8 D Antlicher Areisbratt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreiund.“ G für ven Krreis Görde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 101 Pfg. außerhalb des Les erkeeises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. he Weine. eingeführte 2 oduzenten. gte reingesel-, Ahrine von den per Flasche zu den edel henso hochinz. Chal enommierten 2.50, sowie al-Cognacs ter an zrische u. bester Quagene Fuhre) schen(auch en von 151 nd franko. erg, ilung. u. Cognacs, ephon: Amt 65. Ruhr. enr ich durch Nachberkannten,# orzüglich ern ie Weltiroth, g ne nicht dern 60 sehr gute Nt. das lbdannen das Pfd., hochfein, s Pfd., (Flaum) das Psd. von 50 batt. tattet. Me Kindern jetzt alNr. 140. Schwerte, Dienstag, 28. November 1893. 26. Jahrgang. Deutsches Reich. Deutscher Reichstag. Freitagssitzung. Die Beratung der neuen Handelsverträge wird fortgesetzt und nach ungemein lebhifter Dehatte bis Sonnabend vertagt. Reichskanzler Graf Caprivi verseidigte energisch seine Wirtschaftspolitik. Abg. Peasche(nail.) hofft, daß die Kommissionsberatung der Verträge so viel Klarheit geben werde, daß auch die heutigen Gegner dafür stimmen würden. Redner versangt hinreichenden Schutz für die solide Landwirtschaft, aber dieser Schutz werde auch in den neuen Verträgen gewährt. Die Agitation des Bundes der Landwirte s#i zu bedauern, sie vertrete eine gute Sache mit schlechten Mitteln. Er kenne auch die Landwirtschaft und sei überzeugt, daß bald eine Wendung zum Besseren eintreten müss:. Bei diesen Verträgen sei für die Landwirtschaft nichts zu befürchten, mit einem Vertrau mit Rußland wärde es freilich anders stehen. Abg. v. Plötz (kons.) weist die Vorwürfe gean den Bund der Landwirte zurück. Den Bauern sei es nie so schlecht, wie gegenwärtig, gegangen, und da eine scherfe Agication ncht wunderbae. Die Liter des Bundes der Landwir'e hätten die Bewegung gemildert, nicht verichärft. Auf di mit Opfern heimgesuchte Landwirtschaft müss mehr Rücksicht genommen werden, sonst verliere sie alls Vertrauen zur Regierung. Weitere Opfer könne sie keinesfalls tragen. Reschskanzler Graf Capriri betont, daß auch er den Wert der Landwirtschaft schätze und sie schützen wolle, aber die geringe Zollermäßigung in den Handelsverträgen wäre absolm nicht zuumgehen, wenn unsere Industrie nicht ih en Markt verlie###en sollt: Ti. Gründung des Bundes der Landwirte hat der Reichs kaneler s. Z. mit Beifall begrüßt, aber er hat heute das Gefühl, als wüßten die Herren selbst nicht recht, war sie wollten. Die Agitation des Bundes sei heute gefährlich, sie schaffe Unzufriedenheu und stärke den Egoismur gegenüber der Staatsidee, die Reichsbeamten könnten doch nickt dem Egoismus dienen, sondern dem großen Ganzen. Der Bund der Landwirte übertreibe und wisse recht gut, daß die Gründe für die Notlage der Landwirte ganz wo anders lägen, als bei der geringen Zollermäßigurg, und daß er sich durch die Agitation des Bundes der Landwirte in keiner Weise beirren lassen werde. Arg Schönbank(Soz) wird für die Verträg ohne Kommission beratung stimmen und führt heftige Anariffe gegen die Grundantbesitzer Aba. Frhr v. Stumm(freikons.) empfiehlt die Verträge im Interessder Industrie, wird ober gegen den rumänischen Vertrag stimmen, wenn er wirklich der Landwirtschaft Schaden bereit u sollte. Abg. Richter(freis.) tritt für die neue Verträge ein und betont, deß es sich hier um einen Kampf der Sonderinteressen gegen das allgemeine Staatswohl handle. Er hofft, di: Regierung werde siegen. Die Weit beratung wird sodann bis Samsta; 1 Uhr vertagt Nach dreitägiger, stellenweise ungemein lebhafter Debatte wurde am Samstag die erste Beratung der neuen Handelsverträge mit Spanien, Rumänien und Serbien zu Ende gebracht. Alle drei Verträge wurden einer Kommission von 21 Mitgliedern überI wiesen. Am Montag wird mit der ersten Beratung des Reichshaushaltes für 1894/95 begonnen. In der Debatte führte Abg. Frhr. von Hammerstein(kons.) Un und Noch Frühlingszeit. Mein Winter ist gekommen, Hat mir ins Haar geschneit, Hab' seinen Ruf vernommen: „Nun mach' zum Scheiden dich bereit!“ Was kümmert's mich! Noch blühen Mir Freuden allerwärts, Und noch begeistert glühen Für alles Schöne kann mein Herz. Die Harfe wie die Leier Ruht oft in meiner Hand; Gern stimm' ich sie zur Feier Dem Herrn und dir, mein Vaterland. Mir kann's nicht Kummer bringen, Daß mir das Haar beschneit, So lang' die Saiten klingen, Ist es für mich noch Frühlingszeit. Julius Sturm. Das Erbe. Preisgekrönte Erzählung von R. Blankenburg (Fortsetzung statt Schluß.) XIII. „ Jahre sind vergangen. In Grashagen ist Woylstand und Freude eingekehrt, die Felder sind gediehen, die Wiesen haben geblüht, und Heiterkeit und Leben hat in dem großen Hause geherrscht Haustuusezen hat auf der fleißigen Arbeit des Taupherrn und der tüchtigen Haussrau geruht, auf den betenden Händen der Großmutter, auf den geleihenden, fröhlichen Kindern, zu denen auch Ering voll und ganz gehört, denn seit er das Lieschen Feter und Mutter sagen gelehrt hat, da hat er g.- nachgethan, und sie haben es gern von seinen Lippen vernommen. #. Es ist ein Sommerabend von herrlicher Schönunter den Bäumen des Gartens sitzen v#r, Pastor und Erich im Gespräch, und die Groß zu."; hort ihnen zu, während die junge #### die Gäste eine Erquickung bereitet, denn der serchan ist nicht allein gekommen, er hat sein Töchaufger zu Lieschen geführt, und neben dem schlank Stnz“schsenen Ering schreitet sein Freund und und Fenosse Hans Helfer in den Gängen auf Blicken: Die beiden Männer folgen mit den Pastor ernst Dahinwandelnden, dann sagt der müssen 8.; er schon oftmals gesprochen hat:„Sie lieber“ei Frage offen ins Auge schauen, mein nicht autund; Erings Begabung liegt entschieden die Ihres". Felde der praktischen Thätigkeit, wie sein sinnendeu Sein scharfer Verstand und ten aus ihm„Dast werden einen tüchtigen Gelehrgend bitten“achen, und ich kann Sie nur drinkein Hindernig Sie seiner Neigung zum Studium „Aber 4“s in den Weg stellen.