M. h niker Nr. 29. ähne 6 e in vorührung. igen, sow. fl merzloses r Zähne. RERSAE ses 22. in fertiger und rderobe eisen. und brößen. Jacken, 2c., mtliche urwaren. u. Daunen ter, staubfreie re. 1on, mstliche Bebisset ag alld nerzlos## wendun 2—6 Uhr eten! ten von 10 " 30„ " 20„ schönsten neu weren Papieren r Zieglef in Westfalen. nn sich von der aubih illigkeit der Tapet n, da Musterle Wunsch überaur A Amtliches Kreisblatt bonnemen St=Preis pro Quartal Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. he Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Wöchentlig S„* für den Krreis Gorde. nsertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 98. Amtliche Bekanntmachung. Durch Erlaß des Herrn Finanzministers vom 7. Juli cr. ist angeordnet worden, daß fortan die seither hier aufbewahrt gewesenen Kataster=Dokumente(Grundsteuer=Mutterrollen, Gebäudesteuerrollen und Flurkarten) bei dem Königlichen Katasteramte aufbewahrt werden sollen, und sind daher alle Anträge auf Erteilung von Auszügen aus den Kataster=Dokumenten an das Königliche Kataster=Amt Il in Dortmund zu richten, welches den Amtseingesessenen zur Kenntnis mitgeteilt wird. Aplerbeck, den 11. August 1893. Der Amtmann Gutjahr. Schwerte, Dienstag, 22. August 1893. Bekanntmachung. Die Anfertigung der Subsellien für a. eine Schulklasse der evangelischen Gemeinde Aplerbeck, b. eine Schulklasse der katholischen Gemeinde Aplerbeck, c. eine Schulklasse der katholischen Gemeinde Sölde sollen im Wege der schriftlichen Submission im Einzelnen oder auch im Ganzen vergeben werden. Die Kosten=Anschläge und Zeichnungen über die anzufertigenden Schul=Subsellien liegen zur Einsichtnahme auf dem Amtsbureau Zimmer Nr. 7 während der Bureaustunden auf. Schriftliche Offerten sind, mit der näheren Bezeichnung versehen, dem Unterzeichneten bis zum 1. September cr. einzureichen. Aplerbeck, den 18. August 1893. Der Amtmann Gutjahr. Deutsches Reich. Zu Ehren des Geburtstages Kaiser Franz Josephs von Oesterreich fand am Freitag nachmittag im Neuen Palais bei Potsdam eine Festtafel statt, an welcher außer den z. Z. daselbst anwesenden Mitgliedern des Hofes der österreichische Botschafter v. Szögyenyi mit den Mitgliedern der österreichischen Botschaft, der Reichskanzler Graf Caprivi, der kommandierende Admiral Freiherr v. d. Goltz, die Chefs des Zivil= und Militärkabinetts, sowie der Unterstaatssekretär v. Rotenhan teilnahmen. Der Kaiser brachte ein Hoch auf„Se. Majestät den Kaiser Franz Joseph, Meinen nächsten Vetter und treuen Alliierten", aus, worauf die Marinekapelle, welche die Tafelmusik lieferte, die österreichische Volkshymne intonierte. Später fand Cercle statt, worauf der Kaiser den Grafen Szögyenyi in eine längere Unterredung zog. Nach dem Festmahl begaben sich die kaiserlichen Majestäten nach dem Marmorpalais, wo Lawn=Tennis=Spiele und nachher die Abendtafel stattfanden. Am Samstag früh unternahmen der Kaiser und die Kaiserin einen Spazierritt in die Umgebung von Potsdam. Aus Neapel wird berichtet: König Humbert, Prinz Heinrich von Preußen und der Prinz von Neapel, sowie der Marineminister v. Racchia trafen am Freitag früh an Bord der Yacht„Savoia“ zwischen Kap Misenuum und Capri auf das in Doppellinie aufgestellte permanente Geschwader und das Manövergeschwader. Während die„Savoia“ jenseits der Geschwaderlinie Aufstellung nahm, um von dort aus den Evolutionen der Flotte beizuwohnen und die Flotte Revue passieren zu lassen, salutierten die Schisse die italienische und deutsche Flagge. Den Münchener„N. N.“ zufolge, soll Prinz Heinrich von Preußen kürzlich über Soldatenmißhandlungen sich folgendermaßen geäußert haben:„In manchen Unteroffizieren steckt ein Gift, das verdirbt uns die Mannschaften. Doch ich werde es austreiben. Meine Macht reicht weit.“ Der Bundesrat hat in seiner DonnerstagsSitzung beschlossen, auch die finnländischen Einfuhrartikel mit einem Zollzuschlag von 50 Proz. zu belegen. Dieser Beschluß hat die Kaiserliche Genehmigung erhalten und wird im „Reichs=Anzeiger“ in einer Extra=Ausgabe veröffentlicht. Die Kaiserliche Verordnung lautet: „Wir Wilhelm rc. verordnen auf Grund des § 6 des Zolltarifgesetzes vom 15. Juli 1879 im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats, was folgt:§ 1. Die in§ 1 der Verordnung vom 29. Juli 1893 aufgeführten Waren unterliegen, sofern dieselben aus Finnland kommen, bis auf Weiteres den daselbst bezeichneten Zollsätzen.§ 2. Die Bestimmung des§ 1 findet auf solche Waren keine Anwendung, welche vor dem Tage der Verkündigung der gegenwärtigen Verordnung die finnländische Grenze überschritten haben. § 3. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft.“ Im Anschluß daran erläßt der Reichskanzler unterm 18. August folgende Bekanntmachung: „Der Bundesrat hat zur Ausführung der Kaiserlichen Verordnung vom 17. August d. J., betreffend die Erhebung eines Zollzuschlags für aus Finnland kommende Waren, Folgendes beschlossen: Die zur Ausführung der Verordnung vom 29. d. J., betreffend die Erhebung eines Zollzuschlages für aus Rußland kommende Waren beschlossenen Bestimmungen finden auf die Verordnung vom 17. August d. J., betreffend die Erhebung eines Zollzuschlags für aus Finnland kommende Waren, mit der Maßgabe sinngemäße Anwendung, daß als äußerster Zeitpunkt für die Anwendung der Sätze des allgemeinen Zolltarifs auf Waren, welche die finnische Grenze vor dem 18. August d. J. überschritten haben und nicht zur Zeit der Verkündigung der Verordnung vom 17. August d. J. im Zollinlande in eine öffentliche Niederlage oder in ein Privatlager mit oder ohne amtlichen Mitverschluß ausgenommen oder in einem Zollkontor angeschrieben waren, der 16. Oktober d. I. festgesetzt wird.“ Mit dieser Tariferhöhung für die finnische Einfuhr hat Deutschland nun eine Retorsionsmaßregel getroffen, denn 8 Tage sind bereits seit der Erhöhung der finnischen Zölle für die Einfuhr aus Deutschland verflossen. Die Ostseehäfen, Lübeck voran, haben nicht unerhebliche Verluste aus dieser räumlichen Erweiterung des Zollkrieges zu erwarten; von Lübeck aus sind darum auch begreifliche Bemühungen erfolgt, Retorsionsmaßregeln nach anderer Richtung hin anzuregen. Der Bundesrat hat sich jedoch zu dem obigen Beschlusse genötigt erachtet, und nun wird Lübeck, wie die dortigen Anzeiger ausführen, ohne Rücksicht auf die besonderen Nachteile, welche die Unterbindung des russischen Handels für diesen Platz haben muß, mit vollster Entschiedenheit für die wirtschaftliche Gesamtpolitik einstehen, die seitens des Reichs im Zollkrieg für nötig befunden wird. Die Vorschläge für die Regelung des Lehrlingswesens im Handwerk gehen dahin, daß das Halten von Lehrlingen denen untersagt ist, die nicht die bürgerlichen Ehrenrechte besitzen und denen gerichtlich die freie Verfügung über ihr Vermögen untersagt ist. Die Befugnis zum Halten von Lehrlingen steht nur denjenigen Personen zu, die das 24. Lebensjahr vollendet und ferner eine ordnungsmäßige Lehrzeit zurückgelegt und die Gesellenprüfung, oder wenigstens 3 Jahre lang das Handwerk selbständig betrieben oder 3 Jahre den Betrieb in einer Fabrik geleitet haben. Auch der Leiter eines Betriebes, in dem mehrere Handwerke vereinigt sind, kann Lehrlinge annehmen. Die ordnungsmäßige Lehrzeit soll nicht unter 3 Jahre und nicht über 5 Jahre dauern, der schriftliche Lehrvertrag muß bei Strafe der Fachgenossenschaft vorgelegt werden. Die Gesellenprüfung soll durch die Innung oder durch einen Prüfungsausschuß der Fachgenossenschaft erfolgen. Durch die dem Bundesrate beigelegte Befugnis, das Verhältnis der Zahl der Lehr26. Jahrgang. linge zu der Zahl der Gesellen festzusetzen, soll dem allgemein beklagten Uebelstande entgegengetreten werden, daß Lehrlinge zur Ausbeutung ihre Hülfskraft in unverhältnismäßig großer Zahl gehalten werden. Zur Führung des Meistertitels beim selbständigen Betrieb eines Handwerks ist die Ablegung einer Meisterprüfung vor einer Innung, einer Fachgenossenschaft oder