Leisblart en nicht Abonnemens=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstag, Donnerstags und Samstags. Möchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“ für den Frreis Golde. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pig außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. 1— lebrauche der####— r Tietze'.# Nr. 43 ubons. Ben. 40 oder 50 Pf. in Schwerte Hagemann, Emil Selve, Vieden. 5549. Schwerte, Donnerstag, 13. April 1893. 5. Bekanntmachungen. Deutsches Reich. Bekanntmachung. Nach der Bestimmung im§ 26 des Reglements seimniss n und Hautausschläge, en, Flechten, Lebern Schweist 2c. zu verichen Waschungen mit: schwefek-Jeife beden, à St. 50 Heppe. u. Hope ischer Arzt inover n 8—10 Uhr. brieflich. 7 0 Gesellschaft er& Co. Borlin r. 17. NW. ich empfohlenen brragenden Cheten ischen bessertweine ind Naturreinheit bernehmen, sind Aug. Hartmann, gefl. auf unsere mit Schutzmarke ehenen Flaschen zur Ausführung des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869 ist das Wahl=Ergebnis am vierten Tage noch dem Wahltermine zu ermitteln. Die Herren W hlvorsteher werden deshalb ergebenst ersucht, die Wahlresultate, Verhandlungen über die Wahl am 3. Mai ds. Is. nach der Wahl spätestens aber am 4. Mai, vormittags, mir einzureichen. Der Wabl=Kommessar. Landrat Geheimer Regierungsrat von Rynsch. Bekanntmachung. Unter dem Rindviehbestande des Landwirts Friedr. Wiethaus zu Aplerbick ist die Maul= und Klauensenche ausgebrochen und ist deshal über das betreffende Gehöft die Sperre verhängt worden. Avlerbeck, den 8. April 1893. Die Polizei=Verwaltung Gurjahr, Amtmann. 50 Mark Belohnung. Bekanntmachung. In der Nacht vom 9. auf den 10. April er. ist auf der Chaussee=Straße gegenüber der Rektoratschul in Aplerbeck ein Lndenbaum durch Abschneiden der Rinde beschädigt worden. Derjenige, welcher die Person des bubenhaften Baumfrevels der unterzeichneten Behörde namhaft macht. sodaß derselbe zur gerichtlicher Bestrafung gebracht wird, erhält 50 Mark Belohnung, auch wird die Ver schweigung des Namens zugesichert, wenn durch Benennung von Zeugen der Baumfrevler überführ: werden kann Aplerbeck, den 10. April 1893. Der Amtmann: Gutjahr Bekanntmachung. Unter dem Rindviehbestaude des Landwirts Wilb. * Stamm zu Aplerbeck ist die Maul= und Klauenseuchausgebrochen und ist deshalb über das betreffende Gehöft die Sperre verhängt worden. Avlerbeck, den 10. April 1893. Die Polizei=Verwaltung Gutjahr, Amtmann. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentli ven Kenntnis gebrach:. daß unter dem Rindvieh des Landwirts Brandhoff zu Menglinghausen, Kreis Hörde, die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen ist. Barop, den 11. April 1893 Der Ehrenamimann Mentler. Kaiser Wilhelm hat, als Haupt des Hohenzollernhauses, dieser Tage die Freude eines neuen Familienzuwachses und zwar in Gestalt eines dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Leopold geschenkten Sohnes, genossen. Es ist die Rede davon, daß der Kron prinz demnächst zu seiner weiteren Ausbildung das Gymnasium in Kassel beziehen dürfte, dieselbe Anstalt also, wo auch sein Kaiser licher Vater und Prinz Heinrich ihren Jugendunterricht empfangen haben. Dem Pariser„Figaro" wird aus Berlin gemeldet, in dortigen Hofkreisen versichere man, die kaiserliche Familie sei entschlossen, den Prinzen Heinrich, den Bruder des Kaisers, nach Rußland zu entsenden, damit er den Kaiser bei den am 27. Mai neuen Stils in Moskau aus Anlaß der 10. Wiederkehr des Krönungstages des Zaren stattfindenden Festlichkeiten vertrete. Der Reichskanzler habe den deutschen Botschafter in Petersburg, General v. Werder, beauftragt, sich bei der russischen Kaiserfamilie darüber zu unterrichten, welche Aufnahme eine Entsendung des Prinzen Heinrich bei ihr finde, und wenn diese Wahl gefalle, sich mit dem Hofe über die Empfangsfeierlichkeiten zu verständigen.—Eine Bestätigung dieser Mitteilung von deutscher Seite liegt nicht vor. Die Parlamentskampagne hat wieder be gonnen. Das preußische Abgeordnetenhaus hat zuerst seine Beratungen, die ihm noch manchen Tag langer und eingehender Erörterungen kosten werden, wieder ausgenommen, und die Verhandlungen des Reichstages beginnen mit Donnerstag dieser Woche. Im Reichstage wird, wie es ja immer noch den Auschein hat, das Scheitern der Militärvorlage der Session ein vorzeitiges Ende bereiten, aber im preußischen Landtage werden sich die Verhandlungen noch mindestens bis Pfingsten ausdehnen. Die drei großen Steuergesetze mit ihren Hunderten von Paragraphen müssen in den entscheidenden Debatten im Abgeordnetenhause, wie im Herrenhause noch von Anfang bis zu Ende durchgenommen werden. Die Kommission des Abgeordnetenhauses hat mit der Spezialerörterung der Steuerreformgesetze etwa ein Vierteljahr zu thuen gehabt; als der erste Schnee fiel begann man mit der Arbeit und nun der Frühling kommt, ist sie zu Ende. Daraus kann man ungefähr ersehen, wie viel die beiden Häuser der preußischen Volksvertretung noch zu thun haben werden, bevor ihre Mitglieder an die Heimkehr zum häuslichen Heerd werden denken können. Das wichtigste und am meisten umstrittene der drei Steuerreformgesetze ist die Ergänzungssteuer(Vermögenssteuer, Der vorgeschlagene Steuersatz derselben ist so niedrig, daß er kaum zu Bedenken Anlaß geben kann und dies auch nicht gethan hat. Was an der Steuer mißfiel, waren vor allem die Bestimmungen über das Einschätzungsverfahren, und dann kam die Befürchtung ins Spiel, es könnte sich aus dieser Steuer eine Steuer schraube ohne Ende entwickeln. In der Abgeordnetenhauskommission sind indessen die Vorschläge wegen Einführung einer Erbschaftssteuer an Stelle der Vermögenssteuer abgelehnt worden, und es ist bei der letzteren geblieben. Bei der großen Mehrheit, mit welcher dieser Beschluß gefaßt worden ist, kann kein Zweifel obwalten, daß er auch vom Abgeordnetenhause selbst gebilligt werden wird und schließlich das Herrenhaus ihm zustimmt. Zweck der Steuerreformvorlagen ist bekanntlich, die Grund= und Gebäudesteuer als Staatssteuer künftig in Fortfall zu bringen, und zum Ersatz des Ausfalles sollen eben die Erträge aus den neuen Entwürfen dienen. Dem Reichskanzler v. Caprivi wurde nachgesagt, daß er persönlich ausgesprochen, er sei„zu ganz bedeutenden Konzessionen inbezug auf die Forderungen für die zweijährige Dienstzeit bereit.