S nicht, wie's kommt, r so auf die Lippen eingestehen mochte. 3 gelesen: ißer glüht aß erblüht!“ Das war's, was wieder von mir kt,“ entgegnete ich sen, doch hielt er der rechten Seite ichts? Sehen Sie r Richtung deutend. nur ein Nachtvogel reisch huschend an agte ich neugierig. die Sie überfallen vergaß, daß Sie aterscheiden können, Wegweisers tauchen einen vermummt Gegenstand zwischen ganz gespenstisch n durch den Nebel nmel, der eine ist ganz nahe, Sie (Forts. folgt.) haftsbesitzer Petrip gstein in Sachsen limentationskosten den Betrag nicht mverkauft werden, erschlug und beter. Das Gericht wester. haus zu Haus, tt, kummer weilt, t. erne fliehn, ht dert es icht. freundlich naht ragt nicht viel, 1. eigen Heim, ner haust, d. fliehn, eid ergrauf, Spur verweht, ein Stein, en doch für den Frreis Horde. **.= vements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. v-. Dienstags, Donnerstags und Samstags. che Gratisbellage: Illustrier Familienfre und. Pcht Keotpmat: eit.. Nr. 59. S Kreisblatt Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pig außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Echwenta, Samutan. 10. Bad 1900. 25. Amtliche Bekanntmachungen. Beschluß.(Reichsag von 31. ( die Feststellung von Normalgewichten für Wagen den Königl. Landrat. Geh. Regierungsrat, Herrn Fryr. Dre Frachtgüter betreffend). 1 v. Ry'sch zum Wahlkommissar für den 6. Wahlkes— und wichtgere Settz=o.—.—.. Junfassend die Kreise Dorimund Stadt und Land und Bekanntmachung. Auf Grund des§ 24 des Reglements vom 28. Mai 1870 zur Ausführung des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 ernenne ich hierdurch Durch§ 8 des Gesetzes vom 20. Juni 1887 (Ges.=Samml. S. 301)— betreffend die Abänderung der Verordnung vom 17. März 1839 über den Verkehr auf den Kunststraßen und der Kabinetts=Ordre vom P Hörde. Arnsberg, 10. Mai 1893. Der Regierungspräsident gez. Winzer. Kunststraßen und der Kabinetts=Ordre Bekanntmachung. 12. Apes 1840 wegen Modstation des S 1 der! Die Kommonalstener=Reparitionsisteder Gemeinde letztgedachten Verorduung— ist der Provinzialrat er: Berghofen pro 1893/94 liegt vom 20. Mai cr. ab 14 mächtigt, Normalgewichte für die Wagen und die wich= Tage lang zu jedermanns Einsicht bei dem Herrn Getigsten Frachtgüter nach Maß oder Zahl mit der meinde=Vorsteher Klempt offen. Einwendungen g'gen Chicagoer Ausstellungs=Direktorium und der Wirkung festzusteln, Hoß biese, Gerpchtzstraßen; der die Richtigteit der Atgemezuge, Forfeßer Pieser Bei,“ Jen Weltausstellungs=Kammission ist es der Gefreite Sakolowski to Ermitelung des beim weschren der Bunhtgvz jggz sowohi bei dem Ver zuetenschrifzisernever Ktleppt ols) nationg. 7 ,de gekommen, weis sich—=schaften Barisch, Hermann, 2 des vorbenannten Gesetzes vom 21. Juni, 188( auch bei dem Unterzeichneren schrirtich angebracht werden, zu offener Fehoe gerogten, weit sich die gazegof hat 80 Tote und Die Chicagoer Weltausstellung. Nach offizieller Mitteilung war die Ausstellung der„New=Yorker Handelsztg.“ zufolge am Eröffnungstage, 1. Mai, von 331 000 Personen besucht. Am Tage darauf sah jedoch der Ausstellungsplatz recht öde aus, und es hatten sich nur 14000 zahlende Besucher eingefunden. Die Chicagoer sind auch darauf gefaßt, daß in den nächsten Wochen kein großer Andrang von auswärts stattfinden wird, da die Unfertigkeit der Ausstellung ja jetzt aller Welt bekannt geworden ist. Zwischen dem Nach jetzt aus Rom in Posen eingegangenen zuverlässigen Nachrichten hat auch der Papst das Eintreten der polnischen Reichstagsfraktion für die Militärvorlage gut geheißen. Nach einem Telegramm des deutschen Konsulats in Kapstadt hat Hauptmann v. Francois dorthin gemeldet, daß Hornkranz, der befestigte Sitz des berüchtigten räuberischen Hottentottenhäuptlings Hendrik Witboi, welcher das ganze Schutzgebiet in ewiger Aufregung hielt, von der bekanntlich erheblich verstärkten deutschen Schutztruppe erstürmt und Witboi total geschlagen ist. Auf deutscher Seite ist der Gefreite Sakolowski tot und die MannDietrich verwundet. snlässigen Ladungsgewichtes, vorbehaltlich des Gegenbeweises, zu Grunde zu legen sind. Auf Grund dieser Bestimmung werden für den Umfang der Provinz Westfalen die folgenden, vom 1. Januar 1893 ab in Anwerdung zu bringenden Normalgewichte für Wagen und die in der Provinz am häufigsten vorkommenden Frachtgüter hierdurch festgestellt. A. Normalgewicht der Wagen einschließlich aller Zubehöre, als Leinwand, Stroh, Ketten, Winden u. s. w. a. Vierrädrige Wagen Aplerbeck, den 18. Mai 1893. Der Amtmann Gutjsahr. 2. 3. Bekanntmachung. Die Reklamationen auf Entlassung bezw. Beurlaubung von Soldaten nach zweijähriger Dienstzeit werden für das Amt Aplerbeck auf dem hiesigen Amtsbureau— Zimmer Nr. 7— am Mittwoch, den 24. und Dounerstag, den 25. Mai 1893, von morgens 9— 12 Uhr von den Amtseingesessenen entgegengenommen. Aplerbeck, den 15. Moi 1893. Wagengewicht bei 5 bis 6½ cm Felgenbreite Der Amimann Gutjahr. 1000 kg.„ 4 1 G an- 1 Wagengewicht bei 6½ bis 10 cm Felgenbreite 1500 kg.„„„ vom Wagengewicht bei 10 bis 15 cm Felgenbreite wendig gewordenen Schulneubaues zu Bittermark, evan2000 ks,„ gelischen Schulgemeinde Willinghofen die Wahl von shieagoer von der Bundesregierung Der Damit dürfte Tote und 100 Finanzen wegen nicht auf die Finger passen Damit burfte die Macht des schon gar zu lassen wollen. Der„Standart“ meldet, daß übermütig gewordener. Räuberhauptmannes die Kommissare Deutschlands, Englands, nun endlich gerr## sein und Frankreichs, Rußlands, Italiens und Belgiens(gebiet allgemeine Ruhe und dauernder Frieden protestieren gegen das bisher aufgestellte System einkehren. der Zuerkennung von Preisen für die Aussteller in Chicago. Man würde der Entscheidung einer Jury den Vorzug vor derjenigen eines Experten geben, die dann noch von einem höheren Gerichtshofe für gültig erklärt werden müßte. Nach Schluß der Kaisermanöver werden der Kaiser nebst Gemahlin sowie der Prinz Viktor Emanuel von Italien in Koblenz eintreffen und im Königlichen Residenzschlosse auf mehrere Tage Wohnung nehmen. Belgien. Die von der belgischen Postbehörde ausgegebene Sonntagsbriefmarke ist rosenfarbig und I. Wagengewicht bei 15 cm und darüber Felgenbreite 2500 kg. Zweirädrige Wagen 1. bei 5 bis 6½ cm Felgenbreite 4. Wageng=wicht 650 kg, Wagengewicht bei 6½ bis 10 cm Felgenbreite 1000 kg. Wagengewicht bei 10 bis 15 cm Felgenbreite 1300 kg, Wagengewicht bei 15 cm und darüber Felgenbreite 1650 kg. Das Normalgewicht der sog. Kippwagen wird auf ¼ des Gewichts der entsprechenden 4rädrigen Wagen (a) festgesetzt. B. Normalgewicht der Frachtgüter. Als Maßeinheit gilt, wo keine andere Bestimmung beigesetzt ist, das Kubikmeter 1000 Liter. a. Landwirtschaftliche Gegenstände. Mit Zwischenräumen 1. Kartoffeln für 1 chm 2. Weizen 3. Roggen 4. Gerste 5. Hofer 6. Zuckerrüben 30. Brennstoffe, Holz. r Mk. 16.80 d bessere Qualitäten nd farbige Seiden13.65 per Meter— Damaste erc.(ca. 240 en, Dessins etc.) Portoenneberg, Zürieh. 1. Steinkohlen 2. Koks 3. Eichengrubenholz, grün 4.„ ustrocken 5. Eichenbauholz 6. Nadellolz, grün 7." lusttrocken 8." Bauholz c. Baumaterialien 2c. 700 kg. 750" 700" 550" 400" 500" In fester Masse ohne Zwischenräumen. für 1 chm— Mit Zwischenräumen. 900 kg 450 700 500 800 kg— — 550 — 350 600 kg— Bekanntmachung. Die Königliche Regierung hat durch Verfügung Von einem Freunde, der zur Weltausstellung 25. April er. B I 4375 aus Anlaß des not, nach Amerika gefahren ist, wird dem„N. W.T.“ v. de, Natzi von s#schezn, 10, April. aus Chitago geschrieben, zigt das Porträt des Königs, sie hat einen Rer Genzagen ad. hoo wilhe über die Auroringig„Seit orei Tagen bin ich hier, aber es ist mir Hiert 5os Portrientimes und ist mit einem Bogonen, der Kosten der Sabseligg und der noch nicht gelungen, eine eigentliche ,Wohnung Streifchen persehen Aufschrift: ten für das zu erwerbende Baugrundstuc Beschluß ausfindig zu machen. Die ganze Menschheit Streifchen versegen mit der Aufschrift:„N en sollen angeordnet..4gte wesches gebährdet sich schier wie nannüchkt. In den Hotela pas livrer le dimanche.“„Niet bestollen Die in dem Verzeichn,3 der Pahlbexectigten, welches Bebgytort 114, C:, Tanziags(Richt am Sonntag austragen!) vom 23. d. M. bis einschlißsich den 29 d. M. in dem verlangt man 5—6 Dollars(etwa 20—24 Mt.) P,;g Cg, ie„ Pirch um Heormtg gthäe Amtsbureau hierselbst zur Einsicht und event. Antragstel= für das Zimmer, und im Verhältnisse zu diesen Dieses Streischen tunn je nach lung auf Berichtigung offenliegt, aufgeführten Personen Preisen stehen auch die Ausgaben für das evangel. Konfession der evangel. Schulgemeinde W lling Essen ahne daß man sich dahe: etma gütlich hosen werten genöß 88 53, 5t und 57 U. Tü, Tuelsossen, onne vaß man sia oabei etwa gütlich 6 des allgemeinen Landrechtes hierdurch und außer= zu thun vermöchte. Es scheint, als ob jeder glaubte, jetzt sich bereichern zu müssen. Ohnehin sind die amerikanischen Preise stets höher gehalten als diejenigen der alten Welt, aber auf eine solche Teuerung war man doch nicht gefaßt. Der Ausstellungsplatz ist noch recht unfertig, Ausbleibenden auch und zwar zunächst ner, als obes noch Monate Zeit hätte zur Eröffnung. gze bandelt wird üiher die Zahl der zu erwählen? Der Jacksonpark gleicht einem Goldsucherlager Melgung californischen Stils, und es wimmelt dort jetzt schon von Leuten, die darauf ausgehen, ihre Nebenmenschen aufs Unverschämteste übers Ohr zu hauen. Der Unternehmungsgeist wuchert eben zu arg und treibt die sonderbarsten Blüten. Ganze eilig zusammengeschweißte Hotels brechen zusammen, zum Glück, noch ehe sie bezogen sind.