„Rull Greune den von morgens hmittags von Sonntagen is 9 Uhr gens vohlhabende sich erhängt. die geringen ben würden, es kein Obst chen Vorrat olle er nicht kürzlich mit gd in der m Absuchen Bauer und nten Herren ich langem endlich der ihn mit in i ein Glas er getrunken „ nu seggen eigentlich?“ ser ist mein er Bauer, noch eenen ndieren.) der Welt , w a s d e m Es liegt in Uzufern von allfahrtsort 00 Pilgern aber birgt Er besteht ge von Perrößen und erraten an in Bischofsd dgl. angends in Eusei. Der große en jetzt abgeht, insn Sonntag sonet seine ungeheuere spiel bei. id sein. zu sein, annesjahren! n ze fahren. lauben kann, Mann. sein, und Lasten! n Kasten. trägt, drauf gelegt. 1 sein, bestunde! zerz hinein Kunde. ind t Verstand. sein, d Phrassen, bald fein, : o reich, ge bleich r. Ahlselsd. „ Amtlicher Krreisbratt Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfresund.“ für den Fereis Horde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 122. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der beteiligten Interessenten, daß in Dortmund eine SpezialKommission errichtet und die Verwaltung derselben dem Spezial=Kommissar, Regierungs=Rat Eisbein in Dortmund, Heiligerweg Nr. 47, übertragen worden ist. Münster, den 7. Oktober 1893. Königliche General=Kommission: Ascher. Bekanntmachung. Der Gesamtausschuß der Kaliwerke zu StaßfurtLeopoldshall hat für die von dem herrschenden Streuund Futtermangel besonders hart betroffenen Landesteile auf Kalirohsalze, welche von Landwirten für die bevorstehende Herbst= und Frühjahrsdüngung in der Zeit vom 15. September d. J. bis zum 31. März 1894 bezogen werden, eine Ermäßigung des Grundpreises und zwar für den Meterzentner Kainit= und Sylvinitsalze um 30 Pfennig und für den Meterzentner Karnallit und Bergkieserit um 15 Pfennig bewilligt mit der Maßgabe, daß daneben irgend welche Rabattvergütungen nicht stattfinden. Zu diesen Landesteilen gehört auch der Regierungsbezi;k Arnsberg. Indem ich bemerke, daß den Bestellungen der Düngesalze eine Bescheinigung des Vorstandes landwirtschaftlicher Vereine oder des Landrats darüber beizufügen ist, daß die bezogenen Kalisalzmengen zur Düngung während der Herbstmonate dieses oder der Frühjahrsmonate des nächsten Jahres in den la idwirtschaftlichen Betrieben der bezeichneten Landesteile bestimmt sind, mache ich die beteiligten landwirtschaftlichen Kreise auf diese Preisermäßigung hierdurch aufmerksam. Hörde, den 13. Oktober 1893. Der Königliche Landrat Spring. Bekanntmachung. Nach Artikel 38 Nr. 6 Absatz 2 der Anweisung vom 5. August 1891 zur Ausführung des Einkommen= Steuergesetzes dürfen nur diejenigen Schuldenzinsen u. s. w. bei der Veranlagung berücksichtigt werden, deren Bestehen keinem Zweifel unterliegen. Diejenigen Steuerpflichtigen des hiesigen Amtes, denen infolge eines 3000 Mark nicht übersteigenden Einkommens eine Steuererklärung nicht obliegt, werden daher ersucht, bis zum 5. November cr. die Schuldenzinsen, Lasten, Kassenbeiträge und Lebensversicherungsprämien, deren Abzug sie vom Gesamteinkommen beanspruchen, unter Vorlegung der Beläge,(Zins=Beitragsprämien=Quittungen) auf dem hiesigen Amtsbureau oder bei dem betreffenden Herrn Vorsteher nachzuweisen. Wellinghofen, den 9. Oktober 1893. Der Amtmann Hartun Bekanntmachung. Landtagswahl. Di Abteilungslisten der zur Wahl der Wahlmänner berechtigten Urwähler der Gemeinden Barop, Eichlinghofen, Menglinghausen, Persebeck und Adonstag, 191. Solcher 1990. 26. Jahrgang. Salingen liegen am 19., 20. und 21. Oktober 1893 zur Einsichtnahme offen und zwar die Listen für Wahlbezirk Barop I und II bei dem Herrn Vorsteher Watermann zu Barop, für Wahlbezirk Eichlinghofen 1 und Eichlinghofen II, Salingen bei dem Herrn Vorsteher Neuhoff zu Eichlinghofen, für Wahlbezirk Menglinghausen, Persebeck II bei dem Herrn Vorsteher Bramkamp in Menglinghausen. Ausstellungen gegen die Listen sind während deren Offenlage bei den genannten Herren Gemeindevorstehern oder dem Unterzeichneten anzubringen. Barop, den 13. Oktober 1893. Der c. Amtmann Reintzsch. esische Geschtache in Frankreich. Der„große“ langersehnte Tag ist gekommen! Am Freitag vormittag ist das russische Geschwader unter einem Höllenlärm von Kanonendonner, Glockengeläute, vieltausendstimmigem Jubelgeschrei und den sich durcheinander mischenden Klängen der Zarenhymne und der Marseillaise auf der Rhede von Toulon vor Anker gegangen. Um 8 Uhr war die französische Flotille, der sich zahllose Privatschiffe angeschlossen hatten, zur Begrüßung der Russen abgedampft. Voran fuhr das Panzerschiff „Davoust“ mit den Vertretern der französischen Marine sowie der französischen und russischen Diplomatie an Bord. Als ½10 Uhr die russische Flotte sichtbar wurde, hißte der„Davoust" die russische Flagge und gab 13 Kanonenschüsse ab, die von dem russischen Admiral= schiff„Kaiser Nicolaus“ Schuß für Schuß erwidert wurden. Die französischen Matrosen erkletterten das Takelwerk, vom„Davoust“ erklang zwanzigmal der Ruf: Vive la Russie! Die Masten der russischen Schiffe waren mit Matrosen bedeckt, die Hurrah riefen und ihre Mützen schwenkten. Bei jedem Schiff, das vorbeifuhr, erneuerten sich die stürmischen Zurufe. Von den russischen Schiffen erklang die „Marseillaise". Nicht ganz programmmäßig war ein Zwischenfall, der sich auf dem mit Zuschauern vollgepfropften Passagierdampfer„Brest" ereignete und große Erregung verursachte. Gerade im Augenblick der Ankunft der russischen Flotte erschoß sich ein Schiffskommissär aus bisher unbekannten Gründen. Der Vertreter des Marineministers Rieunier begab sich alsbald an Bord des russischen Admiralschiffs und bewillkommnete den Admiral namens der französischen Regierung: !„In dem Augenblick, wo Sie den Fuß auf französischen Boden setzen, empfinde ich tief die Ehre, Sie im Namen der Regierung zu empfangen. Die denkwürdige Erinnerung an das Jahr 1891 ist unser aller Herzen gegenwärtig. Kronstadt und Toulon sind hinfort Gedenktage, welche von der Sympathie der Nationen Frankreichs und Rußlands Zeugnis ablegen. Als aufrichtige Freunde werden sie überall begrüßt werden. Im Namen des Präsidenten der Republik, der Regierung und des ganzen Landes bewillkommne ich Sie, Herr Admiral, und Sie alle meine Herrn, welche Sie hier sind als Vertreter eines großen edlen Volkes.“ Avelane erwiderte, er könne nicht Worte finden, welche genügten, um den Worten des Ministers zu danken. Nicht allein das russische Geschwader, sondern ganz Rußland sei es, welches sich von der Herzlichkeit des Empfanges angenehm berührt fühle. Die russischen Schiffe defilierten dann vor den französischen Schiffen, die hierauf auf beiden Seiten die russischen Schiffe eskortierten. Unter dem oben beschriebenen Festlärm fuhren endlich die russischen Schiffe in den Hafen ein und warfen Anker.