ür bt eer die en nd en rt. nd chas inist, sieabim ten uten eibt der den ioch lach ines fest tzten scher 1. 2389 7704 0455 der 7440. 1358 6944 2216 igten gsen2021. 2592. 7360 3718 unstd 22. wird n GeAußer 3000 ndern elung. — es — ist rlin lossen st. 2-9 60 Kreis Start für den Landrreis Vortmund und den Aereis Gorde. 9-fe-tiansgebähr für bie sechsbaltig Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund". Nr. 137. Schwerte, Dienstag, 15. November 1887. Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Rerkamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. K 20. Jahrgang. Bekanntmachungen. Uebersetzung. 300 Pfund Sterling Belohnung. An Bankiers, Geldhändler und Andere. Folgende Noten der Englischen Bank wurden am Samstag den 1. Oktober gestohlen: 10 Noten von 100 Pfund Sterling, Nos 38845 T0 38854 inkl. ausgefertigt am 16. April 1887. 10 Noten von 50 Pfund Sterling, Nos. 81407 To 81416 inkl. ausgefertigt am 16. März 1887. 300 Noten von 5 Pfund Sterling, Nos. 90701 To 91000 inkl. ausgefertigt am 23. Mai 1887. 100 Noten von 5 Pfund Sterling, Nos. 61251 To 61350 inkl ausgefertigt am 24. Mai 1887. Wer eine Auskunft erteilt, welche die Ergreifung und Ueberführung des oder der Diebe und die Wiedererlangung der gedachten Banknoten ermöglicht, erhält die obige Belohnung oder einen der Höhe der wiedererlangten Noten entsprechenden Teil, insofern die Auskunft innerhalb 3 Kalender=Monate, vom 3. Oktober d. Is. ab gerechnet, erteilt wird. Die Auskunft ist zu richten an die Herren Mullens& Bosanquet Solicitors, 11, Queen Victoria Street, London, E. C., welche die obige Belohnung auszahlen werden oder an den Inspektor des Detective Departement, City of London Police, 26, Old Jewry, London E. C. 3. Oktober 1887. Vorstehende, in die deutsche Sprache übertragene Bekanntmachung, d. d. London, den 3. Oktober d. Is., betreffend die am 1. d. Mts. bei dem Bankhause Glyn Mills& Co. zu London stattgefundene Entwendung von Noten der Englischen Bank im Gesamtbetrage von 3500 Pfund Sterling wird hierdurch mit dem Ersuchen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, über etwaige Wahrnehmungen hinsichtlich des Diebstahls hierher Anzeige zu erstatten. Arusberg, 21. Oktober 1887. Der Regierungs=Präsident: J. V.: Hagen. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß durch Bestallung des Herrn Ober=Präsidenten v. Hagemeister zu Münster der Herr Gutsbesitzer Heinrich Haumann zu Marten zum ersten Beigeordneten und der Herr Oekonom Wilhelm Niermann zu Rahm zum zweiten Beigeordneten für das Amt Dorstfeld ernannt worden sind. Namens des Kreis=Ausschusses: Der Vorsitzende: v. Rynsch, Landrat. Fürbitte. Deutsches Volk, o komm und neige Dich vor Gottes Gnadenthron. Dein Gebet zum Himmel steige Für den armen Kaisersohn. Ist der Menschen Kunst vergebens, Fängt des Höchsten Hilfe an; Er— der Urquell alles Lebens— Auch dem Tod gebieten kann. Deutsches Volk, laß Dich nicht rufen, Komm' herbei— von nah und fern, Bete an des Altars Stufen Für den Kaiser— unsern Herrn. Jeder Vater, der dem Sohne Seine besten Wünsche weiht, Fühle, daß die Kaiserkrone Jetzt verhüllt das schwerste Leid. Deutsche Frauen, eure Schritte Heut zum Gotteshause lenkt; Einer Mutter gilt die Bitte, Einer Gattin heut gedenkt. Wisset, daß ein Schwert durchbohret Dieser Frauen banges Herz. Denkt an Das, was ihr verloret, Betet,— betet allerwärts! Deutsche Kinder, die ihr ehret, Eure Eltern nach Gebot, Bittet, daß der Heiland wehret Uns'rer Kaiserkinder Not. Wenn sich zwei und drei versammeln, Soll Erfüllung schon geschehn,— Sollt's nicht, wenn Millionen stammeln: Laß den Kelch vorübergehn?! Pro patria. Bekanntmachung. Die aus 127 Köpfen bestehende Schafherde des Landwirtes Ernst Lenzmann zu Wickede ist bei der am 3. d. Mts. auf dem Markte in Soest abgehaltenen Kreistierärztlichen Revision als mit der Räude behaftet vorgefunden worden, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringe. Brackel, 10. November 1887. Die Polizeibehörde: Der Amtmann: I. V.: Der Beigeordnete: Sybrecht. Der Kronprinz leidet am Krebs. Es ist kein Zweifel mehr vorhanden, daß unseres greisen Kaisers einziger Sohn von dieser fürchterlichen Krankheit heimgesucht ist, und niemand vermag zu sagen, ob es möglich sein wird, dies entsetzliche Uebel bestimmt beseitigen. Der Kronprinz kennt seine Lage. Er hat eine sofortige lebensgefährliche Operation abgelehnt, er scheint sein Leiden tragen zu wollen. Eine momentane Lebensgefahr ist nicht vorhanden, das Leiden kann jahrelang dauern. Ohne Operation muß es freilich schließlich, wenn keine höhere Fügung eintritt, den Tod herbeiführen. Trotz dieser Verhältnisse bleibt der Kronprinz ruhigen Mutes. Er macht seine Promenaden, Allgemeinbefinden, Schlaf, Appetit und Kräfte sind vortrefflich. Die Aerzte sind bis auf Dr. Krause abgereist, welcher die Behandlung des hohen Patienten mit übernimmt. Mackenzie kehrt in 14 Tagen nach London zurück. Dr. Moritz Schmidt ist in Berlin eingetroffen, dem tieferschütterten Kaiser zu berichten. Auf Befehl des Kaisers ist Fürst Bismarck nach Berlin gekommen. Dem ganzen Staatsministerium wird der Bericht über den Zustand des Kronprinzen unterbreitet, da bezüglich der ferneren Behandlung ja auch die Staatsraison ein ernstes Wort mitzusprechen hat. Die letzte Entscheidung steht dann beim Kaiser. Nimmt die Wucherung noch zu, was aber augenblicklich nicht der Fall ist, so muß der Luftröhrenschnitt vorgenommen und eine Röhre zur Ermöglichung der Atmung in den Hals eingeführt werden. Von einer Ausschneidung des Kehlkopfes scheint vor der Hand Abstand genommen zu sein. Prinz Wilhelm ist Samstag früh nach herzlichem Abschied von seinen Eltern und Geschwistern nach Berlin zurückgereist, wo er frühestens Sonntag Mitternacht eintreffen kann. Der Reichsanzeiger publiziert folgendes: Nach den Nachrichteu aus San Remo ist leider kein Zweifel darüber mehr möglich, daß das Leiden Sr. kaiserl. königl. Hoheit des Kronprinzen in der That carcinomatöser(krebsartiger) Natur ist. Ueber die weitere Behandlung wird eine zuverlässige Nachricht erst möglich sein, nachdem der auf Allerhöchsten Befehl nach San Remo geschickte Dr. Moritz Schmidt hier mündlich Bericht erstattet haben wird.