C —„„„„„„* Autlicher Anzeiger für verbunden Tchwerter-Veitung Abonnements=Preis pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Wöchentlich eine Gratisbeilage„Familienfreund.“ den Landkreis Dortmund, mit der Kpirreraer Tritung für die sechsspaltige Zeile oder deren Raum 10 PfgOse gußerhalb des Leserkreises 15 Pfg.; Reklamen 30 Pig. iktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Redaktion, N 89 Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Militär= Aushebung. Im Anschlusse an die Bekanntmachung vom 20. Mai kr. wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das diesjährige Ober=Ersatzgeschäft für den Aushebungsbezirk Landkreis Dortmund nicht am 15., 16, 17., 18., 19. und 21. Juni kr., sondern auf höhere Anordnung am 16., 17., 18., 19. und 21. Juni kr. stattfindet. Den auf den 15. Juni beorderten Militärpflichtigen wird durch die Ortsbehörden eine anderweite Vorladung zugestellt werden. Dortmund, den 7. Juni 1886. Der Landrat: von Rynsch. Dortmund, Schwerte und Aplerbeck, Samstag, 12. Juni 1886. Bekanntmachung. Die Schulsteuer=Repartionslisten pro 1886/87 der Gemeinden des Amtes Castrop liegen vom 12. bis inkl. 19. Juni kr. auf dem Büreau der Kommunalkasse hierselbst zur Einsicht offen. Castrop, den 8. Juni 1886. Der Antmann: Rüller=Tolfs. Bekanntmachung. Die Kommunalsteuer=Heberollen pro 1886/87 der Gemeinden Merklinde, Bövinghausen, Holthausen, Frohlinde und Westerfilde liegen vom 12. bis inkl. 25. Juni kr. auf dem Büreau der Kommunalkasse hierselbst zur Einsicht offen., Castrop, den 8. Juni 1886. Der Amtmann: Müller=Tolffs. Bfingsten. Pfingsten feiert die Thatsache der Ausgießung des heiligen Geistes in die durch Christum erlöste Welt. Denken wir ja nicht gering von jener Wunderthat, verflüchtigen wir sie ja nicht in allerlei schöne Gedanken von des Menschen Streben und Ringen, dem Geiste der Zeit, der Herren eigenen Geist. Ein Quell des Lebens ist damals den Völkern erschlossen worden. Seine Wasser fluten noch durch die Menschenwelt dahin. Die christliche Kirche hat den Beruf, diese Ströme zu weisen, die Durstenden dahin zu führen. Der Mensch tappt im Dunklen dahin, so lange das Licht von oben ihm nicht leuchtet. Und ob er die Wahrheit— durch bittere Erfahrung vielleicht allmählich erkennt, seine besten Anordnungen, Gesetze, Einrichtungen bleiben Tropfen auf dem heißen Stein, so lange der rechte Geist, der gute, starke Wille denen abgeht, welchen jene Gesetze zu gute kommen sollten. Dem Altertum in der vorpfingstlichen Zeit hat es wahrlich an mancherlei Weisheit, an viel Schönem und Gutem nicht gefehlt. Dennoch ist es untergegangen in sittlicher Versumpfung. Und so hoch unsre Zeit gekommen ist in jeglichem Fortschritt auf allen Gebieten des äußeren Kulturlebens,— den Geist, der innerlich stark, klar, mutig, einig macht, vermag sie doch nicht zu geben, auch nicht ihre Philosophie, ihre Kunst, ihre Wissenschaft. Das Licht, welches neues Leben hervorlockt, kann wie der Sonnenstrahl nur von oben kommen, muß von oben her gegeben werden. Möge solch Gotteslicht leuchtend, wärmend, belebend in diesen pfingstlichen Tagen weithin über die Gauen unsers lieben deutschen Volkes sich breiten, der rechte Geist der Pfingsten immer kräftiger allenthalben Einzug halten. Nur dann gibt's eine glückliche Zukunft. Peinz Luitpold von Bapern. Eine am Donnerstag ausgegebene Nummer