5976279 5937697 38582 Keeisblart für den Landrreis Vortmund und den Kreis Horde. Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund". Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nr. 154. Schwerte, Samstag, 24. Dezenber 1887. 20. Jahrgang. Sesetparsce 388292/9 14458/2 233815 6 1 5 426132 11932 414200 ß die Vertre ben. ag, Rendant PI. Amtliche Bekanntmachungen. Militär=Aushebung. Alle im Landkreise Dortmund sich aufhaltenden Militärpflichtigen des deutschen Reiches, welche im Jahre 1868 und früher— namentlich in den Jahren 1867, 1866 und 1865 2c.— geboren sind und ihrer Dienstpflicht im stehenden Heere noch nicht genügt haben, auch noch nicht gänzlich davon befreit sind, werden hiermit aufgefordert, sich in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1333 bei den betreffenden Ortsbehörden behufs Aufnahme in die Rekrutierungs=Stammrolle persönlich oder bei attestierter Krankheit 2c. durch ihre Eltern, Vormünder, Verwandten oder Dienstherrschaften unter Vorzeigung ihres Geburtsscheines bezw. des früher empfangenen Losungs= und Gestellungs=Attestes anzumelden. Etwaige Reklamationen gegen die Einstellung sind ebendaselbst vorzubringen. Militärpflichtige, welche die rechtzeitige Meldung unterlassen, werden mit Geldstrafe bis zu 30 44 oder verhältnismäßiger Haftstrafe belegt. Sie verlieren außerdem die Berechtigung, an der Losung Teil zu nehmen, und den aus etwaigen Reklamationsgründen erwachsenen Anspruch auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienste und können vorweg zum Militärdienste herangezogen werden. Dortmund, 20. Dezember 1887. Der Landrat des Landkreises Dortmund: v. Rynsch. srichten. ezbr. 1887. 60 2ter K 3 15 80 20 50 br. 1887. 3ter 2.4 90 0 Kilo 811o 17/40 16/70 124 50 § Weihnachten. Die köstliche Zeit des Jahres ist wieder herangekommen, welche in der gesamten Christenheit der erhebenden Freude, dem traulich stillen Glücke des Familienlebens gewidmet ist. Wenn wir den Tag begehen,„da den Frieden zu verkünden sich der Engel niederschwang", ruhen und rasten wir von allen Sorgen und Mühen des Berufslebens; die gewaltige Bewegung der Geister, welche unsere Zeit beherrscht, tritt, freilich nur auf so kurze Dauer, in den leuchtenden Bannkreis der Liebe und für ein oder zwei Tage scheint selbst der rastlose Zeiger an der Uhr der Weltgeschichte seinen Gang zu verlangsamen. In dem Jahrtausend deutschen Kulturlebens, welches über die Gaue unseres Vaterlandes dahingerauscht ist, hat sich vor allem eines unverändert erhalten: die Feier der drei großen christlichen Feste. Ueber alle Formen und über allem Reichtum der Kulturentwickelung ist ihre Weihe unverändert geblieben, keine Pracht eines hochentwickelten Kunstfleißes vermag jene ideale Regung zu ersetzen, welche die innersten Saiten des deutschen Volksgemüts erklingen läßt, wenn es zu Weihnachten das noch so kleine Heim mit der grünen Tanne, zum Pfingstfest mit den lichten Zweigen der jungen Birke schmückt, zu Ostern nach den ersten Veilchen späht, welche der März gebracht hat. Aus der Geschichte unserer alten Dome, zu Quedlinburg, Merseburg, Magdeburg, Aachen, Köln und Straßburg wissen wir, daß die alten Kaiser zur sagt:„Also bleiben uns Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, doch die Liebe ist das Größeste unter ihnen,“ so ist auch das Weihnachtsfest das größeste geworden, welches seinen erfreuenden versöhnenden Glanz weithin erstrahlen läßt. Wissen wir doch, daß auch in zahlreichen Familien unserer Mitbürger jüdischen Glaubens der Weihnachtsbaum längst eine fromme Sitte geworden ist Als wir vor Jahresfrist das Fest begingen, lag bange Sorge auf dem deutschen Land. Kriegsdrohung und Kriegsgefahr nahte unsern Grenzen, die Parteiung im Innern versagte den so dringenden Schutz. Auch in diesem Jahre ist die Weltlage eine ernste, aber der deutsche Bürger und Bauer weiß sich geborgen hinter der starken Hut der für diesen Zweck im weitesten Umfaug bereiten Volkskraft. Wenn unser Volk dennoch auch in diesem Jahre des Weihnachtsfestes nicht recht froh zu werden vermag, so schwebt der Grund davon auf aller Lippen, nagt an aller Herzen, denn in Trauer und Hoffnung wendet aus Palast und Hütte der Blick sich in die Ferne, zu dem von Cypressen umschatteten Landhause in San Remo, wo am Gestade des Mittelmeeres die Wogen rauschen und inmitten des engen Kreises der Seinen, fern von Heimat und Vaterland, unser erkrankter Kronprinz weilt. Die Liebe des gesamten Volkes, die sich ihm so tausendfältig in rührendster Weise zu erkeannen gegeben, hat auch die Gelegenheit des Christfestes nicht unbenutzt vorübergehen lassen. Aus Schlesiens Bergen her ist die schönste Tanne als Heimats=Liebesgruß nach San Remo gesendet worden, um unter dem italienischen Hiumel dem erlauchten Herrn ein hellerstrahlendes immergrünes Zeugnis deutscher Liebe und deutscher Treue zu sein. Und wendet der Blick unserer Volkes vom fernen San Remo sich wieder zu50 Ztr. faßw. 0 Kilo 91. Kilo 0 Kilo Dezbr.(StädZum heutigen iren aufgetrieBroßvieh, 363 63 Hammel.— stgewicht wurde 57,— K, für für Kühe 1. II. Qualität veine I. Qual. al. 38—41 M hlachtgewicht 1. II. Qualität 45 desgleichen 45 Der Markt beld=Kurse. en und Söhne. zbr. 1887. Weihnacht. Seht das Licht des heil'gen Festes, Singt zur frohen Weihenacht, Die uns Gottes Liebstes, Bestes, Die uns seinen Sohn gebracht! Er, auf den die Welt geharrt, Nun ein armes Kindlein ward, Um den stolzen Sinn zu beugen, Um uns Sündern Huld zu zeigen. Singt, dies ist die Nacht der Guade, Christen, freuet euch des Herrn! Ueber unserm dunklen Pfade Glänzt der helle Weihnachtsstern. Allem Volk weist er die Bahn, Wo man Jesum finden kann. Laß sein Licht dein Herz berühren, Himmelan will er dich führen! Briefe. 198205 203,60 80.45 80.50 Geld. 168,15 167,40 203,10 201,85 80.05 79.55 80,10 79.50 79,85 79,35 78.90 * Weibnachtsüberraschungen. Eine Erzählung aus dem Leben von A. Vollmar. (Schluß.) Der Vater stand nachsinnend, Großmutter etwas verlegen, Onkel Nikolaus ging von einem Gegenstande zum andern und sagte mit merkwürdig bedächtiger Stimme: „So hätten wir nun hier zwei gleichalterige Teppiche, Zwillingskronen, einen Schreibtisch, der nicht da sein sollte und ein sein Nichterscheinen feierlich angesagt hobendes Bild. Zu allen den Gegenständen nur einen Schlüssel, der da am Schreibtisch. Doch für denkende Menschen genug. An diesem Schlüssel sitzt ein Zettel und den“— hier wandte sich der Sprecher plötzlich um und erhob seine Stimme zum Brausen eines Orkans—„und den, Marie, den hast Du geschrieben.“ „Gnade, ich will alles gestehen,“ jauchzte diese. „Sie hat diese Gegenstände fälschlich gekauft und eingeschmuggelt,“ fuhr Onkel Nikolaus unbeirrt fort, „und jener schreckliche Nachtfalter, Rudolf, ist ihr Helfershelfer." „Her zu mir,“ rief Marie und umschlang ihren und Liebe! Möchte so groß wie die Liebe, so berechtigt auch die Hoffnung sein, welche in diesem Jahre jeden deutschen Weihnachtsbaum umschwebt. Weihnachtszeit dort Hof hielten, um mit allem Glanze das Christfest zu begehen, und so leuchtet denn auch heute noch im ganzen Deutschland vom Palast unseres ehrwürdigen Kaisers bis zur fernsten Hütte an der samländischen Küste der lichterglänzende Weihnachtsbaum. Wir begehen i Otern das Hest der Hofnung, zu Pfiungsten nem siegreichen Zuge vermag nichts zu widerPest dee Glaubens, in Weithrachreg rg fsiehen. Angesichts der Feiertage sind die Alarmbeit der Liebe, aber wie das Wort der Scheyt nachrichten, welche noch in den letzten Wochen Deutsches Das Weihnachtsfest ist gekommen, und seiWas dann weiter geschehen kann, darüber wollen wir uns heute die Köpfe nicht zerbrechen und die Lösung getrost dem neuen Jahre überlassen. — Die„Krz. Ztg.“ erfährt, Deutschland und Oesterreich seien überein gekommen, bei dem Zaren noch einmal geeignete Vorstellungen zu erheben, ihm zu sagen, daß sie den Frieden wollten, und Rußland in Bulgarien nicht in den Weg zu Der Deutsche Botschafter Gechrichten, welche u.27....44uen meh treten gedächten. eine so große Beunruhigung geschaffen, mehl neral von Schweinitz überbringt ein bezügliches und mehr in den Hintergrund getreten, und weih Handschreiben Kaiser Wilhelms und ist mit den nachtliche Ruhe breitet sich aus. Die große entsprechenden Instruktionen versehen. Von Wien Mäßigung der Friedensmächte hat wiederum aus wollte Erzherzog Albrecht nach Petersburg den Sieg über Kriegsgelüste und Kriegshetzereien reisen, man sah aber davon ab, weil der Zar davongetragen. Trotz der starken Vermehrung ganz in den Händen der Panslawisten sei, die der russischen Truppen an der österreichischen iym auch die im„Russischen Invaliden“ hervorGrenze ist in Wien doch endgiltig beschlossen getretene Ansicht beigebracht hätten, Rußland worden, so lange keine weiteren Truppen nach habe im Verein mit seinem„natürlichen“ BunGalizien zu schicken, als Rußland sich nunmehr desgenossen Frankreich nichts zu fürchten. Die ruhig verhält. Lediglich der Bau von Baracken,„Krz. Ztg.“ glaubt deshalb, es sei fraglich, ob in welchen eventuell Truppen untergebracht werden das deutsch=österreichische Entgegenkommen in können, soll betrieben werden; außerdem werden Petersburg Eindruck machen werde. Man noch einige kleinere Vorbereitungen bezüglich der könnte es dem Zaren leicht als Schwäche und Monturen und Ausrüstungsstücke zur Ausfüh- Furcht darstellen. rung kommen. Noch größere Rahe haben Deutsch.. B.iuarge für die Festage nehmen die land und Oesterreich=Ungarn den falschen An= Eine Hauptsorh.