g der Enterte zwischen und 368 m Angebote er Aufschrift 11 Uhr, n Gegenwart eichen. Zugen postfreie liegen auch Betriebsamt. wirt die in Frank) e r s c h e i n e n d e dwirtschaft ung und dieselbe in und trotzdem pro Quartal. neben einer ste hervor die Koenig, Prof. rof. Wagner, dr. Brümmer, ektor Fiedler, Direktor Klee, Ruff, OberWilckens und hochgeachteten i Allgemeinen ssig erscheinen. kr. 1519 aufExpedition in sandlung von chengratis. en. rben. zum Selbsten Farben. nmeer lestaurant emer, Hemer, des öhle. inuten. Bestellung. Zeit. u. Rote n3, Remscheid. Amsterdam“. Keeisbratt für ven Kreis Gorde und den Landrreis Vorimund. Inser'iansgehähr für die sechofrettige Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstaas und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Familienfreund.“ Inseriionsgeduhr für die sechsspanige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 68. Schwerte, Donnerstag, 11. Juni 1891. 24. Jabrgang. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Unter Hinweis auf die Bestimmungen der§§ 53, 54 und 55 der Hinterlegungsordnung vom 14. März 1879(Gesetz= Sammlung Seite 249) machen wir die Beteiligten darauf aufmerksam, daß in dem öffe ntlichen Anzeiger zum Stücke 24 unseres Amtsblatts das durch § 57 a. a. O. vorgeschriebene Verzeichnis der jenigen bei uns hinterlegten Massen veröffentlicht ist, bei welchen im Laufe des Vierieljahres vom 1. Juli bis 30. September 1891 die Einstellung der Verzinsung bevorsteht. Arnsberg, 29. Mai 1891. Königliche Regierung, Hinterlegungsstelle: hiürich. Bekanntmachung. Der Oelanstrich der Außenwände des Försterhauses, veranschlagt zu 147,64 Mk., soll am Montag, 15. Juni d. J., vormittags 11 Uhr, im hiesigen Stadthause öffentlich an den Mindestfordernden verdungen werden. Bedingungen und Kostenanschlag können im Stadthause eingesehen werden. Schwerte, den 8. Juni 1891. Der Magistrat. Bekanntmachung. Die Anlage einer Mauer an der höh. Stadtschule hierselbst, veranschlagt zu 258,54 Mark, soll am Montag, den 15. Juni d. I., vormittags 11½ Uhr, im hiesigen Stadthause, woselbst Bedingungen und Kostenanschlag eingesehen werden können, öffentlich mindestfordernd verdungen werden. Schwerte, den 9. Juni 1891. Der Magistrat. Bekanntmachung. Die Errichtung eines Anbaues am Stadthause hierselbst, veranschlagt zu 14 800 Mk., soll im Wege der Submission verdungen werden. Schriftliche Offerten wolle man bis zum 20. d. Mis., hier einreichen. Zeichnung, Kosten=Anschlag und Bedingungen können auf dem hiesigen Magistratsbureau eingesehen werden. Schwerte, den 6. Juni 1891. Der Magistrat. ui Aacd Blchene In der Nacht vom 30. auf den 31. cr. sind auf dem Schulplatze der evangelischen Schulgemeinden zu Berghofermark in böswilliger Absicht drei Obstbäume gerstck worhen. u e tu 6 ur 10 Derjenige, welcher den oder die Thater so zur zeige bringt, daß deren gerichtliche Bestrafung erfolgt, erhält obige Belohnung. Die Obstbäume auf dem Schulspielplatze sind für Rechnung der Schulkusse beschafft und werden für Rechnung dieser Kasse wieder ergänzt werden. Den verursachten Schaden tragen daher die Schulgemeinde=Mitglieder. Aplerbeck, den 5. Juni 1891. Die Polizeiverwaltung: Gutjahr. Bekanntmachung. Die Polizeidiener= und Flurschützen=Stelle für die Gemeindebezirke Opherdicke und Hengsen ist vakant gewocden. Rhein, von 65 Pf. per Mit derselben ist ein Gehalt von 750 Mk., eine Mietsentschädigung von 100 Mk., an Kleidergelder 75 Mk. verbunden. Qualifizierte Personen, wollen unter Einreichung ihrer Militär= und Führungs=Zeugnisse, sowie eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes ihre Meldung b's zum 20. Juni er. dem Unterzeichneten einreichen. Aplerbeck, den 6. Juni 1891. Die Polizei=Verwaltung: Gutjahr. Rußland und Frankreich. Aus zuverlässiger Quelle will der Wiener Berichterstatter der„Times" erfahren haben, daß vor fünf Wochen der russischen Regierung der Entwurf eines DefensivBündnisses mit Frankreich vorgelegt worden sei. Die Antwort auf dieses Anerbieten Frankreichs soll ablehnend gelautet haben, indem von russischer Seite betont wurde, der Zar könne einen derartigen Vertrag nicht schließen, da es seine feste Absicht sei, den Frieden zu erhalten und er dieses Ziel nur erreichen könne, wenn er sich freie Hand behalte. Uebrigens müsse Rußland die Bewaffnung seines Heeres vervollständigen, seine Befestigungen beendigen und die strategischen Bahnen ausbauen; alles Arbeiten, die noch Jahre in Anspruch nehmen werden. Unterdessen könne Rußland nicht ein Bündnis eingehen, daß seine Thätigkeit der Politik einer andern, wenn auch befreundeten Macht unterordne. Pflicht der russischen Regierung sei es vielmehr, sich die Freiheit der Entscheidung für alle Fälle zu wahren. Ist das englische Blatt in diesem Falle gut unterrichtet, so wird man die Ablehnung des französischen Liebeswerbens seitens Rußlands, gleichviel, welcher Ursache sie entsprungen sein mag, mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen können. Das geplante russisch=französische Bündnis hätte nach der Natur der Dinge seinen angeblich defensiven Charakter unmöglich lange bewahren können und wäre damit zu einer ernstlichen Gefahr für den europäischen Frieden geworden. Ob man in Paris über die Wendung der Dinge— vorausgesetzt, daß die„Times" recht berichtet ist— erfreut sein wird, ist bei den großen Hoffnungen, die man an der Seine auf die russische Freundschaft setzte, zu bezweifeln. Ein heftiges Erdbeben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fand in Oberitalien ein heftiges Erdbeben statt, welches in der ganzen Provinz Venedig und in Mailand um 2 Uhr 8 Minuten früh verspürt wurde. Etwa um dieselbe Zeit fand auch in Verona eine starke Erderschütterung statt, welcher ein dumpfes Rollen vorausgegangen war. Die Einwohner flohen erschreckt aus den Wohnungen, die Vize=Direktrice eines Pensionato ist infolge des Schreckens gestorben; in verschiedenen Häusern stürzten die Rauchfänge ein. In Marcerigo wurden 3 Häuser zerstört, wobei 3 Personen getötet wurden, in Tregnago wurden viele Häuser beschädigt, ebenso in Badia=Calavena; an letzterem Orte wurden 17 Personen noch lebend unter den Trümmern hervorgezogen. Um 6 Uhr früh folgte ein zweiter Erdstoß. In Pavia wurde um 2 Uhr 5 Minuten ein wellenförmiges Erdbeben wahrgenommen, welches etwa 15 Sekunden dauerte; ebenso fand in Ferrara um 2 Uhr 7 Minuten morgens ein starkes wellenförmiges Erdbeben in der Richtung von Süd=West nach Nord=Ost statt, und in Ravenna um 2 Uhr früh ein leichter Erdstoß.— Nach weiteren Meldungen wird das Erdbeben auch in Domodossala, Belluno, Mailand, Parma, Modena, Florenz und Brescio verspürt. Das Blutbad auf Haiti. Gerüchtweise verlautete vor einigen Tagen von dem Ausbruche einer Revolution auf Haiti. Die Meldungen hierüber waren insofern unrichtig, als, wie aus einem nunmehr vorliegenden Telegramme hervorgeht, kein Mensch auf Haiti einen revolutionären Versuch unternommen hatte. Im Laufe des vorigen Monats— so wird berichtet— hatte die Regierung von Haiti Kunde von einer angeblichen Verschwörung erhalten, die sich den Sturz des Präsidenten Generals Hyppalyte zum Ziele Unter dem Verdacht der Teilnehmerschaft an dieser revolutionären Verbindung wurden nun nicht weniger als 80 Personen verhaftet und unter der Bevölkerung Haitis verbreitete sich alsbald das Gerücht, der Präsident gehe mit der Absicht um, die 80 Gefangenen zusammenzubinden und sie mittels einer Galling=Mitrail= leuse erschießen zu lassen. Infolge dessen beschlossen die Freunde der Gefangenen, diese zu befreien. Das Gefängnis wurde überfallen, allein die Regierung hatte von dem Plane zuvor Kenntnis erhalten und so scheiterte der Versuch, die Gefangenen zu entführen. Vielfache Verhaftungen wurden vorgenommen und es begann nun ein