Amtliches Kreisblatt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ ace. S Potr für den Krreis Gorde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkeeises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. Schwerte, Dienstag, 21. November 1893. 26. Jahrgang. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Der Herr Landrat in Hörde hat die Wiederwahl des Gutsbesitzers Wilh. Linnigmann zum Schulvorsteher und die Wahl des Gutsbesitzers Eduard Schulte Schüren zum Schulvorsteher=Stellvertreter des evgl. Schulvorstandes zu Schüren für eine, mit dem 4. November cr. beginnende weitere vierjährige Funktionsperiode bestätigt. Aplerbeck, den 13 November 1893. Der Amtmann Gutjahr. Deutsches Reich. Deutscher Reichstag. Der Reichstag hatte in seiner am Freitag mittag abgehaltenen Sitzung sein bisheriges Präsidium, die A g. von Levetzow(kons), Frhr. von Buol (Zentr), Dr. Bürklin(nationall.) wiedergewählt. Die Gewählten nahmen die Wahl mit Dank an. Die schleunigen Anträge auf Einstellung der gegen die Abg. Frhr. von Hammerstein, Dr. Förster und Ahlwardt schwebenden Strafverfahren wurden debattelos einstimmig angenommen. Nach längerer Geschäftsordnungsdebatte wird beschlossen, die nächste Sitzung am nächsten Donnerstag, mittags 1 Uhr, abzuhalten.(Erste Lesung der neuen Handelsverträge mit Serbien, Spanien und Rumänien.) Unser Kaiser ist mit seiner Umgebung von den Hofjagden in Letzlingen nach Potsdam am Sonnabend abend zurückgekehrt. Am Sonntag vormittag wohnten die Kaiserlichen Majestäten dem Gottesdienste in der Hauskapelle des Neuen Palais bei. Späterhin arbeitete der Kaiser noch längere Zeit allein und nahm Vorträge entgegen. Nachmittags fand eine größere Tafel statt.— Der Geburtstag der Kaiserin Friedrich wird mit Rücksicht auf die Trauer, in welche die englische Königsfamilie durch das Ableben des ihr so nahe verwandten Grafen Hartenau Wororn-Ufr, Fur S90 tafel im engsten Kreise geseiert werden. Im Reichstage ist jetzt die Fraktionsliste ausgegeben. Danach zählt die konservative Fraktion 67, die freikonservative 28, die deutsche Reformpartei 13, das Zentrum 100, die Polenfraktion 19, die nationalliberale Partei 52, die freisinnige Vereinigung 13, die freisinnige Volkspartei 23, die süddeutsche Volkspartei 11, die Sozialdemokraten 44 Mitglieder. Außerhalb des Fraktionsverbandes stehen 27 Abgeordnete, darunter 8 Elsaß=Lothringer, Graf Herbert Bismarck, Prinz Schönaich=Carolath, Fürst zu Fürstenberg, v. Levetzow, Leuß, Liebermann, v. Sonnenberg, Pachnicke, Rösicke, Sigl, Ahlwardt.— Die sieben Abteilungen des Reichstages haben sich konstituiert. Als Vorsitzende fungieren Auer, bezw. v. Carlinski, Dr. Langerhans, bezw. v. Marquardsen, Frhr. v. UnruhBomst, bezw. Günther, Dr. Lieber(Montabour), bezw. Träger, Graf Kanitz=Podangen, Die beiden Häuser. Aus dem Englischen von Charles Mackay (geb. 1812 in Perth) von G. Emil Barthel. „Und wären täglich tausend Mann Der besten Kräfte mein,— Bis Neujahr kann das Felsenschloß Mylord's nitt fertig sein!“ „„So nimm zweitausend““, sprach Mylord, „„Und schafft tagaus, tagein!““ Nun hasten die zweitausend Mann; Es schneit;— doch lang zuvor Bezog Mylord ein klein res Haus, Wo er im Dunkeln fror; Das schuf ein Mann an einem Tag; Dann klang der Glocken Chor: Bis zum Gericht, bis zum Gericht Schließt zu, schließt zu das Thor! bezw. Dr. Rintelen, Graf Hombesch, bezw. Graf Holstein, v. Benningsen, bezw. Singer. Das Zentrum hat eine Reihe früherer Anträge wieder eingebracht, und zwar zur Abänderung der Gewerbeordnung, zur Aenderung der Konkursordnung vom 10. Februar 1877 und zur Abänderung des Wahlgesetzes für den Reichstag. Letzterer Antrag deckt sich mit einem Antrag freis. Vereinigung. Ferner hat das Zentrum den Antrag eingebracht, die Reichs regierung um Aufklärung darüber zu ersuchen, wie die 11stündige Arbeitszeit bei den Frauen gewirkt hat. Aus der Antwort der Regierung soll der Schluß gezogen werden auf die Wirtung der 11stündigen Arbeitszeit bei den Männern. Außerdem ist die Resolution vom Zentrum gestellt worden, daß der Reichskanzler sich entschließen möge, im Sinne der Kaiserlichen Kundgebungen über die Sozialpolitik zur Errichtung von Arbeitskammern zu schreiten. Seinen Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes hat das Zentrum ebenfalls wieder eingebracht. Die konservativen Reichstagsabgeordneten Frhr. v. Hammerstein, Frhr. v. Manteuffel und v. Polenz haben den von 25 Konservativen unterschriebenen Antrag gestellt:„Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen, nach welchem Israeliten, die nicht Reichsangehörige sind, die Einwanderung über die Grenzen des Reichs untersagt wird.“ Ferner hat der konservative Abgeordnete v. Standy den Antrag auf Abänderung des Invaliditäts= und Altersgesetzes gestellt. Der Antrag fordert, daß die beim Markensystem hervorgetretenen Mißstände beseitigt werden. Fürst Alexander von Bulgarien, heute Graf ist gestorben. Dem lapferen Manne, dem einst die Teilnahme von ganz Europa, mit Ausnahme der Stockrussen gehörte, ist kein günstiges Geschick vergönnt gewesen, und auch die Jahre der Ruhe im Privatleben waren ihm nur knapp bemessen. Alexander Battenberg war aus der morganatischen Ehe des Prinzen Karl von Hessen geboren, des nahen Verwandten der Mutter des heutigen russischen Kaisers. Fürst Bismarck schrieb mehreren westpreußischen Herren, die ihm durch den Draht eine Adresse zusandten, weil sie ihn wegen seiner Erkrantung nicht besuchen konnten, aus Friedrichsruh:„Meine Genesung geht langsam aber doch so stetig vorwärts, daß ich mit Gottes Hülfe hoffen darf, im Laufe des Winters die frühere Gesundheit wiederzuerlangen, und werde ich mich dann stets freuen, meine politischen und persönlichen Freunde, welche mich mit ihrem Besuch beehren wollen, hier zu begrüßen. Die„Grenzboten“ machen in ihrer neuesten Nummer den Vorschlag, daß die deutschen Fürsten die Bereitwilligkeit der Bürger zum Steuerzahlen anspornen und steigern möchten, indem sie sich selbst ihres bisherigen Vorrechts der Steuerfreiheit begäben. Das Blatt rechnet aus, daß die deutschen Staaten den regierenden Fürsten heute jährlich an bekannten Einnahmen 40 Millionen gewähren.