#„Gest. gaben des Petersburger Militärorgans über die neusten Berichte aus San Rremo von uns. Als Deutsche und österreichische Truppenaufstellung an in voriger Woche das Entstehen einer neuen g 1 Wucherung gemeldet wurde, vergrößerte sich die herrschende Unruhe, doch gottlob, bleibt für die nächste Zeit jede Gefahr ausgeschlossen. Die alte Wucherung nimmt ab, die neue nicht zu, es ist also keine augenblickliche Verschlimmerung zu befürchten. Während einiger kalter Tage in di ser Woche hat der Kronprinz sein Zimmer der russischen Grenze entgegengesetzt. Jener Artikel wimmelt von Uebertreibungen, mittels welcher der Zar in größter Weise hinters Licht geführt wurde. Was hätte aber das Streiten in diesem Falle geholfen? Es wäre nur eine ganz unnötige Erbitterung eingeireten, welche die Dinge wer weiß wohin hätte führen können. May](isen machte aber wieder lünger= Gr schwieg also ein ach, und überließ der russischen sicht vertossen, machte aber wieder längere ProPresse das Spektakeln. Es weiß ja doch ein menaden, sobald ein Umschwung im Wetter einjeder, daß Rußlands Truppenaufstellung an der#ttat. Für die Weihnachtsfeiertage sind der Grenze der deutschen und österreichischen an Zahl Erbprinz und die Erhprinzesin, ven Meiningen überlegen ist. Jetzt ist nun auch in Petersburg in San Remo eingetrossen, so vuß bis auf den größere Ruhe eingetreten; zum guten Teil liegt Prinzen und die Prinzessin Withelm die ganze das an dem ständig wachsenden Geldmangel, Huurtie des Kronprinzen um den Weihnachtsbaum denn keine europäische Nation hat mehr Lust, in der Villa Zirio am Ufer des Mittelmeeres sein gutes Geld in den grundlosen russischen versammelt sein wird. Weihnachtsgeschenke sind Brunnen zu werfen, zum Teil hat die neue dem Kronprinzen in Unmassen zugegangen. Es Deutsche Wehrvorlage, die unsere Armee um eine ist deshalb bereits gebeten, man möge vorher halbe Million gedienter Soldaten verstärkt, einen das Hofmaxschallgmt in Berlin bestagen, wohln rück zur Heimat, so ruht er in inniger Rührung sehr heilsamen Eindruck auf die säbelrasselnden die Geschenre zu senden seien. Es ist ja wohl auf dem schlichten Palast unseres ein und neune Generale gemacht, zum Teil endlich ist starke die Frage, ob in der räumlich beschränkten Villa zigjährigen Kaisers, voll tiefsten Dankes gegen Aussicht auf eine diplomatische Aktion vorhanden, Zirio Platz zu einem ganzen Warenlager ist. welche dem russischen Heißhunger nach Bulgarien] Aus San Remo wird zur Krankheit des wenigstens etwas Rechnung trägt. Oesterreich Kronprinzen beischtet, daß an eine Operation will in seiner Friedensliebe bis an die äußerstel nicht mehr gedacht wird. Nicht nur der eigene Grenze gehen und den Koburger in Sofia völlig Wille des Kronprinzen spricht dagegen, sondern fallen lassen. Von allen Seiten kommt die Be= auch der Stand der Krautheit. Es ist blühenstätigung, daß dem Fürsten Ferdinand demnächst der Unsinn, wenn die Behauptung wieder aufernstlich zu Leibe gegangen werden wird, und ltaucht, man wolle den Kronprinzen jetzt noch zur diesmal wird er doch wohl dran glauben müssen. Operation drängen.— Interessant ist folgende Gott, der inmitten einer so ernsten, prüfungsreichen Zeit die Geschicke Deutschlands so treuen Händen anvertraut und ihm diese treuen Hände, den weisen und gütigen Herrscher erhalten hat, um welchen viele Völker mit Recht uns beneiden, in dessen Verehrung sie alle ausnahmslos mit uns einig sind. Ein Weihnachtsfest in Glaube, Hoffnung Mann. Und nun wurde in fröhlicher Rede und Gegenrede, unter Lachen und Scherzen die ganze Sache erklärt. O, wie verwundert alle waren, als sie hörten, wie unser Paar viermal das Reisegeld erhalten. Einer sah immer den anderen kopfschüttelnd und strafend an mit Blicken, welche sagten;„nein, so etwas Dummes hätte ich Dir doch nicht zugetraut.“ „Was sollten wir nun mit dem Gelde machen?" erzählte Rudolf,„es zu behalten verbot unsere Ehre, es zurückzuschicken unser Zartgefühl. Da kam Marie auf den Gedanken, alle Eure Lieblingswünsche zu erfüllen, einzukaufen was für jeden bestimmt war,— aber freilich, daß Du, lieber Vater, und Du, lieber Onkel, entgegen Eurer schriftlichen Aussage und trotz des verausgabten Reisegeldes die Sachen noch einmal kaufen würdet—“ „Ich kaufte sie nur einmal,“ spach der Vater. „Man hat schwache Stunden,“ entschuldigte der Onkel. Den sechs Menschen, die hier in so herzlicher Liebe vereint, waren trotz Lachen und Scherzen die Augen feucht geworden. Die Großmutter saß still da, sah bald die Kinder, bald die Teppiche an, und sagte nur:„Lauter Liebe! lauter Liebe!“ Die Mutter hätte am liebsten ihre beiden Kronen ans Herz gedrückt, da dies nicht statthaft war, ließ sie ihre Kinder die Stelle vertreten. Der Vater aber sagte leise zu dem jungen Paar:„Und auf wessen Kosten seid Ihr nun eigentlich gekommen?" „Auf eigene,“ entgegnete Marie stolz. „Sie ist dritter Klasse gefahren,“ fügte Rudolf hinzu. „Und Du wohl erster?“ rief sie zurück.„O liebe Eltern, es ist ja so herrlich, wieder bei Euch zu sein!“ „Was mache ich nun mit meiner zweiten Krone?" fragte die Mutter lauernd,„ich kann nur eine gebrauchen.“ „Und ich mit meinem zweiten Teppich?“ rief die Großmutter. Der Vater sprach vom Umtauschen, er hatte es so abgemacht mit dem Lieferanten. Da ertönte eine leise Stimme: „Bescheiden Kind bittet nichts, bescheiden Kind junge Frau danach, ein leeres Kästchen kam aus kriegt auch nichts.“ Marie war es, die mit verstellter dem Seidenpapier.„Was, was ist das?“ Ehrbarkeit also sprach.]„Onkel scheint von der Unterschlagung schuell zum Wie Schuppen viel es von aller Augen.„Na=] Diebstahl gesunken zu sein,“ höhnte der Vater. türlich. In einer jungen Wirtschaft fehlt immer noch]„Verleumdung fehlte noch in dem Kreise der Tuetwas. Da zu helfen ist Menscheüpflicht.“ Unbestriten: genden die wir heute entfalten,“ bemerkte Nikolaus Krone und Teppich war Mariens Eigentum. Pruhig. „Marie, ich schäme mich Deiner,“ murmelte] Endlich war denn auch das erledigt. Der Vater Rudolf. holte das Medaillon, welches er zurückbehalten, weil „Ich mich Deiner gar nicht,“ entgegnete sic trocken.ler ja der Einzige war, welcher wußte, daß Marie „Hast auch keinen Grund." l heute abend hier sein würde,— eine Erklärung, die „Ueberhaupt,“ hob der Vater an,„seid Ihr lieben riugs, mit(„diabolischem“ sagt Onkel Nikolaus) GeKinder eigentlich heute zu kurz gekommen Eure Geschenke sind nach G. geschickt.— Allgemeiner Aufstand. Onkel Nikolaus raste förmlich zur Stube hinaus Großmutter kam mit klüglich verborgenen Geschenken an,„denn ich ewartete Euch ja hier,“ sagte sie. Die Mutter brachte ihre Schätze,„ich wußte ja, daß Ihr kamt. Leider sind die anderen Sachen abgeschickt, denn ich mußte doch etwas in die Kiste thun, um keinen Verdacht zu erregen.“ lachter begrüßt wurde. „Jetzt ist mir alles klar, Logierstube und alles,“ meinte Großmutter. „Ja, schrecklich beginnt's zu tagen, hat's getagt,“ zitierte Onkel. Ist denn nun je an einem Weihnachtsabend so viel Liebe und Freude in einem Hause gewesen? Noch dazu in einem Hanse, wo die rechten Freudebringer, die Kinder, fehlten? Trotz Scherz und Lachen, trotz Betrug und Zank ging Da trat Onkel Nikolaus ein, in der Hand die doch ein tief bewegter Zug durch alle: der einer reinen, Kiste, welche eigentlich in G. sein sollte.„Hier ist selbstlosen Liebe, welche nur andere erfreuen und ihnen das corpus delicti,“ triumphierte er,„ich habe es dienen will. Das fühlten, das wußten alle, wenn unterschlagen, aufgehoben, denn ich allein wußte s9, auch nicht davon gesprochen wurde; nur die Mutter wo Ihr am Weihnachtsabend zu finden sein würdet.“ sagte leise:„Und Liebe ist doch dis Beste, mehr wert „Eine schöne Familie,“ spottete jetzt die Mutter, als Teppich und Schreibtisch und Disputa und Krone, „besteht ans ehrenhaften Militär= und Rechtsleuten, ja eine wahre Krone des armen Lebens.“—dabei betrügt einer immer den anderen, Handschriften! Marie setzte sich an das Instrument, sie mußte werden nachgeahmt, Karten entwendet und zu den singen, austönen was ihr Herz bewegte: verbrecherischen Zwecken gebraucht, ja bis zur Unter= O Tannenbauum##o Tannenbaum! schlagung kaiserlich königlicher Reichspostsachen geht es.] Du kannst nür sehr gefallen! Wer hätte je gedacht, daß in unserm Haus solch ein erklang es, ging dann aber in höhere Tonart über Sumpf der Ungerechtigkeit moderte." und alle sangen: „Sümpfe modern nicht,“ wandte ihr Gatte ein, Nun Herr, Du gibst uns reichlich, dem ein banges Gefühl sagte, daß jetzt seine! Ob wir gleich arm und schwach. größte Unthat ans Licht gezogen würde.