“ n er ist der Erbe von Grashagen,“ antaus, daß seine Partei nicht an der Lauterkeit der Absichten des Reichskanzlers gezweifelt habe, aber dessen Handelspolitik nicht zu billigen vermöge Wolle der Reichskanzler der konservativen Partei eine definitive Absage geben, so weide diese sich auch hiermit abfinden müssen und streng an ihrem Programm festhalten. Die Landwirtschaft sei thatsächlich in großer Notlage und könne keine weiteren Opfer tragen. Die konservative Partei lehne deshalb den Handelsvertrag mit Rumänien wegen der in dem Vertrage enthaltenen Ermäßigung des Kornzolles ab. Staatssekretär von Marschall betont, auch der Vorredner habe die Gefährlichkeit der neuen Handelsverträge nicht zu beweisen vermocht. Der Reichskanzler habe nichts gegen die konservative Partei, wohl aber verurteile er die maßlose Aufreizung, welche gegen die Wirtschaftspolitik der Reichsregierung getrieben werde. Der Bund der Landwirte scheue sich nicht, nachweislich falsche Angaben zu verbreiten. Der wahrhaft konservative Landwirt werde sich von solcher maßlosen Agitation fern halten. Redner empfiehlt nochmals die neuen Handelsverträge. Abg Hammacher(natl.) führt aus, daß die neuen Verträge viel Vorteilhaftes bieten und ihre ruhige Erwägung zu wünschen sei. Wenn ein konservativer Abgeordneter zur Aufhebung des Handelsvertrages mit Oesterreich=Ungarn geraten habe, so sei das geradezu eine Tollhausidee. Abg. von Karderf(freikons.) kann sich mit dem rumänischen Handelsvertrag nicht befreunden. Der Ton der Agitation des Bundes der Landwirte sei ihm auch nicht immer sympatisch, aber er sei infolge der Not der Landwirtschaft sehr erklärlich. Eine wirklire Besserung erwartet Redner nur von einer Aenderung der Währung. Abg. Mayer=Halle(freis. Ver.) empfiehlt dringend den Abschluß der Handelsverträge, wenn der Wohlstand Deutschlands nicht auf das Schwerste geschädigt werden soll. Abg. Böckel Antisem.) bekämpft die Verträge als nachteilig für die Landwirtschaft und fragt, weshalb nichts gegen die Verschuldung auf dem platten Lande gethan werde. Als Redner die Bemerkung macht, die Bauern müßten sich von Bürgermeistern, Landräten und Gendarmen schinden lassen, wird er zur Ordnung gerufen. Abg. Dr. Schultz=Lupitz(freitons.) kann in dem Vorgehen des Bundes der Landwirte nur eine Schädigung der Landwirtschaft und des Vaterlandes erblicken. Nach einigen personlichen Bemertungen wird die Kommissionsberatung der Verträge beschlossen. Unser Kaiser ist von den Hofjagden in der Göhrde in Hannover, wohin sich der Monarch am Freitag von Kiel aus begeben hatte, nach Potsdam zurückgekehrt. Am Vormittag des Totensonntags wohnten beide Majestäten dem Gottesdienst in der Friedenskirche bei und legten dort am Grabe des Kaisers Friedrich Kränze nieder.— Die aus Hamburg gekommene Mitteilung, der kaiserliche Extrazug habe dort während der Fahrt von Kiel nach dem Jagdschloß Göhrde in Gefahr geschwebt, wortete Erich nit einem gewissen Unmut in der Stimme.„Es kommt mir schwer an zu denken, daß er nicht Herr hier sein soll, und daß das Gut in fremde Hände gehen sollte, an das ich Arbeit und Fleiß gewendet habe, um es der Familie zu erhalten.“ Die Großmutter, die seinen Worten lauschte, lächelte still vor sich hin und wischte mit der Hand über die Augen. Sie trug noch immer die alte einfache Kleidung, an die sie gewöhnt war, schlicht und sauber, die weiße Mütze über dem jetzt schneeig glänzenden Haar. Sie neckten sie bisweilen mit ihrer Bedürfn slosigkeit, und dann nickte sie mit dem Kopf und lächelte vor sich hin.„Du solltest Dir auch einmal etwas Hübsches gönnen, Mutter," atte Erich einmal gesagt, als er die ausbedungene Rente pünktlich wie immer in ihre Hand legte, „ich glaube, Du denkst immer nur an uns und niemals an Dich.“ „Ich habe es früher zu viel gethan,“ war ihre ernste Antwort gewesen,„ich danke Gott, daß ich es verlernt habe.“ Auch jetzt lächelte sie und nickte still vor sich hin, und am Abend rief sie Ering in ihr Zimmer und sprach lange und eingehend mit ihm Am nächsten Tage trat er vor seinen Vater.„Es ist mein inniger Wunsch, Theologie zu studieren," sagte er ernst,„ich bitte Dich um Deine Erlaubnis, Vater.“ „Vater und Ering kommen immer zu derselben Meinung, meinten die Geschwister, und„er setzt alles bei Vater durch,“ sagte Gustav, der älteste, mit einem Auflug von Eifersucht. Jedenfalls war es bei dieser Frage der Fall.„Es wird mir schwer, Dich so lange und weit von hier zu lassen,“ sagte Erich, den Arm um die Schulter des Jünglings legend.„Mutter und ich entbehren Dich ungern, aber wenn es zu Deinem Glücke dient, so—“ „Es ist zu meinem Glück,“ war Erings, wie er von allen genannt wurde, ruhig feste Entgegnung. Ering bezog die Universität mit seinem Freunde zusammen und sie blieb#en vertraute Genossen, wie sie es von dem Tage an gewesen waren, wo sie gemeinsam des Pastors Unterricht genossen hatten, obgleich sie verschiedenes Studium gewählt hatten und es eine landläufige Rede ist, daß der Arzt und der Pastor sich schwer verstehen und würdigen können. Und dann kamen die Zeiten, die sie wieder in die Heimat führten, und fröhliche Tage zogen mit ihnen ein. Ering wuchs schlank und stattlich heran.„Er ist Dir ähnlich wie ein eigener Sohn,“ sagte Marie, zu ihrem Manne aufsehend,„keins Deiner Kinder hat die schönen dunkeln Augen geerbt, wie Ering." Lieschen hatte gehört, was die Mutter sprach, aber sie schüttelte leise den Kapf War's denn möglich, daß der Vater einmal so ausgesehen hatte? Ihr erschien Ering so schön und herrlich in seiner jungen Männlichkeit, sie wunderte mit einem Steinlastwagen zusammenzustoßen, bestätigt sich nicht. Eine direkte Gefahr hat überhaupt nicht bestanden. An den Bauwerft„Vulkan“ in Bredow bei Stettin hat der Kaiser folgendes Telegramm gerichtet:„Die Feier, welche Ich in Kiel auf Meinem Panzerschiffe„Brandenburg" begehen konnte, hat Mir Veranlassung gegeben, das Schiff eingehend zu besichtigen. Es freut Mich, daß Ich auch bei diesem Neubau die guten Leistungen, insbesondere die vortrefflichen Maschinen lobend hervorheben und Veranlassung nehmen kann, dem Vulkan Meine vollste allerhöchste Zufriedenheit auszusprechen, sowie Mein ferneres Wohlwollen zu versichern.