Aemtlicher Eereisbrart Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mt. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. öchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur Carl Braus in Schwerte. für den Kreis Görde. Inserationsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. angeDie lechMk., Mk. wicht gu oßer AbErstes Blatt. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Auf dem Kreistage am 6. Juni ds. Is. wurden nachstehende Beschlüsse gefaßt bezw. Wahlen vollzogen: 1. Die Kreis=Kommunalkassen=Rechnung für 1895/96 wurde festgestellt in Einnahme auf.:. 282922,90 Mk. in Ausgabe auf.... 273637,22„ zum Bestande von... 9285.68 Mk. und einem EinnahmeRest von........ 117,35 Mt. 2. Die Rechnung über die KreisobstbauAnlage der beiden Kreise Dortmund und Hörde für das Jahr 1895/96 wurde festgestellt in Einahme auf... 3556,22 Mt. in Ausgabe auf... 2930,50 Mk. zum Bestande von.... 625,72 Mk. Bei Prüfung beider Rechnungen hatte sich nichts zu erinnern gefunden und erteilte der Kreistag dem Antrage des Referenten Amtmann Rebber=Westhofen gemaß Entlastung. 3. Zum Kreisdeputierten wurde gewählt: Der Rittergutsbesitzer, Major a. D. Freiherr von Rheinbaben=Haus=Ruhr. 4. Der Vorsitzende erstattete den Bericht der Kreis= Kommission für Errichtung von Arbeiter=Wohnungen und erklärte sich der Kreistag mit den Vorschlägen zu 1, 2, 3, 4 u. 7 der Kommission wie sie in dem Hefte a. statistische Erhebungen über Arbeiter=Wohnungen im Kreise Hörde enthalten einverstanden und bereit, die Angelegenheit nach Kräften zu fördern. Die Vorfchläge zu 5 und 6 wurden seitens des Kreistages aus der Vorlage gestrichen. Die von dem Kreisausschusse unterm 20. Mai d. I beschlossene Gehaltsscala für den Kreisbau=Beamten wurde seitens des Kreistages einstimmig angenommen. Zum Kreis=Ausschuß=Mitgliede wurde gewählt der Gutsbesitzer Kahmann=Salingen. . Zum Vorsitzenden der Musterungs=Kommission des Pferdebestandes für die bei einer Mobilmachung vom Kreise Hörde zu stellenden Pferde für den Bezirk Barop=Kirchhörde=Wellinghofen= Annen wurde gewählt: der Gutsbesitzer Port mann gt. Tönnis=Persebeck. . Als Mitglied des Kuratoriums der landwirtschaftlichen Winterschule DortmundHörde wurde der Gutsbesitzer A. Meinberg=Schüren gewählt. Hörde, 12. Juni. 1896. Der Königliche Landrat: Spring. Schwerte, Samstag, 20. Juni 1896. De Adgatadt ältgcht druce aulacha uug,#. entrichtende Kommunalsteuer in den auf dem teuerzettel angegebenen Hebeter inen gleichzeitig mit in Staatestenern bei dem Herrn Rendinten Clarenach hierseibst eir zuzahlen, widrigenfalls die nicht zur Einzahlung gelangten Beträge im Wege des Verungs=Zwangsvrfahrens beigetrieben werden. Einsprüche gegen die Heranziehung(Veranlagurg) zur Kommunalsteuer sind bei Vermeidung des Verlustes des Rechtsmittels binnen einer Frist von vier Wochen vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei dem betreffenden Gemeindevorstande einzulegen. Aplerbeck, den 16. Juni 1896. Der Amtmann. I. V.: Der Amtsbeigeordnete: Vieseler. Reich. Abgeordnetenhaus. 5. 6. iner Ritz tsch Bekanntmachung. Der Sparkassenrendant Johannes Würkert zu Annen ist, nachdem derselbe mit Genehmigung Sr. Exzellenz des Herrn Oberpräsidenten der Provinz Westfalen vom 6. April 1896— Nr. 3412— zum zweiten stellvertretenden Standesbeamten für den Standesamtsbezirk Annen ernannt worden, von mir heute in sein neues Amt eingeführt und verpflichtet worden. Der Vorsitzende des Kreisausschusses. gez. Spring, Königlicher Landrat. Bekanntmachung. Nach Vorschrift des§ 35 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 wird hiermit zur Nach. richt für die Abgabepflichtigen bekannt gemacht, daß für das Steuerjahr 1896/97 in der Gemeinde Aplerbeck 200 Proz. der staalich veranlagten Grundsteuer, 200„„„„ Gebäudesteuer, 200„„„„ Gewerbestener, 300„ der Staatseinkommensteuer, einschließlich der fingiert veranlagten Einkommensteuer, in der Gemeinde Schüren 170 Proz. der staatlich veranlagten Grundsteuer, 170„„„„ Gebäud steuer, 170„„„„ Gewerbesteuer, 170„ der Staatseinkommensteuer, einschließlich der fingiert veranlagten Einkommensteuer, in der Gemeinde Sölde 154 Proz. der staatlich veranlagten Grundsteuer, 154„„„„ Gebäudesteuer, 154„„„„ Gewerbesteuer, 154„ der Staatseinkommensteuer, einschließlich der fingiert veranlagten Einkommensteuer für Hebung gelangen.(Die in den vorbezeichneten Gemeinden belegenen gewerblichen Betriebe, welche mineestens 50 Arbeiter beschäftigen, werden von der stäatlich veranlagten Gewerbestener nicht zur Komnunalsteuer herangezogen, vielmehr wird von dies# Oetrieben eine besondere Gemeinde Gewerbesteuer erhoben. Das Abgeordnetenhaus nahm am Mittwoch die Vorlage, betr. die Aufhebung der rheinischen Hypothekenämter an und erklärte die Denkschrift über die Ausführung des Gesetzes zur Verbesseung der Arbeiter=Wohnungsverhältnisse mit Staatsmitteln durch Kenntnisnahme für erledigt. Es folgte die Denkschrift über das Kommunalabgabengesetz und die hierzu vorliegenden Petitionen, daß die Gemeinde=Einkommensteuer in höherem Betrage erhoben werden darf. Die Komission beantragt, die Petitionen der Regierung als Material zu überweisen und die Denkschrift durch Kenntnisjahme zu erledigen. Der Finanzminister erklärte, der Geist des Gesetzes gehe dahin, daß für die Gemeindelasten die Realsteuern herangezogen werden sollen. Wenn davon die Gemeinden schwer betroffen würden, welche ihre Realsteuern vernachlässigten und hohe Zuschläge zur Einkommensteuer erhoben, so sei das gerade Zweck des Gesetzes. Der Minister bittet dringend, die Petitionen unbe achtet zu lassen, ihre Ueberweisung an die Regieung als Material sei nur Wasser auf die Mühle der Agitatoren. Das Haus beschließt jedoch nach dem Kommissionsantrage.— Am Donnerstag stehen kleine Vorlagen auf der Tagesordnung. Das Abegordnetenhans nahm am Donnerstag die Vorlage, betr. die Aufhebung der rheinischen Hypothekenämter endgültg an, nachdem eine am Mittwoch beschlossene Aenderung, die Mindest= pension der Hypothekenbewahrer auf 4000 Mk. festzusetzen, wieder gestrichen worden war. Es folgt der Bericht des Landwirtschaftsministers über die Verpachtung des Bersteinmonopols und den Straf prozeß gegen den Bernsteinfabrikanten Westphal in Stolp in Pommern. Abg. Irmer(kons.): Der Thatbestand des Prozesses steht fest, wenn auch noch die Revisionsinstanz beschritten. Der Regieung kann illoyales Verhalten nicht vorgeworfen werden, aber Aufsehen erregt haben die Aeußerungen des Kommerzienrat Becker über das preußische Beamtentum; es steht fest, daß er gesagt hat, es bestehen in unserem Beamtentum„russische Zustände.“ Wir haben ein Recht zu verlangen, daß man uns mitteilt, ob es wahr ist, daß Königliche Titel durch Geldopfer erlangt werden können. Hoffentlich wird mit dem thatsächlich bestehenden Monopol der Firma Stantin und Becker nunmehr ein Ende gemacht. Abg. Krause(nil.) schließt sich dem Vorredner an. Minister v. Hammerstein: Wir wünschen volle Oeffentlichkeit. Die Firma Stantin und Becker hat den bis 1901 geschlossenen Vertrag zum Ablauf dieses Jahres gekündigt, was doch wohl darauf schließen läßt, daß die Vorteile der Firma aus dem Monopol doch nicht so sehr bedeutend sein könnn. Auch die finanzielle Seite der Frage kam inbetracht; die Pacht betrug 7 0000 Mk. Ohne eine rationelle Bernsteingewinnung würde das Kleingewerbe noch mehr leiden. Der Prozeß schwebt noch und zugleich finden noch amtliche Ermittelungen statt. Daß Herr Becker von russischer Beamtenwirtschaft gesprochen, ist richtig; ob es begründet ist, daß soll geprüst werden. Unrichtig ist, daß die Firma eine Imitationsanstalt betrieb, während dies anderen verboten war. Erst nachdem dies Verbot aufgehoben war, haben Stantin und Becker ebenfalls eine solche Anstalt begründet. Jedenfalls wird nach dem Ergebnis der schwebenden Untersuchung vorgegangen werden. Abg. v. Riepenhausen(kons.) hofft, daß das Ansehen der preußischen Beamten intakt aus dieser Affäre hervorgehen werde. Das Verhalten des Herin Becker ist in keiner Weise zu entschuldigen, namentlich nicht durch Hinweis auf sein Protzentum. Nachdem noch Abg. Rickert(frs.) und Graf Limburg(kons.) sich im ähnlichen Sinne geäußert haben, schließt die Besprechung. Sodann werden Petitionen erledigt. Eine Petttion, die Frauen zum Apothekerberuf zuzulassen, wird der Regierung als Material überwiesen, ferner zur Berücksichtigung eine Petition, wegen Heranziehung der Gärtner zur Gewerbesteuer und eine Petition um Gehaltsaufbesserung der Kanzleigehülfen. Deutscher Reichstag. Im Reichstage beantwortete am Mittwoch zunächst der Reichskanzler Fürst Hohenlohe die vom Abg. Graf Hompesch begründete Interpellation des Zentrums behufs Aufhebung des Jesuitengesetzes. Hompesch erklärte in seiner Begründung der Interpellation, daß die Antwort des Kanzlers, sie laute wie sie wolle, auf die Haltung des Zentrums zum Bürgerlichen Gesetzbuch keinen Einfluß ausüben würde. Der Reichskanzler betonte, daß der Bundesrat in der Frage des Jesuitengesetzes noch keinen Beschluß gefaßt habe, weil er erst am 9. Juli 1894 die Frage einer eingehenden Beratung unterzogen habe und dabei zu der nahezu einmütigen Ueberzeugung gelangt sei, daß er der Aufhebung des Gesetzes nicht zustimmen könne. Seit jener Zeit seien aber keine Umstände eingetreten, welche den Bundesrat zu einer ver83516 änderten Stellungnahm= veranlassen könnten. Gegenwärtig Prüft der Bundesrat, ob die Kongregation der Redemptoristen und der Priester vom heiligen Geist von dem Gesetze befreit werden könnten. Er, der Kanzler, werde auf eine beschleunigte Beschlußfassung des Bundesrats hinwirken. In der Debatte empfahl Dr. Lieber(Ztr.) die Aufhebung des Gesetzes in zündender Rede. Weiter sprachen Limburg=Stirum, Schall, Rickert, Bennigsen, Bebel. Letzterer nannte das Kulturkampfgesetz ein Produkt der jammervoll stümperhaften Politik des