„Eine solche Selbstbesteuerung würde in der That den denkbar besten Eindruck machen,“ meinen die konservativen„Grenzboten.“ Das von Anarchisten ausgeführte Dynamitattentat gegen das Korpskommando in Marseille, bei welchem Menschen glücklicherweise nicht beschädigt sind, hat ganz Frankreich erregt. 17 Personen sind als verdächtig bereits verhaftet, die Regierung hat eine strenge Ueberwachung aller in Frankreich lebenden Anhänger der Terroristen=Partei gefordert. Wahrschein lich wird eine Massen=Ausweisung von verdächtigen Fremden erfolgen. Kaiser Alexander von Rußland soll dem Präsidenten Carnot sechs Pferde zum Geschenk gemacht haben. Aus Brasilien ist die nach den letzten Tagen stündlich zu erwartende Meldung gekommen, daß die brasilianische Revolutionspartei, die sich seit einer Woche ganz offen für die Wiederherstelling der Monarchie erklärt hat, den Sohn des Grafen von Eu zum Kaiser von Brasilien ausgerufen hat. Damit ist nun allerdings noch keine allgemeine Anerkennung erreicht, sondern diese muß erst erkämpft werden. Der Prinz, der hier als Thronprätendent proklamiert ist, ist der zu Petropolis bei Rio de Janeiro am 15. Ottober 1875 geborene Prinz Pedro d'Aliantara Ludwig Philipp, der älteste Sohn des Prinzen Geston von Orleans, Grafen von Eu, welcher letztere am 15. Oktober 1864 mit der Prinzessin Isabella, Tochter des damaligen Kaisers Pedro II. von Brasilien vermählt wurde. Der zukünftige Kaiser von Brasilien wäre also ein Enkel des am 15. November 1889 vertriebenen Kaisers Pedro II.; er befindet sich zur Zeit in einem Wiener Militär=Institut, während seine Eltern, die nur über bescheidene Mittel verfügen, in dem Pariser Vorort Boulogne sur zeine wohnen. Westfalen und Rheinland Schwerte, 18. Nov. Für die Ersatzreserve des Jahrgangs 1888 dürfte die Mitteilung von Interesse sein, daß von diesem Jahre an keine Ueberführung der Ersatzreservisten zum Landsturm mehr stattfindet, da in diesem Jahre die Bestimmung in Kraft tritt, wonach die Ueberführung der Ersatzreservisten zum Landsturm nicht mehr nach fünf Jahren, sondern erst mit dem 32. Lebensjahre erfolgt. Schwerte, 18. Nov. Schonet die Augen! Diese Mahnung ist besonders jetzt am Platze, wo die Tage immer kürzer werden. Die Kinder kommen nachmittags aus der Schule, spielen vielleicht kurze Zeit und machen dann ihre Schularbeiten. Kaum angefangen, ist es schon dunkel, die Dämmerung ist längst eingetreten, dazu vielleicht noch der Himmel trübe. Man scheut sich aber, so früh am Tage schon die Lampen anzuzünden und möchte sie heute abend wenigstens doch nicht früher als gestern abend anstecken. Die Kinder aber sind angeleitet und gewöhnt, ihre Schularbeiten immer bei Tageslicht zu machen. Nun werden sie gezwungen, bei schwachem Dämmerlicht zu arbeiten. Diese Ueberanstrengung der Augen aber schwächt das Sehvermögen. Auch wird die Gefahr der Kurzsichtigkeit sehr gefördert, wenn die Kinder bei Dämmerlicht arbeiten, weil sie die Augen näher auf ihre Arbeit halten müssen. Daher mögen die Eltern darauf halten, daß die Kinder ihre Schularbeiten bei vorgerückter Dämmerung einstellen, bis Licht gemacht wird. Im späteren Alter müssen viele vergeblich bereuen, ihre Augen nicht besser geschont zu haben. Gut ist es auch, die Augen öfter in klarem, kalten Wasser zu baden. Was hier von den Kindern gesagt wird, gilt gleicherweise auch für das Arbeiten bei Dämmerlicht seitens Erwachsener. Schwerte, 20. Nov. Am Mittwoch, als am 22. November, wird zum erstenmal zu dieser Zeit der Buß= und Bettag gefeiert. Mit dem dann folgenden Sonntage, dem TotenfestSonntage, findet das Kirchenjahr seinen Abschluß. Weil es das erstemal ist, daß der Bußtag auf diesen Tag fällt, so sind die Geistlichen aufgefordert worden, an den beiden vorhergehenden Sonntagen auf diese Feier besonders hinzuweisen und die Gemeinde zu allseitiger Beteiligung einzuladen. Was den Gottesdienst des Tages selbst anbetrifft, so hat der Evangelische Oberkirchenrat bestimmt, daß an dem diesjährigen Bußtage, der zum erstenmale mit den meisten deutschen Landeskirchen gemeinsam gefeiert wird, in allen Kirchen seines Amtsbezirkes bei den Haupt= und Nebengottesdiensten die Gemeinden zur thatkräftigen Mitarbeit an der Ueberwindung der sozialen Wirren ermahnt werden und um die Rückkehr des durch die Entfremdung der Stände unter einander gestörten inneren Friedens gebetet werden soll. Durch diese Bestimmung wird dem Verlangen der Generalsynode nach einem Gottesdienste entsprochen, in welchem die Versöhnung der Stände betend vor den Thron Gottes und vorher die Bitte vor jede einzelne Gemeinde gebracht wird, die Preisgekrönte Erzählung von R. Blankenburg (Fortsetzung) XII. Pastor Helfer hatte seine Anweisungen gegeben. ine hatte den großen Waschzuber von der Nachbrin geborgt, ein mächtiges Feuer in der Küche angefacht, für den Fall, daß ein Bad notwendig ein sollte, und war dann daran gegangen, für das Wasser zu sorgen. Das bedingte viele Gänge zum Brunnen, und daß sie von ihnen nicht jedesmal so schnell zurückkehrte, wie man bei der geeingen Entfernung hätte erwarten sollen, hatten anzr.