OF* Iereisbratt 9 ∆ *** 2 für den Kreis Görde. ktion. itel 5 u. 7M. 8 u. 10„ 12.00 1s Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Abonn Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Famisienfreund. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Versag von Carl Braus in Schwerte. .80 tel tel 6.00„ 10.00 10 3.00 4.00„ 8.00„ n 1.50 0, 2.50„ Amtliche Bekanntmachungen. Reichstagswahl. Bestimmung im§ 26 des WahlregleNach der.„; 1870 ist das Ergebnis der Wahl ments vom 28..„, am 4. Tage nach der Wahl zum Deutschen Reichstag Du sese Ermistelung und Pubikation erfolgt für die Piese Erw):,g“ statfindende Wahl am 19. Juni im Saale des 15. Juni ds. J-: a zgdende Wahl am 19...—. ds. Is., vormittags 10½ Uhr, im Saale des Gastwirts Kühn zu Vortmund. Der Zutritt zu dem Lokale Sebt sedem Woher Juni 1663. Oosmah. 18 ue. u Lomad, 14. W, 1 Der Wayl=kommissar Landrat Geheimer Regierungsrat von Rynsch. stmission. i#end 8½ Uhr:# . Westenort Nr. 12 gen per soforin tüchtiges im Lande, gesucht zu Kindern hatz n in der Exp.d kleine Familie — wird gege# in etwas bewander tenist. Eintritt, wi nas August d. J. d. Blattes nimm entgegen. kehrere nungen August oder spätch ie Expedition. Deutsches Reich. Die Wahlbewegung steht vor ihrem Abschlusse. Man kann nicht sagen, daß sie besonders lebendig von statten gegangen wäre. Ob ihr verhältnismäßig ruhiger Verlauf den Interessen des Vaterlandes zum Vorteil oder Nachteil ausschlagen wird, steht noch dahin. Vielfach kann man ja sagen hören, daß nicht sowohl die oppositionellen, sondern gerade die kaiser= und reichstreuen Bevölkerungselemente einer kräftigen Aufrüttelung aus ihrem Stillleben bedürfen, und daß, wo es an solcher Aufrüttelung fehlt, zahlreiche Wähler im entscheidenden Augenblick durch ihre Abwesenheit glänzen, deren rechtzeitiges Erscheinen an der Wahlurne der guten Sache zum Siege verholfen haben würde. Hoffentlich wird dem diesmal nicht so sein, gezeichnet Hi. S. Als„Kriechervereine" bezeichner die Freisinnige Zeitung des Herrn Richter die Kriegervereine und zwar, weil in der„Parole“ ein Gedicht gestanden hat, welches auffordert, Männer zu wählen, die die Militärvorlage annehmen. Hoffentlich werden die Mitglieder der Kriegervereine am 15. Juni Herrn Richter das Schimpfwort heimzahlen. Das klerikale„Regensburger Morgenbl. versteigt sich zu folgender Forderung: Es verlangt, daß in den katholischen Katechismus ein Kapitel aufgenommen werde, welches die Wahl ultramontaner Abgeordneter zur Gewissenspflicht macht und das Wählen anderer Kandidaten und das Nichtwählen zu einer„fremden Sünde" bezw. einer„Todsünde“ stempelt. Mit welcher Aufmerksamkeit die deutschen Reichstagswahlen in Frankreich verfolgt werden, geht aus folgender Meldung der„Köln. Ztg.“ hervor. Einige Pariser Blätter versicherten, daß die russische Flotte im Monat Juli nach Brest kommen werde, um den Kronstädter Besuch zu erwidern. Das scheint vollständig ruhig zu sein. Man macht es jedoch noch nicht bekannt, weil man fürchtet, daß es auf die Wahlen in Deutschland einen Einfluß zugunsten der Militärvorlage üben könnte. Ferner berichtet der„Schwäb. Merk.“, der bereits mehre Male nachgewiesen hat, wie das brennende Interesse an den Wahlen besonders in solchen französischen Blättern, die sich von deutscher Seite unbeachtet glauben, hervorbricht, neuerdings folgendes: Die sehr verbreitete, in Paris erscheinende „Petite Presse“ vom 7. d. Mts. bespricht in einem längeren Aufsatz mit der Ueberschrift:„Was in Dentschland vor sich geht!“ unter andern den Wahlaufruf der deutschen Zentrumspartei in beifälliger Weise. Es heißt da:„Seit dem Anfang des Wahlkampfes in Deutschland bildet das bedeutsamste Ereignis die Veröffentlichung des Aufrufs der katholischen Zentrumspartei.“ Es folgen dann die Kraftstellen des Aufrufs, worauf das französische Blatt bemerkt:„In die Augen springt die Feindseligkeit, die das deutsche katholische Zentrum in klarer und energischer Weise nicht allein gegen die Vorlage der Regierung, sondern auch gegen den Vermittlungsvorschlag Huene an den Tag legt. Ein Hauch des reinsten Patriotismus, verbunden mit tiefer Weisheit, weht durch die Zeilen dieser hochwichtigen Kundgebung.. Gleichzeitig bedeutet dieser Wahlaufruf einen der heftigsten Angriffe auf die deutsche Einheit. Schon gewinnt es auch den Anschein, als ob die kleineren deutschen Höfe Anwandlungen zu effenem Aufruhr verspürten.(!) Und wir sind fast versucht, an eine mihr oder minder nahe bevorstehende Auflösung des Deutschen Reiches zu glauben So weit mußte es notwendigerweise in einem Lande kommen, in welchem die nationale Einheit nicht auf tiefgründigen Kräften eines engen Zusammenschlusses und vollkommener Anpassung zwischen allen Teilen des Reiches beruht. Zwische den verschiedenen Königreichen und Fürstentümern, aus denen das Deutsche Reich zusammengeschmiedet worden ist, bestehen zu viele Verschiedenheiten des Volkscharakters und zu viele Racenunterschiede(sie!), als daß dieses künstlich gemachte Ganze sich lange halten könnte. Deutschland geht in Riesenschritten seiner Auflösung entgegen.“ In der Nummer des Nanziger Blattes, genannt„Impartial de L'Est“, vom 4. d. M. steht als Anfang eines Artikels über die Fischerei in der Seille zu lesen:„Seit 1870 bildet die Seille vorübergehend die Grenze zwischen unserem Lande und dem räuberischen Deutschland auf eine Strecke von etwa 50 km 2c.“ Und der „Intransigeant“ vom 6. d. M. sagt:„Die Ungeniertheit, mit welcher der Statthalter unserer nur für den Augenblick verlorenen Provinzen handelt, erheischt endlich Wiedervergeltung 2c.“ Unser Kaiser ist am Dienstag morgen 6 Uhr von Potsdam in Posen eingetroffen und ließ daselbst sofort die Garnison allarmieren. Um 6½ Uhr ritt der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie und des 2. Leib Husarenregiments durch die Stadt nach dem großen Exerzierplatz bei Glowno, wohin die ganze Garnison sofort folgte. Nach dem Schluß der Uebungen kehrte der Monarch an der Spitze der Fahnenkompagnie nach der Stadt zurück und begab sich nach dem Generalkommando. Auf dem ganzen stundenweiten Wege vom Exerzierplatz bis zur Stadt hatte eine überaus zahlreiche Menschenmenge Spalier gebildet, welche den Kaiser enthusiastisch begrüßte, welcher, über den Empfang sichtlich erfreut, nach allen Seiten huldvollst dankte. Die Stadt prangte im Flaggenschmuck und eine freudig erregte Menge bewegte sich durch die Straßen. Die ückkehr nach dem Neuen Palais erfolgt heute, Mittwoch. Der Monarch gedenkt sich sodann zur Flottenrevue nach Danzig zu begeben. Herzog Max Emanuel in Bayern(Bruder des Herzogs Karl Theodor, geb. 1849, Generallieutenant à la suite des 1. Ulanen