— S — Lo r Lireisblatt für den Landkreis Dortmund und den Kreis Hörde. t. den eusrrer„Heen gE RE De gg Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund“ Insertionsgebühr für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 Pfg. außerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pfg. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Ne. grte, Samtag, I. Nlch 1933. 20. Jahrgang. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Der Spediteur Hermann Bauer zu Altena ist an Stelle des verstorbenen Spediteurs Carl Borbet zum Sachverständigen bei der zu Altena bestehenden Kommission zur Abhaltung der durch das Gesetz vom 18. Juni 1884 angeordneten Prüfung über die Befähigung zum Betriebe des Hufbeschlaggewerbes und der Spediteur Hermann Weinbörner dortselbst zu dessen Stellvertreter von uns ernannt worden. Arnsberg, den 15. April 1887. Konigliche„Fiegietung, Ablellung des Innern. für den Fall, daß die Hundesteuer von den Die Nachrichten, welche über das Befinden Zahlungspflichtigen nicht beizutreiben wäre. des deutschen Krouprinzen aus Ems in Berlin 810. Gegenwärtige Verordnung soll vorschrikihtiheig eingegangen sind, lauten sehr günstig. Die 81ttidiert werden und reip. 1. Januar küuftugen Kronprinzlichen Herrschaften werden um den 10. Jahres in Kraft treten. Aplerbeck, 21. Oktober 1874. Der Amtmann: gez. Gutjahr. Der Gemeinde=Vorsteher: gez. Sudhaus. Die Gemeinde=Verordneten=Versammlung: gez. Lohmeyer, Schulz, Nathe, Dr. v. d. Krone, Grügelsiepe, Scharpenberg, Sträter, Möller, Flunkert, Weber, Bremme. 21. Königliche Regierung, Abteilung des Innern. Vorstehendes Hundesteuer=Regulativ vom Vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch zur Oktober kr. wird hierdurch genehmigt. estet es e. lacd Ace bsch lihen eugen. Der Landratsamtsverweser. gez. Keßler. Spring, Regierungs=Assessor. ##ronprinzlichen Herrschaften werden um den 10. Mai wieder in Potsdam eintreffen und dort bis zu ihrer Abreise nach England bleiben. Der preußische Bußtag hatte auch auf das politische Leben eingewirkt. Die Ruhepause des Reichstages ist dadurch verlängert, und auch in den Sitzungen des preußischen Abgeordnetenhauses war dadurch eine Unterbrechung hervorgerufen worden. Die Pause hat aber dem Reichstage für die Folgezeit Arbeit in Hülle und Fülle geschafft. Die verschiedenen Kommissionen haben wacker gearbeitet und die ihnen zur Vorberatung lei Mitteilungen ohne Zwischenfall vor sich. Der Sieg Wagners ist vollständig. Theaterdirektor Lamoureux erklärt in einem offenen Briefe, daß aus Gründen höherer Art er die Lohengrin=Aufführungen einstelle. Italien. König Humbert von Italien ist von seiner Reise nach Venedig wieder in Rom eingetroffen. Er hat den besten Eindruck von dort mit nach Hause gebracht. Zahlreiche rührende Kundgebungen der Anhänglichkeit lassen ihm den Aufenthalt in Venedig so bald nicht vergessen. Orient. Zur bulgarischen Angelegenheit liegen keinerBedeutung vor. In KonBekanntmachung. Auf grund des§ Hufschmiedg„bringen witr Ferdurchzg ruz, ggentuchen Königlichen Regierung zu Arnsberg Kenntnis, paß der nächste Prüfungstermin vei der zu 1886 hierdurch nochmats veroffentlicht. Werl bestehenden Kommission auf Samstag, den 20.1 Aplerbeck, 3. Mai 1887. Junid. I., anberaumt worden ist. Die Meldungen zu Die Polizei=Verwaltung: Gutjahr. dieser Prüfung sind mindestens 4 Wochen vorher unter cte gertor“c Einreichung eines Geburtsscheines und etwaiger Zeug= Die Vranntweinsteuervorlage nisse über die erlangte technische Ausbildung, sowie eschuer Bechn Aenug e ine u egen esgege isg die ung ewarte Kiazin Var uch Koutgstauncd estzreche Bericht Rückscht auf die über die Publikgtign der Lokal= sonders fertig 9eneu. 7 J. zg.. g 105 üher die Zustäinde in Bulgarien soll der Pforie Dali=zei=Verordnungen erlassene Polizei=Verordnung der aue busduu„bung für Aicigt, auf die dder die Bitlutgn der Lakzussonderg, fertitg Vrneut. uig, i. Has guse sioh ider de Zestäande im Bulgarten sel der Viorie § 2 der Prüfungs=“ rzgeufz huf Polizei=Verordnungen erlassegs, gäherg=Serorozu gzärz neue Branntweinsteugxporzage#st e—:—. Material liefern, um über die russaunshtermin bei pgiben Hgachnas versentich.. 1bis 150 Millonen Mark pro Jahr wird ihrsdos wizgr, Lett u. gegcn, um über die rusoge Seutegeteun de der 8 1166 herug Wonag Prgentugt.(Ertrag bemessen. Näichste Woche sol die Beisischen Vorschlage zu einem Entschluß zu kommen. ratung darüber im Reichstage beginnen und dann! Es wird für sicher erachtet, daß der russische wird sich ja schnell herausstellen, ob der Ent= Bevollmächtigte Nelidow die Ernennung eines 10 Mak an den Vorizendender Vraisangs=Konmison,), Deuuergtug den beich Grfährung einer Ver= vropsgrischen Besimmun, brauchsabgabe vom 1. April, 1888 ab. Die Sepniche de her Der Aprik, agz. enbernten vicdz, Abgabe beträgt bei einer Gesamt=Jahresmenge, inen kurzem zugehen. Der Reichstag nahm seine brause zum Fürsteg wchlen lasen werd Ebhnigiche Regtenung, Abelung ds Imern. sweiche 41/ Liern reinen Albohols auf den Kopffürbeitg mit der Veratug des Nochragsant] Der gaser Alerader von Rosland vertraut Verschende Belanunmatzug bio Herdtus us der Vevökrung glitztonmt, 050 Mark fürfür Deaitärforderungen wider uuf, Vbgntz,sseine Siczerbset der Veterebunger Voltekl an. eses Peus Get ius dier Siaen Aitzit, un der baiber der Iud hendton, gusdh ziotgan der Böhegsen in Denag sin de aslalcen Ctase un ger. sostelten Mienge 0./0 Mark für das Liter netenhaus, das zu unsang der Wosgzagen ziensicz marden, durch weiche die Machtbefag. Die Gesamt=Jahresmenge, von welcher der nie mit dem Herrenhause enige kleine Vesepe. de vs, des Vetereburger Stadethauptes, reip. des eriger Abobensatz erhobven wicd, uterligt alt uchmige, begann die Veratung des bonterzgatven.s,osiez verwvosltenden Getiten des Miaters Betountuechug lvrei Jchzer duer Pason, Vranwatz, vächers Kurages auf Erhstug dr kausdotishguche ive Zeuen zur Bähtrung der ihmntäche Sihr. Da. ahersale der Alertächten Lakuets=Ordrlausgesüthrt und zu gewertlichen Zuecken verwen= Zöle. Außer diesen Autrag Bletog dog porz) heiz fu der Fegdenz erweitert perden. We die Sehache aurseher vich bie Schealuang, Bramuch, oache sausghich n der denuenden Aite hen erlasgzsiche Katzege Gesäctst ui er. i1 Aus 195 uer ue. ohraihe. Geischags de uch den Ooeschalt der vun 18s1.-—14ssenl wich. Der Rechenge det uch uig siog Zaem ertichk gunden, uind a de ansdkene sat un bn Aund u. ee eneug, bunden uns uer ueschn ud alsch er n n ae ascheasce, Kuelgn.. 1. 