des Gesetzblattes in München enthält eine von sämtlichen Ministern gegengezeichnete Proklamation des Prinzen Luitpold, gemäß welcher derselbe wegen schwerer Krankheit des Königs die Regentschaft übernimmt und den Landtag auf Dienstag, den 15. Juni, einberuft. Die Deputation von Ministern, Hofbeamten und Aerzten konstatierte am Mittwoch in Schloß Linderhoff in Gegenwart des Königs, daß derselbe durch voraussichtlich länger als ein Jahr andauernde Krankheit an der Ausübung der Regierung verhindert sei. Der König erhob keinen Widerspruch, er wird voraussichtlich Schloß Herrenchiemsee bewohnen oder Schloß Fürstenried bei München. Zu seinem Gouverneur ist Graf Boos=Waldeck, zu seinem Begleiter Rittmeister Baron Washington ernannt. Zu Kuratoren der kgl. Zivilliste sind die Grafen Holnstein und Törring ernannt. Von seiten des Reiches wird der Neuordnung der Dinge natürlich nicht der geringste Widerspruch in den Weg gelegt. In München bedauert man das Schicksal des Königs tief, die Regentschaft wird aber, da eine andere Lösung unmöglich, freudig begrüßt; Prinz Luitpold, der Regent und Oheim des Königs, ist sehr populär. Er ist 66 Jahre alt und gilt politisch als ein ruhiger Charakter, so daß in der Zusammensetzung des Ministeriums zunächst keine Aenderung durch Berufung von Mitgliedern der katholischen Partei zu erwarten ist. Das traurige Schicksal König Ludwigs, der 1870 als erster deutscher Fürst die Mobilmachung gegen Frankreich anordnete, wird sicher in ganz Deutschland allgemeine Teilnahme erwecken. Die oben erwähnte Proklamation lautet: Im Namen Sr. Maj. des Königs! Unser königliches Haus und Bayerns treu bewährtes Volk ist nach Gottes unerforschlichem Ratschluß von dem erschütternden Ereignis betroffen worden, daß Unser vielgeliebter Neffe, Se. Majestät König Ludwig II., an einem schweren Leiden erkrankt sind, welches Allerhöchstdieselben an der Ausübung der Regierung auf längere Zeit hindert. Da Se. Majestät für diesen Fall weder Vorsehung getroffen noch dermalen treffen können, und da ferner über unsern vielgeliebten Neffen, Prinzen Otto(Bruder des Königs, der geistesgestört ist) schon längeres Leiden verhängt ist, welches ihm die Uebernahme der Regentschaft unmöglich macht, so legen Uns die Bestimmungen der Verfassungsurkunde als nächstberufenen Agnaten die traurige Pflicht auf, die Reichsverwesung zu übernehmen. Indem Wir dies, vom tiefsten Schmerz ergriffen, öffentlich kund und zu wissen thun, verfügen Wir hiermit in Gemäßheit der Verfassungsurkunde die Einberufung des Landtages auf Dienstag, den 15. Juni 1886, Luitpold, Prinz von Bayern. Die Zahlung der Schulden des Königs wird aus der Zivilliste erfolgen. Aus den Parlamenten. Berlin, 9. Juni. Das Herrenhaus nahm in seiner heutigen Sitzung die Kreisordnung und das Gesetz, betr. die Einführung der Provinzialordnung für Westfalen, abgesehen von einer das Vorschlagsrecht zur Besetzung der Amtmannsstellen betreffenden Aenderung, durchweg in der Fassung des Abgeordnetenhauses an, lehnte sodann, dem Antrage seiner Kommission entsprechend, die Vorlage, betreffend die Pensionsverhältnisse der Lehrer, an Schulen nicht staatlichen Patronates ab und nahm schließlich von den vorliegenden Verhandlungen des Landes=Eisenbahnrates Kenntnis. Die nächste Sitzung behufs Beratung der Kanalvorlagen findet Donnerstag statt. — 10. Juni. Im preußischen