„* Autliches Vrreisbratt Prrf“. Z X nements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Wisanicte Gratstelge:,„Illustrierter Femittenfreunte Pro. für den Kreis Hörde. rhalb des Leseririses 15 Bfeg.; Relamen 30 Pig. 10 Ps6 Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte, Somtag, 15. Junil 9993. 25. Jahrgang. Amtliche Dekanntmachungen. Reichstagswahl. Wahl eines Abg mehr Zeichen. Die Erregtheit ist so groß, daß v. B. der Unstand, boß bos Frerzigen deutschen Offiziers zu einem französischen ttrennen angemeldet wurde, von der franAusbildung und in der Regel garnicht vor den Feind, wohl aber die älteren Landwehrleute. Der Reichstag ist auf den 4. Juli einberufen! Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Verordnung betreffend die Einberufung des Reichstages„Wit Wilhelm, von Gottes Gnaden deutscher Kaiser, König von Preußen 2c. verordnen auf Grund des Artikels 12 der Verfassung im Namen des Reichs, D.r Re'chstag wird berufen, am 4. eusicgs stuichen Grden u. unu. Pasteie. siese tog e gigerbueten zum Deuschen Reihegg, Hat Fie Wetrennen angenteugt,wurde, von der franbeacde Ganand. Gusios unr Senie une Aud, zue due sgnash ezsehelicse eange Bosshnrgesagt wicdze. Eie Lait dasugen leicher Tanst andtengant oi Canstaog, den 24. Ju 1905, bagtuand D iur Kuraiung, ud uodeun, Lagzerien sch ergzt, si ur aleg. hs, Geigushe ie ier Besehlens in v. ene duue, ur ud e au a a# agader, Ne aud Buach de, Geangsäche ens lage. De Kslsle uich Kntich u 2. en en an a e rasten, bis die Rheingrenze wieder erobert sei, Der Kaiser wird den Reichstag in Person erS Namen der Gemeinde 1. Seelenzahl nach der Volkszählung 1890 16347 Altestr., Bahnhofstr., Hochofenstr., Löwenstr., Entenpothstr., Dahlackerstr., Rathausstr., Kirchstr., V ktoriastr., Pengingskamp, HympenBiäktelo, Bächr. I und 11, 8öse, ese Aese Kace e ce. Sekante, Tiefestr., Dortmunderstr. K psburg, Kluse, Weingartenstr., Remberg, hinierer Remberg, Schlachthausstr. Wilhelmstr., Friedrichstr,„Wiesenstraße Felicitas, Feldstr., Grüner Weg. Ermlinghoferstr, Schulstr., Schildstr., hintere Schilostr., Wellinghoferstraße, Benminaboferstr., Bruchstr., Clarenberg, Hospitalstraße, schwarzer Pfad, Stift, Stiftskamp. Fabrikbes. Alb, Eremer John 3183 Betriebschef F. W. Winner verwilgt, das ofsene Zugeständnis, nicht 9u1 292=, Cz,P pich den Bäichetag in Peson u. rasten, bis die Rheingrenze, wieder erobert sei, Der Kaser Petaidt ide Gefung uf der Abtal der beuschen o, g, gasl. age. macdet, Iu Bele der Ae schsche e ud un. ausdune gaige basche aeus e. e a ie ie uug, Kaufmann Eugen Grügelsiepe 3420 Kaufmann Aug. Heiling 3477 Hüttenbeamter W. Beckmann 3420 Rechnungs: RechnungsRevisor W. führer Wirdeier[P. Kemmer rmchrung der Steuern du veroien, Zandztagg Ur Auaen ucdh wenihicher Vbencdhnige gen ,.De Auhehse heiesien Greigasse in der eut Angui iue, bodugh berhen, boe Gatzigswbrbe gehguechenät und den in der Landeescdut Hansgsen Behzeit emhshen bunsd Gnuven, erzähaiks hengargetretenen Futermanel urs Partare, und Wehrhafigleit. Weil wir in früheren wirnzgagst gervontgetzetzeunt vatermangel goch Zeiten uneinig waren und schwache Heere eine Erweiterung erfahren. Wie die Stlact, vsche, Ihaten, bounten die Framzosen ihre Raubein, sHört, werden dem Landtage, zvei. Vetlgen bausiniok, Porterre, fälle in Deutschland machen, und sie meinen zur Linderung des Rostendt., zi,#ue. V: Beeyer ke9“. wohl, das müsse so bleiben, so lange die Erde Richtungen zugehen. Selbst wenn die Steu Konuat, sieht. Die vielen Ruinen in Boden, Wigz zgu, reiornvorlagen ungerzrbgt, ven Hexrenigese fasbe este un bben v. oev, aids ur, Votiagen zuelesigen hoben. Jurusgkende. Seuhues wais berdug, besder behteg, vr u. gag Vortogenzegesebg, auf den Schug der zues- nünftige Menschen jetzt eine Mark pro Kopf Kreisen rechnet man auf den Schluß schule, mehr Militärsteuer, als später einige Hundert Session am 8. oder 10. Juli. Sesche Ben de ueht benshehuehe zu gagtal, Der ihte Sontiag st in. Bshtrich ein Miltärvorlage warde vielfach verbreitet, recht unruhiger Tag gewesen; in verschiedenen Schlacht* Meye L—.—.— Rektor Josef Stolte Reschile chich Landkreis Dortmund und solute Stimmenmehrheit auf keinen Wahl= Kandida vereinigt. Für die hiernach erforderliche engere Wahl ist Termin anberaumt auf Samstag, den 24, 1893, beginnend 10 Uhr vormittags und endigend Uhr nachmittags. Die Wahl findet statt zwischen den Herren 1. Theodor Möller zu Kupferhammer b.i Brackwede und 2. Karl Wih lim Tölcke zu Dortmund, welche bei der Wahl am 15. d. Mis, die meisten Deutsches Reich. Die gegenwärtigen Junitage erinnern uns an die Schlacht von Belle=Alliance, in welcher durch das vereinigte preußische und englische Heer der von Elba zurückgekehrte Napoleon geschlagen wurde. Belle=Alliance heißt„schöner Bund". Manch netter Bund ist in diesen Wahltagen geschlossen worden zwischen Schwarzen und Roten, zwischen Roten und Blutroten, um das Gesetz zu Fall zu bringen, das Deutschland dem alten Erbfeind gegenüber geeschschse Pere e ee ee sche echaee begseheicge ehel er dz. en d e ands der eihe eaunt. un d de Aes Vun Las eanr 5o mischesorngen uerdnr usend Keschenr geshesgeiu echicrge. Hoashen den 8ei Kenadtener A hur testhepe sh her dlce gan eal sehanste a 2d ie eanlesensehee eeege Ger d eude und Ge un ud Gdeun eun ae ae ae aete an Aadeur Geade Gunr e. uder ue udeug ue ndge ug au Gaung un Gauunne ue ue uiag de Seazhashen Gerache Kalhes en. eusd vong be ug in e Sup Deng, senger Zeit eine Erlkrung, abzgsereg P“sHf den Woschanter Frichbof, ian 8l u. veu die Heratoeuuge, ehege,„MansGausten der Milckhwotage währeno be Abeter einenstzrmlichen Haudgenenget die Sozialsten o2 Soshe ien buichen iege nchetagen ggsüierten. Vesthat auch be Bouchrletisgasen eien Stcitagel gsen die Wichtbe ves sehe über bas 3. Diensz= Peaie, von Hannovererlährt, sie fünue, ihrensgohverz gei einen Jasektor der Unterieker bde ben d. gul. Gir bes vser= sSonue den Hezag von Cantauee., gr u zaischmetertwadezalser bewastigs an boden oepe von Henv ge on Canberlend betrefslleute, wovei einem Inboetor der, Untegiese e des eude bune un un ue ue e gehae geache aer Aauege der Auetege Aaäz e ien, äch die Bage aut inr ait ese u. Susue die eeien, ve uun ude ue ug ge Gauschen iur daef, Dur Szadenchauische Fiher Aschreche ose datget baute is Lerpunset, Hesäheier nd- bue, Auue engn n eun egg g#et, i„usthanschen Schant= har an 15 MNai iun Buiszasgeniger Licheliclenen inre Beishen fort, matals derenr ie eie ad u, be aageleganzu euen sdunen Bieganpen uns unzges saetähe dack üiche seiheszeat oren unte fe 8. Bürger Bfichten auferlegt. folgendes Bild entworsen: Das sareniges 399: umerika. bbe Freizeitsnänner reden aber Wort Bismarcks falt mir ein:„Es wird) Die, Welanstelung in Eiteago st umn auch e aegden de den Raecten des Volsz gelhimpft, bis eins der Vöster weißz geFzisz Sanags gufat, ur die Mäichan in dr e bos i gaungen Wet Linesist, bs das Blaut so abhgezapst ist, beßidgs Hale uhen. Die Prodigt ains Verae, des ee, Manche Wastreiner sFleisch weiß wird.: Das ist eig, güißliche dg Chesentan niczt in Helten des Sestatze de aung, esdeon, L., Ige, den Grngd Bsch, aber u st ain wagre, Bicd. Viesgachze as iun Baischag, Bis use Gasen bden bunsp b Lacher auf Milonen und Miladen von Kugel, Kiegeallunen deuster. nbe bu n un un ause au een, eaechas e aun ündher und berigen ghehfch blsäachel.. Busiane. be be n n u, Lee uch esenr wige, bauspruchszuhisegp Seiter geiseshiähe secheasel In mashans wuige nen die Siantlg u. ue eser, Seue ue ue ae. Setg un zire. Blsher zue gelenzsftlo, undr eiger der ungenuich iteezaite gunchen Dan ia Tas ur euen, ui. Nacht esde Vesechester uunatet auschen bitziute cht, iuer u Ausächzigzet undscherse gut ein Vesegzer, wieber Fand, Vot Bichahtase u haun. unr al die uit Gend Leute, de io denken und srechen, snd alssterner gerngte es uicht von. Riedner dies haben an den Wunden des für uns so glücke(guichrn enedscbuiche Nern, uier uidt ud une eheen ulds hen Achaschen süicen Kigenterort. Kheie zu. loden gchsdl“ Den Gendbenger Seianer uiherieten. ue Gescus ur Aunden, un Aue Aunun ng ne iun guägn. Dasuie die Fangsen und fur Aieg uir en uahe de Gahdelhestengsensheandlangen uit une Rae eer ue BAaudue, ud u au e a eae. en elehe, geagae dier Peige beisdenr Baudihge Ade Aaise estedeger enr de Guz u. Auu. ee Aedue eu eg b u te be, ee e unte uns Aaus, Augur ar ghigen Aaseaene ernueugre. räterischen Mautam Peifal“.(Die Parrheit wirkt Schlamm ausgeschäumt; viele Bosyei“, dorf selben Leute jede Kriegsgefahr ab, um rebo- Henn mit oder ohne Besprechung sino die beunhout, u, ar Shrader satonden Sinmentung zu briken, Daurai gagschen auf ein Zasendechonnen des Der.Bürger, so konnte mon weigper, Lioeztasfe der Ehrlschteited Hestelt ist. sd Ostenheit e, gzung muberchenbar) De sotzan wrsfantüichen Ershase de Schwerte, 28. Jrihau, 5ir Prtez Wasten wor Biesmot von,.,.... Jgri, Erasazungsgeschäfts pre 1892 ligen pieder —„„ „Wenn wir französisch wären, so wäre es viel besser, als es jetzt ist".„Mir wär's eins, wenn die Franzosen gleich morgen kämen; wenn sie uns schon 1870 eingesackt hätten, wär's besser gewesen, als daß wir jetzt von den verfluchten Preußen ausgesaugt werden." Solche Worte konnte man aus dem Munde von Sozialdemokraten vernehmen. Wir lassen dem Leser die Wahl, ob er solche Worte mehr als den Erguß eines durch und durch verbitnd verhetzten Gemüts oder einer terten und radezu denn die„Genossen zollten obigen landesverräterischen Worten Beifall. Die Narrheit wirkt ansteckend. Wer dies bisher nicht geglaubt hat, konnte während des Wahlkampfs lernen, daß es so ist. Die dümmsten Lügen, die boshaftesten Verdächtigungen, die offenkundigsten Widersprüche, die tollsten Uebertreibungen wurden geglaubt; ein ruhiges, besonnenes, vernünftiges Wort fand in vielen Wahlversammlungen gar keine Statt mehr.„Es rast der See, er will sein Opfer haben.