1. Ve sder vior peope un de Arig hese Ver, Steauerberäge der Hefenbrennerien nur zurs Eingegangen sind in Reichestage ene griößere] Die rusischenglsche Lommisson für die ve un Ertshgung der Schatzsle. leier Siom von zwei Thaler zum algemneinen Ruten der Brennereien wird die Produtionsmenge nach] Die„Nordd. Allg. Zitg“ veröfentlicht eine ohne Beschlüisse zu fassen, bie nächsten DiensGemeinden von der Kommunaltasse erhoben dem Umfange ihrer Einrichtungen bemessen. Die Reihe von diplomatischen Aktenstücken über die tag, wo wahrscheinlich die Verhandlungen ge8 2 Die Steuer ist haljährig prämumerando in Jo.! Verbrauchsabgabe ist zu entrichten, sodald der Stellung der preaußschen Regerung zum vat=]schlosen getrozur, Augtraßteng Fesearamme dur ue Sut eon Sutea ut vud Phaitz Gramnwet aus der seurlitzen sontat in danstnischen Konzst. Er get daraus hervoer, dob), Vur ge zer zeguiten Kamnen un im ebde pued Pperhalb ened Jahres dalfrien Verter ert. Zur Cnrichung dr Abd= man in Verin viczt im Vrirzsege, gangsonegn Ssparihone Peserlagn d Kalauf an Seaurskech, un wrichen de Ade— isr verzüichat, ver den Sranupin ursoche Ganstzungen ndie Konzieurterlirgn. Sitge hot etasent, Lanboiger besteskich. Der edier Gmaidet Ve, ortchaten, ie us aur suod behander Sanmaigsähe aushzselen und etütg freisclte. Aasserderungen zu Inerwon=(Goterziag, Gv. Heaut Steuervergütung für den Abgang im Laufe Des die inneren Einrichtungen nach den Angaben der tionen sind abgewiesen worden. der russischen Vorposten. Halbjahres nicht startfyger, Jahres einen neuen Steuerbehörden zu bewirken, die Kontrolle ist] Die hessische Regierung will ihrem Landtage Schweden und Norwegen. Hund anschafft oder einen jungen Hund groß= streng, doch können für kleine Brennereien Er= ein Kirchengesetz vorlegen, durch welches auch Der schwedische Reichstag ist am Donnerszieht, hat die volle Steuer eines laufenden Se=leichterungen bewilligt werden. Jeder Wechsel dort der Kulturkampf beendet werden soll. tag vom König Oskar mit einer Thronrede ermesters zu entrichten. im Besitz einer Brennerei ist binnen einer Woche Nach Hamburger Blättern sind bezüglich öffnet. In der letzteren wird besonders hervorI. Hunde, welche zur Bewachung beständig an mitzuteilen. Auf Steuerdefraudationen ruht er= der Geheimorganisation der Sozialdemokraten in gehoben, daß in der Zollpolitik keine Aenderunder Keite liegen, oder doch nur des nachis in hebiche Strafe, das Miuimum ist 9 Mark, das der letzten Zeit seitens der Altonder Kriminal= gen eintreten werden. einem geschlossenen Hofraum umherlaufen;(Maximum 5000 Mark, doch kann auf Gefäng= polizei sehr wichtige Entdeckungen gemacht wor= England, füir deen bieter en Hud, veamn Versecbe niezrafe erkannt werden. Die Erhebung dersden; manche frühere Sozialstenprozesse häten] Ganz gepoligen Standal hat es in ugbsd e idg bun Aeate bage; Seueide, Maichbauchtauer wird auf dndwrichefüche hachtenewerte Enthzülungen über die Organsaton stlschen Patlanen weogen eniger Schmihertel 8. für seden Schafhzrten ein Hund. Breanerten und auf Bremnereien, weche Me dieser Partei gebracht; der nächste Sozalisten=der„Tines= gegen die rischen Abgeordueten Wenn eim im Laufe des Halbschres engsbrachter lasse, Rüben oder Rübensast verarbeiten, ber sprozeß werde aber auch dem ferner Stehenden gegeben, worüber die Irländer und die GladHund für dasselbe Halbjahr schon in ezger, au schränkt. Von dem vom Zollauslande eingehen= ein klares und vollständiges Bild von dem sozia= stoneaner auf das höchste entrüstet waren. der Besiter desselben nicht nochmals zu Steuer= den Branntwein wird pro 100 Klo 150 M. lIstischen Geheinbund entrollen. Gladstone selbst hat nun freilich am wenigsten zahlung herangezogen werden. Entstehen Diffe,(Zoll vom 1. Oktober 1887 ab erhoben. Oesterreich=Ungarn. Anlaß, der„Times“ so furchtbar zu grollen, freiteu dariber, weiche Hunde bernatz als be. In Wien siud Beichte einglausen, daß in denn früher war das Blatt seian verzätscheltes höchsten Kabinets=Ordre vom 18. Oktober 1834 Deutsches Reich. Bosnien und in der Herzegowina eine starke mon Schoßkind. Ohne einen Denkzettel wird das der Sanotat.. Publikation] Der Reichstag genehmigte in seiner Sitzung tenegrinische Agitation stattfindet. Die Montene= Weltblatt aber diesmal nicht abkommen. Große S 6. Bimnen 14 Tagen ,roch ersgeer Pubitauten an Donnerstag den Gesetzeusges her. die Erichtung Hueg ganz offen gegen Oesterreich. Es ist Freude herrscht in Albion, weil es der Militärverbieser bergrepung, ve Joe, dese schon früher eies Seminars lur orentpen geschenspurz her. den. belannt, daß für die Rahe derswaltung nach langen und mühselgen Arbeiten ebper, Pug, ogevezlich fer seiu oder Shurz.ugertzgbert, verio, beiztelung der graz, Eo Wien upf,„weniger von Arischer Seite, glungen st, zwei Armelorps, das fund 60000 en„,pi Heselden gruiu in Ven de Srnkhaursf uo de Vr=haghengelg sir icnch nuen Landestale Verngzagn Vricher Giadge Mang schiagzserig u wachen, se des ste in o erprichtet, bereigen u en dei den Gr)fogt, zpetz, Veratug des Bogzenrzugue, Dr 188gg, als gerade von seiten dieser Agiatoren Gefahr Prann, schlagseg...... 4 Ke. 1 weinde= Vorstehzer angeleges Regster einragen soweit derselbe die fordauernden Ausgaben der Mitr=] hroßt. Es sol deshalb in Zukunft ganz energisch Falle einer Mobilmachung sofort ausrücken &ae souesh..... g9— mas Jätverwalung berist. Es kud bos im wesentuchen,„orgegangen werden. In Montenegro werden ver, tönnen. Wie sehr muß da das britsche MilS 7. Aetenten, wbice nuag dr G o), r vggenten Kusgaten, beige nurch de naue Heragkirtung erong=ugen, u, eu ghoben, disem Unpesen tkrpsen imn Argen geligen hoben, ven ein Anzeige in Zutust Hunde, gleichoiet, ob se der sorderlich werden. Die fordauernden Ausgang des schiedene Rellamatonen urzrer, er.— egrtzuliascheg Heet Besteuerung unterlegen oder micgzt, anschafen, Nachragsats wurden unverindertgenechmigt. Rächste endlich ein Ziel zu seten, das nur mit stüschwer Izut, seut, schon haushohe Freude erveck. bodten boiche biunen, sogald sie nicht mehr Sitzung: Freitag 1 Uhr.(Nachtragsetat und andere gender Billigung der moutenegrinischen Regierung Gleich bös siehr's in Afohannnan. Die GrenzKomabug und Gent. zur Erichtung dr Iauerse der Aaudunschaft aus de Erzsgag der Der Vatian ha an de sranzstzicte, Fezie esuoz, Plansez, entlichen Kenntnis gebracht. Hörde, den 3. Mai 1887. Der Landratsamtsverweser. Spring, Regierungs=Assessor. deselben zu sein. lage der Landwirschaft und sei zur Erhöhung der mit der Waffe nicht befreit seien, was den Be=sständischen Stämmen verrieber Ieder Beiter eines Humdet, weicher nigt u.] Zöue beret, wernn sich eine Mehehelk dafür hüde. Müt stimmungen des Konkordates zuwiderlaufe. Der sich mit Rußlaad über einen neuen, beiden Staaten Sen bergesScitenen Eriten de Annchug der Kuatig aus üise Eitdknung vog big b. Wintgerobe, Patian fordere also de. Reseitgung dieses Meißz=l genchmen Emite enigen wäkde. Wan man das selben bewirkt, oder wer sich durch Verheimlichung schließlich seinen Antrag„zurück und erhoffte, baldige Hatiiant sproree uese vr:—ererree. in London doch lieber nicht gesagt hätte, denn eusce ureiunr n euehen unz un Gemtüigug eus Bung, Bühze Stan aae Siadalezaen uad asdie msichen Biäkter, dis am dalich seiche, e eisce Aur Rr dun,(eud uie S# Btuag ue anas ua ur eian scheagan siadz ius Aaige ude Seaites ceicher che Der Begiun der Sommeresen d.,„p iz. gutzwoch wiederkolen eines Hundes außer der Nachzahlung der Steuer Geldstrafe zum, dreifachen Petrgge der Jahressteuer belegt, die zur Gemeindekasse fließt. An Stelle der Strafe tritt im Falle des UnverSele ir Stote iut in. Hagz de kuen! Der Begim dr Sonmarsan des KasearsAufühung vor dem Thgier, Belch= P6/ 6i. sang, Rostad berachtet