein Stückchen Paradies. E. Fischer. ich will ihn heiraten: „Du?“ rief Frau Wernike mit weit sich öffnenden Augen aus.„Helmer Wallroden Dich, dann hast Du allerdings eine sehr unglückliche Liebe!" setzte sie mit ganz eigener Betonung hinzu. Plötzlich sprang Rosa auf und wischte sich mit der Schürze die Thränen.„Ja, und doch, ich werde ihn heiraten, ich werde es erkämpfen, ich werde ihn befreien, und sollte ich die Mittel hierzu mit meinen Händen aus der Erde graben müssen. Ich will alles besiegen. Er ist unschuldig, so unschuldig an der scheußlichen That, wie ich und Du, und das will ich beweisen, die Beweise suchen, gleich, er und ich. Ich habe mir eine Stellung erworben neben ihm, daß er nicht mehr auf mich herabsehen kann, auf die arme Puppenmacherin vom Kährerkans; ich bin ihm ebenbürtig, wie eine Schwester, und wenn er Liebe für mich empfinden kann, wird er mich zu seiner Frau machen.“ „Das ist Dein Ernst?“ 1 „Mein fester Wille und unumstößlicher Entschluß! Das ist meine Lebensaufgabe, die ich jetzt vor mir habe und weiter keine andere," sprach Rosa. „Du wirst Dich dabei so kompromittieren, daß Du keinen Mann bekommst!“ warf Frau Wernike ein. „Wird das Helmer nicht, brauche ich keinen andern, das war schon meine Ansicht früher, also verliere ich nichts. „Nur Deine Zukunft, eine Versorgung, eine Heimat einstmals,“ hielt die Mutter entgegen. „Meine Hände, mein Kopf und mein Fleiß sind mir Versorgung, Zukunft und Heimat genug. Es ist traurig, wenn ein Mädchen deshalb heiraten muß; das habe ich Gott sei Dank nicht nötig;“ versetzte Rosa. Kopfschüttelnd verließ Frau Wernike, mit Mienen, die Sorge, Verdruß und Kummer jetzt drohte ihm auch der Verlust der Parforcereiterin Miß Cluny, die aufzutreten sich weigerte. Miß Cluny war dem Krankenwagen gefolgt bis zum Spitale, sie hatte dort sich absolut nicht wollen abweisen lassen, sie beharrte durchaus darauf, den Kranken verpflegen zu helfen und es bedurfte der ganzen Energie des Vorstands=Arztes, um sie zum Fortgehen zu bewegen, indem er ihr vorstellte, daß sie vorderhand nicht nur nichts nützen, sondern sogar schaden könnte, da der Verunglückte den Händen technisch ausgebildeter Krankenwärter so lange anvertraut bleiben müßte, als direkte Gefahr sein Leben durch Gehirnschlag und dergleichen bedrohte, was erst nach Verlauf von vierundzwanzig Stunden weniger zu befürchten sei; dann könne sie ja wieder vorsprechen und der Arzt wolle sehen, was sich thun ließe. (Fortsetzung folgt.) zu kämpfen. Dazu hatten sie sich schon mit Revolvern, Messern und Dolchen stattlich ausgerüstet. Ihre Verhaftung fand in Liwerpool statt, und das Urteil lautete auf sicheren Rücktransport nach Deutschland. Iserlohn, 27. Mai. Die Strafkammer in Köln verurteilte gestern den 21 Jahre alten Geschäftsreisenden Gust. Mauch aus Ulm wegen fahrlässiger Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis. Ursprünglich lautete die Anklage gegen den jungen Mann auf fahrlässige Tötung der Näherin Sophie Hellmann aus Iserlohn, doch nahm das Gericht an, daß der Angeklagte die traurige Folge seiner Handlungsweise nicht habe voraussehen können, und erkannte deshalb wie vorerwähnt. Der Reisende hatte zu Anfang Februar gelegentlich eines vorübergehenden Aufenthalts in Iserlohn, die junge Näherin gesehen, ihr unter dem Nahmen Hans Meyer einen Brief geschrieben, und sie zu einem Rendezvous eingeladen. Das Mädchen folgte, beide machten Spaziergänge, wurden intim bekannt, fuhren nach Hagen und endlich am Fast nachtsmontag nach Köln. Dort amüsirte man sich, trank viel Bier und Wein und beschloß in Köln zu übernachten. Mauch kaufte Nach mittags in einer Apotheke ein Mittel zur Verhinderung einer Conception, erhielt aber, da er anscheinend— festgestellt wurde dies nicht— ein Desinfectionsmittel verlangte, Sublimatpastillen. Es wurde ihm zwar gesagt, daß es sich um Gift handle, auch wurde sein Name ins Giftbuch eingetragen, doch gab man ihm keine Gebrauchsanweisung, weil angenommen