Blutbad, dessen erstes Opfer ein angesehener Kaufmann, namens Rigand, war. Der Präsident ließ ihn ergreifen, auf den Kirchhof führen und dort erschießen. Ein 16 Jahre alter Neffe Rigands wurde ebenso erschossen. Die Massenhinrichtungen wurden fortgesetzt, obgleich kein Widerstand geleistet wurde. Einem Telegramm aus Port au Prince zufolge sind bisher 60 der Gefangenen hingerichtet worden. In ganz Haiti sind vom Präsidenten die Zivilgerichte suspendiert und Kriegsgerichte eingesetzt worden. Sunstheiche, Denthrüiche, Spschoboter 1e. Dem, der nur wenig braucht, kann auch nur wenig fehlen; Und wer sein Glück in sich, nicht in dem äußern Schein, s Nicht in der Meinung sucht, wird leicht befriedigt sein. In Erinn'rung nur zu schweben, Wie im Wind ein dürres Blatt, Fruchtet nichts, nur das ist Leben, Wenn dein„heut“ ein„morgen“ hat. *** Der Welt mehr geben, als sie uns giebt, Die Welt mehr lieben, als sie uns liebt, Nie um den Beifall der Menge werben, Macht ruhig leben und selig sterben. Im Bann der Lüge. Erzählung von D. Russell. (Fortsetzung.) Einundvierzigstes Kapitel. Der alte Brief. „Sie handelt ganz verkehrt,“ sagte Rose zu mir, als wir allein waren,„und wird ihr Unglück selbst herbeiführen. Alwin ist sehr gut gegen sie; aber weil er sie nicht so leidenschaftlich liebt wie sie ihn, ist sie eifersüchtig auf jedes Wort, das er mit anderen Frauen spricht.“ Es war in der That so wie Rose sagte. Anna liebte ihren Mann mit so ausschließlicher Zärtlichkeit, daß sie es nicht ertragen konnte, ihn wie andere Männer sich unterhalten zu sehen. Sie sprach von nichts anderem als von ihm, verlangte, daß er mit jedem seiner Gesan aolt, und anmie Aoie due das Uebermaß ihrer Liebe. Vielleicht wäre Rose's Hang zur Koketterie ohne schlimme Folgen geblieben, wenn nicht Anna's Eifersucht und Fräulein Altmanns Haß und Rachsucht vor der Zeit die Katastrophe herbeigeführt hätten. Wie alles zugegangen, habe ich erst später erfahren, aber der Zusammenhang war ungefähr folgender: Alwin hatte seiner Frau am Morgen nach dem Besuche in Heydorf, als er mit ihr zusammen im Park weilte, Vorwürfe gemacht, und sie ihrerseits hatte darauf in schärfster Weise sein Benehmen gegen Rose gerügt. Ein Wort hatte das andere gegeben, bis Alwin zornig aufgesprungen und aus dem Garten geeilt war. Während Anna, bitterlich weinend, sich ihrem Schmerze hingegeben, war Fräulein Altmann zu ihr getreten und hatte, nachdem es ihr gelungen war, den Grund ihres Kummers zu erfahren, nach Kräften das Feuer geschürt und alles, was sie an Groll und Bitterkeit gegen Rose gesammelt hatte, vor Anna's Ohren ausgeschüttet Vielleicht empfand sie auch für die warmherzige junge Frau, die einzige, welche freundlich gegen sie gewesen war, ein Gefühl der Zuneigung und Dankbarkeit und hielt es für ihre Pflicht, sie zu warnen. „Wenn Sie sich die Liebe Ihres Mannes erhalten wollen.“ schloß sie ihren Bericht,„so entfernen Sie ihn aus Wittetsberg— entziehen Sie ihn dem Einflusse der falschesten und herzlosesten Frau, die es auf Erden giebt!“ „O. Fräulein Altmann, Sie erschrecken mich!“ sagte Anna, welche ihr erstaunt und ängstlich zu gehört hatte. Neue Christenverfolgungen in China. Wir hatten kürzlich berichtet, daß die Erregung unter der einheimischen Bevölkerung einiger Landstriche Chinas gegen die daselbst wohnenden Christen seit der Plünderung des katholischen Missionshauses in Wuhn nicht nur nicht nachgelassen habe, sondern eher im Steigen begriffen sei. Bestätigt wird diese Wahrnehmung durch folgende Depesche, die von neuen Ausschreitungen des chinesischen Pöbels Bche: „Das wollte ich nicht,“ erwiderte die Erzieherin in sanfterem Tone;„aber Sie sind freundlich gegen mich gewesen, und deshalb möchte ich Sie vor noch größerem Leid bewahren. Wie alle Männer, ist auch Ihr Herr Gemahl Schmeicheleien zugänglich, eine Kunst, die Frau von Wittelsberg meisterhaft versteht, und weil er schön ist und Sie ihn lieben, wird sie alles daran setzen, ihn für sich zu gewinnen. Ich bin überzeugt, daß, wenn Sie jenes Billet lesen könnten, welches sie an ihn geschrieben hat—“ „An ihn geschrieben! Wie meinen Sie das, Fräulein Altmann? Wann hat sie das gethan? Doch nicht hier?“ „Ich sah sie heute morgen einem der Diener ein Billet übergeben und fünf Minuten später bemerkte ich dasselbe in Herrn von Garsthals Hand. Ich weiß natürlich nichts von dem Inhalte desselben, aber ich kann ihn ahnen.“ „Wenn ich dächte,“ murmelte Anna, starr auf den Boden blickend,„daß— daß sie an ihn schreiben darf — daß er ihr antwortet,— ich würde von ihm gehen — würde noch in dieser Stunde das Haus verlassen! Ich muß mich von der Wahrheit überzeugen!“ rief sie plötzlich.„Ich— ich— danke Ihnen, daß Sie mir dies erzählt haben.“ Und sie drückte Fräulein Altmanns Hand und eilte in das Haus. In Alwins Ankleidezimmer stand ein Kästchen, das sie ihm selbst einst zur Aufbewahrung von Briefen und wichtigen Papieren geschenkt hatte und das er auf Reisen stets mit sich zu führen pflegte. Der Verkäufer hatte ihr doppelte Schlüssel eingehändigt, und einer davon war in ihrem Besitze geblieben und an ihrem Schlüsselringe befestigt worden— für den Fall, daß der Shanghai, 8. Juni. In Wuhu bei Kiankiang haben neuerdings Unruhen stattgefunden. Durch Agitatoren aufgereizt, plünderte der Pöbel das Haus des englischen Missionars, tötete diesen und einen Zollbeamten. Mehrere Häuser wurden in Brand gesteckt; die Frauen und Kinder der in Wuhn ansässigen Europäer flüchteten sich nach Kiankiang. Einem weiteren Telegramm aus Shanghai zufolge haben die Gesandten Frankreichs und der Vereinigten Staaten bereits die Aufforderung an die chinesische Regierung gerichtet, den Vertretern ihrer Staaten einen wirksamen Schutz beizugeben. Die Gesandten hätten zugleich angekündigt, ein ablehnender Bescheid auf ihr Verlangen würde eine feindliche Aktion des französischen Geschwaders und ein Bombardement Nankins zur Folge haben, wofern die chinesische Regierung sich nicht zur Genugthuung und Schadloshaltung herbeiließe. Deutsches Reich. Der Kaiser hielt am Dienstag vormittag auf dem Tempelhofer Felde bei Potsdam trotz heftigen Gewitterregens die Besichtigung des Gardes du Korps= und des Leib=Husaren=Regimentes ab. Auch die Kaiserin Augusta Viktoria und der Kronprinz Wilhelm waren anwesend. Am Nachmittag hatte der Monarch eine lange Unterredung mit dem Reichskanzler von Caprivi und hörte dann Vorträge. Die Nachricht, daß das Staatsministerium am letzten Samstag bereits beschlossen habe, die Nachweisungen über die zur Zeit verfügbaren Getreidevorräte in Deutschland dem Abgeordnetenhause zur Kenntnis zu bringen, wird nachträglich als unzutreffend bezeichnet. Dagegen hätten zwischen dem Reichskanzler und dem Handelsminister einerseits und Abgeordneten verschiedener Parteien andererseits private Besprechungen stattgefunden. Infolgedessen nimmt man an, daß die betreffenden Abgeordneten innerhalb ihrer Fraktionen eine Uebereinstimmung dahin erzielen würden, daß überhaupt die Kornzollfrage in dieser Session nicht mehr parlamentarisch behandelt werde. Sollte es jedoch trotzdem dazu kommen, so dürften sich sämtliche Redner auf sehr kurze Erklärungen beschränken, welche jedes agitatorischen Charakters entkleidet sein würden. Wie mitgeteilt wird, hat sich die von der preußischen Staatsbahnverwaltung vor etwa Jahresfrist versuchsweise angeordnete Ausrüstung der Eisenbahn=Personenwagen IV. Klasse mit Bänken an den Seitenwänden bewährt. Die staatlichen Werkstätten sollen daher bereits damit beschäftigt sein, dieselbe in größerem Umfange zu bewirken, so daß demnächst die meisten Personenzüge, vorzugsweise aber diejenigen, welche lange Fahrten zu machen haben, mit Wagen versehen werden können, welche die beregte Ausstattung besitzen. Vor einiger Zeit war in den Blättern davon die Rede, daß ein Gutsbesitzer in Mecklenburg, um den dort allgemein herrschenden Arbeitermangel zu beseitigen, die Einführung erste verloren ginge. Kein anderer Gedanke war ihr damals in den Sinn gekommen,— heute aber, in der verzweifelten Stimmung, in welcher sie sich befand, benutzte sie ihn, um auf unehrenhafte Weise die Geheimnisse ihres Mannes in Erfahrung zu bringen. Beklagenswertes junges Weib! Jenes Blatt, nach dem sie suchte, fand sie nicht, aber ein anderes Päckchen mit der Aufschrift:„Briefe von Margarethe Selding", fiel in ihre Hand und machte mit einem Schlage aller Glückseligkeit ihrer jungen Ehe ein Ende! Was sie gelitten haben mochte, als sie sich von dem Manne, der ihr das Teuerste auf Erden gewesen, und von der Freundin, der sie vertraut hatte, so grausam hintergangen und betrogen sah, das weiß ich nicht, aber es muß entsetzlich gewesen sein. Ich sah nur, als sie, wohl Stunden nachher, in mein Zimmer trat, ihr totenblasses, verstörtes Gesicht, das mich sogleich etwas Schreckliches vermuten ließ. „Anna!