resgee ssrrs Amtriches Krreisvtatt P Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur: Carl Braus in Schwerte. für den Kreis Gorde. Inserationsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 132. Schwerte, Dienstag, 5 November 1895. 28. Jahrgang. Erstes Blatt. Amtliche Bekanntmachungen. zur Ausführung der Polizeiverordnung über Bierdruckvorrichtungen vom 28. August 1895. I. Zweck der Polizei=Verordnung. Die Polizeiverordnung über Bierdruckvorrichtungen hat den Zweck, jede Schädigung der Gesundheit der Personen, die das vermittels Bierdruckvorrichtungen verzapfte Bier genießen, möglichst zu verhüten, sowie allen Gefahren vorzubeugen, welche aus der Verwendung von Kohlensäure als Druckmittel entstehen können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle einzelnen Teile der Bierdruckvorrichtungen aus geeignetem Material und suchgemäß hergestellt und insbesondere an den mit Bier in Berührung kommenden Stellen stets in sauberem Zustande gehalten werden. II. Zu§ 3. Zulässige Druckmittel. Die zu verwendende Kohlensäute darf nur im flüssigen Zustande bezogen und in Anwendung gebracht werden. Die vereinzelt zum Betriebe von Berdruckvorrichtungen hergestellte gasförmige Kohlensäure ist von der Verwendung ausgeschlossen, da bei ihrer Herstellung leicht gesundheitsschädliche Stoffe beigemengt werden, die bei der Verwendung dieses Gases unmittelbar in das Bier gelangen würden. III. Zu§§ 4, 5 u. 6. Wind= und Gaskessel. Windkessel sind diejenigen Kessel, in denen die als Druckmittel dienende atmosphärische Luft in gepreßtem Zustande aufgespeichert wird. Gaskessel sind die zur Aufnahme der— nach Austritt aus der Kohlensäureflasche gasförmig gewordeuen— Kohlensäure bestimm. ten Kessel. Nur für letztere ist eine Prüfung und die Anbringung eines besonderen Vermerks bezw. Fabrikschildes(§ 5 Abs. b), sowie eines Sicherheitsventils vorgeschrieben. IV. Zu§ 4. Vorrichtungen zur Reinhaltung der atmosphärischen Luft. Es ist bei den Revisionen besonders darauf zu achten, daß das Luftzuführungsrohr überall uabeschädigt und mit der Lufipumpe fest und luftdicht verbunden ist. Wird diese Verbindung beim Pumpen unterbrochen oder ist das Rohr an einer Stelle entwei, so wird die Luft nicht aus dem Freien, 3 m über dem Ecdboden, entnommen, sondern da, wo die Vrbindung unterbrochen oder, wo eine schadhafte Stelle ist. Für die Reinheit der Drucklust ist sehr wichtig, daß die in dem Reinigungsapparat(Oelfänger) befindliche Baumwolle(Salicylwatte) steis rein und nicht steif ist, und daß außerdem kein üvelriechendes Oel in den Apparat gelangt bezw. O.l darin belassen wird. Das Quantum der Salicylwatte muß der Größe des Apparates entsprechen und muß sie das Sieb in demselben völlig bedicken. Biervorrichtungen, bei welchen der Feller'sche Compressions=Stechhahn mit Schauvorrichtung(Deutsches Reich=Patent 52.077) angewendet wird, sind von der im Absatz g vorgeschriebene Anbringung eines durchsichtigen Bierfanges zwischen Rückschlagventil und Windkessel befreit. Ein Krahn(Zapfhahn), welcher nicht der Vorschrift des Absotzes h(gleichen inneren Durchmesser wie die übrigen Rohre) entspricht, kann vorschriftsmäßig hergestellt werden, indem sein Hohlraum zum Teil vergossen und von neuem bis zum obersten Rande der Seitenöffnung, die mit der Bierleitung den gleichen Durchmesser laben muß, gebohrt wird. V. Zu§ 5. Reduzierventile. Alle Reduzierventile 1) der Firma Franz Häuser&a Co. zu Hannover, 2)„„ G. F. Graf in Hanau, 3)„ Sürth'er Maschinenfabrik(vormals Hammerschmied) in Sürth bei Köln und 4) der Firma W. Noll zu Minden(D. R.=P. Nr. 245) dürfen angewendet werden, sofern sie den Vorschriften des§ 5 entsprechen, bezw. bis zum 1. Oktober 1896 in eicen vorschriftsmäßigen Zustand gebracht werden. Reduziervemile von Firmen, die vorstehend nicht genannt sind, dürfen nur nach vorgängiger Genehmigung durch den Regierungs=Präsidenten zur Verwendung gelangen. VI. Zu§ 7. Prüfung der Bierdruckvorrichtungen. Die zur Vornahme der Prüfungen und Ausstellung von Bescheinigungen befugten Beamten oder Sachverständigen sind berechtigt für die Prüfung eines Gaskessels oder eines Behälters zur Aufnahme flüssiger Kohlensäure(Kohlensäureflasche) eine Gebühr von 7 Mark 50 Pfg., für jeden folg nden zugleich und in derselben Weise geprüften Gaskessel oder Kohlensäurebehälter eine Gebühr von 5 Mark, für die Prüfung eines Reduzierventils eine Gebühr von 6 Mark und für jedes folgende zugleich und in derselben Weise untersuchte Reduzierventit eine Gedühr von 4 Mark von dem Besitzer oder Inhaber der genannten Vorrichtungen zu erheben. Bei den zur Ausführung gelangenden Wasserdruckproben sind die Kessel als undicht zu erochten, wenn das Wasser bei dem höchsten Druck in anderer Form als der von Nebel oder feinen Perlen durch die Fugen dringt. Bei den Druckproben der Reduzierventile wird statt des Wassers Kohlensäure verwendet, welche man äßt. Da die Retuzierventile so eingerichtet sind, daß durch Aufhebung von Federkraft ein etwaiges Ueberschreiten der für den Betrieb zulässigen Meximalspannung von 1½ Atmosphären selbstthätig verhindert wird, so ist, bevor die Druckprobe begonnen wird, die im Reduzierventil befindliche Spiralfeder durch eine solche von doppelter Spannkraft zu ersetzen. Die zur Ausführung der Prüfung erforderlichen Arbeitskräfte, sowie Wasser oder Kohlensäure und die Druckpumpe ha. der Inhaber der Bierdruckvorrichtung unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. VII. Zu§ 8. Reinigung der Bierdruckvorrichtungen. Besonderes Augenmerk ist auf die Reinhaltung der Bierdruckvorrchtungen zu lenken. Für die Bestimmungen der Polizei=Verordnung ist der Grundsatz maßgebend gewesen, daß die beste Reinigung dadurch ermöglicht wird, daß sämtliche vom Bier berührte Leitungsteile mit einer Bürste unter gleichzeitiger Wasserspülung befahren werden können. S llten demnach etwaige Kühlapparate eingeschaltet sein, so müssen dieselben, sofern sie nicht aus gewundenen Rehren, die mit der Bürste durchstoßen werden können, bestehen. so eingerichtet sein, daß sie durch Bürsten gereinigt werden können und zu letzterem Zwecke losnehmbar oder mit genügend großen Reinigungsöffnungen versehen sind. Die Nachspülung mit kaltem Wasser hat in den Orten, wo Wasserleitung vorhanden ist, in der Weise zu erfolgen, daß die Bierlettung an die Wasserleitung angeschlossn und das Leitungswasser mit genügendem Druck und in ausreichender Menge durch die Bierleitung getrieben wird. Die Reinigung mit Soda= oder Aetznatronlösung oder die Reinigung mit gespanntem heißen Dampf ohne Anwendung der Bürste wird nicht für aus. reichend erachtet. Bei solchen Windkess ln, die mit einer Schauvorrichtung— zwei gegenüber liegende runde Gläser— versehen sind, vermittels welcher das Innere in aus reichender Weise besichtigt werden kann, ist es ausreichend, daß die Oeffnung der Kessel nur dann geschieht, wenn eine Reinigung derselben erforderlich wird. VIII. Zu§ 9. Beaussichtigung. Die Polizeibeamten haben dafür Sorge zu tragen, daß die Irhaber der Bierdruckvorrichtungen nicht so frühzeitig von einer bevorstehenden Untersuchung Kenntnis erlangen, daß sie noch vor Ausführung derselben etwaige Mängel beseitigen können. Bei den polizeilichen Revisionen muß, die Lettung entieert ist, in der Regel der Stecher(das Rohr, welches in das Faß hineinreicht) herausgezogen werden. Da die ganze Bierleitung so zusammen gesetzt sein soll, daß man durch die einzelnen Teile mit einer Bürste hindurchfahren kann, so wird das untere Ende des Stechers ganzoffen oder mit einer abnehmbaren Kapsel versehen sein müssen, während das obere Ende mit dem Abschlußhahn durch Verschraubung verbunden oder letzterer bis zumanschließenden Schlauch oder Leitungsrohr gradlinig durchbohrt sein muß. Ist das Bierfaß bei Vornahme dr polizeilichen Revision noch nicht zur größeren Hälfte geleert, so darf gestattet werden, daß der Stecher nur so weit herausgezogen wird, daß seine Lichtungsfläche im Abschlußhahn sichtbar wird. Zeigt dese Flache eine noch unbeschädigte Verzinnung bezw. Vernickelung, so darf angenommen werden, daß der Stecher noch im guten Zustande ist. Die Verzinnung oder Vernickelung des Stechers muß stets in gutem Zustande erhalten werden. Rohre, an denen die Verzinnung oder Vernickelung an den Stellen beschädigt oder abgerieben ist, die bestimmungs mäßig mit dem Bier in Berührung kommen, sind sofort auszuschalten. Es wird zu diesem Zweck zu empfehlen sein, daß die Wirte Ersatzrohre vorrätig halten. Die etwa zwischen Bierleitung und Faßhahn ein geschalteten Kautschukschläuche sind jedesmal darauf hin zu untersuchen, ob die Wandungen im Innern sauber und nicht angegriffen sind. Bei den Messing=Armaturen(Hähne, Ventile, Verschraubungen) ist stets zu untersuchen, ob dieselben frei von Grünspan und dort, wo sie mit Bier in Berührung kommen, gut verzinnt sind. Die Kontrolle der Bierleitung ist, wenn dieselbe aus gradlinigen Stücken besteht, so auszuführen, daß irgend zwei gegenüberliegende Verschlüsse entfernt werden, vor die eine Oeffnung ein Licht gehalten und vom anderen Ende hindurch gesehen wird. Die Metallfläche des Rohres muß weiß und blank erscheinen. Ist die Bierleitung gekrümmt, so ist ein beliebiges Rohrstück nach dem Lösen der zugehörigen Verschraubungen herauszunehmen und soweit wie es möglich ist durch den Augenschein, im Uebrigen mittels einer reinen Bürste oder eines Wischers zu untersuchen, ob die Wandungen frei von Bierschleim oder festen Ansätzen sind Es brauchen nicht jedesmal sämtliche Stücke der Bierleitung untersucht zu werden, doch wird es sich empfehlen, damti abzuwechseln. IX. Zu§ 10. Revisionsbuch. Der Befund der Revision ist in das