Herrenhaus beantragte die Etatskommission unveränderte Annahme des Gesetzentwurfs, betr. die Gewährung des preußischen Extrabeitrages von 50 Millionen zum Bau des Nordostseekanals. Die Vorlage wird nach unwesentlicher Debatte angenommen. Es folgt Beratung der Kanalvorlage(Rhein=Ems=Oder=Spree=Kanal). Die Kommission empfiehlt unveränderte Annahme des Gesetzes. Berichterstatter ist Hr. Geh. Rath Stumm. Derselbe konstatiert, daß bezüglich des Oder=Spree Kanals eine Meinungsverschiedenheit in der Kommission nicht bestanden habe. Redner ist gegen die Vorlage wegen des Ems=Kanals. Es entspinnt sich eine lebhafte Diskussion, nach welcher der Rhein=EmsKanal mit 57 gegen 45 Stimmen angenommen wird. Um diesen hatte sich der ganze Streit gedreht. Dann wird das ganze Gesetz in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen. Der Kaiser hatte am Dienstag auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin die Garde=Feldartilleriebrigade besichtigt; am Mittwoch folgte im Beisein des Kronprinzen, des Großfürsten Michael von Rußland und anderer Fürstlichkeiten die Inspektion des 1. und 2. Gardedragonerregiments und des 2. Garde=Ulanen=Regiments. Nachmittags begab sich der Kaiser mit den anderen fürstlichen Herrschaften nach Hoppegarten zur Beiwohnung des dortigen Wettrennens. Am Donnerstag wohnte der Kaiser der Enthüllung des Denkmals Friedrich Wilhelms IV. vor der Nationalgallerie bei. Im Herrenhause wurde am Donnerstag die Kanalvorlage(Dortmund=Ems) in namentlicher Abstimmung mit 57 Stimmen gegen 45 Stimmen angenommen. Hofprediger Stöcker, der an einem KehlkopfPolyp litt, ist operiert. Professor Gerhardt hat den Polypen vom Kehlkopf entfernt. Der Bericht der drei Bremer Missionare, die im Auftrage der Basler Mission nach Kamerun entsandt wurden, um die dortigen Verhältnisse zu beobachten, ist in Berlin eingegangen. Man erwartet, daß die Genehmigung der Ansiedelung in den deutschen westafrikanischen Gebieten der Gesellschaft demnächst erteilt wird. In Braunschweig ist eine Versammlung streikender Maurer auf Grund des Sozialistengesetzes verboten, obgleich dort der kleine Belagerungszustand noch nicht besteht. Wie es heißt, wird der englische Botschafter in Berlin, Sir Malet, nach Paris versetzt werden. Als neuer Botschafter wird der bekannte Freund Graf Herbert Bismarcks und gegenwärtiger englischer Minister des Auswärtigen, Lord Roseberry, genannt. Der Lord ist ein Schwiegersohn des Londoner Rothschild. Die Berliner Töpfermeister haben nunmehr beschlossen, vom 15. Juni an auf sämtlichen Bauten die Arbeit einzustellen, falls die Gesellen sich nicht bequemen, den Lohntarif der Meister anzunehmen, und erst dann wieder mit der Arbeit zu beginnen, wenn letzteres geschehen. Die Veranlassung dazu ist, daß die streikenden Gesellen zum Teil sich erboten haben, die ihren Arbeitgebern übertragene Arbeit selbst auszuführen. Die Veltener Ofenfabrikanten sind mit dem Meisterbeschluß einverstanden. Oesterreich. Wenn es in Pesth so weiter geht, kann es gut werden. Von Sonntag ab nun jeden Abend blutige Schlägereien zwischen Bevölkerung, Militär und Polizei. Nachdem es am Montag und Dienstag recht arg zugegangen, hatten die Behörden für Mittwoch abend besondere Vorkehrungen getroffen. Aber Lärm und einige Verwundete gab es doch, wenn auch die Exzedenten „leicht" zerstreut wurden. Da sieht man doch, wie ungemein