Regiments Kaiser Wilhelm II. und Kommandeur der Equitationsanstalt ist Montag früh um 7 Uhr in Feldafing am Starnberger See gestorben, vermutlich infolge einer bei einem Ritt eingetretenen Sprengung eines Blutgefäßes. Der Herzog war bereits seit zwei Tagen leidend. Ueber die unmittelbare Ursache des Todes wird die Obduktion Gewißheit verschaffen. Der Zusammentritt des Reichstages ist nunmehr definitiv für Dienstag, den 4. Juli, mittags 12 Uhr, in Aussicht genommen. Außer der Militärvorlage wird nur noch das Choleragesetz dem Reichstage zugehen. Das letztere beansprucht keine größere Zeitdauer zur Beratung, und nach etwa 4 Wochen wird der Reichstag in jedem Falle wieder geschlossen werden können. Der Gedanke an den Wiederzusammentritt des preußischen Abgeordnetenhauses beschäftigt bereits die maßgebenden Kreise. Als Hauptgesichtspunkt kommt für diese Frage die Zukunft der Wahlrechtsreform=Vorlage in Betracht. Nachdem das Abgeordnetenhaus am 31. Mai der Fassung des Herrenhauses zugestimmt hat, muß das Abgeordnetenhaus zur verfassungsmäßig vorgeschriebenen nochmaligen Abstimmung schreiten. Diese Abstimmung kann aber frühestens am 21. Juni stattfinden, weil drei Wochen zwischen beiden Abstimmungen liegen müssen. Es wird nunmehr die Frage zur Entscheidung gelangen, ob es ratsam sei, diese Abstimmung lange nach dem 21. d. Mts. hinauszuschieben. Die nächste Plenarsitzung könnte nach Beendigung der Reichstags=Stichwahlen anberaumt werden. Ein entotal zu vermieten. die Expedition. „Schwerte nd morgen: Schweinebraten, Sülze, Caviar, er Würstchen, tflsche ühstück 40 Pfg. latte 40 Pfg. Carl Raffin. nachrichten. Juni 1893. Juni. Weizen hie fremder 17,50 gen hies. 16,00 bis 5,75—18,00. Hafer 8.50 M. . J u n i. W e t z e n 25 J, Sept.=Okt. in Juni=Juli 148.50 152,50 J, Hafer 5 J., Sept.=Okt. öl vorr. mit Faß Faß 48,.50 M, c, Sept.= Okt. itus 70er vorrätig = Juli 36,80 M, 5 M, 50er vorummer ne BeiRilitär= Zufall oder Fügung. Erzählung von J. Aus dem Dänischen übersetzt von L. F. (Nachdruck verboten.) Es war ein sternheller, stiller, aber kalter Abend im Februar; der blasse Mond beschien die weißen Felder und Hecken, die große Pumpe am Wege deren Strohmantel den Schnee abgehalten hatte und von deren Röhre ein langer, glänzender Eiszapfen herabhing; er spiegelte sich in der blanken Bahn, die das verschüttete und vom Frost verglaste Wasser auf der Landstraße gebildet hatte; er lugte in das nette Häuschen der Pumpe gegenüber, wo schöne Hyazinten im Fenster standen. Ein gemütliches, warmes, behagliches Zimmer war es; das Feuer knisterte lustig im Ofen, die Stille wurde nur von den regelmäßigen Atemzügen des alten grauhaarigen Herrn, der in der Sofaecke saß und tchlief, und von dem gedämpften, einförmigen Ticken der Uhr unterbrochen. Außer ihm befanden sich zwei junge Mädchen im Zimmer; die eine saß auf einem niedrigen Stuhl und war eingeschlummert; das Mondlicht fiel auf das blonde Haar, die rosige Wange und die sorglosen, unbekümmerten Züge; die andere hatte in einem großen Lehnstuhl am Feuer Platz genommen. Obgleich sie unbeweglich wie eine Statue da saß, sah man doch deutlich, doß sie nicht schlief, sondern in tiefe Gedanken versunken war. Ein großer, gelber, dänischer Hund hatte seine Vorderpsoten auf ihren Schoß gelegt und blickte sie so unruhig und ernst an, als errate er, daß sie betrübt sei; er schien zu leiden, weil er sie nicht zu trösten vermochte. Und das Feuer und der Mond wetteiferten darin, ihre leichte, feine Gestalt, das prächtige, dunkelbraune Haar und die regelmäßigen, schönen Züge zu beleuchten. Das jugendliche, fast kindliche Gesicht hatte einen ungewöhnlichen Ausdruck von Charakter und Bestimmtheit, der indes durch einen Zug der Sanftmut und Ergebung gemildert wurde. Sie hatte einen Willen, einen starken Willen, das sah man, aber Launen waren ihr fremd. Plötzlich wurde die Stille unterbrochen; laute Schritte ließen sich im kleinen Flur vernehmen; die Thür wurde in einer geräuschvollen, rücksichtslosen Weise geöffnet, und ein großer, stämmiger Bursche mit Holzschuhen steckte den Kopf hinein. „Still, Lars, der Professor schläft.“ „Es ist jetzt keine Zeit zum Schlafen, Fräulein Julie, die Stadt brennt!“ lautete die in raschem, entsetztem Ton gegebene Antwort,„kommen Sie heraus und sehen Sie, wie die Flammen emporschlagen; jetzt hört man auch die Feuerglocke;— hören Sie nur!“ Ein eisiger Lufthauch drang in die warme Stube; das andere junge Mädchen sprang empor, einen Schrei ausstoßend, der den Professor weckte, welcher sich ärgerlich die Augen rieb, indem er brummte: „Was ist denn jetzt los? Die ganze Nacht schläft man nicht wegen der verwünschten Gicht, und hat man später einen Augenblick Ruhe, so wird man gleich gestört.— Habt Ihr denn alle die Sprache verloren? sprich, Julie, und Du, Schlingel, mach die Thür zu, die Zeiten sind nicht danach, Feuerung zu verschwenden.“ „Es brennt in der Stadt, lieber Onkel, sieh nur, wie rot der Himmel ist. Sei doch ruhig, beste Kamilla, es ist ja nicht hier, sondern in der Stadt.“ Der alte Herr eilte hinaus, und bald standen alle auf der Landstraße, die entsetzlichen Flammen anschauend, die emporloderten, dann wieder sanken, um wieder emporzulodern, sich immer mehr ausbreitend, während die Glocke dumpf und unheimlich ertönte. Obgleich die Stadt mehr als eine Viertelstunde weit entfernt war, sah es doch aus, als sei das Feuer ganz in der Nähe, und der rote Schein fiel auf die entsetzten Gesichter. Das Dienstmädchen, die kleine Stine, hatte sich den anderen angeschlossen; ein großes Tuch um den Kopf stand sie, zitternd wie Espenlaub, da. Was den Lars betraf, so drückte sein Gesicht eine fast unbezwingbare Lust aus, dabei zu sein, und seine Freude war daher groß, als der Professor ausrief: „Das halte ich nicht aus! das raubgierige Ungeheuer! ich muß mit, um es bekämpfen zu helfen. Ein alter Mann und ein Knabe können doch vielleicht etwas thun. Wie, Lars, oder bist Du eine Memme?“ Worte hätten bei weitem nicht so ausdrucksvoll sein können, wie die trotzige, jede Gefahr verachtende Miene, mit der Lars den Kopf zurückwarf. „Aber bester Onkel, es ist doch sehr glatt und so kalt, denke an Deine Gicht.“ „Wir fürchten uns so entsetzlich, Vater, allein zurückzubleiben.“ „Aber im Feuer umkommen, davor würdest Du Dich wohl nicht fürchten? So, jetzt kein Weibergeschwätz! Jetzt komm, Junge!" „Aber Du vergißt Deinen Mantel, Onkel, und hier Deine Pelzmütze und den Stock, und diese schwarzen Socken mußt Du über die Stiefel ziehen wegen der Glätte.