“ Wir sind für die andern Völker ein Schauspiel geworden. Ein Schweizer schreibt:„Wenn einmal eine Regierung, die wie die deutsche das höchste Zutrauen verdient, und, wie die Geschichte der letzten 40 Jahre lehrt, besonders in militärischen Dingen sich stets durch klaren Blick und sichern Griff auszeichnete; wenn eine solche Regierung sagt: „Wir sind unseren Gegnern nicht gewachsen", dann ist es ein trauriger Patriotismus, leichtbde be uen n Zu berizen Aiticd, Zanaid boste ad, uie uzächalhg un vesHelfsachen ane en Hegaeck. Sateid esie Es mußten allein 21074 Mann, völig brauch=lleistet und die zwei anderen zum Meineid vervor, Vurtcgrhieg, vodtun, vesl) g179g fanen).) Ergste, 23. Juni. Mit einem Eiser, schte 15 Ferantos in dn Knaen Tagen, inaschagt brshichons vnn. Lusamn k.shur eiuer üisen Sche ulig nire ie hier führer in Ferusalem über das Land Ergster Kirmes von dem Sonntag vor Johanni auf einen Wochentag beantragt sei, als eine plumpe Erfindung herausstellte, wurde schleunigst die völlig aus der Luft gegriffene Nachricht von Haus zu Haus kolportiert, daß die Polizei= bezw. die höhere Aufsichtsbehörde die Abhaltung unseres allbeliebten Volksfestes am Sonntag, den 18. cr., untersagt habe. Natür. lich schrie man hier und da ob dieser Hiobspost„Zeter Mordio! Nein, da sollte man doch lieber gleich so oder so wählen. Der Kirmestag kam trotz alledem und alledem! Unsere Tanz- und Gastlokale konnten nach wie vor die Gäste von Nah und Fern, die sich zum fröhlichen Reigen oder zu gemütlichem Zusammensein vereinigten, kaum fassen. Kirmestrubel, Kirmesjubel bei Klein und Groß. Das mußte man zugeben— wohl oder übel! Aber so leicht darf man die Hatz nicht verloren geben! Urplötzlich— post festum— geht jetzt wie auf Signal durch alle Blätter unseres Bezirks der Unkenruf, der unheilbringende Eulenschrei: „Ihr armen Ergster, es war zwar so schön— ach, so wunderschön— aber— aber: das war Euer letzter Kirmessonntag. Für das nächste Jahr ist die Verlegung auf einen Wochentag in Aussicht genommen und dann ade! du schönes Volksfest; die Kirmes geht und nimmer kehrt sie wieder!“ Na! wir glauben, die Ergster sind zu„helle“, wie der Berliner sagt, als daß sie unter dem künftigen Faltenwurf des malerisch drapierten Mantels nicht den Pferdefuß hervorlugen sähen. Die Eingesessenen unserer Gemeinde werden sich durch solche unbegründete Jereiniaden vor dem entscheidungsvollen Wahltage die Besonnenheit nicht rauben lassen. Jedenfalls paßt auf die Ergster nicht das Wort: Das Völkchen merkt den Teufel nicht, und wenn er es beim Kragen hätte. Witten, 22. Juni. Arg zugerichtet durch Messerstiche wurde ein alter verheirateter Bergarbeiter von„auf dem Schnee", am abend des Wahltages in's Krankenhaus gebracht. Er ist daselbst seinen Verletzungen erlegen. Witten, 22. Juni. Eine alte Zuchthäuslerin, die Frau Schmitz von hier, hatte am 10. Mai einer Frau auf dem Wittener Bahnhof 1,20 Mk. gestohlen. Dafür ist das Weib von der Strafkammer zu Bochum auf ein Jahr ins Zuchthaus geschickt worden. Hattingen, 20. Juni. In Winz wurde ein Arbeiter durch die Niederkunft seiner Frau, die Niederkunft seiner verheirateten Tochter, sowie durch die Verheiratung seiner zweiten Tochter an einem Tage zum Vater, Großvater und Schwiegervater. eeßen, 20. Juni. Beim„Spielen“ wurde dem dreijährigen Kinde eines hiesigen Arbeiters eine Hand mit dem Holzbeil abgeschlagen. Siegen, 21. Juni. In Müsen wütet seit gesten mittag eine Feuersbrunst. Im Ganzen sind 56 Häuser samt Kirche und Schule dem verheerenden Elemente zum Opfer gefallen. Die Kirche ist völlig ausgebrannt, das Pfarrhaus dagegen ist verschont geblieben. Die Siegener Feuerwehr rückte zur Brandstätte ab. Die Not ist schrecklich und schnelle Hülfe dringend. Düsseldorf, 20. Juni. Der Trompeter Schröder vom Ulanen=Regiment Nr. 5 hierselbst stürzte zur Abendzeit aus dem Fenster, an das er sich der heißen Temperatur wegen gesetzt hatte, auf die Straße nieder. Mit zerschmetterten Gliedmaßen wurde Sch. von seinen Kameraden sofort aufgehoben und verschied nach wenigen Augenblicken. Düsseldorf, 21. Juni. Verhaftet wurde hier eine Dienstmagd, die geständig ist, ihr 4monatliches Kind in der Nähe von Soest erwürgt und in ein Kornfeld geworfen zu haben. Mülheim a. d. Ruhr, 22. Juni. Drei Leichen, zwei Frauen und eine Mannsperson wurden nach dem W. T. in der Nacht zum Sonntag am Güterschuppen am Eisenbahndamm hierselbst tot aufgefunden. Der Mann einer der totaufgefundenen Frauen wurde noch in derselben Nacht verhaftet. Kempen, 20. Juni. Innerhalb einer Stunde gestorben sind hier die Eheleute Römer. Frau R., welche im Hospitale verpflegt wurde, starb morgens gegen 5 Uhr, und als man bald darauf dem kränkelnden Manne die Mitteilung von dem Trauerfall machte, geriet er in derartige Aufregung, daß ihn der Schlag traf, welcher seinem Leben sofort ein Ende machte. So ruhen sie, die so lange Zeit im Erdenthal zusammengepilgert, im Grabe nebeneinander und schlummern einem frohen Auferstehungsmorgen entgegen. Köln, 22. Juni. Zwei sozialistische Zettelträger hierselbst drangen in die Reihen einer geschlossen marschierenden Truppe Soldaten und versuchten, dort ihre Flugblätter an den Mann zu bringen. Sie wurden aber sofort festgenommen und durch zwei Unteroffiziere und zwei Gefreite geschlossen abgeführt. Köln, 22. Juni. Das erzbischöfliche Generalvikariat hierselbst hat im Himblick auf die noch immer andauernde Trockenheit angeordnet, daß die unterm 12. Mai d. J. für die Dauer von vier Wochen vorgeschriebenen Andachten und Gebete um gedeihliche Witterung bis auf weiteres fortgesetzt werden. Aus dem Saarrevier, 20. Juni. Ein schreckliches Verbrechen ist vorgestern entdeckt worden. In angetrunkenem Zustande machte vorgesteru nachmittag in Püttlingen ein 18jähriger Arbeiter Andeutungen, daß er einen Mord begangen habe. Da ein als Handlanger beschäftigter 15jähriger Junge seit dem letzten Lohntage vermißt wird, erregten die Andeutungen besondere Aufmerksamkeit. Man nahm einen Streifzug durch den Wald vor und fand in der That nach längerem Suchen die Leiche des Jungen mit durchschnittenem Halse; der Mörder ist verhaftet. Mainz, 20. Juni. In voriger Nacht ist die Frauenabteilung der Irrenanstalt Eichberg im Rheingau großenteils abgebrannt. Eine Frau wird vermißt: Wahl. * Schwerte, 22 Juni. Nur noch 2 Tage, und die Entscheidungsstunde hat geschlagen. Ob unser so heiß umstrittener Wahlkreis durch einen Mann der Ordnung im Reichstage vertreten werden soll oder durch einen Anhänger der Sozialdemokratie, das ist dann ausgemacht. Mag es kommen wie es will, was geschehen konnte seitens der nationalliberalen Partei, es ist geschehen, und in diesem Bewußtsein sehen wir getrost und ohne Zagen der Zukunft ins Auge. Eine letzte Arbeit vor der Entscheidungsschlacht war auch die auf heute abend in das Lokal des Herrn Feit einberufene Wähler=Versammlung. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Herr Rechtsanwalt Backhausen eröffnete und leitete die Versammlung. Herr Rechtsanwalt Tewaag aus Dortmund hatte leider wegen Krankheit nicht erscheinen können, Für den erkrankten Freund trat Herr Landgerichtsrat Bäumer ein. Redner verbreitete sich zunächst über das Verhältnis Deutschlands zu seinen Nachbarn. Feinde im Westen und im Osten, damit sei alles gesagt. Darum wolle die Reichsregierung das Heer verstärken Wir seien in dieser Hinsicht von Frankreich überholt. Die neue Militärvorlage bringe uns große Vorteile. Da sei zunächst die 2jährige Dienstpflicht. Nicht mehr von der Gunst der Vorgesetzten oder andern Umständen solle es abhängen, ob ein Infanterist mit 2 Jahren zur Entlassung komme, sondern Gleichheit solle sein und jeder nach 2 Jahren seiner Dienstpflicht genügt haben. Weiter käme durch die neue Vorlage die allgemeine Wehrpflicht zur Durchführung. Dann aber— und das sei ein großartiger Vorzug gegenüber früher— würde unsere Armee derartig verjüngt, daß bei einem ausbrechenden Kriege nicht mehr der Landwehrmann mit in das Vodertreffen komme, sondern seinem Namen entsprechend mehr zur Verteidigung von Haus und Herd bestimmt sei. Große Massen von Soldaten müßten wir haben. Die ersten Schlachten seien entscheidend. Deutschland habe 1870 nicht allein durch die Tüchtigkeit seiner Armee gesiegt, sondern auch häufig durch seine an Zahl überlegene Truppenmacht. Die Kosten der Heeresvorlage würden sich nach den Verhältnissen verteilen. Der Reiche würde mehr zahlen müssen als der weniger Bemittelte. Es würden schon Mittel und Wege gefunden werden, damit der Arme ganz frei bleibe. So wolle es unser Kandidat Herr Möller. Redner kommt nun auf die Sozialdemokratie und kennzeichnet die bekannten Ziele derselben. Ein echter Katholik könne einem Anhänger solcher Bestrebungen in der Stichwahl die Stimme nicht geben. Er dürfe sich aber auch nicht der Wahl euthalten, denn das hieße Tölcke zum Siege verhelfen, da dieser Möller bei der Wahl am 15 um 1000 Stimmen überlegen gewesen. Vor Augen möge man sich halten Religion und Familie, sie seien durch die Umsturzmänner in Gefahr. Weiter möge man denken an Kaiser und Baterland. Unser Kaiser wandle in den Bahnen seiner großen Ahnen und möchte gern einen jeden glücklich machen. Redner schließt mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm 11, in welches die Ver ammlung begeistert einstimmt, worauf die Nationalhymne gesungen wurde— Hierauf ergriff Herr Selzen, Arbeiier auf der Nickelhütte, das Wort Er spräche als Arbeiter und Katholik. In der Stichwahl handle es sich um einen Mann der Ordnung und um einen Feind der Gesellschaft. Er habe in den Brutstätten der Sozialdemokratie, in Hamburg und Bremen, gearbeitet. Die Verführungen seien auch an ihn herangetreten. Aber von all' den schönen Redensarten dieser Leute habe er noch niemals ein Stück Brot für sich und die Seinigen abschneiden können. Die Arbeiter möchten sich deshalb besinnen und die eine Hand aufs Herz, die andere an den Kopf legen, d. h das Gefühl aber auch den Verstand sprechen lassen. Von zwei Uebeln wähle ein verständiger Mann das kleinere. Die Sozialdemokraten versprechen viel, halten aber nichts. Sie wollen uns das Teuerste, Religion, Familie und Vaterland nehmen. Durch sie würde der gesellschaftliche Friede, der Friede im Innern des Landes gestört Der Feind im Innern des Landes aber sei größer als alle auswärtigen Feinde. Nur im Frieden könne die Wohlfahrt gedeihen, nur dann habe der Arbeiter Brot Er stehe in dieser Wahl zu seinem Kaiser und bitte seine Glaubensgenossen unter den Arbeitern ihm zu folgen. Deshalb bitte er einzutreten für den Mann der Ordnung, Herrn Möller. Stimmenenthaltung dürfe nicht sein, da wir ja gehört, daß dann Tölcke siegen würde. Redner schloß ebenfalls mit einem Hoch auf den Kaiser. Die Versammlung sang„Deutschland, Teutschland" Der Herr Vorsitzende sprach darauf beiden Rednern seinen Dank aus und bat die Versammlung welche ihrerseits mit Beifall nicht gekargt hatte, zum Zeichen der Anerkennung sich von den Sitzen zu erheben. Dieses geschah. Mit einem Hoch auf Möller ging man auseinander. Wir haben von der Versammlung den Eindruck gewonnen, daß in der Stichwahl das Beste zu hoffen ist für die nationale Sache. Dortmund, 22. Juni. Gestern abend hatte die Zentrumspartei für den Wahlkreis DortmundHörde im katholischen Gesellenhause hierselbst eine Vertrauensmänner=Versammlung einberufen, um für die am Samstag, den 24. Juni, stattfindende Reichstags=Stichwahl die Parole auszugeben. Es hatte sich eine erhebliche Anzahl— wohl über 100 — Vertrauensleute eingefunden. Es ist beschlossen worden, keinem der beiden Stichwahl=Kandidaten die Stimme zu geben,— also Wahlenthaltung lautet die Parole des Zentrums im hiesigen Wahlkreise. Die„Köln. Volks=Ztg.