ig von cken t. d. Is., pelmann's undstücke und Stelle iachm. 3 Hengstenober 1893. wert. aus der lcbrennerei er& Co. , Hessen. pfohlen. 2.—.2.50, -, 5— erlage: Schwerte. P Autliches Kreisbratt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfresund.“ für den Kreis Hörde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfgaußerhalb des Leserkeeises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 124. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 2 der Prüfungs=Ordnung für Hufschmiede bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntgis, daß der nächste Prüfungstermin bei der zu Altena bestehenden Kommission auf Freitag, den 29. zomber d. Is., anberaumt worden ist. Die Meldungen zu dieser Prüfung sind mindestens 4 Wochen vorher Schwerte, Samtag, Id. Klcher 1906. 26. Jahrgang. Herz der edlen Frau je und je offen stand, daß die Barmherzigkeit herausströmte wie ein flutender Strom. Unsre Kaiserin ist eine treue Hüterin eines großen Schatzes und, walt's Gott! die Erbin jener köstlichen Verheißung: Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Geheilte und heilende Wunden legen herzliche DankesMiilte t. 1. Januar Bureauöner HandBeifügung ten schriftlich er 1893. zwerk, te& Co. hwerte. lorgen unter Einreichung eines Geburtsscheines und etwaige worte auf die Lippen der Armen, und aus sührter Einsendung der Prüfungsgebühr im Betrage von der. Tiefe schallt es in die Höhe: Gott segne 10 Mark an den Vorsitzenden der betreffenden Prüfungs=Uunsre Kaiserin! Kommission Herrn Kreistierarzt Grebe zu Altena zu] Voll Liebe sollen die Geburtstage sein. richten, welcher demnächst die Prüflinge zur Prüfung Eines ganzen Volkes Liebe schmückt den GeZeinberufen wird.„o,#. 1809(burtstagstisch unsrer Kaiserin. Ihr Volk vergleicht sie mit der unvergeßlichen Königin Luise und fleht zum Herrn, daß er das Wehe, welches jener edlen Dulderin schier das Herz Arnsberg, den 5. Oktober 1893. Der Regierungs=Präsident. J. B.: Fornet. In Gemäßheit der Bestimmungen des§ 581brach, von unsrer Herrscherin fernhalten möge. der Kreisordnung vom 31. Juli 1886, bringe ich So kommen wir alle— alle und bringen ##hiermit zur Kenntnis, daß an Stelle des verstorbenen unsrer Kaiserin unsre Liebe dar; die MenschenBrauereibesitzers Otto Wallrabe der Zhozigrhrsetzer liebe aber muß aus himmlischer Quelle schöpfen, 5es Freises Hörde gewählt worden ist. wenn sie echt und recht, wirksam und bleibend sein soll Darum erheben wir Herzen und Der Konigliche, Landrat Spring.(Hände für unser Kaiserhaus zum Thron des Wir wissen, daß unsrer Kaiserin solche Bekanntmachung. Herrn. Die seitens der Gemeindevertretung zu Villigst Geburtstagsgabe von ihrem Volke willkommen unterm 4. v. M. gethätigte Wiederwahl des Landwirts sein wird, denn wir wissen, daß die Hohe Heinrich Schröder zum Gemeinde=Vorsteher und Frau mit ihrem Geburtstag stets das Gedes Landwirts Louis Schulte=Lennings zum Ge= dächtnis zweier andrer Tage wird verbunden Amisdauer von 6 Jahren ist von mir in Gemäß, sein lassen, nämlich ihres Konfirmationstages heit des§ 38 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. mit seiner Mahnung:„Sei getreu bis in den März 1856 und des§ 25 der Kreis=Ordnung vom Tod, so will ich dir die Krone des Lebens (31. Juli 1886 am heutigen Tage bestätigt worden, geben," und ihres Trautages mit der Ver1393. Kilo 7 Zentne faßw. 100 Kllo Rüböl. 00 Kilo 100 Kllo 20 70 80 50 5 Hörde, den 18. Oktober 1893. Der Königliche Landrat Spring. Bekanntmachung. Die seitens der Städtverordneten=Versammlung zu Westhofen unterm 1. v. M. gethätigte Wahl des Landwirts Heinrich Wever gt. Tengel zum Gemeinde=Vorsteher und des Landwirts, Heinrich Westerhoff zum Gemeinde=Vorsteher=Steuvertreter auf eine gesetzmäßige Amtsdauer von 6 Jahren ist von mir in Gemäßheit des§ 38 der LandgemeindeOrdnung vom 19. März 1856 und des§ 25 der Kreis=Ordnung vom 31. Juli 1886 am heutigen Tage bestätigt worden. Hörde, den 18. Oktober 1893. Der Königliche Landrat Spring. Bekanntmachung. Die seitens der Gemeindevertretung zu Syburg unterm 19. v. M. gethätigte Wahl des Schmiedeheißung:„Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größeste unter ihnen.“ Breite Gott zu ihrem Schutze Ueber sie die Vaterbände! Deiner Gnade reiche Fülle Ihr auf allen Wegen spende! Ihre Anmut, ihre Milde Wollst Du lange noch erhalten, Und mit Deiner Vaterliebe Ueber ihrem Haupte walten! Schenke Frieden ihr und Freude! Lass' gelingen ihr Bestreben! Segne Du ihr Thun und Lassen! Gieb ihr, Got, ein langes Leben! Deutsches Reich. In Bremen hat am Mittwoch in Anwesenheit 23 24 4 60 24— 4950 51 10 meisters Ludwig Fischenberg zum Gemeinde=Vorsteher des Kaisers die Enthüllung des Denkmals für und des Landwirts Wilhelm Brembt gt. Brechtefeld Kaiser Wilhelm I stattgefunden. Nachdem die zum Gemeinde=Vorsteher=Stellvertreter auf eine Feier ihr Ende erreicht hatte, begab sich der Kaiser In Gemäßbeit des aau Jemeinde.(nach dem Dom und unternahm sodann eine Fahrt in Gemaßpent des§ 38 der Landgemernve=Ordnung st#ch dem Dom und unternahm sod. vom 19. März 1856 und des§ 25 der Kreis=l durch die Stadt und den Bürgerparr und besichOrdnung vom 31. Juli 1886 am hentigen Tage tigte mit großem Interesse das neu erbaute Parkbestätigt worden. Oetober 1893. haus, sowie die übrigen Sehenswürdigkeiten des ooe. Der Königliche Landrat Spring. Parkes., Auf der Rücfahrt stattete der Monarch Mekamntmachurng— dem Bürgermeister Luermann einen kurzen Besuch Bekanntmachun g.„. ab und begab sich darauf nach dem Rathause, #ist für den 4. Wahlkreis der Stadt Schwerte an wo ein Festmahl statt fand. Nachmittags 4 Uhr Stelle des Stadtrats August von Eberstein der verließ der Kaiser in Begleitung des BürgermeiKaufmann W. Rat jun. zum Wahlvorsteher ernannt sters Dr. Pauli das Rathaus und begab sich nach worden. Hörde, den 18 Oktober 1893. Der Königliche Landrat Spring. Weizen hiesigen er 16.50—17,50 -15,00, fremder fer hief. 17.00 16.75—17,50 t. Weizen Liz kov.=Dez. 14325 Nov. 125,50 4 4. Hafer Lite ou.: Eeg. 410 dem Hause des Bürgermeisters Luermann, wo er abgestiegen war. Von hier aus begab sich der Monarch in Admiralsuniform nach dem Ratskeller, fuhr von dort um 6 Uhr abends durch die reich llluminierte Stadt zum Bahnhof und reiste mittels Extrazuges nach Berlin ab. Unser Kaiser ist in der Nacht zum DonZum Geburtstag der deutschen Kaiserin. 22. Oktober. Der Geburtstag ist ein Tag, der von der Liebe durchleuchtet und durchwärmt werden nerstag von Bremen wohlbehalten wieder im muß, wie ein Sommertag von den Sonnen=Neuen Palais bei Potsdam eingetroffen. Im strahlen. Gott sei gelobt, daß die Geburts= Laufe der Morgenstunde am Donnerstag ertage, die in unserm Kaiserhause gefeiert werden, ledigte der Monarch Regierungsangelegenheiten, Lov.=Dez. 155,00# solche Tage voll Liebe sind! Gott der Herrarbeitete darauf mit dem Chef des Militär= t Faß 48,00 4 hat auch im vergangenen Lebensjahre unsre kabinetts und nahm den Vortrag des Reichs= und der Kaiser von Rußland austauschten, Faß 47,9%ngi teure Kaiserin an seiner starken treuen Hirten=kanzlers entgegen. Am nächsten Sonntag ge= haben folgenden Wortlaut:„Im Augenblick, *. Abe“ z5os hand geführt: alle Tage trugen die Inschrift: denkt der Kaiser zunächst an der Feier des do das von Ew. Mojestät gesandte schöne GeAbschiedsgesuch überreicht. Das erste Entlassungsgesuch, das er unmittelbar vor den diesjährigen großen Manövern in Elsaß=Lothringen und Süddeutschland einreichte, wurde damals vom Kaiser abgelehnt. Das diesmalige Gesuch hat der Kaiser unter Stellung des Kriegsministers à la suite der Armee genehmigt. General von Kaltenborn übernahm 1891 als Nachfolger des Generals von Verdy das Portefeuille des Krieges. Er war gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses für das Landheer und die Festungen und Chef des Direktoriums des Potsdamer großen Militär=Waisenhauses.“ Als Nachfolger des Kriegsministers von Kaltenborn wird der General Bronsart von Schellendorf, der Bruder des früheren Kriegsministers, der als kommandierender General in Königsberg starb, genannt. 1833 geboren, trat er 1851 in die Armee ein, nahm 1864 an der Belagerung der Düppler Schanzen, an dem Feldzuge 1866 im Hauptquartier und an dem Kriege 1870/71 als Chef des General= stabes des 9. Armeekorps teil. 1880 wurde er Generalmajor, 1884 Generallieutenant. Im Jahre 1888 wurde er kommandierender General des 3. Armeekorps und 1890 in gleicher Eigenschaft als Nachfolger des Grafen Caprivi zum 10. Armeekorps versetzt. Aus Friedrichsruh teilt man der„V. Z.“ mit, daß Fürst Bismarck demnächst nach Varzin in Pommern übersiedeln wird. Ueber den Gesundheitszustand Fürst Bismarcks äußer.e sich Prof. Schweninger: Er sei mit seinem Patienten in jeder Beziehung zufrieden. Eine Konstitution, die solche Stöße ausgehalten und sie so spurlos überstanden, habe begründete Anwort= schaft auf noch gut 10 Jahre kräftigster Dauer. In militärischen Kreisen beschäftigt man sich, nach der„Allg. Milit.=Kor.“, mit der Frage eines verstärkten Schutzes der Ostseeküste; es hätten bereits Erhebungen stattgefunden, inwieweit Wismar zu einer Flottenstation und Danzig zu einem Hauptkriegshafen geeignet seien. Die Vermehrung der Mililärärzte, die infolge der Heeresvermehrugg notwendig wird, beträgt in Preußen: 16 Oberstabsärzte, 8 Stabsärzte, 156 Assistenzärzte; in Sachsen: 1 Oberstabsarzt, 13 Assistenzärzte; in Württemberg: 9 Assistenzärzte. Die Ueberhebung der Franzosen kommt hin und wieder zu fast wahnwitzigen Ausbrüchen. In einem umfangreichen französischen Buche, welches in diesen Wochen erschienen ist, steht u. a. folgender Satz:„Frankreich ist nach meiner Ansicht so sehr das erste aller Völker, daß alle übrigen, wes Namens sie auch sein, sich glücklich preisen müßten, wenn man ihnen erlaubt, das Brot seiner Hunde zu fressen.“ Die meisten Franzosen werden solche Tollheiten verurteilen, im Uebrigen ist die übermütige Stimmung gegen Deutschland durch den Besuch des großen russischen Geschwaders in Toulon mächtig genährt. Die Kundgebung ist bedeutsam genug, und ein italienisches Regierungsblatt schreibt: „Niemand kann sich heute mehr der Ueberzeugung verschließen, daß die Flottendemonstrationen im Mittelmeer die Einleitung eines nicht fernen Krieges sind. Die großen Europa=Interessen drängen mit Notwendigkeit einer gewaltsamen Wendung zu, die über das Los jeder einzelnen Nation entscheiden wird.“ Frankreich. Die Telegramme, welche Präsident Carnot tief gerührt sein wird. Ich mache mich zu dessen Dolmetscher, indem ich meinen wärmsten Dank an Sie richte.