— Der Marineminister Rieunier veranstaltete zu Ehren der russischen Gäste in der Seepräfektur ein Festmahl, wobei er einen Trinkspruch auf den Kaiser von Rußland in folgenden Worten ausbrachte: „Ich erhebe mein Glas zu Ehren des Kaisers Alexander III., dessen Name Loyalität und Macht bedeutet und in den Augen der Welt als Symbol des Friedens erscheint. Im gleichen Gefühle tiefen Respektes schließe ich die Huldigung für die kaiserliche Familie ein, die für uns unzertrennlich mit den Wünschen verbunden ist, die wir an das erlauchte und geheiligte Haupt des kaiserlichen Hauses richten. Seine Majestät der Kaiser und die Kaiserliche Familie, sie leben hoch! Hierauf spielte die Tafelmusik die russische Hymne. Der Marineminister Rieunier erhob sich hierauf zu folgendem zweiten Trinkspruch: „Ich erhebe mein Glas auf die russische Armee und Marine, sowie auf die ruhmreichen Erinnerungen, die auf allen Blättern ihrer Geschichte eingetragen sind, und auf die Waffenbrüderschaft, die hervorgegangen ist aus gegenseitiger Achtung und Sympathie, unsere beiden tapfern Nationen verbindet und alle Zeit verbinden soll. Die russische Marine und Armee, sie leben hoch!“ Der Pariser Stadtrat und der Generalrat des Departements der Seine, mit dem Seinepräfekten Poubelle an der Spitze, sind in Toulon eingetroffen, um die Einladung nach Paris zu überbringen. Trotz des Festjubels und der sich daran knüpfenden guten Geschäfte ist man in Toulon sehr ungehalten über die Repräsentationskosten, die der Maire und die Stadtväter sich haben bewilligen lassen. Der Maire, ein ebenso patriotischer wie praktischer Mann, ist der Ansicht, kein Russe dürfe einen Heller bezahlen, und deshalb hat er sich 15 000 Fr. Kleingeld in die Tasche gesteckt, um für alle Gelegenheiten gerüstet zu sein.— Abends war Toulon glänzend beleuchtet. Die russischen Gäste wohnten einem von den Mitgliedern des Balletkorps ausgeführten Gelegenheitsballet bei. Nach der Vorstellung brachte die Volksmenge dem auf dem Balkon der Seinepräfektur erschienenen udmiral Avelane begeisterte Ovationen dar. Als auf ein gegebenes Zeichen völlige Ruhe eingetreten war, erhoben sämtliche russische Offiziere den Ruf: Es lebe Frankreich.— Das Begrüßungstelegramm der Elsaß=Lothrin= ger heißt den Admiral Avelane vom Ocean bis zum Rhein, von den Pyrenäen bis zur Nordgrenze wiltommen. Deutsches Reich. Unser Kaiser nahm am Samstag im Jagdschloß Hubertusstock einige Vorträge entgegen und erledigte Regierungsangelegenheiten. Der Eintritt kühler und herbstlicher Witterung dürfte den Aufenthalt des Kaisers und der Kaiserin in Hubertusstock abkürzen; überdies gedachte der Kaiser am Montag nachmittag der Leichenfeier für den verstorbenen ehemaligen preußischen Kriegsminister General von Kameke beizuwohnen. Jedenfalls wird der Kaiser am Mittwoch der Enthüllung des Kaiser WilhelmsDenkmals in Bremen beiwohnen. Mit kurzen Unterbrechungen wird der Kaiser dann im Neuen Palais zu Potsdam residieren, von wo das Hoflager erst Ende Dezember oder Anfang Januar nach Berlin verlegt wird. Wie aus Sigmaringen telegraphisch gemeldet wird, hat der Kaiser dem Fürsten von Hohenzollern telegraphisch mitgeteilt, daß der Prinz Friedrich von Hohenzollern zum kommandierenden General des 3. Armeekorps ernannt worden sei. König Humbert von Italien soll, wie ein römisches Blatt berichtet, dem Fürsten Bismarck das Schloß Capo di Monte zum Aufenthaltsort angeboten haben, doch soll der Fürst auch dieses Anerbieten mit bestem Dank abgelehnt haben. Die„Münch. Allg. Ztg.“ meldet über das Befinden des Fürsten Bismarck: Der Fürst beginnt bereits seine kleinen Spaziergänge wieder aufzunehmen; die einzige Behinderung besteht in dem noch nicht ganz schmerzfreien Zustand des rechten Armes. Als ein weiteres erfreuliches Zeichen der Genesung darf angeSuntheiche, Desthreiche, Speüchoboter 1e. Sei klein die Muschel oder groß: Man schätzt sie nach der Perle bloß; Drum, Hausfrau, sorg' zu jeder Frist, Daß du des Hauses Perle bist. 5 * Kannst du nicht allen gefallen durch deine That. und dein Kunstwerk: Mach' es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm. *# * Nicht etwa jählings, Mit Sturm und mit Hagelwettern Tritt dir das Alter entgegen: Ach, nur mählings, Wie der stete Regen Von herbstlichen Akazienblättern. Preisgekrönte Erzählung von R. Blankenburg (Fortsetzung) IV. Der Pastor und sein Begleiter schritten durch die Sommernacht. Im Anfang war der Weg sehr widerte:„Krank und schwach und seit lange uneben gewesen und so schmal, daß sie nur einer Wie rommt's, daß ich das nicht weiß? Aus weiteden gesenkten Kopf aufrichtete. Ein tiefherabhängender Zweig hatte seinen Hut gestreift und einen Sprühregen winziger Tröpfchen auf ihn niederfallen lassen. Er wischte sie von Stirn und Wange, ehe er sich zu seinem Gefährten wandte und mit seiner wohlklingenden Stimme sagte:„Wie gut die Luft der Heimat dem Wanderer thut, der sie so lange entbehrt hat! Und doch, wer das Vaterhaus aus eigenem Antriebe verließ, kann wohl nie zurückkihren ohne etwas von dem Gefühl jenes Sohnes zu haben: Vater, ich habe gesündigt im Himmel und vor dir. Aber der Vater kam ihm entgegen und fiel ihm um den Hals. Herr Pastor, was können Sie mir von meinem Vater sagen?“ Er sprach in tief bewegtem Ton und war, um die erwartete Antwort besser auffassen zu können, stehen geblieben. Auch der Pastor hielt seinen Schritt an, aber seine Antwort klang kühl und ablehnend:„Ich habe ihn seit mehreren Tagen nicht gesehen, und fand ihn krank und schwach wie schon seit längerer Zeit.“ Er setzte seinen Weg fort und veranlaßte Erich dadurch dasselbe zu thun, während er schnell erwiderte:„Krank und schwach und seit langer Zeit? von dem einzigen Sohn wenden und ihn um einerl seine Ehre befleckt und seine Liebe bitter gekränkt, Ingendübereilung willen so hort strafen sollte, daß aber doch mit Sehnen, daß der Verlorene zu Reue Jugenoubereilung willen so hart strafen sollte, daß er ihm aue Liebe entzog. was Handelshaus in und Buße sich nrnrrn—5 Lübeck, durch dessen Vermittelung ich schreiben sollte, hat ihr alles zugestellt, was ich in die Heimat sandte, und sie hat meinem Vater nichts davon mitgeteilt. Ich Thor, daß ich das nicht früher erkannte, daß ich ihrem Willen nachkam und ihren Vorschriften gehorchte! Aber die Zeit ist vorüber, jetzt soll es klar werden, und das Wort der Wahrheit soll die Bande brechen, in denen sie meinen armen Vater und mich gehalten hat.“ Er eilte stürmisch einige Schritte vorwärts,##n#ung als ob er das Ziel seines Strebens nicht schnell über Ihre Lippen gehen.“ genug erreichen könne. Dann kehrte er plötzlich zurück und dicht vor den Pastor tretend sagte er langsam und jedes Mort scharf betonend: machten vorhin Andeutungen, die ich nicht stand, und um deren Erklärung ich bitten muß. Sie sprachen in Bezug auf meine Abreise von Schande und Schmach, was meinen Sie?“ Das Mondlicht, das durch die schwankenden wenden möge. Und nun kommen Sie aus der Ferne heim, und ich danke Gott, Sie das Verlangen des schwerbeledigten Vaters stillen wollen, so daß seine grauen Haare nicht mit Kummer in die Grube fahren müssen. Sie haben. schwer gefehlt vor Gott und den Menschen durch—“ „Schweigen Sie, Herr Pastor,“ rief Erich in ausbrechender Heftigkeit, indem er die Hände von dem Gesicht nahm und in einander krampfte,„nehmen Sie Ihre Zunge in acht, denn so wahr Gott lebt, eine Beschimpfung meiner Ehre soll nicht ungeahndet Es entstand eine Pause, dann sprach Erich von neuem mit gewaltiger Anstrengung, kurz und „Sie berrisch:„Geben Sie mir weitere Auskunft, Herr per=Pastor. Was setzte meine Mutter, denn nur die kann es zum Spott des Mutternamens gewesen sein, ins Werk, nachdem sie meinem Antlitz das Brandmal der Schuld aufgeprägt hatte? Aber zuerst sehen Sie mich an!