dos seite Biedeugen aae sose Vracht dad vrheinichen, der lsaurcs ist uantgschebeg vorda, bade BiagzeVinwog vonahe gzalshege Lewpozuag, ghnglberits ulb sinr Baue. Die Gataustleungen polizeilichen Berf ügung zu überlassenden Hundes, stäten bleiben vorläufig in Berlin. der die Spitzen der mit dem Sultan wegen Aegypten dauern fort, aber bisher ist in dieser Sache das Ei des Kolumbus nicht gefunden. Aegyptische Truppen unter britischem Kommando haben einen Haufen Araber an der Grenze geschlagen. Westfalen und Rheinland. * Schwerte, 6. Mai. Die vor einigen Tagen in den Lokalblättern unseres Kreises verbreitete(auch in die Schwerter Zeitung aus der Tremonia übergegangene) Notiz über die Entlassung der Kinder aus der Schule, welche bis zum 1. Dezember d. I. 14 Jahre alt werden und mindestens 1 Jahr in der Oberklasse gewesen sind, auf einen diesbezüglichen begründeten Antrag schon jetzt entlassen werden können, hat sich, wie uns berichtet wird, als vollständig unbegründet erwiesen, was wir unserm Leserkreis gern mitteilen. * Schwerte, 6. Mai. Interessant ist es, den Wert der einzelnen Gliedmaßen in Hinsicht auf die Erwerbsunfähigkeit kennen zu lernen. Eine Berufsgenossenschaft hat nämlich bei Erwerbsunfähigkeit infolge Betriebsunfalles für die Rentenbemessung folgende Skala aufgestellt: bei Verlust beider Augen, oder Arme oder Hände, Beine oder Füße 100 p Zt. Erwerbsunfähigkeit, Verlust der rechten Hand 60 p.t., eines Fußes 50 pZt., der linken Hand 40 pZt., des rechten Daumens 33⅛ pZt., eines Auges 22 pZt., des linken Daumens oder rechten Zeigefingers 14 pZt., des linken Zeigefingers 8 pZt., eines anderen Fingers an der linken Hand 4 pZt. der Erwerbsunfähigkeit. * Schwerte, 6. Mai. Die Ziehung der 2. Klasse 176. Königl. Preußischer Klassen=Lotterie wird am Montag, den 9. d. M., morgens 8 Uhr, im Ziehungssaale des Lotteriegebäudes ihren Anfang nehmen. Auch in Dortmund wurde einem Ehepaare, welches die goldene Hochzeit feierte, die silberne Ehejubiläums=Medaille verliehen. Von Vörde wird eine Deputation an den Oberpräsidenten von Westfalen und, wenn nötig, an den Eisenbahnminister entsandt werden, um den Weiterbau der Sekundärbahnstrecke Hagen Altenvörde bis dorthin zu beantragen. Das 13. totgeborene Kind wurde dieser Tage bei dem königl. Standesamte zu Gevelsberg von einem Schlosser zur Anmeldung gebracht. In Dümpten wurde ein Handelsmann von seinem eben gekauften Pferde derartig gebissen, daß der untere Teil des Kiefers vollständig abgerissen wurde. Die evangelischen Geistlichen der Diasporagemeinden Westfalens halten in Münster am 10. und 11. d. eine allgemeine Versammlung ab. Einem Landwirte in Bottrop wurde auf einem drei Morgen großen Grundstücke über Nacht an 30 verschiedenen Stellen der bereits fußhohe Roggen abgeschnitten. Den Urheber dieser Bosheit hat man leider noch nicht ermittelt. Ein zur Vorsicht mahnender Fall kam vor einigen Tagen in dem Dorfe Bickenbach bei Boppard vor. Ein Ackerer daselbst stieß sich beim Heuholen vom Schuppen einen Splitter in einen Finger, und als sich eine Eiterung bildete, bediente er sich zum Aufstechen des Geschwürs einer alten Stecknadel. Es schwoll darauf der Finger an und schließlich auch der Arm, und der Arzt stellte eine Blutvergiftung fest. Für eine Abnahme des Armes war es bereits zu spät, so daß der Mann infolge der Blutvergiftung sterben mußte. In Metz sind bereits Einleitungen getroffen, um sofort nach Bewilligung des Nachtragsetats die notwendig erachteten Befestungsarbeiten in Angriff zu nehmen. In Frankfurt a. M. findet in den Tagen vom 20. bis 22. August das 4. Bundesfest des deutschen Radfahrerbundes statt. Nach dem Pro gramm verspricht das Fest recht glänzend zu werden. Verwischtes. * Aus Süd= und Mitteldeutsch= land, 4. Mai. Furchtbare Gewitter= und Hagelschäden werden aus allen südlichen und westlichen Teilen des Reiches gemeldet. In Aschaffenburg brach das Unwetter um Mitternacht los und hat in der ganzen Gegend unberechenbaren Schaden angerichtet. Tagsüber herrschte eine erdrückende Hitze, abends entluden sich einige Gewitter und um mitternacht folgte dann ein entsetzliches Hagelwetter, begleitet von fürchterlichen Blitzen und Donnerschlägen. An den Obstbäumen wurden Blätter und Blüten abgeschlagen und innerhalb weniger Minuten lag der Hagel fußhoch dann folgte ein wolken bruchartiger Regen, der an hochgelegenen Orten den Baugrund abschwemmte. Der Main zeigte gestern eine schmutziggelbe Farbe, ein Beweis, daß das Wetter auch im Mainthal hauste. Aus Würzburg wird gemeldet, daß dort vorgestern ein Wolkenbruch und Hagelschlag zwischen Durrbach und Oberdurrbach niedergegangen und in Weinbergen ungeheuren Schaden angerichtet habe, daß das Wasser halbhaushoch gestiegen und viel Vieh ertrunken sei. Gleiche Nachrichten kommen aus König im Odenwald, aus Straßburg und auch aus der Moselgegend. Aus Stuttgart wird gemeldet, daß durch ein furchtbares Hagelwetter die ganze Obsternte vernichtet sei. Südlich von Albisheim wurde eine Windhose beobachtet. Es entstand eine Säule von Erde und Steine, die sich etwa 25 Meter emporhob und in rasch wirbelnder Bewegung fortzog. Klee und Feldfrüchte sind dadurch wie verschwunden. * In London wurden vor kurzem Versuche mit einer„Detektiv=Uhr“ gemacht, welche darin besteht, daß in dem Gehäuse einer Taschenuhr ein winziger photographischer Apparat eingeschlossen ist, der sich mittels Feder öffnen läßt. Ist dies geschehen, so springt die photographische Kammer en miniature sofort heraus, schließt sich wieder ein, und die Aufnahme ist fertig. Ein Detektiv, der sich des Bildes eines Verdächtigen versichern will, wird also nur seine Uhr zu ziehen brauchen, als ob er nach der Zeit sähe, und die Züge des Ahnungslosen sind festgestellt. Zum Zweck des Versuchs wurden auf diese Weise genaue Abbildungen einer Anzahl von Personen ausgenommn, welche sich bei den jüngsten Sozialistenversamemlungen unter die Menge gemischt hatten. Ein Teil der Berliner Polizeibeamten ist bereits mit Taschenapparaten zum Zwecke unauffälligen Photographierens im Gehen versehen. * Seit dem 3. Mai finden in den Südstaaten Nordamerikas heftige Erdstöße statt. Neue Krater bildeten sich. Menschenleben sind aber bisher nicht zu beklagen. * Die französischen Postdampfer Ajaccio und Asie rannten zusammen; letzterer ist gesunken, 20 bis 30 Personen ertranken. * In Gleiwitz hat ein städtischer Steuer=Vollziehungsbeamter gegen 2000 Mark rückständige Steuern einkassiert und unterschlagen. Der Bezirksausschuß hat die Einziehung der schon einmal gezahlten Summe angeordnet, da der Vollziehungsbeamte zur Empfangnahme von Geldern keine Ermächtigung gehabt hat, und es ist sehr fraglich, ob die Geschädigten mit einer gerichtlichen Klage Erfolg haben werden. * Der Dichter Victor Hugo, bekanntlich derjenige unter den französischen Poeten, welcher politisch der radikalste war, hat dem Landfrieden in seinem Vaterland doch nicht recht getraut. Er war so klug, sein Geld in England anzulegen. Sein Vermögen beträgt 92 126 Pfd. Sterling. * Fürs Knopfloch. Wie die Leipziger „Illustr. Ztg. in ihrem Brieswechsel mitteilt, gibt es bei den Zulus auch Orden, einen Krokodil=Orden erster und einen solchen zweiter Klasse. Der höchste Orden ist der Rhinozeros=Orden. Diesen Rhinozeros=Orden besitzt merkwürdigerweise nur ein einziger Europäer, der Engländer Mr. William Grant. Für die Monate Mai und Juni werden noch fortwährend Abonnements auf die Schwerter Zeitung mtliches Kreisblatt) entgegengenommen. Gottesdienste. Schwerte. Größere evangelische Kirche: Sonntag, den 8. Mai 1887. Hauptpr. ½10 Uhr: Past. Graeve. (Abendmahl.) Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Past. Heinenberg. Amtswoche: Past. Graeve. Reformierte Kirche: Vorm. ½10 Uhr: Past. Terberger, Syburg. Vorm. ½10 Uhr: Past. Falkenberg. Selanntmachung. Die Anfuhr mehrerer Kub.= Meter Kies soll am Dienstag, den 10. Mai kr., vormittags 11 Uhr, im hiesigen Stadthause öffentlich verdungen werden. Schwerte, 6. Mai 1887. Der Magistrat. Eine Wohnung von 2—3 Zimmern mit Wasserleitung auf sofort oder später zu vermieten. Näheres in der Expedition. Lodesanzeige. Es hat dem Allmächtigen gefallen, meine liebe Frau Caroline Asshoff geb. Hohgrefe in ihrem ei. Lebensjahre heute morgen ½3 Uhr nach langem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Freunden und Bekannten widmet diese Trauernachricht mit der Bitte um stille Teilnahme. Schwerte, 4. Mai 1887. Diedr. Asshoff, Weichensteller. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 8 Uhr statt. Selanntmachung. Die hinterm Graben am israelitischen Totenhofe stehende Pappel soll am Montag, den 9. Mai kr., vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle zum Verkauf ausgesetzt werden. Schwerte, 6. Mai 1887. Der Magistrat. Tüchlige o und Steinreccher finden dauernde Arbeit. Stein= und Bildhauerei H. Ochs, Steinbruchbesitzer, Dortmund. Universal-Metall=Putz= Pomade vorrätig bei Carl Braus. Ilrtal Ulthoff. 25 Pferde. 30 Personen. Heute Freitag und morgen Samstag: 0e 744 jedesmal anfangend 8 Uhr abends. Am Sonntag finden zwei Vorstellungen statt: 4 Uhr erste Vorstellung. 8 Uhr Abschiedsvorsteuung. Bei jeder Vorstellung neues Programm. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 49. Althoff sen., Direktor. Die photographische Anstalt von J. Klein in Hörde. Rathausstrasse, früher Kampgasse, empfiehlt sich den geehrten Bewohnern von Schwerte undz Umgegend. In Schwerte finden Aufnahmen jeden Mittwoch nachmittag im Garten der Iwe. Sternberg in der Helle statt. Büuern=Verein Ergste. Sonntag nachmittag 5 Uhr Versammlung bei Wirt Ddr. Brinckmann Standesamts=Nachrichten der Stadt Schwerte pro April 1887. Geburten: 1 Sohn: Ww. Korbflechter Hermann Storck, Louise geb. Reitz. Fabrikarb. Karl Wöste. Fabrikarb. Diedrich Fohrmann. Fabrikarb. Hinrikus Gravemeyer. Fabrikarb. Aug. Schrei. Bergmann Heinrich Brieke. Fabrikarb. Friedrich Wilhelm Kreinberg. Fabrikarb. Ernst Schöttler. Zimmermeister Josef Schäfers. Schäfer Friedrich Topp. Fabrikarbeiter Wilhelm Wemper. Fabrikarb. Franz Fiedler. Bergmann Christian Sprave. Fabrikarb. Franz Enste. Handelsmann Wilhelm Marquis.— 1 Tochter: Fabrikarb. Johann Berlet. Fabrikarb. Friedr. Brieke. Fabrikarb. August Dräger. Invalide Wilhelm Berz. Fabrik=Invalide Caspar Wiechers. Bahnmeister Anton Düpmann. Fabrikarb. Gustav Pferdekämper. Fabrikarb. Heinrich Marquis gt. Althoff. Handelsmann Reinhard Gerke. Rangierer Karl Kirchhoff. Fabrikarb. Heinrich Lange. Fabrikarb. Wilhelm Felthaut. Metzger Friedr. Hering. Handelsmann Salli Schild. Schmiedemeister Wilhelm Osterberg. Anstreicherm. Heinrich Griese. Fabrikarb. Heinrich König. Anstr. Wilhelm Becker. Fabrikarb. Karl Schäfer. Oekonom Heinrch Möller. Sterbefälle: Bergmann Diedrich Hemke 45 Jahre 28 Tage. Schlosser Johann Diedr. Philipp Ferdinand Zurnieden 77 Jahre 5 M. 23 T. Schuhmacher Wilhelm Brune 62 Jahre 23 T. Johanne Pferdekämper 1 Tag. Mina Helene Hemke 23 Tage. Ww. Oekonom Heinrich Möller, Marie geb. Ovelgonner 68 Jahrr 1 M. 9 T. Juliane Elise Pferdekämper 2 Jahre 4 M. 1 T. Marie Josephina Kußmann 4 Jahre 1 M. 14 T. Conrad Josef Selsen 3 Monat 25 T. Adolf Kühne 1 Jahr 9 M. 17 T. Ehefrau Anstr. Friedrich Griese, Mina geb. Paschedag 36 Jahr 10 M. Schießbudenbesitzer Julius Albert 55 Jahr 11 M. 18 T. Schumachermeister Philipp Dudt 88 Jahr 4 M. 29 T. Gustav Peter Zarges 1 Jahr 9 M. 28 T. Totgeburten: Hüttenbeamter Hermann Weber 1 Sohn. Eheschließungen: Oekonom Heinrich Diedrich Leopold Eckey gt. Becker zu Schwerte und Sophie Luise von Lünen ohne Geschäft zu Schwerte. Schuhmachermeister Karl Diedrich Wilhelm Wilms zu Schwerte und Wilhelmine Luise Walter ohne Geschäft daselbst. Fabrikarbeiter Valentin Glück zu Schwerte und Anna Huth ohne Geschäft zu Verghofermart. wird im allg. Interesse gebeten, dieser Kundmachung die größte Beachtung zu widmen. Ich habe den ganzen Vorrat eines jüngst fallit gewordenen größern Warenhauses bei" offentl. Versteigerung um die Hälfte des Kosten. ∆ preises erstanden und gebe auch einzeine Decken Pserr“ für 3,60 Mark. Diese Decken sind 190 mal 140 cm. groß mit farbigen Bordüren versehen, sehr dick und wahrhaft unverwüstlich. Versendung auch 1 Stück als Muster gegen Nachnahme oder vorherige Kassasendung. 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Panhorst daselbst 1 Glasschrank, 1 Tisch, Wand= u. 1 Weckuhr, 1 Kiste, 1 Kalbfell, 1 Oberbett mit Bezug, 4 Kissen, 5 Beittücher, 1 Bettüberzug, 1 Fahne, 3 Unterhosen, 1 Nachtjacke, 16 Handtücher, 1 Tischdecke, 1 Reepe, 2 Körbe, 1 kleiner Petroleum= Kochherd mit Topf u. dergl. öffentlich, meistbietend, gegen Barzahlung versteigern. Hohenlimburg, 6. Mai 1887. Prune, Gerichtsvollzieher. (Tulpe). Beschlußfassung über gemeinschaftliche Versicherung gegen Hagelschaden. Nichtmitglieder können beitreten. VersicherungsVerein Hennen. Die am vorig. Sonntag anberaumte Generalversammlung findet jetzt Sonntag, den 8. Mai, statt. Der Vorstand. Verpachtung. Dienstag, den 10. d. M. um 3 Uhr nachmittags, soll bei Herrn D. Schwerter in Hennen: die Nutzung des Grases und der Straßen-Erde der Hennen=Villigster AktienStraße meistbietend verpachtet werden. Hennen, den 5. Mai 1887. Der Vorstand der HennenBilligster Aktien=Straße. darüber ik. weiches der vielen in den Zeilungen ungepriesenen Heilmittel er gegen sein Leiden in Gebrauch nehmen soll, der schreibe eine Postkarte an Richters Verlags=Anstalt in Leipzig und verlange die Broschüre„Krankenfreund.“ In diesem Büchelchen ist nicht nur eine Anzahl der besen und bewährtesten Hausmittel ausführlich beschrieben, sondern es sind auch erläuternde Krankenberichte beigedruckt worden. Diese Berichte beweisen, daß sehr oft ein einfaches Hansmittel genügt, um selbst eine scheinbar unheilbare Krankheit noch glücklich geheilt zu sehen. Wenn dem Kranken nur das richtige Mittel zu Gebote steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten und darum sollte kein Kranker versäumen, sich den„Krankenfreund“ kommen zu lassen. An Hand dieses lesenswerten Buches wirdeer viel leichter eine richtige Wahl treffen können. Durch die Zusendung des Buches erwachsen dem Besteller keinerlei Kosten. ES M Billige Musikalien. 