“ Der Reichskanzler hat nunmehr Veranlassung genommen, zu erklären:„Er stehe nach wie vor auf dem von ihm stets vertretenen Standpunkt, daß die Vorlage in ihrem wesentlichen Teile ein Ganzes bilde, das nicht zerpflückt werden darf.“ Unter dem Titel„Der Kampf um die Militärvorlage“ bringt auch die„Kreuzzeitung" in ihrer Montagsnummer einen Leitartikel und faßt alles in dem Schluß zusammen:„Es kann für ie Beurteilung der Energie in Sachen der Militärvorlage in den weiteren Kreisen des Volkes nicht günstig wirken, wenn man sieht, wie sich immer wieder zahlreiche Fäden zwischen der Regierung und den Feinden der Militärvorlage hin und herspinnen, und es kann die politische Aktion der Freunde der Militärvorlage nicht fördern, daß auf anderen Gebieten sachlich und persönlich die Regierung ihnen entgegentritt. In Bezug auf die Behandlung der Presse hat sich das Programm von 1890 längst schon als verfehlt erwiesen, und man ist wieder zu den Traditionen früherer Zeit zurückgekehrt. Ob noch rechtzeitig, ist die Frage. Eine ähnliche Umkehr in der Behandlung der Parteien thäte not, sonst könnte es zu spät werden.“ Die Nationalliberalen in Aschersleben sprachen sich für Annahme der Militärvorlage aus. Herr von Bennigsen soll, wie der nationalliberalen Rh.=Westf. Ztg. aus Berlin geschrieben wird, die feste Absicht haben, sich im Fall einer Reichstagsauflösung bei den Neuwahlen nicht wieder um einen Reichstagssitz zu bewerben. Er soll durch die Art, in welcher seine Bemühungen um eine Verständigung über die Militärvorlage seitens des Reichskanzlers aufgenommen worden sind, ungemein verstimmt sein. Fürst Bismarck stattet in den„Hamb. Nachr.“ öffentlich seinen Dank ab:„Friedrichsruh, den 10. April 1893. Aus Anlaß meines Geburtstages habe ich aus allen Teilen des Reiches und von Deutschen im Auslande eine große Zahl von Glückwünschen erhalten, in denen ein hohes Maß patriotischen Gefühls zum Ausdruck kommt. Es ist mir schmerzlich, auf die Einzelbeantwortung verzichten zu müssen, weil das Mißverhältnis zwischen der so erfreulich großen Zahl und meinen Arbeitskräften sich zu sehr geltend macht. Ich bitte alle Schwerte. 1 morgen: Schweinebraten, räuch. Lachs, Würstchen, ülze, Caviar. Istück 40 Pig. tte 40 Pfg. Carl Raffin. lpril. Weizen he# 19, freinder 17,50 zen hies. 14.— bis 50—18,—. Haser 5.75 M. April. Weizen 50 M, Juni=Ini April=Mai 134.75 138.50 K, 10 M. öl vorr. mit Faß * F a ß 4 9. 6 0 M, 10 M., Sept.=Okt. itus 70er vorrätig = Mai 35,50 10 M, 50e vorDer neue Panzer. Als es mit dem Schwert und Lanze galt Den Gegner hinzustrecken, Da hüllten schwere Panzer ein Die kriegerischen Recken. Die Zeit verging, die Rüstung schwand, Die wenig Heil gewährte, Als Berthold Schwarz' Erfindung kam Und neue Fechtkunst lehrte. Heut sind des Kriegers Ideal Die mörderischen Waffen, Die ganze Bataillone schon Von fern darniederraffen. Und nun? Sind wieder aufgewacht Des Mittelalters Geister? Das kleinkalibrische Gewehr Besiegt ein— Schneidermeister? Am Ende ihres Witzes scheint Die Fechtkunst anzulangen; Ob's sich nicht lohnt, bald neu mit Schwert Und Lanze anzufangen? Endlich gefunden. (Fortsetzung.) Ein Schreckenslaut entfuhr den Lippen des Mädchens. Heulend fuhr plötzlich ein Windstoß durch den stillen Wald, der ihr den Hut vom Kopfe riß und sie in eine förmliche Wolke von Schnee hüllte, den der Sturm von den ächzenden Bäumen schüttelte. Was war das? Die Hände vor die Augen gedrückt, um sie vor dem tollen Flockengewirbel zu schützen, strebte Flora mühsam vorwärts; doch nur wenige Schritte waren ihr möglich, denn als hätte jener Windstoß das Zeichen zur Eröffnung eines Naturkampfes gegeben, brach jetzt ein Unwetter los, wie es das alte Kirchenholz kaum je zuvor erlebt haben mochte. Ha, wie es brauste und heulte, stürzte und krachte! Dazu fiel in vollem Wirbelwehen ein Regen von spitzen, scharfen Eisnadeln, so dicht, daß er die Luft verdunkelte und der bebenden Frauengestalt, die angstvoll eine starke Tanne umschlungen hielt, das Gesicht blutig ritzte. Einige Minuten verstrichen, bis Flora den Versuch wagen durfte, sich ohne Stütze auf den Fützen zu erhalten und, nachdem das Toben allnählig nachgelassen, daran denken konnte, ihren Weg sortzusetzen. Das Bewußtsein, daß sie ja nun doch bald aus dem Walde heraus sein, und sie Landstraße erreicht haben mußte, die sie bis auf zehn Minuten Entfernung an die Stadt brachte, belebte ihren Mut und verlieh ihr Kraft zur Fortsetzung ihres mühseligen Wanderns. Aber wie tapfer sie sich auch vorwärts kämpfte, so wollte doch der Wald kein Ende nehmen, und die plötzlich in ihr aufsteigende Befürchtung, daß sie, von dem Sturmwind beständig zur Seite getrieben, die Richtung des Weges verloren haben könnte, jagte ihr Angst und Schrecken ein. Stehen bleibend versuchte sie, sich in der Gegend zurecht zu finden, doch vergeblich. Lautlos fielen die weißen Flocken so dicht, daß das Auge, welches ohnehin kaum fähig war sich zu öffnen, auch keine drei Schritte weit zu sehen vermochte. Flora besaß ein tapferes Herz und dank der Erziehung ihres Vaters waren Furcht und Aber gjauben ihr lebenslang fremd geblieben; und doch, als ihr jetzt die Warnung des Brüderchens einfiel, nicht durch das Kirchenholz zu gehen, konnte sie sich eines Schauers nicht erwehren. Sie wußte, daß die ganze Dorfgemeinde, den Küster selber nicht ausgenommen, an den verbrecherischen Hutzelbauer glaube, dessen ruheloser Geist hier sein Wesen treiben und den Wanderer irreführen sollte; aber mochten auch die Bauern an solchen Spuk glauben und in ihren winterlichen Spinnstuben sich davon erzählen, des Pfarrers wohlgebildete Tochter durfte solch dummen Aberglauben nicht teilen. Also mutig vorwärts oder zurück, und im Vertrauen auf die Allgegenwart Gottes der Unheimlichkeit des einsamen, gefürchteten Waldes im Halbdunkel des früh hereinbrechenden Abends standhaft begegnet! Nach kurzem Ueberlegen entschloß sich Flora zur Umkehr. Auf dem Weg, auf welchem sie bis zur Stelle gelangt, mußte sie ja doch auch wieder zum Pfarrdorf zurückkehren können, und dann war es trotz dem entstehenden Zeitverlust doch tausendfach vorzuziehen, auf der sicheren Landstraße, die obendrein möglicherweise eine Fahrgelegenheit bot, die Stadt zu erreichen, als hier unter beständiger Gefahr, von den herabstürzenden Aesten erschlagen zu werden, sich aus den dunklen