“ Freunde und getreuen Nachbarn zu versammen:“ di“ sich, man wußte nicht wie, dort zu der seluggefunden hatten und erstaunte Zuhörer ten hatte. frau.“ hab's gleich gesagt,“ meinte die Bäcker#als die Mutter am ersten Tage bei Erich haben"“*“, das mußte einen Haken mit Malte sie sprach Paran zweifelte nun wohl niemand, aber Entfaltun““ einem Tone, als ob nur die höchste könne, und?# Weisheit ihr dies offenbart haben g.: se hörten die andern andachtsvoll zu. ger wäre ihm wohl sehr recht gewesen, wenn men Dinge abgaben, welche sie zu bericher's zum Herrn von Grashagen gebracht hätte,“ sagte der Wirt des Dorfkruges hinzutretend. „Na, das ist doch zu sehen, wenn Ering krank ist und er gönnt ihm keinen Doktor, einem Kinde, das nicht einmal eine Mutter hat.“ „Ja das ist's eben,“ war die Antwort der Kathrine, und sie nickte bedeutsam. „Ach Du meinst wegen der Marie. Ich will nichts gesagt haben, aber es ist wahr, sie hält sich vornehmer, als ihr zukommt.“ „Ja, es geschehen sonderbare Dinge, das hab' ich immer gesagt,“ meinte ein alter Mann, der auf seinen Stock gelehnt neben den andern stand. „Man hat doch mancherlei erlebt und gehört.“ Eine Pause entstand, dann begann die Bäckerfrau von neuem:„Und daß sie Erich zu sich genommen hat, die Mutter, mein' ich; es mag ihr wohl komisch vorkommen nach dem großen Hof, und sie hat doch sehr herunter gemußt von ihrem hohen Sitze. Es ist ganz gut, wenn's auch einmal die Reichen trifft. Aber sie hat's an ihm nicht verdient.“ „Ich bin doch neugierig, ob nun alles ans Licht kommen wird, wie sich's damals verhalten hat, was meinst Du, Kathrine?" aber Kathrine meinte gar nichts, denn sie nahm schnell und eilfertig ihren Eimer auf und ging ins Haus hinüber, während die andern ihre Blicke nach der Landstraße wendeten, die man von hier aus bis zu einer Krümmung verfolgen konnte. Wie gebannt hafteten die Augen aller auf dieser Stelle, obgleich sie in der sinkenden Dämmerung nur schwach erkennbar war; hatte man dort sich etwas bewegen sehen? Eine Zeit lang blieben die Meinungen geteilt, und dann sah man, wie eine Gestalt aus dem Dunkel hervortrat. Mit atemloser Spannung erwartete man ihr Näherkommen, jetzt war sie dem Hause nicht mehr fern. Da öffnete sich seine Thür, angstvoll klang es dem Kommenden entgegen: „Erich, Erich,“ und die klare Stimme des Mannes antwortete:„Ich bringe ihn, Mutter, er ist hier.“ „Sie kann Gott danken, daß sie ihren Sohn hat,“ sagte die Bäckerfrau und wischte sich die Augen, und die andern stimmten bei. Dann verließen sie den Beobachtungsposten, befriedigt von dem, was sie in Erfahrung gebracht hatten, und gingen nach Hause. Man hatte Ering auf das Bett im Wohnzimmer gelegt. Die Lampe, welche anf dem Tisch in der Mitte brannte, zeigte die matten, bleichen Züge des sonst so rosigen Kindergesichts und die dunkeln Schatten unter den geschlossenen Augen. Der Pastor beugte sich über ihn, schob leise die Lider von den Augensternen zurück und blickte forschend hinein; dann faßte er die kühle, bewegungslose Hand. Sein Gesicht war sehr ernst, als er sich zu Erich wandte:„Wir müssen einen Arzt haben, so schnell wie möglich; können Sie sofort einen Boten schicken?“ Erich überlegte einen Augenblick.„Der schnellste Weg ist zur See, und wie der Wind jetzt steht, kann ich in zwei Stunden in Altkirch sein; aber ich glaube, es wird Nebel geben, und dann müssen wir auf dem Landweg zurück, es mag immerhin Morgen werden, bis ich ihn bringe, und—“ er sprach nicht witer, aber seine traurigen Augen ruhten auf dem totenbleichen Kinde. Der Pastor verstand, was er sich nicht zu sagen jetraute.„Ich werde versuchen, was mir das Beste erscheint,“ sagte er,„und will's Gott, so wird er mir gelingen lassen, das Leben zu erhalten, bis die ersehnte Hülfe kommt.“ Mit namenloser Angst hatte die Mutter dem Gespräch der beiden Männer gelauscht, als sich Erich jetzt vom Lager entfernte, folgte ihm ein Blick tiefer Dankbarkeit und herzerschütternder Besorgnis, und ehe er das Zimmer vorließ, stand sie neben ihm.„Erich, wenn es Gefahr hat,— Du bist zwei Nächte nicht zu Bett gewesen— Du mußt so erschöpft sein, und—“ sie brach ab und legte die Hand über die Augen. Hatte sie ihn wirklich bitten wollen, sein Leben in Acht zu nehmen trotz der Gefahr, die das dem Kinde bringen mußte? Er konnte es kaum glauben, aber er drückte doch ihre Hand sehr herzlich.„Seid gutes Mutes, Mutter, Gottes Hülfe wird mir beistehen.“ Bange vergingen die ersten Stunden der Nacht, bange für Erich, dessen scharfe Augen die schwere Luft durchspähen mußten, um den richtigen Weg inne zu halten, bange für den Pastor, der auf eigene Verantwortung handeln mußte, wenn nicht alles verloren sein sollte, und wie bange für die Großmutter, deren Herz vor Weh brechen wollte für den Enkel, und das kaum weniger bangte für den Sohn! Dann stellte sich bei dem Knaben das Erbrechen ein, welches der Pastor durch jedes Mittel versucht hatte zu erreichen. Es kam heftiger, anhaltender, als er es erwartet hatte, und ihm folgte eine tiefe und todesähnliche Erschöpfung, noch beunruhigender, als jene im Anfang gewesen war. Aber der Puls, so schwach er war, stockte nicht, gleichmäßig matt schlug er gegen die ihn umschließende Hand des Pastors, der neben der Großmutter die ganze Nacht am Krankenbett des Kindes wachte. Und dann kam das Morgenlicht herauf, und die verschleierten Strahlen der Sonne erleuchteten die Welt, in der das frische Leben begann, als das Rollen eines Wagens sich auf der Dorfstraße hören ließ. Schneller als sie es für möglich gehalten hatten, kam der von Erich herbeigeholte Arzt. Als er an das Bett des Knaben trat, öffnete dieser zum ersten Male seine Augen, ein leichtes Lächeln zog über das blasse Gesicht, dann streckte er die Hand aus, aber nicht ihm entgegen, nein, an ihm vorbei dem Manne zu, der neben ihm stand, und der sich herabbeugte und seine Stirn zärtlich küßte. „Ich mache Ihnen mein Kompliment, Herr Pastor,“ sagte der Arzt, nachdem er den Sachverhalt eingehend erforscht hatte,„Sie haben so gut gehandelt, wie ich's nur hätte thun können ohne die Hülfe von Medikamenten. Aber sagen Sie, war es Instinkt, der Sie trieb, oder wußten Sie, daß es sich um eine Vergiftung,— ja, Vergiftung handelte?