*• F 80 Am Lentreithen DPE Worde und den T (2 e Wer Ven Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentliche Gratisbeilage:„Familienfreund.“ Kreisstart ST Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg., außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 8. Schwerte, Samstag, 17. Januar 1891. — 24. Jahrgang. ere Amtliche Bekanntmachungen. Verteilung der Beschäler des königlichen westfälischen Laudgest#its Warendorf, wie solche voraussichtlich auf die Deckstationiu für die Deckzeit des Jahres 1891 stattfinden wird. Sinnsprüche, Denksprüche, Sprichwörter 2c. Nicht wachsen siehst Du, wie aufmerksam Du bist, Das Gras, doch merkst Du bald, daß es gewachsen ist. So tröste Dich, wo gleich nicht das Gedeih'n erschien Von jedem Werk; zuletzt auf einmal ist's gedieh'n. Wahr liebt, wen Eifersucht entflammt, Doch besser liebt, wer sie verdammt. *„ Man kann viel, wenn man sich nur recht viel zutraut. *„* „Wenn Neid und Haß brennten wie das Feuer, So wären die Kohlen nicht halb so teuer.“ Geächtet. (Fortsetzung.) Gerhard wollte eine heftige Erwiderung geben, aber er bezwang sich, da es thöricht gewesen wäre, mit dem rohen Menschen zu streiten. Die Mitteilung jedoch, daß er den Platz des unglücklichen Sebald eingenommen hatte, erfüllte ihn, obwohl er sich sonst frei von Aberglauben wußte, mit einem Gefühl tiefen Unbehagens, und zugleich durchzuckte ihn wie eine plötzliche Eingebung der Gedanke: „Wie, wenn auch dir einmal ähnliche Fallstricke gelegt würden, wie dem Vater Mariannens? Wenn auch in deinem Pulte einmal Dinge gefunden würden, von deren Existenz du selber keine Ahnung hast?“ Vielleicht war es nur eine Folge seines körperlichen Uebelbefindens, daß ihn diese Vorstellung mit so jähem Erschrecken durchfuhr, als wäre bereits irgend eine aichlerliche Anschuldigung gegen ihn erhoben worden. Lhxe sich zu besinnen, schlug er den Deckel des Pultes zurna und begann den Inhalt mit zitternden Händen Bekanntmachung. Aus Anlaß der mit dem 1. Januar 1891 in Kraft getretenen Invaliditäts= und Altersversicherung bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß diejenigen Personen, welche demnächst gegenüber der Invaliditätsund Altersversicherungs=Anstalt Westfalen Ansprüche auf Gewährung von Altersrente erheben wollen, diesbezügliche Antrige jedesmal in einer schriftlichen Eingabe, bezw. zu Protokoll bei der für ihren Wohnort zuständigen unteren Verwaltungsbehörde(den königl. Landratsämtern, den Gemeinde=Vorständen in Städten von niehr als 10000 Einwohnern) anzumelden. Der Anmeldung sind beizufügen: a) die mindestens mit einer Beitragsmarke versehene Quittungskarte; b) der Geburtsschein; c) die erforderlichen Bescheinigungen über die innerhalb der Jahre 1888, 1889, 1890 stattgehabte Beschäftigung in einem nach dem Reichsgesetze vom 22. Juni 1889 der Versicherungspflicht begründenden Arbeits= oder Dienstverhältnisse während mindestens 141 Wochen, eventl. auch über den, während dieser Zeit bezogenen Lohn, so wie über die anzurechnenden Krankheiten und militärischen Dienstleistungen. Auch diejenigen Personen, welche am 1. Januar 1891 das 70. Lebensjahr bereits zurückgelegt haben, müssen die Quittungskarte mit mindestens einer Beitragsmarke heibringen. Wenn die Höhe des in den Jahren 1888, 1889, 1890 bezogenen Lohnes nicht nachgewiesen werden kann, so kommen für diese Zeit bei Bemessung der Rente nur die der niedrigsten Lohnklasse entsprechenden Steigerungssätze in Anrechnung. den 5. Januar 1891. Der königliche Landrat: Spring. Hörde, Bekanntmachung. Die Vakanzenliste in betreff der mit Zivilversorgungsberechtigten zu besetzenden Zivil=Dienststellen liegt auf dem Büreau des königlichen Landratsamts des Landkreises Dortmund zu Dortmund zur Einsichtnahme für die Beteiligten offen. Der Landrat: von Rynsch. Deutsches Reich. Kaiser Wilhelm wohnte am Mittwoch abend einem parlamentarischen Diner bei, zu welchem Finanzminister Dr. Miquel etwa 20 Einladungen an Mitglieder aller Parteien des Abgeordnetenhauses hatte ergehen lassen. Der Monarch, der große Generalsuniform trug, war in liebenswürdigster Laune und unterhielt sich angelegentlich besonders mit dem Hauswirt, dann auch mit verschiedenen Abgcordneten, wie den Herren von Hüne, von Benda, von Thiedemann=Bomst. Der Kaiser sprach u. a. die Hoffnung aus, daß alle an den Landtag gelangten großen Reformgesetze zur Aunahme gelangen würden.— Am Donnerstag abend entsprach der Kaiser einer Einladung des Kriegsministers von Kaltenborn=Stachau zur Tafel. Der Präsident des evangelischen Oberkirchenrates in Berlin, Dr. Hermes, hat sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Damit ist die sog. Hofprediger=Partei erloschen. Dr. Hermes ist erst 65 Jahre alt. Der Bundesrat hat in seiner am Donnerstag abgehaltenen Sitzung beschlossen, dem Staatssekretär im Reichs=Justizamt, von Oehlschläger, für den Posten des Präsidenten des Reichsgerichtes beim Kaiser in Vorschlag zu bringen. Die Ernennung ist zweifellos. Der Amtsantritt des neuen Präsidenten wird am 1. Februar erfolgen. Der erste Vizepräsident des preußischen Herrenhauses, Herr von Rochow=Plessow, ist ziemlich bedenklich erkrankt. Admiral a. D. Werner, der bekannte Marineschriftsteller, beschäftigt sich in einer längeren Arbeit eingehend mit der Frage der Befestigung von Helgoland. Es kommt darin zum Schluß, daß die Insel allerdings eine, für die Verteidigung des Reiches wertvolle Erwerbung sei. Der Direktor des Militär=OekonomieDepartements im preußischen Kriegsministerium, Generallentnant Stockmarr, hat sein Entlassungsgesuch eingereicht. General Stockmarr war ein Intimus des früheren Kriegsministers von Verdy. Rußland. Der zum russischen Neujahr übliche Friedenswunsch des Zaren ist auch diesmal nicht unterblieben: Der Kaiser hat in einem Telegramm den Wunsch ausgesprochen, daß Rußland auch in diesem Jahre mit Frieden und Wohlergehen gesegnet sein möge. Diese Wünsche sind übrigens nichts als Reklamen für die russischen Anleihen. Jedesmal, wenn sein Finanzminister borgen will, spricht der Zar vom Frieden. Nächstens kommt ja wieder eine russische Anleihe von einigen hundert Millionen, mit der auch Deutschland beglückt werden soll. Türkei. Der Mörder des deutschen Gelehrten