“ rief ich, ihr entgegeneilend,„was ist Dir geschehen— Du siehst ja ganz verstört aus!“ Sie trat näher und warf einen offenen Brief auf den Tisch.„Das ist geschehen!“ rief ste.„Lügner und Betrüger seid Ihr— alle, alle!“ Ich warf einen Blick auf das Blatt und las die ersten Worte. Ach, es war jener Brief, den ich nach Werners Besuch in Heydorf an Alwin geschrieben hatte und in welchem ich im Glauben an seine Treue und Aufrichtigkeit der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß der Plan seiner Mutter, ihn mit Anna Bardow zu verheiraten, nimmermehr verwirklicht werden würde, da ich wisse, daß seine Liebe mir gehöre und daß er niemals imstande sei, ein Mädchen nur um des Geldes willen zu heiraten,(Fortsetzung folgt.) von chinesischen Arbeitern beabsichtige und eine Aufforderung an die gesamten Gutsbesitzer gerichtet habe, sich mit ihm zur Ausführung dieses Planes zu vereinigen. Es soll sich darauf eine ganze Reihe von Reflektanten gemeldet haben, aber die großherzoglich melcklenburgische Regierung soll auch bereits entschlossen sein, die Ausführung des Vorhabens zu verhindern, indem sie die sofortige Ausweisung der etwa auf mecklenburgischem Boden eintreffenden Kulis anordnen würde. Nach den Erfahrungen, die man in Nordamerika mit diesem Notbehelf gemacht hat, könnte man die mecklenburgische Regierung zu dieser Entschließung nur beglückwünschen. Rußland. In die Luft gesprengt wurde ein Schulgebäude in der Ortschaft Darg Koch(Bezirk Terst). Das Gebäude wurde gänzlich vernichtet, zehn Personen sind tot. Man vermutet den Racheakt eines Einwohners gegen den Schullehrer. Frankreich. In den französischen Kammern ist die Herabsetzung der Getreidezölle für die Dauer eines Jahres definitiv genehmigt. Die Maßregel tritt sofort in Kraft. England. Eine moralische Ohrfeige hat der englische Thronfolger, der Prinz von Wales, erhalten. In dem Falschspielprozeß des Obersten Cumming erklärte dessen Anwalt, wenn Cumming wegen seiner Handlungsweise aus den britischen Armeelisten gestrichen würde, dann müsse auch der Name des Feldmarschalls Prinzen von Wales, der Spielmarken mitgebracht und selbst die Bank gehalten habe, entfernt werden. Der Prinz ist allerdings auch ziemlich weit über das hinausgegangen, was man ein„kleines Spielchen" nennt. Der öffentliche Rüffel kann ihm nickts schaden. Westfalen und Rheinland. (Allgemein interessierende Mitteilungen aus dem Publikum werden mit Dank entgegengenommen. Anonyme Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. Der Name des Einsenders bleibt unter allen Umständen Geheimnis der Redaktion.) Schwerte, 9. Juni. Falsche Reichs kassenscheine in Stücken zu 50 und 5 Mark sind in der letzten Zeit vielfach in den Verkehr gebracht worden. Die Reichsschuldenverwaltung sichert demjenigen eine Belohnung bis zu 2000 Mark zu, welcher einen Verfertiger oder wissentlichen Verbreiter solcher Falsifikate der Polizei oder der dem Gericht derartig bezeichnet, daß er mit Erfolg zur Untersuchung und Strafe gezogen werden kann. Schwerte, 8. Juni. Die Kreissynode Iserlohn feierte gestern hierselbst ihr GustavAdolf=Fest. In der größeren Kirche begann um ½3 Uhr der Festgottesdienst, in welchem Herr Pastor Terlinden aus Duisburg die Predigt hielt über Math. 16, 18. Die sehr gut besuchte Nachversammlung fand im Gasthof„Zur Helle" statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch Gesang und Gebet, sprach der Präses, Herr Pastor Heinenberg, herzliche Worte der Begrüßung, er dankte insbesondere dem Herrn Pastor Terlinden, welcher in unvergleichlich schöner und wohldurchdachter Rede der Gustav=Adolf=Sache heute gedient. Der dann erstattete Jahresbericht konstatiert, daß trotz der vielen Wirren in unserer Zeit die Gustav=Adolf=Arbeit stetig gewachsen ist. Der Hauptverein blickt im nächsten Jahre auf sein 60jähriges Bestehen. Die Einnahmen im verflossenen Jahre betrugen über 1 Mill. Mark, eine Zahl, die in keinem Vorjahre erreicht. Auch unser Kreisverein habe eine segensreiche Thätigkeit entfaltet Was ihn ziere, seien die zu ihm gehörigen 4 Frauen vereine, denen wir vielen Dank schulden. Die Gesamteinnahmen betrugen über 6000 Mk. — In der nun folgenden Generalversammlung gab der Herr Kassierer Ed Quincke=Altena eine spezielle Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben des Kreisvereins. Einnahme und Ausgabe betrugen 3143,12 Mk. Die Jahresrechnung war durch Herrn Bremer revidiert und für richtig befunden, worauf die General versammlung die beantragte Decharge erteilte Als Deputierte für das in Schwelm stattfindende Hauptvereinsfest wurden gewählt: Herr Präses Pastor Heinenberg und Herr Herm. Quincke=Iserlohn, zu Stellvertretern Herr Pfarrer Wiemer=Hennen und Herr Hermann Rahmer. Die Kollekten hatten ein erfreuliches Resultat. Die Kirchenkollekte ergab eine Einnahme von 75,14 Mk., die Kollekte der Nachversammlung 153,55 Mk., zusammen 228,69 M. Davon erhalten Lutherkirche 132 Mk., Oeventrop 91,68 Mk. und Elsaß=Lothringen 5 Mt. — Herr Pastor Klöhne=Oeventrop sprach über die Entstehung des Gustav=Adolf=Vereins und machte interessante Mitteilungen aus seiner Diaspora=Gemeinde, welche darthaten, daß die christliche Liebe unendlich viel vermag.— Herr Pastor Terlinden entrollte ein anziehendes Bild der„ewigen“ Stadt Rom, welcher er im Jahre 1887 einen Besuch abgestattet hat. Schon damals sei in ihm der Gedanke wachgerufen, hier eine deutsch=evangelische Kirche zu erbauen. Dieser Gedanke habe schon Fleisch und Blut angenommen, denn dieser Bau sei so gut wie gesichert. Die Ansprache rief einen tiefen Eindruck und laute Anerkennung hervor. Wegen vorgerückter Zeit konnten mehrere Ansprachen nicht gehalten werden. Mit Gesang und Gebet wurde die eerhebende Versammlung geschlossen.„„ Schwerte, 6. Juli. Die gestrige Stadtverordneten=Sitzung war außer dem Vorsitzenden von 10 Mitgliedern besucht. Vom Magistrat waren anwesend die Herren Bürgermeister Mönnich und Stadtrat von Eberstein. Es kam folgendes zur Verhandlung: 1. Von den bis jetzt gepflogenen Verhandlungen betreffs des projektierten Neubaues der Ruhrbrücke wurde Kenntnis genommen, die Beschlußfassung aber vertagt. 2. Der in Aussicht genommene Anbau am Stadthause wurde nach dem vorgelegten Plan und Kosten=Anschlage genehmigt, ebenfalls die Anlage einer Mauer an der höheren Stadtschüle. Der erforderliche Kredit wurde bewilligt. 3. Dem Vorschlage der Gas= und Wasserleitungs=Kommission entsprechend wurde die Anstellung eines fachmännischen Leiters der städtischen Gasanstalt und des Wasserwerks beschlossen. Demselben soll keine Pensionsberechtigung zustehen. 