Armtlicher Cereisbratt Abonmenst=Preis pro Quartal 1 Mk. 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags iche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ Wöchentli.,rage: für den Kreis Görde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 93. Bekanntmachungen. Bekanntmachung, den Ankauf von Remonten für 1993 beireffend. (Regierungsbezirk Arnsberg.) Zum Ankaufe von Remonten im Alter von drei und ausnahmsweise vier Jahren ist im Bereiche des Regierungsbezirkes Arnsberg für dieses Jahl nachstehender, morgens 9 Uhr beginnender Markt anberaumt worden, und zwar: am 16. August, Unna. Die von der Remonte=Ankaufs=Kommission ekauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung bar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgingig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kauspreises und der Unkosten zurückzunehmen, ebenso Krippensetzer und Klophengste, welche sich in den ersten 10 bezw. 28 Tagen nach Einlieferung in den Depots als solche erweisen. Pferde, welche den Verkäufern nicht eigentümlich gehören, oder durch einen nicht legitimierten Bevollmächtigten der Kommission vorgestellt werden, sind vom Kauf ausgeschlossen. Die Verkäufer sind verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hauf mit 2 mindestens zwei Meter langen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, sind die Deckscheine resp. Füllenscheine mitzubringen, auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu koupieren oder übermäßig zu verkärzen..., 1764 g.8.. Ferner ist es dringend erwunscht, daß ein zu massiger oder zu weicher Futterzustand bei den zum Verkauf zu stellenden Remonten nicht stattfindet, weil dadurch die in den Remontedepots vorkommenden Krankheiten sehr viel schwerer zu überstehen sind, als dies bei rationell und nicht übermäßig gesutterten Remonten der Fall ist. Die auf den Märk en vorzustellenden Remonten müssen daher in solcher Verfassung sein, daß sie durch mangelhafte Ernährung nicht gelitten haben und bei der Musterung ihrem Alter entsprechend in Knochen und Muskulatur ausgebildet sind. Berlin, den 25. Februar 1893. Kriegsministerium. Remoatierungs=Abteilung Hoffmnann=Scholtz. Schwerte, Donnerstag, 10. August 1893. Gelsenkirchen, Hattingen und Iserlohn den 21. August dieses Jahres, in den übrigen zum Regierungsbezirke gehörigen Kreisen den 1. September dieses Jahres festgesetzt haben. Arnsberg, den 2. August 1893. Namens des Bezirks=Ausschusses, Abteilung 1 und 1I. Der Vorsitzende. J. B.: Blämke. Bekanntmachung, betreffend Frachtermäßigung für Streu= u. Futtermittel. Auszug aus dem Erlasse des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 20. v. M. Die für Heu und Stroh bei Aufgabe in Mengen von mindestens 5 Z. durch den Erlaß vom 4. Juli 1893— VII(IV) 5764— angeordnete Frachtberech= nung zu den Sätzen der Kilometertariftabelle b des Ausnahmetarifs für Streu= und Futtermittel hat auch für Streutorf"(getrockneter Stichtorf, Rohmaterial für Torfstreu) stattzufinden. Zugleich wird der Ausnahmetarif ausgedehnt auf 1.„Streutorf“(Ziffer 1 des Warenverzeichnisses), 2. Holzsägespähne(Holzsägemehl), unverpack!“(Ziffer 1) und 3.„entölte Samen“(Ziffer 2 b). Die Kaiserliche Generaldicektion der Eisenbahnen Finnländischen Getreides hinzutritt. gleiche Ermächtigung. Jrussischen Bahnen soeben ein Getreidetarif abDen Verwaltungen der dem Ausnahmetarif bei=geschlossen worden ist, wodurch russisches Gegetretenen preußischen Privateisenbahnen wird das treide aus dem Königreich Polen über Mlawka Köntgliche Eisenbobn. Hag Mügragmetarise erteslen.12 nach Danzig zu billigen Sätzen gehen kann, Vorstehendes wird hierdurch zur Kenntnis derl ist ein direkter russischer Tarif für die Station Landwirte des Kreises gebracht. Hörde, 7. August 1893. Der Königliche Landrat Sprinz. fang der zweiten Hälfte des September den ungarischen Manövern bei Günz beiwohnen und auch mit dem Kaiser Franz Joseph Budapest besuchen. Von dort fahren beide Monarchen etwa am 26. September nach Schönbrunn zu mehrtägigem Aufenthalte. Prinz Heinrich von Preußen tritt seine Reise nach Italien am 12. d. M. an. Wie bereits gemeldet beabsichtigt die russische Regierung, den finnländischen Zolltarif gegenüber Deutschland gleichfalls um 50 proz. zu erhöhen. Es steht zu erwarten, daß die deutsche Regierung auf diese neueste Maßregel Rußlands im gleichen Sinne antwortet und hierseits für russische Einfuhren aus Finnland einen 50prozentigen Zollzu schlag verfügt. Durch die Abschließung Finnlands wird übrigens die schon jetzt hervortretende Bedrängnis der russischen Landwirt: noch mehr vermehrt werden, da in Zukunft auf den einheimischen russischen Märkten nur noch der Mitbewerb des Bekanntmachung. Die über die Ortschaft Kirchhörde am 9. Mai d. J. verhängte Hundesperre wird hierdurch aufgehoben. Kirchhörde, den 9. August 1893. Die Polizei=Verwaltung. v. Rosen. Thorn nicht zu erlangen gewesen. Die russischen Bahnen haben eine Herabsetzung der Frachtsätze nach Thorn und die Gleichstellung dieser mit den Sätzen für die russische Grenzstation Alexandrowo abgelehnt. Schweiz. Am Montag wurde in der Nachmittagssitzung des Sozialistenkongresses in mit großer Majorität ein Antrag angenommen, laut welchem den Anarchisten die Teilnahme Kongreß untersagt wurde. Unter Bekanntmachung. Eröffnung der Jägd. Auf Grund des§ 2 des Gesetzes über die Schonzeiten des Wildes vom 26. Februar 1870 und des § 107 des Gesetzes über die Zuständigkeit der Verwaltungsund Verwaltungsgerichtsbehörden vom 1. August 1893 bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß wir 1) für den ganzen Umfang des Regierungsbezirkes Arnsberg,„.. A Gach anf G.. a) als Tag des Beginnes der Jago auf Hasen, sowie auf Auer= und Fasanenhennen, den 11. September dieses Jahres, b) als Tag des Beginnes der Jagd auf Haselwild und Birkhennen, den 21. August dieses Jahres, 2) als Tag des Beginnes der Rebhühnerjagd in den Kreisen Dortmund Stadt und Land, Hörde, Lippstadt, Hamm, Soest, Bochum Stadt und Land, Deutsches Reich. Unser Kaiser ist am Dienstag morgen an an dem Kon Bord der„Hohenzollern“ vor Helgoland ein= großem Tumult verließen die anwesenden getroffen. Alsbald darauf betrat der Kaiser Anarchisten den Sitzungssaal.— Aus dem die Landungsbrücke und wurde daselbst von Arbeitsprogramm heben wir drei Anträge herdem Kommandanten und den Behörden der vor. Erster Punkt: Der Krieg ist in Europa Insel empfangen und von den Bewohnern, abzuschaffen. Zweiter Punkt: Die Parlamente sowie den zahlreich versammelten Badegästen Europas wählen Delegierte, für je eine Million enthusiastisch begrüßt. Nach kurzem Aufenthalt Einwohner einen Abgeordneten, die eine dreibegab sich der Monarch mit Gefolge zu Fuß jährige Amtsdauer haben und das internationach dem Tunneleingang und von da zu Wa= nale Schiedsgericht bilden.(Den gleichen gen nach dem Oberlande, woselbst Schieß= Antrag stellen die serbischen Sozialisten). übungen mit 21=Zentimeter= und mit Revolver= Dritter Punkt: Eine der wichtigsten Aufgaben Kanonen stattfanden. Sämtliche Straßen, dieses Schiedsgerichts ist es, die allgemeine die meisten Häuser und Boote waren mit Abrüstung durchzuführen. Am sonderbarsten Flaggen und Guirlanden geschmückt. ist ein Antrag der holländischen SozialdemoKaiser Wilhelm wird, wie verlautet, An= kraten auf Verbot der Beteiligung an den Gebet. Der du mit Tau und Sonnenschein Ernährst die Lilien auf dem Feld— Der du die jungen Raben nicht Vergissest unter'm Himmelszelt— Der du zu Wasserbachen führst Den Hirsch, der durstig auf den Tod— O gieb, du Allbarmherziger, Auch uns'rer Zeit, was ihr so not! Um Frieden, Frieden flehen wir, Nicht jenen, der des Sturms entbehrt, Der sicher in der Scheide Heft Gefesselt hält das scharfe Schwert— Nein, um den Friden in der Brust, Dem's mitten in der Schlacht nicht graut, Weil auf den Felsen deines Worts Mit festen Feilern er gebaut. Gieb uns die Hoffnung, Herr, zu Dir, Die nie zu Schanden werden läßt; Gieb uns die Liebe, die im Tod Und über'm Tode noch hält fest— Gieb uns den Glauben löwenstark, Den Glauben, der die Welt bezwingt Und auf dem Scheiterhaufen noch Dir helle Jubelpsalmen singt. Ein Rätsel. Erzählung von E. Heinrichs. (Fortsetzung.) Brandner räusperte sich einige Male und begann dann wieder mit einem plötzlichen Anlauf „Wird das Beweisstück gegen Riehl genügen, um ihn nach M. bringen zu lassen?