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Schulgemeinde Opherdicke pro 1891/92 liegt vom 25. April bis inkl. 2. Mai 1891 bei dem Herrn Gemeind.=Vorsteher Frhr. von Lilien in Opherdicke zur Einsicht offen. Reklamationen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit jener Liste sind in der genannten Zeit bei dem Herrn Vorsteher Frhr. von Lilien oder dem Unterzeichneten anzubringen. Apleibeck, den 23. April 1891. Der Amtmann: Gutjahr. Bekanntmachung. Der Fabrikarbeiter Peter Müller zu Aplerbeck hat die Genehmigung zur Ansiedelung auf dem außerhalb einer im Zusammenhange gebauten Ortschaft in der politischen Gemeinde Aplerbeck belegenen Grundstücke Flur 6 Parzelle 187/59 der Katastergemeinde Aplerbeck beantragt. In Gemäßheit des§ 16 des Gesetzes vom 25. August 1876 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß gegen denselben von den Eigentümern, Nutzungs-, Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Präklusivfrist von 21 Tagen bei der Ortspolizeibehörde zu Aplerbeck Einspruch erhoben werden kann, wenn der Einspruch sich auf Thatsachen begründen läßt, welche die Annahme rechtfertigen, daß die Ansiedelung den Schutz der Nutzungen benachbarten Grundstücke aus dem Feld= oder Gartenbau, aus der Forstwirtschaft, der Jagd oder Fischerei gefährden werde. Aplerbeck, den 23. April 1891. Der Gemeinde=Vorsteher: Vieseler. Samstag 25. April 1891. 24. Eine Rede des Fürsten Bismarck. Am 13. April hat Fürst Bismarck den Vorstand des Kieler konservativen Vereins empfangen und bei dieser Gelegenheit eine in mancher Beziehung bemerkenswerte Rede gehalten, die auch interessante Streiflichter auf die Stellung des ehemaligen Reichskanzlers zur Regierung wirft. So sagte er u. a.: „Es ist nicht nötig oder auch nur nützlich, daß die konservative Partei unter allen Umständen ministeriell ist, konservativ und ministertell fällt nicht immer zusammen. Es giebt ein altes, gutes politisches Sprichwort: Quieta non movere, das heißt, was ruhig liegt, nicht stören, und das ist echt konservativ: eine Gesetzgebung nicht mitmachen, die beunruhigt, wo das Bedürfnis einer Aenderung nicht vorliegt. Auch in ministeriellen Kreisen giebt es Leute, die enseitig das Bedürfnis haben, die Menschheit mit Elaboraten glücklich zu machen. Eine Regierung, welche unnötige Neueruugen vertritt, wirkt antikonservativ, indem sie gesetzliche Zustände, die sich als brauchbar bewährt haben, ändert ohne Anregung durch die Beteiligten. Man wirft mir vor, ich sei als Ministerpräsident und Kanzler auch nicht konservativ gewesen, denn iy hätte viele alte Formen zerschlagen und viel Neues aufgerichtet. Nun, hierbei ist der Wert des Alten, welches vernichtet, und des Neuen, welches errichtet werden sollte, gegen einander abzuwägen. Meine Beteiligung an dem Beginn und Verlauf des Bürgerkrieges in Deutschland, ich meine im Jahre 1866, und die Zertrümmerung alter Formen waren im Grunde mehr konservativ, als das Verharren bei den Zuständen der Zerrissenheit gewesen wäre. Denn diese hätten schließlich zur Auflösung oder gar Fremdherrschaft geführt; für mich aber handelte es sich darum, den Rest des deutschen Nationalgefühls, der unter der Asche fortglimmte, anzufachen, also etwas ganz Altes zu bewahren. Dieses alte Besitztum wurde denn auch bewahrt und verstärkt, in der Hauptsache auf kriegerischem Wege; zum Bedauern ging es auf friedlichem nicht, ist aber nun wohl desto fester gegründet.“ Den Vorwurf der Abtrünnigkeit, den ihm viele Konservative machten, halte er für ungerecht. Die Einigung Deutschlands war eine konservative That. Er hoffe, daß das Kartell zwischen Konservativen und Nationlliberalen, um das er sich große Mühe gegeben, erhalten bleibe. „Meine Wünsche sind nicht gegen die jetzige R gierung gerichte“, ich möchte nur, daß sie den erwähnten lateinischen Spruch Quieta non movere beachtete, als einen der obersten staatlichen Grundsätze. Ich sage as nicht aus Oppositionslust, sondern weil ich an dem gedeihlichen Fortgang der Zustände Interesse nehme, zu deren Bildung ich mitgewirkt habe. Man hat von mir verlangt, ich solle mich um Polilik nicht mehr kümmern. Niemals ist mir eine größere Dummheit vorgekommen, als diese unerhörte Forderung. Sachverständige haben bei öffentlicher Behandlung von Fragen, die sich in ihr Fach schlagen, das größte Recht und unter Umständen die Pflicht, mitzureden, und ich glaube nach meiner langen Amtsführung nicht ganz ohne Fachkenntnis zu sein. Meine Mitwirkung kann sich jetzt nur mehr nach der negativen Seite hin äußern, aber einer Maßregel gegenüber, die ich für schädlich halte, mein fachmännisches Urteil auszusprechen, werde ich mir von niemandem verbieten lassen. Dies ist auch, glaube ich, konservativ: nicht ministeriell, sondern erhaltend.“ suche der Volksichule verpflichtet sind. Die Beschäfti gung von Kindern unter 14 Jahren darf die Dauer von 6 Stunden täglich nicht überschreiten. Junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren dürfen in Fabriken nicht länger als 10 Stunden täglich beschäftigt werden.“ Die Bestimmung:„Kinder unter 14 Jahren bürfen in Fabriken nicht beschäftigt werden.“ würde wohl noch mehr am Platze gewesen sein, Arbeiterinnen in Fahriken über 16 Jahre sollen nicht länger als 11 Stunden täglich und an den Tagen vor Sonnund Festtag nicht über 10 Stunden beschäftigt Feftrug kicht über 10 Stünden Prschaftig werden. Der Reichstagsabgeordnete Müllensiefen hat im Reichstage sich über den Achtstundentag der Bergarbeiter ausgesprochen. Er erklärt, nicht daran zu denken, daß die Verkürzung der Arbeitezeit auf alle Arbeiter ausgedehnt werde, aber er gehe über den sozialdemokcatischen Antrag, der nur für die Bergarbeiter gelten solle, noch hinaus und wünsche Abkürzung der Arbeitszeit für alle Betriebe, welche durch schwere Arbeit, Hitze, Ausströmung schädlicher Gase u. s. w. gesundheitsschädlich wirkten. Die Schichtdauer von 8 Stunden für den Bergarbeiter einschließlich Ein= und Ausfahrt halte er persönlich für hinreichend und wünsche, daß es gelingen möge, Einrichtungen zu treffen, welche die Verlängerung durch Ein= und Ausfahrt beseitigen. Im übrigen wiederhole er, daß nur auf ruhigem, friedlichem, gesetzlichem Wege die Erfüllung der Wünsche der