Fürsten Bismarck. Liebermann v. Sonnenburg zog sich einen Ordnungsruf zu, weil er erklärte, es läge nur an dem jammervoll stümperhaften Präsidium(Vizepräsident Schmidt, freis. Vg.), daß solch ein Ausdruck ungerügt hingehen konnte. Damit ist die Debatte über die Interpellation erledigt. Endgültig wurden alsdann die beiden Nachtragsetats, der Bassermannsche Antrag, betr. das Vereinsnotgesetz(Vrbinduug politischer Vereine unter einander), das Schutztruppenund das Depotgesetz. Bei der namentlichen Abstimmung über die Gewerbenovelle zeigt sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Donnerstag 1 Uhr: Interpellation, betr. den Fall Bashford. Bürgerliches Gesetzbuch. Im Reichstage brachte am Donnerstag zunächst der Antisemit Liebermann v. Sonnenberg die Interpellation, beir. den Fall des englischen tungskorrespondenten Bashford zur Sprache, den er auf Grund übertriebener Berichte in antisemitischen Zeitungen als etwas ganz Unerhörtes bezeichnete und die Ausweisung des Korrespondenten in pathetischen Ausführungen verlangte. Staats sekretär im Reichspostami Dr. v. Stephan stellte den objektiven Thatbestand des Vorganges fest, an dem nun Sensationelles nicht mehr übrig blieb Eine Besprechung der Interpellation fand nicht statt, da ein bezüglicher Antrag nur die Unterstützung von 10 statt den erforderlichen 50 Abge ordneten erhielt. Es folgte die Beratung des Antrages Arnim, betr. Beleihung der landwirtschaftlichen Pfandbriefe bei der Reichsbank unter den gleichen Bedingungen wie die der Reichsanleihen. Reichsbankpräsident Koch bekämpft die Forderung aufs Entschiedenste. Infolgedessen wird derselbe von der rechten Seite wiederhott persönlich angegriffen. Nach längerer, mehr persönlicher Aussprache, schließt die Devatie, nachdem noch Graf Mirbach mit geteilt hat, daß er den Abg. Barth habe auffordern lassen, sein Wort„Mirbachs Aeußerung über Bamberger sei nicht Gentlementike gewesen," zurückzunehmen oder Satisfaktion zu geben.(Stürmisches Gelächter links.) Barth lehnte beides ab. Bei der namentlichen Abstimmung über den Antrag Arnim, bei der 72 mit Ja, 112 mit Nein stimmen, ergiebt sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses Freitag 11 Uhr: Bürgerliches Gesetzbuch. Schluß 5½ Uhr. Das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs tritt am 1. Juli in Kraft. Das Gesetz ist von tief eingreifender Bedeutung für unser ganzes Geschäfts= und Erwerbsleben. Es handelt sich bei demselben um Abstellung von Mißständen im gewerblichen Verkehrsleben, die vielfach eine solche Ausdehnung angenommen hatten, daß die Existenz zahlreicher redlicher Gewerbstreibenden, die sich dem unehrenhaften Geschäftsgebahren fernhielten, ernstlich dadurch in Frage gestellt wurden. Wir teilen aus den verschiedenen Paragraphen des Gesetzes folgen des mit:„Wer in öffentlichen Belanntmachungen über geschäftliche Verhältnisse, insbesondere über die Beschaffenheit, die Herstellungsart oder die Preisbemessung von Waren oder gewerblichen Leistungen, über die Art des Bezuges oder die Bezugsquelle von Waren, über den Besitz von Auszeichnungen, über den Anlaß oder den Zweck des Verkaufs unrichtig Angaben thatsächlicher Art macht, welche geeignet sind, den Anschein eines besonder# günstigen Angebots hervorzurufen, kann auf Unterlassung der unrichtigen Angaben(in ge wissen Fällen auch auf Schadenersatz) in Anspruch genommen werden.“„Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen über die Beschaffenheit, die Herstellungsart oder die Preisbemessung von Waren oder gewerblichen Leistungen, über die Art des Bezuges oder der Bezugsquelle von Waren über den Anlaß oder den Zweck des Verkaufs wissentlich unwahre und zur Irreführung geeignete Angaben thatsächlicher Art macht, wird mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mark bestraft.“„Mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder mit Gefängnis bis zu einem Jahre wird bestraft, wer als Entgegen der Meldungen eines Wiener Blattes ist der„Hamb. Corresp.“ in der Lage, festzustellen, daß das Befinden des Fürsten Bismarck, dem hohen Alter entsprechend sehr gut ist. In der am Mittwoch in Roßla abgehaltenen Sitzung des deutschen Kriegerbundes wurde beschlossen, bei dem Abgeordnetentage, welcher vom 1. bis 3. August d. I. in Koburg zusammentritt, die Bildung eines preußischen Krieger=Landesverbandes in Vorschlag zu bringen. Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetriebes Geschäfts= oder Betriebsgeheimnisse während der Geltungsdauer des Dienstverhältnisses unbefugt an andere zu Zwecken des Wettbewerbes oder in der Absicht, dem Inhaber des Geschäftsbetriebes Schaden zuzufügen, mitteilt.— Da die Verfolgung der Machenschaften des unlauteren Wettbewerbs nur eintritt, wenn das öffentliche Interesse dies erheischt, grundsätzlich vielmehr dem werbetreibenden selbst es überlassen ist, mit Hülfe dieses Gesetzes den Schutz gegen den unlauteren Wettbewerb sich selbst zu verschaffen, so wird wesentlich die wohlthätige Wirkung des Gesetzes durch die eigene, zweckentsprechende Benutzung desselben bedingt sein. Türkei. Aus dem türkischen Reiche kommen fortwährend Nachrichten von Metzeleien und Blutthaten seitens der Mohammedaner. Bei der kleinasiatischen Stadt Smyrna wurden die beim Bau einer Eisenbahn befindlichen Arbeiter und Ingenieure meuchlings überfallen und ein Blutbad angerichtet, welches 200 Tote und 50 Verwundete forderte. So häuft sich Schandthat auf Schandthat und zu den Tausenden, die schon hingeschlachtet, kommen täglich neue Opfer. Die christlichen europäischen Nationen laden sich eine immer größere Blutschuld auf und vergessen es ganz, daß es ihre Pflicht ist, hier endlich energisch einzuschreiten. Das Blut all' der hingemordeten Märtyrer schreit zu Gott, und doch geschieht nichts, den Greueln ein Ende zu setzen. In Konstantinopel scheinen Muselmänner und Armenier aufs neue in einen akut gewordenen Streit geraten zu sein. Mehrere Armenier sind in den Straßen der Stadt meuchlings überfallen und getötet worden. Es steht zu befürchten, daß sich die armenischen Unruhen, die noch aus dem vorigen datieren, wieder aufs neue in hellen Flammen ausbrechen werden. Die Nordprovinz von Japan ist von einem heftigen Erdbeben und einer mächtigen Flutwelle heimgesucht worden. Fast die ganze Stadt Kamaihshi ist zerstört. An tausend Menschen sind umgekommen. Innerhalb 20 Stunden erfolgten 125 Erdstöße. Afrika. Präsident Krüger von Transvaal hat kürzlich bei einer Massendeputation von Bürgermeistern aus allen Teilen Südafrikas einen Ausspruch gethan, welcher beweist, daß er nicht nur ein kluger Staatsmann, sondern auch ein aufrichtiger Christ ist. Die Bürgermeister sprachen ihm ihren Dank aus für seine Milde gegenüber den Mitgliedern des Reformkomitees. Krüger antwortete, indem er auf die Bibel zeigte:„Dies ist mein maßgebender Wegweiser, dies Buch hat mir die Richtung angegeben, die ich zu verfolgen habe. Man darf nicht vergessen, daß die Burghers seiner Zeit den Stoß parielen mußten, aber in der Stunde des Sieges verstehen die Afrikaner zu verzeihen. Eine echt christliche Gesinnung spricht aus diesen Worten. Daß Gott doch mehr solcher Staatsmänner geben möchte, es würde vieles besser sein. Westfalen=Rheinland. Schwerte, 19. Juni. Die Gerichtsferien beginnen am 15. Juli und dauern bis zum 15. September. Während der Ferien werden Termine abgehalten und Entscheidungen erlassen nur in Feriensachen. Als solche gelten alle Strafsachen, Arrestsachen und die eine einstweilige Verfügung betreffenden Sachen, Meßund Marktsachen, Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern von Wohnungs= und anderen Räumen wegen Ueberlassung, Benutzung und Räumung derselben, sowie wegen Zurückbehaltung der vom Mieter in die Mietsräume eingebrachten Sachen, Wechselsachen, Bausachen, wenn über die Fortsetzung eines begonnenen Baues gestritten wird. Ohne Einfluß bleiben auch die Ferien auf das Verfahren in Konkursen, Zwangsvollstreckungen und auf Mahnverfahren. * Schwerte, 19. Juni. Auf dem am Sonntag stattgefundenen Turnfeste in Berghofen errang der Turner F. Bäcker den Ehrenpreis im Wettlaufen und den 3. Preis im Trambolinspringen und der Turner G. Schmoll erhielt in Hörde den 2. Preis im Stabhochsprung. Wir wünschen den Siegern ein kräftiges„Gut Heil!“ 18. Juni. Ein bedauerns= des Oekonomen Heyermann in Brand gesetzt wrier Augiszel erniganste ie ueshen usu Geizagausen 6. Bistanterg, 1I. Juli der Näche der Ruhrbrücke. Der Knecht Wühelu). purde ein Denstmnädchen verhostet, Bischer vom Lohosf-Wleshos) vei Mvoinerng weichaes ihr neugebornes Kind un eüre Bit einem epeheinzgg, Bobuwverk vu wosen und bodurch getbiet, bone. Schwere sahen, In der truacgeterschen Be. 9v.0 uen, 16. Jumi., on der bieigen stung beim epritenhause sheuten blösich die) Po= ärzte ein Arbeiter so ungaunttug Pferde und rasen den ziemlich heilen Hungl shpberz ge, Farbe, daß ihm beide Veine bis nachz der Nuhrbrücke hinad. Höscher versuche iun dre. Zusen, verhrüge wurden. vom Bagen herunterzuspringen, kam aber dobei) ou Bentheim, 18. Juni Bei Schonebed e ungtüclich zu Fal, boßz ihm de hoder wberschlug der Blig funf Arbeiter in einer Torfhütte. Geruch des Heiderigt sit, Lie vzamze Königskerze uich verteit. 4e vu Pu, sch auch zun enter den Dielen ihr Wesen treiben, entfernen sich, venn mon Dprezenygegden bie Rigen oder in e. träufelt und diese zwischen, vie buithen ver in ettäutelt und biese, Avtyzschlaossen werden, bineinträutent, und oe i tschlossen werden, binein=schlechten Witz seines Kollegen losdonnern, da raige Löcher, bevor sie versuu.u..—. Jbsseh, als er sich umsah, ihm das Wort im Bettlerstaat. Halse stecken, denn hinier ihm stand— der Ein japanischer Bettle.