“ läßt sich heute noch nicht bestimmen,“ erRudolf gemessen,„der Beweis ist allerdings genug, um die Verhaftung und vielleicht eine Anklage darauf zu begründen, doch haben wir bei Rieyl etwas vorsichtiger zu urteilen, Gewissen vor schwerwiegenden Irrtümern zu bewahren. Einen Mann von seiner Qualität, der auf ein langes Leben voll Rechtschaffenheit und Fleiß zurückblicken darf, dem seine Mitbürger das Zeugnis einer fleckenlosen Vergangenheit nicht verweigern können und den keine Schuld, sondern nur unverdientes Mißgeschick und Betrug ins Ung Kürzten, einen solchen Mann darf man nicht schnell des ungeheuerlichsten Verbrechens beschuldigen. Ich möchte Sie vor allen Dingen bitten, in sache jetzt gegen jedermann, der nicht unmittelbgr, das heißt richterlich daran beteiligt auch, Ihre Zweifel Riehls Schuld für sich zu behalten, um die öffentliche Stimmung nicht zu beeinflussen. Sie werden mmich gewiß verstehen, Onkel Brandner!" 26. Jahrgang. parlamentarischen Arbeiten beiterschutzgesetzgebung. Frankreich. Die neuesten Enthüllungen im Panama= Skandal machen in Paris großes Aufsehen. Vorläufig beschäftigt sich die Regierung noch nicht mit der Sache und die Kammern werden erst am 20. August gewählt. Inzwischen fährt auch Marquis Moris fort, Clemenceau der Verräterei zu beschuldigen. Er hat sogar Clemenceau auf Pistolen gefordert. Die Anklagen finden jedoch bis jetzt noch wenig Aufmerksamkeit. Nach einer Depesche des„Temps“ aus Saigon sind 250 Schützen und Soldaten der Marine=Infanterie von dort zur Besetzung Chantabouns abgegangen. Kommissare der siamesischen Regierung begaben sich nach Chantabonn, woselbst sie während der Dauer der französischen Besetzung bleiben werden. Der Gouverneur der Provinz Buenos Ayres, Costa, ist in Verkleidung nach La Plata entflohen. Er klagt die Nationalregierung an, daß sie die Aufständischen und Radikalen unterstützt und beschützt habe. Der Vizegouverneur der Provinz trat an seine Stelle und bat um die Intervention der Bundesregierung. Diese sandte den General Amaroarias zur Herstellung der Ordnung. Die Aufregung in La Plata ist groß, 3000 Nationaltruppen sind nach dort abgegangen, der Kriegsminister begab sich mit zwei Kanonenbooten ebendahin. Die Nationalregierung geht vorläufig gegen die Radikalen jedoch noch sehr lässig vor, da sich Kongreß und Regierung über die anzuwendenden Mittel bisher noch nicht einigen konnten. Asien. Ein Aufstand ist in dem Yih=Hok Distrikte außerhalb der großen Mauer(Mongolai) ausgebrochen. Wie verlautet, beabsichtigen die Aufständischen den Mord ihrer vielen Brüder zu rächen, die in dem Aufstande während des Winters 1891/92 von den kaiserlichen Truppen niedergemacht wurden. Regierungstruppen sind mit der Bahn von Tientsin aus nach dem Schauplatze des Aufstandes entsandt worden.— Nach einem Telegramm der„Times“ nimmt die Aufregung in Kambodscha zu. Der König von Kambodscha habe nachdrücklichst erklärt, der Augenblick zur Wiedergewinnung von Battambang sei gekommen. Wenn Frank„Ich glaube fest an seine Schuld,“ erwiderte der Stadtsekretär,„und bin darin ganz gleicher Meniung mit dem Herrn Bürgermeister. Und was meine Clara anbetrifft—“ „So bin ich von ihrem klugen Verständnis hinreichend überzeugt,“ fiel Rudolf rasch ein, indem er sich erhob, um Abschied zu nehmen.„Darf ich wiederkommen?“ fragte er, als sie durch den Garten schritten, sich an Clara wendend. „Weshalb nicht, wenns Ihnen bei uns gefallen hat?“ erwiderte sie, ihm ungezwungen die Hand reichend.„Es freut mich von Herzen, daß der unglückliche Riehl einen aufrichtigen Freund und Beistand gefunden hat“ „Ich werde nur meine Pflicht erfüllen,“ sagte er, ihre Hand loslassend, mit unterdrückter Bitterkeit.„Gute Nacht!“ Er schritt rasch dem Ausgang zu, von dem Stadsekretär begleitet. Clara blickte ihm nach, ein tiefer Seufzer hob ihre Brust und langsam kehrte sie in das Haus zurück. Wenn schon in einer großen Stadt oft geringfügige Dinge durch das tausendzüngige Gerücht zu fabelhaften Sensationsgeschichten anschwellen können, wie vielmehr in einer kleinen Landstadt, wo die Bevölkerung gleichsam vom täglichen Klatsch sich geistig ernährt. Ein solches Ereignis aber, wie die gegenwärtige Mordgeschichte, war den guten Bewohnern von X. noch niemals geboten worden, und wenn das Verschwinden des Kindes auch seiner Zeit eine interessante Abwechselung in dem täglichen Einerlei geschaffen und lange Stoff zu den abenteuerlichsten und geheimnisvollsten Mutmaßungen gegeben hatte, so konnte es doch durchaus nicht in Betracht kommen gegenüber einem solchen Verbrechen und der grauenhaften Thatsache, so viele Monate hindurch mit einem Mörder freundlich und achtungsvoll verkehrt zu haben. Geahnt hatte es ja mancher scharfsinnige Kopf, doch selber stets auch zurückgeschaudert vor solchem höllischen Verdachte. Die Ankunft des Assessors Steinmann gab den vielen Gerüchten neue Nahrung. Er sollte ihn zum Geständnis bringen und hier gleich an Ort und Stelle die Hinrichtung anordnen. Eine Hinrichtung!— Die ältesten Leute wußten sich einer solchen nicht zu entsinnen, ob dieselbe wohl öffentlich sein werde? O, sicherlich, diesem Verbrecher durften keine Milderungsgründe zur Seite stehen, die Bevölkerung hatte ein Recht darauf, das Ende des Bösewichts mit anzuschauen. „Ich ginge nicht hin, um den armen Herrn Riehl köpfen zu sehen,“ sagte ein alter Schuhflicker abends vor der Thür, wo die Nachbarn mit einander darüber debattierten. „Könnt' wohl kein Blut fließen sehen, Vater Weide!“ meinte ein Tischler wegwerfend,„wer anno 48 mit dabei war, nämlich in Berlin auf den Barrikaden, der fürcht' sich nicht davor Uebrigens ist ein Mörder kein Herr mehr, merkt Euch das, alter Weide!“ „Für mich ist er's und bleibt er's," beharrte der Alte,„und ich sag', er hat's nicht gethan,— und ich weiß es, denn wer vierzig Jahre für ihn geflickt hat, der kennt ihn in= und auswendig, und es kann ihn keiner besser kennen als ich, und damit gut.“ „O, es hat manch einen gegeben, der ein Heuchler blieb bis an sein Ende," nahm ein ehrsamer Riemer jetzt das Wort,„aber dann kommt's — als ich in Nürnberg arbeitete, kannt' ich einen, den jedweder für einen rechtschaffenen Kerl hielt, und zu guterletzt, als man ihn zum Armenpfleger bestellt hatte, da kam's heraus, daß er ein ganz gemeiner Dieb und Betrüger war, der die Almosen in seine eigene Tasche gesteckt hatte. Na, da hing er sich an einen Strick auf, und das Volk sagte, der eine Strick baumle nun an dem andern.“ „Ein guter Witz," lachte ein neben ihm sitzender Schneider,„aber was den Riehl anbelangt, liebe Nachbarn, so habe ich von Kindesbeinen an sozusagen für ihn gearbeitet, dieweil ich schon als Schuljunge mit heran mußte. Ja, mein Vater, das war ein Lehrmeister, der seine Buben zu erziehen verstand, das ist heutzutage nichts mehr, keine Zucht, kein Gehorsam unter den Kindern, die sozusagen nicht genug Prügel bekommen—“ „Bleibt beim alten Riehl, Meister Braun!