“ Er blickte schalf forschend in der Runde herum, als er langsam die gewichtigen Worte sprach. Erich hatte die Augen gesenkt, die Mutter war totbla und schlug die Hände zusammen, der Pastor sah sehr ernst aus, und die Kathrine stieß einen unterdrückten Schrei aus. Vergiftung,“ wiederholte er noch einmal entschieden;„Gott sei Dank, der Versuch ist mißglückt, und mein kleiner Patient wird sich erholen, wenn wir freilich auch Geduld haben müssen, bis alle Wirkungen aus dem Körper entfernt sein werden. Wie und auf welche Weise ihm das Gift beigebracht worden ist, welcher Art es war, ob durch Unvorsichtigkeit, oder ob durch vorberechnete Bosheit der Tod des Knaben herbeigeführt werden sollte, das wird die Untersuchung ergeben. Ich habe die Pflicht, diesen Fall der Polizeibehörde mitzuteilen, Schwerte, 20. Nov. Unser neues Vereinshaus gelische Volk, an jeden Beruf und Stand, in beinahe fertiggestell und wird die Eröfnung des: Stodt und Lund verichet v; den Unsturz e3 Sch. pertle, 20. Nov. Des segenzutreten und, eghae der Riesormaion) tgehollen werden. Sboupgeahun zachzuhgaten.: Derl) Westhofen, 12. Nov. Zu der henSone Perzirchenrat har Anaß genommen ligen Versannlung des beigen edebde 2 haraut Anzpeisen, des durc Vereinswaen die Müigzierzeigeise gesezen. n enen. Ghranter des Batages Zoräicht gob der Vorstzente, der B. Schu. boe bune ppupg Beinträchtigung nicht macher einen ausführichen und interesanten darf, daßz viluehr das Belennute Bericht über die dieszährige Generaigssang. en Schuld, sowie die innere Umkehr lung des Westfälischen Hauptvereins in Mescheoe, bboe oe#r zu den lebendigen Gott, ohnes mit der auch diesmat wieder ene reichalige Auf Ausstellung verbunden war. Auf dieser wie der Stände die uner hent he,zährigen=Zugz hoy, Zazen überzengen, daß die Vienenzutt Schwerte, 20. No. Prsor Falhsogzugeur, Hsger Aöscer. Pehiegehher ndigt au, daß um den 23. ds Mis. großere Bienen“ fand bei auen Anrsenven der Niederschläge in Schneeform zu erwarten seien Beifall. Es wurde darauf das Statut des Um den 31. Noveuber und 8. Oezemver Vereins beraten und einstimmig„beschlossen, 15 Min. bis 12 Uhr. Für den Nachmittagsunterricht ist die Zeit von 2—4 Uhr geblieben. Dortmund, 20. Nov. Wenn schulpflichtige Knaben hier einen„Ausflug machen, dann siecken sie eine Pistole ein— an einem der letzten Tage wenigstens ist das der Fall gewesen. Als man sich nun mit„Probeschießen“ amüsierte, flog eine Kugel einem der Burschen in den Hinterkopf und verletzte ihn so schwer, purde, sand das on daß man für sein Leben bangt. Dortmund, 20. Nov. Daß sich im hiesigen Kreise eine Gemeinde befindet, in der keine Schankwirtschaft, da nicht einmal ein „Schnapskasino" vorhanden ist, ist auch wohl nicht vielen bekannt. Es ist die Gemeinde Schwieringhausen im Amte Mengede. In mehr herausstellt, ist das Mädchen einem ge. wissenlosen Schwindler in die Hände gefallen. der das Geld erhoben und sich dann heimlich aus dem Staube gemacht hat. Gladbeck, 12. Nov. Der kaum begonnene Frost km bereits seine Opfer gesordert. Zwei Knaben beasben sich heute nachmittag auf den hie: sigen Mublemeich. Das noch dünne Eis ließ sie in die Tiefe versinten. WThrend das eine Kind durch herbeieilende thattzäftige Männer gerettet wurde, fand das andere, 12 Jahre alt, in dem kalten Elemente seinen unverbefsten frühen Tod. Die Leiche wurde nach vieler Mühe zu tage befördert und den fast verzweifelnden Eltern ins Haus gebracht. Dieses schreckliche Beispiel diene der Jugend zur Lehre, das Eis nicht eher zu betreten, bis es tragbar ist.— Im nahen Wäldchen fand man die Leiche einer Frau Sch. Dieselbe soll laut der„W. Volksztg.“ ihren Tod durch Erfrieren gefunden haben. Lingen, 14. Nov. Aus Meppen kommt bun Hreiszantschuß das Bedürfnis zur Errichtung einer Wirtschaft die Nachticht von einem in jenem Orte verneint. Die Gemeinde zählt der sich auf dem dortigen Krupp'schen Schießallerdings nur etwa 120 Einwohner. splatze heute Morgen ereignet hat. Infolge Explo. Sundern bei Hüsten, 16. Nov. In sion eines Geschosses ist ein Arbeiter getötet und Bescde Hane sKengereh, udeh iun shangegdi nid brschisgnaen sie Aosier uetdante Ruat der), Sabricez, 14. Nanz, Nir. 14. 