Dr. Reinsch ist in Kreta verhaftet. Es ist Muselmann namens Achmet Skania, ein wilder Bursche. In Südarabien ist wegen allzuharten Steuerdrucks ein Aufstand gegen die türkische Regierung ausgebrochen. Westfalen und Rheinland. Schwerte, 16. Jan. Am Sonntag werden es zwanzig Jahre sein, daß im Schlosse zu Versailles die Proklamierung des Deutschen Reiches durch den damaligen Bundeskanzler Grafen Bismarck vor König Wilhelm l. von Preußen in glänzender Fürstenversammlung erfolgte. Nach der Proklamation brachte der Großherzog von Baden das erste Hoch auf Kaiser Wilhelm I. aus. Der Festtag wird in verschiedenen Städten durch Festkommerse und ähnliche Veranstaltungen begangen werden. Schwerte, 16. Januar. Im Hotel Sternberg findet am 27. Januar, abends 7 Uhr, zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät unseres Kaisers ein Festessen statt. Listen zum Einzeichnen liegen im Hotel auf. — Der Verein ehemaliger 16er wird den Geburtstag Sr. Majestät durch Konzert und Ball am 31. Januar im Vereinslokal begehen.— Der Garde=Verein feiert den Geburtstag des Kaisers am 25. Januar. abends 8 Uhr, und zwar soll in Gemeinschaft der Familien der Kameraden ein Kommers veranstaltet werven. § Schwerte, 16. Jan. Am Sonntag, den 18. d. Mts., finden im Saale der Wwe. F. Schnapp von der berühmten Gesellschaft M. Deußen aus Cöln Vorstellungen statt. Näheres ist aus dem Inseratenteil zu ersehen. * Schwerte, 16. Januar. Der Herr Assessor Fritz Haver hierselbst ist zum Amtsrichter in Brilon ernannt worden und wird diese Stelle am 1. Februar kr. antreten. zu durchwühlen. Jedes Blättchen, für dessen Herkunft er nicht sogleich eine Erklärung fand, verursachte ihm Herzklopfen, und der Schweiß perlte ihm von der Stirn, als er bei seinem Suchen endlich auf den Grund des Behälters gelangt war. Abec er hatte doch schließlich nichts Auffälliges entdeckt und wollte sich eben darau machen, die bunt durcheinander geworfenen Papiere wieder zu ordnen, als sich eine schwere Hand auf seine Schulter legte und eine wohlbekannte Stimme fragte: „Was machen Sie da, Asmus?— Süchen Sie etwa nach verborgenen Schätzen?“ Nur sein Unwohlsein konnte die Schuld daran tragen, daß er abermals heftig zusammenschrak. Wie war es auch möglich, daß er die Annäherung Ludwig Nehlsens, der sonst mit so wuchtigen Schritten aufzutreten pflegte, vollständig überhört hatte! Er stotterte und suchte vergebens nach einer Antwort auf die strenge Frage; denn die Wahrheit konnte er doch nicht mit zwei Worten sagen, und auf eine Lüge hatte er sich nicht vorbereitet. Ludwig Nehlsen wartete einige Sekunden, während deren er ihn mit seinen Blicken durchbohrte; dann sagte er ohne Rücksicht auf den gaffenden Kontordiener und auf den eben eintretenden Müncheberg mit lauter Stimme: „Ihr Betragen gefällt mir nicht, Asmus!— Sie taugen nicht für ein ordentliches kaufmännisches Geschäft! Es steckt zu viel von der Unordnung und Leichtfertigkeit Ihres Vuters ihn Ihnen. Sie mögen sich vom ersten nächsten Monats ab anderswo ein Unterkommen suchen!“ Gerhard saß da wie vom Schlage getroffen. Nicht, daß ihm seine Stellung in der demütigendsten Weise gekündigt worden war, raubte ihm die Fassung, so hart er auch immer dadurch getroffen werden mochte — aber daß Nehisen es gewagt hatte, in Gegenwart die er Menschen seinen Vater zu beschimpfen, daß er außer Stande war, für diesen Schimpf eine entsprechende Genugthuung zu fordern, das war es, was ihn zu Boden drückte und ihm die Thränen in die Augen drängte. Dabei steigerten sich die bohrenden Schmerzen im Kopf und die dumpfe Schwere in den Gliedern binnen kurzem fast bis zur Unerträglichkeit und nach einigen vergeblichen Versuchen mußte er von der Arbeit ablassen und die brennenden Augen schließen. Nur wie aus weiter Ferne klangen die Reden der anderen Kommis und Buchhalter an sein Ohr, und in dumpfem, regungslosen Hinbrüten verging ihm Stunde auf Stunde. Von seinen Kollegen befragte ihn niemand um die Ursachen seiner Unthätigkeit, obwohl dieselbe notwendig jedem von ihnen auffallen mußte. Aber Kruse hatte die Neuigkeit von seiner plötzlichen Entlossung bereits mit geschäftigem Flüstern von Pult zu Pult getragen, und man glaubte darin eine vollkommen ausreichende Erklärung für Gerhar's verstörtes Aussehen und für seine Arbeitsnuiust zu finden. Erst eine Stunde vor der Mittagspause näherte sich ihm Müncheberg, um ihn mit gut erheuchelter Teilnahme zu fragen, ob er sich etwa unwohl fühle. Gerhard gab ihm keine Antwort; aber der andere ließ sich dadurch nicht abschrecken. „Ich habe schon gestern Abend bemerkt, daß irgend etwas an Ihnen nicht ganz in Ordnung sein könne," meinte er,„denn was Gie da redeten, waren halbe Fieberphantasien!— Aber warum quälen Sie sich denn nun hier unten, wo Ste doch zu nichts nutz sind? Gehen Sie hinauf und legen Sie sich auf ein paar Stunden nieder. Das wird Sie wieder auf die Beine bringen, und ich will es schon auf mich nehmen, Sie bei dem Prinzipal zu entschuldigen!“ Gerhard hatte sich während dieser mitleidigen Worte abgewendet; denn es war ihm, als schnitte der Klang dieser verhaßten Stimme wie ein Messer in sein Gehirn. Vielleicht geschah es nur, weil er sich aus dem Bereich dieser Stimme entfernen wollte, daß er wirklich von seinem Ledersitz aufstand und mit unsicheren Schritten das Kontor verließ. Jetzt fühlte er selbst, wie dringend notwendig ihm die Einsamkeit war, und er hatte keinen andern Wunsch, als den, so schnell als möglich auf sein Zimmer zu gelangen. Darum wählte er denn auch den kürzesten Weg und stieg langsam die vordere Treppe hinan. Er mußte sich an das Geländer festhalten und die Augen schließen, weil ihn bei jedem Schritte, den er machte, ein neuer Schwindelanfall überkam. Als er den ersten Stiegenabsatz erreicht hatte, blieb er tiesatmend stehen. Da öffnete sich eine Thür und Lissy trat in Begleitung der Tante Dorette hinaus. Das Zusammentreffen war in diesem Augenblick eine Pein für Gerhard; aber er nahm doch seine ganze Kraft zusammen, um den Damen seinen Zustand nicht zu verraten und— wenn möglich — allen teilnehmenden Fragen vorzubeugen. Seine Befürchtung, daß sie ihn in ein Gespräch verwickeln könnten, schien indessen überflüssig zu sein. Offenbar hatte Tante Dorette von ihrem Bruder eine diesbezügliche Weisung erhalten; denn sie erwiderte den Gruß des jungen Mannes nur mit einem, wenn auch freundlichen, so doch flüchtigen Kopfnicken und warf Lissy einen ängstlich bittenden Blick zu, während sie rasch an Gerhard vorüberging. Iyre Nichte schien denn auch diesem Beispiel folgen zu wollen; aber in dem Augenblick, da ihr lose herabjallendes Haar seinen Arm streifte, lächelte sie ihm mit einem ausdrucksvollen Augenaufschlag zu und ergriff für eine Sekunde seine schlaff herabhängende, eiskalte Hand.