Bergarbeiter sich erreichen lasse. Deutsches Reich. Der Reichstag hat durch seine letzten Beschlüsse angenommen:„Kinder unter 13 Jahren dürfen in Fabriken nicht beschäftigt werden. Kinder über 13 Jahre dürfen in Fabriken nur beschäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum BeKaiser Wilhelm empfing am Mittwoch, dem preußischen Bußtage, den Fürsten Pleß, den Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates Dr. Barkhausen, und den Staatssekretär von Marschall. Am Donnerstag früh reiste der Kaiser nach Dres den, um dem Könige Albert zu dessen Geburtstag Glück zu wünschen, wohnte auch der Parade der Dresdener Garnison bei und führte sein sächsisches Grenadier=Regiment Nr. 101 dem Könige persönlich vor. Nachmittags nahm der Kaiser an der Familientafel in der königlichen Villa Strehlen teil, und reiste sodann nach Eisenach zur Auerhahnjagd, wo am späten Abend die Ankunft erfolgte. Der Termin für die Stichwahl im 19. hannoverschen Wahlkreis ist auf den 30. April festgesetzt. Nach dem amtlich festgestellten Wahlresultat hat Fürst Bismarck 7365, Schmalfeld (Soz.) 3810, Adloff(dtschfr.) 2576 und von Plate(Welfe) 3308 Stimmen erhalten. Fürst Bismarck in der Stichwahl mit einem sozialdemokratischen Zigarrenarbeiter!— das redet mehr als ganze Bände. Kaum 20 Jahre sind vergangen seit der Aufrichtung des Reiches und der mächtige Mann, dem jedes andere Volk bis in die fernsten Zeiten ungeteilte und unbegrenzte Bewunderung und Dankbarkeit bewahren würde muß in der Stichwahl mit einem Sozialdemokraten ringen. Daß Fürst Bismarck gewählt wird, ist zwar zweifellos, aber wenig tröstlich. Der Ausfall der Geestemünder Wahl hat in Frankreich wieder einmal einen wahren Freudenrausch hervorgerufen mit allen jenen seltsamen Nebenerscheinungen, die den Arzt eigentlich mehr angehen als den Politiker. Nachdem das„XIX Siécle" das Wahlergebnis für den Anfang der Revanche erklärt hat, erfreut Cassagnac seine Landsleute mit einem Artikel, der die anmutende Ueberschrift„Das Ende des Menschenfressers" trägt. Einiges aus dieser Expektoration dürfen wir unsern Lesern nicht vorenthalten: „Der Menschenfresser", erklärt Cassagnac„ist Bismarck, dessen Hände, gleich den Klauen eines Raubvogels, Provinzen zerrissen und dessen eiserne Kiefern Völker zermalmten. Heute ist Bismarck, der große Bismarck, Bismarck, der Fürst und Herzog, noch vor kurzem Herr der Welt, einer gemeinen Stichwahl preisgegeben. Welche Freude birgt für uns ein solcher Vorfall! Die Freude ist in der That eine dreifache: Erstlich zeigt sie uns im hellen Tageslicht die sittliche Kleinheit jener deutschen Rasse, welche die Anmaßung erhebt, allen anderen Rassen weit überlegen zu sein. Ein politisches Genie, verhängnisvoll für die anderen, aber groß für sie, hat sie plötzlich der Dunkelheit entrissen und rasch auf den höchsten Gipfel emporgetragen. Deutschland verdankt alles, alles diesem Mann, der mehr für es that, als Cromwell für England, mehr als Richelien für Frankreich, so viel wie Peter der Große für Rußland. Und wenn der Greis als letzte Belohnung vor seinem Tod einen armseligen Sitz im Parlament verlangt, so wird er ihm von seinen Landsleuten verweigert! Und durch ihre schmähliche Undankbarkeit flößen sie uns Ekel ein, uns, denen die Zornanfälle, die Traurigkeiten und Verzweiflungen Bismarcks die köstlichste Musik sind, uns, die wir ihn an einem langsamen Feuer verbrennen sehen möchten, damit er länger litte. Ich soge und verkündige es mit patriotischem Stolz: nicht so würden wir den behandeln, den die Vorsehung uns geschickt und der uns nach Berlin geführt hätte, um unsere Fahnen, unsere Provinzen, unseren Ruhm heimzuholen. Das Phantéon, der Triumphbogen wären nicht hoch genug, um diesem Mann einen Sitz zu bereiten. Und die Liebe seiner Landsleute würde vor ihm brennen, wie eine ewige und heilige Lampe. Ja, ganz bestimmt, Frankreich ist besser, als Deutschland. Seine Seele ist schöner, edler, ritterlicher, und wenn die Seele eines Volkes es der Seele eines anderen Volkes zuvorthut, so folgt der Arm früher oder später.“ So widerlich der Paroxysmus ist, der in diesen Auslassungen zu Tage tritt, so enthalten dieselben doch manches, was sich die Herren Richter und Barth zu Herzen nehmen können. Wir sind neugierig, ob die Freisinnigen des Weizen hiesiger 24,50—25,50 00— 20,00, Hafer hiesiger r 17,50 bis ril. Weizen t.=Okt. 219 50 i 196,75 M. Hafer April=Okt. 150,50 63,25 J ohne Mai 63,10 M, Spiritus 70er Mai 51,25 K, 50er vorr. Avril. Kaffee Mai 86 ¼/4, April. Zum narkte waren ück Großvieh, der, 37 Schafe. gewicht wurde — K, für ühe 1 Qual. „.55—60 M. K., Kälber per 1. Qualität öt 50—55 4. 9 Unverkauft oßvieh. Die erste Amsel. Im Sonnengolde glänzt die Ruhr, Wie ist so schön der Tag! Halblaut versucht zum erstenmal Die Amsel ihren Schlag. Mir ist's, als hätt' ich Vogelsang Noch nie so schön gehört; Aus dumpfen Sorgen hat sie mich Wohlthätig aufgestört. Noch will der Ton nicht voll heraus, Schon hält sie wieder ein; Doch nur Geduld! in kurzer Frist Durchflutet Sang den Hain. Dann schließ' auch ich der Sängerschar Mich recht von Herzen an Und singe meines Gottes Lob, So laut ich singen kann. Im Bann der Erzählung von D. Russell. (Fortsetzung.) Zweiundzwanzigstes Kapitel. Des Herrn Heimsuchung. Ich schrieb Eduard und bat ihn, mich am nächsten Tage zu treffen. Es war meine Absicht, ihn zu dem schriftlichen Versprechen, daß er niemals heiraten wolle, zu bewegen; diese Zeilen wollte ich dann Rose im Vertrauen zeigen, mit der Erklärung, daß ich Eduard dazu überredet hätte, weil er ebenso gut wüßte wie wir, daß er nur zu unrecht in den Besitz des Gutes gelangt war. Als Ort des Zusammentreffens hatte ich ihm auf der der Unglücksstätte ganz entgegengesetzt liegenden Seite des Dorfes eine abgeschiedene Stelle bezeichnet und ihn gebeten, um fünf Uhr dort zu sein. Der kurze Wintertag neigte sich bereits seinem Ende zu, als ich durch die einsamen Felder schritt und mit Trauer, aber auch Groll und Bitterkeit im Herzen des Elendes gedachte, das Eduards Leichtsinn und Jähzorn über uns alle gebracht. Auch das neue Unheil, das aus einer Heirat Rose's mit Baron Wittels berg entstehen mußte, würde über sein Haupt kommen; benn sicherlich hätte Rose niemals an diese Verbindung gedacht, wenn der letzte Wille unseres Vaters in Kraft getreten wäre. So schwer lasteten diese Gedanken auf mir, daß ich kaum im stande war, Eduards sorglosen Gruß zu erwidern, als er jetzt leichten Schrittes den Weg herabkam. „Guten Tag, Fräulein Grethe! Darf ich fragen, was diese geheimnisvolle Botschaft zu bedeuten hat?