“ Deutsches Reich. Die römische Regierung läßt jetzt ebenfalls wesend waren dort außerdem der Reichskanzler das schon dementierte Gerücht, der Kronprinz Graf Caprivi und die preußischen Minister Viktor Emanuel werde sich mit der Schwester Unter brausenden Hochrufen der Bevölkerung, der deutschen Kaiserin verloben, für unwahr der Spalier bildenden Körperschaften, Vereine erklären. ber Kosten für das zu erwerbende Baugrundstück Beschluß ausfindig zu machen. Die ganze Otenschheit Streischen fassen, solen, angeordnet.. g gogerachu tien welches gebährdet sich schier wie verrückt. In den Hotels pas lirrer le dimanche.“„Niet bestollen Die in iem Verzeichn s der Wahlvereaug en, weirgen parg v.. g 00. a.94 gpe.) op Zondag“.(Nicht am Sonntag austragen!) Gatbunten belassen oder abgetrennt werden. Frankreich. Eine unerwartete Wendung scheint in Frankreich bevorzustehen. Man befürchtet, daß Präsident Carnot durch seinen Gesundheitszustand genötigt sein könnte, seine Entlassung zu nehmen. Das würde mit einem Schlage die Lage in Frankreich gewaltig verändern. Vorläufig bleibt allerdings die Bestätigung der erwähnten dem durch besondere Einladung eingeladen behufs Wahl von R präsentanten und Stellvertretern zu dem auf Dienstag, den 30. d. M., nachmittags 3 Uhr im Lokale des Wirts C. Wiechen#irselbst anberaumten Termine, ia welchem gemäß§ 114 und fl. I. c. nur nach absoluter Mehrheit der Stimmen der Erschienenen unter Ausschluß etwa späteren Widerhandelt wiro über die Zahl der zu erwählenden Repräsentanten und Stellvertreter. Wellinghofen, den 17. Mai 1893. Der Amtmann Hartung. Der Kaiser in Görlitz. Unser Kaiser ist am Donnerstag mittag mit dem Prinzen Leopold und Gefolge wohlbehalten in Görlitz zur Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. eingetroffen und auf dem festlich geschmückten Bahnhofe von den Spitzen der Behörden empfangen. An1600 kg 1500" 1400„ 1250„ 1400„ Hafer pt.= Oe. git Joi 00 4. * Ok. vorrättz 380 4 er vor Städt. blachtgetrieben: Schwein, wurde #. fll 1. Qud. —57 A pd Taach Schof. purde# oder Pflaster steine Basalt für 1 chm 1700 kg Grauwacke„ 1610„ Kalkstein„ 1500„ Sandstein„ 1350„ Hochokerschlacke„ 1500„ 1400 1000 Stück Ziegelsteine, Normalformat 3500„ „„„ Klinkerformat 2500„ 1000" Dachpfannen 2000„ 1 Tonne Portland=Cement 180„ 10. Getrennter Kalk für 1 ohm 800„ 11. Kies oder Sand„ 1500„ 12. Thon oder Lehm„ 1250 13. Dachschlefer„ 1500 14. Souia behe„au gener Masse ohne Zwschenraum 14. Kantig behauene Bruchsteine zum Bauen für 1 ohm 4. Metalle. In fester Masse ohne Zwischenräumen Eisenglanz und Roteisenstein für 1 chm— Spateisenstein 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. und Schulen begab sich der Kaiser, welcher Mit Zwischenräumen Kürassier=Uniform trug, zum Denkmalsplatze als Bruch= zu Chaussee= und nahm dort im Kaiserzelt, von den städHeinzu“ tischen Behörden begrüßt,„Aufstellung. Nach Gesang und Weiherede fiel unter Kanonendonner die Denkmalshülle, worauf der Kaiser das Monument in Augenschein nahm. steinen zerkleinert Durch Patent vom 14. Mai proklamierte am Dienstag der Fürst Friedrich den Antritt seiner Regierung in Waldeck=Pyrmont. Der nunmehrige Fürst Friedrich ist am 20. Jan. 1865 geboren. Der Zentralausschuß der vereinigten Der Zustand der französischen Finanzen ist ziemlich bedenklich. Der Finanzminister Peytral berechnet einen Fehlbetrag von 220 bis 230 Mill., in Wirklichkeit sind es mindestens 300 Millionen. Um die Lage einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen, wird Aufang 1894 eine Anleihe von mindestens einer Milliarde notwendig sein. Amerika. Der Frauenkongreß, der in Verbindung mit der Weltausstellung zusammentreten sollte, ist gestern im Kolumbussaal im neuen Kunstinstitut eröffnet worden und war von etwa 5000 Teilnehmerinnen besucht. Das vom Obergerichtshof als konstitutionell erklärte Gesetz gegen die Chinesen ruft die Ausweisung von 104000 Chinesen aus den Vereinigten Staaten hervor. 1. 2200 kg Mit Zwischenräumen einem Vorbeimarsch der zur Feier kommandierten Truppen, sowie der Kriegervereine, fand Festtafel statt, bei der der Kaiser eine längere Ansprache hielt, in welcher der Monarch die Notwendigkeit der neuen Heeresverstärkung wiederum auf das Entschiedenste betonte. Auf Kaiser noch das Prinz Friedrich Carl=Denk mal, welches schon früher in Görlitz errichtet worden ist. Auf dem ganzen Wege durch die reichgeschmückten Straßen wurde der Kaiser von lautem Jubel begrüßt; vor der Abreise Wiesfalenr und Rbeinland. Schwerte, 18. Mai. Der Ausschuß des 8. Nach Innungsverbände Deutschlands hat kürzlich in deutschen Furntreisen, Pheipleut, 28ebreist, grg. Sepe) 2. 3. 4. 5. Gerösteter Spat„— 1500 Brauneisenstein„— 1600 Bleierze„— 2800 6. Kupfer= u. Zinkerze„— 2200 7. Galmei„— 1600 8. Roheisen„„— 3600 9. Schmiedeeisen„ 7500 kg— 10, Gußeisen„ 7000„— r. Getränke Wein, Bier, Brantwein für 1 cdm 1000 kg. Münster, den 10. Dezember 1892. teilt den Vereinen mit, daß für das Kreisfest in Bielefeld am 18. Juni d. Is. als volkstümliche Uebungen für das Weitturnen jetzt schon bestimmt sind: Laufen, Stemmen mit 37½ Kilogr., Hochspringen. Falls durch ungünstiges Wetter das Laufen nicht ausgeführt werden kann, tritt an Stelle desselben Steinstoßen. Die Wertung erfolgt nach den Vestimmungen, welche vom tschiedenste betonte. Auf wie vor einzig und auein in dem Befähigungs= Barmer Turgtage für die Weitturnen des 8. Kreises dem Rückwege zum Bahnhofe besichtigte der nachweis und obligatorischen Innungen. Es festgestellt worden sind. Die Uebungen für das Kreisa rchrich F JN J.] ud, zin A.endschraihan.. g(zurnfest in Bielefeld müssen in 10facher Anzahl bis zum 27. Mai angemeldet sein. Die Pflichtübungen für das Wettturnen an den Geräten werden den Kreisvereinen zur vorgeschriebenen Zeit übermacht werden. Der Kreisvertreter Schloer wird sich mit der Eisenbahnverwaltung in Verbindung setzen zum Zwecke der sprach der Kaiser dem Oberbürgermeister noch der Getreidepreise und ein nicht unbeträchtliches ernäßigung und verängerte Gältigkeitsdauer ders seinen Dank für den so herzlichen und fest= Sinken der Kurse der Wertpapiere eingetreten. karten, lichen Empfang aus. Die Voss. Ztg. schreibt: Zu besonderer Beunruhigung braucht letzteres! Schwerte, 17. Mai. Wir machen darauf aufEs Zu der Enthüllung des Denkmals war Fürst keinen Anlaß zu geben, wenngleich sich wieder merksam, daß Anträge auf Entlassung zur Disposition der im mal zeigt, wie thöricht es ist, Geld in fremden, des Teuppenteils im Herbst d. Is. bis zum Schluß Berlin eine Versammlung abgehalten, um zur Frage der Einführung von Handwerkerkammern Stellung zu nehmen. Der Ausschuß will dieselben nur als Aufsichtsbehörde gelten lassen und sieht das Heil des Handwerks nach wie vor einzig und allein in dem Befähigungswurde ein Rundschreiben an die Innungsverbände gerichtet, in dem dieser Standpunkt festgehalten wird. An der Berliner Börse ist am Dienstag zu gleicher Zeit ein erhebliches Emporschnellen Bismarck nicht erschienen. Durch den im mar zeigt, wie thoticht es ist, Geid in stemven, dieses Monats auf den betreffenden „Vorw.“ veröffentlichten Brief des Prinzen zweifelhaften Werten anzulegen. ämtern anzubringen sind. Albrecht von Preußen ist bekannt geworden,] Die für Juni angesetzten Uebungen der daß der Festausschuß die Absicht hatte, den Reserve und Landwehr sind, der Bresl. Ztg. früheren Reichskanzler, dessen weltgeschichtliche zufolge, bis Anfang Juli, also nach den ReichsGestalt neben der des Grafen Moltke das tagswahlen, verschoben worden. Görlitzer Denkmal des ersten Kaisers schmückt, Es hieß in diesen Tagen, der Erzbischhof welche erfahrungsmäßig einen starken Verkehr hoben, zur Feier einzuladen, indessen eine Abweisung von Stablewski=Posen und der Kardinal Vorzüge zur Ablassang kommen. Diese Vorzüge wervon der zuständigen Hofbehörde erfahren hat. Ledochowski in Rom hätten die polnischen abgande voraufahren, auf denselden Stationen wie Diese Thatsache muß sicherlich in weiteren Reichstagsahgeordneten belobt, weil sie für leztere halten und in Bezug auf Fahrkarten genag wie BürgermeisterSchwerte, 19. Mai. Von der EisenbahnVerwaltung wird beabsichtigt, zur Bewältigung des zu erwartenden lebhaf en Pfiggst=Personenverkehrs besondere Vorkehrungen zu treffen. So werden namentlich auf einzelnen Sirecken vor den Personenzügen, Deanner, den 10. Dezember 1892. Diese Thatsache muß sicherlich in weiteren Reichstagsabgeordneten belobt, weil sie für leziere halten und in Bezug auf Fohrkarten genau wie der Provinzialrat der Provinz Westfalen. Studt. Kreisen einen peinlichen Eindruck machen. die neue deutsche Meilitärvorlage gestimmt haben. die Hauptzüge behandelt werden. Den Reisenden kann nur dringend empfohlen werden, sich möglichst früh zeitig zur Benutzung der Vorzüge auf den Abgangsstationen einzufinden, wobei darauf wird, daß diese Züge mit Sicherheit die Anschlüsse auf den Uebergangsstationen erreichen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß die am Tage vor Pfingsten gelösten dreitägigen Retourbillets vier Tage, als bis Dienstag einschließlich Gültigkeit haben. Soweil der Verkehr der hiesigen Gegend in Frage kommt, sind besonders folgende Vorzüge bemerkenswert: 20. Mai, morg. 814 Uhr ab Schwerte, an 11 Uhr Arnsberg; 19 20. und 21. Mai ab Schwerte morgens 823 Uhr in Arnsberg 923 Uhr, ab Arnsberg nachm. 