“ Geschickt benutzte Julie den Augenblick, als ihr Onkel den Fuß emporhob, um stampfend zu verschwören, daß die schwarzen Socken je auf seine Füße kommen sollten: sie zog ihm den einen an, worauf er es sich ohne Einrede gefallen ließ, daß sie ihm auch den zweiten anzog. Als der Professor und Lars nicht mehr zu sehen waren, gingen die beiden Mädchen ins Haus zurück. Julie zündete die Lampe an, während Kamilla unverwandt das Feuer betrachtete. Es dauerte auch nicht lange, so trat die kleine Stine ein; sie war leichenblaß, weinte und klagte:„Das Feuer ist bei uns zu Hause, es ist ganz gewiß so. Ach Gott! und die Mutter und das Kleine! und das Bischen, was wir haben, nichts ist versichert! und mein Konfirmationstuch und meine Ohrringe, welche sie für mich aufheben! ich muß nach Hause; meine arme, unglückliche Mutter, der Schrecken wird sie töten. Liebste, beste Fräulein lossen Sie mich gehen.“ „Nein, Stine, das wagen wir nicht, es ist schon schlimm genug, daß die andern gingen, Du mußt wirklich bleiben.“ „Haben Sie Mitleid, es ist, als sollte ich den Verstand verlieren,“ und die kleine Stine rang verzweifelt die Hände. „Sieh sie nur an, Kamilla," flüsterte Julie, „Du wirst zugeben müssen, daß sie nur ein schlechter Schutz ist.— Weine nicht, Stine, sondern geh in Gottes Namen, da Du Dich garnicht beruhigen kannst. So viel ich beurteilen kann, brennt es allerdings gar nicht in der Richtung, wo Deine Eltern wohnen; aber Du wirst wohl nicht glauben, bevor Du mit eigenen Augen siehst. Nimm einen Stock im Schrank und den warmen Shawl, Stine, und dann geh, sei aber um alles willen vorsichtig.“ Stine ließ sich das nicht zweimal sagen, und einen Augenblick später eilte sie der Stadt zu. Aber Julie, so geh doch nicht fort! was willst Du? ich wage nicht allein zu sein—“ „Nur einen Augenblick, Kamilla; ich will Glühwein für Deinen Vater bereiten und den Schlafrock und die Pantoffel holen; dann will ich auch Stines Stübchen heizen und ein paar Bratäpfel für sie und Lars in die Ofenröhre legen. Fürchtest Du Dich, Kleine, dann geh mit.“ Ruhig, gefaßt und still verrichtete sie ihre kleinen Arbeiten, und bald standen die beiden Kousinen wieder am Fenster. Der Wind hatte sich erhoben; er pfiff und heulte im Schornstein, die Glocken läuteten unaufhörlich, die Flammen warfen ihren rötlichen Schein auf den weißen Schnee und auf die blassen Gesichter der jungen Mädchen; die eine sah entsetzt, die andere bekümmert aus; unwillkürlich schmiegten sie sich aneinander. „O, die armen, unglücklichen Menschen, Golt sei ihnen gnädig!“ „Wäre nur der Vater hier, ach wäre doch nur dieser entsetzliche, ungemütliche Abend überstanden! es ist mir, als müßte etwas Schreckliches geschehen.“ Das Feuer breitete sich immer mehr aus, und so weit es sichtbar war, erfüllte es die Leute mit Schrecken. Etwa eine halbe Stunde von dem Häuschen, das wir kennen, lag an der nämlichen Landstraße ein altes Wirtshaus, wo große Unruhe und Verwirrung herrschte, da die bejahrte Spritze aus ihrem Versteck hervorgeholt und in den Kampf geschickt werden sollte. Der dicke Wirt, die Arme in die Seiten gestemmt, alle Dienstboten, männliche wie weibliche, waren im Hofe versammelt, und niemand kümmerte sich im mindesten um einen einsamen Gast, der in dem kalten Zimmer auf und ab schritt, das nur dürftig von einer qualmenden Lampe erleuchtet war. Es war ein kräftiger alter Mann mit grauem Haupt= und Barthaar und stolzer Haltung; sein Anzug war aus einfachen Stoffen und von wenig modernem Schnitt; die buschigen Augenbrauen waren zusammengezogen, und sein ganzes Aussehen deutete auf zornige Erregung. In der rechten Hand hielt er einen zerknitterten Brief, den er jedoch plötzlich zerriß und von sich schleuderte. „Reise Du nur, Junge,“ rief er, mit dem Fuße stampfend,„weit mußt Du reisen und lange, bevor ich nachgebe, niemals!“ Nach diesem Zornesausbruch setzte er seine hastige Wanderung wieder fort, ohne das Feuer und den durch dasselbe entstehenden Lärm zu bemerken oder wenigstens zu beachten Eine recht wohlwollend klingende Stimme im Flur nebenan erregte jedoch seine Aufmerksamkeit; wahrscheinlich war es die der Wirtin. „Na, Anna Grethe,“ sagte sie,“ so komm nun endlich einmal zur Vernunft, daß Du die Flasche Bier holen kannst, die der Mann da drinnen bestellt hat.“ Der alte Herr trat einen Schritt zurück, während ein spöttisches Lächeln seine Lippen kräuselte. „Der Mann da drinnen," wiederholte er, „das bin ich! ah, es ist einem gesund, ein wenig in die Welt hinauszukommen, ohne den geliehenen Flitter der Blutpferde und der Livree. Es ist also dieses vielgepriesene, einnehmende Aeußere, das seine Wirkung niemals verfehlt, ha, ha, ha! wenn es hoch kommt, werde ich für einen alten Unteroffizier gehalten, und doch, wie könnte ich euch springen machen, wenn ich wollte, aber ich verachte das!“ Er schlug sich vor die Brust, wo die geheimnisvolle Macht wahrscheinlich verborgen war. Nachdem er eine geraume Weile auf das Bier gewartet hatte, das zu holen Anna Grethe wohl immer noch nicht genügend zur Vernunft gekommen war, verging dem alten Herrn das bischen Geduld, über das er verfügte, und in der ärgerlichsten Stimmung verließ er die Wirtsstube, holte sich sein Pferd aus dem Stall und ritt davon. (Fortsetzung folgt.) Westfalen und Rheinland. Gegenüber den„Hamb. Nachr.“, welche als wirtschaftlich schädliche Folge einer zweiten Reichstagsauflösung Schädigung des Reichskredits und die Erschütterung des Vertrauens in die Festigkeit der Reichsinstitutionen hervorgehoben hatten, schreibt die„Nordd. Allg. Ztg.“ offiziös:„Derartige Erscheinungen werden allerdings im Falle des Scheiterns der Militärvorlage unzweifelhaft eintreten, allein nicht erst in dem Augenblicke, wo die Reichsregierung zur zweiten Auflösung schreitet. Alle diese schweren wirtschaftlichen und politischen Nachteile und Gefahren werden vielmehr von dem Augenblicke an zur vollen Geltung gelangen, wo anch der neue Reichstag der Regierung die Mittel verweigert, deren sie zur Erhaltung der Sicherheit Deutschlands bedarf." In verschiedenen Wahlkreisen ist den Kandidaten u. a. auch die Frage vorgelegt worden, ob sie versprechen wollten, im Falle der Wahl ihre parlamentarischen Pflichten auch thatsächlich so regelmäßig wie irgend möglich auszuüben. Das ist ein ganz nachahmenswerter Vorgang. Der schlechte Besuch des Reichstags war in der verflossenen Legislaturperiode ge parlamentarischen Notstand geworden, der das kritischen Tag Srschen des Reichstags aus giesse geschäkigtslich für den 16. und 20. hat und zeitweise die ganze Gesetzgebungsma= derschläge zu hoffen sein. schine lahm zu legen drohte. Es ist bei alen] Schwerte, 13. Parteien in dieser sie haben keinen würfe zu machen. Seiten eine Besse können verlangen, trauens auch wirklich so lich die Pflichten ausübt, hat, sonst thut er besser, Richt erst um ein und Rheinland. größte Lob. Nach Einnahme desselben erhob sich Eckesen 19 Fni. Auf Schwerte, 14. Juni. Die abnormale Herr Haupwann Brenne und legte in kernigen Wor= Kegelbe Sut. But einer Biesg Witterung der letzten Monate sucht Falb inen de,eroben Verdtenste des langjährigen Schötzen= aus adu wurde ein 14jähriger Knabe; #tterung der le.