“ Am Mittwoch war in Paris halber Ruhetag. Während die meisten russischen Offiziere in Zivil incognito Paris sich ansahen, machte Admiral Avelane mit seinem Stabe weitere offizielle Visiten bei den Spitzen der Militär= und Zivilbehörden. Um 1 Uhr war Frühstück in der russischen Botschaft, wobei Baron Mohrenheim einen Toast auf den Präsidenten Carnot ausbrachte, den der Ministerpräsident mit einem Toast auf den russischen Kaiser, die Kaiserin und die kaiserliche Familie beantwortete. Brasilien. In Desterro vernichteten die Insurgenten eine provisorische Regierung und hoffen von den Mächten Anerkennung zu finden. Die Peixoto treu gebliebenen Schiffe rüsten sich zum Angriff gegen die Insurgenten. 70er vorr. 33.50 Nov.=Dez. 31.50 K 53,10. irkte. 17. Okt. Stätt sigen Schlacht ren aufgetrieben Ich habe dich je und je geliebet. Ja, der Geburtstages der Kaiserin teilzunehmen und Tag, der unsre Kaiserin ins vergangene Jahr sodann am Nachmittage mit dem Kronprinzen und weiter zurückblicken läßt in 35 vergangene zum Jubiläum des Königs Albert von SachLebensjahre, ist von der Gottesliebe durch=sen nach Dresden abzureisen. strahlt. Aber auch die Liebe der Menschen] Die Kaiserin legte am Mittwoch im Mauh, 539 Schweine kehrt am Geburtstage bei der Hohen Frau soleum zu Potsdam am Sarkophage Kaiser 2 Schafe. Peist ein und schmückt ihr das Fest. Gott der Friedrichs einen großen Kranz von Lorbeeren, chtgewicht wixg;“ Herr hat ihr einen Gemahl geschenkt, der mit Tuberosen und Veilchen mit weißen Schleifen 100—0gua# ihr einig ist in dem Einen, was not ist.] für sich und den kaiserlichen Gemahl nieder. Lual. 50—54 4 Siebrn lieben, blühenden Kindern ist sie eine Blumenspenden waren noch in reicher Anzahl 54—56 M## Eresame, fromme Mutter; denselben streut von Nah und Fern gekommen, so im Auftrage Kälber per 27## st. Tag für Tag den edlen Samen ins Herz; der Großherzoglich=Badischen Herrschaften ein ein Geburtstag aber ist ein Erntetag, da die Kranz von Tannengrün des Schwarzwaldes, Saaten gereift sind und in das Herz und in ein Arrangement von Palmen und weißen die Hände zurückkommen, von denen sie aus= Blüten vom Offizierkorps des badischen InLestreut sind. Gott gebe es der Kaiserin, daß fanterie=Regiments Kaiser Friedrich III., so sir nicht blos jetzt, sondern allezeit ihre Kinder noch Kränze von Vereinen und Privatpersonen. an die Hand fassen und im rechten mütterlichen] Der„Reichsanz.“ schreibt:„Der KriegsStolz sprechen könne wie jene edle Römerin: minister von Kaltenborn=Stachau, dessen Rück„Dis sind meine Kleinodien.“ tritt seit der Annahme der Militärvorlage durch Gott segne unsre Kaiserin! So tönt den Reichstag als gewiß galt, hat vorgestern es von den Lippen derjenigen, denen das weite dem Kaiser in Hubertusstock von Neuem sein Qualität 55ge —64 4, 464. Nummer etr. bei, auf rs hinweisen. da das von Ew. Majestat gesandte schöne Geschwader in der Touloner Rhede vor Anker geht und die tapferen russischen Seeleute die ersten Zurufe hören, die das französische Volk für sie bereit hatte, ist es mir ein Herzensbedürfnis, meinen vollen Dank an Eure Majestät zu richten und Ihnen die aufrichtige Freude auszudrücken, die ich angesichts dieser neuen Bezeugung der tiefen Sympathien empfinde, welche Rußland und Frankreich vereinen.“ Der Zar erwiderte:„In Beantwortung ihres liebenswürdigen Telegramms ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen das ganze Vergnügen auszudrücken, das ich darüber empfinde, daß unser Geschwader den Besuch erwidern konnte, den die tapfern französischen Seeleute in Kronstadt gemacht haben.“ Als der Zar die französischen Kriegsschiffe besucht hatte, telegraphierte Carnot:„Indem Sie die vor Kopenhagen liegenden französischen Seeleute mit Ihrem Besuche beehrten haben Euer Majestät gestern meinem Lande ein neues Zeichen der Sympathie gegeben, wovon ganz Frankreich Westalen und Nheinland. Schwerte, 20. Oktober. Wird ein Reisender mit einer nicht abgestempelten Fahrkarte im Zuge betroffen, so genügt es zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Verfolgung der dienstwidrigen Ausgabe der Karte, die Person des Karten=Inhabers, sowie die Ausgabestelle festzustellen, bei welcher die Karte gelöst worden ist. Auf keinen Fall darf der Reisende dieserhalb zur Lösung einer anderen Fahrkarte angehalten, oder in der Weiterreise behindert werden. Schwerte, 19. Oktober. Bekanntlich ist für Kinder unter vier Jahren, die sich in Begleitung der Eltern bezw. Angehörigen befinden, auf den Eisenbahnen ein Fahrgeld nicht zu entrichten. Diese Vergünstigung scheint aber hinsichtlich der Lösung einer Bahnsteigkarte nicht Platz zu greifen, denn vor einigen Tagen passierte jemanden in Dortmund, welcher mit seinem 4 Jahre alten Sohn den Wartesaal betreten wollte, daß er auch für letzteren die üblichen 10 Pfg. opfern mußte. Wir wissen allerdings nicht, ob eine derartige Einrichtung höheren Orts gebilligt wird, oder ob hier ein Uebereifer des dienstthuenden Beamten vdrliegt. § Schwerte, 15. Oktober. Die am 15. Oktober cr. in Letmathe gelegentlich im Hotel Bohe anberaumten Sitzung der Ortsgruppen=Vorsitzenden des Bundes der Landwirte für den Wahlkreis Altena=Iserlohn versammelten Landwirte nahmen folgeude Resolution an:„Die Deutsche Landwirtschaft kann eine Verschärsung ihres schweren Existenzkampfes durch eine Herabsetzung der Eingangszölle auf russisches Getreide nicht ertragen. Rußland hat durch seine billigen Arbeitskräfte, seine Raubwirtschaft infolge seiner Gemeindeverfassung und seinen niedrigen Geldwertstand Deutschland gegenüber einen bedeutenden wirtschaftlichen Vorsprung. Die Herabsetzung des Zolles auf russischen Weizen und Roggen unter 5 M. für den Doppelzentner und die Herabminderung anderer Zollsätze auf landwirtschaftliche Erzeugnisse Rußlands hätten zur Folge, daß unsere Landwirtschaft in eine unhaltbare Lage der russischen gegenüber versetzt würde. Wir bitten daher die verbündeten Regierungen und den hohen Reichstag, es bei den bisherigen Zollsätzen auf Erzeugnisse russischer Landwirtschaft zu belassen und, insofern der Wertstand des russischen Geldes noch weiter sinkt, dieser Wertverminderung sich anpassende Zollerhöhungen festzustellen.“ § Schwerte, 19. Oktober. Wir erfahren aus bester Quelle, daß Herr Gustav Truppel, der von der Deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin zu einem Vortrage im Saale des Herrn Ostermann hierselbst am 24. Okt. entsandt wird, acht Jahre lang in den verschiedensten Teilen der Südsee in leitenden Stellungen thätig war, zuerst auf den FidschiInseln(1878— 82), dann auf den Samoaund Tonga=Inseln und zuletzt im Bismarck=Archipel als Vertreter der Deutschen Handels= und Plantagen=Gesellschaft, wobei er auch Kaiser=Wilhelmsland besuchte und zwar noch vor Errichtung der ersten Station der Neu=Guinea=Kompagnie. In Samoa befand sich Herr Truppel zur Zeit der deutschen Flaggenhissung im Jauuar 1885 und war nächster Augenzeuge der Entstehung der damaligen Krisis; im Bismarck=Archipel nahm er Teil an den Kriegszügen durch S. M. Kr.„Albatroß“(1886). Herr Truppel hat bereits seit mehreren Jahren mit großem Erfolge in den Abteilungen der Deutschen Kolonialgesellschaft wie auch in weiteren Kreisen zahlreiche Vorträge gehalten. Durch seine innigen Beziehungen zur Deutschen Kolonialgesellschaft und den ihr nahestehenden Kreisen ist er auch mit allgemeinen kolonialen gen sowie mit den Verhältnissen in den übrigen deutschen Kolonien gut vertraut, um darüber mit Berständrie und sicherem Urteil sprechen zu könnenSeine ensplechende, sichere und elegante Vortragsweise macht ihn zu einem sehr geschätzten Redner, sodaß auch zweisellos ein genußreicher Abend in Aussicht steht, zumal, wie wir hören, gleichzeitig eine umfangreiche Sammlung von Originalphotographien aus unseren Kolonien vorgelegt werden wird. Schwerte, 17. Okt. Die älteste Frau unserer Stadt, Frau Witwe Ruben Herz Dickhoff ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Heute wurde dieselbe auf dem israelitischen Friedhofe zu Grabe getragen. Aplerbeck, 19. Okt. Die Baukommission über die im Bau begriffene Provinzial=Irrenanstalt, etwa 25 Herren zählend, an deren Spitze der Herr Landeshauptmann stand, traf heute morgen von Münster hier ein und besichtigten die bereits unter Dach gebrachten 7 Gebäude jener Anstalt.— Nach eingenommenem Mahl im Gasthofe zur„Post“ setzte die Kommission die Fahrt weiter fort nach Lippstadt.— Die Anstalt wird eine großartige Anlage, da noch weitere 16 Gebäude vom nächsten Jahre ab gebaut werden.„„ Aus Westfalen, 18. Oll. Die GesamtEinnahme des Gustav=Adolf=Vereins im letzten Rechnungsjahre betrug 1,830,135 M. Eingeweiht wurden in demselben Zeitraum 27 Kirchen und Bethäuser, 10 Pfarrhäuser, 9 Schulen. Der Grundstein wurde gelegt zu 23 Kirchen, 4 Pfarrhäusern, 4 Schulen und 1 Waisenhaus. 50 Gemeinden wurden in die Vereinspflege neu aufgenommen. Die Gesamtsumme der vorliegenden Bittgesuche beträgt 1604. Von diesen für Kirchenbauten 405, Schulbauten 125, Pfarrbauten 151, Reparaturbauten 113, Erwerbung von Grundstücken 18, Pfarrfonds 161, Schulfonds 124, Kirchenfonds 60, Pfarrgehalt 105, Schulerhaltung 217, Konfirmanden=, Waisenhäuser 2c. 112, während 545 Gemeinden mit einer Gesamtschuld von 4,607,652 M. belastet sind. Höchsten, 17. Okt. Die von Herrn Lehrer Wulfhorst verwaltete Schulstelle ist dem Schulamtskandidaten Haiser aus Bochum übertragen worden. Herr Wulfhorst ist nach Iserlohn übergesiedelt. Syburg, 19.Ckt. Auf der Zeche„Gottessegen“ hatte der Bergarbeiter Heinrich Teckhaus von hier einen Schuß angezündet und sich dabei nicht weit genug entfernt, denn er erlitt beim Losgehen des Schusses schwere Brandwunden im Gesicht, im Nacken und an beiden Händen. Daselbst erlitt durch Steinfall aus dem Hangenden der Hauer Heinrich Steffen eine starke Quetschung der rechten Hand. Holzwickede, 19. Okt. Die Bahnhofsperre ist Ursache mancher aufregenden Szene. So auch hier. Passagiere, welche hier umsteigen müssen, haben in den meisten Füllen nur so viel Zeit, um mit knapper Not dies zu bewerkstelligen. Durch das Vorzeigen der Fahrkarten wird diese Zeit noch mehr verringert und so geschieht es sehr häufig, daß der Anschluß verfehlt wird. Es ist eben auf manchen Bahnhöfen die Einrichtung für die Perronsperre noch nicht so ausgebildet, um eine Erleichterung für das reisende Publikum zu sein; bis jetzt ist die Perronsperre in den meisten Fällen eine große Belästigung.