wenig Respekt die Magyaren vor ihrer Regierung haben. Ministerpräsident Tisza hat aufs neue in der Kammer diese Tumulte auf das Allerentschiedenste verurteilt, allerdings auch Bestrafung der Polizisten zugesagt, welche gar zu energisch vorgegangen sind. Man sieht es, daß der ungarischen Regierung diese ganzen Vorgänge ungemein fatal sind. Der am Sonntag beim Zusammenstoß mit dem Militär schwerverwundete und infolgedessen gestorbene Mann, dessen Leichenbegängnis zu neuen Skandalen Anlaß gab, war, wie sich hinterher herausgestellt, gar kein Ungar, sondern ein deutscher Fleischergeselle. Belgien. Der zu längerem Gefängnis verurteilte Anarchistenführer Defuisseaux ist wirklich durchgebrannt. Er hat sich als Bauer verkleidet und in einem Hühnerkorb versteckt die Grenze auf Vlissingen zu passiert. Von Vlissingen ist er nach London gegangen, von da nach Frankreich. Großbritannien. Infolge der andauernden Reibungen zwischen Protestanten und Katholiken kam es am Mittwoch abend in Belfast zu ernsteren Ruhestörungen. Eine größere Anzahl Katholiken hatte sich zusammengerottet und griff die Polizei an, welche der Uebermacht weichen mußte und Zuflucht in der Kaserne suchte, von wo sie auf die Volksmenge feuerte. 3 Personen wurden getötet, viele verwundet; schließlich mußte Militär zur Herstellung der Ruhe requiriert werden. Während der Ruhestörungen wurden mehrere Häuser zerstört und ein Gebäude in Brand gesteckt. Orient. Im Innern von Serbien tauchen Räuberbanden auf, die reiche Kaufleute und Geistliche berauben und brandschatzen. Eine der stärksten dieser Banden ist im Bazaker Kreis aufgetreten. Die Regierung hat auf die Köpfe der Anführer je 500 Dukaten ausgesetzt. Die seitens der Regierung wegen der Wahlagitationen eingeleitete Untersuchung nimmt immer größere Dimensionen an. In Obrenovac wurden 12 angesehene Bauern verhaftet. Die Untersuchung soll anarchistische Pläne konstatiert haben. 19. Jahrgang. Westfalen und Rbeinland. Schwerte, 11. Juni. Pfingsten, das frohe und heitere Fest mit seinem Maiengrün und luftigem, buntem Blütenschmuck, seinem schmetternden, hallenden Vogelgesang in Wald und Flur, ist vor der Thür und fordert stürmisch Einlaß in Haus und Herz, bei Groß und Klein, Arm und Reich, ohne Ausnahme! Sie ruft auch die, denen die Sorge des Lebens die Stirn gefurcht und den Blick getrübt, sie ladet auch einen Blick hinauszuwerfen in die schöne, freie Gotteswelt und an den uralten und doch ewig neuen und jungen Wundern der Schöpfung Trost zu suchen für das müde Herz. Dort draußen steht alles in neuer, reizvoller Pracht und wer weiß, ob nicht aus den wenigen, dürren Ueberresten vergangener Sorgentage ein frisches munteres Hoffnungsgrün emporsprießt. Ein Wunder ist es, das die Natur darbietet, auch im Menschenleben kann ein solches Wunder eintreten, das einen Quell erneuten Mutes erströmen läßt.— Pfingsten pocht an die Thore der Häuser. Nun wohl, alles ist gerüstet. Maienschmuck kränzt Fenster und Wände, Maienluft wohnt drinnen in Kopf und Herz. Maien, Maien, überall prangt das frische Grün. Es gibt nichts, sei es noch so prosaisch und realistisch, das sich, wenn auch nur auf eine kurze Zeitspanne, dem Zepter des Pfingstfestes, nicht unterwirft, das hier der Poesie ihr Recht verweigert. Aber die wahre Pfingstpoesie, die sucht man zwischen den engen vier Wänden, unter dem lastenden Steindache