“ „Ich habe etwas Wichtiges mit Dir zu besprechen,“ antwortete ich.„Eduard, als wir gestern nach Wittelsberg fuhren, sahen wir Dich mit Eisa Werneck„zusammenstehen—“ „Ganz richtig!“ sagte Eduard, die Schultern in die Höhe ziehend.„Dachte ich es mir doch, daß Du Dich wieder in Dinge mischen würdest, die Dich nichts angehen!“ „Es geht mich sehr viel an!“ erwiderte ich aufgebracht.„Du darsst nicht länger mit diesem Mädchen verkehren, denn Du hast kein Recht, jemals zu heiraten!“ Wie?“ fragte Eduard kalt. „Nein, kein Recht!“ wiederholte ich heftig.„Du weißt, daß Dir Heydorf nicht gehört und daß, wenn Du Kinder hinterließest, sie nicht die Erben sein dürften!“ „Und wer will das beweisen?; fragte er wieder. „Ich!“ sagte ich zornig, mit fester Stimme.„Wenn Du zu allem, was Tu bereits gethan hast, noch weiteres Unrecht hinzufügst, werde ich keine Stunde länger Dein Geheimnis bewahren!" „Du bist eine liebenswürdige Schwester, das muß ich sagen. Ich habe Dir reichlichen Ersatz geboten für das, was Du verloren hast; wo liegt aber das Unrecht auf meiner Seite, von dem Du immer wieder sprichst? Heydorf gehörte mir weit eher und mit viel größerem Rechte als Dir. Ich bin Vaters ältester Sohn und das einzige Kind meiner Mutter— hast Du das vergessen? Zu einer Zeit, da seine Geisteskräfte durch Krankheit und Schwäche getrübt waren, hat er jenes ungerechte Testament, dessen fluchwürdige Folgen Du kennst, verfaßt. Willst Du meine Bürde noch schwerer machen? Ich erdulde schon Höllenqualen genug, sollte ich denken.“ Es klang ein Ton so tiefer und erschütternder Wahrheit aus seinen Worten, daß ich meinen Groll schwinden fühlte und inniges Erbarmen mit ihm empfand. „Ich bin bekümmert Deinetwegen, Eduard,“ sagte ich;„aber— ich muß auch an Rose denken.“ „Was zum Henker hat Rose hiermit zu thun? fuhr er auf.„Die Leute im Dorfe erzählen sich, daß der alte Narr, Baron Wittelsberg, sich um sie bemüht. So laß sie ihn doch heiraten! Wenn ihre Schönheit in die eine und sein Reichtum in die andere Wagschale gelegt wird, so giebt das ja einen ganz prächtigen Handel für sie alle Beide!" „Sie würde unglücklich werden, Eduard; sie ist zu jung für ihn, und ich fürchte, der Freiherr ist kein guter Mann.“ „Kein guter Mann!“ lachte er höhnisch.„Nein, meine Liebe, er ist kein guter Mann; aber umso besser ist er dazu geeignet, in unsere hochachtbare Familie einzutreten. Laß Rose ihn ruhig heiraten und sorge Dich dann nicht weiter um ihre Zukunft. Was Dich selbst anbetrifft, so bin ich bereit, das Anerbieten, das ich Dir vor einiger Zeit gemacht, aufrecht zu erhalten: aber jede Einmischung in meine persönlichen Angelegenheiten muß ich mir ganz entschieden verbitten!" „Was ich Dir damals geantwortet habe,“ sagte ich fest,„gilt auch heute noch! Ich werde nie etwas von Dir annehmen, und deshalb steht es mir frei, mich wie Du es nennst, in Deine Angelegenheiten einzumischen— Dich zu bitten, nein, von Dir zu fordern, daß Du niemals wieder, weder Elsa Werneck noch ein anderes Mädchen, heiratest, denn Dein Leben, das weißt Du, ist dem Gesetz verfallen!“ Einige Minuten lang stand Eduard schweigend da; dann begann er mit einem seltsamen Beben in seiner Stimme: „Erinnerst Du Dich des Abends, Margarethe, wo ich Elsa Werneck zum erstenmale sah? Ich war bereits an Esther gebunden und hatte sie bis dahin immer noch so ziemlich gern gehabt,— aber von jener Stunde an habe ich sie gehaßt, weil sie zwischen mir und dem einzigen Weibe stand, das ich jemals geliebt! Glaubst Du, daß ich mich über den Charakter dieses Mädchens täusche?“ fuhr er nach kurzer Pause fort.„Ich weiß, daß sie leichtsinnig und schlecht ist; es giebt Augenblicke, wo ich sie verachte und verabscheue; und dennoch muß ich sie lieben; leidenschaftlich, wahnsinnig, zu meinem eigenen Verderben muß ich sie lieben!“ Die ganze Tiefe seiner Leidenschaft sprach aus diesen wenigen geflüsterten Worten. Ich sah es, ich hatte keine Macht über ihn; Elsa Werneck hatte ihn bezaubert und hielt ihn rettungslos in ihren Netzen fest. „Und doch würde sie sich nicht um Dich kümmern, wenn Du arm und unbekannt wärest!“ sagte ich hart. „Du meinst, sie verlangt nach Heydorf, nicht nach mir?" erwiederte er mit dem alten höhnischen Zug um die Lippen;„ich glaube, Du hast Recht! Aber ich verlange nach ihr! Ich würde sie tot zu meinen Füßen niederstrecken, wenn sie einem Andern angehören wollte! Aber nein— nein! Mein erster Mord lastet schon schwer genug auf mir, als daß ich noch einen zweiten begehen würde!“ Ein schmerzliches Stöhnen entrang sich seiner Brust. „O, daß ich sie ungeschehen machen könnte, jene That des Wahnsinns und der Trunkenheit! Daß ich mich am Morgen erheben und am Abend zur Ruhe legen könnte, ohne jenes bleiche Gesicht und die anklagenden Blicke der alten Leute zu sehen! Jeue Szene steht vor mir, Nacht für Nacht— Tag für Tag! Ich wünschte, Gott hätte mich sterben lassen, ehe Glück und Friede für immer aus meinem Leben schieden!" „Eduard, mein armer Bruder!" flüsterte ich und legte zum erstenmale seit Esthers Tode meine Hand in die seine. „Du siehst, Grethe,“ sagte er mit bittern Lachen, „daß Du mich um Heydorf nicht zu beneiden brauchst. Ich habe es teuer genug bezahlen müssen! Ja, wenn ich die Erinnerung der letzten Monate gleich einem schrecklichen Traume aus meinem Gedächtnis löschen und jene spukhaften Bilder, die mich ängstigen, von meinem Geiste verbannen könnte, so würde ich es besser genießen können! Ich würde Elsa heiraten, würde ein neues Leben beginnen und ein guter Mensch sein. Was meinst Du dazu, Grethe? Wenn ich die Kognakflasche und alle anderen Teufelsgeschichten über Bord werfen könnte? Aber es ist zu spät! Esthers Gesicht verfolgt mich, wohin ich gehe, und nur im Trunke und in der Liebe allein giebt es Vergessen für mich!“ Ich ergriff noch einmal seine Hand und versuchte, ihn zu trösten, indem ich von Gottes Güte und seinem Erbarmen mit den Sündern sprach; aber die Worte erstarben auf meinen Lippen. „Predige nicht!