“ Er bückte sich, indem er den Hut abnahm, bis hinter dem andern gehen konnten. Als sie sich anschickten, die Düne nach der Landseite hinabzusteigen, blieben sie heide nwillkürlich stehen. Der sonst so dürfen könne widerte:„Krank und schwach und seit langer Zeit? Zweige fiel, ließ ihn groß und gewaltig erscheinen er sein schönes Gesicht dicht vor die Augen des Wie kom s: das a. d;,; cht mesf 9 au; Drst. in der Erregung seiner Seele die er mit der gan= Pastors georacht gatte, so daß dieser jeden Zug des jetzt Bleichen und tief Erschütterten genau betrachten konnte, dann fragte er:„Sehen Sie das Zeichen der Schande auf meiner Stirn, wie es auf Kains ster Ferne wäre ich nach Hause geeilt, wenn ein Ruf zu mir gedrungen wäre, daß er meiner bedürfen könna in der Erlegung seiner Geele, die er mit der ganzen Kraft seines energischen Willens zu unterdrücken strebte, was ihm doch nur zum Teil gelang, denn die Züge, zu denen der Pastor seine furchtlosen stille Bach, welcher am Fuß vorbei seinen Weg zum Meere suchte, mußte ungewöhnlich angeschwollen sein, denn man hörte, wie er mit lautem Rauschen dahin schoß. Erich Hagen, der bisher hinter dem Pastor gegangtn war, trat jetzt mit schneller BewePeise gas ihn.„Die Stufen hier h. „Wie dürfen Sie solche Frage aufwerfen," sagte der Pastor scharf,„wenn Sie selbst die Brücke zwischen sich und der Heimat abgebrochen hatten? Wie haben Sie es über das Herz gebracht, Jahre lang in verstocktem Schweigen dahin zu gehen, nachAugen erhob, zuckten vor tiefer Bewegung.„Der zu lesen stand? Finden Sie Gemeinheit und schändSohn, welcher des Vaterhaus als Dieb verließ," liche List auf den Zügen meines Angesichts?“ Der Sestesch eseachteschecken ant.- eis eichat ie Saie lie Sohten. Mit gewandten und leichten Schritten, denen Sie zu der Annahme, daß ich keine Verbindung man es nicht anmerkte, daß er gewohnt war, sich mit meinem Vater gesucht oder gehabt hätte? Briefe el dem schwankenden Schiff in Gleichgewicht zu von mir sind nach Grashagen gekommen, und Antsenden Bach.“ dem Pastor vorau über den brau= worten haben mich erreicht, nicht häufig, aber dach und blieb dann stehen, um ihm seine von Zeit zu Zeit, Herr Pastor.“ stoolle Hand zu reichen. Dann behielt er die! Einen Augenblick blieb der Pastor stehen, dann s's Pastors fest in der seinen, als ob er ihn vor sagte er tief entrüstet:„Sie müssen mich für sehr demn Gleiten auf dem schlüpferigen Bodeu schützen leichtgläubig halten, Erich Hagen, daß Sie wagen, wolle, bis sie den besseren Weg erreicht hatten, der mir dergleichen zu bieten. Ich weiß aus dem beiden Männern erlaubte, neben einander zu schrei= Munde Ihres Vaters, daß er seit Ihrer heimlichen ten. Sie waren jetzt in den Laubwald getreten, Flucht keine Nachricht von Ihnen bekommen hat.“ und hohe, prächtige, Bäume erhoben sich neben] Ein Laut, als ob sein Begleiter die Zähne auf ehnen, die von der herabsinkenden Dämmerung in einander beiße, ließ den Pastor einen Schritt näher Beheimnisvollen Schatten gehüllt waren. Wenn sich an den Rand des Weges treten. duich die Gewalt des Sturmes gelegt hatte, so fuhr] Eine unheimliche Stille folgte, dann rief Erich 2och dann und wann noch ein heftiger Windstoß tief erbittert:„Das also war's, weshalb mich nie durch die Zweige und schüttelte schwere Tropfen ein von ihm geschriebenes Wort erreichte, weshalb unter ihnen Dahinschreitenden. Tiefes nur meine Mutter die Briefe beantwortete! Ich Schweigen herrschte rings umher, bis Erich Hagen konnte es ja nicht verstehen, wie er sich so ganz liche Tist auf den Jugen momes ungrsichts?“ Der Pastor antwortete nicht, und Erich richtete sich mit einem tiefen Seufzer wieder empor. Beide gingen von neuem schweigend neben einander, bis der Pastor begann:„Es ist Ihnen bei der Heimkehr zu Mut, wie dem verlorenen Sohne, der zu dem Eine kurze Pause entstand, dann sagte der Vater spricht:„Ich habe gesündigt im Himmel und Pastor ruhig und fest:„Am Tage nach Ihrer vor dir; das haben Sie selber bekannt; wie soll ich Flucht entdeckte Ihr Vater das Fehlen Ihres müt= Ihre Worte deuten?“ begann der Pastor, aber er fuhr nicht fort, denn Erich faßte seine beiden Hände mit krampfhaftem, eisernen Griff.„Nicht weiter,“ rief er drohend,„oder ich vergesse mich, und es ist das letzte Wort, das Sie gesprochen haben!“ Eine kurze Pause entstand, dann sagte der terlichen Erbes, das Ihnen noch nicht zustand, sowie einer nicht sehr bedeutenden Geldsumme in barer Münze. Was er that? fragen Sie mich. „War es kein Unrecht, daß ich sein Haus heimlich verließ, in das er mich gerufen, und die Arbeit, die seinen Händen zu schwer geworden war? War Er ließ den Verbrecher entweichen, weil er sein es kein Unrecht, daß ich Pflicht und Kindesliebe einziger Sohn war, und verbarg sein Vergehen, in die Schranke schlug, um meiner ungezügelten so weit es ihm möglich war.“ Der Druck der Finger, welche das Handgelenk des Pastors umspannten, wurde so heftig, daß er ihm einen körperlichen Schmerz verursachte, dann ließ Erich Natur zu folgen? Mußte es denn ein Verbrechen vor dem richterlichen Gesetzbuch des Landes sein, das mir jene Worte in den Mund legte? Wahrlich, wenn der verlorene Sohn sich eines solchen plötzlich seinen Arm fahren, und beide Hände vor schuldig gewußt hätte, er wäre bis an das äußerste das Gesicht schlagend, taumelte er einige Schritte Ende der Welt gegangen, ehe er einen Fuß in das zur Seite, während der Pastor in leisem Tone Vaterhaus gesetzt hätte.“ fortfuhr:„Er zeigte dadurch die Größe seiner Liebe,]„Und er hätte doch keinen Frieden außer ihm Erich Hagen, und es war vielleicht mehr, als richtig gefunden, und keine Ruhe für seine Seele als zu und gut ist, wenn wir die menschliche Obrigkeit als den Knieen der allerbarmenden Liebe,“ sagte der Vertreterin der göttlichen ansehen müssen. Und Pastor mehr für sich als zu seinem Gefährten dann hat er geharrt, Erich Hagen, von Monat zu sprechend. Monat, von Jahr zu Jahr, ich will nicht sagen] Wieder entstand eine Pause. Der Pastor drängte ohne Groll oder gerechten Zorn, denn Sie hatten das Gefühl, das in seinem Herzen laut für Erich sehen werden, daß Professor Schweninger eine acht= bis zehntägige Erholungsreise angetreten hat. Frankreich. Aller Augen waren am Freitag natürlich auf Toulon gerichtet, wo sich an 100000 Fremde eingefunden hatten. Die Stadt ist nicht so besonders geschmückt, aber alle Häuser sind beflaggt; an vielen Privathäusern ist die Aufschrift angebracht: „Es lebe das russisch=französische Bündnis!