4. Infolge einer Verfügung des Herrn Regierungspräsidenten zu Arnsberg, wonach bei der hiesigen städtischen Verwaltung etatsmäßige Büreauleimte angestellt werden sollen, wurde beschlossen, den Polizei Kommissar anstatt am 1. April 1892 schon am 1. Oktober dieses Irs. anzustellen, mit einem Anfangsgehalte von 1800 Mk., einschließlich Kleidergeld und Wohnungsgeldzuschuß; ferner soll zum selben Zeit punkt ein etatsmäßiger Büraubeamter mit einem Gehalt von 900 Mk. angestellt werden. 5. Der Antrag der Wwe Neuhaus am Freischütz auf Bewilligung eines Nachlasses wurde abgelehnt. 6. Dem Metzgermeister Waldmann wurde ein Straßenabspliß an der Hagener= straße für den Preis von 75 Mk. käuflich überlassen, ferner wurde die von dem Waldmann beabsichtigte Anlage eines Kanals durch die Hagenerstraße gegen Zahlung einer jährlichen Rekognitionsgebühr von 1 Mk. genehmigt. 7. Gegen die Anpachtung der zur Niedenschen Weide vor dem Brückenthore, welche zum Aufstellen von Schaubuden, Karussels 2c. außer dem Kirmestage benutzt werden soll, fand sich nichts zu erinnern. 8. Die Aufstellung einer meteorologischen= und Annoncen= uhr=Säule auf dem Marktplatze wurde der Annoncenuhr=Aktien=Gesellschaft in Hamburg gestattet. 9 Die Zinsen der Kaiser=WilhelmAugusta=Stiftung sollen nach dem Ermessen des Magistrats und der Armendeputation an hiesige Arme verteilt werden. 10. Zu der Rechnung der Sparkasse und des Reservefonds pro 1890 wurde dem Rendanten Entlastung erteilt. Die der Stadt Schwerte zufallenden Zinsüberschüsse im Betrage von 9138,69 Mk. sollen vorbehaltlich der Genehmigung königl. Regierung zum Neubau der Ruhrbrücke und zur weiteren Ausdehnung der Wasserleitung verwendet werden. Den Mitgliedern der Sparkassen=Verwaltung wurde für ihre Mühewaltung wie in den früheren Jahren eine Remuneration von je 150 Mk. bewilligt. ) Schwerte, 9. Juni. Im Lokale „Zur Helle“ feierte am letzten Sonntag der Gesangverein„Standarte“ ein kleines Fest, durch Konzert und Theater, welches ziemlich gut besucht war. Die vorgetragenen Sachen fanden lebhaften Applaus seitens der Zuhörer. Das von Herrn F. Ewald verfaßte Stück „Treue Liebe, oder des Nebenbuhlers Ende" machte demselben viel Ehre, desgl. die von Herrn Frank komponierten Lieder. Zum Schluß wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß die mitwirkenden Damen Fräulein St. und Fräulein Br. ihre Aufgabe mit viel Geschick gelöst haben, wofür wir denselben, wie überhaupt allen Mitwirkenden unseren besten Dank aussprechen. Daß der Verein wachsen, blühen und gedeihen möge, sei unser sehnlichster und innigster Wunsch.„Gut Sang. Schwerte, 10. Juni. Der in langjähriger, pflichtgetreuer Thätigkeit als Bahn meister hier bekannte Herr Anwelaers zu Werl ist am 1. Juni infolge körperlichen Leidens in den wohlverdienten Ruhestand getreten Zu dessen Abschiedsfeier, verbunden mit der Feier des 50jährigen Dienstjubiläums des Herrn Bahnmeisters Semmelmann zu Soest, hatten die Kollegen des Bezirks des königlichen Eisenbahn=Betriebs=Amtes Hagen im Hotel Strube in Unna ein schönes Fest veranstaltet. Auch die Herren Regierungsund Baurat Kottenhoff und Eisenbahn=Bauund Betriebs=Inspektor Klimberg aus Hagen hatten sich zu der Festlichkeit eingefunden. Von Se. Majestät dem Kaiser und König war den beiden genannten Bahnmeistern der königl. Kronenorden IV. Klasse verliehen und zwar Herrn Semmelmann mit der Jahreszahl 50. Die Uebergabe der Orden erfolgte feierlichst mit entsprechenden Ansprachen und mit den besten Glückwünschen der vorgesetzten Behörden. Durch den Herrn Betriebsdirektor Kottenhoff, der sein lebhaftes Bedauern aussprach, durch unaufschiebbare Dienstgeschäfte verhindert zu sein, an der weiteren Festlichkeit teilzunehmen. Bei dem sodann stattgefundenen Festessen gedachte Herr Eisenbahn=Bau= und Betriebs Inspektor Klimberg der Verdienste, welche sich die beiden eben dekorierten Bahnmeister in ihren langjährigen Stellungen erworben, hob die gefahrvolle, aufreibende, verantwortungsvolle Stellung der Bahnmeister in bezug auf das reisende Publikum hervor, mahnte stets dieser Pflicht eingedenk zu sein und schloß mit Hinweis auf Kaiser Wilhelm II., der uns mit seinen hohen Pflichterfüllungen als leuchtendes Beispiel voranstehe, mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät, worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Herr Bahnmeister Braes aus Hamm entrollte ein Bild über die bisherige Thätigkeit der Dekorierten, überreichte prachtvolle Geschenke der Kollegen und schloß mit einem Hoch auf die beiden Gefeierten. Letztere dankten sichtlich gerührt in bewegten Worten für all die Liebe und Aufmerksamkeit. Unter Musikvorträgen der Osterbrank'schen Kapelle, Absingen von Festliedern, wechselnd mit musikalischen Vorträgen, ernsten und launigen Reden der Kollegen, herrschte bald eine sehr gemütliche Stimmung, wozu die gute Bewirtung des Herrn Strube wesentlich beitrug. Möge es den Gefeierten vergönnt sein, ihre Dekorationen, wie bei der Ueberreichung hervorgehoben wurde, noch viele Jahre zur Freude ihrer Umgebung und zur Ehre ihrer Vorgesetzten und Se. Majestät des Kaisers zu tragen. Holzwickede, 8. Juni. Durch eine unglückliche Hantierung mit der Keilhauer seitens eines anderen Arbeiters erlitt der Kohlenhauer Karl Kracht aus Wickede eine Verletzung des linken Auges auf der Zeche „Freiberg" unter tage. Das Sehvermögen auf dem beschädigten Auge wird gänzlich ver loren gehen. Dortmund, 9 Juni. In nicht geringen Schrecken wurde am Sonntag abend eine Familie auf der 1. Kampstraße versetzt. Vom Bathen'schen Lokale aus drang beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern eine Rakete, auf welche Weise ist noch nicht festgestellt, durch das Fenster der Wohnstube und platzte unter furchtbarem Getöse. Fenstergardinen, Teppiche und der Fußboden sind verbrannt, teils beschädigt. Welches Unglück hätte entstehen können, falls sich noch jemand im Zimmer aufgehalten hätte. Dortmund 9. Juni. Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich heute morgen im Stadthause. Der Straßenmeister war darum eingekommen, da er des Nachts bei Beaufsichtigung der Kehrarbeiten mehrfach angegriffen war, einen Revolver tragen zu dürfen Das war ihm gestattet und Herr Polizei=Inspektor Brake wollte ihm heute morgen kurz nach 8 Uhr in der Wachtstube aus den Beständen einen geben. Als der Mann die Waffe in der Hand hat, geht sie— die Ursache bleibt dahingestellt— los und die Kugel geht dem Polizei=Inspektor durchs Herz, der sofort tot zusammenbricht. Hagen, 8. Juni. Ein Bartmensch, der überall das größte Aufsehen erregt, ist in der Hahnschen Restauration zu sehen. Sein Bart ist 1,70 Meter lang, so daß er genötigt ist, denselben mit den Händen zu tragen. Wäre der Mann in Amerika, würde er jedenfalls von irgend einer Haarerzeugungsmittelfabrik verschiedene Anträge als Reklameobjekt erhalten. Lüdenscheid, 8. Juni. Arg mitgenommen wurde ein hiesiger Gendarm. Derselbe überraschte bei einer nächtlichen Revision drei Diebe dabei, wie dieselbe in dem Kontor eines Fabrikgebäudes damit beschäftigt waren, den eisernen Geldschrank zu erbrechen. Auf sein Anrufen fielen die drei Burschen über den Beamten her, verwundeten denselben mit einem Messer und Hammer, und warfen ihn in einen Wassertümpel, von wo aus er sich später nur mühsam nach Hause schleppen konnte. Der Ueberfall seitens der Einbrecher war so schnell geschehen, daß der Beamte keine Zeit fand, von seinem Revolver Gebrauch zu machen. Olpe, 5. Juni. Das gesamte Defizit der hiesigen Sparkasse beträgt nach der abgeschlossenen Revision 569,985 Mk. 42 Pf. Hiervon gehen voraussichtlich noch ab: aus dem Vermögen und der Lebensversicherung des ver storbenen Rendanten 78,000 Mark und event. noch 25,000 Mk. für ausstehende Forderungen, bleibt also noch 466.985 Mk. 42 Pfg. Diese Summe würde sich noch um 109,200 Mk. verringern, wenn es gelingen sollte, die nachträgliche Zahlung