#aat. Remscheid, 16. Juni. Der dem Trunke ergebene Ablader Ewald Müller erwürgte vorgestern seine Frau. Dex, Mörvec . Jan:„Barmer Zig. im Grgangnis Kopf und Brust gingen. wurde H. ins Krankenhaus geschafft, wo derselbe über Nacht gestorben ist. Das Gespann, seines Führers beraubt, wurde in der Nähe der Eisebrücke von Arbeitern aufgefangen. 100f sich, uun Verhofen, Ir. Jul Au vggrighung bbenr Sclsun Mitwoch abend stürzte ein 18jähriger. Gugr“)“, Benrath, 18. Juni. gutrstoz ertran tnecht von hier, jedenfalls infolge Anfahrens) zuhein während des Badens ein Husar des gegen einen Stein, so unglücklich von seinem haselbst garnisonierenden 11. Regiments. Seine Sitze, daß er unter die Räder geriet, wodurch Zeiche konnte noch nicht gefunden werden. schwere Verletzungen, u. a. einen, Dusseldorf, 16 Juni. Auf der er mehrere scwere Tergg 8, N. a. Beinbruch erlitt. Der Verletzte mußte sofort dem Boeler Krankenhause überwiesen werden. Berghofermark, 16. Juni. Gestern Abend gegen 9 Uhr fiel Abend gegen 9 Uhr fiel der 11jährige Sohn Zwecke der Verlosung unter seine des Bergmanns Wilhelm Dieckerhoff beim für zusgesam. 4000 W. Kunstwelt ung Strohabwerfen vom Boden und erlit einen Koblenz, 19. Juni. Erschossen Schädelbruch. An dem Aufkommen des un hierselbst ein Feldwebel des hiesigen diesjährigen Pfingst=Ausstellung des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen wurden aus den Mitteln des Vereins zum Zwecke der Verlosung unter seine Mitglieder esamt 46000 M Kunstwerke angekauft. hat sich hierselbst ein Feldwebel, des hiesigen„Feld. Artillerie=Regiments, weil er eine###tägige Schädelbruch. An dem Aufkion glüclichen Knaben wund Ozve(ai, uchlgser., CRegiments, Schüren, 18. Juni. em tachlser) Arreststrafe verbußen sollte. geradezu bestialischer Streich wurde am 15. d. Mts. dem Brennereibesitzer Märtmann geticttan##d ihm ein Schader, von erwa Haus= und Landwirtschaftliches. Wann beginnt man am besten die Zeit auf der Gerichtskasse in Homburg ein auswärtiger Zeuge. Nachdem er seine nicht ganz unbedeutenden Zeugengebühren hingezählt erhalten und den letzten Buchstaben seines Namens unter die Quittung gesetzt hatte, griff plötzlich hinter ihm her eine Hand hinüber und strich das Geld vom Tische ein. Eben wollte der erzürnte Zeuge über den anscheinend sapanischer Ve.(Gerichlsvolzicher! Die japanische Zeitung„Kokumin“ ent)„ Bei der Stadtverordnetenwahl in Pforzhält einen interessanten Bericht ürer eine he im wurden sämtliche 16 aufgestelle sozialBettlergemeinde, die in einem Wolte in gze demokratische Kandidaten gewählt. beseht schon seit 40 Jahren und zähli gegen 5 Ueber die Hinrichtung der Kindermör300 Mitglieder, darunter auch viele Frauen derin Anna Dyer wird aus London berichtet, An der Spitze steht ein„König“, ldaß dieselbe in ihrer Zelle, einige Stunden Mann von über 60 Jahren, der mit fast vor ihrem Tode, eine Erklärung verfaßt hat, unumschränkter Gewalt„regiert“, aber nicht um ihre Tochter, die Frau Palmer, als unetwa von seinen Unterthanen sich ernähren schuldig darzustellen. Dieselbe wird am 16. läßt, sondern gleich ihnen tagsüber bettein gehi.sd. Mts. vor dem Schwurgerichte von Bei warmem Wetter schlafen die Beitler ein=Berkshire erscheinen. Die Dyer aß eine fach im Freien, nur im Winter, oder wenn Stunde vor ihrer Hinrichtung ein Ei und es regnet, errichten sie abends Zelte aus dickem Brot und trank zwei Tassen Thee. Auf die Oelpapier. Am Morgen wird das Loger ab= Frage, wie viele kleine Kinder sie umgebracht gebrochen, alles wird in Kisten und Kasten habe, erwiederte sie Rattblütig:„Ungefahr verpackt, und jede Spur ihres Aufenthalts ver=(zwanzig, ja„wenigstens zwanzig.“ Dem tilgt. Darauf verteilen sie sich in die um=Geistlichen erklarte sie: Lussen sie mich ruhig. liegenden Dörfer und gehen„auf den Betiel“, Sie haben hier nichts zu thun. As der um abends wieder im Walde zusammenzu Henker in die Zelle eintrat, reichte sie ihm kommen, gemeinschaftlich ihr Mahl zu kochen,'cynisch die Hand. Von diesem Augenblick an zu essen, zu schwatzen, zu singen, zu trinken sprach sie kein Wort mehr. Als ihr der —.„ w. Dabei wissen sie— dies ist eins(Strick um deg Hals gelegt wurde, fiet1 Der viel gesell ne Regwesen, so da käft g erholet den Norddeut Kräftigung Freuse und tungen auf ü schlag, mit w dergegangene Denn Klagen geworden. 2 m voller Blü kurzem zu es sich der Verk vin zmärkten letzter Zeit g sich im allger still; Hafer kauft; Gerste geschäftslos. von: Weizen Braugeiste 6 Mt.: Haser Kochersen 7, Maik 66 Sonntag, C Größer FrühprediPast Hauptpredi Kar Nachm. 2 1 Past Amtswoche seinen Leuten auf dem Felde befand, wurde in voller Kraft, hab allsogleich von etwal Wann beg.—#. 1.20#c sich Martmann s Heuernte? Vor kurzer Zeit sano ich im Tages mit Kalender den Satz:„Wenn das Gras erblüht u. s. w. Dabei wissen sie— dies ist eins Strick um den Hals gelegt wurde,, der wichtigsten Gesetze ihres„Königs“— die Ohnmacht. Die Hinrichtung selont dauerte in seinem Viehstalle das Veutil zum acht.“ An andern Orten heißt es:„Schneidet Schlempebottich, aus welchem die Kuhe nach man Wiesengras, nachdem es seine Samer Abkühlung der Schlempe direkt gefüttert ausgereift hat, so sind seine Halme und Blätter werden, von ruchloser Hand geöffnet. Die größtenteils entleert und als Futter wertlos. noch kochend heiße Schlempe ergoß sich nun Wiesengras ist in der Blüte zu schneiden. in die Krippen und nachdem diese gefüllt Nach diesen Sätzen sucht man sich in der heiße Masse über und ver= Praxis ja auch wohl zu richten, wenn die ntsetzlicher Weise. Witterung keinen Querstrich macht. Indessen Auf das Brüllen der vor Schmerzen rasend hat man doch auch Gelegenheit, zu beobachten, gewordenen Tiere kamen Nachbarn herbei daß nicht jeder Landwirt, trotzdem das Wetter und diesen bot sich ein schaudererregender günstig ist, danach handelt. Er sucht ArbeitsAnblick. Einigen Kühen hing die Haut be=kräfte zu sparen und wartet demgemäß mit reits in Fetzen vom Leibe herunter. Es dem Mähen so lange, bis diese disponibel sind. kostete große Mühe, die rasenden Tiere los=]Ob dies richtig ist, mögen die folgenden Zeilen zumachen und aus dem Stalle zu entfernen. zeigen.— In den„Amer, feeding stutts Man vermutet, daß ein Racheakt vorliegt. liegt mir eine Anzahl von Analysen über die Herr Märtmann hat für die Ermittelung Zusammensetzung des Thimotheegrases vor; des Thäters 100 Mk. Belohnung ausgesetzt. welches in verschiedenen Stadien der Vegetation Neun wertvolle Tiere sind sehr schwer ver= geschnitten wurde, nämlich 1) in der Blüte, brannt, von denen eine Kuh bereits einge=[2) gleich nach der Blüte, 3) bei fast eingegangen ist und einige noch wohl folgen tretener Reife. Die Zahlen(Durchschnitte von je 12 Analysen) beziehen sich auf wasserfreie Hörde, 17. Juni. Auf Veranlassung des Substanz, sind also gut zu vergleichen. Herrn Landrats Spring war in voriger Woche 1) Gras in voller Blüte geschnitten. im Kreishause eine Kommission von 15 Herren Asche Protein Rohfaser sticksiofffr. Stoffe Feit isammengetreten, welche sich mit dem Plan##.% 0s.%% Spuren ihres jedesmaligen Nachtquartiers sol nur eine halbe Minute. geschickt zu verwischen, daß bis vor wenigen)* Bremen, 16. Juni. Der bekannte Jahren selbst die Einwohner der umliegenden Agitator und bisherige Geschäftsführer der Dörfer von dem Dasein dieses Bettlerstaates, sozialdemokratischen Bremer Bürgerzeitung, sozusagen in ihrer eigenen Mitte, keine Ahnung Cyristian Gottlieb, wurce wegen betrügehatten. Uebrigens sollen diese Bettler, obgleich rischen Bankerotts vom Schurgericht zu 15 viele oon ihnen ehemalige Spieler, Diebe und Monaten Zuchthaus verurteilt. derzleichen sind, sich jetzt, wenigstens in den Brüssel, 17. Juni. Diese Nacht entDörfern, wo sie als Beitler bekannt sind, aller stand in dem Vororte Okelled eine schretliche Diebstähle und sonstigen Gesetzwidrigkeiten ent= Feuershrunst, welcher eine Frau und ihre 4 halten. Wenn sich ein neuer Ankömmling zur Kinder zum Opfer fielen. Das Unglück ist Aufnahme meldet, muß er zuerst dem König dem Umfallen einer Pitrolenulampe zuzuseine Lebensgeschichte erzählen, worauf dieser schreiben, über seine Zulassung enscheidet. Ebenso steht. Die kritischen Lebensjahre. ihm auch das Recht zu, ungeignete Müglieder Der, Mensch hat drei kritische Lebensalter: auszusoßen, Streitigleiten zu entscheiden, has 1., 32. und 54. Lebenssahr. In diesen Strafen zu verhängen u. s. w. Niemand Zahren ist— vom hohen Greisenalter abgewürde gegen den Ausspruch des„Königs“ dussehen— die Sterbensmöglichkeit am größten. murren wagen. Seine Autoriät schreibt sich Wer, das 1. Lebensjahr überstanden hat, er, daß er der Gründer dieses Staates,(hat alle Aussicht, unangefochten das 16. zu Refor Vorm ½10 Vorm. Past Stadtmi 2 Nachm. Statt je Ril Emi Hohenlin Frein daher, daß er der Gründer,bies= zn Hieser= That alle Aussicht, unangefochten das 16. zu indem er zuerst seinen Ausenthalt v., zum gerreichen und hochst wahrscheinlich das 32. Walde nahm, worauf sich nach und nach immr.)„MBgr. has 32. Lebensjahr überwunden hat, Am San „ hr Anhänger bei ihm einsanden. AlsWer das 52. Levensjahr überwünden hat, meht Anzanger der iym einatteen.—.= hat alle Aussicht, 54. Jahre alt zu werden 2c. berichum verden, voch erwohn, euz einez Wer das 82. Lebenssahr überstanden, hat, beiß d deiter uc Zopor den„nentbehr.(hat die Wahrscheinlichkeit, noch ein paar Jahre im Kreishause eine Kommission von 15 H zusammengetreten, welche siu, mnt dem Plan einer Bibliothet für den Kreis Hörde befaßte. Ein diesbezügliches Statut wurde angenommen und die anwesenden Herren als Bibliothekskommission festgesetzt. Räume für die Bibliothek stehen im Kreisgebäude zur Verfügung. Zuschüsse von seiten des Staats sowie von anderer Seite stehen zur Verfügung. Man wird eine Hauptbibliothek in Hörde und Zweigbibliotheken in einzelnen Gemeinden schaffen. Dortmund. 