einer Prüfungskommission notwendig. Der Meistertitel soll den Inhaber des Gewerbebetriebes nach außen hin als gelernten Handwerker kennzeichnen; unbefugte Führung des Meistertitels ist strafbar. Bei der am Donnerstag in Hamburg stattgehabten Reichstagsersatzwahl wurde, wie vorauszusehen war, der sozialdemokratische Kandidat Molkenbuhr gewählt. Frankreich. Aus den Nachrichten von Aigues=Mortes geht hervor, daß die Franzosen an dem schrecklichen Blutbade die Schuld tragen. Aus geringfügiger Veranlassung entstand zwischen den italienischen und französischen Arbeitern ein Streit. Da zogen plötzlich ca. 250 Franzosen geschlossen gegen die Italiener, die sich in einem Hause verschanzt hatten. Bald war dieses erstürmt, und die Italiener wurden mit Knüppeln und Mistgabeln niedergemacht. Viele flohen auf die Felder, man verfolgte sie und metzelte sie nieder. Mehrere gerieten in die Sümpfe, wo sie versanken. Weitere Nachrichten besagen, daß zahlreiche Arbeiter am Samstag die Arbeit wieder aufgenommen haben. Die Truppen bleiben stationiert zur Aufrechthaltung der Ordnung. Infolge neuer Todesfälle unter den verwundeten Arbeitern ist die Zahl der Toten auf fünfzehn gestiegen, worunter sich auch 5 Franzosen befinden sollen. Die Zahl der Verwundeten übersteigt 60. Nach einer Pariser Meldung hat Ministerpräsident Dupuy, ohne abzuwarten, bis die Frage der Verantwortlichkeit für die Vorfälle in Aigues=Mortes entschieden ist, 2000 Franks übersandt für die Opfer und deren Familie. Dupuy hat die Präfekten angewiesen, ihm die dringendsten Erfordernisse anzuzeigen, für diese werde unverzüglich Vorsorge getroffen werden. Die Pariser Zeitungen mißbilligen die Exzesse, der„Figaro“ giebt zu, daß die Franzosen auf die Italiener eine Art Menschenjagd" veranstaltet haben. Rußland. Einen etwas verdächtigen Eifer entwickelt die russische Presse angesichts der finanziellen Opfer, welche die Hochhaltung des Rubelkurses, die geschilderten Getreidekarditoperationen und die Beschränkung des Getreideabsatzes mit sich führen müssen, um den Nachweis zu liefern, Bielefeld.** olgreichaten Sinnsprüche, Denksprüche, Sprüchwörter 2c. Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren; Wer besitzt, der lerne verlieren, Wer im Glück ist, lerne den Schmerz. ** Mit des„Zufalls" Nadeln, Mit des„Schicksals" Messern Will Gott dich adeln, Will Gott dich bessern. Ein Rätsel. Erzählung von E. Heinrichs. (Fortsetzung.) „Fahnenflüchtig," dachte der Detektiv belustigt, „sollte er wirklich die Ungnade dieses spießbürgerlichen Städtchens fürchten oder nicht vielmehr die Thränen einer jungen Schönen?— Der kleine Eckensteher hat am Ende falsch gesehen, mein Herr Assessor wird die famose Tochter des alten Riehl in sein Herz geschlossen haben. Dann ist's freilich besser, daß er geht, Herr von Lingen pflegt solchen Gefühlen keine Konzessionen zu machen.“ Er schlenderte weiter, wie ein Mann, der mit seiner Zeit nichts anzufangen weiß. Eine alte Person, einen schweren Marktkorb am Arm, mit welchem sie keuchend vorwärts strebte, ging an ihm vorbei. Sie mochte Fleischwaren in ihrem Korb haben, da ein großer Hund sie hartnäckig verfolgte und bereits zu verschiedenen Angriffen übergegangen war. „Infamer Köter!“ schalt die Alte in weinerlichem Tone,„ist das eine Wirtschaft hier, wo ehrliche Menschen ins Gefängnis kommen und die der reichen Leute einem das Fleisch aus auf offener Straße rauben wollen, die gelegt werden und nicht unschuldige Greise. Daß so ein Untier ohne Maultoro herumlaufen darf, aber ich seh' schon, er geeinem Herrn Senator! Willst Du gleich,— . Der Detektiv näherte sich rasch und versetzte dem Hund einen so kräftigen Hieb mit seinem Spazierstock, daß er heulend davonlief.„So, meine Gute,“ sprach Lange freundlich,„den Köter wären Sie los.“ „Ich danke vielmals, Herr!“ erwiderte die alte Nette, denn diese war's,„wenn das Untier man nicht wieder kommt.“ Sie setzte ihren Korb nieder und wischte sich mit der Schürze den Schweiß von ider Stirn. „Haben Sie noch weit zu gehen?“ fragte der Detektwv.... Ends bis M „O, noch ein tuchtiges Ende bis nach der Schlucht. Sie sind wohl nicht bekannt hier? „Nein, ich bin ein Fremder, der ein bischen in der Welt herumreist und hier auf einige Zeit ausruhen will.“ „Na, hier ist doch nichts zu sehen und auch nicht viel los,“ meinte die Alte verwundert, indem sie ihren Korb wieder aufhob und weiterging „Das wohl nicht, ich hörte aber unterwegs von der geheimnisvollen Mordgeschichte und dergleichen hat immer starken Reiz für mich gehabt. Jetzt bleib ich da, bis der alte Mann, den man als Mörder eingesteckt hat, verurteilt oder freigesprochen ist. Ich hoffe, daß er frei wird.“ „Gott segne Sie für dies Wort, lieber Herr!“ rief Nette, ihn dankend anblickend.„Nicht wahr, Sie halten ihn nicht für den Mörder?“ „Gott bewahre, wie sollte ich denn das,“ erwiderte der Detektiv mit ehrlicher Ueberzeugung, „ich habe mir die Geschichte, welche mich sehr interessiert, denn man ist doch ein mitfühlender Mensch, von verschiedenen Seiten erzählen lassen, bin nun aber zu der Ueberzeugung gelangt, daß der arme alte Mann unschuldig ist und ein jeder verpflichtet wäre, nach dem wahren Thäter zu forschen, einerlei, ob er zur Polizei gehört oder, wie ich zum Exempel, ein einfacher Privatmann ist."„ „O, Sie sind ein guter, vraver Mann,“ rief Nette, sich tief gerührt eine Thräne trocknend. „Nicht wahr, man kann ihn gar nicht verurteilen?“ Lange zuckte die Achseln.„Man kann und darf sehr viel, meine Liebe, wovon unsereins mit seinem schlichten Verstande keine Ahnung hat. Sie kennen die Familie Riehl?“ „Na, und ob ich sie kenne, habe über dreißig Jahre dabei gedient.“gam d# „Ah, das ist mir ja hochst interessant, va ronnen Sie mir gewiß noch einige dunkle Punkte aufklären. Wo war zum Exempel das junge Fräulein während des Versteckspiels der Kinder, bei welcher Gelegenheit der Knabe doch abhanden kam?“ Nette schwieg eine Weile, starr vor sich hinblickend.„Genau kkann ich's nicht sagen,“ erwiderte sie endlich mit seltsam gedrückter Stimme, als säße ihr etwas in der Kehle.„Mein alter Herr war totmüde vom Aufpassen und Mitspielen, weil er zu ängstlich auf den kleinen Leo achtete, und dann hatte er's Fräulein Agnes gesagt, weil die Kinder mir doch nicht gehorchen thäten. Er hat denn auch eine lange Zeit in seinem Stuhl geschlafen, und weiß ich nur so viel, daß unser Fräulein sich nicht viel um die Kinder bekümmerte, sondern draußen herumspazierte und sich dann zuletzt in die Laube im Garten niedersetzte.“ „Und der alte Herr kam während dieser ganzen Zeit nicht aus seinem Zimmer heraus?“ fragte Lange weiter. Wieder schwieg die Alte, als ob sie noch etwas Besonderes auf dem Herzen habe.„So viel ich weiß, ist er nicht herausgekommen,“ sagte sie endlich leise,„die Herren vom Gericht haben mich auch verhört, das war aber unser Herr Rudolf Steinmann, den ich ja von Kindesbeinen an gekannt habe.— Sehen Sie, der glaubte mir und der wird mich auch gewiß nicht schwören lassen „Der Herr Assessor Steinmann geht heute fort,“ unterbrach Lange sie ruhig,„nun kommt ein anderer Untersuchungsrichter, der schärfer ins Zeug gehen wird.“ „Nette blickte ihn erschrocken an.„O, Du meine Güte, ist das wirklich wahr?“ „Sie können sich fest darauf verlassen, ich kenne den Herrn Assessor, er hat's mir selbst vorhin gesagt.“ „Gott im Himmel!“ klagte Nette mit weinerlicher Stimme,„dann muß ich gewiß schwören.“ „Was ist denn so Schreckliches dabei?“ tröstete sie Lange,„es ist ein Zeugeneid, den Sie mit gutem Gewissen schwören können, meine Beste!— In Ihrer Hand liegt vielleicht seine Freisprechung.“ „O, Du grundgütiger Gott!“ schrie Nette ganz verzweifelt auf,„ich kann doch nicht falsch schwören?“ Sie hatte bei diesem Angstschrei ihren Korb wieder niedergesetzt und ihn verstört angeblickt. Detektiv Lange wiederholte langsam:„Falsch schwören? Gott behüte, meine Liebe, dazu wären Sie ja gar nicht im Stande. Haben Sie dem Assessor Steinmann nicht die volle Wahrheit gesagt? Ihm irgend etwas Wichtiges verschwiegen?