# Monate sucht Falb in vorstandes, die sich derseilbe bei Feier früherer Schützen=(ap(gefunden. Er war noch kurz vorher seinem neuesten Wetterberichte folgendermaßen feste schon erworben hatte, seiner 3. Kompagnie ans Spielen mit anderen Kindern gesehen zu erklären:„Wir sehen den Grund der Trocken= Herz. Derselbe schloß seine Rede mit einem kräftigen Der Grund zu der unseligen That ist uns. heit des April und Mai in einer Verschiebung Hoc auf Se. Majestät Ernst 1., sowie den Präses M ,#.: 7 7 gg“ unbelangl eerschiedung##es Bürger=Schützen=Vereins, Herrn Bürgermeister. Rehelm, 13. Juni. Ein beklagenswen, statt über dem Mönnich und die übrigen Vorstandsmitglieder. Herr Unglück hat sich vorigen Montag abend am R. Golfstrome, wie sonst, nunmehr mit Vorliebe Bürgermeister Mönnich erwiderte diese Rede mit einem bau unserer Pfarrkirche ereignet. Als der 26jgg: in den Regionen des Mittelmeeres und der Hoch auf den Schwerter Bürger=Schützen=Verein. Arbeiter Eduard Lerch um 7 Uhr die Adria auftauchen. Die Veranlassung zu diesem err an ein schönes Gewehr, Model 93, ange verlassen wollte, stürzte derselbe Verschwinden der Golsdepresson aber srneia von Schitenbrader Fährich Tünam, zur Vetiasten beur, nunge ertiue voen demn bot 6. oie mn einem abnornaten Teueraturgashande Saseltan, Duteider wide dn Schenindr eitheuten Mauiteon(Gunteur) 6. 3 des hohen Nordens in diesem Frühjare. Durch die dort ungewöh indet der Gaitron die zur Deresioschen= euiltcdote vrstanich on Hern Haupuna sherisch), Haspe, 11. Juni. Ein ehelher3 eserderlichen Temperatekeaenerisupurden, Ihloß derselte den Apvell zit den Wunsche, fand gestern hierselbst einen recht tragst erforderlichen Temperaturgegensätze nicht mehr daß der näc stfolgende noch stärker besucht werden Ausgang. Ein auf der chemischen Fabrik## vor und so rückt vom Nordwesten Europas(gsgt, und die Schütz nkameradschaft in eben derselben schäftigter Arbeiter hieb seine Frau mit statt der Depressionen Hochdruck gegen den grese, und oplegt werden möge, wie on den Beil öher den Lapf ohne Koninent, der das trackene Weiter bedingt.lienn gs ur sedglsch den..:. Die 8. Konvagnesier— u t eir Vetach dersetben 6 aährend die normalen, swdichen Sie—— uernglin, dash g u denn Howinam Hrean=sebtentheschrliche Gunde beizbringen. un während die normalen, sudlichen Strömungen, verdonken, daß die bisher stattgefundenen Appells in der ihm bevorstehenden Verhaftung zu entzielzu deren Entladungen es keiner so bedeuten= Gagdem Heren käftigesltrank er eine Portion scharfer Säure, so ser den Schesten nehmnene ie. Eite wasen Sntendern deist Gusia.“ a Soeoreone Kanser nunmehr in das Krantenhaus geracht u. eiggags wor im der Zunahne der Negennengen ermartet Falb erst ertit gestern der.10 Jui. Linegzsrubruch Fruns perstanrsen da. u d den Becg de geradezu zu einen Zim Anschluß an den 14. Juni, den er alsdem hiesgen Malzwerriuu derr Deier aufs ttunte Pertten 7g gerworgen, der aus triütschen Tag 2. Ordnungbezechnet. Nauwentslüchzenu uuzwer, durch einen ungüch er. 3.9un, 12. Juni. In der beitigl Dse Lieste, geichädigs slich für denr 16. und 20. solen geißere Die liden Sturz von der Hade.— Eins verne Stntumnerstungwurden de beitaunen Benp! gar nicht erst um ein Mandat. Hoffentlich allen Straßen der Stadt. rite in neuen Reichelage werigtens in dieser Puselung, in 3 Tresen genennen und aegen sdur 346, Hinsicht eine Besserung ein. Uhr fand der Ausuarsch, auf dem Uebnngsplatze August Sacke von Dortmund, bedienstet bei der Iun der Mard Alg, Iige dten wir:„Velsiter= lald Feaenchetelten wauen aus alsenzeisg Bauni un Boh&ap Co., ut shralichz, Bose,“. te eie t Vermischtes. Infolge der Ueberschwemmungen im Providence=See=Distrikt(Amerika) sind etwa Wahlergebnis am 19. Juni festgestellt werden Wehren begaber müß, so werden, wenigstens für Preußen, sämt= tagsessen einzur liche Stichwahlen am 24. Juni stattfinden,[Aluge auf den das Wahlergebnis für diese also am 28. Juni ermittelt werden.“ le. vum dask spif, Qualen gestorben. Der Verunglückte ags bot sich den= einigen Wochen geheiratet haben, er esernlice Feiche Beriekl ener aben sich in ihre Lokale, um das Mitgsessen einzunegmen, Nachmittags bot sich dem Luigen Auge auf dem Festplatze der Alexanderhöhe ein Jahre alt. vielfältiges Gepräge der bunten Scharen, sowohl der Feuerwehrleute, wie der unzähligen Gäste.— Wir glauben, daß die Schwerter Wehr von dem Dortmund, 14. Juni. soll erst vor* Wladiwostock, 11. Juni. Das war erst 26 hier erscheinende Blatt„Wladiwostock“ enthält eine entsetzliche Schilderung der Leiden der Die hiesigel auf der Insel Onoia im stillen Ozean deporiun Voz=cAautsheang se die asteascht, Phranea Peseien. Galch— sshen Sriasts, edanne den, Jabresbericht, aus dem fol= sovie die Vorzüige der Berböindung des Dortnund,(nach dem Taiga, wo sie unbeschreiblich vor Sen„Reichsanzeiger“„berichtet: In, neuerer Der Ausschuß des Verbandes wirkte hauptsäch(Ens=Kanals mit dem Rhein durch die Lippes Hunger und Krankheit zu leiden hatten. Die Zeit macht sich, wie aus dem Bezirk Oppeln lich an der inneren Organisation des Verbandes werden Beratungsgegenstände der am 17. Juni körperlich Kräftigen aßen die Schwächeren auf. gemeldet wird, ein gewisser Aufschwung der und der Vereinigung möglichst aller Wehren in= in Dortmund tagenden Hauptversammlung des Khunow trieb es schließlich so weit, daß die Industrie, namentlich der Eisen=Industrie, be mirh hen PFöäsrent d.Hezäß, ein 3 Bunsche vieler Vereins zu Schzioutmachung der Lippe sein. Untersuchung gegen ihn eingeleitet und er merlich, der indesen eine Rückwirtung auf Nesenent fitr kreiglge Feuerneshren Vrersser, Der Beraig wich ucd auf der in Vuerdschurg ahgesehzt urs weitere Kreise noch nicht auszuüben vermocht hat. Günstiger ist die Lage der Arbeiter=Bevölkerung, denen die niedrigen Lebensmittelpreise zu gute geko setzung der Löhne auch hat es den gung gefehlt. Was die Eisen=Industrie betrifft, Im zur Schiffbarmachung der Linne sein. Untersuchung gegen ihn eina Verein wiro auch auf der in Magoeburg fubgesetzt und bestraft wurde. ement zur grewilige„iteuexwehren zugehen, statfindanden, Rerkammlune Laufe des Geschaftsjahres hat der Ausschuß stattfindenven Versammluug des Niedersächsischen der Kruppschen Gußstahl=Fabrik die mustergül Kaualvereins vertreten sein, und zwar in B e die Aatzernten mach uist, Pstahgenl Khich sichbiost ait Ails eniaseaie Sachs leich satz un wuichen sih die guange dangeshe, Kalise Desäandter inr duit Hauturger Unter. e e und neue Austräge lausen in ziem= wurden von der Provinzjialverwaltung 1000 Mark Bürgerschaft, betelige. Von den Türmen der snchungsgefängnis eingeliefert. Aus Essen st die lich befriedigender Zahl ein. Der Absatz er=für jedes Jahr bewilligt. Der Ausshuß wandte Stadt wehten die deutschen Fahnen, die Straßen Mitteilung hierher gelangt, daß dort in derstreckt sich auf alle Eisensorten. Auf dem Ge lich, gu. ggrschiedene, Feuerversicherungsgesellschaften waren beflaggt, große Triumphbogen errichtet.