Bäumen heranszufinden. Dem Entschluß folgte sofort die Ausführung. Den Schneesturm jetzt im Rücken, hastete Flora in der Richtung, in welcher sie gekommen, wieder zurück, doch bald genug suchte sie vergeblich nach einer Spur, die ihr Fuß in dem dicken, weichen Schneelager hinterlassen. Sturm und Schnee hatten sich vollständig verweht. Angstschweiß auf der Stirn, wandte sie sich bald nach rechts, bald nach links, je nachdem es ihr scheinen wollte, als ob sie den einen oder anderen der alten Waldesriesen für einen alten Bekannten zu halten habe, den sie auf ihren früheren Wegen schon oftmals begegnet; doch wie sie sich auch drehen und wenden mochte, die Gegend blieb immer dieselbe: undurchdringliches Flockengewirbel, das nicht die geringste Um= und Fernsicht gestattete, und fußhoher Schnee auf dem Waldesboden, den zu durchwaten von Minute zu Minute schwietiger wurde. Die unabweisliche Gewißheit, sich in dem nächtlichen Walde verirrt zu haben, erlahmte urplötzlich den bisher energisch aufrecht erhaltenen Mut des Mädchens und brach damit zugleich deren längst erschöpfte Körperkraft. Mit einem verzweifelten Hülferuf brach sie da, wo sie stand, in die Kniee, während sie das Mark in ihren Gliedern erstarren und von Fieberschauer sich geschüttelt fühlte. Dazu jagte ein Schreckbild um das andere durch ihr Hirn, und die Vorstellung von der Verwirrung, die ihr Ausbleiben daheim anrichten werde, wo die alte Regine in peinlicher Unruhe auf ihr versprochenes Eintreffen wartete und eine gebetene Gesellschaft empfangen und bewirtet werden sollte, beunruhigte sie noch mehr. Und ihre armen Eltern, wie mochten sie erschrecken, wenn sie die Botschaft erhielten, daß ihre Tochter in der Stadt nicht angekommen sei! Würde man sie hier suchen, in der Nacht bei Laternenschein in dem großen weiten Walde? Und wenn man sie fand, würde sie noch am Leben sein? Von diesen Gedanken gepackt, sprang sie entsetzt in die Höhe, und wieder hallte ihr angstvoller Hülferuf durch den schauerlichen Wald. Doch nichts antwortete ihr, als das durch den Schneefall gedämpfte Echo. „Lieber Gott, erbarme Du Dich meiner!“ kam es da inbrünstig über Floras blaß gewordene Lippen, und indem sich ihre geängstigte Seele betend zu dem erhob, ohne dessen Willen kein Sperling vom Dache und kein Haar von unserem Haupte fällt, überkam sie allmählich jene Ruhe und Ergebung, die der Segen eines jeden ernst lichen Gebets zu sein pflegt. Müde den Kopf auf die Brust gesenkt, lehnte sie sich gegen einen Baumstamm, und während sich ihr äußeres Auge schloß, suchte das innere eine geliebte Gestalt, der sie nun in diesem Leben nie wieder begegnen würde. Es war wohl am besten so, wenn sie jetzt starb; blieb ihr doch dann ein ganzes Leben voll stillen Grams und Herzeleid erspart! Aber was er wohl sagen mochte, wenn er hörte, daß sie tot war? Er fuhr wohl hinaus zu ihrer Bestattung und errichtete ihr auf dem Friedhof ihres Heimatortes einen Leichenstein; ja das that er, that er aus Ehrfurcht gegen seine verstorbene Mutter, der das Mädchen wert gewesen war. Die Gestalt der Verstorbenen stand plötzlich lebensfrisch vor der Seele der Träumerin; winkte sie ihr nicht? Rief sie ihr nicht? Flora hob den Kopf und öffnete die schweren Augenlider. Ja, es war wirklich ein Ton, der soeben verhallend an ihr Ohr schlug. Ohne selber recht zu wissen, was sie that, erhob Flora ihre Stimme zu der Antwort:„Hier bin ich!“ Doch wie darüber aus einem schweren Traume erwachend, fuhr sie erschrocken zusammen. Wer mochte sie gerufen haben, dem sie geantwortet hatte? Alle Nerven auf das höchste angespannt, so daß sie vor der geräuschvollen Bewegung ihres Blutes kaum zu hören vermochte, lauschte sie nach der Richtung, aus welcher sie den Ruf vernommen zu haben glaubte. Und sie hatte sich nicht getäuscht, denn jetzt vernahm sie wieder den Ruf. Zugleich kam aber auch etwas zwischen den Bäumen daher gesaust, das sie bei der herrschenden Dämmerung nicht zu erkennen vermochte. Die Hände wie zur Abwehr vorgestreckt und die Augen mit dem Ausdruck des Entsetzens weit geöffnet, starrte Flora nach dem dunklen Etwas, das jetzt durch die nächsten Büsche brach und laut bellend an ihr in die Höhe sprang. In demselben Moment ertönte ein gellender Pfiff. Der Hund flog zurück, um gleich darauf in großen Sätzen wiederzukehren, gefolgt von einem Manne, der mit dem Rufe:„Wer ist da?“ soeben mit raschen Schritten unter den nächsten Bäumen hervortrat. „Ich bin es, Flora Wolfram," konnte das Mädchen noch antworten, dann legte es sich wie eine schwarze Binde vor ihre Augen; schwere kalte Arme umsingen sie und ihre Hände griffen wie nach einer Stütze suchend in die leere Luft.— (Fortsetzung folgt.) meine Freunde, welche mich durch ihre Teilnahme an meiner Feier geehet und durch den erneuten Beweis ihres Wohlwolleus hoch erfreut haben, meinen herzlichsten Dank durch diese Veröffentlichung entgegenzunehmen, von Bismarck.“ General v. Voigts=Rhetz, ein deutscher Soldat, dessen Namen eng verbunden ist mit dem Kriegsruhm der preußischen Armee, feierte am 9. April, fern der Heimat, in Nizza seinen 80. Geburtstag. Seit 1831, also unter fünf preußischen Königen, gehörte er der Rangliste an, in der er auch jetzt à la suit des Grenadier= Regiments König Wilhelm 1, des früheren Königs=Grenadier=Regiments, geführt wird. Im Kriege gegen Frankreich im Jahre 1870/71 erwarb sich der General nicht nur das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse, sondern er wurde das verheerende Element um sich und nur dem thatkräftigen Eingreifen der hinzueilenden Anwohner ist es zu danken, daß nicht ein größerer Komplex des Waldes, dieses anmutigen Aufenthalts, die Frucht jahrelanger Pflege, in kurzer Zeit vernichtet und zur kahlen Fläche gemacht wurde. Schwerte, 12. April. Am Samstag nachmittag hatte unser neuer städtischer Sprengwagen zweifellos mal eine launische Anwandlung, seinen Beruf zu verfehlen, indem er in das Schaufenster des Herrn Kühl auf der Brückstraße hineinfuhr. Es ist ein Schaden von ca. 40 Mark entstanden. Schwerte, 12. April. Diebe haben es verstanden, am Sonntag abend beim Wirt Herrn Herberholz an der Ruhrbrücke in einem Kreuz 2. und 1. Klasse, sondern er wurde Herrn Herberholz an der Ru auch eigenhändig von dem Kaiser von Ruß=unbewachten Augenblicke in das fast stanoig land mit dem Georgsorden ausgezeichnet. Die