“ ermahnte man ihn von verschiedenen Seiten. „Nur Geduld, er läuft uns nicht weg," beruhigte sie der Schneider mit einer großartigen Handbewegung.„Die Sache ist nämlich die, daß Riehl ein Kind unserer Stadt ist und daß wir allesamt ihn sozusagen wie uns selber kennen. Derohalben aber ist damit noch lange nicht gesagt, daß wir uns selber ganz genau kennen, weil der Weg zur Selbsterkenntnis nicht durch den Spiegel geht.“ „Dummes Zeug,“ rief der Riemer,„behaltet Eure Weisheit für Euch— hier heißt es einfach: schuldig oder nicht schuldig!— Eine Mittelstraße giebt's da nicht. Ich sage nur so viel, daß es Heuchler giebt und daß der alte Riehl dazu gehört. In der letzten Zeit schien ihn freilig sein Gewissen nicht schlecht zu beißen,— hat man je einen gesehen, dem die Missethat so deutlich auf dem Gesichte geschrieben stand? Ich frage Euch, liebe Nachbarn, warum wurde der Mann ein Eremit? — Warum fürchtete er sich, mit anderen Menschen noch fernerhin umzugehen?“ „Er hat's doch nicht gethan," krächzte der alte Schuhflicker,„hütet Euch, Steine auf einen Unschuldigen zu werfen, sein Blut wird über Euch und Eure Kinder kommen, Amen!“ Der Alte erhob sich mühsam von der Bank und humpelte nach seiner Hofwohnung, während die Zurückbleibenden gänzlich verstummt waren. So arm der alte Weide auch sein mochte, genoß er doch die vollste Achtung seiner Mitbürger, die sein gesundes Urteil sehr hoch zu schätzen wußten, weshalb seine drohende Mahnung nicht ohne Eindruck blieb. In diesem Augenblick, wo keiner so recht wußte, wie er die Unterhaltung, ohne den beliebten Gegenstand zu berühren, wieder beginnen sollte, turkelte ein Betrunkener durch die Straße, fortwährend vor sich hinschimpfend. Wie von einem Alp erlöst, schauten alle zu ihm hin, um alsdann ihre Witze loszulassen. Es war der kleine Olsen, von einigen größeren Straßenjungen verfolgt. „Laßt ihn zufrieden, Ihr Rangen!“ rief der vierschrötige Riemer,„macht, daß Ihr ins Bett kommt oder ich will Euch Beine machen.“ Die Juugen fürchteten die Fäuste des derben Handwerkers und entfernten sich schleunigst. „Schämt Euch, Olsen,“ fuhr der Riemer fort, den Betrunkenen, der soeben Mine machte, sich in die Gosse zu legen, mit starkem Arm auf die Füße stellend.„Man müßte Euch ins Arbeitshaus stecken, wenn Eure Frau nur damit einverstanden wäre, aber die will's ja nicht, und so bleibt Ihr davor bewahrt. Ihr seid ein miserabeler Kerl und Eure Frau ist so brav, verdient sie nicht.“ „Das stimmt," lallte Olsen,„aber die andern sind schlechter— Schu—macher— sagt,— es ist ein Traum— er war's doch— sie haben ihn gesehen— alle beide,— sag's nicht,— Naumann — Nau—Nau— mich totschlagen— brr— Gift — sag's nicht— Jungens, geht zur Schule— Schule—“ Er turkelte weiter. Ein anständig gekleideter Mann schritt langsam vorüber, der Richtung zu, wohin der Betrunkene seinen Weg genommen. Der Riemer schaute ihm nach.„Wer das wohl sein mag?“ fragte er den Schneider, der ebenfalls den Fremden aufs Korn genommen hatte.— Es war ein heller Abend, der Himmel klar und durchsichtig, das letzte Mondviertel warf sein dämmerndes Licht herab. „Jedenfalls ein Fremder, der sozusagen vorhin mit der Post angekommen sein wird," erwiderte Meister Braun,„viekleicht einer von den altertüm lichen Menschen, die unsere merkwürdige Stadt besehen, weiß nur nicht, was sie Merkwürdiges daran entdecken, das scheint mir sozusagen eine Krankheit zu sein.“ Der Fremde, welcher in der That mit dem vor reich nicht hierauf einginge, wür ohne dessen Ermächtigung handeln. Das Land hrde der König s.tat“ H.s Beragewerbegericht ist obne Röckscht auf steigt. Das Berggewerbegericht ist ohne Rücksie den Wert des Streitgeger standes zuständig für Streitigselbst seine) Austisung des Arbeiteverhäust hez„.Hopie., Losr die gethan habe, und es sei, bereit, I.1, I.[Auständgung oder den Inpalt des Abeisbches oder Rechte zur Geltung zu bringen. Zeugnisses; 2. über die Leistungen und Entschärigungsnebu ud u e aun un Paehesesehenscheshche sich gerade in tragbarem Zustande und verlor bei dem Unfalle das Kalb, welches lebend dem Besitzer zugefülrt Soziale Bewegung. In der Grafschaft Fise(England) und Kinroß hatSchwerte, 8. uug, Dr Rioen bterreicz. Di, Beistoer Pohen, ue, Sepe, De. Wesl' Nahil. den Londmann zu diese mer Arbeit liches, so nötig nach der langen Dürre auf Heescgeg. in Beziehung auf, dasselve gegzgeange eppgentopalstrafe. Die Beisitzer müssen zur Hälfte aus Arbeitgebern, zur seser Zeit recht oft in unangenco: Hälfie aus Arbeitern bestehen. Die Wahl ist unmitdoch die ahmchin schon harte) star und gebeim, Wohlberechtigt ist jeder Bergmann, sicht und mindestens seit 1 Die Beisitzer erhalten für teilnehmen, 4 2 und an vermehrt er doch die ohnhin schoy, harte seivor und gebeim. Wohiberechti eit bei der Hen= und Getreiberzie um em Erbeb=(der das 25. Lebensoor ericht es, so nötig und erguigend er für die Vegetatign Jahre Bergarbeit betreibt. Die der longen Dürre auch ist. Doch können wir 1####jede Sitzung, an der sie teilne auf Ve sicherung der Weitermacher hin trotz der wie Reisekosten 10 4 für jeden Kilometer Bahnweg und derührenden Erdnate des Mondes bsthndges Ernte, 20 2 füie den Klometer Landgigz, gaue e 6e. ier mit grnger frchzung enparten.„„ Dortmund, 7., Angst, Auch Tortgundkat sie ) Schwerte, 9. Aug. An alle Taubenliebhaber gestern seinen Distonzmarsch geleistet, zu dem sich nicht richtet der Verband deuicher Brieftarbenligbhaberver= weniger als 52 Teilnehmer gestern morgen 5 Uhr am eine die dringende Bitte, dem Feldern der Tauben ses! Fredenbaum eingefunden hatten. Das Ziel war der nach Möglichkeit zu steuern, da die Landwirte der Ludger'hof in Münster, welche Strecke 61 Kilometer Futternot wegen nach eingebrachter Ernte jetzt Senf, beträgt. Als erster ging durchs Ziel der 21jährige, Buchweizen, Johannis= und Mengkorn ausgesät haben sangaufgeschossene Schlosser Uffelmann aus Brackel nach *s Schwerte, 8. Aug. In den Nächten vom 6½stündigem Marsche. Jedenfalls hat die Veranstal8.—15 August wird man eine größere Anzohl Stern= zung gezeigt, daß ein guter Fußgänger weite Reisen zu schnuppen, als gewöhrlich, wahrnehmen, die ihren Lauf unternehmen imstande ist, eine Wehrnehmung, die man s dem Sternbilde des Verssus zu nehmen scheinen. übrigens auch schon früher vor der Zeit der Eisenbahwerden konnte, während die gräßlich vunstümmelte Kuh ben am Montag insgesammt 7000 Bergleute gekün berendet war. 4 digt, weil die Grubenbesitzer sich weigerten, ihnen eine Paderborn, 7. August. Samstag nachmittag 25prozentige Lohnerhöhung zu gewähren. Die Grubenbrach in dem nahen Städichen Willebadissen im Hause besitzer von Durhamvaar weigerten die von den Arbeitern des Lehrers und Küsters auf unerklärte Weise Feuer geforderte Lohnerhöbung um 15¼ pC;., welche der seit aus, das sich schnill verbreitete und 26 Wohnhäuser zwei Jahren erfolgten Herabsetzung der Löhne entspricht. nebst verschiedenen Nebengebäuden eingeäscherte. An Den von den Grubenbesitzern gemachten Vorschlag, die Wassr fehlte es nicht, glücklicherweise wurde auch der Frage einem Schiedsgericht zu unterbreiten, werden Wind ruhiger. sonst hätte das ganze Städtchen dem die Arkeiter voraussichtlich zurückweisen. Feuer zum Opfer fallen können. Von dem ganzen London, 7. Aug. Dem„Standard“ zufolge Viertel, welches den Herd des Feuers bildete, ist nur haben die Besitzer der Kohlengruben in Wales und ein niedriges Häuschen stehen geblicben. Wie verlautet. Monmouth eingewilligt, die Löhne der Bergarbeiter um ist die Versicherung vielfach nur mangelhaft, eine laute 1¼ Proz. zu erhöhen. Die Arbeit werde dort wahrMahnung für alle, ihre Habseligkeiten