“ Bei seiner Abreise von Kiel am Donnerstag morgen ließ der Kaiser den Polizeichef Bürgermeister Lorey in das Fürstenzimmer des Bahnhofs kommen und beglückwünschte die Kieler Polizei zu dem Erfolge in der Spionengeschichte. Die Verhafteten seien gefährliche französische Spione und aktive französische Offiziere. Es sollen für die preußische Armee 728 Fahrräder für je 300 Mk. angeschafft werden, nämlich 2 für jedes Infanterie= und Jägerbataillon, da die Erfahrung geraten hat, mit der Anschaffung von Fahrrädern zur Nutzbarmachung derselben für den Kriegsfall in weiteren Umfange vorzugehen. Die Einnahmen der Post= und Telegraphenverwaltung vom Beginn des Eratsjahres bis Ende Oktober betragen, wie der Reichsanzeiger meldet, 146436 268 gegen 139 378 360 M. im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Einnahmen der Reichseisenbahnverwaltung im selben Zeitraume betrugen 37 234 000 gegen 35 845 000 M. Der Schah von Peisien will im Juni 1894 wieder eine Reise durch Europa unternehmen. Zuerst begiebt er sich nach Petersburg, dann nach Beilin, Paris und London und kehrt endlich über Wien nach Peisien zurück. Am 15. d. M. ist zwischen Deutschland und England ein neues Abkommen über die Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären im Hinterland von Kamerun getroffen worden. Seither lag die deutsch=englische Grenze auf Grund der in den Jahren 1885 1886 1890 und April 1893 getroffenen Abkommen fest von der Küste des Golfes von Guinea bis zum Benue, dem Nebenfluß des Niger. Der neuerdings abgeschlossene Vertrag sich fast, daß er so oft das Wort an sie richtete und sich zu ihr gesellte, wenn sie im Garten saß. „Ich kann nicht sagen, welche Freude ich an dem Zusammensein mit Ering gehabt habe,“ meinte Pastor Helfer, als die beiden Freunde wieder davon gezogen waren wie die Wandervögel, welche nur im schönen Sommer uns mit ihrem Gesange erfreuen.„Da Hans der Familientradition untreu geworden ist, indem er der Theologie den Rücken gewandt hat, so ist mir's, als hätte ich mir in ihm den Sohn erzogen, der mein Werk fortsetzen wird, wenn für mich die Zeit der Ruhe gekommen ist.“ Erich sah ihn fragend an. Es war ihm schon seit einiger Zeit vorgekommen, als ob der Pastor an Kraft und Frische verloren habe, und er sagte jetzt besorgt:„Sie sind doch nicht krank, Herr Pastor?“ „Nein, nicht gelade krank,“ war seine Antwort;„aber ich glaube, Hans sieht in mir manchmal schon ein Feld für seine künftige Thätigkeit, und ich fürchte, ich werde es ihm bieten.“ Tage reihen sich zu Wochen, und aus Wochen und Monaten werden Jahre, die schnell und unaufhaltsam über unser Haupt dahinziehen. Des Pastors Vorausgefühl bewahrheitete sich. Es kamen Zeiten, wo er des Sohnes Hülfe in Anspruch nehmen mußte und wo ihm Erings Anwesenheit und Vertretung Trost und Hülfe war. Dann rief Gott seinen treuen Diener ab, und eine verwaiste Gemeinde stand trauernd am offenen Grabe. Nur wenige Monate vergingen und von neuem trug man einen Sarg durch die Pforte des Kirchhofs von Willnick, und wieder begleitete ihn ein zahlreiches Gefolge von Freunden und Leidtragenden. Es war die Großmutter aus Grashagen, die man zur Ruhe bestattete. In Frieden und die Ihren segnend war sie eingeschlafen, voll Liebe für Kinder und Enkel und verehrt und geliebt von ihnen, aber vielleicht am meisten von dem jungen Geistlichen, der im Priesterkleide zwischen Vater und Mutter daherschritt. Er hatte der Großmutter sehr nahe gestanden, das wußten sie alle, aber doch blickten sie verwundert auf, als er bei der Rückkehr vom Kirchhof sagte:„Die Großmutter hat ein Testament hinterlassen, das schon vor Jahren abgefaßt worden ist. Ich begleitete sie damals, es war das letzte Mal, als sie in Altkirch war, und sie nahm mir das Versprechen ab, daß es am Tage ihres Begräbnisses veröffentlicht werden sollte. Ich habe deshalb den Justizrat Merkmann gebeten, heut um sechs hier zu sein.“ So versammelte sich denn die Familie, wie es gewünscht war, im Wohnzimmer, der Vater, durch dessen dunkles Haar die Zeit Silberfäden gezogen hatte, wenn er auch sonst noch in der vollen Kraft der Mannesjahre stand, die Mutter, deren blonde Flechten noch ein feines, liebliches Gesicht umrahm ten, die Geschwister in Jugendfrische und Lebensfülle. Ihnen voran stand Ering, das Gesicht durchsetzt nun die Grenze fort von der Stadt Yol# am Benue bis zur Stadt Kuka unweit des Südufers des Tschadsees. Die freisinnige Volkspartei hat im Reichstage drei ueue Anträge eingebracht und zwar auf Einführung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts in allen Volksvertretungen, auf Neueinteilung der Wahlkreise und Neuregelung des Vereins= und Versammlungswesens. Das Ministerium Giolitti ist zusammengebrochen und hat am Freitag seine Entlassung gegeben, die in der Kammer mit lautem Bravorufen aufgenommen wurde. Die Thatsache, daß das Ministerium den Banken=Skandal nachweislich ruhig geduldet hat, hat ihm den Hals gebrochen. Die Empörung ist allgemein. Die Verhandlungen wegen Neubildung des Ministeriums dürften sich einige Zeit hinziehen. Als Ministerpräsidenten werden in erster Linie Crispi und Rudini genannt. Frankreich. In Frankreich bereitet sich gegenwärtig eine figanzielle Operation im größten Stil vor: Die Zinsherabsetzung und Umwandlung der 4½prozentigen Staatsrente. Es handelt sich dabei um ein Kapital von über 6 Milliarden Franks, also etwa fünstausend Millionen Mark, das seiner Zeit zur Deckung der Kriegskosten im Jahre 1871 mit einer ursprünglichen Verzinsung von 5 Prozent zur Ausgabe gelangt war. Auf Madagaskar, das den Franzosen weit mehr Sorgen macht, als Tonkin