verschlossene Vorratszimmer zu schleichen und * ebenfals leinen 8—10 yfündigen Schweinebraten von vier Söhne des Generals standen ebenfals im feiner 1o pfundigen Schweintblaten von Felde und jeder von ihnen brachte das Eisernelder Schüssel zu entwenden. Als die Köchin Kreuz nach Hause. Der General verlebte sei= das Abendbrot zubereiten wollte, fand sie die nen Geburtstag in aller Stille in Nizza, wo er seit einigen Jahren mit seiner Gemahlin den Winter zubringt. Holland. Ein harter Zusammenstoß fand am Tamiang= leere * Schüssel vor. „ Schwerte, 11. April. Am Freitag aberd hielt im Duisberg'schen Saale der Reichstags. kandidat der freisinnigen Partei, Herr Rechtsanwalt Dr. Eickhoff aus Duisburg, einen politischen Vorflusse in Ost=Sumatra zwischen Atschinesen und##trag. Nachdem Herr Rechtsanwalt Mausen von Holländern statt, wobei die Holländer 6 Tote Dortmund die Versammlung eröffnet, wurde Herrn (•9 TatelGshoff das Wart erteilt. Der Vortrag de und 45 Verwundete, die Atchinesen 55 Tviegeanff dus Woll eriem. Der Volllag kes sehr hatten. Die Behauptung der Holländer, daß gewandten Redners währte etwa 2 Stunden und hatten. Die Behauptung der Holländer, daß gewandten# ste siegreich gewesen, ist gerechtfertigt, da siet waren die Ausführungen durchweg mäßig gehalten. acht Forts eingenommen, sieben Kanonen und Hicrauf erbat sich der Sozialdemokrat Vogt aus acht Forts eingenommen, sieben Kanonen und Hirauf erb. eine Menge Gewehre erbeutet haben. Die Dortmund das Wort, welches ihm uoer wieder von den Atchinesen unterbrochenen Verbindungen seutzogen wurde, da ihm nur Fragen zu stellen sind wieder eröffnet. Ein großer Handwagen voll onarchistischer gestattet waren, während er eine Red halten wollte. Schwerte, 11. April. In dem festlich Druckschriften in deutscher Sprache, welche schmere geschmückten Ostermann'schen Saale hatten sich am Beschimpfungen Kaiser Wilhelms enthielten und Samstag abend etwa 70 Bürger von hier eingenach Deutschland eingeschmuggelt werden sollten,Ifunden, um noch nachträglich den Geburtstag des sind in Grahem in einem Hause bei einer zeilichen Haussuchung beschlagnahmt worden. Belgien. In Lüttich fordern Maueranschläge poliAltreichskanzlers durch einen Kommers zu feiern. Herr Direttor Plentz brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Die Festrede hielt Herr Rechtsanwalt die! Backhausen und zeigte das kräftige Hoch auf den Arbeiter auf, sich endlich von der schweren Gefeierten am Schluß derselben, mit welcher Besolitischen Knechtschaft zu befreien. Ein großes geisterung die Rede ausgenommen. Nachdem das Meeting findet Dienstag abend statt. Italien. Die Truppenschau bei Rom am 24. April begeisteit ausgebrachte Hoch verklungen, wurde ein Telegramm an den Fürsten abgesandt, in welchem Truppenschau bei Rom am 24. April dem Geftierten ehrfurchtsvoller Gruß der Versammelten wird sich ganz besonders glänzend gestalten. sentboten wird. Die Feier hat einen Verlauf gefunden, S. M der deutsche Kaiser, König Humbert, wie wir ihn hierorts siets gewohnt sind und sagen an seine am 20. März er. erfolgte Wahl zum dortiger Zigarrenfabrikant mit Genehmigung O# betreff:: ldes Herrn Ahlwardt eine„Rektor Ahlwarde, Volksvertreter zu widmen. Das beiressende Andenken, ein wertvolles Geschenk, soll Herrn Fusangel demnächst durch eine besondere Deputation überreicht werden. Gütersloh, 1I. April. In der Land= Erkrankungen an Pocken vorgekommen. Alle g., gemeinde Gütersloh grassieren so stark die krankungen sind leichter Natur, nur ein dreijährigge * Geeiliche An Kind ist bedenklicher erkrankt. Es Zigarre,“ von deren Umsatz ein Prozent fa. die Familie Ahlwardt bestimmt ist. In Borgfelde bei Hamburg sind W einige Erkrankungen an Pocken vorgekommen. Alle g“ S. M der deutsche Kaiser, König Humbert, wie wir ihn hierorts siets gewohnt die Fürstlichkeiten und ihre militärischen Ge=wir gewiß nicht zu viel, wenn wir behaupsen folge werden sich zu Pferde, die Kaiserin und Ti. diesjährige Bismarckfeier kann sich denjenigen sich zu Pferde, Li. diesjährige die Königin zu Wagen vom Königspalast aus anderer Städte würdig anreihen. Masern, daß eine Schule auf polizenliche Auordnung geschlossen wurde. Wiemelhausen, 12. April.„Wenn Ihr mir so viel macht, dann steche ich mir vor Euren Augen das Messer in die Brust!“ hatte der 19 Jahre alte Sohn eines hiesigen Bergmanns gerufen, als der Vater ihn wegen seines ungebührlichen Benehmens am Tische zur Rede gestellt. Leider folgte der in großer Erregung ausgestoßenen Drohung die blutige That auf der Stelle; das eigene Taschenmesser ziehen und sich damit einen Stich in die Brust versetzen, war das Werk eines Augenblicks. Der Tod trat auf der Stelle ein. Köln=Deutz, 10. April. Dieser Tage kurz nach 12 Uhr mittags, bemerkte die Mannschaft des an der Pohl'schen Werfte in Reparatur befindlichen Schiffes„Kronprinz“ einen mit den Wellen ringenden jungen Menschen; es gelang ihr, denselben noch lebend den Fluten zu entreißen. Weinend gestand der Gerettete, ein Realschüler aus Deutz, daß er seines schlechten Zeugnisses wegen vom Vater schwer gezüchtigt worden sei und sich aus Lebensüberdruß habe ertränken wollen. M.=Gladbach, 11. April. Ein Lehrer der hiesigen Realschule, Herr Dr. Holzhausen, der sich zur Zeit auf einer Ferienreise in Frankreich befindet, hat das zweifelhafte Vergnügen gehabt, als Spion festgenommen zu werden. Er wurde einem stundenlangen Ver höre unterworfen und hatte seine endliche Frei lassung, neben seinem Gladbacher Schülernotizbuche, am meisten dem ebenso energischen wie vernünftigen Auftreten des Gendarmer e=Wachtmeisters zu verdanken. Die Haltung der Bevölkerung von Carisey, woselbst er festgenommen wurde, war eine sehr feindliche gewesen. Saarbrücken, 10. April. Warken wurde nach dreistündiger Verhandlung vor der Strafkammer heute nachmittag 2 Uhr von der An klage auf Aufforderung zum Ausstand durch ein Flugblatt freigesprochen, wegen Aufreizung zum Klassenhaß jedoch zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt, arzüglich 6 Wochen Untersuchungshaft. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf 2 Jahre Gefängnis. dir. nur ein dreijähri Kind F. Eiventlches erkrankt. Es handelt sich jedoch nicht um schwarze Pocken. * Wegen Soldatenmißhandlung verurteilte dag Würzburger Militärgericht den Unterosszsgr Mohg zu viermonatlichem Gefängnis und Degrg. M. mißhandelte die Rekruten mit Oor, nach dem Paradefelde begeben. Westhofen, 10. April. Die gestrige Die Unruhen in der Stadt Ravenna in Frühjahrskirmes, welche von dem besten Wetter Italien haben sich erneuert. Mehrere hundert, begünstigt war, ist ausgezeichnet gut verlaufen; zuerst 300 dann 1000 Personen, Weiber und schon am Nachmittage machte sich ein reger Kinder darunter, drangen unter Rufen:„Wir Verkehr bemerkbar und am Abend konnte man sterben Hungers!“ in die Bäckerläden ein und sich kaum auf verschiedenen Stellen durch die seten Fungtr: an die Bäckerläden ein und trugen das vorhandene Brot weg. Es kam zum Handgemenge mit der Polizei; zahlreiche Personen, darunter mehrere Anarchisten wurden verhaftet. Die Arbeiterbewegung in der ftr, taum au, Verschirei Sienen onrch die Menschenmenge bewegen, zumal da viele von auswärts erschienen waren Berghofen, 10. April. Heute früh um 6½ Uhr ertönten hier die Feuerglocken, weil Soziale Bewegung. Saarlouis, 8. April. Sämtliche auf Romagna nimmt weiter zu. Die Notlage der das Haus des Bergmanns V. auf dem BrückerArheiter ist groß. In kleineren Orten sind hofe in Flammen stand. Dasselbe ist völlig alar thätig niedergebrannt und ist dies hinnen ganz kurzer Grube Dudweiler Abgelegten, ausgenommen die Haupträdelsführer, werden bis zum Oktober wieder angelegt. Mons, 12. April, Gegen 5000 Bergarbeiter beschlossen, heute den allgemeinen streik im belgischen Revier Borinage zu beginnen. Arbeiter anarchistische Aufwiegier thatig. Westfalen und Rheinland. Rievergebrannt und ist dies binnen 3n Ager Zeit das 3. Schadenfeuer in hiesiger Gegend. Dortmund, 12. April. Die Arbeiten Allgemein interessierende Mitteilungen aus dem Pubmliku lam Kanal von hier nach den Emshäfen si: werden mit Dank entgegengenommen. Anonyme Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. Der Name mit Beginn der Bauperiode an der ganzen des Einsenders bleibt heberüchtzchtigt werden.,„[Linie entlang kräftig wieder aufgenommen und unter alen Umständen Geheimue. erhoffen, daß der Kanal im Jahre der Redaktion.) Schwerte, 12. April. Der es steht zu erhogsen, daß der Kann. im. Hahrr 896 mit Sicherheit dem Betriebe übergeben herrliche werden kann. Wenn auch die eigentliche InFrühlingssonnenschein, dessen wir uns nun angriffnahme des Baues durch viele Umstände, schon seit Wochen ununterbrochen erfreuen und so namentlich durch die gesetzliche Bestimmung n seit Wochen ununterbrochen erfreuen und so namentlich durc. der überall Leben und Freude erweckt, ruft daß die Grunderwerbskosten von den Interessenauf dem Gesicht des Landmanns je länger je#ten aufgebracht werden mußten, sich verzögert Hoc lhat so sird die Anardnungen doch so defrosfen. auf dem Gesicht des Landmanns je länger jes.... g### bersög mehr düstere Schatten hervor. Hoch auf wirveltshal, so sinr die Anordnungen doch so getroffen, der Staub hinter Egge und Pflug, mit denen daß die Bauarbeiten ungestört weiter gehen die Saatfelder bearbeitet werden, und das gilt werden. Hagen, 12. April. nicht als ein gutes Zeichen. Staub im April] Hus ist nicht des Bauern Will'; Aprilregen kommt unserer Stadt balanziert in ihm gelegen.“ Der Bauer weiß, daß es eine Ausgabe mit 1507200 Mk. Der Haushaltsetat Einnahme und An Kommunal= der Hauptbedingungen für die Aussicht auf abgaben müssen 753099 Mk. gegen 634010 ein gutes Erntejahr ist, daß zur Zeit der Mk. des Vorjahres aufgebracht werden, infolge* tes neh dessen wird sich der Communalstenersatz von ein autes Erntejahr ist, daß zur Zeit der) 8m sammt Frühlingssaaten und des Fruchtansatzes neven bessen wird sich der Kommunnisteuersag von genügender, aber nicht übermäßiger Wärme,[220 auf 260 Prozent erhöhen. „Mai kühl und naß“— ausgiebige Feuch=] Letmathe, 7. April. Infolge der güntigkeit vorhanden ist. An letzterer beginnt es stigen Witterung war der Besuch der Dechenaber bedenklich zu mangeln, denn der trockene höhle an den beiden Ostertagen ein äußerst Ostwind dörrt den Boden gründlich aus; noch reger. Am 1. Festtage besichtigten die Höhle aber fehlen die Anzeichen, daß des Bauern rund 300 Personen, am 2. Ostertage dagegen .. hen wird Hoffen wir 1500 Barsanen. In diesem Jahre werden es Wunsch in Erfünung gehen wird. Possen voir, 500 Personen. In riesem Fähle werden es daß sich der Regen nicht zu spät einstelle. Schwerte, 11. April. Der Oberpräsi25 Jahre, seitdem die Höhle zufällig bei sprengarbeiten, welche auf der Eisenbahnstrecke dent von Westfalen giebt im Amtsblatt folgen-Letmathe=Iserlohn notwendig geworden waren, des bekannt:„Der häufig sich wiederholende entdeckt und von der Königl. Eisenbahn=Direk= * S e“„ e t i o n i n( F l h o r f e l d a n g e k a u f t w u r d e Fall, daß namentlich in den Städten mehrele tion in Elversele ungelauft wurde. kollekten an ein und demselben Orte gleich=] Soest, 10. April. Nach einem Vortrag Klagendes Abgeordneten Schneider erklärte eine graße Kollekten an ein und demselben Orte gleich= Soest, ortrag zeitig eingesammelt werden, hat zu Rlagen, gebronnen Schnewber erttarte eine gloße seitens der in Anspruch genommenen Bevöl1Versammlung, daß sie entschieden auf dem Boden kerung Veranlassung gegeben. Ich ordne da= der Militärvorlage stehe. ser für die Folgezeit an, daß die Polizeibehör] Soest, 10. April. In der heute im her für die Folgezeit an, daß die Polizeibehör:] Soest, 10. April. In der heute den das Einsammeln einer neuen Kollekte für Weisthoff'schen Saale abgehaltenen Versammihren Bezirk erst dann wieder zulassen dürfen, uung der Aktionäre der Zuckerfabrik ist mit hren Bezirk erst dann wieder zulassen dürfen, lung der Aktionäre der Zuckerfo venn zehn Tage seit dem Beginn der letzten ganz Rerunnder Riihiime####schuffunlg einer ilung verflossen sind.“ Schnitzeltrockenanlage beschlossen worden Nach Sammtung verflossen sind. bedeutender Mehrheit die Beschaffung Schnigeltrödenuntuge beschlossen werden. Rach ausgeführt, wird die immtung verflossen sind. Schnitzenr=aenamagr eeschleie.„ K4ch Schwerte, 11. April. Unser herrlicher, Buttner'schem System Aurgejühr, Wur die Schwerter Wald schwebte am Samstag in Ge= Anlage gegen 90000 Mark kosten. N“ der Slammen zu werden.] Nhera 10 Ayril. Wied fahr ein Raub der Flammen zu wiretn.f urnsberg, 10. April. Wie das Zentralkinder hatten am Nachmittag, sich der Gefahr volksblatt hört, ist von Reichtagswählern licht bewußt, am östlichen Abhange desselben unseres Kreises eine Sammlung veranstaltet „„ sch ein morden um dem Herrn Reich das hohe dürre Gras angezündet, um sich ein worden, um dem Herin Reichstagsabgeordneten kleines Feuerchen zu machen. Im nu griff Chefredakteur Fusangel ein passendes Andenken Borkum, 10. April. Durch den vor einigen Tagen bewerkstelligten Stapellauf des auf der Schiffswerft„Weser" A.