rechtzeitig und scheinlich wieber aufgenommen werden. dem Werte entsprechend zu versichern.. New=York, 7. Aug. Zu Tausenden wandern Aus dem Münsterlande, 8. Aug Ueberkommt da die Bergleute aus den Silber produzierenden Staaten unserem Freunde, einem Köter in D., der den Fusel Aue ikas infolge des Schlusses der Gruben aus. Da liebt. eine große Sehnsucht nach seinem Lieblingsge die Leute meistens mittellos sind, so machen sie den tränk, daß er sich nicht mehr überwinden kann. Er Eisenbahnen und den Behörden viel zu schaffen. Teilaus dem Sternbilde des Persus zu nehmen, scheinen, übrigens auch schon früher vor der Zeit, der Der Hauptausgangspunkt derselben liegt am Himmel in nen zur Genüge gemacht hat. Der Fuß=2 45 Grad Rekascerton und 57 Grad nördl. Dekling= kann deshalb auf Neuheit keinen Anspruch tion und genöhnlich treten diese Mitore au zahlreich; 9. und 8 Aug. Am So Dortmuno, 8. Aug. -Distanzsport erheben. Am Sonntag mittag kam sten in der Nacht des 10. August auf. Es ist dies ses zwischen einem Flaschenbierhändler und einen Arder Laur minstog, und schon in alter Zeit wucden die Miteore destalb als die seurigen Thräreg, g#g. bl. beiter zu einem Wortwechsel. Hiebei versetzte der Flaschenvierhändler dem Arbeiter mit einem Schlagringe, der: Laurentius bezeichnet. Schiaparelli hat 1866 durch artige wuchtige Hiebe auf den Kopf, daß der Marn Rechnung, nachgzwitsen, Jab biese,„Shne hemepen sich biutüberströmt zusammenbrach. Hexmst noch nicztigemuß zwar fürchten, daß seine Frau, die den„Klaren“ wohl verschlossen hält und auf kurze Zeit in den Garten gegangen ist, jeden Augenblick zurückkehrt und ihr überrascht, aber es braucht ja nur ein Schluck zu sein. Herzhaft öffnet er den Schrank, in welchem die Flüssigkeiten aufbewahrt werden, ergreift schnell die Flasche weise besteigen sie mit Gewalt die Züge. Cholera=Nachrichten. In Braila(Rumänien) sind 8 Neuerkrankungen und 6 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Aus Sulina wurden 4 verdächtige Erkrankungsfälle gemeldet. einen kräftigen Schluck. Aber o weh—]— In Nadworna(Galizen) kamen 2 verdächtige ! Der Monn hatte— Petroleum Todesfälle vor, die zu. 018.; eshice Hahlen b. Bielefeld, 5. August. ausstellten. Da jedoch infolge des Eisenbahnbaues Vom Szigeth=Woronienk der Uebertritt der Arbeiter aus Ungarn nach Galizien die Besorgnis einer EinschlepHohten v, te geern hen her Schäfer Ungarn nach Galizen die Besorgnis einer EinschlevBlitz erschlagen wurde gestern aveno der Schufet pung der Cholera nohelegte, wurden umfassende VorMeye hierselbst. Derselbe wurde von dem sichtsmaßregeln verfügt. schweren Gewitter, welches gestern hier her=] Die Befürchtung einer Verschleppung der Cholera auf freiem Felde überrascht und über die polnisa=russische Grenze, welche zu umfassendiese Strrscnuppen hzldutüberströmt zulammenbrach. Hiermit noch nichitzg niederging, auf strrent Ortor. u.::.—,—, Daxzs den Vorschtsmaßregein im Grenzverkehr geführt hat, in einer elliptischen Bahn um die Sonne bewegen, Und nug, ergriff er die linke Hand des Arbeiters und biß hatte sich in einer Haferhocke verborgen. Vo######hgt sich als nicht unberechtigt erwiesen, da russischerBahn läust auch der Komet UII des demselben das eiste Glied des Zeigefingers, volljände wurde er in hockender Stellung mit gefalteten seits das Guszu der nämlichen Bahn läuft auch der, Korzst. 1: des demselben das Jahres 1862. Im gegenwärtigen Jahre durfte die ab und warf das abgeb ssene gvuz%)i, Straße, wurde er in hockender Stellung mit gefalteten seits das Auftreten der Cholera, in Warschau amlich Stuck aug Händen von seinem ihn suchenden Vater tot zugegeben werden muß. Dem Warschawski Dniewnik .„. en z dam Hörner(zusolge ist bei einer aus9 Seotatzung der Beteg, Vezgmie getzigheggz ie iu weilces von einer Frau auszeborg,rud dvem Vern siah v vtkunden. Verletungen waren an dem Körper gsoige st bei einer aus Podoiten angeklonmenen Frau, den Haupinächten kein Mondschein hinderlich ist. wieder behändigt wurde. Die Kopfverlitzungen, sit aufgefunden.#r##he##..#.## die ins Spital gebracht wurde, die Cholera ronstatiert. 7 Schwerte, 9. Augziz. Die Jager, ver= sehr erheblich und gefährlich, da diese bis auf den nicht wahrzunehmen, nur seine Mütze, die vor Pest, 5. Aug. Die Gemeinde Prkary bei Kaschau Reisegefähr= ihm lag, war durchlöchert. Mit ihm waren 2 verzeichnet sechs Cholerafälle, vier Tokessälle, en ungereve Eihing ge, Hrerd, d Schafe getötet. Marmaroser, Comitat sind in zwei, Gemeinden e ets du bod, den Pund= un He Zug, Eine große Roheit un Eherbahrartkelern per Choleuasale porgeit der, Unternegs legen ist kürzlich an einem 14jähr. Jungen hierselbhst Die schärsten Schtzmaßregeln sind gerosen; 1# Schwerte, 9. August. Die Jäger ver= sehr erheblich weisen wir ganz besonders auf die Bekanntmachung, Knochen eingedrungen sind. beireffind Eröffnurg der Jogd, am Kopfe der heut. Nr.] Umna, 7. Aug. Eine (“) Schwerte, 9. August. Nach einem im Arbeiterb.= veröffer tlichten Verzeihnisse der evon= vorene Schlosser Verrhard gelischen Arbeitervereine Deutschlands umfaßt der Ge Wege von Dortmund nach samtverband 44 411 Mitglie bände Rheinland=Westfale Mitgliedern befeiligt. Unter Verein mit annähernd 400 Mitgliedern zu zählen. vier Tadesfälle. Im einden unter r gekommen. für ein wurde von der Straftammer zu Hagen der Rekommandeur Herm. W. aus Trienhausen, der bekanntlich auf der diesjährigen Maikirmes einem Budenbesitzer das Pferd stahl zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte stahl in Gepire des Timm, als Javaltenkarte, Arbeis= Wochen seinen Eltern entgufgen und, trieb sich. 8 4ef, 7. Ang. Das Ponzerschf Boden it buch und Abzugsattest, eines Rocks, Schuhe und vagabondierend umher. Balo wuroe er In heute mit der Flotte ausgelaufen, um das Unglückseümpte halt Rummelsburg fesigenommen; er befand sich in geschoß abzuschießen. Der Versuch, das Geschoß mit einem unbeschreiblichen Zustande. Arbeiter Schwerte, 8. August. Am Samstag Strümpfe verschwunden. Schuhe und Strümpfe hatte der Straffammer zu Hagen der Re= der Gauner dem Schlafenden von den Füßen gezogen, der Gauner dem Schlafenden von den Fußen gezo sodaß derselbe barfuß zur hiesigen Stadt gehen mußte, Hagen. 8. August. Ein hiesiger Kaufmarn eröffnet ein Abonnement auf elegante Herrengarderobe. Derselbe liefert für 180 ul jährlich drei Anzüge und einer Salutkartusche auszutreiben, mißglückte, da der Holzkeil in Stücke riß. Alsdann wurde eine Kartusche (von 48 Kg. Pulver und der Verschlußkeil von einem hatten den Jungen schlafend gefunden und anderen Geschötz eingesetzt, worauf die Grangte glücklich ihn vom Scheitel bis zur Sohle geteert. Das hinausflog. Bei dem Versuch wurde die größte Vormeinschaft mit einem, Dritten geständigezezsenr„ers einen Paletot, indem er den Abonenten die Wahl aus i= Kopfhaar glich einem Teerbesen und mußte sicht angewandt. Die Adwicale Krorr und Schröder Pferd aus dem Stalle eines Mannes, desen Pers nem ragerengusger Stoffe freistellt. Auch etwas neuer. pollkommen abgeschnitten werden.