und Annam, sind neue Unruhen ausgebrochen. Die Einfuhr von Waffen und Munition soll unbedingt verboten sein. Vorauszusehen ist aber, daß die Franzosen gar nicht die Macht besitzen werden, dies Verbot durchzuführen. Die Insel Madagaskar ist für eine regelrechte Blokade zu groß, und selbst wenn dem nicht so wäre, würden sich doch spekulative Blokadenbrecher finden. Rußland. Uuter dem Verdacht nihilistischer Umtriebe sind in Warschau in den letzten 48 Stunden neuerdings 80 Personen aus litterarischen und studentischen Kreisen verhaftet und in der Eitadelle interniert worden. Die Verhaftungen haben eine ungeheure Aufregung hervorgerufen. leuchtet von der schaffenden Arbeit des Geistes, ihm zur Seite Lieschen, ein treues Abbild der Mutter, dann Gustav, des Vaters Hülfe und Stütze bei der Arbeit, und die beiden Kleineren, Max und Hertha. Das Bild, das der vereinigte Familienkreis bot, war in Liebe und Eintracht ein so ganz anderes wie jenes vor vielen Jahren, aber die Veranlassung, die sie hierher rief, war dieselbe wie damals und wie damals räusperte sich auch der Notar Merkmann, der ein alter Mann geworden war, ehe er begann:„Es ist ein kurzes Schriftstück, das ich Ihnen mitzuteilen habe," und er faltete es auseinander,„und unanfechtbarin seinen Bestimmungen und Auseinandersetzungen, wennes auch nicht gerade in gewöhnlich fachgemäßer Weise ausgeführt ist.“ „Ich danke meinem geliebten Sohne Erich für seine Treue alle die langen Jahre hindurch. Er hat meinen Namen geschont und meine Schuld vergeben nicht mit Worten, nur mit der That seines L bens, Gott lohne es ihm in Zeit und Ewigkeit. Alles, was ich hier schreibe, habe ich mit meinem Enkel Erich Hamann, dem Sohne meiner Tochter Hertha, besprochen. Ihm kommt von rechtswegen zu, was ich besitze, das Kapital, welches auf Grashagen für mich eingetragen steht, wie auch meine bei dem Bankhause Berndt in Hamburg angelegten Ersparnisse. Am Tage seiner Mündigkeit, heut am 4. Mai 18““ habe ich es ihm verschrieben, und er hat mir dafür sein Besitztum Grashagen übergeben. So vermache ich durch dieses Schriftstück das Gut mit all seinem toten und lebenden Inventar meinem Sohne Erich Hagen und seinen Erben Gott segne Euch, meine Kinder, meine geliebten Kinder!" Tiefe Stille herrschte nach der Verlesung dieser Worte, nur der Notar räusperte sich von neuem, als er sich erhob und Erich die Hand entgegenstreckte.„Das nenne ich ein Unrecht auf edle Weise gut gemacht, Herr Amtmann,“ sagte er,„und ich wünsche Ihnen von Herzen Glück zu Erbschaft.“ Erich hatte still wie betäubt gesessen, während die Gesichter der Uebrigen das größte Erstaunen ausdrückten und nur über Erings ein leichtes Lächeln der Befriedigung zog. Jetzt blickte der Vater in die Höhe.„Und ist es alles wahr?“ fragte er tiefaufatmend,„ist es—“„Gesetzlich festgestellt und nicht daran zu rütteln,“ unterbrach ihn der Notar.„Sie haben beide, Ihre ehrwürdige Mutter und ihr Neffe, Sorge genug gehabt, daß die Kontratte und Bestimmungen unanfechtbar sein sollten. Ich glaube, Herr Amtmann, sie trauten Ihnen nicht recht.“ Erich erhob sich von seinem Stuhle.„Komm zu mir, Ering,“ sagte er in tief bewegtem Tone „mein geliebter, ältester Sohn," und als Ering vor ihm stand, da zog er ihn in seine Arme und küßte ihn, während große Thränen in seinen Augen anden.(Schluß folgt.) der unlohnen.“ Wie die„Saale=Zeitung“ erfährt, hat di, Arbeit gekündigt, weil se, weg=, gänzlich: Verliner Kriminalpolizei bei verschiedenen bekann. den Eisenstein=Preise den Betriev Zunztich ein; ten Geldleuten in den leZzegr Pozuke, Sgapszierzungen en Ciedten Prie. fahghalen, Bar einen Berzeaglen gee uan Tchen wit.„.„ I. Jing. an für 36000 Mk. Wechsel beschagnahmt worden. Weitere Haussuchungen sollen bevorstehen. Der böse Gast der letzten Jahre, die Influenza, hat sich in Berlin wieder eingestellt, und zwar gleich * n a n e i n a m o y i d e w i s c h e n C h a r a t. In dem an Sekten reichen Rußland ist eine neue Sekte entstanden, welche das Schaltjahr abschafft, da dieses der Teufel erfunden habe. Der Teufel sei auch der Urheber all der neuen Schöpfungen auf technischen, elektrischen u. s. w. Gebiet!! Es giebt doch viele sonderbare Käuze in allen Ländern. Während friedliche Unterhandlungen mit Rußland geführt werden und während ein russischer Großfürst am koiserlichen Hofe mit allen Ehren empfangen wird, setzt Rußland die schmachvollste Unterdrückung seiner evangelischen Unterthanen fort. Der Gouverneur von Esthland hat gerade jetzt eine Verordnung erlassen, wodurch alle Ehen, welche zwischen Lutheronern und früheren Lutherischen, zur griechisch katholischen Kirche Uebergetretenen abgeschlossen sind, für Konkubinate erklärt weiden, die Frauen und Kinder dürfen nicht mehr den Namen ihres Mannes und bez. ihres Vaters führen, die Ehen seien nicht nur ungesetzlich, sondern verbrecherisch, die getrauten Ehefrauen werden Frauenzimmer genannt, welche sich in ungesetzlichem Konkubinat befinden und haben ihre MädchenNamen wieder anzunehmen. Eine gleiche scham lose Beschimpfung und Unterdrückung begehen die Russen gegen katholische Unterthanen in Polen und dabei sind die Franzosen vor Entzücken verflossen, weil der Zar ihnen ein Dankestelegramm gesandt hat. Dänemark. Der König hat einen sofortigen Bericht über den Umfang der an der Westküste Jüt lands durch die Stürme verursachten Unfälle eingefordert. Zur Unterstützung der Hinterbliebenen und der Geschädigten wurden Listen eröffnet, an deren Spitze die Prinzessin Waldemar und die Gemahlin des Ministerpräsidenten Estrup stehen. An der Börse zu Kopenhagen wurden sofort 8500 Kronen gezeichnet. Sranien. Unter den in Barcelona Verhafteten befindet sich ein gewisser Fontanals, Vorstandsmitglied der großen Arbeitervereinigung„Tres Clases de Vapor Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand man nicht weniger als 10 Bomben, sowie eine Menge Pulver und Dynamit. Diese Verhaftung und dieser Fund überrascht