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Monat Tag nachm. A. Impfbezirk des Herrn Dr. Klug Impftermin für die zwölfjährigen Kinder Zeit für die Gemeinden] Ort der Impfung der Impfung Std. Monat Tag nachm. niedrigst. ## 4 Schule in Holzen „„ Wandhofen bei Wirt Stricker Schule in Geisecke aus.. Mai Juni Mai Mai Juni Garenfeld Schule in Garenfeld Syburg u. Buchholz„„ Syburg Westhofen„„ Westhofen B. Impfbezirk des Herrn Dr. Tütel Mai Holzen Wandhofen Villigst Schulbezirk Geisecke Eichholz Schule in Holzen „„ Wandhofen bei Wirt Stricker Schule in Geisecke zu Eichholz Mai * Juni Mai Revision der Impflinge Ronat Tag nachm. Mai Juni Mai Holzen Wandhofen Villigst Schulbezirk Geisecke „ Eichholz]„ zu Eichholz 14 5 1„[21 5. Eichholz„ zu Eichholz„ Die Eltern, Pflegeeltern resp. Vormünder der impfpflichtigen Kinder werden unter Hinweis auf§§ 12 und 14 des Impfgesetzes vom 8. April 1874 und§ 9 der Impfordnung für den Regierungsbezirk Arnsberg hiermit aufgefordert, die Impflinge und Wiederimpflinge in den vorgedachten Terminen pünktlich zu gestellen oder in den Terminen die vorgeschriebenen Beweise zu erbringen, daß die Impfung erfolgt ist, oder aus einem gesetzlichen Grunde vorläufig oder gänzlich unterbleiben darf, und für den Fall, daß ein Impfpflichtiger von den öffentlichen Impfungen wegen Ausführung der Impfung durch einen Privatarzt zurückbehalten werden soll, dies vor dem Termine dem Unterzeichneten schriftlich anzuzeigen. Westhofen, den 30. April 1887. Der Amtmann: Rebber. Weizen, schwerer " mittel „ leicht Roggen gut " mittel " gering Hafer, gut " mittel " gering Gerste, schwere " mittel "„leicht Kartoffeln Stroh(Richt=) Heu Butter, 1 Kilo Eier, 60 Stück 13 75 13 40 10 8/25 Neußz, 5. Mai 1887. 35 90 Ein gut erhaltenes, stark gebautes billigst abzugeben. Näheres in der Expedition. 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Es notieren: Weizen, westf., 18,00—19,75#, dto. fremder 18,25—20,00 M Roggen, westfäl., 13,75—14,75, dto. fremder 13,75 bis 14,50 M Hafer 11,00—12,50 #. Weizenvorschuß 23,75—26,00+ Roggen 20—22 M. Alles per 100 Kilo frachtfrei hier. Hagen, 8. Mai. Faselschweinmarkt bei den Herren Robert Lichtenhagen und Daniel Schmidt am Markt: Der Auftrieb belief sich auf ca. 230 Stück Ferkel in verschiedenen Größen und war das Geschäft ohne erhebliche Veränderung der Preise. Frischlinge kosteten per Woche nach Alter 2 M bis 2 K 30 4, größere Faselschweine von 12—16 Wochen wurden mit 30—86 J bezahlt.— Schlachtviehmarkt: Zugetrieben waren bei den Gastwirten Friedr. Humpert (früher Hassel) und August Goost am Berg.=Märk. Bahnhofe ca. 120 Stück hiesige und Münsterländer Speckschweine sowie 70 Stück Kälber. Für beste Qualität Schweine bezahlte man 46—48+, für geringere Ware 44—45 J per 100 Pfd. Schlachtgewicht an der Wage. Prima fettgetränkte Mastkälber kosteten 50—55 4, zweite Qualität 40—45 4 per Pfund Fleischgewicht.— Nächster Wochen=, Schlacht= und Faselschweinmarkt: Dienstag, 10. Mai kr. Dortmund, 3. Mai. Zum heutigen Zucht= und Faselviehmarkt waren aufgetrieben: 848 tragende und frischmilchende Kühe und Rinder, ca. 250 Schweine inkl. Ferkel und 80 Pferde. In Hornvieh war trotz des günstigen Umschlags der Witterung noch keine merkliche Besserung des Geschäfts zu verzeichnen. Im allgemeinen erfolgte der Umschlag zu den seitherigen Preisen bei schleppendem Handel. Mansen wurden verkauft zu 29—30 K per 100 Pfund. Ueberstand ca. 1/3 des Auftriebs.— Am Schweinemarkt wurde die ganze Zufuhr sehr bald abgesetzt. 6=WochenFerkel erzielten 2—2,50#4 pr. Woche, ¼ jähr. Faselschwein wurde mit 25 bis 30 K, ½ jähr. mit 35—41 M pr. St. bezahlt.— Nächster Markt am Mittwoch, den 11. Mai kr. Dortmund, 3. Mai.(Städt. Viehhof.) Zum gestrigen bezw. heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben 349 Stück Großvieh, 220 Schweine, 195 Kälber, 5 Hammel. Per 100 Pfund Schlachtgewicht wurde gezahlt: für Ochsen— J. Stiere 38—45 K., Kühe 1.Qual. 48—52 K, 2. Qual. 44—48 M, Schweine 1. Qual. 44—46,50 K. 2. Qual. 40—44 M, Kälber per Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 44—48 4. 2. Qual. 40—44 J. Hammel desgl. 60 4. Schaf= und Hammelmarkt am 9. Mai zu Rieder=Marsberg. Wechsel= und Geld=Kurse. ron der Heydt=Kersten und Söhne. Elberfeld, 5. Mai 1887. Kurse in Reichsmk. Briefe. Geld. Amsterdam.. k.S. 169,30 168,70 2M. London.. k.S. 2M. Paris... k.S. 2M. Antw. u. Brüssel k. S. Basel u. Zürich k.S. 2M. Haupt= l. 16. Geldsorten. Zwanzigfranks=Stücke# 16,05 G. Kinftranskt=Siuch. 82p 6 * 409 167,90 208,90 208.40 208,00 80.88) 80.75 80,55 80,10 80.35 79.90 80.45 79.95 s Vollständiger Ausverkauf wegen Geschäfts-Aufgabe. F. Haver, Schwerte. 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Weiterhin leuchteten aus dem bereits herbstlich sich färbenden Laubmeer heraus die roten Dächer der Wirtschaftsgebäude, der Stallungen und Remisen, auf dem ganzen Besitztum lag Friede und Ruhe und es trug in allem das Gepräge ängstlicher Sorgfalt. Am Saume des unmittelbar ans Herrenhaus stoßenden Blumengartens zog sich ein kleiner Fluß hin, der sein klares Wasser wenige Meilen entfernt in die Oder ergoß und, vom Gebirge her kommend, reich an Forellen war; er umsäumte die Besitzung, soweit sie sich Frau von Sternburg selbst reserviert hatte, in einem großen Bogen, fast eine Halbinsel daraus bildend, und auf seinem leicht gekräuselten Wasserspiegel schaukelten sich am Fuße einer zierlichen Landungstreppe mehrere leichte Boote neben einer größeren Gondel. Jenseits des linken Flußufers dehnten sich gesegnete, jetzt im Herbst natürlich von ihrem Erntesegen befreite Fluren aus, in dortiger Gegend unter dem Namen„die reiche Au“ bekannt. Etwa ein Dutzend kleiner Häuschen, meist Arbeiterwohnungen, lag, größtenteils zwischen Obstbäumen versteckt, zerstreut umher und ungefähr einen Büchsenschuß vom Herrenhaus entfernt lag eine kleine, durch Frau von Sternburg vor einigen Jahren erbaute Kirche, welche den geistlichen Mittelpunkt der kleinen Gemeinde bildete und deren Prediger, von der Gutsherrschaft besoldet, auf dem Schlosse ein fast täglicher und gern gesehener Gast war. Auf den Wiesen am Flußufer lag der letzte Grasschnitt aufgehäuft, das Grummet erfüllte die Luft mit dem Aroma frisch gemähten Heues. Die zahlreichen Arbeiter hatten sich zu ihrem Frühstück gelagert und leerten unter Rufen und Scherzen ihre Proviantsäcke und Bierkrüge. Unter der schattigen, von mit Epheu und Weinreben umrankten Säulen getragenen Veranda, welche oben einen großen Balkon bildete, von welchem man eine prächtige Aussicht genoß, saßen Frau von Sternburg, Hedwig und Helene von Bergen. Die jungen Damen waren mit einer leichten Handarbeit beschäftigt, während Frau von Sternburg in Journalen blätterte. Einige Zeit saßen alle drei schweigend bei ihren Beschäftigungen, dann ließ die alte Dame ihre Lektüre auf den Schoß fallen, blickte einige Zeit still lächelnd auf die beiden jungen Mädchen und sagte dann:„Aber, Kinder, Ihr solltet doch den herrlichen Morgen zu einem Spaziergang benutzen!“ „Bestes Tantchen,“ entgegnete Hedwig schmeichelnd, „wir können Dich doch nicht hier allein lassen; willst Du nicht mit uns einen Gang durch den Park machen?