“ sagte er rauh,„Du, die mich der einzigen Freude berauben will, welche mir das Leben noch bietet, damit Du einst an meine Stelle treten und wiedererlangen kannst, was Du Deine Rechte nennst!“ „Um Rose's willen—“ begann ich. „Nein, um Margarethes willen!“ unterbrach mich Eduard.„Sprich die Wahrheit, meine liebe Grethe, dem Teufel zum Trotz! Diese ganze lange Unterredung ist in Fräulein Margarethe Seldings eigenem Interesse gewesen. Sie, diese liebevolle Schwester, denkt, daß mich Trunksucht und Gewissensangst in kürzester Zeit zu Grunde richten werden, und wünscht natürlich nicht, daß ich neue süße Bande knüpfe und dadurch ihre Aussichten für die Zukunft zerstöre.“ „Sei es so,“ sagte ich.„Ich werde jetzt gehen und Dich Deinem eigenen Gewissen überlassen. Du weißt so gut wie ich es weiß, daß Du aus zweifachem Grunde nicht heiraten darfst; aber ich will nichts mehr darüber sagen.“ Und ich wandte mich, um ihn zuverlassen. „Lebe wohl denn!“ sagte Eduard spöttisch.„Vergiß indessen nicht, daß ich jetzt noch nicht verheiratet din. Du weißt doch:„Zwischen Lipp' und Kelchesrand—“ und so weiter; höchstwahrscheinlich werde ich mir die Sache ganz aus dem Sinne schlagen!“ Lachend ging er davon, und ich kehrte nach Hause zurück mit dem entmutigenden Gefühl, daß ich nichts erreicht hatte und daß eine stärkere Macht als die meine Eduards Willen in Banden hielt.(Fo tsetzung folgt.) 19. hannoverschen Wahlkreises wirklich der Parole folgen, den Franzosen das Vergnügen des Anfanges ihrer Revanche zu bereiten. Die„Post“ schreibt: Gegenüber der in den letzten Tagen bemerkten Beunruhigung der öffentlichen Meinung ist es Pflicht, mitzuteilen, daß Mitte der vorigen Woche von maßgebendster Stelle die Versicherung gegeben worden ist, daß der Friede weniger denn je bedroht und das Verhältnis mit Rußland so gut sei, wie seit langer Zeit nicht. Oderhofprediger Dr. Kögel ist von seinem Urlaub nach Berlin zurückgekehrt und wird am 1. Mai seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Im Metzer Bezirke haben in letzter Zeit wiederholt Gütererwerbungen durch Deutsche stattgefunden. 12 große lothringische Güter sind in den Besitz von Altdeutschen übergegangen. Zur Kornzollfrage behauptet die Weser Ztg., die Reichsregierung werde im Reichstage eine allgemeine Zollherabsetzung für Getreide beantragen. Die Beschickung der Weltausstellung in Chikago ist von Reichswegen endgiltig beschlossen. Aus Chile wird berichtet, daß man dort jetzt den deutschen Schiffen gegenüber ein größeres Entgegenkommen zeigt. Grund zur Klage wird also hoffentlich nicht wieder entstehen. Das deutsche ostasiatische Geschwader läuft San Franzisko an und geht von dort nach Chile. Der Sultan von Sansibar hat dem Major von Wißmann das Großkreuz des Ordens zum strahlenden Stern mit dem roten, quer über die Brust zu tragenden Bande verliehen; es ist dies die höchste Klasse dieses Ordens. Wie die„Köln. Ztg. mitteilt, hat eine Anzahl von Leuten der südwestafrikanischen Schutztruppe sich entschlossen, sich nach Ablauf ihrer Dienstzeit in dem Lande anzusiedeln. Der Ausschuß der Deutschen Kolonial=Gesell schaft hat beschlossen, für solche Leute, welche sich dauernd niederlassen und zugleich als Feldhüter oder Polizeimannschaft Dienst thun wollen, Unterstützungen zu bewilligen. Frankreich Frankreich hat einen Freundschafts=Handelsvertrag mit dem unter italienischem Schutz stehenden König Menelik von Abessynien abgeschlossen. England. Ein neuer Zwischenfall in Südostafrika erregt die Geister. Die Portugiesen sollen auf ein englisches Schiff geschossen haben. Salisbury hat von Portugal Erklärungen gefordert. Auf Neufundland werden neue Unruhen befürchtet. Ein Zusammenstoß zwischen französischen und englischen Fischern steht bevor. Griechenland. In Corfu ist eine Revolution gegen die Juden ausgebrochen, angeblich weil im Judenviertel die Leiche eines ermordeten Kindes aufgefunden worden ist. Die Juden haben sich in ihren Häusern verbarrikadiert. Wie aus Athen berichtet wird, ist militärische Verstärkung zur Aufrechterhaltung der Ordnung nach Corfu abgegangen. Afrika. Nachrichten aus Capstadt zufolge soll die Gründung einer neuen Boern=Republik in dem Mashonaland(Südafrka) im Werke sein. In der letzten Hälfte des Mai soll sich die Expedition am Ufer des Limpopoflusses zusammenfinden und denselben am 2. Juni, begleitet von 5000 Bewaffneten, überschreiten. Am 3. Juni soll die neue Nordrepublik nach dem Grundgesetz von Transvaal vom Jahre 1858 proklamiert werden. Die Amtssprache soll das Holländische sein.— England sucht die Grüdung dieser Republik zu verhindern. Westfalen und Rheinland. Schwerte, 24. April. Die Schwalben, die leichtbeschwingten Segler der Lüfte, welche von jeher als sichere Frühlingsboten betrachtet wurden, haben sich nunmehr bei uns eingestellt und sind gar lustig und fröhlich, als freuten sie sich ihrer Wiederankunft, tummelten sie sich im Luftmeere umher. Auch Schmetterlinge und Käfer beginnen sich häufiger zu zeigen und vermehren so die Anzeichen, daß der Frühling nun wirklich da ist. * Schwerte, 23. April. Der hiesige gemischte Chor„Städtischer Gesangverein“ hat uus zwar schon mit mancher klassischen Aufführung überrascht, verfügt er doch über Solisten, um welche uns manche Großstadt beneidet; doch scheint er diesmal alles bisher Gebotene übertreffen zu wollen. Unsere Musikfreunde werden uns gewiß dankbar sein, schon jetzt einiges über das zur Aufführung kommende Opus zu erfahren. Die Oper, denn ein solches Werk haben wir vor uns, hat den genialen Meister Christoph Willibald, Ritter von Gluck, zum Komponisten. Zu dieser Oper wählte Gluck eine auf das allereinfachste ersonnene Handlung und zwar die Sage von dem altgriechischen Sänger und Zitherspieler Orpheus und dessen Gattin Eurydice. Mit dieser Oper trat er in die Welt hinaus, kühn den Kampf mit den Anhängern der alten, reichen und ausgearteten Oper, die anfänglich mit Verachtung auf ihre jüngere einfache Schwester niedersah, aufzunehmen. In Paris wurde dieser Kampf ausgefochten; der deutsche Meister blieb Sieger, und von diesem Zeitpunkt an tritt die Oper in ein neues Leben, das zugleich den