=G. in Bremen für Rechnung der Aktiengesellschaft„Ems“ in Emden gebauten Salondampfers, welcher den Namen„Emden" erhielt, wird der Verkehr während der Badesaison zwischen unserer Insel und der Stadt Emden wesentlich verbessert, indem nach dieser Vegrößerung der Flotte die genannte Gesellschaft in nächster Saison zweimal täglich einen Salondampfer expedieren wird, während außerdem auch durch die Dampfer der Firma Habich und Goth eine tägliche Verbindung unterhalten wird. * Erfinders Freuden und Leiden. Der glückliche Schneidermeister Dowe in Mannheim— so schreibt der Tägl. Rundschau ein Leser— wird seines Lebens nicht froh vor der Unmenge von Berichterstattern, Telegraphenboten, Bevollmächtigten, Photographen, Fabrikanten, die ihn umlagern. Selbst ich als alter Kunde wurde nur unter den größten Schwierigkeiten vorgelassen. Von dem Stoffe selbst verriet mir Herr Dowe natürlich nichts, und Mutmaßungen sind einstweilen ganz ausgeschlossen. Der Herstellungspreis eines Brustschurzes soll 10—12 Mark betragen. Anfangs wurde ja die ganze Sache für einen verfrühten Aprilscherz gehalten:„Ich hatte die Welt auf mich aufmerksam gemacht", sagte Herr Dowe, „und jetzt machen sie mich verrückt. Sehen Sie nur hier!“ und dabei zog er ein Paket heute eingegangener Schreiben und Depeschen aus seiner Tasche, Telegramme, die um seine Photographie baten, Spottbriefe mit anzüglichen Sonntagsjägerwitzen, Ermahnungen von Patrioten, die Erfindung Deutschland zu erhalten, die Bitte einer Witwe um Uebersendung einer kugelfesten Kleidung; die Abwechslung ist großartig. Ebenso wenig wie zu Hause kann sich Herr Dowe draußen seines Lebens freuen. Wo er hinkommt, wird er angestaunt, umringt, man warnt ihn vor fremden Spionen, die sein„Tuch stehlen wollen, seine besten Freunde werden ihm verdächtigt, als ob sie ihn bei gü stiger Gelegendation. seigen, Schlägen und Säbelstichen. * In der Nacht zum Ostersonntag wurden#. zur St. Pauluskirche der Dominikaner in der Turg. straße gehörigen Kirchenglocken gestohlen. Die Glocken waren während des Umbaues an einem niedrigen Glockenstuhl auf dem Kirchplatze befestigt. Die Thäter müssen mit Schlosserarbeiten vertcaut gewesen sein, denn die Glocken sind mit großen Geschick und anscheinend in sehr kurzer Zeit aus der Lagern herausgenommen worden. Zu ihrer Arbeit müssen sich die Diebe verschiedene Werkzeuge, nament. lich verstellbare Schraubenschlüssel mitgebracht haben. Allem Anscheine nach dürften die Glocken auf freiem Felde zerschlagen sein. Der Gesamtwert des etwa vier Zentner wiegenden Geläutes dürfte sich auf rund 1000 Mark belaufen. * Gestorben ist in Wiesbaden der Frhr. Julius von Knoop, bei welchem Kaiser Wilhelm I., wenn er dort zur Kur weilte, oft als Gast war, am Donnerstag vormittag. Frhr. v. Knoop war mehrfacher Millionär. Er feierte vor vier Jahren sein 50jähriges Jubiläum als Teilhaber der Weltfirma de Jersei in Manchester und war ein großer Wohlthäter der Armen. * Stetlin, 6. April. An der ganzen pommerschen Küste entlang haben die Fischer bereits mit dem Heringsfang begonnen. Derselbe ist bisher überaus lohnend gewesen. Infolgedessen ist auch das Angebot größer als die Nachfrage. An den Räucherhäusern wird das Wall(80 Stück) bester Netzheringe nur 40 Pfg. bezahlt, geringere Ware wird schon mit 8—20 Pfg. für das Wall losgeschlagen. * Breslau, 8. April. Die Strafkammer verurteilte heute den Bandwurmdoktor Richard Mohrmann wegen Betruges zu acht Monaten Gefängnis und einjährigem Ehrverlust * Die geplante Errichtung eines Denkmals für den bekannten Rechenmeister Adam Ries(nicht Riese, wie er meist fälschlich genannt wird), dessen 400. Geburtstag in das Jahr 1892 fiel, wird jedenfalls noch im Laufe dieses Jahres in Plauen im Voigtlande zur Ausführung gelangen. Auf der bekonzten Bugruine Schloß Pkagz bei Kreuznach besichtigte am Otermontag eine eben ko firmier#er Knaben die dortige Waffensammlung. Ein Knabe legte im Scherze ein altes Jagdgewehr auf einen Gespirlen an; der Schuß krachte und mitten ins Herz durch eine Anzahl Schrotkörner getroffen, sank der Unglücksich tot nieder. * Gefärbte lebende Blumen sind ein neuer Industriezweig, der soeben von Paris nach Berlin importiert ist, und welcher in dem Blumenhandel vielleicht eine Umwälzung hervorrufen dürfte. Herr Obergärtner W. in Spindlersfeld zeigte in der letzten Versammlung des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues dortselbst nach neuester Art gefärbte Blumen. Diese sind im Laboratorium zu Spindlersfeld dadurch hergestellt worden, daß man die frisch abgeschnittenen Blumen mit dem Stil in Lösungen von Anilinfarben gesteckt hat. Infolge der noch vorhandenen Saftzirkulation tritt dam die Farbstofflösung in das Junere der Pflanze und färbt die Blume. Auf diese Weise lassen sich ganz grüne Blumen aus hellen Blumen B. Flieder, weißem Crocus oder Hyazinthen und dergleichen erzielen. Die Pflanzen durch Vermittelung der Wurzel zu färben, ist zwar noch nicht gelungen, doch änßerte sich ein anwesender Chemiker dahin, daß auf Grund von bereits gemachten Versuchen die Möglichkeit nicht abzusprechen ist, durch die Wurzel hindu# künstliche Färbungen herbeizuführen.— Ob die Blumen dadurch schöner werden?! * Der bekannte Augenarzt Dr. med. Karl Theodor Herzog in Bayern vollzog dieser Tage die 2000 Staaroperation. * 2,7 Meter oder achtundeinhalb Fuß groß ist ein 20jähriger Mensch namens Koch, aus der Nähe von Ludwigsburg in Württembers gebürtig, der sich dieser Tage in Nürnberg zu , der sich erxserage in Ruraterg„ Musterung stellte. Der lange Laban, der sein Zigarre an der Gaslaterne anzustecken imstand ist, besitzt eine Schrittweite von 1,13 Mete und sein Stiefel weist eine Länge von 40 Zen timeter auf. Er lebt also auf„großem Fuß“. * Zur Heiligkeit der Ehe. Die Numm 67 der Hamburger neuesten Nachrichten vom 19. enthielt folgendes Inserat:„Heirat. Einer vermösen den Dame ist Gelegenheit geboten, Gräfin zu werkn, ohne sich lebenslänglich zu binden. Offerten 2c.