“ „O, lieber Himmel,“ klagte die Alte, mit ihrem Korb wieder vorwärts keuchend,„man wird ganz verbiestert im Kopf, daß ich sowas auch noch bei meiner Herrschaft erleben muß. Ich wollte, die arme Marianne wäre arm gewesen wie Hiob und hätte nichts weiter zurückgebracht als den kleinen Leo, den wir dann ganz gewiß behalten hätten. Ich schwöre nicht, nein, nein, dazu kann mich kein Mensch, und wenn's auch das ganze Gericht wäre, zwingen, oder können sie es, lieber Herr „Allerdings, weil man bei Zeugnis=Verweigerung das Recht hätte, Sie zu verhaften—“ „Aber sonst können sie einem doch nichts weiter anhaben?“ „Nein, gefoltert wird Gott sei Dank nicht mehr," erwiderte Lange lächelnd,„das Gefängnis wäre Ihnen doch gewiß nicht angenehm.“ „Immer noch angenehmer als das Schwören,“ behauptete Nette sehr entschieden.„Sehen Sie nur, lieber Herr," setzte sie nach einer Weile hinzu,„so ein Eidschwur muß was Schreckliches sein, weil man nie und nimmer gewiß sein kann, ob man nicht was gesacht hat, was man nicht genau gewußt hat, und das einem so nach und nach wie die Wahrheit selber vorgekommen ist. Ich kann's nicht so recht sagen, wie ich's meine.“ „O, ich verstehe ganz gut,“ sagte der Detektiv, „Sie haben sich von vornherein nach dem Geschehenen, was sich damals, als das Kind verloren ging, unter Ihren Augen zutrug, eine bestimmte Meinung gebildet, die Sie aber für sich behielten. Ist es nicht so?“ „Ganz recht, so ist es,“ erwiderte Nette eifrig. „Meine Gedanken hab' ich doch nicht nötig, jemanden auf die Nase zu binden. Mit dem Schwören ist die Geschichte aber gleich anders geworden, da muß ich alles sagen, was ich denke.“ „Nur was Sie bestimmt wissen, meine Gute, nicht mehr und nicht weniger,“ sprach Lange sehr ernst.„Auf Ihre Gedanken kommt's dabei gar nicht an. Sie schwören, der Wahrheit gemäß alle Fragen des Richtees zu beantworten,— ist denn das so schlimm? Zum Exempel fragt der Richter: Hat Herr Riehl die ganze Zeit, welche er vom Spielplatz der Kinder entfernt war, in seinem Zimmer zugebracht? Nun antworten Sie mal kurz und bestimmt, als ob Sie geschworen hätten.“ „Ja, Du meine Güte, das kann ich nicht wissen. „Weshalb denn nicht?“ „Weil ich selber so müde war, daß ich ein wenig nickte, aber gewiß nicht lange.“ „Sehen Sie wohl, das war ganz gut und gewiß auch der Wahrheit gemäß.“ „Natürlich, das habe ich ja auch dem Herrn Assessor gesagt.“ Nette atmete erleichtert auf. „Nun fragen Sie mal weiter, lieber Herr!" „Gut, passen Sie auf. Wissen Sie, wo Fräulein Riehl sich während dieser ganzen Zeit aufhielt?“ „Erst im Garten bei den Kindern, dann draußen und zuletzt in der Laube.“ „Haben Sie das Fräulein draußen gesehen?“ „O ja, sonst wüßte ichs ja nicht.“ „Das ist wahr. Spazierte sie dort ganz allein umher?“ Nette fuhr sichtlich zusammen, ihr runzliches Gesicht wurde aschgran. Sie öffnete einige Male die Lippen, brachte aber kein Wort hervor. daß eine Anleihe im Ausland vom Finanzministerium nicht beabsichtigt sei. Die„Nemosti meint, wenn Rußland eine Anleihe brauche, so könne es dieselbe im eignen Lande machen(?), aber das sei noch gar nicht nötig, in den kassen des Finanzministeriums lägen noch mehr als 50 Millionen bares Geld.— Der Zollkrieg hat in Petersburg zwischen den Ministern des Aeußeren und der Finanzen Mißhelligkeiten veranlaßt, so wird den„Daily News“ aus Odessa berichtet. Von einflußreicher Seite werde ein Druck auf den Finanzminister Witte ausgeübt, die Verhandlungen wieder anzuknüpfen. Die kaiserliche Regierung sei von den unerwarteten Folgen des Zollkrieges beunruhigt. Italien. Die Blutthaten in Aiques=Mortes, bei denen 15 Italiener von den Franzosen ermordet wurden, haben, wie nicht anders zu erwarten war, in ganz Italien eine hohe Erregung hervorgerufen, die durch die von französischer Seite beliebte Unterstellung, nicht die französischen, sondern die italienischen Arbeiter treffe die Schuld an der Metzelei, noch gesteigert wird. Als Zeichen der Trauer über diese blutigen Vorgänge hatten am Samstag in Rom verschiedene Geschäfte die Nationalflagge umflort. England. Der wirtschaftliche Schaden, den der große Bergarbeiterausstand im Gefolge hat, ist ganz enorm. Ueber vielen anderen stehen nun auch die Besitzer der Hüttenwerke in Glasgow im Begriff, ihre Hoch öfen wegen Kohlenmangels außer Thätigkeit zu setzen, sie haben ihren Arbeitern bereits eine vier zehntägige Kündigung zugehen lassen. Die ZinnKupfer=, Stahl= und Eisenwerke in den Distrikten Swonsra und Neath werden ebenfalls geschlossen werden, Tausende von Arbeitern werden dadurch brotlos. Die Erbitterung unter den Arbeitern nimmt immermehr zu, sodaß ernste Unruhen befürchtet und überall große Truppenmassen herbeigerufen werden. Nach Cardiff wurden 2000 Fußtruppen und eine Schwadron Cavallerie geschickt. Nachrichten aus Merthyr und Pontypnidd sind dort bereits Unruhen ausgebrochen und haben Zusammenstöße zwischen den streikenden Bergleuten und anderen Arbeitern, namentlich Dockarbeitern, die nun unfreiwillig feiern müssen, stattgefunden. Militär ist nach dort entsandt. Die Kohlenhändler sind der Meinung, der Streik werde micht vor Ende September zu Ende gehen. Die „Daily News“ glauben, die Grubenbesitzer werden alsbald nun der vorgeschlagenen Lohnherabsetzung, welche den Ausstand hervorgerufen hat, zurückkom men. Die Bergleute beschuldigen die Grubenbesitzer, die Bewegung hervorgerufen zu haben, um ihre Kohle mit großem Gewinn zu verkaufen. Amerika. Aus Buenos=Ayres wird gemeldet, daß die Aufständischen nach der Stadt Corrientes marschieren, nachdem sie den Truppen der Provinzialregierung eine Niederlage bereitet haben. In La Plata ist alles ruhig. Westfalen und Rheinland. Schwerte, 19. August. Die Rekrmten=Einstellungen erfolgen diesjährig nicht erst im November, sondern schon vom 14. bis 17. Oktober. Schwerte, 21. August. Durch die erneuerte Treck nheit ist der an höher gelegenen Orten kaum gehobene Wassermangel nunmelr ziemlich vollständig geworden. Man ist gezwungen, den nötigen Wasservorrat weiter aus den Quellen und Bächen der Thäler zu holen. Ein Wettrennen sondergleichen spielte sich am Samstag in Iserlohn ab. Dasselbe begann schon kurz nach 7 Uhr und nahm immer mehr an Ausdehnung zu, je näher es nach 12 Uhr ging: Dienstmädchen und Hausfrauen waren auf der Jagd nach Wasser. Und wahrlich, es kostete Mühe, auch nur einen Eimer voll dieses unentbehrlichsten aller Lebensmittel zu erhalten. Die wenigen Plätze, wo noch Wasser zu haben war, wurden von den mit leeren Eimern vers henen Personen gestürmt, wobei sich trotz des Ernstes der Situation häufig die gelungensten Szenen abspielten. Zahlreiche Familien, die sich nicht vorgesehen hatten, sollen sogar— um ihren Morgenkaffee gekommen sein, weil ihnen das zum Brauen desselben nötige Wasser fehlte. Auch haben die drei letzten ungewöhnlich heißen Tage genügt, um die Hoffnungen auf genügendes Herbstsutter zu zerstören. Nur nasse Waldwiesen liefern einigen Ertrag, der aber bei der herrschenden Futternot vielfach von Dieben eingeheimst wird. Heu, welches man übrigens nur selten sieht, muß an entlegenen Sullin nachts bewacht werden. Der schier uneträgliche Sonnenbrand hat vielfach Hitzschläge und Sonnenstiche erursacht. Im Rheinland stieg Freitag die Hitze auf 32 Grad Celsius im Schatten, aus Antwerpen und Brüssel werden gar 35 und 38 Grad Celsius gemeldet. Nordamerika leidet gleichsolls unter großeer Hitze; in New=York sind 45 Grad Celsius keine Seitenheit. In England ist die Hitze unerhört groß. Die Maurer haben ang sichts der zahlreichen Sonnenstiche, an welchen mehrere gestorben, andere bedenklich erkrankt sind, die Arbeit niedergelegt. Auf dem Felde stockt die Arbeit ebenfolls. Die Truppen verlossen die Kasernen nicht. Schwerte, 12. Aug. Die Ferien haben ihren Anfang genommen. Auf die zunächst Beteiligten übt das Wort Ferien stets einen wahren Zau berschlag aus. Vergessen ist alle Mühe und Not des