“ Die in San Remo vereinten Spezialärzte haben folgende Gutachten abgegeben:„Dr. Schrötter hält die neue Sprießung unterhalb der Stimmbänder entschieden für Krebs, stimmt daher für vollständige Ausschneidung des ganzen Kehlkopfes. Eine sofortige Operation wäre zwar sehr nützlich, doch würde er auch einer Verzögerung zustimmen, da inzwischen das Uebel auch durch Tracheotomie(Luftröhrenschnitt) bekämpft werden könne. Er ist überzeugt, der Kronprinz könnte durch gänzliche Ausschneidung des Kehlkopfes erhalten werden, obwohl die Operation eine der gefährlichsten sei. Dieselbe biete allerdings kein sicheres Resultat, könne jedoch für die Dauer von guten Folgen begleitet sein, während ein bloßer Luftröhrenschnitt nur eine Hinausschiebung des verhän gnisvollen Momentes für einige Jahre bedeuten würde. Dr. Krause erklärte, die neue Sprießung hindere ihn vollständig, ein bestimmtes Gutachten gleich abzugeben; allen Anzeichen nach halte auch er das Leiden für ein krebsartiges. Niemals würde er jedoch einer totalen Ausschneidung des Kehlkopfes zustimmen, sondern er befürworte nur eine Spaltung desselben. Dr. Mackenzie erklärte ebenfalls die Sprießung allem Anschein nach für eine krebsartige. Doch ist er für Extrahierung eines Stückchens, das Professor Virchow dann analysieren solle. Je nach dem Gutachten Virchows würde sich Mackenzie über die Operation definitiv aussprechen. Er ist übrigens auch der Ansicht, daß mit Tracheotomie die Katastrophe nur hinausgeschohen werden könnte, verspricht sich aber von deren Wirksamkeit eine kürzere Zeitdauer als Dr. Schrötter. Auch tomme es vor, daß selbst nach allen Operationen wieder krebsartige Nachwüchse auftauchten. Der Kronprinz stimmte, nachdem er kurze Zeit allein in einem Zimmer verweilt, Mackenzies Auffassung zu. Professor Schrötter traf Samstag abend wieder in Wien ein und wurde von Neugierigen überstürmt. Er verweigerte die Mitteilung von Einzelheiten, gab nur zu, daß die Lage sehr ernst sei. Die Aerzte hätten sich über eine bestimmte Behandlungsweise geeinigt, doch lasse sich noch nicht sicher sagen, ob dieselbe auch wirklich durchführbar sei. Der Kronprinz ertrage sein Leiden mit bewundernswerter Ruhe. Er habe nicht mit der Wimper gezuckt, als ihm die volle, unverhüllte Wahrheit mitgeteilt wurde. Das Aussehen des Kronprinzen sei das beste. Professor von Bergmann in Berlin, der berühmte Chirurge, hatte am Samstag vormittag seine Vorlesung abgesagt, da er durch die Nachrichten aus San Remo, die Freitag abend im Palais eingetroffen waren, in Anspruch genommen war. Ihm würde eventuell die Ausführung der Operation zufallen.— Ueber die ersten Mitteilungen an den Kaiser über das ungünstige Befinden des Kronprinzen wird mehreren Blättern geschrieben, daß der Monarch die erste Nachricht durch den Prinzen Wilhelm empfangen habe. Schweigend, die Augen fest auf seinen Enkel gerichtet, hörte der greise Heir zu, bis ihm endlich vor innerem Schmerz die Thränen über die Wangen rollten und er mit gerungenen Händen ausrief:„Mein armer, armer Sohn!“ Im selben Augenblick stand aber auch schon der Entschluß fest, den Prinzen Wilhelm sofort nach San Remo zu senden. Ueber die Reise des Kronprinzen nach Berlin steht ebenfalls noch nichts bestimmtes fest, wahrscheinlich ist, daß er in nächster Zeit, von Dr. Krause begleitet, nach Berlin kommen wird. Deutsches Reich. Das körperliche Befinden des Kaisers ist zur Zeit recht gut; mit Sorge denkt er freilich an den Kronprinzen, doch läßt er sich von der Erledigung der laufenden Regierungsgeschäfte in keiner Weise abhalten. Sonntag vormittag empfing der Monarch den Grafen Perponcher und arbeitete bis mittags allein. Um 1 Uhr statteten die Erbprinzessin von Meiningen, der Erbprinz, die Prinzessin Withelm und Prinz Heinrich Besuche ab. Unter den donnernden Hochrufen der zahllosen Menschenmenge trat der Kaiser zweimal ans Fenster, das zweite Mal mit der Prinzessin Wilhelm. Nachmittags empfing der Kaiser den aus San Remo eingetroffenen Dr. Moritz Schmidt, Professor von Bergmann, Minister v. Puttkamer und Graf Herbert Bismarck. Die Frage der weiteren Behandlung resp. Operation des Kronprinzen wurde erörtert. Ein genauer Beschluß dürfte nach Prinz Wilhelms Rückkehr heute Montag folgeu, wo auch der Reichskanzler eintreffen dürfte. Der Reichstanzler Fürst Bismarck ist durch Befehl des Kaisers nach Berlin beordert worden, wird also auch dem Empfange des russischen gezeichel kaufen. soft. Durch eigene Ein Original=Roman aus der Handelswelt von Friedrich Friedrich. (Fortsetzung.) Letzingen war nicht weniger erschrocken als Damken selbst. Sofort hatte er an die Damken übergebene Summe gedacht, und eine bange Ahnung, daß er durch die Flucht Kleusers schwer betroffen würde, ergriff ihn. „Dringende Geschäfte rufen mich sofort nach der Stadt,“ sprach er, indem er zu Letzingen trat.„Sie müssen deshalb entschuldigen, lieber Freund, wenn ich Sie vorlasse, aber ich kann es nicht aufschieben. Mein Geschäftsführer ist sonst ein tüchtiger Mann, aber er ist noch zu jung und es fehlt ihm deshalb in manchen Fällen an den nötigen Erfahrungen. Sie wissen selbst, bei einem Kaufmanne hängt oft sehr viel von eigenen Erfahrungen ab.“ „Sie werden hoffentlich keine unangenehme Nachricht erhalten haben," warf Letzingen ein, um ihn auszuforschen, in wie weit er ihm die Wahrheit gestehe. „Sie ist mir allerdings unangehm,“ erwiderte der Handelsherr lächelnd,„weil sie mich nötigt, Sie zu verlassen. Es handelt sich um ein neues Unternehmen, bei dem mein Geschäftsführer den Kopf verloren hat, weil er erfahren, daß ein anderes Haus demselben Zweck zustrebt. Hier gilt es rasch und sicher handeln um jenem zuvorzukommen. „Haben Sie einen bedeutenden Verlust zu befürchten?“ fragte Letzingen weiter. „Wie Sie wollen,“ entgegnete Damken.„Ich habe allerdings keinen unmittelbaren Schaden, aber wenn mir ein bedeutender Gewinn, der ohne Konkurrenz unzweifelhaft ist, entgeht, so muß ich auch dies für einen Verlust ansehen.“ „Lassen Sie sich durch mich nicht im geringsten aufhalten,“ rief Letzingen, während Damken seinem Kutscher Befehl erteilte, sofort den Wagen vorzufahren. Letzingen war über die ernsten Besorgnisse Damkens nicht mehr im Zweifel. Wäre es ihm auch schwer geworden, dieselben aus seiner äußeren Ruhe zu erraten, so sagte ihm doch der Umstand, daß er das Gerücht von der Flucht Kleusers sorgfältig verschwieg, genug, um ihn mit bangen Vermutungen zu erfüllen. „Ich habe noch eine Bitte an Sie, lieber Freund,“ sprach er, als Damken mit sichtbarer Hast ihm die Hand zum Abschiede reichte, denn der Wagen erwartete ihn bereits.„Ich beabsichtige, einen Freund zu besuchen, leihen sie mir eines Ihrer Reitpferde.“ „Nehmen Sie, wählen Sie, welches Sie wollen!“ rief Damken, indem er rasch in den Wagen sprang. „Morgen sehen wir uns wieder.