651 Uhr in Schwerte 758 Uhr; 20., 23. und 24. Mai ab Schwerle nachm 406 Uhr in Arnsberg 523 Uhr, Arnsberg 108 Uhr mo g. in Schwirte 212 Uhr. Außerdem verAhren an beiden Pfingstfeiertagen die fahrplanmäßiSchwerte, 19. Mai. Wir verfehlen nicht, auf die im Inseratenteil der heutigen Nummer bekannt gemachte Grundsteit legung zum Kaiser Wilhelm=Denkmal auf Hobensyburg nochmals aufmerksam zu machen. Dieselbe findet am Sonntag, den 28. Mai, nachmittags 4½ Uhr, statt. Am Abend 6 Uhr vereinigen sich die Festteilnehmer zu einem Festessen in dem wieder fertiggestellten Saale des Herrn Wulff. Anmeldungen zu demselben sind an Herrn Gastwirt Wulff, Hohensyburg, bis Donnerstag abend zu richten. Das Couvert kostet 2.50 M. Schwerte, 19. Mai. Auf dem am Sonntag in Berghofermark stattgefundenen Turnfest errang der Turner Wilh. Huster den 1. Preis im Stemmen, der Turner F. Bäcker auf dem Turnfeste in Hüsten den 2. Preis im Wettlaufen. Beide Sieger sind Mitglieder des hiesigen Turnvereins„Eintracht. Schwerte, 19. Mai. Ein schweres Gewitter tauchte in den gestrigen Abendstunden über unsere Stadt auf, das indes glücklich an uns vorüberging und der Erde eine kleine Erfrischung durch den Regen zu tell werden ließ. Aus der ganzen Provinz liegen Berichte über Regengüsse und Gewitter der letzten Tage vor, welch letztere indes nicht überall so glücklich vorbeizogen Eine Menge Häuser sind durch Blitzschlag in Asche gelegt und dadurch manchem sein Hab und Gut vernichtet, Auch auf Hohensyburg trafen Blitze die den zukünftigen Stand des Denkmals bezeichneten Fahnenstangen zweimal; von den sich in der Nähe befindenden Arbeitern wurde jedoch keiner verletzt. In England und Oesterreich ist die mührvolle Arbeit der Landwirte an manchen Orten durch die anhaltende Dürre zu nichte gemacht und sieht man dort mit Besorgnis der Zukunft entgegen. Schwerte, 19. Mai. Einem hiesigen Lumpensammler wurden gestern abend spät, als er, vom Freischütz kommend, in eine Wirtschaft auf der Hüsingstraße eingekehrt war, die Lumpenkarre mit dem Hunde davor gestohlen. Beides fand sich jedoch heute morgen auf der Kötterbachstraße wieder. Ergste, 18. Mai. Am 15. August v. J. gab es hier unter jungen Leuten ein kleines Recontre, bei dem A. T. von G. P. und C. R. mit sog. Backscheiten oder dicken Knüppeln mißhandelt sein soll. Das Schöffengericht zu Hohenlimburg erkannte gegen beide Angeklagte auf 2 Monate Gefängnis, wogegen dieselben Berufung einlegten, die den Erfolg hatte, daß die Strafe auf je 14 Tage Gefängnis herabgesetzt wurde, da die Verletzungen des T. von ganz geringer Bedeutung waren. ! H o l z w i c k e d e, 1 8. M a i. W i e w i r s c h o n jetzt bemerken wollen, wird das Hellweger Erziehungshaus sein Jahresfest, so Gott will, am Sonntag nach Pfingsten feiern. Bracke!(Kreis Höxter), 12. Mai. Heute morgen gegen 2½ Uhr entstand auf dem Hofe des Gutsbesitzers Menne hierselbst Feuer, welches mit ravider Geschwindigkeit derartig um sich griff, daß in kurzer Zeit acht Hauptgebäude ohne die Nebengebäude dem verheerenden Elemente zum Opfer fielen. Ueber die Entstehungsursache ist bis jetzt noch nichts bekannt geworden. Dortmund, 16. Mai. Der Ausschuß des Vereins für Schiffbarmachung der Lippe tagte heute hier unter Teilnahme des Regierungspräsidenten Schwar= zenberg in Münster, Ehrenmitgliedes des Vereins. Die Sitzung war zahlreich besucht. Beschlossen wurde unter anderem, die auf 30000 A veranschlagten Kosten der Vorarbeiten für die Lippe=Kanalisation durch Beiträge der Mitglieder aufzubringen und dem Minister zur Verfügung zu stellen. Von allen Seiten wurde dazu die größte Bereitwilligkeit erklärt. Der Verein verfügt über nahezu 8000 M Jahresbeiträge der Mitglieder. Die Generalversammlung wurde auf den 17. Juni in Dortmund anberaumt. Iserlohn, 17. Mai. An Blu vergiftung gekorben ist hier ein Metzergeselle. Er hatte der kleinen Verletzung, die er sich beim Schlachten zugezogen, keine Beachtung geschenkt, und als er ärztliche Hülfe nachsuchte. war die Vergiftung schon zu weit vorgeschritten. Iserlohn, 17. Mai. Dem Hauptmann a. D. Löbbecke zu Iserlohn, bisher von der 1. IngenieurInspektion, ist der Rote Adlerorden 4. Klasse Allerhöchst verliehen worden. Hagen, 18. Mai. Die neue Zeitung Fusangels soll hier erscheinen und den Titel„Westdeutsche Volkszeitung für Westfalen und Rheinland“ führen. Durch Aktien zu 100 M und Anteilscheine zu 25 M hofft man die zur Gründung nötigen 50—60000 M aufbringen zu können. Witten, 19. Mai. Auf der Kirmes haben die Taschendiebe geradezu un heimlich gehaust; ein Dutzend Diebstähle sind zur Anzeige gelangt, mindestens ebenso viele aber nicht; einem Viehhändler wurde u. a. eine Brieftasche mit 600 Mk. Inhalt gestohlen. Herne, 15. Mai. Ein hiesiger Lehrer wurde von einem Kaufmann wegen geringfügiger Bestrafung seiner Kinder auf offener Straße überfallen und schwer mißhandelt. Die Sache ist sofort zur Anzeige gelangt. Münster, 18. Mai. In der Hörster Kaserne hat ein Landwehrmann seinen Unterofffzier gestochen. Der leidige Schnaps ist wieder einmol die Ursache. Der Attentäter ist in das Militärgefängnis abgeführt und wird seine übereilte That schwer zu büßen haben. Halver, 16. Mai. Bienenschwärme im Mai gehören gewiß zu den Seltenheiten. Wir sind in der Lage, von hier aus berichten zu können, daß ein hiesiger Imker einen solchen am Tage vor Himmelfahrt also in dem ersten Drittel des Monats Mai bekommen hat. Höxter, 17. Mai. Von seinem Stiefsohn ermordet wurde ein älterer Tischler hierselbst. Dieser, ein fleißiger Mann, lag krank zu Bett und forderte seinen Stiefsohn, der ein Faullenzer ist, zur Arbeit auf. Darauf holte dieser einen schweren Hammer und schlug damit dem Vater den Schädel ein. Barmen, 17. Mar. General Booth, der Leiter der Heilsarmee, welcher sich gegenwärtig auf einer Agitationstour durch Deutschland befindet, hält dieser Tage hier und in Elberfeld Vor*ho„: g g Broich, 19. Mai. Wegen Majestäts beleidigung wurde der katholische Pfarrer von hier zu 2½ Monaten Festungshaft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 4 Monate Gefängnis beantragt. Die Beleidigung geschah vor 3½ Jahren und wurde in einer unpassenden Kritik der Reiselust des Kaisers gefunden. Kaiserswerth, 15. Mai. Trotz aller Mahnungen zur Vorsicht wiederholen sich doch immer dieselben Unglücksfälle, wie nachstehendes beweist: Ein Schlosserlehrling nahm einen zweizölligen Drahtstift in den Mund; durch ein Vorkommnis mußte er plötzlich lachen, wobei der Stift in den Schlund geriet, sodaß ärztliche Hülfe in Anspruch genommen werden muße Wie es weiter gehen wird, weiß man noch nicht. Mainz, 16. Mai. Die hiesige Schützengesellschaft machte am Donnerstag mit dem Köln=Düsseldorfer Dampfer„Frauenlob“, einen Ausflug nach Boppard. Bei der Rückfahrt wurden am Ufer Böller schüsse abgeglben. Zwei Männer aus Boppard, Vater und Sohn, bedienten die Böller; einer derselben platzte und die beiden Leute wurden verwundet, der Sohn schwer. Der letztere ist heute im Krankenhause zu Koblenz verstorben. Zur Wahlbewegung. Je näher die Feiertage heranrücken, um so spärlicher werden Wahlversammlungen und Wahlreden, wenn auch noch genug stattfinden. Aus verschiedenen Wahlkreisen wird über große Lauheit der Wähler geklagt, die sich selbst in den Vertrauensmännerversammlungen geltend macht. Angesichts der unglaublichen Rührigkeit der im sozialdemokratischen Lager ist dringend zu wünschen, daß hierin nach dem Feste ein gänzlicher Umschwung erfolgt. Vermutlich werden die Wahlen in noch umfangreicherem Maße, als es vor drei Jahren der Fall war, in Stichwahlen entschieden werden. Es läßt sich schon jetzt nach der großen Zahl von Kandidaten, die in den meisten Wahlkreisen aufgestellt werden(in vielen sind es sechs) übersehen, daß wahrscheinlich nur in einer Minderheit von Wahlkreisen die definitive Entscheidung schon am 15. Juni fallen Bochum, 18. Mai. An Stelle des Herrn Dr. König in Witten, der im Wahlkreise Mülheim=Duisburg kandidiert, hat die antisemitische Parnei des Kreises Bochum=Gelsenkirchen den Königlichen Bahnmeister Ottensmeyer zu Braubauerschaft, einen in hiesiger Gegend sehr beliebten und geachteten Herrn, als Reichstagskandidaten proklamiert. Da im hiesigen Wahlkreise der christlich=soziale Verbandsagent Fischer, der den evangelischen Arbeitervereinen nicht weniger nahe steht, als den Antisemiten, aufgestellt ist, haben die Antisemiten demnach gar zwei Kandidaten im hiesigen Kreise. Die Zenerumspartei lacht sich ins Fäustchen, daß ihre Gegner ihr so wacker in die Hände arbeiten. Die Nachricht, daß Dr. Haarmann die Kandidatur abgelehnt habe, ist falsch. Haarmann ist der alleinige Kandidat der Nationalliberalen. Essen, 16. Mai. Eine Versammlung von Vertrauensmännern der Zentrumspartei hat den Abgeordneten Stötzel auch hier als Reichstagskandidaten aufgestellt. Berlin, 17. Mai. Eine Anzahl hervorragender hiesiger Bürger veröffentlicht einen Wahlaufruf zu Gunsten einer Verständigung mit der Regierung über die Militärvorlage und ersucht, für die Kandidaten der freisinnigen Vereinigung zu stimmen. An der Spitze steht Professor Mommsen und Dr. Georg v. Bunsen Der konservative Wahlverein des 3. Wahlkreises hat unter Hinzuziehung der Vertrauensmänner sämtlicher Bürgervereine desselben einstimmig beschlossen, für die Wahl des Antisemiten Dr. Paul Förster einzutreten. Oldenburg, 16. Mai. Das Verhältnis zwischen den beiden freisinnigen Parteien spitzt sich zu. Wie die„Köln. Ztg. hört, will Richter hier gegen Hinze kandidieren.,„, 46(5u Eine Wiederwahl bei den Reiche##agswahlen kehnten in Elsaß=Lothringen ab: Guerber=Gebweiler Lang=Schleitstatt, Delles=Metz, Manges=Saargemünd, v. Di trich=Hagenau, North=Straßburg Land(nl.) und Hick l=Mühlhausen(Soz.). Vermischtes. * Gießen, 12. Mai. Zwei Studenten der hiesigen Universität versuchten gestern einen Zug der Oberhessischen Eisenbahn zum Entgleisen bringen; sie warfen einen Baumpfahl auf die Schienen, der jedoch von den Räumern der Maschine beiseite geschoben wurde. Von den bald ermittelten Thätern machte der eine nach der Einlieferung in's Gefängnis einen Selbstmordversuch, indem er sich mittels Glasscherben die Pulsader durchschnitt. Das Vorhaben wurde indes noch rechtzeitig entdeckt. Der Student wurde in die Klinik gebracht, wo er unter strenger Beaussichtigung verbleibt, bis die Wunde geheilt ist. * 40 Verhaftungen sollen in der BestechungsAngelegenheit