Schullebensaim letzten Semester, und glücklicherweise hat auch das Schulzeugnis am Ende des Sommerhalbjahres nur eine untergeordnete Bedeutung. Wenn dasselbe wirklich zu wünschen übrig läßt, so kann man bei dem strengen Herrn Papa doch das chlimmste abwenden, indem man für das Winterhalbjahr gute Besserung verspricht. Im Ganzen thut das Zeugnis der Ferienfreude keinen Abbruch. Die leichtlebige Jugend denkt nicht darüber nach, daß dasselbe der Vorbote einer höchst unangenehmen Katastrophe sein kann. Doch diese liegt ja noch fern, und in vollen Zügen wird darum die Gegenwart genossen. Dutzende von Ausflügen können nun in die nächstliegenden Teile des herrlichen Sauerlandes unternommen werden, und zwar ohne jede Ausgaben. Ein kräftiger Bissen in der Tasche, dazu ein kleiner Becher zur Benutzung der überall sprudelnden Quellen, das ist Alles, was solche Touren bedin gen. So nutzen unsere Knaben am besten ihre Ferien aus zur Stärkung für Körper und Geist * Schwerte, 19. August. Der beschwerliche Dienst der Lokomotivführer hat jetzt insofern eine Erleichterung erfahren, als ihnen allgemein gestattet worden ist, während der Fahrt kleine Stühle oder Drehschemel zum Sitzen zu benutzen. Bisher war ihnen das Sitzen auf der Fahrt verboten. Die Führer machen denn auch schon von dieser Neuerung ausgiebigen Gebrauch. Schwerte, 19. Aug. Die nächste Volkszählung wird voraussichtlich am 1. Dezember 1895 statfinden. Da es wünschenswert erscheint, daß die für die Aus führung des Zählgeschäfts in Betracht kommende Tage vom 30. November bis einschließlich den Dezember bei der Ansetzung der Kram=, Vieh= und Jahrmärkte für 1895 marktfrei bleiben, so haben die Minister des Innern und des Handels, wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, die Oberpräsidenten ersucht, in diesem Sinne auf die Provinzialräte einzuwirken und insbesondere die Bezirksbehörden wegen der Vorschläge zu den Marktterminen mit der erforderlichen Wesung alsbald zu versehen. Schwerte, 19. Aug. Am Sonntag. den 20. August, findet in Bochum ein großes internationales Radwettfahren statt, wobei auch gleichzeitig die Meiste schaften von Westfalen auf dem Hoch= und Niederrade ausgefochten werden. Da an diesem Rennen die bedeutendsten Rennfahrer Deutschlands teilnehmen werden, so ist dem hiesigen sportsliebenden Puplikum die beste Gelegenheit geboten, die Leistungen obiger Renngrößen persönlich in Augenschein nehmen zu können. Also Radler auf nach Bochum! Aplerbeck, 18. Aug. In der am 15. d. M. hier unter dem Vorsitz des Herrn Amtmann Gutjahr stattgehabten Sitzung des Schulvorstandes der evang. Schulgemeinde Aplerbeck wurde u. a. folgendes verhandelt: 1. Für die Zeit der 10wöchentlichen Militärübung des Herrn Lehrers Seelbach wurden die durch Vertretung desselben entstehenden Kosten bewilligt. 2. Der Antrag des Herrn Hauptlehrers Strüning auf Bewilligung der skalamäßigen Gehaltszulagen im Betrage von 150 A wurde genehmigt, ebenso wurde beschlossen, den Antrag des Herrn Strüning auf Gewährung der Dienstalterszulage nach zurückgelegtem 15. Dienstjahre der Königl. Regierung zur Genehmigung einzureichen. 3. Auf Antrag des Herrn Hauptlehrers Segering wurde beschlossen, zur Abstellung des Zugwindes in der 2. Klasse eine innere Thür vor der Haupteingangsthür des Schulgebäudes anbringen zu lassen. 4. Zur Aufbewahrung der Turngeräte wurde die Errichtung eines Anbaues an der Abortanlage genehmigt. 5. Ferner wurde beschlossen, die Subsellien für die neu einzurichtende Lehrklasse im Wege der schriftlichen Submission zu vergeben. Es müssen u. a. für 70 Schüler Bänke angefertigt werden. 6. Die vorgelegte Schulkassenrechnung pro 1892/93 wurde revidiert. Dieselbe schließt, in Einnahme und Ausgabe „Sehen Sie, Ihr Schweigen bedeutet für den Richter eine verneinende Antwort,“ setzte Lange Fräulein Riehl spazierte nicht allein, Vielleicht hatte sie eins der ruhig hinzu. sondern in Gellschaft. Kinder bei sich?“ Nette schwieg noch immer. „Also kein Kind, sondern einen Erwachsenen,“ fuhr der Detektiv ernst fort,„vermutlich einen Herrn, sie soll ja verlobt sein.“ „Ach Unsinn!“ rief die Alte zornig,„sie ist nicht verlobt. Das sind überhaupt dumme Fragen, worauf der Herr Assessor gar nicht gekommen ist.“ „Die Sie aber doch gern der Wahrheit gemäß beantworten können,“ bemerkte der Detektiv,„ich meine es gut mit Ihrem armen Herrn, der mir in der Seele leid thut, weil er so gewiß unschuldig an dem Morde ist, wie Sie und ich es sind. Darauf kommt's ja doch eben an, ob ein Fremder damals in der Nähe der Schlucht gewesen ist, und wenn Sie das vielleicht wissen und den Namen des Herrn kennen,— dann wäre für Ihren Herrn viel gewonnen. Wollen Sie mir noch eine Frage erlauben?“ „Meinetwegen,“ murrte Nette. „Welches Kleid trug Fräulein Riehl an jenem Nachmittag?“ „Na, so was!“ rief sie überrascht,„wie kann ich denn das noch wissen? Fräulein Agnes hat so viele Kleider—“. Sie verstummte plötzlich und machte ein erschrockenes Gesicht „Vielleicht eins von roter Seide mit Perlmutter=Knöpfen?“ fragte Lange ruhig weiter. Nette setzte ihren Korb nieder und sich selber auf einen am Wege liegenden Stein. Sie zitterte heftig und stierte den Detektiv ganz entsetzt an. „Der Korb ist Ihnen zu schwer,“ sagte Lange teilnehmend,„dazu gehören jüngere Kräfte. Welche Last!“ Er hob den schwer beladenen Korb empor und schüttelte den Kopf. „Ach was," stieß sie kurz atmend hervor,„das macht mir gar nichts aus. Die Last hier auf meiner Brust ist viel schwerer. Was meinen Sie denn nun wieder mit dem rotseidenen Kleide?"— Sie hat ja gar keins, dieses kann ich dreist beschwören.“ „Desto besser, dann brauchen Sie sich ja auch nicht so zu fürchten.“ Er nickte ihr freundlich zu, wandte sich um und schritt langsam den Weg nach der Stadt zurück. Nette blickte ihm unverwandt nach.„Woher der Mensch das alles wußte?“ murmelte sie vor sich hin,„das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Rotseidenes Kleid!— Ob ichs wohl beschwören könnte?— Das ist ja eine neue Frage, an die ich gar nicht im Traume gedacht hab'. Gott steh' mir bei, sie hatte ja die rotseidene Blouse an, ich weiß es nun auf einmal wieder, als ob's gestern gewesen wär'. Nachher zog sie ein Mousselinkleid an, weil sie die schöne Blouse an den Dornen im Gartenzaun zerrissen hatte. Was hatte sie dort verloren?— Mein Himmel, wie lange hab' ich nach dem ausgerissenen Flicken mit dem Perlmutterknopf suchen müssen, er war nicht zu finden. Und nun kommt dieser fremde Mann daher und fragt nach einem rotseidenen Kleide!— O. dieses Unlücksmädchen, was hatte sie nur bei der Dornen secke zu schaffen?— Nun kann's noch auf sie kom men, ach, Du grundgütiger Gott, das wär’ ja auch noch eher zu glauben als von ihrem alten guten Vater, denn wenn alles zusammenkommt—“. Sie schwieg, mühsam vorwärts hastend und mit wirrem Ausdruck in die Ferne stierend. Noch niemals war ihr der Weg so lang vorgekommen, so sauer geworden wie heute,— an den Füßen schienen Bleigewichte zu hängen, in den Ohren summte es wie Glockengeläute und alle Augenblicke mußte sie den Korb niedersetzen, weil die Kräfte sie zu verlassen drohten.(Fortsetzung folgt.) balanzierend, mit 32 121,97 M und 8 2 Einnahme= reste ab.