16. Juni. Der erste % 10 0„% 5,3 7,1 34,7 94,4 3,5 2) Gras gleich nach der Blüte geschnitten: Asche Protein Rohfaser stickstofffr. Stoffe Feit des, dieses dem Japaner unentbehr, hat die Wahrscheinlichkeit, noch ein paar Jahre sich Genusses zu verschaffen wissen und(natürlich nicht viele) zu teben. Die gunstigtichen Senunser, ze erescuge; wener: Isten Lebenszeiten sind alfo die vom vollendezwar dient ihnen auch herzu wieder senes— ten 1. bis zum 16. und die vom 32. bis 54. Oepapier, das überhaupt in ihrem Brgrutzer, Lebensjahr. Verhältnuismäßig ungünstige Lehaushalt eine große Rolle spielt, Sie buu., hengalt, sind die vom 16. bis 32. und b 0 5,1 6,6 0 Asche 0 0 4,0 % 32,7 52,1 3) Fast reifes Gras: Protein Rohfaser stickstofffr. % 36,2 %0 3.5 Stoffe Fett 0 5,8 0 50,9 %0 2,6 S0 Aus diesen Zahlen geht hervor, daß das Treiburger in voller Blüte geschnittene Gras den größten Hauptgevinn von 50000 Vr, der Vv., g(Gehalt an Protein zeige. Das fast reife Gedloterte veil iu de Hohete seche Wochen Gras enthielt an diesem wertvolen Nährstoffe Pos ver, Tochdemn vor boum Marienbuger 1.3 Proz, weniger als dieses und hatte auch dwen: Hon' 30/000 M. auch dort geseinen Verlust von 0.9 Proz, erlitten. Geldlottente von uuuu0 ur, auch vort., Eine ähnliche Abnahme von Nährsoffe. 18. Juni. Annähernd 3 Prozente beim Reifwerden ist auch bei anderen erwartet werden können...36 der Nacht zu baben, ist häusig der Wunsch der Eckesey, 16. Juni. 26, Die Kühe enn“, Hausfrau und Muter. Mates Licht ist aber auch hiesigen Landwirts von der Weide nach Hause erforderlich, wenn in der Familie ein K ankheitsfall, getrieben wurden, war eins der Tiere voll-(z. B, Masern, Scharlach eingetreten ist. BekanntKändis mit Bilut bedecht, Dei poheren, vonstkantung der Augenbimdeshaut verbanden, bei velsehen fand man, daß dem armen Trer.,(der es vom ärztlichen Standpunkt ratsam erscheint, böswilliger Hand ein Stück vom Schwan,- nur mattes Licht anzuwenden. Dieses kann man haushalt eine große Role spielt, Sie.(Henguler zu2 die vom 16. bis 32. Uln oom näglich eine fünf vutz tiese Grube und leiden 54. bis 82. Jahr. Erstaunlich ist das plötzdie Wände sorsfälig mit belagtem Leitpopter liche Anschwellen der Lebensfähigkeit im 33. aus. Darauf fülen sie die Grube mit Wassr und 83. und das plösliche Herabsinken im und wersen soviel Steine, de se vorhaß, n 155, Lebensjahre. Es ist, als ob das in uns einem Feuer neben der Grube erhitt zuven, wirtende Lebensprinzip nach lieberwindung binein, bis das Wasser die gewünschte Temperg, der gefährlichen Klippen, der Zahlen 32 und ur erreicht hat. Ales in allem geht aus be. 82, sich stolz und kraftbewußt emporrecte Schilderung des sopanischen Blate, jerugx und als ob es, nach lieberstehung des so gundaß diese Beiter sich durchaus nicht v.— stigen 94. Lebensjsahres, sich im 55. matt, slücklich fühlen, wie man von Vetlern de serschöpft niederlegte. Allerdings darf man wöhnich anniwm, zug Reichorum) Etaats, nicht vergessen, daß es sich um Durchschnittsauch: Besite doch eur orein einen„Stuu., zahlen handelt; das einzelne Leben, das man schatz“ der, wie man munkelt, sich auf wehrsetug auf jene Zahlen prüft, kann andere als 100 Den oder ngg, unserem Gelde rund Versäaltnisse aufweisen. Es ist dann eine 400 Mark belausen sot. Ausnahme. Jene Marima und Minima ass maunschlsche Lehzen durch die Lehensiahre vorn werde ich lokale bei für Rech angeht, ca.10 toffe öffentlich Bar verst Der 2 stimmt Schwei MO. Ge Gre böswilliger Hand ein Stück vom Schwanze nur mattes Licht anzuwenden. Dieses kann man geschnitten worden war. Möge es gelingen, auf die einfachste und veste Weise durch eine Kerze Hagen, 17. Juni. Auf dem Delegier=ssegen, aß Hassesde bis an den schwarzen Teil des tentage des Westfälischen Schützenbundes wurde Dochtes heranreicht. Ein solches Licht brennt nur beschlossen, das nächste Bundeschießen in mit schwacher, gleichmäbiger, Fiagzng gnd, e. legg. Hagen stattfinden zu lasen. Für 1901 istssam und sparsam ab, Fak Biezen, veguemen und Dortnund als Festort ins Auge gefabt.(guten Mitel tann nur bringend geraten werden, Letmathe, 16. Juni. Beim Durchzuge Ha as namentlich für Patienten schädlich ist, Petroeiner Zigeunerbande wurde ein zwölf= bis leumlampen tief herabgeschraubt brennen zu lassen, vierzehnjähriges Mädchen, über welches die und die Zemmesfast mit schädichen Gosen anfült. brouue Horde nich die erfordericheg. gin Haupimitel zur Vertilgung der beibringen konnte, in Hast genomwen.„.., Mäuse ist die Haltung einer Katze. Doch muß sie Herdecke, 18. Junk. In den 4o0 be=(gut und regelmäßig gefüttert und nicht durch eine stürzt ist am Montag abend auf dem Kais= rohe Behandtung scheu und falsch gemacht werden, herge der Maurer Josef Truschel. Er wollte wenn sie das Haus mauserein halten sou. Auch in abschneiden, kletterte über den euten Falen— am bessen sogenannte, gugratische einen Amwpeg) Eserschen a und— lassn sich viele Mäuse gangen, Angebegener Stacheldraht des Esserschen Steinbruches—.- Speck. Hanf, Nuß= oder Peanvelterne, in Gutter stürzte in die Tiefe.„ 5, 558 gebratenes Brot sind hierbei vorzügliche Lockspeisen. Ende 16. Jumi. Heute woutbe bus Zum Vergisten der Mäuse eignet Gp, H5er,ig. den Se. H. Krummeck Apotheken gewöhnlich zu habende„Meauseweizen“, Wohnhaus des Berginvaliden„...,. sd. h. wenn derseibe noch frisch genug ist.— Ein zu Kermlerberg von Feuer ergriffen und ber gutes Mittel, die Mäuse oder Rauten in die aufgedem herrschenden Wassermangel bis auf den siellten Fallen zu locken ist, den in dex, Fallg Grund zerstört. Durch Flugfeuer wurde außer befindenden Köder mit einem, Tropsen Rosenge###. dem ein in der Nähe gelegenes Einwohnerhaus benetzen. Der Geruch dieses Oeles, den Vermischtes. ger., 1093 ieuschlage Leven vuticg die Lebenssahre * Wegen Vierpantscherei wurde ein,„grage 16, 32, 54, in fünf deutlich geschiedene liner Restaurateur zu 40 Mark Geiostru,= Perioden zerlegt. Bis zum 16. Jahre dauert verurteilt. Der Mann hatte das sogenannte Hie Kindheit, vom 16. bis 32. die Jugend, Abstrichbier gesammelt und dem aus dem vom 32. bis 54, das reife Alter(MannesApparat kommenden Bier zugesetzt. Das Gerichtsoder Weibesalter), vom 54. bis 82. das fand in dieser leider seh, weit verbreiteten Un Greisenalter und darüber hinaus die Senilität. sitte einen Verstoß gegen das Nahrungsmittelgesetz und erkannte wie oben. Hoffentlich führt)„hlen des menschlichen Lebens dieses Urteil eine Wendung zum Bessern herbei, mit einer gewissen Regelmäßigkeit, die Wegen des im Gefängnis verhungerten Differenzen sind 16, 22, 28, und diese Schuhmacher Stich in Sarburg wurde vor Hifferenzen schreiten fort in demjenigen der Strafkammer in Zabern gegen die beiden mathematischen Verhältnis, das man die Polizeidiener Grau und Heckel verzandel., arithmetische Progression nennt. Es waren drei medizinische Sachverscähngige und 26 Zeugen geladen. Die ersten gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Gefangene Neueste Nachrichten. zweifellos verhungert sei. Das letzte... Nach einer Depesche aus Quessant ist ein Samstag abends verkaufe Behausur 5 Mo nummern Kredit. Schul Gr Samsta nach soll das zweifellos verhungert sei. Das letzte was) Nach einer Depesche aus Quessant man von dem Krüppel vernommen hatte, war englischer Tampfer, vermutlich der„Drumon sein Stöhnen und Wimmern am Samstag Castle“, der sich auf der Fahrt von Kapsein Stöhnen und Wimmern am.. astle“, der sich aus der Fahrt von Kapnach Ostern; zwei auf dem Gefängnishose stadt nach Plymouth befand, in der Näht spielende Kinder hörten den Ruf:„Ihr Kinder, von Quessant gesunken. Der Dampfer gebt mir ein bischen Kaffee!" Da die Zeugen infolge Auflaufens auf einen Felsen au aussagen, wann der Arrestant in das Gefäng= der Höhe der Molenen=Inseln gesunken nis gegracht worden war, einander wider= Von den 250 Personen, welche sich an Bo### sprachen, wurden die Angeklagten der„Straßb. befanden, sind nur 3 gerettet. Ein Vergnüs Post“ zufolge„wegen Mangels genügender gungsdampferist heute abend nach der Unglücks Beweise" freigesprochen,. Di, gholang stelle abgegangen. Das Unglück erinnet * Alexandrien, 16. Jumi. Die Cyptera lebhaft an den schrecklichen Untergang der ist hier im Abnehmen begriffen, dagegen„Elbe, nimmt dieselbe in Kairo zu und kommen), Lonstantinopel, 18. Juni. Heus dort täglich 60—70 Cholerafälle vor. Der) wpurden wieder 4 Armenier öfentlic größte Leil der hiesigen eurovaschen Koloni, hingerichtet. Weitere Hinrichtungen steihe ist geflohen und stockt der Handel gänzlich.## W#rnr„ * Ein verblüfftes Gesicht machte vor einiger bivol. — ca. in der am E meistbiet Haus 19. Jun Freihe bab Na beste s4 bonu bei L. Getreidemarkt=Bericht. □) Berlin, den 18. Juni 1896. Der vielfach gewünschte und stellenweise reichlich gesell ne Regen ist den Felderu recht willkommen aeweien, so daß insbesondere die Sommersagten sich täftg erholen konnten. So wrd aus vielen Geg nden Norddeutschlands und auch dem Auslande üder Kräftigung der Saaten berichtet. Dies gereicht zur Freute und zur Beruhigung und hebi die Befürchtungen auf über vermeintliche Schäden durch Hagelschlag, mit welchem in den letzten Tagen scharf niedergegangene Gewitter verschiedentlich begleitet waren. Denn Klagen über ernstliche Schäden sined kaum lau geworden. Das Wintergetreide ist an vielen Octen m voller Blüte, in andern Gegenden steht diese binnen kurzem zu erwacten. Am Berliner Markte bewegte sich der Verkehr in engen Grenzen, während an Propinzmärkten die Zufuhr von he mischem Getreide in letzter Zeit größer gewesen sein soll. Weizen konnie sich im allgemeinen gut beyaupten; Roggen log sehr still; Hafer blieb in guter greifbarer Ware gern gekauf:; Gerste hitte geringen Umsatz und Mais war geschäftslos. Bezahl“ wiurken für 100 Pfund lrko von: Weizen 7,00—7,80Mk.; Roggen 5,55—5,85 Mk.; Braugriste 6 45—•,50 Mk.; Futtergerste 5,55—6,50 Mt.; Haser 6,25—7,40 Mk.; Mais 4.60—4,84 Mk.; Kocherisen 7,00—7,75 Mk.; Futtererbsen 6,10— 6 60 Maik Frisch gewagt ist halb gewonnen! Dieses bewährte Sprüchwort verdient