der Schaffner durch rheinische und westfälische Viehhändler erfolgt sein. Es soll feststehen, daß die betreffenden Viehhändler jahrelang durch Bestechung der Schaffner ohne Billets bezw. mit abgelaufenen Nundreisebillets zum Viehverkauf nach Hamburg gefahren sind. Als die Behörde Wind von der Sache bekam, sandte sie zwei Polizeibeamte, als Viehhändler verkleidet, nach Duisburg mit dem Auftrag, sich unter die wirklichen Viehhändler zu mischen und zu sehen, wie es gemacht werde. Dieselben sahen denn auch bald, daß die Schaffner von den„Kollegen“ mit 6 Mark bestochen wurden und sie gaben sich den Anschein, als ob sie selbst an dem Betruge teilnehmen wollten. In Hamburg verhafteten die Polizeibeamten aber die ganze Gesellschaft, Vieh händler und Schaffner. * Ein 17jähriger Gymnasiast, Sohn eines hohen Ministerialbeamten in Berlin, schoß sich daselbst eine Kugel in die linke Brust. Er hatte sich eine zweistündige Karzerstrafe zugezogen und glaubte in seinem Ehrgeize, diese Schande nicht überleben zu können. Die Verletzung des jungen Mannes ist eine lebensgefährliche. * Paris, 16. Mai. Ueber die gestern nachmittag in Sedan erfolgte furchtbare Explosion in der Tuchfabrik von Nobert u. Söhne wird weiter gemeldet, daß bisher 14 Tote und 62 schwer verletzte Arbeiter aus den Trümmern hervorgezogen worden sind. Die Verletzungen sind so schwer, daß wenig Hoffnung für die Verwundeten vorhanden ist. Die Aerzte verweilten die ganze Nacht auf dem Verbandeplatze, ebenso die Civil= und Militärbehörden. Der Direktor der Fabrik lag mitten unter den Toten. Die Feuerwehr ist noch immer damit beschäftigt, Leichen aufzusuchen; indessen muß sie sehr vorsichtig zu Werke geyen, da mehrere Mauern einzustürzen drohen. Trauernde Eltern und sonstige Angehörige der von Robert brschäftigten 150 Arbeiter umstehen die Unglücksstätte und müssen von der Polizei zurück gehalten werden, damit nicht neues Unglück entstehe. * In Insbruck ist infolge eines ergangenen Verbots für Resevcoffiziere, Studentenverbindungen anzugehören, ein Studentenstreik ausgebrochen. Alle Hörsäle blieben leer. Die Sache wurde im Tiroler Landtage zur Sprache gebracht. * Bei Sundy im Bristolkanal hat ein Zusammenstoß zwischen zwei englischeu Dampfern stattgefunden, infolge dessen der eine sank. 8 Reisende und 10 Matrosen ertranken. * Auf Veranlassung des Kaisers wird gegenwärtig, der Voss. Ztg. zufolge, in der Nähe des„Neuen Palais“, in dem abgesperrten Teile des Parks von Sanssouci, gegenüber dem Drachenberge, für die kaiserlichen Prinzen eine Festung erbaut. Ein Ingenieur der Krupp'schen Fabrik in Essen hat angeblich die Pläne zu dieser Festung ausgeführt. Die Baufläche ist so groß, daß auf ihr ganz gut eine mittlere Kirche erbaut werden könnte. Die Festung soll mit allen möglichen Rüstwerken des modernen Festungsbaues ausgerüstet werden; es sollen u. a. drehbare Türme, Wassergräben mit Zugbrücken u. s. w. geplant sein; auch soll die Festung mit Krupp'schen Kanonen ausgerüstet werden. Die Arbeiten sollen, wie behauptet wird, derartig beschleunigt werden, daß die kaiserlichen Prinzen die Festung noch in diesem Sommer benutzen können. Das Mauerwerk ist schon aus dem Erdboden heraus.) * Die Stationsglocke in Herrenhut in Schlesien ist zu einem mäßigen Preise gekauft worden, um auf der Herrenhuter Missionsstation Makapalile in Deutsch=Ostafrika als Versammlungsglocke zu dienen.(Die Eisenbahn=Stationsglocken sind bekanntlich abgeschafft. * Gesellschaftsreisen nach Chicago. Karl Riesel's Reisekontor, Berlin SW. 46, benachrichtigt uns, daß seine zweite Reisegesellschaft zum Besuch der Weltausstellung unter Führung des Herrn Louis von Egloff (Schwager des Geschäftsbegründers) am Bord des Doppelschrauben=Schnelldampfers„Normannia“ am 11. d. M. von Hamburg in See gegangen ist. Die erste Gesellschaft von 38 Teilnehmern, welche am 4. d. M abfuhr, hat New=York wohlbehalten erreicht. Für die nächste Fahrt am 1. Juni haben sich bereits 20 Passagiere einschreiben lossen, auch für den 15. Juni, 6. Juli und 3. August liegen schon Anmeldungen vor.— Außerdem veranstaltet obiges Bureau im Sommer Touren nach den Nordlanden und Karpathen, im Herbst nach dem Orient und Italien. Die Nordcapexcursion wird von dem Herrn Korvetten=Kapitän a. D. Tesdorpf, welcher jetzt die erste Reisegesellschaft nach Chicago begleitet, geführt werden. Programme zu angegebenen Reisen versendet das Kontor gratis und franko. * Um Geld für Tabak zu bekommen, ermordete bei Smyrna in Kleinasien ein Neger 6 Personen einer armen Arbeiterfamilie. In dem grausigen Verbrechen findet der Neger nach seiner eigenen Aussage nichte Außergewöhnliches und Verabscheuungswürdiges. * Vom Main. Im Mainthale und in den angrenzenden Höhenzügen steht heuer eine Kirschenernte in Aussicht, wie sie seit vielen Jahren nicht vorgekommen ist. Die Kirschenbäume sind mit Fruchtansätzen geradezu überschüttet. Da die jungen Früchtchen in ihrer Entwicklung schon ziemlich vorgeschritten sind, konnte der jüngste Frost seine verheerende Wirkung nicht ausüben: dagegen sind die vielversprechenden Fruchtansätze der Zwetschen massenhaft vernichtet und abgefallen. * Durch eine Feuersbrunst sind in Groß=Pankow bei Lübeck 10 Gehöfte eingeäschert worden. Der Gutsbesitzer Genkel fand in den Flammen den Tod. Sämtliches Vieh ist verbrannt. * Der Hungerkünstler Dr. Tanner, dessen Name vor einigen Jahren viel genannt wurde, weil er es bis zu 40 Tagen Fastenzcit gebracht, während welcher er nichts zu sich nahm als eine milchähnliche Flüssigkeit, deren Zusammensetzung er als sein Geheimnis bewahrte und die ihm nur unter Kontrole der Aerzte eingeflößt wurde, hat durch einen Sturz aus dem Fenster eines Hotels in New=York seinem Leben ein Ende gemacht. * Aus vielen Orten Rumäniens werden Ueberschwemmungen gemeldet. Der Schaden ist sehr beträchtlich; auch mehrere Menschenleben sind umgekommen. Zahlreiche Brücken sind zerstört; mehiere Eisenbahnlinien unterbrochen. * Für das Kruppsche Riesengeschütz auf der Weltausstellung zu Chicago wird ein eigenes Fort in Hyde=Park erbaut, zu dessen Herstellung Oberst L. Race die Erlaubnis des Kriegssekretärs in Washington erhalten hat und das nach seiner Fertigstellung mit Bundesartillerie belegt werden oll. Uebrigens beabsichtigt Krupp nach Beendigung der Weltausstellung seine Riesenkanone der Stadt Chicago zum Geschenk zu machen, der sie dann als Schaustück und auch für den Gebrauch dienen wird; diese Kanone soll allein ganz Chicago gegen etwaige Angriffe von der Seeseite schützen können. Musikalischer Hausfreund. Blätter für ausgewählte Salonmusik. Verlag von C. A. Koch(J. Sergbusch) in Leipzig. Pro Quartal 6 Nummern(à 2½ Bogen). Preis 1 M. Pflege der Hausmusik durch Darbietung sorgfältig ausgewählter, nicht allzu schwerer und neuer Kompositionen, das ist die Aufgabe, die sich der so rasch zur Beliebtheit gelangte„Musikalische Hausfreund“ gestellt und, wie das soeben abgeschlossene 1. Quartal bezeugt, auch gelost hat. Den Geschmack des kunstsinnigen Publikums in Ton und Wort getroffen zu haben, ist in Anbetracht der vielgestaltigen Zusammensetzung des Abonnentenkreises kein geringes Verdienst, welch' letzteres noch dadurch gesteigert wird, daß der„Musikalische Hausfreund“ vielen Erstlingswerken junger und begabter Musiker den Weg in die Oeffentlichkeit gebahnt hat. Auch der Lesestoff, dem Verlangen nach Abwechselung buldigend, ist dazu angethan, allen herrschenden Geschmacksrichtungen gerecht zu werden. Eine Musterung des reichhaltigen Inhalts wird ihm die Gunst seiner Gönner auch ferner bewahren und dem lehr= und unterhaltungsreichen Blatte, das soeben seinen 6. Jahrgang begann, siche lich neue Freunke werben. Nur wenige Jahre sind verflossen, seit das Ungeziefervertikgungsmittel„Thurmelin“ von A. Thur,= mayr in Stuttgart in den Handel kam und heute triff: man dasselbe bereits in Nord und Süd, in Ost und West, sowohl im deutschen Vaterland, wie auch ebenso häufig im Ausland. Daß sich nur des wirklich Gute Bahn bricht, davon liefert das„Thurmelin" den großartigsten Beweis, denn dasselbe hat unbeschadet der vorhandenen großen und alten Korkurrenz thatsächlich in kurzer Zeit eine beispiellos universelle Verbreitung gefunden. Wie oft hört man jetzt sagen: Nur Thurmelin tötet das Ungeziefer, alle anderen Mittel betäuben es nur. Das sichere und einfache Mittel, welches namentlich auch gegen Motten in Pelzsachen und Wollstoffen vorzüglich ist, kann man sich schon von 30 4 an beschaffen, daher ist wohl die Aufforderung berechtigt,„Kaufet nur Thurmelin“. Neueste Nachrichten. Hamburg, 18. Mai. Laut dem hiesigen Korrespondenten hat die nunmehr beendete Untersuchung ergeben, daß bei dem Arbeiter in Schiffbeck Cholera nicht zu konstatieren war. Neueren Meldungen zufolge handelt es sich um die Mannschaften des Kalkutta=Dampfers um einen pockenartigen Hautausschlag, nicht um die Cholera. Gottesdienste. Schwerte. Größere evangelische Kirche. 1. Pfingsttag, 21. Mai. Frühpredigt 8 Uhr: Past. Graeve. Hauptpr. ½10 Uhr: Pastor Heinenberg. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst Past. Graeve. 2. Pfingsttag, 22. Mai. Hauptpr. ½10 Uhr: Past. Graeve. Nachmittags 2Uhr: Kindergottesdienst Pastor Heinenberg. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Samstag mittag 1 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. 1. Pfingsttag. ½10 Uhr: Pastor Terberger. (hl. Abendmahl.) 2. Pfingsttag. ½10 Uhr: Pastor Terberger. Westhofen. Am 1. hl. Pfingtage. Vormittags 9 Uhr: Beichte, Vormittags 9½ Uhr: Predigt, (Nachher hl. Abendmahl.) Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Falkenberg. Am 2. Pfingsttage. Vormittags 9½ Uhr: Predigt. Kand. Höfinghoff aus Garenfeld. Syburg. Am 2. Pfingsttage. ½10 Uhr: Predigt. Pastor Falkenberg. Geranntmachung. Die Lieferung eines etwa 19 Mtr. langen Pallisaden-Baunes soll am Dienstag, den 23. d. vormittags 11 Uhr, im hiesigen Stadthause öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Schwerte, den 19. Mai 1893. Der Magistrat. Gelanntmachung. Die Anfertigung eines Bürgersteiges am Westenthore— in Cementplatten— soll am Mittwoch, den 24. d. M., vormittags 11 Uhr, im hiesigen Stadthause öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Schwerte, d. 19. Mai 1893. Der Magistrat. Veranntmachung. Der Fabrikarbeiter Karl v. Köppen zu Geisecke beabchtigt, in der Feldmark der Stadt Schwerte auf Flur VIII Nr. 148 der Steuergemeinde Schwerte ein Wohnhaus empfiehlt Carl Braus. Selanntmachung. Wir beabsichtigen, in der im vorigen Jahre errichteten Baracke am Ostenthore eine oder zwei Wehnungra zu vermieten. Reflektanten wollen sich bis zum 15. k. Mts. bei uns melden. Schwerte, d. 19. Mai 1893. Der Magistrat. zu errichten. Wir bringen dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß gegen den betreffenden Antrag von den Eigentümern, Nutzungs=Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Präklusivfrist von 21 Tagen bei der hiesigen Polizei=Verwaltung Einspruch erhoben werden kann; letzterer muß aber durch Thatsachen begründet werden, welche die Annahme rechtfertigen, daß die Ansiedelung den Schutz der Nutzungen benachbarter Grundstücke aus dem Feld= oder Gartenbau, aus der Forstwirtschaft, der Jagd oder der Fischerei gefährden würde. Schwerte, d. 8. Mai 1893. Magistrat. Bekanntmachung. Unter dem Rindviehbestande des Ehrenamtmanns Vormann zu Ergste auf Groben Weide im Gemeindebezirk Villigst ist die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen. Westhofen, 17. Mai 1893. Der Amtmann: Rebber. Geran. Zur Instandsetzung der Kommunal-Wege in Syburg soll am Dienstag, den 30. Mai d. J., nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Herrn Schmiemann zu Syburg öffentlich mindestfordernd vergeben werden: 1. Die Anfuhr und das Zerkleinern von 205 Kubikmetern Steinen; 2. Die Lieferung von Am ersten u. sweiten Pfingstage, nachmittags 4½ Uhr, so Gott will, Bibelstunde Westenort Nr. 12. Jedermann wird hiermit freundlichst eingeladen. 0 Mit dem heutigen Tage er= O /### F öffnete ich in Hagen i. W., 7 a Bergstraße 99, eine 2 für chirurgische Kranke.* 8 86 160 Kubikmetern Hau= und Kippschrotten; 3. Die Lieferung von 160 Kubikmetern groben Kies 4. Die Lieferung von 40 Nummersteinen. Kostenberechnung liegt zur Einsicht auf hiesigem Amtsbureau offen. Westhofen, 16. Mai 1893. Der Amtmann: Rebber. Bekanntmachung. Zur Instandsetzung der Kommunal-Wege in holzen soll am Donnerstag, 25. Mai d. nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Herrn Wirts Holsiepe zu Holzen öffentlich mindestfordernd vergeben werden: 1. Die Anfuhr und das Zerkleinern von 49 Kubikmetern Steine; 2. Die Lieferung von 410 Kubikmetern grober Asche. Westhofen, 16. Mai 1893. Der Amtmann: Rebber. Privat=Klinik *„ V Sprechstunden in meiner bis O herigen Wohnung ElberfelderX straße 57. Dr. Hiltrop, früherer Assistenzarzt des Herrn 2. Sanitätsrat Dr. Schaberg. 0 Hagen i. W, 17. Mai 1893. 0 Sestee e te Am 2. Pfingsttage BAINE Entree 50 Pfg. Herm. Weiberg, Westhofen. Am 1. Pfingstfeiertage, nachmittags 4 Uhr, versammeln sich sämtliche Junggesellen von Kreuzschlenke und Umgegend beim Wirt H. Bohne. Die Junggesellen. Danksagung. Meine Nichte, welche 20 Jahre alt ist, litt von Kindheit an Beitjässen, sodaß fast jeden Abend das Bet naß wurde. Ich wandte mch daher an den homöopathischen Arzt Herrn Dr. med. Hope in Hannover. Freudigen Herzens kann ich mtteilen, doß sich die Krankheit vom Tage der Kur an gebessert hat, und daß jetzt von dem Leiden keine Spur mehr vorhanden ist. Ich kann Herin Dr. Hope nicht genug beehren wir uns die Freunde unserer dankbar sein, daß er dem Mädchen einzuladen. so schnell Hülfe geleist#t hat. (gez) E. Schölzel, Dörnhau bei Ober=Wüsteg ersdorf. " H. Wortmann, Schwerte, jetzt Hüsingstrasse, S(im Hause des Herrn A. zur Nieden) empfiehlt: 8 Sonnenschirme von Mk. 0.40, 0.50, 0.80, 1.00, 1.20, 1.40, 1.80 usw., „ i. Seide„„ 2.80, 3.00. 3.25, 3.50, 4.00, 4.50 usw., „ f. Herren„„ 1.25, 1.50, 2.00, 2.80, 3.00, 3.50, 5.00 usw, Strohhüte für Knaben„„ 0.45, 0.50, 0.60, 0.70, 0.90, 1.00, 1.20 usw, .„ Herren„ 0.50, 0.75, 1.00, 1.10, 1.40, 1.50, 2.00 usw., ferner zu den bekannten billigen Preisen Hute, Mützen. Handschuhe, Hosenträger, Universal=Wasche, Leinen=Wäsche, Kragen, Serviteurs, Manschetten, Steh= u. Umlegekragen, — 4fach gart. Leinen, Stück Mk. 0.45. Schwerte, Hüsingstr. 7. H. Wortmann. Kleeverkauf. Samstag, den 20. Mai, abends 6½ Uhr, läßt Herr Osterberg hier 1 Nüggen Klee am Klusenwege(in der Nähe der Doerth'schen Ziegelei) nummerweise meistenbietend an Ort und Stelle verkaufen. Hohenschwert. Vekanutmachung. Zur Instandsetzung der Kommunal-Wege in der Gemeinde Hennen soll die Anfuhr und Lieferung von 150 Schachtruten Ruhrkies am Dienstag, den 23. Mai nachmittags 5 Uhr, in dem Lokale des Herrn W. Albrecht in Hennen öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Rheinen, den 15. Mai 1893. Der Gemeinde-Vorsteher: Hiddemann gt. Schulte=Rheinen. Ergste. Mittwoch, den 24. Mai cr., nachmittags 5 Uhr, läßt Herr Fr. Hidding zu Ergste 2 Morgen Futterbau in Kagen Knapp, sowie demnächst ca. 2 Morgen Klee auf dem Surkstück öffentlich meistbietend nummerweise verkaufen. Hohenschwert. Hennener Kirmes. Am 2. Pfingsitage ### BAER bei H. Schwerter. Schweizerkäse, voll u. saftig, bei 5 K 90 Pf. p. C. empfiehlt C. Minke. Andenbeiden Pfingsttagen werden bei mir Hühner und Eier ausgeschossen und ausgekegelt. F. Henuemann im Grünenthal Mäuse=und Rattenpillen, giftfrei, Erfolg sicher. Nur echt bei J. W. Rolte, Aplerbeck. emäß§ 4 des Statuts der Sparkasse für das Amt Barop mache ich hierdurch bekannt, daß die Verwaltung der Sparkasse für das Geschäftsjahr 1893/94 außer dem Rendanten Friedrich Klewitz zu Brünninghausen besteht aus: 1. Gutsbesitzer Heinrichs zu Renninghausen als Vorsitzender; 2. Gerichtstaxator W. Baumeister zu Hombruch, stellvertretender Vorsitzender; 3. Gutsbesitzer Neuhoff gt. Lenz zu Lütjenholthausen; 4. Gutsbesitzer Kahmann zu Salingen. Stellvertretern: 5. Gutsbesitzer Wortmann zu Barop; 6. Gemeindevorsteher Watermann daselbst; 7. Kaufmann Josef Tappe zu Hombruch; 8. Gutsbesitzer Brandhoff gt. Siepmann zu Eichlinghofen. Der Ehrenamtmann: I. V.: Der Beigeordnete Brandhoff. b llig und gut, wenn Sie Kaiser Wilherm-Bonkmar auf Hohensyburg. Zu der feierlichen Grundsteinlegung am sonntag, den 28. Mai, nachm. 4½ Uhr, sache ganz ergebenst Sie rauchen Bariuas ertraf. zu A parinas ff. rein„„ bariuas Mischg.0„„ varinas Mischg.!„„ varinas Mischg. 2,„ Parinas Mischg. 3, Pastorentaback f. holländ. Tab. 1 Java-Preßtab. 1 Amerik. Rippentab. frko. gegen Nachn., ferner die vorzüglichen Zigarren=Fabrikate von Mk. 23—85.— (bei 500 Stück franko) direkt aus der Tab.= u. Zig.=Fabrik Heinze, Eisleben, beziehen. Wieder=Verkäufer gesucht. Ausführl. Preisliste gra tis und franko. R---eeceeche Burg 6 * Hohensyburg. 1 Am 1. und 2. 8 Pfingstfeiertage: Große MinltarKonzerte. Entree zum Konzert à Person 50 Pfg * Tabled’hôte ½1 Uhr. E Eine Wohnung von 3 Zimmern mit Flur, Keller und Stallung in der Nähe der Stadt per 1. August zu vermieten. Näh. in der Exped. An den werden bei mir eine Partie Eier und ein fettes Kalb ausgekegelt. Schulte=Großenbräuker, X Thurmelin Hohensyburg, Poststation Westhofen a. d. Ruhr, den 15. Mai 1893. Der engere Ausschuß des Komitees für Errichtung eines Kaiser Wilhelm=Denkmals auf Hohensyburg: Adolph Overweg, Reichsmark bei Westhofen a. d. Ruhr, Vorsitzender. P. S. Um 6 Uhr abends im neuerbauten Saale des Herrn Gastwirts Wulff gemeinschaftliche Tafel. Bestellungen dazu(per Kouvert Mk. 2,50) werden erbeten bis Donnerstag abend, 25. d. M., unter der Adresse„Gastwirt Wulff, Hohensyburg.“ Das Hellweger Erziehungshaus zu Holzwickede feiert sein der Jahresfest### am Sonntag nach Pfingsten, den 28. Mai, nachm. ½3 Uhr, in der hergebrachten Weise. Die Herren Pfarrer Bräcker von Brackel und Pröbsting von Camen werden die ersten Festredner sein. Hierzu ladet die Freunde und Wohlthäter der Anstalt freundlichst ein Das Kuratorium. die neuen à Stück 1 Mark, sind soeben angekommen und zu haben in der Buchhandlung von Carl Braus. Lange in steifem Umschlag, 80 Seiten stark, zu 50 Pfg. empfiehlt Carl Braus'sche Buchhandlung. Ein katholisches Mädchen, das auch Gartenarbeit versteht, auf sofort oder 1. Juni gesucht, Hörde, Wiesenstraße 14. t nur Tharmeiln fabriziert von A. Turmayr, Stuttgart, weil„Thurmelin“ alles Ungeziefer, wie Schwaben, Russen, Wanzen, Motten, Fliegen, Flöhe, Ameisen und Blattläuse radikal vernichtet und nicht nur betäubt. R Schweine= Versicherungs-Verein Schwerte. Von Donnerstag, den 18., bis Donnerstag, den 25. cr., findet in dem Hause des Kassierers Becker eine Nachzahlung von 1,00 Mark per Stück Schwein statt. Diejenigen, welche bis zu dieser Zeit nicht gezahlt haben, müssen 10 Pfg. Mahngebühr zahlen. Der Vorstand. Annahme für Schwerte und Umgegend R. Kunnholz. bei Herra W Weuerrelen Preundlich sicht jede Wohnung aus, 2 deren Fussböden mit# Müller& Mann’s BernsteinEmpfehle für die Feiertage Prima Kindsteisch,— à Pfund 50 Pfg. L. Seippel, Hagenerstraße 20. Zur Helle, Schwerte. Heute und morgen: Kalbsbraten, Schweinebraten, Lebendfrische Ruhrbarben, Beefsteak, Sülze, Caviar. Prima gek. holländisches Leinöl, Thurmelin ist gesetzlich geschützt und wird vor Nachahmungen sowie sämtliche Farben, Lacke, gewarnt. Thurmelin ist nur in Gläsern zu haben mit der weltberühmten Schutzmarke„Der Insektenjäger" zu 30 Pf., 60 Pf. und 1 M.; zugehörige Thurmelinspritzen mit und ohne Gummi zu 35 Pf. und 50 Pf. In Schwerte bei C. Weinberg. Leim, Pinsel rc. zu herabgesetzten Preisen. Friedrich Schneider, Sölde bei Aplerbeck. Mehrere Personen können Schlafstelle erhalten. Wo, sagt die Exped. Werde verreisen vom 21. Mai bis 12. Juni. Dr. Morsbach, Frauenarzt, Dortmund, Kleppingstraße 18, der Betenstraße(Wirt Stolle). a. Ahorn, oberl. Eichen, Buchen, Eschen, Weiden, Kirschen, absolut trocken, in allen gangbaren Stärken, sowie ausgeschnittene pitch pine und Eichenfußböden stets vorrätig. Cark Vormann, Hagen i. W. Echten westfälischen K umpernickel, echtes Pubrrvörner Hrot, sowie Grau= und Weißbrot empfiehlt die Bäckerei von P. Dammann, Schwerte, Hörderstraße 4. Auf Bestellung wird solches frei ins Haus gebracht. Fussbodenlackfarbe 5 g gestrichen sind. Schnell- m trocknend, unübertrefflich in Glanz, Härte und Dauer. Vorrätig in Büchsen à 1 und ½ kg bei a Herrn Apoth, Lennenschluss in Aplerbeck.