— Die Wünsche, die Bahnverwaltung möge den gegenwärtigen Uebelständen baldigst ein Ende bereiten, sind nur zu berechtigt. Hagen, 17. Oktober. Die Handelskammer hierselbst hat beschlossen, sämtliche Firmen, welche 32 Mk. und mehr Gewerbesteuer zahlen, zu den Beiträgen der Handelskammer mit 7½% der Steuer heranzuziehen. Dortmund, 18. Oktober. Mit der Bahnsteigsperre hat die Bahnverwaltung sich ein wahres„Dukatenmännchen" verschafft, schreibt die „D. Z.“, welches ohne jedes Hinzuthun seitens der Verwaltung arbeitet. Wie von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, sind an dem Hauptbahnhofe hierselbst bis jetzt gegen 11000 derartige Karten den beiden Automaten entnommen worden, was einer mühelos erzielten Einnahme von 1100 Mk. in einem halben Monat gleichkommt. Das Publikum beginnt schon dem Bahnsteigkarten=Automaten allerlei unverdauliche Sachen zuzustecken. Am Sonntag versagte hier in Dortmund einer der aufgestellten Automaten, da man ein Stückchen Holz hineingesteckt. Bei der Oeffnung desselben, um ihn wieder in Stand zu setzen, fand man außer den Nickeln auch Hosenknöpfe, Bleistücke, zusammengeklopfte Nägel und wer weiß was sonst noch. Mann hatte 5 Pfund des gefährlichen Spreugstoffes bei sich, um damit in der Grube eine Anzahl Schüsse zu legen, allein ehe er dazu kam, explodierte der ganze Vorrat und verwandelte ihn zu einer unkenntlichen Masse. Lempen, 17. Okt. Der Kappusertrag in hi: er Gegend war außerordentlich reichlich: 4. bis 500 Zentner auf den Morgen. Der Zentn.: wird mit 80 Pfennig bis 1 Mark Neutz, 16. S s. Eine ungebeuere Aufregung hatte sich gestern der Bürgerschaft bemächtigt; es war bekannt geworden, daß der des Mordes an der kleinen Naß verdächtige Stromer Stockdik mehreren Zeugen gegenübergestellt und an den Thatort geführt werden solle. Mit fast absoluter Gewißheit läßt sich heute behaupten, daß der Verhaftete die scheußliche That begangen hat. Die Dienstmagd Neumann aus Hamm erkannte ihn bestimmt als den Menschen, der sie überfallen und mit gezücktem Messer gedroht hat, ihr das anzuthun, was er bei der kleinen Naß leider ausführen konnte. Auch das Brotmesser, welches Siockdik bei sich führte, will sie bestimmt als das jenige erkennen, mit dem sie bedroht worden ist. Siockdik, der sich bei seiner Vernehmung in die größten Widersprüche verwickelte, will am Sonntag in Dortmund, Dienstag in Gladbach und am Mittwoch in Neuß gewesen sein. Er ist 29½ Jahre alt, geboren im Nordwalde, Kreis Burgsteinfurt. Am 18. September ist er aus dem Gefängnis in Paderborn, wo er eine Strafe wegen Körververletzung abgesessen, entlassen worden und hat sich seither vagabondierend herumgetrieben. Er ist wiederholt wegen Mißhandlung, Körperverletzung, Bettelei u. s. w. vorbestraft. Die Neußer Kriminalpolizei verdient ein unbeschränktes Lob für die Rührigkeit und Umsicht, mit der sie den Fall behandelt und die rechten Mittel zur Ergreifung des Scheusals vorbereitet hat. Köln, 16. Oktober. In unserer Stadt soll demnächst eine neue katholische Zeitung nach dem Muster der„Kölnischen Volkszeitung“ erscheinen. Wie es heißt, wird der katholische Adel die Gelder für dieses neue Unternehmen hergeben. Köln, 18. Okt. Einen raffinierten Schwindel haben hier drei Leute ausgeführt. Mit der Angabe, der Meister habe sie hergeschickt, um das Dach zu reparieren, begaben sie sich in mehreren Häusern auf die Dächer, trennten dann dort das vorhandene Zinn los und luden es, um es zu verkaufen, auf einen Karren. Einer Hauseigentümerin kam die Sache jedoch verdächtig vor und wollte die Festnahme der Personen bewirken, diese bekamen Wind und entkamen. Der mit Spannung erwartete Wahlaufruf der schlesischen Zentrumspartei ist soeben erschienen. Derselbe ist u. a. unterschrieben vom Grafen Ballestrem, dem Frhrn. v. Hüne, Grafen Matuschka, Dr. Porsch, Letocha. Die Bestrebungen Symulas werden als Zwietracht säend und das Zentrum spaltend bezeichnet, andererseits werden dem oberschlesischen Polentum große Zugeständnisse, namentlich betreffs der Muttersprache, im Schulunterricht gemacht. Cholera=Nachrichten. Das Reichsgesundheitsamt macht folgende Cholerafälle bekannt: In Niedersaaten, Kreis Königsberg N. M., eine Neuerkrankung. In Stettin wurde bei 2 töt ich verlaufenen Krankheitsfällen Cholera festgestellt; in Warsow, Kr. Randow, bei 7(davon 6 tötlich), in Stepenitz, Kr. Kammin, bei drei(davon zwei tötlich); in Eggesin, Kr. Ucckermünde, erkrankte ein Kahnschiffer. In Damnatz, Kr. Dannenberg, 1 Erkrankung. In Hamburg vom 16. bis 19. Oktober 2 Neuerkrankungen(daruter eine mit tötlichem Ausgange) festgestellt. men zu bilden: Schwarzseidener Rock mit sehr langer Schleppe, das Ganze mit farbigen Seidenstickereien übersäet, die Scenen aus dem russischen Volksleben darstellen, sowie auch Troiken, Schlitten, Soldaten, Jagdscenen 2c., dazu eine Taille aus goldgelbem Sammet mit schwarzsammtenen ungeheuren Ballonärmeln, moosgrüner Gürtel und ebensolcher Hut. Die Bestellerin dieses Kostüms wird, wie sie ihrem Schneider verriet, einen eigens angefertigten Schmuck dazu anlegen: Hutagraffe, Brosche, Manschettenknöpfe, Gürtelschnalle, Ohrringe, Schuhschnallen 2c. sind kleine, in Emaille gearbeitete russische und französische Fähnchen! — Ein anberes Kostüm: Blauer Rock, weiße Blouse, roter Hut, alles mit seidenen altrussischen Arabesken und Ornamenten in schwarz, goldgelb und grün bestickt. Das dritte Kostüm, welches wir hier erwähnen wollen, besteht nur aus gelbem Atlas. Der untere Teil des Rockes zeigt ein Panorama in Handmalerei, die Begegnung russischer und französischer Kriegsschiffe auf hoher See darstellend, auf der einen Seite der Hafen von Toulon, auf der anderen der von Kronstadt. Die Malerei ist das Werk eines jungen hoffnungsvollen französischen Marinemalers. Hut und Schirm sind ebenfalls gelb mit schwarzen Streifen. * Von Haifischen verschlungen. Spanische Blätter berichten:„Vor einigen Wochen wurde in der Nähe der Philippinen der spanische Dampfer„Don Juan“ auf See durch eine Feuersbrunst vollständig vernichtet. Er hatte 200 Chinesen als Passagiere an Bord und außerdem eine Ladung von etwa 1000 Tonnen Petroleum. Das Steinöl geriet in Brand, und in kurzer Zeit hatten die Flammen das ganze Schiff erfaßt. Hunderte von Haifischen, die durch den Feuerschein angelockt worden, umkreisten beutegierig das brennende Fahrzeug und rissen die Chinesen, die ins Meer gesprungen, in Stücke. Jeder Chinese, der den Versuch machte, schwimmend die Küste zu erreichen, wurde von mehr als einem Dutzend dieser Meeresungeheuer angefallen und zerfleischt. Der einzige Rettungskahn, den das Feuer verschont hatte, wurde ins Meer gesetzt; dreißig Chinesen bestiegen ihn und ruderten der Küste zu. Sie hatten jedoch kaum 10 Meter zurückgelegt, als sich mehr als fünfzig Haifische gegen den Kiel stemmten, so daß das ganze Fahrzeug umschlug. Nicht einer von den unglücklichen Passagiere konnte sich vor dem Heißhunger der Haie retten. * Der Ballon Phönix wird, wenn nicht das Wetter hindernd wirkt, dieser Tage seine erste Fahrt mit der veränderten Füllung unternehmen. Probeweise soll diesmal die Hebekraft zur Hälfte aus Wasserstoffgas, zur Hälfte aus Leuchtgas zusammengesetzt werden. Die Höhe, die sich bei den bisherigen Fahrten auf rund 6000 Meter belief, wird bei der neuen Mischung schon bedeutend überschritten werden. Man will später eine Höhe von 9—10000 Meter erreichen, eine Luftschicht, in der die menschliche Lunge nicht mehr arbeiten kann. Daher werden die Luftschiffer bei den später beabsichtigten Aufstiegen Sauerstoff mit sich führen müssen, der in schmiedeeisernen Cylindern mit 120 Atmosphären komprimiert wird. Aus den Behältern saugen die Luftschiffer durch Glasröhren den Sauerstoff ein. Die dünne Luft, die in jener Höhe vorhanden ist wird durch die Nase eingezogen und vermischt sich im Munde mit dem Sauerstoff zu einer derartigen Substanz, wie wir sie auf der Erde den Lungen zuführen. Auf solche Weise können sich die Luftschiffer stundenlang in den oberen Regionen aufhalten. Man verspricht sich von den Reisen eine große wissenschaftliche Ausbeute. Um die zu erreichende Höhe zu veranschaulichen, sei bemerkt, daß der höchste Berg Europas, der Montblanc, nur 4810 Meter, der höchste Punkt der Erde, die Spitze des Mont=Everest, 8840 Meter über dem Meeresspiegel liegt. * Dillenburg, 17. Okt. Von dem Zugspersonal der Bahnstrecke Deutz=Gießen war wiederholt auf der hiesigen Station gemeldet worden, daß ein Mann überfahren worden sei, ohne daß man je den Körper des vermutlich Verunglückten gefunden hätte. Als nun kürzlich der Führer einer einzelnen daherkommenden Lokomotive wiederum einen Körper auf dem Bahngeleise bemerkte, brachte er die Maschine zum Stehen; es gelang ihm in Gemeinschaft mit dem Heizer in dem vermeintlichen Selbstmordkandidaten einen hiesigen Arbeiter zu ermitteln, der aus sträflichem Uebermut nach seiner eigenen Aussage schon acht Bahnzüge über sich hatte dahinbrausen lassen. * Die Sozialdemokraten haben einen eigenen Turnerbund gestiftet, dem ein ganzes Dutzend Turnervereine beigetreten sind. Aber was will das besagen angesichts der Thatsache, daß zur deutschen Turnerschaft am 1. Januar d. Is. 4722 Vereine gehörten und ihr im Laufe dieses Jahres bis jetzt 312 Vereine beigetreten sind. Der gesunde Sinn der deutschen Turner will also offenbar nichts davon wissen, daß Parteipolitik in die Turnvereine hineingetragen werde. Die politische Devise der Turnervereine lautet einfach: Treu zu Kaiser und Reich! Soziale Bewegung. Amsterdam, 19. Okt. Hier kam es gestern Nacht nach einer sozialistischen Versammlung zu Ausschreitungen. Die Polizei verbot den in den Straßen herumziehenden Sozialisten das Singen. Da der Aufford rung nicht Folge geleistet wurde, schritt die Polizei wiederholt ein. Die Sozialisten warfen mit Steinen. Auf beiden Seiten kamen Verwundungen vor. Mehrere Sozialisten wurden verhaftet, darunter, der Führer Vancol. London, 19. Oktober. Als die Grubenarbeiter zu Helene in Lancushire die Arbeit verließen, wurden sie mit Steinwürfen und Knütteln angegriffen, die einschreitenden Polizisten wurden mißhandelt. Mehrere Personen erlitten schwere Verwundungen. Dortmund, 18. Okt. Ein schreckliches Famiiendrama spielte sich gestern hier ab. Dem Berg mann Heinr. Meister war die Frau gestorben, was ihn tief niederdrückte, zumal er anscheinend in sehr ärmlichen Verhältnissen lebte. Er begab sich zu seinem Hauswirt, um von demselben 20 Mk. zu den Begräbniskosten zu leihen. Dieser war nicht zu Hause und die Frau vertröstete Meister bis zur Rückkehr ihres Mannes. Inzwischen aber war dem Meister das Leben völlig leid geworden, er dachte nicht daran, daß er der Vater von 3 Kindern sei, sondern legte sich unter den Sarg, worin seine Frau aufgebahrt lag, und schoß sich mehrere Kugeln in den Leib. Als Leiche wurde er von der Polizei unter dem Sarge hervorgezogen. Braubauerschaft, 16. Oktober. Die Dynamitbuben treiben ihr Unwesen hier weiter. Es wurde nämlich von dem Bahnwärter der Emscher=Thalbahn auf dem Gleis eine Bombe gefunden, die, wenn sie vom Zuge überfahren worden wäre, zweifellos großes Unglück angerichtet hätte. Hoffentlich gelingt es der Polizei bald, die Verbrecher ausfindig zu machen, damit die Gemüter wieder beruhigt werden. Altenseelbach, 17. Oktober. Durch eine Dynamit=Explosion verlor auf der nahen Grube Lohmannsfeld ein Bergmann sein Leben. Der Gottesdienste. Schwerie. Größere evangelische Kirche. Sonntag, den 22, Oktober 1893. Hauptpr. ½10 Uhr: Past. Heinenberg. (Abendmahl.) Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Pastor Graeve. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Westhofen. Sonntag, den 22, Okt. 1893. Vormittags 10 Uhr: Predigt. Pastor Falkenberg. Nachm. 2 Uhr Kindergottesdienst. Vermischtes. * Ein Grenzbeamter geriet mit einem Fremden in Streit. Wissen Sie, Unverschämter, wer ich bin? fragte jener.„Nein!“—„Ich bin Oberkontrolleur!“—„Na, da bedaure ich lebhaft, erwiederte der Fremde,„daß nicht noch 2 Buchstaben vor Ihrem Titel stehen, denn dann wären ie ganz genau bezeichnet!“„Und welche wären dies?" fragte der Beamte neugierig.„G“ und r“ erwiderte der Beleidigte und ging. * Auf einem Güterzug, welcher den langen Tunnel von Alpes=Heyre bei Clermont=Ferrand in Frankreich passiet hatte, wurden beim Einireffn in der nächsten Station der Maschinist, ein Heizer und ein Bremser bewußtlos ausgefunden. Die ersten beiden konnten wieder zum Leben gebracht werden, der Bremser erlag den Folgen der Kohlenoxidgasvergiftung. * Wie die Damen von Toulon für die russischen Gäste Toilette machen. Damit auch unsere Damenwelt etwas Vergnügen von dem großen, weltbewegenden Rum mel in Toulon hat, geben wir hier einige Stellen aus einem den Leipziger Neuesten Nachrichten zur Verfügung gestellten Privatbriefe wieder, in dem von den Festtoiletten der Touloner Damen die Rede ist. Es heißt darin u. a.: Seit mehr denn vier Wochen sind un sere hiesigen Damenschneider und Modisten in fieberhafter Thätigkeit. Gilt es doch, den rus sischen Gästen durch ausgesucht„schneidige" und prächtige Kostüme zu imponieren, und beansprucht die hiesige Damenwelt den größten Teil des auf die geliebten Russen zu machen den günstigen Eindrucks schon im Voraus für sich! Einige Proben aus der großen Anzahl excentrischer Kostüme, die in den Tagen vom 13. ab die Welt in Erstaunen setzen werden, dürften genügen, um sich ein stillschweigendes Urteil über den Geschmack der Touloner DaBibelstunde. West nort Nr. 12 Sbang. Alrchrachbr. Reformierte Kirche. Sonntag, den 15. Ok. 1893. ½10 Uhr: Pastor Terberger. Stadtmission in Schwerte. Sonntag, 15. Okt., nahm. 4½ Uhr Samstag, 21. Okt., abends 8 Uhr Uebung. Ia. à Pfd. 75 4, Süßrahm-Margarine, à Psd. 75 4, Fr. Wellenbutter, à Pfd. 1,05 M. Schweizerkäse, à Pfd. 1,00 M, Frische Heringe, Dtzd. 50 4, Rüböl,&à Liter 53 Pfg. Kiebeler, Westhofen. Dr. Hartung, Frauenarzt, Dortmund, Elisabethstr. Frauen-u Magenkranke finden Aufn i.all.Klassen mein.Klinik. Beste u. billigste Bezugsquelle für Cigarren. Verreise vom 20. bis 28. Oktober. Dr. Morsbach, Frauenarzt, Dortmund. à Mk. 18, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 28, 29, 30, 33, 35, 36, 38, 40, 42, 45, 50, 55, 60, 65, 70, 80 bis 100 p. Mill. Von jeder Sorte stehen 1/10 Probekistchen(100 Stück) gegen Nachnahme zu Diensten. Schöne Arbeit, abgelagerte Ware, elegante Verpackung. Adolf Öster, Cigarrenfabrik in Xanten,(Rheinprovinz.) 5 0 APR O U 0 C Cn aus der Lognacbrennerei Gg. Scherer& Co. Langen, Hessen. Aerztlich empfohlen. Grosse Flasche Mk. 2.—, 2.50, Mk. 3.—, 3.50, 4.—, 5.—. Alleinige Niederlage: Wilh. Heppe, Schwerte. Empfehle mich zum Waschen u. Glanzbugern. Achtungsvoll Clara Küurtzke, Wilhelm= u.Bismarckstr.=Ecke 22 Pa. Rauchfleisch, à Pfund 90 Pfg., dasselbe in Blasen, à Pfund 1 Mk., und sämtliche Ia. geräucherte westf. Fleischwaren, empfehlen laut Preisliste. Gebr. Welp, Lengerich i. W. à Pfund 50 Pfg. bei Wiecken, Brückstr. Dr. med. Hope homöopathischer Arzt in Hannover. Sprechstunden 8—10 Uhr. Auswärts brieflich. Gelegenheitskauf!!! Bei den z. Zt. hohen Fleisch preisen empfehle eine Partie P#. Blasenkäse den Holst. Holl. Käse an Qual weit überragend, per Ztr 33 Mk ab hier Nachnahme. J. F. M. Schwarzlos, Hamburg-Eilbeck. 10 Pfd. Probekolli 4 Mk. franko Nachnahme. vollständiges Bett Mk. 12 mit garantiert neuen Federn, bessere 18 M, mit rosa Inlett, sehr breit und weicher Halbdaunenfüllung 25 K, prachtvolle Köper=Betten, rot und gemustert Inlett, hochfeine Füllung nur 30 und 35 J. Schwere Schlafdecken, prachtvolle Muster A# 2 50, 3,50, 4. Versandt streng reell gegen Nachnahme oder vorherige Kassa. Umtausch gestattet. Preislisten franko. Betten- u. Bettfedern-Versandthaus Ferd. Jankel, Magdeburg. Viele Anerkennungsschreiben. Hausknecht Von heute an täglich gutes Pferdefleisch zu haben bei Steffen, Schwerte. Versetzungshalber eine Wohnnug auf den 1. Nov. zu vermieten Hörderstraße Nr. 32. Eine Wohnung von 3—4 Räumen, am liebsten außerhalb der Stadt, pr. 1. Nov. zu mieten gesucht. Von wem, sagt die Exped. Ein Nachmirlagsmärcht auf sofort gesucht. Die Geschäftsstelle sagt wo. d. ZsUeberraschend gesucht. Wohnung und Beköstigung im Hause. Hermann Irle. ist die wohlthätige und„ien schönernde Wirkung auf die beim täglichen Gebrauch von: Bergmann's Lilienmilch-Seife. Vorr. à Stück 50 Pfg. bei. C. Bra us die Hebezur Hälfte zen. Die ihrten auf der neuen en werden. 9—10000 in der die ten kann. den später mit sich m Chliniert wird. iffer durch sie dünne ist, wird mischt sich einer derder Erde Weise köng in den verspricht nschaftliche Höhe zu er höchste ur 4810 die Spitze über dem em Zugseßen war gemeldet vorden sei, vermutlich nun kürzerkommener auf dem Maschine emeinschaft en Selbstter zu ermut nach Bahnzüge einen eigein ganzes ind. Aber Thatsache, 1. Januar d ihr im ereine beider deuthts davon urnvereine che Devise reu zu Kaieise Oktober. bach, tmund. jum 84e22 eisch, ind 1 Mk., serte westf. aut Preissich i. W. 50 Pfg. rückstr. heute an gutes esleisch Erped. mädchen telle d. Tertrrtig Dienstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Saale des Herrn Östermann ein Vortrag des Herrn Gustav Truppel über „Die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Kolonialbewegung statt. Zutritt frei. Herren und Damen, welche sich für Kolonisations= fragen interessieren, werden ersucht, zu diesem hochinteressanten Vortrage eines gediegenen Kenners sich einfinden zu wollen. Deutsche Kolonialgesellschaft. 100 Mk. Jelohnung demjenigen, der mir den Urheber des Gerüchts nachweist, daß ich zur Kirmes nicht den berühmten Hand= u. Kopfbalanceur „The Original Wokau“, sowie den unstreitig genialsten und beliebtesten Original=Humoristen Ernst Berghaus mit nach hier bringe. Schwerte, 20. Okt. 1893. Walter Grevers a. Elberfeld. Des Zur Kirmes im„Stadtkeller“. Schwerte. S. Güls Grand=Cheater, Schwerte. im großen Saale des Herrn C. Feit. Nur Sonntag, den 22. Oktober, eine Extra=Gala=Vorstellung verbunden mit Konzert. Alles Nähere durch Plakate. Einlaß 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Cassa=Preise: I. Rang 75 Pf., II. Rang 50 Pf., III. Rang 30 Pf. Billets zu ermäßigten Preisen sind zu haben bei Herrn Jeit bis abends 7 Uhr. I. Platz 60 Pfg. II. Platz 40 Pfg. Achtungsvoll S. Güls, Direktor. Freundliche Einladung zu dem 1. Jahresfest des Christl. Männer- u. Jünglings-Vereis verbunden mit Evangelisationsfest in Schwerte am Sonntag, 29. Oktober, nachm. von 3 Uhr ab, im Saale des Herrn C. Rassin„Zur Helle.“ Die Festpredigt hat Herr Pastor Eiter=Essen freundlichst übernommen; zudem werden noch die Herren Pastor StrathmannOpherdicke und Stadtmissionar Landaren-Schwerte eine Ansprache halten. Deklamationen u. Gesangvorträge auswärtiger Vereine und des hiesigen. Eintritt für jedermann frei. Bekanntmachung. Die Zwangsversteigerung der dem Geometer Friedrich Landskröner zu Westhofen gehörigen im Grundbuch von Westhofen Band 1II Blatt 203 eingetragenen Grundstücke ist ausgehoben. Der auf den 24. Oktober 1893 Vormittags 9½ Uhr angesetzte Versteigerungstermin fällt daher fort. Schwerte, den 18. Oktober 1893. Königliches Gasthof„zur Helle“. Am Kirmestage * B a l l. C. Raffin. Gasthof Duisberg. Am Kirmestage BALL. Großer Kirmes-Ball Bekanntmachung. Die Abteilungslisten der Urwahlbezirke der Stadtgemeinde schwerte zur Wahl der Wahlmänner behufs Neubildung des Hauses der Abgeordneten liegen am 21., 23. und 24. dieses Mts. auf dem hiesigen Magistratsbureau zur Einsicht offen. Reklamationen gegen die Listen können nur binnen obiger Frist hier zu Protokoll gegeben oder schriftlich angebracht werden. Schwerte, den 20 Okt. 1893. Der Magistrat. Ge Holz- u. Polster-Möbel in grosser Auswahl. Dekorationen jeden Genres. Mittwoch, d. 25. Okt., abends 7 Uhr. Bekanntmachung. Entree 50 Pfg. Carl Feit. e Lieferung vollständiger Zimmer-Einrichtungen. Bahnhof- und Karlsstrassen-Ecke. Sauerländischer Gebirgsverein, Abteilung Westhofen. Sonntag, den 22. Oktober, Ausflug nach der HestertHaardt. Abfahrt vom Bahnhof Westhofen nachmittags 238 Uhr. Die Kgl. Steuerkasse befindet sich vom 1. d. Mts. ab im Hause des Herrn Uffelmann, große Marktstr. 6, worauf hiermit wiederholt aufmerksam gemacht wird. Schwerte, 17. Okt. 1893. Kgl. Steuerkasse. Schrader, Kgl. Rentmeister. 