„„„„ Hörde, 17. August. Nach zuvertässigen Nachrichten hat der Agent A. L. Kaplansky in New=York, Norfolk=Str. 107, mehrfach ohne Ermächtigung auf die Firma Louis Scharlach und Cie. in Hamburg Passage=Anweisungen ausgestellt. Dasselbe ist seitens des Agenten A. Schindler in New York, angeblich Delancy=Str. 53, gegenüber der Firma S. Jarmulowsly in Hamburg geschehen. Die Anweisungen dieser Agenten konnten Mangels Deckung von den Firmen nicht honoriert werden. Es wird sich deshalb dringend empfehlen, sich vor jedem Geschäftsverkehr mit den Agenten zu hüten. f Eving b. Dortmund, 19. Aug. Heute morgen wurde auf der Zeche„Minister Stein“ in der Frühschicht der Hauer Noltemeier durch Herabfallen von Gestein getötet. Marten, 19. Aug. Eine Anzahl Bergleute von hier ist vor einigen Tagen nach Amerika ausgewandert Auch mehrere Frauen, deren Männer schon früher nach dort ausgewandert waren, haben die Reise unternommen. Alle hoffen in Amerika ein besseres Leben wie hie führen zu können. Wenn sie sich nur bei der dort jetzt herrschenden außerordentlich bedrückten geschäftlichen Loge nicht täuschen. Huckarde, 18. August. Am Mittwoch nachmittag wurde die Leiche eines Kindes, welche in einem Hemde gewickelt war, aus der Emscher gezogen. Des Hemd ist mit den Buchstaben E. S. 14 gezeichnet. Das Kind ist getötet und dann in die Emscher geworfen word.n. Ueber die Thäterschaft ist noch nichts ermit elt Recklinghausen, 18. August. Auf der Zeche„König Ludwig“, bei Bruch ereignete sich heute nachmittag durch schlagende Wetter ein schreckliches Unglück: 7 Bergleute sind tot, 6 andere mehr oder minder schwer verwundet. Die Verunglückten waren meistens verheiratet. Die Verheerungen in der Grube sind nur gering, die Untersuchungen über das Entstehen des Unglücks im Gange. Hagen, 18. Aug. Einen schönen Reinfall hat eine seit einigen Tagen hier gastierende Theater=Gesellschaft unter der Direktion Bergmann dem hiesigen Theaterpublikum bereitet. Dieselbe kündigte nämlich mit vielem Geschrei für vorgestern ein einmaliges Auf: treten des berühmten Schauspielers Josef Kainz vom Deutschen Theater in Berlin als„Hermann“ in Wildenbruch's Haubenlerche an. Was Wunder, daß das Theater trotz der verdoppelten Eintrittspreise und trotz der riefigen Hitze am Abend voll besitzt war; alles wartete auf den Augenblick, der Kainz auf die Szen führen soll, er kam auch, dieser Augenblick nämlich, Kainz aber blieb aus und statt seiner trat ein Schmierenheld untergeordnetster Sorte auf. Selbstverständlich merkte das Publikum den, wie sich herausstellt hot. absichtlich inszenierten Schwindel sofort und war höchst entrüstet, ließ die Vorstellung jedoch ruhig zu Ende gehen. Das Richteramt besorgte die Presse, welche in denkbar schärfster Weise den Schwindel kennzeichnete und die Gesellschaft aufforderte, ohne Sang und Klang die Stadt zu verlossen. Herr Heimbeck in dessen Saal die Vorstellungen stattfanden, weigert sich. die Gesellschaft weiter auftreten zu lassen. Aus dem Sauerlande, 19. August. Die vor einigen Wochen eingetretene günstige Witterung hat die bis dahin trüben Ernteaussichten für Getreide und Futter erfreulicherweise bedeutend gehoben, wenngleich der Futtermangel hierdurch nicht völlig beseitigt werden wird. Die überall im Gange befindliche Getreideernte giebt einen reichen Körnerertrag und der zweite Gras= und Kleeschnitt ällt gleichfalls sehr gut aus. Was die Waldbeerenernte anbelangt, so wird dieselbe gegen frühere Jahre zurückstehen und hiermit ein Ausfall an lohnendem Verdienst für die ärmere Bevölkerung eintreten. Die Jagdaus sichten sind sehr gut. Hühner und Hasen in Massen vorhanden und auch die Jagd auf Hochwild ist sehr lohnend. Hatttingen, 19. August.„Ein Sträußel am Hute, den Stab in der Hand, so sprachen kürzlich abends beim Stadtverordneten Herren Küper hierselbst drei reisende Handwerksburschen um ein Almosen an. Das frische Gesicht, die treue Miene und die gute Kleidung der Wanderer mußten bei jedermann einen vorteilhaften Eindruck hinterlassen, und da dies auch bei Herrn K. der Fall war, so griff er ein bischen tiefer, als es sonst in deraitigen Fällen zu geschehen pflegt, in die Börse. Unter„herzlichem Danke“ zogen die Burschen weiter. Einige Tage darauf erhielt Herr K., d. d. Hattingen, 13. 8. 93, eine Postanweisung auf der„drei Gesellen von der Wanderschaft" das Almosen zurückerstatten. Die Rückseite trug die Aufschrift:„Für die Vorlegung des geliehenen Geldes zum Nachtlager; besten Dank! Die drei Gesellen. Möge es den Wanderern gut gehen! Lage a. d. Lippe, 20. Aug. Eine seltene Feier begingen drei hier gebürtige Schwestern. Sie feierten nämlich den Geburtstag der ältesten Schwester, welche 94 Jahre zählt, während die zweite Schwester 92 Jahre und die jüngste Schwester 84 Jahre alt ist. Alle drei zählen zusammen 270 Jahre, sind aber noch so rüstig und stink, daß sie den— vielleicht sich verwirklichenden— Vorsatz gefaßt haben, den Tag, an welchem sie zusammen 300 Jahre zählen werden, ebenfalls wieder zusammen zu seiern. Remscheid, 19. Aug. Ein mit dem Tode ringender blutüberströmter Mann wurde kürzlich frühmorgens auf dem Pflaster hier gefunden. Man ist geneigt, einen Mord anzunehmen, da man beim Durchsuchen eines Zimmers der Herberge, dessen Fenster nach dieser Seite geöffnet war und in dem der Tote geschlafen haben soll, Blutspuren fand. Die beiden anderen Insassen des Zimmers sind auch sofort verhaftet worden. Neanderthal, 17. Aug. In der hier neu entdeckten Höhle sind Funde gemacht worden, die nach Aussage Sachverständiger teils Tropfsteinbildungen, teils Versteinerungen von Pflanzen, Fischen und vorsintflutlichen Tieren sind. Es sollen weitere Nachforschungen angestellt werden. Die meisten der Funde sind nach der Direktion der Marmorindustrie in Dornap g schaft worden. Düsseldorf, 16. Aug. Der Kaufmann und Zementwarenfabrikant H. wurde vor mehreren Jahren wegen betrügerischen Bankeroits und die Frau F. wegen Beihülfe verhaftet. Die Untersuchung hat großen Umfang angenommen. Eine in der früheren Wohnung der Frau F. vorgenommene Haussuchung förderte eine Menge wertvoller Oelgemälde, sie werden auf 15 000 A geschätzt, zu tage, die in Betten versteckt waren und Eigentum des H. sind. Das Gruben=Unglück auf Zeche „Kaiserstuhl“ in Dortmund. Nachdem wir bereits am Samstag durch Extrablatt die Kunde von dem gräßlichen Grubenunglück auf Zeche„Kaiserstuhl“ in Dortmund so weit als möglich verbreitet haben, bringen wir heute Näheres: Man berichtet uns aus Dortmund: Als ich heute (Samstag) mittag zur Bahn ging, sah ich eine schwarze Menschenmenge unaufhaltsam nach dem Nordosten der Stadt hineilen. Auf meine Frage, was passiert sei, hieß es: Auf Kaiserstuhl hat eine Eplosion schlagender Wetter stattgefunden; die ganze Schicht (mehrere hundert Mann) ist verloren. Hieraufhin steuerte ich dem gleichen Ziele zu und fand die Thore zur Zeche schon von einer ungeheuren Menschenmenge belagert vor, sodaß die Polizei nur mit Mühe die Ordnung aufrecht erhalten konnte. Herzzerreißende Szenen spielten sich vor den Thoren ab. Schluchzend, jammernd, händeringend gewahrte ich Mütter, Frauen und Kinder, welche in der ent setzlichen Ungewißheit, ob ihr Sohn, Mann oder Vater noch am Leben, oder plötzlich durch den grausigen Tod ereilt sei, zum Zechenplatz wollten. Gott sei Dank stellte sich die Nachricht bald als übertrieben heraus, aber doch ist das Unglück allzu groß, der Verlust so vieler Familienväter, Söhne und Brüder. Nach Brauch war die Morgenschicht mit Gebet und„Glück auf“ eingefahren, als kurz vor Mittag gegen ½12 Uhr ein dumpfer Knall durch die ganze Grube vernommen wurde, die Luft wurde plötzlich dicker und dicker, das Grubenlicht verfinstert; alles sagte sich sofort, daß eine Explosion schlagender Wetter erfolgt sei und Gase sich durch die ganze Grube verbreiteten, und bald entdeckte man auch Flötz Null als Heerd der Explosion. Mit wahrer Todesverachtung drangen die wackeren Arbeiter unter Führung der mutigen Steiger vor, die Leichen der verunglückten Kameraden zu bergen und womöglich einen Bergmann zu retten, und wurde einer nach dem andern tot oder schwer verwundet zu Tage gefördert, der eine furchtbar zugerichtet, der andere kaum entstellt, als hätte ihn der Tod überrascht und sei er ohne Schmerz aus dem Leben geschieden. Gegen sieben Uhr zählte man 50 Tote und 18 Verletzte. Die Toten wurden in der Leichenhalle auf dem Zechenplatze auf Stroh gebettet, die Verwundeten auf Karren zum Kran kenhause gebracht. Unter ersteren befinden sich auch die zwei Brüder Bissenkamp, die der Tod bei gemeinsamer Arbeit überraschte. Die Bergungsarbeiten werden angestrengt fortgesetzt, können sich jedoch lange hinziehen, da die Strecken zum Teil zu Bruche gegangen