der vorhanden verfallenen Koupons und verjährten Rhein. Eisenbahn=Obligatio. nen im Wege der Gnade zu erwirken. Eine ganz bedeutende Verminderung des Defizits steht der Kasse außerdem noch in Aussicht durch Einziehung der rückständigen Zinsen und teuern der letzten Jahre. Mülheim a.d. R., 6. Juni. Einer Rohheit, die kaum zu beschreiben ist, machte sich der 10jährige Knabe B. schuldig. Derselbe entnahm einem Vogelneste 3 Junge und stach ihnen die Augen aus. Der Junge wurde indessen von seinem Lehrer recht gefühlvoll behandelt. Düsseldorf, 6. Juni. Bei der jüngsten Anwesenheit des Kaisers ritt der Gerichtsassessor Sack, Reserveoffizier beim Paderborner HusarenRegiment, mit zur Golzheimer Heide. Dort stürzte derselbe mit dem Pferde, ohne daß er jedoch eine innere Verletzung davontrug. Später bildete sich aber infolge des Sturzes ein Gehirnleiden, welches jetzt den Tod des erst 31 Jahre alten Mannes zur Folge hatte. Krefeld, 5. Juni. Ein schändlicher Vorfall hat sich in einer hiesigen Färberei ereignet. Bei einem Streit zwischen zwei Färbergesellen griff einer derselben nach einem Kübel mit heißer Anilinfärbung und stülpte denselben, bevor ihn jemand daran hindern konnte, dem Nebengesellen über den Kopf, so daß sich die heiße Flüssigkeit über dessen Körper ergoß und ihn verbrühte. Die dabei anwesenden Kameraden sollen ihre Entrüstung über diese beispiellose Rohheit in sehr lobenswerter Weise bethätigt haben, so daß der Attentäter wohl noch einige Zeit an den Vorfall zurückdenken wird; auch dürfte ihm dafür noch eine exemplarische Strafe in Aussicht stehen. Eitorf, 8. Juni. Ein wolkenbruchartiger Regen ging bei einem heftigen Gewitter in dem unteren Teile des Eipthales nieder. Die Verwüstungen, welche er hier und in verschiedenen anderen Orten angerichtet hat, spotten aller Beschreibung. Das Wasser füllte in kurzer Zeit Keller und Wohnräume und stand höher als in der Hochflut vom November vorigen Jahres. Die Verwüstungen in den Gärten, Feldern und an den Wegen sind sehr stark. Emmerich, 6. Juni. Recht dreist ist der Dieb zu nennen, der gestern in das Rathaus eindrang und kurzer Hand die Schreibstuben öffnete, die Pulte erbrach, einen Betrag von 100 Mark einsackte und verduftete, ohne daß die in den unteren Räumen sich befindende Polizeiwache von dem Besuche etwas merkte, Arbeiter=Bewegung. Die für diese Woche erwartete Wiederaufnahnte der Arbeit von seiten der streikenden Bergleute im Bezirk Charleroi ist nur in sehr geringem Maße erfolgt. Es fällt auf, daß sich in den letzten Tagen die Dynamitanschläge wiederholen, doch ist dadurch kein größerer Schade angerichtet worden. Im Nord u Frankreichs dauert der Ausstand der Tucharbeiter ungeschwächt fort. Wie aus Roubaix gemeldet wird, kam es am letzten Sonntage daselbst zwischen den Ausständigen und der Gendarmerie zu einem heftigen Zusammenstoße, bei dem von der Waff: Gebrauch gemacht wurde und mehrere schwere Verletzungen vorkamen. Der Angestellien der Londoner Omnibus= und Pferdebahn=Gesellschaften haben am Sonntag den Ausstand begonnen. Der Streik kündigt sich durch eine ungewöhnliche Stille in den Straßen Londons an; nur die Omnibusse der Privatfirmen waren im gange, deren Angestellte unter der Bedingung nicht mehr als zwölfstündiger Arbeitszeit nicht mit in den Ausstand eingetreten sind. Der Anfang des Streiks wurde um Mitternacht durch Hornsignale angekündigt, welche die Stallknechte von der Arbeit abriefen, Im Laufe des Vormittags wurden allmählich einige Omnibusse der General=Omnibus=Company und eine größere Anzahl der Road=Car=Company in Betrieb gebracht. Die Streikenden versuchten die Nichtstreikenden durch Ueberredung abzuhalten und verhinderten mit Gewalt Passagiere am Einsteigen. Die Polizei schritt allenthalven dagegen ein, ohne daß jedoch die Entsaltung einer größeren Polizeimacht nötig wurde.(Die Störungen, die der Streik im Geschäftsleben Londons hervorruft, lassen sich hinlänglich an der Thatsache ermessen, daß täglich 550000 Personen von den Omnibussen zwischen der City und den Vororten Londons befördert werden. Trotzdem steht das Publikum zumeist auf Seiten der Bediensteten, die unter der Bürde eines täglichen anstrengenden Dienstes von 14—18 Stunden seufzen und mit um so größerem Recht eine Verbesserung ihrer Lage anstreben, als die Geschäftsergebnisse der Gesellschaften dieselbe wohl gestatten würden.) In Wien beschloß eine Versammlung von 3000 Setzern Fortsetzuag des Ausstandes. Gewitter=Katastrophe in Berlin. Dienstag morgen um 8 Uhr 50 Minuten rollte ein heftiger Donner über Berlin: der ihn veranlassende Blitz hat eine furchtbare Katastrophe über das Kaiser Franz Grenadier= regiment herbeigeführt: der Blitz hat in die hinter Tempelhof übende 1. Kompanie des Regiments eingeschlagen. Die Kompanie war nach dem Gelände zwischen Tempelhof und Mariendorf abgerückt, um ihre Pionierübungen auszuführen. Rechts von der Chaussee wurde Halt gemacht, die Gewehre wurden zusammengesetzt und auf einer Ausdehnung von etwa 100 Metern ein Schützengraben ausgeworfen. Die Uebung war nahezu beendet, man war schon wieder dabei, den Graben zuzuwerfen, strömender Regen ergoß sich über die Mannschaft. Der Hornist Becker stand unweit des Uebungsplatzes mit dem Pferde des Hauptmanns, die nicht beschäftigten Spielleute hatten sich um das Pferd gesammelt, Hauptmann v. Quast stand zehn Schritt entfernt. Plötzlich ertönte ein mächtiger Krach. Die halbe Kompanie lag betäubt auf der Erde. Der Blitz hatte die um das Pferd stehende Gruppe getroffen. Das Tier war noch einmal in die Höhe gesprungen, dann war es tot niedergestürzt. Von den Mannschaften ist der Spielmann Gefreiter Börs am schwersten verletzt. Der Blitz hatte den Helm getroffen, im Hinterkopf einen Fünfmarkstück großen Teil der Schädeldecke aufgerissen, die Kleider und den Leib an der rechten Seite versengt, hat endlich den einen Stiefel aufgeschlitzt und drei Schritt weit weg geschleudert. Der Unglückliche konnte nur durch künstliche Atmung zum Leben zurückge bracht werden, sein Aufkommen wird bezweifelt. Gleichfalls schwer verletzt ist der Tambour Bremer; er kam unter das Pferd zu liegen und hat auch noch Kontusionen erlitten. Der Hornist Becker hat schwere Wunden am Bein davongetragen, Gefreiter Bossen und Spielmann Humbert sind leichter verletzt. Der Hauptmann von Quast lag lange Zeit bewußtlos. Auch Vizefeldwebel Steil und Sergeant Kortkamp waren lange besinnungslos. Die übrige Mannschaft erholte sich schnell und machten sich sofort an die Bergung der Ver Färberem Kübel denselben, nute, dem z sich die rgoß und ameraden beispiellose bethätigt och einige rd; auch che Strafe bruchartiGewitter s nieder. id in verhat, spotfüllte in und stand November i in den sind sehr dreist ist das Rate Schreibten Betrag ftete, ohne befindende is merkte. g. ufnahale der e im Bezirk daße erfolgt. n die Dynaein größerer er Ausstand aus Roubaix tage daselbst darmerie zu in der Waff: schwere Vermnibus= und Sonntag den st sich durch Londons an; in im gange, cht mehr als den Ausstand 's wurde um t, welche die m Laufe des mnibusse der ößere Anzahl bracht. Die durch Ueberbewalt Passaallenthalden altung einer Störungen, s hervorruft, rmessen, daß issen zwischen rdert werden. If Seiten der täglichen anseufzen und esserung ihrer se der Gesellng von 3000 zerlin. 