— Die Kiste! Du liebest unvergleichlich! wurde geöffnet, die Geschenke ausgepackt, die Mutter! Drum woll'n wir alle Tag nahm ein kleines Kästchen, gab es Marie und sagte: Dir Dankeslieder bringen „Dein Vater hat Dir das Medaillon— Du weißt] Und Hosianna singen. doch, mit unsern Bildern geschenkt,“ hastig griff die Mitteilung, der sich auch Professor Virchow in Papst=Jubiläum unvertreten Berlin angeschlossen hat. Der bisherige Gang zählen Frankreich und Vortu### Raum, völlig des Leidens läßt der Annahme geheilt werde der Hals vielleicht niemals, aber bei regulär fortgesetzter Behandlung, wie der gegenwärtigen, werde die eigentliche Gefahr sich auf ein Minimum verringern, und der Kronprinz in der Lage sein, allen an ihn herantretenden Pflichten zu genügen, die ihm nicht geradezu körperliche Anstrengungen auferlegen. Wird er gehalten, sich als Patienten sein Lebtag anzusehen, so wird ihn sein Zustand befähigen, nach hoffentlich noch langer Zeit des kaiserlichen Vaters Mühen und Würden auf sich zu nehmen. Selbst die wissenschaftlich pessimistische Diagnose hat nicht daran denken können und mögen, dem hohen Patienten ein Leben auf Jahre hinaus abzusprechen und soviel Grund vorliegt, das Gutachten dieser Autoritäten zu respektieren, genau so viel Grund ist vorhanden, der gegenteiligen Ansicht zu vertrauen, die ein recht leidliches Aufkommen des Kranken erhofft. Bedauerlich ist es, daß über die pessimistische und optimistischere Anschauung von der Krankheit des Kronprinzen ein heftiger Zeitungskrieg, noch dazu in Berlin, entstanden ist, der sogar zu Auslassungen geführt hat, als wünsche man hier und da eine Verzichtleistung des Kronprinzen auf das Thronfolgerecht. Wir danken für ein Eingehen auf solche Skandalauslassungen. Es gibt in Deutschland niemand, der so etwas denkt, dem eine solche Schuftigkeit zuzutrauen wäre. Gerade von Berlin aus sind in voriger Woche die ersten Allarmnachrichten wieder in die Welt gegangen. Daran sollte man denken, und nicht einen ekelhaften Streit beginnen, der besonders jetzt zu Weihnachten unerhört ist. Das Geheimnis der diplomatischen Aktenfälschungen ist immer noch nicht gelichtet. Ein halbamtliches Kopenhagener Blatt behauptete bekanntlich zu der Erklärung ermächtigt zu sein, daß keinerlei Mitteilungen von gefälschten Urkunden, welche an den russischen Kaiser während dessen Aufenthaltes in Schloß Fredensborg geschehen sein sollen, durch irgend ein Mitglied des dänischen Königshauses oder durch irgend welche am dänischen Hofe angestellte Persönlichkeit erfolgt sei. Die„Köln. Ztg.“, welche die ganze Sache ans Tageslicht gebracht hat, schreibt dazu:„Die Erklärung ist zwar etwas sehr viel umfassend, aber sie drängt immer mehr zur Beantwortung der Frage, wer denn in der That an letzter Stelle dem Zaren die gefälschten Depeschen zugesteckt und so es ermöglicht hat, denselben in einer wichtigen politischen Frage hinters Licht zu führen. Der einzige, der diese Zweifel mit Zuversicht lösen könnte, ist natürlich der Kaiser Alexander selbst. Da derselbe in der zuverlässigsten Weise von dem Ränkespiel Kenntnis erhalten hat, das man mit ihm gewagt hat, und da trotzdem er keinen Schritt thut, die Personen, die ihn betrogen haben, zu bestrafen, so bleibt nur die Annahme übrig, daß diese Personen so hoch gestellt sind, daß sein Zorn sie nicht treffen kann, daß sie vielmehr ein Recht besitzen, volle Schonung von ihm zu verlangen. Der deutsche Reichstag macht in diesem Jahre gerade einen Monat Weihnachtsferien, so lange, wie noch nie bisher. Man meint, es sich gönnen zu können, da an die Einbringung des Altersversorgungsgesetzes im Reichstage jo noch nicht so schnell zu denken ist. Die neue Wehrvorlage, der im Prinzip alle Parteien des Reichstages mit Ausnahme der Sozialdemokraten zugestimmt haben, wird noch im Januar fertig gestellt werden. Ziemlich ernste Kämpfe dürfte es um die auf fünf Jahre bemessene Verlängerung des Sozialistengesetzes und besonders um die neue Bestimmung, nach welcher Sozialdemokraten aus dem ganzen Deutschen Reiche ausgewiesen werden können, geben. In der nationalliberalen Partei erheben sich zahlreiche Stimmen dagegen, und noch mehr in der Zentrumspartei. Schließlich dürfte freilich in der einen oder in der anderen Weise die Annahme des Gesetzes nach der Regierungsvorlage erfolgen. Die Arbeiten, welche die südwestafrikanische Kolonialgesellschaft für die Verwaltung des Goldgebietes trifft, schreiten rüstig vorwärts. Im Aus wärtigen Amt ist man mit der Feststellung des Goldgesetzes beschäftigt. Englische Vorlagen werden zum Muster dienen. Der Reichsanzeiger publiziert bereits das neue Zollgesetz. Oesterreich=Ungarn. Die Köln. Ztg. meldet, vier galizische Infanterie=Regimenter, die in Wien stehen, sowie mehrere Genie=Kompanieen würden nach Galizien verlegt. Zur Komplettierung der Truppen sollen viele Friedensurlauber eingezogen werden. Krankreich. Ziemliche Stille herrscht in Paris, seitdem sich die Kammern nach der provisorischen Budgetbewilligung für das 1. Quartal 1888 vertagt haben. Selbst an der eifrigen Diskussion über die russisch= österreichische Truppenfrage hat die Pariser Presse nur geringen Anteil genommen. Die Revanchepresse ist ergrimmt, weil Präsident Carnot den Botschafter Herbette angewiefen, der deutschen Reichsregierung zu erklären, er werde sich bemühen, für die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zum Deutschen Reiche Sorge zu tragen. Wenn not nur etwas gegen Deutschland geschrieben hätte, wie würde man da gejubelt haben! Italien. Zu den Staaten, welche bei dem bevorstehenden „üheer Grunkrelh und Peringal; Italiens Fernbleiben ist selbstverständlich. Daß Portugal niemand schickt, hat seinen Grund darin, daß die Königin Pia eine Schwester König Humberts ist. Endlich wird noch Rußland sich ablehnend verhalten. Ueber die Lage der Dinge in Massauah wird aus Rom geschrieben: Winn es richtig ist, daß die Abessynier einige ihrer Positionen um Massauah verlassen haben, so können die Italiener sehr zufrieden sein. Sie können jetzt vorrücken, einen größeren Landstrich besetzen und sich den Anschein geben, daß sie für den Tag von Dogali Genugthuung erlangt haben. Dies wird ihnen um so angenehmer sein, als sie doch nicht in der Lage wären, aus eigener Kraft irgend welche dauernde Vorteile zu erringen, wenn die Abessynier ernsthaften Widerstand leisten. Bulgarien. Bulgarien rüstet und verstärkt seine Verteidigungsmittel. Die Regierung befürchtet eine plötzliche Ueberraschung und will vorbereitet sein. Sie hält jetzt fest zum Fürsten Ferdinand aus Furcht vor Rußland und das Gleiche thut die Mehrzahl aller Bulgaren aus demselben Grunde; aber von einer wirklichen Popularität des Fürsten im Lande kann man nicht reden. Da sich die Aufmerksamkeit der Großmächte jetzt in verschärftem Maße seiner Person zuwendet, so ist es sehr die Frage, ob er noch das kommende Frühjahr in Sofia sieht. Aus Sofia wird weiter gemeldet: Fürst Ferdinand berief sämtliche Brigadiere und Generalstabsoffiziere zu einer Beratung über die Mittel zur Verteidigung des Landes. In dieser Versammlung wurde festgestellt, daß die Bekleidung der Truppen viel zu wünschen übrig lasse, und der Kriegsuunister ermächtigt, die Lieferung von 30000 Monturen und ebenso vielen Mänteln, Stiefeln und Tornistern auszuschreiben. Türkel. Nach Meldungen Londoner Blätter aus Konstantinopel hat die Pforte infolge der gespannten Beziehungen zwischen Rußland und Oesterreich die schon im Gange gewesene Entlassung der Reserven eingestellt, und die Verstärkung der Truppen in Macedonien und an der rumelischen Grenze befohlen. Rußland. In Petersburg und Moskau schrie man von Krieg und dabei droht im Innern Rußlands mehr als je eine Revolution. Die Kunde von einem neuen Nihilisten=Attentat auf den Zaren ist zwar falsch, aber die Studentenunruhen an den südrussischen Universitäten, infolge deren fast alle diese Anstalten geschlossen worden sind, sind wohl geeignet, Nachdenken zu erwecken. Die russische Zevsur schweigt alles tot, das unrichtigste Mittel, welches es nur gibt, die Sache aus der Welt zu bringen. Die Gährung wird im Gegenteil immer weiter um sich greisen. Solange der Frieden dauert, hat der Zar wenig für seine elbstherrschaft zu fürchten; die Armee ist zu stark. Aber ein unglücklicher Krieg soll nur einmal über Rußland hereinbrechen, dann können wir etwas erleben. der erforderlichen Größe, damit der Dünger nicht zu hoch aufgeschichtet wird; 2. Dichtigkeit des Bodens, um das Einsickern der Jauche zu verhindern; 3. der Dünger muß leicht und bequem aus den Ställen in die Düngergrube gebracht werden können; 4. die Düngerstätte muß so angelegt sein, daß von außen möglichst kein Wasser zufließen kann; 5. die Ausfahrt muß bequem sein, damit die Tiere nicht abgequält werden; die in der Düngerstätte anzubringende Janchegrube muß so gelegt werden, daß die Besprengung des Düngers mittels der Janchepumpe bequem erfolgen kann. Als Punkt, der ja nach den örtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen auch anzustreben ist, kommt dann noch 7. wenn thunlichst, ist die Düngergrube zu überdachen, damit Regen und Sonnenhitze möglichst abgehalten und das Jungvieh auch bei schlechtem Wetter in die Düngerstätte eingetrieben werden kann, um dem Dünger die notige Festigkeit zu geben. Zum Zwecke des Eintreibens des Jungviehs ist noch besondere Rücksicht auf eine praktische Umzäunung der Düngerstätte zu richten.