nach§ 10 der Polizei=Verordnung zu führende Revisionsbuch einzutragen. Dasselbe hat auf dem Titelblatt zu enthalten 1) Bezeichnung des Schanklokals(Lage, Name), 2) Name des Besitz rs, Pächters, 3) Art der Bierdruckvorrichtung, 4) Zeit der Inbetriebnahme, 5) Datum der ersten amtlichen Untersuchung auf die vorschriftsmäßige Beschoffenheit. Im Tonern It koigentek Kormnlior mnutmrnber Arnsberg, den 28. August 1895. Der Regierungs=Prätident: Winzer. Bekanntmachung. Reichstagswahl. Bei der am 25. ds. Mts. stattgehabten Wahl eines Abgeordneten zum deutschen Reichstage hat sich im Wahlkreise Dortmund— umfassend den Stadt= und Landkreis Dortmund und den Kreis Hörde — die absolute Stimmenmehrheit auf keinen Wahlkandidaten vereinigt. Für die hiernach erforderliche engere Wahl ist Termin anberaumt: auf Dienstag, den 5. November 1895, beginnend 10 Uhr vormittags und endigend 6 Uhr nachmittags. Die Wahl findet statt zwischen den Herren: 1. Redakteur Dr. Franz Lütgenau zu Dortmund, 2. Kommerzienrat Theod. Möller zu Kupferhammer bei Brackwede, welche bei der Wahl am 25. ds. Mts. die meisten Stimmen erhalten haben. Alle auf andere Kandidaten fallende Stimmen sind ungültig(§ 30 des Wahlreglements). Bei der engeren Wahl sind dieselben Wählerlisten wie bei der ersten Wahlhandlung anzuwenden. Die Wahlbezirke, die Wahlvorsteher und die Wahllokale bleiben unverändert. Die Magistrate und die Herren Amtmänner werden ersucht, die weitere Bekanntmachung in ortsüblicher Weise zu veranlassen. Hörde, den 29. Oktober 1895. Der Königliche Landrat: Spring. Bekanntmachung. Die Vakanzen=Listen bezüglich der für zivilversorgungsberechtigte Militär=Anwärter vorbehaltenen Stellen liegen auf dem Kreisbureau zu Hörde zur Einsicht offen. Reichstagswahl. Die Bekanntmachung vom 29. Oktober d. J. wird dahin abgeädert, daß die Herren Wahlvorsteber die Wahlprotokolle und Lsten 2c. am Morgen des 6. November d. J. ein zureichen haben. Dortmund, 31. Oktober 1895. Der Wahlkommissar, Landrat, Geheimer Regierungs=Rat: v. Rynsch. Bekanntmachung. Der am 15.Juni 1861 zu Börnig geborene Bergmarn Friedrich Brinser hat seine Fomilie in hülfloser Lage verlassen sodaß dieselbe auf Kosten hiesiger Armenkasse unterhalten werden muß. Wir ersuchen, nach dem p. Brinker zu fahnden und uns seinen Aufenthaltsort unter IIl b 7563 mit zuteilen. Dortmund, 25. Oktober 1895. Armenverwaltung Dortmund. Bekanntmachung. Auf grund der§§ 1 und 2 des Gesetzes über die schonzeiten des Wilves vom 26. Februar 1870 und 107 des Gesetzes über die Zuständigkeit der Verwaltungs= und Verwaltungsgerichtsbehörden vom 1. August 1883 hat der Bezirksausschuß für den Umfang des Regierungsbezirks Arnsberg in diesem Jahre den Anfang der Schonzeit für Rebhühner auf den 17. November festgesetzt. Arnsberg, den 25. Oktober 1895. Namens des Bezirks=Ausschusses, Abteilungen I und II. Der Vorsitzende. In Vertretung: Blümke. Bekanntmachung. Prachtvolle Obstbäume in großer Anzahl, sortenecht, werden von der Kreisobstbaum=Anlage Hoerde=Dortmund durch den Leiter der Kreisobstbaum=Anlage, Lehrer a. D. Quast zu Aplerbeckermark, zum Preise von 1 Mk. und 1,25 Mk. täglich verkäuflich abgegeben. Die Bezahlung des Kaufpreises erfolgt beim Abholen der Bäume. Hörde, den 28. Oktober 1895. Die Kreisobstbau=Kommission: Spring. Deutsches Reich. Der Kaiser hat Gnadenbeweise für Sanitätsoffiziere durch eine Kabinetsordre eintreten lassen und dabei ausgesprochen,„in wie hohem Grade die Leistungen der Sanitätskorps in dem glorreichen Feldzuge 1870 und 1871 befriedigt haben.“ Der König von Portugal ist am Freitag abend 6¼ Uhr auf der Wildparkstation eingetroffen und am Bahnhofe vom Kaiser empfangen worden. Die Begrüßung zwischen den beiden Monarchen war eine äußerst herzliche. Dieselben umarmten und küßten sich. Außer dem Kaiser waren auf dem Bahnhofe Prinz Friedrich Leopold, die in Potsdam woh nenden Prinzen des Königlichen Hauses und der Staatssekretär Freiherr v. Marschall anwesend. Im Neuen Palais begrüßte alsdann auch die Kaiserin den hohen Gast. In Berlin ist am Freitag morgen ein Trauergottesdienst zum Gedächtnis des Zaren Alerander III. in der Kapelle der russischen Botschaft abgehalten worden. Kurz vor 11 Uhr erschien das Kaiserpaar. Der Kaiser trug große russische Uniform mit russischen Orden, die Kaiserin ging in Schwarz. Ferner waren erschienen Prinz Friedrich Leopold, ebenfalls in russischer Uniform, der Erbprinz von Sachsen=Meinigen, Prinz Max von Baden, der Erbprinz von Koburg=Gotha 2c. Die Prinzessinnen waren sämtlich in Trauer. Außerdem waren noch zugegen der Reichskanzler, die staatssekretäre und die meisten Minister, sowie viele Mitglieder des diplomatischen Korps, die Generalität, die russische Kolonie 2c. In Kiel fand am Freitag die feierliche Eröffnung des Seemannshauses für Unteroffiziere und Mannschaften der Marine durch Prinz und Prinzessin Heinrich statt. Prinz Heinrich hielt die Eröffnungsrede, in der er betonte, daß das Seemansheim der Thatkraft zweier Männer, des Admirals von Seckendorf und des Korvettenkapitäns Harms, zu danken sei. Der Prinz dankte allen mildthätigen Gebern und übergab namens der Gesellschaft das Heim der Marine. Der„Reichsanzeiger" veröffentlicht amtlich die Einberufuug des Reichstages für den 3. Dezember. Der Ausschuß des Bundes der Landwirte ist zur„weiteren Beratung über die Maßnahmen zur Gesundung des Getreidehandels und zur Hebung der Getreidepreise" am 4. November in Berlin zu zweitägiger Verhandlung zusammengetreten. Die Radfahrer haben sich nach den übereinstimmenden Berichten für militärische Zwecke sehr brauchbar erwiesen. Es ist deshalb eine möglichst umfassende Entwicklung des militärischen Radfahrwesens zu erwarten, zumal sich die Verwendung noch sehr erweitern lassen wird. Bei einem Festmahle, das der Reichskanzler Fürst Hohenlohe zu Ehren der Mitglieder der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch veranstaltete, gab er den einzelnen Mitgliedern sein großes Interesse an dem endlichen Zustandekommen des gewaltigen nationalen Werkes kund. Auch sprach der Kanzler wiederholt sein festes Vertrauen aus, daß auch der Reichstag gegenüber der großen nationalen Aufgabe groß und national denken und handeln werde. In Baden haben in der letzten Zeit die Wahlen zum Landtage stattgefunden. Die badische Kammer besteht jetzt aus 31 Nationalliberalen, bisher 30, 21 Zentrumsleuten(23), 5 Freisinnigen(5), 2 Konservativen(2), 3 Sozialisten(3), 1 Antisemiten, bisher keiner. Der Landtag wird auf den 12. November einberufen werden. Frankreich. Der Präsident der Republik, Felix Faure, hat die Ernennungsdekrete für die Mitglieder des neuen radikalen Ministeriums Bourgeois bereits unterzeichnet, und auch der erste Ministerrat hat bereits stattgefunden. In der Montagssitzung verliest die Regierung ihr Programm in der Deputiertenkammer. Die große Mehrzahl der Blätter fährt fort ganz ungeheuerlich über das neue Ministerium zu schimpfen, dem man allgemein nur eine sehr kurze Lebenszeit voraussagt. Ein radikales Kabinett kann sich eben nicht halten, das hätte man bei der Bildung desselben bedenken sollen, so werden die Folgen nicht ausbleiben. Oesterreich Ungarn. Der antisemitische Bürgermeister von Wien, Dr. Luegner, ist vom Kaiser empfangen worden; seine Bestätigung gilt als unbedingt sicher. Türkei. Den„Times“ zufolge ist der Zustand in den türkischen Provinzen derart beunruhigend, daß die Reserven in Europa und Asien einberufen werden mußten. Schwerte, 2. Novbr. Die mutmaßliche Witterung im November d. Is. ist nach der Falb'schen Prognose die folgende: Vom 1. bis 4. trockenes und kaltes Wetter, um den 4. sind ausgebreitete Schneefälle zu erwarten, die sich selbst auf Italien erstrecken. Vom 7. bis 15.: die Regen nehmen zu, die Temperatur steig, stellenweise spärliche Schneefälle, vereinzelt Gewitterneigung. 16 bis 19.: die Niederschläge nehmen ab, das Wetter bleibt mild, vom 20. bis 22. ist neuerliche Zunahme Regen zu erwarten, die vom 23. bis 30. vielfach in Schneefälle übergehen. Die Temperatur sinkt. Kritische Tage verzeichnet Falb im November zwei, und zwar am 2. und 16. d. M. Beide sind kritische Tage zweiter Ordnung. Schwerte, 4. November. Nach einer vom Oberlandesgericht bestätigten Entscheidung * st 1 des Landgerichts in Neuwied haben die Mitspieler eines Lotterieloses kein Recht, einen säumigen Anteilhaber ohne weiteres auszuschließen. Vielmehr habe der Säumige trotz Ausschlußerklärung weiter Anteil am Lose und Anspruch auf seinen Gewinnanteil. Er sei und bleibe Miteigentümer des Loses, der durch eine einseitige Erklärung seines Eigentumsrechts nicht verlustigt gehen könne. Berghofen, 1. November. Dem Schulamts=Kandidaten Hermann Blank aus Camen ist eine Stelle bei der evangelischen Schule zu Berghofen provisorisch übertragen. Schüren, 1. November. Auf der Zechenbahn der Zeche„Bickefeld Tiefbau" hierselbst ereignete sich in vergangener Nacht gegen 1 Uhr ein Unglücksfall, indem der Arbeiter Johann Hülsen von hier, welcher um die genannte Zeit mit noch anderen Arbeitern beim Rangieren von Kohlenwagen beschäftigt war, so unglücklich zwischen zwei Wagen geriet, daß ihm der Brustkasten vollständig eingedrückt wurde und der Bedauernswerte nach wenigen Minuten verschied. Hülsen war 40 Jahre alt und hinterläßt Frau und ein Kind. Er war ein verständiger und fleißiger Arbeiter. Schüren, 1. November. Der Schreiner Leidhäuser von hier wußte vorgestern den Steinhauer Sitzer, auf den er schon lange einen geheimen Groll katte, in die Schmiede des Unternehmers Mork in der Erlenbach zu locken, wo er mit ihm direkt Streit anfing und auf ihn einschlug. Als Letzerer sich zur Wehr setzte, zog Leidhäuser sein bereitgehaltenes Messer und brachte seinem Gegner an B.ust, Hals und Schultern mehrere gefährliche Verletzungen bei, sodaß derselbe von anderen Arbeitern nach Hause gebracht und sofort ärztliche Hülfe in Anspruch genommen werden Holzwickede, 2. November. Der Lehrer Finger von der evang. Volksschule ist als Lehrer und Hausvater des Hellw. Erziehungshauses hier erwählt worden und wird voraussichtlich am 1. Januar 1896 sein neues Amt antreiten.