“, das angesehenste rheinische Zentrumsblatt, schreibt: In Siegen ist wiederum Herr Hofprediger a. D Stöcker in die Stichwahl gekommen, und zwar mit einem Nationalliberalen. So scharf uns in mancher Beziehung Herr Stöcker gegenübersteht, müssen wir ihn doch gegenüber einem Nationalliberalen für das kleinere Uebel halten. Auf sozialpolitischem Gebiet, besonders auf dem Gebiet der Handwerkerfrage steht uns Herr Stöcker ganz erheblich näher, als die nationalliberale Partei und dieser positive Grund verlangt, daß unsere Parteigenossen in der Stichwahl ihm ihre Stimme geben. Frankfurt a. M., 21. Juni. In einer gestern hier abgehaltenen nationalliberalen WählerVersammlung erklärte der Rechtsanwalt Dr. Steinle, seinerzeit der Führer und Sprecher der katholischen Rompilger, er habe durch zwanzig Jahre hier als Führer der Zentrumspartei gegolten, jetzt aber solle man nicht länger mit seinem Namen hausieren. Bei dem jetzigen Kampf und bei den roten Unterströmungen in allen Parteien, auch im Zentrum, und bei dem Krieg gegen die Sozialdemokratie könne er als guter Katholik nicht anders als für die Regierung stimmen. Für die Sozialdemokratie stimmen, wäre ein Verbrechen an der Religion und Monarchie den einzigen Rettungsmitteln Stuttgart. In einer sozialdemokratischen Wahlversammlung hier hielt auch die Witwe des russischen Schriftstellers Zetkin eine höchst aufregende Rede, die mit einem Hoch auf die„revolutionäre Sozialdemokratie“ schloß. Ihr ganzes Auftreten konnte an das Wort erinnern:„Da werden Weiber zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz In einer Wahlversammlung zu Blaubeuren wurde(laut„Tagwacht" Nr. 129) das Hoch auf den Kaiser„mit einem stürmischen Hoch auf die internationalrevolutionäre Sozialdemokratie erwidert.“ Wie stimmt hierzu die Behauptung, die Sozialdemokraten liebten auch ihr Vaterland und wollten keine Revolution? * ** Eine Zusammenstellung aus den Wahlresultaten ergiebt, daß bisher 100 Freunde und 118 Gegner der Militärvorlage gewählt sind, wobei aber unerörtert bleibt, wieviel Zentrumsleute für das Gesetz stimmen. Von den 179 Stichwahlen sind 28 den Anhängern der Militärvorlage auf alle Fälle sicher, weil beide Kandidaten zu diesen gehören. Dieses ergiebt also für die Militärvorlage 128, gegen dieselben 118 Stimmen. Damit die neue Heeresorganisation durchgeht, müssen also von den restierenden 151 Stichwahlen 71 zu Gunsten derselben ausfallen. Cholera Nachrichten. Paris, 21. Juni. Die Cholera macht in Südfrankreich immer mehr Fortschritte. In Cette sind gestern vier Personen an Cholera gestorben. In Lyon, das bei fruheren Epidemien stets verschont geblieben war, ist gestern ein aus dem Süden angekommener Reisender plötzlich unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorben. Es wurden sofort Vorsichtsmaßregeln getroffen. London, 21. Juni. Wie dem Reuterschen Bureau aus Dscheddah gemeldet wird, sind in Mekka in der Zeit vom 16. bis 20. Juni 830 Personen an der Cholera gestorben. und Landwirtschaftliches. Nachdem so lange Wochen und Monate alle Welt sich nur mit der Militärvorlage beschäftigt hat, zwingt die wachsende Not auf dem platten Lande nun auch einmal anderen Dingen wieder das Augenmerk zuzuwenden. Die Ernteaussichten sind im Durchschnitt nicht günstig, im Durchschnitt unter mittel, und leider ist zu befürchten, daß das definitive Resultat noch ungünstiger, als das zur Stunde angenommene sein wird. Die Ernteaussichten für Viehfutter sind direkt schlecht, und es ist bekannt, wie stark in Mittel=, Süd= und Westdeutschland der Viehstand des Futtermangels wegen schon hat reduziert werden müssen. Verschiedene Bundesregierungen, auch die preußische, haben infolge der wachsenden Klagen nun allerdings insofern etwas zur Unterstützung der schwer heimgesuch ten kleinen Landwirte gethan, als sie die Frachtsätze für Futterstoffe erheblich verringert haben, aber dies Entgegenkommen genügt noch nicht bei dem herrschenden Jammer über die Vernichtung eines blühenden Viehstandes in ganzen weiten Bezirken, es muß auch finanzielle Unterstützung da gewährt werden, wo sie erforderlich ist. Geschieht dies nicht, wird ein großer Teil des deutschen Viehstandes vernichtet, und wir haben in naher Frist eine ganz beträchtliche Erhöhung der Fleischpreise zu erwarten. Vermischtes. * Zur Futternot liegen verschiedene Meldungen vor. Aus dem Herzogtum Meiningen wird berichtet: Die Lage der Landwirte in den Bezirken Hildburghausen, Römhild und Heldburg ist eine furchtbar eruste geworden. Seit dem Ende des überaus strengen Winters hat es dort überhaupt nicht ausgiebig geregnet. Ueberall Futtermangel, so daß die Landleute unausgesetzt ihr Vieh verkaufen müssen. Energisch wird in der Presse ein sofortiges und energisches Einschreiten der Staatsregierung gefordert. Sofortige Einberufung des Landtags zur Bereitstellung von Geldmitteln, um Futterstoffe herbeizuführen, scheint unabweislich. Der Herzog hat befohlen, daß infolge des Futtermangels 400 Stück seiner Hirsche sofort abgeschossen, daß seine Wildparke geöffnet und daß das auf den Waldwiesen wachsende Futterden Futterbedürftigen abgelassen werden solle. — Aus Stuttgart meldet man: Jetzt ist endlich ein Umschlag in der Witterung erfolgt, von dem man nur hoffen kann, daß er anhält. Es ist aber wahrlich auch die höchste Zeit, das der ersehnte Regen, und zwar in recht reichlichem Maße kommt, denn die vom Lande einlaufenden Berichte lauten geradezu trostlos. Am besten steht noch die Wintersaat, hingegen sind die Sommerfrüchte schwach und dünn und die Heuernte ist geradezu kläglich. Vielfach müssen die Bauern ihr Vieh um jeden Preis verkaufen, da kein Futter aufzutreiben ist. Es ist zu befürchten, daß der Viehstand ganz erheblich reduziert werden wird, und daß man im nächsten Jahre unerschwinglich hohe Fleischpreise bezahlen muß. Diese sind jetzt mäßig, ja niedrig zu nennen, allein sie sind keineswegs in den den Viehpreisen entsprechenden Verhältnissen gefallen. Aus Gegend von Ulm wird berichtet, daß die Händler die Preise so drückten, daß der Bauer etwa 18 bis 20 Pfennige für das Pfuns Rindfleisch erhält. * Gießen, 21. Juni. In Niederweise sind 28 Gebäude niedergebrannt. Es ist vie Vieh in den Flammen umgekommen. Die die schon Feuer gefangen hatte, konnte noch g rettet werden. * München, 20. Juni. Eine den Nachr.“ zugegangene authentische Mitteilung erklän die Massenerkrankungen im Infanterie=Leibregimen als Typhus. Symptome einer Nahrungsmittel. Vergistung fehlen, bestimmte Aufschlüsse über die Krankheitsursache fehlen ebenfalls. Die Ursachen liegen vermutlich im Untergrunde der Kaserne. Am Typhus erkrankt sind 266 Soldaten, gestorben sind 11. Ein Teil liegt noch schwer erkrankt, der größte Teil sei in gesicherter Genesung, auch seien keine Neuzugänge zu verzeichnen. Außerdem sei eine erhebliche Anzahl von Mannschaften an In fluenza erkrankt. Ein Civilist, der die Kranken im Lazarett besuchte, ist gleichfalls am Typhus erkrankt. * Ein schweres Unglück wird aus Rußland gemeldet. Da sich dasselbe aber schon vor beinahe einer Woche zugetragen hat, scheint es doch wohl, als ob die bezüglichen Meldungen ein wenig übertrieben wären. Die Meldung lautet: In der Auferstehungskirche der Stadt Romanow Borissoz= lebsk, Gouvernement Jaroslaw, hatte sich am 17. Juni zu einer Prozession, in welcher ein wunderthätiges Bild des Erlösers einhergetragen wurde, eine überaus zahlreiche Menge eingefunden. Plötzlich erscholl der Ruf„Feuer". Darauf entstand eine furchtbare Panik, alles drängte sich zu den Ausgängen, die sich indessen bis auf eine geschlossen erwiesen. Es entstand ein fürchterliches Gedränge, wobei eine große Anzahl von Personen erstickte, andere sprangen aus den Fenstern uno fanden so den Tod. Erst spät wurden die Thüren geöffnet und im Ganzen 136 Leichen gezählt. Von den Verwundeten wurden 15 in Hospitale der Stadt und viele andere in Privathäusern ausgenommen. Auch in diesen sind zahlreiche ihren Verletzungen erlegen. Der Feuerruf war unbegründet, es war kein Brand ausgebrochen. * Cottbus, 21. Juni. Ein Waldbrand zerstörte in der dem Kronfiskus gehörigen Oberförsterei Stantow 1000 Morgen Bestand. Das Feuer ist unter Hülfeleistung der Lübbener Jäger gelöscht worden. * Schleswig, 21. Juni. Eine furchtbare Feuersbrunst hat die Ortschaft Kochendorf fast vollständig zerstört. * Marburg, 21. Juni. Eine gewaltige Feuersbrunst vernichtete in dem Orte Niederweisel einige 20 Wohnhäuser nebst Wirtschaftsgebäude. Der Schaden an Vieh und Vorräten ist groß. * Tod am Telephon. Bei den Schießübungen des Feld=Artillerie=Regiments Nr. 34 zu Hagenau war ein Soldat dieses Regiments dienstlich am Telephon beschäftigt. Während er das Schallrohr ans Ohr hielt, fuhr der Blitz in die Leitung,— der Artillerist war auf der Stelle tot. Einem in der Nähe befindlichen Soldaten wurden durch den Blitz die Arme gelähmt. Neueste Nachrichten. Nach einer Meldung aus Schneidemühl vom Donnerstag hat der Brunnenmeister Beyer den verhängnisvollen Brunnen geschlossen. Derselbe wird von Zeit zu Zeit geöffnet, um das Wasser ablaufen zu lassen. Das Gebiet der Bodensenkungen hat sich nicht erweitert, freilich ist der Schade schon groß genug. Ausgiebige Staatshülfe soll eintreten. Lübeck, 22. Juni. Bei der heutigen Reichstagsstichwahl wurde der Rechtsanwalt Dr. Görtz(Kompromißkandidat) mit 8023 Stimmen gewählt. Der sozialistische Kandidat Schwarz erhielt 7869 Stimmen. Wie Markaner über die Militärvorlage denken. Es sprach der große König:“) „Die Schlacht ich wohl gewann, doch hat sie mich gekostet auch manchen guten Mann! Wo nehm' ich nun Soldaten und Regimenter her? Denn Oesterreich darf Schlesien bekommen nimmermehr!“ Da nahen ries'ge Gestalten sich unaufgefordert dem Fritz; des Königs Heldenauge mustert sie von dem Sitz. „Woher, ihr Enakskinder, ihr Söhne kräftig und stark.?— „„Wir wollen Soldaten werden, sind aus der Grafschaft Mark!““ „Wer rief Euch?“„„Niemand, König!““ „Wer hat Euch rekrutiert?“ „„Uns schicken unsere Väter, sind selber hermarschiert!""— „Wer führt euch an?—„„Auch keiner!““ „Und niemand desertiert?“ „„Wir wären nicht gekommen, hätt einer das vollführt!“" Des Königs Auge leuchtet; „Noch bin ich, rust er,„stark, wenn solche Söhne sendet unaufgefordert die Mark! Mit solchen Soldaten zu siegen, wird mir wohl nimmer schwer: und Oesterreich bekommt Schlesien wohl nun und nimmermehr.“ *) Anm. Friedrich der Große.— Der geneigte Leser wolle die Anwendung selbst machen. Aus der , d a ß d i e der Bauer das Pfund Niederweisel Es ist vie Die Kirch, e noch g ie den„# ilung erklän Leibregiment frungsmittel. isse über die die Ursachen er Kaserne. en, gestorben erkrankt, der auch seien lußerdem sei ften an In die Kranken am Typhus Rußland gevor beinahe doch wohl, wenig über: In der w Borissoz= sich am 17. ein wundergen wurde, den. Plötzauf entstand ich zu den ie geschlossen s Gedränge, ien erstickte, fanden so ren geöffnet Von den der Stadt isgenommen. Verletzungen det, es war Waldbrand rigen Ober= land. Das bener Jäger eine furchtKochendorf e gewaltige rie Nieder= Wirtschaftsd Vorräten en Schießnts Nr. 34 Regiments Während fuhr der llerist war Nähe beden Blitz teidemühl eister Beyer ossen. Deret, um das Gebiet der ert, freilich Ausgiebige er heutigen anwalt Dr. 3 Stimmen Schwarz erage denken. Gottesdienste. Schwerte. Oröbere enangelische Seustog, den Pask-Helenherg. besvr. 