umsomehr, als Fontanals in öffentlichen Versammlungen stets zur Ruhe und Mäßigung ermahnt hatte. Man scheint es also mit einem Wolf in Schafskleidern zu thun zu haben, dessen Fang von größter Wichtigkeit sein kann. Welche Aussichten eröffnen sich aber für die Zukunft, wenn es sich bewahrheiten sollte, daß selbst eine Gesellschaft wie die obengenannte, die man bisher zu den verhältnismäßig konservativen Arbeitervereinen zählte, bereits von der anarchistischen Seuche angesteckt ist! Die Nachricht von der Wiederherstellung des Kaisertums in Brasilien scheint doch verfrüht zu sein. Eine neueste amerikanische Depesche meldet, daß man in den an Brasilien angrenzenden Staaten nicht an das Gerücht glaube, daß Admiral Mello die Monarchie proklamiert habe. Mello könne das nicht thun, weil die Flotte ihn im Stiche lassen würde. Aus Briefen Mellos gehe überdies hervor, daß er Republikaner sei. In der Vorstadt von Rio de Janeiro in Nictheroy sind durch das Bombardement der Aufständischen gegen 300 Häuser zerstört; außerdem sind mehrere Häuser beschädigt. Von den 37000 Einwohnern sind mehrere Hundert getötet worden, gegen 30000 haben den Ort verlassen. Afrika Die Armee des Matabelekönigs Lobengula ist zersprengt und Lobengula selbst nur in Begleitung einiger ihm treu gebliebenen Truppen in die Wälder entflohen. Der englische Major Forbes setzt die Verfolgung des Königs fort, dessen Gefangennahme sicher zu erwarten steht. Der Krieg gilt für beendigt. In der Plantage Derema der deutsch ostafti kanischen Gesellschaft schreiten die Arbeiten zur Anlegung einer Kaffeeplantage in erfreulicher Weise fort, und die Anpflanzung gedeiht ausgezeichnet. Besondere Schädlinge sind nicht ausgetreten, und in einigen Jahren wird der ostaftikanische Kaffee auf dem Weltmarkte erscheinen. Eiwas schneller wird die Entscheidung hierin fallen für den ostafrikanischen Tabak. In der Plantage Lawa der ostafrikanischen Gesellschaft war ende September alles in vollster Thätigkeit zur Bergung der pracht vollsten Ernte. Bereits 160000 Tabakpflanzen woren geschnitten und der Ertrag in die Trockenscheunen gebracht. Im ganzen waren zu diesem Zweck acht Trockenscheunen fertig gebaut. Die gegen die Emopäer gerichtete Bewegung, die seit einiger Zeit in Japan beobachtet wird, breitet sich nach Meldungen aus Yokohama immer mehr aus. In Kumamdto allein sollen 150000 Personen eine Petition zur Wiedetherstellung von Provinzen mit ungemischter Bevölkerung unterzeich net habe. Die feindliche Stimmung in dem Orte ist so stark, daß die Regierung den Missionaren geraten hat, sich wegzubegeben. Die Frage der Vertragsrevision ist ebenfalls der Gegenstand leb hafter Erörterung in der Presse. Ueberhaupt schwillt die europäerfeindliche Strömung von Tag zu Tag mehr an. Das Pailament wird angegangen werden, die Binnenlandschaften gegen die Fremden zu verschließen. Ohne Zweifel ist die Mehrheit der Japanesen gegen die Zulassung der Fremden ins Innere des Landes. Westfalen und Schwerte, 27. Nov. Der Totensonntag trug in diesem Jahre ganz den Charakter einer traurig=ernsten Feier auch schon äußerlich Schwermütig dunkle Wolken, rieselnder Regen und ernste, oft genug weinende Gesichter, das war das Bild des Kirchhofes, dessen Gräber neuen Schmuck der Liebe aufweisen. Das treue Gedenken der lieben Dahingeschiedenen, denen ihr Heimgang vielleicht manche schwere Krankseitsqual abkürzte, die wir aber doch soungern, ach so ungern missen, ist einer dexsctänien Charakterzüge des deutschen Volkes; es spracht fur sein empfindungsreiches Gemut. Der Gedante an die Verblichenen schafft manchen guten Vorsatz, so manche, manche beherzigenswerte Mahnung, und die Hand, welche einen neuen kurzen Frühling auf den dunklen Grabhügel hervorgezaubert, fährt oft genug nicht ohne Grund über die thränenden Augen. O lieb, so lang du lieben kannst, o lieb, so lang du lieben magst—, das predigt der erschütternde Klang der Glocken am Totensonntag, die zum Besuch der Gotteshäuser einladen, zu denen der Zudrang nur an wenigen Festtagen o groß ist, wie am Totenfeste. So zeigte sich denn auch gestern wieder die größere evangelische Kirche als bei derartigen Festen zu klein, und sah man an dem äußerst zahlreichen Besuch, wie sehr die liturgische Abendandacht in der Kirche durch Mitwirkung des gemischten Chores wesentlich zur Erbauung der Gemeindemitglieder und zur Hebung des Gottesdienstes beigetragen hat. Schwerte, 21. Nov. Ein Ehepaar aus Berghofermark trat gestern nachmittag vergnügt seinen Heimweg an, nachdem es hierselbst einige Einkäufe gemacht hatte. Auf der Chaussee von Berghof nach dem Höchsten wurden die Ahnungslosen von ein paar Strolchen überfallen und mißhandelt, es gelang den beiden aber, sich loszureißen und von Hause Hülfe zu holen und die Polizei zu benachrichtigen. In der Wirtschaft von Klute wurden die Uebelthäter vom Polizeisergeant Fricke aus Berghofen festgenommen und geschlossen abgeführt. Höchsten, 21. Nov. Auf der Zeche„Crone" erlitt der Tagesarbeiter Friedr. Tüßfeld von hier eine Berletzung der rechten Hand.— Daselbst erlitt der Bergmann Heinr. Osthoff aus Lücklemberg eine schwere Verletzung. Jam Schaullamtshomerher Soelde, 23. Nov Dem Schulamsbewerder Paul Kraft zu Dünschede ist von der Königl. Regierung zu Arnsberg die an der hiesigen katholischen Schule neu geschaffene 3 Lehrstelle zum 1. Dezember cr. provisorisch verliehen worden. Aplerbeck, 24 Nov. Der Pferdeführer Fr. Sundhoff von hier erlitt in der letzten Schicht des Hörder Kohlenwerks einen Schlüsselbeinbruch und Verletzung der rechten Schulter.— Der Schlepper Wiegand vom Schnee wurde auf der Zeche„Ringeltaube“ so schwer am linken Fuße verletzt, daß er in das Krankenhaus zu Witten untergebracht werden mußte.