(selben Angelegenheit wiederum drei Bahnschassbiete der Textil=Industrie war der Absatz in mit der Bitte, zu den Kosten für Abbaltuggg. von Die Vereine evangelischer Arbeiter in Rheinland ner verhaftet worden sind. biete der Tertil-Industrie war der Absatz in technischen Feuerwehrtagen, Vorträgen, Vor Leinen in den letzten Monaten normal. Die neuer Geräte beizusteuern; von diesen bewilligten und Westfsalen begingen zum zweiten Male ihr1g. Berlin, 9. Juni. Der Sultan von eingetretenen Aufbesserungen der Fabrikatpreise fünf Gesellschaften ze 100 Mark. Die westfälische Verbandsfest. Diese Vereine, jetzt 100 an Zahl, Johore(Singapore) wird von Karlsbad mit sehen aher in keinem Verhältnis zu den Werten Witgiedern. Hie, Hase, hat im lrzten Fahr haben 24000 Mitglieder und sind evangelsch und Pesolge, AEfenbein geschnitzte prachtvolle Stühle gggt, große Triumphbogen erichtet., neirex.-hagetesgrupeit Die Vereine evangelischer Arbeiter in Rheinlaud ner verhaftet worden sind. Vereine evangetischer albenter vr. ggennung 2 Pexlin, 9. Juni. Der der Rohstoffe. Frankreich. Pitgliedern. Die Kasse hat, im letzten Jahr. 42 Unfälle, darunter 3 Todesfälle, mit 2945 Mark zu gchngigin gehabt, lehenslangliche hrente beziehen z. Z. 4 Wehrmänner und 6 Witmon mit zusammen 16 patriotisch gesinnt. Ein großer Fesitzug, an dem sechs aus Elfenbein gescnigte prachwvoue Stühle Frankreich. lentschädig n gehabt: lebenslängliche Rente beziehen wohl 6000 Arbeiter mit ihren Fahnen teilnahmen, zum Geschenk zu überbringen. Die Reise wird Die vom Präsidenten Carnot konsultierten Hröien, Pahurchsieen mcagen 16bewegie sich um 2 Uhr durch die Stadt, voran süber erst unternommen werden, nachdem sich Verze, darunter Brouardel, sprachen sich dahin belaset wicd. Die Einnahne dieser Kase herung Geisliche, hözere Bergbaubeante und Magstrat.]der Nesse des Sutans mit der aus, daß der Gesundheitszustand Carnots, 15763 Mark pro 189293, die Ausgabe 5201 Mark, personen. Um 4 Uhr war Festfeier unter freiem Schlossermeisters Gebhardt aus Karlsbad verwenn auch nicht ernstlich gefährdet, so doch der Ueberschuß wurde zum Vermogen geschlagen, Himmel am Fredenbaum, wo eine Volksmasse von fHt#t. teher, Pir Die Verlobung der schönen bringend der Schonung bedürftig sei. DiesZtergicßz 10.350 Mark beirägt. Der wesäilsche Aerzie untersagten entschieden die Reise nach dern. Zum Schluß des.. 89 MitcgieHimmel am Fredenbaum, wo eine Volksmasse von nghlt haben wird. Die Verlobung der schönen wenigstens 16000 Menschen zusammengeströmt] 0suhrigen Schlosserstochter mit dem Prinzen war. Dort begrüßte der Oberbürgermeister der soll in einigen Tagen, die Hochzeit schon in Zietgre. a. v. Ssiaeng, der. Reiseremn der bei den Großen Brande isn Una, Siadt Dortmund, Schmitiog, die Brsanmlung, niüsige Anges t4ge ser Die Kandidaten fur die Frriegsschule in gerunglückten Feuerwehrmänner und ehrten die eine meisterhafte Rede hielt der Berghauptmanns#chige Angeoinde hat die Revortage schon geSt. Ehr zogen Samstag nachmittag, etwa 900 zuwpesenden das Andenken der Verstorbenen durch Taeglichsbeck auf den Kaiser, der Licemtiat Webersorst. Der Suttan son der Dramt keineMann an der Zahl auf den Eintrachtsplatz unfäle werden dadurch gemidert, Jaß Zle Fimter, u, die Kaserin. Miltiär Oberpfarer Dr. Pessen eine Milion Guden, deren Ertern und stellten sich daselbst mit entblößten Häup= bliebenen aus der Feuerwehr=Unfall=Kasse eine an Rocholl aus Hannover wußte die große Volksmenge 300000 Gulden ausgesetzt haben; die Summen tern unter Absingung nationaler Lieder vor gemessene Rente erhalten, auch hat die Aachen= zur Treue an der Vereins= und Volkssache zu sind bei einer Wiener Bank niedergelegt worden. der Statue der Stadt Straßburg auf. Einer Münchener Geselschaft 1500 Mark gespendet. begeistern; ein anderer Redner brachte ein Hochl Ste. Nazine, 12. Juni. Gentern er“ derselben stieg, eine trikolore Fahne entfaltend] Schwerte, 13. Juni. Vergangenen dem Vaterlande. Gemeinsame Gesänge wechselten würgte ein Kindermädchen zwei Kinder während auf die Stufen des Standbildes und hielt eine Sonntag hatte der hiesige Kriegerverein einen mit Gesangvorträgen von gemischten Chören. Ein der Abwesenheit ihrer Eitern und warf die Ansprache, in welcher er betonte, daß die Fahne Familienabend veranstaltet, an dem die Gesang= großartiges Feuerwerk beschloß dieses Fest. Leichen in den Brunnen. Die Morderin kam nicht zum Zeichen der Trauer, sondern als Abteilung einige Lieder vortrug und andere! Löttringhausen, 12. Inni. Auf der!"“ Serbien. asseseseeesescesches ce ece eice scs ce elscne easin. he. 50(Schogenbradern hedsc3 Kompognie war von zirka Dorsten, 11. Juni. Heute Nachmittag! Ruhestand versetzt wurde auf das ihm gesetzUeber einen volitischen Mord, der an dem Verlaut. Lunk 9 uhr wurde der Aopell sanzenen oegen ½15 Uhr erbnte die Brandgloce; es worslich zustehende Ruhegehalt zu Gunsten der zur Forschitspartei gehbrigen Vauer Paul IKaupnom Braun mit ehem kaistgen Hech ausf deisg dr Branant dbesi Hean Jalas Belten anleiagstase, verzichtete. Milijanitsch in Markowitza verübt wurde, 3: Fsptagnie eröffnet. Da die Kompagnie über eini=Appthor Feuer ausgebrochen und bei der herrschenden“ Die Zahl der Freimaurer in Deutschland teilen die Blätter haarsträubende Einzelheiten auch auf Beseh des Hern und von diesen Trockenheie standen im Nu die Stallungen, sowie soweit sie zu den„verbündeten Groß= und Vauern habe Milsanisch an einen Baun Erifung dei Appell eine daißers gendulce Eia, Mad woehte und die gane Glen dar.d1 ve, Gresd Hen dres Gelfangeln“ aufgehängt, seine unteren Körperteile mit mung ein.„Nach dem Absingen einiger Schützenlieder antz, weue und die ganze Giu der Staots oie Großlogen„zu den orei Weltugeln. Petroleum begossen und dasselbe angezündet,. Hetoitere Pier Masesa P muus eines zutried. Es haten auch schon vier Häuser Feuerl 13.555„Royal York“. 