in allen Lebenslagen, besonders aber bei„Krank heit und Siechtum“ vollste Beherzigung. So mancher Verzweifelnde könnte gerettet, und so mancher Leidende geheilt werden, wenn er mutig den energischen Versuch zur Besserung seiner Lage und zur Bekäupfung seines Leidens machen würde. Ein wirklicher„Rettungsanker", bietet sich„Jedem Leidenden" in der„Saujana=Heilmethode“, welche bei allen heilbaren Stadien von„Lungenschwindsucht, Nerven und Rückenmarks=Leiden“, die glänzendsten Erfolge aufzuweisen hat. Erst kürzlich veröffentlichten wir an dieser Stelle den polizeilich beglaubigten Bericht des Herrn Robert Herra, Hauptagent für Lebensversicherung zu Strehlen(Schlesien), welcher durch die„Saujana=Heilmethode“ vom Tode durch die Lungenschwindsucht gerettet wurde. Heute sind wir in der Lage, eine ebenso erstaunliche Heilung zu veröffentlichen, welche die Saujana=Heilmethode bei einem„hochgradigen Rückenmarks=Leiden", verbunden mit„Läh mung der unteren Extremitäten“ erzielt hat. Herr Otto Lorenzen, Photograph zu Rödemis, per Husum(Schleswig=Holst.) schreibt: An die Direktion des Sanjana=Instituts zu London. S. E. Hochgeehrte Direktion! Es ist mir eine freudige Pflicht, Sie zu benachrichtigen, daß Ihre Sanjana=Heilmethode bei meinem schweren Nerven= und Rückenmarkse Leiden, welches eine Lähmung beider Beine herbeigeführt hatte. Gott sei Dank, dauernde Heilung erzielt hat. Es sind jetzt bereits über 6 Monate vergangen, seitdem ich die mir von Ihnen vorgeschriebene Kur beendet habe, und habe ich seit dieser Zeit keinerlei Beschwerden mehr gehabt, sondern hat sich meine Constitution immer mehr und mehr gekräftigt. Bevor ich mich an Ihr Institut wandte, waren alle andern Kuren(innere Medikamente, Streckverband, Elektrizität) gänzlich erfolglos geblieben, sodaß ich meine Wiederherstellung einzig und allein Ihrem bewährtm und rationellen Heilverfahren zu verdanken habe. Jeder Mensch, der mich kennt, ist erstaunt über den überraschenden Erfolg, welchen Ihre Heilmethode bei meinem schweren Kraustheitsfalle erzielt haf. Ich bin Ihnen daher zu aufeigtigstem Danke verpflichtet und weide alles aufbieten, Ihr Heilverfahren allen ähnlich Leidenden zu empfehlen. Mit größter Hochachtung verbleibe ich Ihr dankbarer Otto Corenzen, Photograph. Rödemis per Husum(Schleswig=Holst.) Man bezieht die Saujana=Heilmethode „franko und kosteufrei“ durch den Sekretär des Sanjana=Instituts Herrn Hermann Dege zu Leipzig. Am 17. Juni feierte die weltbekannte Firma H. Underberg=Albrecht in Rheinberg am Niederrhein ihr 50jähriges Geschäfts=Jubiläum. Wohl selten hat ein Handels=Artikel eine solch allgemeine Verbreitung gefunden, als der von dieser Firma fabrizierte Boonekamp of Maag Bitter. Der Expott der Firma H. Underberg=Albrecht erstreckte sich bereits bald nach deren Gründung auf alle überseeischen Länder und ist heute der echte„Boonekamp of Maag=Bitter“ jedenfalls die bekannteste und beliebteste Bittermarke des Welthandels. Gottesdienste. Sonntag, den 21. Juni 1896. Schwerte. Größere evangel. Kirche. Frühpredigt vormittags 8 Uhr: Pastor Heinenberg. Hauptpredigt vorm. ½10 Uhr: Kandidat Schütte. Nachm. 2 Uhr. Kindergottesdienst. Pastor Heinenberg. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Vorm. ½10 Uhr: Past. Terberger. Syburg. Vorm. ½10 Uhr: Predigt. Pastor Falkenberg. Stadtmission in Schwerte Westenort 12. Nachm. 5 Uhr: Bibelstunde. Genossenschaftsmolkerei Sölde. E. G. m. u. Jahres=Bilanz von 1895. Autiva. Grundstück und Gebäude Maschinen und Apparate.. Geräte und Utensilien... Geräte für Pferde und Wagen Geschäftsmobiliar 6. Lebendes Inventar 7. Vorräte 8. Kassenbestand 9. Ausstehende Forderungen.. Statt jeder besonderen Anzeige. Rika Meiberg Emil Sternberg Verlobte. Hohenlümburg, Schwerte, (93 Juni 1896. 40800— 570.— 5426/80 2222/65 1969/74 50989/19 Vorstehende Bilanz geprüft, mit den Büchern übereinstimmend und für richtig befunden. Treiw. Verkauf. Am Samstag, 20. Juni cr., vormittags 9 Uhr, werde ich in meinem Pfandlokale beim Wirt Böhmer, für Rechnung dessen, den es angeh,„ s. Garde= und Ztr. Kal=Landwehrverein Am Sonntag, 21. Juni cr., abends 8½ Uhr, General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Der Vorstand: Falkenroth, Matzmann, Schulze=Sölde. Zahl der Genossen Ende 1894: Ausgeschieden 1895: Neu aufgenommen: Miügliederzahl Ende 1895: Der Eichhoff, Aufsichtsrat: Rasche, F. Vieseler. 20 Genossen. ist ein rumon 1 Kap Nähe fer is en auf sunken. Bord Zergnüglücks erinner na der Sei ffentlich stehen toffeln in Si öffentlich meistbietend gegen Bar versteigern. Der Verkauf findet bestimmt statt. Schwerte, 19. Juni 1896. Morgenroth, Gerichtsvollzieher. Gras=Verkauf. Samstag, den 20. Juni, abends 8 Uhr anfangend, verkaufe ich unterhalb meiner Behausung 5 Morgen Gras u. Futterbau nummerweise meistbietend gegen Kredit. Schulte=Großenbräucker, Villigst. Gras=Verkauf. Samstag, 27. Juni d. Is., nachmittags 4 Uhr, soll das Gras — ca. 26 Morgen in der Flößwiese Hairodt am Elsebach nummerweise meistbietend verkauft werden. Haus Ruhr b. Schwerte, d. 19. Juni 1896. Freiherrl. von Rheinbaben'sche Rentei. Kartohent # S a Bürger=Schützenverein Schwerte. 3. Samstag, 20. abends 3½ Uhr, an meinem Hause PO11 zum Haarschneiden und Rasieren, nachdem Brausebädernehmen. Simons, Hauptmann. Freiwillige Schwerte. Sonntag, den 21. Juni, morgens 6 Uhr: Uebun Der Chef. Sonntag, 21. nachm. 5 Uhr, findet im Saale des Herrn Wirts I Feit eine Generalversammlung des katholischen Volks=Vereins statt, zu deren Besuche freundlichst eingeladen wird. Auswärtige Redner Besehge Schwarze u. farbige Lüstrejuppen, as Drelljacken falls nicht Passendes vorrätig, wird solches sofort nach Maß angefertigt. Ster. Oter! 26 Stück 1 Mark bei L. Weinberg, Schwerte. 2 Turn=Verein Eintracht“ Schwerte. Sonntag, den 21. Juni er., morgens punkt ½6 Uhr: Antreten zum Ausfluge über Menden, Hönnethal, Felsenmeer, Iserlohn. Der Turnwart. beste sächsische magnum werden auftreten. bonum wieder vorrätig Schwerte, 18. Juni 1896. ei L. Weinberg, Die Vertretung des Schwerte. Volks=Vereins. a. Pilsener Bier im Anstich. Gust. Kleingar *„ per Liter 40 Pf., empfiehlt Gust. Kleingarn. Ia. feinkörnigen b0 liefern billigst Rheinische Sandwerke, Leichlingen. Hier in Schwerte kaust man Glacé-Handschuhe, in schwarz und farbig, für Damen und Herren, am besten und billigsten bei Friedr.Liese, Marktplatz 3. Auch empfehle mein großes Lager in#toffhandschuhen in allen Farben, Wäsche, als: Kragen, Manschetten, Vorhemden, Faltenbemden, Hemden für Kinder, Damen und Herren, Nachthauben u. Jacken, weiß- und farbig, Krawatten in allen Fagons und Farben. Grösste Auswa 1! Billigste Preise! Kindsteisch, Auf dem Wege Freischütz bis Schwerte ist am Donnerstag eine Handarbeit(Buntstickerei) verloren worden. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen Belohnung in der Exped. d. Ztg. abzugeben. I###nur prima Ware, empfiehlt von heute ab per Pfd. zu 60 Pfg. Schwerte Hellpothstr. Nr 4., M. Rosenthal. Tüchtige Mäurer sucht Friedr. Vollmer, Mauermeister, Berchum. Ffein. Schweiner Der Käse (echter Emmenthaler) per Pfd. Mk. 1.— bei Wilh. Heppe. 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Handelsnachrichten. Dortmund, 18. Juni. Produktenbörse. Besuch gut. Tendenz fest. Umsätze mäßig. Die ausländischen Berichte lauten durchweg fester, doch ist der inländische Markt noch ruhig und abwartend. Heutige Notierungen: zen inl. 15,50—16,00, do. fremde: 15,00—16,00, Roggen, inl. 12,25 bis 12 50 do, fremder 12,75 bis 13.25, Hafer inländ. 00,00—00,00, do. frember 13 25—13,75. Futtergerste 10 75—11,20 Mois 8,75—11,75 Weizenvorschuß inkl. Sack 20,00 bis 21,50, Roggenvorschuß inkl. SoK 18.50—19.00. Kleie 8.50 bis Alls per 100 Kllo fracht; parität Doutmund exkl. Sack Wtaachng von Soppllotungen.— Der heutigen Nummer liegt eine Beilage der Firma L. Freudenberg& Co., Dortmund, bei, auf die wir hierdurch hinweisen. G Schwerte. Empfehle sämtliche Neuheiten in Elberfeiderstr. 23 und Kampstr.-Ecke. Herren=Anzüge in Cheviot von 9, 12, bis 25 Mt. Herren=Anzüge in Velour und Kammgarn von 10, 13, 18 bis 30 Mt. Knaben=Anzüge in den elegantesten Facons von 2,50 bis 10 Mt. 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Auf Fürsten, und von den Denkmalsau Plattform Festakt statt schusses beg sprache, in sammelten bände aussr ihnen gestift unerschütter Kaiser den hielt der schusses, Ha phal die Fe Bedeutung Kyffhäuser nehr denn deutscher Ke Berges. 1 Heute ist d im Verein den festesten lerschienen, Vollendung #es neuen #enken an ist. Wiea Erst dem Ar Bettstelle, Nußbaum poliert, 1 Sprungfeder=Matratze, 1 Keilkissen, 1 Feder= gut geräuchert, auf Trichinen untersucht, empfing u. en Unterbett, 1 Feder=Oberbett, 1 Federpfühl, 2 Federkissen. per Pfund 75 Schwort. WVoinhau empfiehlt, 60 es A Schwerke. Weinberg. □ 1 eleg. Bettstelle, Nußbaum poliert, 1 Sprungfeder=Matratze, 1 Keilkissen, 1 Feder=Unterbett, 1 Feder=Oberbett, 1 Federpfühl, 2 Federkissen. 60 2 Ma ein. 1 eleg. Bettstelle, Nußbaum poliert mit Aufsatz, 1 Ia. Sprungfeder=Matratze, 1 Keilkissen, 1 Feder=Unterbett, 1 Halbdannen=Oberbett, 1 Federpfühl, 2 Halbdaunen=Kissen. Rotwvein, per Liter 40 Pfg., hergestellt aus getrockneten Trauben. 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Zweites Blatt. * Die Weihe des mächtigen Kyffhäuser=Denkmals ist am Donnerstag in feierlichster Weise vor sich gegangen. Die Völkerwanderung zur Einweihung hatte schon seit Tagen begonnen, und die sonst so stille goldene Aue weiß ihre Gäste kaum zu fassen. In Gegenwart des Kaisers und der Bundesfürsten hat sich eine würdige vatriotische Feier abgespielt, die den schönsten Abschluß des Jubiläumsjahres der Reichsgründung bildete. Der Kaiser traf gegen 12 Uhr mittags in Begleitung des Fürsten zu Schwarzburg=Rudolstadt auf dem Denkmalsplatze ein. Die Ankunft auf dem Bahnhof in dem festlich geschmückten Roßla war gegen 11½ Uhr erfolgt. Auf dem ganzen Wege von Roßla nach dem Kyffhäuser wurden die Fürsten von einer lolossalen Minschenmenge mit brausendem Jubel begrüßt. Namentlich die Spalier bildenden Kriegervereine und Schulen brachten ihre Huldigung in stürmischen, nicht endenwollenden Hochrufen dar. Am Eingange zum Denkmalsplatze war eine Ehrenkompagnie des Thüringischen Inf.= Regiments aufgestellt, welche die Honneurs erwies. Auf dem Platze begrüßte der Kaiser die Fürsten, und begab sich mit denselben, gefolgt von den Schwarzburgischen Beamten, dem Denkmalsausschusse und den Künstlern auf die Plattform der Bogenhalle, wo der eigentliche Festakt stattfand. Der Vorsitzende des Ausschusses begrüßte den Kaiser mit einer Ansprache, in der er dem Kaiser und den vern sammelten Fürsten den Dank der Kriegerverbände aussprach und versicherte, daß der von ihnen gestiftete Denkmalsbau ein Abbild ihrer unerschütterlichen Treue sei. Nachdem der Kaiser den Beginn der Feier befohlen hatte, hielt der Schriftführer des Denkmalsausschusses, Hauptmann der Reserve, Prof. Westphal die Festrede. Zu einem Feste von hoher Bedeutung hat sich heute der sagengeweihte Kyffhäuser geschmückt. Zum erstenmale seit nehr denn sieben Jahrhunderten betritt ein deutscher Kaiser den Boden des ehrwürdigen Berges. Und welch' ein Gegensatz gegen früher. Heute ist das erlauchte Oberhaupt der Nation, und sim Verein mit den hohen Reichsgenossen, als Ge=Vden festesten Stützen des neuen Reichsgedankens uela Verschienen, um einem Werke die Weihe der Vollendung zu geben, welches dem Begründer des neuen Reiches und dem dankbaren Gedenken an seine unsterblichen Thaten geweiht ist. Wie anders in jenen vergangenen Zeiten! Erst dem großen Herrscher, dessen Gedächtnis er —1 4 cht en. n wir heute feiern, war es beschieden, das sehnen des Volkes zu stillen. Seiner Weisheit gelang es, die richtigen Männer an die richtige Stelle zu setzen, den großen Kanzler, dessen geniale Staatskunst die Wege zu dem Einigungswerke ebnete, Roon, der das Schwert schärfte, Moltke, der es lenkte. Und als wiederum der Kriegsruf des Feindes an unseren Grenzen erscholl, da fand er eine begeisterte, in ihrer Einheit unüberwindliche, eine starke Nation, da stand der Preuße zum Baier, der Schwabe zum Sachsen, da zog des preußischen Kronprinzen Siegfriedgestalt den süddeutschen Stämmen voran, da standen Baierns Fürsten in treuer Waffenbrüderschaft zu ihren norddeutschen Kampfgenossen. Da leitete Sachsens Königssohn preußische Truppen zum Siege. Ja, herrlich war der Siegespreis. Barbarossa war erwacht, die Sage erfüllt, ein Kaiser ward uns gegeben. Ein neues Reich entstand, mächtiger und durch innere Einheit kraftvoller als das alte. Der Deutsche hatte wieder ein Vaterland. Redner pries die Herzensgüte und die Frömmigkeit des Heldenkaisers. Sein Leben war Arbeit, Arbeit für das Glück seines Volkes, Arbeit bis zum letzten Atemzuge. Noch eine lange Reihe gesegneter Jahre war es dem Begründer des Reichs vergönnt, sein Werk zu schauen und auszubauen. Und als der greise Held hochbetagt von uns schied, da waren seine alten Krieger einig darin, daß sie berufen seien, ihm ein Denkmal zu weihen, und daß dieses Denkmal, als ein Sinnbild des neuen Reiches deutscher Nation erstehen müsse, an der Stelle, die das Sehnen des Volkes durch Jahrhunderte hindurch war, auf dem Kyffhäuser. Heute steht es vollendet da! Seine Bedeutung ist eine doppelte: seine Parole heißt: Kaiser Wilhelm 1, der Hohenzoller, Preußens König" und sein Feldgeschrei:„Für Kaiser und Reich!“ Nach einer Schilderung des Kriegervereinswesens schloß der Redner: Möge der Wahlspruch des Denkmals„Für Kaiser und Reich auch die Herzen der kommenden Generationen erfüllen! Möge das Bildnis Kaiser Wilhelms des Großen von hier oben bis in die fernsten Zeiten ein vaterlandsliebendes einiges deutsches Volk erblicken. Ew. Kaiserlichen Majestät und Ew. Majestät erhabenen Bundesgenossen aber geloben die Erbauer des Denkmals, die deutschen Kriegervereine, hierzu beizutragen, was in ihren Kräften steht, denn fest wie die schrift hier oben in den Stein, ist in ihre Herzen der Wahlspruch eingegraben:„Für Kaiser und Reich!“ Der Kaiser erwiderte:„Freudig bewegten Herzens stehe Ich mit Meinen erhabenen Bundesgenossen heute in Ihrer Mitte, um dem Denkmal die Weihe zu geben, welches Hunderttausende von alten Kriegern in einmütigem Zusammenwirken dem Andenken an Meinen erhabenen Herrn Großvater, des Kaisers und Königs Wilhem I. Majestät, auf diesem sagenumwobenen Berge gewidmet haben. Der würdige Schlußstein für die Gedenkfeier der Siegestage des großen Krieges. Ich danke allen, welche dieses unvergleichliche Werk erdacht, gefördert und vollendet haben, an erster Stelle dem durchlauchtigsten Landesherrn, welcher es unter seinen besonderen Schutz zu stellen geruht hat. Ich weiß, daß die Erinnerung an den großen Kaiser von denen bis zum letzten Atemzuge heilig gehalten werden wird, welche seinen sieggekrönten Fahnen folgen und mit Ihm für die Einigung des geliebten Vaterlandes Leben und Blut einsetzen durften. Solcher Gesinnung ist dies Denkmal ein unvergängliches Wahrzeichen; die ihm zugewiesene Aufgabe ist aber eine noch höhere, edlere: den kommenden Geschlechtern soll es ein Mahnzeichen sein, einig und treu zu bleiben in der Hingebung an Kaiser und Reich, an Fürst und Vaterland, festzuhalten an dem, was das Vaterland groß gemacht hat, Deutschlands Ehre und Wohlfahrt höher zu stellen, als alles irdische Gut!“ Unbeschreiblicher Jubel folgte. Fürst Günther von Schwarzburg brachte ein dreifaches Hurrah für den Kaiser aus, das donnernden Widerhall fand. Die Feier verlief vollkommen programmgemäß. Die Hitze war durch Wolken in etwas gemildert, ein leichter Donner ertönte in der Ferne. Nach der Einweihung vereinte ein Frühstück die Fürsten im Jagdschlosse Rathsfeld, während die Krieger sich zum Festkommers auf der Schloßwiese versammelten. Der Kaiser hat nachmittags nach herzlicher Verabschiedung von seinen hohen Bundesgenossen unter großen Ovationen seine Reise nach Kiel angetreten, wo die Ankunft am heutigen Freitag früh zu den Segelregatten erfolgt. An Kaiser Friedrichs Gruft. Zum Todestage Kaiser Friedrich III. Mit Rosendüften ist erfüllt die Luft, Der Junitag voll Nachtigallenschlag— des(Wir stehn im Geist an Kaiser Friedrichs Gruft, Vor seinem Bild am Marmorsarkophag. Was ist es, das die Nachtigall uns singt, Die draußen jetzt im Rosengarten schlägt? ! Von einem Heldenlied, das nie verklingt, Ob man den Helden auch ins Grab gelegt! Was ist es, das die Nachtigall uns klagt? Klagt?— nein, sie jauchzt im hellen Freudenton: Er, der hier schlummert, hat es selbst gesagt: „Still leiden, das heißt überwinden schon!“ Was ist es in dem Lied der Nachtigall, Das uns ergreift an dieser Friedensgruft? — Vom ewigen Friedensland ein Wiederhall Uns wie mit Nachtigallenstimme ruft! F. St. hmidt Lichedrich chulte zu avidis West1896. bber. Wera Paulowna oder die Entscheidung im Schipkia=Paß von A. v. Liliencron. (Fortsetzung.) VII. Kyrie eleison. Volle drei Wochen hatten die früheren Gefährten des jungen Skoby ihn gänzlich in Ruhe Vert: ggelassen. Trotschuky, der sich sonst so unablässig an tember#hn drängte, schien wie vom Erdboden verschwunden u sein, auch der Rote zeigte sich nicht mehr. Die indern, die im Bunde mit diesen Nihilisten standen, welche er aber erst hier kennen gelernt hatte, bekbegneten ihm wohl ab und zu, aber ohne daß sie je einen Blick oder ein Zeichen früheren Einverskändnisses mit ihm zu wechseln versucht hätten. Niklas lebte sichtlich auf und gab sich immer steudiger dem Glücke seiner Liebe hin. Freilich manchmal wollte es ihm unheimlich scheinen, daß Trotschuky trotz seiner Drohung sich völlig ruhig verhielt, er fürchtete, daß es die etille vor dem Sturm sei, und mit heimlichem beben gedachte er der Tücke, mit welcher Trotschuky A handeln imstande war. Aber noch war ja kiterer„Himmel, noch störte nichts die Sonne teiner Liebe, das wollte er genießen so lange es In gegeben war. Bügeln gründFrau Brenno hatte sich in den Wunsch der jungen Leute gefügt und versprochen, daß die Hochzeit schon in nächster Zeit stattfinden sollte. Während das junge Paar dann nach Kurland auf Skobys Besitztum ging, wollte sie noch so lange in Baden=Baden bleiben, bis ihr kleines Besitztum verkauft war. Bereits stand sie in Unterhandlung mit einem Käufer und schwelgte in den schönsten Träumen, wie sie dann bald ihrem Kinde nachfolgen könne, um sich dort an ihrem Glücke zu erfreuen. Je näher für Niklas der Zeitpunkt rückte, daß Madeleine ganz sein eigen werden sollte, desto ungeduldiger wurde er, und mit fast nervöser Hast drängte er dazu, diesen ersehnten Tag noch früher festzusetzen. Heute nun war es entschieden, daß die Hochzeit schon in nächster Woche stattfinden sollte, und freudestrahlend kehrte er eben heim. Auf dem Tische lag ein versiegelter Brief. Er erbleichte, als er die Handschrift erkannte, und erbrach ihn hastig. Das Schreiben enthielt nur wenige Worte, er las: „Heute um die sechste Stunde erwarten wir Euch an dem bewußten Platze. Es ist das Letzte, was wir von Euch verlangen, nur noch eine Forderung stellen wir an Euch, dann aber erlassen wir Euch jegliche Verbindlichkeiten uns gegenüber. Von Eurer Barschaft bringt mit, was Ihr flüssig habt.“ T. Langsam faltete Niklas das Blatt zusammen. — Sie wollten ihn freigeben.