„.. zisch, G. I. Dortmund, Die israeluhcr Semeinde hul zum Bau einer neuen Synagoge ein Preisauschreiben erlassen. Als Bausumme steht der Betrag von 350000 Mark zur Verf ügng. Altenhagen, 31. Oktober. Die Amtsversammlung beschloß, ihrem ausscheidenden Amtmann Knippschild als Zeichen besonderer Anerkenung seiner Verdienste um den seiner Verwaltung unterstellten Bezirk ein Ehrengeschenk zu überweisen. Letmathe, 1. Nov. Die in der Nähe gelegene Dechenhöhle, welche mit dem heutigen Tage für den Besuch des Publikums geschlossen worden ist, hat sich auch in der nun beendeten Saison eines sehr starken Besuches zu erfreuen gehabt. Im ganzen sind rund 31 500 Karten ausgegeben worden gegen 29000 im Vorjahre, mithin 2 500 Schwelm. Ein seltenes Wild wurde hier zur Strecke gebracht, nämlich ein Bulle. Das Tier, einem Viehhändler gehörend, befand sich auf einer Wiese zu Döinhausen und zeigte gewisse Angriffsgelüste auf Menschen, sodaß zu befürchten war, daß es Leuten, die die Weide betraten, gefährlich werden könnte. Da man dem Bullen ohne Lebensgefahr nicht beikommen konnte, so wurde ein Jäger geholt, der dann auch den Wüterich mit 3 wohlgezielten Schüssen zur Strecke brachte. Wattenscheid, 31. Okt. Durchgebrannt sind hierselbst ein Fuhrmann und eine Gesindevermieterin. Beide sollen Gelder mitgenommen, dagegen beiderseits Gatten und mehrere Kinder zurückgelassen haben.„ Lüdenscheid, 1. Novemver. Fur die Stelle eines Gegenbuchführers für die städtische Sparkasse haben sich 116 Bewerber gemeldet. Hofstede, 31. Okt. Beim nächtlichen Nachhausekommen hat ein junger Mensch von hier mehrere Schüsse auf seinen Vater abgegeben, weil ihm derselbe die verschlossene Thür nicht sogleich aufgemacht hatte. Glücklicherweise gingen die Schüsse vorbei. Der unnatürliche Sohn wurde verhaftet. Essen, 30 Okt. Die Vorstände und Führer der Wehren des westfälischen Feuerwehr=Verbandes besichtigten heute die Einrich= tungen des Feuerlöschwesens der Krupp'schen Gußstahlfabrik. Unter Führung des Verbandsvorsitzenden Mummenhoff=Bochum begaben sich die Herren nachmittags zur Krupp'schen Feuerwehrkaserne, wo sie vom Chef der Krupp'schen Wehr, Hauptmann Walther, begrüßt wurden. Das Krupp'sche Feuerwehr=Korps führte dann Uebungen aus, und die Einrichtungen und Geräte wurden dann erläutert. Herr Mummenhoff dankte für die dem Verbande erwiesene Liebenswürdigkeit. Hauptmann Walther wies dann darauf hin, daß gerade im Feuerlösch= wesen ein Stillstand niemals eintreten dürfe; immer gebe es Neues zu erproben. Der Chef einer Wehr müsse auch stets Oganisator sein. Er hoffe, daß es ihm gelingen werde, die Krupp'sche Wehr auf ihre Höhe zu erhalten und schloß mit der Erwartung, den Verband noch öfters empfangen zu können. Die Anwefenden äußerten sich alle in Worten höchster Anerkennung sowohl über die Einrichtungen der Wehr, als ihre musterhaften Uebungen. Krefeld, 1. November. Der hiesige Grund= und Hausbesitzer=Verein strebt die Errichtung einer Fachschule für Krefeld an. Er weist darauf hin, daß große Summen der Stadt verloren gehen, wenn die Eltern genötigt sind, ihre Söhne nach Höxter, Holzminden und anderen Orten zu entsenden, um sich für ibren Beruf vorbereiten zu können Ferner würden von draußen viele Schüler nach hier kommen und mit ihnen bedeutende Summen in die Stadt fließen. Da am Niederrhein eine solche Fachschule nicht besteht, so würde es am Besuch wohl nicht sehlen Borken, 31. Okt. Der aus dem langwierigen Prozesse wegen der Ermordung des Kindes Naß aus Neuß bekannte Tageköhner Bernhard Stock= dick ist hier einem Lungenleiden erlegen. Vom Westerwald, 2. Nov. Um den Reichtum, den die Wälder des Westerwaldes an Beeren aller Art bieten, der Bevölkerung direkt zuzuwenden, hat sich jüngst in Kurtscheid eine„Genossenschaft für Obst= und Heidelbeerenverwertung“ gebildet. Trier, 30. Oktober. Eine sehr zeitgemäße Vereinigung hat sich hier unter der Teilnahme von Vertretern der Regierungs=, Stadt=, Gerichts= und Gefängnisbehörden gebildet, ein Verein zur Unterstützung von entlassenen Strafgefangenen, wie solche Vereine zum großen Segen schon in Berlin, Köln und Düsseldorf und Hamm i. W. wirken. Bendorf, 1. Nov. Vermißt wurde vor vier Wochen von einer hiesigen Dame aus einem Ring ein Brillant von großem Werte. Alles Suchen nach dem Stein blieb ohne Erfolg. Nun schlachtete die Köchin einen jungen Hahn und zum größten Erstaunen fand sich in dessen Magen das verschwundene Kleinod wieder. keit und für ein friedliches Zusammenwirken aller Stände einzutreten bereit ist. Stimmenthaltung ist Unterstützung des sozialdemokratischen Kandidaten. Mit Gott für Kaiser und Reich! Der Vorstand und die Vertrauens=Kommission des evang. Arbeiter=Vereins zu Dortmund. Wahlbewegung. An die Mitglieder der evangelischen Arbeiter=Vereine! Angesichts der bevorstehenden Stichwahl halten wir es für unsere Pflicht, Euch auf die Satzungen unserer Vereine hinzuweisen. Dieselben mahnen uns: Fürchtet Gott! Ehret den König! Habt die Brüder lieb! Auf unseren Fahnen stehet geschrieben: Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Als Christen stehen wir auf dem Grunde der christlichen Weltanschauung, auf dem festen, unverrückbaren Fundament des Wortes Gottes. Unser Glaube ist unser höchstes Gut. Die Sozialdemokratie hat zwar, um die ihrem Glauben noch nicht ganz Entfremdeten nicht abzustoßen, den Satz aufgestellt: Religion ist Privatsache; ihre Führer aber haben ihrem Haß und ihrer Feindschaft gegen das Christentum offen Ausdruck gegeben, ihre leitenden Blätter die christliche Religion so oft in den schnödesten und raffiniertesten Weise verhöhnt. Wir haben vor wenigen Wochen das Andenken an die große Zeit von 1870 und 1871 in so herrlichster Weise gefeiert, wie in kaum einem anderen Bezirke des Deutschen Reiches. Wir haben in herzlicher Dankbarkeit der Helden jener glorreichen Zeit gedacht und von neuem unverbrüchliche Treue gegen Kaiser und Reich gelobt. Die Sozialdemokratie hat sich nicht entblödet, die Heldengestalten jener Zeit, vor allem die unseres heimgegangenen, unvergeßlichen Kaiser Wilhelm I. in der nichtswürdigsten Weise zu verunglimpfen. Sie hat die Begeisterung eines ganzen Volkes als eine gemachte, als Mordspatriotismus verspottet. Ja, ihre Vertrauensmänner haben am Sedantage den französischen Sozialisten ein Verbrüderungstelegramm gesandt, das selbst die Entrüstung der Franzosen hervorgerufen hat. Mit allen Mitteln sucht sie die Liebe zum angestammten Herrscherhause aus den Herzen zu reißen, uns die Freude an einem herrlichen, einigen Vaterlande, für das so viele von Euch in heißem Kampfe ihr Leben eingesetzt und ihr Blut vergossen haben, zu verkümmern. Sie nennt sich mit besonderem Stolze international. Wir wollen gegenüber dem gegenseitigen Mißtrauen und Uebelwollen und der durch Verhetzung hervorgerufenen Verbitterung versöhnend und ausgleichend wirken und ein vertrauenvolles Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern herzustellen bezw. zu erhalten suchen. Auf gesetzlichem Boden wollen wir für die Hebung und Wohlfahrt des Arbeiterstandes eintreten. Die Sozialdemokratie aber proklamiert den Klassenkampf. Sie kann keine Zufriedenen gebrauchen; nur aus der Unzufriedenheit erwachsen ihr die Kräfte. In Bethätigung dessen hat sie gegen alle sozialpolitischen Gesetze, die doch zum Wohle des Arbeiterstandes ge schaffen sind, gestimmt. Den Vertreter einer solchen Partei können Mitglieder eines Arbeiter=Vereins nicht wählen, ohne ihren Satzungen untreu zu werden und ihren Verein zu schädigen. Deshalb fordern wir Euch auf— es muß Euch eine Ehrenpflicht sein— in der Stichwahl am 5. November Mann für Mann für öller als denjenigen Mann zu stimmen, der auf der Grundlage der bestehenden Staatsordnung jederzeit für des Reiches Macht und HerrlichOffener Brief an das hiesige Zeutrum oder Christentum und Sozialdemokratie! Des Volkes Ruhm bleibt stets gewahrt, Wenn nach der echten deutschen Art Im Lande Glaub' und Tugend blühn Und alle Herzen einig glühn. Des Vo kes Wohlfahrt wird gedeihn, Wenn Fürst und Volk dem Herrn sich weihn! Wenn das Christentum auch keine herrschende Weltmacht auf dieser Erde sein kann, so muß es doch im Völkerleben ein„Licht der Welt“ und ein „Salz der Erde" bleiben. Wo in einem Volke nach göttlicher Weltordnung geordnete Zustände herrschen, da ist auch dem Christentum der Weg gebahnt, segensreich wirken zu können. Es bleibt ja für alle Zeit die Aufgabe des Christentums, die Menschen auf ihre göttliche Berufung hinzuweisen, doch kann es nur zum Segen sein, auch in politischen Streitfragen versöhnend mitzuwirken. Schon oft blieben hierdurch einem Volke schwere Wege erspart. Wo man aber gleichgiltig zusah, wie um irdische Lebensfragen die Volksklassen sich gegenseitig zerfleischten, oder wo Christen selbst vom Parteigeist geblendet wurden, da blieben auch die göttlichen Gerichte nicht sern, und das Christentum wurde dann als ein dummes Salz erfunden— Steis muß die Erinnerung fortleben, wie gewissenlose Volksverführer ganze Volksmassen gegeneinander aufreizten, wie in wilder Empörung alles Heilige zerstört wurde und viel unschuldig Blut die Erde bedeckte. Wie mit Flammenschrift weist die Geschichte auf die Schreckenszeit der Pariser Kommune und an das