# Neuß, 17. Mai 1893. Weizen 1. Qual. per 100 Kilo 2.„ Landroggen 1.„ per 100Kilo 2.„ Wintergerste per 100 Kilo Buchweizen„„„ Hafer 1. Qual.„„ „ 2.„„„ Ruvsen(Aveel)„„ Raps 1. Qual.„„ „ 2.„„„ Kartoffeln„„ Heu per 500„ Roggenstroh per„„ Rüböl per 100„ in Partieen von 100 Zentner. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gerein. Oel per 100 Kilo 3 K höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo 1e bie Eine Wohnung von 4 Zimmern zu vermieten. Kothe. Tortenpapier in verschiedenen Größen empfiehlt billigst Carl Braus. Zu Pfingsten! Frisches Gemüse aller Art Spargel, Kopfsalat u. Blumenkohl, Möhrchen 2c. äußerst billigst, ferner: frische, franz. Annanas-Erdbeeren, E 1—1,50 Mk., herzkirschen, S 50 Pfg., empfiehlt F. A. Haape. 16 60 16 00 15.20 14 20 15. 80 55 14 50 00 Köln, 18 Mai. Weizen hiesiger 16,75—17,50, fremder 17,50 bis 18,00. Roggen hies. 15,50 bis 16,—, fremder 16,75—18,50. Hafer hiesiger 15,50—16,00 M. Berlin, 18. Mai. Weizen Mai=Juni 160,50 J, Sept.=Okt. 164,25#. Roggen Mai=Juni 151.00 X., Sept.=Okt. 155,75 J, Hafer Mai=Juni 158,50 J, Sept.=Okt. 148.00 J, Rüböl vorr. mit Faß 50.75 M, ohne Faß 50,00 M, Mai 50,60 M., Sept.= Okt. 51,10 J, Spiritus 70er vorrätig 37,90 K. Mai=Juni 36,90 K, Aug.=Sept. 37,30 J, 50er vorrätig 57.80 M. de Unsere verehrten Leser verweisen wir besonders auf die Beilage in der heutigen Nummer der Firma Carl Heintze, Berlin W., Unter den Linden 3. Wegen Umbau: Gänzlicher Ausverkauf H. Weinberg, Hörde. # Sämtliche Warenvorräte habe, um schnell zu räumen, nochmals billiger gestellt, daher aussergewöhnlich a vorteilhaft zum Einkauf für Konfirmanden und Kommunikanten und Aussteuern. Bab Kunigsvorn. Die regelmäßigen Kurkonzertt beginnen am Samstag, den 20. Mai. 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Kiltrriches fat den Kreis Gorde. 25 kustrier F Nr. 59. Samstag, 20. Mai 1893. Kreisblatt Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 1 se außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlog von Carl Braus in Schwerte. 25. Jahrgang. Pfingsten. Das Pfingstfest fällt immer in eine Zeit, da die Natur im bräutlichen Frühlingsschmuck ihren ganzen Reiz zu entfalten sucht. Der Geist des Herrn schwebet wie am Anfang der Tage über der Erde und lockt das Leben aus ihren verborgenen Gründen; der Hauch des Allerhöchsten wehet durch die Lande, und Berg und Thal, Feld und Flur, Wald und Wiese recken und strecken sich und erheben sich fröhlich aus langem Schlummer. Der Himmel schüttet das Füllhorn seines Segens aus, ob die Pfingstsonne leuchtet oder ein Pfingstregen herabrieselt oder ein Pfingstgewitter donnernd seine funkelnden Blitze in den dunklen Abend schleudert. Wir stehen, sehen und staunen. Ueppiges Grün in jungfräulicher Schöne ist auf alle Hecken und Sträucher gefallen. Die frischbelaubte Birke, Buche und Linde grüßen freundlich den Wandrer, während Kirsch=, Pflaumenund Birnbaum im weißen Blütenkleid stolz und hoffnungweckend ihr Haupt erheben. „Alles neu macht der Mai rc.“ heißt's im Lied, das wir einst als Kindlein gesungen. Das Herz geht dem Menschen auf über all' der Frühlingspracht: immer wieder zieht's groß und klein hinaus aus Haus und Gemach, in dem so lange das Feuer des Ofens knisterte und die Stube künstlich eiwärmte, hinaus in die schöne, frische, frohe Natur, sich zu sonnen und zu laben und unter dem ersten Blumenduft zu jauchzen und zu frohlocken und lobend und anbetend des Wortes zu gedenken: Groß Pfingstrosen. Pfingsten war's als Gottes Gnade Sandte seiner Wahrheit Licht; Laß, o Herr, auf uns're Pfade Leuchten auch Dein Angesicht! Tousend Knospen rief Dein Wille Aus der Erde dunklem Schoß, Bei den schönsten blüht auch stille Eine Rose— dornenlos. Unter'm Strahl der lieben Sonne Blüh'n Pfingstrosen wunderhold, Lächeln wie in sel'ger Wonne Purpurn wie das Abendgold. Und sie duften und sie blühen Wie in lichter Feuerflut, Heil den Herzen, wenn sie glühen So in Treu' und Liebesglut! Heimlich sie dem Zephir lauschen In der Blätter frischem Grün, Die wie kosend sie umrauschen, Grün soll auch die Hoffnung blüh'n. Hoffnungsblüten, Liebesrosen Winde dir zum frischen Kranz, Jetzt, wo hold die Dornenlosen Reichlich blüh'n im Sonnenglanz! Und wo still Pfingstrosen träumen Duftet's lieblich durch die Luft, Und wo Hoffnung, Liebe keimen Almest süßen Glaubensduft.— Rosen— Glaube, Hoffnung, Liebe— Diese Blumen pflege du! Ewig jung sind ihre Triele, Und ihr Duft ist Himmelsruh! Schmück dein Herz mit diesen Blüten, Daß der Pfingstgeist zu dir kehrt! Und in dunklen Sturmes Wüten Trost und Stärke dir beschert. Wenn auch and're Blumen glühen Dir in schönster Harmonie, Einstens müssen sie verblühen, Jene Rosen aber nie!— Brandkäthe. (Fortsetzung.) Wirklich sah ich jetzt selbst die Nahenden, die uns noch nicht zu bemerken schienen und langsamen Schrittes daher kamen. Der Gegenstand, den sie trugen, war wirklich ein Sarg und der ganze Aufzug wohl geeignet, ängstlichen Gemütern Furcht einzuflößen. Der Weg, den sie verfolgten, mußte den unsern in geringer Entfernung kreuzen. In fieberhafter Spannung hingen meine Augen an der hohen Frauengestallt, deren Kopf und Gesicht ein dunkles Tuch verhüllte. War es denn möglich, war es wirklich Käthe, die ich vor kaum einer Stunde in demselben Anzug hier gesehen? Plötzlich hielten die Beiden inne. Der Hufschlag von Hermanns Pferd, den vorhin der weiche Heideboden dämpfte, mußte zu ihnen gedrungen sein. Zugleich aber auch erhob sich aus dem Dorngestrüpp, das den Wegweiser umgab, blitzschnell ein Mann und sprang vor die Beiden hin. Er rief ihnen etwas zu, was wir nicht verstanden, im selben Augenblick hallte ein Schuß und der Mann stürzte mit lautem Aufschrei zu Boden. Eh' sich noch der Pulverdampf im Nebel verzogen, sind die Werke des Herrn, wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran. Der Odem des Herrn macht alles neu. Das sehen wir am Pfingstfest draußen in allen Höhen und Tiefen, das ist aber auch die große und ernste Wahrheit, die uns die Pfingstpredigt in der Menschenwelt und im menschlichen Herzen schauen läßt. Als an jenem ersten christlichen Pfingstfest der Geist Gottes unter sichtbaren Zeichen auf die Apostel Christi herabkam, da ging mit diesen eine gewaltige Aenderung vor. Den Leib und der äußeren Gestalt nach dieselben Menschen bleibend, wurden sie durch die in sie eindringende göttliche Kraft umgezeugt und wiedergeboren, so daß sie sagen konnten: Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. Das zaghafte Verleugnen wird nun ein mutiges Bekennen. Die vor kurzem noch aus Furcht vor den Juden hinter verschlossenen Thüren und Fenstern sich verborgen zurückgehalten, treten jetzt freimütig und ohne alle Scheu öffentlich auf und verkünden den Namen und das Werk dessen, den Hunderte ihrer Zuhörer verworfen und gekreuzigt hatten. Es war etwas völlig Neues und Ungewohntes, was man bis daher noch nicht an den Jüngern des Herrn gesehen, eine außergewöhnliche, überirdische Kraft, die aus ihrem Angesicht leuchtete und aus ihren Werken redete. Daher verwunderte man sich auch allgemein, und selbst der Hohn der leichtsinnigen Spötter:„Sie sind voll süßen Weines“ liefert den Beweis, daß etwas Besonderes, wider alle waren wir bei ihm, von den beiden anderen aber sahen wir nichts mehr; es war, als hätte die Erde sie verschlungen. Hermann Reinbergs scharfe Augen spähten umsonst nach allen Richtungen hinaus. Der am Boden liegende Mann war schwer verletzt und unfähig, zu sprechen. Wir hoben ihn auf und leisteten ihm Hülfe so gut es eben anging; dabei sahen wir, daß eine Kugel ihm in die Brust gedrungen. Hermann verband ihn so sorgsam wie möglich, dann mühten wir beide uns, den Mann aufs Pferd zu heben. Hermann stieg mit auf und stützte ihn, und so führten wir den Verwundeten hinab zum Dorfe. An der Unisorm, die er trug, hatten wir erkannt, daß es ein Grenzaufseher war. Dies erklärte uns alles. Die beiden Personen, die wir gesehen, waren die be rüchtigten Schmuggler, die schon seit einigen Jahren hier ihr Wesen trieben, und die eine von ihnen war Käthe Schirmer! Mir ging die Erkenntnis wie ein scharfes Schwert durchs Herz. Wie hoch und rein hatte ich das Mädchen gehalten, und nun war's doch Wirklichkeit, was man sich im Dorf von ihr erzählte. Die erste Wohnung, an die wir kamen, war das Häuschen von Schirmers am Ginsterberg. „Ich kann ihn nicht mehr so halten! Was meinen Sie, sollen wir ihn nicht hier herein bringen und ihn dort so lange lassen, bis wir vom Dorfe Hülfe besorgt haben?" fragte Hermann. Ich nickte schweigend. So klopften wir denn an die Hausthür, die sich gleich darauf öffnete. Vor uns stand Käthe totenblaß, noch in dem langen, dunklen Kleid und den Kopf verhüllt mit dem schwarzen Tuch. Sie hatte keine Lampe, das Mondlicht fiel auf die Gestalt des Verwundeten und kaum hatte Käthe ihn erblickt, als sie einen lauten Schrei ausstieß. „Ist er tot? Ist er tot? rief sie. Erstaunt und erschrocken sah Hermann sie an. Als sie ihn erkannte, wurde sie plötzlich viel ruhiger, nur ihre Stimme bebte noch, als sie fragte: „Wer ist das? Was fehlt ihm?