wurde, er benutze das Mittel zu eigenen Zwecken. Von diesen Pillen wurden in jener Nacht in dem Hotel in Köln zwei Stück angewendet und zwar mit Einwilligung des Mädchens, welches etwaigen Folgen entgehen wollte. Mauch glaubte, diese Sublimatpastillen seien identisch mit einem gefahrlosen Schutzmittel, welches in süddeutschen Apotheken vertrieben wird. Es stellten sich in der Nacht aber bei dem Mädchen entsetzliche Schmerzen ein, und als die beiden Tags darauf nach hier zurückkehrten, riet ihr der Angeklagte, sofort ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen. Leider blieb diese ohne Erfolg, denn am 1. März starb die Näherin nach dem Gutachten des Kreisphysikus Dr. Büren hier an Quecksilbervergiftung, welche sämtliche inneren Organe ergriffen hatte. Bochum, 26. Mai. Bei dem Grubenunglück auf Zeche„Zollern“ haben sich die Namen der Verunglückten, trotzdem diese teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren, mit leichter Mühe feststellen lassen, was bekanntlich bei der Katastrophe auf Zeche„Karolinenglück“ nicht der Fall war. Der Grund hierfür liegt in der auf der Zeche „Zollern“ getroffenen Einrichtung, daß jeder Bergmann in der Grube auf der Brust mit einem Metallschildchen versehen ist, worauf eine Nummer steht, welches an einer Kette um den Hals getragen wird. Für die Hinterbliebenen tritt die Knappschafts=Berufsgenossenschaft ein. Sie gewährt für die Witwe des Getöteten bis zu deren Tode oder Wiederverheiratung 20 pZt., für jedes vaterlose Kind bis zu 15. Lebensjahre 15 pZt., und wenn das Kind auch mutterlos ist oder wird, 20 pZt. des Arbeitsverdienstes. Die Rente der Witwe und der Kinder dürfen zusammen 60 pZt. des Arbeitsverdienstes nicht übersteigen. Für Ascendenten des Verstorbenen, wenn dieser ihr einziger Ernährer war, für die Zeit bis zu ihrem Tode oder bis zum Wegfall der Bedürftigkeit 20 pZt. des Arbeitsverdienstes. Erwähnt sei noch, daß nach den ärztlichen Untersuchungen bei den Verunglückten auf Zeche Zollern ca. 10 verbrannt waren, während die übrigen erstickt sind. Köln, 25. Mai. Ein hiesiger bei der Steuer angestellter junger Mann kam gestern abend mit seiner Braut von Köln=Rhiel, als er an der Mülheimer Heide plötzlich von acht Burschen umzingelt wurde, die ihn zur Herausgabe von Geld aufforderten. Der junge Mann erklärte, kein Geld zu haben, worauf die Wegelagerer ihn anfielen, ihm die Taschen revidierten und ihn dann in gröblichster Weise mißhandelten. Während dessen schleppten mehrere der Burschen das junge Mädchen in ein nahegelegenes Feld und vergewaltigten es dort. Der junge Mann versuchte vergebens, seine Braut den Händen der Unmenschen zu entreißen, wobei er jedesmal durch Stockhiebe zurückgedrängt wurde. Schließlich versuchte er es, Hülfe herbeizuholen; er traf auch zwei Männer an, die jedoch erklärten, sich vor den rohen Burschen zu fürchten. Zuletzt ließ man das arme Mädchen hülflos im Felde liegen. Der junge Mann führte das halb ohnmächtige Mädchen bis an die Frohngasse, wo er es in einer Droschke nach Hause fahren ließ. Anzeige über diesen gemeinen Uleberfall ist erfolgt. Düren, 31. Mai. Hierselbst machte der Oberpräsident Nasse auf dem Verbandsfest der rheinischen Feuerwehr in seinem Kaiserspruch folgende interessante Bemerkung: Als Se. Majestät der Kaiser unlängst den Reichstag schloß und dabei der Landesvertretung seinen Dank für die Arbeiten der letzten fünf Jahre aussprach und das Facit dieser Arbeiten zog, da erhoben sich— ich erinnere nur an die Aeußerungen französischer Blätter— Stimmen des Neides um ein solches Staatsoberhaupt, dessen sie entbehren. Und vor kurzer Zeit sagte mir ein deutscher Bischof, daß ein großer Franzose ihm erklärt habe:„Ja, geben Sie uns nur Ihren Kaiser, dann sind wir wieder die große Nation, die wir früher gewesen". Damit ist allerdings die Stimmung zahlreicher Franzosen gegenüber ihren innern Zuständen und der imponierenden Persönlichkeit des deutschen Kaisers vollkommen zutreffend wiedergegeben. Koblenz, 26. Mai. Vergangene Woche wurde von Braubach berichtet, daß dort 24 verendete Rehe gefunden wurden. Eine epidemische Krankheit herrscht nämlich seit Anfang März unter dem Rehstand der ganzen Umgegend. Wie wir noch von gut unterrichteter Seite hören, sind im Koblenzer Stadtwalde allein 50 Rehe verendet gefunden worden. Zur Wahl in Hagen=Schwelm schreibt die„Rhein. Westf. Ztg.