4. erte lkai, in der Nähe der Ausladestelle der Mai ender Vereins bergten„zupverein für Bienenzucht Eriauettenpapiere. Diese Fabrik holt sich in schiffe, in die Saar, dies bemerkte ein Offiziers(Kritscher Tag 3. Ordnung) dagegen leitensdem Wesfihlischen Heizutreten: Pesonders letzten Jahren auf alen Ausstellungen bursche, welcher sch zusälig in der Nähe been bei mitderer Tenperatur wahrscheinich, o1s Bveigvere hag hemt Zzerz, seserischon gg), schsten Preise. fand, Kurz entschlossen stürzte sich der brave 20. Nov. Diewestülische Fuer strenlich ist es, dat dem Verem Jeot lhon 20)d“ Münster, 16. Nov. Der wesfälische Soldat in den Sttom und reitete den Unebr=AUnfallasse hat eine ehebliche Erzsbung der Mitgieder angetören. Die Ueberzeugung doß Bauernverein faßte heute eine Resolution gegen(glücklichen, vom sicheren Tode. Kaum hatte ne bebeug be iue b. De gaga, oie Venenzucht uch in unserer Gyzend einesz. sernderein Hanzlgertag. sader der Soldat den Eristanden den nasen enbsue g e he ee Retentesthtgung ie, Brict, be“en Zarnen, 13. Nov. Des Kuissans hal=[Eenente ateisen, als biser von neten der bd bene enuis 10 Mak und de undadat, unmer uahe Beihnr und wied den Augensger aeisen wir mit, daß gestern in heizgen[Tod in den Welen suchte. Zan zweitenmote udu u a“ mune ands Hou=Verin uch mandes Wüigied zuühren. Des Zeastzstgtel eine Fesseier nicht staufnden sbrachte mit eigener Lchensgsehe der brue dd n gg wne. und somn näche Versanulung sol an 10. Oeszenberstgnute, weil— sein Licht da war. Die 7der den Lebensnüden aus Trockene, füge needn 13, Aczansche, wonaliclaufinten. Frande der Venenzubt, Vesdo= segctnrsche Leitung war anterbrochen worden, sater diser edien That soglich eine zweite so ast. Ss a diu: Erhshoung von oie auspärige, in, Vbermit berzücht enge z.d so mußien ewa 800 Personzen, die nach hinzu, indemn er seiten Schäslung de ene eu u uun Guz e aun ae ar aun, aezgzune beand gehagnr au be Faer Gandte aaie Tade Griane uuse u. 20 Prozent eingetreten. Schwerte, 20. Nov. wie auswärtige, sind hiermit herzlichst ein laden, sich an dieser Versammlung zu beteitigen. Ein mächtiger Leichenzug Westhofen, 17. Nov. Dem Vernehmen werte, 20. Nov. Ein mächtiger Leichenzug Westhofen, 17. Nov. Dem Vernet war es der gestern nachmittag den vestorbenen nach ist von der gestrigen Amtsverordnetenversammdurch eine und nach zur Teilnayme un der Feier herdei= stüchtige Tracht Prügel wieder zu einer verströmten, unverichteter Sache wieder abziehen. nünftigen Lebensanschauung brachte. Herrn Tierarzt Otto von Heil zu Or=Frasernusiz lung Herr Hugo Fler in Schweite zum Commuund der Städtsche Männer=Gesangperein. Hin er naltassen=Nendanten des Amies Westhofen gewäht dem Leichenwagen schriten die Anerverwandten des worden, es hatten sch en. 30 Bewerber zu diesem Dahingeschiedenen, sowie eine große Anzahl Leid= Posten gemeldet. Herr Fleer wird seinen Wohntragenden., Eine großarzige Fille der prächtigsten Iu zu Hiesiger Stadt nehmen. Kränze und Blumenspenden gab Zeugnis von ver###########t allgemeinen Beliebtheit des Verstorbenen.„Die Syburg, 16, Grabrede hielt Herr Pastor Graeve. In ergreifen=„Gottessegen“ wurde der Berga der Gauten endunt bertie in bus uid bun Techaus von der bei der Kostengeninnung, Eiderfeisd, 2d. Pon. Feitzernaonnen um Kartosein beim sürtsen, Tros, u. Ner. am Kopfe und rechten Hüftgelent verkest, daßlwurde ein an der Vorzzefgchepar unser dem zu missen, giebt es ein einfaches Mitel. Men Sgeme Theher elchzschgen Slied, verloren.„Mitler in das Krankenhaus zu pombruch geschafft Geme nde ein, elhzischen der Mfarrer den Segen Ssetnioug u in bon zul herlag hazs aunbein an der Paradefrasße der wohahestet,enteigeare 84. Pei, enache wich, Wien Sote und veiten Bitgeu, uu, uusen Trante ergstens enezue unter demn siu wisen iesz szeiu. heiece, Plütk. usche u. age ele uee. e ee ege. beeue ehu saunen Bahacht, us Anschung, Asfaushe r ge, unr ue uie Bie unr en ede,„ Aegmite des Enschlafenen der=werden mußte. Laselst ram der Vferdereiber eiger polizelichen Duchsuchung der Wohnungssendet werden solen, in kaltes Wasser, füle bsehte, schloß Herr Pastor Graeve seine Grab Theodor Brinkmann hierselbst beim Einfahren..6 die Leiche eines drei Monate dann die Kartoffeln ein und begieße die Säcke nach der Gesangverein sei. eines Vferdezuges ZwHge, Spant, interichentel zwischen zpei Fördernagen, vurte näwicg u....— 7.1ud uu(von ausen wieder mit faltem Waser. Aunf nie Bebue, u un, uiu, Ade urnach, Bier Ghans ir- C an SSchgerne, a. do, Gacta aund gateson der, wuicher u. Ssanz dinen ure vsthihgen Gerisgs aushalen eiz, i, oe, Kaseanseune greden Frandes und Veikanzgrteis Jul mebrere Satzen zumendet boben Lut= nichs, Es hanben sich un Kaunze d. 7. iau gziadert des Eindingen der Sile der vilt. d4 Aiche un iun un uegn grah a. Ges aunde beaue vun dr Siraskaune Pzg gesüie denr danrfender Atscher Ke ianecte e. tange dues Genschen der Biene d. u. u. Kosiang de Sican aur betate Auanu gn hathaid die gunge Ausche Bas ia. De teagfscg, Ichteteiche Oisenen Jenr Ser un. Aerdanr gier de golsde hansch se eoste ehteste lch e efsHschgen Ke each eltcehu salac, ur. Du. ul ie. Ausgaechsen, un aun euis aus usonr urizeheicde Keteich, Kane. ohe. schsce dei enie de hasch esages chei ie. e. se e Se sh wadt a vien ud ude. Seuaidhe usgachühenr un us ucie Aug, A und bus an füie da., Jue. Bick auer vig ur S Poe. Saen ie Ban. Dur baude Kaslege unde erschatert bönen de ale. die Erings selte io chwer verlete, daiß das Sechernögen,(uie, der Baur das nächste Mal wieder lan, liz det Scnied F M. Gleder aus Neuenhaus bei esicd eurscher ie übdichr uan eud lud, udeg, Vue Ggeg, Auideunz ueder uine un un Auder, Memadte Baule-duusgen, Aer, Ser Selsesiten Bases Gsle der Venunp btesd eu, Vin zeige iu, baiger uignhe de. galse gp, isz der Feche, Gose Der Bauer saget Ca se denck wrastandanl= u. 2. nd bend un und un u. Aaleeeg ie bene eune genger dur ic, unde gungen und ide Bidk. Baur wiz rges, Ahrs der Verteähger der Giesen Ahnung gefürchtet hatten, und was die Nachricht.