1,16 Uhr: Past, Graeve. Toltags Aühr= Kindere alteiblentt. Pastor Heinenberg. swoch:: Pastor Gra Reformierte Kirche. Sydurg. Sonntag, den 25 Juni 1893. Vormitags 9½ stenz.,„Fredigt. Bedger Palcnbere, Aplerbeck. Sonntag, den 25. Juni 1893. F ühpr.: Pastor Meinberg. Houppredigt: Pastor S1ggr. Nachm. 2 Uhr: Jugendgott s###nst. Stadtmission in Schwerte. Sonntag, 25. Juni, nachm. 4½ Uhr: Pibelstunde. Westenort Nr. 12. Katholischer Knappen-Verein Opherdicke. erden, ark!“ König!““ keiner!“ e7 Sonntag, den 2. Jali, nachmittags 4 Uhr: General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand frisch geschnitten, stets vorrätig in der werter Wassermühle. Kartoffeln kauft Th. Greve. Eine tüchtige Haushälterin wird bis zum 1. Juli gesucht. Offerten befördert die Exped. dieser Zeitung. Sonntag, 25, werden bei . mir junge Hühnern. Eier ausgeschossen u. ausgekegelt. Hennemann, Grünenthal. Gras=Verkauf. Samstag, den 1. Juli, abends 6 Uhr, verkaufe ich für Frau Witwe L. Mast gt. Papenberg zu Reingsen in ihrer Hofeswiese 3 Morgen gutes Gras in Nummern gegen Kredit. H. Albrecht. Todes-Anzeige. Gestern nachmittag entschlief infolge eines Herzschlages unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Tante die Wilwe Briefträger Wilhelm Becker im 68. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Schwerte, den 22. Juni 1893 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause aus statt. Königl. Preuss. Klassen-Lotterie. zur I. Klasse 189. Königl. Preuss. Klasen-Lotterie, Ziehung der I. Klasse am Juli cr. sind in ¼ Abschnitten àmp; Mk. 10—50, 1/10 Abschnitten à Mk. 4—20, mit je 15 Pfg. Porto und Bestellgeld, bei franko Einsendung zu beziehen durch den Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer C. Arens; in Arnsberg. Burger-Schutzenbrrtin Schwerte. Bataillons-Befehl! Sonutag, den 25. d. nachm. ½4 Uhr: Antreten der Compagnien bei ihren Herren Hauptleuten mit Gewehren; die Herren Offiziere mit Seitengewehr ohne Waffenrock. 4 Uhr: Abmarsch vom Neumarkt zum Exerzierplatz. Das Erscheinen sämtlicher Schützen wird erwartet. Der Major. Meine neu eingerichtete Ds Badeanstalt mit Douche=Vorrichtung, 6 und großem Bassin ist eröffnet. Abonnement à Person für die Saison Mk. 5.—. Do. für Kinder„„„„ 3.—. Einzelbäder„—.25 Pfg. Badezeit für Herren vormittags bis 10 Uhr, nachmittags von 6 Uhr ab. Den Gemeinde=Eingesessenen bringe hierdurch zur Kenntnis, daß die Verlegung der Kirmes auf einen Wochentag zur Zeit amtlich weder erörtert, noch überhaupt in Aussicht genommen ist. Der Ehren=Amtmann Bormann. Gras=Verkauf. Dienstag, 27. Juni d. Is., nachmittags 6 Uhr, den bee Uhr vormitags bis ssoll das Gras in Badezeit für Damen von 10 Uhr vormitlät.(pöten bei Lie nachmittags) emmerweise moist 6 Uhr Nachmittugs. Herm. Felander, albor Barn. Lommatke Komm VERLEN besser und billiger wie Cognac. Albert& Gustav Lohmann, Witten a. d. Ruhr. 1790 gegründet. Höchste Auszeichnungen, gegründet 1790. Vertreter: Friedr. Bährensmann, Schwerte u. Geisecke. Empfehlung. Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend zeige hiermit ergebenst an, daß ich mit dem heutigen Tage eine eigene Schneiderei eröffnet habe und halte mich bei Bedarf bestens empfohlen. Achtungsvoll W. Ortmann, Schwerte, Ostenstraße Nr. 9. habe NB. Die neuesten Muster stets vorrätig. der Saison D. O. Lichtendorf nummerweise meistvietend verkauft werden. Haus Ruhr, 14. Juni 1893. Frhl. v. Rheinbaben'sche Gras=Verkäufe. Der Verkauf des I. Grasschnittes findet statt in den Wiesen des Guts Altendorf am Dienstag, 27. Juni cr., nachmittags 4 Uhr, des Guts Dahlhausen am Mittwoch, 28. Juni cr., nachmittags 4 Uhr. Haus Altendorf, Grfl. v. Fürstenberg'sche Rentei. Gras=Verkauf Ergste. Herr G. Silbersiepe bei Ergste läßt Montag, den 26. Juni, nachm. 5 Uhr, 20 Morgen Graswuchs nummerw. meistb. verkaufen. Zusammenkunft beim Wirt Hiddemann in Spiekert an der Ziegelei. Hohenschwert. Bürger=Schuhen Eertin. reene Montag, 26. d. M., abends 8½ Uhr, ApDell beim Stadtkommandanten Herrn Major A. Wacke. Nach dem Appell: Gemütliches unter uns. vom Steeg, Hauptmann und Compagniechef. 00000000000000000000 Fruchtverkauf *„ in der Schwerter FeldOsmark am 0 Mittwoch, 28. d. M. 91 15 Morgen 5 Roggenfrucht. Os Zusammenkunft vorm. O 11 Uhr bei der Wirtschaft ∆ Duisberg am Ostenthor. ert am Sonntag, 25. Juni, sein. Hobenschwert. Stiftungsfest g, 12 Morgen iu Verislohle„Zur Hele“ uchz bolgenden Zlung einige Rummern Der Gesangverein „Liedertafel (Zur Helle) feiert am Sonntag, 25. Juni, sein diesjähriges Viele euheiten! Gratulationskarten für Verlobung, Vermählung, silberne Hochzeit, goldene Hochzeit, Jubiläen, Geburts- u. Namenstage, Konürmation u. s. w., Belleidsbezeugungen und alle nur denkbaren Fälle grossartiger und 1 Prachtvoller Auswahl Preise von 5, 10, 15, 25, 40, 60 J, 1 M und höher, empfing und empfiehlt Carl Braus. KuhversicherungsGesellschaf für Hennen und Generalversammlung Sonntag, 25. Juni, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Wirts Gustav Pütter. Tagesordnung: 1. Rechnungslage. 2. Wahl eines neuen Rendanten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Lange Taden-Kladden /8 in steifem Umschlag, 80 Seiten /□ stark, zu 50 Pfg. empfiehlt □□ Carl Praus'sche Buchhandlung WDer geneigte Gras=Verkauf. 28. Juni, nachmittags 5 Uhr, verkaufe für Frau Pimberg zu Lenninghausen das ausgezeichnet gute Gras in der Kettlers Wiese in Nummern gegen Kredit. Carl Jonas. Sonntag, 25. Juni, werden 1 Gans, mehrere Hühner u. Eier ausgekegelt bei der Witwe Fr. Eichmann. Schwerter Turnverein. (Mitglied der deutschen Turnerschaft.) Sonntag, den 25. Juni er., nachmittags punkt 2 Uhr, beim Genossen Potthoff, Ostenthor, Antreten zum Abmarsch nach Eckey, SchwerterHeide. Daselbst Veranstaltung von Turnspielen und Wettübungen der Turnschüler. Um zahlreiche Beteiligung bittet Programm: Von 1—2 Uhr: Empfang der fremden Vereine. Punkt 3 Uhr: FESAZCG. Von 4—8 Uhr: Vokal- u. Instrumental-Konzert. Nachdem ein großer 4 O gefälltes 0/ Brandholz Ol„ sollen nächsten 0] Montag, den 26. Juni, O) abends 6 Uhr, Offür Herrn F. Spaing bei OHennen verkauft werden. O Sammelplatz am Hofe und Olbei Krückmanns Schemm. O. H. Albrecht. 5/ Gras=Verkauf. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen □ Dienstag, 27. Juni, ele des Herrn Schade zu Barop. □ nachmittags 4 Uhr, Kape.= Schade zu Barop. Bei eintretender Dunkelheit Feenhafte Beleuchtung der Garten=Anlagen. Eintrittskarten zum Konzert à Person 50 Pfg., zum Ball 1 Mark, zum Konzert und Ball 1,25 Mark, im Vorverkauf 1 Mark. Karten sind zu haben bei den Herren Rafsin, Leineweber, Braukmann und den Mitgliedern. N.B. Die verehrten Bürger unserer Stadt werden gebeten, zur Verschönerung des Festes zu 1999e. Der Vorstand. Schwerter Badeanstalt. Täglich Bäder aller Art. Nachaut!..“ Kuhr, der 2. diesjährige Kauf bei Herrn Schwarzelühr, Refflingsen. Sammmelplatz auf dem Hofe. Carl Jonas. Gras=Verkauf. Donnerttag, 29. er., nachmittags 6 Uhr, (verkaufe ich in den Wiesen von Haus Hennen im Ohk für Herrn Gutspächter Steineck 10 Morgen aus. gezeichnetes Gras. Sammelplatz Ort u. Stelle. Hofes=Verkauf ev. Verpachtung. Im Auftrage des Herrn Carl Vongardt in Hohenkimburg werde ich Freitag, den 30. Juni cr., vormittags 10 Uhr, im Lokale des Wirts A. Hengstenberg in Ergste die daselbst belegene, der Familie Bongardt gehörende frühere Korveslühr'sche Besitzung, bestehend aus: Wohnhaus mit Hofraum u.# Hausgarten, Oekonomie-Gebänden, Preunerei ohne Ein richtung, ca. 86 Morgen#### Acker-, Weiden- u. Wiesen-54 grundstücke und 9 Morgen Holzung, im ganzen meistbietend verkaufen event. vom 1. November d. 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Oel per 100 Kilo 3 M höher als Rübol. Preßkuchen per 1000 Kio Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo Köln, 22. Juni. Weizen hisiger 16,75—17,25, fremder 17.50 bis 18.00. Roggen hies. 16,00 h 16,50, fremder 16,75—18,00. Hast hiesiger 18.75—19,50 M Dortmund, 21. Juni, 1893. pöh=n Per 100 Kilo. 540 Nch rich ster 5 40) 64 5.80 9— 6 100 80000 haben bei zu haben be. Verring. eine Die Einfriedigung des Kirchplatzes der hiesigen größeren ev. Gemeinde durch haven vei Mauer mit aufstehendem Gitter Heinrich Brüggmann, soll in Submission vergeben werden. * Zeichnung, Kostenanschlag und Bedingungen, liegen beim Schöne Taatwicken zu haben bei E5 C. Lethaus. Unterzeichneten zur geft. Einsicht offen, und sind Offerten bis zum 29. d. Mts. bei mir einzureichen. Schwerte, den 19. Juni. 1893. W. von Lünen, Kirchmeister, lautend auf den Namen des Reichstagskandidaten Herrn Theodor Möller in Brackwede, an Wahltage zu haben in den Wirtschaften der Herren: Fr. Börstinghaus, D. Duisberg(Ostenstr.), Färber, Hagemann, Halstenbach, W. Ostermann, Pferdekämper, H. Quadbeck, C. Raffin, Walter, Winkelmann u. in d. Bahnhofsrestauration. Neue evangel. Gesangr ichtr, à 1 Mark und 1,50 Mark, Carl Braus. sind wieder zu haben bei Kartoffeln... Stroh(Richt=) Butter, 1 Kilo.. 220 Eier 60 Stück 3s00 Dortmund, 22. Juni. Produktes börse. Besuch gut. Tendenz s## Umsätze bedeutend. “ Heutige Notierungen: Weizen inl. 16,50—17,50, do. fremd 16,50—18,25, Roggen, inl. 15.50 bis 16,50, do. fremder 16,00 bi 18,25, Hafer ink. neuer 18,00—19.0 do. fremder 18,00—19,50, Futterger 12.75—13.25, Mais 12.75.—.3 Weizenvorschuß inkl. Sack bis 24,00, Roggenvorschuß in Sock 21.00—22,50. Kleie 9.75 5 10.00, Rüböl inkl. Faß 00,00—00 a Alles per 100 Kllgige parität Dortmund exkl. Abnahme von Dopelladungen. Dinslaken, 20. Juni. Al getrieben zum diesmaligen Viehmai 675 Stück, angekommen per Be 760, abgegangen 1020 Stück ginde, frischmilchende Kühr und der. Handel schleppend.— Die trifft zum Schweinemarkt belifel., auf 590 Stück. Die Peilechpe sich folgendermaßen: Sou von 4—8 Wochen 3—4.30—„ Woche, Faselschweine, 14 bis Wochen alt, 30 bis 36# per Ste fette Schweine 51—53+ pro Kilo Schlachtgewicht.— Hinz schleppend.— Nächster Markt Durtag, 4. Juli. 9 gumi Weist Berlin, 22. Juni. Juni=Juli 16200 M, Ser 167 50 2 Roggen Jlig 148,25 J, Sept.=Okt. 151,8 Hafer Juni=Juli 174,.50 var. Ok. 158 50 2m Runöl 10 Faß 49,80 J. ohne Foß;,## Juni 49.60 M, Sepi.=C. 86 #. Spiritus 70er vorrätig 4. Juni=Juli 36 80—1000 g. 37,30 J, 50er vorrätig 000 ichtigen sellen, rei selbstände nd in der B## duerten Brotech U * P 8 für den Kreis Horde. später uind usarbeiten er Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Insertionsgeb ühr für die sechsspalige. Zeile oder deren Raum 10 Pfg. gußerhano pes Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. ädchen Wöchentiche Gratisbellage: Nro. 73. Schwonte, Somtag, 1d. Joei. 1900. 