sind. Auf der Unglücksstätte erschienen bald der Berghauptmann Täglichsbeck, Aerzte und Geistliche. Die Wetter=Explosion ist höchst wahrscheinlich durch das Wegthun eines Sprengschusses hervorgerufen worden. Man muß das Jammern und Stöhnen der Unglücklichen gehört haben, die mit schweren Brandwunden bedeckt, noch mit dem Leben davongekommen sind, man muß die vollständig verkohlten, bis zur völligen Unkenntlichkeit entstellten Leichen gesehen haben, man muß einen Augenblick nur die Situation sich vergegenwärtigen, wie Frauen, Kinder, Brüder, Schwestern und Eltern, händeringend und der Verzweiflung nahe, am Zechenplatze stehen und unter den Leichen den Gatten, Vater, Bräutigam oder Bruder suchen— um sich das Bild auszumalen, das sich am Samstag hier abgespielt hat. Die ganze Bornstraße bis zur Zeche war von jammernden und klagenden Menschen angefüllt, und wenn Wagen mit Verwundeten daher kamen, so wurden diese umringt von Leuten, die den jammernden Verletzten gern eine Labung gespendet hätten. Nachschrift: Inzwischen sind 6 im St. Johanneshospitale und 2 im Louisenhospital gestorben, so daß die Zahl der Toten sich jetzt auf 58 beläuft. Die Beerdigung der Verunglückten, die gestern (Sonntag) auf der Zeche eingesargt sind, findet erst am Mittwoch morgen auf dem Ostentotenhofe statt. Cholera=Nachrichten. Manheim. 19. August. Die bakteriologische Untersuchung bezüglich eines choleraverdächtigen Todesfalles hat ergeben, daß nur gewöhnlicher Brechdurchfall vorhanden war. Karlsruhe, 18. Aug. In Donaueschingen starb am Dienstag ein 17jähriger Gymnasiast, der aus Marseille von einer Ferienreise zurückkehrte, unter verdächtigen Krankheitserscheinungen. Die heute abgeschlossene bakteriologische Untersuchung ergab asiatische Cholera. Die Gefahr der Einschleppung der Cholera aus Rußland über die deutche Grenze ist in den letzten Tagen bedeutend gestiegen. Infolge einer in Posen eingetroffenen amtlichen Meldung, daß in den nahe der Grenze gelegenen russischen Ortschaften Colo und Canin der Ausbruch der Cholera festgestellt worden sei, haben sich der Medizinalrat Dr. Geronne und der Reg.=Rat Deauer zur näheren Feststellung nach der Grenze begeben. Die Warthe wird voraussichtlich für infisziert erklärt und die Badeanstalten werden geschlossen werden. Die Militär=Badeanstalten wurden bereits geschlossen. In Neapel sind neue Fälle von Cholera vorgekommen. Am Freitag sind im galizischen Bezirk Nadworna 5 Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle konstatiert worden. In den Bezirken Bazesko und Sniatymist ist kein neuer Fall festgestellt. Im Bezirk Kolomeg kamen 3 verdächtige Fälle vor, von denen 2 tötlich verliefen. In Bremen werden in Zukunst nur solche galizische und russische Auswanderer zugelassen, welche die in Ruhleben erfolgte Desinfektion ihrer Personen und Effekten durch ein Zertifikat nachweisen können. Den mit solchem Zertifikat nicht versehenen russischen und gallizischen Auswanderern wird der Zutritt in die Stadt Bremen polizeilich verwehrt. Brasilien hat seine Häfen gegenüber den Einwanderern aus Italien, sowie allen Ländern, wo die Cholera herrscht, geschlossen. Die Maßnahme bleibt bis auf weiteres in Kraft. Aus Pera wird gemeldet, daß daselbst Quarantäne gegen die Herkünfte aus allen russischen Häfen angeordnet sei. Vermischtes. * 700 Lerchen hat die Königin von Italien dem deutschen Kaiser geschenkt. In Italien werden bekanntlich die über die Alpen herüberkommenden Vögel unbarmherzig zusammengefangen, und alle deutschen und schweizerischen Bemühungen um Herstellung eines wirksamen Vogelschutzes in Italien sind bis jetzt erfolglos gewesen. Vielleicht wendet sich jetzt, durch das Vorgehen der Königin Margherita, die Sache zum Bessern. * Lüneburg, 15. August. Ein buntbewegten, kriegerisches Bild belebt jetzt die Lüneburger Heide in Extratunglück veit als käheres: ch heute schwarze ordosten passiert Fplosion raufhin and die n Mennur mit e. HerzThoren ewahrte der entin oder en grauu. Gott s überick allzu Söhne enschicht als kurz r Knall die Luft übenlicht e Explodase sich bald entr Exploigen die mutigen n Kameergmann dern tot der eine ellt, als Schmerz hr zählte wurden uf Stroh m Kransich auch d b e i g e agsarbeiich jedoch u Bruche rschienen erzte und st wahrigschusses ihnen der n Brandongekomhlten, bis eichen gek nur die 1, Kinder, gend und ehen und räutigam ld auszuspielt hat. von jamüllt, und amen, so jammernet hätten. t. Johangestorben, 8 beläuft. sie gestern findet erst hofe statt. eriologische sen Todes= echdurchfall aueschingen ist, der aus unter vereute abgeb asiatische holera aus zien Tagen osen eingeu nahe der und Canin n sei, haben Reg.=Rat Grenze beür infisziert ssen werden. geschlossen. lera vorgeNadworna esfälle konund SniaBezirk Koloenen 2 tötsolche galiwelche die rsonen und men. Den ssischen und ritt in die en Einwanu. wo die ahme bleibt ist Quaran= schen Oyhen der Ungegend von Soltau zwischen den Flüsen Böhmes der Wirkt=P, pog' gengmnen, züe den: Fohre nich. Herve. Siekt wan die warkigen Gektalten der) ohurfjagziga, wocht, Bei den von bewährten Sporz. dier zu Kovallerteübungen veisammelten Tropvep,„ie seniten in Rürnberg gemachten Versachen auf holverdur Hoedurger beide bervorbrächen, um=Perszauhen Pratische Leute 9vt zen, Gauz, auf den gebenes Feuerzeichen, dem Feinde Tod und L. zt dem Zimmermeister Schultzscher.#uufe—, dem zu bringen. Hier sehen wir weiße Kürossiere Abe: Kaltberg ist ein Postbriefkasten angebracht, der indie rotbraune Heide dabin brousen, dor zun5 läng, der solge der Tieferlegung der Straße einen so erAue zieht über grünende Mauen ein blaues Dragoner= höhten Standort bekam, daß man schon sehr lang oder Ulanen=Regiment. Hier arbeitgräen und vom sein mußte, um den Einwurf erreichen zu können. teilurg an Wegen, gpüznster dröhnen dumpf die Statt nun den Briefkasten niedriger anzubringen, nahen Schrbpiop= Geschosse in leuchtendem Bogen befestigte man unter demselben an dem Hausgrund. Pononen veuoer, sendend, ein Treiben, das jah, ftück ein ziemlich hohes Tritbret, so daß man jest in den baderi= gruman und Bismarck von zröf Kovolerie. Regimentern die Manöver abgehalten werden, zu denen , Größere Morschonfäle hoben sich, wie die„ Fris Kasten hineinwerfen zu können. * Ein neuentdecktes Lustspiel von Th. Körner wird am 21. September auf der Hofbühne zu Dresden aufgeführt werden. Es führt den Titel„Cleam und Cephise“. Eben erst hat, wie dem„B. T.“ gemildet “ meldet, in Würtemberg zugetragen. Auf dem wird, der Direktor des Körner=Museums der Stadt Rückmarsche des gegenwärtig in Ulm einquart erten 2. Dresden,“ Hofrat Dr. E. Peschel,„Theodor Körners Regiments vom Exerzierplatz auf dem Lercher= Tagebuch und Kriegslieder aus dem Jahre 1813“ Ih sind gegen 40 Mann vom Hitzschlag bitroffen und(Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. B.) fallen. Ein Mann, Postpraktikant Höfel aus Stutt= herausgegeben, ein interessantes Werk, das noch sechs sofort todt Die Regimentsübung dauerte bisher ungedruckte Dichtungen Theodor Körners aus 6 Stunden, die Ankunft in Ulm erfolgte erst um 1 Uhr seiner letzten Lebzeit enthält. Im Dresdener KörnerIn der dortigen Bürgerschaft herrscht große Museum, in demselben Hause, wo der Aufregung über das Marschunglück. Licht der Welt erblickte, und wo Hofrot Dr. E. Peschel * Etwas von unserm heimischen Kanal. Von den alle auf den Dichter bezüglichen Reliquien zuscmmengesamten für den Bau des Dortmund=Emekanals be= gescharrt, liegen auch sämtliche Manuskripte des Dichters willigten 69 Millionen Mk. werden in der Abteilung sorgfältig aufbewahrt, dabei noch fünf Kästen mit unDortmund etwa 20 Millionen Mark verbaut. Eine gedruckten Dichtungen Körners. Außer dem jetzt Reibe äußerst interessanter Arbeiten kommt hier zur Dresden zur Aufführung gelangenden Lustspiel sind Ausführung, worunter unter anderem der große Um= noch verschiedene andere Bühnenstücke dabei, die der schlags=Kanal bei Dortmund für etwa 3 Millionen