— Behufs Prüfung der Vereinsrechnungen aus der Zeit vom 1. Januar 1886 bis 31. März 1887— mit Einführung des neuen Vereinsstatuts ist der Beginn des Vereinsjahres vom 1. Jan. auf den 1. April verlegt worden— wurden die Herren Gockel=Dellwig und Alberti=Grevel gewählt. Ein reisender Engländer ist wieder einmal durch die Notbremse hereingefallen! Der Mann hieß Mr. Smith, durchquerte zu seinem Vergnügen den Kontinent und saß zur Zeit auf den weichen Polstern eines Koupees erster Klasse des Köln=Berliner Kourierzuges. Sein Behagen wäre ein vollkommenes gewesen, hätte nicht die Heizanlage eine schweißtreibende Mohrentemperatur in dem Koupee verbreitet. Da mußte Abhilfe geschaffen werden. Aha! Das Ding da an der Wand kann nur die Klappe eines Luftrohrs sein! Ein kräftiger Zug— dann ein sekundenlanges ohrzerreißendes Kreischen und Knarren auf den Schienen— und die lange Wagenreihe steht still, mitten in der Ebene, die sich vor der benachbarten Station Camen ausbreitet. Unser Englishmann hatte die Notbremse gezogen. Allgemeine Aufregung unter den Reisenden! Wie und wo ist das Unglück. Nur Mr. Smith bleibt ruhig. Da aber der Zugführer das seltsame Mißverständnis nicht gelten lassen will, denn über die Bremse ist ihre Bestimmung in großen Buchstaben zu lesen, und der Engländer versteht ganz leidlich Deutsch, da zieht letzterer kaltblütig die Börse:„Was muß ich zahlen?" Der Beamte fordert die Hinterlegung von 100 M Mr. Smith präsentiert eine funkelnagelneue Reichsbanknote, ein Pfiff der Lokomotive und der Zug geht über das Intermezzo zur Tagesordnung über; noch ein paar Stunden und die Reichshauptstadt ist erreicht. Das hübsche Geschichtchen ist am letzten Donnerstag passiert. In hamm wurde von einem äußerst frechen Spitzbuben das Schaufenster eines Uhrmachers zerschlagen und aus demselben mehrere Goldsachen, Uhren und Ketten gestohlen. Von dem Diebe hat man keine Spur. Das Komitee für den Dortmund=Ems=Kanal hielt unter dem Vorsitze des Oberbür zermeisters Herrn Schmieding aus Dortmund in Münster eine Versammlung ab, welcher auch Herr Oberpräsident von Hagemeister beiwohnte. Es ergab sich, daß für die Grunderwerbskosten jetzt fast 5 Mill. Mark aufgebracht sind. Es soll nun das Ministerium die Bitte gerichtet werden, Westfalen und Rbeinland. * Schwerte, 23. Dez. Für die Weihnachtsreisenden haben wir einen für die hiesige Gegend passenden Fahrplan dem heutigen Blatte einverleibt. Extrazüge fahren, wie bereits mitgeteilt, durchschnittlich 15 bis 20 Minuten vor den erfahrungsmäßig am stärksten besetzten Zügen. Am 23. und 24. Dezember vor den fahrplanmäßigen Personenzügen 7 Uhr 56 Min. vorm. und 3 Uhr 25 Min. nachm. von Hagen nach Kassel, 8 Uhr 48 Min. vorm. und 2 Uhr 20 Min. nachm. von Kassel nach Hagen, ferner: am 28. Dezember vor den Personenzügen 8 Uhr 48 Min. vorm. von Kassel nach Hagen und 3 Uhr 25 Min. nachm. von Hagen nach Kassel. Die Sonderzüge halten auf allen Stationen, auf welchen die kurz nachher folgenden Personenzuge anhalten. Es sei darauf hingewiesen, daß die am Samstag den 24. d. M. gelösten zweitägigen Retourvillets auf den preußischen Staatsbahnen noch am Dienstag den 27. d. M. zur Rückfahrt benutzt werden können, ohne daß es einer Prolongation bedarf. a- Schwerte, 23. Dez. Tannenduft und heller Kerzenschein durchflutete am Mittwoch abend den Duisberg'schen Saal, in welchem die Christbescherung der Kleinkinderschule stattfand, die sich der besonderen Gunst unserer Einwohner erfreut. Um den prächtig ausgeschmückten Baum geschart, folgten nun Gesänge und Deklamationen der munteren Schar, welche zeigten, wie gut es Tante Jettchen versteht, das kleine Völkchen zu unterrichten. Die Ansprache hielt Herr Pastor Graeve. Nach Beendigung der Feier fand die Bescherung statt. Gestern abend fand in demselben Siale die Weihnachtsbescherung der Strickschülerinnen durch den ev. Frauenverein statt. Für Verteilung nützlicher Sachen, wie Kleidungsstücke 2c. war seitens des Vereins so viel als möglich gesorgt worden. Den Schluß der Weihnachtsfestlichkeiten bildet am 2. Weihnachtstage die Feier des evangl. Jünglin„svereins, sowie am 1. Weihnachtstage diejenige des Kriegervereins. * Schwerte, 22. Dez. Der landwirtschaftliche Kreisverein hielt gestern nachmittag im Kühnschen Saale zu Dortmund eine Generalversammlung ab, die in anbetracht des schlechten Wetters und der Weihnachtswoche nicht so gut besucht war, wie es sonst im allgemeinen der Fall ist. Zunächst hielt Herr Landwirtschaftslehrer Klöpfer von der landwirtsch. Winterschule in Dortmund einen Vortrag über Düngerstätten. Einleitend erörterte Redner die verschiedenen Arten des natürlichen Düngers und hob als besten Dünger den aus Winterstroh erzeugten hervor. Zum eigentlichen Thema übergehend, erörterte Redner die verschiedenen Punkte, welche für eine gute und zweckmäßige Düngerstätte besonders zu beachten sind. In Zahlen ausgedrückt, erzeugt jährlich ein Pferd 10, ein Stück Rindvich 13, ein Schaf 2,5 und ein Schwein 3,5 Kubikmeter Dünger. Demnach müßte bei einer jährlich dreimaligen Ausfuhr 8 Quadratmeter Fläche der Düngergrube gerechnet werden. An den Vortrag knüpfte sich eine Besprechung, an deren Schlusse auf Vorschlag des Herrn Winterschuldirektor Geibel folgende allgemeinen Gesichtspunkte als für eine gute Düngerstätte maßgebend aufgestellt wurden: 1. das Vorhandensein an sich mit dieser Summe zu begnügen und im Landtage ein Gesetz einzubringen, welches die Beitragspflicht auf den vorhandenen Betrag fixiert. Die Oberpräsidenten von Westfalen und Hannover, Herr von Hagemeister und Herr von Leipziger, sind nach der Erklärung des ersteren übereingekommen, die Bitte selbst in den verschiedenen Ministerien einzubringen und zu unterstützen. Im nächsten Jahre wird im Zoologischen Garten zu Münster ein naturhistorisches Museum für die Provinz Westfalen erbaut werden. Zur Beschaffung der Baupläne erläßt der Vorstand des Westfälischen Vereins für Wissenschaft und Kunst ein Preisausschreiben für alle Baukünstler, in welchem für die beiden besten Entwürfe Preise von 700 bezw. 300 M. ausgesetzt werden. Die Pläne sind bis zum 15. März 1888 bei dem genannten Vorstande einzuliefern. Die Baukosten sollen 60,000 M nicht übersteigen. Als Preisrichter sind die Herren Landesbaurat Lengeling und der Professor der Zoologie Dr. Landois in Münster, sowie der königliche Bauinspektor Klutmann zu Berlin berufen worden. Die projektierte katholische Arbeiter=Kolonie für Westfalen soll in der Gegend von Borken errichtet werden. Das große Lagerhaus des Wäsche= und Leinengeschäfts von Eggermann in Bielefeld ist mit bedeutendem Vorrat vollständig niedergebrannt. Im Diakonissenhause zu Barmen fiel eine 80jähr. Frau aus dem Fenster ihres im zweiten Stock gelegenen Zimmers, wobei sie Schädelbruch erlitt und binnen kurzer Zeit eine Leiche war. Der Kaiser hat genehmigt, daß die Stadt München-Gladbach vom 1. Januar ab einen eigenen Stadtkreis bildet. Folgende komische Verwechslung hat sich kürzlich in Köln zugetragen. Eine junge Frau lag nachts schon einige Zeit im Fenster, um ihren Mann zu erwarten. Endlich hörte sie von ferne Stimmen:„Wie heißen Sie? Wo wohnen Sie denn?" Jetzt brachten zwei Nachtwächter einen sinnlos betrunkenen Mann. Die Frau lief die Treppe hinunter und rief den Nachtwächtern zu:„Lossen Se mich es sinn, ich gläuf, et es minge Mann“, und richtig, es war ihr Heinrich. Die Wächter brachten den Mann in die Wohnung und zu Bett. Die Frau machte sich ihr Nachtlager auf dem im Nebenzimmer stehenden Sofa zurecht. Kaum war sie eingeschlummert, als sie Tritte auf der Treppe hörte. Sie horchte auf und herein trat ihr nüchterner Gatte. Großes Erstaunen; die Frau glaubte, geträumt zu haben. Der Betrunkene wurde bei Licht näher besehen, und nun stellte sich heraus, daß er eine allerdings ihrem Manne ähnliche, aber ganz fremde Persönlichkeit war. Es wurde ein anderer Nachtwächter requiriert, welcher den Fremden fortschaffte. In Trier stellte ein Lehrer einen Jungen, welcher schon mehrere Tage die Schule versäumt hatte, zur Rede und gebrauchte dabei den Stock. Hierbei geriet er ins Fallen, welches der Junge dazu benutzte, sich auf ihn zu knieen und ihm den Hals zuzuhalten. Nicht eher ließ er ihn los, bis der Lehrer versprochen, ihm nichts mehr zu thun. Als der Lehrer trotzdem gegen das hoffnungsvolle Pflänzchen das Züchtigungsrecht anwenden wollte, lief derselbe zur Thür hinaus. In Crier erschoß ein 18jähriger Tischlergeselle seinen Vater. Der Mörder ist verhaftet. Die Weihnachtsferien der Großen und Kleinen. Deatus ille, qui procul negotiis, „Glücklich der, der fern von Geschäften.“ Horaz, Epod. II. Wer freut sich nicht auf die lieben Weihnachtsferien! Alt und Jung, Groß und Klein, Reich und Arm blickt sehnsüchtig der Zeit entgegen, wo aus einige Tage die goldene Freiheit winkt und freundliche Liebe alle umspannt. Könnte doch die Freizeit, die jetzt nach langer, angestrengter Arbeit in ihr Recht tritt, von allen in vollen Zügen genessen werden! Aber hinter jeder Weihnachtsfreude steht die Sorge um den geliebten Krouprinzen und dann auch manch' andere Torge in so ernster Zeit. Ruhe und Erholung aber in den christlichen Familien und Häusern soll ein jeder von uns voll und ganz genießen und eine Zeitlang Ferien halten, ehe er zu dem Ernst der Arbeit zurückkehrt. Zuerst gedenken wir da unserer fleißigen treuen Reichsboten, denen wir so recht von Herzen volle und ungetrübte Weihnachtsferien daheim gönnen, nachdem sie soeben in dankenswerter, seltener Einmütigkeit, mit Ausnahme der Umsturzpartei, durch ihre hervorragendsten Vertreter ihre Zustimmung zur Erhöhung der deutschen Wehrkraft haben aussprechen lassen. Wem noch ein Tropfen patriotischen Bluts in den Adern rollt, dem muß die Sicherheit des Vaterlandes über alles gehen, mag auch manche Familie durch die neue Gesetzesvorlage auf's Ernsteste berührt werden. und wenn jetzt diese braven Männer und politischen Freunde heimkehren zum häuslichen Herd, so wollen wir ihnen herzlich die Rechte drücken, wann und wo wir ihnen begegnen in den Weihnachtsferien. Auf Weihnachtsurlaub ziehen vergnügt mit Sack und Pack viele unserer Vaterlandsverteidiger in schmucker Uniform. Mögen sie nur sorgen, daß ihnen nicht wie voriges Jahr der Himmel in letzter Stunde nch einen Strich durch die Rechnung mache und den Weg zu Muttern nicht verschneie. Wahrlich, wenn irgend einem so ist auch dem deutschen Soldaten eine kurze Erholung zu wünschen. Wie viel höhere Anforderungen werden doch jetzt gegen früher beim Militärdienst an den Mann gestellt, an den ffizier wie an den Gemeinen, und dem„Freiwilligen“ wird erst recht nichts geschenkt. Es gehört aller Ernst des Pflichtgefühls dazu, um dann, wenn das heimatliche Christfest winkt und die verlockendsten Einladungen kommen, guten Muts und fröhlichen Sinnes in der Kaserne zurück zu bleiben, während die Kameraden hinausziehen, hinaus zu Muttern in die Weihnachtsferien. Auch Bruder Studio kehrt heim.