„„„ rn morgen mirs Aplerbeck, 24. Nov. Gestern morgen wurde der Bergmann A. Cleff von hier, nachdem er eben von der Arbeit heimgekehrt war, von einem Schlaganfall betroffen, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Böhle, 24 Nov. Heute vormittag fand auf Veranlassurg der Königl. Staatsanwaltschaft zu Hagen im hiesigen Krankenhause die Obduktion der Leiche eines am vergangenen Montag infolge von Messerstichen in den Unterleib ausgenommenen und bereits Tags darauf gestorbenen jungen Mannes aus Ende statt. Durch die Obduktion ist festgestellt worden, daß der Tod infolge der schweren Verletzungen eingetrrten ist. Die Verhaftung der drei Thäter ist bereits angeordnet worden. röndenberg, 21. Nov. In unserem Dorfe herrscht seit langer Zeit unter den Kindern die Diphteritis, woran schon eine größere Anzahl gestorben ist, so z. B. seit Mai bis jetzt etwa 40 50, und von gestern bis heute allein 7 Kinder Vohwinkel, 23. November. In einer an der Chaussee von Gräfrath nach Vohwinkel gele genen Kegelbahn wurde heute morgen ein junger Anstreicher, der in letzter Zeit dem Trunk ergeben war, und sich obdachslos umhertrieb, erfroren vorWerden, 25. Nov. Zwei Sträflinge des hiesigen Zuchthauses, von denen der eine jährige und der andere lebenslängliche Zuchthausstrafe erhalten, machten am Dienstag abend einen Fluchtversuch. Dieselben waren mit Hülfe von Leitern und Stricken bereits bis zum Dach der angrenzenden Pfarrkirche gekommen, als der Posten sie am Weiterkommen hinderte.— Wie mögen sie zu den Leitern 2c. gekommen sein? Oberhausen, 23. Nov. Zu einer sozialdemokratischen Versammlung, in welcher Herr WeschCrefeld über„Die Gleichheits=Idee und ihr Einfluß auf die gewerkschaftliche Bewegung“ sprechen sollte, waren nur 20 Personen erschienen, und so lehnte es der enttäuschte Agitator ab, zu sprechen, nachdem er seiner Verwunderung über die hiesigen„Genossen“ Ausdruck gegeben hatte.„ Pan Duisburg, 24. Nov. Der wegen Raubmordes an dem Gol sticker Becker in Köln von der dortigen königl. Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgte Hermann Josef Hoeck ist gestern vormittag hierselbst in einer Herverge(Buchloh) verhaftet worden. Derselbe ist heute nach Köln überführt worden. Neuß, 25. Nov. Ein Schaffner, der auf dem am 7. Oktober abends nach halb 10 Uhr nach Neuß abgefahrene Zuge Dienst gethan, soll bekundet haben, daß Stockdick an dem betr. Abend um 10 Uhr mit einem Personenzuge nach Düsseldorf gefahren sei.— Dann hätte Stockdick zurzeit des Kindsmordes in Neuß allerdings dort sein können. Mainz, 23. November. In der Stube des Regimentsschuhmachers in der Neumünsterkaserne brach Feuer aus. Drei Kinder hatten dort in Abwesenheit Erwachsener mit dem Feuerzeug gespielt. Ein Kind kam in den Flammen um, Kastel, 22. Nov. Die Jufluenza herrscht hier in einem ganz außerordentlich starken Grade. Auch in Rheinhessen macht die Seuche bedeutende Fortschritte. In Alzei sollen allein 600 Personen krank darniederliegen. In Worms tritt die Krankheit ebenfalls sehr stark auf. so start, daß man von einem epibemischen Eharat. ter sprechen kann. Wie man hört, tritt sie in virlen Fällen recht bösartig auf und hat auch schon eine Reihe von Todesfällen im Gefolge gehabt. * Berlin, 23. Nov. Das Schneeschuhlaufen in der preußischen Armee entwickelt sich stetig weiter. Neuerdings sind auf Anordnung des Kriegsministeriums vier Jägerbataillone mit Schneeschuhen ausgerüstet worden, so daß jetzt insgesamt sieben Jägerbataillone mit Schneeschuhen versehen sind. * Wie der Rh. K. aus Berliner militärischen Kreisen hört, soll der sogenannte Heliograph nun auch in der deutschen Armee eingeführt werden. Mit demselben kann mann durch einen runden Spiegel, der auf einen bestimmten Punkt gerichtet werden kann, die Strahlen der Sonne beliebig auf diesen Punkt werfen und wieder verschwinden lassen. Die dadurch möglichen Signale beruhen auf dem Morseschen Alphabet: Jedes Zeichen besteht aus Punkten und Strichen, z. B.: A B=.... u. s. w. Auf diese Weise wird von Station zu Station signalisiert. In der englischen Aimee steht der Heliograph in großer Gunst. * Zur Ausstattung der Jafanterie und Jäger mit Fahrrädern sind im Militäretat als erste Rate 109 200 Mark von insgesamt 218400 Mark ausgesetzt. Es sollen 728 Fahrtäder für je 300 Mark angeschafft werden, nämlich 2 für jedes Infanterie= und Jägerbataillon; die Erfahrung rate, mit der Anschaffnung von Fahrrädern zur Nutzbarmachung derselben für den Kriegsfall im weiteren Umfange vorzugehen. * Paris, 24 Nov. Inder Gemeinde LouiveSoubiron(Dep. Nei der Pyrenäen) wurden neun Bewohner, darunter der Maire von einer Lawine verschüttet, als sie ihre Herden au: den Bergen heimtrieben. Nur einem einzigen gelang es, sich zu retten, die übrigen acht wurden als Leichen ausSegraben. Pshlock stürzte k. Sh * Ein ungeheurer Felsbion sturzie dei Eha teaudun(Dep. Eure et Loir, Frankreich) auf ein Haus nieder, das er vollständig zerstörte Aus den Trümmern desselben wurde bisher der Leichnam einer Frau herausgezogen, doch befürchtet man, daß daselbst noch fünf Personen verschü tet sind. Die Rettungaarbeiten mußten infolge der noch drohenden weiteren Einstürze unterbrochen werden. bis Dabei sollen noch 39 Kinder an der tückischen Krankheit darniederliegen.., Siu basingen Unna, 21. Nov. Eine sinnige Feier begingen hier gemeinsam die Freiwillige Feuerwehr und der Kriegerverein. Die beiden Vereine legten vorgestern, am Jahrestage des großen Brandunglücks, bei dem acht Personen um's Leben kamen. Kränze an den Gräbern der Verunglückten nieder. Dortmund, 21. Nov. Eine heitere Szene spielte sich am Sonnabend morgen auf dem Wochenmarkte ab. Ein Firchhändler war damit beschäftigt, seine Härige aus einer Tonne zu nehmen und auf einen Tisch zum Verkauf auszubreiten. Als nun die Tonne bald leer war und der ohnehin kleine Mann nicht mehr recht die Seeungeheuer fassen konnte, nahm er sich einen Pflasterstein zu Hülfe, auf welchen er sich stellte, um so besser den Boden des Fasses erreichen zu können. Plötzlich rutschte der sich mit dem Oberkörper tief in's Faß Beugende mit dem Fuße aus und stand auf dem Kopf in der