Veröffentlichung harren. Mark, das Hebewerk bei Henrichenburg von 14 Meter!" Eine in Cainsdorf in Sachsen gefangene rch ihre Ueberführung des Kanals über die Lippe und Stever Gemeindeamte abgeliefert und erregte durch inte für mehr als 1¼ Millionen Mk. erwähnt sein mögen. außergewöhnliche Korpulenz besonderes Aufsehen. Die Arbeiten wurden erst kürzlich von den belg'schen Man öffnete dieselbe und fand nicht etwa, wie Ingenteuren, die zum Beluce in vop woedepesächigt, man vermutete, zahlreiche Nachkommenschaft, Namentlich an der Baustelle des Lippebrücken=Kanals sondern vier junge, nackte Nesthocker, dem herrscht eine sehr rege Thätigkeit. Die kolosalen Pfeiler nach Rebhüner oder Lerchen, vor. ven bereite us dem Vo gepäsbe von wehr als 20 2 Das Braunschweig. Insanterie=Regiment Meter Spannweite auszuführen. Als Materiol ist der Nr. 92 trägt in dem diesjährigen Herbstmavortriffliche Ruhrfandstein von Wetter a. d. Ruhr ge: növer zum letzte Male seine historische schwarze wählt. Allgemeine Bewunderung erregt die saubere Uniform. Die letzte der Garnituren soll jetzt Pearvetung der Steive, 1. jg Meia, Höhe ster aufgetragen werden. Dann kommen Unisordem Wasserspiegel die Lippe überschreiten. Mächtige men nach preußischem Muster zur Einführung. Dämme schließen an den Brückenkanal sich an. Gier„ In Salamis hat man, wie aus Athen st auch breits ein Kanaltüick mit Wosser ,„Zeuteg berichtet wird, in der Nähe des Ankergrundes Bas der Kanal für die Stadt Vortmund Iu vovu.u) Giauzschiffe.—:. tterten Menhaben wird, kann man schon daraus entnehmen, daß der Rr#egsschiffe mehrere mit verwillerten Menzahlreiche neue industrielle Werke und Filialen größerer schenknochen gefüllte uralte Gräber gefunden. Werke in Dortmund errichtet werden Dortmund als Man glaubt, daß es die Gräber der in der besten Wege, zum Zentralpunkt von Handel und Ver- Schlacht bei Salamis gefallenen„griechischen kehr in Nordwestdeutschland zu werden. und persischen Soldaten seien. Der unlerrichts* Preßburg. Der Weingartenbesitzer Peter minister hat den Generalephorus der AlterJantiys kroch in ein leres Faß, um seiven Von, überwachen zu sasen und über die Ergebnisse roffel, der ihm hineingefallen war, herauszuholen....—sen und über die Ergebnisse Sein Bruder, dem es anffiel, daß Peter solange sofort Bericht zu erstatten. im Faß blieb, kroch nun auch hinein und kam* In Paris, wo Tollheiten an der Tagesebenfalls nicht mehr zum Vorschein. Die beiden sordnung sind, hat man sich in diesen Tagen Brüder wurden in dem Fasse, in dem sich einmal denn auch die Verrücktheit geleistet, auf dem Most befand, durch das zurückgebliebene Kohlen= Veloziped mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft, gas getötet.Idie Damen selbstredend mit inbegriffen, zur * Kürzlich sind in Lienz(Tirol) Herr Trauung in die Kirche zu fahren. Natürlich Dr. Adolf Greef, Arzt in Berlin, mit seinem wählte man, um nur ja recht gesehen zu Begleiter Cand. med. Bruno Abtroggen werden, den nächsten„Umweg“ zu dem Ort angekommen. Die beiden Herren befinden sich der Trauung. Die benutzten Maschinen waren auf der Fußreise von Berlin nach Rom und sämtlich Zweiräder. Die Damen ritten jede haben die Strecke Berlin=Lienz in 22 Tagen neben ihrem Herrn in großer Hochzeitstoilette, zurückgelegt, jedenfalls eine anerkennenswerte den Strauß in der Hand, die Blumen im Leistung. Von Lienz ging die Reise über das Haar. Höchst seltsam soll sich die Braut Tilliacher Joch nach Italien. Der Rückmarsch selbst mit ihrem wehenden Schleier ausgewird ebenfalls zu Fuß über Wien gemacht.(nommen haben. Leider war das Wetter nicht * Eine Hinrichtung auf dem Unterbietungsver=lbesonders günstig, denn auf der Rückfahrt fahren vergeben hat dieser Tage die Kantonalregie= wurden die sonderbaren Herrschafften tüchtig rung in Luzern. In dem genannten Kanton, dessen(vom Regen durchnäßt, aber das schien ihren Bevölkerung vor mehreren Jahren in ihrer Mehrheit..,.5 erhöhen, für die Wiedereinführung der Todesstrafe stimmte, Spaß nür zu erhohen. wird demnächst ein Raubmörder Namens Keller hin=] In der Académie des sciences in Paris gerichtet werden. Da Luzern einen ständigen Scharf= gab Dehérain eine interessante, durch vorgelegte uro“ für die einmalge Hinrichtung aus. Oraom nahezu poligem Ausfall de die für diese„Arbeit“ gebotene Entschädigung kantz.... geu uudgau der Heuernte das Get 200 Franken beträgt, hat sich doch eine stattliche Anzal# einen ziemlich befriedigenden Ertrag geliefert hat. von Bewerhern um die traurige Eintags=Arbeit ange Die Photographien der Gras= und Getreidewurzeln Semson der Bahn von Leicester nach Swannington auf dem Straßenübergange bei Thornton auf ein Fuhrwerk, das, mit Butter und Eiern beladen, zum Markte nach Leicester fuhr. Der Lokomotiv. führer hatte, um sein Nahen anzukündigen, nur das damale gebräuchliche Horn zur Hand, und so kam es, daß das Fuhrwerk nebst Inhalt ganz zertrümmert wurde. Der Foll machte damals viel Aufsehen. Noch am selben Tage begab sich der Direttor der Bahn, Ashlen Bogster, nach Alten Grange, wo damals der Erfinder der Lokomotive, George Stephenson, wohnte, um mit diesem, der im Verwaltungsrate der Bahn und auch einer ihrer Haupatktionäre war, das Ereignie zu besprechen. Bagster fragte bei dieser Untetredung, ob man nicht vielleicht auf den Lokomoti ven ein Signalhorn anbringen könne, das vom Dampf in Bewegung gesetzt würde. Stephenson bezeichnete diesen Gedanken als einen sehr guten und meinte, daß man einmal einen Versuch, ihn zu verwirklichen, machen müsse. Das erste Dampf signalhorn wurde dann von einem Musikinstrumentenfabrikanten hergestellt und mit seiner Wirtung war man so zufrieden, daß der Verwaltungsrot der Bahn beschloß, alle Lokomotiven mit solchen Pfeifen auszustatten. Vorher allerdings wußte man auch das getötete Pferd, den zertrümmerten Wagen, 50 Pfund Butter und 80 Dutzend Eier, die bei dem Unsolle vernichtet wurden, bezahlen. Bald jedoch trat die Dampffeise an die Stelle des Dampfsignalhorns. * En merkwürdiges Inserot befindet sich in der Kronacher Zeitung„Fränklscher Wald":„Bitte. Damit aus mir vielleicht doch noch ein ordentliche: Mensch werden kann, so ersuche ich alle Wirte Kronochs und der Umgegend deingendst, mir nichts mehr zu vorgen. Zollbrunn. Perer Doppel vulgo Bietgau" Neueste Nachrichten. London, 20. August. Der Ausstand der Grubenarbeiter scheint in Abnahme begriffen. Die Grubenbesitzer geben überall den Forderungen der Arbeiter nach. Die Grubenarbeiter in Cleveland haben gegen eine 10°ige Lohnerhöhung die Arbeit wieder aufgenommen. In Wales erlangten die Grubenarbeiter stellenweise 20 Prozent Lohnerhöhung. Mehrere Grubenbesitzer in Schottland wollen denselben Weg einschlagen. Petersburg, 19. Aug. Das große Militärlazarett in Kaluga ist gestern Nacht total abgebrannt. Gegen 20 im oberen Stockwerke liegende Kranke sind in den Flammen umgekommen, die übrigen wurden mit großer Mühe gerettet. Stetig steigender Absatz seit 1880 verbürgt die Güte des Holländ. Tavaks bei B. Becker in Tcesen a. H. 10 Pfd. sco 8 Mark. Stadtmission in Schwerte. Mittwoch abend 8½ Uhr: Bibelstunde. Westenort Nr. 12. Bekanntmachung. Die im Zuge der Provinzialstraße Schwerte—Letmathe über die Ruhr bei Schwerte führende 82,70 Meter lange, 5,00 Meter breite, aus Eichenholz erbaute Brücke soll im Wege des schriftlichen Angebots auf Abbruch verkauft werden. Die Verkaufsbedingungen sind während der Bureaustunden auf dem Magistratsbureau einzusehen. Versiegelte Offerten sind bis zum 15. September d. Is. uns einzureichen. Schwerte, 16. August 1893. Der Magistrat. Freiwitlige Tersteigerung. Am Mittwoch, den 23. morgens 10 Uhr anfangend, versteigere ich im Lokale des Herrn L. Hagemann, Brückenthor, für Herrn M. Lebenberg verschiedene Mandsarturwären öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Matz, Gerichtsvollzieher. Gelanntmachung. Der Dünger beim städtischen Schlachthause hierselbst soll für die Zeit bis zum 1. April k. Is. im Submisssonswege