25. Jahrgang. Exped. d. ekehrt. rsbach, ortmund, lächst der Bean# 1e. Hopeh scher Arzt nover 8—10 Uhr. brieflich. kann sucht cher. er Exped. ebhaber! billig zu habeng bed. dieser Zt### Schwerte morgen: chweinebraten Ulze, Caviar, läse. stück 40 Pfg. te 40 Pfg. Carl Rafti Westsalen und Rheinland. Reuinax einmal sirbet, braucht nur dat Schwerte, 22. Juni. Eine Vers orhnez des Tedestages nachgetrogen zu werden. Vorläufig Nacht zum Dienstag in S der Königlichen Regierung zu Arnspe xinnen(fühlt sich der betreffende noch recht wohl, er hat im bahrischen Schwaben ereignet. In der Aicheles daß sich fortan die Lehrer und Tehr“““:“ sogar vor nicht zu langer Zeit die zweite Frau Sägemühle brach morgenv gegen 3 Uhr Feue 15 Minuten vor Besinn des Mzez Zommen genommen. Für dise st in der Grust sedoch aus, das tasend schnell um sich giff und Schulzimmer einzufinden Ppen, Vm g“ kein Platz, dieselbe ist„einschläfig“. ganze Anwesen vollständig einäscherte. Leider sind der Kinder und deren oronungewgerforderliche Dortmund, 20. Juni. Einen merk= diesem Brande vier junge Menschenleben zum halten zu überwachen gund bie eso treffen, würdigen Unfall erlitt vorgestern abend ein Opfer gefallen. Während es nämlich dem Pächter Vorbereitung für den Unterricht 6“=— /8 Jfahrer auf der Chaussee nach Lünen. Der= der Mühle Lingenhöl und seiner Ehefrau noch (Schwerte, 22. Juni. Von den 10 bem)“, in der Dunkelheit auf einen der gelang, nur mit dem Notdürftigsten belleidet, sich Hern Breucker an der Dortnunder Chouse ve liegenden Steinhausen so wuchtig auf zu reten, vermochten sich die vier noch imn Hause sohlenen Gänsen wurden 6 auf dem Gronau Ersche, daß sein Behikel zusammenbrach und ihm die befiundlichen Kinder im Alter von 14, 16, der Bohnhof zu Dortmund festgehalten und dem Spige einer Radspeiche in die Weichteile des und 21. Jahren nicht mehr zu retten und verEigentümer wieder zugehändigt. Gleichwos: Vo: Oherschenkels fuhr, sodaß es Mühe kostete, den brannten. Der Vater war noch einmal man von dem Died noch keime Spuv. gn Li gefährlichen Gegenstand wieder aus der Wunde brennende Haus geeilt, um seine Kinder zu retten, Aplerbeck, 20. Juni. In der Beac)(herauszuziehen. Der Verletzte mußte ärztliche mußte jedoch mit versengtem Haar und Bart zum Sonntag, Zwischen 12 und 1 Uhr, Lins Hülfe in Anspruch nehmen.(wieder umichren.„ 4 eine hiesige alte Frau mit Selbstmordgedanken Zserlohn, 20. Juni. Infolge der]* Madrid, 21. Juni. Vor dem um, denn sie stieg in den großen Teich um herrschenden Trockenheit erfüllt seit acht Tagen des Ministers Canova platzte eine Bombe. Der hiesigen Markte, um sich zu ertrauten iv e= die Wasserleitung nur kümmerlich ihren Zweck. Atentäter wurde geiötet, sein Mitschuldiger verkrankhaften Vorstellung, daß sie die Lcomwy, Die höher gelegenen Stadtteile, sowie die mehr= wundet und in Haft genommen. Sonst ist niemand pesceauem uck rngen kune. Die behauern= sthaägen Hiser erhalten übersaungt bein Basersertegt. gut ur mie aamen verte wußte jedoch dem vossen,ie bep F, 5“ mehr. Es ist die höchste Zeit, daß eine Wen=: Der unsichlbare Siuge oder The comfort entteigen, als sie merkte, daß sie den Ooden dunz zum Besseren eintritt.(lor che lair dex ist die jüngste Perle ameriunter den Füßen verlor. Durch einen Bundu:) Arnsberg, 20. Juni. Der Sauer= tanischen Erfindungsgeistes. Folgende Szene spiell kommenden Polizei=Sergeanten wurde Die Fupe. ländische Gebirgsverein zählt in 86 Zweigver=sich jetzt öster in New=York ab. Soeben tritt in nasse Frau in der zum Glück warwen Tow einen 5233 Mitglieder. Von den 86 Zweigver= seines der ersten Geschäfte eine vornehme Dame. mernacht noch Boy ,f gprt.„ un semals einen entfallen 81 auf die Provinz Westfalen Sie ist offenbar etwas ermüdet; Hankend lehmt sie Aplerbeck, 20. Juni. Wenn(und von diesen 80 auf den Regierungsbezirk indessen den ihr angebotenen Stuhl ab, um sich ein jsett Vermischtes. selbe gab die Resultate, wie sie der Telegraph sich in d. meldete, mittels elektrischer Projektion an der Ein schpers Brandunglück bat heg iu vr) des gegenübergelegenen Hauses bekannt. tein bei Imnentovt, ,Ao,Methode bewährte sich vortefflich. Eine nacht nach Houggseg: EEenn jemals einen entfallen 81 auf die Provinz Westfalen Sie ist offenbar etwas ermüdet; dankend lehnt sie Aplerbeck, 20. Jum,„, zg izt dieses und vor diesen 80 auf den Regierungsbezirk indessen den ihr angebotenen Stuhl ab, um sich Gesetz mißbraucht worden Ist, 1. Ez, Arnsberg. Es bestehen beispielsweise auch zugleich— ohne Stuhl niederzusetzen. Dem kunsett bei dem Vereins=Gesete durch die Duduns Zweigvereine in Leipzig und Berlin, einer so=sdigen Thebaner fält, das nicht weiter auf, er der Schnaps=Kasinos der Fal.,„Hier sitzen die.. I.415 der Grenzen Deutschlands, näm= tennt das Geheimnis; umsomehr der vererhrten schrächhen. Juni 1893. 00 Kilo— sinos der Gay, göter lVen ds(gar außergato der Grenzen Deutschlands, näm= kennt das Geheimnis; umsomehr der vererhrten Mitgieder bis in den späten Viorgen Aiwein lich in Warschau Grodziski.(Leserin. Die Lösung des Rüsels ist ebenso und zechen, ergehen sich weiter in den großten Gelsenkirchen, 22. Juni. Wegen überraschend wie einfach. Jene geheimnisvolle Ruhestörungen, wofür dann die Vonce. w., Raubmordversuchs wurde der Friseur Parlas= Dame trägt unter ihrem Kleide— horribile einem gehbrigen Strafmandat sich einhndet ta und die Witwe des Schuhmachers Achter:( dietu— ein winzigs, leichtes Stähchen, dos — Letzteres werden mehrere Mitglieder Dtesicer mann von hier vom Schwurgericht in Hanno= dem Zuschnitt des Kleides entsprechend konstruiert sso* per zu 12 bezw. 6 Jahren Zuchthaus verur= sist; dasselbe kann, ohne im geringsten aufzufallen teilt. Die beiden übelberüchtigten Personen, und zu belästigen, ständig getragen werden und die lieber faullenzen als ehrlich arbeiten, hatten tritt beim Niedersetzen in Funktion— fürwahr, in Hannover einen Uhrladen zu berauben eine der glücklichsten Fruktifizierungen der Tournüre, versucht, nachdem sie den Uhrmacher vorher deren Weiterbestehen, für Amerika wenigstens, hierSchüsse widerstandslos gemacht durch gesichert erscheint. Zu bedauern ist nur. 60 Kasinos auch noch erfahren, da seln#ge in Nacht zum Montag einen grenzenlosen Standal bei ihren Zusammenkunftslokalen gemacht § Ergste, 22. Juni. Wie Herr Ehrenamtmann Bormann bekannt giebt, ist amtlicherseits die Verlegung der Kirmes auf e.„ durch einige Stzage ultergautete geuteueseuteg viechzet uschtur: os Hedauen st uur, einen das die Erfindung nicht auch für das starke Ge00 Zentne: lo faßw. 100 Kilo Rübol. 000 Kio 100 Kilo 95 uni. Weizen hi5, fremder 1750 en hies. 16,00 b .75—18,00. Hast 9.50 M Juni, 1893. in hatten. soaß die Eistnoung nicht nuch für das starke GeBochentag weder erörtert worden, nocg b. Braubauerschaft, 22. Juni. Iuschlecht nusbor gemacht weiden kann. eussicht Kenommen..„...„ seinem blutigen Streite zwischen Arbeiter hier=* Frankfurt a. M., 15. Juni. Eine in Portmund, 20. Sun., S Veso“);(5st fielen nicht allein Revolverschüsse, sondern Amerika längst heimische, in Deutschland aber Pentur bet sich auf den Wetzentotriofe uin Spb, 3 wurde ein Paket Dynamit entzündet. Dem bisher nicht gelannte Methode, das Publitum eoribnte oeklaut und auf boesecbe ein Frschto=s Gendarmen von Bickern ist es nun gelungen, süber den Ausfallder Wahlen zu benachrichtigen, Vornordenknel in Werite ven wederen 1000 e, Hauptbeteiligten dieser Ausschreitung zu sist in diesem Jahre zum ersten Male von der Inschrift versehen: Hier ruhet(folgt der volle ermitteln und zu verhaften. Frankfurter Zeitung angewandt worden. DieDie Methope Vewbühtne suh, egtiefflich. Eine vieltausendköpfige Menge füllte die Schillerstraße. Jedesmal, wenn ein neues Wahlresultat klar und scharf auf der elektrisch beleuchteten, zehn Geviertmeter großen Wandfläche erschien, wurden brausende Kundgebungen laut. Die projizierten Namen waren auf die ganze Länge der Schillerstraße deutlich lesbar. * Der gelehrte französische Chemiker Fournier, der Erfinder des als Mittel gegen die Migraine dienenden Cerebine, will in dem sogenannten Pelagine ein unfehlbares Mittel gegen die Seekrankheit gefunden haben. Fournier arbeitet seit 1884 an der Entdeckung dieses Problems und behauptet, nach den zuletzt an Bord des Packetpostdampfers „Gaskogne“ während der Reise von Havre nach New=York angestellten Beobachtungen sei der Erfolg seines Mittels nicht mehr zu bezweifeln. Auf der genannten Fahrt wurden von dem Schiffsarzt und einigen Medizinern, die Interesse an dem Gegenstand hatten, fünf Reisende verschiedener Nationalität in Behandlung genommen und ihnen Pelagine genau nach den Vorschriften Fourniers in bestimmten Dosen gegeben. Die Wirkung soll eine überraschende gewesen sein; sie trat namentlich bei einer deutschen Dame hervor, die sehr stark unter der Krankheit litt und mit Schwindel und Ohnmachtsanfällen zu kämpfen hatte. Sie erholte sich sogleich, nachdem sie eine gewisse Dosis genommen, und war im Stande, im Schiffssalon zu erscheinen. In derselben Weise wurden ein Mexicaner, ein Engländer und drei junge Amerikanerinnen, die ebenfalls an Bord der„Gascogne" waren, durch Anwendung des Pelogine wiederhergestellt. Welches die Bestandteile dieses geheimnisvollen Medicamentes sind, wird nicht gesagt. * Brüx in Böhmen, 21. Juni. Dem Ausstand im Amalienschacht haben sich weitere 7 Schächte mit 2100 ausständischen Grubenarbeitern in dem Gebiete zwischen Dux und Bilin angeschlossen. In dem Brüxer Bezirk herrscht Ruhe. * Prag, 21. Juni. Gestern entluden sich über die hiesige Stadt mehrfache schwere Gewitter. Der Blitz schlug 12 mal ein. Ein Arbeiter wurde vom Blitz erschlagen. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: nied 1100 höchster A 5 40 6 5/80 2.20 6 100 34 300 Juni, Produkte# Tendenz se ungen: —17,50, do. fremd koggen, inl. 1550 fremder 16,00 bis neuer 18,00—19.00 -19,50, Futterger## Rais 12.75—13.5 inkl. Sack 22 oagenvorschuß in 50. Kleie 9,75# Faß 00.00—00 100 Kilo frag nd exkl. Sack sopelladungen. , 20. Juni. maligen Biehrgg kommen per 1020 Stück in ende Küh= und R leppend.— Die 34 inemarkt belief Die Preise stellicg ßen: Sougschweit sen 3—4.30 4 pr bweine, 14 bis 2 bis 36 4 per Stg p chl. Gune ichster Markt DienZufall oder Fügung. (Fortsetzung.) „Gerade in dieser Zeit habe ich viel an Deinen Vater gedacht; er kommt mir so recht allein und arm vor trotz seines großen Reichtums. Er ist mißtrauisch, abstoßend, unbeugsam, sagst Du, und ich erwidere, er ist zugleich gut, edel, wohlthätig; in wie warmen Worten sprachst Du von ihm, bevor er uns seine Einwilligung versagte. Mein Vater hat ihn außerdem ja wirklich beleidigt, und verletzte Eitelkeit heilt langsam. Stürbe er, bevor Ihr Euch ausgesöhnt, es würde einen Schatten auf Dein ganzes Leben werfen. Jetzt wird er wohl eben von der Reise ins Ausland zurückgekehrt sein; geh zu ihm, Harald, um unserer Liebe willen thue es!