“ Ein verbummelter„Graf“ bietet hier also für ein anständige Abfindung seinen Namen an, und erklärt sich gleichzeitig bereit, sich sofort wieder scheiden u lassen. Das ist der Sinn der Annonce. * Fünf Helgoländer Fischer werden sich wegen Aufruhr und Gewaltakts gegen die in Helgoland stationierte Artillerie vor dem Altonger Schwurgericht zu verantworten haben. * Aus Kopenhagen wird geschrieben: . Von Richesagsahgeordueten Ahward, Hesger, Lahuhof kam bieser Fege ei. eine neue Meldung vor. Laut Annonces#####n un aus Christiania. Man holte etrot liegt eine neue Meldung vor. Laut Annonte s#taen un aus Ch.,, itrc, gsgfhnet in den„Dresdner Nachrichten" verkauft ein im Kasten sich bewegen; er wurde ge### Genehmigung Proseut sür burg sind einig men. Alle Er, ein dreijährigee Ee handelt sich verurteilte das den Unterossizier nis und Degrg, kruten mit Ohr, intag wurden er in der Turg. gestohlen. es an einem nie. chplatze befestigt. arbeiten vertraut ind mit großen zer Zeit aus den ihrer Arbeit erkzeuge, nament. nitgebracht haben. ie Glocken auf Der Gesamtwert Geläutes dürfte n. iden der Frhr. m Kaiser Wilkur weilte, oft stag vormittag. cher Millionär. ein 50jähriges Weltfirma de ar ein großer An der ganzen ben die Fischer egonnen. Derhnend gewesen. ebot größer als serhäusern wird Netzheringe nur are wird schon losgeschlagen. 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Die Eisenbahnen befänden # sich in den Händen der Aufständischen. Es seien Staatstruppen zum Schutz des Nationaleigentig entsandt. der und sie dann ihrem Schicksal überlassen, um Mittwoch, den 12. Aprik, .: selbst den##einen Bogten zu retten! abends 8½ Uhr, so Gott will, Bibelstunde Westenort Nr. 12. Jedermann wird hiermit freundlichst eingeladen. Invergangener Nact hatsich aus meinem Hause der Lehrling Herm. Wink aus Insterburg heimlich entfernt u. wird jeder, wer etwas über den Verbleib desselben weiß, gebeten, mir gefl. Nachricht zu geben. Kalthoff bei Iserlohn, den 11. April 1893. C. Schroer, Sporenfeilermeister. Ein in allen häuslichen Arbeiten erf. Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gegen hohen Lohn pr. 1. Mai nach Hagen i./W. gesucht. Zu erf. B. Liebreich. Schwerte. Hermann Zeitung, der und sie dann ihrem Schicksal überlassen, um edh heraus stieg—“ g. hatte die Reise sich selbst auf den kleinen Bovien zu ketten. bekannte Wiener Schneld““. und mit Le.] Aus New=York wird gemeldet: Dieim Kasten, der Mit Ve“, zurückgelegt und sahlser Tage fand in der katholischen Kirche zu ismitteln verseye. gus. Er mußte jedoch Wilmington(Mass.) die Trauung der steinwohl und Bun perließ, das Reisegeld für reichen Mrs. Frances Hillier von Boston mit Kutscher Henry Furette statt. Eine Strecke voyt) jich higr öffentlich sehen Einsegnung in der protestantischen Kirche war bezahlen. Er will s#t:“. dieser Zeremonie vorausgegangen. Beide Gotteshagen ist dieser Tage häuser waren überfüllt und auch an dem fol3 In Kopen 116 Dr. phil.(genden Empfang nahm ein zahlreiches Publizum erstenmale gg ist ein Fräulein Hude, kum teil. De. junge Ebemann hat natürlich promoviert worden. Hauptstudium gewählt den Kutschbock verlassen. die Geschichte 3u Studentenexamen im* Die„Tägl. Rundschau" schreibt:„Eine hat. Sie bestan grhielt 1888 die goldenel besondere Freude wird dem Fürsten Bismarck Jahre 180“„„„ipersität in Kopenhagen für folgendes Glückwunschtelegramm der blühenden Medaille be einer historischen Aufgabe. Mitglieder eines Damenpensionats im Harzdie Beaniwe. Fräulein Hude in der hi= städtchen Stolberg bereitet haben: Seit 3 Joy'““ Heg dortigen Reichsarchivs; Steis heiter gelaunt und jung noch an Jahren, storischen, Abteilung drs vu:roer.—.—.— Politisch ganz harmlos und unerfahren, Verkauf. Den Haushait zu lernen mit Eifer bedacht, Zu dessen Studium wir hierher gebracht.— Heut' in dem jubelnden Festgebraus Rufen auch wir begeistert aus: Der Kanzler hoch, der in deutschen Landen So meisterlich hauszuhalten verstanden! Gott schenk' ihm noch lange Gesundheit und Kraft, Der Ordnung in deutscher Küche geschafft! Dies widmet Dir aus waldumrauschtem Städtchen Im Harzgebirg ein Dutzend junger Mädchen.“ Ein tüchtiger : med. Karl dieser Tage ald Fußt gret in is Koch, aus Württembers Nürnberg zu san, der sein„ ecken imstandt 1,13 Mete von 40 Zen großem Fuß'. Die Numm vom 19. einer vermöset äfin zu werken, ferten 2c.“also für ein in, und erklärt der scheiden zu werden sich gegen die in vor dem Alvorten haben. chrieben: Am ge ein großer n hörte etwas surde geöffnet Neueste Nachrichten. Paris, 11. April. Soehen trifft die Melrung ein, Laß in Lorient am Sonntag 10 Meldung ein daß in Lorient ude ei.. durchsichtigen Wänden Personen an der Cholera gestorben sind. Sosnnch 26.. Die Wand des Paris, 11. April. Einer Prwvatdepesche sind in England ausgern,, Sellen, wo die aus Lisabon zufolge gab ein Individuum dotfinder tigenden Räume Licht erhalten sollen, einen Revolverschuß auf den König ab, ohne ung der Fogade aber nicht möglich war, aus ver,Mong, 12. April. In allen * Vergiftet hat sich in der Spielhölle zu des Borinage, ausgenommen Framerits und er ein gunzes Erbeil im Vetrage von 200000) pird geneldet: Nachmitags brach in der MaSeis, verspet, 2, 7, uis, Die Polizei hob eine schinenhalle des benachbarten Kohlenbergwerks esst z 4 Setren zachlreich(Greatuestern Feuer aus. 300 Bergarbeiter, welche in den Schächten arbeiteten konnten nicht herausbefördert werden. Das Feuer ergriff vald auch die Schächte. Bisher sind 5 Tote aufgefunden.— Aus Pontypridd wird weiter gemeldet: 70 Bergarbeitern gelang es, im Zustande äußerster Erschöpfung ans Tageskommen; wenigstens 70 sind noch auf Hosen und Westen erhält dauernde Arbeit bei Die Erben Uflacker lassen am den 19. April, vorm. 9 Uhr, an der Behausung des Herrn Aug. Doerth, Kötterbachstraße hier, verschiedenes Mobiliar als: 1 Sekretär, KleiderWea u. Küchenschrank, Bettstellen mit Matratzen, Tische, Stühle, 1 Sofa, (meistenteils aus Mahagoni) und sonstige Gegenstände öffentl. meistb. gegen Barzahlung verkaufen. Hohenschwert. Vom 15. d. Mts. kostet unsere Vollmilch à Ltr. Magermilch à„( Buttermilch a„ 10 Sußtuhmbutter p. Pfd. 1,20 Mt. Molkerei Schwerte, E. G. m. u. 16 Pfg. de Arbeit bei Erust Müller. Freisinnige Partei. zwei Jahren Diebesbande auf, welche seit Prcr 86cere. g * 300 russische Palästinapuger wurden in der Nacht zum Samstag zwischen Nazareth und Jerusalem von ungewöhnlich strenger Kälte überrascht. Nur 200 der Pilger sind erschöpft in Ramleh eingetroffen; der Rest ist teils erfroren, teils wird er vermißt. erfroren, teils wird er vermißt.