0 0 □. K81CHOLOLADE Ueberall käuflich N. 1.20 ½ Ko. an aufwärts. Gewandte Herren können sich bei einer altrenommierten Arbeiter=, Kinder=, Konfirmations=, Aussteuer= und Sterbekassen=Versicherung einentäglichen Barverdienst von 5—6 M. sichern. Gefl. Off. an die Subdirektion der Friedrich-Wilhelm=Gesellschaft in Hannover. Herren u. Neu! Auf dem Märkte Neu: Sonntag, den 22. Oktober, und während der Kirmes. Einem hochgeehrten Publikum von Schwerte u. Um gegend die ergebene Anzeige, daß ich mit einer ganz neuen werden schnell geliefert Berg= u. Thalbahn (Rutschbahn), das größte und schönste Fahrgeschäft der Jetztzeit, hier eingetroffen und dasselbe zur gefälligen Benutzung empfehle. Abends wird dasselbe ducch mehrere hundert Gasflammen seenhaft beleuchtet. recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Der Besitzer. Fein dekorierte Kaffeeserrice mit Stabhenkel aus echtem Porzellan von 4 Mk. 50 Pf. an. Bierserrice mit Tablett und# Krug mit Deckel von 3 Mk. an. Hochfeine Stammseidel von 75 Pfg. an. Waschservice in weiss und dekoriert von 3 Mk. an. Botlen, Liqueurserrice, Blumenvasen, Nippsachen und viele andere nützliche Geschenke. Alles in grösster Auswahl stets vorrätig zu den billigsten Preisen bei F. Neuwerth, Schwerte. Wilh. Ortmann, Ostenstraße 9. Man gebe den Kindern jetzt Vorsch-Leberthran; dieser beseitigt durch seine blutreinigende Wirkung sicher Drüsenbildungen, Skrofulose 2c. Unverfälscht, fast geschmack= und geruchlos zu haben in der Drogerie von Wilhelm Heppe. Bestkochende neue Hülsenfrüchte empfiehlt billigst Wilhelm heppe. Bei Abnahme von 25 Pfd. Engros-Preise. Husten= u. Catarrh= Linderungsmittel, I#5 Medizinische Verband-Artikel, Chirurgische Gummi-Waren aller Art empsiehlt Wilhelm heppe. Wer sich einen soliden, dauerhaften u. eleganten Anzug auschaffen will, verlange Muster meiner Spezialqual. garantiert reinwollen, echtfarbig, Cöper- Buckskin, haldschwer, nadelfertig à Mk. 5.50 per Meter. Muster sofort franko. Tuchfabrl. Wilh. Hinkel, Esslingen a. N. Bruchleidende! Mit dem heutigen Tage stelle ich mein ganzes, bedeutendes Tapetenlager zu Fabrikpreiseu zum Ausverkauf. Zugleich empfehle Emaille-Fussboden-Glanzlack in 1 Kilo=Büchsen, à 2 Mark, in bekannter Güte. Sämtliche####### Lacke und Farben, Glas, Glaspfannen und Das einzig richtig anatomische, beste Spiegel, alle Sorten Bürsten, Pinsel und Bruchband der Welt, hält alle Matten zu billigen Preisen. Hoffmeister, Schwerte. Schont Euren Körper, tragt kein Federband, nur das neuerfund. elast. Gürtel bruch band ohne Feder. Brüche zurück. Tag und Nacht tragbar.— Leib und Vorfallbinden. In Schwerte am 24. Okt. von 3 bis 8 Uhr im Westfäl. Hof zu sprechen. Rogisch, Stuttgart. Gegen spröde u. aufgesprungene Haut: Glycerin, Vaseliue, Lanolin=Craem 2c. empfiehlt Wilh. Heppe. Schwerte u. Umgegend bei Herrn H. Kühnholz. Empfehle prima Kindseisch à Pfund 50 Pfg. L. Seippel, Hagenerstr. 20. H. Borgmann, Iserlohn. Großes Lager in echten Tyroler Preisliste auf Wunsch. eusin, Mese chiche Cacho in Pulver- u. Würfelform. Zu haben in den meisten Konditoreien, Kolonial-, Delikatessund Droguengeschäften. Aus. Luch, Rerememememegerrernen 10 10 G 14--6-Aubll, 9u„ 50 Kunu. Bahnhofstraße Nr. 29. 00 Künstliche Zähne und ganze Gebisse in vor A In züglichster Ausführung. s 5 Plombiren, Reinigen, sow. fi Zwirklich schmerzloses Entfernen kranker Zähne.g SSaSesasasa Bekanntmachung. Die zum Behufe der Wahl der Wahlmänner für das Abgeordnetenhaus aufgestellten Abteilungslisten der 5 Urwahlbezirke des hiesigen Amtsbezirks liegen am 23., 24. und 25. d. Ms., in der Wohnung der betreffenden Herren Gemeinde=Vorsteher öffentlich aus und müssen Reklamationen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Listen binnen dieser Frist bei dem Unterzeichneten oder den Herren Gemeinde=Vorstehern schriftlich oder zu Protokoll angebracht werden. Ergste, den 18. Oktober 1893. Der Ehrenamtmann Bormann. Für Aplerbeck und Uwgegend ist die Haupt=Agentur einer der ältesten Feuerversicherungs=Gesellschaften an einen thätigen und solventen Herrn zu vergeben. Gefl. Off. mit Reserenzen unter H. D. 1 an senstein u. Vogler, A.=G. Dortmund, erbeten. Hochfeines neues Apfelgelee empfiehlt billigst Wilhelm Heppe. Präparierte Jeuhe ist im Verbrauch die billigste und wohlschmeckendste. Wilhelm Heppe. Verpachtung von Grundstücken in Ergste. Samstag, 21. Okt. d. Is., sollen die zu Dümpelmann's Hof gehörenden Grundstücke öffentlich an Ort und Stelle verpachtet werden. Zusammenkunft nachm. 3 Uhr bei Herrn A. Hengstenberg in Ergste. Schwerte, im Oktober 1893. Hohenschwert. Turnverein Eintracht, Schwerte. Sonntag, den 22. ds. nachmittags 1½ Uhr, Antreten zum Wettlausen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Turnwart. Leih=Anstalt von Heinr. Greune in Schwerte, in den Höfen Nr. 2, ist täglich von morgens 9 bis 12 und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, an Sonntagen von morgens 8 bis 9 Uhr geöffnet. u En eingefriedigter Garten ist zur Hälfte anzupachten. Näheres in der Exped. Beste und billigste Bezugs. quelle für garantirt neue, doppelt gereinigt und gewaschene, echt nordische Bettfedern. Wir versenden zollfrei, gegen Nachn. (nicht unter 10 Pfd.) gute neue federn per Pfund für 60 Pfg., 80 Pfg., 1 M. und 1 M. seine prima Halbdaunen 1 M. 60 Pf.; weiße Polarfedern 2 M. und 2 M. 50 Pfg.; silberweiße Bettfedern 3 M., 3 M. 50 Pf., 4 M., 4 M. 50 Pfg. u. 5 M.; ferner: echt chinesische Ganzdaunen(sehr füllkräftig) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. Verpackung zum Kostenpreise.— Bei Beträgen von mindestens 75 M. 5% Radatt.— Etwa Nichtgefallendes wird frankirt bereitwilligst zurückgenommen. Pecher& Co. in Herford i. Westfl. ce Durch Hinzunahme der zu meinen Geschäftsräumen habe ich meine MänterKohlentfon neu eingerichtet und bedeutend vergrössert. Sämtliche Neuheiten der Saison: Regenmäntel, Wintermäntel, Jachetts, Capes, Promenades sind eingetroffen. S. Neent, Schwerte. Ostenstrasse 20. Sonotonouitsoshsotothotie Pelz- u. en ! von 2k. 0.30 an. Sais u ggg Auswaßt. 8 Rauchwaren-Fabrik H. Worrmann, Schwerke, empfiehlt: Pelzmuffen von 1 Mark an, PIüschmuffen von 0,45 Mk. an. Alle Sorten sind in größter Auswahl auf Lager. Reparaturen an Pelz. Schirmen, Huten und Mützen schnell und billig. Gese von 1 Mk. an. 105 SROENSCRENSGG Handschuhe in sgrößter Auswahl. Seoddereedereeeeredeereieeeeeerellelleleeleelllilllaiige Rote 10. Ziehung am 25., 26. und 27. Okt. Hauptgewinne 50000 M., 20000 M., 15000 M., 10000 M., 5000 M., 3000 M., ferner 2mal 2000 M., 5mal 1000 M. Alles bar ohne Abzug, und 6010 Gewinne von 500 M. und kleiner mit 10% Abzug bar zahlbar. Originallose à 3 Mk., ½ 1,75 M., ¼ 1 M., 1 50 Pf., versendet das HauptlotterieGeschäft von Schate u. Lats, Dortmund, Brückstraße 35. Bestellungen sind 25 Pf. für Rückporto n. Gewinnliste beizufügen. Geschäfts=Eröffnung. Den geehrten Damen von Schwerte und Umgegend zur gefl. Nachricht, daß ich hier, Marktplatz Nr. 9, ein Putz=Geschäft errichtet habe. Billige und reelle Bedienung wird meine strengste Aufgabe sein. Paula Scherz. 6 8 * se 8p; Rech cc ce K MKlit dem heutigen Tage übernehme ich die Wirtschaft###.# . des Herrn C. Rösener uggg# a. bierselbst.. 440 K Zu jeder Tageszeit Zur###s## werden kalte u. warme Speisen verabreicht. Auch finden anständige Herren Kost u. Logis. Schwerte, den 17. Oktober 1893. Mit Hochachtung F Anton Menke. Hex Schüfte. Westenhellweg 69. Teppiche, Möbelstoffe, Läufer, Gardinen, Portièren, isch=, DivanReisedecken. Vasen Orer 9 amp; Köhlen=Tager X Becker& Cie., Bahnhof Schwerte, verkauft von heute ab: Ia. stückreiche Hausbrandfettkohlen p. Scheffel zu 55 Pfg., Ia. Rußzkohlen(auch zum Schmieden geeignet)„„ 55„ Salonstücke für besondere Oefen„„ 60„ bei Abnahme 1 Karre, mindestens 33 Scheffel, obiger Kohlen franko Haus, unter 33 Scheffel 5 Ffg. mehr als obige Preise. Wir bitten, gütige Bestellungen an Herrn Becker, Hagenerstraße und auf unser Lager im Güterbahnhof Schwerte gelangen zu lassen. Reelle und pünktliche Bedienung sind unsere Becker& Cie. und Dekorations= Artikel. Ausverkaufs 5 werden 83 Polstermöbel und Dekorationen nach wie vor pünktlich u. solide billigen Preisen angefertigt. Polster= u. Holzmöbel. Westenhellweg 69. Mülung un 1.-Tf. er. Mehr wie jedes 2. Los gew 1893. jedes 2. Los gewinnt. Hauptgewinne: W Sen e ee aee 7### 75000, 50000, 40000. 5. e 200mn 20 re * S S J, M uum 1d 500 offeriert 1 4, 76 Wo##.n 6 ## Bedingungen. Glücks-Kollekte Richard Kulicke, Berlin C, Prenzlauerstrasse 17. Fernsprecher-Amt 7, Nr. 712.“ 1 Für den Verkauf ist unser Geschäft jeden Wochentag von morgens 8 bis abends 8 Uhr und Sonntags von morgens 7½ bis 10 Uhr und von 12 bis 2 Uhr nachmittags geöffnet. Wir haben einen Vorrat von Waren wie nie zuvor und zwar haben wir zu verkaufen: Einige Hundert(1) goldene Herren= und Damen-Uhren, mehr als 600 Stück neue und gebrauchte Taschen=Uhren. (Alle Uhren lassen wir durch tüchtige und geübte Gehülfen repassieren und regulieren und leisten für jede neue Uhr Garantie.) Uhrketten haben wir in Gold, Silber, Double, Talmi und Nickel in großer Auswahl vorrätig. Goldwaren haben wir Engros-Lager über 600 Broschen, 1800 Paar Ohrringe, über 1000 Stück Trauringe, Siegelringe und Damenringe, mehrere hundert Herren= und Damen=Medaillons, 500 Stück Damennadeln, 500 Stück Vorstecknadeln für Herren, 400 Kreuze, Halsketten in allen Metallen, 200 Armbänder usw. Korall= und Granat=Waren Auswahl in Ketten, Broschen, Anhängen und Ohrringen). Sehr billige und feine Regululateur-Uhren, Wand-Uhren und Wecker-Uhren. Anzüge empfehlen wir zu sehr billigen Preisen; wir haben in diesem Artikel eine großartige Auswahl, ebenso in einzelnen Joppen, Hosen, Westen, Knaben= und Kinder=Anzügen. Ueberzieher für Herren, für Knaben und Kinder in sehr großer Auswahl. Arbeiter-Artikel in allen Sorten. Damen-Regenmäntel und Jacketts. Buckskins zu Anzügen, Paletots und Hosen. D Nähmaschinen haben wir jetzt noch 14 neue und ca. 20 Stück kurze Zeit gebrauchte Maschinen zu verkaufen. Musik-Instrumente sind noch in großer Auswahl vorrätig und zwar 100 Stück Harmonikas, Posaunen, 2 Tubas, Klarinetten, Spieluhren, Geigen, Zithern 2c. Tafelmesser, Dessertmesser, Gabeln und Löffel, Bügeleisen, Portemonnaies, 9 Stück neue Oelgemälde u. s. w. Reisekörbe, Kinderwagen, Reisekoffer, HandKoffer, Reisetaschen 2c. 2c. in großer Auswahl. Gebrauchte Herren= und FrauenKleidungsstücke, geben wir zu jedem angemessenen Gebot ab. Dann möchten wir noch besonders aufmerksam machen auf eine schöne Auswahl in silberneu Eß= und Theelöffeln, silbernen Vorlegelösseln, in alf. Bestecks=Messern, Gabeln, Löffeln und auf einen Posten Ringe, Armbänder, Vorstecknadeln mit Brillanten, Diamanten, Smaragden und Rubinen. A. Eick& Co., Nicolaistraße 5, Dortmund. Amtliches Areisblatt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreiund.“ sür den Kreis Gorde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 124. Schwerte, Samstag, 21. Oktober 1893. 