6364 und„Große Während Milijanisch unter den grausigsten seinem Gefolge mit einem Besuch überascht., Rachdemn seslangen. Da von der Brennaci und den ansto= Landesloge“ 11019. Die Gesamtzahl der Schmerzen langsam verkohlte, häten die fang= sich die Heren placket haten, wurde sosonr zur Einelso wagzi, die, Paait darin keaze, die Stadt zu nicht weniger ols 702 vorhanden. Diemaite. tischen Bauern um ihn herum wilde Tänze nas s.,“ 25pfündigen, Schwartemagens geschritten!“ müßie die Arbeit darin bestehen, dre Sioor Jatngt erezlget uls 1be bothanbett. Die weitaus as fasfährt..—.?“ Feium wumr Sunge und hund derselbe von sämtlichen Anwesenden in Be= retten, was dann auch mit Anstrengung und Mühe größte Zahl von diesen hat die Aufgabe, beAfgefuhrt. Lireg seiner Güte und seines seinen Geschmackes das gelungen ist.l dürftige Hinterbliebene von Brüdern zu unter der Besig kunderte von befähigten Söhnen und bnied e erzu, rschieg vrstorbener Maurer werden auf eie Aey Epgasen, höheren Töchtrschalen und Unider hat ist unbesgan) Hiazen unterhalte sonst für einen prakdurende von Frauen: Thmnerzenertrugen. eru den Prouen, bung,g g. meissen Männer dagegen sind Feiglinge gasse. Pauchen nur die im Operationssyn, Hex und bleiche Furcht erInstrumente 3u sepze, porwiegend Männer, ereist ste. P/. Zähne mit Hülfe des Gases die ihre kran'e, hen wünschen, und dabei s9=Oogen meisten Furcht aus, sie möchten er wieder zu sich kommen; während es ang abend am N## Als der 26jät— hr die Arbeiesch von dem das urtbogen) cr Verletzungen hause verstart“ n ehelicher Z# recht tragisch ischen Fabrik Frau mit ein ich derselben ein in Hohenlimburg wieder nichts anderes gethan habe, als die Person des Herrn Hoppstädter zu verunglimpfen, er forderte dann die Versammlung zu einem Hoch auf den Kandidaten auf, in das die Versammlung stürmisch einstimmte. 20—30 Freisinnige und die Sozialdemokraten blieben sitzen. Das Wort aber ergriff keiner von ihnen.— Herr Hidding erinnerte dann daran, daß Viele aus der Versammlung der Grund steinlegung zu dem Kaiser=Denkmal auf Hohensyburg beigewohnt hätten. Nur wenige Jahre würde es dauern, daß der alte Kaiser Wilhelm und seine Paladine auf diese gesegneten Fluren hinabsehen. Die alten Markaner aber, die am 15. Juni nicht ihre Schuldig keit thäten und für die Armee und für das Hohenzollernhaus einträten, müßten sich dann vor diesen alten Helden schämen. Mit einem donnernden Hoch auf den Kaiser schloß die Versammlung. zu sich kommen; während es an— cen. Umy verseits ganz gewöhnlich ist, daß eine gebrechBekanntmachung. K“ Die Erneuerung der Balken und des Bohlenbelages eines Teils der Westhofer Nuhrbrücke, veranschlagt zu 1895 Mark, soll am Samstag, 17. Juni d. Is., nachmittags 5 Uhr, bei dem Wirt Schneider an der Westhoferbrücke öffentlich verdungen werden. Kostenanschlag liegt auf hiesigem Amtsbüreau zur Einsicht offen. Westhofen, 7. Juni 1893. Der Amtmann Rebber. Seure, ie ablehnt und sich ruhig, ohne zu murren, Schmerz des Zahnziehens unterwirft. us gebracht wa i Folgen diese in der heutigen bekannten BergMattern und n Streik zu je ilt. Influenza hat eiche Opfer geZur Wahlbewegung. Der Wahltag— Donnerstag— steht vor der Thür! An diesem Tage giebt es für den wahlberechtigten Bürger keine andere, keine höhere Pflicht, als sein Wahlrecht auszuüben, dabei aber auch andere säumige Wähler zur Ausubung ihrer Wahlpflicht anzuhalten!— Seit Bestehen des Reiches sille überhauri Gitzig uns en P eund aane e unr Mue uang. darauf bestehen, ob sein nationales Berru###### In den letzten 22 Jahren so erstarkt ist, daß es sich durch nichts hindern läßt, die Opfer zu bringen, die für die Erhaltung des Friedens, für den glückHolzen. emmungen im ika) sind etwa ger, heimatlos. ausgebrochen, lichen Ausgang eines Krieges, für die Sichersteuung des Reichs, für die Aufrechterhaltung der Stellung Deutschlands in Europa gebracht werden müssen — dann aber auch ernst, wichtig und bedeutungsvoll wegen der Zahl der Gegner, wegen der Größe der Gefahren und Hindernisse, die dem deutschen Volke in seinem eignen Schoße erwachsen sind und 13.Juni. Die 1 der in Anderage zu fördern, verden müssen, A deren wir Herr werden müssen, wenn wir einer imer fortwütet. abschüssigen Entwickelung unseres Vaterlandes vorSchlie.□ deugen und den Abgrund vermeiden wollen, in den uns die innern Gegner nicht weniger wie die äußeren Feinde hineinzuziehen drohen.— Nunmehr gilt es, daß wir unsere gesamte Macht aufbieten, um die Gegner und die von ihnen irre geleiteten Wähler zu überwinden! Man berufe sich nicht auf seine gute patriotische Gesinnung! Heute gilt es sie zu beweisen und zu bethätigen! Nicht ein einziger Patriot darf am Wahltage dem Vaterlande seine Wahlstimme entziehen: um es zu schützen und zu retten, muß ein jeder seine Stimme zu Gunsten desjenigen Kandidaten abgeben, der für die Erhaltung des Friedens und des Reichs, aber auch für das einzige hierzu dienliche Mittel: für die Verstärkung der Wehrkraft, für die Militärvorlage entschieden eintritt. Fort mit der Gleichgültigkeit, mit der Lauheit, mit der Trägheit! Nur an diesem einen Tage gilt es, die Vaterlandsliebe, die man im Herzen trägt, durch die kleine kostenlose Mühe einer Abstimmung zu bethätigen! Darum auf zur Wahl! Auf zum Siege mit dem Ruf: Mit Gott für Kaiser und Reich, für König und Vaterland! Schwerte, 14. Juni. An die Arbeiter der Eisen=Industrie hier ist nachstehender Wahlaufruf ergangen: Ein vertrauliches Wort an unsere Arbeiter! Morgen findet die Reichstagswahl statt. Es ist dafür gesorgt, daß auch die auf Schicht befindlichen Arbeiter zur Wahl gehen können. Was diese Wahl für die Arbeiter und speziell für unser Geschäft bedeutet, darüber wird soviel unwahres und unsinniges Zeug geredet und geschrieben, daß ich mich veranlaßt sehe, Euch hierdurch Aufklärung zu geben. Uusere Armee soll verstärkt werden und zwar so, daß die Dienstzeit von 3 auf 2 Jahre herabgesetzt wird und im Fall eines Krieges die verheirateten Leute nicht vor den Feind geführt zu werden brauchen, sondern im Lande bleiben können. Das ist ein großer Vorteil für Euch! Wird unsere Armee verstärkt, dann fürchten sich unsere Feinde und wir behalten Frieden.— Das ist wiederum ein Vorteil und unbedingt notwendig für Euch! Denn nur dann, wenn wir auf friedliche Zeiten rechnen können, ist es uns möglich, Aufträge und für Euch Arbeit zu beschaffen. Werden jetzt nicht die richtigen Abgeordneten gewählt, die uns den Frieden erhalten und uns wieder ein flottes Geschäft verschaffen, dann gehen wir traurigen Zeiten entgegen. Laßt Euch also für morgen nicht bethören!!