„ flicht zu k. Ein Erdbeben zerstörte in Malattia 1. verschüttet. (Palästina) 2897 Häuser vollMesopotamien(P###serla) 2897 Hauser vollständig, 5690 sind unbrauchbar geworden. 130 Personen sind verunglückt, viele verwundet. * Ein Chinese in Queensland(Australien) beging auf die seltsamste Art einen Selbstmord, von dem man bisher Kunde erhalten. Er breitet nämlich nachts auf einer Eisenbahnbrücke eine Matratze über die Schienen und legte sich dann schlafen. Ein Frühzug zermalmte ihn dann. * Ein Neger wurde am 3. d. im SingSing=Gefängnis in New=York mittels Elektrizität hingerichtet. Die Stärke des dabei benutzten Stromes betrug 1,740 Volt pro Minute. Der Tod trat augenblicklich ein, und die Hinrichtung wird als die gelungenste aller bisher durch Elektrizität bewirkten betrachtet. * Zum Tode verurteilt wurden in Buenos Ayres(Süd=Amerika) sämtliche Offiziere des untergegangenen argentinischen Panzerschiffes „Rosales". Sie hatten, als sie sahen, daß derUUntergang des Schiffes unvermeidlich war, die Mannschaft vollkommen betrunken gemacht Bestellungen Sämtliche Dacharbeiten, sowie Kaminreparaturen ohne jede Betriebsstörung, Anlage von Blitzableitern 2c. macht prompt und billigst Carl Juisting, Dachdeckermeister in Ergste. Steuer-Reklamationen, Klagen, Zahlungsbefehle, sowie sämtliche schriftliche Arbeiten werden sachgemäß und prompt ausgeführt von Max Rosenthal, Auktionator, Brückstraße 11, gegenüber dem Amtsgericht. Diejenigen Parteimitglieder, die sich für Gründung eines Freisinnigen Vereins für Schwerte und Umgegend interessieren, werden zur Besprechung dieser Angelegenheit auf Freitag, den 14. er., abends 8½ Uhr, im Duisberg'schen Saale eingeladen. auf die „Schwerter Zeilung“ für das zweite Quartal werden fortwährend noch entgegengenommen bei allen Postanstalten, den Boten und der unterzeichneten Expedition. Da die„Schwerter Zeitung“ das verbreitetste Blatt in Schwerte und Umgegend ist, so ist sie nicht nur allein das wirksamste, sondern auch das billigste Insertionsmittel, denn Preis und Wert der Anzeigen werden bekanntlich durch die Verbreitung einer Zeitung Peotngt. Sel W Jace nr e9 bens 0 von Elien Man Muster mit e des Gewpünschten 301 Krieger= und Landwehr=Verein zu Brünninghausen. General-Versammlung am Sonntag, d. 23. April er., nachmittags 4 Uhr, im Vereinslokal. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Abänderung der neuen Statuten. Brünninghausen, 10. April 1893. Der 1. Vorsitzende: C. Frhr. von Romberg. Der Schriftführer: Otto Keilhau. Statt jeder besonderen Anzeige. Ein älteres ev. Mädchen, welches etwas kochen kann und Haus= und Gartenarbeit versteht, für einen kl. Haushalt auf Herbst gesucht. Zeugnisse und Lohnansprüche einzusenden an Frau Pastor Soest. Eur Wohuung Oumer) 1. Mai zu vermieten. Hüsingstraße 13. Todes-Anzeige. Heute morgen 4½ Uhr wurde meine liebe Frau, unserc gute Mutter, Schwiegerund Grossmutter Frau Sophia Böning geb. Renzing im 68. Lebensjahre nach langem, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Dies allen Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, Iserlohn u. IIamm, den 11. April 1893. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag um 3 Uhr statt. # empfiehlt JOUNAC * zu M 2.— pr. Fl. *„„ 2.50„„ **„„ 3.—„„ Nke 5/ 3%„„ 3.50„ Die Analyse des vereideten Chemikers lautet: Der Cognac ist ähnlich zusammengesetzt wie die meisten franzosischen Cognacs und ist derselbe vom chemischen Ondpunkte aus als rein zu betrachten. In Schwerte allein käuf lich bei Herrn hermann Irle. In Aplerbeck zu Originalpreisen käuflich bei Herren: Heinr. Köppern. Aua. Kasse. Wer an Husten, Heiserkeit, Katarrhen 2c. leidet, nehme einige Male täglich 4—5 Stüg 0 in heißer Milch aufgelöst. Auch einige Pautillen, die man nach einander im Munde zergehen läßt, sind von bester Heilwirkung. 0 werden vielfach nachgeahmt. Wer für sein Geld nicht wertlose Nachabmungen haben will, verlange ausdrücklich Fay’s echte Sodener Mineral-Pastillen. Erhältlich in all. Apotbeken, Droguerien, Mineralwasserhandlungen 2c. zum Preise von 85 Pfg. pro Schachtel. Unter eingehendster Kontrolle unserer Kunden erzielten wir im vorigen Jahr bei 415 von uns geleiteten Konsortien für 401 derselben einen Gewinn von Mark 564415 wodurch sich das angelegte Kapital durchschnittlich mit ca. — 500 10 0 Hund, gelber Teckel, zugelaufen. Gegen Erstattung der Kosten obzuholen bei Walter Spieß. Mietskontrakte per Jahr verzinst, während nur 14 Konsortien infolge aussergewöhnlich ungünstigen Verhältnissen einen Verlust erlitten. 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Herrliche Interpretation stürmischer Freude in Verbindung mit sorgender Liebe, ausklingend in ungemein innigen, das Herz befriedigenden Akkorden. Nr. 3. Fährnis.„Ueber den Tannen“. 1 M. Wunderbar duftige Tonmalerei, ein Meisterwerk musikalischer Gestaltungsgabe. Nr. 4. Geheimnis.„Vöglein hat im Fliederbaum“. 60 Pf. In frischem, neckischem Tore. ohne längere Reflektionen sich dem Augenblicke hingebend, haben wir hier ein Lied, wie es nur solche zu ersinnen vermögen, denen die Gottheit den Weihekuß der echten wahren Kunst auf die Stirne gedrückt hat. Nr. 5. Glücklich.„Im Walde hör' ich's klingen“. 1 M. Jubilnd im Vollgefühle des Glückes, wunderschön getroffen in der Anlage. Nr. 6. Unten im Thale.„Unten im Thale klappert's so „„ hell“, 1 M. In einfachem, erzahlendem Tone beginnend, erhebt sich diese reizende Pcce zu einer Junigkeit und ausdrucksvollen Gemütstiefe, daß mann sie unbedenklich zu den besten ihrer Art zählen ie Diese, sowie die Nummern 1 und 4 sind bereits Lievungsstucke des Konzert=Publikums und werden fast immer Da kapo verlangt. Nr. 1—6 in einem Heft 2.50 Mark. Ansichtsendung steht zu Diensten. Gegen vorherige Einsendung des betreffenden Betrages erfolgt Franko=Zusendung. Nachnahme verteuert um 60 Pfg. P. J. Tonger, Köln. Es ist unbegreitlich wie eine Mutter ihrem Kinde, wenn es künstlich ernährt werden muss, ausser Milch noch etwas anderes geben kann als Rademanns Kindermehl. Giebt es doch ein besseres Kindermehl als dieses überhaupt nicht! 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