““ line“ der Hauer Wilhelm Spteuger von hier nur 9 Pfund. Darüber brauste der Bäcker auf, Ip fechg, den Angeklagten freizusprechen, event ber e. un zchsen Lagen us gume Dut erstne der Hauer Bishein ehreager boen Versgun 9 Blund., Dacder brahte dnr Bidr ai,. nun vung dent Losetagen seihzasbrikzen, 4. ndn de Aier une us der Bidhe, Aund erhiad us uenr Beusenhte dur B. JAr ir Baunr andenr zun undn: Geridhr eüher ur de gehache Priz Itegeicht der daur ersichen Gatadt un uecduetthlgung uns uden Buset, Batiog vsgensoan ia ac i. 8o4, a4 uahz uie ais Gaich andte ue hashes bunr, Bsehr=Iantene er d eue un uue An n aue ein Authiune, eud Stae Aund Bedenr Bu 10 Bandheunds Bhat, an de eu: Sis ur Bghafeun der bbe Gaschaster an de Boate vur aun eueng uen, Prachte zgeri de sal demn Hauer Oihzelm Kruanne aus Keler Hag, Brad un dd de andenre Side de Voners= erteshe. Ttriaer. sihast sestrichte tächse u. Psferdek er= und während der esgtaltegeführt holz die fünf Finger der linken Hand gequetscht. iun aut Keine uneduldide Fras uch der katbeine wurdte descthst beim Transporteren eines Zagroser von Hardenberz hate diser Tage hierselbst ein Herr das seltene Jagdglück, zwei erkennt darauf bin der hohe Gerichtshof auf das von der Staatsanwaltschaft beantragte höchste zulässige Strafmaß von einem Jahre Gefängnis. hate, öfnete ihm Mine die Hausthür, indem siel Der Schlepper Friedr. Olgemann aus Billmerich iym auf seine ungeduldige Frage nach der Rathring wurde daselbst beim Transportieren eines mitteilte, daß sie am Nachmittag nach„Crumvach Wagens schwer am rechten Knie verletzt. der Ziger seinschieslich Sonmigestger) kammer gegangen. Von dorr hatte siedenn gebört, beträgt in Wesfalen 18926. Hiervon wie er in die Wohnstube gegangen war, und nach fallen 7789 auf den Bezirk Arnsberg, 4106 geraumer Zeit die Thür Zu dem aBrer ansfwetzg, auf den Bezirk Minden, 7031 auf den Bezirk mitag forfuhr. Da er zhn. dart nicht fand, war Münster. Diesen Zahlen liegt, die Zahl der er nach oben gegangen, dann langsamen Schrittes ausgegebenen Jagdscheine zu Grunde. herabgestiegen und in die Küche getreten, woyin er] Hohenlimburg, 20. Nov. Das Amtssie gerufen hatte. Ganz bestürzt und ängstlich hatte„ich, hierselbst hat den Pol ein Herr das seltene Jagdglict, zu Dachse im Gewichte von 61, und auf dem wird von dort noch bericht sogen. Deimelsberg bei Steele einen Dachs im Toten wird jetzt auf 500 angegeben. Gewichte von 23 Pfund auszugraben. Im sterben aber noch zahlreiche Verwundete an den letzeren Falle wurde ein Dachshund von dem erhaltenen schweren Verletzungen. Auch sol Dachs schwer mitgenommen. im Krankenhause wegen der herrschenden UeberNeuß, 11. Nov. Ein Neußer ist in Ame= füllung die Brandseuche ausgebrochen sein. rika zu hohen Ehren gelangt. In dem tollen In aller Eile sucht man daher die UnglückCohre 1848 trat hier in Neuß ein gewisserlichen anderweitig unterzubringen und hat and berabgestiegen, und in die, Rlüche, gertgezer,giggga Hohenlimburg, 20. Nov. eertisechen, als er se frage:„Mo ist Ering2= gericht hierselbst hat den Polizeidiener, a. D. denn, daß Erch Hagen gegen Fr. Kötter, für einen Verschwender erklärt. Abend dort gewesen war, und daß er den Knaben] Iserlohn, 14. Nov. Die Influenza macht mit nach Erurzhach genorzgngr hgziger, Maltes Knie sich seit einiger Zeit hier bemerkbar und zwa hatten ordentlich unter pste, Hohlfeung uus er das 1.1. 3i, Pransheit so häufig auf, daß die Aerzt mit nach Eruyihiunterrzpnen heziter Maltes Kyreg sich seit einiger Zeit erfuhr, und die Stimme hatte hohl und wunderlich tritt die Krankheit so häufig auf, daß die Aerzte geklungen, als er sagte:„Es ist gut, und Du alle Hände voll zu thun haben und zum teil kannst nun schlafen gehen.“ Jetzt war ihr das im stande sind, allen Ansprüchen an ihre Hülfe ar geworden, aber in der Nacht damals hatte sie nachsommen zu können. Der Verlauf war icht recht acht darauf gegeben, denn sie war müde kiat gechotben, grr:...„. g uug#a nachtommen zu konnen. F. S.=-,—., In d sehnte sich nach ihrem Bett. Sie schlief auch unserer Stadt bisher noch ein ziemlich gutartiger, sogleich ein und erwachte am nächsten Morgen erst, doch mehren sich die Fälle, wo die Krankheit einen als die Leute zum Frühstückkamen. Da wunderten ernsteren Verlauf nimmt und Lungenentzündung im sich alle, daß der Herr nicht kam, aber als fir in Gefolge hat. Der erste Todesfall infolge Influenza sen Zimmer aing, lahsie, daß er nicht da wogonst gelangte heute zur Anmeldang. Aas Hemer, war alles in Ordnung gewesen, und als sie he= Menden, Hohenlimburg wird ebenfalls das Aufmerkten, daß die Hausthür aufgeschlossen war, glaub= treten der Epidemie gemeldet; in letzterem Orte ten sie, er sei schon früh morgens nach Crumbach hat sie schon mehrfach Opfer gefordert. segangen, um nach beinen,rag auf seine Rücktehr Herne, 16. Nov. In der Zeit von jetzt der Nacht waren bis Ende Januar beginnt laut Verfügung der dann die Polizeibeamten aus Alkirch angelangt, Königl. Kreisschulinspektion Gelsenkirchen der um ihn zu suchen. Da war es denn klar gewor: Unterricht in den hiesigen evang. Schulen des den, daß er fort war auf Rimmerwiederkehr. Einer) mnarzeng uum 81 Uhr. Die erste Unterrichtsder Männer war im Hause gebsirehneng zu unter, I.=9-.n.—.. 8 uihr 30 Min. bie 0 uhr suchen und in Vrwahrung zu neymen, was ihm stunde dauert von 8 uyr 30 Min. bis 9 Uhr nötig schien, die andern waren zurückgegangen, um 15 Min., die zweite von 9 Uhr 15 Min. bis zu melden, was sie gefunder, gBergrechers(Hus. 10 Uhr, die dritte von 10 Uhr 15 Min. bis weiter Schrite zur Verfolo,(Fortsetzung folg.) 11 Uhr 15 Min. und die vierte von 11 Uhr Vermischtes. * Zur Dampferkatastrophe in Santander wird von dort noch berichtet: Die Zahl der vird jatzt auf 500 angagaben Täglich rita zu hohen Ehren gelangt, In dem tollen In aller Eile sucht man dah.: rie Eerere Jahre 1848 trat hier in Neuß ein gewisser lichen anderweitig unterzubringen und yar and Schieren hervor. Als der Rückschlag erfolgte, bereits ein großer Gasthof in Sardinero in siedelte er nach Amerika über, seine Familie ein Lazareth umgewandelt. Die schrecklichen einstweilen zurücklassend. 