“ „Nein, Kind, ich möchte am liebsten hier bleiben; ich fühle mich jetzt selbst nach der kürzesten Promenade immer sehr angegriffen, so daß ich es kaum riskiere, nur einige Schritte durch den Garten zu machen. Doch laßt Euch deshalb nicht abhalten, meine Lektüre wird mich schon unterhalten und zerstreuen.“ Hedwigs Auge ruhte mit Besorgnis auf dem feinen, bleichen Gesicht ihrer Tante, auf welchem sie jetzt zum erstenmale eine unendliche Abgespanntheit bemerkte, die ihr ganz neu war. Zärtlich umarmte sie die Dame und sagte besorgt:„Du wirst doch nicht krank werden, Herzenstantchen?“ „Bitte, lassen Sie uns bei Ihnen bleiben,“ sagte nun auch Helene, der ebenfalls das leidend müde Aussehen der Frau von Sternburg aufgefallen war. „Mir fehlt nur Ruhe, Kinder, darum bitte, laßt mich allein und ich werde frisch und munter sein, wenn ihr zurückkommt,“ lächelte die Schloßherrin und küßte beide junge Mädchen herzlich. Zärtlichen Blickes folgten ihre Augen den davoneilenden schlanken und graziösen Gestalten, deren helle Kleider bald hier bald dort in den Lichtungen des Parks auftauchten. Wie wohl that es der alten Dame, daß diese zwei jugendlich frohen, anmutigen und herzensguten Mädchen ihre Einsamkeit jetzt teilten und aufheiterten. Unwillkürlich faltete sie die Hände und ein Blick gen Himmel schien dessen Segen auf Hedwig's und Helenen's Zukunft herabzuflehen. Unterdessen hatten die beiden Mädchen Arm in Arm ihre Promenade fortgesetzt. „Komm, Helene, laß uns den Berg ersteigen und einen Blick auf die Landstraße werfen,“ sagte Hedwig, „ist es mir doch, als müsse Alfred heute kommen. Vielleicht können wir seinen Wagen schon in der Ferne entdecken.“ Und eine kleine Thür im Gehege des Parkes, deren Schlüssel Hedwig stets bei sich trug, öffnend, verließen die beiden jungen Mädchen die breiten, gebahnten Wege und stiegen bald auf einem schmalen Fußpfade bergan. „Glaubst Du wirklich, daß Dein Bruder heute schon zurückkehren werde?" fragte Heleue, deren schöne blauen Augen strahlender aufzuleuchten schienen. „Ich wünschte es sehr— und was man wünscht, glaubt man bekanntlich auch gern; ich habe unendliche Sehnsucht nach meinem Bruder und kann wohl sagen, daß ich wenigstens einen bessern und edlern Mann nie kennen gelernt habe.“ „Darin gebe ich Dir vollkommen recht, Hedwig,“ bemerkte Helene, während sich ihre Wangen tiefer färbten,„ich beneide Dich auch um diesen Bruder, und wäre ich so glücklich, einen zu besitzen, so wünschte ich, daß er dem Deinigen in allen Punkten gleichen möchte.“ Eine momentaue Pause entstand; dann fuhr Fräulein von Bergen wie begeistert fort:„Ja, Deinen Druder kann man verehren: er ist so ganz, ganz anders als die jungen Herren, welche ich bis jetzt kennen gelernt habe, auch...“ Sie senkte rasch die Augen, als sie Hedwigs Blick mit einem bedeutsamen Lächeln auf sich gerichtet sah. Hedwig stellte sich vor ihre Freundin, ihr so den Weg vertretend, und sagte, indem sie ihr voll und mit herzlichem Ausdruck in's Gesicht blickte:„Gesteh' mir's doch, Helene, daß Du Alfred liebst! Ich habe schon eigentlich vor Jahr und Tag nicht daran gezweifelt, und könnte mir ein größeres Glück für ihn und für Dich und für uns alle kaum wünschen— oder hat nur das Bergsteigen meiner Helene das Blut so in die Wangen getrieben?...“ „Ich leugne es nicht, Hedwig, daß ich Deinen Bruder verehre, mehr noch als liebe, daß ich zu ihm ausblicke, wie zu einem höheren Wesen!— Von einem solchen Manne geliebt zu werden, muß mehr als Seligkeit sein!“ sagte Helene schwärmerisch. „Ich kann Dich verstehen, kleine Schwärmerin,“ erwiderte Hedwig, und wie ein flüchtiger Schatten glitt es über ihre schönen Züge, denn sie erinnerte sich eines anderen Mannes, von dem sie ja ebenso dachte, wie Helene über ihren Bruder. Doch schnell sich wieder sammelnd, fuhr sie fort:„Laß uns jetzt den Berg vollends hinaufsteigen, ich möchte Tante nicht gar zu lange warten lassen.“ Schweigend setzten jetzt beide ihren Weg fort. Oben angelangt, bot sich ihnen eine prächtige Aussicht: die weite, liebliche Landschaft lag, mit hellem Sonnenlicht übergossen, zu ihren Füßen ausgestreckt; weit ins Land hinein konnte man die große breite Poststraße verfolgen, welche sich in grauer Ferne im Waldesdunkel verlor. Rings umher sah man lachende Fluren und inmitten derselben die roten Dächer zahlreicher Dorfschaften, die spitzen Kirchtürme und mitten hindurch konnte man den Lauf des Flusses, der bald auf einer längeren Strecke sichtbar war, bald zwischen Busch und Höhen versteckt sich hinschlängelte, verfolgen. Die beiden jungen Mädchen waren im Anschauen des Panoramas versunken, als plötzlich fern und gedämpft, doch immerhin deutlich genug, das beiden wohlbekannte Extrapost=Signal ertönte. Beiden entlockte dieser Ton des Posthorns einen gleichzeitigen, freudigen Ausruf und ihre überraschten Blicke dem unter ihnen liegenden Herrenhause zuwendend, sahen sie eben noch einen Reisewagen in dem Hohlwege verschwinden, der einige hundert Schritte vor dem Schlosse die Chaussee kreuzte und wenige Sekunden später konnten sie die vierspännige Extrapost mit dem reitenden„Schwager“, der jetzt den Dessauer Marsch blies, auf direktem Wege dem Schloßthore zufahren sehen. Flüchtigen Schrittes eilten die beiden Freundinnen den Berg hinab und dem Schlosse zu; doch nicht wenig ließ sie das erstaunen, was sie, am Schloßportal angelangt, sahen: Frau von Sternburg hielt ein Kind in den Armen, herzte und küßte es und drückte es zärtlich an die Brust, während Graf Biela mit dem Ausdruck innigen Glückes ihr zuschaute. Das Erstaunen indessen währte— wenigstens auf Hedwigs Seite— nicht lange; die junge Gräfin wußte sich bald diese Szene zu deuten: freudig, jubelnd eilte sie auf ihren Bruder zu, der sie mit beiden Armen umsing und liebevoll begrüßte. „Jetzt bin ich glücklich, Hedwig,“ sagte er weich, „denn endlich habe ich die verloren Geglaubte gefunden!“ Hedwig nahm das Kind aus den Armen ihrer Tante und überschüttete das kleine Wesen mit Liebkosungen. Das Kind blickte verwundert auf die ihm fremde Umgebung; die überschwänglichen Liebkosungen, welche der Kleinen von allen Seiten zu teil wurden, ängstigten sie und sie streckte mit bittender Geberde ihre Aermchen nach Alfred, der ihr unter all den fremden Gesichtern noch am bekanntesten war. Auch Helene von Bergen hatte den Grafen herzlich begrüßt und beglückwünscht, ihr Auge kehrte wieder und immer wieder zu dem bleichen Gesichtchen des Kindes zurück. Nun erst bemerkte Hedwig die Anwesenheit Heimbecks, der bis dahin sich abseits gehalten hatte und stummer Zeuge der Wiedersehensszene gewesen war; sie erbleichte und unwillkürlich legte sie die Hand auf das plötzlich heftig klopfende Herz. Sein Anblick kam ihr zu plötzlich, zu unvorbereitet und das sonst so willensstarke Mädchen mußte seine ganze Kraft aufbieten, um sich zu beherrschen. Alfred, dem dies nicht entgangen, legte sich ins Mittel. (Fortsetzung folgt.) und Marinewesen. Eine Preisbewerbung für das neue Modell eines Armeesattels schreibt das Kriegsministerium in der neuesten Nummer des Armee=Verordnungsblattes aus. An Preisen werden ausgeworfen ein erster Preis von 6000 M. und