Häringstonne. Nachbarliche Fischhändler eilten auf den Hulferuf des Hereingefallenen herbei und zogen ihn an den Beinen aus der Tonne heraus. Pustend wie ein Nielpferd zog sich der Händler, welcher wohl eine ordentliche Portion Salzlacke geschluckt haben mochte, unter dem Gelächter des Publikums in die Einsamkeit zurück. Dortmund, 25. Nov. Der Reichstagsabgeordnete für Dortmund, der nationalliberale Kommerzienrat Th. Möller zu Brackwede bei Bielefeld hat sich gegen die von der Regierung vorgeschlagene Tabakfabrikatsteuer ausgesprochen. Witten, 25. Nov. Rote Zettel waren am Dienstag abend in Witten angeklebt, auf welchem eine Einladung zu einer abends stattfindenden Anarchistenversammlung verzeichnet stand. Die Polizei entfernte die Plakate, die jedenfalls eine sozialdemokratische Demonstration gegen den Bußund Bettag sein sollten. Langendreer, 25. Nov. Wegen fahrlässigen Verkaufs verdorbener Wurst wurde ein hiesiger Metzgeimeister in eine Geldstrafe von 200 Mark genommen. Altena, 24 November. Im benachbarten Meggen, zwischen den Stationen Grevenbrück und Altenhundem gelegen, ist vergangene Nacht eine grausige Mordthat an dem, an dortiger Haltestelle angestellten Fahrkarten=Verkäufer ausgeübt worden. Man fand den Unglücklichen heute morgen tot auf dem Tische sliegend vor. Die Kasse mit 400 Mt ist geraubt worden. Eine große Aufregung hat sich selbstverständlich der dortigen Bevölkerung bmächtigt. Hoffentlich gelingt es b ld, den Mordb ben zu fassen und ihn der straf nden Gerechtigkeit auszuliefern Siegen, 22 Nov. Die Eisensteingrube Soziale Bewegung. Die Zahl der von den Grubengesellschaften entlassenen Bergleute nimnt zu und beträgt gegenwärtig 725. Es hat in ganz England große Ueberraschung hervorusen, daß es dem Minister Roseberry gelungen ist, den Bergarbeiterstreik so schnell aus der Welt zu schaffen. Allerdings waren beide Teile mürbe, aber die Arheiter sind doch Sieger geblieben, denn sie erreichten, was sie woll en, nämlich die Fortdauer der alten Lohnsätze. Die Arbeiter veranstalteten jubelnde Kundgebungen. Sie weinten und küßten sich und brachten die ganze Nacht mit einander zu. Die Kirchenglocken wurden geläutet und Dankgottesdienste abgehalten. In der Konferenz haben die Bergwerksbesitzer nicht nur den Lohnforderungen der Bergarbeiter nachgegeben, sondern sich auch mit der Gründung eines ständigen Ausschusses von 14 Arbeitern und 14 Arbeitgebern, unter dem Vorsitz eines Unparteiischen, einverstanden erklärt, der in Zukunft die Lohnsätze zu kontrollieren und zu bestimmen haben wird. Der eiserne Widerstand, den die Bergleute den Forderungen ihrer Brotherren entgegengesetzt hatten, hat 17 Wochen gedauert. Wenn die großen Industrien Englands fortwährend durch Unterbrechungen wie die Ausstände der Bergarbeiter und Hafenarbeiter zu leiden haben, so wird seine Handelsgröße gar bald ein Ding der Vergangenheit sein, und das Kapital wird sich weiter wenden. Mit dem Rückgange des Wohlstandes aber müssen die Staatseinkünfte fallen und England kann nicht länger seine erste Stellung unter den Nationen behaupken. Während der 100 Ausstandstage haben die 663463 Bergleute 250 Millionen Franken verloren. Verviers, 25. Nov. Die großen Gußwerke in Ensiral sind gestern von der Direktion geschlossen worden, weil die Arbeiter sich auf Grund einer unerlaubten Einmischung der Direktion in die Angelegenheiten des Arbeitssyndikats für ausstindisch erklärt haben. Als neueste Dummheit taucht eine„Aluminium=Hochzeit“ auf, welche genau in der Mitte zwischen silberner und goldener Hochzeit, also nach 37½ Jahren, gefeiert werden soll. * Seinen 101. Geburtstag beginng in einem Dörfchen bei Merseburg der Veteran Gottfried Gimpel. Der noch verhältnismäßig rüstige Alte wurde von den Dorfbewohnern und Freunden beglückwünscht; er bezieht ein Gnadengehalt vom : Im Alter von 100 Jahren und 5 Monaten ist in München die Rentbeamtenwitwe Barbara Müller gestorben. Die Dame, die am 1. Juni 1793 geboren wurde, erfreute sich bis zu ihr m Ende großer körperlicher und geistiger Frische. * Wie man alt werden kann. Ein Rentner in Paris hat ein recht schlaues Mittel ersonnen, sein Leben zu verlängern. Vor nunmehr 12 Jahren ging er zu einem Notar und sicherte seinen zwei Mädchen kontraktlich ein jährliches Einkommen von 600 Franks zu, das sich jedoch um 100 Franks für jedes Jahr, welches dem alten Herrn noch weiter beschieden wäre, vrmehren sollte. Man kann sich denken, daß es nun die eifrigste Sorge der beiden Frauen war, ihren Gebieter so lange als möglich am Leben zu erhalten. Sie umgaben ihn mit einer geradezu rührenden Sorgfalt, pflegten und behüteten ihn, wie Mütter, und der kluge Mann ist auch Thalsbach bei Eiserfeld hat ihrer ganzen wirklich erst jetzt, im Alter von 87 Jahren, verBelegschaft, noch aus 47 Mann bestehend, die schieden. Die Großmutter. (Ein Ikyll.) Nun sind sie fort, sie hat so lang gestanden, Bes ihrem Bleck die Kinderköpfchen schwanden, Verhüllt von wallendem Maschinendampf. Alleine heimzukehren,— welch' ein Kimpf! Wie war in ihre Herbsteseinsamkeit Solch' frischer, junger Frühling eingeshneit! Das waren goldne, einzigschöne Wohen, Nun sind sie sort,— der Zauber ist, gebrochen.— Weich“ holdes Biis 99c, a1. fi. Umschlossen von dem engen Fensterrahmen: Die Tochter, einst ihr Küchlein, selbst nun Glucke, Die Rose prangend in dem Knospenschmucke; K ein Gretchen dort, es ahnt schon Abschiedsschmerz, Gott segne Dich, Du kleines, weiches Herz!) Der Bube winkt vom Polstersitz hernieder: „Weißt, Großmutter, ich komme morgen wieder!“ Indeß das Kleinste, still in sich vergnügt, Ganz sorgenlos im Mutterarme liegt. Nin sind sie fort, entrückt in blaue Weite, Zieht hin, zieht hin in himmlischem Geleite! Sie steht allein auf ihres Hauses Schwelle, Da grüße des alten Hundes rauh' Gebelle; Er sucht und lauscht und schnuppert ihr am Kleide, „Ja, treues Tier, auch Du hast Teil am Leide. Wie haben sie mit Dir herumgetobt Und Deine halbvergess'ne Kunst erprobt; Die Kinder waren ein Vergnügungsquell. Jetzt sind wir Beiden wieder alt, Gesell!