“ Damken hatte selbst die Zügel ergriffen, und das Ungestüm, mit dem er die Pferde zur größten Eile antrieb, verriet hinlänglich, daß für ihn viel auf dem Spiele stehen mußte. Einen Augenblick blickte Letzingen dem Wagen in Gedanken nach. In einer solchen Aufregung hatte er Damken noch nicht gesehen. Der Gedanke tauchte in ihm auf:„Ha, wenn Damken's Reichtum nur leerer Schein wäre, wenn das Geld, welches er ihm gegeben, nur dazu dienen sollte, seiner eigenen Verlegenheit abzuhelfen, wenn Kleuser mit diesem Gelde geflohen wäre!“— Unwillkürlich machte ihn dieser Gedanken erbeben.„Thorheit, Thorheit!“ rief er, indem er ihn gewaltsam von sich zu drängen suchte.„Damken kann nicht so leicht in Verlegenheit geraten, sein Geschäft ist eines der größten in der Stadt. Doch es gilt jetzt, sich Gewißheit zu verschaffen.“ Er befahl einem Reitknecht, den Don Juan für ihn zu satteln, und wenige Minuten darauf ritt er ohne Gabriele begrüßt zu haben, ja, ohne an sie zu denken, aus dem Hofe der Villa, um auf einem ander Wege wie Damken die Stadt ebenso früh wie jener zu erreichen. Er trieb das junge Thier zur größten Eile an. Ungestüm schoß er durch die Allee im Parke und dann zwischen Feldern und Wiesen dahin. Aber für Letzingen's Aufregung war auch diese Schnelligkeit noch zu langsam und mit wilder Heftigkeit drückte er ihm die Sporen in die Seiten.„Der Don Juan kann mehr aushalten als mein Goldfuchs,“ rief er mit wildem, erbittertem Lachen.„Heute gilt's einem anderen Wettrennen, der Preis ist nicht hundert Dukaten, sondern fünfundzwanzigtausend Thaler!“ Erbittert preßte er die Lippen aufeinander. Auf's neue spornte er das Pferd an, er mußte und wollte früher als Damken zur Stadt gelangen. Was kümmerte es ihn, ob das Pferd darauf ging, heute stand mehr auf dem Spiele als ein Pferd. Er hatte die Ausdauer des Don Juan richtig berechnet, aber nicht erkannt, daß er zum Durchgehen geneigt war, sonst würde er ihn weniger angetrieben haben. Es gingen ihm ernstere Gedanken durch den Kopf, um auf das Pferd zu achten. Er bemerkte es nicht, daß es weniger und weniger dem Zügel folgte, daß es die Nase emporhob, den Hals streifte und seinen ganzen Körper streckte, er bemerkte es nicht. Erst als das Tier wirklich im Durchgehen war, als es seine Leitung mißachtend, seinen eigenen Weg im casenden Galopp über Felder und Gräben einschlug, erst da ward er gewahr, was er selbst verschuldet hatte. Er suchte vergebens das rasende Tier zu halten, aber mit riesiger Kraft hielt es die Stange zwischen den Zähnen und er würde eher den Zaum zerrissen haben, ehe es ihm gelungen wäre, den Kopf des Tieres auch nur eine Hand breit zur Seite zu wenden. Letzingen würde nichts darnach gefragt haben, hätte nicht das Pferd eine der Stadt entgegengesetzte Richtung eingeschlagen. Mehr und mehr sah er sich von dem Ziel entfernt, das zu erreichen er zuvor nicht die Geduld gehabt hatte. Mit wilder Erbitterung schlug er mit der Reitpeitsche auf den Kopf und den Hals des Tieres, dessen Flanken heftig zitterten, das über und über mit Schaum bedeckt war. Endlich brachte er es zum Stehen. Aber er kannte in diesem Augenblick kein Mitleid; er gönnte ihm aber auch nicht eine Minute Ruhe, und indem er es zur Stadt wandte, trieb er es zu neuer Eile an. Fast eine Stunde später als Damken langte Letzingen in der Stadt an. Sofort begab er sich zu seinem Bankier und unumwunden fragte er ihn, was er über Kleuser und das Haus Damken wisse. Ohlert zögerte, ihm mitzuteilen, was auch er an diesem Tage von mehreren Seiten gehört hatte, wovon alle kaufmännischen Kreise der ganzen Stadt sprachen. Er zögerte, weil er wußte, daß Letzingen Damkens Schwiegersohn zu werden im Begriff war. „Ich verlange die offene Wahrheit von Ihnen,“ rief Letzingen unwillig und ungeduldig.„Sie haben nicht nötig, Rücksichten zu nehmen, denn ich stehe vielleicht schon von jetzt an Damken feindlich gegenüber. Ist es begründet, daß Damkens Geschäftsführer geflohen ist?“ Der Vankier zuckte mit den Achseln. „Ich weiß nur das, was mir von andern erzählt worden ist.“ „Sprechen Sie, sprechen Sie," drängte Letzingen. „Mir ist allerdings von mehreren Seiten erzählt worden,“ fuhr Ohlert fort,„daß der Geschäftsfuhrer des Hauses Damken mit einer bedeutenden Geldsumme entflohen sei und daß das Geschäft selbst dadurch in eine äußerst peinliche Lage gebracht worden ist, denn es ist nicht im stande gewesen, zwei ihm heute präsentierte Wechsel zu zahlen.“ „Ist diese Mitteilung auch begründet?" warf Letzingen ein. „Dafür kann ich nicht stehen,“ entgegnete der Bankier.„Ich weiß nur soviel mit Bestimmtheit, daß der Geschäftsführer fort ist, daß die beiden Wechsel nicht honoriert sind und daß der Inhaber derselben, Buchmann, bereits durch den Notar hat Protest erheben lassen.“ „Damken hat erst vor zwei Stunden ungefähr die Nachricht davon erhalten," erwiderte Letzingen. „Er ist sosort hierher geeilt und wenn sich auch Kleusers Flucht bestätigte, so hoffe ich, wird er die Wechsel einlösen und die ganze Verwirrung beseitigen. Damken ist sehr reich, er kann also dadurch unmöglich in eine ernste Verlegenheit geraten.“ lariffen vom Einheizen, fürchterlich kalt ist, näm= bejahrter Mann aus der Gegend von Recklinghansen, be e. tzig, gicheiuen und danit Erzenerals Cafarek und der Gmousin beractesich 120 Grod 9etgug satzg wpeig ge vonl um 5. Se. Mies. Helt der Auschos dei ein dachaunz aun auchne ulsiasan ue Ausa zue Ausden Ausbeuahue oan aschaene Kanite Sasienl aunte. oesiengenie Gregter Schne. de aesce Aace unr Aaehaen ae, anae eun uaegeaeae cece an an a e eiber ui Gunsoe. n, euun Ane, uniane un. Aee g ee aee an ie ieen asseäee uer udbeue u an n else ene Me Gge engge üir uit dicd un Bed ud Beliez eusr acb Wi ur Gunsdren un uns u. ede ue eunun auen aunune aun. ue ue ne en, genz iae ban i e. ue a ed ere ernicheanie eenise Sa. 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In der russischen Botschaft in Ein Berliner Blatt hatte vor kurzem die Krone, hondern ene einsahe Bschofenüte I11u., V. Gelundhelt nicht wor wiederzugeben, Aus dieser von uns Leo XIII. vom deuischen Kaiser zuteil geworden. Leo XIII. vom deuischen Kaiser zuteil gewor Man hatte die Wahl zwischen mehreren Gegenständen überlassen. Er wählte diese Gabe als die iym liebste und angenehmste. sichen Gunt geingen wöge, den eliaichten. Len, I.4 Jiser von vus hier dorglegien„Winter= Reprisentant Her Gilo hat das über 400 Morgen trankten die Gesunogen nicht nur wiederzugeven, Aus oreser von uus Vus.