1856 folgte sein Sohn Einzelheiten alle wiederzugeben, ist unmöglicht Karl Schieren dem Vater nach der neuen Welt. keine Phantasie kann sich Fürchterlicheres ausKarl Schieren dem Vater nach der neuen Welt. keine Phantasie kann sich Fürchterlicheres ausDurch Fleiß und Tüchtigkeit hat sich der Sohn malen. So fand man z. B. eine Leiche, deren dort zu einem der ersten Lederindustriellen Nord= Körper von dem Bein einer anderen durchbohrt amerikas emporgearbeitet und ist jetzt, wie die war. In einem Gasthaus flog, als die Gäste „Neuß. Ztg.“ berichtet, durch das Vertrauen sich eben zu Tisch setzen wollten, der blutige seiner Mitbürger, denen er sich durch seine her= noch zuckende Rumpf eines menschlichen Körpers vorragende Thätigkeit bei allen gemeinnützigen durch das Fenster auf den Tisch. Und noch Bestrebungen empfohlen hat, zum Bürgermeister schlimmere Greuelszenen ereigneten sich. Unte von Brooklin, einer Stadt von 800 000 Ein=sden nicht erkennvaren sollen sich auch die Leiche schlimmere Greuelszenen ereigneten sichz. von Brooklin, einer Stadt von 80 000 Ein=lden nicht erkennbaren sollen sich auch die Leich wohnern, gewählt worden. Die Deutschen in mehrer Ausländer befinden. Brooklin haben ihren Landsmann vorzugsweise* Bei einem Hoch auf den Kaiser ware auf den Schild erhoben und erwarten von seiner bei einer Wählerversammluug in Querso## Gerechtigkeit und Thatkraft, daß er der in der fünf Personen sitzen geblieben, gegen welk dortigen Kommunal=Verwaltung eingerissenen deshalb Anklage wegen Majestätsbeleidiguns Korruption mit starker Hand kräftig entgegen= erhoben wurde. Die Strafkammer zu Mü treten werde. hausen sprach aber die Angeklagten mit Rheydt, 20. Nov. Eine Dienstmagd Begründung frei, daß das Sitzenbleiben all von hier hatte ihrem Bräutigam ihr Spar= noch keine Majestätsbeleidigung sei. Es mu kassenbuch ausgehändigt, um in einem Aus= erst Nebenumstände hinzutreten, wie##### stattungsgeschäfte eine Aussteuer zu kaufen und ungen oder Handlungen der Betreffen 100 Mk. darauf anzuzahlen. Wie sich nun= eine Majestätsbeleidigung ergeben. einem gegefallen, n heimlich begonnene rt. Zwei uf den hie Eis ließ sie eine Kind er gerettet in dem kalTod. Die se befördert Haus geder Jugend en, bis es id man die ut der nden haben. den kommt Inglücksfall, en Schießolge Explogetötet und ehr verletzt. r fiel ein am Saarder MarktOffiziersNähe beder brave den Unaum hatte dem nassen neuem den weitenmale der brave kene, fügte eine zweite durch eine einer verzu heilen sich wiederschung von rtes Mittel ersenden. sst zu verbefürchten ittel. Man ctoffeln versasser, fülle e die Säcke asser. Auf rtoffeln den ist ein ganz werden die säcke ausge* Eis Viloder vieldie in de dem„Feierene Mitteinoch hinzu, ungsmethode n üblich ist, in einen n dann der kommt. Angeklagte euenhaus bei es angeklagt rg beantragt leides auszuerr Rechtsansechen, event. lässigem Meienen bejahen Keineide und shof auf das e höchste zuefängnis. tander ahl der Täglich an den uch soll n Ueberen sein. Unglückhat anch inero in recklichen möglich; res aushe, deren urchbohrt die Gäste blutige Körpers Ind noch ). Unter ie Leichen * London, 16, Nov. In Airdrie(Schott land) ist die Kohlengrube Summerlie Kirkwood Cogkbridge in Brand geraten. 52 Bergarbeiter sind durch den Brand von der Oberwelt abgeschlossen; man befürchtet, daß dieselben bereits erstickt seien. *** Ein berühmter Arzt, dessen Sterbebett ziele seiner Amtsgenossen umgaben, sagte:„Zu meinem Trost, meine Herren, hinterlasse ich drei große Aerzte“— alle horchten hoch auf, denn jeder erwartete seinen Namen—„sie heißen: Mäßigkeit, Wasser und Bewegung!“— Wie viele würden leiblich und geistig gesunder sein, wenn sie den Vorschriften dieser Aerzte folgten! Aber die genannten sind doch, so trefflich sie sind, nur Hülfs= oder Assistenzärzte. Der Hauptarzt ist Er, der gesagt hat:„Ich bin der Herr, dein Arzt.“ Der hat Zeit und Hülfe für alle Kranke, die zu Ihm kommen, und macht sie gesund an Leib und Seele. * Schrecklich! Aus England kommen trübe Nachrichten über die Trunksucht der Frauen in Stadt und Land. Als Handhabe der betreffenden statistischen Angaben dient die Zahl der von der englischen Polizei alljährlich aufgegriffenen und zur Haft gebrachten betrunkenen Personen weiblichen Geschlechts. In den Jahren von 1878 bis 1884 hatte sich die Zahl der dem Trunke ergebenen Frauen in England, namentlich in Wales, mehr als verdoppelt und betrug im letztgenannten Jahre 9451 Frauen. In London erreicht gegenwärtig die Zahl der aufgegriffenen betrunkenen Frauen die Ziffer 8000 und zeigt gegen das Vorjahr eine Steigerung um 500 Personen. Allein in Glasgow wurden 10500 betrunkene Weiber zur Haft gebracht und ins Gefängnis abgeführt, wiederum eine erhebliche Steigerung gegen das Vorjahr. In Dublin sind 10000 derartige Fälle gezählt worden. * Sich selbst in die Luft gesprengt hat kürzlich ein in der Nähe von Paris wohnender 40jähriger Bergmann namens Viret nach einem heftigen Streit mit seiner Mutter. Er schloß sich in sein Zimmer ein, legte eine Dynamitpatrone unter sein Bett, steckte den Zünder in Brand und legte sich nieder. Zehn Minuten später ertönte ein furchtbarer Knall. Die Nachbarn eilten herbei und fanden Viret in seinem Blute schwimmend. Der Selbstmörder war Vater von zehn Kindern. * In Birmingham herrscht eine schwere Influenza=Epidemie, die das Postpersonal dezimiert. Auch die Pocken treten wie auch in London immer heftiger dort auf. Am Donnerstag voriger Woche hat sich, wie die„Thüringer Ztg.