„Federleicht ist sein Gepäcke“, wie es in jenem Studentenlied heißt, und die Sorge drückt ihn nicht. Wohl der Jugend, die noch sorgenfrei hinausblickt in die Welt, die nicht blasiert und griesgrämig dreinschaut, wo andere fröhlich sind! Es freue sich, wer da athmet in rosigem Licht, es freue sich jeder seiner Jugend in allem Rechten und Guten. Wie kommt es nur, daß heutzutage so wenige in ungezwungenen und harmlosen Freuden ergehen können? Hat der Biograph Theodor Vischers recht, wenn er bei Vergleichung dieses Mannes mit der jetzigen Generation sagt:„Altdeutschland hat sich neu verjüngt, Jungdeutschland ist als Greis zur Welt gekommen.“ Gönne man es aber auch darum unserer Jugend, wenn sie sich fröhlich oder auch einmal harmlos ausgelassen zeigt, ganz besonders in den Weihnachtsferien. Professoren an der Universität, von denen einer, wie die böse Welt sagt, die Tage der Vorlesungen als eine unangenehme Unterbrechung der Ferien bezeichnet haben soll, alle Lehrer an höheren und niederen Unterrichtsanstalten, Geschäftsleute, Gewerbtreibende, Bürau= und Fabrikarbeiter, Prinzipale, Commis, Gesellen, Lehrlinge: sie alle bedürfen einer Zeit der Ausspannung und Ruhe. Und wer da meint, er könne die Freizeit entbehren, der täuscht sich selbst und andere mit. Jeder Mensch ist sich und seinen Arbeitern von Zeit zu Zeit einige Ferientage schuldig; Ferien sind allen nötig und allen willkommen. Das eben ist's, was jener alte römische Dichter und Schlaumeier Quintns Horatius Flaccus in der zweiten seiner Evoden so anmutend in den Worten ausgesprochen hat: Beatus ille, qui procul negotiis. In moderner Uebersetzung: „Glücklich, wer Ferien hat!“ ur eine Klasse menschlicher Geschöpfe, gerade die, Ni an die man bei dem Wort Weihnachtsferien am nächsten und ersten denkt, muß unter Umständen ganz oder teilweise auf dieses Glück verzichten, das sind außer den Journalisten und Redakteuren die Schüler und Schülerinnen, die etwa mit einem Haufen Ferienarbeiten bedacht werden. Nichts, nichts gebe man in den Ferien den Kindern auf, wenigstens nicht in denen zu Weihnachten und Ostern. Die Fleißigen beschäftigen sich auch ohne Zwang! man lasse ihnen freie Bewegung und Wahl. Der unverbesserliche Faulenzer aber stellt seine Aufgaben doch erst in den letzten Tagen fertig, wenn er sie überhaupt macht, und dann steht ihm die Schule wie ein Popanz vor Augen. Arbeiten und Nichtsthun, alles hat seine Zeit. Ferien sind für die Jugend dazu da, um sich in Jubel und Frohsinn auszuthun, zum spielen und singen, hüpfen und springen, turnen und ringen. Sich zu beschäftigen mit dem, was das Herz sich wünscht und der Sinn begehrt, das ist der Weihnachtsferien wert. Wird dann auch den „Alten“ manchmal der Kopf dabei warm und die Zeit wohl lang, bis der Ferienspektakel zu ende geht: schadet nichts; um so dankbarer sind sie dann, wenn bald nach Neujahr die liebe Schuljugend wieder eingespannt, in straffe Zügel und heilsame Zucht genommen wird. Wir stimmen sonst durchaus nicht ein in die allgemeine Klage über zu viele häusliche Aufgaben, durch welche manchen der Besuch der höheren Schulen verleitet werde. Man sehe nur darauf, daß die Jugend ihre Arbeiten einteile, sie rechtzeitig anfange und die Zeit ordentlich zusammen nehme, statt sie unter den Augen der Eltern mit andern Dingen zu verschleudern. Früher hat man auf den höheren Schulen mindestens ebenso viel, vielleicht noch mehr lernen müssen, als jetzt verlangt wird. Was aber die Ferien betrifft, so muß die heutige Jugend bei der Schnelllebigkeit unserer Zeit und der damit zusammenhängenden Nervosität und Blutarmut von ihrem Erholungsrecht einen ausgiebigeren Gebrauch machen, als es früher nötig war. Das Bedürfnis nach regelmäßigen Pausen ist für Lehrende und Lernende mit der Zeit gestiegen, und mit Recht wird jetzt auf eine richtige Ausnutzung der Sommer=Ferien durch Ausflüge und viel Aufenthalt im Freien gedrungen. * Zu Wasser und zu Land setzt sich Deutschland in Verteidigungszustand. In Kiel wird emsig an zwei neuen Forts zum Schutz der Kieler Bucht gebaut. * Während in Preußen bisher nur die berittenen Gendarmen mit Revolvern ausgerüstet waren, soll nunmehr nach einer neuerdings ergangenen Ministerial=Verordnung auch die gesamte Fußgendarmerie mit dieser Waffe unter Beibehaltung der Gewehre versehen werden. Begonnen wird mit der neuen Bewaffnung in der Umgebung von Berlin. * Im neuen preußischen Militäretat ist eine interessante Abänderung gefordert. Die bestehenden Montierungs=Oepots sollen aufgehoben und dafür 14 Korps=Bekleidungsämter nebst Werkstätten mit mechanischer Triebkraft eingerichtet werden. * In Bayern ist eine Bewegung zu gunsten einer eigenen staatlichen Klassenlotterie im Gange. Ob das Geschäft wohl noch lohnen wird? * Die Meldungen der deutschen Gewerbetreibenden zur Beteiligung an der internationalen Ausstellung zu Melbourne, welche anfänglich nicht gerade zahlreich zu nennen war, hat in letzter Zeit einen erheblichen Umfang gewonnen.— Die französische Weltausstellung von 1889 wird doch nun wenigstens von einem Staat Europas beschickt werden, der Schweiz. Wenig, aber herzlich können die Pariser sich sagen. * In ganz Sachsen herrscht ein so starkes Schneetreiben, daß wiederum größere Verkehrsstockungen befürchtet werden. Im oberen Erzgebirge soll der Verkehr zwischen einzelnen Orten seit Mittwoch abend abgeschnitten sein. Im Harz liegt der Schnee so hoch, daß man überall mittels Schlitten verkehrt und stellenweise meterhohe Massen sich angehäuft haben.— In Belgien nehmen die Ueberschwemmungen eine immer größere Ausdehnung an. Die Maas ist derartig angeschwollen, daß alle Häfen überschwemmt sind und die Schifffahrt eingestellt werden muß. Nicht minder schlimm sieht es im Bassin Charleroi aus. Die Wasser der Sambre ssind derartig angeschwollen, daß auf ihrem ganzen Laufe die Schiffahrt eingestellt werden mußte. Ueberall Verluste an Vieh, Getreide, Ackergerät und Beschädigungen der Baulichkeiten. * Berlin wird Badeort! Es ist alles in großer Aufregung, denn im Admiralsgartenbad mitten auf der Friedrichstraße in der Reichshauptstadt ist in einer Tiefe von 750 Fuß eine an die Erdoberfläche aufsteigende Soolquelle mit einem Salzgehalt von 3 pZt. beim ersten Anstich erbohrt worden. Die Mutung ist für eine Fläche von 2 187000 Quadratmeter eingelegt und durch die zuständige Bergbehörde bereits abgenommen worden. * Berlin gebraucht zum Weihnachtsfeste ungefähr 60,000 Christbäume. * Dem Kaiser Wilhelm gibt die Weihnachtszeit viel zu thun und eine Hauptarbeit gibt er nicht ab. Seit Wochen laufen, wie alljährlich, unzählige Bittgesuche aller Art an ihn ein, die er täglich viele Stunden lang selbst liest und prüft. Da bittet eine arme Witwe, deren Sohn vor Paris gefallen ist, um eine Unterstützung, weil sie nicht mehr die Kraft hat, sich durch ihrer Hände Arbeit zu ernähren; in anderen Briefen flehen Kinder den Kaiser an, ihnen zum heiligen Christabend den rechtskräftig verurteilten und im Gefängnis seine Strafe verbüßenden Vater wiederzugeben. Dort liegt das Bittgesuch einer braven Tochter, die so gern im Besitz einer Nähmaschine wäre, um für die seit Jahren schwerkrank darniederliegende alte Mutter die Mittel für Arznei und kräftigende Nahrungsmittel erschwingen zu können, während daneben ein sorgenvoller Familienvater, der durch einen Unglücksfall das Bein verloren hat, des Kaisers Barmherzigkeit anruft und um ein künstliches Bein bittet. Eine gattenlose Mutter bittet den edlen Landesherrn, sich in Gnaden ihrer sieben vaterlosen Kinder erbarmen zu wollen, und dort wendet sich in einem Immediatgesuch ein ergrauter, mehr als achtzig Jahre zählender Invalide an den Kriegsherrn mit der heißen Bitte um eine allergnädigste Erhöhung der knappen Pension. Wer könnte den Inhalt aller dieser an den Kaiser gerichteten Briefe angeben, die in der zuversiichtlichen Hoffnung abgesandt werden, daß der Landesvater die darin ausgesprochenen Bitten erhören werde? Und nun arbeitet der Kaiser den ganzen Tag über schon Wochen vorher an der Erledigung dieser Weihnachtsgesuche und die zu haltenden Vorträge vervielfachen sich, je näher der heilig Christabend heranrückt. In rührender Pietät sorgt des Kaisers edles Herz dafür, daß keinem die Erfüllung seiner Bitte nach dem Fest bekannt werde; jedem muß die frohe Kunde kurz vorher oder am 24. Dezember selbst durch das betreffende Schreiben mitgeteilt werden. * Aus Köslin berichtet die„Kösl. Ztg.“ Seitens unserer Bürgerschaft soll dem Kronprinzen ein Weihnachtsgeschenk, eine Pyramide, welche aus Erzeugnissen der Provinz(namentlich Gäusen und Gänsebrüsten, einem Baumkuchen u. s. w.) besteht und an welcher die Wappen der Provinz Pommern und der Stadt Köslin angebracht sind, zum Fest übersendet werden. * In der Nähe von Schmalkalden gedachte ein Arbeiter, sich den Gipfel einer schönen Tanne als Christbaum abzuschneiden, er stürzte aber vom Baum herab und hat sich dadurch schwere innere Verletzungen zugezogen. * In Frankfurt a. M. erhängte die Frau eines früheren Schutzmanns ihre zwei jüngsten Kinder, die 2 Jahre bezw. 7 Monate alt waren, und hierauf sich selbst. Ihre beiden Söhne, sowie eine achtjährige Tochter vermochten noch rechtzeitig zu entfliehen. Ob Geistesstörung oder ein anderer Grund zu der schrecklichen That vorliegt, wird von der„F. Z.