“ Behufs Verstärkung der lokalen Polizei sind aus Paris 300 Polizisten, sowie eine große Anzahl Geheimpolizisten eingetroffen. Sämtliche Pariser Blätter betonten in ihren Begrüßungsartiekln den friedlichen Charakter des Flottenbesuches. Der Staat berechnet die ihm aus dem russischen Besuch erwachsenden Extra=Ausgaben auf etwa 400000 Francs, die Stadt Toulon auf mindestents eine halbe Million, für deren Beschaffung die Regierung allerdings mit Sorge zu tragen haben wird; die Pariser Municipalität wa:f 350000 Francs zur Verheitlichung der entente franco russe) aus, das Preßcomitee veranschlagt seinen Spezialbedarf auf 180000 bis 200000 Francs usw. — Ein findiger Kopf hat eine ga.; wohlfeile Papierbanderole in den französischen und russischen Farben zum Anheften an Stock und Regenchirm ersonnen und massenhaft herstellen lassen, so daß die Menschenmassen, die sich auf den Straßen drängen, ein neues lustiges Spielzeug zur Begrüßung geboten wird. Ein anderer kluger Mann hat einen neuen Schnaps„Tsar“ getauft und unter der Bezeichnung„liqueur tonique et di gestive“ durch große Laternen in Flaschenform, die von innen elektrisch beleuchtet waren, von seinen Trabanten in den Straßen anzeigen lassen. Die Polizei=Präfektur hat indessen die Art Ankündigung des Zarenschnapses, wie es scheint, für unpassend erachtet und den Laternenträgern das Handwerk gelegt. Rußland. Die Zahl der Auswanderer aus Rußland nach Sibirien hat sich in diesem Jahre beinahe verdreifacht. Tobolsk passierten auf dem Wasserwege 48000 Auswanderer von Januar bis August, gegen 13 500 von Januar bis August 1892. Im ganzen wanderten 85000 Personen(meistens Bauern) 1892 nach Sibirien aus, da in manchen Kreisen der russischen Bauern große Not herrscht. So befinden sich im Kreise Kanajeff(Gouvernement Kiew) 12400 Bauernhöfe ohne Vieh; 17500 Personen sind von dort allein ausgewandert. Die längst widerlegten Gerüchte von dem Anschlusse Schwedens an den Dreibund geben russischen Blättern Gelegenheit mit Nachdruck die völlige Umwandlung Finnlands in ein russisches Gouvernement zu fordern. Italien. Das aus 6 Kriegsschiffen bestehende englische Geschwader unter Admiral Fyemour trifft Montag vormittag in Tarent ein. Die italienische Regierung hat die Bestimmung, der zufolge in einem Hafen des Landes nie mehr als 3 fremde Kriegsschiffe derselden Flagge anwesend sein dürfen, zu Gunsten des englischen Besuchsgeschwaders außer Kraft gesetzt. Dänemark. Bezüglich des Besuches eines französischen Kriegsschiffes durch den Czaren wird unterm 13. Okt. aus Kopenhogen gemeldet, daß der Czar, der GroßfürstThronfolger sowie der Großfürst Michael sich Sonnabend nachmittag, dem Tage der Ankunft des russischen Geschwaders in Toulon, an Bord des französischen Kriegsschiffes Isly begab, welches in Flag. ständnis nicht fehlen wird. Bestehen doch bereits genschmuck vor der Einfahrt in den inneren Hafen in der Mehrzahl, der größeren Städte Abteilungen 9„.„ 162 zie Oißeiere des Schiffeg der Deutschen Koionialgesellschaft, so daß das ganze lag. Der Kaiser begrußre die Offiziere des Schisses deutsche Reich von einem Netz von gegen 250 Zweigsowie die anwesende französische Gesandtschaft, nahm vereinen mit einem Mitgliederbestande von gegen 120000 überspannt wird. Ein jeder Stand hat an schein und sprach seine hohe n, daß der Sch. alsdann die Einrichtungen des Schiffes in Augenschein und spra Gesehene aus. Zentimeter breit, rotbraun) mitß reicher Gold= und Seidenstickerei, mit den noch blanken, vergoldeten Knöpfen und einem Teile einer grünen Tuchuniform. Jedenfalls hat man es mit den Ueberresten eines höheren Offiziers zu thun; nach der Frisur zu schließen, vielleicht aus der Zeit des siebenjährigen Krieges. Münster, 12. Oktbr. Ein regelrechtes Scharmützel entstand in unserem Nachbarorte Nach halbstündigem. Ausenthalte Wert sein, daß der Scutz und die Entwickelung ginsares“ schan dr###:etie verließen die hohen Herrschaften das Schiff. Auf deutscher Auslandsinteressen zum Besten unseres Rinkerode zwischen drei Förstern und mehreren besondere Anregung des Kaisers salutierte der„Polar= vaterländischen Handels und unserer heimischen In= jungen Leuten. Einer der jungen Leute wurde stern" die französischen Schiffemit 30 Kanonenschüssen.]dustrie fernerbin wachse un gesomiastgitez Patziag,(schwer verletzt. Ueber die Amerika....— und die Förderung und Mebrung des Deutschtums iebt jeder Anhalt. Auf dem religiösen Weltkongreß in Eyicago im Auslande mit bestem Erfolge sich entwickeln! Bochum, 14. Oktbr. Ein Opfer der Bahnsind gußer den Vertretern des Christentums und möge. Wir wünschen, daß die Deutsche Kolonial= steigsperre und ihrer Konsequenzen ist ein hiesiger des Judentums auch diejenigen der verschiedenen Herwirtlichen möchte; bei der hohen Bedeutung der Fabrikarbeiter geworden, der den Zug von Dortgrößeren heidnischen Religionsgemeinschaften ver Sache können wir ihrem Redner ein zahlreichesn nach hier benutzte. Der Mann war müde hier und da auf christlicher Auditorium zweifellos in Nussicht stellen. und schlief während der Fahrt ein und treten. Wenn man hier und oa auf christiicher fausilorium zweifenlos in Aussicht steuen. fund schllef wührend der Fühlt ein und gelangte, Seite an diesen Kongreß die weitgehendsten Hoff=* Westhofen, 14. Okt. Auf dem Buchholz da sich weiter kein Schaffner sehen ließ, gegen seinen nungen knüpft und von demselben erwartet, er straktierte zum Eintritt in die Arbeit ein Steinhauer Willen bis Mülheim=Rhur. Dort wurde der Unwerde den Siegeslauf des Christentums in außer= deste er mit zwei Kollegen einen dritten im Etein= Klückselige angehalten und, da er sich nicht genügend ordentlicher Weise fördern, so dürfte solchen Er= bruche. Alle drei bekamen jetzt ihre Strafe, und ausweisen konnte, der Polizei übergeben, die den „Reichsbote" recht behal= erhielten einer 3 Monat, die 2 anderen je 1 Monat wartungen gegenüber der ten, wenn er schreibt: „Das Gegenteil wird, so Gefängnis. I Dortmund, 16. Okt. Von den infolge des „Verbrecher" bis zum andern Morgen in Gewahrsam hielt. Der Vorfall hätte sich unmöglich erscheint es uns, der Fall sein, wenn hier die Götzen- Grubenunglücks auf Schacht Kaiserstuhl am 19. Aug. seignen können, wenn, wie früher, die Fahrkarten diener als völlig gleichberechtigt neben Christen Verletzten befinden sich noch 7 Mann in ärztlicher während der Fahrt revidiert worden wären. sitzen, und das Heidentum als dem Christentum Behandlung. Vollständig von ihren Verletzungen] Solingen, 11. Okt. Beim Bau der 107 ebenbürtig erscheint. Mögen die einzelnen Christen, wieder hergestellt und zu ihrer Arbeit zu verschie=(Meter hohen Riesenbrücke über die Wupper die 4art sind auch nicht entfernt deren d#u#en denen Terminen zurückgekehrt sind 8 Mann; den unterhalb Müngsten wird widie vorr sino, auch nicht emferyr oaran venten, Tod haben bekanntlich 65 Mann gefunden. guerhalb Müngsten wird, wie man der„Köln. ihren Glauben zu verleugnen— uns erscheint die Dortmund, 12. Okt. In mehreren Ztg.