—.9.. ZZezgemher sarßge Gut des Gusbesitzers von der Becke in sondgu auch dessen Leben noch lange zu erhalten.]Fagrordnung; erobt sich, daß im Oesember Geren zauzich gwochen. Daz die Rassen an der deuschen Grenze ihre 1887 die Kälte gebrochen sein wird. Wer also ve: Dem Postat Wichter in Met it die ihm lietste und angenechnste.(Gorsouen verstäkten und an der öterichsichen Eis sahren wil, nuß sich beilen. Oherpostdkreitorstele zu Arneberg zunächst aufer dniur Zeit suchte das Reichsamt des Grnze ein Gleiches thmn, das wird sett von: Schwerte, 15. Novenber. Nach einer tragzpos, sherragen warden Segsder unde Stchasunen aus Asten ud aden Sichen Buade, Bersiguagder iu. Bezsenung u Vernsber, uds“. Beschabealtäader iaien de ür Aasghugr. Gabhe eius Arzies in Zanztor und im deuschen Tgg, ag, Feizg,perden tros der urgünsfgetg, Sauzres zi von jept ab in jedem Schulokale eine Tabelle nuicht zmangenehne gebiet. Für diese Stellen sind so viele nbde Se eug e d aie alsch, die chehun ader wonsden ächig ue seu, füche der Hanter arschich st. Dise Bichri, eanr ahashe ushatat keunge ad der Fau aust ier esr Veschote g o vi uch in S. Veiersbtung se mauches füurstung soel bei der drzüichen Schaulrenson ber gutschoseren, Adeutete 40 Mast eaneadete. Jeu Sectereichlugarn. 100 Aiter gsih, us aulden Suns Ar bue ug, Sagene 14. o. Die Reälchesihaue de Gear Keadteut brit: un hur eetog umn un Augeista. sauans Gastkteaish&an Kharsgen auns inr uch, Pasen der Krutselt des deashen Kroptagns., u uhriek Stiungstönng vorstonne, pohathase, Feischzschane, Lammer Kaud zungalim Witen beichenden„Vereia für Orcs= und den schitenden Galen der Vorschung der Kust Westfalen und Rdeinlaud. hesag, ein Schpein sür nichinestei erlier halte, de Verantaltung einer Louerie gestaltet. Ee den shutenden Waten der Vortezug, vert vuu; Schwerte, 15, Nop, Pogzgriche iu. Brackzt, welches, wie sich soiter heraustelle, nichins war. solen 3000 Lose 1 50 Pfg, mit 200 in Hausnatürlich wird der Brunnen zugedeckt. Durch das Scheuwerden seines Pferdes wurde in Lüdenscheid ein Landman von seiner Karre geschleudert, wobei er so unglücklich gegen eine Mauer prallte, daß der Schädel zertrümmert wurde und er nach kurzer Zeit eine Leiche war.. gn. Hse=(an hat 4. Der Oberpräsident von Westfalen hat dem der Aerzte gelingen werde, das teure Leben dem deuschen Kassrhause und dem deuschen Volle, G.hgxrtzs Erast-Verzmonmn zu Wiäcde bei der Insolge des Genuses Beses Vreisher, pareg, at uigneg zz. von Teik von Witener Groseschen Kasehause und den Veusigen ot Lagsprtes, Grz,„erzgenn uu., Czatur uer u.(Personen schwer ekankt und einer daruner genov winen, die zum Tel von Witener Großcchaten....9. sam 3. d. Mis, auf dem Rarte in Soeikt absehaltenen hen. Der Gerichtshof erklärte den Angelagten der industriellen geschenkt werden, zur Ausgabe gePrantreich. ltritteritzlichen Reosion as ui der Butng, beoschte sahzlzsigen Thung für schauldig und verurtelle ihnslangen. Die Verlosung begint am 5. Dezpr. Peschent Sroy doust bioszer bog, besgy, vp 2A Zhwerte, 14. Novenber. Wie wird zu. 6 Monaten Gesingns. Der Statsanwalt] In der letzten Stadverordnetensitung zu. durüichzutreten, da er vog, vune, von Lesichte der Winter 18872 Das ist eine Frage, hatte 2 Jahre beantrag. Es ist in hiesiger Ge. Sochum machte ein Arst die überaschende Mitbicht berzeg, Spte de nicht Hios die Kürschner, sondern auch des gend noch vielsach die Anscht verbreitet, daß kie tilung, daß das Bochumer Trintwasser, weiches bonehoudu, Hitg, Erighale sten. Dersats, de iden widen Water anen godialen bonnas uichese licht uterganten sat. Doneat, Kascschangsonrason dasche geag. Sosan voanz uc iun waigr Banskuntgn haschast eu aun uch uiht m. Kase Badelout, Lat.di esen.S tae.92. is gersice duen au Gonter der Seanalkrantaumer gien= onuschole, u u. oige eaue deran ai. schanase ichelbe, sdiah de Gaus dan Vez“ die Behelatete un bosdert daute an ur. d vos daun WBaserzeicha dersteine; a muiß soder, der mischrt, die Faht A. 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Siel„ünd die solte Damken nicht zu zahlen im stande Titel auszurufen; es darf nur noch„Zeitungen Von dem in Minden garnsonierenden Pionierüber gisch geste eine bart hat geüt Jest aus kein E5 Jest So mög geli Leg siche sam Pil Naz gel es uu vs## ne Obert.-und„Einige tausend, Thaler,“ antwortete der Banker. fortan auf den Bahnhöfen die Zeitungen mit auf neun beläuft, die der Verwundeten ich habe auch erst heute das Gegenteil ersahren,„Sie]„ünd die solle Damken nicht zu zahsen im stande Titel auszurufen; es darf nur noch„Zeitungen Ron dem in Minden garnsonierenden Pionierselbst haben mich damals in meinem Glauben bestärkt,lsein k“ rief Letzingen.„Diese Summe solle ihm nicht aus Berlin, aus Köln, aus Essen 2c.“ gerufen pataillon Nr. 10 sind ein Offizier, sieben Untersiden sie mitr von groben Unternehnungen, weichelseder Gelchaftstrund oder Baucker, mit demn er b wperden. Man darf gespannt sein, die Begründung sofiziere und 60 Mann in Hameln eingetrofen, Suter urtaute Auhen, St tuthu vue ue benzg este huie hen Schalen. suicher Michregk v. Tichse uagen der euitens oun dei dei den Asthanungarbeten Ailfräihe Sennandite enes Houte u. v, Se oute en) She ausreichende Sitherhet und biese Sihzer] Da an erwiesen ie, Joz ve meneg der Gvigen] Hand zu lesen. Hiaschlich der ursache der batan beteiigen. Sie werden begreisen, daß ich teinen heit ist durch asht, ie at elhheheschchise behin cheheenhe unaie aste s e eee Ich kann es mir auch jetzt noch nicht als möglich„Bietet nicht Damkens Geschäft selbst, seine Billa Auf eine grausige Art kam auf der Beche in der nächsten Woche in Betrieb gesetzt werden kann. .. sien däte nicht an einel biüreichende Sicherbeitf: fragte Lesingen weiter.„Erin= bei Castrop der Bergmann Baumester zu Dieselbe ist für den vorläusigen Bedarf von 2400 denken, rief Letzüngen.„Danken hüht, P/G,ezaz,eine biure) pan Hehagptet, dah Die Pasipg des He Kommandite denken können, wenn sein Geschäft in die be bung dunschnung sücde grshont Ghaet..danian ian ir dun lactas ericheder Naun gaisegeicher e. ezgn ie dihen Ferade uie den Bedans=Ggesteschen, enuded Suue e eu e e Zien ertanrn, dus ie du gric oder wischen Perderen aus Eizungursgen F iab Bendchsten ausgshantet. Dn dur vot, be., das sagen, was ich gehört habe,; Schlimmste, was einem Kaufnann begegnen kank, merung und wurde sein Körper in zwei Stücken endung wird die Anlage sich auf 500.0 Siune gehabt haben, eine Kommandite zu errichten, er Thaler gebens“ fügte er fragend hinzu.