Ende des vorigen Jahrhunderts in Frankreich hin. Jene furchtbaren Greuelthaten, bei welchen das Blut in Strömen floß, spotten jeder Beschreibung. Wahrlich, wenn den Führern der Sozialdemokratie noch ein Gesühl von Menschenliebe eigen ist, dann sollten sie im Hinblick auf jene Gottesge ichte von ihrem Blendwerk ablassen, welches doch nur zu Gewaltthätigkeiten führt und in Revolution enden muß. Trotzdem fährt man fort, mit stolzer Geberde dem Volk eine goldene Zukunft vorzumalen, unbekümmert darum, welches Elend man heraufbeschwört. Ob durch ihre unheilvollen Bestrebungen ein Volk zu Grunde geht, oder ob tausende in ihrem Blute liegen, darnach fragen jene Führer nicht. Weil ihnen jeder Blick für eine göttliche Weltanschauung fehlt, darum wollen sie diese Erde völlig in Besitz nehmen und hierdurch ihre Namen in die Geschichte der Nachwelt eingraben. Es ist darum eine heilige Pflicht des Christentums, das Volk von den Irrlehren der Sozialdemokratie zu überzeugen. Vor allem aber sollte eine christliche Partei sich hüten, durch Wahlenthaltung den Bestrebungen der Sozialdemokratie Vorschub zu leisten, und das in einer Zeit, wo der Kaiser selbst zum Kampf gegen jene Feinde der göttlichen Weltordnung aufgerufen hat. Sollte trotzdem das hiesige Zentrum durch Unentschiedenheit die Wahl eines Sozialdemokroten unterstützen, dann würde dies eine Schmach für das ganze Christenium sein. Es geht darum der Mahnruf an alle katholischen Männer, ihrer vaterländischen Pflicht zu gedenken und bei der kommenden Stichwahl für Herrn Theodor Möller zu stimmen. Christentum und Vate landsliebe können nicht von einander getrennt werden. Gerade in schwerer Zeit steht der Christ treu zu Thron und Altar. Die Entscheidung der Stichwahl wird für unser Volk von großer Bedeutung sein. Es wird sich zeigen, ob man für die Stimme seines Kaisers ein Ohr hat, oder ob man sich durch die Phantasiegebilde der Sozialdemokratie verblenden läßt. Wohlauf denn, ihr katholischen Männer: die hohen Güter des Christentums und des Vaterlandes, sie leuchten Euch voran, drum zeigt vor aller Welt, was der Glaube kann. 819.8 Lecwrt ren, während die Herren Redner zur Deckung der Kosten ein Eintrittsgeld von 10 Pfg. einstreichen. Haus= und Landwirtschaftliches. Proviantämter und Landwirte. Um den Landwirten den Absatz ihrer Produkte zu angemessenen Preisen zu erleichtern, sind die Königlichen Proviantämter durch die Intendanturen der Armeekorps angewiesen worden, mehr als bisher ihren Bedarf an Roggen, Hafer, Heu und Stroh durch direkten Einkauf bei den Produzenten zu decken. Die meisten Produzenten und Lieferungsverbände nehmen nun Anstoß an den zu scharfen Lieferungsbedingungen und lassen es darum an Versuchen, mit den Proviantämtern geschäftliche Verbindungen anzuknüpfen, sehlen. Die Intendantur des 8. Armeekorps zu Coblenz ist in einem Schreiben an den Präsidenten des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinprovinz auf die zu„scharfen" Lieferungsbedingungen eingegangen und schreibt inbezug hierauf unter anderm: „Dieses ablehnende Verhalten der inbetracht kommenden Kreise ist allerdings nicht geeignet, zu einem beiderseitig befriedigenden Ergebnis zu führen. Wenigstens sollten die Produzenten 2c. doch den Versuch machen, ihre Erzeugnisse unmitlelbar an die Proviantämter abzusetzen, und dürfte sich bei diesem Versuch jedenfalls bald ergeben, daß die mitgeteilten Bedingungen nicht„zu scharf“ gestellt sind, auch in nicht zu scharfer Weise gehandhalt werden. Denn wenn auch die Proviantämter pflichtmäßig gehalten sind, darüber zu wachen, daß im allgemeinen nur magazinmäßige Ware zur Einlieferung kommt, so sind dieselben wiederum auch angewiesen worden, den Produzenten jede dienstlich zulässige Erleichterung zu gewähren und in diesem Sinne, nicht dem reinen Wortlaute nach, die Bedingungen zu handhaben.“— In den Kreisen der Landwirte wird dieses Entgegenkommen gewiß freudig begrüßt werden. Schwerte, 2. Nov. Wie von berufener Seite mitgeteilt wird ist seitens der Mitglieder des Bundes der Landwirte gestern folgendes beschlossen worden:.... 9 grißse Obwohl wir die ungerechisertigten Angriffe des Herrn Kommerzienrats Möller auf den Bund der Landwirte und dessen Führer entschieden zurückweisen müssen, obwohl wir ferner dessen Stellungnahme als Reichstagsabgeordneter in manchen für die Landwirtschaft und das Kleingewerbe als richtig nicht anerkennen können, erachten wir es trotzdem als eine patriotische Pflicht unserer Mitglieder, bei der bevorstehenden Stichwahl zwischen Herrn Möller und dem Sozialdemokraten Herrn Dr. Lütgenau nicht nur Herrn Möller die Stimme zu geben, sondern auch für dessen Wahl zu wirken, Die Stichwahl wird sich gestalten zu einem Kampfe der Ordnungs=Elemente gegen die mente des Umsturzes. In diesem Kampfe für Erhaltung von Religion, Ordnung, Vaterland, Monarchie und gegen voterlandslose Gesinnung und Umsturz fordern wir unsere Mitg ieder und Freunde aus Landwirtschaft, Handwerk und Kleingewerbe auf, ungesäumt die Stellung einzunehmen, die ihnen ihre Vaterlandsliebe und Königstreue dabei anweist. Schwerte, 4. Nov. Für die morgige Stichwahl hat das Organ des nach der Hauptwahl ausgeschiedenen Zentrumskandidaten Lensing, die„Tremonia“, die Parole ausgegeben:„Jetzt können sich die Sozialdemokraten und Nationalliberalen unter sich raufen und wir werden vergnüglich diesem Schauspiel zusehen.“ Außerdem veröffentlicht das genannte Blatt einen Aufruf des Zentrums=Vorstandes für den Wahlkreis Dortmund=Hörde, in welchem den Zentrumswählern strengste Wahlenthaltung empfohlen wird. An anderer Stelle empfiehlt die„Tremonia“ ihren Anhängern, falls sie zur Stimmenabgabe herangeholt werden oder aus andern Gründen ihr Wahlrecht ausüben müssen, ungültige Stimmzettel abzugeben, d. h. entweder Stimmzettel mit dem Namen des Zentrumskandidaten Lensing oder Stimmzettel, auf denen die Namen der anderen Kandidaten(Möller oder Lütgenau) durchstrichen sind. Die Sozialdemokraten machen verzweifelte Anstrengungen, bei der Stichwahl den Sieg davonzutragen. Die Redner und Agitatoren für ihre Sache sind deshalb in den letzten Tagen stark vermehrt worden. Auch mehrere„Obergenossen“ sind erschienen, darunter Reichstagsabgeordneter GerischBerlin, Fischer=Berlin und Molkenbuhr=Hamburg, um durch die Macht ihrer Rede die Leute zu bethöVermischtes. Auf der Straße gestorben ist in der Landsberger Allee zu Berlin ein etwa 50 Jahre alter Mann, in dem man einen Obdachlosen vermutet. Der Mann brach vor dem Hause Nr. 23 plötzlich zusammen und war, als ärztliche Hülfe kam, bereits eine Leiche. Jedenfalls ist der Mann verhungert. * Aus Liegnitz wird berichtet: Der Handelsmann Wiesner gab seinen Kindern vergifteten Kaffee zu trinken und trank selbst davon, nachdem er seine Frau unter einem Vorwand fortgeschickt hatte. Als die Frau zurückkehrte, war W. und die siebenjährige Tochter bereits tot. Der achtjährige Sohn hatte sich erbrochen und wurde gerettet. Die Ursache zur That liegt in mißlichen Familienverhältnissen. * Eine Fortbildungsschule für Affen. Der Gedanke des Herrn Garnier, daß die Affensprache bei einiger Geschicklichkeit dem Menschen verständlich gemacht werden könne, wird jetzt in Kalkutta zu verwirklichen gesucht. In Indiens Hauptstadt ist nämlich jetzt eben ein Institut zur„Ausbildung von Affen“ gegründet worden, in welchem die Tiere im Lesen und Schreiben 2c. unterrichtet werden sollen. Eine der Methoden, die dabei angewendet werden, ist folgende: Vor dem lernbegierigen Affenjüngling wird ein aus erhabenen Buchstaben hergestelltes Alphabet hingestellt und er hat darauf unter Anleitung des ihn beaufsichtigenden Lehrers ein Wort, wie z. B.„Fleisch, zusammenzusetzen. Wenn er dies fehlerfrei gethan hat, erhält er ein Stück Fleisch zur Belohnung Man hofft, bei Anwendung von einiger Geduld nach kurzer Zeit überraschende Resultate zu erzielen.— Diese Affenschule ist eine großartige Kater=Idee! * Ueber die Lage in dem abgebrannten Brotterode in Hessen wird berichtet: Den kräftig in Angriff genommenen Bauarbeiten hat sich ein arger Feind entgegengestellt, der Winter. Der Schnee liegt bereits ¾ bis 1 Fuß hoch und die aus allen Gegenden des Reiches herbeigeeilten Arbeiler, welche bei ihren Arbeiten tagsüber in Schnee und Wasser stehen müssen und nachts keine zuträglichen Ruhestätten haben, ziehen es zumteil vor, in ihre Heimat zurückzukehren, zumal die Lebeusmittel mehr als teuer und die Löhne gering sind. Die Abgebrannten sind zwar in Baracken untergebracht, doch wird mit einem strengen Winter neues Unglück über sie hereinbrechen. * In der Stadt Braunschweig haben die Stadtverordneten beschlossen, eine fünfzehnjährige Rente für hilfsbedürftige Veteranen von 1870/71 auszusetzen. Es sollen im ersten Jahre insgesamt 15000 Mk. und in den folgenden 14 Jahren je 1000 Mk. ausgesetzt werden. * Das große Los der preußischen Klassenlotterie ist am Sonnabend gezogen worden; es fiel auf die Nummer 14842. Wie es heißt, soll der Gewinn nach Breslau gefallen sein. * Irrsinnig geworden ist der Pariser Millionär Lebaudy, nachdem er an der Börse in Goldminen 10 Millionen verloren hat. * Ein Erdbeben hat in weiten Gebieten Nordamerikas stattgefunden. Der angerichtete Schaden ist nicht unbedeutend.