— Du hast gewiß von dem alten Herrn gehört, der hier vor unserm Hause sich so arg beschädigte; er hat keine Angehörigen, eine Freunde, keine Lieben, er sagt es selbst. keine Jumi. gestecge — ges. oogen Bngg -Pir. IS/# 174,50 A AX X C Oir bergig. 828 bn-och e Wüßtest Du, wie ergriffen ich mich fühlte, ich dachte an Deinen Vater; er ist ebenso verlassen; auch er ist ein alter Mann mit weißem Haar; um seines weißen Haares willen, Harald!" „Mache mich nicht wahnsinnig, Julie, schweig!“ „Du könntest ihn so glücklich machen; nach und nach würdest Du selbst ruhig und froh werden und vielleicht— es wird lange dauern, davon din ich überzeugt— eine andere Verbindung eingehen. Erlebe ich die Zeit, so werde ich Gott zwiefach für meine heutige Kraft danken. Was mich betrifft, so habe ich Dich von Herzen lieb und werde Dich immer lieb behalten, Dich, nur Dich. Jetzt mußt Du gehen, Harald, Gott segne Dich auf allen Deinen Wegen; gehst Du zu Deinem Vater, dann nimmst Du mir eine Last von der Seele." „Nein, nein, ich schwöre.“ Ein dumpfes Stöhnen vom Bett her unterrach dieses im Flüsterton geführte Gespräch. Das junge Mädchen bat Harald, hinauszugehen; nden sie ihm doch versprach, ihm ein letztes Lebewohl zu sagen, worauf sie sich dem Kranken näherte. „Sie leiden, Herr Stein, kann ich etwas für Sie ihom. Verzeihzen Sie, venn pie Sie gestert haben, wir glaubten Sie schlafend.“ „Ich habe nicht geschlafen, ich habe jedes Wort gehört. Und Sie hassen nicht diesen alten unbarmherzigen Sünder, Sie hassen ihn wirklich nicht?“ „Haralds Vater hassen! O nein, ich habe ihn innig lieb, und ich habe inniges Mitleid mit ihm. Es muß entsetzlich sein, Haß und Groll zu empfinden; wie glücklich könnte er werden, wenn er sein Herz erschlösse; wie dankbar würde sein Sohn sein, wie würden wir ihn beide lieben und verehren und ihn pflegen, wie würde er bei unserm Glücke wieder aufleben, verjüngt werden; während er jetzt im günstigsten Falle bei seinem einzigen Kinde gezwungene Unterwerfung und kühle Höflichkeit finden wird, während er sich sagen muß, daß er seinen Sohn unglücklich gemacht hat, ein Bewußtsein, das ihn täglich quälen muß.— Jetzt muß ich gehen, ich werde gleich wieder da sein.“ „Nur einen Augenblick, Fräulein Julie! Es ist zu hart, daß nicht einmal der Tod die Macht dieses elenden Alten sollte brechen können. O, ich gönne ihm, daß er beide Arme und beide Beine und dazu seinen eigensinnigen Nacken bräche.“ „Reden Sie nicht so gottlos!— Hätte ich eingewilligt, nach dem Tode des Vaters die Seine zu werden, dann hätte er vielleicht dessen Tod herbeigesehnt. Vor diesem entsetzlichen Seelenkampf soll Harald verschont bleiben— doch jetzt muß ich wirklich gehen.“ „Es nutzt nichts, Kind, er gehorcht Ihnen nicht, aber wünschen Sie allen Ernstes, daß er sich mit seinem Vater aussöhnen und Sie aufgeben soll, dann kann ich vielleicht, alt und erfahren, wie ich bin, ein Wort finden, das ihn überreden könnte." „Gewiß, ich wünsche es innig, doch glaube ich nicht, daß Sie ihn werden überreden können, wenn ich es nicht kann.“ „Nun, es kommt doch immer auf einen Versuch an, Sie dürfen aber nicht bleiben, ich will allein mit ihm sein.“ Es war augenscheinlich nur, um dem kranken den Wilen zu lassen, daß Jalie den sungen Man rief, der unwillig und halb widerstrebend der Aufforderung Folge leistete. Als sie, hinauseilend, die Thür hinter sich geschlossen hatte, fragte in kurzem, hartem Ton: „Herr, was wollen Sie von mir?“ (Forisetzung folgt.) er Die Brunnenkalamität in Von einem Mitglied des Magistratskollegiums zu Schneidemühl geht der„Nat.=Ztg.“ vom 19. d. M. folgende Darstellung der dortigen schweren Kalamität zu. Die Stadt Schneidemühl ist bereits zu verschiedenen Malen von schweren Schicksalsschlägen betroffen worden. Im Jahre 1834 wurden sämtliche Gebäude der Stadt bis auf die evangelische und katholische Kirche durch eine Feuersbrunst eingeäschert. Im März 1888 überschwemmten die vom hinterpommerschen Hochplateau herabströmenden Wassermassen, die im Bette des Küddowflusses nicht Raum fanden, die tiefer gelegenen Straßen der Stadt. Aus den Trümmern der zahlreich beschädigten und zerstörten Gebäude erhoben sich bald, Dank der Staatshülfe und der reichlich bethätigten Freigebigkeit, ansehnliche und modern eingerichtete Wohnhäuser. Gerade die kleine und die große Kirchenstraße, jetzt die Stätte eines um Vieles größeren Unglücks, zählten seitdem zu den ansehnlichsten Straßen der Stadt, welche durch Reihen herrlicher Kugelakazien ein um so freundlicheres Ansehen zeigten. Jetzt versperren Bauzäune, die im Interesse der Sicherheit errichtet, die Passage durch die eingesunkenen Teile der Straße, menschenleer ist sie selber, menschenleer sind die geborstenen Häuser. Die Entstehung des Unglücks, das unsere Stadt betroffen, ist darauf zurückzuführen, daß an Stelle eines schlechten Wasser gebenden Kesselbrunnens ein Abbessynierbrunnen gebohrt werden sollte. Bei einer Tiefe von 72 Metern sprang plötzlich ein mächtiger Strom trüben Wassers zu Tage. Nach einigem Fließen versiegte der Quell, wie sich herausstellt, durch Versanden des Rohres. Nach einiger Zeit bildete sich durch den Druck des Stromes eine Ausspülung außerhalb des Rohres und ein mäßiges Rieseln des Wassers, das immer stärker wurde. Es wurden beim Brunnenmacher Blasendorff in Berlin weitere eiserne Rohre zum Abfangen des Quells bestellt. Wir warteten 8 Tage vergebens darauf. In dieser Zeit trat eine derartige Verschlimmerung ein, daß wir nach den verschiedensten Autoritäten telegraphierten. Jetzt wird zur Erhaltung der bedrohten mehr als 25 Gebäude nichts mehr gethan, man hat sie preisgegeben. Die Arbeiten gelten nur demartesischen Brunnen, der aus einem 8 Zoll im Durchmesser betragenden Rohre seine Thon und Sand führenden Wasser zwei Stockwerke hoch emporschleudert. Die durch die Ausspülungen hervorgerufenen senkungen betragen schon mehr als einen vollen Meter. Die Wirkungen sind entsetzlicher Art. Die Trottoirplatten stehen dachartig gegeneinander, während das Pflaster der Bürgersteige durch das Einsinken der Gebäude wie durch vulkanische Gewalt hoch herausgehoben ist. Die Gebäude stehen, trotz sorgfältiger Absteifung, drohend vornüber oder zur Seite geneigt, handbreite Risse ziehen sich durch die Facaden und die Giebel, setzen sich sogar in derselben Breite über die Straßen und die Gehöfte fort. Von Zeit zu Zeit erfolgt im Erdinnern donnerartiges Getöse durch den Einsturz ausgespülter Höhlungen, die Erde bebt und die Bogen der Fenster und Thorwege stürzen durch die Erschütterung ein. Zerstört sind jetzt bis 23 Häuser; 80 Familien mußten ihre Wohnungen räumen. Pioniere sind zur Hülfeleistung eingetroffen. Jeden Augenblick erwartet man den Einsturz von Häusern in der großen und kleinen Kirchenstraße. Der Handel stockt. Ohne Beihülfe des Staates wird sich die Stadt nur schwer erholen können, da der Schaden schon in die Millionen läuft. Ein vertragsmäßiger Ersatz kann nicht gefordert werden, da es sich um ein Naturereignis handelt. unter Mitwirkung mehrerer fremder Vereine. Das Fest verspricht ein sehr schönes zu werden. Huckarde, 22. Juni. Der vor einigen Tagen wegen Verdachts des Mordes der Amalie Mander hier verhaftete Arbeiter Bergmann ist vom Gericht aus der Haft entlassen worden. Der Mörder muß also noch ermittelt werden. Kirchlinde, 23. Juni. Auf der Zeche Zollern" waren die Hauer Ant. Blocks aus Marten und Karl Schamschat aus Frohlinde im Pfeiler 3, Westen des Flötzes Nr. 10 mit dem Einladen von Kehle beschäftigt, als plötzlich größere Gesteinsmassen aus dem Hangenden niederstürzten und die beiden Bergleute verschütteten. Dem Blocks wurde der ganze Körper zerquetscht und wurde er tot aus den Trümmern hervovgezogen; Schamschat wurde an der rechten Hand schwer verletzt, 3 Finger dieser Hand waren abgequetscht, und wurde er zum St. Josefs=Hospital hierselbst gebracht. Lüdinghausen, 24. Juni. Bei einem Brande der großen Böckerschen Dampfbrennerei und Oekonomie hierselbst kamen 7 Ochsen und 9 Kühe in den Flammen um. Zwei weitere Kühe mußten abgestochen werden. Ein Knecht, der sich an den Rettungsarbeiten beteiligte, wurde schwer verletzt. Wetter, 22. Juni. Gestern abend ist Emil Kreil, der in der Nacht vom 10. zum 11. d. M. dem Rottenarbeiter Metz eine Schußverletzung beibrachte, an deren Folgen er kurz nachher verstarb, gegen Stellung einer Kaution— wie man hört von 6000 Mk.— vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen. Kreil hatte sich bekanntlich am Morgen nach der That dem Gericht freiwillig gestellt. Hamm, 19. Juni. Gestern fanden hier zwei Personen, Vater und erwachsener Sohn, welche in der offenen Lippe gebadet, ihren Tod Der Sohn war zwischen Schilfgewächse geraten und rief seinen Vater zu Hülfe; beide ertranken jedoch.„ B#r Herne, 25. Juni. Zu dem Fuhrcartenschwindel auf der Venlo=Hamburger Strecke wird gemeldet, daß einige Händler, nachdem sich die Schaffner einmal mit ihnen eingelassen, diese letzteren mit einem Trinkgelde von 75, ja 50 Pfg. für eine Fahrt uach Hamburg abgespeist haben sollen. Wenn die Schaffner hiergegen sich auflehnten, so sind sie darauf aufmerksam gemacht worden, daß sie ja in den Händen der Händler seien und hübsch artig zu bleiben hätten, wenn sie nicht noch obendrein angezeigt werden wollten. Essen, 24. Juni. Der Bauernhof Brünlinghaus ist ganz niedergebrannt. An Löschnug des Feuers war wegen Wassermangels nicht zu denken. Es ist dies der dritte Bauernhof, der in dortiger Gegend innerhalb acht Tagen in Flammen aufging. Essen, a. R., 22. Juni. Das Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Metzger Gustav Uebelgünne aus Sprockhövel wegen Mordes in idecter Konkurrenz mit schwerem Raube, begangen am 27. März 1893 am Handelsmann Abraham Grünebaum aus Herbede, zum Tode und dauernden Ehrverlust. Der Angeklagte ist am 12. September 1863 zu Obersprockhövel geboren, verheiratet und Vater von 6 Kindern; über sein Vermögen ist der Konkurs eröffnet. Uebelgünne ist bereits vom Schwurgericht Essen wegen Teilnahme an einer Schlägerei zu 2 Jahren Gefängnis bestraft, bei der ein Mensch zu Tode gekommen ist. Uebelgünne bestreitet die That. es nicht gethan!“ antwortete er auf alle Vorhaltungen des Vorsitzenden. Aus dem rheinisch=westfälischen Kohlenreviere, 19. Juni. Auf verschiedenen Zechen bestehen die Feierschichten fort. So sind auf einigen Zechen monatlich 6 bis 8 Feierschichten vorgekommen. 