26. Jahrgang. Ein Gedenktag. Am 16. Oktober waren 100 Jahre verflossen, seitdem die Königin Marie Antoinette von Frankreich das Blutgerüst bestieg. Die Königin hat mancherlei an dem Hasse, mit dem sie der Pöbel verfolgte, verschuldet. Nachdem ihr Gemahl zur Herrschaft gelangt war, hatte sie sich ausschweifenden Neigungen hingegeben; nicht daß sie für ihre Person sittenlos gewesen wäre, keineswegs, aber sie lebte leichtsinnig und verschwenderisch und vertändelte mit großen und kostspieligen Schäferspielen die Zeit. Ihrem Bruder, dem nachmaligen Kaiser Josef von Oesterreich, war es bei einem Besuche in Paris gelungen, ihr die Gefahren, in die sie mit ihrem unbesorgten Lebenswandel hineintrieb, vor Augen zu stellen und sie für eine ernstere Lebensführung zu gewinnen. Bei dem Volke aber blieb sie ungeliebt. Je schlimmer sich die Dinge für das Königtum wendeten, um so mehr gewann die Königin ihre Würde und Hoheit zurück und entfaltete in den schweren Unglückstagen die edelsten Seiten ihres Charakters. Mit der größten Standhaftigkeit ertrug sie die Leiden des Gefängnisses, den Tod des Königs und schließlich ihre eigene Hinrichtung. Es steht fest, daß sie nicht für das, was sie früher gefehlt haben mochte, den Tod erlitt, sondern daß das böse Gewissen der Schreckensmänner die hoheitsvolle Vertreterin des Königtums aus der Welt schaffen wollte. Fiel doch auch bald nachher das Haupt der frommen Schwester des Königs, der Prinzessin Elisabeth, unter dem Richtbeil; auch sie bewahrte bis zum letzten Atemzuge ihre Standhaftigkeit, obgleich die Henker so grausam waren, sie als letzte von 25 Begleiterinnen hinzurichten. In Frankreich hat man es unterlassen, den 16. Oktober wie die anderen Erinnerungstage der„großen Revolution" zu feiern. Eine solche Feier hätte auch sehr schlecht zu dem Empfange der Vertreter des Zaren, die just an diesem 16. Oktober in Paris eingetroffen sind, gepaßt. Das Organ der deutschen Sozialdemokratie„Vorwärts“ ist darüber sehr ergrimmt. Es schreibt u. a.:„Nicht an die Völkerbefreiung denkt Frankreich, es sinnt blos zu gefallen dem russischen Zaren. Gänzlich seine Würde vergessend, berauscht es sich an dem Anblicke der Bilder russischer Großfürsten und russischer Uniformen. Es giebt kein widrigeres Bild als die Erben der französischen Revolution sich herabwürdigen zu sehen zu knechtseligen Bewunderern des russischen Despotismus. Das französische Proletariat erstarkt glücklicherweise, ihm ist es vorbehalten, die Ehre seines Vaterlandes zu retten.“ Nach sozialdemokratischer Auffassung können die Schreckensthaten der Pöbelherrschaft vor hundert Jahren gar nicht genug gefeiert werden, als alle politischen Gegner der Robespierre, St. Just u. s. w, hingerichtet, die„Verdächtigen“ in den Kerker geworfen wurden und Massenmorde der Ueberfüllung der Gefängnisse vorbeugen mußten, als Zustände herrschten, die kürzlich ein liberales Blatt vollkommen richtig wie folgt schilderte:„Der fortschreitenden Entwertung des Papiergeldes stellte man„bei Todesstrafe“ den Zwangskours der Assignaten, der stetigen Preissteigerung des Brotes und des Fleisches auf allen Märkten, in der Hauptstadt wie in den Provinzen,„bei Todesstrafe" das Maximum, die gesetzliche Taxe gegenüber. Aber die Assignaten fielen trotz der Guillotine; war die Zufuhr vom Lande nach den Städten schon früher eine überaus spärliche gewesen, so vertrieb das Maximum sie vollends. Wie in einer belagerten Stadt oder bei einer Hungersnot wurde wiederholt 1793 und 1794 das Brot rationenweise in Paris verkauft. Die Ansammlung und der Streit der Frauen vor den Bäcker= und Schlächterläden ist eins der charakteristischen Bilder der Revolution; täglich wiederholten sie sich, bald in fratzenhaften, bald in bemitleidenswerten Zügen. Noch im Jahre 1795 sind die Berichte der Polizeibeamten voll von der Not, dem Jammer und der Entbehrung des armen,„souveränen“ Volkes, das weder Brot noch Fleisch, weder Licht noch Alle Massenmorde, alle Ausplünderung der Schlösser und Kirchen, alle Konfiskationen der Güter der Emigranten konnten die Hungersnot nicht bannen und dem armen Volke nicht gewähren, was es vor allem brauchte: Arbeit. Und einen solchen Zustand äußerster Barbarei wagen unsere Sozialdemokraten als völkerbefreiend zu feiern! Haus= und Landwirtschaftliches. Auf eine gute Obsternte pflegt zumeist eine schlechte zu folgen: es soll dies daher rühren, daß die Bäume sich erschöpft haben und der Ruhe bedürfen, es wird deshalb den Besitzern von Obstbäumen empfohlen, den Bäumen möglichst unmittelbar nach dem Abernten durch Zufuhr von verdünnter Jauche neue Nahrung zu geben. Um dem Wuchern von Gras auf Straßen und Plätzen zu steuern, bedient man sich folgenden Mittels. Man macht in einen Kessel 50 bis 60 1 Wasser, 20 Pfund ungelöschten Kalk und 1 Pfund Schwefel siedend und übergießt, noch heiß, jährlich einigemale die Grasstellen damit. Es versteht sich von selbst, daß man nach der Größedes Terrains mehr oder minder Brühe braucht. Wie vertilgt man Wanzen hinter den Tapeten? Dieselben sind leicht und sicher zu beseitigen, wenn man bei Tageslicht(Benzin ist sehr feuergefährlich), die mit Wanzen besetzten Stellen mit PetroleumBenzin bepinselt oder bespritzt. Die hinter dem abgelösten Tapetenrande nistenden Wanzen sind mittels Blase Spritzflasche, deren Ausflußrohr in eine dünne Spitze ausgezogen ist, mit Benzin zu benetzen. Auch die Brut wird durch Benzin vernichtet. Die Schönheit der Tapete wird durch Banzin nicht verdorben. Neue Erfindungen. Der Ingenieur Hermann Ganswindt aus Ostpreußen hat mit seinem Projekt eines lenkbaren Luftschiffs, welches kürzlich vom kaiserlichen Patentamt zu Berlin patentiert worden ist, großes Aufsehen erregt. Skeptiker haben das Problem des lenkbaren Luftballons von jeher in das Reich der Fabel oder der Träume verwiesen. Man war daher nicht wenig erstaunt, als von den französischen Kapitänen Krebs und Renard in Meudon bei Paris ein lenkbares Luftschiff erbaut wurde, welches am 9. August 1884 zum Staunen der ganzen Welt einen Bogen über der Stadt zu beschreiben und an seinen Abgangsort zurückzukehren vermochte, aber bei starkem Winde dasselbe Manöver nicht wiederholen konnte. Hermann Ganswindt glaubt berufen zu sein, das Problem der Lenkbarkeit des Luftschiffs zu lösen. Bisher konnte der Ingenieur die erforderlichen Beweise nicht erbringen, da ihm die Mittel fehlten, das von ihm entworfene Luftschiff herzustellen und seine Lenkbarkeit in praxi darzuthun. Die erforderlichen Mittel sollen nun durch freiwillige Beiträge zusammengebracht werden, die Ganswindt später nebst Zinsen zurückzahlen will. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zutage: Echte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe.— Verfälschte Seide(die leicht speckig wird und bricht), brennt langsam fort, namentlich glimmen die„Schußfäden“ weiter(wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur echten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der echten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Selden-Fabrik G. Henneberg,(k. k. Hoflief.), Zürich versendet gernMuster von ihren echten Seidenstoffen an jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto= und steuerfrei in's Haus. Zum Geburtstag unserer Kaiserin. Heut jubelt laut mit frohem Sinn, Laßt hellen Sang ertönen: Dem Kaiser und der Kaiserin Woll'n wir den Tag verschönen; Der Himmel strahl' nur lichten Schein, Stets lächle Euch die Sonne! Des Volkes Glückwunsch kling' darein: „Gesundheit, Glück und Wonne!“ Kein schön'res Bild giebt es fürwahr Im weiten Reich zu schauen, Als blau von Aug’ und blond von Haar' Die Edelste der Frauen, Wie sie sich an den Kaiser schmiegt Voll Liebe und Vertrauen, Und mutterstolz ihr Blick dann fliegt Zum Kinderaug, dem blauen. Das ist die deutsche Kaiserin An Kaiser Wilhelms Seite, Das ist das Bild, auf welches hin Entzückt wir schauen heute: O deutsche Frau, die immerdar Des Gatten Stolz und Freude, Sieben Kinder, blond im Lockenhaar, Die sind Dein schönst' Geschmeide! So bist, o Landesmutter, Du Ein Vorbild aller Frauen, „Gott segne Dich!“ dem Himmel zu Tönt's heut aus allen Gauen: „So walte fort im Kaiserhaus Und streu' des Glückes Saaten, Dem Kaiser sprießt als Segen d’raus: Der Mut zu hohen Thaten!“ Erbe. Preisgekrönte Erzählung von R. Blanken bu (Fortsetzung) Sobald er die Hausthür öffnete, kam sie ih aus dem Hintergrunde des Hauses entgegen. habe mich um Dich gesorgt, Willy,“ sagte sie le haft,„Gott sei Dank, daß Du hier bist.“ Er z sie lächelnd in seine Arme.„Und nicht einm allein, mein Lieb. Ich bringe Dir einen Man kleinen Boote stundenlang den wildest des Meeres ausgesetzt gewesen ist. 2 lasfen, nichee Aufnahme zu teil werd schichte#:? Es ist eine wunderbare C # die er zu erzählen hat.“ Sie waren in d Zimmer getreten, während er sprach, und sie lack „Ich weiß, in welchem Rosenlicht Du Helden wunderbarer Geschichten zu sehen pflegst meinte sie neckend,„und kann nur hoffen, daß d Fremde sich nicht als ein ganz gewöhnlicher Stei licher, und seine Erzählung als Seemannsberi entpuppen wird. Ich werde mein Bestes thun hören und zu glauben, denn ich fürchte, er wi sich mit meiner und der Kinder Unterhaltung gnügen müssen, die freilich mit offenen Augen u. Ohren alle seine seltsamen Abenteuer vernehm werden, denn Deine Ruhezeit, mein Lieber, ist der für heute noch nicht gekommen.“ Er sah kragend an, und sie fügte hinzu:„Es war geg allen Mran Do“ aus Grashagen dier. Mit d dich vinan scheint es zu Ende zu gehen, er la Tich vilten, zu ihm zu commen und ihm das Aben mahl zu reichen.“ Der Pastor ging in lebhafter Bewegung im Zimmer auf und ab.„Ich werde sogleich gehen,“ sagte er dann,„und Erich,— unter diesen Umständen müßte er mich begleiten. Aber vielleicht ist es besser, wenn ich ihm zuvorkomme, damit ich—“ „Erich!“ rief die Frau Pastorin erregt; „war es Erich Hagen, von dem Du vorhin erzähltest, der ungeratene Sohn, der verlorene Mensch, der Schimpf und Schande über die Seinen brachte?“ „Martha,“ antwortete der Pastor sehr ernst, „der Mensch siehet, was vor Augen ist, Gott siehet das Herz an. Es ist ihm bitteres Unrecht geschehen, und unser Werk muß sein, es gut zu machen, soweit wir es vermögen.“ Sie schüttelte den Kopf und sah sehr ungläubig aus.„Thue mir die Liebe, Dein Mißtrauen zu überwinden,“ sagte er bittend und faßte ihre Hand. „Er ist jetzt auf den Kirchhof gegangen zum Grabe seiner Mutter, nimm ihn freundlich auf, wenn er kommt, und sage ihm, daß ich ihm bei seinem Vater den Weg bereiten will. Er mag mir nach Grashagen folgen und dann dort warten, bis ich ihn zu dem Sterbenden rufen werde.“ Sie nickte nur, aber ihre Miene hatte sich nicht erhellt. Dann half sie ihrem Manne das Amtskleid anlegen, nahm die schon vorher zugerüsteten und in ein schmales Kästchen verpackten heiligen Geräte und geleitete ihn zur Thür. Als er aber die Hand ausstreckte, sie selbst zu fassen, schien ihr ein neuer Gedanke zu kommen.