“ aus Remscheid schreibt, kein Gerüst verThatsache, daß dort das Christentum neben dem Sitzungen des Vorstandes des Bergarbeiter= wandt, sondern ein elektrisch betriebener SeilHeidentum und Judentum auf eine Bank gesetzt Verbandes ist u. a. darüber beraten worden, aufzug hergestellt, der über eine 31 Meter ist, als eine Verleugnung der göttlichen Wahrheit ob man vom Ruhrkohlenbezirk aus die aus hohe fünfpfeilerige Hülfsbrücke geführt wird des Christentums, die uns bedrückt. Wie man ständischen englischen Bergleute unterstützen und an den Bergwänden bis zu 60 pCt. davon einen Sieg des Christeatums erwarten könne. Eine materielle Unterstützung wurde Steigung zu überwinden hat. Diese Hülfskann, verstehen wir nicht. Der Brahmane, Mu= als unmöglich erklärt, weil der Kassenbestand brücke nähert sich ihrer Vollendung. Die Anhamedaner und Jude werden nach Hause gehen zu gering und noch eine ganze Anzahl durch lage dürfte noch mehr Besucher als die Thalmit der Befriedigung, daß ihre Religion auf dem den letzten Ausstand berroffener Bergleute zu sperre während ihrer Bauzeit herbeiführen. Weltkongreß eine öffentliche gleichberechtigende An= unterstützen sei. Man war darüber einig, daß Müngsten, der so bequem gelegene Endpnnkt erkennung erfahren haben. Wozu sollen sie da ein Ausstand jetzt ganz erfolglos sein würde, der Ronsdorf=Müngstener Eisenbahn, wird nach noch Christen werden, und was soll da noch die Auf diese Weise ist eine Unterstützung der aus= Fertigstellung nicht weniger als vier Brückenständischen englischen Bergleute durch die des bauten in seiner unmittelbaren Umgebung aufRuhrkohlengebiets ganz unterblieben.(zuweisen Dortmund, 9. Okt. Eine heitere Szene spielte sich Sonnabend morgen auf dem Wochen= Ringkampf hatte man gestern Gelegenheit auf der republikanischen Regierungsform streng fest= markte ab. Zwei Sonnenbrüder waren mit offenem Markte zu beobachten. Zwei Markthalten; ich bin des Sieges weil derselbe die Abladen von Kartoffeln beschäftigt, wobei sie in frauen bezw. Jungfrauen vom Lande kämpften Mission? Brasilien. Mello erließ ein Manifest, in dem er beteuert, wenn er erfolgreich sei, werde er an Kongreßwahlen unter allen Umständen auf dem ersterer auf dem Wagen stand und ihm dabei rührte. Das Preisrichter=Collegium, welches Präsidentenposten halten zu wollen. So scheint behülflich war. Während des Aufbuckelns eines ebenfalls aus Marktfrauen bezw. Jungfrauen den Bombardements vorläufig noch kein Ende solchen mächtigen Sackes brachte es der auf bestand, saß auf umgekehrten Marktkörben und beschieden zu sein. dem Wagen Stehende fertig, dem andern den sah mit Kennermiene dem Kampfe zu. Die In Brasilien scheinen die Aufständischen Sack am Rock festzubinden. Als nun der Be= Siegerin wurde mit Beifall überschüttet und immer mehr an Boden zu gewinnen. Man treffende den Sack abwerfen wollte, wurde er zog stolz den heimatlichen Gefilden zu. vermutet, daß der den Aufstand leitende Ad= durch denselben mit zur Erde gezogen und! Düren, 12. Okt. Einer der bekanntesten zu sprechen begann, im Interesse des erwägenden Verstandes zurück, und auch dieser schien seinerseits auf eine Erklärung noch verzichten zu wollen, denn er kehrte mit einem tiefen Seufzer zu der vorhin gestellten Frage zurück.„Ich bat Sie, mir mitzuteilen,“ sagte er,„was meines Vaters Frau und meiner Schwester Mutter ins Werk setzte, nachdem sie mich als Verbrecher von Haus und Hof hatte flüchten lassen. Behielt mein Vater die Zügel des Regiments in der Hand, wie die an mich gelangten Briefe aussagten, oder war das auch eine Lüge?" „Es mag im Anfang der Fall gewesen sein,“ war des Pastors Antwort,„seit ich in Willnick bin und ihn kenne, ist er leidend gewesen, und die Herrschaft hat in der Hand Ihrer Mutter und des Schiegersohnes gelegen.“ War es denn nur möglich, anzunehmen, daß der Schreck, welcher Erich durchfuhr, ein erheuchelter war, oder daß das Entsetzen, welches man in seinen Zügen las, nicht wirklich empfunden wurde? Jetzt lachte erauf, hohnvoll und scharf.„Besser, immer besser,“ rief er laut, ,eine Hochzeit gefeiert in Grashagen, ohne daß der Sohn des Hauses, der Bruder der Braut, davon Kenntnis erhält! Wer mag denn der Schwiegersohn sein, der in die Rechte und Würden eingesetzt ist, die mir zukamen? Es ist vorwärts gegangen mit Deinen Wünschen und Plänen, Frau Mutter, aber— es ist noch nicht aller Tage Abend!“ „Dem großen Gute mochte die Leitung eines Mannes wohl notwendig sein," begann der Pastor von neuem.„Der furchtbare Schreck, welchen die Entdeckung Ihres Vergehens ihm verursachte, die Anstrengung, Sie vor den Ihnen drohenden Gefahren zu schützen,“— der Pastor sprach langsam und beobachtete scharf die Haltung des Mannes, der neben ihm ging, indem er die Hände krampfhaft zusammenpreßte und den Kopf mit trotziger Gebärde aufgeworfen trug,—„waren Ihrem Vater zu viel geworden. Ein Schlaganfall traf ihn, durch den er lange krank darnieder lag, und als er sich erholte, wollte sichdie alte, geistige Kraft nicht wiederfinden. Er hat mir alles dies selbst erzählt in mancher Stunde, wo ich dem Leidenden Trost zusprechen wollte, denn Sie wissen, daß ich zu jener Zeit noch nicht in Willnick war. Ihre Mutter mußte also die ganze Arbeit auf sich nehmen, und sie that es mit Hülfe des geschickten, treuen Mannes, der schon zu Ihrer Zeit auf dem Hofe war. Mit gewissenhafter Pflichterfüllung stand er ihr zur Seite, er scheute nicht die Arbeit um geringen Lohn und—“ (Fortsetzung folgt.) Kaisers von Brasilien, beabsichtigt. zu revanchieren, aber er hatte nicht bedacht, Hause wohnenden Ziegelarbeiter in roher Weise Westfalen und Rheinland. daß er angebunden war. Wie ein Kettenhund mit dicken Stöcken derart mißhandelt, daß derschwerte, 13. Okt. Seit einiger Zeit sprang er um den Sack herum, noch ein fester selbe infolge dieser Mißhandlung verstarb. Münzses: 5. Ruck und ein Stück seines Kamisols blieb am Schulze wurde jetzt vom Schwurgericht zu sacke hängen. Der Uebelthälter aber hatte sich Aachen zu drei Jahren, sein älterer Sohn zu werden von den Munzstätten neue Zwanzigpfennigstücke aus Nickel von der Größe der Zehupfennigstücke ausgegeben. Sie sind aus eiligst davongemacht. einem Jahr Gefängnis verurteilt, während der einer besseren Legierung hergestellt, als das un„Dortmund, 13. Oktbr. In den letzten jüngere, erst 15jährige Sohn freigesprochen und übrige Nickelgeld und am Rande gerippt. als Mogaten, sind hiesigen Metzgern aus dem seiner Familie überwiesen wurde. Ersatz für die zu kleinen Silber= und die zu Schlachthause ganz erhebliche Quantitäten] Trier, 11. Okt. Folgende großen Nickel=Zwanzigpfennigstücke wird diese neue Münze wohl allgemein mit Freuden begrüßt werden. schwerte, 15. Okt. Es wird unsere den Veteranen aus den Befreiungskriegen von daß sie seit langer Zeit dieses unsaubere Hand= durch das Spundloch, bis er den Boden be1813—15 zu erfahren. Die Zahl derselben werk getrieben. Das Schöffengericht verur=frührte. Leider hatte er den Schirm nicht geteilte den ersteren zu 2 Wochen, den letzteren hörig verschlossen, und so ging dieser in dem zu 1 Woche Gefängnis. Folgende heitere GeFleisch gestohlen worden, ohne daß es gelang, schichte erzählt die„T. Landesztg.