“ Horch, plaudert's da nicht in dem obern Stocke, Huscht hinter'a Schrank, zupft neckisch sie am Rocke? Nein, Alles still! Dort standen Bübchens Pferde, Es liegt ein wenig Gras noch auf der Erde; Und jene Ecke war das Burgverli, Wohin den Missethäter man verwies. In Trotz und Thränen war der Schelm zum Küssen Aus Pädagogik hat sie's lassen müssen, Nun tritt sie in der Kinder Schlafgemach, Das ruft die lieblichste Erinn'rung wach. Wie lagen sie so rosig, rosig da Und beteien:„Behüt' die Großmama!“ Das Wiegenkissen rundet sich noch tief, Wo seinen goldnen Traum das Jüngste schlief Der Vogel fort, das Nestlein ist noch warm,— Dort unterm Tisch ein halber Puppenarm, Se bückt sich, die Reliquie zu holen Und führt sie an die Lippen ganz verstohlen. 's ist Dämmrungszeit; sie nimmt am Näht isch Platz Für Kinderherzen birgt er manchen Schatz. Wie wußten sie mit Rosen und mit Streicheln Manch' Stücklein bunten Krams ihr abzuschmeicheln Wo sind sie jetzt? Wie sie durchs Fenster blick;, Da ist ein warmes Händchen abgedrückt; Mechanisch führt das Tuch sie an die Scheiben: „Nein, nein, noch nicht, es mag bis morgen bleiben.“— Auf Wiedersehn! Wird's noch auf Erden kommen? hat schon manchen leisen Ruf vernommen, Der an das Scheiden sie gemahnen soll; ist ihr Herz besonders ahnungsvol. u ist ihr Herz besonders ahnungsvoll. Wer weiß,— da trifft sie heller Lampenschimmer, Die alle, treue Hanne tritt ins Zimmer Und räuspert sich und sagte gern etwas, Doch als sie sieht der Herrin Wange naß, Da steigt auch ihre Rührung bis zum Gipfel, Sie wäscht die Augen mit dem Schürzenzipfel: „Madame, ach wär's noch heute vor vier Wochen, Dann könnte ich für unsre Kinder kochen! Und wenn sie auch an Hacken und an Sohlen Den Straßenschmutz mir auf die Dielen holen, Und meine Koffeemühle drehen lahm Und nusre Katze fünern mit dem Rahm. Ach Gott(schner rollt ihr eine Thräne nieder), Ich woll“, Madame, die Kinder kämen wieder! Vogelfreunde, füttert zur Voß'sches Vogelfutt mu der Schwalbe, es ist das anerkannt beste und billig Rederlage Wilh. Hepve, Ostenstr. 3. Prospek eumiogt, Angen. Geruch, liebl. Geschmack sind die Vorzüge## voll. Tabak von B. Becker in Geesen 6.* 10 Pfd. sose im Beutel sco. 8 M hat die bekannuchungen iers sind worden. nfluenza, bar gleich Charat. ie in vi uch schon ehabt. zuhlaufen etig wei3 Kriegsleeschuhen nt sieben in sind. litärischen raph nun werden. n runden gerichtet beliebig schwinden beruhen Zeichen A wird von englischen Zunst. ind Jäger eiste Rate 00 Mark ir je 300 für jedes Erfahrung ädern zur gsfall im de Louiveden neun er Lawine n Bergen es, sich zu chen ausdei Cha) a u f e i n Aus den Leichnam htet man, sü tet sind. der noch in werden. Stadtverordneten •— am 30. d. Mts., nachmittägs 5 Uhr, chen.— Nahmten, Glucke, jedsschmerz. 1) jeder!“ n Kleide, Leide. Stocke, am Rocke? Pferde, de: zum Küssen S 1e. im Rathaussaale. Tagesordnung: 1. Festsetzung der Anstellungs= bedingungen für einen neuen Stadtförster. 2. Antrag auf Ausdehnung der Gasleitung und Aufstellung von Laternen. 3. Auflassung eines Grundstücks. 4. Erbreiterung des Weges zum Schlachthause. 5 Anstellung je eines Lehrers an der evangelischen und katholischen Volksschule. 6. Antrag auf Niederschlagung von unbeibringlichen Steuern 2c. 7. Antrag auf Genehmigung des Etats der Armenkasse für die Jahre 1893/94 bis einschließlich 1895/96. 8) Schreiben des Vaterländischen Frauenvereins für den Kreis Hörde. 9) Protokoll über Revision der städtischen Kassen. 10) Wahl einer Kommission zur Vorprüfung des KämmereiEtats pro 1894/95. 11) Wahl eines Mitgliedes zur Vorprüfung der städtischen Rechnungen pro 1892/93. 12. Antrag auf Abänderung der§§ 1, 2, 4, 5, 6, 8, 12, 22, 23, 34, 39 u. 57 des Ortsstututs. Schwerte, 27. Nov. 1893. Der Stadtverordneten-Vorsteher Plentz. Die Sparkasse des Amtes Ergste in Hennen nimmt jederzeit Einlagen jeder Größe an, verzinst sie mit 3½% und leistet Rückzahlung nach längstens sechswöchentlicher Kündigung. Ein= und Rückzahlungen können auch burch die Post erfolgen. Hennen, 24. Nov. 1893 Die Sparkassen=Verwaltung. Holz=Verkauf. Freitag, den 8. Dezember, morgens 10 verkaufe für Herrn Nölle Wying in seiner nahe am Hofe an guter Abfuhr belegenen Waldung— 70—80 Aummern Eichen und Buchen bis zu 1½ Fuß stark, zu Bau=, Geschirr=, Gruben= u. Brandholz geeignet, gegen Kredit. Sammelplatz Wyingerhof. C. Jonas. Todes-Anzeige. Dem Ilerrn über Leben und Tod hat es gefallen, vergangene Nacht ¼1 Uhr meinen liehen Gatten, unsern guten Vater, Schwieger- und Grossvater, den Landwirt Wilhelm Ovelgönner im vollendeten 70. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden durch einen sanften Tod zu erlösen. Diese Trauernachricht widmen mit der Bittte um stille Teilnahme Ergste, den 26. November 1893. Die trauernden Uinterbliebenen. 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Erfolgt die Meldung schriftlich, so ist ebenfalls der Paß beizufügen und die genaue Adresse anzugeben. Die betreffenden Formulare können beim Ortsvorstand kostenfrei in Empfang genommen werden. Die Briefe sind portofrei in dem Falle, daß selbige offen oder mit dem Siegel der Ortsbehörde verschlossen und mit dem Vermerk„Militaria“ versehen sind. In der Stadt Dortmund zur Post gegebene Briefe müssen frei gemacht werden. Dortmund, den 15 November 1393. Königliches Bezirks=Kommando. Vier schöne Bodenzimmer an anständige, ruhige Leute per sofort oder später zu vermieten. Von wem, sagt die Exped. Ziehung 9.—13. Dezbr., Lose à 1 Mk ebenfalls vorrätig. Bund Achandcn des Weihnachtsbaumes vempfehle: Glanzpapier, Seidenpapier in allen Farben, sowie sonstige Schmucksachen. Carl Braus. Täglich frisch: la. gr. Schellfisch, Bratsisch und Kabliau, das Pfund 20 Pf., Brathäringe, 3 Pfund 20 Pf, gr. Bückinge, 3 Stück 10 Pf., holl. 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