Anfang unserer heutigen modernen Oper, der nur gesungenen musikalischen Schauspiele bildet. Wir wollen nicht auf den Inhalt der Handlung dieser merkwürdigen dreiaktigen Oper eingehen wenden uns vielmehr der Musik zu. Welche ergreifenden Klagen und Gesänge hören wir da aus dem Munde des Orpheus. Se rühren heute das Herz des Zuhörers, wie dies vor mehr als hundert Jahren der Fall gewesen ist; sie erscheinen uns heute ebenso wahr und schön. Und die Szenen der Unterwelt erst! Schrecken verbreiten die wilden Chöre der Furien, bis der rührende und dabei doch so mächtig eriönende Gesang Orpheus die Furchtbaren endlich besiegt und zum Schweigen bringt. Nun ertönt der liebliche Gesang der Seligen, und mit ihm zieht eine wahrhaft selige Ruhe in die Herzen der Hörer ein, bis bei der schließlich glücklichen Lösung des Dramas, Orpheus, Eurydice und deren Freunde, in hellen freudentönen aufjubeln. Durch Einfachheit, Wahrheit und Schönheit der Musik brachte diese Oper des großen deutschen Tonmeisters Gluck eine ungewöhnliche folgewichtige Wirkung hervor, und hoffen wir, daß die am 3. Mai staitfindende Aufführung des bedeutenden Werkes auch hier zahlreiche und dankbare Zuhorer finden wird. Zur richtigen Beurteilung sei noch erwähnt, daß die Hauptrolle des Werkes, die des Orpheus, vom Komponisten für eine Alt=Stimme geschrieben ist, und wir durfen jetzt schon verraten, daß dieselbe aufs beste besetzt ist. § Holzen, 23. April. Auf den Gehöften des Herrn Landwirts Gustav Dickhut und der Ww. Friedr. Hohenschwert hierselbst ist unter dem Rindvieh die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Aplerbeck, 23. April. Die diesjährigen Kontrollversammlungen für die Mannschaften des Amtes Aplerbeck finden am 28. April statt und zwar vormittags 8 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1878, 1879, 1880, 1881, 1882 u. 1883. Vormittags 10 Uhr: Die Mannschaften aller Waffen der Jahresklassen 1884, 1885, 1886, 1887 und jüngere, sowie die Dispositions=Urlauber, Superrevidenden und Temporär=Invaliden. Mittags 12 Uhr: Die Mannschaften aller Jahrgänge der Ersatz=Reserve. Appellplatz: Aplerbeck, auf der Wiese des Gastwirts Wilh. Möller bezw. dessen Saal hierselbst. Eine Verbrühung des rechten Beines erlitt der Stallknecht Wilh. Scholl aus Berghofen auf Schacht „Neu=Bickefeld". S. trat in dem Raum der unterirdischen Wasserhaltungsmaschine in einen mit heißem Wasser angefüllten Behälter. Die nächste Schwurgerichtsperiode in Dortmund nimmt am 22. Juni ihren Anfang. In Iserlohn stürzte der Schieferdeckergeselle Sauerland von dem Dache des Kaufmanns Leseritz, woselbst er Reparaturarbeiten verrichtete, in die Tiefe. Der Mann kann von Glück sagen, er hat außer einigen Schrammen keinerlei Verletzungen davongetragen. Beim Passieren der Volmebrücke in Altenhagen zog ein Mann sein Taschentuch aus der Tasche und damit auch seine Barschaft, wovon 45 Mark in die Volme fielen. Ein Goldstück konnte man, da das Wasser klar war, auf dem Grunde glänzen sehen, es fand sich aber keiner, der den Schatz aus der Tiefe heben wollte. Im Beisein seiner ganzen Familie machte ein lebensüberdrussiger 30jähriger Erdarbeiter auf dem Schneppendahl bei Lennep seinem Leben ein jähes Ende. Er steckte eine Dynamitpatrone in den Mund und zündete, hinter dem Ofen, wie zum Schlafe gelagert, dieselbe an. Ein furchtbarer Knall machte die Angehörigen erschrocken und das ganze Haus erbeben. Als sich der blaue Dunst im Zimmer etwas verzogen, findet man die Leiche des Entseelten mit total auseinandergerissenem Schädel; Hals und Gesicht sind verschwunden; einzelne Trümmer des Gehirns kleben, überall hin verstreut, an Wänden, Decken, Möbeln und allen anderen Gerätschaften. Nur einen Meter entfernt hatte der 12jährige Sohn auf dem Boden gelegen. Wunderbarer Weise hatte dieser nur eine verhältnismäßig leichte Wunde am Oberarm davongetragen. Die übrigen Familienmitglieber kamen mit dem furchtbaren Schrecken davon. Die Lampe war zerbrochen, die Fensterscheiben gänzlich zerstört. Selbst Nickel=Zwanzigpfennigstücke werden jetzt nachgemacht. In Neuß kam ein solches auf dem dortigen Wochenmarkte zum Vorschein, wo es der Polizei übergeben wurde. Dasselbe trägt die Jahreszahl 1888 und zeigt sich beim Anschneiden als vollständig von Blei hergestellt, während die Prägung ziemlich gut war. Die Vorbereitungen für die Festfahrt des Kaisers am 5. Mai sind in Köln im besten Gange. Die zu passierenden Straßen erhalten prachtvollen Schmuck. Die rhein. Kriegervereine stellen mit Fahnen das Spalier zur Rundfahrt. Am Rondell des Kaiser Wilhelm=Ringes werden Schulkinder eine Ovation bereiten. Der Monarch wird vier Prunkzimmer im Regierungsgebäude in der Zeughausstraße bewohnen. Auch die schweigsame Kaiserglocke wird zum Gruße des Landesvaters ihr klangvolles Geläute erschallen lassen. Ein Raubmordaufall ist in der Nacht zum Dienstag auf einen Geschäftsmann aus Föhren=Linden auf dem Wege zwischen der Haltestelle Heimbach und vorgenannten Dorfe ausgeübt worden. Die Viehhändler aus dortiger Gegend kehren gewöbnlich mit diesem Zuge zurück und haben meistens eine gefüllte Geldkatze. Darauf hatten drei Strolche es abgesehen, welche den betreffenden Geschäftsmann etwa 15 Minuten vor Föhren=Linden überfielen, mit Knütteln über den Kopf schlugen und den Besinnungslosen darauf regelrecht ausplünderten. Aber damit nicht genug, warfen sie denselben in den vorbeifließenden angeschwollenen Unterbach. Glücklicherweise kam infolge Einwirkung des kalten Wassers der Betäubte, der eine große Strecke von den Fluten mitgeführt wurde, wieder zur Besinnung und konnte sich ans Land retten. Ueber drei Stunden brauchte der Kraftlose, um mit steif gefrorenen Kleidern sein eine Viertelstunde entferntes Huus zu erreichen, wo er nun schwer krank darnieder liegt. Die behördlichen Nachforschungen werden mit großem Eifer betrieben. Zur Arbeiter=Bewegung. Der allgemeine Streik im Oberbergamtsbezirk Dortmund, welcher von mehreren Seiten für Donnerstag prophezeit worden war, ist zwar nicht eingetreten, immerhin streiken aber bereits 5000 Bergleute auf 15 Zechen und zwar in den Revieren Dahlhausen, Bochum, Herne. Nach der erregten. Stimmung der Arbeiter auf den abgehallenen Versammlungen zu schließen, dürfte