“: Ein Bauersder Diebe habhaft zu werden. Vereinten An= mann kam kürzlich morgens auf den Viehmarkt, strengungen ist es schließlich gelungen, diel um sich ein Faß zu ersteigern. Er trug einen Metzgergesellen Hahne und Ziegler der Dieb= Schirm bei sich und wollte mit diesem die Tiefe stähle zu überführen, wobei sich herausstellte, des Fasses ergründen. Er steckte den Schirm beläuft sich im ganzen nur noch auf dreißig; der älteste von ihnen ist der in Berlin wohnhafte ehemalige Ackerbürger Joh. Gottl. HageFasse auf. Der Bauersmann that alles MögWitten, 9. Oktober. Die Perionsperres liche, um den Schirm in dem Fasse wieder zu mann, der am 25. März 1792 im Dorfe Uscht zeitigt merkwürdige Erscheinungen. Kürzlich—lschließen. Vergebens. Es gelang ihm nicht, bei Driesen geboren ward und mithin im so schreibt das„Togebl.“— löste sich am hie= den Schirm aus dem Fasse herauszuziehen. Alter von 101½ Jahren sich befindet. Zehn sigen Bahnhof eine Frau in aller Hast ein Billet Unterdessen kam das Faß zur Versteigerung, Veteranen leben in Pommern, acht in Hannover, dritter Klasse und nimmt den Weg durch die und um seines Regenschirmes nicht verlustig zu ###:., Schla#'on d. 7. gn zweite Klasse um den Zug nach zu erreichen der gehen, trieh er den Preis bis 40 Mk in die funf in Schlesien, drei in Rheinland. zwelte Klufse, um den Zug noch zu erreichen, virshigen, kriev er den Preis bis 40 Mk. in die Schwerte, 14. Okt. Gestern nachmittag zur Abfahrt fertig steht. Der Kontrollbeamte Höhe, so daß es ihm zugeschlagen wurde. gingen von Dortmund aus etwa 1000 neu aus-lruft hinterher, sie habe im Wartesaal zweiter! Andernach, 9. Okt. In dem gegenübergehobene Rekruten mittels Extrazug nach Metz Klasse nichts zu suchen. Die Frau wollte sich liegenden Leutesdorf wurden gestern fest umab, um dort bei den Infanterie=Regimentern 17(in diesem vornehmen Raum aber auch wirklich schlungen die mit einem Strick aneinander geund 67, Feldartillerie=Regimentern 33 und 34(nicht aufhalten, denn sie stand schon auf dem(bundenen Leichen eines unbekannten Liebesund Pionier-Bataillonen 16 und 20 zur Einstel= Trittbrett, um in ihre dritte Klasse einzusteigen. paares gelandet; die Leichen sind gut gekleidet, ung zu gelangen. Ein größeres Abholungskom= Da eilen zwei Beamte auf sie zu, holen sie von die Verlobungsringe tragen die Zeichen: C. B. nondo aus Offizieren, Unteroffizieren und Mann= dem Trittbrett herunter, führen sie durch die zweite und R. S.; die Leichen müssen mehrere Tage Klasse in den Flur und bedeuten ihr, sie habe sim Wasser gelegen haben. lun mand schaften war in Dorttmund angekommen. * Schwerte, 16. Okt. Die dicken Kartoffeln durch die dritte Klasse ihren Weg zum Perron und wollen gar nicht alle werden. Bis jetzt ging aus zum Zuge zu nehmen. Der Zug wartete denn dem Wetstreit eine Knolle des Herrn Ed Briecke 2=en: Cholera=Nachrichten. des Herrn Eb. Briecke auf dem Höchsten mit fast 4 Pfund Gewicht als Siegerin hervor. Wer bietet mehr? § Schwerte, 16 Okt. Wie wir hören, be steht in den Kreisen der hiesigen Freunde der dagegen ist nichts zu sagen, kolonialen Bewegung die Absicht, in unserer Stadt uf die Zus zu veranstalten, wozu die Deutsche Kolon schaft im Interesse der guten Sache einen no Redner zur Verfügung zu steuen sich berei hat. Bei dem warmen Interesse, welches ich so lange hie diese vorschriftsmößige Proze,] Das Reichsgesundheitsamt macht folgende Choleraauch so lange, bis biese votschtistemaßige P##zee fälle bekannt: In Stettin wurde bei weiteren 8 dur erledigt war. Von den Beamten war das Erkrankten(davon 3 gestorben) Cholera nachgewiesen; ja nach ihrer Instruktion ganz korrekt gehandelt, von den früher gemeldeten Fällen sind 3 tötlich veraber daß so etwas laufen; in Hamburg eine Erkrankung mit tötlichem “ 549 Ausgang und außerdem unter den früher Erkrankten 1 Sterbefall. Königsberg i. P., 13. Oktbr. Die amtliche auf die Zuschauer einen komischen Eindruck macht, gen ist auch nichts zu sagen. Wenn es im einen Vortrag über ein kolonialpolitisches Thema chaft iv nieter eathe o,anhasen Aeben aberal mit dienflichen Bestimnnungen sof ucherraczegesteiten, a. Reguitz hot einen Söhfsenatogosten ,— ven watch, 2uud mer gpgnpoe., a.strosen as Goteravergaguag in Venandlugg genommen. Dorpat, 13.Oktbr. Die livländische„Gouvern.= den uneigennützigen, der Reichslegielung in besonderem bereit erklärt wortlich genommen würde, und man dieselben nicht keichsregierung in besonderemnal den gegebenen Verhältnissen anpaßte, da Zig.“ meldet, daß in Dorpat die Cholera ausgebrochen Maße symphatischen Bestrebungen der genannten könnte man sich dieses Leben wirklich häufig recht ist. Die Seuche wurde durch Reservesoldaten, die aus Gesellschaft in allen Schichten der Bevölkerung ent= sauer machen.„..., sverseuchten Orschaften zurüickehrten, eingeschleppt. Hamm, 8. Okt. Heute vormittag stieß man! Rom, 12. Oktbr. In den letzten 24 Stunden im nördlichen Seitenschiff in der großen evangelischen sind in Palermo 14 Personen an Cholera erkrankt iserem Orte der größten Teilnahme begegnen Kirche beim Aufstellen von Gerüststangen auf ein etwa und 11 gestorben, in Patti=Marina sind seit dem no zu einer regeren Bethätigung des Interesses 1½ Fuß unter der Oberfläche befindliches Mauerwerk, 10. ds. Mts. 3 Personen erkrankt und 3 gestorver. für koloniale Dinge führen wird. Mt Unrecht ist welches sich bei genauerer Untersuchung als ein Grab= Außerdem erkrankte an Bord eines daselbst ankernden an manchen Stellen im Riche die Kolonialpolitik gewölbe herausstellte. Nach Oeffnung desselben fand englischen Packetboots 1 Matrose. als Parteisache aufgefaßt und dadurch den größten man li, dem Westf. Anzeiger die hellbraunen Ueberreste Mißdeutungen ausgesetzt worden. Die kolonial=seines Sarges wie auch einen noch gut erhaltenen politischen Bestrebungen sind nicht das Werkeinzelner männlichen Kopf, auf welchem sich noch ctwa 4—6 Soziale Bewegung. igen sind nicht das Wexkeinzelner männlichen Kopf, auf welchem sich noch etwa 4.—6 In Pas=de=Calais(Nordfrankreich) wird Männer oder der einen und anderen Partei, sie Zentimeter lange rote Haare, dicht gewachsen und glatt die Arbeit im wachsenden Maße wieder aufgenomsind vielmehr die natürliche Folge der Bedürfnisse gekämmt, vorfanden. Am hinteren Teile des Kopfes men, aber doch nur langsam. Es sind immer noch der ganzen Nation, die auf dem angebahnten Wege hatten sich die Haare gelöst und lagen fest geflochten, 40000 Ausständische gegen 3987 Arbeitende. In am wirksamsten ihre Wirtschaft und ihren Absatz erwa ½ Zentimeser lang, ebenfalls sehr gut erhalten, Lens herrschte heute nacht einige Erregung. Man zu erweitern vermag. Wir dürfen hoffen, daß es bei demselben. Ferner fand man noch gut erhaltene zertrümmerte die Scheiben an den Häusern von für diese Ziele auch bei unsern Mitbürgern an Ver= Uniformteile, z. B. den Aufschlag eines Rockärmels,(6! Kaufleuten, die den Ausständischen keinen Kreon hau wollten, und rief: Nieder mit Dupuy! mehr geven iserpräsidenten) Hoch lebe die soziale (Name des Min zgr, nach Zusammentritt der franzöRevolution! Soten soll ein Antrag an das Minisischen Abgeor) werden, der sich gegen die Einsterium 9gacreicher Abgeordneter in den