— Ihr werdet allmählich gemerkt haben, daß ich Euer Freund bin und noch keinem Arbeiter schlecht geraten habe; ebenso wißt Ihr, daß ich jedem seine religiöse und politische Ansicht lasse. Es handelt sich bei dieser Wahl aber nicht zunächst um Politik und Religion, sondern darum, ob unsere Schornsteine am Dampfen bleiben und Ihr Arbeit behaltet oder nicht. Ich rate Euch daher, wählt den Abgeordneten Möller aus Brackwede; der sorgt für Erhaltung des Friedens und dafür, daß wir an der Arbeit bleiben. Schwerte, den 14. Juni 1893. gez. Berckemeyer. Ergste, 12. Juni. Heute nachmittag 4 Uhr fand im Saale des Wirtes Hengstenberg eine WählerVersammlung der vereinigten liberalen Parteien statt. Herr Gutsbesitzer Hidding eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache und erteilte dem Kandidaten Hrn. Hoppstädter das Wort. Derselbe widerlegte die verschiedenen Angriffe die Herr Rechtsanwalt Lenzmann gegen seine Person gerichtet hatte. Es sei sehr bedauerlich, daß die Lenzmann'sche Partei stets nur seine Person, nicht sein Programm angegriffen habe, die Sozialdemokraten seien dagegen viel sachlicher und anKändiger gewesen. Er entwickelte alsdann in gedrängter Kürze sein sozialpolitisches Programm, hob dann die dringende Notwendigkeit der Militärvorlage hervor, betonte die Vorzüge derselben, und wies darauf hin, daß ein bewaffneter Frieden ungleich billiger sei, als ein unglücklicher Krieg, der uns soviel Milliarden kosten würde, wie die freisinnige Partei an Millionen sparen wolle. Wer es ehrlich und treu mit seinem Vaterlande meine, der müsse für die Macht und Ehre des deutschen Vaterlandes die notwendigen Opfer bringen Reicher Beifall lohnte den Redner für die warm Soziale Bewegung. Die Streiktewegung der Kohlengruben in Oesterreich= Ungarn wird von Tag zu Tage unbehaglicher. In Kladno, wo es wiederholt schon zu Krawallen gekommen war, versuchten die Streikenden schließlich die Feuerung zu verhindern und vertrieben die Maschinisten von den Kesseln. Damit jedoch die Stollen nicht überflutet würden, ließen sie die Pumpen weiter funk. tionieren. 5000 Streikende versuchlen gewalisam den Landwirtschfl.=Verein Hütteneingang zu gewinnen, wurden aber bald vom# 0 Militäc zerstreut. Alle Verhandlungen blieben bisher resultatlos, Gendarmerie und Militär zerstreuten immer wieder die sich ansammelnde Menge. Das ganze dritte Samstag den 17. Juni cr., Infonterie Battaillou ist nach Kladov beordert. In„ Fünfkirchen kam es zu einem heftigen Zusammestoß, nachmittags 6 Uhr: zwischen streikenden und nichtstrikenden Arbetern.)„(32 amm Kavallerie und Polizei stellte am Ende die Ruhe wieder Generaiverzummtung her. Bei der Räumung des Dorfes Szubolos von fremden Arbeitern mußte das Militär gegen die Wider= 1beim Wirt Gartner auf dem strebenden einschreiten. 12 Arbeiter wurden leichte Höchsten, verletzt, die Anstifter wurden verhaftet. Es traf n ein Jäger= und ein Infanterie=Battaillon ein. Ein weitere Battaillon wird in Prag bereit gehalten. Auch eine Verstärkung der Gendarmerie um 30 Mann unter Befehl eines Offiziers steht bevor. Bei weiterer Dauer desselben müssen außer 4000 Bergarbeitern auch 4000 Hüttenarbeiter streiken. 9— La Louviere i. Belgien, 13. Juni. Der Ausstand dauert unverändert fort; gestern feierten die Schächte 6, 7 und 8 vollständig. Gendarmen bewachen die Schächte. Gestern Mittag fand eine Unterredung zwischen den Arbeitern und Direktoren wegen Regelung der Lohnfrage statt. Es ist alles ruhig. Todes-Anzeige. Heute nachmittag 4½ Uhr entschlief sanft und gottergeben nach längerem mit Geduld ertragenem Leiden unser unvergesslicher Sohn und Bruder PHermannBieariehs im Alter von 25 Jahren. Allen Freunden u. ekannten diese Trauernachricht mit der Ergste, Wilhelmshafen, den 12. Juni 1893. Bitte um stille Teilnahme. Berlin, Wesel, Die Beerdigung findet Donnerstag 4 Uhr statt. nachmitta Tagesordnung: Gemeinschaftlicher Bezug der landw. Zeitung. Gemeinschaftlicher Bezug von Dünger. Verschiedenes. Der Vorstand. Gras=Verkäufe. 1. 3. nalige Schlierei Jahre angeJuni. Das vostock enthält der Leiden der Ozean deporis vor kurzem früherer Sträferte die Sträfzig Selbstver) v o n d i e s e m mehr flohen chreiblich vor hatten. Die swächeren auf. veit, daß die leitet und er er Dnjestr ist ingefähr 300 trycathal und chaften, sowie schwemmt. Heute wurden chwindels versurger Unteris Essen ist die dort in derei BahnschafsSultan von Karlsbad mit n dem Kaiser htvolle Stühle sie Reise wird nachdem sich Tochter des karlsbad verig der schönen dem Prinzen seit schon in uch für das ige schon geBraut seines eren Eltern die Summen selegt worden. Gestern ernder während id warf die körderin kam der gewiß taatsbeamter Jahre seines und am 1. heit in den ihm gesetzGunsten der Cholera Nachrichten. Die Cholera in Südfrankreich Deutschland Groß= und beläuft sich kommen auf Weltkugeln“ nd„Große mtzahl der iftungen sind Die weitaus lufgabe, bern zu unterempfundene patriotischen Worte.— Ein Herr Hüsecken aus Hohenlimburg trat auf und sprach sein Bedauern aus, daß Herr Rechtsanwalt Lenzmann am Samstag den 17. Juni er., und zwar: Nachmittags 4½ Uhr auf dem vordersten Bruch am Fulterbau, nachmittags 5 Uhr in Südfrankreich scheint schon recht beträchtliche Ausbreitung gesunden zu haben. In Marseille sind nach den Besichten des dortigen spanischen Konsuls vom Ostenthor 1½ Mai bis 1. Juni 14 Todesfälle vorgekommen, in Alais(Dep. Gard) 8 Todesfälle neben einer Anzahl leichterer Erkrankungen; in Westhofs= u. Munkenin Nimes 1 Todesfall, in Montpellier in den becken Wiesen, letzten zwei Tagen zwei Todesfälle. Ob diese nachmittags 5½ Uhr Zahlen der Wahrheit entsprechen, muß ange= in der Pastoratwiese am sichts des von den französischen Behörden be M ühlengraben, folgten Vertuschungssystems bezweifelt werden.— nachmittags 6 uhr Nun kommt auch noch die Meldung aus Lissa=s nachmitlags 0 Uhr bon, daß die portugisische Regierung die Hafen in der Oelkamps= u. Mülmnvon Bordeaux und Marseille als choleraver=skerwiese am Ostenthor dächtig erklärt hat. Daraus ist zu schließen, nummerw. meistb. an Ort und daß auch in Bordeaux bereits Cholerafälle vor= Stelle. gekommen sind. Besonderen Umfang aber scheint die Cholera in Brest angenommen zu haben. Vom 1. bis 5. Juni sollen dort 15 Erkrankungen und 6 Todesfälle an Cholera vorgekommen sein, von denen die meisten Hajenarbeiter betrafen. Da die dortigen Aerzte mit der Behörde in Konflikt geraten sind wegen wird das Gras in der Wiese des von letzterer beliebten Ableugnungssystems, am Linnscheid“ verkauft. so muß man auch hier annehmen, daß die Zahlen in Wirklichkeit weit höher sind. Gleichzeitig ist die Epidemie in Mekka(Arabien) aufgetreten und hat an einem Tage 60 Personen fortgerafft. Djeddah, 11. Juni. Die Sterblichkeit„ Odk in Mekka nimmt zu. Gestern sind 70 Todes=] Gras=Ve#auf, fälle an Cholera konstatiert worden. g 10„ Paris, 11. Juni. In Alais(Departement Am Montag, 19. Juni cr., Gard) sind heute 9 Personen an Cholera! nachmittags 6 Uhr, Festorden.