“ meldet, in der Nähe von Stumsdorf in der Provinz Sachsen ein junges Dienstmädchen, das einen Apfelluchen hatte fallen lassen, in der Aufregung über dieses Mißgeschick, das sie betroffen hatte, von einem Eisenbahnzug überfahren lassen. * Ein verständiger Wirt. In ein Kaffeehaus in Magdeburg traten zwei junge Bürschschen, die Zigarren im Mund und verlangten mit lauter Stimme und selbstbewußtem Gebahren ein Glas Branntwein. Der Wirt maß die jugendlichen Gäste einen Augenblick mit den Augen und entfernte sich, scheinbar um ihrem Begehren zu entsprechen; bald kehrte er zurück in Begleit eines Kellners; derselbe stellte vor die zwei Knaben ein Theebrett hin— mit zwei Tassen Milch und vier Brötchen.„Das wird besser für euch sein“, sagte der Wirt,„als das Feuerwasser.“ Bis über die Ohren rot vor Scham und Zorn verließen die Jüngelchen schleunigst den Saal, gefolgt vom schallenden Gelächter aller Anwesenden. Lektionen dieser Art wären noch anderswo, als in Magdeburg, zu empfehlen. * Im Zechenhaus der Waterloogrube bei Kattowitz in Oberschlesien ist am vorigen Freitag abend, als der Obersteiger 40 Bergleute vor der Nachtschicht zum Verlesen versammelt hatte, am Fenster eine Dynamitpatrone explodiert, durch die das Fenster zertrümmert und die Mauer stark beschädigt worden ist. Wunderbarerweise ist niemand verletzt worden. * Mehrere schwedische Damen haben sich in Begleitung schwedischer Kavaliere nach Elbing begeben, um daselbst einen Torpedojäger anzukaufen. Die Damen haben das dazu erforderliche Geld durch freiwillige Sammlungen aufgebracht und schenken das Schiff der schwedischen Kriegsflotte. Neueste Nachrichten. London, 20. Nov. Das Unwetter an allen englischen Küsten dauert fort. Der Verlust an Menschenleben auf der See und auf dem Lande wird bisher auf 85 geschätzt. London, 20. Novbr. Aus Pensance(CornWales) wird gemeldet: Ein großer Dampfer, vermutlich„Hampshire“, ist untergegangen. Von 22 Mann Besatzung wurde nur einer gerettet. Gottesdienste. Schwerte, wroßere evangerische Kirche. Mittwoch, den 22. November 1893. (Buß= und Bettag.) Hauptpr. ½10 Uhr: Pastor Graeve. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Mittwoch, den 22. November 1893. Buß= und Bettag ½10 Uhr: Pastor Terberger. Westhofen. Mittwoch, den 22. November 1893. Buß= und Bettag. Vormittags 10 Uhr: Predigt. Pastor Falkenberg. Nochm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Aplerbeck. Mittwoch, den 22. Nov. 1893. Buß= und Bettag. Frühpredigt: 8½ Uhr: Pastor Kipper. Hauptpredigt: 10 Uhr: Hülfsprediger Petersmann. Stadtmission in Schwerte. Vuß= und Bettag. Mittwoch, 22. Nov., nachm. 4½ Uhr Bibelstunde. Westenort Nr. 12. Altes-Uhe-he 2 Die VERLOBUNG ihrer Tochter Cara mit dem Pfarramts- Kandidaten Herrn Otto Schumacher zu Hilchenbach beehren sich hierdurch ergebenst anzuzeigen Schwerte, den 20. Novbr. 1893. Wilhelm Ostermann und Frau Caroline geb. Uffelmann. R Clara Ostermann Otto Schumacher S S Bekanntmachung. Die Jagdpachtgelder von Lichtendorf pro 1884/93 sollen am Donnerstag, den 23. Nov. d. J., nachmittags 3 Uhr, bei dem Wirt Herrn Hauske zu Eichholz an die Grundbesitzer verteilt werden. Westhofen, 17. Nov. 1893. Der Amtmann Rebber. Die beste SingerStahlmaschine liefert billigst unt. 5jähr. Garantie D. Nötting, Schverte. Holz=Vertäuf. 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April beginnen die Meldestunden an den Wochentagen jedoch erst um 8½ Uhr vormittags. Die Geschäftszimmer des Hauptmeldeamtes befinden sich Balkenstarße 40 hier; bei jeder Meldung sind die sämtlichen Militär=Papiere mitzubringen. Erfolgt die Meldung schriftlich, so ist ebenfalls der Paß beizufügen und die genaue Adresse anzugeben. Die betreffenden Formulare können beim Ortsvorstand kostenfrei in Empfang genommen werden. Die Briefe sind portofrei in dem Falle, daß selbige offen oder mit dem Siegel der Ortsbehörde verschlossen und mit dem Vermerk„Militaria“ versehen sind. In der Stadt Dortmund zur Post gegebene Briefe müssen frei gemacht werden. Dortmund, den 15 November 1393. Königliches Bezirks=Kommando. Zur Helle, Schwerte. Heute und morgen: Gänsebraten. Hasenbraten. Hasenpfeffer. Kalbsbraten. Beefstenk Gerüäuch. Aal. Gervais-Käse. Sülze. Lachs. Caviar. Warmes Frühstück 40 Pfg. Abendplatte 40 Pfg. Carl Raffin. Handelsnachrichten. Neuß, 17. 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Hafer hies. 17,00 bis 18,00, fremder 16,75—17,50+ Berlin, 18. Nov. Weizen Nov. Dez. 140 25 K Mai 149,00 M Roggen Nov.=Dez. 125,50 M Mai 130,25 K Hafer Nov. 154 25 4. Nov.=Dez. 154,25 J. Rüböl vorr. mit Faß 47,80 K Rüböl vorr. ohne Faß 47,00 JK. Nov.=Dez. 47.80 K. April= Mai 48,25 J., Spiritus 70er vorr. 32,30 K. Novemb.=Dez. 31,80 K. Mai 37,25#, 50er vorrätig K 51,90. Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt, betreffend„Das illustrierte HaushaltungsLexikon, bei, worauf empfehlend hingewiesen wird. Dortmund, Westenhellweg 40. D Kaufhaus I. Ranges für Manufakturwaren und Konfektion. Grösstes und billigstes Lager Größtes und billigstes Lager Jacketis von Mk. 5—35. Kapes von Mk. 12—45. Regen-Mäntel von Mk. 4—25. Als unerreicht billig empfehlen wir in riesiger Auswahl: a Kleiderstone für Weihnachten. 5000 Stück liegen in unserm Schaufenster aus. Ein Posten Cheviots und Tuche Mtr. 35—65 Pfg. Ein Posten wollene Neuheiten Mtr. 75—125 Pfg. Ein Posten eleg. Kostüm=Stoffe Mtr. 125—175 Pfg. 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