6 Dolberg, 19. Juni. Ein auf der Wanderschaft befindlicher Buchdruckergehülfe, der sich hier mit mehreren Reisekollegen in der Lippe badete, geriet in eine Untiefe und ertrank, ohne daß es möglich gewesen wäre, demselben Hülfe zu bringen. Solingen, 21. Juni. Nachts stiegen zerstörungslustige Burschen in einen in der Nähe der Stadt gelegenen Garten und rissen sämtliche Pflanzen aus und zertraten sie, dadurch den Erfolg wochenlangen Fleißes vernichtend. Es ist das ein verdammenswerter, beliebter Racheakt in hiesiger Gegend. In Ohligs ist in der vergangenen Nacht ein ganz ähnlicher Fall passiert. Schartau b. Burg, 20. Juni. Einen erschütternden Abschluß fand die Reichstagswahl hierselbst. Der Schulze Marr leitete als Wahlvorsteher die Wahl. Nachdem um 6 Uhr der Wahlakt geschlossen und das Ergebnis festgestellt worden war, fiel Marr im Wahllokale plötzlich um und war sofort tot. Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht Köln, 24. Juni. 1000 Mark Belohnung sind vom Minister des Innern für denjenigen ausgesetzt, durch dessen Thätigkeit die Entdeckung und Bestrafung des Raubmörders des Fräul. Anna Müller von hier ermöglicht K öln, 23. Juni. Ein in der Escherstraße in Nippes wohnender Sattler Karl Goß kam gegen 12 Uhr in angetrunkenem Zustande nach Hause und scandalierte. Der 26jährige Sohn wollte den Vater beschwichtigen; der Vater ergriff ein Messer und schlitzte dem ahnungslosen Sohne den Bauch auf. Schwer verwundet brach der junge Mann zusammen und wurde in hoffnungslasem Zustande zunächst in das und dann in das Bürgerhospital geschafft. Die inzwischen eingetroffene Polizei verhaftete den urnatürlichen Vater. Wahn, 19. Juni. Zu dem am Samstag abend stattgehabten Nachtschießen des rheinischen Fußartillerie=Regiments Nr. 8 aus Metz waren auch in diesem Jahre viele listen aus der Umgegend von allen Seiten eingetroffen. Gegen 11 Uhr kam der Befehl, das Feuern einzustellen, weil das Heidekraut durch die abgelassenen Raketen vielfach in Brand geraten war. Alle disponiblen Mannschaften wurden sofort zum Ausklopfen des Feuers kommandiert. Es bot das Feuern der Kanoniere bei lautloser Stille in dunkler, nur vom Raketenlicht erhellten Nacht ein schönes Bild. Bonn, 24. Juni. Das hiesige Husarenregiment hat dieser Tage im Beisein des kommandierenden Generals v. Loë die neuerdings eingeführten Kletterübungen zu Pferde vorgenommen, die darin bestehen, daß Roß und Reiter sich gewöhnen, auch steilere Abhänge zu überwinden, um im Kriegsfalle alle Geländeschwierigkeiten zu überwältigen. Die Uebungen sollen zur Zufriedenheit des Kommandeurs ausgefallen sein. Wenn auch einige Reiter sich von ihrem Pferde lösten und ebenso mehrere Pferde zu Fall kamen, so erregte doch die Besonnenheit und die Ruhe der Mannschaften, sowie das vorsichtige und kluge Benehmen der Tiere die Aufmerksamkeit der Sachverständigen und die Bewunderung der Laien. Düren, 23. Juni. Ein Einwohner von Nideggen hatte wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß ihm der Garten beschädigt wurde. Er stellte sich auf die Lauer und überraschte eine Frau, die sich eben anschickte, Verwüstungen im Garten anzurichten. Da die Frau ssch ihm mit einer Sichel zur Wehr setzte, so feuerte er aus einem Revolver drei Schüsse auf sie ab und verletzte sie schwer. Koblenz, 21. Juni. Im benachbarten Wallersheim ist in vergangener Nacht ein Raubmord ausgeführt worden; die Wirtin Witwe Müller, eine alte, alleinstehende Frau, wurde heute morgen an Händen und Füßen gefesselt, erschlagen im Bette aufgefunden. Der Mörder ist von der Kegelbahn aus ins Haus gedrungen. Vom Thäter fehlt bis jetzt jede Zwalbach b. Merzig, 24. Juni. Ein schreckliches Unglück ist hier passiert. Ein Mann steckte sein Haus an drei Seiten an. Sein Nachbar schrie um Hülfe:„Feuer! Feuer! Darob ergrimmte der Brandstifter, nahm seine Heugabel und stieß dieselbe dem Manne durch die Brust, sodaß dieser augenblicklich seinen Geist aufgab. Das Feuer wurde gelöscht. Der Mörder ist entflohen. Mainz, 21. Juni. Hier sind falsche ahmt sind, daß se auch von Banten vereinnahmt wurden. Sie unterscheiden sich namentlich durch dickeres Papier von den echten Mainz, 20. Jui. Duch does borpshtente Sinken des Wasserstandes müssen auch im Vertehder Köln=Düsseldorfer Schnelldampfer wieder zeitgur auf der Strecke St. Gon=Köln und die Anschlußfohrten Mainz=St. Goar werden durch Schiffe von geringerem Tiefgang ausgeführt. Paasche, in Lörrach Dr. Blankenhorn, in Wetzlar Krämer, in Halberstadt Rimpau, in Speier Dr. Klemm, in Leipzig Hasse, in Hameln Hische, in chneeberg Böhme, in Siegen Dresler. 13 Konservative: In Potsdam Schall, in Eberswalde Pauli, in Erfurt Jakobskötter, in Kassel Hüpeden, in Rostock Buchka, in Wolffenbüttel Schwerdtfeger, in Döbeln Sachse, in Breslau=Neumarkt Graf Limburg=Stirum, in Schwerin von Viereck, in Tilfit Klaswurm, in Hanau Stroh, in Pinneberg Moltke, in Soran Plotz. 4 Deutsche Reichspartei(Freuonservative): Frankfurt a. O. Baake, in Freiberg Merbuch, in Goslar Engels, in Oberbarnim Pauli. 6 Antisemiten: In Dresden Zimmermann und Klemm, in Dippoldiswalde Hänichen, in Parna Lotze, in Meißen Lieber, in Schmalkalden Leuß. 3 Zeutrum: In Bielefeld Humann, in Bochum Fuchs, in Köln Greiß, in Düsseldorf Wenders, in Freiburg Marbe, in Konstanz Hug, in Offenburg Reichert, in Lahr=Wolfach Schättgen. 1 Welfe: In Hildesheim von Erdenberg. 3 Polen: In Posen Cegielski, in Bromberg Czarlinski, in Fraustadt Chalpowski. Die Resultate der Stichwahl des Wahlkreises Dortmund. Wahlbezirke Torte mund Landke. Dortmund Lünen Asseln Brackel Cörne Courl Lanstrop Wambel Wickede Bebringhausen Börnig Bövinghausen Castrop Froblinde Giesenberg=Sodin= gen Habirghorst Holthausen Merklinde Ober=Castrop Rauxel Bo##elschwingh Brüninghausen Deininghausen Groppenbruch Ickern de 7527 7621 Wahlkreise Lennep=Mettmann wählen mußte. Irrtum liegt darin, daß Sonnborn früher ein, Ortschaft für sich bildete, dann aber halb Elberfeld. halb Vohwinkel zugeteilt wurde. Lübeck, 23. Juni. Nach Verkündigung Wahlresultats verübten gestern halbwüchsige Bu schen Ausschreitungen vor dem Rathause und der Häusern liberaler Führer und zertrümmerten die Fensterscheiben. Die Polizei stellte bald die Ruhe wieder her.— Gegen die Wahl des Kandidaten der freisinnigen Vereinigung Görtz wird von den Sozialdemokraten Protest eingelegt Breslau, 23. Juni Die„Breslauer Ztg.“ meldet: Nach der gestrigen tumuluarisch verlaufenen Wahlversammlung wurde der konservative Kandidat Scholz auf der Straße mißhandelt Militär wurde reguriert.„ 9 Schwerte, 25. Juni. Nachsteyenbe Verschen gingen hier am Samstag aus den Wahlurnen hervor: Wenn Möller und Tölcke mir beid' auch nicht passen, So kann ich trotzdem das Wählen nicht lassen; Ich geb’ meine Stimme dem großen Eugen, Weil er die Partei zu Grund' richtet so schön. Ein Freisinniger, aber kein vernagelter. Liberalist und Sozialist, die treten in die Schranken, Ich aber thu' mir für beide schön bedanken. Tölcke=Möller, Möller=Tölcke, Die beiden sind mir nicht recht, Wähl' ich Tölcke ist mir zu rot, Möller ist Kartellenknecht Drum wäre doch das Allerbeste, Es blieb in Dortmund der rote Specht Und in Kupferhammer der Kartellenknecht * Zusammenstellung. Freunde d. Militärvorl. Gegner d. Militärvorl Hauptwahlen. Conservative 49 Zentrum 79 Antisemiten 3 Bayer. Partik. 3 Freikonservative 12 Sozialdemokraten 24 Nationalliberale 16 Dänen 1 Freis. Vereinigung 3 Els. Protestler 6 Polen 12 Frs. Volkspartei sen 35. und vemokraten u 5 118 Stichwahlen. 6 Sozialdemokraten 20 Freikonservative 4 Frgs Nationalliberale 24 u. Demettaten 2 Freis. Vereinigung 7, Welfen Polen 3 174 152 Demnach sind bisher 326 Abgeordnete gewählt, Es fehlen noch 71 Wahlergebnisse. Wahlresultate. Der neue Reichstag ist vollständig, nachdem nunmehr auch die Stichwahlen stattgefunden haben. Der Verlauf derselben war ein ebenso ruhiger, wie derjenigen der Hauptwahlen kleine Tumulte, die vorgekommen sind, verdienen weiter keine größere Beachtung. Der Reichstag tritt, wie bekannt, am Dienstag, den 4. Juli, in Berlin zusammen und wird vom Kaiser in Perst eröffnet werden. Als gewählt sind bis jetzt bekannt: 23 Freisinnige Volkspartei u. Demokraten: In Hagen Richter, in Memel Ancker, in Liegnitz Kaufmann, in Goghzrntgers, in Bunzgzichernig der, in Grunberg Munckel, in Sagan..., in Merseburg Ritter, in Zittau Buddeberg, in Löbau Hersog, in Karlsruhe Wenzspann, in Porchim ochneider, in Iserlohn Lenzmann, in###m Pachnicke, in erlin Langeryans, in Heilbronn Haag, in Böblingen Kärcher, in Freudenstadt Galler, in Landeshut=Bolzenhayn Hermes, in Cannstadt Schmidt, in Eßlingen Ehm, in Schweidnitz Gollor, 7 Freisinnige Vereinigung(Anhänger der Militärvorlage): In Halle Alexander Meyer, in Danzig Rickert, in Glogau Maager, in Landsberg Schröder, in Wiesbaden Köpp, in Lübeck Dr. Görtz, in Eckernförde(Schleswig) Lorenzen. 20 Sozialisten: In Charlottenburg Zubeil, in Niederbarnim Stadthagen, in Stetin Herbert, in Magdeburg Kleef, in Hannover Meister, in Königsberg Schulze, in Usingen Bruhne, in Offenbach Ullrich, in Mainz Jöst, in Straßburg Bebel, in Waldenburg Möller, in Lennep Meist, in Berlin Schmidt, Fischer und Vogtherr, in Teltow=Beeskow Gastwirt Zubeil, in Elberfeld Harm, in Solingen Schumacher, in Frankfurt Schmidt, in Reichenbach9. 2 4 Kationalliberale: In Naumburg Günther, in Dortmund Möller, in Duisburg Hammacher, in Essen Krupp, in Ludwigshafen Clemm, in Annaberg Böhme, in Stutgart, Webe, in Parmhag. Bassermann, in Heidelberg Osann, in Flensburg Jebsen, in Pforzheim Frank, in Friedberg Graf Oriola, in Holzminden Krüger, pamm=Soest Schulze=Henne, in Meiningen Dr. Menger Nette Schwieringhausen Dorstfeld Deusen Huckarde Marten Rahm Lütgendortmund Kirchlinde Oespel Kley Westrich Eving Lindenhorst Altenderne Kirchderne Horstmar Brechten Brambauer Kreis Hörde Hörde Schwerte Annen Aplerbeck Berghofen Schüren Sölde Holzwickede Hengsen Opherdicke Barop Eichlinghofen Menglinghausen Persebeck Salingen Kirchhörde Rüdinghausen Hacheney Lücktemberg Niederhofen Wellinghofen Wichlinghofen Westbofen Holzen Syburg Lichtendorf Geisecke u. Villigst Benninghofen Hombruch □ Srtimma erhielt Möller 16284, Tölcke 17170 Stimmen. Bei den Stichwahlen müssen die Konservativen, um auf ihre Stärke im vorigen Reichstag zu kommen, in 16 von 59 Stichwahlen siegen, die Reichs9 von 10, die Nationalliberalen in 24 von Stimmen zugenommen, die der Antisemiten sich um twa 442500 Stimmen vermehrt, dagegen#### der in mokratische Partei hält hartnäckig daran fest, daß Tölcke und nicht Möller gewählt sei. Wir bemerken demgegenüber, schreibt die„Tremonia“, daß auf dem Königl. Landratsamte, wie wir hören, festgestellt worden ist, daß Herr Möller eine Majorität von 64 Stimmen hat. Ob durch ev. falsche Ungültigkeitserklärung das Resultat sich ändert, kann erst durch den Reichstag entschieden werden. Für Herrn Möller sind mehr als 900 ungültige Stimmen 8 Elber feld, 26. Juni. Von dem Regierungspräsidenten ist die Stichwahl für ungültig erklärt, weil ein Teil Sonnborns im Wahlkreise ElberfeldBarmen gewählt hat, während ganz Sonnborn im * Neustadt a. d. Haardt, 22. Juui. In der Vorderpfalz ist der Futtermangel so groß, daß Rindfleisch pro Pfund 17 Pfennig kostet. * Ein drolliges Völkchen, so lesen wir im „Evang.