Bergrichtet. Wie es heißt, soll dieser arbeiterou Regierung recht gelegen kommen, weil Ferauf diese Weise gegen das Eingreifen sozialistischer Abgeordneter in Arbeiterfragen für die Zukunft Straf=Bestimmungen feststellen kann. * D e r A u s s t a n d i m e n g l i s c h e n K o h l e n r e v i e r ist als beendigt anzusehen. Plokate zeigen den Arheitern an, daß die meisten Kohlenreviere dieselben zu den alten Löhnen weiter beschäftigen wollen; infolgedessen nehmen zahreiche Arbeiter die Arbeit wieder auf. Allg mein macht sich Zufriedenheit über diese Wendung bemerkbar. Vermischtes. * Einer von den wenigen, in Deutschland noch lebenden Veteranen aus den Befreiungskriegen 1813—15, Georg Kietz in Wolmirstedt, beging am 9. Oktober seinen 99. Geburtstag. Greis trat 1814 beim 30. InfanterieRegiment ein und beteiligte sich an den Kämpfen bei Fleury, Wavre und Paris. * Eine abscheuliche Roheit wurde in der Wohnung des Lehrers Beckers in Kirchheim a. Ech(Pfalz) verübt. Mehrere Personen drangen in dessen Keller, entwendeten dort eine Anzahl Flaschen Wein, schütteten eingemachte Gemüse auf den Boden, warfen sodann einen großen Vorrat Wäsche in den Abort, verunreinigten die Betten in einer Kammer, zerschnitten die Vorhänge, erbrachen den Sekretär im Wohnzimmer und rissen sämtliche Papiere und Bücher entzwei. Von den Thätern fehlt jede Spur. * Hamburg, 10. Okt. Heute nachmittag fand man in dem Kloset eines Hauses der Susannenstraße ein seit drei Tagen vermißtes fünfjähriges Mädchen ermordet vor. * Berlin, 10. Okt. Gegen das Hausieren in den Kasernen und in Gastwirtschaften in der Nähe von Kasernen mit aüerlei unnützen und schlechten Waren wird jetzt von militärischer Seite eingeschritten. Es soll dem Handel, der die jungen und unerfahrenen Soldaten nur zu oft zu unnützen Geldausgaben verleitet, nach Möglichkeit gesteuert werden. Die Ueberwachung des Eintritts von Zivilisten in die Kasernen soll dahin verschärft werden, daß nur solchen Personen der Zutritt gestattet wird, die nachweislich mit einer bestimmten Persönlichkeit in der Kaserne zu thun haben, sofern sie nicht für einzelne Verwaltungen (Kasino, Kantine usw.) zu liefern haben. Auch sollen Peckeie u. deigl, die nicht für eine einzelne zu bezeichnende Person in der Kaserne bestimmt sind, auf den Wachtstuben zurückbehalten werden, bis ihr Träger die Kaserne wieder verläßt. Die Gastwirte in der Nachbarschaft der Kasernen aber sollen angewiesen werden, fortan keine Hausierer in ihren Lokalen zu dulden. * Chicago 10. Okt. An dem gestrigen großen Festtage war die Ausstellung von einer gewoltigen Menschenmenge besucht. Man schätzt die Anwesenden auf 750000. Der Verkehr war sehr erschwert, an einigen Stellen sogar unmöglich. Viele Frauen und Kinder wurden zu Boden gerissen, drei Personen von Tramwaywagen überfahren und getötet. Die Zahl der Verletzten beträgt etwa 150. Die Ausstellung ist nunmehr schuldenfrei. * Ein denkwürdiges Bauwerk. Wie berichtet wird ist die Scheune des Geburtshauses von Zohann Huß in Hussinetz noch vorhanden, und zwar in hrauchbarem Zustande. Pfairer Adlof in Prag hat diesilbe vor kurzem angekauft, um sie zu evangelischen Zwecken auszubauen. * Amsterdam, 14. Okt. Kein Tag vergeht, ohne daß in der Angelegenheit de Jong irgend eine Aufsehen erregende Enthüllung das allgemeine Interesse wachhielte. Wie der„Neuen Züricher Ztg.“ geschrieben wird, prüfen jetzt der Untersuchungsrichter und die Polizei die Frage, ob de Jong auch der Urheber der berüchtigten Frauenmorde im Londoner Whitechapel=Viertel. der rätselhafte Jack der Aufschlitzer ist. Die Polizei besitzt Anhaltspunkte, welche den erwähnten Verdacht zum mindesten rechtfertigen. Vor allem wurden aus Anlaß einer Haussuchung in der Amsterdamer Wohnung de Jongs chirurgische Instrumente gefunden, wie die Aerzte dieselben zu jenen Frauen=Operationen gebrauchen, die Jack the Ripper an seinen Opfern vollzog. Gleichzeitig fanden sich in der Wohnung des Verhafteten medizinische Lehrbücher, welche ausschließlich die erwähnten Frauen=Operationen behandelten. Da de Jong erwiesenermaßen, wenn er sich auch öfters Dottor der Medizin nannte, niemals Medizin studierte, so liegt natürlich die Frage nahe, wozu er die Instrumente und Lehrbücher gerade über diese Sache brauchte. Die Polizei ließ die vorgefundenen Instrumente chemisch untersuchen, da natürlich die Frage, ob sie schon gebraucht worden sind, von erheblicher Tragweite ist. Die Untersuchung hatte ein überraschendes Erg. bnis: das Vorhandensein von Blutspuren wurde wissenschaftlich festgestellt, sodaß kein Zweifel darüber obwalten kann, daß die chirurgischen Instrumente gebraucht worden sind. Von wem und an wem? Weiter bestesteht ein merkwürdiges Zusammentreffen zwischen der Anwesesenheit de Jongs in London und den Whitechapeler Frauenmorden. Da Jong war in der Zeit von 1889 bis 1892 sieben Mal in London, und während dieser Zeit wurden sieben Fraauen in Whitechapel ermordet und in der bekanten zeit depezstimmelt. Jeder Frauenmord fällt in die in Landan en Jongs, und niemals fiel in Holland: Frauenmord vor, wenn de Jong seinen Wohnsigz.. vor 20 Monaten Frauenmorde in ust hat, hörten die ist der moralische Ruf 9an auf. Schließlich die Rolle des Aufschl: Jangs ein derartiger, daß seinem Umgang ur ihn sehr wohl paßt. er einen Hang zur avit allen Frauen bekundete tersuchung seines.: Die ärztliche Unbochgradiger Erotomanie leidet. D wofern sie wirklich die erste war, die von ihm so beliebte Hochzeitsreise, diesmal nach Antwerpen, und kehrte acht Tage später allein zurück. Von seiner Frau hat man seither nichts gebört. Hierüber zur Rede gestellt, blieb de Jong stumm wie ein Fisch. In der Volksmeinung gilt er jetzt schon als der gefürchtete Jack de Ripper. Ob er es wirklich ist, wird die Untersuchung ergeben. * Aus San Franzisko kommt die Kunde, daß der Walfischdampfer„Newport“, der den letzten Winter bei den Herschel=Inseln zubrachte, mit Hülfe einer ganz besonders von Eis freien See bei der Jagd auf einen Walfisch bis zum 84. Grad, d. h. 6 Grad vom Nordpol entfernt, vordrang. Das ist der nördlichste, je von einem Menschen erreichte Punkt. Das Schiff vermochte nicht weiter vorzudringen, doch glaubt man, daß der Nordpol leicht hätte erreicht werden können, wenn das Schiff mit Hunden und Schlitten versehen gewesen wäre. * Eine in einer Zigarettenfabrik in Breslau angestellte Arbeiterin beschloß, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Zu diesem Zweck legte sie ihren Kopf unter das Messer einer Schneidemaschine und setzte diese dann in Bewegung, um sich den Kopf abzutrennen. Sie erlitt jedoch nur eine nicht unbedeutende Halswunde, da sie noch rechtzeitig an der Ausführung ihres grauenhaften Vorhabens verhindert wurde. * Gegen den baierischen Leutnant Hofmeister begann am Dienstag vor dem Militärbezirksgericht in Würzburg der Prozeß wegen Verbreitung sozialdemokratischer Anschauungen im Heer. Es waren 15 Zeugen geladen, darunter viele Militärs vom 18. Inf.