verkauft werden. Verschlossene Offerten sind bis zum 25. d. Mts. hier einzureichen. Schwerte, 18. Aug. 1893. Der Magistrat. Fruer=Versicherung. Von einer alten deutschen, vorzüglich fundierten Gesellschaft wird ein leistungsfähiger De Vertreter für Schwerte und Umgegend für das bestehende Geschäft gesucht. Umgehende Franko-Offerten sub 100 an die Expedition. untbewegtes, ger Heide in sich doch eine stattliche Anze von Hewervern um dir kron. v. Stn.p.u zein, Bh, kurrenten auch ein achtzehnjähriger Jüngling, der sich 1,75 m erreicht hat, während die Graswurze für„stark“ genug erklärt,„um auch einem Ochsen mit selbst im günstigsten Boden nur 70 cm lang einem Hiebe den Kopf abzuschlagen." wird. Die langen Wurzeln des Getreides reichen * In Kiereningken in Ostpreußen ist jüngst in die feuchten Erdschichten hinab und saugen aus ein interessanter Vorgang aus dem Vogelleben beobachtet]., H gung die auf die Oberfläche angewieworden. Unter den Dachpfannen eines Hauses hattes ihnen Nahrung.. n. gen ge;(a trockenet ein Sperlingspaar sich ein Nest aufgeschlagen. Dieser senen Rosenwurzeln aber müssin bei s0 trockenei Tage geriet nun der seinen Jungen eine Mahlzeit Witterung, wie im März, April und Mai dieses zutragende Spatzenvater in einige vom Nest herunter: Jahres, rettungslos verdorren. hängende Fäden und versing sich mit dem Kopf in)„ gag ig.:. Monade 2 einer Schlinge. In Todesangst zappelte er umher und Wus ist eine Monuve? Ein fast unsichtstieß laute Hülferufe aus. Im Nu waren etwa 10 bares Geschöpf, das im Tier und PflanzenGenossen dabei, ihm zu helfen. Doch wollte dies nicht reich lebt, das in ungezählter Menge im WasGeungen. Einige schoben sich daher kliegend unter ihn ser schwimmt— man saat in einem Kubikzoll und brachten ihn so auf die Dachpfannen, damit ersser schioimult,— man fügt, in einem Kubikzol fenen Boden unter sich hatte, und nun zausten sie mit Teichwasser zu 800 000 Millionen, das macht den Schnäbeln so lange an den Fäden, bis diese gelöst 500 mal soviel als Menschen auf der Erde dud ger Vefangene aus der Schlinge befreit war. leben. Einige dieser kleinen Lebewesen messen aus Schlesten gebürtiger, in Wien anfässiger Schub= nur den 41 0O0sten Teil eines Zolles in der macher namens Hugo Winkler gemacht. Es ist ein Länge. Ein Zweig dieser zahlreichen MonaSustao; genannt, weit es in einer Stunde denfamilie ist mit 12 Magen gesegnet, und 168 Kilometer zurücklegt. Das Fahrzeug besteht nur durch ein scharses Vergrößerungsglas kann aus einem Radreifen, innerhalb dessen der Fahrer sei. Thätigkeit, eins nen Sitz hat. Sowie er sich hineinsetzt, bewegt sich man sie in voller das Rad; er selbst sitzt ganz still und braucht nur die verschlingen sehen. Die Länge eines RiesenBremse zu beobachten, mit der er das Fahrzeug anzu= walfischs beträgt 100 Fuß, die einer Monade halten vermag, wenn er will. Ein Schutzdach schützt den 41 000sten Teil eines Zolls, die Mitte zwiden Fahrer vor den Unbilden der Witterung; auch ist l##. 76## er tmstande, einen Handkoffer mit Gepäck mitzuführen, schen beiden, sugt ein Naturforscher, nimmt Winkler hat seine Erfindung in Wien zum Patent unsere gewöhnliche Stubenfliege ein. Wie angemeldet, er ist aber zu arm, die damit verbundenen groß ist der Schöpfer in dem Gewaltigen, Kosten aufzubringen und das Patent auszunutzen.— wie in dem Winzigsten— welche eine EhrEine ähnliche Radkonstruktion wurde in Nürnberg er=...——0•0 6t uns vo probt. Die Herren Bassermann und Hildebrand in surcht und Bewunderung ergreist München haben eine pneumatische Sattelstütze in allen seiner Allmacht! Stuaten zum Patent angemeldet und eine Maschine] Zu= Geschichte der Lokomotivpfeife verössentmit dieser Vorrichtung durch die Nürnberger Fahrrad= 6,#. Vorville eine interessante Notiz. fobrik Frankenburger und Ottenstein bauen lassen.slicht Hrartve 29 f6r 5i L##ammat;: Diese pneumatische Sattelstütze ist von so überraschen: Zu Beginn des Jahres 1853 führ die Loromotive Bekanntmachung. Am Dienstag, 22. d. Mts., nachmittags 3¼ Uhr, werde ich zu Westenheide 2 Gartenstüke mit Kartoffeln und desgleichen mit Bohnen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise verkaufen. Zusammenkunft beim Wirt Breuker um 2½ Uhr. Schwerte, 21. August 1893. Matz., Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Am Dienstag, 22. d. nachmittags 3 Uhr, werde ich zu Schwerterheide ca. 1 Morgen Kartoffeln öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise verkaufen. Zusammenkunft beim Wirt Herrn Wreuker um 2½ Uhr. Schwerte, d. 21. Aug. 1893. Gerichtsvollzieher. Verkauf. Montag, 28. August er., vorm. 9½ Uhr, läßt der Klempnermeister Herr C. Börstinghaus an seiner Wohnung hierselbst wegen Aufgabe des Ladengeschäfts: 1 Partie Sturm=, Stall=, Hand- u. Wagenlaternen, Hänge=, Zug= und Tischlampen, emaillierte Kochtöpfe, Back= und Waschbecken, Milch= u. Wassereimer, Kaffee=, Wasserund Gießkannen, Wasch=, Spül= und Salzfässer, Kessel, diverse Löffel, Eßgabeln u. Messer, Bügeleisen, Kaffeemühlen, Waschbretter u. dergl. mehr, ferner 1 Ladentheke und 1 Regal meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Westhofen. Sundermann. Bekanntmachung. Am Mittwoch, 23. d. 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Relinquim des Guts Ruhr nummerweise meistbietend verkauft werden. Haus Ruhr, 11. Aug. 1893. Frhr. v. Rheinbaben'sche Rentei. Grasverkäufe Schwerte. Montag, den 4. September, und zwar: nachm. 5 Uhr in Westhofswiese am Ostenthor, 5½ Ahr in Munkenbeckswiese daselbst, 6 Uhr in der Pastorat= wiese am Mühlengraben nummerw. meistb. an Ort und Stelle. Hohenschwert. Ssoscheckaol für Herrn Fr. Althoff zu Ergste. Gaune S ene. und zwar nachmittags 5 Uhr in der Wiese im Hävingsundern, wobei auch zugleich die Nachhude zur Verpachtung kommt, u. nachmittags 6 Uhr in der Brenne'schen Wiese in Ergste nummerweise meistb. an Ort und Stelle. Hohenschwert. Während des Umbaues ist der Eingang zu meinen Geschäftsräumen auf der rechten Seite des Hauses. Ernst Müller. Westenhellweg 2 Westenhellweg ##XC. Doerts,—. Inh.: J. Boschmann. Empfehle mein großes Lager in Iuwelen, Gold, Silber, Tirkis, Granat, Koralschmuck 2c., Silber= und Alfenidewaren. herren- und Damenuhren. 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Tendenz unver# ändert. Umsätze gering. Heutige Notierungen: Weizen inl, 00,00—00,00, do. fremde 16,50—17,50, Roggen, inl. 00,0 bis 00,00, do. fremder 16,00 bis 18,00, Hafer inländ. 00,00—00,0 do. fremder 17,50—18,50, Futtergerstz 11,75—12,25, Mais 12.00—12,75 Weizenvorschuß inkl. Sack 22,50 bis 23.50, Roggenvorschuß inkl Sack 21.00—22,00. Kleie 5,30 bis 5.50, Rüböl inkl. Faß 00,00—00.04 # Alles per 100 Kilo fracht parität Dortmund exkl. Sack be Abnahme von Dopelladungen.— Unser Markt verharrt in abwartende# Haltung, doch ist gegenüber mangel# der Kauflust auch das Angebot nich sehr dringend, da die Eigner vo## Waren bei den stark gedrückten Preis sen vielfach Zweifel hegen, ob sie sic im Spätherbst noch billiger werden# eindecken können. Neuß, 19. Aug. 1893. 235 24.50 4 65 26— 50 515 123 Weizen 1. Qual. 15 per 100 Kilo 2.„l 15 1 Landroggen 1.„l 144## per 100Kilo 2. 13400 Wintergerste per 100 Kilo Buchweizen„„„ Rübsen(Aveel)„„ Raps 1. Qual.„„ „ 2.„„„ Kartoffeln„ Heu per 500„ Roggenstroh per„„ Rüböl per 100„ in Partieen von 100 Zentner. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gerein. Oel per 100 Kilo 3 M höher als Rübol. Preßkuchen per 1000 Kilo Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo Köln, 19. Aug. Weizen hiesigs 16,50—17,00, fremder 17,50—18.00 Roggen hies. 15,00—16,00 fremde 16,75—18.00. Hafer, hies. bis 20,25, fremder 17,50—1800. Berlin, 19. Aug. Weizen SeptOkt. 154,00. Okt.=Nov. 155.25 M. Roggen Sept.=Okt. 138,25 Okt.=Nov. 189.00 M. Hafer Aug165,00 J. Sept. Okt. 156.50 4. Rübdl vorr. mit Faß 48,80 Rüböl vorr. ohne Faß 47,80 4= Aug. 48,75 J, Sept. Okt. 46,75 Spiritus 70er vorrätig 33./80 Je: Aug.=Sept. 82.25 J. Sept.=Oll. 32.40 J, 50er vorrätig 00.00 95