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Zunächst ist hervorzuheben, daß die Artikel, wegen deren der Redakteur Fusangel unter Anklage gestellt, wurde, nicht einfach pbloß b.hauptet haben, die reichsten Einwohner Bochums seien weit unter ihrem wirklichen Einkommen zur Steuer veranlagt. Hätten jene Artikel weiter nichts als diese Behauptung enthalten, würde wohl kein Mensch Strafantrag gestellt und auch kein Staatsanwalt die Ankloge erhoben haben. Jene Artikel machten vielmehr den Mitgliedern der Einkommensteuer=Kommission den Vorwurf, daß sie ihr Amt mißbrauchten, um in parteilicher Weise in erster Linie sich selbst und weeterhin die städtischen Behörden und die evangelischen und nationalliberalen Bewohner Bochums zu niedrig einzuschätzen. Was nun zunächst diesen Vorwurf anbetrifft, so haben bereits die ersten Verhandlungstage gezeigt, daß derselbe nicht als wahr erwiesen werden kann. Die Zeugenvernehm ingen haben dargetban, daß hervorragende Mitglieder der städtischen Behörden, wie z. B. der Oberbürgermeister Bollmann und Bürgermeister Lange von Bochum, sowie der stellvertretende Stadtverordneten=Vorsteher Frielinghaus richtig eingeschätzt gewesen sind. Namentlich bezüglich des letzteren hat der Redi keur Furangel Angaben gemacht, die recht deutlich zeigen, wie wenig die Fusangel'schen Artikel auf Kenntnis der wirklichen Verhältnisse berubten, wie dieselben vielmehr lediglich, um mit dem Volk zu sprechen „auf den Busch klopften". Fusangel hatte dem Geveroldirektor Frielinghaus ein Einkommen von 120000 Mk. angedichtet, derselbe hatte aber nur ein steuerbares Einkommen von 11000 Mk., welches er auch versteuert het. Ankererseits haben weitere Steuervernehmungen ergeben, daß auch katholische der Zentrumsportei angehörige Bürger vielfach und teilweise weit unter ihrem Einkommen eingeschätzt gewesen sind. Ebenso hat sich der Vorwurf, daß die Einschätzungskommission für die Besteuerung der Forensen den Bochumer Verein zum Nachteil der Stadt Bochum unter dem Ei fluß Baares begünstigt habe, durch die Zeugenaussagen und das Gutachten des als Sachvrständigen vernommenen Oberbürgermeisters Prentzel von Hagen als hinfällig erwiesen. Schon aus diesen Ausführungen also darf man wohl schließen, daß die ganze Angelegenheit weit über Gebühr aufgebauscht ist. Gewiß ist, daß die wirklich bestehenden Mißstände weitaus am meisten dem bisherigen unzulänglichen Einschätzungsmodus zur Last fallen und mehr oder minder fast überall, wo eine lebhafte Industrie die Stabilität der Ei kommenverhältnisse beeinträchtigt, vorhanden sein dürften. Erfindungen. Eine originelle Erfindung ist unstreitig der Schwimmapparat von L. Bauhofer in Munchen. Zwei den Körper tragende Schwimmer (hohle Metallkapsern) sind fest mit einer Längsstange verbunden, welche vorn ein Steuerruder trägt, das der Schwimmende mittels einer Lenkstange lenkt, hinten aber mit einer Schiffsschraube ausgerüstet ist, welche durch Treten von Pedalen(wie beim Fahrrad) bethätigt wird. Vermischtes. * Die Cholera macht Anstalten, von ihren Brutstätten in Indien und Arabien aufs neue durch ihr altes Ausfallsthor, das Rote Meer und Aegypten, einen Vorstoß wider Europa ins Werk zu setzen. Aus den Küstengebieten des Roten Meeres kommen Nachrichten, welche ein schnelles Umsichgreifen der Seuche in den dortigen, auf der tiefsten Stufe der hygienischer Verwahrlosung befindlichen Sammelplätzen des Handels= und Pilgerverkehrs anzuzeigen. Die Gefahr muß wohl schon einen ziemlich bedenklichen Grad erreicht haben, wenn die ägyptischen Gesundheitsbehörden, deren Gleichmut in bezug auf rechtzeitige Bekämpfung von Seuchen früheren Choleraeinfällen nicht unwesentlichen Vorschub geleistet hat, gegenwärtig die Einrichtung einer Quarantänestation in El Tor in Aussicht genommen haben, unter ausdrücklichem Hinweis auf die Verheerungen der Cholera in den Küstenstrichen des Roten Meeres. El Tor ist der am weitesten nach Süden, auf der Sinaihalbinsel gelegene Küstenplatz des Golfes von Suez. * Eine opfermutige That vollbrachte ein Grenadier der 6. Kompanie des 1. Garderegiments z. F. in Potsdam. Als er, angelockt durch einen großen Menschenauflauf an den Kanalgeländern des Stadtkanals gegenüber der Post sah, daß ein ins Wasser gestürztes Kind hilflos mit den Wellen rang und zu ertrinken drohte, ohne daß einer aus der schaulustigen Menge sich zur Rettung entschloß, sprang er, wie er ging und stand, in voller Uniform, ohne Besinnen über das Geländer hinweg und war so glücklich, das dem Versinken nahe Kind dem Tode zu entreißen. Ein lautes Bravo des Publikums lohnte die edle * Zirkusdirektor Carré, der fast vollständig wieder hergestellt ist, ist in Berlin eingetroffen, um seine Schadenersatzansprüche gegenüber der Eisenbahnverwaltung zu regeln. * In den Ställen der Kürassierkaserne in Breslau brach Feuer aus, die Pferde stürmten scheu durch die Stadt, furchtbare Aufregung und Verwirrung herrschte. Viele Pferde stürzten tot nieder, Menschen sind nicht verunglückt, der Brand wurde lokalisiert und gelöscht. * Sämtliches Vieh eines Bauern in Waldhausen bei Buchern ist plötzlich trotz tierärztlicher Hilfe durch Vergiftung krepiert. Der Bauer hatte nämlich Heu gekauft, das auf abgängigen Telegraphenstangen, die als Querbalken in der betreffenden Scheuer dienten, gelagert hatte. Die Telegraphenstangen werden nämlich zur besseren Haltbarkeit mit einer Flüssigkeit getränkt, welche sich dem Heu mitgeteilt und so die Vergiftung der Tiere herbeigeführt hat. Das Gericht wird zu entscheiden haben, ob der Bauer den Verkäufer des Heues oder die Telegraphenverwaltung ersatzpflichtig machen kann. * Ein„reicher" Besuch steht der Reichshauptstadt demnächst bevor. Der bekannte amerikanische Millionär, Cornelius Vanderbilt ist mit Gattin und 4 Kindern in London eingetroffen und gedenkt auf seiner Reise durch den Kontinent auch Berlin zu besuchen. Der Besuch Europas seitens der Amerikaner soll überhaupt jetzt so stark sein, wie nie zuvor * Im Park des Schlosses Ruhleben kehrt seit Jahren regelmäßig ein Storchpaar wieder. Um zu konstatieren, ob das Paar immer dasselbe sei, wurde dem Männchen ein Ring, auf dem der Ort und die Jahreszahl 1890 eingraviert war, um das linke Bein gelegt. In diesem Frühjahre kehrte der so gezeichnete Storch wieder, hatte aber am rechten Bein auch einen silbernen Ring, auf dem die Worte standen:„Indien sendet Deutschland seinen Gruß." * Aus Wien wird berichtet:„Charlotte Freiin v. Gammé, 28 Jahre alt, Witwe, Dienstmädchen“, so hieß es in der polizeilichen Anzeige an das Bezirksgericht und die Anklage lautete auf„Fälschung einer öffentlichen Urkunde ohne böse Absicht“(§ 320 des Strafgesetzbuches). Frau v. Gammé hatte nach dem Tode ihres Gatten, der ihr nichts hinterlassen hatte, einen Posten als„Dienstmädchen" annehmen müssen, und sie hatte, um für den Beruf nicht zu alt zu erscheinen, die Zahl ihres Geburtsjahres 1863 in 1868 umgebessert. Das Urteil lautete unter Anwendung mehrfacher Milderungsgründe auf zwei Gulden Geldstrafe. * Der Vertrauensmann der Sozialdemokraten im 5. Berliner Wahlkreise soll nach Revision seiner Bücher und des Kassenbestandes seines Postens enthoben worden sein. * Gibraltar, 9. Juni. Die Heuschreckenplage in Marokko ist im Wachsen begriffen. Die GetreideErnte erscheint vernichtet, trotz der gegen die Heuschrecken getroffenen Maßregeln. * Billige Butter. Das„Meißmer Tagebl.