„„„„„ lin der Liethe bei Wandhofen. Alais in Frantreich, 13. Juni. Die choleraartige Epidemie, welche seit 2 Wochen] Haus Altendorf, hier herrschte, zeigte gestern dank der Wach= Grfl. v. Fürstenberg'sche samkeit des Gesundheitskomitees und der energischen Maßnahmen des Ministerial=Delegierten einen erheblichen Rückgang. Während der letzten 14 Tagen sind 39 Personen unter choleraartigen Erscheinungen gestorben. Doch ist die Cholera bis Lyon vorgedrungen; auch dort sind schon vereinzelte Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Gestern kamen in Montpellier innerhalb einer Stunde 2 Todesfälle an Cholera vor. Im Hospital sind 3 Personen, von denen sich eine im hoffnungslosen Zustande befindet. Seit vorgestern wurden 3 Cholerakranke ins Lazarett überführt, ein Todesfall wurde festgestellt. In Frontignan sind mehrere Choleraerkrankungsfälle, davon einer mit tötlichem Ausgange, vorgekommen. Danksagung. Zurückgekehrt vom Grabe meines unvergeßlichen, innigstgeliebten, so früh dahingeschiedenen Gatten, erfülle ich hiermit die traurige Pflicht, allen Verwandten und Bekannten für die herzliche Teilnahme und die zahlreiche Spende von Blumen und Kränzen meinen tiefgefühlten Dank auszusprechen. Besonders gedankt sei hier Herrn Pastor Graeve für die trostreiche Leichenrede, sowie dem „ hiesigen Kriegerverein für die zahlreiche Beteili□ gung und die letzte militärische Ehrenerweisung. Schwerte, den 13. Juni 1893. Die tieftrauernde Gattin # Frau Rudolph Heitmann. Hobenschwert. Gras=Verkauf. Samstag, 17. Juni, 4 Uhr nachmittags, Opherdicke, Freih. von Lilien's Rentei. Wilh. Allmeroth, Bertmung, Körnerplatz 7, Fabrik-Niederlage photographischer Apparate, empfiehlt sich den Herren Fach- und Amateur-Photographen als Bezugsquelle für komplette Einrichtungen für Photographen u. phototechnische Anstalten. Ein cdemne cheregra 52. e 0 44hne Wm XVortreffliches Hatelwasser. KHENS 7Rh * Jährl. Versandt: 3—4,000,000 Gefässe. Niederlage bei W. Heppe. Rentei. K e OFS anC. Hse lh 1 en-gros! Die dauerhaftesten, en-detail! geschmackvollsten und billigsten Instrumente liefert August Roth, Hagen, Bahnhot. Neue Flügel v. 950, Pianinos v. 350. Harmoniums von 80 Mk. an. 10 jährige Garantie. 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Von gegnerischer Seite ist wiederholt behauptet worden, Herr Hoppstaedter sei ein planloser Politiker, da er vor 2 Monaten zur Erlangung eines Reichstagsmandats auch die Unterstützung des Herrn Cohn und der demokratischen Partei in Dortmund nachgesucht habe. Daß diese Behauptung eine völlige unwahre ist, beweist nachstehendes Schreiben des Herrn Dreyer in Witten, desjenigen Herrn, auf den man sich in der Angelegenheit berufen hat. Witten, 12. Juni 1893. In Eile diese wenigen Zeilen, ausführlicher Brief folgt. Weil ich mir nicht denken konnte, daß die mir bereits zu Ohren gekommenen Gerüchte sich bewahrheiteten, so habe ich bislang geschwiegen. Jetzt muß schnell gehandelt werden. Es ist nicht wahr, daß Hoppstädter eher von den Verhandlungen erfahren hat, als bis dieselben so gut wie aussichtslos waren; ferner ist es nicht wahr, daß Hoppstädter Herrn Cohn persönlich um das Mandat gebeten hat. Ich habe die Verhandlungen geleitet und behaupte, daß alles andere Gerede eitel Lug und Trug ist. Machen Sie von meiner Mitteilung den ausgiebigsten Gebrauch, selbst in der Presse. Gruß! Ihr Dreyer. Das Original dieses Schreibens ist dem unterzeichneten Komitee zur Verfügung gestellt worden und kann eingesehen werden. Hohenlimburg, den 12. Juni 1893. Lokal=Komitee für die Wahl Hoppstädters. Dr. med. Hope homöopathischer Arzt in Haunover. Sprechstunden 8—10 Uhr. Auswärts brieflich. I. Schpagure. „u Portweln, Madeira, feinster Qualität in ½ und ½ Flaschen zu haben Julius Boecker, Bahnhofstraße. bei Freitag, 16. cr., abends 8½ Uhr, im Hotel Sternberg: Gewehrrevision 33— durch den Rüchsenmacher Wilh. Haver und Vortrag des Oekonomie-Anteroffiziers Röthe über die Dewe'sche Ersindung. Hierauf: Musikalische Unterhaltung unter Leitung des kleinen Vize-Kapellmeisters Heiur. Sieberg, Hauptmann und Compagnie=Chef. Hofes=Verkauf ev. Verpachtung.“ Im Auftrage des He Cark Vongardt in Hoße, limburg werde ich„ Freitag, den 30. vormittags 10 Uhr. im Lokale des Wirts A. Hen stenberg in Ergste die da elost belegene, der Families Bongardt gehörende frühere Korveslühr'sche Besitzung bestehend aus: 0, Wohnhaus mit Hofraumy Hausgarten, Oekonomie-Ge. bäuden, Brenuerei ohne Ein. richtung, ca. 86 Morgen Acker-, Weiden- u. Wiesen. grundstücke und 9 Morgen Holzung, im ganzen meistbietend verkaufen event. vom 1. November d. Is. ab auf mehrere Jahre verpachten. Westhofen, Sundermann. Samstag, den 17. d. Is., abends 8½ Uhr, beim Schützenbruder Fr. Andree Appell. Nach demselben Beratung über den Ausflug nach dem Niederwald-Denkmal. vom Hauptmann und Compagnie Chef. Verring. Die Arbeiten und Lieferungen zur Höherlegung des vorhandenen und Aufbringung eines neu zu liefernden Wasserbehälters im Lokomotivschuppen auf Bahnhof Schwerte, etwa 30 qm überbaute Fläche, sollen öffentlich verdungen werden. Angebote sind kostenfrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. Juli 1893, vormittags 11 Uhr, um welche Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber stattfindet, einzureichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Angebotshefte sind für 70 Pfennige von hier zu beziehen, liegen auch nebst Zeichnung im technischen Bureau aus. Hagen, im Juni 1893. Königliches Eisenbahn=Betriebsamt. Mit Genehmigung der Königlichen Regierung. Gr. Pommersche Gras=Verkäufe Ergste. Montag, 19. Juni d. und zwar: nachmittags 5 Uhr anfangend, für Herrn Fr. Althoff in der Brenne'schen u. Groveschen Wiese; nachdem: nachmittags 6½ Uhr für Herrn Neuhaus in beiden Kirchhofswiesen(beide Schnitte) nummerw. meistb. an Ort und Stelle. hohenschwert. Mehrere Ellber-Lo UrIG Ziehung bestimmt am 6. u. 7. Juli er. 3477 Gewinne darunter 27 gewinne je ein Silberbesteckkasten von zusammen E. 26000 f 6500n. Gew. Loose à 1 Mark, 18 2 18 Mark: Für Porto u. 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Zum heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben: 711 Stück Großvieh, 498 Schweine, 288 Kälber, 41 Schafe. Per 100 Pfd. Schlachtgewicht wurde gezahlt: für Ochsen 00—00 M, für Stiere 45—52+., Kühe 1. Qual. 56 59 M, 2. Qual. 50—56 M. Schweine 1. Qual. 50—56 M, 2. Qual. 00—00 M., Kälber per Pfd. Schlachtgewicht 1. Qualität 54—58 4, 2. Qualität 45—53 4, Schafe desgl. 50—55 4. Unverkauft blieben 35 Stück Großvieh, 34 Schweine, 28 Kälber.