sich aber die Ausstandsbewegung noch erheblich ausbreiten. Die Verwaltungen verschiedener Zechen lassen durch öffentlichen Anschlag erklären, daß derjenige, der is Montag, den 27. dss., die Arbeit nicht wieder aufgenommen habe, entlassen sei. Verschiedene Führer von Belegschaften sind verhaftet und in das Gefängnis zu Lattenscheid abgeführt worden. Die Polizeibeamten der dortigen Gegend sind durch auswärtige Kräfte bedeutend verstärkt und zwar sind 20 berittene Gendarmen nach Gelsenkirchen und 20 nach Wattenscheid beordert worden. Die zahlreichen weiteren Nachrichten über weitere Ausstände sind noch unkontrollierbar und deshalb besser nicht zu verzeichnen, Jedenfalls muß es sich binnen wenigen Tagen entscheiden, ob es sich nur um partielle Streiks handelt oder ob unser Kohlengebiet wieder einem allgemeinen Ausstand entgegengeht. Es ist zweifellos, daß durch den Pariser Kongreß sehr viel Leben in die Bergarbeiterbewegung hineingekommen ist und darum verdient diese die sorgfälitigste Beachtung. Der 1. Mai wirft seine Schatten bereits voraus. Am bedenklichsten scheint die Lage in Frankreich und Italien zu sein, wo die Behörden bereits die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln treffen. In Paris wird am 1. Mai die gesamte Garnison in Bereitschaft sein; die Polizei hat den Auftrag, jede Zusammenrottung auf Straßen und Plätzen zu verhindern. In Italien sind für den Tag alle öffentlichen Aufzüge verboten und Versammlungen nur außerhalb der bewohnten Orte gestattet.— Während in Oesterreich sowohl die Regierung als auch fast die Gesamtheit der Industriellen sich gegen die Freigebung des 1. Mai ausgesprochen haben, werden die Brunner Textilindustriellen den 1. Mai zum Feiertage machen. Dem Braunschweiger Tageblatt wird aus Helmstedt gemeldet: Auf der Braunkohlengrube„Henriette“ bei Unseburg ist ein St eik ausgebrochen; die Grubenverwaltung hat infolgedessen 270 Bergleuten gekündigt und 23 sofort entlassen. Der Ausstand in dem Kohlenbecken von Borinage(Belgien), hat an Ausdehnung bedeutend abgenommen. Die Zahl der ausständigen Arbeiter ist auf 900 herabgegangen. Ein Grubenarbeiter in Lüttich hat im Streit mit dem Revolver einen Arbeiter erschossen. Der Tod trat sofort ein. Die empörte Menge steinigte den Mörder und verletzte zugleich einen Gendarmen, welcher einschreiten wollte. Die Lage im Scottdaler KokserzeugungsRevier in Amerika verschlimmert sich stündlich. Seit Samstag umgiebt eine drohende Menge die Werkstätten der Gesellschaft Frick, wirft explodierende Bomben auf die Werkstätten und feuert Gewehre ab. Die Gesellschaft reichte bei den Behörden Klage ein; mehrere Haftbefehle wurden infolgedessen gegen die Streikführer erlossen. Die Sheriffs erklärten indessen, sie könnten die Führer nicht arretieren ohne den Beistand des Militärs. Vermischtes. * Ein unternehmendes Ehepaar will in der Nähe von Schildhorn bei Berlin ein großes Vergnügungslokal in antikem Stile bauen behufs Veranstaltung olympischer Spiele. * Eine große Feuersbrunst zerstörte in Hamburg die elektrische Zentralanlage des Freihafengebiets und außerdem viele Läger, Kontors samt den Geschäftsbüchern und einen fünfstöckigen Speicher. Mehrere Personen erhielten Brandwunden, doch wurden bisher Menschenverluste nicht bekannt. * Fast vergessene Reliquien befindet sich, wie der „Hann. Courier“ mitteilt, in Detmold: die Flaggen der Schiffe, welche einst die„deutsche Flotte" bildeten und 1852 unter den Hammer kamen. Bis auf einige Exemplare sind diese Flaggen in einer Hand vereinigt; der Neffe des einstigen reaktionären lippischen Ministers Hannibal Fischer kaufte sie bei der berüchtigeen Flottenanktion, die sein Onkel damals, trotz der Entrüstung des deutschen Volkes vollzog. Der Neffe hat die Flaggen vor der Vernichtung bewahrt. Der jetzige Besitzer ist der Kabinettssekretär a. D. Fischer in Detmold. * Von einer furchtbaren Pulverexplosion wird aus Rom gemeldet: Am Donnerstag morgen früh flog der zwischen der Porta San Pancrazio und der Porta Portese gelegene, vom Mittelpunkt der Stadt Rom 7 Kilometer entfernte Pulver= und Dynamitturm des Forts Bravetta in die Luft. In Rom flohen die Menschen auf die Straßen, da sie ein Erdbeben fürchteten. Die Fenster wurden zertrümmert. Der König und die Minister mitsamt den Behörden eilten sofort zur Unglücksstätte. Wo der Turm stund, ist ein 20 Meter breites Loch. Die Besatzung des Forts soll mit in die Luft geflogen sein. In die Hospitäler wurden viele schrecklich Verstümmelte gebracht und läßt sich bis jetzt die Zahl der Verwundeten noch nicht feststellen. * Die Liga der Antipatrioten“ in Paris hat am Sonntag in frühester Stunde 50,000 anarchistische Aufrufe in den Pariser Kasernen verteilt. * Daß jede Hoffnung aufgegeben ist, jemals Kapitän Johann Orth wiederkehren zu sehen, kan daraus entnommen werden, daß die Schiffsassekurg, Gesellschaft, bei der Ortbs Saiff„Santa Margherit, versichert war, den versicherten Betrag von 230.000 bereits flüssig gemacht und bei einer Bank deponiert ba * An der Tollwut ist der Sergeant W. Rad# von der IV. Komp. des Königsberger Pionier=Bata, lons gestorben. Der Unglückliche war im Januar## einem tollen Hund gebissen worden. * In einem Cincinnatier=Pensionat für höhn Töchter wird auch die„Kunst" gelehrt, in jede Augenblick eine Flut von Thränen zu vergießen. 3 dem„Prospekt“ der Anstalt heißt es, daß diese Kun die wirkungsvollste Waffe verheirateter Frauen, uo wendig in den Kreis weiblicher Bildung gehöre. * Der weltbekannte Schachspieler Kapitäu Makenz ist am 14. April in einem New=Yorker Hotel tot au gefunden worden. * Ueberall ist das Roggenbrot im Preis gestiege In Gotha auf 12 Pfg., in Leipzig auf 12½ und Schweinfurt sogar auf 15 Pfg. pro Pfund. * Stanley soll bei den 100 Vorlesungen, welc er au 11. November v. J. bis 4. April d. J. gehalthat, 110,000 Dollars„gemacht“ haben. Ein v# lockendes Anerbieten des Herrn Pond(1000 Dollper Vorlesung), noch einmal in Amerika einen Vo lesungszyklus zu halten, hat er abgelehnt. Neueste Nachrichten Der Ausstand der Bergarbeiter im Steel Mülheimer Bezirk hat sich mehr und mehr ar die Gruben des Dahlhausen=Bochumer Revier verpflanzt und scheint der Streik bedauerliche weise allgemach eine größere Ausdehnung an nehmen zu wollen. Am Donnerstag sind zu Morgenschicht um Wattenscheid herum die B legschaften von den Zechen Fröhliche Morger sonne, Holland(2. Schacht), Zentrum(Schac 1. u. 2.) und bei Linden diejenigen von Friel licher Nachbar, Baaker Mulde und Hasenwink nicht angefahren, sodaß zur Zeit nach ungefähre Schätzung bereits über 10000 Arbeiter Hag und Fäustel hingeworfen haben.