ein zweiter Preis von 3000 Mk. Die einzusendenden Modelle müssen bis zum 30. November 1887 bei dem Kriegsministerium eingehen. Nach kaiserlicher Bestimmung sind bei den Infanterie=Regimentern zu 4 Bataillonen, soweit dieselben nicht Füsilier=Regimenter sind, sowie bei den InfanterieRegimentern Nr. 135—138 die Mannschaften sämtlicher Bataillone Musketiere zu benennen. und Landwirtschaftliches. Entfernung des Unkrauts von Wegen. Das lästige Unkraut, welches auf Wegen und zwischen dem Steinpflaster, trotz öfterem Ausjäten, immer wieder zum Vorschein kommt, kann, soweit es sich nur um Gräser handelt, durch öfteres Gießen mit heißem Wasser vertilgt werden. Unkräuter mit derber Wurzel werden aber nur von Säureund Salzlösungen angegriffen. Neuerdings wurde auch das Ueberstreuen der Wege mit schwarzer Gaserde als unfehlbares Mittel empfohlen. Drei Aepfel zur Massenaupflanzung an Wegen und in Feldern. Die Versammlung der Obstbauverständigen zu Meißen hat in Uebereinstimmung mit Obsthändlern die Aepfelsorten auf ihre Verwendbarkeit geprüft und diejenigen ausgewählt, welche nach den bisherigen Erfahrungen folgende Eigenschaften in sich vereinigen: 1) als Stamm auch dem ungünstigsten Klima Deutschlands Trotz bieten; 2) eine kräftige in die Höhe strebende Krone bilden und dadurch die Behandlung im Schnitte, wie auch den Verkehr unter und zwischen den Bäumen(an Straßen) gestatten; 3) für jeden Boden passen; 4) von ausgezeichneter Tragbarkeit sind und 5) deren Früchte endlich für alle Verwertungsarten sich vorzüglich eignen. Diese Bedingungen werden unter den in Meißen besprochenen und für die verschiedenen Verwertungsarten empfohlenen Sorten besonders erfüllt von folgenden drei Aepfelsorten: Große Kasseler Reinette, Winter198 Car. BrSem vemschen Volke zu! „Den Trogen we., BehmmIT 1— Und so erklärt sich ja denn auch die Nichterfüllung!„Weil ich keinen Grund dafür zu sinden wiß“ Goldparmäne, Goldreinette von Blenheim. Bei der Besprechung über Dörrobst wurden diese drei Sorten von allen Seiten empfohlen. Ebenso über Weinbereitung, wozu, wie Gaucher treffend sagte, der allerbeste Apfel gerade gut genug sei. Endlich gehören sie unstreitig zu den allerbesten Tofeläipseln. Westfalen und Rheinland. Schwerte, 6. Mai. Die in der letzten Zeit in der Presse vielfach erörterte Frage über die Zulässigkeit der Uebertragung eines für einen anderen bebaren Gelde macht er sich in Begleitung eines Kumpans drei gute Tage in Elberfeld und Köln und dann kehrten sie nach Hagen zurück, um sich lassen. Die Strafkammer verurteilte den Patron zu 5 Jahren Zuchthaus. Bei einem nach Münster verzogenen Schlosser wurde in einer Kiste eine Leiche gefunden. Es hat sich ergeben, daß der Mensch die Leiche vor etwa 2 Monaten auf dem Mauritzkirchhofe ausgegraben hat, um, wie er sagt, an derselben den Verwesungsprozeß beobachten zu können. Der Deliquent ist zur Haft gebracht und wird sich i wegen Leichenschändung zu verantworten in der Presse vielfach erörterte Frage über die Zu= Oeliquent ist zur Haft gebracht pesngen ver Uebertragung eines für einen anderen be derselbe wegen Ellchenschanbitig zu erramtwvorten eimmten unübertragbaren Eisenbahnrzahrbilets it haben. Die Untersuchung ist in vollem Gange. entschieden worden. Nach, diesen Hitenrtzis.g##. Vor längerer Zeit verschwand in Duisdorf Gece edhen, bugh bose, Gig, sbraun. vo. Von, purlos an Ackersnam, der uach Amerika auszuwandern im Begriffe stand und sein Ackergut bereits zu Geld gemacht hatte. den Billets aufgedruckte Vermert„Nicht üoertragbar“ die rechtliche Bedeutung, daß der Empfänger desselben durch dessen Annahme den Bedingungen der EisenbahnVerwaltung sich unterwerfe und daß jeder Dritte aus dem Billet die Benutzungsbeschränkung entnehmen könne und müsse. Das Reichsgericht hat die mißbräuchliche Benutzung eines solchen Billets als Betrugsfall nach§ 263 des Strafgesetzbuchs anerkannt, indem es hervorhob, daß in dem Vorzeigen eines von einem anderen für sich gelösten„unübertragbaren“, also für den unberechtigten Inhaber ungültigen Billets, an den kontrolierenden Schaffner die Vorspiegelung der unwahren Thatsache liege, daß der Vorzeigende das Billet für sich gelöst, daß er der berechtigte Inhaber und auf Grund desselben, beziehungsweise der geleisteten Zahlung der Taxe, befugt sei, die Fahrt zu oschen.„ g.: Rar einigenr 9.t ist auf hörde, 5. Mai. Vor einiger Zeit ist au, der hiesigen Hermannshütte einem kleinen Teil der Arbeiter eine Lohnerhöhung zu teil geworden. Die Regierung in Arnsberg hat durch Verfügung vom 22. April d. I. der Schuhmacher=Innung in Dortmund auf Grund§ 100e der R.=G.=O. widerruflich gestattet: 1. Daß Streitigkeiten aus den Lehrverhältnissen der im§ 120a der Reichsgewerbeordnung bezeichneten Art auf Anrufen eines der streitenden Teile von der Schuhmacher=Innungsbehörde auch dann zu entscheiden sind, wenn der Arbeitgeber, obwohl er ein in der Innung vertretenes Gewerbe betreibt und selbst zur Aufnahme in die Innung fähig sein würde, gleichwohl aber der Innung nicht angehört; 2. daß die von der Innung erlassenen Vorschriften über die Regelung des Lehrlingsverhältnisses, sowie über die Ausbildung und Prüfung der Lehrlinge auch dann bindend sind, wenn der Lehrherr zu den unter Nr. 1 bezeichneten Gewerbetreibenden gehört: 3. daß Arbeitgeber der unter Nr. 1 bezeichneten Art vom 1. Juni d. linge nicht mehr annehmen dürfen. Die Kommission, vor welcher die Lehrlinge der unter Nr. 1 bezeichneten Art ihre Prüfungen abzulegen haben, besteht aus 3 Mitgliedern der Innungs=Prüfungs=Kommission. Rheinen, 1. Mai. Infolge der Schulinspektion Alle Nachforschungen blieben erfolglos. chmundenen hat jetzt auf Bruder des Verschwunornen qui jetzt auf dem Sterbebette bekannt, daß er denselben um des Geldes willen erschlagen und die Leiche verscharrt habe. Vermischtes. schulinspektor Pfarrer Wiemer, die für klassige Schule äußerst günstig ausfiel, wird seitens der Herren Vertreter der einzelnen Schulbezirke beabsichtigt, in Drüpplingsen baldmöglichst eine zweite Schulklasse mit einer Lehrerin herzustellen und zwischen den Bauernhöfen Kalthof und Refflingsen eine neue Schule gründen und solche von der Oberstufe beider Bezirke benutzen zu lassen., t Sotenwärtia in G.ut. Große Aufregung yerrsche gegenwaluig in Letmathe über das Verschwinden des Kaufmanns M. Guthmann. Derselbe hat sich vor 14 Tagen mit einem Auslandspaß versehen und von hier entfernt. Wahrscheinlich hat er die große Reise über den Ozean angetreten. G. lebte in guten Verhältnissen, hatte sich im Laufe der Jahre hier mehrere Besitzungen erworben. Da sein Geschäft hier nicht mehr ziehen wollte, hatte derselbe seine Immobilien reichlich mit Hypotheken beschwert gegen Wechsel und auf andere raffinierte Weise sich tausende Mark bares Geld verschafft (man spricht von annähernd 80000 M), um damit unter Hinterlassung seiner Familie zu verduften. Mehrere Bankhäuser sollen schwere Verluste haben. Auf Antrag eines Gläubigers wurde das Geschäft hier und die Filiale in Remscheid gerichtlich geschlossen und das Konkursverfahren eröffnet. Der Uebermut und der Leichtsinn mancher Leute streift manchmal an Verrücktheit. Im Dezember vorigen Jahres stiehlt der bereits mehrfach vorbestrafte Fabritarventer K. Esser aus Hagen bei einem Kaufann in Delstern 200 Mark har und ein SparkassenFabrikarbeiter K. Esser aus Hagen bei einen. mann in Deistern 200 Mark bar und ein Sparkassenbuch über 600 Mark. Nicht Not, nicht besonderes N nach der Gelde triehan ihn zu dem Diehbuch über 600 Mark. Nicht Not, nicht besonderes Verlangen nach dem Gelbe trieben ihn zu dem Diebstahl, sondern reiner Uebermut. Das Sparkassenbuch zerreißt der Held und streut es in alle Winde, mit dem * Würzburg, 3. Mai. Gestern abend hat ein Unwetter, Wolkenbruch und Hagelschlag, zwischen Dürrbach und Oberdürrbach enormen Schaden in den Weinbergen hier und in der ganzen Umgegend angerichtet. In Dürrbach stieg das Bachwasser halbhaushoch, in der Kirche bis zum Altar. Einigs Vieh ist ertrunken. * In Halle kaute und verschluckte das Töchterchen eines Arztes Oleanderblätter; andern Tages war sie eine Leiche. 