— Welch ein Gedanke der Wonne war das. Aber welches würden die Bedingungen sein, die sie daran knüpften Und wäre es die Hälfte seines Vermögens gewesen, er hätte es ihnen mit Freuden in den gierigen Rachen geworfen, hätte er sich damit loskaufen können. In schwere Gedanken vertieft, harrte er bange auf die festgesetzte Stunde und machte sich dann zögernd auf den Weg. Um dieselbe Zeit schritten zwei Männer trotz der Wärme in dunkle Mäntel gehüllt und den Hut tief in die Stirn gedrückt, vor dem alten großherzoglichen Schlosse auf und ab. Das vereinsamte Gebäude liegt auf einem Hügel in der nächsten Nähe von Baden=Baden, von hohen Tannen umgeben, mit einem entzückenden Blick in die reizende Gegend. Aber nicht die Schönheit der Landschaft war es, welche die beiden Männer hierher gelockt hatte, auch konnten sie niemanden in der halben Ruine dort oben aufsuchen wollen, denn die noch erhaltenen Räume waren längst völlig unbewohnt. Es hatte den Anschein, als ob sie jemand erwarteten, denn sie blickten zu wiederholten Malen spähend den Weg nach Baden=Baden hinunter. Es waren Trotschuky und der Rote, welche hier unbeobachtet ein halblautes Gespräch führten. „Wird er kommen?“ fragte der Letztere,„und seit Ihr sicher, daß er in die Falle geht?“ „Ich bin fest davon überzeugt!“ lautete die Antwort,„er will um jeden Preis von uns los kommen und wäre, glaube ich, selbst bereit, uns sein Vermögen zu opfern; aber wir brauchen beides, sein Geld wie seine Person. Die Gelegenheit=bietet sich jetzt so günstig, wie sie sich schwerlich wieder zeigen wird. Die Sache, von der nur wenige Eingeweihte unterrichtet sind, muß daher in Scene gesetzt werden, und er soll die Hand dazu bieten. Will er nicht das Aeußerste wagen, so genügt es, wenn wir ihn die zweite Rolle spielen lassen. Ich werde alles so ordnen, daß auf ihn der erste Verdacht fallen muß. Wenn er entkommt, so ist er durch die That unlöslich an uns gekettet, wird er aber festgenommen, so gewinnen wir dadurch noch besser Zeit zur Flucht, die jedenfalls glücken muß, da alles für unser Entkommen vorbereitet ist. Selbst die Angaben, die er über uns machen könnte, genügen nicht, um auf uns zu fahnden, da er uns nur unter falschem Namen kennt. Außerdem sind wir längst über alle Berge, ehe er dazu kommt, mehr über uns auszuplaudern, als uns lieb sein könnte. Daß er sich zu der Sache einfangen läßt, daran zweifle ich nicht, sorgt nur dafür, daß kein Unberufener uns in der nächsten halben Stunde störe. Dort unten wird ihm sein Urteilsspruch verkündigt, da wo früher das Fehmgericht seinen Sitz hatte.“ Er lachte hell auf— es war ein häßliches, höhnisches Lachen.—„Etwas Theaterkunst wird uns helfen auf seine Fantasie und seine Nerven einzuwirken.“ „Und werden die Leute auch das richtige Los ziehen,“ forschte der Rote. „Wenn ich eine Sache in die Hand nehme, so ist sie noch immer ohne Fehl durchgeführt," verwies ihn der andere.„Wie viel ich dem Bunde nütze, ist, denke ich, Euch allen bekannt. Erst gestern habe ich eine recht annehmbare Summe Euch zugeführt und den milden Geber, der sich vielleicht nicht immer so bereitwillig finden würde, habe ich heute durch eine feine Schlinge mit einem Ruck in unser Netz gezogen. Ja, ich sehe mir die Leute an, unter denen ich lebe, da finden sich gar oft welche, die, wenn auch nicht anders, so doch durch Drohungen bewegt werden können, uns freundlichst zu unterstützen. Wieder tönte das boshafte Lachen, dann brach es kurz ab, denn der Rote deutete auf Niklas, welcher eben auf dem Wege vor ihnen sichtbar wurde. Trotschuky ließ ihn dicht an sich herankommen, dann erst machte er ein Zeichen des Grußes.„Ich wußte es, daß Ihr uns nicht vergebens auf Euch warten lassen würdet," sprach er, und da dies wahrscheinlich unser letztes Rendez-vous sein wird, so will ich selbst Euch nach dem Orte unserer sammenkunft geleiten.“ „So ist es nicht das alte Forsthaus?“ „Nein, wir tagen heute an geweihter Stelle. Dort, wo vor Jahrhunderten ein heiliges Gericht seine erhabene Weisheit verkündigte," versetzte er höhnisch. „In dem unterirdischen Raume unter dem Schlosse, und warum das?" fragte Niklas unangenehm berührt. „Weil wir schwerwiegende Entschlüsse zu fassen haben. Ich hoffe, daß die alten Traditionen, die sich an den Ort knüpfen, uns mit dem nötigen Ernst erfüllen, der sich zu solchem Werke ziemt. Bleibt mir zur Seite, ich zeige Euch den Weg," fuhr er fort, als beide jetzt in den Gang traten, der in den Hügel hinein führt. Eine feuchte, kalte Luft schlug ihnen entgegen, ihre Schritte hallten dumpf wieder, und das kleine Licht, welches Trotschuky entzündet hatte, warf einen matten Schein auf die feuchten Wände des Ganges. „De Luft ist hier bedrückend, ich dächte unsere Angelegenheiten hätten sich auch unter freiem Himmel abmachen lassen,“ zürnte Skoby. „Ich meine, Ihr thätet am besten, es dem Bunde zu überlassen, daß er den Ort bestimmt, wo die Beratungen stattfinden sollen. Damit Ihr aber so bald wie möglich von dieser beengenden Atmosphäre befreit werdet, so will ich Euch in der Kürze sagen, um was es sich handelt. Fürst Krapotkin, der Gouverneur von Charkow, ist seit einigen Tagen hier. Ihr erinnert Euch, mit welcher Entschiedenheit er jedem freieren Aufatmen der Charkowschen Studenten entgegen trat,— wir sprachen früher oft darüber. Seine rückhaltslose Härte in diesem Punkt hat sich nur gesteigert, und da er eine bedeutende Stimme in der Regierung hat, so übt er dort einen nicht zu ertragenden Zwang aus; nicht nur über die Studenten allein. Vom „Mit Vorsicht und Vernunft gebadet Hai steis genutzet, nie geschadet!“ Bei der immer höher steigenden Temperatur hoffen wir, unseren Lesern einen Dienst zu erweisen, wenn wir dem Baden abermals einige Zeilen widmen. Die Gesund heitspflege ist für den Kulturmenschen unseres nervösen Jahrhunderts um so notwendiger, je höher die Ansprüche sind, welche an leib liche und geistige Kraft gestellt werden. Daß man aber durch Baden die Gesundheit stärken, stählen und sich wetterfest machen kann, ist den Aerzten nicht nur, sondern auch weiten Volkskreisen bekannt. Weniger bekannt ist jedoch die Geschichte der Wasserheilkunde. Dieselbe ist so alt wie die Medizin. Bei den Persern und Chaldäern finden wir Badestellen, die heiligen Teiche in der Nähe der Tempel; von den Indern wurde der Ganges, von den Aegyptern der Nil göttlich verehrt; auch bei den Griechen stand das Wasser in hohem Ansehen. Als Repräsentant der Wasserheilkunde in Griechenland steht Hippokrates(454 v. Chr.), der Vater der Medizin, obenan. Das kalte Baden war eine Hauptregel der Putagoreer. Die Spielplätze der griechischen Jugend, die Palästra, aus denen später die so prachtvollen Gymnasien hervorgingen, wurden in der Regel in der Nähe eines Flusses angelegt, und den Schluß der geistigen und der körperlichen Anstrengung bildete ein erfrischendes Bad. Bei den Römern nahm das Badewesen unter Augustus erfreulichen Aufschwung. Dieser war ein Hypochonder und durch seinen Arzt Cornelius, der nach der Beschreibung mehr ein schmiegsamer Hofmann als Arzt war, so verweichlicht, daß er nicht das geringste Lüftchen vertragen konnte. Er stand am Rande des Grabes, als Antonius Musa seine Behandlung übernahm. Dieser vermochte es, den verweichlichten Kaiser aus seinem mit Pelzwerk tapezierten Zimmer heraus unter die kalte Douche zu bringen, und unter dem Gebrauch des kalten Wassers erlangte der sieche Kaiser bald seine Gesundheit wieder. Er war dankbar, setzte seinem Retter eine Statue, und verlieh dem ärztlichen Stande reiche Privilegien. Doch später verschmähte die Verweichlichung, welche im üppigen cäsarischen Rom sich einnistete, diese abhärtende, einfache, der Natur angepaßte Heilmethode, und das Volk ging seinem Untergang entgegen. In Deutschland hat Karl der Große viel zur Empfehlung des Badens beigetragen. Keiner konnte den Ritterschlag erhalten oder in einen Orden ausgenommen werden, bevor er nicht gebadet hatte. In Wien wurde 1781 die erste Flußbadeanstalt errichtet: 1821 wurde bereits eine Preisfrage in der Hufelandschen medizinischen Gesellschaft gestellt, welche die Anwendung des kalten Wassers im hitzigen Fieber zum Gegenstand hatte. Doch einem Nichtarzt war es vorbehalten, eine neue Epoche der Wasserheilkunde hervorzurufen und das Vertrauen zu derselben zu wecken. Es war Prießnitz, ein Oekonom in Oesterreich=Schlesien (1830—52). Heute steht die Wasserheilkunde auf dem Boden einer exakten Wissenschaft als mächtige Bundesgenossin der Medizin. Man soll„mit Vernunft" baden. Das kalte Wasser entzieht dem Körper Wärme, und daraus folgt, daß man nur dann kalt baden soll, wenn man Wärme überflüssig hat. Nach dem Bade soll eine Blutströmung nach der Haut erfolgen und nachhaltig erhalten werden. Ist die Ham amt genährt, strömt reichlich Blut durch ihre Gefaße, so haben wir das Gefühl der Warme. Sind jedoch die Blutgefäße der Ham eingeengt, fließt wenig Blut durch die Ham, so haben wir das Gefühl des Fröstelns, das durch kaltes Baden noch vermehrt würde, und eine längere Ueberfüllung der inneren Organe mit Blut wäre die Folge. Das ist es aber gerade, was man vermeiden möchte, man will ein Zusammenziehen der Hautgefäße bewirken, aber dasselbe soll nur vorübergehend sein lund eine Erweiterung, stärkere Füllung, Rötung der Haut, eine„Reaktion“ mit einer angenehmen Wärmeempfindung ihr bald folgen. Um das zu erreichen, muß man also warm sein, wenn mann kalt baden will: also entweder des Morgens, wenn man aus dem warmen Bette kommt, oder nach größerer Bewegung, körperlicher Arbeit, wie Turnen, Spaziergang, wobei die Haut erwärmt mird. Man muß nur die große Hauptregel nicht vergessen, daß jede Erregung der Lunge und des Herzens beschwichtigt sein muß vor Eintritt in das Bad. Sind diese Organe erregt, so muß der Badende, vor dem Badehause angekommen, die Kleider zur Erhaltung der Wärme schließen und fünf Minuten lang ruhig auf und ab wandeln und nicht, wie es vielfach geschieht, sich auskleiden, und dann sich langsam abkühlen an der Luft, bis die Haut kalt geworden ist. Dadurch wird jener oben beschriebene Zustand hervorgerufen, der eine baldige Reaktion verhindert. Es ist das nicht etwa eine neue Theorie, sondern ein alter Grundsatz, der in allen guten Wasser=Anstalten von jeher zur Geltung gekommen ist. Der Aufenthalt im Wasser sei kurz, höchstens 10 Minuten, und jeder übe sich im Schwimmen. Man soll nie so lange baden, bis man zu frösteln anfängt. Das angenehme Wärmegefühl stellt sich nach kurzem Aufenthalt sicher und schnell ein, nach längerem Aufenthalt im Wasser jedoch nur langsam; statt dessen ist eine Erkältung die häufige Folge. Das Abtrocknen muß kräftig und sorgfältig geschehen, besonders müssen der Kopf und die Füße gut getrocknet werden. Man begiebt sich dann ins Freie und macht einen kleinen Spaziergang. Nie bade man mit nüchternem Magen, aber auch nie nach der Hauptmahlzeit. Bezüglich des Schwimmens sei erwähnt, daß die dabei notwendigen Bewegungen gymmastische Uebungen sind, bei denen alle Muskeln des Körpers in Arbeit treten; namentlich jedoch sind es die Atmungsorgane, welche durch das Schwimmen in wohlthuendster Weise beeinflußt werden. Den Eltern kann nicht genug sempfolen werden, ihre Kinder im Schwimmen zu unterrichten oder unterrichten zu lassen. Aber nicht den Männern und Knaben allein, auch für Damen und Mädchen ist das kalte Bad im Sommer ein Bedürfnis. Wie mancher Migräne, Indisposition und Schwäche könnte dadurch vorgebeugt werden! Ueberhaupt sollte jeder für seinen Körper soviel übrig haben, sich zum Baden die erforderliche Zeit zu nehmen, namentlich auch die auf den Kontoren sitzend beschäftigte Jugend. Arbeiteru. Burgerverein. e„ General-Versammlung am Sonntag, d. 21. Juni, nachmittags 5 Uhr, K Verongie Geoelerhulsgest im„Stadtkeller". Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Bericht über DelegiertenVersammlungen. 3. Rückgabe sämtlicher Bibliotheksbücher. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. (eingeschriebene Hultskasse) Schwerte Schwerter Turn- Verein (Mitglied der deutschen Turnerschaft.) Sonntag, den 21. cr., morgens 10 Uhr: Antreten zum Bezirkswettturnen Holzwickede. Der Turnwart. feiert am Sonntag, d. 21. geschlossen im Lokale des Herrn i Ludwig Hagemann ihr diesjähriges F HandwerkerStiftungs-Fest * Ergster Kirmes. Sonntag, d. 21. Juni, nach folgendem Programm: nachmittags 2 Autreten der Mitglieder im einslokale. Punkt 3 Festzug durch die Stadt. Hierauf großes Konzert.### Abends 9 = Fest=Ball.=# Sämtliche Meister und Arbeitgeber der Stadt Schwerte sind hierdurch freundlichst eingeladen. Auch können Nichtmitglieder, welche Handwerker sind, durch Mitglieder e eingeführt werden. Mitglieder, welche den Festzug#### n nicht mitmachen, haben zum Konzert und Ball### keinen Zutritt.„ Wentam a 8 mer Torrtand. * NB. Die Musik wird ausgeführt von der &a Sicker'schen Kapelle aus Hagen unter perAsönlicher Leitung des Dirigenten Herrn Karl Sicker. Hollhere&a. Verl Wwe. Kage-Beckmann. Ergster Kirmes. 21. Juni, G Fr. Bierhoff. Ergster Kirmes. Samstag, d. 20., Sonntag, d. 21., findet bei mir Vokal- u. Instrumental-Konzert statt, wozu freundlichst einladet D. Brinkmann. Mittwoch, 24. Juni nachmittags 4 Uhr, soll das Cree in den Wiesen des Guts Berghofen— Waldwiese, Berghofswiese und im alten Teich— nummerweise meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft beim Herrn Chr. Pack in Berghofen. Haus Ruhr bei Schwerte, den 18. Juni 1896. Freiherrl. von Rhein baben'sche Rentei. in den Flößwiesen in Becke, unterhalb Schöttler, an der Hagenerstraße, den Herren Schulte u. Schwakenberg zu Wandhofen gehörend, am Mittwoch, d. 24. nachm. 6 Uhr, nummerweise meistbietend Ort und Stelle. Ergster Kirmes. Gras=Vertaus. Freitag, d. 26. Juni d. Is., nachmittags 6 Uhr, soll das Vermischtes. * Nordbögge, 15. Juni. Als neue sondern selbst über die Professoren, die an der Universität von Charkow angestellt sind. Sein Untergang ist seit Monaten beschlossene Sache. In Rußland aber ist ihm schwer beizukommen, denn sein böses Gewissen sagt ihm, daß er keinen Augenblick vor unserer Rache sicher ist; darum läßt er sich dort immer von zuverlässigen Leuten umgeben, die jeden Versuch, ihn dem Racheengel zu übergeben, vereiteln würden. So ist uns denn der Auftrag geworden, Gerechtigkeit zu üben und die Strafe an ihm zu vollziehen, welche der Bund über ihn verhängt hat. Es ist von uns beschlossen, daß die engeren Glieder unseres Kreises sich heute versammeln, damit das Los unter ihnen entscheide, wessen Hand es sei, die die That vollbringe. Sobald wir mit dieser Zeremonie geendigt haben, seid Ihr für immer aus unserer Gesellschaft entlassen, denn wir sind übereingekommen, daß wir niemand halten wollen, dem es nicht mehr unter uns gefällt. Heute nun mußten wir Euch noch einmal belästigen, da wir sonst nicht vollzählig gewesen wären, denn bei solcher ernsten Wahl müssen wenigstens zwölf von uns zugegen sein. Aus Skobys Brust rang sich ein Stöhnen, er preßte krampfhaft den Arm seines Begleiters. „Aber wenn mich— o furchtbarer Gedanke— wenn mich das Los treffen sollte,“ fragte er heiser. Trotschuky zuckte ungeduldig mit den Achseln. Da wir zwölf sind, so ist es nicht anzunehmen, daß gerade Ihr der Auserwählte würdet. Sollte aber das Verhängnis dennoch wollen, daß Ihr das schwarze Papier zieht, so gebe ich Euch mein Wort, ich selbst werde Euch von der Aufgabe befreien und sie für Euch übernehmen, wenn Ihr als Gegendienst meiner mageren Kasse etwas aufSkoby warf einen scheuen, ungläubigen Blick auf seinen Gefährten, dessen Augen jetzt eigentümlich blitzten, als er fortfuhr:„So gewiß ver spreche ich Euch das zu thun, wie ich Euch versichere, daß, falls Ihr Euch weigern solltet, mit uns das Los zu ziehen, Ihr nie wieder Gang verlassen werdet und Madeleine als Opfer unserer Rache fällt.“.risehung falat (Forlsetzung fbigl.) Wohnung erwählte sich heute ein Bienenschwarm den Briefkasten am Hause des Herrn Wirts Bennemann hierselbst. Ein erstauntes Gesicht machte der Briefträger, als er den Kasten öffnen wollte und die ungebetenen Gäste vorfand. Herr W. leerte dann später den Kasten und wies den fleißigen Tierchen eine passendere Wohnung an. * Die türkische Räuberbande, welche eine Französin und die Nichte des serbischen Dragomans noch immer gefangen hält, hat nach langen Unterhandlungen das Lösegeld auf 10000 Pfund ermäßigt und den Termin für die Zahlung bis Dienstag verlängert. Die Pforte hat versprochen, das Lösegeld bis Montag aufzubringen. Das eine französische Stationsschiff wird das Geld nach Jalowa bringen. * Aus Kairo wird gemeidet, vaß die Cholera sich noch beständig ausbreitet, sie hat gegenwärtig bereis Assuan erreicht, wohin sie durch Nilboots=Passagiere verschleppt wurde. Samstag und Sonntag, den 20. u. 21. d. findet bei mir Vokal- u. Instrumental-Konzert der rühmlichst bekannten Variété-Truppe Orpheus, (Direktion Krallmann) statt. Es ladet freundlichst ein Ww. Pütter. in den Flurpöten bei Lich tendorf nummerweise meistbietend verkauft werden. Haus Ruhr bei Schwerte. den 18. Juni 1896. Freiherrl. von Rheinbaben'sche Rentei. Käse, bilig(3 und gut. Holst. Limburger □Käse. Zentner K 20.— ab Neumünster. Postkolli 8½ Psd. K3.— franko dort. Käserei Werner, Neumünster i. Wetterbericht.(Nachdr. verd.) Voraussichtliches Wetter am 20. Juni: Ziemlich heiter, meist trocken, warm. stellenweise Gewitter. 21. Juni: Warm, wechselnd bewolkt, Gewitter, Regen.„„ gn— gur atmas 22. Juni: Dasselbe Wetter, nur erwan kühler. — Damenkleiderslosfe= Waschstoff, garantiert waschecht, à 28 Pfg. pr. Meter, Mousseline laine, reine Wolle, à 65 Pfg. pr. Meter, versenden in einzelnen Metern franko Oettinger& Co., Frankfurt a.M., Separat-Abteilung in Herrenkleiderstoffen Buckskin à Mk. 1.35 per Meter. Ganna Gras=Vertauf, u. II. Schnitt, an Hohenschwert. Gras=Verkauf Schwerte. Dienstag, 23. Juni, nachmittags 6 Uhr, in der Jüngermanns'schen Wiese, sowie in den Wiesen in der Mülmke und auf dem Bruch, am Ostenthor. nummerweise meistbietend an Ort und Stelle. 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Im Roman-Feuilleton erscheint im neuen Quartal: „Tönendes Erz“ von O. Elsner. Neu hinzutretende Anbonnenten wird der im laufenden(Juar-∆ Etal erschienene Anfang des Romans unentgeltlich nachgeliefert. Anzelgen in den„Berliner Neuesten Nachrichten“, haben vortrefliche Wirkung 1 Preis für die 6 gespaltene Zeile 40 PE. an 1896 Franke. ER Natürliches kohlehsaures MINERALASSER Urtheil der dury der Weltausstellung Chicago: Rein, mild, erfrischend, reich an Kohlensäure u. Mineralsalzen. Niederlage bei W. Heppe. Schwindel! Es werden von verschiedenen Seiten Harmonikas zu scheinbar billigen Preisen ausgeboten. Solche Harmonikas sind ganz werthkos. Um diese unlautere Concurrenz unschädlich zu machen, versenden wir von heute ab meine von Fachleuten als vorzüglich anerkannte Concert-Harmonika *„Raform“ um wirtlichen en gros-Preise von nur Mt. 5,75 sammt Schule zum Selbsterlernen. Diese Harmonika hat großes Format, Doppelbalg, 10 Tasten, 2 Rezister, Beschlag und Zuhaiter, unzerbrechliche Stimmen. 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Mehrere Aerzte, welche meine Eltern konsultierten, konnten mir nicht helfen. Mit geringem Vertrauen wandte ich mich dann noch an Herrn Dr. Lausch, Düsseldorf, Sternstr. 3, jedoch bereits nach 6wöchentlicher Behandlung bin ich ohne Operation und trotz schwerster Arbeit(Schlosser) wieder hergestellt worden, so daß ich gar keine Schmerzen mehr habe und auch das Band nicht mehr trage. Ich spreche daher genanntem Herrn meinen herzlichsten Dank aus u. kann denselben allen Bruchleidenden aufs innigste empfehlen. Gerresheim, den 13./12. 1895. Für Rettung von Trunksucht! * versend. Anweisung nach 20. * jähriger approbierter Methode zur sofortigen radikalen Beseitigung, mit, auch ohne Vorwissen, zu vollziehen, keine Berufsstörung. Briefen sind 50 Pfg. in Briefmarken beizufügen. Man Adressiere: „Privat-Anstalt Villa Christine bei Säckingen, Baden.“ Eine schöne Auswahl roschen billigen Preisen emsing und empfiehlt Carl Braus. Kommerun von Montag, den T2. Juni bis Samstag, den 18. Juli. 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