— Im Essene Reviere scheint noch alles ruhig zu sein. Weiterhin gehen uns noch folgende Nac richten zu, welche die Situation noch wesentlit ernster erscheinen lassen: Die Belegschaften der Zechen Fröhlich Morgensonne und Zentrum waren in den an Mittwoch in Wattenscheid stattgehabten Ver sammlungen darin einig, die bekannten Forde rungen durchzusetzen; die Belegschaften de Zechen Holland und Hannover faßten keiner Beschluß hinsichtlich eines allgemeinen Ausstan des, sondern einigten sich, es den Bergleuter zu überlassen, wie sie ihre ausständigen Kam raden unterstützen wollen. Die Stimmung in den Versammlungen war eine gereizte. Gottesdienste. Schwerte. Größere ev.=luth. Kirche. Sonntag, den 26. April. Hauptpredigt ½10 Uhr: Pastor Heinenberg.(Abendmahl.) (Kollekte für die Berl. Stadtmission) Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Graeve. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Sonntag, den 26. April. Vorm. ½10 Uhr: Past. Terberger. Syburg. Sonntag, den 26. April. Vorm. ½10 Uhr: Past. Falkenberg. Aplerbeck. Samstag, den 25. April. Mittags 12 und nachmittags 5 Uhr Beichte: Pastor Kipper. Sonntag, den 26. April. Frühpredigt: Pastor Kipper. Hauptpredigt und Abendmahl: Pastor Baake. Bekanntmachung. Die Kommunalsteuer=Heberolle der Stadt Schwerte für das Rechnungsjahr 1891/92 liegt vom 23. d. Mts. ab 14 Tage lang auf dem Bureau des Herrn Rendanten Uffel. mann hierselbst zur Einsicht offen. Reklamationen gegen die Veranlagung zur Kommunalsteuer sind binnen einer Präklusivfrist von 3 Monaten, nach Ablauf der Zeit der Offenlegung der Heberolle bei uns anzubringen Schwerte, 21. April 1891 Der Magistrat. Todes-Anzeige. Dem Gebieter über Leben und Tod hat es gefallen, unserinnigstgeliebtesSöhnchen Fritz im Alter von 5¼ Jahren heute nachmittag 2 Uhr in die Ewigkeit abzurufen Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Amm und Frau, Emma geb. Nonnenbruch nebst Kinder. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. d. Mts., vormittags 11½ Uhr, vom Sterbehause aus statt. G Kuntmachung. Unter dem Rindvieh auf dem Gehöfte der Witwe Friedrich Hohenschwert zu Holzen— am Bergerhofe— ist die Maulund Klauenseuche ausgebrochen. Westhofen, 23. April 1891. Der Amtmann: Reöber. Schlußtermin zum Verkauf der Paar'schen Grundstücke in Westhofen findet am Montag, den 27. April, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn Schmiemann daselbst statt. Hohenschwert. #. Tüchtiger .= Schuhmacher: geselle auf sofort gesucht. Glaser, Kampstr. 15. Veranntmachung. Unter dem Rindvieh auf dem Gehöfte des Landwirts Gustav Dickhut zu Holzen ist die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen. Westhofen, 20. April 1891. Der Amtmann: Reöber. Katholische Testbucher empfiehlt Carl Praus. Am 26. April findet kein Ball stat A. Bohne. Verrauf Mittwoch, 29. Apri vormittags 11 Uhr, lasse ich mein am Westen Nr. 50 gelegenes Wohnhaus nebst Stall und Hofrau bei Herrn Gastwirt Duisb am Markt öffentlich meistbiet zum Verkauf ausstellen. Vorherige Angebote kön bei Handelsmann Wilh. Bö Aplerbeck, und bei Heinr. Go Westhofen, gemacht werden. Frau Wwe. Goos, Schwei Abblkkar Frranuf. Mittwoch, 29. April, vormittags 9 Uhr, sollen in meinem Hause Westenort Nr. 50 sämtliche Hausgeräte, als: Stühle, Schränke, Betten, öffentlich gegen Barzahlung verkauft werden Fran Wwe. Goos, Schwerte. Entschieden hat das Reichsgericht, daß die Beteiligung bei der I. Stuttgarter Serienlosgesellschaft im ganzen deutschen Reiche gestattet sei, weshalb zur weiteren Beteiligung eingeladen wird. Jeden Monat eine Ziehung Jedes Los gewinnt Haupttreffer Mark 165 000, 150000, 120000. Jahresbeitrag K 42.— monatl. M 3.50. Statuten versendet F. J. Steymeger, Stuttgart. Das Zwei-Monats-Abonnement (vom 1. Mai bis 1. Juli) auf die Berliner Hochapsr Deutsches Heim P1 1. mit dem Unterhaltungsblatt joder Postanstalt 84 Pfennig. Durch dirckten persönlichen Bar-Einkauf habe ich einen bedcutenden Posten Schwerte. Sonnlag, den 3. Mai 1891. im Saale des Herrn Raffin(zur Helle): Konzert unter Mitwirkung geschätzter Solistinnen u. Solisten, sowie des Barmer Orchestervereins. Programm: I. Teil. Solovorträge. Musikvorträge d. Orchesters. II. Teil. Orpheus und Eurydice. Oper für Soli, Chor und Orchester von Chr. W. von Gluck. Beginn des Konzertes abends 5 Uhr. Nach demselben: BAUL. Karten im Vorverkauf à 1 K 25 4 sind bei den Vereinsmitgliedern und in Herrn Saatmann’s Buchhandlung zu haben. Karten an der Kasse 1 K 50 4, sowie Textder daselbst. in Bettledern und Bauhen in allen Preislagen und ausschließlich füllkräftiger Soppell gereinigter Ware sehr billig erworben, und um denselben rasch wieder unterzubringen, habe ich mich entschlossen, solche zu noch nie dagewesenen Preisen zum ausverkauf zu stellen. kommen nur meine eingeführten anerkannt besten Qualitäten zu nachstehend festen Preisen zum Verkauf: Federn statt K 1,20 jetzt M „„ 1.40„„ „ 1.80„. „„ 2,10„„ „„ 2,50„„ 2,70"„ „„ 3.—„„ Federn statt Halbdaunen do Daunen„ do. do.„ do.„ K 3.50 jetzt K 2.80 4.—„„ 3 25 " 4. 4 0"" 3. 5 0 „ 4.50"" 360 " 5.—„" 425 6.—„„ 4 75 " 9.—„„ 7.25 Der Ausverkauf beginnt am Dienstag, den 21. April. Dortmund, Westenhellweg 82, Spezial-Bettware 9 K. ehDer Vorstand. Verlofung. Der Vorstand des Frauen= und Jungfrauen=Vereins giebt hierdurch bekannt, daß die Verlosung schon am Dienstag, den 28. April kr., nachmittags gegen 2 Uhr anfangend, im Saale zum Stadtkeller abgehalten werden wird. Die noch im Umlauf befindlichen Lose würden daher an der Kasse gefl. eiligst zurückzuhändigen sein, um in der Hauptliste eingetragen werden zu können. Zugleich wird noch an gütige Darreichung schöner Gewinngeschenke freundlichst erinnert und noch bemerkt, daß bis zum Beginn der Verlosung an der Kasse noch Lose in Empfang genommen werden können. Der Vorstand. Veranntmachung. Am 1. Oktober d. J. werden in Jülich und Wehlau Unteroffizier=Vorschulen neu eingerichtet und können Anmeldungen von jungen Leuten bei dem unterzeichneten Kommando erfolgen. Der Angemeldete soll mindestens 14½ Jahr alt sein und das 16. Lebensjahr nicht überschritten haben. Ausnahmsweise können jedoch auch Leute zur Aufnahme gelangen, welche schon vor Oktober 16 Jahre alt geworden sind und bleiben diese, ihre gute Führung und Fähigkeit vorausgesetzt, nur ein Jahr in der Vorschule. Bei der Anmeldung sind mitzubringen: 1. Geburtszeugnis. 