“ berichtet: Unmittelbar nachdem am Samstag der Marktbericht an die Redaktion abgegeben worden war, sank der Butterpreis so tief, wie man es seit Jahren noch nicht erlebt hat. Ein Stückchen Butter kostete vormittags 11 Uhr 40 Pfg. Diejenigen Butterfrauen, welche höhere Preise haben wollten, mußten ihre Butter wieder mit nach Hause nehmen. Der billige Preis hat seinen Grund in dem vielen Futter; der Klee steht so üppig wie selten. Aehnliche Preisermäßigungen erzielte man gegen Mittag am grünen Gemüse, an den Eiern u. A. * Ein schweres Kilb hat Gutsbesitzer Geist in Kindleben bei Botha gezüchtet; dasselbe wog bei einem Alter von 4 Wochen nicht weniger als 280 Pfd. * Ein kraftvoller Schneider aus Plauen gab in der Königsberger Anatomie vor Professoren und Studenten Proben einer riesigen Muskelkraft. Eine ¾= zöllige Eisenstange bog er durch einen Schlag auf den eigenen Arm krumm; den euf einem Stuhle sitzenden schwersten Studenten hob er samt dem Stuhle mit einer Hand auf den Tisch. * Herr Professor Dr. Mutzelbach ist so zerstreut, daß ihm seine Gattin jedesmal, wenn er eine Reise antritt, auch ein Verzeichnis seiner Kleider und Wäsche mitgiebt. Mit einem solchen Zettelchen in der Tasche tritt er eines Tages fröhlich die Reise zur Philologenversammlung an, verlebt dort heitere Tage und packt dann seinen Koffer, um die Rückreise anzutreten. Er ist sich bewußt, diesmal seine Sachen in besonderer Ordnung gehalten zu haben, gleichwohl stimmt beim Einpacken der Vorrat mit dem Verzeichnis nicht. Da steht „5 Hemden“, er hat nur vier,„4 Unterhosen", er hat nur drei,„3 Anzüge“, er kann nur 2 einpacken. Ueber die fehlende Wäsche würde er sich trösten, aber einen ganzen Anzug kann er doch nicht ohne weiteres preisgeben. Er schlägt Lärm, aber Hausknecht und Kellner beteuern ihre Unschuld, und der Wirt weist ihn entrüstet an die Polizei. Zur Polizei mag der Herr Professor nicht gehen, weil er von einer Anzeige und Untersuchung eine lange Verzögerung seiner Reise befürchtet. So ergiebt er sich denn seufzend in sein Schicksal und reist heim. Kleinlaut übergiebt er dort der Gattin Koffer und Verzeichnis, ohne des Verlustes zu erwähnen, und wartet still das Donnerwetter ab. Aber es entlädt sich nicht, im Gegenteil die gestrenge Frau belobt ihn, weil er diesmal Ordnung gehalten. Das erträgt seine ehrliche Seele nicht.„Aber es liegen ja nur zwei Anzüge im Koffer!“ gesteht er.„Freilich nur zwei— den dritten trägst Du ja am Leib!“„Am Leib:“ ruft M.,„wer hätte dies auch vermuten sollen?!“ * Nachstehend ein passendes Wortspiel zur Erheiterung bei anhaltendem Regenwetter. Ein schauerlicher Lokalregen Ein lokaler Schauerregen. Ein regnerisches Schauerlokal. Ein schauerliches Regenlokal. Ein regnerischer Lokalschauer. Ein lokaler Regenschauer. Gras=Verkauf. Dienstag, den 16. Juni, nachmittags 4 Uhr, soll das Gras in den Flößwiesen und der Futterbau im Wandhoferfeld u. Westhoferbruch des Guts Ruhr nummerweise meistbietend verkauft werden. Haus Ruhr, 8. Juni 1891. Freih. v. Rheinbaben'sche Ventei. Gras=Vertauf. Mittwoch, den 17. Juni, nachmittags 6 Uhr, sollen ca. 13 Morgen Gras (Futterbau) zwischen Ruhren nummerweise meistbietend verkauft werden. Haus Ruhr, 8. Juni 1891. Freih. v. Rheinbaben'sche Rentei. Gras= und Fracht=Terläufe zu Haus Husen b Westhofen. Donnetstag, 18. Juni: Gras, Futterbau und sehr schöner Roggen zu Wittbräuken bei Syburg. Samstag, 20 Juni u. Dienstag, 23. Juni: Wiesen=Gras u. Futterbau in der Nähe des Hauses. Aufang stets 4 Uhr nachmittags. Sammelplatz am 18.: Hessen Kotten, am 20. und 23.: Allee. Haus Husen, Juni 1891. Die Verwattung. FischereiVerpachlung. Die zum Rittergute Husen bei Westhofen gehörige, sehr gute Ruhr=Fischerei, Strecke Westhofer Brücke bis unterhalb Eisenbahnbrücke, ganzes Flußbett, wird 1. Juli d. J. pachtlos und ist unter der Hand anzupachten. Husen, Juni 1891. Die Verwaltung. Eine in günstiger * Lage zu Schwerte belegene Schenk. wirtschaft nebst Gartenanlagen ist zu pachten. Antritt 1. November. Näh. in der Exped. d. Ztg. Die Mitglieder des SchweinrVersichrrungsbrreins werden aufgefordert, eine Nachzahlung von 1 Mark pro Schwein am Sonntag, den 14. d. Mts; nachmittags von 3—6 Uhr, bei dem Kassierer Wilh. Becker zu entrichten. Derjenige, welcher nicht zahlt, wird gegen Erhebung von 10 Pfg. Mahngebühr einmal angemahnt. Bei wiederholter Zahlungsweigerung wird statutengemäß verfahren. Schwerte, 9. Juni 1891. Der Vorstand. Kleine F Tasetschweine vom hiesigen importierten Vereins=Eber(große Yorkshire Race) sind zu haben bei Fr. Althoff, Ergste. Magnum Donumn, 100 Pfd. 4 Mark, ScheuHerren=Anzüge in Buckskin, Kammgarn und Cheviot sind wieder in großer Auswahl auf Lager, ebenso eine große Partie Cndolin=Hesen, moderne Streifen, von 4—12 Mark. Die meisten Sachen sind auf eigener Werkstatt angefertigt. Anzüge nach Maß unter bewährter Leitung. Größte Auswahl in deutschen, englischen und belgischen Buckskins. Srnst Maller, Schwerte, Ostenstraße 18. Suche per sofort einen tücht. Koaarbeiter. Stellung dauernd. Franz Baumeister, Schwerte. Zur Hrut Schwerte. D Sonntag; F 14. Garten-Konzert. Entree frei. C. Raffiu. Se Gcpicksein, 3, Pfund 50 Pfg., Lur Helle, Cenwerte. Kirschen, Pfd. 40 Pfg., frisches Gemüse, Zwiebeln, Gurken, Blumenkohl, Spargel 2c. empfiehlt billigst F. A. Haape. Gelegruhrikskauf. Eine größere Anzahl, ca. 20—25 Stück, wenig gebrauchte, fast neue, 1= und 2 thürige Gerrschrunke, bestes Fabrikat, hat bedeutend unter früheren Kostenpreis sehr billig abzugeben. A. Rießler, Maschinenfabrik, Zerbst i. Anh. Ich suche ein in Gartenarbeit 50 Kg.—100 Pfd. erfahrenes Maschen per 1. August oder später. Frau Carl Doerth, Schwerte. Heute: Zungenragont, Roastbeef, Kalbsbraten. Morgen: Junge Hahnen, Salmmagonaise, Schweinebraten, Bratfische. Frühstück 30 und 40 Pfg. Abendplatte 40 Pfg. Carl Raffin. Gall-Seile, anwendbar zur kalten Wäsche für farbige Stoffe jeden Gewebes. Dieselbe hat die Eigenschaft, das Ausgehen der Farben zu verhindern, matt gewordene wiederherzustellen und alle Teer= und Fettflecken mit fortzunehmen,# Stück 10 Pfg., empfiehlt Carl Braus. Handels=Nachrichten. Schwerte, 10. Juni 1891. Kartoffeln Brot 5 Kilo Butter per Pfd. Eier 9—10 Stück 1ter 4. 4 450 — 85 1— —50 Der 2. 4 95 Neuß, 8. Juni 1891. Wder 44 90 Schwerter Turnverein. Samstag, 13. Juni, nach dem Turnen: General-Versammlung. Tages=Ordnung: Festangelegenheit. Buckskin, reine Wolle, nadelfertig ca. 140 cm. breit à Mk. 1.95 Pf. per Meter versenden direkt jedes beliebige Quantum Buckskin=Zabrik=Depot Oettinger& Ko., Frankfurt a. M. Muster=Auswahl umgebend franko. Unübertrosfen in Feinben u. Milde u. seit elf Jahren bewährt. Holländ. Tabak 10 Pfd. lose i. Beutel sko. 8 M. nur bei B. Becker in Seesen a. Vereinigte Gesellen=Auflage, eingeschriebene Hilfskasse, Schwerte. Außerordentliche General versammlung am Samstag, den 13. d. M., abends 8 Uhr, im Vereinslokal. Tages=Ordnung: 1. Rechnungslage von dem letztgeseierten Kränzchen. 2. Beratung über die Feier des diesjährigen Stiftungsfestes. Der Vorstand Wechsetsormalalt empfiehlt Carl Ful Wirte. Flüssige Kohlensäure in Flaschen von 10, 8 und 5 kg hält stets auf Lager und liefert billigst A. Dirks, Hörde. Eine Wöhnung von 2 Zimmern pr. 1. August zu vermieten. Witwe Schmidt, Mühlenstr. Unübertroffen gegen Asthma, Blutarmut, Bleichsucht, Brust= u. Magenleiden #bleibt der Altonaer Malz-Extrakt. Kontor: Eimsbütteler Str. 64, Altona.) Chemisch untersucht und ärztlich empfohlen, pro Fl. 1 Mark. Malz-Etrakt-Boubons à Paket(10 Stück) 15 Pf. Alleinverkauf und nur echt zu haben in Schwerte und Umgegend bei Hrn. Flaschenbierhandlung. NB. Obiges Extrakt war das beste Mittel gegen Influenza. 17•20 112 50 80 Woandoclar uat der fechohr. Sommersprossen, unreinerTeint, gelbe Flecke etc. verschwinden unbedingt beim täglichen Gebrau ch von: Ber,mann's Lillenmiich-Seife von Bergmann& Ko. in Dresden. 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Samtos Juni 82¾, Sept. 79¾, Dez. 71¾ März 70. Viehmärkte. Dortmund, 8. Juni. Zum heutigen Zucht- und Faselviehmarkt waren aufgetrieben: 680 Stück Großvieh, 611 Schweine, 369 Kälber, 10 Schafe. Per 100 Pfd. Schlachtgewicht wurde gezahlt: für Ochsen— K. für Stiere 54—58 M, Kühe 1 Qual. 60—64 M, 2. Qual. 56—60 M. für Schweine 50—53 K., Kälber per Pfd. Schlachtgewicht 1. Qualität 55—60 4, 2. Qualität 50—55 4. Schafe desgl. 60—65 J Unverkauft blieben: 36 Stück Großvleh und 22 Schweine. Gras=Verkauf. in den OSWiesen des Gesangverein„Liedertafe!