###.**.=“ 8 Schwerte, 16. Jon. Der Verein ehemaliger 16er hält om Sonntag, den 18. ds. Mts. im Lokale des Herrn H. Wolter, da das Vereinslokal für diesen Tag anderweitig besetzt ist, eine außerordentliche Geveral=Versommlung ab(siese Inserat). Der Verein ist jetzt im Besitz der polizeilich genehmigten Stotuten und vergrößert sich die Mitgliederzahl mit jedem Tag. Den Hauptteil der Tagesordnung bildet die Geburts tagsfeier Sr. Majestät des Kaisers am 31. ds. Mts. Aus Westsalen, 16. Januar. Wie wir seiner Zeit mitteilten, sind in der Provinz Westfalen Erhebungen darüber angestellt worden, welche von den höheren Lehranstalten sich für die bisherigen großen Herbstferien, und welche sich für eine Teilung derselben in Sommerferien und Michaelisferien entscheiden. Die überwiegende Zahl der Gurachten hat sich, dem Vernehmen nach, für die Beibehaltung der ungeteilten Hert stferien und gegen die Zeisplitterung des Sommersemesters durch die sogenanten„Hundslagsferien“ ausgesprochen. Am letzten Mittwoch nachmittag beglückte ein sog. Sonnenbruder mit durstiger Kehle das Restaurant W. in Hagen und ließ mit Wohlbehagen ein Glas nach dem andern hiruntergleiten, um sich nach Stillung des Durstes auf englisch zu drücken. Aber, o weh dem Gaste; man merkte seine edlen Absichten, hörte die Offenbarung vom feeren Geldbeutel kaltblütig mit on und stellte den durstigen Bruder vor die Alternative: Potizei oder Eshacken. Litzteres zog der arbeitsame Gost aber doch vor, hackte unter starker Bedeckung sein Pensum ab und zog dann von Gewissensbissen befreit, friedlich von dannen. Probatum est! Zwei Arbeiter, welche am Samstag in dem Kalksteinbruche des Steinbruchbesitzers in Letmathe damit beschäftigt waren, Steine zu verladen, betamen beim Umtippen des Transportwagens in den Eisenbahnwaggon wird in Mayen errichtei. das Uebergewicht und wurden in den letzteren hineingeschleudert. Während der eine mit dem Schrecken davonkam, erlitt der andere so schwere er in das Marienhospital Auf dem Futterplätzchen im Garten des Zimmermeisters Günther in Salzuflen stellte sich vor einigen Tagen früh auch eine Seemöve ein. Drossel, Fnken und Speilinge, welche bei ihrer Frühmahlzeit jedenfalls nicht gern gestört waren, zogen sich beim Eintieffen der Unbekannten unter Geschrei zurück. Eingeweichte Brotkrumen schienen der Küstenbewohnerin vortrifflch zu munden, denn von Zeit zu Zeit kehrte sie im Laufe des Tages wieder. Jedenfalls gehört es zu den Seltenheiten, daß sich dieser Vogel so weit ins Innere des Landes zurückzieht. Wie das Mannesmann'sche Röhren=Walzverfahren entstand, darüber erzählt die„Rheinische Baufachzeitung“ das Folgende: Vor vielen Jahren saß Herr Mannesmann sen. in Remscheid eines Sonntags vergnügt beim Nachtisch. In der Woche nahm er sich nicht Zeit, lange bei Tsch zu sitzen, aber Feiertags da kam auf ein Stündchen nicht an, im behaglichen Geplauder. Eines solchen Tages war nun auf dem Tische eine Brotktume übrig eblieben, die Herr Mannesmann achtlos in die Finger nohm und, ohne daran zu denken, knetete und rollte. Plötzlich aber blieb sein Blick an dem bildsamen Klumpen haften, denn es fiel ihm auf, daß beim Rollen desselben zwischen den Fingern sich in dem Zylinder eine röhrenartige Bohrung öffnete. Es überraschte ihn, daß man aus einer zusammenhängenden Masse eine Röhre rollen könne. Er wiederholte das Spiel, aber nicht immer gelang es ihm, bis er emdeckte, daß die Finger die Teignudel nicht nur rollen, sondern gleichzeitig auch in bestimmter Weise vorwärtsschieben müßten. Diese unscheinbare Erkenntnis ließ ihn nicht mehr los, denn plötzlich schoß der Gedanke durch seinen Geist:„Wie, wenn man auch den bildsamen glühenden Metallteig in dieser Weise zu Röhren ausrollen könnte!“ Und nun begann ein langes Suchen und Versuchen. Der Erfolg ist bekannt. Eine landwirtschaftliche Haushaltungsschule 9p“ chtot Die Hauptaufgabe Verletzungen, daß übergeführt werden mußte. Die Verwaltung der Zeche„Franziska=Tiefbau" bei Witten spendete den Hilfebedürftigen in der Stadt 1000 Zentner Kohlen. * Loest, 16. Januar. Elftausend zweihundert fünfundzwanzig Frauen aus ganz Deutschland, von Württemberg bis zur polnischen Grenze hin, von Sachsen bis Ostfriesland, aus den bedeutendsten Städten und den kleinsten Dörfchen heraus sandten in diesen Tagen verschiedene Petitionen an die höchsten Behörden nach Berlin. Die wohldenkenden deutschen derselben ist es, die angehende weibliche Jugend für das praktische Leben auf's sorgfältigste vorzubereiten, alle im bürgerlichen Leben, in den Wirtschaftsräumen, in Küche, Keller, Hof und Garten vorkommenden Arbeiten selbständig auszuführen. Der Kreistag hat zu den Kosten der Einrichtung und des Unterhaltes der Schule einen namhaften Zuschuß, vorläufig auf Jahre bewilligt. Durch besondere Geistesgegenwart rettete in Oberhausen ein Postunterbeamter sein Leben. Derselbe war mit dem Entladen des von Unterstützung aus öffentlichen Mitteln bei der dortigen Armenverwaltung gemeldet hat. Und da wagt derselbe es, einen Hausstand und eine Familie zu begründen. Ein an Lungenschwindsucht im ersten Stadium leidenber Klempner ist am Freitag nach fünfwöchiger Behandlung mit dem Kochschen Mittel als vorläufig geheil: aus dem städtischen Contagienhaus in Bonn entlosin worden.