(F. f. auseinander gerissen. Der Verunglückte war ein Siune gehabt haben, eine Kommandite Fei schl und fah un St W lies dre C 3) Ar sin ist un kei jed Le un de S hö fü M ge al kö die di S w ge 5 la er 11 n s se e bis 600,000 sansen ß des des in wurde fest in id hat se von in geBeihilfe hin zu Feueres bedergabe wehren rte sich Us mit gs=Amt für die ill=Verschaften er Ausr Herr werde, Jestfalen Angaben n Mitse Weise dem im en deutp. deren Morgen Beecke in ist die chst aufer gerade ladenlokal, verlassen, eit mußte ein Dieb u aus der te. Jetzt wurde in eschleudert, allte, daß kurzer Zeit hat dem drts= und erlandes" ittet. Es in Hausnden Ger Großsgabe ge). Dezbr. itzung zu ende Mitr, welches lten hätte, junnen vären. Lange jeniger für Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete sich am Sumstag auf Zeche„Sellerbeck“, Schacht„Kanal“ bei Dümpten. Ein 19 jähriger Bergarbeiter aus Winthausen wollte die Tanzstunde besuchen und da ihm die Zeit bis zur Auffahrt zu lange wurde, kletterte er im toten Schacht auf. Hierbei stürzte er jedoch in die Tiefe und wurde als Leiche aufgefunden. — Ein junger Schifferknecht fiel in Duisburg über Bord in den Rhein und ertrank. Ueber die Unsterblichkeit der Seele. Eine Totenfest=Betrachtung. David Friedrich Strauß, ein berühmter theologischer, philosophischer und biographischer Schriftsteller, gestorben 1874 zu Ludwigsburg in Württemberg, war einer der heftigsten Gegner des in der Bibel geoffenbarten Christentums. Mit scharfem Verstande begabt, hat er in rücksichtsloser Weise unbarmherzige Kritik geübt an der h. Schrift, sonderlich an der Geschichte Jesu im Neuen Testamente. Er ging von der Voraussetzung aus:„Wunder sind nicht möglich, es gibt keinen persönlichen, lebendigen Gott, der Wunder thut.“ Es stand ihm also von vornherein fest, daß im Leben Jesu alles Wunderbare nicht geschichtlich sein könnte. So hat er denn mit aller erdenklichen Mühe und allen möglichen Mitteln zu beweisen gesucht, daß die Evangelien fast weiter nichts enthielten, als fromme Sagen, Legenden, Erdichtungen. Alles was wir von Jesu sicher wissen könnten, faßt er in das Resultat zusammen, daß unter dem römischen Landpfleger Pontius Pilatus ein weiser jüdischer Rabbi, namens Jesus von Nazareth, im jüdischen Lande umhergezogen sei und Es steckt furchtbare Wahrhet in diesen Worten. Gibt es kein Leben nach dem Tode, drängt sich aller Genuß und alles Glück in den Zeitraum zwischen Wiege und Grab, so ist es ja einzig vernünftig, von den irdischen Genüssen und Freuden soviel wie möglich und auf alle mögliche Weise an sich zu reißen. Ein Streben nach sittlicher Vollkommenheit, nach Heiligkeit und Gerechtigkeit, ein bescheidenes demütiges Sichgenügen an dem, was man hat, ein stilles, pflichttreues Arbeiten, ein ernstes Beten, ein gedu diges Ausharren in der Not— das alles paßt in dieses System nicht hinein. O, es sind entsetzliche Folgerungen, die sich sofort in den Vordergrund drängen, sobald wir anfangen, an der Unsterblichkeit der Seele zu rütteln. Ihr Kranken und Leidenden, Siechen und Elenden, Lahmen und Krüppel, ihr Verfolgten und Bedrückten, ihr ungerecht Verurteilten und schuldlos Gefangenen— und wie lang ist das Register der gejagten und geplagten Menschheit!— ist's nicht Hohn und Spott, euch zurufen: Schafft hier das Leben gut und schön, kein Jenseits gibt's, kein Auferstehn! (Fortsetzung folgt.) Schwurgericht. Hagen, 11. Nov. Das königliche Schwurgericht verhandelte heute zunächst die Anklage gegen den Kaufmann Karl Schulz aus Berlin. Diese Sache dürfte namentlich für Wirte von Interesse sein. Der Angeklagte, Reisender einer Berliner Spirituosenfabrik, hatte für einen hiesigen Wirt bei seiner Firma eine weit größere Bestellung aufgegeben, als der Wirt durch Unterschreiben einer Postkarte bei dem Reisenden bestellt hatte. Der Wirt verweigerte, weil er nur für 8 Mk. Waren bestellt, die Annahme, verglich sich jedoch später mit der Firma, welche Klage auf Annahme erhoben gelehrt habe und daß er, von dem Haß und der lhatte, dahin, daß diese gegen Zgähergaut, nun va, Feindschaft der Schriftgelehrten und Priester verfolgt, die Waren zurücknahm. Die Anklage tunet nun daschließlich gekreuzigt sei. Alles andere, seine Wunder hin, daß der v. Schutz 1. im Anfang des Jahres und Weissagungen, seine Auferstehung und Himmel=1883 zu Hagen in rechiswidriger Absicht einem, mi fahrt, seien sagen= und legendenhafte Ausschmückungen. der Unterschrift eines anderen versehenen Papiere, ohne Daß damit das Christentum in seiner Wurzel dessen Willen bezw. dessen Anordnung zuwider durch Grundlage zerstört ist, liegt auf der Hand. Und Ausfüllung einen urkundlichen Inhalt gegeben zu haben das auch gewollt. In seinem letzten und zwar in der Absicht, sich einen Vermögensvorteil Werke, das er zwei Jahre vor seinem Tode ausgehen zu verschaffen; 2. am 1. Februar 1884 zu Berlin vor ließ,„der alte und der neue Glaube,“ suchte er die dem königlichen Amtsgericht I, einer zur Abnahme von drei Fragen zu beantworten: 1) Sind wir noch Eiden zuständigen Behörde, den vor seiner Vernehmung Christen? 2) Haben wir noch Religion? geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugnis 3) Wie richten wir unser Leben ein? Die versetzt zu haben. Die Anklage stützt sich hauptsächlich 3 M. an tag wurde d ein ArDerselbe mission zu Augenblick r fand bei welchem sie ngere Zeit von Spitzalle Wertletzten großen tation Minid vor seiner tlich ein gesaßte, in die en Kiesgrube eheizte Ofen, rf, auch ein e Reise mit. der Inhalt nicht just von in auf. Die usen, ist aber ider buchstäbameln wird betöteten sich en auf vier. sen Pionier= ieben Untereingetroffen, en hilfreiche Ursache der sundeter Archtiger Weise nitgenommen 1 inn. Antworten lauten verzweifelt klar und scharf: Wir sind keine Christen mehr; mit dem alten Glauben ist es vorhei: unsere Religion hat mit keinem Gott und keinem Christus mehr was zu thun; Unsterblichkeit, Auferstehung, Gericht sind abgethane Dinge; jeder muß sich daher, so gut er es versteht, in diesem Leben einzurichten suchen. Aber etwas muß der Mensch doch haben, worin und woran er Halt und Trost und eine Erhehebung des Gemütes hat. Und was ist das, was wir an die Stelle der christlichen Religion setzen müssen? Man höre und staune, was Strauß der armen Menschheit für den von ihm zerstörten Glauben anbietet: Musik, Malerei, Theater, klassische Litteratur! Damit hat sich jedoch Strauß sein Grab selbst gegraben, ehe es der Totengräber ihm grub. Denn alle die, die sich diese