“ Schwerterheide feiert am Sonntag, den 14. Juni d. J., unter Mitwirkung mehrerer auswärtiger Vereine, sein S. Sclleungiese durch 1 Konzert und Ban. Das Konzert findet in den Anlagen des Vereinswirts Schröder, der Ball im Saale des Herrn Duisberg statt. Karten zum Konzert 50 Pf., zum Ball 1 Mk., Konzert und Ball 1,25 Mk., Anfang 3 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Der Vorstand. K NB. Die Musik wird von der Klöppel'schen Kapelle aus Hörde ausgeführt. O Am 14. Juni er. feiert der 0 0 0 0 0 6 0 0 0 0 7 Am 14. Juni er. senl. der Krieger- und Landwehr-Verein Hennen, Der Verkauf des I.. Schnittes Rittergutes Altendorf findet statt: 1. am Dienstag, den 16. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, in der sgt. Langenwiese, 2. am Dienstag, den 23. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, im sgt. Melkenkamp. Haus Altendorf, den 8. Juni 1891. Gräft. v. Fürstenberg'sche Rentei-Verwattung. Bekanntmachung. A Die der Sparkasse in Aplerbeck zugehörigen Grundstücke Flur 1 Nr 191 und Flur IX Nr. 47 und 48 der Steuergemeinde Aplerbeck sollen öffentlich zum Verkauf ausgesetzt werden. Termin hierzu ist auf Dienstag, 16. Juni cr., nachmittags 4 Uhr, im Büreau der Sparkasse hier anberaumt, wozu Reflektanten eingeladen werden. Aplerbeck, den 8. Juni 1891. Die Sparkassen=Verwaktung. Gras=Verkäufe. Jonnerstag, den 18. Juni, nachmittags 5 Uhr, in der Pastoratwiese am Mühlengraben, 5½ Uhr in der Westhof'schen Wiese auf dem Bruch, 5½ Uhr in der Klewitz'schen Wiese hinter Weischede, 6 Uhr in der Oelkampswiese am Ostenthor, 6 Uhr in der Jüngermann'schen Wiese in der Mülmke, 6½ Uhr in den Brügmann'schen Wiesen i. d. Mülmke nummerweise meistbietend an Ort und Stelle. Hlohenschwert. 1. Antreten des festgebenden Vereins um 2 Uhr am Krieger=Denkmal in Hennen und Zug zum Festlokal. 2. Abholen des Nachbarvereins Lekingsen. 3. Konzert mit anschließendem Ball. Zum Feste ladet ergebenst ein Der Vorstand. 0 0 0 0 □ 0 0 0 9 0 0 0 0 0 0 0 ∆ unter Teilnahme des Landwehrvereins Lekingsen, im Vereinslokale beim Kameraden W. Kirchhoff, Lehmufer, sein diesjähriges " Kriegerfest. 6 Fest-Ordnung 0 0 0 0 0 0 □ □ 50000000000000000 Geschafts=Erofsnung. Mit dem heutigen Tage eröffne ich im Hause meiner Eltern, Kötterbachstraße, einen Barbier= und Frisier=Salon, was ich den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend ergebenst anzeige. Es wird mein Bestreben sein, alle in meinem Fache vorkommenden Arbeiten bestens auszuführen. Schwerte, den 10. Juni 1891. Hochachtungsvoll August Paul. Beranntmachung! Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß wir unsere zuletzt von Herrn F. Solinus in Schwerte verwaltete Agentur für Schwerte und Umgegend an Herrn Karl Hilker in Schwerte übertragen haben. Leipzig, im Juni 1891. Leipziger Krarr Fersachrrungs Kustnt. In der Straßburger Druckerei und Verlagsanstalt, vorm. R. Schultz und Ko., in Straßburg i. E. ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen, in Schwerte durch die C. Braus'sche, zu beziehen: Eirklärung der sämtlichen geschichtlichen und poetischen Bücher des Alten Testaments. Ein Hilfsbuch für Geistliche, Lehrer und für das evangelische Volk überhaupt. Von Th. Heintzeler, Pfarrer in Stetten i. R. Lieferung 1. Vollständig in ca. 22 Lieferungen à 3 Bogen 80. Preis jeder Lieferung nur 50 Pfg. Alle vierzehn Tage erscheint eine Lieferung. Dieses ebenso wohlfeile und volksfaßliche als auf gründlicher Schriftforschung und dem Geist des Glaubens ruhende Buch ist in hohem Maße geeignet, einem Verständnis und Erbauung suchenden? Vibelleser, wenn ers es neben seiner Bibel zu Rate zieht, das Dunkle aufzuhellen und den Sinn schwieriger Stellen in präzisem und treffendem Ausdruck klar zu legen, sowie auch manche praktische und erbauliche Winke Ebenso dürfte das Buch auch für Bibelstunden eine gedeihliche, namentlich angehenden Geistlichen nicht unerwünschte Handreichung thun. Auch dem Lehrer, der mit seinen Schülern die Bibel zu lesen und dabei die nötigsten Erläuterungen beizufügen hat, wird das Buch ein willkommenes Hilfsmittel sein. iun Te Sohre.“ Prof. Dr. Thomes Flora von Deutschland, Oesterreich=Ungarn und der Schweiz. 4 Bde. mit 616 vorzügl. Farbendrucktafeln nebst erklärendem Text. Auch in 45 Lieferungen à 1 Mk. zu beziehen. Band I oder Lieferung 1 kann von jeder soliven Buchhandlung zur Ansicht vorgelegt werden. Auf Wunsch monatliche Ratenzahlungen. Auszeichnungen: 2 goldene Medaillen, 1 silberne, sowie 2 Ehrendiplome. Probelieferung mit Prospekt gratis. Gera-Untermhaus. Fr. Engen Köhler's Verlagbuchhandl. Der§ 1 der unterm 27. Oktober 1888 erlassenen und vom Kreisausschusse des Kreises Iserlohn unterm 26. November 1888 genehmigten Vorschriften über Erhebung der Hundesteuer in der Gemeinde Hennen wird hierdurch in Gemäßheit des Beschlusses der Gemeindevertretung vom 2. Mai d. I, wie folgt abgeändert: gn u.m fegeuden Huns „Für jeden nicht mehr an der Murter faugenden Hund, mit Ausnahme der nach§ 7 dieser Vorschriften steuerfreien Hunde, wird eine Steuer erhoben. Dieselbe beträgt für einen männlichen Hund jährlich 3 Mark, für einen weiblichen Hund jährlich 1,50 Mark.“ Vorstehende Abänderung tritt mit dem 1. April 1892 in Kraft. Ergste, und Rheinen, den 9. Mai 1891. Der Ehrenamtmann: Der Gemeindevorsteher: gez. Bormann. Hiddemann, (Siegel.) gt. Schulte=Rheinen. Die vorstehende Abänderung des§ 1 des Regulativs vom 27. Oktober 1888 wird hierdurch genehmigt. Iserlohn, den 26. Mai 1891. Der Kreisausschuß des Kreises Iserlohn. (Siegel.) Der Vorsitzende: gez. Nauck. Vorstehende Abänderung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Ergste, den 9. Juni 1891. Der Ehrenamtmann: Vormann: Standesamt Ergste. Anmeldungen für den Monat Mai 1891. Geburten: 1 Sohn: Heinrich Westerfeld zu Ergste. arbeiter Heinrich Roth am Steinberg.— rich Hinkelmann zu Bürenbruch. Kettenschmied Wilhelm Keppmann zu Reingsen. Kettenschmied Heinrich Kaspari zu Reingsen. Kettenschmied Eheschließungen: Keitenschmied Wihelm Heiurich Diedrich Humme zu Bürenbruch, mit Luise Wilhelmine Friederike Schnoering, Witwe von Küfer Ludwig Schulte zu Ergste. Kaufmann Wilhelm Diedrich Jessinghaus zu Nahmer bei Hohenlimburg mit der geschäftslosen Karoline Wilhelmine Friederike Lisette Hövelmann zu Ergste. Sterbefälle: Karl Gustav Filthaus zu Ergste 6 M. 19 Tg. Ida Anna Wiesemann zu Höfen 5 J. 4 M. 20 Tg. Otto Wilhelm Möllmann zu Ergste 5 J. 11 M. 20 Tg. Ernst Althoff zu Reingsen 26 Tg. Martha Bornemann zu Ergste 3 J. 8 M. 2 Tg. Johanna Auguste Böhmer zu Höfen 1. J 11 M. 1 Tg. Versteigerung von Altien. Montag, den 15. d. vormittags 11 werde ich auf meiner Schreibstube zu Schwerte im Auftrage der Testamentsvollstrecker 34 zum Nachlasse des zu Heidelberg verstorbenen Rentners Heinrich Breucker aus Hamburg gehörige(Inhaber=) Aktien der Aktiengesellschaft Westfälisches Nickelwalzwerk zu Schwerte öffentlich meistbietend gegen sofortige bare Zahlung verkaufen. Die Aktien werden einzeln und im ganzen ausgeboten. Die Verkaufsbedingungen können auf meiner Schreibstube eingesehen, auch gegen Einsendung von 50 Pfg. in Briefmarken von mir bezogen werden. Schwerte, den 2. Juni 1891. Backhausen, Rechtsanwalt und Notar. *„, Süsser MedicinalDr. Aumam: Heidelbeer-Wein aus der Heidelbeere rein und unverfälscht dargestellter Beerenwein, welcher ärztlicherseits als Ersatz der zumeist gefälschten Tokayer- Weine dringend empfohlen wird.— hebeg Getrün. und Kind.r, und anch als hasamih.l gegen Austen, Hebeygrkeis Ar. 1.508 Man achte Schutsmarke, auf den Namen Dr. Aumann. Zs haben in nachtbig. Depots: F. W. Nolte, Aplerbeck. in häner## werern ur uoer: a Mit Bezug auf vorstehende Bekanntmachung empsiehlt der Unterzeichnete die Wörmser VombaulGeld=Lotterie. Ziehung 16. Juni, Hauptgewinn 75000 Mk. der Vinterzeichnete bt.. Auce# Los 3 Mk, halbe 1.75 Mk., Viertel 1 Mi. 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