„ Auf dem Speicher eines Hauses in Vonn fand man vor einigen Tagen einen alleinstehenden Maurer= Handlanger von Kälte erstarrt vor. Der Hilfsbedürftige, welcher in seiner Stube nicht einmal ein Bett, geschweige denn anderes notwendiges Mobilar hatte, wurde in die Klinik getragen. In Meideuberg bei Trier sollte am Dreikönigstage eine große Bauernhochzeit gefeiert werden. Bei solcher Gelegenheit geht es in dortiger Gegend ohne Freudenschüsse nicht ab. Auf dem Wege vom Hochzeitshause zur Kirche knallten die jungen Burschen nach Herzenslust aus allen möglichen Revolvern, Pistolen und sonstigen Schießprügeln. Plötzlich etwa in der Mitte des Weges, stürzte der Bräutigam mit einem lauten Aufschrei zusammen. Ein Schuß hatte ihn in die linke Seite getroffen. Der Unglückliche mußte blutüberströmt nach Hause getragen werden. Mit der Hochzeit war es natürlich vorerst zu Ende. Der unselige Schütze ist bis jetzt noch nicht herausgefunden worden, und es steigen sogar Zweifel auf, ob hier wirklich ein bloßes Versehen vorliegt. Unter den gefänglich eingezogenen Hochzeitszeitsgästen befindet sich ein verschmähter früherer Liebhaber der Braut. Der Bräutigam ist glücklicherweise nicht lebensgefährlich verletzt. In Frankfurt a. mit erster und zweiter in mandelförmigen Drachen mit langem Schwanz ist wie das Büreau für Patentangelegenheiten von G. Brandt, Berlin SW., Kochstraße 4 mittheilt, an der Längsrippe eine kleine Kamera angebracht, die mit einer Klappe versehen ist die durch das Abbrennen einer Zündschnur bethätigt wird. Vor dem Fliegen des Drachen wird die Lunte angebrannt, deren Länge so berechnet ist, daß bei einer gewissen Höhe des Drachen die Klappe haltende Schnur durchbrennt und die Aufnihme stattfindet. Außerdem ist am Drachen ein kleiner Aneroid=Barometer befestigt, mittels dessen der Operateur jederzeit ablesen kann, wie hoch der Drache gestiegen war. Dieser Barometer steht in Verbiudung mit einem photographischen Registrier= Apparat, dessen Thätigkeit zugleich mit der der Kamera beginnt. M. geriet ein Wagen Klasse in Brand. Der Wagen war mit Preßkohlen, welche sich in eisernen Pfannen befinden und seitwärts des Wagens in die Heizkasten unter die Sitzplätze eingeschoben werden, geheizt. Infolge der täglichen Heizung war das Holz unter den Sitzplätzen augetrocknet, die Heizpfannen sind wahrscheinlich glühend geworden und dadurch ist das Holz in Brand geraten. Ein Koupee l. und eines II. Klasse brannten vollständig aus, doch gelang es dem Bahnpersonal bald, den Brand zu löschen. Frauen bitten darin um Abhilfe gegen die überhand= Postpaketwagens am Eisenbahnzuge, beschäftigt nehmende freche Unzucht der schlechten Restaurationen, und stand noch, nachdem das Sigzaal zum der Tingeltangel und anderer Veranstaltungen, durch Abfahren des Zuges gegeben, auf dem Trittwelche bobeicgisgernichten: Zuteressant sind die Peti, brett des Wagens. Beim Anziehen der tionen durch den sehr reichen, bunten Wechsel der Na- Lokomotive fiel er zwischen Trittbrett und men, welche alle Stände repräsentieren. Von dem Wagen durch die Räder ins Geleise, wo er — 6 A c h m i r a l z u B r i n z e s s i n( n o c h s o v i e l G e i s t e s g e g e n w a r t b e s a ß, s i c h d u r c h ruhiges Verhalten und Niederdrücken zur Erde vor dem schrecklichen Tod des Zerrissenwerdens oder Verstümmlung des Körpers zu retten. 64 In Duisburg und Umgegend herrscht die Dyphtheritis in starkem Maße. Mehrere Kinder sird bereits diesem Würgengel erlegen. Titel Staatsminister, Konsul, Nomtral zur Prinzessin. Von der geschickten Seidenwinderin und Nähterin zur Kammerherrin, Gräfin, Baronnesse. Von der Gattin des treuen Nachtwächters, Hafen=, Fabrikarbeiters, der fleißigen Wäscherin, der Botenfrau, der gewandten Verkäuferin, der wohlsituierten Bürgerin und Kaufherrin zur Opernsängerin, Schauspielerin bis zur Frau des reichsten Fabrikanten. Von der Kanzelistin bis zur Justiz=, Finanz=, OberRegierungsrätin, Sanititäts, Geheim=, Baurätin, der Gemahlin des Landgerichts=, Amts=, Appellationsgerichtsrat. Von Präsident, Oberbürgermeister zu Bürgeimeister. Weit über hundert die Titel von Gelehrten, Professoren, an dreihundert der vertrauenerweckende Titel Pastor, und vielmals der nicht unwichtige Stand Doktor, Apotheker bis wieder zu den höchsten Changen des Militärs, durch General, Oberstleutnant, Hauptmann, Major 2c. 2c. vertreten. Lange, mannichfach gemischte Reihen!— Wünschen wir den thatsächlich begründeten Bitten volles Gehör. Das Koch'sche Heilverfahren. Professor Virchow hat am Mittwoch in der Medizinischen Gesellschaft zu Berlin einen Vortrag gehalten über 21 Sektionen von Leichen solcher Personen, die nach Anwendung der Koch'schen Injektion gestorben waren, wobei die Präparate vorgewiesen wurden. Es ging daraus hauptsächlich hervor, daß alle inneren Organe nach der Koch'schen Injektion Hyperämie (Blutfülle mit Entzündungsneigung) von ganz ungewöhnlichem Grad aufweisen, daß ferner frische Blutungen in alten Kavernen und frische Wucherungen an den Rändern der Tuberkelherde sowie an den benachbarten Lymphdrüsen wargenommen worden. Besonders interessant war das Lungenpräparat einer schwindsüchtigen Als ein Bespiel von großer Not, weiche in Person, deren Zustand nach sechs Injektionen Düsseldorf herrscht, diene folgender Fall: Ein Bäcker,* 0 zu dem ein ihm bekannter Hantwerker eintrat, um ein Brot zu holen, mit der Bitte, ihm den Betrag zu geschehen, denn sein schmerzendes Gehirn arbeitete so langsam, daß die Damen längst die Treppe hinabgestiegen waren, ehe er sich darüber klar wurde, welch eine beneidenswerte Auszeichnung ihm da zu Teil geworden war. Wie seltsam war es doch, daß er sich heute nicht derüber zu freuen vermochte!— Hatte denn alles, was ihm sonst so boch und begehrenswert erschienen war, urplötzlich jeden Reiz verloren? Unzufrieden mit sich sellst und ungehalten über den Einfluß, welchen Gerhard seinem körperlichen Leiden über seine Gemütsstimmung einräumen mußte, kam er endlich auf das kleine Zimmer im dritten Steckwerk. Er verriegelte hinter sich die Thür und warf sich auf stunden, weil er augenblicklich kein Geld habe, ging selbst in die Wohnung des Bittstellers, da ihm die Sache auffiel. Hier saß die Familie, Frau und Kinder, un den Ofen in dürftigster Kleidung, da alles, was irgend Wert besaß, längst zum Pfandhaus gewandert war. „Was duftet es denn hier so köstlich?“ war die erste Frage des Nachbars, der sich erstaunt dem Ofen näherte. Unter Thränen lächelnd hob die Mutter den Deckel vom brodelnden Topf, in dem das Mittagbrot brodelte— Kartoffel= und Zwiebelschalen. Wir brauchen den lamt genug redenden Thatsachen kein Wörtchen hinzuzufügen. In Düsseldorf endete durch Selbstmord ein Betriebssekretär der Berg.=Märkischen Eisenbahn sein Leben. Derselbe begab sich zum Rhein und ging über die Eisdecke bis zum freien Strom hin. Dann legte er verschiedene Papiere neben sich und gab aus einem Revolver zuerst einen Schuß in die Luft ab und dann einen zweiten gegen seinen Kopf. Mit zerBett. Ein leises Knistern in der Gegend des schmettertem Schädel stürzte der Unglückselige das Kopspfühls und die Berührung seiner Stirn mit einem harten Gegenstand befremdeten ihn; aber erst nach mehreren Minuten, als das wilde Hämmern in seinen Schläsen ein wenig nachgelassen hatte, kam er zu dem Enischluß, seine Hand nach dieser Stelle auszustrecken. Er fand zu seiner Ueberraschung ein kleines Billet, in welchem ein hartes Objekt von länglicher Form eingeschlossen war. Der Brief mußte unter die Decke geschoben sein, nach em das Zimmer gesäubert war, und er war so blasiert gewesen, daß er die Aufmerksamkeit des jungen Mannes unter allen Umständen bald auf sich hätte ziehen müssen. Gerhard richtete sich auf, um die Handschrift der Adresse zu lesen; er erkannte sie auf der Stelle als diejenige der Tochter seines Chefs, wenn auch die Buchstaben offenbar mit großer Hast hingeworfen und bis zu einer gewissen Undeutlichkeit verwischt waren. Auch der Umschlag war von der nämlichen Form wie der ihres früheren Briefes. Gerhard erbrach ihn und las: „Lieber Herr Asmus! Ich muß Sie unter allen Umständen heute abend sprechen, denn ich habe Ihnen eine sehr wichtige Mitteilung in bezug auf Herrn Hermann Sebald zu machen. Sie dürfen sich über mein Ansinnen nicht wundern und dürfen mir meine Bitte jedenfalls nich abschlagen, denn es hängt sehr viel von unserer Unterredung ab. Da ich währen, des ganzen Tages beobachtet werde und Ihnen keine passendere Zei und keinen angemessenen Ort vorschlagen kann, so bitte ich Sie, mich etwa um Mitternacht in dem klei nen Hinterzimmer des Kontors, das nach dem Hofe hinausgelegen ist, zu erwarten. Ich habe mir den Schlüssel dazu verschafft und lege denselben bei. Ob ich aber ganz pünktlich zur Stelle sein kann, weiß ich nicht, denn ich muß jedenfalls abwarten, bis Tante Dorette eingeschlafen ist, da ich die Wohnung sonst nicht verlassen kann. Denken Sie nichts Uebels von mir; wenn ich nicht so großes Vertrauen zu Ihnen hätte, würde ich diesen unweiblichen Schritt gewiß nicht gewagt haben. Aber Sie sollen über alles Aufklärung erhalten. Noch eins: Sie müssen diesen Brief auf der Stelle vernichten und dürfen entseelt auf das Eis. Die Beweggründe zu der schrecklichen That sind noch unbekannt. In einem Gasthof zu Köln hatten sich vor etwa drei Wochen zwei Auswärtige, ein Kaufmann aus Brüssel und ein Agent aus Aachen, einlogiert. Die Kriminalpolizei ermittelte in der Person des letzteren einen seit längerer Zeit von Aachen aus wegen verbotenen Hazardspiels steckbrieflich Verfolgten. Bei der in der Wohnung der beiden stattgehabten Durchsuchung fand man eine Roulette sowie ein zum Hazardspiel zu benutzendes grünes Tuch mit aufgedruckten Zahlen. Aus Briefen, welche bei dem Aachener vorgefunden wurden, ergab sich, daß man es tit zwei internationalen Hazardspielern zu thun hatte, die in größeren Städten Deutschlands und Belgiens sowie in Nizza„mit Erfolg gearbei#et" hatten. Das Glück scheint ihnen indeß nicht hold gewesen zu sein, denn sie waren gänzlich ohne Geldmittel, und beabsichtigten wohl, an geeigneter Stelle in Köln ihre Kasse wieder zu füllen. Beide kamen in Haft. In Köln=Ehrenfeld weigern sich die Nähmädchen, welche bald hier, bald dort in den Familien arbeiten, sich eine Klebemarke für die Alters= und Invaliden=Versicherung zu verschaffen. Es ist vorgekommen, daß eine Näherin lieber die Arbeit aufgab, als die Karte zu lösen. Hoffentlich werden sie sich bald überzeugen, daß die Versicherung ihnen nicht zum Schaden gereicht, indem bei der Heirat die Hälfte der Beiträge, also alles, was die Mädchen selbst zugesteuert haben, zurückerstattet wird, einer alten Jungfer aber kommt die Invaliden= bezw. Altersreute durchgehends recht gut zu statten. Die Familie, die solche Mädchen beschäftigen, machen wir darauf aufmerksam, daß es unter schweren Strafen(bis zu 300 Mark) verboten ist, derartige Personen nicht veiraten, daß ich Ihnen denselben geschrieben ohne Quittungskarte zu beschäftigen. habe. Es wäre mein Tod! Auf Wiedersehen also!] Es verdient mitgeteilt zu werden, daß ein Opre Lisg Nehsen.= 30jähriger Mensch in Nachen, welcher dieser (Fortsetzung folgt.) Tage heiraten wird, sich behufs Erlangung keine weiteren mehr zuließ, und die vier Wochen später starb. Obwohl bei Lebzeiten nur Infiltration der Lungenspitzen diagnostiziert war, zeigte sich ein unterer Lungenlappen im höchsten Grade tuberkulös erkrankt, so daß Virchow die Möglichkeit annimmt, daß diese frische Invasion eine Folge der Injektion sei. Das Gehirn eines an der Knochentuberkulose gestorbenen Kindes wies so starke Hyperämie der Gehirnhaut auf, wie Virchow sie selten geehen zu haben erklärte. Ein Präparat von Darmtuberkulose zeigte infolge der Koch'schen Injektion starken Zerfall der Geschwüre, daß in kürzester Zeit Durchlöcherung der Darmwand eingetreten wäre. Virchow hält es für möglich, daß die infolge Koch'scher Injektion zerstörten Tuberkeln zur tuberkulösen Infizierung neuer Stellen oder anderer Organe führen. die Diskussion wird in acht Tagen fortgesetzt werden. Professor Dr. Robert Koch hat jetzt die Zusammensetzung seines Heilmittels gegen die Schwindsucht veröffentlicht. Dasselbe ist ein Glyzerin=Extrakt aus den Reinkulturen der Tuberkelbazillen. Worin daHeilmittel besteht, weiß auch Koch nicht, den Aerzten bleibt also noch sehr viel zu erforschen übrig; gewiß ist aber nach Kochs Ansicht die Heilwirkung, wenn die Krankheitsverhältnisse nicht zu ungünstig liegen. Trotz dieser Bekagnigabe ist das Heilmittel aber noch lange nicht ohne weiteres herzustellen. Das wäre etwa so, wenn man einem Schriftsteller sagen wollte:„Hier ist Tinte, Feder und Papier, nun dichte, wie Göthe und Schiller.