“ „Er ist durch einen Schuß schwer verwundet, wir fanden ihn oben auf der Heide und möchten ihn so lange hier lassen, bis wir noch Hülfe vom Dorfe beschafft haben,“ entgegnete Hermann. Wir trugen den Mann in die Stube und setzten ihn in den Lehnstuhl, Käthe war allein bei uns, ihr Vater und der Knabe schliefen in der Kammer nebenan, Martha auf dem Boden. In dem Augenblick, als Hermann sich umwandte, um nach dem Dorf zu eilen, schlug der Verwundete die Augen auf; seine Blicke fielen auf Käthe, die sich über ihn gebeugt hatte, da sprang der Mann plötzlich mit Anstrengung aller seiner Kräfte auf, ergriff das Mädchen am Arm und schrie laut: „Haltet sie fest, haltet sie fest, sie ist es!“ Kaum aber hatte er die Worte hervorgestoßen, Regel Verstoßendes mit ihnen vorgegangen sein muß. Jene geistgesalbten Pfingstprediger sind längst entschlafen; aber die gebende Liebe unseres Gottes bleibt in Ewigkeit. Noch immer feiern wir das Pfingstfest, und zwar nicht bloß zur Erinnerung an die große Pfingstthat zu Jerusalem, davon die Apostelgeschichte predigt, sondern ebenso gewiß um der tröstlichen Bezeugung willen, daß auch heute noch der heilige Pfingstgeist seinen Einzug halten will in alle des würdigen und fä igen Herzen. Und über die Frage, ob der Mensch Geist aus der Höhe empfangen und von dem Herrn und nicht von sich und seinem eigenen Geist sich treiben und leiten lasse, darüber entscheidet ganz einfach des Menschen Leben, sein ganzes Thun und Lassen. Der Geist ist eine adelnde, veredelnde, sittlich hebende und läuternde Kraft, die von innen heraus allmählich den ganzen Menschen vorteilhaft in allen Beziehungen seines Daseins, in seinem Denken, Wollen, Reden und Handeln verändert. Die heute noch die alten sind, die sie gestern und ehegestern waren; die jetzt noch bei ihren Worten und Werken so wenig sich in Zucht nehmen und deren Sinnen und Trachten so wenig etwas Würdiges, Gemessenes und Geheiligtes an sich trägt, wie vor 10 oder 20 Jahren; die wissen und haben von dem Geist der Pfingsten nichts. So viele aber unter uns alle ihre Dinge in der Liebe geschehen lassen, mildthätig sind und freundlich, sanftmütig und friedfertig, himmlisch und nicht so sank er ohnmächtig zurück, die Aufregung hatte seine Kraft doch zu sehr erschöpft. „Was will er? Er ist wohl irr oder redet im Fieber?“ fragte Käthe angstvoll. Niemand von uns beiden antwortete ihr. Der Ausdruck von Hermanns Gesicht war hart und kalt geworden, und seine Blicke ruhten auf dem Mädchen in zorniger Verachtung. Ich erkannte an allem, daß auch er denselben Vrdacht wie ich hegte und ihn durch des Grenzaussehers Worte bestätigt fand. „Bleiben Sie hier," wandte er sich an mich, „ich gehe zum Dorfe, um Hülfe zu holen, in einer Viertelstunde bin ich zurück.“ „Käthe,“ sagte ich leise, als Hermanns Schritte draußen verhallt waren,„ich bitte Sie, fliehen Sie, ehe der Mann hier wieder erwacht. Für die Ihrigen werde ich sorgen, ich will Frau Bell bitten, eine Pflegerin für Ihren Vater und Ihren Bruder zu suchen, und hier, nehmen Sie das, es reicht aus zur Eisenbahnfahrt bis nach S. Dort sind Sie außer Landes und müssen dann drüben sich einen Dienst suchen. Aber eilen Sie! Eilen Sie! O, wie konnten Sie nur sich zu solchen Dingen verleiten lassen!“ Sie hatte starr und verständnislos meinen hastig gemurmelten Worten gelauscht; scheu und noch mehr erbleichend wich sie zurück, als ich ihr das Geld anbot, was ich noch in meiner Tasche and. „Ich weiß nicht, was Sie meinen, ich verstehe Sie nicht!“ stammelte sie verwirrt. „O, verstellen Sie sich nicht mir gegenüber, ich durchschaue ja doch alles! Sie haben auch keine Zeit mehr zum Leugnen, das Zeugnis dieses Mannes, seine lebensgefährliche Verwundung kann Sie zeitlebens unglücklich machen, sein Wort wiegt schwer genug, wenn auch Hermann und ich sch eigen.“ „Aber ich begreife es doch nicht! Was wollen Sie doch damit sagen, daß sein Zeugnis mich unglücklich machen könne. Sie hörten doch, daß er irre redete, als er soeben sprach! Ich weiß nichts von seiner Verwundung. Ich habe doch nichts anderes gethan, als daß ich den Hermann warnen wollte und es Ihnen sagte, weil Sie mich frugen und sich erboten, selbst dem Hermann entgegenzugehen. Das hat doch mit dem armen Manne da nichts zu thun. Ich weiß doch nicht, wer ihn geschossen hat!“ rief sie aufgeregt. „Warum soll ich denn nun fliehen?“ „Käthe,“ sagte ich streng und ernst.„Was thaten Sie denn in der Nacht da oben auf der Heide? Wer war der Mann, der mit Ihnen kam, und was trugen Sie zusammen? Wer von Ihnen hat geschossen?“ Sie strich sich mit der Hand über die Stirn. „Herr Lehrer, es ist mir, als ob Sie träumen oder ich! Alles, was Sie da sagen, ist mir dunkel, ich weiß nichts von einem Manne, der mit mir irdisch gesinnt, treu und aufrichtig, demütig jeder Tugend sich befleißigen, gerne helfen und dienen, streng gegen sich und nachsichtig gegen andere, die einem Baume gleichen, der mit lieblichen Früchten reich beladen ist, und doch dabei, allem Prahlen abhold, von sich mäßiglich halten: die sind mit dem heil. Geist gerüstet. Ist's also nicht der heil. Pfingstgeist, der uns allen not thut? An Klagen fehlts unter uns nicht, und das Klagen wird nicht aufhören, so lange die Erde steht mit all' ihren Unvollkommenheiten und Menschen darauf wohnen mit all ihren Mängeln und Gebrechen. Man sucht auch— oft mit wenig Geschick— an all' die Schäden in Haus und Amt, Gemeinde und Staat bessernde Hand anzulegen. Aber das beste und einzig nachhaltige und gründlichheilende Mittel kennen und gebrauchen die meisten Menschen nicht; sie wollen den Weg nicht gehen, den Gottes Wort ihnen weist, den Weg des Glaubens, der einfältig bittet um den heil. Geist, den Geist der Kraft, der Liebe und der Zucht. Dieser Geist muß in die Herzen in die Häuser, in die Presse, in die Beamtenstuben. Von diesem Geist müssen sich leiten lassen die Befehlenden und die Gehorchenden, die Reichen und die Armen, die Gelehrten und Ungeschulten, alle Parteien und Stände. Dann werden wir glücklich, fröhlich und zufrieden leben können, dann wird wohlthuende, erquickende Frühlingsluft wehen unter uns, und wir werden jauchzen dem Gott, der spricht:„Siehe, ich mache alles neu!“ kam, ich habe nichts getragen, und weiß nicht, wer geschossen hat.“ „Käthe,“ sagen Sie mir nur das eine: Was thaten Sie draußen? Wie kam es, daß sie wußten, daß die Burschen dort im Wiesengrund auf Hermann Reinberg warteten. Schwerer Verdacht liegt auf Ihnen, wenn Sie sich rechtfertigen könnten, würde glücklich darüber sein!“ „Was für ein Verdacht? daß ich den Mann dort ermordet haben sollt', das wird doch kein Mensch im Ernst von mir denken! Die Leut' im Dorf machen wohl allerlei einfältig Geschwätz über mich, erst hab ich mich darüber geärgert und geweint, wohl in mancher Nacht, nachher bin ich's gewohnt geworden, und jetzt lach' ich darüber. Was soll ich denn nun gethan haben? Oder meinen Sie, daß ich geschmuggelt hätt' und darum mit dem Grenzaufseher in Streit geraten wär'?“ sügte sie trotzig hinzu;„das wär' zum Lachen, wenn einem das Lachen nicht vergehen sollt' neben dem armen Menschen da.“ „So antworten Sie mir doch auf meine Frage!“ „Ja, was ich dort oben that, darüber bin ich keinem Menschen Rechenschaft schuldig!“ sie warf den Kopf zurück und schwieg einen Augenblick, dann wandte sie sich wieder zu mir und sagte leise:„Sie meinen's gut mit mir, das fühl' ich, darum will ich Ihnen sagen, was ich sonst keinem andern Menschen sagen möcht'! Ich sah heute nachmittag den Hermann vorbeireiten und wußte auch von ihm selber, daß er nach Ellingen wollte. Am Abend gingen auch der Heinz und der Christian und noch zwei andere denselben Weg. Ich stand am Fenster und der Heinz konnt's nicht lassen, er drehte sich nach mir um und rief: „Willst nicht mit, Brandkäth'? Wir gehen Deinem Liebsten entgegen!“ sie brach ab und schaltete verlegen ein:„so sagte er, ich kann nicht dafür, daß sie dem Hermann das Gered' mit mir gemacht haben— da meikt' ich wohl, was sie vor hatten und es ließ mir keine Ruh'! Die Angst hob mich auf, wenn sie den Hermann überfielen, und es ein Unglück gab, so war es ja um meinetwillen! Sollte er durch mich ins Unglück kommen, lieber wollt' ich selbst doch alles tragen und leiden, als daß es ihn treffen sollte; an mir ist doch nicht viel gelegen, er aber ist so gut und so schön und alle Leute ehren ihn und haben ihn lieb. Daß diese Burschen ihm Böses thun wollten, war ja auch durch mich gekommen. Wie der Vater und die Geschwister zu Bett waren, konnt' ich's nicht länger aushalten, ich band wir das Tuch um, daß mich keiner so leicht kennen konnt', und lief hinaus auf den Weg nach Ellingen zu. Es war schon spät und stockdunkel und ein Glück für mich, daß der Mond noch nicht aufging. Wie ich an den Buchengrund kam, wurde mir mit einem mal so eng und bange ums Herz, ich hab' doch sonst kein', Angst im Dunkeln, jetzt war's mir aber immer, als wenn einer hinter oder neben mir ging und ich sah keinen. Doch wenn die Blätter rauschten, fuhr ich zusammen; da blieb ich stehen und es däuchte mir, als wenn einer gesagt hätt', Du darfst keinen Schritt weiter gehen! Wie ich so stand, hört' ich auf einmal leise sprechen; es war dem Heinz seine Stimme, die sagte grad': „Jetzt eben meint' ich, ich hört einen kommen, das muß er sein.“ „Nein!“ sagte der Christian,„es kommt keiner, das war der Wind, der durch das Laub fährt.