Kunstgenüsse nicht gestatten können, die Armen, die Ungebildeten, die Kranken, die Siechen, die Krüppel, die Lahmen, die Blinden, die Angefochtenen, die Trostbedürftigen und die Sterbenden, werden dem Strauß dieses Rezept mit wehmütigem Lächeln oder höhnendem Spott zurückgeben, weil sie eben keinen Gebrauch davon machen Strauß hatte ein langes und schmerzliches Krankenlager. Er sah seinem sichern Ende mit stoischer Ruhe entgegen. Und was war es, was diesen Gottesleugner noch kurz vor seinem Tode beschäftigte? Die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele! Man hätte meinen sollen, er müsse damit nun endlich ins Reine gekommen sein. Er hatte sich ja die Hände lahm geschrieben in seinem Leben, daß es damit nichts wäre. Aber nein, er war noch nicht im Reinen. Sein UnglaubensSystem mußte wieder etwas ins Wanken gekommen sein. Was that er? Er ließ sich am Tage vor seinem Tode eine Schrift geben, die der griechische Weise Plato, gestorben 384 vor Christi, über die Unsterblichkeit der Seele geschrieben hatte.(Phädon, über die Unsterblichkeit der Seele.) Er las dieses Buch in der Ursprache noch einmal durch und legte es dann aus der Hand mit den Worten: Ueberwun dener Standpunkt! Damit ist er gestorben und an seinen Ort gegangen. Freilich er hatte nicht so ganz unrecht, wenn er des alten Heiden und Weltweisen Plato Büchlein „über die Unsterblichkeit der Seele“ einen überwundenen Standpunkt nannte. Denn so herrlich auch Plato in seinem„Phädon“ davon zu reden weiß, daß„unsere Seele nicht vergehen wird, weil sie für einen edlen Ort, für einen guten Gott bestimmt ist, daß sie, dem Körper fliehend, in das ihr Aehnliche und Unsichtbare, in das Göttliche und Unsterbliche eingehen wird, woselbst ihr zu teil werden soll, glückselig zu sein“— als Christus kam mit seinem Wort, mit seinem Tode und seiner Auferstehung, da war Plato überwunden. Wir werden wohl das Richtige treffen, weun wir sagen, daß Strauß nicht den Tod überwunden hat, sondern daß der Tod ihn übewunden hat und daß er in der Furcht des Todes ein Knecht geblieben. Mit Plato überwinden wir freilich nicht, aber Christus macht uns zu Ueberwindern. Unsterblichkeit der Seele!— Ueberwundener Standpunkt“, so sprechen auch heutzutage viele, viele dem Gottesleugner Strauß nach. Freilich, man muß ein Gottesleugner sein, um so sprechen zu können. Denn der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele hängt mit dem Glauben an einen lebendigen, persönlichen Gott sehr eng zusammen. Und nicht allein damit, sondern auch mit der Tugend, d. h. mit dem Streben des Menschen nach sittlicher Vollendung. Hätten die Ungläubigen Recht mit ihrem Spruch: Schafft hier das Leben gut und schön, Kein Jenseits gibts, kein Auferstehn! so gäbe es nichts mehr, was der menschlichen Gesellschaft einen Halt geben könnte; ihr ganzer Bau müßte in Trümmer fallen. Den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele vernichten, heißt den Pfeiler zerschlagen, auf dem Ordnung und Gesittung ruht. Die darauf, daß Schulz kein festes Gehalt, sondern nur Provision bezog, weshalb er in seinem eigenen Interesse seinem Prinzipale möglichst viele Bestellungen überschrieben hätte. In einem Falle, wo es wegen Annahmeverweigerung zur Klage kam, beschwor Schulz daß ihm, die Waren bestellt seien. Aus allen diesen Momenten beantragte der Staatsanwalt die Schuldfragen nach dem Inhalte der Anklage zu bejahen, wohingegen der Herr Verteidiger, der die Sache für durchaus nicht genügend aufgeklärt hielt, und in scharfer Weise die einzelnen Anklagepunkte zu entkräften suchte, die Freisprechung seines Klienten beantragte. Es gehöre heute zu den Alltäglichkeiten, daß die Kaufleute ihren Kunden resp. Bestellern mehr Waren auf den Hals schickten, als diese bestellten. Der Wahrspruch der Herren Geschworenen lautete auf Nichtschuldig in allen Punkten. Der hohe Gerichtshof ordnete hierauf die sofortige Freilassung des Angeklagten aus der Haft an und legte die Kosten der Staatskasse zur Last. — In zweiter Sache wurde der Walzmeister K. Nuß aus Wetter wegen Meineides zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Es kam hierbei der mildernde Umstand in Betracht, daß der Angeklagte bei Angabe der Wahrheit sich hätte eine Verfolgung zuziehen können. — 11. Nov. Unter Zubilligung mildernder Umstände wurden heute die Arbeiter Aug. Westen und Bernh. Spohr von Hagen zu je 9 Monaten Gefängnis verurteilt, ersterer wegen Körperverletzung mit Todeserfolg, letzterer wegen Beihilfe. Neue Erfiudungen. Kein Eisenbahn=Zusammenstoß mehr. Dieses Wort zur Wirklichkeit zu machen, soll eine Erfindung des Leutnants Rudolf von Giesl in Brünn bestimmt sein, die hoffentlich vom Erfinder in ihrer Wirksamkeit nicht überschätzt wird. Das Prinzip dieser bereits patentierten Erfindung beruht auf einem dem Eisenbahnzug auf großer Entfernung vorangehenden, mittels Elektrizität getriebenen Sicherheitswagens, der rechtzeitig automatisch durch Alarmvorrichtungen den Maschinenführer auf die drohende Gefahr aufmerksam macht und so ermöglicht, den Zug zum Halten zu bringen. Wie verlautet, sollen auch deutsche Eisenbahnverwaltungen bereits ihre Aufmerksamkeit dem neuen Sicherheitsapparat, der, wenn er sich bewährt, Eisenbahnzusammenstöße, Unglücksfälle durch Entgleisungen u. s. w. fast zur Unmöglichkeit machen würde, zugewendet 2aven. Vermischtes. * Kaiser Wilhelm über den Kronprinzen. Der Kaiser hat, wie mitgeteilt wird, wiederholt den Wunsch ausgesprochen, man möge den Kronprinzen von seiner Familie trennen. Der Kaiser behauptete, sein Sohn könne nicht genesen, wenn man ihn nicht allein lasse, allein mit einem vertrauten Diener und mit seinem Arzte. Der Kronprinz sei zu gut und nachsich tig, um seine Familie nicht zu ängstigen, ja, um sie zu unterhalten, bringe er Opfer, die er schwer an seiner Gesundheit büßen müsse. Der Kaiser sagte, er wisse aus eigener Erfahrung, daß der Kronprinz mit seiner Gemahlin am Theetische gesessen, während ihn Fieberschauer rüttelten, ja sein Sohn habe ihm selbst erzählt, er habe einst sehr verspälet die Arznei zu sich genommen, um seine Töchter, welche eben ein Konzert von Beethofen spielten, nicht zu unterder übrigen 13 Wagen sah man russische Hofbe=Tauch für Frankreich patentiert ist, Schritte zur dienstete mit breiten goldenen Tressen an den Wahrung seiner Rechte gethan. Mützen. Im Küchenwagen waren die Köche ge=* Wie traurig es jetzt mit der Besoldung in schäftig und den Beschluß machte die Schmiede. der türkischen Armee aussieht, davon zeugt fol* Kindermund. In Freystadt i. Schl. gendes Geschichtchen: Die Kapelle des in Bagfand die Vereidigung der Rekruten des dortigen dad stationierten Infanterie= Regiments pflegt Bataillons dieser Tage statt. Als die Mann=immer zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags vor schaften mit klingendem Spiele an der Schule der Wohnung des dortigen Generalgouverneurs des Ortes vorbeimarschierten, machte der Lehrer einige Musikstücke zur Aufführung zu bringen. der letzten Klasse eine kurze Pause im Unterricht Vor einigen Tagen zog die Kapelle wieder mit und fragte:„Was machen denn die Soldaten klingendem Spiele vor das Gouvernementsgeheute in der Kirche?" Da antwortete ein kleiner bäude, erklärte aber als sie dort angekommen munterer Junge:„Sie wollen beten, daß unser war, daß sie nicht spielen werde, bis sie ihren Kronprinz wieder gesund wird." seit Monaten schon rückständigen Sold ausge* Aus Lemberg wird berichtet: In Kami= zahlt erhalten habe. Der Kapellmeister und onka=Strumilowa brach vor einigen Tagen ein mehrere Mitglieder der Kapelle wurden darauf Brand aus, welcher fünf Bauerngehöfte ein=hin sofort verhaftet. äscherte. Während des Brandes ergriffen die* Als unerhört rügt es ein Berliner Blatt Bauern den der Brandlegung Verdächtigen und mit Recht, daß, wie aus einem Jahresbericht des warfen ihn in die Flammen. Die verkohlte großen Pariser Modewarenhauses„Au bon Leiche wurde nach der Löschung des Brandes marché“ erhellt, dieses Haus seinen zweitunter den Trümmern gefunden.l besten Absatz in Deutschland hat, wohin es jähr* Auf der Grube„Agathe“ in Staßfurt lich für 18 Millionen Waren verkauft. verunglückten sieben Arbeiter, welche infolge Zer=].* An den Folgen zu engen Schnürens der reißens des Förderseiles in die Tiefe stürzten. Korsetten sterben laut der englischen Statistik in * Der Mörder Wild, der vor einigen Tagen in England jährlich 43000 junge Mädchen. Nicht Bayreuth hingerichtet worden ist, war ein grauenhafter minder interessant dürfte es sein, auch zu erfahren, Zelle hin und her, als ihm das Todesurteil verkün= wie viele Personen jährlich in Deutschland dieser digt wurde, und stieß entsetzliche Verwünschungen aus. ebenso unsinnigen als gesundheitsschädlichen Mode Vor dem Geistlichen spukte er aus und rief ihm zu, zum Opfer fallen. als er ihn auf die Gnade Gottes verwies,„wenn es!* In einem Mädchenpensionat in England einen Gott giebt, will ich ihn, wenn ich„binnauf, fiel 23 der Vorsteherin auf, daß die jungen komme, herunter werfen auf die nichtsnuzigen Bayern, sstel es der Ootstrgtria auf, daß die jungen (W. ist ein Wurtemberger.) Schuecken ließ er sich's Damen mit Vorliebe in ihren französischen in der letzten Nacht vortrefflich. Vor der Hinrichtung Grammatikbüchern studierten. Zufällig bekam wollte er eine Rede halten; als man ihm aber sagte, sie das Buch in die Hand und sah zu ihrer dann würden die Trommeln geschlagen werden, blieb Ueberraschung, daß nur das D#. er ganz ruhig und sogar willig und half sich selbst####...## nur das Deu= und das entkleiden. Titelblair oas einer französischen Grammatik * In Hof erschoß sich ein Rekrut, weil er war, der Text dagegen ein Roman von Paul nicht, wie 2 Kameraden zur Artillerie, sondern de Kock. Die jungen Damen hatten sich die zur Infanterie nach Amberg bestimmt war. Bücher extra so binden lassen. * Ein in München dienender Einjährig-Frei=]* Die Mode der Stirnlöckchen ist in der williger, der Sohn eines gefeierten Hofopern= deutschen Damenwelt sehr verbreitet. Die deutsängers, ohrfeigte vor der Front seinen Unter= schen Frauen und Mädchen, welche die reizvolle offizier und wurde infolgedessen sofort in die Haartracht angenommen haben, werden gewiß Untersuchungshaft abgeführt. mit Interesse erfahren, daß kein Geringerer als * Der hannoversche Provinzial=Landtag hat unser Kronprinz für die Stirnlöckchen Propagegen Ende voriger Woche einen interessanten Be= ganda macht. Wenigstens erhellt das aus einem schluß gefaßt. Er will 400,000 Mark aufwenden, kleinen Vorfall, über welchem man der Wiener um 4—500 Hektar Moor am Süd=Nordkanal] Allgemeinen Zeitung aus Baveno berichtet: In zwischen der Ems und der niederländischen Grenze Baveno befand sich auch— es ist dies ein anzukaufen, in Kultur zu setzen und 42 Plaatsen Zeichen, wie hoch der Kronprinz seinen Arzt oder Höfe für Kolonisten daraus zu bilden. hält— die Tochter Mackenzies, und zwar ge* An der theologischen Fakultät der Univer=nießt die junge Engländerin die Ehre, von den sität Halle a. S. hat vor kurzem der erste evan= Töchtern des Kronprinzen in ihren intimsten Fagelische Spanier seine Studien begonnen. Der= milienkreis gezogen zu werden. Dieser Tage selbe ist auf dem von Pastor Fliedner in Ma=nun machte der deutsche Kronprinz, wie gewöhndrid gegründeten evangelischen Gymnasium vor=lich, den schweigsamen Zuhörer im Salon, wo gebildet und hat auf der dortigen Universität seine Tochter Prinzessin Margarethe mit Fräulein den Grad eines Lizentiaten in den Wissenschaften Mackenzie eben am Fenster saß und die beiden erworben. jungen Damen von dem und jenem herzhaft plauderten. * Australien. Adelaide, November 1887. Die jugendliche Mackenzie klagte gerade der PrinLaut eingelaufenen Nachrichten wurde auf der zessin, daß ihre Landsmänninnen, die Engländerinnen, internationalen Weltausstellung hierselbst der die doch zumeist, gleich den deutschen Mädchen, deutschen Wein=Gesellschaft Duhr u. Ko. in Köln blonde Haare, blaue Augen und eine rosige Geder erste Chrenpreis(The First Order oflsichtsfarbe haben, dennoch nicht den Liebreiz dermerit) sowie vier andere Preise zuerkannt. selben erreichen. Die Prinzessin protestierte höflich * Nach der Frankf. Ztg. hat Baron Moritz und pries die Schönheit der jungen Gästin; Hirsch in Pesth den Entschluß gefaßt, an sämt=plötzlich trat mitten in der Diskussion der Kronliche in Europa wirkende israelitische Wohlthätigkeits= prinz heran und sagte:„Ihr habt beide recht: Anstalten 100(?) Millionen Frans zu verteilen. sich sage mit Margarethe, daß die Engländerinnen Baron Hirsch hat ein Verzeichnis bereits zusammen= nicht minder schön sind, gestehe aber zugleich Miß stellen lassen, und sein Sekretär Venetrani hat die Mackenzie zu, daß ihnen ein Verführungsmittel Verteilung bereits mit der Bereisung Rußlands mangelt. Und wißt Ihr, was ich meine? Die begonnen. Stirnlöckchen sinds. Die hohen, elfenbeinernen * In Würzburg ist ein Wucherer, der namentlich Stirnen der Britinnen lassen das Antlitz zu ernst, Leichtsinn und Not der Studenten auf krasse Weise aus= zu steif erscheinen.