“ Auf Grund von Kochs Mitteilungen werden aber sicher weitere Forschungen angestellt werden und der leidender Menscheit zum Segen gereichen. Neue Erfindungen. Eine neue hochwichtige Erfindung kürfte, wenn sie sich bewährt, großes Aufsehen erregen. Es sollen in Brüssel interessante Versuche mit derselben gemacht werden. Der Erfinder nennt den Apparat„compresseur, und bezweckt derselbe, die Bergwerke von dem gefürchteten Grubengas, überhaupt geschlossene Räume von schädlichen Gasen zu entleeren. Auch militärische Fachkreise sehen diesen Versuchen mit Spannung entgegen, die im Beisein zahlreicher Ingenieuroffiziere vor sich gehen dürsten. Bis jetzt sehlt es nämlich immer noch an einem allen Aufforderungen genügenden System der Lufterneuerung in den neuen, von General Brialmont erbauten Beionforts, wie sie zur Deckung Antwerpens und namentlich auch der Maaslinie bestimmt sind. Denn da im Momente der beginnenden Aktionen jedes dieser Forts in sich hermetisch abgeschlossen sein muß, so wird die künstliche Erneuerung der Atmosphäre unumgänglich notwendig. Wenn nun der„compresseur“ leistet, nas sein Erfinder sich von ihm verspricht, so ist seine Verwendung für die Beronmassive des Generals Brialmont in Aussicht genommen, statt der bis jetzt geplanten Erneuerung der Atemluft auf chemischem Wege. Ein Drache für photographische Aufnahmen aus der Vogelperspektive ist von einem Amerikaner A. Balut in Enlave erfunden worden. * Die außergewöhnliche Kälte der letzten vier Wochen hat natürlich auf allen Eisenbahnlinien eine enorme Steigerung des Kohlenverbrauchs zur Folge gehabt. Wie bedeutend dieselbe ist, geht daraus hervor, daß das Mehr des Kohlenverbrauchs bei den Personenzügen auf die Dauer der letzten 4 Wochen etwa 200 bis 250 Zentner pro Lokomotive betragen hat. Bei den Güterzuglokomotiven beträgt das Mehr sogar 300 bis 500 Ztr. pro 30 Tagen und Lokomotive. Wenn man nun bedenkt, daß in jedem einzelnen preußischen Eisenbahndirektionsbezirke mehrere tausend Lokomotiven im Bezirke sind, so kann man sich eine ungefähre Vorstellung und Berechnung von dem gewaltig gesteigerten Kohlenverbrauche infolge der jüngsten strengen Kälte machen. * Bei einer kürzlich in Schönebeck in der Jakobikirche stattgehabten Taufe eines Kindes waren als Paten gegenwärtig: Der Vater des Kindes, die Eltern der Mutter, die Mutter der Großmutter und der Vater der Urgroßmutter, also Ururgroßvater, Urgroßmutter, Großeltern und Vater. Es waren also fünf Generationen einer Familie an dem Taufstein versammelt, ein Fall, welcher gewiß zu den äußersten Seltenheiten gehört. * Ein seltene Feier hat am Sonntag während des Vormittagsgottesdinstes in der Kirche zu Lauterberg stattgefunden, nämlich die Taufe des Negers Sankurrn, des langjährigan Dieners und Begleiters des Majors Wißmann. Sankurru wurde schon als Knabe durch Wißmann aus den Händen eines Sklavenhändlers befreit und ist mit Wißmann in den Jahren 1884 sowie 1887 in Lauterberg gewesen. * Zwei schwere Unglücksfälle haben sich am Sonnabend in Italien ereignet: In Reggio ist während des Reitunterrichts der ArtillerieUnteroffiziere das Dach der Reitschule eingestürzt. Zwei Korporale wurden getötet, sechs schwer und zehn leicht verletzt. Die Ursache des Einsturzes bildeten die auf dem Dach aufgehäuften Schneemassen. In San Demetrio(Distrikt Aquila) ist das Schulgebäude eingestürzt, wobei der Lehrer und viele Schüler verunglückt sind. * In Lac Qui Park, Staat Minnesota, lebte ein Ehepaar, namens Salisbury, welches bereits 80 Jahre verheiratet ist. Die Trauung fand im Jahre 1811 statt. Der Mann vollendete am 14. Dezember sein 103. Lebensjahr und seine Frau ist 7 Jahre älter. Beide Eheleute sind noch sehr rüstig. Daniel Salisbury machte an seinem 100. Geburtstage eine Fußreise von 14 engl.(3 deutschen) Meilen. * Aus New=York wird berichtet: Daß eine Millionärin den Schleier nimmt, ist wohl noch selten dagewesen. In der Kapelle des Barmaerzigen=Klosters in Pittsburg wird im Februar Fräulein Kate Drexel oder Schwester Katharine, wie sie jetzt genannt wird, als Nonne eingekleidet werden und gleichzeitig wird sie ihr Vermögen im Betrag von 6 bis 7 Millionen Dollars dem neuen Orden der Schwestern der allerheiligsten Sakramenten überweisen. Der Zweck des neuen Nonnen=Ordens ist die Besserung der Lage der Indianer und anderer Falbigen! * Amerikanische Blätter melden aus Quindaro im Staat Kansas folgenden Vorfall Ein junges Mädchen, Maria Marcia mit Namen hatte sich zur Ruhe begeben, nachdem sie ihren 17. Geburtstag im Kleis von Verwandten und Freunden gefeiert hatte. Man fand sie am nächsten Morgen tot mit einen Flacon an ihrer Seite, das Morphium enthalten hatte. Auf einem Tisch lag ein Brief an ihre Mutter, lautend: „Ich habe zu sterben gewünscht, so lange ich glücklich und voll Freude war. Nie war ich so froh als am gestrigen Tage. Ich habe oft genug erkannt, daß ältere Leute mehr auszustehen haben, als ich. Also in Glück und Freude. Lebe wohl!“ * Ans Kamerun wird ein Unfall berichtet, der einem Deutschen das Leben gekostet hat:„Ein junger, liebenswürdiger Deutscher, Vertreter der Hamburger Firma Jentzen u. Thormählen, namens Egger, fuhr auf einem Kanoe dem Mungofluß hinauf und sah plötzlich aus dem Urwald heraus einen Elephanten treten. Er giebt Feuer, verwundete das Tier und dieses stürzt ins Wasser auf das Kanoe los, ergreift einen der Krujungen, die Eggert begleitet hatten, beim Schopfe und schleudert ihn im hohen Bogen in die Luft und wieder ins Wasser. Dann schlägt er mit seinem Rüssel Eggert Die Bewegung eines richtig hergestellten Drachen ist nämlich erfahrungsgemäß eine weit stetigere und ruhige, als die eines Luft=Ballons, und hierauf gründet die Erfindung. Inmitten eines auf den Nacken, und dieser versinkt unter dem n Schwanz elegenheiten ochstraße 4 ne Kamera ehen ist die ur bethätigt n wird die berechnet ist, Drachen die ind die AufDrachen ein ittels dessen vie hoch der eter steht in n Registrier= nit der der der letzten llen Eisendes Kohlene bedeutend , d a ß d a s u Personen4 Wochen Lokomotive lokomotiven s 500 Ztr. Wenn man nen preußirere tausend kann man und Berechten Kohlenengen Kälte ebeck in der ines Kindes r Vater des die Mutter der Urgroß rgroßmutter, n also fünf m Taufstein viß zu den itag während r Kirche zu die Taufe gan Dieners 1. Sankurrn ßmann aus lers befreit ahren 1884 iben sich am In Reggio er Artillerie= e eingestürzt. sechs schwer che des Einaufgehäuften rio(Distrikt stürzt, wobei inglückt sind. 