“, daß in dem dortigen Kreise ein erbitterter Kampf mit dem Endziel auf Eugen Richters Niederlage stattfinde und daß eine solche Niederlage sehr wahrscheinlich sei. Von anderer Seite wird indessen darauf aufmerksam gemacht, daß auch bei der diesjährigen erforderlich werdenden Stichwahl das Zentrum wieder für Richter eintreten und seine Wahl durchsetzen werde. Vermischtes. * Die Elsaß=Lothringer. Aus Anlaß des letzten Aufenthalts des Kaisers im Reichslande brachte der Pariser„Matin“ Berichte, in denen darüber geklagt wurde, daß die Länge der Zeit gar viele Elsaß=Lothringer zur Ergebung in ihr Schicksal gebracht habe. In der That trifft man, so wird der Voss. Zig. aus Paris geschrieben, nur selten noch Arbeiter, die in den letzten 6 oder 7 Jahren von dort hierher gekommen sind. Dagegen kehren oft Elsaß=Loihtringer in die Heimat zurück, wo jetzt viel leichter lohnende Arbeit zu finden ist, als in Paris. Der„Matin" bestätigt denn auch, daß die deutsche Verwaltung viel für die wirtschaftliche Hebung des Reichslandes durch die Einwanderung der Bevölkerung viel deutscher geworden, manche französische Orte reden jetzt überwiegend deutsch. Ueberhaupt ist in allen Städten. Fabrikorten, Bergund Eisenwerken die Einwohnerschaft stark mit Altdeutschen durchsetzt. * Der zweite Hauptgewinn der preußischen Staatslotterie, welcher in eine Berliner Kollekte gefallen ist, hat ein junges Ehepaar glücklich gemacht. Mit einem Viertel ist ein Beamter des königlichen Marstalls bebeglückt worden, dessen Tochter mit einem Arzt verlobt ist. Leßterem erlaubte seine Praxis bisher eine Vereinigung mit der Geliebten nicht. Nun ist dem jungem Doktor von seinem Schwiegervater der Gewinn als Mitgift gewährt worden. Das Aufgebot hat bereits stattgefunden, und zu Pfingsten giebt glückliches Paar mehr. * Odessa, 28.Mai. Vor sechs Monaten reisten 150 junge Leute von hier nach Alaska, um nach Gold zu suchen. Dieser Tage is: folgende Nacricht über ihren Verbleib eingetroffen: Nach endlosen Qualen und Entbehrungen waren sie dort angelangt. Während des Grabens nach Gold lößte sich eine riesige Schneelawine los und begrub sämtliche Goldsucher. Nur vier blieben am Leben. Die Erfindung der Buchdruckerkunst durch Gutenberg trug unendlich viel zu den Fortschritten der Medizin bei. Jetzt erst wurden die Werke der arabischen und griechischen Forscher allgemein bekannt und hierdurch der Grund zu einer Fortentwickelung der Medizin und zu einer Wiederaufnahme der Hautpflege, die so lange vernachlässigt worden war, gelegt. Aber der neuesten Zeit war es vorbehalten, die Hautpflege in hervorragender Weise zu entwickeln und am meisten Dank gebührt der Entdeckung des„Lanolin", welche eine epochemachende Förderung der Hautpflege bewirkt hat. Ist doch das„Lanolin“ genannte Fett dem menschlichen Hautfett analog und infolgedessen seine Anwendung bei allen Hautunreinheiten, die meist im Verlorengehen des Fettes ihre Ursache haben, gewissermaßen als ein Ersatz der Natur selbst zu bezeichnen. So hat sich denn auch das„Lanolin=Toilette=Cream=Lanolin“ als Schönheitsmittel für Erwachsene und Kinder, sowie zur Hautpflege als unentbehrlich erwiesen, wie es zur Anwendung in der Kinderstube auch von den Aerzten auf das allerangelegentlichste empfohlen wird. Man findet das„LanolinToilette=Cream Lanolin“ in allen Apotheken und Drogerien in Tuben und Dosen zu billigen Preisen. Beim Einkauf des Creams achte man wohl darauf, daß sämtliche Packungen zur Garantie der Echtheit die Schutzmarke„Pfeilring" tragen! 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