=Regiment, dem Hofmeister angehört hat. Für die ganze Dauer der Verhandlung wurde auf Antrag des Staatsanwalts die Oeffemtlichkeit ausgeschlossen. Der Urteilsspruch wurde 11¾ Uhr nachts verkündigt. Leutnant Hofmeister wurde freigesprochen. * Stuttgart, 13. Oktober. Vorgestern abend sind auf das erst kürzlich eröffnete jüdische Café in der oberen Schloßstraße aus dem gegenüber liegenden Liederhallengarten vier Revolverschüsse abgefeuert worden. Eine Kugel hat das Fenster des Cafés durchschlagen und ist dann, an der gegenüber befindlichen Wand abprallend, zu Boden gefallen. Verletzt ist niemand. Der Thäter ist entkommen. * Eine seltene Unterbrechung erlitt eine Sitzung des Schwurgerichts in Stettin. Zur Verhandlung stand eine Anklage wegen Körperverletzung mit tötlichem Ausgang. Als bei der Vernehmung des Angeklagten geschildert wurde, in welch unmenschlicher Weise auf den bei einer Prügelei Getöteten mit Messern eingehauen worden war und die entsetzlichen Wunden beschrieben wurden, befiel einen Geschworenen ein heftiges Unwohlsein, sodaß er der Verhandlung nicht länger beiwohnen konnte. Da ein Hülfsgeschworener nicht ausgelost war, mußte Vertagung eintreten. * Mehreren Pariser Kredit=Instituten wurden in den letzten Tagen Checks von Mannheimer Firmen präsentiert, welche auch dem Ueberbringer ausbezahlt wurden, sich jedoch später als gesälscht erwiesen, indem die angewiesenen Summen bedeutend erhöht worden waren. So waren aus 90 Frks. 1900 Fr. aus 100 Fr. 1000 Fr. gemacht worden. Die Polizei fahndet eifrigst nach den Fälschern, welche auch von den deutschen Sicherheitsbehörden als Uhrheber eines großen in Mannheim verübten Diebstahls verfolgt werden. * Einen Taktstock aus 1000jährigem Holz haben die vereinigten norddeutschen Liedertafeln dem Wiener Männergesangverein zu dessen 50jährigem Jubelfest am 6. Oktober überreichen lassen. Das Holz stammt von dem 1000jährigen Rosenstock am Dom zu Hildesheim. Die beiden Enden des Stabes sind mit silbervergoldeten Zwingen versehen, auf denen Widmung 2c. eingraviert ist. Das Etui des Stabes trägt die Inschrift:„So wie um Dom zu Hildesheim Der tausendjähr'ge Stock noch blüht, So blüh' bei Euch auch tausend Jahr Der Rose gleich das deutsche Lied.“ Jong an den Dirnen in Mbzrche 397068 unter Lohilechapel verteilen lassen in der Anterdesen mehren sch Zeug sedenfalls als die Szhilungen, die de genn zu den zwe einen wiaubart hinstellen. Lwundenen S auf so rätelhafte Weise verRau= Frauen, gesellt sich nunmehr eine dritte. daß sich Hendrik de atande samt teilt nämlich mit, 1809 also vier Jahre dort schon an 21. Mär, shlstlichen Sarah Zuer deiner Hochzeit mit der enatete, Er machte uit einer Roterdamerin E. müchle mit dieser ersten Frau, Neueste Nachrichten. Crefeld, 15. Okt. In der Nähe der hiesigen Station stießen infolge falscher Weichenstellung 2 Züge zusammen, wobei 6 Zugbeamte und ein Reisender verletzt und mehrere Wagen, sowie zwei Lokomotiven beschädigt wurden. Von einem Prinzen entbunden worden ist die Kronprinzessin Ferdinand von Rumänien. Vogelfreunde. Das von Gustav. Voß, Hoflieferant in Köln, auf Grund 20jähr ger Erfahrung in der Vogelpflege hergestellte, rühmlichst bekannte, vielfach preisgekrönte Singsutter für Kanarienvögel und Waldvögel, Mischfutter für Amseln, Drosseln, Nachtigallen, Staare, Lerchen, überhaupt für alle in= und ausländischen Singund Ziervögel ist hier nur allein echt zu haben bei Wilh. 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Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Westhofen Band III Blatt 203 auf den Namen des Geometers Friedrich Landskröner zu Westhofen eingetragenen Grundstücke Flur IV Nr. 139, 141, 142, Flur II Nr. 80/67, 81/67, 82/67, Flur IV Nr. 447/2, Flur V Nr. 487/443, 488/443, 542/465, 784/446, 785/448, Flur VI Nr. 22a, 27, 28, 140, Flur VII Nr. 110/31, 84 der Steuergemeinde Westhofen am 24. Oktober 1893, vormittags 9½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. III versteigert werden. Die Grundstücke sind mit 38,14 Thlr. Reinertrag und einer Fläche von 3 H. 45 Ar 50 □M. zur Grundsteuer mit 240 Mark Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, Abteilung ll, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Verteilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigentum der Grundstücke beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlags wird am 25. Oktober 1893, vormittags 9½ Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Schwerte, den 1. September 1893. Königliches Amtsgericht. * Wie& Wo?! Jedermann sich ein solides Einkommen schaffen kann, wird kostenlos mitgeteilt. Man schreibe unter„Solid“ an die Aumonsen frpel, von fi. f., ftantbe k. ko., stradtort a. 11. 2 Am 20. u. 21. Oktober 1893. Verlosungs-Plan. Grosse Gsw. Wert bar Verlosung von Goldund Silber-Gegenständen zu Massow, die mit 90% bar garantiert sind. Jeder Gewinner kann den Gegenstand oder Geld nehmen. Original-Lose à 1 Mk., 11 Stück für 10 Mk.(Porto u. Liste 20 Pfg extra) empfiehlt und versendet das mit dem Alleinverkauf der Lose betraute Bankgeschäft 2e. Berlin W., Carl Unter den Linden 3. Die Lose versende ich auch gegen Briefmarken oder unter Nachnahme. 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Zum heutigen Viehmarkt waren nur wenig Pferde aufgetrieben, etwa 40 Stück und diese waren zum großen Teil Schlachtware. Das Stück der letzteren wurde mit 40—50 M. losgeschlagen. Kühe waren 70 Stück ausgestellt. 1. Sorte kostete 300— 400 M, 2. Sorte 200—.250 J. 3. Sorte 120—180 K. Der Handel war recht flau. Schweine waren 600—700 Stück aufgetrieben. Für 6— 8 Wochen alte Ferkel wurden 10—14 M, 3—4 Monate alte 30— 45 M erzielt. Fette Schweine waren nicht am Platze. Der Handel war im großen und ganzen schleppend. Dinslaken, 10. Oktober. Blktter und 1 Hleine Prese Borzin G. 2. Hermann Hurwitz& Co.,; Klosterstrasse 40. Garantiert reine Naturbutter! Hochfeine Süßrahmbutter versende täglich frisch in Postkollis von ca. 10 Pfd. zu 10 Mk. 50 Pfg. franko gegen Nachnahme. L. Rosenberg in Ahlen, Reg.=Bez. Münster. Zum heutigen Markte waren aufgetrieben: 403 Stück Rindvieh. Es herrschte im allgemeinen geringe Kauflust; nur Milchvieh fand bei mittleren Preisen guten Absatz. Die Nachfrage nach Rindern war schlecht und der Preis dementsprechend. Bullen hielten in Preis und Nachfrage die Mitte. Fette Schweine wurden mit 51,00 bis 56,00 Mk. die 50 Kilo Schlachtgewicht, Saugschweine mit 1,50 bis 2,50 Mk. und Faselschweine mit 2,00 bis 2,50 Mk. pro## Alterswoche bezahlt.— Nächstes Markt: 24. Oktober 1893. Die verehrl. Inserelten Rescereilie Zeitungspapier empfiehlt Carl Praus. werden dringend gebeten, Inserate möglichst bald aufzugeben. Nur dann ist es möglich, das Inserat sorgfältig zu behandeln und möglichst augenfällig, wirkungsvoll auszustatten. Bei größeren Inseraten empfiehlt es sich, solche schon 2 bis 3 Tage vor dem Aufnahmetermin der Expedition zu behändigen. Es kann dann zur rechten Zeit noch ein Bürstenabzug geliefert werden, wodurch auch manche Versehen zu vermeiden sind. Besonders bei der jetzt beginnenden Herbst= und Wintersaison bitten wir höf lichst, dies gütigst beachten zu wollen. Expedition der„Schwerter Zeitung.“