— Auch in Rom ist am Freitag früh eine sehr starke, langandauernde, wellenförmige Erderschütterung verspürt worden. Die Bevölkerung eilte auf die Straßen. Bisher ist kein bemerkenswerter Schaden festgestellt worden. Um unsern Lesern das Ergebnis der Stichwahl früher aber möglichst vollständig mitteilen können, erscheint die nächste Nummer der„Schwerter Zeitung" bereits Mittwoch nachmittag. Wareimaue k. Rorbam,, ald 410r A#,zutes Paderbomner Grösstes Etablissement für vollständige Haus- und Kücheneinrichtung. Weisses Porzellan und Steingut. Teller, glatt, flach und tief, 4 und 7 Pfg. Teller, gereift, flach u. tief, 8 Ptg. Dessertteller 5 Pfg. Teller, echt Porzellan, 20 Pfg. Gemüsekümpchen, 15, 20, 25 Pfg. Terrinen mit Deckel 40, 60 Pfg. etc. Tassen, echt Porzellan, 6 Paar 40 Pfg. Kaffeekannen, echt Porz., 38, 50, 65 Pfg. Milchkannen, 10, 13, 18 Pfg Dekoriertes Porzellan. Kaffeeservice, in einer Auswahl von zirka 500 Stck., von Mk. 2.75 an. Kaffeeservice, mit buntem Henkel, Mk. 450. Goldtassen, 15, 20 Pfg. Dessertteller, bemalt, ½ Dtz Mk. 1.—. Kuchenteller, bemalt, 25, 45 Pig. s 1 malerei, von Mk 3.— an bekorierte Essservice, 23 T., von Mk. 750 an. Bürstenwaren. Schrubber mit Stiel 28 Pfg. Abseifbürsten 17 Pfg. Wichsbürsten von 25 Pf. an. Kleiderbürsten v. 25 Pf. an. Kokosbesen mit Stiel 50 Pfg. Beste Haarbesen mit Stiel Mk. 1.—. Piassare-Strassenbesen mit Stiel 50 Pfg. Fussmatten 15, 25 Pfg. Vorratstonnen. Oel- und Essigkrüge, mit dem beliebten Streublumenmuster nur 30 Pig, SalS fässer dazu passend 85 Pfg. Weisse Salz- und Mehlfässer 38 Pfg., blaue 40 Pfg. Salz und MehlHerrliche Auswahl in Hechzeits- und anderen Festgeschenken! Freundliche reelle Bedienung. p Feste Preise. Todes-Anzeige. Es hat Gott, dem Allmächtigen, gefallen,## heute morgen 6¼ Uhr meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Mutter, Schwester,# Schwiegerin und Tante, Trad Wilhlelm Sänder, Auguste geb. Paul. nach schwerem Leiden im Alter von 39 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, den 3. November 1895. Die Beerdigung findet am Mittwvoch, den 6. ds. Mts., nachm. 3½ Uhr, vom Sterbehause aus statt. Todes-Anzeige. Heute verschied nach schwerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Grossvater, der Landwirt Diedrich Bierhoff, im Alter von 75 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Ergste und Schwerte, den 2. Nov. 1895. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung ündet am Dienstag, den 5. November, nachmittags 3 Uhr, statt. Hekanntmachang Der Ingenieur Gustav Heufer zu Wetter beabsichtigt den Fahrweg oberhalb seiner Steinbrüche am hiesigen Bahnhof mehr nördlich durch die Grundstücke Flur VI Nr. 69, 71, 73, 118 und 119 der Steuergemeinde Westhofen zu verlegen. In Gemäßheit des§ 57 des Zuständigkeits=Gesetzes vom 1. August 1883 wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung zur öffentlichen Kenntnis gebracht, etwaige Einsprüche gegen dasselbe binnen 4 Wochen bei Vermeidung des Ausschlusses hier geltend zu machen. Westhofen, den 30. Oktober 1895. Amtmann: Rebber. Bekanntnachung, Der Kötter Wilhelm Sieberg zu Aplerbeck ist durch Beschluß des unterzeichneten Amtsgerichts für einen Ver=! schwender erklärt und deshalbst entmündigt. Hörde, 29. Oktober 1895. Königliches Amtsgericht. Zum Wohl der Menschheit lbin ich gern bereit, allen, welche an Magenbeschwerden, scher Verdauung und Appetitlosigkeit leiden, ein Getränk unentgeltlichnamhaft zu machen, welches mir und vielen andern ausgezeichnete Dienste geleistet hat und von Aerzten warm empfohlen wird. J. Koch, pens. Königl. Förster, Bömbsen, Post Nieheim( Wesifalen) Kathreiner's Malzkaffee. Bekanntmachung! Den in letzter Zeit gegen unser Fabrikat gerichteten Angriffen in geeigneter Weise zu begegnen, haben wir die entsprechenden Schritte bereits eingeleitet Wir begnügen uns deshalb, heute festzustellen, daß Kathreiner's Malzkaffee sich von allen Kaffee=Surrogaten dadurch unterscheidet, daß derselbe nach einem uns allein durch — Deutsches Reichspatent Nr. 65300— geschützten Verfahren, mit Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees versehen ist, und zwar durch Imprägnation des eigenartig präparierten Malzes, mit einem in den Tropen selbst hergestellten Extrakt aus der frischen Kaffeefrucht. Kathreiner's Malzkaffee verbindet daher nachweislich die Produkte Malz und Kaffee. Aus diesem Grunde, und weil unser Fabrikat mit den neuesten patentierten Einrichtungen und Maschinen auf das Sorgfältigste gemälzt und geröstet ist, ferner weil es in Körnerform und nur in plombierten Packeten in den Handel kommt, wodurch jede Täuschung des Publikums ausgeschlossen ist, wird Kathreiner's Malzkaffee von hygienischen und medizinischen Autoritäten auf das Wärmste anerkannt und empfohlen. So äußern sich u. A.: „Ich bescheinige, dass Kathreiner’s Malzkaffee frei von schädlichen Substanzen ist und durch seinen kaffeeähnlichen Geschmack, seine appetitliche Aussenseite und seine für jeden Käufer sofort erkennbare Reinheit alle anderen KaffeeSurrogate weit überragt. Ich kann deshalb diesen Malzkaffee sowohl für den Familien Gebrauch als für Verwendung in öffentlichen Anstalten und Verbänden geeignet empfehlen.“ „Es giebt kein Kaffeesurrogat, welches, entsprechend seinen Rohmaterialien und seiner Herstellungsweise, mit Kathreiner-Malzkaffee sich messen könnte. Dieser ist nicht nur ein Malzkaffee-Surrogat, sondern ein Ersatzmittel des wirklichen Kaffee’s.“ Gutachten, welche sich in ähnlichem Sinne so unter anderem von: Dr. Mansfeld, Leiter der Untersuchungs-Anstalt für Nahr- u. Genussmittel, Wien. Dr. Bit. v. Hüttenbrenner, dirig. Arzt d. Karolinen-Kinderspitals Wien. Dr. Kaysser, Dortmund. Tr.R.Henriques, Berlin Dr. med. Ogden-Doremus, Universität NewYork. etc. etc. Dr. v. Pettenkofer, Geh Rat u. Obermed.Rat, Univ.-Prof., Präsid. d. k. Akad. d. Wissenschaften etc. etc., München Dr. Hofmann, Geh. Medizinal-Rat, Professor, Vorstand des Hygien. Inst. d. Univ Leipzig. Zahlreiche weitere aussprechen, liegen vor, Aubry, Prof, Vorstand d. wissenschaftl. Station für Brauerei, München, Dr. Stutzer, Professor d. Univers. Bonn. Dr. med. Gerster, Leibarzt Sr. Durchl. d. Fürst s. Solms etc., Braunfels. Dr. Frühwald, Univ.Doo., Wien. Dr. Haschek, Mitglied d. k. k. med. Falkult. etc. Wien. Dr. Stefanncel-Ala (Vortraga.d.XI. Intern. Med. Kongr, Rom 1894). Dr. Girone, Vorst. d. hyg. Inst. u. Laborat. v. Aversa. Almqvist, Professor d. Hygiene, Stockholm Hammarsten, Prof. d. med. u. phys. Chemie an der Uuiversität Uspala. Dr. Sundvik, Professor, Helsingfors. Kathreiner's Malzkaffee-Fabriken mit beschränkter Haftung. Gutes und Kasseler Brot empfiehlt das Pfund zu 3½ Pfennig ab Station Beverungen a. d. Weser. Franz Bönnighausen, Bäckermeister in Weverungen. Ein ordentliches Dienstmädchen per sofort oder später gesucht. Frau W. Becker, Hagenerstr 9 Zum Entleeren eines Aborts sofort gesucht. Zu erfr. i. d. Exp. d Ztg. Eine Bosnang von 2 bis 3 Zimmern mit Garten und Stallung pr. 1. Februar zu vermieten. Näheres in der Expedition. Eine Wohnung von ca. 3 Zimmern wird von einem Brautpaar pr. Februar n. Is. in einem besseren Hause zu mieten gesucht. Offerten mit Preisangabe unter E 100 an die Exped. d. Bl. erbeten. Ich bin befreit von den lästigen Sommersprossen durch den tägl. Gebrauch von: Bergmann’s Lilienmilch-Seife. Vorrätig: Stück 50 Pfg. bei Ernst Klein, vorm. Herm irle. Nehmen Sie: F Beste Marke Cognac Georg Scherer& Co., Langen, in allen Preislagen, garauliert rein, Flasche von Mk. 2.— an, empfiehlt Wilh. Heppe, Schwerte. Haubels=Register des Königlichen Amtsgerichts zu Schwerte. Die unter Nr. 66 des Firmenregisters eingetragene Firma Laura Weinberg zu Schwerte (Firmeninhaber: das Fräulein Laura Weinberg zu Schwerte) ist gelöscht am 31. Oktober 1895. Ein Mädchen zur Aushülfe gesucht. Wo, sagt die Expedition. SIIASCPESTRA DR.Patent Erf. Kalgin, rabrikanten: zeichn. BARMEN.gesch. für die Wäsche aller Stofte. Pasogng Mein Sohn litt noch immer an Bettnässen, obwohl ich schon viele Aerzte zu Rate gezogen hatte, und ich wandte mich daher endlich an den homöopathischen Arzt Herrn Dr. med. Hope in Köln am Rhein, Sachsenring 66, da dessen Mittel so sehr gerühmt wurden. Der Erfolg war ausgezeichnet, denn nach wenigen Wochen war mein Sohn geheilt. Jetzt ist beinahe ein Jahr vergangen, das Uebel hat sich nicht wieder gezeigt, und ich spreche daher meinen herzlichsten Dank öffentlich aus und empfehle Herrn Dr. Hope allen ähnlich Leidenden.(gez.) Krescenz Fürstberger, Untergrasensee bei Pfarrkirchen. Zur Helle, Schwerte. Frankfurter Würstchen, Kalbsbraten, Schmorbraten, Rehbraten, Beefstenk, Spize. Warmes Frühstück 40 Pfg. Abendplatte 40 Pfo. Dunkles Dortmunder Kronenbler. Carl Raffin. Handelsnachrichten. Dortmund, 2. November. Per 100 Klle. Kartosseln.. Stroh(Richt=) Heu.... Butter, 1 Kilo Eier 60 Stück Nächste der Strassburger Pferde-Lotterie Cesamtgewinne 24000 Mk. per 1 Landauer mit 2 Pferden I. W. v. 6000 Mk., zusammen 17 Pferde I. W. v. 16000 Mk. (15. November) Lose à 1 Mt, 11 Lose für 10 Mk. Porto und Liste 25 Pfg. extra. Zu haben bei der General=Agentur J. Stürmer, Straßburg i. Elf., und all sicher Ziehung bekannten Verkaufsstellen. In Schwerte bei H. Hagemann und Gust. Kleingarn. GerenerrAE* Eloersetverstraße 25. Kampstraßen=Sär. des Spezial-Fistellung PPrnger Borten Komplettes Bett. 1 Eisenbettstelle 79912 1 Matratze] MIK. 1 Keilisen 19 00 1 Feder=Oberbett 1 Federisen 9 4 826 Komplettes Bett. 1 Holzbettstelle, nußbaum lackiert 1 Matratze 1 Keilkissen 1 Feder=Oberbett 1 Feder=Unterbett 1 Federkissen MIK. T9,00. Komplettes Bett. 1 Holzbettstelle, nußbaum lackiert, mit.— hohem Haupt und Muschelaussatz, WVuK. 1 Springfedermatratze mit Keil 1 Halbdaunen=Oberbett 1 Feder=Unterbeit 10 2 Federkissen 22,00. Komplettes Bett. 1 Eisenbettstelle mit Seitenteilen O 1 Seegras Auflegematratze] 191K 1 Seegras=Keilkissen 1 Feder=Oberbett 1 Federkissen Komplettes Bett. 1 Holzbettstelle, nußbaum lackiert 1 Springfedermatratze 1 Keilkissen 1 Feder=Oberbett 1 Feder=Unterbett 1 Federkissen Komplettes Bett. 1 Holzbettstelle, nußbanm lackiert, mit. hohem Haupt und Muschelaufsatz 1 Springfedermatratze mit Keil 1 prima Daunen=Oberbett 1 prima Feder=Unterbett 2 prima Federkissen NIK. 45,00. Komplettes Bett. 1 Eisenbettstelle mit Spiralmatratze, I#### elegant schwarz lackiert 1 prima Auflegematratze mit Keil 1 gutes Feder=Oberbeit 20.50, Kaotes Faderissen. 9 6 Komplettes Bett, 1 eleg. Holzbettstelle, nußb. lackiert 1 Sprungfedermatratze 1 Keilkissen 1 Feder=Oberbett 1 Feder=Unterbett 2 Federkissen Komplettes Bett. 1 Holzbettstelle, elegant nußb. poliert, mit hohem Haupt u. Gallerieaufsatz 1 prima Springfedermatratze m. Keil)„ 1 prima Daunen=Oberbett 11H C)4) 1 prima Feder=Unterbett110,00. 2 prima Federkissen MIK. 59,00 NIK. 97,00 Jeder Teil ist einzeln käuflich.— Versandt nach auswärts franko. Von unseren großen Vorräten in Bettfedern und Daunen empfehlen wir nachstehende Spezialmarken als ganz besonders vorteilhaft: NIK. Marke A per Pfund Marte per Pfund Marke C per Pfund per Pfund### 0 II.] per Pfund## 8111, wie Peckaunimachung, Die städtischen Vertretungen haben die Kokspreise folgt abgeändert:„„„„„ 1. Gabel=Kok. im Kleinverkaufe bei einem Bezuge von unter 2000 kg pro 100 kg 1 Mark 45 Pfg., bei einem Bezuge von 2000jkg und darüber pro 100 kg 1 Mark 15 Pfg. 2. Abfall=Koks, hierfür werden pro 100 kg 60 Pfg. erhoben. Fuhrwerk wird mit 1,25 Mark pro 1000 kg innerhalb des engeren Stadtbezirkes, außerhalb desselben zum Selbstkostenpreise berechnet. Wiegegeld wird zum Selbstkostenpreise in Anrechnung gebracht. Bei Bestellungen nach Scheffel werden 30 kg für den Scheffel in Anrechnung gebracht. Bescheinigungen zum Abholen von Koks an der hiesigen Gasanstalt werden gegen sofortige Bezahlung auf dem Magistratsbureau ausgestellt. Ohne Bescheinigung wird an der Gasanstalt nichts verabfolgt. Schwerte, den 28. Oktober 1895. Magistrat. M önnich. Bekanntmachung. Die auf den 5. November 1895, vormittags 9 und 10 Uhr in Dortmund; vormittags 9 und 10 Uhr in Schwerte und vormittags 10 Uhr in Dorstfeld angesetzten Kontroll=Versammlungen finden wegen der an demselben Tage stattfindenden Reichstags=Stichwahl nicht statt; dieselben werden dagegen in Dortmund am 14. November 1895, vormittags 9 und 10 Uhr, für die Mannschaften des Magistrats=Bezirks Schwerte am 15. November 1895, vormittags 9 und 10 und für die Mannschaften der Gemeinden Dorstfeld, Huckarde und Wischlingen am 15. November 1895, vormittags 10 Uhr, abgehalten. Dortmund, den 29. Oktober 1895. Königliches Bezirks-Kommando. Bekanntmachung. Auf grund der Vorschriften der Regierungs=PräsidialPolizei=Verordnung vom 12. März 1891 wird in nächster Zeit eine Revision der Steinbrüche hiesigen Amtsbezirks stattfinden. Die Steinbruchbesitzer werden zur Vermeidung von Strafe darauf hingewiesen, daß die Brüche mit sicherer Einfriedigung versehen sein müssen, da Unterminieren oder Unterhöhlen der Grubenwände verboten ist, und die Böschung bei losen Bodenarten höchstens in einem Winkel von 45 Graden angelegt werden darf. Westhofen, 31. Okt. 1895. Der Amtmann: Redber. E. Mosbach,# Schwerte, Pruckstraße 19. 9 Bringe mein großes Lager Bettwaren, worin nur garantiert gute Qualitäten führe, in empfehlende Erinnerung. steierr: Serie I: Vollständiges 2schläfiges Bett, bestehend aus Oberbett, Unterbett, Pfühl und 2 Kissen, Mr. 25.00. Serie II: 2schläfiges Bett, bestehend aus Oberbett, Unterbett, Pfühl u. 2 Kissen, mit guten Federn gefüllt, Mr. 40.00. Serie III: Tschlafig. Bett, bestehend aus Oberbett, Unterbett, Pfühl u. 2 Kissen, Oberbett und Kissen mit Daunen, Unterbett u. Pfühl mit Gänsefedern gefüllt, Mr. 68.00. Serie IV: Herrschaftliche Betten Mk. 70 bis 120. Federn à Pfund von 50 Pfg. an. Peuen B Prima best melierte Kohlen, sowie auch Anthracit, liefert prompt und billigst August Sieberg, Schwerte, Hellpothstraße A. Dubois& Cie. Lognac Gross- u. Kleinverkauf bei Ernst Klein, Hüsingstrasse 15. Butter, hochf. i. Gesch., 9 Pfd, netto per Nachn. vers. für Mk. 9,90 fr. Gust. Vierhoff, LeipzigReudnitz, Oststraße Nr. 18, Molkerei u. Butterversandgesch. Für Rettung von Trunksucht! I versend. Anweisung nach V jähriger approbierter Methode * zur sofortigen radikalen Beseitigung, mit, auch ohne Vorwissen, zu vollziehen, keine Berufsstörung, unter Garantie. Briefen sind 50 Pfg. in Briefmarken beizufüg. Man Adressiere: „Privat-Anstalt Villa Christine bei Säckingen, Baden.“ X. Guts-Süssrahmbutter 8½ Pfd. Mk. 9.—. Landb. pr. Pfd. Mk. 1.00(5—6 Tage alte 50 Pfg.) per Nachn. N. Hemmerling, lierforst, Bez. Trier. 8 ) Amtlicher Kreisbratt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Verantwortlicher Redakteur: Carl Braus in Schwerse. für den Krreis Gorde. Inserationsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg. Reklame 30 Pfg. Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 132. verte, Dienstag, 5. November 1895. 28. Jahrgang. Zweites Blatt. Westfalen=Rheinland. * Schwerte, 1. Nov. Ansprüche auf Bewilligung von Altersrente sind bis zum 1. Okt. 331 422 eerhobn. Von diesen wurden 263037 anerkannt und 57428 zurückgewiesen, 3 085 blieben unerledigt, während die übrigen 7872 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Die Zahl der Ansprüche auf Invalidenrente betrug 201 694, wovon 142 502 anerkannt und 40 654 zurückgewiesen wurden, 9243 blieben unerledigt, während die übrigen 9295 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Unter den Personen, die in den Genuß der Invalidenrente traten, befanden sich 2774, die bereits vorher eine Altersrente bezogen. Im letztverflossenen Vierteljahr sind ferner infolge Ablaufs der Wartezeit von 235 Wochen die ersten Ansprüche auf Erstattung von Beiträgen für weibliche Versicherte, die in die Ehe getreten sind, für Hinterbliebene verstorbener Versicherter geltend gemacht. Ihre Zahl betrug 5080. Davon sind 1931 anerkannt, 1757 abgelehnt, 148 anderweitig erledigt und 1244 unerledigt geblieben. Hörde, 1. November. Herr„Doktor“ Vijano, der hier in den verschiedensten Eigenschaften thätig war, als Barbier, Friseur und Zahntechniker, wird von der Militärbehörde und Staatsanwaltschaft gesucht, da er den Hörder Staub von seinen Pantoffeln geschüttelt, verduftet ist und seine Familie in hilfloser Lage zurückgelassen hat. Der Herr Doktor hat vergessen, vor seiner Abreise Verschiedenes zu ordnen, so seine Militärpflicht, seine Verbindungen geschäftlicher Natur rc., was die Behörden und Gläubiger ungeheuer krumm genommen haben. V. soll nach Bra silien ausgewandert sein. Soest, 1. November. Neun Aerzte der Stadt Soest haben gemeinsam ein durch seine Lage ausgezeichnetes großes Haus käuflich erworben, um dasselbe in ein Krankenhaus umzuwandeln. Dadurch wollen sie Front machen gegen die wohl nicht nur am Platze bestehende Sitte, daß die in dem städtischen oder dem katholischen Krankenhause untergebrachten Kranken ausschließlich der Behandlung der Krankenhausärzte unterstellt sein müssen. Wie die vereinigten Aerzte öffentlich bekannt geben, soll durch die Gründung dieser Privatklinik den Aerzten selbst und auch denjenigen Patienten geholfen werden, die der Aufnahme in eine Heilanstalt bedürfen und der freien Wahl ihres Arztes sich nicht bege ben wollen". Das Vorgehen findet in der Bürgerschaft Unterstützung.„ Herringen b. Hamm, 30. Ortover. Bei den Renovierungsarbeiten in der hiesigen evangl. Pfarrkirche stießen vor einigen Tagen die Arbeiter auf die prachtvollsten Wandgemälde, die mit Kalk übertüncht waren. Sie stammen nach Ansicht Sachverständiger aus dem 13. Jahrhundert. Eins dieser Bilder stellt das heilige Abendmahl dar, bei dem statt des Osterlammes ein Schinken gemalt ist. Eine gleiche Darstellung des heiligen Abendmahls mit dem Schinken ist bis jetzt nur in der Wiesenkirche in Soest zu finden gewesen, es wäre recht interessant, wenn von fachkundiger Seite festgestellt würde, welches Bild das ältere resp. Original wäre. Die Königl. Regierung hat bereits ihre Vertreter zur Besichtigung nach hier gesandt, und so ist begründete Hoffnung vorha den, daß die wertvollen Gemälde in neuer Schönheit wieder erstehen mögen. Aus Westfalen, 1. November. Wie es heißt, beabsichtigen niederländische Handelskreise, mit Rücksicht auf den nach Eröffnung des Dortmund=Emskanals den holländischen Häfen für den Güterverkehr mit Deutschland entstehenden Wettbewerb Verbesserungen der holländischen Häfen sowie deren Verbindungen mit der See zu erreichen. Der den Amsterdamer Hafen mit der See verbindende Nordseekanal soll derart umgestaltet werden, daß die größten Seeschiffe ihn befahren und Amsterdam anlaufen können. Der Sachverständigenausschuß, welcher sich in den letzten Tagen wiederholt mit dieser Umgestaltung befaßt hat, beziffert die Kosien auf 7 Mill. Gulden. Die niederländische Regierung wird aufgefordert, sich diese Summe durch die Kammern bewilligen zu lassen. Bochum, 1 November. Professor Dr. Löbker vom Krankenhause„Bergmannsheil" hierselbst stellte einer größeren Anzahl Kollegen letzthin einen Kranken vor, der bereits früher das Interesse der Aerzte in hohem Maße erregt hatte. Es handelte sich um jenen Kranken, dem Herr Professor Löbker, um ihn von einer hochgradig fortgeschrittenen Rippenfelleiterung zu heilen, die sämtlichen Rippen der einen Seite entfernt hat. Nur hierdurch war eine Rettung des Mannes vom baldigen Tode zu ermöglichen. Die Wundheilung hat seit jener Zeit erhebliche Fortschritte gemacht, das Allgemeinbefinden des Kranken ist ein ziemlich gutes. Feiner stellte der Professor einen Kranken vor, den er am 6. Mai 1893 operiert hat. Die vom Krebse ergriffenen Teile unterhalb des Kehlkopfes hat derselbe völlig exstirpiert, es ist ihm sogar gelungen, dem Kranken die Stimme zu erhalten, sodaß derselbe die Geschichte seiner Krankheit laut und deutlich erzählen konnte. Ein Rezidiv(Wiederkehr des Krebses) hat sich seither nicht bemerkbar gemacht. In einem zweiten Falle hatte sich ein Mann in einem Anfalle von Geistesstörung den Kehlkopf durchschnitten, es gelang Herrn Löbker, auch diesen Kranken zu heilen. Barmen, 1. November. Ein junger, unbekannter Mann schoß sich auf offener Straße eine Kugel in die Brust. Der Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause übergeführt, wo er in der Nacht starb. Vermischtes. Eine Lan st eicher=Geschichte. Die„Deutsche Tages=Ztg.„ ia Berlin schreibt: Einer unserer Freund teilt uns folgende hübsche Geschichte mit: Ein reisender Handwerksbursche schleicht sich ohne Vorwissen des Eigentümers auf den Heuboden, fällt die Treppe hinunter und bricht Arm und Bein. Der arme Reisende strengt Klage gegen den Besitzer an und erzielt ein obsiegendes Erkenntnis, wonach der Besitzer zur Zahlung einer jährlichen Rente von 240 Mk. verurteilt wird. In dem Erkenntnis war ausgeführt, daß der Besitzer verpflichtet gewesen sei, den Zugang zur Treppe ordnungsmäßig zu sichern, daß der Unfall ebenso, wie den Landstreicher, jede andere Person hätte treffen können, die in der Dunkelheit dort hingekommen wäre. * Dresden. Ein hochgeborener Spitzbube, der österreichische Graf Jeremias Abriani, hatte sich dieser Tage vor dem Landgericht hierselbst wegen Diebstahls zu verantworten. Vor etwa Jahresfrist hatte der Herr Graf unter dem fälschlich angevommenen Namen Graf Mondemio mit seiner Gemahlin, die sich jedoch später als eine Sängerin namens Theresina Brandizzi entpuppte, längere Zeit in einem feinen Dresdener Gasthofe gewohnt und hierbei mehr als fünfzig Stück silbernes Tafelzeug, das er beim Speisen auf seinem Zimmer benutzt hatte, sowie die Federu aus den Betten entwendet. Durch Zufall gelang es dem Wirt, den sonderbaren Edelmann im August dieses Jahres in Glauchau zu ermitteln und verhaften zu lassen. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefängnis. * Ein Begrüßungsschreiben an den Kaiser war anläßlich seines jüngsten Aufenthaltes in Elsaß=Lothringen von einem jungen Lothringer gerichtet und zu etwaiger Beantwortung eine Briefmarke beigefügt worden. Hierauf ist dem Briefschreiber vom Oberhofmarschallamt folgender Bescheid nebst Einlage zugegangen: „Zehn Pfeunig, welche Sie als Briefbeschwerer Ihrem Seiner Majestät dem Kaiser übermittelten Glückwunsch beigefügt hatten, erhalten Sie hiermit unter Beifügung eines Gnadengeschenks von 10 Mk. wieder zurück.“ * Im Jahre 1894 haben in Berlin 708 Selbstmorde stattgefunden. Unter den Selbstmördern war das männliche Geschlecht mit 412 Personen vertreten. Der jüngste der Unglücklichen war 11, der älteste 79 Jahre alt. Motive der That waren besonders Liebesgram, pekuniäre Sorgen, Furcht vor Strafe. * Mainz, 31. Okt. Der praktische Arzt Dr. Schachleitner hatte einen Rekruten, der bei der Musterung für diensttauglich befunden worden war, unter seinem Eide als schwindsüchtig bezeichnet. Die eingehende Untersuchung und Behandlung des Rekruten im Militärlazareth hatte ergeben, daß diese Aussage irrig war. Dr. Schachleitner wurde in Folge dessen wegen fahrlässigen Eides zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte vier Monate Gefängnis beantragt. * Auf der Grube„Paul“ bei Theissen in Thüringen fand eine Kesselexplosion im Maschinenhause statt. Ein Obersteiger wurde getötet, zwei Heizer wurden sehr schwer verletzt. Wetterbericht.(Nachdr. verb.) Voraussichtliches Wetter am 5. November: Abwechselnd heiteres und wolkiges, etwas kühleres Wetter mit geringen NiederNovember: Ziemlich heiter, meist trocken, Nachtfrost, Reit. Zur Beachtung des Lublikums. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß infolgeldes neuen deutschen Markenschutzgesetzes das Etiquett für Apotheker Rich. Brandt's Schweizerpillen in nebenstehender Weise abgeändert werden mußte. Man rauche nur den seit 1880 bewährten u. wohlschmeckenden Holländ. Tabak, 10 Pfd. fko. 8 Mk., bei B. Becker in Seesen a. Harz.(5 Luhns salniak-Ferpentin-Kernseite preisgekrönt mit goldener Medaille. Allein echt, Marke: Aug. Luhn& Co., Bacmen.[52 Herbstabend. Kalt prasselt drauß' der Regen; Es ächzt und heult der Wind; Es tönt wie schmerzlich Schluchzen Von einem armen Kind. Nunmehr, da Herbst und Winter In wildem Kampf sich hetzt, Ist's doppelt lieb und traulich Im warmen Zimmer jetzt. Die Lampe auf dem Tische Verbreitet hellen Schein, Und ringsum sitzen friedlich Eltern und Kinderlein. Der Vater sd maucht ein Peischen; Die Mutter näht und flickt; Und Hans und Päulchen lernen, Die gute Ahne strickt. Nesthälchen liegt schon lange In seinem Bettchen lind, Und Gottes Engel wachen Treu ob dem süßen Kind. Schon rückt auf acht der Zeiger Der alten Wälderin. „Großmutter, kommt kein neues Geschichtchen dir in Sinn?" Und aus dem vollen Schatze Reicher Erinnerung Teilt aus sie ihre Gaben Zur Lust von Alt und Jung. Wie hängen da die Blicke An ihrem Angesicht! Wie wird's trotz Sturm und Wetter Im Herzei. warm und „Nun noch ein Lied gesungen, Und hurtig dann in's Beit, Sonst kommt gewiß ihr morgens Zum Frühstück dann zu späl!“ Wie traulich ist's im Kreise Des Hauses, steht es so, Ob's Lenz sei oder Winter, Die Herzen schlagen Mag's regnen oder schneien, Da drinnen ist es warm; Denn, wo die Liebe waltet, Friert keins, ist keines arm. Freiwillig arm. Original=Roman von Ida John=Arnstadt. (Fortsetzung.) Hinaus war er. Warum? Wohin? Er hätte doch in den Saal hineingehen können, wenn ihn die Alte so interessierte! Er war offenbar verrückt geworden, der arme, junge Herr, war es wahrscheinlich schon vorher gewesen, denn welcher schöne, stattliche, kreuzfidele Gardeleutnant von hohem Adel verläßt so mir nichts, dir nichts das Schloß seiner Väter, die schöne Heimat, Stellung, alles und zieht in die fremde, weite Welt hinein?! Schwerbesorgten Herzens ging er Herrn von Brunneck nach und fand ihn sinnend, beide Hände gegen die Schläfe gepreßt, stieren Auges, im Korridor stehen. Sacht, auf den Fußspitzen näherte er sich ihm und redete ihn leise an„gnädiger Herr?!" Arnold fuhr erschrocken auf:„Ah, Johann. Gut, daß Du kommst! Schnell siehe und sage mir, wo sie ist.“ „Die Frau Mutter?“ „Meine Mutter? Ach ja, doch jetzt nicht; später, Johann. Zuerst meine Braut, Fräulein Leonore Holdermann.“ „Wie belieben der Herr Baron? Fräulein wen?“ Seit wann hörst Du so schwer? Fräulein Holdermann! Ich muß sie sprechen, allein sprechen, jetzt gleich.... Nun? warum gehst Du nicht? Die Dame ist meine Braut, und ich will sie überraschen.„ 6— „Ach Gott, mein liebei, junger Herr! Möchten Sie nicht etwas Niederschlagendes nehmen? Irgend eine Eis=Limonade? Oder soll ich Euer Gnaden den Herrn Sanitätsrat herausschicken?“ „Bist Du toll oder hältst Du mich dafür? He? Thu', wie ich#ir gesagt habe!“ „Zu Befehl!... Ich soll... das alte Fräulein Holdermann?..“ „Fort, Alter! Mit Dir ist nichts anzufangen. So will ich mein Glück auf eigene Faust versuchen.“ Arnold durchschritt eilenden Schrittes den langen Korridor und öffnete behutsam die letzte Thüre; sie führte in das Boudoir seiner Schwester Jenny, der jungen Mutter des kleinen Täuflings; von da aus hoffte er, unbemerkt von den andern, die Heißgeliebte beobachten, ihr einen Wink geben zu können. Und dann!— Gott im Himmel, dann mußte sie ihm Aufschluß geben, all' die Rätsel lösen; denn daß sie es war, seine Lori, auch im täuschenden Gewande des Reichtumes, darüber war kein Zweifel. Wer wußte, welch' Märchen die Kluge ersonnen hatte, sich seinen Eltern zu nähern. Er wollte auch gar nicht darüber nachgrübeln; denken konnte er überhaupt nicht mehr. Nur ein Gedanke beseelte ihn und verwandelte das kleine Zimmer zum Paradiese; die Lampen ringsum zu Sonnen und die aus dem Saal herübertönende Strauß'schen Walzerklänge zu Engels=Melodien. Sie war da! Ganz allein. Nur wenig Schritte vor ihm stand sie in all' ihrer lieblichen Schöne vor seinem mit Imortellen bekränzten lebensgroßen Bilde, die zarten Hände gefaltet, thränenden Blickes zu dem Geliebten im Blumenrahmen aufsehend. Wie dem lauschenden Manne hinter dem schwerseidenen Thürbehang das Herz klopfte! Vor zwei Jahren hatte er sich in Berlin malen lassen, von dem besten Meister, in voller Paradeuniform und hatte das Gemälde seiner Lieblingsschwester, der blonden Jenny, zum Geburtstage verehrt. Und jetzt stand sie davor, die Seele seiner Seele, seine angebetete, schöne anmutige Lori, doppelt reizend in dem fürstlichen Gewande, das ihr vor allen andern zukam! Jetzt hob das ahnungslose junge Mädchen die zarten Arme zu dem Bilde empor:„Arnold, mein Arnold!„„„„ Er flog zu ihr hin, zu ihren Fußen; ihre Gestalt zart umfangend:„Lori!“„„ Und sie sank nicht oynmachtig hin, zuerst den Anschein hatte. Jubelnd sprang er auf, jubelnd, heiß errötend flüchtete sie an sein Herz. Kein leisestes Wort kam über ihre Lippen. Seine stürmischen Küsse gaben ja auch der Sprache den Weg nicht frei. Selig umschlungen hielten sie sich und blickten einander in die glückstrahlenden Augen, lachend, weinend; wie es eben kam. Die übrige Welt, die andern nebenan im Saale, Vater, Mutter, Tanichen, alles war vergessen, und endlich sanden sie auch Worte, Worte unendlicher Liebe, und den Gedanken, daß sie der Welt doch nicht auf ewig entrückt seien und sich viel— einen ganzen Roman — zu erzählen hatten. Zwischen heißen Küssen und Umarmungen sprachen sie vom Scheiden und Meiden, von Thränen und Trauer und all' dem Erlebten der Vergangenheit. Und Arnold wagte keinen Vorwurf; nicht einmal sagte er„Du thöricht Kind, Dein Frevelspiel hat uns beide elend gemacht", er hatte sie ja nun wieder, seine Perle, wer weiß, ob sie sich je gefunden hätten ohne die Komödie! Nach einer halben Stunde wußte jeder des andern Schicksal, alles Leid, Kämpfen und Sehnen; doch vergessen waren plötzlich die durchwachten und durchweinten Nächte, die langsam hinschleichenden Tage des Schmerzes. Die allmächtige Liebe hatte mit einem Hauche darüber hingeweht und alles ausgelöscht an Weh und Jammer; es las wohl jedes in des andern Antlitz, aber keine Spur von Leid, eine ganz andre Strahlenschrift war ihnen aufgegangen.„„„ Indessen näyerte sich Joyhann mit einem Glase Madeira— nur um einen Vorwand zu haben— dem Azte und Hausfreunde, welcher ahnungslos neben der Baronin in einem Kreis von Gästen stand und ihr zum unzähligsten Mile von Gräfin Lori's Herzensgüte— namentlich seinen armen Patienten gegenüber— vorschwärmte. „Herr Sanitätsrat, noch ein Glas Wein gefällig?“ fragte er laut, und heimlich winkte er ihm mit den Augenlidern und trat ihm sanft auf die „Aha! Johann hat es auf meine Niederlage abgesehen," lachte der joviale Herr und nickte ihm verständnisvoll zu. Eine halbe Minute später stand er auf dem Korridor neben dem Kammerdiener: „Nun, Alter, was giebt's?“ „Ach, Herr Rat!... Erschrecken Sie nicht. Unsere arme, gnädige Herrschaft! Denken Sie nur, Baron Arnold ist wieder da; aber so.“ Er tippte vielsagend die Finger gegen seine Stirn. „Was Teufel! Wo ist er denn? Hier in Droyßighof?“ „Ja, hier. Im Boudoir der Gnädigen.“ Ohne noch ein Wort zu sagen, schritt Stockmann lautlos über den Korridor und blieb wie angewurzelt auf derselben Schwelle, hinter derselben Portiere, wie vorhin Arnold, stehen. Was er sah und hörte, übertraf alle seine Vorstellungen; der Stoiker lächelte wie ein Kind und strich sich eine Thräne aus dem Bart. Leise ging er wieder seiner Wege. Draußen wartete Johann mit ängstlich gespannten Zügen. Der Arzt klopfte ihm auf die Schilter: „Deine Diagnose war falsch, Alterchen. Da drin ist alles in Ordnung; die zwei beiden wollen und brauchen keinen Doktor mehr; denn für die Liebe ist kein Kraut gewachsen... Wirst noch was erleben heute nacht. Fahr nur gleich noch eine Tracht Sektflaschen an und sage meinem Kutscher, es hätte noch ein Stündchen Zeit mit dem Nachhausefahren. Ich will derweil die Herrschaften ein wenig vorbereiten, denn solch ein verliebtes Paar ist die absolute Selbstsucht; es denkt gar nicht daran, daß das Glück, wenn es wie ein Blitz aus heiterm Himmel niederfährt, auch schreckbar und tötlich sein kann.... Also, marsch, in den Weinkeller! Und nimm nicht zu wenig, Johann.“ Kopfschüttelnd entfernte sich der Diener. (Schluß folgt.) — 1 O KKerdUrSCUhO Soeben trafen ein: 400 Stk. 1OS u. 120 em Drene Femw. Hochmöderne Mieiderstene in farbig und schwarz, für Winter-, Frühjjahr- und Sommer-S in ganz außergewöhnlich guten Qualitäten, welche ich per Meter mit 1.00, 1.25, 1.50, 2.00—3.00 Mark verkaufe. Reeller Wert dieser Ware ist 2.00--7.00 Mark. Ich erlaube mir nochmals ganz besonders auf diese außerordentlich billigen und guten Qualitäten mit dem Bemerken hinzuweisen, daß derartige prima prima Qualitäten zu solch auffallend billigen Preisen bis jetzt noch nicht verkauft worden sind und eignen sich diese Stoffe ganz besonders zu Weihnachts=Geschenken.— Die Ware gelangt von Montag, den 4. d. M. an, zum Verkauf. „ Elberfelderstr. 3—5. IIAGIEN Elberfelderstr. 3—5. e Konkkon=Versammtungen. Die diesjährigen Herbst=Kontroll=Versammlungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes werden im LandwehrBezirk Dortmand wie folgt abgehalten: Für die Mannschaften der Gemeinden Aplerbeck, Schüren, Berghofen vom Amtsbezirk Aplerbeck. Appellplatz: Auf der Wiese des Gastwirts Möller bezw. dessen Saal in Aplerbeck. 2. November, vormittags 9¼ Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895. 2. November, vormittags 10¼ Ahr: Die Mannschaften der Garde= und der Spezialtruppen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden“, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Magistratsbezirks Hörde. Appellplatz: Plotz an der evangel, Schole in Hörde. /2. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895, deren Namen die Anfangsbuchstaben A bis einschl. L haben. 2. November, vormittags 10 Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895, deren Namen die Anfangsbuchstaben M bis 2 haben. 4. November, vormittags 10 Uhr: Die Mannschaften der Garde und der Spezialwaffen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Magistratsbezirks Schwerte. Appellplatz: Marktplatz zu Schwerte. 15. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895. 15. November, vormittags 10 Uhr: Die Mannschaften der Garde und der Spezialtruppen der Jahresklassen 1883 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Barop, sowie der Gemeinde Hombruch vom Amtsbezirk Kirchhörde. Appellplatz: Baroper Heide bei Station Barop. 7. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895. 7. November, vormittags 10 Ahr: Die Mannschaften der Garde und der Spezialtruppen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diesenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Westhofen. Appellplatz: Platz bei der Schule in Westhofen. 7. November, vormittags 9½ Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklossen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften der Gemeinden Holzwickede, Sölde, Hengsen und Opherdicke vom Amtsbezirk Aplerbeck. Appellplatz: Platz bei der Wirtschaft Jaques in der Nähe des Bahnhofes Holzwickede. 8. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1888, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften der Gemeinden Löttringhausen, Holthausen, Kruckel Kirchhörde vom Amtsbezirk Kirchhörde. Appellplatz: Platz bei der Wirtschaft Wittich in Löttringhausen oder dessen Saal. 9. November, vormittags 9¼ Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Wellinghofen. Appellplatz: Kirchplatz in Wellinghofen. 11. November, vormittags 10 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Oktober 1883 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Annen=Wullen und der Gemeinde Rüdinghausen vom Amte Kirchhörde. Appellplatz: Marktplatz zu Annen. 14. November, vormittags 8 Ahr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1888 bis 1895. 14. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften der Garde und der Spezialtrupppen der Jahresklassen 1888 bis 1895, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1883, welche vor dem 1. Okober 1883 eingetreten sind. *) Superrevidenden sind alle diejenigen Mannschaften, welche auf Reklamation, sowie die, welche wegen Dienstuntauglichkeit oder wegen vor ihrer Dienstzeit begangener Verbrechen oder Vergehen vor Absauf ihrer Dienstzeit entlassen worden sind und über die noch keine endgültige Entscheidung getroffen ist. Zu den Spezialwaffen gehören diejenigen Mannschaften, welche bei den Provinzial=Jägern, der Kavallerie, Feld= und Fußartillerie, den Pionieren, dem Train, der Marine oder als Oekonomie=Handwerker gedient haben, sowie das Sanitäts= und Veierinär=Personal, die als Militar=Bäcker, Krankenträger, Büchsenmachergehülfen, Krankenwärter und als Zahlmeister= Aspiranten ausgebildeten Mannschaften aller Waffen (ausschließlich Garde) und die Arbeitssoldaten. Bestimmungen über die Kontrol=Versammlungen. 1. Alle Mannschaften haben in ordentlichem, sauberem Anzug zu erscheinen und ihre Militärpapiere mitzubringen. 2. Die Berufung zu den Kontrol=Versammlungen erfolgt durch öffentliche Aufforderung durch die Zeitung. 3. Die Nichtbefolgung der Berufung zu den Kontrol=Versammlungen hat Arrest zur Folge. 4. Die zu den Kontrol=Versammlungen berufenen Mannschaften stehen für den ganzen Tag, an welchem die Kontrol=Versammlung stattfindet, unter den Mitstär=Gesetzen 5. Wer durch Krankheit oder dringende Geschäfte, welche so unvorhergesehen eintreten, daß ein Befreiungsgesuch nicht mehr eingereicht werden kann, von der Teilnahme an der Kontrol=Versammlung abghalten wird, muß vorher oder spatestens zur Stunde derselben durch eine Bescheinigung der Orts= oder Polizei=Behörde entschuldigt werden. Dortmund, den 15. Oktober 1895. Bezirks=Kommando. Gegen hohen Lohn ein braves Madchen auf 15. November gesucht. Näheres in der Expedition. Ein kräftiges auf sofort gesucht. Näheres i. d. Exped. d 8. Tampen! Tampen! in schöner Auswahl neu eingetroffen und stelle dieselben, wie alle übrigen Artikel, zu gleich billigen Preisen zum Verkauf wie Hagener= und Dortmunder Engros=Geschäfte. Richard Schultz, Kupferschmiederei und Magazin in Haus= u. Küichengeräten. Schwerte, kl. Marktstraße 1. Jedes Kind soll sich seinen Hampelmann selbst anfertigen lernen. Die beste Anweisung hierzu bietet der ClownHampelmann, wieerzu ünden ist in Payne's Illustr. Familien-Kalender für 1896. Dieser Clown-Hampelmann bildet eine der acht Extra-Belagen: Geldruckbild: Bei ernster Arbeit. Zwei Portemonnale-Kalender. Neue Brettspiele. Wandkalender. Ein Hampelmann. Das eingende Deutschland. Ein vollständiges Kochbach mit 869 Rezepten. Dieser beliebte Kalender, weilcher nach vie vor nur 50 Pfg, kostet, bietet an Unterhaltung und Belehrung so viel, dass er Jodem etwas bringt; man verlange aber ausdrücklich Payne’s Hllustrirten Familien-Kalender, da oft minderwerthige Kalender für diesen zum Kaufe angebeten werden, die keine acht Extra-Beilagen aufeuweisen haben. Payse's Illustrirter Familien-Halender ist durch die Expstition dieses Blattes und deren Boten zu bezichen. deutsche, christliche in der Nähe Londons Eine Familie sucht ein braves, evangel Mädchen für alle häuslichen Arb.iten bei hohem Lohn. Näheres in der Expedition Suche auf sofort ein properes, zuverlässiges Kiadermaschen nach auswärts. Wo, zu erfragen in der Expedition.