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Der Krujunge war unverletzt geblieben, und er hat auch seinen toten Herrn in dem Kanoe nach Kamerun befördert.“ * In Kalifornien ist am Freitag ein starkes Erdbeben beobachtet worden. * Das„Echo de!'Oise" erzählt, daß sich in der Nähe von Beauvais auf der Mühle Frety eine Familie, aus Mann, Weib und Tochter bestehend, befindet, welche niemals zu einander ein Wort sprechen. Das merkwürdige Uebereinkommen, sich des Gebrauchs der Sprache gänzlich zu enthalten, entstand durch die Prophezeihung ein s Dorfgauklers, welcherihnen verhieß, wenn sie sich stumm verhielten, sie dereinst einen großen Schatz finden würden. Anfangs ging alles gut, besonders beobachtete der Mann streng sein Gelübte, aber den Frauen ward es nur zu bald ein Ding der Unmöglichkeit zu schweigen. Sie suchten den Dorspropheten von neuem auf und ihm das Schreckliche ihrer Lage vorstellend, baten sie ihn um Ermäßigung, so daß er ihnen erlaubte, außerhalb der Grenzen des Departements sprechen zu dürfen. Sie wandern jetzt jeden Dienstag nach Tournay, dem nächst gelegenen Orte des benachbarten Departements, und sprechen sich satt für acht Tage. * König oder Königin? Nach einem alten englischen Spruch kann das englische Parlament alles, nur nicht ein Weib in einen Mann verwandeln. Der oberste Gerichtshof Hollands ist aber an Macht dem englischen Parlament überlegen, denn er hat soeben ## e n t s c h i e d e n, d a ß B e a m t e u n d a n d e r e ö f f e n t l i c h e B e d i e n stete den Eid zu leisten haben nicht der Königin, sondern dem König Wilhelmine.“ In der Presse wird die Entscheidung, die dem gesunden Menschenverstand wiederspricht, natürlich scharf kritisiert, was aber den Gerichtshof zur Aenderung seiner Ansicht schwerlich bewegen wird. * Rede eines Maurerpoliers beim Hebeschmaus gelegentlich der Einweihung eines unter seiner Aufsicht erbauten Hauss:„Meine Herren! Bei der Einweihung von det neie Jebäude hier ist es woll nich' mehr als billig, meine Herrn, wenn wir doch an den Leuten jedenken, welche det schene Jebäude ufjeführt haben, hier. Meine Herren!— Hier der Deoretiker, der versteht et,— aber er kann's nicht: meine Herren, der Praktiker, er kann's aber er versteht's nich'. Meine Herrn!(mit gesteigertem Pathos.) Der praktische Deoretiker— hier— der kann's— und er versteht's ooch— (mit noch stärkerer Stimme), un' det is der Maurer= polier hoch! det bin ick— er lebe hoch! hoch Litterarisches. Sagen des Altertums. Kindern erzählt von Sophie Jonas. Gotha, Friedr. Andr. Perthes(Emil Pertbes, 1890. Preis: M 2.80. Da die Sagen des klassischen Altertums bei ihrer Inhaltsfülle und dem in ihnen waitenden sittlichen Geiste auch Kinder zu fesseln und zu sördern imstande sind, unterliegt keinem Zweifel. Man muß es nur verstehen, den kindlichen Ton zu treffen und dasjenige auszuscheiden, was entweder ihrem Verständnisse sich entzieht, oder durch seinen Inhalt Anstoß erregen könnte. Die„Griechischen Heroengeschichten, an seinen Sohn erzählt von B. G. Niebuhr“, Gotha 1842, werden hierfür steis mustergiltig bleiben. Wir freuen uns, daß die Verfasserin es unternommen hat, die bedentendsten Sagen des Alteriums, und zwar die orientalischen griechischen und römischen, je 6 an der Zahl, unsern Kindern in ähnlicher Weise zugänglich zu machen. Daß sie den Argonautenzug, sowie die Sagen von Heikules und Orestes nicht ausgenommen hat, weil sie es neben Niebuhrs Leistung nicht wagen wollte, können wir um der kleinen Leser willen nur bedauern. Die Fassung der vorgetragenen Sagen ist höchst ansprechend, eher eine zu knoppe als zu wortreiche. Der W nsch der Verfasserin, bei den kleinen Lesern Interesse und Freude an der Geschichte zu erwecken, wird sicher in Erfüllung gehen. Bestellungen auf die „Schwerter Amtliches Kreisblatt für den Kreis Hörde und den Landkreis Dortmund, werden fortwährend angenommen, sowohl bei jedem Postamt, als in der Expedition und von den Boten. Da die„Schwerter Zeitung" das verbreitetste Blatt in Schwerte und Umgegend ist, so ist sie nicht nur allein das wirksamste sondern auch das billigste Insertionsmittel, denn Preis und Wert der Anzeigen werden bekanntlich durch die Verbreitung eines Blattes bedingt. und Erpedition der„Schwerter Zeitung“. Bekanntmachung. Uuter Abänderung der in Nr. 15 der Dortmunder Zeitung enthaltenen Bekanntmachung wird die General=Versammlung für die Mitglieder des Kreis=Vereins Hörde vom roten Kreuz von Dienstag, den 27 Januar auf Montag. 26. Januar, nachmittags 3 Uhr, verlegt, zu welcher ich mich beehre, die Mitglieder des KreisVereins Hörde vom roten Kreuz ergebenst einzuladen. Die Sitzung findet im Sitzungssaale des Kreis=Ausschusses zu Hörde, Wiesenstraße Nr. 6, statt. Die General=Versammlung ist in Gemäßheit des§ 10 des Statuts beschlußfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder. Tages-Ordnung: 1. Statuten=Aenderung§ 1, 3, 5 und 12. 2. Bewilligung einer Unterstützung aus der Vereins=Kasse an die von der Ueberschwemmung Betroffenen des Kreises Hörde. Entlastung der Jahres=Rechnung für 1890/91. Hörde, den 15. Januar 1891 Der Vorsitzende des Kreis=Vereins: Spring, königlicher Landrat. Gottesdienste. Schwerte. Größere ev.=luth. Kirche: Sonntag, den 18. Januar 1891. Hauptpr. 10 Uhr: Past. Heinenberg. (Abendmahl.) (Kollekte für Bonn.) Nachmitt. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Graeve. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche. Sonntag, den 18. Januar 1891. Vorm. 10 Uhr: Pastor Terberger. Syburg. Sonntag, den 18. Januar 1891. Vorm. 10 Uhr: Pastor Falkenberg. Gustav-Adolf-Verein Montag, den 19. Jannar kr., abends ½8 Uhr. den 13. d. M., abends 8 Uhr Außerordentliche Generalversammlung im Saale des Herrn H. Walter. Tages=Ordnung: 1. Besprechung über die Ballfeier am 31. d. Mts. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Ein propperes Maschen, welches in allen häuslichen Arbeiten erfahren, sofort gesucht. Frau M. Lebenberg. Zu Ostern ein ordentlicher Knade, welcher Lust hat, das Malerund Anstreichergeschäft zu erlernen, gesucht. Näheres i. d. Exped. d. Z. Tapeten, Glas u. Farben. Empfehle Naturell-Tapeten von 12 Pfg. an, von 25 Pfg. an. Fensterscheiben, Leinöl und sämtliche Farben in bester Qualität, zu den billigsten Preisen. Schwerte Das bedemendste und rühmlichst bekannte Bettfedern-Lager Harrt Unna in Altona bei Hamburg versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bettfedern für 60 Jdas Pfd., vorzüglich gute Sorte 1,25 prima Halbdaunen nur 1,60 JK, prima Ganzdannen nur 2,50„K Bei Abnahme von 50 Pfd. 5% Rabatt.— Umtausch bereitwilligst. Fertige Betten(Oberbett, Unterbeit und 2Kissen) prima Inlettstoff auf's Beste gefüllt einschläfig 20 und 30 Mk. 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Jebruar 1891 bei den betreffenden Ortsbehörden behufs Aufnahme in die Rekrutierungs=Stammrolle persönlich oder bei bescheinigter Krantheit u. s. w. durch ihre Eltern, Vormünder, Verwandten oder Dienstherrschaften unter Vorzeigung ihres Geburtsscheines bezw. des früher empfangenen Losungs= und Gestellungsscheines anzumelden. Etwaige Reflamationen gegen die Einstellung sind ebendaselbst vorzubringen. Militärpflichtige, welche die rechtzeitige Meldung unterlassen werden, mit Geldbuße bis zu 30 Mark oder verhältnismäßiger Haftstrafe belegt. Sie verlieren außerdem die Berechtigung an der Losung Teil zu nehmen, und den aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenen Anspruch auf Zurückstellung oder Befteiung vom Militätdienste und können vorweg zum Militä dienste herangezogen weiden. Hölde, den 13. Dezember 1890. Der königliche Landrat: Spring. Auf vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch zur genaueten Nachachtung aufmerksam gemacht. Schwerte, den 13. Januar 1891. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Gelegentlich der Revision der Bierdruckvorrichtungen ist wahrgenommen worden, daß das zur Reinigung der Trinkgläser benutzte Spülwasser oft sehr schmutzig ist. Im Hinblick auf die Gefahr der Uebertragung ansteckender Krankheiten durch derartiges Spülwasser hat der Herr Regierungs=Präsident daher angeordnet, daß die Behälter der Spülwässer für Trinkgefäße in den Gast= und Schenkwirtschaften auf ihre Beschaffenheit, ihre angemessene Größe und ihren Inhalt polizeilicherseits von Zeit zu Zeit unvermutet geprüft werden sollen. Wird bei diesen Prüfungen das Spülwasser in auffällig schmutzigem Zustande befunden, so oll eine Probe desselben entnommen und dem Kreisphysikus zur gutachtlichen Aeußerung übersandt werden. Ergibt diese Aeußerung, daß Wirte sich grobe Nachlässigkeit haben zu schulden kommen lassen, so ist gegen diese Wirte polizeilich vorzugehen und im Wiederholungsfalle das Konzessions=Entziehungsverfahren einzuleiten Indem wir auf diese Bestimmungen hierdurch aufmerksam machen, bemerken wir gleichzeitig, daß die hiesigen Sicherheitsbeamten angewiesen sind, die vorgeschriebenen Prüfungen des Spülwassers von Zeit zu Zeit vorzunehmen. Schwerte, den 14. Januar 1891. Die Polizei=Verwaltung. Durch Abschluß mit den ersten Möbel=, Kinderwagen= und Korbwaren=Fabrikanten bin ich in den Stand gesetzt: Möbel, Kinder Tagen, Sessel etc. Jjeder Art zu den denkbar billigsten aber festen Preisen zu verkaufen. Ganze Aussteuern besonders billigst. Teilzahlungen gestattet. Auch halte alle Sorten Särge auf Lager zu billigen Preisen. Anfertigung in kürzester Frist. leinr. Lehmkühler, lplerbeck, Potsdamerstr. Tinten! Ia. 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Der ehrliche Finder wird gebeten, denselben abzugeben b. Niederschulte, Overberge. Landroggen 1.„ per 100Kilo 2.„ Wintergerste per 100 Kilo Buchweizen„„„ Hafer 1. Qual.„„ „ 2.„„„ Rübsen(Aveel)„„ Raps 1. Qual.„„ 2 „ 6.„„ Kartoffeln„„ Heu per 500„ Roggenstroh per„„ Rüböl per 100„ in Partieen von 100 Kilo Rüböl per 100 Kilo faßw. Gerein. Oel per 100 Kilo 3 J höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Kleien per 50 Kilo Dortmund, 15. Jan. Unsere heutige Getreidebörse verkehrte in fester Haltung und waren die Umsätze in effektiver Ware ziemlich belangreich, dagegen ruht das Importgeschäft ganz, weil des anhalienden Winters wegen die Verkehrswege nicht benutzt werden können. Futterstoffe sehr begehrt. Heutige Notierungen: Weizen westf. 19,00—19,25, do. fremder 21,00—22,50, Roggen, westf. 16,75 bs 17,25, do. fremder 18,75 bis 19.50, Futtergerste 15,50—16.00, Hafer 15,50—16,00„Weizenvorschuß Nr. 0026,00—28,75, Roggenvorschuß Nr. 0/1 26,00—26,75, Kleie 10.25 bis 11,50 M Alles per 100 kg exkl. Sack, Roggen= und Weizenmehl inkl. Sack frei Dortmund und umliegende Stationen. Köln, 15. Januar. Weizen hiefiger 19,00—20,00, fremder 21,50—22,50, Roggen hiesiger 17,00— 17,75, fremder 18,50—20,00, Hafer hiesiger 14,50—15,50, fremder 16,50 bis 17,50 M Berlin, 15 Januar. Weizen Januar 000,00, April= Mai 195.—, M Roagen Janua: 78.— April=Mai 171,— M Hazer Januar 143.—, April=Nai, 142,00 4. Rüböl verr. wit Fay 58 25 ohne Faß 57.25, Januar 58,—, April=Mai 58 50. Spiritus 70er vorr. 4880, Jan.=Febr. 48.—, April=Mai 48.40 50er vorr. 68 40 M4 Hamburg, 15. Januar vorm. Kaffee behauptet, Jan. 80¼. März 78, Mai 76 ¾4. Sept. 74. Robzucker ruhig, Jan. 12,25½. März 12,72½. Mai 12,90, Aug. 13,17½. S. W. Westenhellweg 3739. Brückstrasse 4. Febr. Unser diesjähriger Ausverkauf nach beendeter Inventur beginnt nntag,18.Jan. u.endet Sonnt Sämtliche Vorräte unserer reichhaltigen Waren=Läger Westenhellweg 5759: Seidenstoffe, Kleiderstoffe, Besatzstoffe, Buckskins, Damen- u. Kinder-Mäntel, Aussteuer-Artikel, als Beltwaren, Leinen u. Brückstrasse 4: Teppiche, Möbelstoffe, Gardinen, Tischdecken, Schlafdecken 2c. 2c. kommen ohne Ausnahme u. ohne Rücksicht auf früheren Wert zu den während der Inventur festgesetzten Preisen zum Ausverkauf. W S! e. cch K„ K Wellenbad Geisecke. Am 18. ds. Mts. feiert der hiesige Gesangverein im Vereinslokale bei Wirt Exsternbrink an der Ruhrfähre den Geburtstag S. M. des Kaisers Wilhelm II. durch onzert Anfang des Konzerts 4 Uhr. Es ladet ergebenst ein 2c Der Vorstand. K RARNNNAN388MRN 90 Schuhwarenlager. # 38 * # * S Privat-Frauenklinik Dormund, Märkischestraße 2. Dr. Hartung, Frauenarrt. Cölner Dombau-Lose! 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