“ nicht an gegeben. * Bei einer Fasanenhofjagd in der Nähe von München wurde ein junger Treiber von einem Kavalier schwer am Kopfe verletzt. * Ein Schulgebäude für Kamerun ist vom Auswärtigen Amt in Berlin bei dem Holzbearbeitungsgeschäft von F. H. Schmidt=Altona vor einigen Tagen bestellt worden und soll Ende Januar nach Afrika geschafft werden. Das Parterre soll große Schulräum enthalten, der erste Stock die Lehrerwohnung. Das ganze Gebäude soll aus Holzfachwerk hergestellt werden. Das Parterre wird ausgemauert, die Etage verschalt und eine breite Veranda ringsum geführt. * Selbstmord infolge des Ro manlesens. In Portici hat sich ein elfjähriger Junge mit einem Revolverschuß getötet. Der Grund des Selbstmordes ist— Romanlektüre. In der That fand man auf dem Tisch des Knaben einen französischen Schauerroman aufgeschlagen, und die offene Seite enthielt das Bild eines Selbstmörders, der im Begriff ist, sich zu erschießen. * Eine drollige Geschichte ist jüngst in Prenzlau passiert. Kommt ein gemütlicher Uckermärker, welcher hierselbst bei einer Festlichkeit sich ein kleines Räuschchen erworben hat, zur Post, um die Rückfahrt zur Heimat per Postwagen zu machen. Als einziger Passagier kann er sichs in demselben bequem machen. Die große Postkutsche erleichtert ihm das Gehirn auch nicht gerade sehr, im Gegenteil, auf der Fahrt umgankeln ihn allerlei Träume. Er glaubt sich daheim bei Muttern im Stübchen, entkleidet sich vollständig, um zu Bett zu gehen, öffnet die Thür zur Schlafkammer und plumps wurde sein Lager das Pflaster der Berliner Chaussee. Während der Postillon ohne Arg weiterfährt, wird unser Schläfer durch den Fall und durch die kühle Nachtluft etwas ermuntert, er erkennt die Sitnation und nolens volens muß er im tiefsten Neglige der Postkutsche nachtrollen. Der nächtliche Spaziergang soll keine nachteiligen Folgen gehabt haben, doch soll der nachtwandelnde Passagier sich vorgenommen haben, sich nicht wieder so leichtsinnig ins Reich der Träume zu begeben. * Im Churer Stadtwalde in der Schweiz st„die alte Nana“, eine riesige, 34½ Meter hohe Bergfichte, vom Sturm umgebrochen worden und hat beim Sturz nahezu tausend Quadratmeter jungen Wald zerstört. Ihr Stamm hatte über dem Boden einen Umfang von fast 9 Meter und einen Durchmesser von nahezu 3 Meter. * Hohes Alter. Im Gyalaner Ober=Stuhlrichteramte erschien dieser Tage ein alter Mann von gewaltiger Gestalt und gab an, gekommen zu sein, weil man ihn verklagt habe, sein Vieh auf die nachbarliche Weide geführt zu haben. Der Ober=Stuhlrichter frug den Ankömmling, wie alt er sei? Hundertundsieben Jahre, Herr!“ antwortete mit klarer Stimme der Greis. Und es stellte sich in der That heraus, daß der ungemein kräftige alte Mann in der Gemeinde Hideg=Szamos im Jahre 1780 geboren wurde. Er heißt Mihaila Vidrean und wohnt noch immer in seinem Heimatsdorfe. In jener Gegend sind Hundertjährige übrigens keine Seltenheit. Die balsamische Gebirgsluft und das krystallklare Wasser der Hideg Szamos lassen ihre Leute sehr alt werden. * Das Haar als Barometer. In der Nähe von Bozen lebt ein Bauer, namens Andreas Ruckler, der einen förmlichen Barometer an den Haaren besitzt. Bleibt es schön, so legen sich seine Hare glatt um das Haupt; droht es zu regnen, so schwellen sie an und sträuben sich empor; bei anhaltendem Regenwetter schwillt ihm der ganze Scheitel. Seine Nachbarn sehen täglich nach, was er für eine Frisur trägt; sagt man: „der Andredl hat einen struppigen Kopf,“ so geht kein Bauer allzu weit von seinem Hause. * In Indien haben im Jahre 1886 nicht weniger als 24,841 Personen ihr Leben durch wilde Tiere und giftige Schlangen verloren. * Aus der Kinderstube. Der kleine Gottfried muß jede Woche einen Spruch lernen. Jetzt zur Weihnachtszeit wählt das Fräulein den freilich etwas schweren:„Uns ist ein Kind geboren“ u. s. w., in dem der Heiland u. a. mit den Bezeichnungen benannt wird: Ewig=Vater, Friedefürst.“ Gottfriedchen lernt und wiederholt unverdrossen; nur, wenn er an den„Ewig=Vater" herankommt, so setzt er stets dazu:„Ewig=Vater, Herzens=Mutter, Friedefürst.“ Wo für ihn der Vater ist, da ist auch ganz selbstverständlich die Herzens=Mutter. — Gottfried nimmt auch alles sehr genau. Das Fräulein erklärt:„Wir alle sind Jesu Lämmlein!“ „Alle?“ fragt Gottfried,„Du auch?“— „Ich hoffe es.“—„Aber Du bist doch kein Lammlein mehr: Du bist doch schon ein großes Schaf!“ entgegnet Friedel mit einem Seitenblick auf das bereits sehr erwachsene Fräulein. Die kleine Leni, ein süßer Schelm von vier Jahren, bittet ihren Papa, ihr doch zu Weihnachten eine von den ganz großen Puppen z schenken, deren eine sie neulich vor dem Schaufenster bewundert.„Das geht nicht, mein Kind“, erwidert der Papa in belehrendem Tone, „solche große Puppen dürfen nur große Mädchen haben!“ Pfiffig lächelnd wendet sich die Kleine zur Mama:„Gelt, Mama, wenn mir nun aber doch das Christkindchen die große Puppe bringt, da wird sich der Papa aber schön wundern.“ * Je nach dem!„Du bist also verheiratet, lieber Freund? Wie sieht denn Deine Frau aus, ist sie blond, brünett, schwarz?“—„Hm, das ist schwer zu unterscheiden, sie richtet sich darin jedesmal nach der Farbe ihrer Toilette.“ * Kriegsbereitschaft. Kanz eirat (Vater von vier unbegebenen Töchtern):„Also, Kinder, ich habe Euch eine wichtige Mitteilung zu machen! Der Herr Hauptmann Mülle wird heut' abend seine Aufwartung machen. Derselbe scheint erostlich Sturm laufen zu wollen. Es wird daher gut sein, wenn Ihr die nötigen Vorbereitungen trefft.“— Die jüngste Tochter (Backfisch):„Aber, Papa, Du wirst uns doch nicht alle 4 auf einmal ins Teeffen führen? Es würde dem Herrn Hauptmann doch siche weit mehr imponieren, wenn Du ihm zuerst di Linie, dann die Landwehr, darauf den Landsturm und schließlich erst die Ersatzreserve entgegenführtest, wie dies beim Militär Sitte ist.“ Abonnements=Einladung. Das Quartal neigt seinem Ende zu und wiederum wenden wir uns an alle, die wir noch nicht zu unsern Lesern zählen, mit der reundlichen Einladung zum zahlreichen Abonnement auf die Schwerter Zenung, Kreisblatt für die Kreise Dortmund und Hörde, nebst der Gratisbeilage:„Familienfreund Große und mit der Zeit unerfüllbare Versprechungen machen wir nicht: unsere langjährigen Freunde wissen, daß wir stets bemüht sind, die Leser schnell und in verständlicher sprache von den Vorgängen in der politischen Welt, sowie von den Tagesereignissen der Schwesterprovinzen Westfalen und Rheinland zu unterrichten, daneben auch die andern Gebiete: Handel, Verkehr, Militärisches 2c. und auch die Rubrik„Vermischtes“ nicht vernachlässigt haben, so daß der Leser außer den Neuigseiten auch von allem Wissenswerten auf den verschiedenen Gebieten des täglichen Lebens erfä Bitte für die hungernden Vögel. Bäum und Gebüsch stehen leer, Am Boden kriegt kein Würmlein mehr; Die Luft weht kalt, bereits fällt Schnee, Und wem thut nicht der Hunger weh? Drum, Vogelfreund, stell' auf den Tisch Und streue Futter, viel und frisch, Damit, mag's noch so herzlos schnei'n, Die Vöglein sich der Menschen freu'n. Neueste Nachrichten. Der Pol. Korr. zufolge ist an der vom Pariser Journal„Temps“ gemeldeten angeblichen Erklärung Rußlands, wonach Truppendislokationen in Polen ihr Ende erreicht haben sollten, nirgends etwas bekannt. Robseid. Bastkleider(ganz Seide) Mr. 16.80 p. Stoff zur kompl. Robe, sowie Mk. 22.80, 28.—, 34.—, 42.—, 47.50 nadelfertig. Seiden=Etamine u. seid. Grenadines. schwarz u. farbig(auch alle Lichtfarben) Mr. 1.55 p. Met. bis Mk. 14.80(in 12 versch. Qual.) vers. robenweise zollfrei in's Haus das Seidenfabrik=Dépôt G. Henneberg(K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto. In diesen Tagen beginnen wir mit dem Abdruck einer größeren Erzählung von Erich Norden: gute Vetter R Die spannenden Handlungen derselben halten den Leser bis zum Schluß gefesselt und verfehlen wir daher nicht, an dieser Stelle noch besonders empfehlend auf dieses Werk des beliebten Autors hinzuweisen. Zugleich erklären wir uns bereit, denjenigen, welche sich verpflichten, auf unsere Zeitung mit dem 1. Januar 1888 zu abonnieren, die Zeitung von jetzt ab bis Ende dieses Jahres unentgeltlich zugehen zu lassen. Neu hinzutretende Abonnenten werden dadurch in den Stand gesetzt, die Erzählung von Anfang an zu lesen. Anzeigen finden durch die„Schwerter Zeitung“ in der Stadt und den Aemtern der Kreise Hörde und Dortmund weite Verbreitung. So wird denn wiederum jedermann in Stadt und Land zum Abonnement freundlichst eingeladen. Verlag der„Schwerter Zeitung.“ Gottesdienste. Schwerte. Größere evangel. Kirche: sonntag, den 25. Dezember 1887. (1. Weihnachtstag.) Hauptpr. 10 Uhr: Past. Heinenberg. Abends 5 Uhr: Liturg. Gottesdienst. Montag, den 26. Dezember 1887. (2. Weihnachtstag.) Hauptpr. 10 Uhr: Pastor Graeve. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Pastor Heinenberg. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Reformierte Kirche: Samstag, den 24. Dezember 1837, mittags 1 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. (1. Weihnachtstag.) Vorm. 10 Uhr: Past. Terberger. (Abendmahl.) Kollekte für neue Abendmahlsgeräte. (2. Weihnachtstag.) Vorm. 10 Uhr: Past. Terberger. Westhofen. (1. Weihnachtstag.) Vorm. 9½ Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Vorm. 10 Uhr: Past. Falkenberg. (Abendmahl.) Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. (2. Weihnachtstag.) Vorm. 10 Uhr: Past. Falkenberg. Veranntmachung. Am Samstag, den 24. dss. Mis., vormittags 10 Uhr, werde ich im hiesigen Pfandlokale: 1 Sofa, 1 oval. Tisch, 1 Servante, 4 Rohrstühle, 2 Bilder, 1 Paar Fenstervorhänge u. s. w. öffentlich, meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise verkaufen. Schwerte, 23. Dezbr. 1887. Gerichtsvollzieher. Wieder eingetroffen: Oheist Kerzen und Lichthalter zu billigen Preisen. Carl Braus. 4. 42 T Weihnachten!! Ev. Junglings- und Manner-Verein. Die diesjährige Weihnachtsfeier findet am 2. Weihnachtstage, abends 5 Uhr, in der Helle statt. Die Familien der Mitglieder und die Freunde des Vereins werden herzlich eingeladen. Der Vorstand. Sonntag, den 1. Januar 1888: Hhert und Fr. Bierhoff. e. Hnmann Ss e aet bi e e G. Schroeder, a; Horn= u. Holzdrechslerei u. Pfeifenfabrikation,### R* 55 empfiehlt eine große Auswahl: lange und kurze 88 Krleger=Verein Schwerte. Zur Teilnahme an der am 1. Weihnachtsabend 6½ Uhr im Vereinslokale„zur Helle“ stattfindenden Bescherung der hinterbliebenen Kinder verstorbener Kameraden werden die Vereinsmitglieder mit ihren Familien hierdurch eingeladen. Der Vorstand. 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Zum Vortrag kommt auch: „Willm un August erste Raise no de Schwiegermander“, ut:„Ränke und Sträike nt'er Grofschop Mark“. Entree 50 Pfg. Versetzungshalber ist auf den Weizen, schwerer 1. Februar eine schöne Wohnung singu beim Gastwirt Walter zu vermieten. Hackelberger, Packmeist. Pach= niedster rigst. K 4-44 5 " gering Hafer, gut mittel Eine Wohnung " gering Gerste, schwere " mittel 9 Kartoffeln von 3—4 Zimmern auf sofort Stroh(Richt=) oder per 1. Febr. zu vermieten. Hutter, 1 gilo Näheres in der Expedition. Eier, 60 Stück 75 1225 520 4s20 9.— 240 4/75 4/80 3/60 7/80 2/20 4/25 17/40 16/70 1340 12/60 1250 15— 12/— 450 36— 20 52/50 54— 124— Hagen, 21. Dez. Faselschweinmarkt bei Herrn Nobert Lichtenhagen am Markt: Der Auftrieb belief sich auf ca. 50 Stück Ferkel von mittlerer Größe. Es kosteten 15 bis 16 Wochen alte Ferkel 30—85—40 M per Stück bei lebhaftem Handel. Schlachtviehmarkt: Der Auftrieb war hier stärker wie früher, da zu den bevorstehenden Feiertagen mehr Ware gebraucht wird. Es standen bei den Gastwirten Herren Wilh. Humpert (früher Hassel) und Aug. Goost am Berg.=Märk. Bahnhofe ca. 150 Stück hiesige und Münsterländer Speckschweine zum Verkauf. Beste Ware wurde mit 44—45 M, geringere mit 40—41 K per 100 Pfd. Schlachtgewicht an der Wage bezahlt. Der diesjährige Weihnachtsmarkt beginnt am Samstag, 24. d. M. Nächster Wochen=, Schlacht= und Faselschweinmarkt: Dienstag, 27. Dezember kr. — Zum Dortmund, 21. Dez. Zu heutigen Zucht= und Faselviehmarkte waren aufgetrieben: 508 Stück tragende und frischmilchende Kühe und Rinder, etwa 220 Schweine inkl. Ferkel und 50 Pferde.— In Hornvieh war der Handel still und demzufolge der Absatz bei mäßigen Preisen nicht sehr groß. Auch am Schweinemarkte ließ das Geschäft zu wünschen übrig; die geringe Zufuhr konnte nur zu niedrigen Preisen verkauft werden. Man zahlte für 6Wochen=Ferkel 1.50—2,25 J pro Woche, für ¼jährige Faselschweine 22—28 J, für ½jährige 32—36 A pro Stück. Handel in Pferden ebenfalls gering. Nächster Markt am Mittwoch, den 4. Januar 1888. Wechsel= und Geld=Kurse. von der Heydt=Kersten und Söhne. Elberfeld, 21. Dezbr. 1887. Kurse in Reichsmk. Briefe, Geld. Amsterdam London Paris. k.S. 168,75 168,15 2M. 167,35 208,45 202.95 201.80 80,35 79,95 79.50 80,30 k.S. 2M. k.S. 2M. Antw. u. Brüssel k. S. 2M. Basel u. Zürich k.S. 2M. Ital. Hauptbankpl. k.S. Geldsorten, Zwanzigfranks=Stücke 16 K 10 4 Sovereigps 20„ 20„ Fünffranks=Stücke. 4„ 00„ 79.90 79,35 79,85 79,35 78,40 Entre 50 Pig, Schmig.„ wach 0 Ur im Auf 845 o 3 unt 2 Ortskrankenkasse des Amtes Ergste. Die restierenden Beiträge für 1887 bitte ich schleunigst zu berichtigen, dagegen mit der Zahlung für 1888 bis letzte Hälfte Januar zu warten, damit das neue Mitgliederverzeichnis eist angefertigt werden kann, aus welchem die Zahlungsbücher dann die neuen Nummern enthalten. Gleichzeitig bringe ich in Erinnerung, daß diejenigen, welche im nächsten Jahre Krankengeld zu empfangen haben, dafür sorgen müssen, daß der Krankenschein und der Zahlungsschein, die beide vorzulegen sind, gehörig ausgefüllt und mit den nötigen Unterschriften versehen sind, andernfalls ich dieselben zur Vervollständigung zurückweisen muß. Am Pütter bei Hennen, den 20. Dezember 1887. C. D. Puetter, Rendant. Die Buchnandlung von Carl Braus Großte Auswahl sowie sonstige Schwerte erlaubt sich für die 3 in eleganten 2 Filzhüten 25„ für Herren u. Knaven, 3 EisenbahnDienstmützen in echtfarbigem Double seirn fensnige aus. wahl in Mützen, Regenschirmen Hosenträgern, Shlipsen 2c. 2c. Krucir dem geehrten hiesigen und auswärtigen Pubikum ihr Fest-Geschenken zu billigsten Preisen. F. W. Vaassen, vis-à-vis Herrn Uffelmann. Aufbügeln der Hüte stets gratis. Gustav Le Zahnkünstler, Unna, am Markt, im Hause des Herrn C. Linnhoff. Anfertigung von künstichen Zähnen und ganzen Gebigen. 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Schwerte Abf. 624 652 823 1016 116 28 233 434 649 741 752 845 956 Westhofen„ 659 832 1023 1113 215 245 656 749 852 103 Hagen Ank. 640 713 852 1037 1128 230 30 451 710 82 87 96 1018 Hagen— Schwerte. Abf. 610 747 756 1027 1039 110 154 318 325 78 944 105 „ 625 83 811 1040 □ 1116 334 344 725 1021 Ank. 632 810 8i8 1016 1056 1123 210 341 351 732 102 1027 Schwerte— Arnsberg. Schwerte Abf. Langschede„ Fröndenberg Ank. „ Abf. Wickede Neheim=Hüsten, Arnsberg„ Unna Bönen Hagen Westhofen Schwuerte. Hamm Bönen Unna Gerhard von Amyutor: Die Gisellis. Berliner Roman und ferner Bleibtren: Friedrich der Große bei Collin. Arnsberg 2 Neheim=Hüsten Wickede Langschede Schwerte Hagen Ab Elberfeld An 5#8 Hagen— Elberfeld. 435 648 738 9 1145 1237 138 250 318 435, 642 720 88 9301050 983 718 888 108 1261 135 238 38. 420 540 14 88 845 105611## Elberfeld— Hagen. Elberfeld Abf. 626 820 917 943 955 1224 118 155 327 529 817 90 1010 1221 Hagen, Ank. 731 9221011 1023 10/35 126 15s 30 421 631 922 9#8 1114 116 Leimathe—. Altena. Täglic 2wal. Täglith 2mal. Schwerte Holzwickede Unna Schwerte— Unna. Vörde Milspe Thal Hagen Vörde— Hagen. Abf. 627 9o7 159 55: Hagen 633 913 2; 6oz Kückelhausen Abf. 815 1047 1058 211 343 789 108 Ank. 115 35s 754 1016 1116 223 48 83 1024 Vogelsang Harkorten Niederhaspe „ 949 B29 19 b7 „ 658 938 228 626 Harkorten „ 78 943 283 681 Vogelsang„„ 812 1, 4, 78 948 288 688 Gevelsberg=Hause„ 821 115 43 Unna— Schwerte. Abf. 65 747 1042 26 413 623 734 821 83 1058 217" 634 832 Schwerte Ank. 623 819 115 281 438 646 751 844 Dortmund— Holzwickede— Unna. Unna Holzwickede Dortmund Hörde Aplerbeck Holzwickede Unna Abf. 752 108 1208 317 717 932 „ 86 1022 1222 331 730 946 „ 815 1031 1230 340 738 955 " 824 1041— 350 747 105 Ank. 883 1051— 4 756 1015 Unna Unna Holzwickede Aplerbeck Hörde dortmund — Holzwickede— Dortmund. Abf. 612 747 1085— 214 629 827 „ 623 810 1046— 226 641 838 „ 682 819 1054 1238 235 650 847 „ 640 825 110 1245 243 657 854 Ank. 653 836 1111 1258 257 710 97 Hagen 715 935 2.3 6.3 Milspe Thal Lüdenscheid Brügge Lüdenscheid— Hagen. Abf. 4, 4#0 732 10 Unna Hemmerde Werl Ostönnen Soest Unna— Soest. Abf. 844 1119 419 88 „ 886 „ 99 „ 919 45 Ank. 930 1154 55 1026 431 820 1138 444 832 1047 454 842 853 115 Soest Ostönnen Werl Hemmerde„, Unna Ank. Soest— Unna. Abf. 535 650 944 15 544 731 708 954 116| 741 717 105 129 61 751 731 1016 140 82 Hagen 64 74 1026 161 620 812 Fröndenberg. 332— 51 820 (Ostbahnhof)„— Westig„— demer — Menden„ 534 Bösperde„ 542 Fröndenberg Ank. 547 — 725— 1018 1213 744— 1037 1232 75— 1045 1240 804— 1055 1280 824 987 1115 832 945 1123 837 930 1128 113 121 126 352— 521 42— 531 49— 538 418— 65 442— 622 Ank. 252 450—— 311 509—— 320 516 615— 330 Ank. 625— 349— 649— 357— 657— 402— 702— Fröndenberg Abf. Bösperde„ Menden„ Hemer„ Westig Iserlohn *(Ostbahnhof) Iserlohn Petmathe Fröndenberg 949 833 102 840 850 1016 858 1028 98 1080 934 1047 Ank. 942— 101— 109— 1019— 1038— 1045— 1050— Schalksmühle Dahlerbrücke Rummenohl Breckerfeld Dahl Delstern Oberhagen Hagen Abf. 252 884 10, 1, Ank. 518 855 1028 1os 481 753 1021 Abf. 5,0 9os— 180 58 8— 9 99 918 94 53 589 548 933 555%0 61 946 614 989 143 519 813 — 149 525 819 — 158 534 828 623 108 05 — 293 6, 98 239 615 9,— Hagen Herdecke Ank. 62 104 Hagen— Dortmund. Abf. 645 8. 1051 1226 158 38 429 6/45 T28 95 Ank. 658 8, 1058 1234 25 3 25 31s 436 652 785 957 Wetter Witten . 658 So 1059— 26 Zie 4e7#5s 438 95 Annen Barop öf. Hos 8. 1050— 26 316 dor 65s 1s6 958 „ 71 817 11;— 218 323 444 71 743 10 Ars. I1 Sn 1117— 233 338 454 711 756 10/5 Abf. 718 830 1120— 225 385 456 415— 10/8 „ 721 888 119— 233 348 54 733— 1067 .#“ 481 84 11.0— 242 333 519 788— 107 Dortmund Ank. 74 867 1151— 251 4, 522 743— 1047 Dortmund— Hagen. Dortmund Abf. 632 8, 920— 1187 218— 50—— 84 Barop Annen Witten 610 7 850 616 706 856 625 716 904 644 735 An. 656 744— 704 An.— — Hagen. 1100— 215 435 1106— 221 441 1116— 231 449 1135— 250 An. 1147— 301— 1155— 312— —— 820 1100 —— 826 1106 7 836 1114 — 719 855 Ank. 729 914— 787 922— 72—— 1214— 331 Halden Label oggen — 60 — 756 941 518 818 955 580 8s5 1012 558 846— 854— 606 6/8 9. 620 9,—— 6o2 9, %—— Wetter Herdecke Hagen Hagen Herdecke Volmarstein Wengern Bommern Herbede Blankenstein Hattingen Dahlhausen Steele „ 642 816 990— 1148 224— 550—— 850 10 „ 661 825 989— 1167 234— 50—— 9 1014 Ank. 658 833 946— 1204 2.2— 65—— 9, 1020 Abf. 78 833 9.7— 1207 245— 6, 657— 912 1021 „ Ti4 844 958— 1218 256— 618|— 928 102 Ank. 720 850 10.— 1224 33— 624/ 929 1088 Abf. 724 851 105 1218 1225 33 546 625 750 980 1089 Ank. 731 8ss 1012 1220 1262 310 558 632 716 757 967 10/6 Hagen— Steele. Abf.