(haben heute morgen die Verwundeten besucht., Bei nem Lager englischer S sagen, 4. August. Eine junge Dame Pferd aus dem Stalle eines Mannes, trauen er vorab zu erlangen gewußt hatte. Das Tier wurde nach Bruch bei Recklinghazfenz, geschaße, wo es für Aplerbe men von hie sion zur Ausstellung stellung ist, soviel von ist, sehr werivoll und so auch für den Laien höchst interissont. lästigt und gewahrten dann zu Sölderholz, 5. Auzust. Gestern abend währen wie der Hut der einen Dame in hellen Flamdes Gewiters waren zpei Arbeiter des Gutsbesisers men stand. Beide eisten sofort in ein bon#r sämtlichen schreitet die Besserung voran. Die Aerzte Bochum, 5. Augzust. Die Fra; Frzzegufhh#er haben festgestelt, doß keiner der Verwundeten das br gis die, Frau, dem Kuischer Augenlicht verloren. Syrung zetten Graz, 6 Aug. Ein furchtbarer Wolkenbruch Sprung Kopfe gegen Rasche zu Ostbtrge mit Decken des Kornhaufens schäftigt, als der in Asche verwandelte. unversehrt. Der Kornhaufen war bereits versichert. lich ist der Holzwickede, 7. Aug. Heute mittag ist das geworfenes Haus des Bergmanns Schluckebier auf der Hohenleuchte geworfe bis auf den Grund niedergebrannt. Die Spritzen von standen. Sölde und hier waren zwar bald zur Stelle, konnten Menden, 7. Aug. aber wegen Wassermongel nicht in Thätigkeit treten, gestern abend die mit dem Isetlohner Zuge um 711 Uhr Mon hemerkte das Feuer erst, als die Flammen aus hier ankommendeg, Personen. Ein 12jähriger Knabe um dem Dache schlugen. zerstörte die Ernte von Mittel=Steiermark. Das Dorf Gösting bei Graz ist überschwemmt, zahlreiche Häuser Einwohner unter den Trümmern Gösting vorbeifl eßende Bach trat sämtliches Vieh in den Ställen eshie 8. * Die Bewegung gegen die Vertilgung der Reblaus in den Weinbergen Oberitaliens hat einen bedenklichen Umfang angenommen. In Suna bei Pallanza wurde in diesen Tagen früh um 3 Uhr Sturm krand durch ein aus einem Fenster Hoplsceizeningushrig bereite prehrere Freg)wpeicer Räglanz geläutet; mehr als 3000 Bauern mit ihren Weibern ede durg enu der ezennoure,Pelihze, Kaugceit g- Jund Kirdern bielen Die Landtraße zpschern, Suna brennendes Streichhölzschen vu, ,portieren,wegen Mangels an Arbeit ihrem sämtlichen und Madoung di Campagna besezt und gisfen die Arbeitspersonal oder einem Teile desselben kündigen Kommission an, die die Weinberge untersuchen solle. In großer Gefahr schwehten müsen,(9—7. 1, prh Polzsten mußten einschreiten un benach= einem hiesigen Hause während der Dunkelheit einen btrge mit Decken des Kornhaufens be=men stand. Beide eilten sosbrr in ein vrnuch Einbruch verübte, wurde von einem Hausgenossen durch per Blitz denselben entzündete und hald bartes Haus, woselbst der Brand gelöscht wurde, einen Schuß in den Hals getötet. vandelte. Die beiden Männer blieben Auch das Haar ist teilweise versengt. er Komhzusen vor breis brsichet,„ lich ist der Brand durch ein aus einem Fenster Zelfztzges haben bereis gaugzzgicg Feicz göslgnh e. Aug Ieg diesem Jehre kammen wieder, Karabinerie und Polizinen mußten einschreiten, um Köln, 6. Ang. In oiesem Juhre tommen, woiev“.: dig Straße zu räumen; es kam zu einem Kampfe, die alten Leute zu Wort, welche behaupten, in wobei viele Personen verhaftet und mehrere nicht unhier ankommenden. Personen. Ein, 12jährger Knov; soscg, ue, gle, Aaoge 9u. 4;„iehi zu haben. Im wobei viele weidete an der Bahn=Böschung mehrere, Zühe, von zolch gutes Obstjahr noch nia ettrot zu uuven. 9—bedenklich verwunde denen eine beim Herannahen des Zuges, sse gahe, auf Vorgebirge jeggg, fruchtboren Geggzig Eiegsrchene, gtrecz, Weinbergen kongten ermundet wurden. Die Arbeiten in den konnten nicht begonnen werden, da sich Seschlsoes e el sichige Linge berieten, sich gemütich. gr(Spitgephaten vor dem mitleren Batailon AustelIn früher Morgenstunde, verkündete heute der sung genommen. Inmitten des freien Raumes laute Knall der Kanonen, daß von den militärisch=)lun, hen den Bataillonen und den alten Kriegern patriotischen Hauptfestagen der erste angebrochen war der Feldaltar errichtet und vor diesem erblickte der die fille Fläche des Sicherheilshasens hinüber sei. Ueber Nacht halte sich die Stadt nunmehr in man die kriegerischen Heiligtüimer des Regiments. un dem breiten Ston, auf besen, senzigen. Viersvoltäindig, Verschzrugs gasiertep. und vuizienz seine von Kugelin zerisegen und ven Pulberdannpt aus dem Grün der Wiesen und Gebische niedliche Straßen, die vom Zuge passiert, werden gesizgez, geschwärzten, Fahnen. Feit wie Marmortatuen rotgedachte Dörfer und ferne Kirchtürme heraus= gab es kaum ein Haus, das nicht ein festisgez standen die Fahnenunterofiziere da, keine Muskel tauchen Rechts, wird das Panoramg von den Ausseben zur Schau getragen, hätte. Von den ver- zuckte und nur, als während der Messe der Pastor Parkpartien des Hofgartens, links von dem Kolos= den Sammelstellen in der Stadt: Scherpenbach, den Felch emporhob und später der evangelische salbau der Kunstakademie eingesäumt Es ist also Königsalle, und Kolgraf, Schadopstraße, 306 Unter Divisionsgeistliche den Segen sprach, senten dort ein Blatz, auf welhem soztsagen sich die Vorantrit mehrerer Militährmusikorps jeeine lange die Fahnenspitzen zu ehrfurchtsvollem Gruß. NachStimmung von selber einstellt. Und um wie viel Heersäule alter Kameraden dem bestimmten Puf= dem die von Herrn Divisionspfarrer Keck celebrierte medr, wern es ein Wiedersehen nach oft ungsähz, stelungspunkte, der Kaser Wilheinhzer zekt groge Mese, u weicher der Soldatenchgr kirchlche, Lieder vr benuug oishe, geuen Pro der WBad nach 9)t. us vuvd vo. Gin Ferzug sohz ohne Gleichen, Cevo, Hendet, wor, Hershz. sin. Zriher Bei Ker eden, beung, alsraihen, aAd er schgosen ih ben seder antonmede Bchnung wider nure He ezei alsen Biche Sentels: Der der der drei„Berge“, die sich in unserem Hofgarten auftürmen, gewählt. Der Eiskellerberg liegt wunins esc e und dabei unaushzöbrlich schwatzte. Als erder Gosel peleiset bobden Die gestern hier eingefrossenen Fest Obmänner und Vorsände drinnen ime wieter bedentich naße kam und alez Hol zu ven) htengatoud,„u abendsichen Stelldchein den einen gewichige Dinge berieten, sich gemitlich. lieren drohte, sprang der Fremde binzu, um iynsgäste, hatteg. Vu,.: rx zu unserem Hofgarten] In früher Morgenstunde verkündete wieder ins schwankende Gleichgewicht zu bringen. „Stopp, Freundchen!“ sagte er,„Ihr müßt immer hübsch in der Mitte bleiben. Wohin geht denn eigentlich die Reise?“ Olsen suchte eine würdige Haltung anzunehmen, was ihm aber mit dem besten Willen nicht gelingen wollte.„Er kennt— den— Hund—,“ lallte er, „ist ein— Spitzbube,— ich will— schwören,— Geld— soll er— hergeben— oder— ich schwöre.“ „Man will Euch wohl nichts pumpen, wie?“ fragte der Fremde,„wer ist denn der Spitzbube, der gemeine Hund“:.(.—,ag. al.e 8 „Geh' zur Schule— lern' was—,“ stieß der Betrunkene nach alter Gewohnheit drohend hervor. „Gemeiner— Hund— Leiche— Schumacher— ich sags— vor— Gericht,— is alles nicht an dem, Du— Spitzbube— ja— Geld muß— er geben— sie kneifen— ich bin— nicht— betrunken—““ Wieder turkelte er, vor sich hinmurmelnd, weiter. Der Fremde blickte ihm nach und stieß einen leisen Pfiff aus, dann fragte er den um eine StraßenEcke biegenden Nachtwächter, wo sich ein Briefkasten ren die beide aus und der vernag er nichs anutbasben, Dani Nenchentzte, Wiguwpeu der beschiadeten Lale ben mächigen Linigs vorhsetgegangen. In seiner sol alerings nicht geiagt sein als obamgeltrigen Schilder mit den Nonen ve,hauterg mit weicher Rede genahnte der Geistliche seise mitährschen etend au den Sieteler Zermirmenden Gerinte sabelunget, Zezien den Zusoguergz, v., eu der Sahörer datan, wie Gates Segen dem Rezimene verzint geneien wiren. Mon las recht und fen Simmitigeggeral in den beden Provyp,porden seit seiner Grindung zuteil gevoren. Er pane viemmer, ost und träitte hes Becher goen Hocder, Mu, Zheinlander und Wesfalen erschenen in eben= ses durch Gesahr und Tod zu Rubn und Siea ger und wie der aine ausgerbeg, hog de Aunde voe, zrdgetf Haht, und waren dieldeuts aus den Ver lsührt Doder dürten die dkam zu Ruhm und Sieg gee Kameraden und Soldaten schelse ie eace bocese e eeschesce eseee esccee. rhochmen der Trommier und Preise hen Fesen machee2, Her, sehzen, mit welcher