6. 8 * In München sind die ersten Kirschen auf den Markt gekommen, das Pfund 4 Mark. * In Wiesbaden starb am Sonntag der Komponist r berühmte Münchener Maler Franz v. Lenbach hat sich mit einer Gräfin Magdalena Moltke in Breslau verlobt. g4— * Der Verein zur Bekämpfung von Betrugereien im Butterhandel in den Niederlanden hat einen Preis von 1000 Gulden(1700 M.) für die Auffindung einer Methode, um Beimischungen in natürlicher, aus Kuhmilch bereiteter Butter zu konstatieren ausgesetzt. Verlangt wird, daß die Methode scharf, sicher und einfach sei, sie soll ausreichen, um selbst geringe Beimengungen fremder tierischer oder pflanzlicher Fette quantitativ nachzuweisen, zu Irrtümern keinen Anlaß geben und ohne komplizierte Hilfsmittel und große Kosten selbst für Laien ausführbar sein.— Die Auffindung einer solchen Untersuchungsmethode erscheint von großer Wichtigkeit angesichts des immer mehr um sich greifenden Unwesens der Darstellung von sogen. Mischbutter. Möchte das Preis=Ausschreiben Erfolg F Ein scharfer Rechner hat herausgebracht, daß die der Heidelberger Universität anläßlich des 500jährigen Stiftungsfestes v. I. vom Festkomitee vermachten 10 Mark zum 1000jährigen Stiftungsfest zu 3 pZt. auf Zins zu Zins angelegt, in 23½ Jahren das doppelte dieser Summe ergeben, mithin im Jahre 2386 (tausendfaches Jubiläum) die ruinde Summe von M. 26,324,027.77 Pfg. Mögen unsere anderen deutschen Universitäten, Korporationen und Städte eine ähnliche, so überaus billige Geldanlage nicht verabsäumen. So manche gemeinnützige Anstalten wären viel schneller zu erwirken gewesen, wenn vor 500 Jahren irgend jemand einige 10 oder 100 M. ähnlich zu diesen Zwecken angelegt hätte. * Einen kühnen Sprung ins Wasser von der Brooklyner Brücke herab that am 27. v. Mts. ein neunzehnjähriger Neuschotte. Er sprang vom höchsten Punkte des Brückengeländers herab. Ein Polizist packte ihn an der Ferse, um ihn an dem Sprunge zu verhindern, aber er riß sich los, überschlug sich in einer Tiefe von etwa 90 Fuß zweimal und berührte das Wasser zuerst mit dem Kopfe. 20 Sekunden später kam sein Körper wieder zum Vorschein. Er schwamm kräftig auf das Gestade zu, landete gänzlich unversehrt und klagte nur, daß er sich betäubt fühle, als ob er einen Keulenschlag auf den Kopf * Unter der Garnison der Stadt Freiburg in Sachsen grassiert die Genickstarre. Die Mannschaften der 6. Batterie, unter welchen zahlreiche Erkrankungen-vorgekommen sind, sind von jedem Verkehr mit den übrigen Mannschaften abgeschlossen. Tödlich war noch kein Fall; zwei sehr schwere Fälle sind normal verlaufen. * Es wird vielen schon aufgefallen sein, daß in diesem Jahre noch so äußerst wenig Schwalben da sind. Es hat dieses, wie aus der Schweiz berichtet wird, darin seinen Grund, daß dieselben vor drei Wochen bis in die Schweiz vorgedrungen waren, dort aber bei dem damaligen Schneegestöber und der Kälte zu tausenden umgekoms Das seltene Vorkommnis ist aus Calvörde zu verzeichnen, daß die Bürgermeisterstelle bis jetzt seit 160 Jahren in derselben Familie geblieben ist. Bei der Neuwahl eines Bürgermeisters wurde dieser Tage wieder ein Mitglied * Kindermund. Der kleine Karl(beim Spielen von„Schwarzen Peter“): Nicht wahr Mama, in Kamerun spielen die Kinder doch weißen Peter? * Nicht das ganze Alphabet. A.: Aber, Herr Baron, ich werde irre an Ihnen! Warum wollen Sie denn die Verlobung mit Fräulein v. Braunfels aufheben? Sie haben doch A gesagt und werden nun auch B sagen müssen. B.: Alles, was Sie wollen, mein Lieber. Ich werde B sagen, auch allenfalls noch C und D, aber niemals Eh'! Litterarisches. Den vielen Stellensuchenden vom Zivil und Militär bringt Geerling's Handbuch alles, was ihnen zu wissen notwendig ist, um eine Anstellung als Beamter in allen deutschen Staaten zu erlangen. Es enthält einen Auszug aus den Verfügungen der Behörden hinsichtlich der Bewerbung der Stellen, gibt Fingerzeige für die Prüfungen und das nötige Material, diese beehen zu können, zählt die Stellen auf, welche den Bewerbern bei der Militär=, Marine=, Reichs=, Post=, Telegraphen=, Reichseisenbahn=, Reichsbank=, Finanz=, Steuer=, Unterrichts=, Domänen=, Kommunal=, Justiz=, Polizei=, Forst=, Bergbau=, Bau=, Proviant=, Lazaret=, Kasernen=, Garnison= sowie bei jeder Zivil=Verwaltung offen stehen und nennt die Kompetenzen, welche mit den Stellen verbunden sind. Alle wissenschaftlichen Anforderungen und Prüfungen sind darin vorgezeichne vom Lebenslauf bis zur Eingabe des Gesuches. Die Form der Eingaben schließt sich den amtlichen Anforderungen an. Das Buch ist ein Bedürfnis und jedermann aufs Beste zu empfehlen. Dasselbe ist zu beziehen in Schwerte durch die Buchhandl. von Car Braus. Preis 4 Mark broschiert. Eine neue illustrierte Zeitung, die von der Schablone der bisher üblichen illustrierten Blätter vollcommen abweicht, lnd Zeizhilders Das Blat, das Interesse des Toges, Irpi, H. epenstngertzersähnlich eignisse aus aller Welt, torr die bedenltennen„# keiten der Zeitgeschichte vorführt. Dadurch, vuß bel Text, überall gleich unter dem Bilde befindlich, sic auf das Notwendige beschränkt, ist es möglich gewesen die„Zeitbilder" ungewöhnlich reich auszustatten un dabei einen Preis zu stellen, der höchstens die Hälft desjenigen der anderen großen illustrierten Zeitunge beträgt(1 Mark 50 Pf. für 13 Nummern vierteljähr lich), während an Illustrationen ebensoviel, wenn nich mehr geboten wird. Das reich flutende Leben Gegenwart auf dem ganzen Erdballe in den Berei ihrer Darstellungen ziehend, bieten die„Zeitbilder eine künstlerisch wertvolle Ergänzung zu jeder Tage zeitung. Den Vielbeschäftigten gewährt außerdend im Beiblatte enthaltene„Zeitgeschichtliche Rundscha die Möglichkeit, sich im Fluge über alles politischen und sozialen Leben der Gegenwart zu orie tieren. So erhalten die„Zeitbilder“ einen dauernd Wert für Haus und Familie, als eine inhaltlich hervorragende illustrierte Chronik der Ze K Mlienennag Küchaichen ensel I billig bar od. Raten. Prosp.gratis. 9 Pfd. Gutsbutter franko M. 8.30 Schrunnspihen Carl Praus. Fabeit Weidenslaufer Seriin, NW.19„Süßrahmtafelbutter„ 9.80 zu haben bei Cark Praus