=Kirchl. Anz.“, sind die Bewohner des kirchlosen Dörfchens Uebelroda bei Immelborn an der Werra. Das Licht der Welt erblicken sie in Uebelroda, getauft werden sie in Salzungen, zur Schule gehen sie nach Immelborn, zum Confirmanden=Unterricht nach Borgfeld, zum Abendmahl nach Wildprechtroda; ihre Weiber holen sie sich aus Kaltenborn und begraben lassen sie sich in Sankt Wedel bei Salzungen. * London, 23. Juni. Nach einer Depesche an die Admiralität von heute fand eine Kollision des Panzerschiffes„Viktoria“ mit der„Camberdown“ nachmittags während des Manöverierens statt. Die„Viktoria“ sank nach 15 Minuten in 150 Meter Tiefe mit dem Kiel nach oben. Außer dem Admeral Tryon ertranken der Schiffs=Geistliche, der Chef=Ingenieur, ein Lieutenant und 8 Marine=Aspiranten. Die„Viktoria" wurde von der„Camperdown“ in der rechten Seite gerammt. Die„Camperdown“ ist schwer beschädigt und muß zur Reparatur ins Dock gehen. Von 650 Mann an Bord der„Viktoria“ sind 255 gerettet. * In der chemischen Fabrik von Brodzki in Odessa fand eine furchtbare Benzin=Explosion statt. Zehn Arbeiter sind getötet, sechs schwer vrwende. * In Frankreich hat der Zufau auf ein neues Mittel gegen Cholera geführt, welches, weune sich bewähren sollte, die klinische Behandlung der asiatischen Cholera um ein Bedeutendes vorwärts bringen würde. Von Herrn Karl Riehl in Wasselnheim erhält das„Elsässer Journal“ einen Bericht, der sich auf die gegenwärtig in Südfrankreich herrschende Cholera=Epidemie beziehzt und lautet: Von Herrn Professor Roux, in der Pi steuerschen Anstalt, wurde festgestellt, daß der Commabocillus der Cholera in der Brühe der Malz keime stirbt. Bierbrauer Lauth zu hat Versuche mit einem aus Malzkeimen hergestel Thee und mit Klystieren dieses Thees veranstaltet; die beiden ersten Kranken waren zwei Frauen, Zustand sich schon sehr verschlimmert hatte. Se, nach Anwendung des Mittes hörte das auf, die Kranken fühlten sich sehr erleichtert und waren bald wieder hergestellt. Von Lauth wur in wenigen Tagen 60,000 Pakete von Malz verteilt; seitdem ereignete sich täglich nur ein Todesfall in Folge der Cholero, wohrenz, zeig, Ausbruch der Epidemie die Zahl der sich bis auf neun den Tag belief. Es wär wünschenswert, wenn das deutsche Reichsg heitsamt sofort das Mittel auf seinen Heilwer prüfte. Würde das Mittel die wiederholte schoftliche Prüfung bestehen, ie Petug, gaoben Ginblick auf die großen Vorfhung gnz Baseritmn Kochs in Sachen der Entsteh. g—.- 4.4n der Seuche das Jahr 1893 als ein gonzg g0 gesegnetes zu betrachten haben. Kochs giz Verdiakung mit bem Vosgrgnsggen ugele würden in der That dem„. 756alg das Schrechafte nehmen, die 9statische, ug## endlich in die Reihe der gewöhnlichen ger gage# führen, gegen die man sich durch richtige ärztliche Beratung schützen mußte. früher ein, lb Elberfeld, idigung üchsige Bu# use und der mmerten die ild die Ruhe ndidaten der son den Soslauer Ztg.“ isch verlaufeervative Kanlt Militär nde Verschen ihlurnen herh nicht passen, ht lassen; Eugen, so schön. vernagelter. die Schranken, danken. nd'sagte:„So, nun geh’ erst einmal der 20sähige Bradimong i. Ouetey)el urd bezagse Deine Schuden. Ru un. A###e#e un er i Wein Bedcbuch uer Alf eun Andschnfeundh bud Auer chciche der due d.-e eungnneng u er sich Ihstapaur, auhge= Mait, de Bäf g Dut. deurstgstrachte. Dant gaschen wurn, Derlineracheng Venoetahe, vur. g. Losgualse Vawandung ds Aldaniahane * Eine sonderbare Wahlurne hat das in fur piele Zwecke, für die es ehemals zu kostspielig nächsten Umgebung Berlins gelegene war, erwöglicht worden. Wie nun ein Patentde bonn. Dat der„Blsioney, outag mishelt, dait man dn wuast Beschen Ssoue eeg Ein Basgschz ver inantea, dit wichen de Goninungeisten de iesem reichen Verort nicht aufzutreiben, und Alansaians ur voch eine Mat dos Sie betra., ean, enee e ee eee e e e Haus Ruhr, 26. Juni 1893. Frhl. v. Rheinbaben sche Rentei. Lehrerverein Schwerte. Samstag, 1. Juli, nachmittags 4 1. Das Prinzip der Selbstverwaltung auf dem Schulgebiete. 2. Zahlung der Beiträge. Partitur mitbringen. Um rege Teilnahme wird sebeten. Gras=Verkauf. (Samstag, 1. Juli d. nachmittags 5 Uhr, Neubau. Militärvorl raten artei 8 raten 20 partei en 27 1 174 jete gewählt, Juui. In groß, daß stet. en wir im wohner des melborn an licken sie in zungen, zur zum ConfirAbendmahl en sie sich sie sich in er Depesche ine Kollision samberdown“ zierens statt. ten in 150 ben. Außer Schiffs=Geistenant und 8 wurde von eite gerammt. schädigt und Von 650 255 gerettet. in Brodzki in zin= Explosion sechs schwer auf ein neues hes, wenn es ehandlung der ndes vorwärts Kiehl in Wasdurnal“ einen ürtig in Südsie bezieht und in der Padaß der Comühe der Malz= Carcassonne nen hergestellen es veranstaltet; Frauen, deren hatte. Sofort das Erbrechen erleichtert und Lauth wurden von Malzkeimen glich nur noch während beim der Todesfälle lief. Es wärt Reichsgesundseinen Heilwert ederholte wissel“. würden wir im ergebnisse Robert und Verbreitung ganz besonders kochs Erfolge## uth'schen Ver, CGean „ochean schen Kranchenen uich Vorsicht n0 sch gestern gegen Mitag auf Zusammenkuzzt, zfiggr Enia, indemn in Siter zwpei: nve: Zum 1833 von Schargendorf erregt natütrich vet Kncht, mit den Hörnern und Füßen so arg zu. Petertet., Grgutwerbung er, richtete, daß sie bald an den Verlezungen starben. — Von einer orihiwelten Pheitere Geschichte: Engegen dem Bebot haten die Knechte den din de schine Tahzer aines reichen Wenersohugng Sack cboenenanen, wrat des Tin Getreidehändlers verliebte sich vor wenigen sofgt aber sie hersiel und in der angegebenen Wochen ein junger Eisenbahnbeam pigen, gez Weisevelleste. Einer der Unglücklichen istverheiratet. das Glück, sich wiedter getieov, du visgejiehten: Wander der Natur. Die in Dornsiad seiner letten Unterredung wit, de, z bei lebende Frau Medizinalreat Landmann, Wiwe des leote ihm dese nahe, er sole nur getrof..(1884 zu Veneheim versolbenen Krisarstes Pova um he Hund anhalten, er wusse, jiche, gandmam, wiche nos ihres hosen Alers von besthsich seiner Verkumise, de„eintzg unz aber 83 Jahren sich noch diuer benädenswerten Otenheit voten bosen, ven vu,„igieren Pasigsäk und einer Kouneneweten gesigen Friche bein bongt npe er perschafen, u u, sichslastaut, belau vor Kurzen einen neuen Bacen und sch seine Gunst perschasfen, Stele v9)eseaut, u, uin zwiter Zoehn scheint esen zum eina hernach bei Erkandtgungen uber perz Horzguch zu konmen. Der vole Name der Brtiutgom beraus, bos er Popn iHer ghe., Dane sei Hier angschzet, um jeden Verdacht zu. scehbdoet gehan uiu eu e aal uu, basg a sch un dinr Mhakfeten gnike enbe tronh Heacb sich b versig iut Jut euteyh.,, noch, daß der Vatr der Prau Biesdberzen und beoub lch um Gerebehändser einalrat, der alsf Jahren versabene Her eiden entspann sich nunmehr folgen= Rentamtmann Könger, ein Alter von über 100 —„Offen gesagt] Neueste Nachrichten. — die Hand Ihrer Tochter Vertha“.— Lonbon, 24. Juni. Einem Telegranm 8o so..: Haben Sie denn Vern., des Admirals Martham aus Tripolis von gen?“—„Nein, nicht das Geringste. g.— gestern zufolge sind von den an Bord des Samn uten Sie eend vrnid Stubeg ue, bal Kaungsäiss Bilerie“ gernesenen 718. Ver. Jawohi!“— aGieviel dern““ am Endelsonen 262 Mann von der Besatzung gerette gar den Frack, in dem Sie mir heute Ihre Gras=Verkauf. Der Verkauf des diesjährigen Grasschnittes in den Fürstlichen Wiesen bei Rothehaus findet am Mittwoch, den 28. Juni 1893, von vormittags 9 Uhr an, öffentlich meistbietend in bisheriger Weise statt. Sammelplatz beim Aufseher schletger. Coesfeld, 21. Juni 1893. Fürstlich Salm-horstmar'sche Rentei. Lietsch. Die Ausführung des Neubaues eines Wohnhauses nebst Anbau, sowie die Lieferung sämtlicher Materialien beabsichtige ich im Submissionswege an einen und Kosten=Anschlag liegen bei mir zur EinSchriftliche Offerten mit Einzelpreisen sind bis zum 1. Juli cr. bei mir einzureichen. Wandhofen, den 25. Juni 1893. Breucker, Landwirt. Gut verschweißte rohe und verzinkte startwandige Gas= und Wasserleitungsrohten in jeder gewünschten Länge am Lager. Sämtliche zugehörige Fittings, messingene Masserkrahnen und Hähne, emaillierte Spülbecken in allen gangbaren Fagons, halte stets billigst vorräig. Alleinverkauf der neuesten Zirkulations=Badeöfen für Gas-, Kohlen- und Holzheizung, sowie Badewannen in den verschiedensten Größen und Facons. Als Ersatz für Badeeinrichtung empfehle ich komplette für kalte und warme Douche. August Heppe, Scharsie. I. guie Aufwartung machen, gepumpt?“—„Leider!“ —„Sie sind mir ein origineller Bräutigam!“ —„Ihre Anerkennung freut mich!“—„Will Sie denn meine Tochter?“ —„Ihr wollt wohl mit meinem Gelde leben?“ —„Mit dem größten Vergnügen, denn ich habe als Eisenbahnbeamter blos 15000 Frcs. ..v. Der Getreidehändler schüttelte mit Mann von der Besatzung gerettei worden. Die Zahl der Geretteten beträgt mithin einschließlich der 34 geretteten Offiziere 296. Es haben demnach 422 Mann den Tod in den Wellen gefunden. Berlin, 26. Juni. Bis heute vormittag 132 Stichwatlen betannt:(1 Konservative, Reichspartei, 42 Nationalliberale, 11 freisinnige Vereinigung, 17 freisinnige Volkspartei, 10 süddeut sche Volksp., 91 Zentrum, 1 Bauernbund, 2 Welfen, ertkahnbenner bos 152), Pre.ugsen, Daue, VSsaser, i3 Anisen, 44 6o, Gehalt.— Der Gecreibenctzioirt sczmnete mit 15 poten, 1 Däne, dem Kopf und ruft seine Tochter Bertha ins Wie im. Ousergpzausteingteumientieheg verserdet Der Gras=Verkauf auf dem Delken findet Mittwoch, den 28. Juni, nachmittags 6 Uhr, nittag siy) statt. Sammelplatz Wirtschaft bue 24 Patter. C. Jonas. Frucht-Verkauf. Der Landwirt Herr W. Sethe e läßt wegen Einstellung der Landtschaft am Dienstag, den den 28. d. abends präzise 9 Uhr, APPell beim Fleischlieferanten Wilkes, Bahnhofstraße. Sieberg, Hauptmann und Compagniechef. 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Su a e ee, eghegerge#e verechers Fapeteneit Gngerer Zeit“— 236, v.„„e.,„ Ihaden beseve noch bedertend vertoltsemnnt, und vorzägliche Roggenreug. u. uid dr Supt, bin uie aubgen en sgzichen Zesäihte. Jeietr der IJuter/3 Morgen Haser meisbistend) Verse ben?“— aGemib, würdte ich hu denn bounz sge sisr Basge hei, sole wenzsters A bidung und verkaufen. Zusammenkanft beim Iserlohr. bes i hachansänöige und brave, Veiszritzung Dies Jungunz, grlangen; nanscastwirt Hern Schmnienann. milie?“—„O, Papa, hochanständige und brave) be ist falge unberechnet und portorei. Leute!“—„Nun, ich habe ja am Ende nichts erhon.. diese Heirat,“ bemerkte der alte Herr, Vogelfreunde, füttert nur Boß'sches Vogelfutter über seinen Geldschrank, zählte 10 Stück, un dr Schwalv, 65 i Loskazer gzershesgese hnsgste derte ab aab sie dem zukünftigen Schwie=1 Niederlage Wilh. Heppe, Ostenstr. 3. Pros Herrn De. billiger wie jede ausspreche. 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