2. Einsegnungs= bezw. Konfirmationsschein. 3. Polizeiliches Führungs=Attest. 4. Schulzeugnisse. Weiteres, bezüglich der Verpflichtung zu längerem Militärdienst, Dauer und Art der Ausbildung rc. ist das Bezirks=Kommando mitzuteilen bereit. Königliches Bezirks=Kommando. Lebensbitter“ehensels Inhaber der goldenen Medaille von Paris 1885. Auch ein eigenhändiges Dankschreiben vom Fürsten Bismarck 1885. Massenhafte Dankschreiben werden gratis eingesandt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Vor Fälschung wird gewarnt. Man achte genau auf meine blauen Flaschen mit 4maligem Namen nebst Schutzmarke(ein Schiff). Die 1/8=Liter=Flasche kostet 1 Mark 25 Pfg. Niederlage: In Aplerbeck bei Herrn A. Nasse, 145 Geschäftsverlegung. K —„ M Mit dem heutigen Tage verlegte ich mein Ge= K schäft nach dem K Marktplatz Nr. 3. 6 Allen meinen geehrten Gönnern und Kunden s# sage ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen auf diesem Wege bestens Dank und bitte um ferneren geneigten Zuspruch. Schwerte, den 24. April 1891. Friedr. Liese. 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Es werden sämtliche Knappschaftsmitglieder in Nambel bei Herrn J. Schubert, in Hörde bei Herrn hiesigen Sprengels dringend eingeladen. B. Stumpe. Geehrter Herr Hellmich Schon seit längerer Zeit litt ich an heftigen Magenschmerzen und vergebens suchte ich Hilfe bei verschiedenen Aerzten. Von einem kannten wurde mir eine Flasche Ihres berühmten Lebensbitter überlassen. Dieselbe hat mir die besten Dienste geleistet. Ich möchte Sie höflichst bitten, mir 10 Flaschen Ihres Lebensbitter per Postnachnahme zu übersenden. Mit Hochachtung Max Sölkel. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen bittet Der Knappschafts-Aekteste: Lueg gt. Althoff. 24. April 1891. Holzen, den Guslav Lonon, Zahnkünster, Unna, am Markt, im Hause des Herrn&a Linnhoff. Anfertigung von künstlichen Zähnen und ganzen Gebissen. Behandlung aller Zahnkrankheiten. Sofortige Beseitigung aller Zahnschmerzen. Zahnoperationen schmerzlos S Mächide Moste, 8 Schwerte, am Markt, X4 empfiehlt eine große Auswahl X garnierter 2 Damen=u. 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Es scheint dies von den bevorstehenden jüdischen Feiertagen herzurühren, da doch die Witterung der letzten Tage dem Handel günstiger geworden ist.— Am Schweinemarkt wurde die kleine Zufuhr infolge geringer Kauflust nur zum Teil abgesetzt. Die Preise hielten sich auf seitheriger Höhe. Pferdehandel still. Nächster Markt am 28. April. Dortmund. ——+" Nede Westenhellweg 82, gegenüber der Petrikirche. Größtes Spezial=Bettwaren= und Ausstattungs=Magazin.— Komplette Betten von 27 bis 500 Mark. soni= und Nußbaum=Bettstellen von den einfachsten bis zu den eleganteiten Fagons, nebst Springfeder=, Roßhaar= und Seegras=Matratzen. B# anen. 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Keilkissen. 1 Feder=Unterbett, 1„ Pfühl, „ Kopflissen, „ Overbeit in garantiert dichten Stoffen und Für Mark 125: 1 elegame Holzbettstelle mit erböhtem Haupt und Muschelaussotz, I Springfedermatratze m. Keilkissen, 1 Feder=Unterbett, 2„ Kopflissen, 1 Daunen=Oberbeit in den besten Ssoffen und gutei Füllung. Für Mark 150: 1 Ia. Mahagoni oder Nußbaum polierte Beitstelle, 1 Springfeder Matratze mit Keillsen, 1 Roßhaarmatratze, 1 Feder=Kopflissen, I Satin=Steppdecke, 1 Daunen=Plümeaux in den feinsten Stoffen. guter Federfüllung. Föllung. Eine Abänderung kann nach Belieben getroffen werden.— Für alle Gegenstände wird Garantie gewährt und mache ich namentlich auf meine vorzüglich durch eigene Jeder Tent it einiein tuntig.„aunen aufmersam.— Zer Fillung von Beuen werden nur erprobte, federdichte Stoffe beiwandt. Pamptmaschins ereintten Rettederz und uuu.. Versand Franko! Ausführliche Preiskurante Franto! Streng reelle Bedienung! 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Diese Erwägung, sowie der Wunsch, unseren Lesern stets das Beste zu bieten, haben uns veranlaßt, weder Mühen noch Kosten zu scheuen, um unseren Abonnenten, oder vielmehr unseren Abonnentinnen den Bezug eines Beiblattes zu ermöglichen, wie es wohl seines Gleichen nicht hat. Was Eleganz der Ausstattung, Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Inhalts und Billigkeit des Preises anlangt, dürfte die Leipziger Moden-Zeitung Durch eine mit dem Herausgeber der„Leipziger Moden=Zeitung“ getroffene Vereinbarung können wir dieses auf das Prächtigste ausgestattete Modenblatt an unsere Abonnenten Hand einer so ersahrnen Zührerin, wie 6o Frau Brigzita Hahseden st. lasen wir die dieszährigen Frühingsnaden und die ebense wihigen Sommersgfe, Reaure Pelsgreg., wakel urseren Augen, Dank der kundigen„Schriftleiterin“, nichts entgeht. Praktische Vorschriften betr. die Ausführung von Strickschrift, das Schmuckgänseln, die A.—.9—.2 Legzasen sig in uberens schließen sich an und geben der sorgsamen pausfrau so manchen nützlichen und pratlischen Ratschlag. Die Wanderungen durchisfsiche und Keller, Haus ungphzgereg, zrine# wge#ghan ient interessanten. Der unterhaltende Teil des Blattes ist ein ebenso reichhaltiger als gediegener. Ueberall tritt das Bestreben veanlich hervor, die„Leipziger Moden=Zeitung“, welche scho Da unsere Gcönen Seserinen den Wert unsers neuen Veiblates sfort eriennen verden, versichten wir auf eine weitere Schisderung der Vorzüge besechen urd), siten den untenstehenden Bestellzettel deutlich mit Namen, Wohnort, Straße und Hausnummer auszufüllen und uns durch einen unserer Träger oder Trägerinnen#eyen gu eusten: Die Eixpedition der Schwerter Zeitung. Unterzeichneter abonniert hiermit auf das Beiblatt der Schwerter Zeitung Leipziger Moden=Zeitung zum Preise von 20 Pfg. monatlich. Ort und Wohnung: Name: