50 ∆ 0 für den Landrreis Vortmund und ven Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund“ Keelll!.... Kreis Hölrk. rtionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Nu 80 Schwerte, Dienstag, 24. Mai 1887 20. Jahrgang. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Zulässigkeit von Postpaketen im Verkehr mit verschiedenen außereuropäischen Britischen Besitzungen. Von jetz ab können Postpakete im Gewichte bis 3 kg gegen ermäßigte Taxen nach Ceylon, Cypern, Neu=Fundland, Britisch=Betschuanaland, Ascension, St. Helena, sowie nach den Australischen Kolonieen Neu=Süd=Wales und Victoria versandt werden. Ueber die Versendungsbedingungen und Taxen erteilen die Postanstalten auf Verlangen Auskunft. Berlin, 19. Mai 1887. Der Staatssekretär des Reichs=Postamts: v. Stephan. Bekanntmachung. Mehrfache Waldbrände, welche annehmbarerweise auf unvorsichtige Handhabung des Feuerzeuges oder einer ähnlichen Unvorsichtigkeit zurückzuführen sind, veranlassen mich, den§ 44 des Feld= und Forstpolizeigesetzes vom 1. April 1880(G.=S. S, 230 in Erinnerung zu bringen. Nach§ 44 des Feld= und Forstpolizeigesetzes wird mit Geldstrafe bis zu 50 M. oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft, wer: 1. mit unverwahrtem Feuer oder Licht den Wald betritt oder sich demselben in gefahrbringender Weise nähert: 2. im Walde brennende oder glimmende Gegenstände fallen läßt, fortwirft oder unvorsichtig handhabt: 8. abgesehen von den Fällen des§ 368 Nr. 6 des Strafgesetzbuchs, im Walde oder in gefährlicher Nähe desselben im Freien ohne Erlaubnis des Ortsvorstehers, in dessen Bezirk der Wald liegt, in königlichen Forsten ohne Erlaubnis des zuständigen Forstbeamten, Feuer anzündet oder das gestattetermaßen angezündete Feuer gehörig zu beaufsichtigen oder auszulöschen unterläßt; 4. abgesehen von den Fällen des§ 360 Nr. 10 des Strafgesetzbuchs bei Waldbränden von der Polizeibehörde, dem Ortsvorsteher oder deren Stellvertreter, oder dem Forstbesitzer oder Forstbeamten zur Hilfe aufgefordert, keine Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Nachteile genügen konnte. Die Polizeibehörden und Polizeiorgane beauftrage ich, eine scharfe Kontrolle in dieser Beziehung auszuüben. Die Gemeindevorsteher veranlasse ich, bei jedem Waldbrande dem Ersuchen des Waldbesitzers oder seiner Forstbeamten um Hilfeleistung zu entsprechen und sowohl die Anwohner als auch die auf der Brandstätte zufällig Anwesenden sofort zu dieser Hilfeleistung heranzuziehen. Horde, den 14. Mai 1887. Der Landratsamts=Verweser: Spring, Regierungs=Assessor. Bekanntmachung. Im Gefolge der Allerhöchsten Kabinetts=Ordre vom 29. April 1829 und 18. Oktober 1834 über die Einführung einer Hundesteuer und in Gemäßheit des § 5 des Gesetzes über die Polizei=Verwaltung vom 11. März 1859 hat der Gemeinde=Vorstand wegen Erhebung dieser Steuer nachtehende Festsetzung getroffen: § 1. Für jeden nicht mehr an der Mutter saugenden Hund, mit Ausnahme der nach§ 5 dieser Verordnung steuerfreien Hunde wird alljährlich(mit dem 1. Januar 1875 anfangend) eine Steuer von einem Thaler zum allgemeinen Nutzen der Gemeinde von der Kommunalkasse erhoben werden. § 2. Die Steuer ist halbjährig pränumerando im Januar und Juli jeden Jahres mit 15 Sgr. zu entrichten. § 3. Die Steuer wird innerhalb eines Jahres bis zum Ablauf des Semesters, in welchem die Abschaffung eines Hundes bei dem Gemeinde=Vorsteher gemeldet ist, forterhoben, so daß eine Steuervergütung für den Abgang im Laufe des Halbjahres nicht stattnder.„„„ Eashen Gahred u. §. 4. Wer innerhalb eines halben Jahres einen neuen Hund anschafft, oder einen jungen Hund groß zieht, hat die volle Steuer eines laufenden Semesters zu entrichten.„„„ Jund § 5. Von der Steuer bleiben befreit: 1. Hunde, welche zur Bewachung beständig an der Kette liegen, oder doch nur des nachts in einem geschlossenen Hofraum umherlaufen; 2. für jeden Metzger ein Hund, wenn derselbe, sobald er nicht bei Ausubung des Gewerbes verwendet wird, an der Kette liegt; 3. für jeden Schafhirten ein Hund. Wenn ein im Laufe des Halbjahres eingebrachter Hund für dasselbe Halbjahr schon in einer anderen Kommune versteuert worden ist, so kann der Besitzer desselben nicht nochmals zur Steuerzahlung herangezogen werden. Entstehen Differenzen darüber, welche Hunde hiernach als befreit anzusehen sind, so entscheidet nach der Allerhöchsten Kabinetts=Ordre vom 18. Oktober 1834 der Landrat. § 6. Binnen 14 Tagen nach erfolgter Publikation dieser Verordnung ist jeder Besitzer eines oder mehrerer Hunde, es mögen diese schon früher angemeldet und besteuert, gesetzlich frei sein oder nicht, verpflichtet, dieselben in ein bei dem Gemeinde=Vorsteher angelegtes Register eintragen zu lassen. § 7. Diejenigen, welche nach der(§ 6) zu machenden Anzeige in Zukunft Hunde, gleichviel, ob sie der Besteuerung unterliegen oder nicht, anschaffen, haben solche binnen 8 Tagen und diejenigen, welche Hunde groß ziehen, sobald sie nicht mehr an der Mutter saugen, zur Eintragung in das Register anzumelden. § 8. Der Besitzer eines Hundes ist auch dann zur Anmeldung und eventl. zur Entrichtung der Steuer verpflichtet, wenn er denselben nur zur Pflege, Dressur, Verwahrung oder aus irgend einem anderen Grunde hält, ohne Eigentümer desselben zu sein. § 9 Jeder Besitzer eines Hundes, welcher nicht in den vorgeschriebenen Fristen die Anmeldung desselben bewirkt, oder wer sich durch Verheimlichung eines Hundes der Steuer zu entziehen sucht, wird außer der Nachzahlung der Steuer mit einer Geldstrafe zum dreifachen Betrage der Jahressteuer belegt, die zur Gemeindekasse fließt. An Stelle der Strafe tritt im Falle des Unvermögens der Zahlung verhältnismäßige Haftstrafe ein, sowie Verlust des verheimlichten, der polizeilichen Verfügung zu überlassenden Hundes, für den Fall, daß die Hundesteuer von dem Zahlungspflichtigen nicht beizutreiben wäre. § 10. Gegenwärtige Verordnung soll vorschriftsmäßig publiziert werden und resp. 1. Januar künftigen Jahres in Kraft treten. Schüren, 26. Oktober 1874. Der Amtmann: gez. Gutjahr. Der Gemeinde=Vorsteher: gez. Kellermann. Die Gemeinde=Verordneten=Versammlung: gez. Märtmann. Lennighaus. H. A. Petersmann. W. Linnigmann. Müller. A. Meinverg. Vorstehendes Hundesteuer=Regulativ vom 26. Oktober kr. wird hierdurch genehmigt. Arnsberg, 16. Dezember 1874. (L. S.) Königliche Regierung, Abteilung des Innern. gez. Keßler. Vorstehende Polizei=Verordnung rc. wird mit Rücksicht auf die über die Publikation der Lokal=Polizei=Verordnungen erlassene Polizei=Verordnung der Königlichen Regierung zu Arnsberg vom 1. März 1886 hierdurch nochmals veröffentlicht. Aplerbeck, 17. Mai 1887. Die Polizei=Verwaltung: Gutjahr. Gefunden! Am 15. Mai 1887 ist auf dem Hellwege von Asseln nach Wickede ein Portemonnaie mit 4 Mark 25 Pfg. Inhalt gefunden worden. Der Verlierer dieses Gegenstandes wird hierdurch aufgefordert, sich zur Geltendmachung seiner Rechte innerhalb drei Monaten bei der unterzeichneten Behörde zu melden. Nach Ablauf dieser Frist wird mit dem Funde gemäß§§ 6 u. f. des Reglements über die polizeiliche Behandlung der Fundsachen vom 21. April 1882 verfahren. Brackel, den 18. Mai 1887. Die Polizei=Verwaltung. Der Amtmann: Schulze=Vellinghausen. Nordostseekanal Die Arbeiten für den Bau des Nordostsee= kanales werden bekanntlich in der kommenden Woche durch unseren greisen Kaiser persönlich eröffnet werden. Trotz seines hohen Alters scheut der Kaiser die unbequeme Reise doch nicht, um durch seine Gegenwart die Feier des Tages zu erhöhen. Der kaiserliche Besuch in Kiel besagt schon zur Genüge, daß es sich mit diesem Kanalbau um nichts Gewöhnliches handelt, daß hier ein für ganz Deutschland wichtiges Ereignis vorliegt, wenn sich auch dasselbe auf preußischem Grund und Boden abspielt. Das Gesetz über den Bau dieses Riesenwerkes ist eine von den wenigen Vorlagen, welche s. Z. im deutschen Reichstage fast einmütig angenommen wurden, eine Thatsache, aus welcher heroorgeht, daß man im Reichsparlament richtig würdigte, was der Nordostseekanal für Deutschland ist. Die Kosten sind beträgtlich: 150 Millionen, von denen 50 Millionen auf das Königreich Preußen, 100 Millionen auf das Deutsche Reich entfallen. Eine Arbeit ähnlichen Umfanges ist in Deutschland noch nicht vorgenommen; und sie konnte auch erst nach Wiedererrichtung des Reiches ins Auge gefaßt werden, denn für einen einzelnen Staat sind die Kosten etwas zu bedeutend. Seit der Genehmigung des Gesetzes durch den Reichstag bis zum Beginn der Arbeiten ist ein Jahr vergangen; in ihm sind die notwendigen zahlreichen Vorarbeiten erledigt, so daß nun die eigentliche Bauarbeit rascher gefördert werden kann. Immerhin wird aber eine ganze Reihe Jahre über den Bau vergehen, denn der Kanal ist bekanntlich nicht einfacher Schifffahrtskanal resp. soll es werden, sondern er soll vor Allem den Kriegsschiffen der deutschen Marine dienen; und diese gewaltigen Kolosse erfordern auch eine entsprechende Wasserstraße. Der Bau des Nordostseekanals ist schon seit manchem Jahr geplant, sogar Privatunternehmer hatten sich bereits mit dem Gedanken, den Bau auszuführen, vertraut gemacht. Was die Durchführung hinderte, war die Rücksichtnahme auf die Militärverwaltung. Deutschland ist infolge seiner langgestreckten, durch Schleswig=Holstein und Jütland getrennten Meeresküsten übel daran in einem Seekriege; wir sind gezwungen, unsere Seestreitkräfte zu teilen, während sich der Gegner mit voller Macht auf die geteilten Geschwader werfen kann. Daß 1870/71 unsere Küsten von ernsten feindlichen Invasionen verschont blieben, war ein besonderer Glücksfall, der nicht sicher ist bei einem möglichen neuen Kriege mit Frankreich. Das Letztere hat seine Marine kolossal vermehrt; sie ist der deutschen mehrfach überlegen, und wenn unsere Kriegsflotte auch wohl einen so ziemlich genügenden Schutz für unsere Küsten bietet, so kann sie doch nur äußerst schwer aus der Defensive herausgehen. Die Franzosen können es sich erlauben, beim Angriff auf die Küste ein Dutzend Schiffe zu opfern; wir können das nicht. Ein ernster Angriff auf die deutschen Küsten erforderte auch die Anwesenheit einer größeren Landarmee, wir würden daWas hab ich Dir gethan? Den Jammerruf des Tieres— die Welt versteht ihn nicht, Sie höhnt! Wann ist erhöret, ein Esel welcher spricht? Doch hättet ihr nur Ohren, wie oft in Stadt und Flur Vernehmet ihr die Klage der armen Kreatur! Da treibt ein roher Fuhrmann in atemlosem Lauf Mit Hieben und mit Flüchen sein keuchend Roß bergauf. Matt stürzt es in die Knie, klagt stumm den Unhold an: Was ists, daß Du mich schlägst? Was hab ich Dir gethan? Hier zerrt ein Metzgerbursche das Kälblein über Feld, Dem rechts und links die Versen der biss'ge Hund umbellt! Es steht und klagt den Treiber mit blöden Augen an, Und klagt mit hohlem Blöcken: Was hab ich Dir gethan? Dort raubt ein böser Bube die nackte Vogelbrut Aus warmen weichem Neste, aus treuer Eltern Hut, Ihr Schwirren und ihr Girren klagt laut den Räuber an: O sag Du junger Frevler, was hab ich Dir gethan? Was treibt der kleine Junge im Maiensonnenschein? Flieg Maienkäfer, fliege," den Faden um das Bein! Der Knabe zerrt am Faden, schon hängt das Füßchen dran, Das Tierlein zuckt am Boden: Was hab ich Dir gethan? So schreit in lautem Schmerze, so seufzt ig stummer Die Kreatur auf Erden viel hunderttausendruel, Und klagt den Herrn der Schöpfurggtg, Saohn der O Mensch, o Unmensch sage: Was hab ich Dir gethan? Verstehst du nicht die Sprache des Tiers in seinem Schmerz? Und spricht nicht ihm zum Schutze dein eigen fuhlend Herz? Und hörst du nicht den Engel, der laut um Gnade schreit? Er kommt von Gottes Throne und heißt Barmherzigkeit! Karl Gerok. Im Schatten des Lebens. (Fortsetzung.) 25. Inzwischen waren auch Heimbeck's mit ihrem genesenen kleinen Sohn nach B. und die beiden älteren Kinder Hedwig's und Waldemar's aus dem Biela'schen Hause in das ihrer Eltern zurückgekehrt. Die Saison hatte in der Residenz mit gußergewöhnlicher Lebhaftigkeit begonnen und auch Graf Alfred hatte seine Salons der Gesellschaft der Haupstadt geöffnet. Der Sommeraufenthalt in der Schweiz hatte die junge Komtesse Emilie nicht allein in erfreulichster Weise gekräftigt, sondern mit der zurückgekehrten Gesundheit hatte sich bei dem jungen Mädchen auch eine Umwandelung anderer Art vollzogen; sie war nicht mehr so ernst und reserviert, wie früher, nahm mehr Teil an den Freuden des Lebens, hatte ein frisches, blühendes Aussehen und ihre Erscheinung hatte überhaupt etwas ungemein Liebliches und Anziehendes gewonnen. Die Entdeckungen, welche Scholte dem Grafen gemacht, hatten in Nichts weder dessen noch Heleuens Liebe zu Emilie beinträchtigt und sie selbst keine Ahnung von dem wirklichen Verhältnis, in dem sie zu Alfred stand. Daß Helene ihre Stiefmutter sei, wußte sie natürlich, doch den Grafen hielt sie für ihren rechtmäßigen Vater. Emilie, welche einen Teil ihrer Kinderzeit bei Frau v. Sternberg zugebracht hatte, war der erklärte Liebling der alten Dame geworden, und diese hatte, seitdem sie Alfred's Brief erhalten, in welchem er ihr Mitteilung über die veränderten Verhältnisse gemacht, einen Plan mit sich herumgetragen, den sie jetzt zur Ausführung bringen wollte. Dieser Plan machte ihre ungesäumte Abreise nach B. notwendig. Noch am Abend ihrer Ankunft hatte sie deshalb Alfred, Helene, Waldemar und Hedwig zu einem Familienrat nach ihrem Zimmer entboten. „Ihr wißt, Kinder," begann die hochbetagte Dame,„daß ich bereits ein Testament zu Gunsten Hedwig's gemacht habe. Wenn ich auch keine großen Reichtümer hinterlasse, so ist mein Erbe doch immerhin nicht zu verachten. Ihr seid sämtlich in den allerbesten Verhältnissen, und das, was ich wahrscheinlich bald hinterlassen werde, würde keinen von Euch wesentlich bereichern. Alfred hat einen Sohn und Erben seines Namens; dagegen ist uns über das Schicksal der wirklichen Tochter unseres Hauses nichts bekannt. Die umfassenden Schritte, welche Alfred in dieser Beziehung gethan, blieben bis jetzt erfolglos; allein sie können— und Gott gebe, sie werden— uns eines Tages das verlorene Kind wieder zuführen. Sie muß dann, so denke ich, ihr väterliches Erbe ungeschmälert vorfinden. Adoptieren kann Alfred Emilie nicht, doch ich kann es und wünsche es zu thun, sobald Gott uns das wahre Kind wieder zuführt. Wenn Ihr Alle— namentlich Sie, lieber Heimbeck — meinen Entschluß billigt, bin ich gesonnen, das bereits deponierte Testament zurückzuziehen und es zu Gunsten unserer lieben Emilie, die ja doch uns Allen nun eimal an's Herz gewachsen ist, neu aufzuleben. Also, wer hat etwas dagegen einzuwenden?... „Ich denke niemand,“ rief Heimbeck, indem er aufstand, Frau von Sternberg's Hand ergriff und ehrerbietig küßte. „Und Du, Alfred?“ fragte die alte Dame. „Teuerste Tante, Du machst das Maß Deiner Güte voll,“ antwortete jener.„Die Biela'schen Güter sind, wie Du weißt, Majorat und werden auf Fritz übergehen; meine übrigen Kinder muß ich aus meinen Ersparnissen, aus meinem Privatvermögen ausstatten, wenn schon sie immerhin noch Ansprüche an den Majoratsherrn, ihren Bruder, haben. Die von Dir vorgeschlagene Lösung enthebt mich aller Bedenken und wenn auch meine Schwester, woran ich nicht zweifele, gern und freudig Deinem Vorschlag zustimmt, so bleibt uns nur übrig, Dir dankbar die Hand zu küssen. Friedenau und Dein Kapitalvermögen, dessen Verwaltung ich jetzt, wie Du mir wiederholt versichert, seit fünfzehn Jahren zu Deiner Zufriedenheit geführt, sind Dein alleiniges freies Eigentum, über welches Du ganz nach Deinem Belieben verfügen kannst und wenn Du trotzdem unsere Ansicht kennen zu lernen gewünscht hast, so ist das so gütig von Deiner Seite, daß wir nicht genug dafür erkenntlich sein können.“ Nachdem auch Hedwig in den liebevollsten, herzlichsten Worten ihren ausdrücklichsten Verzicht zu Gunsten Emiliens ausgesprochen, übernahm es Alfred, die nötigen Schritte wegen der Testaments=Aenderung unverzüglich zu thun. Frau von Hochberg war im Spätsommer nach M. zurückgekehrt. So viel sie sich auch bemüht hatte, Valentine andern Sinnes zu machen, es war alles vergeblich gewesen. Das junge Mädchen beharrte dabei, dem Baron, obgleich sie ihm herzlich zugethan sei, nicht eher ihre Hand zu reichen, als bis sie über ihre Geburt vollständig im Klaren sei. Leopold hatte sie seit seiner Abreise von Ems nicht wieder gesehen. Ein schöner, kalter Winterabend hatte seinen Sternenhimmel über die Hauptstadt ausgebreitet. Vor dem königlichen Schloß drängte sich trotz der ziemlich empfindlichen Kälte eine Menge Menschen, um das Anfahren der Gäste des Hofes, welche sich in unzähligen eleganten Equipagen zum ersten Hofball einfanden, zu beobachten. Die glänzenden Empfangsräume begannen sich zu füllen; der König, seine Mutter führend, betrat den Hauptsaal und nahm in der Mitte einer im Halbkreis aufgestellten Reihe Fauteuils Platz, um sich einige Fremde und noch nicht bei Hofe präsentierte Einheimische vorstellen zu lassen. Um ihn gruppierten sich die Prinzen und Prinzessinnen, die Minister und höchsten Hofchargen, die fremden Gesandten und hohen Militärs. Dem Balle ging eine Kur voraus, und diese Gelegenheit hatte auch Frau von Hochberg benutzen zu müssen geglaubt, um Valentine den Majestäten vorzustellen und damit ihren Eintritt in die Gesellschaft zu kennzeichnen. Das junge Mädchen— ob durch Zufall oder mit Absicht — war durch den Zeremonlenmeister an die Spitze einer langen Reihe von jungen Damen plaziert worden, und ihre hohe, stolze und herrliche Erscheinung, die überall auffallen mußte, durch also im Felde geschwächt werden. Alle diese Reflexionen haben die Militärverwaltung sich eingehend mit der Nordostseekanalfrage beschäftigen lassen und sie haben denn auch die Anlage des Kanals von Holtenau bei Kiel nach der unteren Elbe bestimmt. Der Hauptzweck des Kanals ist und bleibt somit, den getrennten Geschwadern der deutschen Flotte einen unbedingt sicheren Verbindungsweg zu gewähren, welcher ihnen im Ernstfalle einen geschlossenen Angriff auf den Gegner ermöglicht und damit die Wehrkraft der deutschen Marine verdoppelt. Es wird auch angenommen, daß Handelsschiffe, welche den gefährlichen und langen Weg um die Spitze von Jütland scheuen, den Kanal zahlreich benutzen und zur Deckung der Verzinsung beitragen werden; aber in der Hauptsache wird er doch immer der Landesverteidigung dienen. Sein Bau ist eine der neuesten großen Maßnahmen, welche den Zweck haben, dem deutschen Reiche das höchstmöglichste Maß von Wehrfähigkeit zu verleihen, nicht, um, gestützt auf die gewaltige Rüstung, Kriege zu beginnen, sondern um kriegslustige Staaten vom Kampfe abzuhalten. Der deutsche Kaiser will den Frieden und das deutsche Volk gleichfalls; beide wollen auch die vollständige Schlagfertigkeit und Verteidigungskraft des ganzen Reiches, und dazu wird der Nordostseekanal wesentlich beitragen. Haben wir noch einen Wunsch, so ist es der, daß unserem Kaiser vergönnt sein möge, nicht nur den ersten, sondern auch noch den letzten Hammerschlag bei diesem Werke zu thuen, das auch tausenden von Arbeitern Brot, vielen Industrien Verdienst geben wird. Alle die Millionen für den Kanal sind nicht fortgeworfene Summen, sondern sie kommen wieder ins Volk zurück und dienen somit gewissermaßen zur Besserung der allgemeinen Lage. Deutsches Reich. Der Reichstag erledigte in seiner Sitzung am Freitag den Bericht der Reichsschulden=Kommission nach den Beschlüssen der Rechnungskommission, nahm sodann die beiden Nachtragsetats, sowie das Reliktengesetz, letzteres mit einer kleinen, die rückwirkende Kraft regelnden Anerkennung definitiv in dritter Lesung an und wandte sich sodann zur zweiten Lesung der Kunstbuttervorlage. Nachdem in der Spezialberatung der§ 1 der Kommission, welcher den Ausdruck„Kunstbutter" durch das Wort„Magarine“ ersetzen will, durch einen Redner des Zentrums, sowie durch den Abgeordneten Dr. von Frege(deutschkons.) als im Interesse der durch die illegitime Konkurrenz der Kunstbutterfabrikanten aufs äußerste gefährdeten Landwirtschaft und speziell des kleineren Landwirtes liegend warm befürwortet worden, trat das Haus dem Beschlusse seiner Kommission mit großer Majorität bei und vertagte sodann die Weiterberatung auf Samstag 11 Uhr; außerdem steht die Nahrungsmittelvorlage, sowie die Quartierleistungs=Novelle auf der Tagesordnung. In seiner Sitzung am Samstag beendete der Reichstag, bei welchem die neue Zuckersteuervorlage einging, die zweite Lesung der Kunstbuttervorlage und genehmigte dieselbe fast durchweg nach den Beschlüssen der Kommission. Bei§ 2, welcher sich als ein Zusatz der Kommission darstellt und welcher den Verkehr mit Mischbutter untersagt, erhob sich eine eingehende Debatte, in der Staatssekretär v. Bötticher, welcher dem Gesetz lediglich einen sanitätspolizeilichen Charakter beilegte, den Kommissionsbeschluß bekämpfte, während die Abgg. v. Wedell=Malchow und Graf v. Holstein (beide deutschkonservativ) unter lebhafter Zustimmung seitens der rechten Seite des Hauses den Beschluß der Kommission als das Minimum charakterisierten, welches die bedrängte Landwirtschaft und insbesondere das Molkereigewerbe zum Schutze gegeneine ungemessene frandulöse Konkurrenz fordern müsse, nachdem die obligatorische Färbung gefallen sei. Das Resultat war, wie bereits bemerkt, die Annahme des Kommissionsbeschlusses, welcher den Verkehr mit Mischbutter beseitigt. Die nächste Sitzung zur Beratung kleinerer Vorlagen findet Montag 1 Uhr statt. Von der Rüstigkeit des Kaisers zeugt am besten seine gegenwärtige Thätigkeit. Freitag vormittag hatte der Monarch die kombinierte Garde=Infanteriebrigade auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin inspiziert. Nachmittags empfing er den Besuch des Prinzen Wilhelm und hatte eine längere Konferenz mit dem Reichskanzler. samstag mittag begab sich der Kaiser mit der Frau Großherzogin von Baden nach Potsdam und folgte einer Einladung des Offizierkorps des Regimentes der Gardes du Korps zum Dejeuner. Die Besichtigung der ersten Gardeinfanteriebrigade, welche an diesem Tage auf dem Bornstädter Felde stattfinden sollte, wurde indessen wegen der ungünstigen Witterung auf Montag verschoben. Am Sonntag begaben sich der Kaiser, nachdem er im Laufe des vormittages eine Reihe Vorträge gehört, und die Großherzogin von Baden abermals nach Potsdam, um an der Familientafel beim Prinzen und der Prinzessin Wilhelm teilzunehmen. Der Reichsanzeiger macht darauf aufmerksam, daß die neue österreichisch=ungarische Zolltarifnovelle voraussichtlich am 1. Juni d. I. in Wirksamkeit treten werde. Dieselbe enthält eine große Anzahl Zollerhöhungen, welche vielfach auch für Deutschland wichtig sind. Die Branntweinsteuer=Kommission hat an den Reichstag den Antrag gestellt, zu beschließen, daß die Kommission über die Nachbesteuerung, welche für den im nächsten Jahre im Umlauf befindlichen Branntwein eventuell eintreten soll, in geheimer Sitzung beschließen soll. Wahrscheinlich wird bestimmt werden, daß die neue Steuer schon in diesem Herbst zur Einführung gelangen soll, womit die Nachbesteueruug ganz in Fortfall käme. In ihrer Samstags=Sitzung hat die Kommission eine Reihe weiterer Paragraphen bis zu den Strafbestimmungen angenommen. Irgend welche wesentliche Aenderungen der Regierungsvorlage wurden nicht beschlossen. Die neue Ausrüstung der deutschen Infanterie wird nun auch in der bayerischen Armee eingeführt. Der Prinzregent hat die fraglichen Aenderungen in der Ausrüstung des Heeres genehmigt und die Proben zu den Ausrüstungsstücken„Muster 87“ gelangen demnächst zur Ausgabe an die Truppen. Die Universität Straßburg hat, es muß einmal gesagt werden, den hohen Erwartungen, welche man bei ihrer Eröffnung am 1. Mai erregte dadurch noch eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Die Anwesenden, denen die Adoptivtochter der Frau von Hochberg unbekannt war, fragten einander, wer das reizende junge Mädchen sei. Zahlreiche Blicke der Bewunderung ruhten auf ihr, als sie nun an der Hand ihrer Mutter sich dem jungen Könige und seiner Mutter näherte. Eine duftige Seidentüllrobe, reich mit kostbaren Spitzen garniert, umschloß ihre graziöse Gestalt: kein anderer Schmuck, als eine frische Kamelie von dunklem Rot im Haar und eine eben solche vor der Brust, endlich ein kleines, reich mit Brillanten besetztes Medaillon an schwarzem Samtbande um den Hals, war an ihr zu sehen. Freundlich, ja herzlich empfing die KöniginMutter ihre frühere Hofdame und Freundin und reichte dann Valentine unter gewinnenden Worten die Hand, während der Blick des jugendlichen Landesherrn mit unverkennbarem Wohlgefallen auf der reizenden Erscheinung des jungen Mädchens ruhte. Auffallend lange unterhielten beide Majestäten sich mit Frau von Hochberg und Valentine. Manch' neidischer Blick beobachtete die Gunstbezeigung, und besonders die schon seit Jahren gefeierten Schönheiten begannen zu zittern vor dem Erfolg, den Valentinens Schönheit haben würde. Das Aufgehen dieses neuen Sternes schien alle anderen zu verdunkeln. Man drängte sich um„Fräulein von Hochberg,“ jedem und jeder schien es daran zu liegen, ihr vorgestellt zu werden. Unbewußt der verschiedenartigen Eindrücke, welche ihre Erscheinung hervorgerufen hatte, gab sich Valentine der Unterhaltung und der für sie so neuen Umgebung hin. Das Urteil, daß sie in jeder Beziehung ihrer schönen und geistreichen Mutter würdig sei, war schließlich ein allgemeines.— Da gewahrte Frau von Hochberg, wie plötzlich das liebliche Rot auf ihrer Tochter Wangen einer fast geisterhaften Blässe wich, während ihr Blick starr am Haupteingang des Saales hing. Sie folgte beunruhigt dem Blicke ihrer Tochter und gewahrte, freudig erschreckend, ihren Neffen, den Baron Leopold, der soeben eingetreten zu sein schien.— Seine Augen schienen jemand zu suchen, jetzt entdeckte er Valentine— ihre Blicke begegneten sich und mit unverkennbarem Entzücken hing der seinige an ihrer Gestalt; sie erschien ihm schöner, begehrenswerter denn je.— Da ward Valentine zu einem eben 1872 deutscherseits hegte, bis jetzt leider nicht es Freycinet im letzten Moment abgelehnt hat, entsprochen. Sie sollte eine Pflanzstätte deutschen die Neubildung des Ministeriums zu überWissens, Denkens und Fühlens werden, welche nehmen. Er fürchtet, mit dieser Kammer zu die Jugend der wiedergewonnenen Landesteile er= keiner Einigung kommen zu können. Boulangers ziehen sollte.„Elsaß=Lothringen den Elsaß=Loth= Position war so gefährdet, daß seine Anhänger das war damals ein ernstgemeintes bereits die radikalen Gemeinderäte im Lande zu ringern!“ Wort. Der Universität sollte die schöne Aufgabe zufallen, die jungen Elsaß=Lothringer für die öffentlichen Aemter heranzubilden und dem Staat Elsaß=Lothringen eingeborene deutsche Beamte zu liefern. Man war damals in Deutschland in dem Wahn befangen, wir würden in den zurückgewonnenen Provinzen, namentlich im Elsaß, so eine Art von verlassenem Bruderstamm finden, welcher nur auf Befreiung vom welschen Joch gewartet hätte. Daß dies wirklich so gewesen mission der Kammer, welche wird heute wohl niemand mehr glauben. ganzen Wirrwarr herbeiführte, stehen. Vom sei, wird heute wohl Ind wie hat unter diesen Verhältnissen die Universität Straßburg gewirkt? Sie ist in jeder wird immer bunter. Auch mit dem Ministerium Beziehung wahrhaft verschwenderisch ausgestattet, das beste war für sie gerade gut genug und dennoch zählt sie noch nicht 900 Studierende, so daß auf einen Lehrer noch nicht 9 Studierende! Ferry und Clemenccau, aber mit wenig Ernst. kommen. Und von dieser verhältnismäßig geringen Am thätigsten sind Boulangers Anhänger, die Zahl sind nur etwa 150—200 eingeboreneses sich krampfhafte Mühe kosten lassen, den Elsässer und Lothringer. Wenn nur diese wenigstens General zu retten.— Boulanger teilt den Zeimit deutschem Geist erfüllt in das Philisterium tungen mit, bisher sei bei ihm kein einziger Dezurückkehren würden; doch auch das ist nicht der putierter gegen den Mobilisierungsplan vorstellig Fall. Sie bleiben in Straßburg unter spezifisch geworden. französischem Einfluß und gehen mit französischen] Cassagnac versichert in seinem Blatte„AuGesinnungen als Aerzte, Geistliche, Rechtsanwälte torité", Boulanger habe den Gesamtbetrag des 2c. in das Leben hinaus, wo sie dann für das dem Kriegsminister gewährten geheimen Fonds, Franzosentum Stützpunkte werden. Fast möchte zwischen 400000 und 500000 Franken, welche man sagen, es wäre besser für die Germanisier= seine Vorgänger stets für Spionendienste in beginnenden Walzer abgeholt; Baron Hartenstein ging auf seine Tante zu, die ihn mit sichtlicher Freude begrüßte. „Vor kaum zwei Stunden bin ich angekommen, liebe Tante,“ sagte er,„und da ich erfuhr, daß heute Hofball und Vorstellung sei, warf ich mich sofort in Gala, denn ich war ja sicher, Euch hier zu treffen.“ Und er war in der Gala stattlich; imponierend sah der schöne Mann aus in dem kleidsamen Hofkostüm mit dem blitzenden Stern des Hausordens auf der Brust und dem breiten Ordensband unter dem Kammerherrnfrack. „Valentine wurde heute vorgestellt und das Aufsehen, welches sie erregte, die überaus huldreiche Aufnahme, welche sie bei den Majestäten fand, könnten mich stolz auf sie machen,“ entgegnete Frau von Hochberg, der der Eindruck nicht entgangen war, den Valentinens Erscheinung hervorgerufen hatte.„Doch nun erzähle mir, Leopold,“ fuhr sie fort,„wie deine Mama die Enthüllung deines Herzens aufgenommen hat.“ „Ich komme, Dir ihren Besuch anzukündigen; sie will Valentine sehen und kennen lernen, ich habe selbst darauf gedrungen, denn sie muß Valentinens Wert kennen. Meine Sehnsucht, sie wiederzusehen, gestattete mir nicht zu warten, bis Mama zur Reise bereit sei, da sie noch durch Besuche zurückgehalten wird. Doch ich muß mich jetzt den Herrschaften vorstellen, die sich wohl kaum meiner erinnern werden, da es beinahe zehn Jahre her ist, daß ich zuletzt diese Räume betrat.“ Er verabschiedete sich einstweilen von seiner Tanie, noch ehe Valentine von ihrem Tänzer zurückgeführt wurde. Sein Rang und seine Kammerherrnwürde gestatteten ihm, sich den Majestäten persönlich in die Erinnerung zurückzurufen. Die Königin=Mutter unterhielt sich leise mit ihrem Sohne, als Baron Hartenstein sich näherte, und, um nicht zu stören, eines Winkes des Königs gewärtig stehen blieb. Da fiel der Königin Blick auf ihn, sie fixierte den Prinzen, plötzlich schien sie ihn erkannt zu haben, denn sie sprach einige sehr angelegentliche Worte zum Könige, der sich erhob und dem Baron entgegenging. Der König fand sichtlich Gefallen an dem Baron, er nahm selbst Hartensteins Arm und begann mit ihm im eifrigsten Gespräch auf und ab zu wandeln.(Fortsetzung folgt.) bearbeiten anfingen, damit diese einen Petitionssturm zu Gunsten Boulangers und seines Verbleibens im Kabinett nach Paris richteten. Auch vor dem Kriegsministerhotel in Paris fanden Ovationen für Boulanger statt. Die ganze Ministerkrisis spitzt sich nun auf eine Boulangerkrisis zu. Präsident Grevy verhandelte noch mit Ferry und Raynal und blieb endlich bei Rouvier, dem Präsidenten der Budgetkombekanntlich den Sonntag wird aus Paris telegraphiert: Es Rouvier wird es nichts. Viele glauben, Freyeinet werde schließlich doch die Kabinettsbildung übernehmen. Andererseits spricht man auch von ung der Reichslande, wenn die Universität Kriegszeiten reserviert hielten, für Preßzwecke Straßburg gar nicht bestände. Dann hätten verwendet, außerdem alle bezüglichen Ersparnisse die elsaß=lothringischen Studenten auf deutschen der früheren Minister aufgebraucht, um im InUniversitäten wenigstens Gelegenheit, deutsches lande und Auslande Beziehungen mit den JourWesen kennen und achten zu lernen, die wenigen nalen unterhalten und seinen Ruhm verkünden Hunderte von Studierenden aber aus Altdeutsch= j zu lassen. Falls Boulanger wirklich beseitigt land könnten ebenso gut und obendrein noch viel wird, dürften wohl weitere pikante Enthüllungen billiger auf andereu deutschen Hochschulen studieren. zu erwarten sein. So sind von der Universität Straßburg erst wohl in ferner Zeit sichtbare Erfolge auf dem Spanien. Das spanische Ministerium hat beschlossen, Gebiet der Germanisierung des Landes zu er= daß sofort nach der Erledigung des Budgets die warten; bis jetzt fehlen dieselben gänzlich. So Militärreform beraten werden soll. In den lausen die Ausführungen eines Straßburger Cortes hat Canovas del Castillo eine scharfe Korrespondenten. Traurig, sehr traurig, wenn Rede gegen diese Reform gehalten. In den letzer nicht zu schwarz gesehen hat! teren Tagen sind mehrere Bankette von OffizieDie Handelskammer von Frankfurt a. M.tren zu dem Zwecke veranstaltet worden, gegen erscheint mit ihrem Jahresbericht für 1886 als die Militärreform zu protestieren. Diese Baneine der ersten auf dem Plan. Der Bericht kette sind jetzt verboten. hebt hervor, daß der Außenhandel 1886 eine Besserung gegen das Vorjahr aufweist. Eine erhebliche Zunahme der Ausfuhr wichtiger InRußland. Nach vielen Feierlichkeiten und Huldigungen im Kosakenlande ist das Kaiserpaar aus Norodustrie= und landwirtschaftlicher Erzeugnisse falle tscherkask wieder in Gatschina bei Petersburg in die Augen. Wenn auch die vielfach niedri= angekommen. Der ganze Aufenthalt in der Kogen Preise die Bedeutung des Ausfuhrgeschäfts sakenhauptstadt dauerte nur zwei Tage, und diese etwas vermindern, so sei doch aus dieser Wandlung zu ersehen, daß die schweren Zeiten von 1885 und früher für die deutsche Industrie vorüber sind und eine Erholung Platz gegriffen hat, welche die besten Aussichten für die Zukunft gewährleistet. In Bolchen(Lothringen) erregt die Verhaftung des früher dort stationierten und seit März entlassenen Polizeikommissars Schmidt Aufsehen. kurze Frist beweist am besten, in wie großer Sorge der Kaiser vor neuen Attentatsversuchen lebt. Daß in Tscherkask eine Verschwörung gegen das Leben des Zars entdeckt wurde, ist buchstäblich wahr, wenn auch aus begreiflichen Gründen die offiziellen Berichte nichts darüber sagen. Westfalen und Rheinland. (D Schwerte, 23. Mai. Der Maimonat der Rerufung den“ dischen des Jahres 1887 ist bisher durchaus nicht als Die Frage wegen der Serufung ver vaoischen der„holde Knabe Lenz“ erschienen, von dem die Landstände zu einer außerordentlichen Session ist Dichter in allen Tonarten gesungen. Nur mit nun endlich dahin enschieden, daß der Landtag Heine einmal übereinstimmend, möchten wir den um die Mitte Juni zusammentritt, um den diesjährigen Mai einen grün angestrichenen WinBeitrag Badens zu den Kosten der strategisch ter nennen. Düsterer, wolkenverhangener Himwichtigen Eisenbahnbauten im Oberlande zu bewilligen. Auch der neugewählte bayerische Landtag wird der strategischen Bahnen wegen früher als gewöhnlich berufen werden. Oesterreich. mel, Kälte, Sturm und Regen, das sind die Maienwonnen dieses Jahres, denen zur Abwechslung dann und wann ein Gewitter sich beigesellt. Am Samstag vormittag ging außerdem ein kurzer Hagelschauer nieder, der stellenweise die zarIm ungarischen Abgeordnetenhause hat amten Saaten dürfte empfindlich berührt haben. Samstag der Ministerpräsident von Tisza die Angesichts dieser früh auftretenden GewitterschäInterpellation betr. die Vorgeschichte der Okkupation den dürfte eine wiederholte Mahnung an unsere von Bosnien und der Herzegowina beantwortet. Landwirte, ihre Früchte gegen Hagelschaden zu Der Minister bestätigte die bekannte Enthüllung versichern, am Platze sein. Die kühle Witteder Nordd. Allg. Ztg. daß Oesterreich auf Grund rung hat bei allem Ungemach doch ihr Gutes einer Vereinbarung mit Nußland vorgegangen sei. gehabt. Die Maikäfer, welche bekanntlich dem Prinz=Regent Luitpold von Baiern traf Laube der Bäume großen Schaden zufügen, sind Freitag früh zum Besuch seiner Schwester, der zum größten Teil in den letzten kalten Nächten Herzogin Adelgunde von Modena, in Wien ein erfroren. und wurde von dieser und dem Kaiser Franz, Schwerte, 22. Mai. Ueber die Einführung Josef von Oesterreich persönlich empfangen. Der der neuen Kreisordnung in der Provinz Westfalen Regent stattete im Laufe des Tages verschiedene wird geschrieben, daß die dazu erforderlichen, ziemNachmittags war Diner in der lich umfangreichen Vorarbeiten beendet sind. Die neuen Kreistage haben sich überall konstituiert und die Wahlen der Kreisdeputierten und der Kreisausschüsse haben stattgefunden. Als bemerkenswert Besuche ab. Hofburg. Belgien. Infolge der umsichtigen militärischen Maßnahmen der belgischen Regierung verläuft die wird hinsichtlich der Wahlen in den Wahlverbänden Streikbewegung— abgesehen von kleineren Tu=(der größeren Grundbesitzer in den Industriekreisen multen— doch im großen und ganzen ruhig. hervorgehoben, daß bei denselben ein Gegensatz Der Streik hat jetzt auch im Bezirk Borinage zwischen den industriellen und landwirtschaftlichen Ausdehnung gewonnen. Dagegen beginnt sich in Interessen, wie er in diesen Kreisen so häufig bei der Umgebung von Charleroi die Erregung zuden Gemeindeverordneten=Wahlen zu Tage tritt legen. Im Lütticher Bezirk herrscht völlige Ruhe. und dann gewöhnlich meist zur Majorisierung der Im„Volkshause“ zu Brüssel berieten am ackerbautreibenden Bevölkerung führt, nicht stattgeSamstag abend mehrere hundert Arbeiter über funden hat. Die Wähler der Wahlverbände der einen allgemeinen Streik. Die Mehrzahl war größeren Grundbesitzer, in welchen jener Gegensatz dagegen, erklärte aber, daran teilnehmen zus am schärfsten zu tage treten mußte, haben sich wollen, wenn es wirklich so weit kommen sollte. vielmehr in den Industriekreisen fast ausnahmslos Nach Schluß der Versammlung durchzog ein vor der eigentlichen Wahl über die jeder InteressenArbeitertrupp unter dem Absingen der Marseil= tengruppe nach ihrer jeweiligen Bedeutung zukomlaise und unter Hochrufen auf die Amnestie und mende Zahl von Abgeordneten geeinigt und dann die allgemeine Arbeitseinstellung die Stadt. Ihre die Wahlen in vollster Eintracht mit EinstimmigAbsicht, beim königlichen Schloße vorüberzuziehen, keit vollzogen. Sowohl in den Wahlverbänden wurde polizeilich verhindert. der größeren Grundbesitzer wie auch in den WahlFrankreich. verbänden der Amtsbezirke hat man durchweg auf Die Ministerkrisis schwebt weiter, nachdem iene gleichmäßige Verteilung der zu wählenden Ab geordneten über die verschiedenen Kreise Bedacht genommen. Den alten Kreistagen gehörten 120 virilstimmberechtigte Rittergutsbesitzer an, während von diesen in die neuen Kreistage nur 36 gewählt sind. Dieses Zurückdrängen der doch im wesentlichen den größeren Grundbesitz vertretenden Rittergutsbesitzer in den Kreisvertretungen erscheint jedoch weniger auffallend angesichts der Thatsache, daß die weit überwiegende Mehrzahl der durch die neuen Wahlen von den Kreistagen aus. geschlossenen Rittergutsbesitzer nicht in den betreffenden Kreisen wohnen. Die Gesamtziffer der Kreistagsabgeordneten der Wahlverbände der größeren Grundbesitzer ist genau dieselbe wie die Zahl der früher auf dem Kreistage virilstimmberechtigten Rittergutsbesitzer. □ Schwerte, 23. Mai. Gestern vormittag wurde auf der Hüsingstraße ein kleines, etwa 3 Jahr altes Mädchen durch den Metzger B. hierselbst überfahren und soll ein Beinchen des Kindes schwer verletzt sein. Der Metzger schien das gar nicht bemerkt zu haben, denn er fuhr seines Weges ruhig weiter, sich um das Kind nicht im mindesten bekümmernd, was gerade keinen guten Eindruck machte. * Schwerte, 23. Mai. Die Ober=Ersatz= Aushebung findet in diesem Jahre für den Kreis Hörde am 8. 9. und 10. Juli in Hörde statt. X Schwerte, 22. Mai. In der heute stattgefundenen Generalversammlung der vereinigten Gesellen=Auflage, eingeschriebene Hilfskasse, wurde beschlossen, das diesjährige Stiftungsfest am 11. Juni zu feiern und wurde als Festlokal das Lokal der Frau Witwe F. Sternberg in der Helle bestimmt. * Schwerte, 22. Mai. Die Königl. Regierung zu Arnsberg, Abteilung für das Kirchenund Schulwesen hat für die Ferienzeit zu Pfingsten folgende Verfügung erlassen:„Ferien treten ein zu Pfingsten, beginnend mit dem Samstag vor dem Feste als erstem Feiertage, schließend mit dem Mittwoch nach dem Feste.“— Ferner hat die Königliche Regierung verfügt, daß Arbeitgeber, welche ein in der Innung vertretenes Gewerbe betreiben und selbst zur Aufnahme in die Innung fähig sein würden, gleichwohl aber der Jnnung nicht angehören, vom 1. Juni ab Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen. * Schwerte, 23. Mai. Der§ 243 Nr. 6 des Reichsstrafgesetzbuches, welcher lautet:„Auf Zuchthaus bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn zu einem Diebstahle mehrere mitwirken, welche zur fortgesetzten Begehung von Raub oder Diebstahl sich verbunden haben," kommt im ganzen selten zur Anwendung, weil heutzutage die Zeiten des freien Räuberlebens vorbei sind. Die drei jugendlichen Angeklagten aber, die Fabrikarbeiter W. Hahner, Fr. Wallrabe und P. Saalmann von hier räumten in der letzten Strafkammer=Sitzung zu Hagen ganz unumwunden ein, sich zur Begehung von Diebstählen verbunden zu haben und auf sie mußte der angezogene Paragraph Anwendung finden, allerdings unter Annahme mildernder Umstände, bedingt in der Jugend der Angeklagten, durch welche diese vor dem Zuchthause bewahrt wurden. Hahner ist bereits mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft und war am 16. März aus dem Gefängnis entlassen worden, aber bereits am 18. März beging er im Verein mit den beiden anderen Angeklagten zwei neue Diebstähle. Wallrabe ist ebenfalls wegen Diebstahls, jedoch nur mit 1 Tag bestraft und auch Saalmann ist wegen Diebstahls wiederholt vorbestraft. Am 18. März hatten die drei beschlossen, auszuwandern und da ihnen hierzu das nötige Geld mangelte, wollten sie sich selbes, wie sie selbst einräumten,„erstehlen." Sie brachen deshalb auf Haus Villigst ein und stahlen einem Knechte so ziemlich seine sämtlichen Sachen im Gesamtwerte von 120 Mark; der Einbruch wurde ganz regelrecht verübt und einer der drei stand Wache. Am selben Tage eskamotierten sie einem hiesigen Bürger einen Schinken und thaten sich gütlich an demselben. Dann verschwanden die drei, trieben sich in Soest, Unna und Dortmund umher und versilberten die gestohlenen Sachen. Das Urteil lautete dem Antrage der königlichen Staatsanwaltschaft gemäß für Hahner auf 1½ Jahre, für Wallrabe auf 3 und für Saalmann auf 6 Monate Gefängnis. Schwerte, 21. Mai. Das Töchterchen des Schuhmachers L., welches am Montag mit mehreren Kindern am Mühlengraben damit beschäftigt war, das in letzterem fließende Unkraut aufzufischen, bekam plötzlich das Uebergewicht und verschwand in dem nassen Element. Glücklicherweise gelang es dem Herrn Lehrer K., welcher auf den Hilferuf herbeigeeilt war, das Kind vom Ufer aus dem drohenden Tode zu entreißen. *.— Ein neuer Komet ist am 12. d. M. von Herrn E. Barnard zu Neshville entdeckt worden. Derselbe ist jetzt auch auf der Sternwarte zu Kiel nachgewiesen. Er steht im Sternbilde des Wolf und bewegt sich langsam vorwärts. Geisecke, 22. Mai. In seiner letzten Generalversammlung beschloß der Krieger= und Landwehr=Verein von Lichtendorf=Geisecke, sein Sommerfest am 26. Juni zu feiern, und zwar in den Anlagen des Herrn Exsternbrink an der Ruhrfähre bei Geisecke. Die Nachbarvereine sollen eingeladen werden. Ein solches Exemplar von Brutalität und Rohheit, schreibt man dem„Westf. Anz.“, wie es sich in der letzten Strafkammersitzung zu Hagen auf der Anklagebank in der Person des Oekonomen 9. Küssel aus Ergste präsentierte, gehört Gott sei Dank zu den Seltenheiten. Der Angeklagte hatte es sich in den Kopf gesetzt, daß er nicht hat eine Frau geheiratet, die älter war, als er mehr leben könne, wenn die von ihm bewohnte selbst, und die ihm fünf Kinder zubrachte; die enge Gasse kanalisiert würde, und als nun mit Ehe schloß er nur, um Besitzer eines Bauernhofes der Kanalisation begonnen wurde, legte er Hand zu werden. Sobald er der Herr war, mißhandelte an sich selbst, indem er sich ertränkte. er die Kinder in grauenhafter Weise, Fußtritte, Am linken Weserufer bei Heisterholze wurStockschläge u. dgl. waren an der Tagesordnung den die zusammengebundenen Leichen eines junund dabei durften die Kinder keinen Laut vongen Mannes und einer jungen Dame angesich geben. Am schlimmsten erging es einem schwemmt. Nach vorgefundenen Angaben war dreijährigen hübschen Knaben, der Tabak essen das Paar aus Hannover und der gemeinsame mußte, dem Papa mit einem Schwefelholz den Tod ein gesuchter. Dasselbe war noch recht Mund verbrannte, der beständig mit braunen und jugendlichen Alters; der junge Mann zählte 18, blauen Flecken übersäet war und der schließlich seine Todesgefährtin 16 Jahre. von dem Stiefvater derartig ins Gesicht und auf u den Kopf geschlagen wurde, daß ärztliche Hilfe) Von seiten der Verwaltung der Kruppschen nötig ward. Ein halbes Jahr dauerte das Werke wird jetzt über die neuesten auf dem SchießSchreckensregiment des Wüterichs und jetzt wurde platze zu Meppen vorgenommenen Schießversuche dieser von der Strafkammer zu 3 Jahren Ge=mit neuen Geschützen berichtet. Dieselben wurden anfängnis verurteilt.(gestellt mit vier von Italien in Bestellung gegebenen Se„ 40 Ztm.=Kanonen und mit einem neukonstruierten 8,4 Vor einigen Nächten haben Dieve der Freisch- Ztm.=Schnellfeuer=Schiffsgeschütz, das bekammer des Wirts Baak zu Aplerbeckermark stimmt ist, von dem Bord großer Schiffe Torpedoeinen Besuch abgestattet und dort zwei Seiten1 boote bei einem Angriffsversuch derselben unter ein Speck von je 70—80 Pfund und einen Schinken gutgezieltes und in Hinsicht der Durchschlagskraft der tmondet 90 7 25t. Tarturn:] Geschosse ausreicheno wiltsames Schnellfeuer zu nehmen. entwender. Mean glaust, den Thatern auf der Bei der 40 Ztm.=Kanone, dem schwersten bisher im Spur zu sein. Krupp'schen Etablissement fertiggestellten Kaliber, ist hörde, 20. Mai. Vor einigen Tagen ver= man von einer Pulverladung von 330 Kg. und Gegnügten sich zwei der Schule bereits entwachsene schossen von 920 Kg. Gewicht bis zu den Ladungen gnügten sich zwei der Schute vereite enntwuchent 375 und 384 Kg. verschiedener Pulversorten des neuen Bürschchen aus der Dortmunderstraße damit, braunen prismatischen Pulpers, und Panzergranaten daß sie sich gegenseitig mit Backsteinen warfen. von 1050 Kg.(also 2100 Pfd.) Gewicht fortgeschritten Hierbei traf jedoch der Stein des einen ein drei= und hat damit die größten Leistungeu erzielt, welche jähriges in der Nähe stehendes Kind am Kopfe bisher überhaupt von einem Geschütz erzielt worden Fägeiges in dir Fnge fichrneer amd um eeerse sind. Bei senkrechtem Auftreffen würde in der Nähe und verletzte dasselbe so schwer, daß an seinem der Mündung des Geschützes von dem zuletzt angeAufkommen gezweifelt wird. wendeten Geschossen eine schmiedeeiserne Panzerplatte In der Sitzung des Reichstages wurde die von 104 Ztm. also über einen Meter Stärke, und noch Wahl des Stadtrats Kleine in Dortmund für auf 1000 Meter Entfernung eine solche von 97 Ztm. gültig erklärt mit der Maßgabe, daß über die in den eingegangenen Wahlprotesten behaupteten Thatsachen Erhebungen angestellt werden. Stärke glatt durchschlagen werden. Nicht minder haben auch die Leistungen des neuen Schnellfeuergeschützes alle Erwartungen übertroffen. Dasselbe, ein Pivotgeschütz mit Panzerschutz von ganz eigenartiger Barop. 19. Mai. Dieser Tage rissen zwei neuer Konstruktion, verfeuert Vollgeschosse, Shrapnels petv... Jameraden aus d“ und Kartätschen mit einer Feuergeschwindigkeit von Burschen einen Schlaftaucrunen aus dem Bette, 7 1/8 bis 13 Sekunden pro Schuß, und hat sich im tränkten ihn mit Benzin und zündeten diesen dann stande erwiesen, binnen einer Minute noch bis zu an, wobei das Hemd des Wehrlosen Feuer fing 1500 Mtr. Entfernung ein gebotenes Ziel mit 1000 „„„„ 4 bis 1840 Shrapnelgeschossen von 354,000 bis 616,000 Mtr.=Kg. lebendiger Kraft zu überschütten. Kein Torpedoboot würde einem solchen Geschoßhagel von gleichem Durchschlagsvermögen zu widerstehen vermögen. Alle Teile dieses Geschützes, dessen Bedienung drei Mann erfordert, arbeiteten tadelfrei, doch hofft man, durch die Vereinigung von Geschoß und Ladung noch günstigere Ergebnisse erzielen zu können, und die Versuche mit diesem Schnellfeuergeschütz sollen deshalb und der Aermste erhebliche Brandwunden erlitt. Der Unglückliche befindet sich in ärztlicher Behandlung. Das gerichtliche Nachspiel für die Uebelthäter wird folgen. In Hagen wurde ein Mensch verhaftet, der ein besonderes Vergnügen daran fand, große Fensterscheiben mit der Hand zu zertrümmern. Daß er selbst dabei zu Schaden kam, schien ihn nicht zu kümmern. Die Polizeibehörde in Witten bestrafte zwei noch fortgesetzt werden. Wirte, weil ihre Fremdenbücher nicht überall die durch die Polizeiverordnung erforderte Angabe des Neue Erfindungen. Elberfeld. Eine Erfindung von voraussichtReiseziels der Gäste enthielten; die Angabe war lich weittragendster Bedeutung ist in Elberfeld gemacht ich öfters von schäftlichem Interesse verweigert worden. Auf serve=Salze beigelegt. Dieses Konservesalz ist völlig Einspruch erkannte das Schöffengericht und in der geruchlos und schmeckt nur schwach nach Kochsalz. Die Berufsinstanz auch die Strafkammer zu Hagen mit demselben behufs Konservierung behandelten Fleischauf Freisprechung der Wirte unter Feststellung des teile behalten auf lange Zeit hinaus ihre ursprüngliche de Geetrechtug der Wpttte undt u).„#### Frische und sind kaum vom frischen Fleische zu unterGrundsatzes, daß die Polizeibehörden von ven im scheiden. Um zu zeigen, wie intensiv diese Eigenschaft Orte beherbergenden Reisenden die Mitteilung des seines Konservesalzes ist, hat der Erfinder am 16. Reiseziels zu erfordern nicht berechtigt seien. Januar d. J. unter Kontrolle einer Anzahl von FleiAus Westfalen, 21. Mai. Der Küster eines schermeister, darunter ein Vorstandsmitglied des Fleia hat bei schan schermeister=Verbandes für Rheinland und Westfalen westfälischen Städtchenv qu ori schatzenswerten eine frische Schweineleber nach seiner Methode mit Vorzügen den Fehler, gern andere zum besten zu dem Konservesalz imprägniert. Diese Leber ist auf der haben. Auch der Geselle eines auswärtigen Stein= Internationalen Ausstellung für Volksernährung und sshernde d in d Leirche die Standpläge für du) Jan. bis 1. Fedr. statfand, ausgestelt gewesen und lestener Kreuzwegstationen ausmaß, hatte allerlei nachher hier in Elberfeld bis zum 26. April aufbeSchabernack auszuhalten; bald war der Maßstock wahrt worden. Während dieser Zeit ist die Leber der fort, bald die Kirche zur Unzeit verschlossen.„Ihr Luft und der Sonne ausgesetzt gewesen. Am 26. 1 April wurde dann die Leber wie frische Schweineleber werdet noch an mich denken,“ sagte der junge zubereitet in einem hiesigen Restaurant von mehreren Mann, der zum bösen Spiel stets gute Miene ge= Herren, darunter auch das Vorstandsmitglied des Fleimacht hatte, beim Abschied. Die Kreuzwegbilder scher=Verbandes für Rheinland und Westfalen verkamen an, eine schöne, mustergiltige Arbeit; nur speist. Die Teilnehmer an diesem Probeessen haben eine in mehreren Gruppen rückhaltlose Anerkennung drr hervorragenden Eigenwiederkehrende Figur die vollständigste Porträt=schaften des Konservesalzes enthält. Der Geschmack ihnlichkeit mit dem Küster, keineswegs zu dessen der Leber war nahezu der einer frischen und alle waren Freude— es ist die Figur eines Henkersknechts! überrascht von der Großartigkeit dieses Versuchs, umEine Bauersfrau aus der Gegend von Arns= teilen gehört, welche dem Verderben in kürzester Zeit wurde beim Melken von der ausschlagen= ausgesetzt sind. Ein Versuch in größerem Maßstabe den Kuh so stark an den Kopf getroffen, daß sie kommt noch zur Entscheidung. Der Erfinder hat nämeinen Schädelbruch erlitt und nach zwei Tagen lich am 15. März d. J. zwei Fässer mit nach seiner „„„„* Methode konserviertem frischem(nicht gepöckeltem) tarv... S ten brachten Ein.: g Rind=, Kalb= und Schweinefleisch mit dem Dampfer Vor einigen Tagen brüchten wir die Nach:„Neu=Holland“ nach der Südsee versandt. Der Inhalt richt, daß der wegen Leichenraubs inhaftierte eines der Fässer soll nach getroffener Bestimmung von Schlosser v. d. B. in Münster die That wahr= der Schiffsmannschaft unter dem Aequator verzehrt Häuser erschüttert und Möbeln in denselben umgestürzt wurden, die Einwohner flüchteten ins Freie. * Im Dorfe Lorup bei Osnabrück sind am Samstag 14 meist neue Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen niedergebrannt. Das Feuer entstand durch Kinder, die mit Zündhölzchen spielten. * Aus Pest wird der Eintritt einer Wassersnot gemeldet: Die Naros ist bei Karlsburg ausgetreten und hat die Stadt überflutet. Das Militär ist bei den Rettungsarbeiten thätig. Der Bahnverkehr ist vielfach unterbrochen. Auch in Nagyenyed hat das Hochwasser bedeutenden Schaden angerichtet. Die Bahnlinien und die Staatsstraßen sind überschwemmt. * Einen recht gesunden Appetit hat eine Bauern=Hochzeitsgesellschaft im Dorfe Wilzectze bei Salzwedel kürzlich an den Tag gelegt. Nachstehende Kleinigkeiten wurden von den Hochzeitsgästen in fünf Tagen verzehrt: 2 fette Ochsen, 5 Schweine, 6 Kälber, 120 fette Hühner, 20 Zentner Weizenmehl, 400 Flaschen Wein, 3 Tonnen Rum, 4 Tonnen Lagerbier, 16 Tonnen Braunbier, 1 Tonne Häringe u. s. w. u. s. w. * Einen Anglerscherz erzählen die„Potsd. Nachr.“: Saßen sich da in den letzten warmen Tagen zwei passionierte Angler und Freunde an der Havel in der Nähe des Tornow gegenüber. Der eine von ihnen besaß zwar eine Angelkarte, aber das konnte die Fische nicht bewegen, sich von ihm fangen zu lassen. Der andere war ein „Stipper“, der, wie es schien, einen großen Fisch nach demlanderen aus dem Wasser zog. Haß und Unmut zogen in das Herz des unglücklichen Fischers. Schließlich konnte er sich nicht mehr mäßigen, er bestieg einen Kahn und ruderte nach dem anderen Ufer hinüber, um den angelkartenlosen Fischer auf das Ungesetzliche seines Treibens aufmerksam zu machen und ihn zugleich von dem Glücksplatz zu vertreiben. Der andere zog inzwischen einen Fisch nach dem andern aus dem Wasser, und als der unglückliche Angler sich ihm ganz entrüstet uäherte und ihn anschrie, zog er wohlgemut wieder seine Angel in die Höhe, an welcher freilich ein recht ansehnlicher Fisch baumelte, leider aber kein heimischer, sondern ein Häring. Auf die zornigen Worte seines Freundes hatte er nur die Antwort:„Na, wat willste denn, Aujust, ick wer doch woll hier meinen Hering wässern können?“ * Im„Rhein. Merkur“ finden wir folgende Reklame:„Als das Neueste in der Pfeifen=Industrie ist die Windthorst=Thonpfeife von Herrn N. N. zu erwähnen; die letztere zeigt den Kopf des Führers der Zentrumspartei nach einer Photographie plastisch wohlgetroffen ausgeführt. Dazu bemerkt die„Bonner Zeitung“ launig: Als passender Tabak für diese Pfeife wäre vielleicht der jüngst von einem Manne im Hannoverschen, wenn wir uns recht erinneru, feilgebotene„Fürst Bismarck=Kanaster“ zu empfehlen.“ * Mir oder mich.„Der gute Kamerad“. erzählt: Wahrscheinlich um den Verwechselungen zwischen dem dritten und vierten Fall ein Ende zu machen, fragt der Herr Lehrer:„Sag' mir einmal, Fritze, wo sitzt denn die Nase, ins Gesicht oder im Gesicht?“— Fritze antwortete frischweg wie gewohnt:„Ins Gesicht.“— „Nein, das ist falsch. Wenn Du in den Wald gehst und ein Zweig schlägt Dich, wohin schlägt er Dich, ins Gesicht oder im Gesicht?“— Ins Gesicht war falsch, denkt Fritze, und antwortete demgemäß:„Im Gesicht.“—„Nein, das ist wieder falsch. Wo sitzt nun die Nase?"— Fritze schweigt verwirrt.—„Nun, Kinder, wer von Euch weiß, wo die Nase sitzt?"— Tiefes Schweigen. Endlich erhebt sich der kecke Wilhelm und ruft:„Ich weeß, Herr Lehrer, wo die Nase sitzt!“—„Nun, wo denn, mein Sohn?“— Ebbersch Maul!“ antwortet siegesbewußt der Junge. scheinlich in einem Zustande der Geistesstörung begangen habe. Es ist nunmehr beschlossen, denselben in eine Irren=Anstalt unterzubringen. Eine Bauerntochter aus Lüdinghausen verliebte sich in einen verheirateten Mann aus Dortwerden und das zweite Faß nach einmaligem Passieren der Linie hier amtlich geöffnet und das Fleisch auf seine Frische geprüft werden. Man darf sich der Hoffnung hingeben, daß auch dieser Versuch gelingt und dann wird die eminente Bedeutung der Dr. Rügerschen Ersindung für Handel und Verkehr entgültig entschieden. Dem Konservesalz ist aber vielleicht eine mund, der ihr vorschwatzte, daß er sie nach Schei= noch wichtigere Rolle in der Heilkunde vorbehalten. dung von seiner Frau heiraten werde. Kaum hatte aber der Liebhaber die Barschaft des ver=I Vermischtes. trauensseligen Mädchens(450 Mark) in Händen,1“ Berlin, 20. Mai. Unter großem Anals er auf Nimmerwiedersehen verschwand. drange des Publikums begannen heute vormittag Das Eröffnen von Geldschränken mittels im großen Schwurgerichtssaale die Verhandlungen Nachschlüssel scheint sich auszubreiten. Zur War= gegen den mutmaßlichen Mörder des in der Nacht nung teilt die„Roerztg.“ in Düren folgendes zum 1. Osterfeiertage ermordeten Glaswarenmit:„In der Nacht zum Freitag wurde in ein händlers Max Kreiß, den Buchhalter Günzel. vor dem Kölnerthor gelegenes Haus eingebrochen Da etwa 60 Zeugen geladen sind und die Verund aus dem eisernen Geldschrank nach Oeffnen handlungen mindestens zwei Tage in Anspruch desselben durch Nachschlüssel eine große Menge nehmen werden, ließ der Vorsitzende zwei ErWertsachen und eine erhebliche Summe baren gänzungsgeschworene auslosen. Geldes und außerdem Wertpapiere gestohlen. Der]* Breslau, 20. Mai. Ein unbekannter Gesamtwert des gestohlenen Gutes beläuft sich Mann, welcher heute nacht wegen eines Straßenauf cg. 4000 M.“ skandals verhaftet werden sollte, feuerte bei der VerWegen Verläumdung wurde ein Duisburger folgung mehrere Revolverschüsse ab, wodurch ein wohlachtbarer Bürger mit 600 M. Buße und Wachtmann tödlich und zwei Oberwächter schwer Tragung sämtlicher Kosten bestraft. Derselbe verwundet wurden. Der Mörder ist entkommen. hatte zwar nichts weiteres gethan, als eine schon]* Hamburg, 20. Mai. Heute morgen zum Stadtgespräch gewordene Angelegenheit vom 7 Uhr fand in der Pulverfabrik Rottweiler in Hörensagen wiedererzählt. Die in ihrer Ehre Düneberg bei Geesthacht eine Explosion der schwer verletzte Person griff ihn aber aus allen hydraulischen Presse statt; zwei Arbeiter wurden heraus und jene Verurteilung erfolgte. getötet, einer verwundet. Merkwürdig ist der Grund, der einen Spe=I“ Mentone, 20. Mai. Heute früh erzereihändler in Köln in den Tod trieb. Erlfolgte hier ein heftiger Erdstoß, durch welchen Rohseid. Bastkleider(ganz Seide) Mk. 16.80 p. Stoff zur kompl. Robe, sowie Mk. 22.80, 28.—, 34.—, 42.—, 47.50 nadelfertig. Ganz seid. bedruckte Foulards Mk. 1.90 p. Met. bis 6.25 vers. in einzelnen Roben zollfrei in's Haus das Seidenfabrik=Dépôt G. Henneberg(K. u. K. Hoflief.) Zärich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. Bestellungen auf die „Schwerter Zeitung“ (Amtliches Kreisblatt) für den Monat Juni werden schon jetzt in der Expedition und durch die Boten entgegengenommen. Die bis dahin erscheinenden Nummern werden den neu hinzutretenden Abonnenten gratis geliefert. Freiwiliger Verkauf. Am Mittwoch, den 25. d. M. vormittags 9 Uhr, werde ich am hies. Amtsgerichtsgebäude 1 Psero (schwarzer Wallach, 4½ Jahr alt) öffentlich, meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Schwerte, 23. Mai 1887, Mat, Gerichtsvollzieher. Seranntmachung. Die technische Revision der Maße und Gewichte wird im hiesigen Magistrats-Bezirke vom 13. bis 23. Juni d. Is. stattfinden. Dies bringe ich mit dem Bemerken zur Kenntnis der Gewerbetreibenden, daß unrichtige, den bestehenden Vorschriften nicht entsprechende Maße und Gewichte der Einziehung unterliegen, auch die Besitzer solcher Gewichtsstücke 2c. straffällig sind. Im empfehle daher den Gewerbetreibenden hiesigen Magistrats=Bezirks, ihre Maße und Gewichte, soweit deren fortdauernde Richtigkeit zweifelhaft erscheint, zuvor zur aichamtlichen Prüfung zu bringen. Schwerte, 20. Mai 1887. Der Bürgermeister. General= Versummtung des landwirtschaftlichen Kreisvereins am 28. Mai, nachmittags 3 Uhr, im Kühn'schen Gasthause zu Dortmund. 1. Wahl der Vorstands=, Ausschuß=Mitglieder, der Vertrauens=Kommission des Schiedsgerichts pp. nach dem neuen Vereins=Statute. 2. Feier des Jahresfestes. 3. Abordnung des Direktors Geibel zum Besuche der landwirtschaftlichen Ausstellung zu Frankfurt. 4. Erörterung landwirtschaftlicher Fragen. Dortmund, den 17. Mai 1887. Der Vorstand: von Rynsch. Kleeverpachlung. Frau Witwe Petersmann zu Wandhofen läßt am Dienstag, den 24. Mai kr., und zwar nachmittags 5 Uhr 2 Rüggen auf der Meischede und um 6 Uhr: 2 Morgen im Katloh in der Nähe des Dorfes nummerweise, meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Hohenschwert. JagdVerpachrutg. Die Jagd der Gemeinde Westhofen soll am Mittwoch, den 1. Juni d. nachmittags 4 Uhr, in zwei Bezirke im Lokale des Herrn Gastwirts Schmiemann hierselbst öffentlich, meistbietend auf 6 Jahre verpachtet werden. Westhofen, den 17. Mai 1887. Der Amtmann: Reöber. Ein tüchtiger Tischlergesele findet sofort dauernde Beschäftigung. Schwerte. W. Stricker. Shiles.. empfiehlt Is. Freiwillige Feuerwehr rte. General-Versammlung am Mittwoch, d. 25. Mai, abends 8½ Uhr, im Stadtkeller. Tagesordnung: Besprechung über die Feier des Verbandsfestes am 4. und 5. Juni in Duisburg. Der Vorstand. Das Hellweger Erziehungrhaut zu holzwickede feiert am 2. Psingsttage, den 30. Mai, gegen ½3 Uhr, sein Hährersent. Die Pfarrer Rahlenbeck aus Berlin und Proebsting zu Camen werden die ersten Festprediger sein. Hierzu ladet die Freunde und Wohlthäter der Anstalt freundlichst ein Das Kuratorium. Or hste. Am 30. d. M. werden die Beitlag der Viehsterbetasse nachmittags 5 Uhr bei Wwe. Kage erhoben. # Eine Kotterei XIII mit zwei Wohnhäuser und circa 25 Morgen Acker und Wiesen, im Ruhrthal belegen, habe für 15000 Mark gleich zu verkaufen. Louis Viller, Annen i. 38. Schneider, Sölderholz. Jeden Posten Spargel versendet Ph. Frank, Braunschweiger RohspargelExport-Geschäft. Filiale: Dortmund, Lütgenbrückstraße 7. Bis zum 1. August wird ein durchaus tüchtiges, braves Tienstmäbchen gesucht. Wo, sagt die Expedition dieser Zeitung. Zu beziehen durch alle Buchund Musikhandlungen: (In Schwerte durch die Buchhandlung von Carl Braus): Volkieberbuch enthaltend: 356 Volks-, Studenten-, Jäger-, Krieger- und Gesellschaftslieder. Preis in Leinwand gebunden nur 50 Pfg. Bestes und billigstes Liederbuch, enthält nur solche Lieder, welche auch wirklich gesungen werden und wird daher jeder Gesellschaft bei Ausflügen 2c. sehr willkommen sein. P. J. Tonger's Verlag, Köln. (Ein Bäckersehrlingwird unter E günst. Bedingungen gesucht. Dortmund, Wißstr. 28. Eine von 2 Zimmern nebst Stallung und Keller zu vermieten bei Wilb. Brune, Westenstraße. Großer Preisabschlag. Garantiert reine täglich frische Naturbutter.... 3 K 8.25 Süßrahmbutter... à„ 9,75 vers. in Küb. à ca. 5 Kilo franko geg. Nachnahme. Geräucherten westf. Schinken 80 Pfg. p. Pfd. A. A. Arsell in Attendorn. Gicht- und Rheumatismussei hiermit der echte Pain=Expeller mit„Anker" als wirksamstes best vuleandshrt KAUTSCHUK Erpedition Haasenstein& Vogler KöLN a/Rh. Annahme von Annoncen für sämmtliche Zeitungen d. Welt. Kataloge u. KostenAnschläge gratis u. franco. Bei grösseren Aufträgen höchst möglichster Rabatt. STEMTEL MONOGRAMME für WASCHE inol. Farbe& Kasten 2. M. Sie. Sch. FABRIKI BAALGASSE 27. 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In Hornvieh war der Verlauf des Geschäfts wenig verschieden von dem der Vormärkte.— Milchgebendes und tragendes Vieh guter Qualität war beliebt und erzielte ziemlich günstige Preise. Mittelware und Mansen waren weniger gut verkäuflich. Letztere kosteten 30 bis 36 per 100 Pfund. Ueberstand etwa 80 Stück. Der Schweinehandel war zwar recht rege, jedoch wurden für Saugschweine die am letzten Markte gezahlten hohen Preise heute nicht erzielt. Man zahlte für selbige pro Woche nur 2—2,50 M, für ¼jährige Faselschweine 24—32 M, für ½jährige 35—41 M per Stück.— Der Ueberstand war unbedeutend.— Nächster Markt: Mittwoch, den 1. Juni d. J. Witten, 20. Mai. Das bei der diesjährigen Himmelfahrts=Kirmes herrschende Regenwetter verursachte auf Verkehr und Handel großen Einfluß und hielt manchen Besuch fern. Auf dem mit der Kirmes verbundenen Viehmarkte standen 203 Pferde zum Verkauf. Ein gutes Arbeitspferd kostete 250—300—1100 M, Kühe waren 304 Stück aufgetrieben. Eine milchgebende Kuh kostete 210—360 A, ein tragendes Rind 160—275 M, Das bedeutende Dettfedern-Lager Harry Unna in Altona bei Hamburg versendet zollfrei gegen Nachnahme(nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bettfedern für 60 Adas Pfund, vorzüglich gute Sorte 1,25 M, prima Halbdaunen nur 1,60 M, prima Ganzdaunen nur 2,50 M Verpackung zum Kostenpreis.— Bei Abnahme von 50 Pfd. 5% Rabatt.— Umtausch gestattet. Prima Inlettstoff zu einem großen Bett,(Decke, Unterbett, Kissen und Pfühl) garantiert federdicht zusammen für nur 14 Mark. Großer Preisabschlag! Hiesigen Holländer Käse liefere ich jetzt für 200 Mark pro 100 Pfund ab hier, Probepostkolli M. 3 frei dort. Julius Werner, Neumünster in Holstein. Wegweiser für die Reise in den Teutoburger Wald(Hermannsdenkmal, Exsternsteine), sowie Auskunft über die Sommerfrischen daselbst versendet unentgeltlich der Teutoburger Wald=Verein in Detmold. 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Zwanzigfranks=Stücke 16,05 G. Govereigns." 20,20 C. Füuffranks=Stücke,„ 4.00 G 169,10 90.20 80.95 80.80) Geld. 18850 167,75 206.35 202.90 80,55 80,10 80,40 79,95 80,35 79/85