Strafbeit und und nicht aleingegen den äußer, auch gegenjseden phrief. ber„bgeläst von den rraschen oder dnen der Tronnier und Pleiser untermich, ug den Der, sgthen, vit wichzer Stafsei und und nichzt aleingegen den susern, auboegenieben vewedr obgeiog von den„Der Zaysensrich vochze, seiht recht alte Kameraden in Gliebes innern Feind, müss man ihm diese Preruse, g ach. Miltärtopete eritgnorzp, 2 Lepmoser um, haberschriten. Die hell=Fröhlichkeit leuchteteihnenk ren und bethzäligen. Hermn Pfarter Zerachs Rede Sesce ae lce bise eu. Sescelce kannten anzustellen, änderte aber sofort seine Meinung, als dieser ihm ein Geldstück in die Hand drückte und sich als Gelehrter vorstellte, welcher die weit und breit berühmten Merkwürdigkeiten der Stadt F. auf einige Tage oder Wochen, je nachdem, studieren wolle. ,6. ua4 Lur Mest. Er führte ihn selbst nach der Post, wo der sicherste Briefkasten sich befinde, weil die andern, es waren ihrer noch zwei, nicht sicher vor den niederträchtigen Streichen der Straßenjungen seien. (Forsetzung folgt) (Das Jubelfest des 39. Regimentes. (Originalbericht der„Schwerter Zeitung“.) Düsseldorf, 6. August. eschaschänce elich sches checeeisce heice Keitesce cheihctes ehte ce iber ud in seiben Aagerdicke siag imn seurtgen benige helten ihre Frauen und Ticter migebrncht Freue ohuiezsen ad.) hier äihe 53 Peaskerte Sshice ecn ecäih c ece Häuser und in den Auslagen der Geschäfte trifft das Auge patriotische Arrangements geschmackvoller und sinniger Art. Seit gestern hat der große Menschenzuzug nach hier begonnen. Die diesmaligen Gäste kaben etwas Besonderes für das geschulte Auge. Auch den älteren unter ihnen läßt sich am Gang und Benehmen sofort abmerken, daß sie den sche e ermalend und dann ins dunkle Nichts verschwindend, weggespült zu werden. formierten sich die Batailone zum Paxohegacez, der pie unter dem erhebenbe n.srie en um begann es unter den Büschen ugd Geftrüg, I,„, Nach seiner evetihie Ber und Bahnstraße zu auf das ees ud en Beenebuen un bu nAuen gerfben, vn Aup v. pe sane Lisachaur die Leite uden, De daums dertaibe vriherugrs her ier in phantastischem Schein zu ergrünen. In jiche) dem, Orer, Hieretzs der gestaufstellung schlossen. Diel in schneidiger Waise, daß auch sie und Grin kammte es auf zund um„Die abegszige Seite des Vuerene ver Venau g je einiem Patailon alles vorherne hatten.(Schluß folgt. Landschaft wob sich der zauverhafte Farbenschleier, drei andern Seiten wurden von ze einem Vataillon Dann chen, inroß haste gekün ihnen eine e GrubenArbeitern che der seit entspricht. rschlag, die 1, werden d“ zufolge Pales und arbeiter um dort wahrn wandern in Staaten aus. Da ben sie den iffen. Teilckrankungen men. Aus le gemeldet. verdächtige katarh herubahnbaues rbeiter aus r Einschlepssende Vorder Cholera u umfassenseführt hat, a russischer= hau amtlich ki Duiewnik nenen Frau, konstatiert. bei Kaschau fälle. Im inden unter or gekommen. en; für ein f Baden ist 18 UnglücksGeschoß mit ckte, da der ine Kartusche von einem nate glücklich größte Vornd Schröder besucht. Bei Die Aerzte undeten das Wolkenbruck Das Dorf reiche Häuser n Trümmern de Bach trat den Ställen ing der Rebhat einen bemna bei PalUhr Sturm hren Weibern zischen Suna d griffen die suchen sollte. schreiten, um nem Kampfe, rere nicht unheiten in den erden, da sich aufgepflanzt Nach Suna en aus Korsika Pvvt je cs Ponzrschiffen und sechs Topedobootz, auseinanderstoßen und die Aufgabe des den sestehende sramzösische Geschyzine fremieg ggggenigses Feind darstellenden 8. Armeekorps wird sein, Schlachtlinie ausetey:, gFahrgeschwindigkeit gegen die das 16. Korps durch kühne Reiterangriffe zu mansperserenden Panzerschisse lossteuerte. Vergekens durchbrechen und einen Teil des 8. Armeekorps murden Signale zum Rückzug gegeben, sodaß sämtliche in Metz hineinzuwerfen, den andern aber Kriegsschiffe eine Schwenkung vornehmen wubtzzzchen gegen Saarbrücken und Saarlouis zu verfolgen. Diese Verfolgung dürfte sich besonders in der daß, während das meekorps werden ganz in der Nähe von Metz chiffe bieh. den Namer Torpedoboot eilte ihm nach und erkangte Vindalona". Eine Untersuchung ist eingeleitet. * Ein Italiener hat eine Einrichtung für Schiff e, 10 Thnanomoschine gespest werden und durch m Bataillon tleuten und n der Nachrve=Offiziere r, sowie die idt an der lon Aufstelen Raumes en Kriegern sem erblickte Regiments, Pulverdampf armorstatuen eine Muskel der Pastor evangelische senkten sich Gruß. Nachck celebrierte chliche Lieder bruder Herr ser das Wort „Der Herr gebracht!“ be den Herrn, In seiner militärischen m Regimente en. Er habe ind Sieg geund Soldaten Aus dieser or und keine iese, als die für und für ue zu unserm naden trage. ch gegen jeden um Diese Verfolgung dürfte Ein Gegend von Urville sehr interessant gestalten. Hier in der Gegend zwischen der deutschen und französischen Nied, in einer Ebene, auf der schon 1870 die Franzosen nach der Niederlage bei Spichern ihre geschlagene Armee ordneten, wird die Verfolgung zum Stehen Die bis hierher Verfolgten sammeln eine Klav'atur von 37 Tafigg,zig,,estol#e werhen sich und unternehmen— warscheinlich unter Telegrop'g Züchstoben können in der Minute zur persönlicher Führung des Kaisers— gegen die den wobei dieselben des nachts Verfolger einen energischen Vorstoß. Gleichkönnen. Lennnis gebracht werren, wobel. diesellen d 10 und am Tage 13 Seemeilen sichtbar sind. * Wie die Amerikaner Meister in der Reklame sind, so scheuen sie auch nicht, gelegentlich Unsummen für Anzeigen auszugeben. Die Weltausstellungsnummer der Zeitschrift„Youths Companion“ enthält eine Anzeige von„Mellinis Food“(Kindermeh!), für die 15000 Dollar bezahlt worden sind. Sie fünr die ganze letzte Seite des genannten Blattes und ist in 15 verschiedenen Farben gedruckt.— Die gleiche Anzeige war aber auch in der Jubiläumsnummer der „Sun“ enthalten und wird sicher die gleiche Summe gekostet haben, sodaß also für zwei Anzeigen des Kindermehls mehr als 127000# verausgabt wurden. * Ueber eine staatsgefährliche Trommel berichte: die Straßb. Post: Die Feuerwehr in Sulzern, OberElsaß, benutzte beim Ausrücken immer eine alte Trommel, deren Anstrich die französischen Farben zeigte Die Polizeibel öede sah sich veranlaßt, eine Aenderung des Anstrichs anzuempfehlen. Dazu wollte sich die Feuerwehr aber nicht bequemen, trotzdem die Erneuerung des Anstrichs notwendig war. Am letzten Sonntag löste sich deshalb die Feuerwehr auf, und die Gemeinde ist nun einer alten Trommel wegen ohne orgazeitig bricht der nach Metz geworfene Teil des 16. Armeekorps hervor, und es beginnt eine ganz neue Schlacht, in der das 8. Korps, von zwei Seiten angegriffen, in wilder Flucht gegen Norden zu geworfen wird. Es ist schon von anderer Seite darauf hingewiesen worden, daß bei diesen Verfolgungen in großem Stile hohe Anforderungen an die Marschfähigkeit der Truppen gestellt werden. Damit die Infanterie einigermaßen mit der Kavallerie und Artillerie gleichen Schritt halten kann, wird sie vielfach auf Wagen geladen werden. * Ueber die Mniaturfestung, die in der Nähe des Neuen Palais bei Potsdam erhaut ist und die dm Kaiser gleich nach seiner Rückkehr ins Neue Palais übergeben werden soll, wird noch berichte:: Das Modell stellt eine uneinnehmbare Festung dar, die durch unterirdische Gänge mit der Außenwelt verbunden ist. Um dem belagernden Feinde kein Ziel zu bieten, sind alle Hochbauten bei der Festung vermieden. Eine Anzahl drehbarer Türme schnellen im gegebenen Augenblick * Die Zeitungen von Skangai berichten üter einel aus der Erde empor, geben einige Schösse ab undverkürzlich vollendete siebenmonatliche