„Ich werde Bertha rufen,“ sagte sie, „Du wirst immerhin fast eine halbe Stunde gehen, da könnte sie Dir behülflich sein.“ Aber er wehrte es ihr.„Du wirst sie zu Hause nötig haben,“ sagte er etwas zaudernd,„wenn Du das Gastzimmer zurecht machst. Es kann sein, daß es besser ist, wenn Erich Hagen wieder mit mir zurückkehrt.“ Frau Martha ging seufzend in das Haus zurück. War es ihr, der praktischen Hausfrau, die sonst gern bereit war, ihren Mann auch in seiner geistlichen Wirksamkeit zu unterstützen, zu verargen, wenn dieser Wunsch fast ihre Kräfte überstieg? Ihr Haus einem Manne öffnen, den er von der Landstraße zu ihr führte, das hätte sie vermocht; aber hier sollte sie in ihrem freundlichen Oberzimmer den beherbergen, von dem jedermann wußte, daß er ein Verbrecher war! Willy zwar glaubte es nicht, aber war es denn nicht möglich, daß sein Urteil auch einmal in die Irre geführt werden konnte? Jedenfalls würde aber eine Weigerung von ihrer Seite ihn bitter gekränkt haben, so stieg sie denn freilich nicht ohne ein bedenkliches Kopfschütteln die Treppe hinauf und bereitete das Gastzimmer. V. In Grashagen waren die Crumbacher Badegäste, die das Gut so gern besuchten und an freundliche Aufnahme gewöhnt waren, heute gar nicht zufrieden. Die ältere Frau, welche die beliebten Waffeln so ausgezeichnet zu backen verstand, hatte jeden Vorschlag in dieser Richtung schroff abweisen lassen, weil sie keine Zeit dazu habe, und als eine der beharrlichsten Damen selbst in das Haus gegangen war, um den Versuch noch einmal zu wiederholen, war sie erschrocken zurückgekommen. Sie hatte den Arzt, der sonst wöchentlich nur einen Besuch in Crumbach machte, an diesem ungewöhnlichen Tage hier im Wohnzimmer gefunden, wie er mit freundlichen Worten die junge Frau zu beruhigen versuchte, die laut und herzbeweglich geschluchzt hatte. Wem mochte sein Besuch und ihr Schmerz gelten? Sicherlich nicht ihrem einzigen Kinde, dem Knaben, den man vor wenigen Minuten auf der Schwelle des Hauses gesehen hatte, und ebenso wenig ihrem Manne, der dort soeben über den Hof schritt. Er verschwand im Pferdestalle, und man hörte seine unangenehm scharfe Stimme, wie er mit dem Knechte sprach und ihm befahl, die Pferde vor den Kaleschwagen zu legen. Es mußte also der alte Mann erkrankt sein, und sicherlich lag er schwer darnieder;— denn, da der Arzt schon im Hause war, wen sollte man sonst holen als den Pastor oder vielleicht den Notar? Es war das doch eine so interessante Begebenheit, daß man noch etwa mit dem Aufbruch warten wollte. So saß man denn, das Haus unablässig beobachtend und unterhielt sich in jenem gedämpften Tone, den die Menschen immer annehmen, wenn vom Tode oder von dem, was in seinem Gefolge daherschreitet, die Rede ist. Man kannte ja den alten Mann, man hatte gesehen, wie er matt und blaß am Fenster saß, den traurigen, erusten Blick still vor sich gerichtet. Ihm mochte der Tod nicht der erschreckende Bote sein, als welcher er der jungen, lebenslustigen Welt erscheint, aber er war doch immerhin ein ernster Gesandter Gottes, das empfand man unwillkürlich. So wollte es in der Unterhaltung zu keiner rechten Freudigkeit mehr kommen, dazu schien sich die Hoffnung, daß man etwas Besonderes hören oder sehen werde, durchaus nicht zu erfüllen. Still und schweigsam lag das Haus unter den schattenreichen Bäumen, der einzige, welcher sich blicken ließ, der kleine Sohn des jungen Paares, gab als wenig befriedigende Antwort nur den Bericht, daß Großvater krank sei, was man schon vorher wußte. Dazu wurde es, je mehr der Nachmittag vorrückte, desto gedrückter und schwüler unter dem dichten Laubdach der schönen Bäume, so rüstete man sich denn zum Aufbruch. Langsam, den Blick noch oftmals zurückwendend, verließen die Gäste den Garten durch die kleine ins Feld führende Pforte, ohne mit den Hausgenossen weiter in Berührung gekommen zu sein. Im Hause selbst herrschte jene beunruhigende Ruhe, die uns bei jedem Geräusch angstvoll zusammenfahren läßt. Das Ticken der großen Uhr, die von des Großvaters Zeit im Hausflur stand, tönte langsam und schwerfällig in das Wohnzimmer, dessen Thür weit geöffnet stand. Dort an dem Fenster, durch welches die Strahlen der Nachmittagssonne glänzend und heiß auf den Fußboden fielen, stand eine junge, schlanke Frau. Als sie den letzten der Gäste den Garten verlassen sah, seufzte sie erleichtert auf, ihre Züge verloren den gespannten, künstlich beherrschten Ausdruck, den sie bis jetzt getragen. Indem sie sich vom Fenster abwendete, sank sie auf einen Stuhl und beide Hände vor das Gesicht drückend, schluchzte sie leise und tiefschmerzlich.„Vater, mein lieber Vater!“ kam es in abgebrochenen Lauten über ihre Lippen, während große Thränen den Weg zwischen den Fingern hindurch fanden. Aber obgleich sie, wie es schien, tief in ihren Kummer versunken war, so mußte sie doch nicht jede Beobachtung der Außenwelt vergessen haben, denn sie richtete sich jetzt schnell empor. Sie hatte über sich Schritte vernommen, welche sich schnell der Thür näherten, dann hörte sie ihr leises Oeffnen, und nun kam jemand langsam und vorsichtig die Treppe herab. Die junge Frau strich schnell das blonde Haar aus der Stirn, fuhr mit der Hand über die Augen, um die Spuren der Thränen wegzuwischen, und bemühte sich eine gesammelte Miene anzunehmen. Da sie fühlte, daß sie trotz aller Anstrengung nicht imstande dazu war, wandte sie sich zum Fenster und stand dort unbeweglich, den Blick hinausgerichtet, als ob sie den Knaben beobachte, der in lustigem Spiel auf einer schwanken Gerte in den Wegen hin und her trabte. Auch als sie den jetzt lauteren Schritt im Zimmer dicht hinter sich vernahm, kehrte sie ihr Gesicht noch nicht herum, und erst als sie ihren Namen aussprechen hörte, wandte sie sich der Eingetretenen zu. Es war ein großer Gegensatz zwischen den beiden Frauen, die sich im hellen Licht der Nachmittagssonne gegenüber standen. Die schlanke, biegsame Gestalt der noch sehr jungen Frau erschien auffallend zart in dem dunkeln, einfachen Kleide, das sie trug. Das Haupt mit dem dichten Haar von aschblonder Farbe hielt sie nach vorn gebeugt, und die Augen gesenkt. Die ältere Frau, eine ebenfalls hochgewachsene Gestalt von ziemlicher Fülle, zeigte deutliche Spuren früherer Schönheit in den klugen Zügen des regelmäßigen Gesichtes. Ihr ergrautes Haar war schlicht unter eine Mütze gestrichen, deren weißer Rand die Stirn beschattete, und der Anzug war, wenn auch von feinerem Stoff als derjenige der eigentlichen Dorfleute, doch in Schnitt und Art diesem gleich. Sehr tüchtig und sauber war der ziemlich kurze, schwarze Rock, über den die breite Leinwandschürze gebunden war, und unter dem die derben von keinem Stadtschuhmacher gefertigten Schuhe hervorsahen. Als sie jetzt vor ihrer Tochter stand, konnte man keinen Zug von Aehnlichkeit zwischen den beiden Gesichtern herausfinden, von denen das eine so sanft und ergeben aussah, während in dem andern neben einem leichten Ausdruck von Kummer sich Erregung und große Unruhe ausdrückten. Um den Mund lag ein Zug von Härte; die blauen Augen blickten über die junge Frau hinweg, als ob der Anblick ihres Schmerzes etwas Bedrückendes für sie habe, während sie mit unterdrückter Stimme fragte:„Du bist allein, Hertha, nicht wahr? Oder sind noch Gäste im Garten?“„Nein, Mutter,“ war die leise Antwort,„die letzten sind vor einer halben Stunde gegangen.“ „Dann magst Du nach oben gehen,“ entgegnete die Mutter. „Vater ist jetzt eingeschlafen, aber— hat der Doktor Dir gesagt, wie es steht, Hertha?“ „Daß es zu Ende geht,“ antwortete sie tief schmerzlich und mit zuckenden Lippen;„er meint, daß ihm nur noch wenige Tage, vielleicht nur noch Stunden beschieden sind.“ „Es ist mir lieb, daß Du es weißt, Hertha, denn mich überrascht es nicht“. Aber so ruhig sie sprach, sie wischte doch eine Thräne aus dem Auge, als sie nach einem Augenblick hinzusetzte:„Malte ist in die Stadt gefahren, den Notar zu holen, nicht wahr, Hertha?“ und als diese nickte, sagte sie wieder:„Ich dachte es. Gehe nach oben, Hertha,“ fügte sie dann hinzu,„und bleibe bei Vater, bis ich zurückkomme. Sollte er vorher erwachen, so rufst Du mich sogleich. Ich will nicht, daß er erregt oder betrübt werden soll, denn er braucht seine Kräfte, um sein Haus zu bestellen. Wenn er Dein betrübtes Gesicht sieht, so muß er ja seine Sammlung verlieren, und das darf nicht sein, ehe er dem Gericht seinen Willen kund gethan hat.“ (Fortsetzung folgt.) Preise und Warenverzeichnis über einen Teil der großen Lager P W Same, zu Ausverkaufspreisen. Posten Kleiderkattun 25 Pf. Kleiderstoffe 45„ 9 schwere Ware 70 g, „ Halbleinen 243 „ Bettmöbel 22 u. 28„ „ Hemdentuch 20 u. 24, „ Schürzendruck 54„ „ Betttuchleinen 140 u. 160 Ztm. breit 80„ Servietten St. 16„ Tischtücher St. 60g, 1Posten Gardinen Paar 1.80 1„„„ 2.20 1„„„ 3.00 1„Läufer offe Mt. 20 Pf. 1„ Teppiche 20„ 1„ 80 1„ Tischdecken 1 Mi1„ Hemdenflauelle Mtr. 30 Pf. 1„„ schwer Mtr. 44„ 1„ Kleiderbiber 40„ 1 Posten Federn 40 u. 60 Pf. 1„„Kp 80 u.120„ 1„„ K 180 1„ Daunen Smp; 2.20, 2.80 Mk. 1„„ hochsein 3.10„ 1„Barchend Mtr. 70 Pf. 1„Atlasbarchd, 95„ 1„ Barchend 160 Ztm. breit, hochfeinen Atlas, Mtr. 1.80, 2, 2.50, 2.90 Mk. Herrengarderobe. 1 Post. Kammgarnanzüge 19M. 1„„ 22½ 1„„ hochsein 28 1„ Buckskinanzüge 15 1„„ feinfein 20, 1„„ hochsein 25 1„ Kinderanzüge 1.90 1„„ 2.50 1„„ 3.00 1„„ 4.00 5.00 Herrengarderobe. 1 Post. Lederhosen 1.50 M. 1„ schwere„ 1.90„ 1„ Zwirnhosen 2.00, 1„ Hamburg. Lederhosen 3.80„ Kittel und Hemden, Vorhemden, Manschetten, Schlipse, Hautjacken, Normalwäsche, Jacken und Hemden zum Selbstkostenpreise. Damenkoufektion. 1 Post. Regenmäntel 5 u.(M. „„ 8u. 10„ „„ 12.00„ „ Kindermäntel 2.80, „ Staubmäntel 6.00, „„„ 10.00 „ Jacketts 1.50, 3.00„ „„ 4.00„ „„ 8.00„ 1„ Trikottaillen 1.50„ 2.00, 2.50„ J. Moses, Hdsingstr. 22. Großes Lager in fertiger Herren- und Aroriirrgarberdot in allen Preisen. in allen Größen. Hemden, Jacken, Blousen 2c., sowie sämtliche Manufakturwaren. Bettfedern u. Daunen in bekannter guter, staubfreier Ware. mit Abteilung für T.as mit Abteilung für Lockvogel 1.50 Mk. Fangkörbe selhstthät. für Massenfang der Sperlinge 3.— Mk. Schlagnetze für kleine Vögel 1.50 Mk. Schlagnetze f. Drosseln 2,50 Mk. Schlagnetze für Krähen 3,50 Mk. Zwirnnetze per Quadrat-Meter 1.— Mk. Vogelleim Büchse 50 Pfg. (Bei Einsendung von 1 Mk. in Bricfmarken erfolgt Franko)- Zusendung von 2 Büchsen Vogelleim.) Selbstthätige Kaninchenfalle zum Massenfang der wilden Kaninchen etc., auch für Hasen, Rebhühner, wilde Fasanen, sowie für Katzen etc. p. Stück 6 Mk. versenden per Nachnahme Gebr. Jansen In M.