“ Dann redeten sie durcheinander und ich hörte, daß sie hier warten wollten, bis der Hermann käm', und ihn dann von zwei Seiten überfallen. Mir klopfte das Herz so laut, daß ich dachte, sie müßten's hören. Ich wollte wieder zurück und über den Berg dem Hermann entgegengehen, um ihn zu warnen, aber da fiel mir ein, daß er dann vielleicht grad' kommen und ihnen doch in die Hände fallen könnte. So dacht' ich: In Gottes Namen! Und schlich mich so leis, wie ich nur könnte, durch die Büsche an ihnen vorbei. Ganz langsam durft' ich bloß gehen, so lang ich noch bei ihnen war. Nachher bin ich rasch gelaufen, bis ich Ihnen begegnete.“ Das klang alles so wahr und natürlich. Meine forschenden Blicke lasen auf ihrem Gesichte und in ihrem ganzen Wesen die Bestätigung ihrer Worte. Und doch kamen mir neue Zweifel. „Es ist aber schon lange her, daß Sie mir begegneten, Sie sind augenscheinlich eben erst nach Hause gekommen, und dann Ihr Erschrecken, als Sie den Verletzten vor sich sahen!“ hielt ich ihr entgegen. „Sie thun grad', als wenn Sie der Untersuchungsrichter wären, und ich wirklich ein Verbrechen begangen hätt'; aber ich bin Ihnen nicht bös, daß Sie so fragen, und will Ihnen auch noch weiter Red' stehen, weil ich weiß, daß Sie's aus gutem Herzen thun und mir gern helfen wollen,“ erwiderte sie halb spöttisch. „Ja, das will ich, Käthe, aber ich bitte Sie, sagen Sie mir alles.“ „Nun denn, als ich mit Ihnen gesprochen hatt', wollt' ich wieder heim gehen, nicht auf dem nämlichen Weg, den ich gekommen war, sondern oben her über den Berg. Als ich ein Stück gegangen war, sah ich einen Mann und eine Frau daher kommen, und weil ich dacht', sie sind aus dem Dorf, wollt' ich ihnen nicht begegnen und machte einen Umweg weit um sie her. Da hört' ich wieder Stimmen, und richtig, es war der Heinz mit noch zwei anderen, die eilig herüberkamen, und weil der Mond schon so hell schien, hatten sie mich auch gesehen und erkannt.“ „Holla!“ rief der eine,„das ist richtig die Brandkäth', die ist ihrem Liebsten nachgegangen und hats ihm gesteckt, daß wir ihn ablauern wollen; wart', das soll Dir noch hoch zu stehen kommen, daran sollst Du noch lang gedenken!" „Ich wollt' mich flüchten und lief nach dem Busch zu, der Heinz und die anderen mir nach immer weiter und weiter; wenn ich bis in den Wald gekommen wäre, hätt' ich mich dort wohl verbergen können, aber sie waren schneller als ich und mir so nahe, daß ich jeden Augenblick meinte, sie wären schon bei mir. Da fiel auf einmal ein Schuß, ich dacht' nicht anders, als der Christian wär's, der den Hermann doch noch überfallen hätt'. Die Burschen aber, die hinter mir waren, mußten einen argen Schrecken gekriegt haben, sie mochten wohl denken, es gäb' ein Unglück bei der Geschichte, und wollten weiter nichts damit zu thun haben; sie machten sich fort so schnell sie nur konnten. Wie ich das sah, eilte ich auch, daß ich nach Haus kam und grad' vorher, eh' Sie klopften, war ich heimgekommen. Als ich die Thür aufmachte und den Verwundeten sah, meinte ich nicht anders, als es sei Hermann Reinberg gewesen, und darum hab' ich so geschrieen.“ Ich reichte ihr gerührt die Hand; mein Herz war mir jetzt nach ihrer Erzählung so frei und leicht geworden, als sei von mir selber der Bann einer schweren Schuld genommen. Wie hatte ich auch nur an Käthe zweifeln können! Sie hatte während ihrer Rede sich bemüht, den Verletzten wieder zum Bewußisein zu bringen, ihn mit frischem Wasser gewaschen und seine schon brennende Stirn gekühlt. Er war auch auf einen Augenblick zu sich gekommen, lag aber jetzt wieder in schlummerähnlicher Betäubung da. „Käthe,“ sagte ich,„sollte man Schritte gegen Sie thun, so seien Sie doch ebenso offen gegen andere wie gegen mich, erzählen Sie alles, was..“ Die Thür ward heftig aufgestoßen, Hermann trat mit dem Ortsvorsteher und ein paar anderen Männern ein, welche den Verwundeten behutsam in den draußen haltenden Wagen schafften, um ihn zuerst bis zur Ankunft des Arztes nach Nordenkirch zu bringen. Ich folgte mit Hermann, der kein Wort an Käthe gerichtet hatte. Als wir draußen waren, wandte er sich an mich und ich hörte seiner Stimme an, wie erregt er innerlich war. „Sie wissen ebensowohl, wie ich, wer die Frau gewesen, die wir oben sahen, und was der verwundete Mann meinte mit seinem Ausirnf vorhin. Nach dem, was ich gerade vorher mit Ihnen sprach, können Sie wohl denken, wie mir zu Mute ist. Aber, ist's Ihnen recht, so schweigen wir beide! Wie die Sache sich entwickelt, ist ja vorauszusehen. Er hat sie erkannt und sein Zeugnis bestätigt nur das, was die Leute im Dor längst gewußt haben und ich für böswillige Verleuumndung hielt.“ Einen Augenblick kämpfte ich einen schweren Kampf in mir selbst. Er gab sie auf, seine Liebe zu Käthe war vernichtet durch die Erkenninis ihrer vermeintlichen Schuld. Voll Verachtung wandte er sich von ihr ab. Sollte ich ihn in jener Meinung lassen, um Käthe nun für mich zu gewinnen? Pfui! Wie konnte ich einen solchen Gedanken in mir aufkommen lassen! Nein, nein, Käthe sollte gerechtfertigt dastehen vor ihm ebensowohl wie vor mir. „Sie thun dem Mädchen ein sehr großes Unrecht,“ sagte ich ernst,„sie ist unschuldig, und nur um Ihretwillen ist der Augenschein gegen Sie.“ Und dann erzählte ich in Kürze, was mir Käthe vorhin gesagt. Erlachte bitter und höhnisch auf. O, Sie sind sehr leichtgläubig, und sie verstehl's, ein Märchen schnell zu ersinnen. Von der Geschichte, dem geplanten Ueberfall glaube ich nicht viel.“ „Was berechtigt Sie denn zu solcher Annahme?“ fragte ich zornig auffahrend. Er zog schweigend ein weißes Tuch hervor und hielt es mir hin. Sehen Sie, dies Tuch sah ich dort liegen auf der Stelle, wo der Schuß gefallen war. Irren kann ich nicht, die Frau welche, den schweren Koffer trug, hatte um ihre Hand, mit der sie den Griff anfaßte, dies Tuch geschlungen, weil wahrschein lich der Griff kalt und scharf war und die Hand davon schmerzte. Ich hob das Tuch auf, um mit demselben den Mann zu verbinden, da es aber zu kurz war, nahm ich das meine und steckte dies unwillkürlich in die Tasche. Soeben beim Lampenlicht zog ich's hervor und mein Blick fiel auf die beiden Buchstaben, durch die es mit rotem Garn gezeichnet ist. Sie lauten K. S.“ Ich fühlte, wie ich zusammenschrak, zu erdrückend schien mir dieser Beweis von Käthes Schuld. „Aber kann nicht auch so eine andere heißen?“ warf ich endlich ein. „Ich wüßte niemand, auf dem der Name paßte. Dann war ja auch die Aehnlichkeit in Gestalt und Kleidung gar zu groß, und der Arme Verwundete erkannte sie auf den ersten Blick; für mich ist kein Zweifel mehr, sie war's! Es ist noch ein anderer Umstand, der mir's zur Gewißheit macht; die Person des Mannes glaube ich auch zu erkennen und mein Verdacht in dieser Beziehung hat sich soeben vollauf bestätigt.“ „Und wer? Wer, meinen Sie, daß ihr Begleiter war?“ fragte ich in atemloser Spannung. Er zögerte mit der Antwort. „Ich weiß nicht, ob ich's aussprechen darf, aber ich sage es Ihnen im Vertauen auf Ihre Verschwiegenheit: Es war der Winkelbach, unser Verwalter.“ Ich fuhr erstaunt zurück. Winkelbach in Gemeinschaft einer Frau, und diese sollte Käthe sein? Nimmermehr! Grell und leuchtend wie der Blitzstrahl stieg's in mir auf mit ahnungsvoller Gewißheit, wer die Gefährtin jenes Mannes nur gewesen sein könnte, doch ich durfte noch nichts äußern, aber fest stand es bei mir, daß, sobald auch das Gericht Käthe für die Schuldige halten würde, ich meine Vermutung laut aussprechen wollte. Einer war doch da, auf die die Namenszeichen des Tuches paßten. Reinbergs Mutter hieß mit ihrem Mädchennamen Karoline Sallert. Wir waren indes an dem Seitenweg angelangt, der links zum Schulhaus abführte. Hier blieb Hermann stehen und saßte meine Hand. „Versprechen Sie mir, daß Sie gegen jedermann verschweigen und es selbst auch vergessen, was ich zu Ihnen vorhin sprach, kurz vor der verhängnisvollen Begegnung. Das ist jetzt alles mit einem Schlage zertrümmert und zerstört; vergessen und begraben soll's ein für immer! Ich muß vor mir selber rot werden, wenn mir hin und wieder die Erinnerung kommen wird, daß ich je daran denken konnte, das Mädchen zu meinem Weibe zu machen.“ „Richten Sie nicht so kalt und selbstgerecht! Sie könnten es eines Tages bereuen!“ mahnte ich. „Ja, es mag wohl zu streng klingen, wir Reinbergs sind nicht gewohnt, über dergleichen milde zu urteilen. Wir haben unsere Ehre stehts so rein gehalten, wie nur ein hochadeliger Freiherr sein Wappenschild, und noch kein Reinberg hat sich seiner Handlungen zu schämen brauchen.“ „Und dennoch soll man nicht voreilig andere richten,“ konnte ich mich nicht enthalten, zu entgegnen. Er achtete nicht darauf.„Also ich habe Ihr Wort, das, was ich vorhin mit Bezug auf— nun, Sie wissen ja, sehen Sie es als unausgesprochen an.“ Er hielt mir seine Hand hin. „Ja,“ sagte ich einschlagend,„Sie meinen, als Sie hinzufügten: Es ist kein Feuer u. s. w.“ Er nickte ungeduldig. „Wiederholen Sie es nicht, ich kann's nicht mehr hören! Verwelkt, zerstört in einem Augenblick, versunken, vergessen! Möchte die Erinnerung daran mich nie wieder beschämen.“ Damit ging er, und ich suchte mein einsames Zimmer auf. Schlaf konnte ich nicht finden in dieser Nacht, ich wußte, daß Käthe unschuldig, und ahnte wer der Schuldige sei. O, du stolzer Hermann Reinberg, wenn auch du es ahntest, wie würde der Ruhm von der Ehre deines Hauses zu nichte!(Forts. folgt.) Vermischtes. * In Steinbach=Hallenberg(Kreis Schmalkalden) sind 13 Gehöfte abgebrannt. * Von Haifischen gefressen ist, wie sich erst jetz berausgestellt hat, der in Altona geborene, auf der Bark„St. Jago“ bedienstet gewesene Matrose Elvers. Derselbe hat, als die Bark im Dezember v. J. in St. Paul(Brasilien) lag; am Abend des 24. Dezember gebadet, ist dann zwischen Haifische geraten und zer rissen worden. 3333238/333333 Empfing das Neueste in leichten in hellen und dunklen Farben. J. Moses, Hüsingstr. 22. 4... GEGASASASRSESESEG Aug. 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