Reise, die Fräulein schwinden dann wieder in der Vers A. Taylor von der China=Inland=Mssion in Tibet gemacht hat. Bevor sie in das verschlossene Land einzudringen versuchte, hielt sie sich 10 Monate an der Grenze auf, wo es ihr kaum möglich war, sich Lebensmittel zu verschaffen, weil die Beamten ein Verbot erlassen hatten, ihr irgend etwas zu verkaufen. Ganz plötzlich machte sie sich dann in Begleitung einiger Muhamedanr auf den Weg nach Lhassa. Oft genug geriet sie in Lebensgefahr, aber der Umstand, daß die Tibetaner sich niemals an einem Weibe vergreifen, schützte sie, wenn Räuber sie anfielen. Auch sonst waren natürlich keine geringe Schwierigkeiten zu übe.winden, besonders im Winter beim Uebergang über die 12000 bis 15000 Fuß hohen Berge. Daß ein weib liches Wesen diese zum Teil sehr großen Beschwerden hat aushalten können, ist staunenswert. Fräulein schwinven vann wieder in der Versenkung. Um die Annöberung Unbefugter zu verhindern, ist an der Festung Tag und Nacht ein Wächter aufgestellt. * Eine kleine Demonstration haben sich die Marburger Studenten am Freitag bei der Feier aus Anlaß des Semesterschlusses geleistet. Die sämtlichen studentischen Korporationen zogen nämlich mit eire Musikkapelle durch die Stadt nach Wehrda, voran di. bestraften Vertreter, jeder in einem bekränzten Wagen. Der Rückzug erfolgte abends gegen ½10 Uhr unter strömendem Gewitterregen. Gegenüber der Wohnung des Geh. Rats Külz wurde Halt gemacht und von der Musikkapelle das Led„Im Wald und auf der Haide“ gespielt, worauf das Lied„Stoßt an, Marbucg soll leben“ gesungen wurde. * In Zsambalya(Banat) feierten, wie der Pesther Loid berichtet, der uralte Johann SzathGhinescher De ergesm, sandheit das seltene Fest der hunderisten Jahresunesischer Diener nicht vorausgeeilt wäre und heim= sundheit das seltene Fest der hundertsten Jahrestückischerweise ihre Absichten verraten hätte, worauf sie wende ihres Ehrentages. Die jetzige Generation umzukehren gezwungen war. Sie glaubt, daß die Ti= kennt die Alten seit jeher als solche, wie sie heute beianer nicht gegen die Niederlassung von Fremden in sind, seit einem Menschenalter zählt man sie zu den ihrem Lande seien, daß aber die Chinesen es nicht 9u21g..... 4. L.ahen sich d: heiden das Wenig geben würden, aus Furcht, den Theehandel dann in Greisen und doch haven sich die beiden due Wenige, fremde Hände übergehen zu sehen. was sie zum Leben brauchten, noch bis in die * Ein musikalisches Intermezzo. Aus Nürnberg allerletzte Zeit durch ihrer Hände Arbeit erworben. wird berichtet: Vor dem hiesigen Landgericht sollte am Jetzt sind sie aber schon vollkommen erwerbsunTodes-Anzeige. Heute morgen, ½11 Uhr. verschied nach langem schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebtes Klärchen im Alter von 4¼ Jahren. Dies zeigen tiel betrübt an Schwerte, 8. Aug 1893 W. Stricker u. Frau nebst Familie. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr # statt. Rsoterorenrorerene Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, 10. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, im Rathaussaale hier. Tagesordnung: 1. Ortsstatut über die Anlegung, Bebauung und Veränderung von Straßen 2c. 2. Verfügung, betreffend den Geschäftsverkehr zwischen der Landesbank und den Sparkassen. 3. Antrag auf eine Unterstützung. 4. Protokoll über die Revision der städtischen Kassen. 5. Anträge auf Niederschlagung unbeibringlicher Kommunalsteuern, Holzgelder 2c. 6. Antrag auf Ausmauerung der Barackenwände. 7. Antrag wegen Anlage eines Kanals und einer Straßenrinne. Todes-Anzeig Es hat Gott, dem Allmächtigen und Allgütigen, gefallen, gestern abend unsern liebten Sohn innigst ar im Alter von 8 Jahren und 7 Monaten nach langem, schwerem Leiden infolge einer Gehirnentzündung zu sich zu rufen. Diese Trauernachricht widmen Verwandten und Freunden tiefbetrübten Herzens Schwerte, 9. August 1893. Heinr. Recke nebst Frau u. Kinder. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3½ Uhr vom Sterbehause aus statt. Krontursverfahren. Ueber das Vermögen des Kappenmachers David Stern zu Schwerte wird heute am 8. August 1893, vormittags ½10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Backhausen hierselbst wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 18. September 1893 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falles über die in§ 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände— auf den 29. September 1893, vormitlags 10 Uhr, — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 13. Oktober 1893, vormittags 9 Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin auberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu 8. Rentabilitäts=Nachweis verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, Freitog zur Aburteilung eines Diebes geschritten werden und man suchte unter den auf den Gerichtstisch aufgestapelten Gegenständen nach dem corpus delikti, ein m Ring. Als derselbe nicht sogleich gefunden wurde, griff der Richter nach einem Zigarrenbehälter und öffnete ihn, worauf der mit einem Spielwerk versehene Kasten sofort musikalische Klänge ertönen ließ. Da es aber niemand im Saale verstand, den Mechanismus abzustellen, so mußte man nnter allgemeiner Heiterkeit, in die auch der Richter und der Dieb(wenn auch letzterer mit etwas süßsaurem Gesicht einstimmten), geduldig abwarten, bis die Spieluhr einige Male wiederholt die Weise des schönen Volksliedes gespielt hatte:„Ach wie ist's möglich dann.... hab dich von Herzen lieb“ 2c. * Mannheim, 3. Aug. Eine Liebestragödie bildete heute den Gegenstand einer auch in rechtlicher Hinsicht interessanten Strafkammerverhandlung. Der 23jährige Schäftemacher Mathias Schwehla aus Kleinsteirowitz(Mähren) hatte sich wegen Körperverletzung zu verantworten. Schwehla, der in einer Fabeik in Heidelberg= Schlierbach arbeitet, unterhielt seit 2½2 Jahren ein Liebet verhältnis mit der Arbeiterin L. Gresser, das im Juni zu einem Ehebündnis führen sollte. Wegen einer kurzen Krankheit Schwehlas hielt aber die Mutter der Braut den Freier für nicht gesund genug; sie suchte deshalb die Heirat zu hintertreiben. Der Widerstand der Mutter, die daraus erwachsenden häuslichen Zwistigkeiten und die ausgesprochene Absicht ihres Geliebten, nach seiner Heimat zurückzukehren, brachten das Mädchen zur Verzweiflung. Sie lag ihrem Bräutigam an, sie wollten zusammen sich das Beben nehmen. Schwehla war damit einverstanden und kaufte in Heidelberg einen Revolver. Am Abend des 16. Juni schlug das Paar, nachdem es noch AAbschiedsbriefe zur Post gegeben hatte, den Weg nach dem Walde ein. Hier fragte Schwehla das Mädchen noch einmal, ob es bei dem Entschlusse, zu sterben, beharren wolle. Auf die bejahende Antwort gab er sodann einen Schuß auf sie ab; als sie das Bewußtsein darauf noch nicht verlor, einen zweiten. Sodann tichtete er die Waffe gegen sich und jagte sich ebenfalls eine Kugel in den Kopf, die ihn aber nur vorübergehend betäubte. Als er wieder erwachte, sah er, daß auch seine Genossin wieder bei Bewußtsein war. Das RRädchen schlug darauf vor, in den Neckar zu gehen, euein Schwehla riß kurz entschlossen ihre Schürze in ams Fp;ue, gab ihr die eine Hälfte und forderte sie auf, sich zu erhängen, was auch beide alsbald ausführEs dauerte jedoch kaum eine Minute, als die fähig, und da auch von ihrer ganzen Verwandt schaft keine Seele mehr am Leben ist, so hat der Zsombolyaer Gemeinderat in seiner letzten Sitzung beschlossen, dem hochbetagten Ehepaar ein ausreich. endes Gnadengehalt anzuweisen. über eine neue Gasanstalt. 9. Antrag des Gasmeisters Weber. 10. Wahl einer Kommission zur Vorrevision der städtischen Rechnungen. 