“ Am nächsten Morgen erschien beutete, zu 1000 Mark Geldstrafe, 4 Monaten Gefäng= Miß Mackenzie errötend am Arme der Prinzessin nis, Tragung sämtlicher Kosten und zu 2 Jahren aiß Pauenze...„ Ehrverlust verurteilt worden. lam Früystückstische, die Schere hatte ein ernstes * Im 14. Jahrhundert verschlang die Ostsee bei Wort mitgesprochen und die Stirn der jungen einem furchtbaren Sturm die Stadt Regamünde an der Engländerin zeigte eine Fülle der zierlichsten Löckchen. Der Kronprinz erhob lachend die Theetasse und rief Miß Mackenzie zu:„Ein Hoch der gelungenen Kur!" Farbige Seidenstoffe v. Mk. 1.55 bis 12.55 p. Met.(ca. 2000 versch. Farb. u. Oess.) Atlasse, Faille Française, „Monopol“, Foulards, Grenadines, Surah, Sat. merv., Damaste, Brocatelle, Steppdecken- und Fahnenstoffe, Ripse, Taffete etc.— vers. robenund stückweise zollfrei ins Haus das SeidenfabrikDépôt G. Henneberg(K. u. K. Hoflieferant) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. O schlagen, auf dem Ordnung und Gesittung ruht. Die Sozialdemokratie ist da un möglich, wo man an eines orechtn, Unsterblichkeit der Seele glaubt, wie die h. Schrift sie! 2 lehrt, aber da ist sie auf die Dauer gewiß und und unvermeidlich, wo man die Unsterblichkeit der Seele engner... 9 en Kand in einer Gallaf# Vor einigen Jahren stand in einer sozialdemokratischen Zeitung folgendes geschrieben:„Wer dem Volke den Himmel nimmt, d. h. also den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele, der muß ihm die Erde geben! Ihr erbärmlichen Pharisäer aus den freien Gemeinden, aus dem liberalen Bürgertum, die ihr dem Volke den Trost des frommen Glaubens entrissen habt und doch das eiserne Joch eurer eisernen Maschinen nicht von ihnen nehmen wollt, wo ist eure Logik? Die Logik der Weltgeschichte ist strenger als die eure. Mit dem Himmel ist es aus, das Volk ist berechtigt, die Erde zu reklamieren.“ Der Salonzug des Kaisers von Rußland passierte Samstag früh auf der Reise nach Kopenhagen die Berliner Stadtbahn. Es ist der frühere Train Napoleons III. Derselbe besteht aus etwa zwanzig Wagen und bietet einen hocheleganten Anblick. Sämtliche Wagen waren neu lackiert und reich vergoldet. Inmitten des Zuges ragte wie ein SpiegelglasPalast der Salonwagen des Kaisers hervor. Auf der Lokomotive des in langsamem Tempo fahrenden Zuges sah man mehrere höhere preußische Eisenbahnbeamte. Im Salonwagen saß der Reisemarschall des Kaisers; an den Fenstern hinterpommerschen Küste. Jetzt nach mehr als 400 Jahren hat ein neuer Sturm, der das gestaute Wasser weit zurücktrieb, viele Trümmer der versunkenen Stadt blosgelegt, man konnte sie deutlich erkennen, aber nur einen halben Tag lang, dann verschlang sie das Meer. * In München bestand bei zwei Regimentern der Befehl, daß Ehrenposten zwei Stunden unausgesetzt neben ihren Schildernhäusern stehen mußten, ohne bei Hitze oder Kälte einen Schritt rechts oder links machen zu dürfen. Dieser Befehl ist jetzt für den Winter aufgehoben. Nicht auch für den Sommer, wenn sich überhaupt die Sache bestätigt? In Frankreich bestand im Militär noch vielfach das Herkommen, daß Rekruten„geprellt", d. h. auf eine Decke gelegt und von den Kameraden in die Höhe geschleudert wurden. In dem neuesten c Fall wurde der Unteroffizier, der es gestattet hatte,] Der billige Preis hat sie allen zugänglich Fau wurde der untlessegeg ei: e= gesen##, gemacht und diesem Umstand verdanken die Apotheker zu 60 Tagen Haft verurteilt. Es ist jetzt streng R. Brandt's Schweizerpillen ihre heutige Beliebtheit verboten worden. als Haus= und Heilmittel bei Störungen der Verdau* In Eisleben wettete ein Fleischermeister den Apotheken und achte man stets auf den Namensmit einem seiner Kollegen, in der Zeit von einer zug R Brandt's. Stunde vier Kälber vorschriftsmäßig zu schlachten. Er gewann die Wette und die dafür ausgesetzten 30 Mk., da er schon 9 Minuten vor Ablauf der gesetzten Frist seine Aufgabe gelöst hatte. * Aus Zentralafrika kommen immer neue Nachrichten, welche bestätigen, daß dort der Sklavenhandel wieder mächtig in Schwung kommt und gräßliche Menschenjagden abgehalten werden. Das ist selbst im Gebiet des Kongostaates der Fall. Der Letztere hat bisher dem Treiben nicht steuern können. * Das von dem Kommandanten der Schützenschule in Laon, von Lebel, erfundene französische Repetiergewehr soll, der„Post" zufolge, eine Nachbildung des deutschen Patentes Schnlhof sein. Schulhof hat, da seine Gewehrkonstruktion guten weißen, empfing 1 Waggon zum Verkauf, 50—60 Stück zu 3 Mark. A. Haape. Fr. Schellsisch diese Woche, per Pfd. 20 P.g., Helgoländer, per Pfd. 25 Pfg., Bratsisch, per Pfd. 25 Pfg., Hechte, Karpfen, Lachs und Lachsforallen, Bückinge und Sprotten, äußerst billigst, empfiehlt a. Selanntmachung. Die Amtskassen=Rechnung von Ergste und die GemeindekassenRechnungen von Ergste, Hennen und Berchum pro 1886/87 liegen von heute ab 14 Tage lang zur Einsicht auf dem hiesigen Amtsbüreau offen. Ergste, 15. November 1887. Der Ebrenamtmann: Bormann. „„ Im Kämmerei=Walde der Stadt Schwerte sollen am Mittwoch, den 16. Noveiber kr. — 00 Stuc Elchen, 10 Haufen Eichen= u. GüchenBrenn= und Reiserholz öffentlich, meistbietend zum Verkaufe ausgesetzt werden. Zusammenkunft morgens 10 Uhr am Freischütz. Schwerte, den 9. November 1887. Der Magistrat. ) Am Mittwoch, den 16. November, vormittags 11 Uhr, soll die zur evangl.(luth., Pastorat gehörige Fettweide am Mühlengraben(Gänsewinkel), groß 3 Hektar 87 Are 66 □= Meter, in der Wohnung des Unterzeichneten öffentlich, meistbietend verpachtet werden. Schwerte, Ostenstraße 188. Weishaupt. Frischen Scheustsch, per Pfd. 20 Pfg., 2 Kabeljau, per Pfd. 20 Pfg., per Pfd. 55 bis 60 Pfg., schwere Hasen, per Stück 3 Mk. 75 Pfg., feinste Berliner Bratgänse, Teltower Rübchen, frische Walnüsse, per Pfd. 30 Pfg., alle Sorten feinste Aepfel, feinste Wellenbutter, per Pfd. 1 Mk., sonstiges Gemüse aller Art, empfiehlt Carl Rogge, Hagenerstr. Nächste Ziehung am 20. Novbr. 1887. Laut Reichsgesetz vom 8. Juni 1872 im ganzen deutschen Reiche gesetzli h zu spielen gestattete Stadt Garletta Tose. 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Unregelmäßigkeiten in der Besorgung unseres Blattes, soweit diese durch Träger veranlaßt, bitten wir uns stets direkt mitzuteilen, da wir nur dann für Abhilfe Sorge tragen können, wenn die Reklamationen bei uns selbst gemacht werden. Die Expedition. frag bliel muß Ger Hab Em weit müs in We das dem