-Gladbach(Rheinland). Preisliste über Panggeräte gratis u. franko Guslav Lonon, Zahnkünstler, Unna, auf der Burg, neben Herrn Kopfermann. Anfertigung von künstlichen Zähnen und ganzen Gebissen. Behandlung aller Zahnkrankheiten. Sofortige Beseitigung aller Zahnschmerzen. Zahnoperationen schmerzlos und sicher unter Anwendung von Cocain. Sprechstunden Morgens von 9—12 Uh:. Nachm.„ 2—6„ Konkron=Versammtungen. Die diesjährigen Herbst=Kontroll=Versammlungen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes werden im LandwehrBezirk Dortmund wie folgt abgehalten: 1. Für die Mannschaften der Gemeinden Aplerbeck, Schüren, Berghofen und Aplerbeckermark vom Amtsbezirk Aplerbeck. Appellplatz: Auf der Wiese des Gastwirts Möller bezw. dessen Saal in Aplerbeck. 2. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklassen 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 2. Für die Mannschaften der Gemeinden Holzwickede, Sölde, Hengsen und Opherdicke vom Amtsbezirk Aplerbeck. Appellplatz: Platz bei der Wirtschaft Jaques in der Nähe des Bahnhofes Holzwickede. 2, November, vormittags 9¼ Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden. sowie diejenigen Leute der Jahresklassen 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 3. Für die Mannschaften der Gemeinden Brackel, Lanstrop, Grevel, Wambel und Cörne vom Amtsbezirk Brackel. Arpellplatz: Neuer Schulplatz in Bracke'. 3. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklassen 1881, welche vor dem 1: Oktober 1881 eingetreten sind. 3. 6. 8. Alle Mannschaften haben mit sauber Füßen zu erscheinen, da Futzmessungen stattfinden eeeen.. u 9# mmlungen sind Schieme StächVor Beginn der Kontroll=Versammlungen sind Schirme, Stöcke, Pfeisen, Zigarren 2c. wegzulegen. Richterscheinen zur Kontroll=Versammlung und Zuspätkommen haben Arrest zur Folge, ersteres außerdem ein Jahr Nachdienen. Wer mit Nachdienen bestraft worden ist, gehört von da ab zum nächstjüngsten Jahrgange. Anfragen betr. Aufklärung etwaiger Zweifel über Vorstehendes sind an den betreffenden Bezirks=Feldwebel zu richten. Sämtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche sich an einem der vorgenannten Tage zur Kontroü=Versammlung zu gestellen haben, stehen für diesen ganzen Tag unter den KriegsKritein.....1. L. Ganhreh- 1 unt 9 Vusaehat; Die Ersatz=R servisten, sowie die Lanowehr 1. und 2. Ausgevors hakei zum Herbstappell nicht zu erscheinen. Dortmund, den 15. Oktober 1893. Königliches Bezirks=Kommando. Lochnorde u.Luftheizungsu. Luftheizungs1 6. 4. Ida Becher, Greiz i. V. Fabriklager reinwollener Damenkleider-Stoffe, versendet ihre Erzeugnisse zu Fabrik=Preisen nur direkt an Private. Reichhaltige Muster=Kollektionen stets mit hervorragenden SaisonNeuheiten umgehend u. franko. Schutz gegen Uebervortellung. # Bevor Taschenuhr. ##Wanduhr,„Wecker, Regulateur etc. kaufen, verlangen Sie erst das Preisbuch gratis und franko der Schweizer Uhren-Manufaktur In Karleruhe. 4. Für die Mannschaften der Gemeinden Husen, Wickede, Courl und Asseln vom Amtsbezirk Brackel. Appellplatz: Platz vor dem Hause der Gastwirtschaft Röhling in Wickede. 3. November, vormittags 9½ Uhr: Die Mannschaften aller Wafsen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 5. Für die Mannschaften der Gemeinden Löttringhausen, Holthausen, Kruckel, Kirchhörde und Schnee vom Amtsbezirk Kirchhörde, sowie der Gemeinde Syburg vom Amtsbezirk Westhofen. Appellplatz: Platz bei der Wirtschaft Wittig in Löttringhausen oder dessen Saal. November, vormittags 9¼ Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Annen=Wullen und der Gemeinde Rüdinghausen vom Amte Kirchhörde. Appellplatz: Marktplatz zu Annen. November, vormittags 9½ Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 7. Für die Mannschaften des Magistratsbezirks Schwerte und des Amtsbezirks Westhofen ausschließlich der Gemeinde Syburg. Appellplatz: Markthalle unter dem Rathause in Schwerte. 6. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 8. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Barop, sowie der Gemeinde Hombruch vom Amtsbezirk Kirchhörde. Appellplatz: Baroper Heide bei Station Barop. 6. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, “ sowie die jenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 9. Für die Mannschaften des Amtsbezirks Wellinghofen. Appellplatz: Kirchplatz in Wellinghofen. 7. November, vormittags 9 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Superrevidenden, sowie diejenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1 Oktober 1881 eingetreten sind. 10. Für die Mannschaften des Magistratsbezirks Hörde. Appellplatz: Platz an der evangelischen Schule in Hörde. 7. November, vormittags 8½ Uhr: Die Mannschaften der Provinzial=Infanterie der Jahresklassen 1886 bis 1893. Vormittags 10½ Uhr: Die Mannschaften der Garde= und der Spezialiruppen der Jahresklassen 1886 bis 1893, die sämtlichen Snperreviderden, sowie die jenigen Leute der Jahresklasse 1881, welche vor dem 1. Oktober 1881 eingetreten sind. 1. 2, mit continuirl. Füllschachtteuerung, WeTen Ventilation u. Wasserverdunstungs: VCIUH Vorrichtung und Sockelzugführung in schwarzer, vernickelter u. bemalter Ausstattung, ausgeführt von dem Eisenwerk Hirzenhain, H. R. Buderus, Kirzenhaln,(Oberhessen) und den Buderus'schen Eisenwerken Main-Weser-Hütte, Post Lollar in 80 Nummern für Räume v. 70—1200 Chm. Prämiirt mit höchsten Auszeichnungen. Bei Versuchsheizungen im In- und Auslande die besten Resultate. Ueber 70,000 Stück im Gebrauch. Patentirte Einsätze gleichen Sestems für Porzellan- und Majolikabten etc. etc. zur Auswechslung ohne Demontirung der Oefen— Atteste stehen auf Wunsch gerne zu Diensten. Gewöhnliche Reguliröfen und alle anderen Gusswaaren in bester Ausführung. Zur Heile, Schwerte. Heute und morgen: Beefsteak, Kalbsbraten, Roastbeef, Schweinebraten, Lachs, Bratfis-h, Sülze, Caviar. Warmes Frühstück 40 Ptg. Abendplatte 40 Pfg. Carl Raffin. Handelsnachrichten. Dortmund, 19. Okt. Produktenbörse. Besuch gut. Tendenz fester. Umsätze befriedigend. Heutige Notierungen: Weizen inl. 15,50—15,75, do. fremder 15,50—16,50, Roggen, inl. 13,75 bis 14,00, do. fremder 14,50 bis 16,00, Hafer inländ. 17,00—17,25, do. fremder 16,50—17,00, Futtergerste 11,50—11,75, Mais 11 75.—12,00 Weizenvorschuß inkl. Sock 21,75 bis 22.50, Roggenvorschuß inkl. Sock 20,50—21,50. Kleie 9,00 bis 9 25, Rüböl inkl. Faß 51,00—52.00 # Alles per 100 Kilo frachtparität Dortmund exkl. Sack bei Abnahme von Dopelladungen.— An unserm Markt macht sich eine etwas bessere Bedarfsfrage geltend; wesentlich höhere Preise wurden indes noch nicht erzielt, da Eigner sich noch immer völlig willig zeigen. Das Angebot vom Auslande war heute nicht sehr dringend. Neuß, 18. Okt. 1893. Bünder Zigarren-Versand, Gustav Meyer. Gegen Nachnahme oder Vorhereinsendung des Betrages. Sendungen von 500 Stück ab einer Versandstelle postfrei: Versand ab Bünde: 3° Nr. 703 Veilchen. M. 4.—s „ 740 Buen aroma„ 4.805 s. „ 716 Maiglöckchen„ 5.50 „ 724 Reklamo„„ 6.—53 „ 727 Flor de Fabia„ 7.—5 Auswahlkistchen zu 100 Stück,* von 4 Sorten je, 25 Stück: Es JA Ella 4.25. JF Ada 5.—.58 JC El Verano 6.—. Versand ab Gießen: Nr. 761 Hacienda M. 2.70# „762 Elsa„ 3.203 „ 764 Vergißmeinnicht, „ 766 Buen Vuelta„ „ 767 Deliciosa.„ Auswahlkisichen zu 100 Stück: JR 4 billige Sorten 3.30 E. IS 4 mittlere Sorten 3.80 s JT 4 bessere Sorten 4.30 Weizen 1. Qual. per 100 Kilo 2.„ Landroggen 1.„ per 100Kilo 2.„ Hafer Wintergerste per 100 Kilo Buchweizen„„„ Rübsen(Aveel)„„ Raps 1. Qual.„„ „ 2.„„„ Kartoffeln Heu per Roggenstroh per Rüböl per in Partieen von 100 Zeniner Rüböl per 100 Kilo faßw. herein. Oel per 100 Klol 3 K. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo 50 *0 100 50 5/— Das feinste, englische, hohlgeschliffene Silberstahl-Rasiermesser verkaufen mit Garantie, à Mk. 2.15. Dasselbe nimmt den stärksten Bart mit Leichtigkeit. Umtausch innerhalb 8 Tagen gestattet. Elastische Abzieber Mk. 2 15. Gebr. Dickel, Schwerte. Köln, 19. Okt. Weizen hiesiger 16,25—16,50, fremder 16.50—17,50. Roggen hies. 14,50—15 00, fremder 16.00—17,00, Hafer hies. 17.09 bis 18,00, fremder 16.75—17,50+ Berlin, 19. Okt. Weizen Okt.= Nov. 143 50 M Nov.=Dez. 144.50 K. Roggen Okt.=Nov. 126,50 M Nov.=Dez. 126,50 J Haser Okt.= Nov. 158.25 J Nov.=Dez. 155,00 #. Rüböl vorr. mit Faß 47,80 M Rüböl vorr. ohne Faß 47,00 M Okt.=Nov. 47,60 J April=Mai 48,40 J. Spiritus 70er vorr. 33.10 Okt. 31,40 M., Nov.=Dez. 31,40 J., 50er vorrätig K 52,90. Superrevidenden sind alle diejenigen Mannschaften, welche auf Reklamation, wegen Dienstuntauglichkeit oder wegen vor ihrer Dienstzeit begangener Verbrechen oder Vergehen vor Ablauf ihrer Dienstzet entlassen worden sind und über die noch keine endgüttige Entscheidung o Zu den Spezialwassen gehören diesenigen Mannschaften welche bei den Provinzial=Jägern, der Kavallerie, Feld= und Fußartillerie, den Pionieren, dem Train, oder als Oikonomie=Handwerker gedient habe:, sowie das Sanitäts= und Veterinär=Persona, die als Militär=Bäcker, Krankenträger, Büchsenmachergehülfen, Krankenwärter und als Zahlmeister=Aspiranten ausgebildeten Mannschaften aller Waffen(ausschließlich Garde) und die Arbeitssoldaten.“ Bestimmungen über die Kontroll=Versammlungen. 1. Alle Mannschaften haben in ordentlichem sauberen Anzug zu erscheinen und ihre Militärpapiere in Intteralen mitzubringen. Tapeten: Wir versenden: Naturell=Tapeten von 10 Pfg. an. Glanz=Tapeten" 30„„ Gold=Tapeten" 20„„ in den großartig schönsten neuen Mustern, nur schweren Papieren und gutem Druck. Gebrüder Ziegler, Minden in Westfalen. Jedermann kann sich von der außergewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzeugen, da Musterkarten franko auf Wunsch überallhin versenden. Ladbsage Kasten und alle Laubsägeartikel, sowie Kerbschnittkasten 2c. bezieht man am billigsten aus der Fabrik von Albert Krumbein, Mühlhausen i. Th. Jünstr. Preislisten gralls und franke Die verenri. Inserenten werden dringend gebeten, Inserate möglichst bald aufzugeben. Nur dann ist es möglich, das Inserat sorgfältig zu behandeln und möglichst augenfällig, wirkungsvoll auszustatten. Bei größeren Inseraten empfiehlt es sich, solche schon 2 bis 3 Tage vor dem Aufnahmetermin der Expedition zu behändigen. Es kann dann zur rechten Zeit noch ein Bürstenabzug geliefert werden, wodurch auch manchVersehen zu vermeiden sind. Besonders bei der jetzt beginnenden Herbst= und Wintersaison bitten wir höf lichst, dies gütigst beachten zu wollen. Expedition der„Schwerter Zeitung.“