11. Hülferuf für Schneidemühl. 12. Baugesuch des Herrn op ten Winkel. 13. Antrag wegen Benutzung der städtischen Weide 2c. 14. Errichtung einer städvon dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 17. September 1893 Anzeige zu machen. Königliches Amtsgericht zu Schwerte. Neueste Nacheichten. Die Ministerkonferenz in Frankfurt a. M.itischen Badeanstalt. hat am Dienstag(8. August) ihren Anfang! genommen. Es nehmen daran der Staatssekrektär des Reichsschatzamts und die Finanzminister der Einzelstaaten Teil. Der preußische Finanzminister hat für die Zwecke der Konferenz eine Denkschrift ausgearbeitet, welche die Reichsfinanzreformfrage eingehend behandelt und Vorschläge zu ihrer Lösung enthält. 15. unträge, betreffend die städtische Bleiche am Ostenthor. 16. Antrag auf Anstellung eines Flurhüters. Schwerte, 7. August 1893. Der Stadtverordneten-Vorsleher Plenz. Die Seiden-Fabrik G. Henneberg (k. u. k. Hofl.), Zürich sendet direkt an Private: schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.65 v. Meter — glatt. gestreift, karriert, gemustert, Damaste 2c.(ca. 240 versch. Qual. und 2000 versch. Farben, Dessins 2c.) portound zollkrei. Muster umgehend. Vozelfreunde! Tausende Canarienvögel und andere Sing= und Ziervögel sterben alljährlich infolge unrichtiger Pflege. Wer seine Vögel lieb hat, versuche Schiffer's unübertroffenes Vogelfutter, als: Singfutter für Cinarien= und Waldvögel, Drosselfutter, Papageien= futter à Pack.i 35 Pfg., Fischfatter(keine Ameiseneier od. dgl.) à Dose 15 Pfg. u. s. w.— Schiffer's Vogelfuiter, nur echt in versiegelten Pocketen„mit dem Vogelneste“(eingetr. Schutzmarke) ist überall mit großem Erfolg eingeführt. Zu Ortginalpreisen käuflich bei: A. Nasse, Aplerbeck. 8 100„2 Daselbst ausführliche Schrift über Vozelpflege) Barzahlung versteigern. annsonst. Vogelliebhaber erhalten auf Wunsch direkt von Schiffer u. Co., Vogel=Importhaus, Cöln a. Rhein gratis und postfrei die neueste Vorrachsliste über ausländische Bögel, Papageten, sowie Gesundheitskäfige 2c. Zwangsversteigerung Freitag, den 11. August, nachmittags 3 Uhr, werde ich an der Behausung des Kettenschmiedes Diedr. Althoff zu Bürenbruch 1Schwein, 1 Taschenuhr, ein Küchenschrank, drei Zentner Heu, circa 1 Morgen Gaitenund Feldfrüchte öffentlich meistbietend gegen ten Schlinge, in der das Mädchen hing, sich löste. Run vie Brauz, des„erausamen Spield“, genug: be bewußtlosen Geliebten ab und trat, nachdem sie ihn wieder zu sich gebracht hatte, den Weg nach Hause an. Anderen Tags die nur leicht Verletzten Aufnahme im Bkade##ischen Krankenhaus, aus dem der Bräuttgam nach Tagen, die Braut nach 18 Tagen völlig gesund Der Verteidiger Schwehlas, Refewies darauf hin, daß das in Frage stehende Vergehen eine Lücke im Strafgesetzbuch ern ere.#o der S 216 R. Ei.=6.=6. dat vallender den Versuch mit Strafe bedrohe. folgte diesen Ausführungen und sprach #sverctagten frei. Schwehsa und seine Braut Gug goue Aufschub ihre Hochzeit feiern. ### Metz wird geschrieben: Ueber den Plan #eise 1# 4#vber vertauter hier, aus militärischen BürgerVerein. 3. Compagnie. Donnerstag, den 10. Aug. er., abends punkt 8½ Uhr. Appell Hohenlimburg, 8. Aug. 1893. Brune, Gerichtsvollzieher. Parochial-Lehrer-Konferenz. Schwerte, 16. Aug. 1893, nachm. 4 Uhr. Vortrag: Die Bedeutung der Volksschule. Ich untersage hiermit jedem über meine stücke durch den Stuckem u. Richtbäume nach NähEinwohnerhaus im Stadtkeller. frings Rechnungslage der Compagniekaste,“ Zapiherhandelade werde unKassermap Hherherlautet bion g gr: r.— Auseitiges Erscheinen wird erwartet. nachsichtlich zur Anzeige bringen. sammend, Folgendes: Die beiden Ar. Schwerte. Der Hauptmann. Heinrich Göcke, Hofzen. Gras=Vertäuf. Herr Aug. Gockel in Geisecke läßt Samstag, 12. August cr., nachmittags 4 Uhr anfangend, das Gras in seiner unterhalb des Hofes an der Ruhr belegenen Weide(circa 15 Morgen) nummerw. meistb. an Ort und Stelle verkaufen. hohenschwert. Gras=Verkäuf. Herr D. Jacobs auf Steinhausen läßt Montag, den 14. August, nachmittags 5 Uhr, in den zum Gute gehörenden Flößwiesen 30 Nummern Gras öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Schwerte, 2. August 1893. Hohenschwert. Großer Gras=Verkauf. Samstag, 19. August, vormittags 10½ Uhr, verkaufe für Frau Bimberg zu Lenninghausen das bekannt gute Gr auf dem 50 Morgen großen obersten Holzkamp gegen Kredit. Sammelplatz Haus Carl Jonas. Der Graswuchs der Wiesen u. Weiden des Wasserwerks soll am Samstag, den 12. d. Mts., öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft auf der Reservepumpstation um 10 Uhr vormittags, an der brücke um 11 Uhr vormittags. Dortmund, 7. Aug. 1893. Die Verwaltung des städt. Wasserwerks. Eine Wohnung von 2 Zimmern mit Keller per 1. Novbr. d. Is. zu vermieten. 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August 1893. 95 s Das Fest=Komitee.## der Kinder tritt bei andauernder Hitze besonders stark auf und infolge dessen ist auch die Sterblichkeit eine weitaus größere als in den kühlen Monaten des Jahres. Wer sein Kind nicht in ernstliche Gefahr bringen will, benütze ein Nährmittel, das der Erkrankung an Brechdurchfall wirksam vorbeugt. Das vorzügliche Gras auf den nachbenannten beste noch nie geschnittenen, teis gepferchten Ruhrweide# der Rittergüter Altendorf u. Dahlhause soll in folgenden Termin verkauft werden: A. Altendorf: Am Montag, 21 August Hahnenkamp, Diensta 22. August er., Waldemen Mittwoch, 23. August er Grenn, zusammen ca. 130 Morgen B. Dahlhausen: Am Samstag, 26. August er Ardeyerkamp. ca. 30 Morger Anfang stets 4 Uhr nacht Haus Altendorf# Langschede. Grfl. v. Fürstenberg'st Rentei. Blumentopfhüllen zu haben bei Carl BrauZur Helle, Schwert K Zum Einmachen sollte jede Hausfrau nur beste Gewürze, ächten Weinessig 2c. verwenden, zumal die Ausgiebigkeit bester Quali= d sam't gar hilligere ist und Hulias Böecker, Bahnhofstraße. „u Portwein, teil Madeira, s and 1z, Flaschen zu. hoden sdter eiue weit grißser und onn Pighähser, bei Julius Boecker leingemachten Früchte sich viel besser konservieren. Gewürze nur 1. Qualität: la. Weinessig, Saadhund la. Bordeaux=Essig, Ara Sine, entausen. Feiuste, lattenrafftngde, Konservierungsflüssigkeit, Pergamentpapier 2c. empfiehlt zu billigen Preisen Die Drogerie Heppe. Bezüglich der hochfeinen Qualität und Reinheit der Gewürze 2c. wurde meiner Firma durch den vereid. Gerichtschemiker Herrn Dr. Kaysser, Dortmund eine ausgesprochene Anerkennung zu teil. & Grau=brauner(rehfarbiger) Tagohnnd (Bracke) entlaufen. Wiederbringer erhält gute Belohnung. Fr. Althoff, Ergste. ist das einzige Kindermehl, bei dessen Anwendung die Kinder ohne jede Verdauungsstörungen über die heißen Monate fortkommen, keinen körperlichen Rückgang erleiden, sondern im Gegenteil 8 vortrefflich gedeihen. Rademanns Kindermehl ist überall zum Preise von Mark 1.20 per Büchse erhältlich. Heute und morgen: Kalbsbraten, Schweinebrate Beefsteak, junge Hähnchen, Zungenragout, Sülze, Cavlar Warmes Frühstück 40 Ptg. Abendplatte 40 Pfg. Sart Katt. Handelsnachrichten. Schwerte, 9. Aug. 1893. 10 P Kartoffelu Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 8—9 Stück 05 10 Wielven Neuß, 7, Aug. 1893. 1. Qual. che per 100 Kilo 2. Landroggen 1. Ich empfehle mich den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend als Kleidermacherin in und außer dem Hause. Hochachtungsvoll Alma Hölscher, Schwerte, Kötterbachstr. Nr. 6. 100000 Sicke einmal gebr., groß u. stark, für Getreide, Kartoffeln à 30 u. 25 Pfg. Probeb. à 25 St. vers. geg. Nachn. unter Angabe der Bahnstation Max Mendershausen, Cöhen I. K. 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