—— „ 552 707 „ 61 716 Ank. 68 723 81— 1226 38— 645— — 815— 1238 319— 656— — 827— 1247 330— 75 — 834— 1253 336— 711 — 843— 1 343— 718— — 852— 18 350— 726— — 859— 114 356— 733 913 948 130 406 533 749 930 837 Steele Dahlhausen Hattingen Blankenstein Herbede Bommern Wengern Volmarstein Herdecke Hagen Abf. 618 8, 846 923 958 138 414 512 757 939 858 932 106 145 421 550 85 946 Steele— Hagen. 012 650 659 76 „ 712 „ 724 Ank. 731 1016 1110 25 438 630 841 123 626 82 1025 1118 214 447 640 849 1212 634 82, 1034 1126 222 455 649 857 1221 644— Ank, 1136 Ank. 56 74 Ank. Ank. — 1143— 513 711—— — 1152— 523 725—— — 1158— 530 732—— — 124— 536 738—— — 1213— 546 750—— 1220— 553 757—— Düsseldorf Harssrehn. Neanderthal Mettmann Dornap RR ve# feld(Ottenbruch) „(Mirte) Unterbarmen eren oerbarmen berbarmen * Schwelm evelsberg Ober=Vogelsang daspe Nagen 105— zs u— ga 6.: Vortmund und zurück. 00 —— 23 447 217 51 226 510 236 520 246 529 252 535 719— 1000— 730— 115— 745— 1119— 755— 1129— „— 86— 1139— „— 815— 1148— „— 821— 1153— 252 „ 515 826 832 1200 1210 258 540 „ 520 832 838 126 1215 34 546 „ 526 837 843 1211 1221 310 551 Ank. 581 842 848 1216 1226 315 556 Abf.— 843— 1217— „— 853— 1228— „— 94— 1239— "— 911— 1246— „— 918— 1253 Ank.— 924— 1259— Dortmund Hörde Löttringhausen Löttringhausen Herdecke Hagen Rh. „ B.=M. 316 557 328 68 339 619 346 626 853 633 4 640 Dortmund(Rh.)— Hagen(B.=M.) Abf. 629— 638— Ank. 651— Abf.— 658 „— 711 „— 733 Ank.— 727 — — 940 — 954 — 103 — 1013 — 1022 — 1028 628 1034 634 1040 640 1044 645 Ank. Hagen Haspe Ober=Vogelsang Gevelsberg Schwelm Oberbarmen Oberbarmen Mittel=Barmen Unter=Barmen„ Elberfeld(Mirke)„ „(Ottenbruch), Sonnborn„ Dornap„ Mettmann Neanderthal„ Gerresheim Düsseldorf Abf.—— Ank.— Abf.— „ 528 „ 533 540 545 550 „ 558 „ 65 „ 613 „ 624 Ank. 630 643 651 658 77 718 727 735 728 740 734 745 739 750 751 An. 755 759 87 814 821 832 838 1055 210 — 113 218 — 1111 226 — 1120 235 — 1131 246 — 1140 255 1136 1141 256 1142 1148 32 1147 1153 88 1152 1201 316 Ank. 1206 321 — 1211 327 — 1219 336 — 1226 343— — 1233 351 — 1244 42— — 1250 49— 812 1242 45 820 1250 413 890 11 424 833 12 425 844 114 437 853 125 448 7 85 128 451 Hagen(B.Hagen B.=M. „ Rh. Herdecke Löttringhausen Löttringhausen Hörde Dortmund M.)— Dortmund(Rh.) Abf. 625 929 35 558— 933 39 62— 945 321 614— 958 334 627— 959 335 628 759 1010 845 638 810 Ank. 713 1017 352 645 817 629 641 Ank. 654 Abf. 656 76 Redaktion und Expedition: Berlin SW., Königgrätzerstraße 41. — Vörde. Abf. 748 12.0 424 816 75 12.7 4a 8.8 Geveisber: Haus: gos 9is 26 bon Kückelhausen„ Sp 488 81 825 Hrechberg=Taufe„ 648 929 249 617 Fciederhaspe„ 82 1254 438 830 Dortmend Ank. 713 1017 352 645 Fahrplan der Personen=Posten Schwerte—Hörde und Schwerte—Iserlohn. Schwerte— Hörde. Schwerte— Iserlohn Post nach Hörde Abgang 4 nachm. Ankunft daselbst 55 nachm. Von Schwerte nach Iserlohn 640 vorm. Ankunft in Iserlohn 845 Post nach Schwerte Abgang 5 nachm. Ankunft daselbst 615 nachm. Von Iserlohn nach Schwerte 120 nachm. Ankunft in Schwerte 325 nachm. Das„Deutsche Tageblatt“ gehört zu den meistgelesenen großen politischen Zeitungen Deutschlands und ist die einzige konservative Berliner Zeitung, welche täglich zweimal— Morgens und Abends— erscheint. National und konservativ zugleich, vertritt das„Deutsche Tageblatt“ in erster Linie überall den Schutz und die gesunde Entwickelung der deutschen Lebensinteressen. Dieselben können nur dann auf die Dauer mit nachhaltigem Erfolg gewahrt werden, wenn die Erhaltung einer starken Monarchie, eines starken Heeres und die Durchführung einer vernünftigen Sozial- und Steuerreform das Hauptbestreben aller mit Staatssinn begabten Elemente der Nation bleibt. Hauptträger eines solchen richtigen deutschen Staatssinnes müssen die produktiven Stände sein und immer mehr werden. Die Kaiserliche Botschaft vom 17. November 1881 bildet die Grundlage für jede deutsche Sozialreform.00 Für die Erhaltung der Landwirthschaft und des Handwerkerstandes tritt das„Deutsche Tageblatt“ mit derselben Energie ein, mit der es die Erweiterung der Absatzgebiete der deutschen Industrie und die Förderung des deutschen Handels befürwortet. Den militärischen Angelegenheiten des In= und Auslandes widmet das„Deutsche Tageblatt“; eine ganz besondere Aufmerksamkeit; es wird auch in dieser Hinsicht von Autoritäten ersten Ranges unterstützt.— Der lokale Theil spiegelt das große und kleine reichshauptstädtische Leben mannigfaltig und gediegen wieder und in seinem Handelstheil darf sich das„Deutsche Tageblatt“ mit den besten Fachblättern messen. Das Feuilleton, von Dr. Haus Herrig redigirt, erfreut sich der größten Anerkennung seitens aller wirklich gebildeten Kreise der Nation. Außer ernsten und heiteren Betrachtungen und bunten Skizzen bringt das „Deutsche Tageblatt“ fortlaufend Romane aus berufensten Federn. Die Sonntags=Beilage„Damenwelt“(mit Novellen, Räthseln 2c.) gelangt für die auswärtigen Abonnenten schon am Freitag zur Versendung. In den wichtigsten Hauptstädten des Auslandes hat das„Deutsche Tageblatt“, ebenso wie im Reiche selbst, vorzügliche Mitarbeiter. finden im K s#risches T. g fll die weiteste Verbreitung nicht nur in der Reichshauptstadt, sondern in ganz Deutschland, und tragen daher stets die sicherste Bürgschaft des Erfolges in sich.—4 Bürzschaf Bezugs Freis Leträgt für das Vierteljaßr einschließlich Bestellgeld bei täglich zweimaliger Restellung durch die k. Postanstatten nur gesteklung burch die k. Fost 5 Mark 50 Pf. Bestellungen nimmt die nächste k. Postanstalt entgegen unter Nr. 1653(Post=Zeitungs=Katalog 1888). G. TEERSFERSEN I EERZLRES UEEE SmE Abonnement auf die billigste und beliebteste landwirtschaftliche Zeitung Dresoner Landwirtschaftr. Presse. Organ des Vereins zur Wahrung landwirtschaftlicher Handelsinteressen vierteljährlich nur Mk. 1.50 bei allen Reichspostanstalten.— Zeitungspreisliste Nr. 1655. Alljährlich wird der„Dresdner Landwirtschaftlichen Presse“. als Gratisbeilage ein vorzüglich ausgestatteter Illustrierter Landwirtschaftlicher Frauenkalender beigelegt. Neuhinzutretende Abonnenten erhalten denselben, so lange der Vorrat reicht, gegen Einsendung einer 10=PfennigMarke und der Postquittung gleichfalls gratis. Da kein anderes Fachblatt die Interessen des Landwirts uneigennütziger und wirksamer vertritt, so sollte es niemand versäumen, auf die„Dresdner Landwirtschaftliche Presse“ zu abonnieren. eesse 64 Probenummern gratis und franko durch die Expedition der Dresdner Landwirtschaftl. Presse Dresden. oe.-Neuedte Nachrichlen ans. Unparteiische Zeitung Gleichzeitig zwei äußerst spannende Romane: 1. Unter schwarzem verdacht von Ewald August König (im Beiblatt„Der Hausfreund"). 2.„Kunst und Liebe“ von Heinrich Köhler(im Hauptblatt). Der Anfang beider Romane wird gratis und franko nachgeliefert. bringen: Schnelle und ausführliche politische BerichtVerstattung.— Wieder# gabe interessanter Meinungsäußerungen der # Parteiblätter aller Richtungen.— Ausführ##licher Handelsteil. 7 Beiblätter gratis: 1.„Der Hausfreund", illustr. Familienblatt v. 16 Drucks. wöchentlich. 2.„Illustrierte Modenzeitung", monatlich. 3.„Humoristisches Echo“, wöchtl. 4.„Verlosungsblatt“, wöchentl. 5.„Landwirtschaftl. Zeitung", vierzehntägig, 6.„Zeitung für Hausfrauen“, vierzehntägig. 7.„Produkten= und WarenMarktbericht“, wöchentlich. nur 3.50 Personalveränderungen in der Armee und in der Zivilverwaltung vollständig.— Interes. sante Lokale, Theater und Gerichtsnachrichten Gute Feuilletons. bei allen blatt.— Lotterielisten. Kunst u. Wissenschaft. Probenummern gratis und franko. Zum Drau von Statuten empfiehlt sich die Buchdruckerei von Carl Praus. Ein Velociped Gall-Scife, für einen größeren Knaben billigst anwendbar zur kalten Wäsche für abzugeben. farbige Stoffe jeden Gewebes, Wo, sagt die Exped. d. Ztg. wieder vorrätig bei Carl Braus. Abonne Ersche Wöchent Nr. 155. Amtliche 6 Nachdem Seine Allergnädigst geruht he Landrat des Kreises solches hierdurch zur Hörde, den 23. Der K Poli; Auf grund des§ gemeine Landes=Verr S. S. 195 ff.), sowi die Polizei=Verwaltu# unter Zustimmung d kreis Dortmund folg § 1. Jeder Velo wersehen sein und sich ihm Fuhrwerke oder diesen vorbeifährt. § 2. Derselbe h brennende Laterne so sichtbar ist. § 3. Er ist verr werken, Reitern und „und dabei die Schnel zu mäßigen. § 4. Auf den E parf mit Belozipeden werden. § 5. Begegnet pder Reitern bezw. pflichtet, dann abzuste befürchten lassen, daf § 6. Zuwiderha ordnung werden mit sprechender Haft best Dortmund, 20. T Die Besitzer Aplerbeck werden hi Hunden behufs Verl laubnisscheines für Freitag, 30. De, vor dem hiesigen Am bisschein ist mitzubri Aplerbeck, Die Poli Die Gemeinder schlossen, diese beider wemeindebezirke Hoden durch„Wirgel=, Beckinghausen führe Dieses Vorhaben w zemeinen Kenntnis Wochen zur Vermei machen.— Dem du mit seinem Einspruc 2 Wochen die Klag dem Bezirksausschu des§ 56, Absatz 1. August 1883 zu. Lünen, 21. Der An der Dahin ist d Verwelkter La Und der veröd Gesammelte F Mit erhobenen Gegen den mi Reichlich spend Doch des E Erquicktes Ge In dich selber Richte den pri Ob du im lat Würdig der Von Tag zu Mit reichen B Des Glaubens Dein Thun u Schön ist de Kunstvoll gepf Anmutig brei Laubige FüllFelsiger Höhe Schwellendem In bewegliche Mit reizendem Des Liedes h Das lauschend Aber Schöner Gibt es nicht Wenn er in Der Gottheit In des Tage In allem Gu Segenspenden Uuverdrossen Der verirrt Der schwachen Bedürfnis wi Hast du mit Ermunternd, In dem Glat Wie es dir zi Zu des mense Mit kräftigem