vergeblich, die wohnt draußen im hehren, ragenden Waldesdom, und allen, die sie mit leichtem, munteren Herzen und klaren, hellen Augen zu erjagen streben, denen naht sie auch huldvoll und gewährt ihnen als schönstes Geschenk reine, wahre Herzensfreude über Gottes Wunderwerke in Wald und Feld. Gerüstet ist Groß und Klein zum Pfingstausflug! Mag es nun an dem Nötigsten nicht fehlen, an einem klaren, blauen Pfingsthimmel, und mag die Pfingstsonne recht viele frohe und heitere Gesichter bescheinen! Schwerte, 11. Juni. Dem reisenden Publikum dürfte es sich empfehlen, den in der heutigen Nummer nochmals enthaltenen Sommerfahrplan vom 1. Juni kr. einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen, da derselbe sowohl in den Abfahrts= und Ankunfts=Zeiten der unsere Station berührenden Züge wie auch andren Stationen des Direktionsbezirkes Elberfeld bedeutende Veränderungen aufweist. Aus Anlaß des Pfingstfestes werden auf einzelnen Strecken des Direktionsbezirks Elberfeld vom 11. bis einschließlich 15. Juni kr. Extra=Personenzüge vor den am stärksten benutzten planmäßigen Zügen gefahren. Die an den Billetschaltern der Stationen ausgehängten Fahrpläne ergeben darüber das Nähere. —* Da mit dem Monat Juni auch nun die Schonzeit der Auer=, Birk= und Fasanenhähne begonnen hat, ist für den Jäger jetzt nur noch der Rehbock allein von jagdbarem Wilde aufs Korn zu nehmen. Dem Raubzeug ist weiter eifrig nachzustellen, was jetzt jedoch wegen des hohen Getreides und der stark belaubten Bäume mit größeren Schwierigkeiten verbunden ist, zumal die Jungen mit wenig Ausnahmen ihre Baue resp. Nester bereits verlassen haben. Die Krähen= und Reiher=Horste bieten dem Jäger augenblicklich ein besonderes Interesse. —“ Gegen die Messerhelden hat die Regierung zu Düsseldorf unter dem 26. Mai kr. eine Polizeiverordnung erlassen, in welcher bestimmt wird, daß niemand Riemen, Stricke, Gummischläuche oder ähnliche Gegenstände, welche mit Metall oder anderer Beschwerung versehen sind, bei sich führen darf. Revolver, Pistolen oder ähnliche Schußwaffen, ferner Dolche oder Dolchmesser, Kugelstöcke, Schlagringe oder Totschläger darf nur derjenige bei sich führen, welcher durch einen Waffenschein die Erlaubnis hierzu erhalten hat und diesen Schein bei sich trägt. Die Verordnung tritt mit dem 1. Juli in Kraft. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder verhältnismäßiger Haft bestraft. Die Waffenscheine werden von den Ortspolizeibehörden ausgestellt. Westhofen, 11. Juni. Die 25jährige Jubelfeier des hiesigen Krieger= und Landwehrvereins nahm durch Reveille und Böllerschüsse am Sonntag morgen in aller Frühe seinen Anfang. Um 11 Uhr begann im Vereinslokale des Kriegervereins das programmäßig angesetzte Freikonzert, welches um 1½ Uhr nachmittags endete. Um 2 Uhr fand der Empfang der eingeladenen Vereine statt. Außer den beiden hiesigen Gesangvereinen und dem Turnverein waren auch die Kriegervereine von Syburg und Garenfeld erschienen. Nachdem sämtliche Vereine sich zum Festzuge geordnet, bewegte sich letzterer unter Marschmusik durch die im Waldesgrün prangenden Straßen der Stadt. Die meisten Gebäude waren beflaggt. Im festlich dekorierten Saale des Herrn Weiberg vereinigte alsdann die vom Trompeterkorps des 2. Westf. Feld=Artillerie=Regiments Nr. 22 unter persönlicher Leitung des Stabstrompeters Herrn Schubert ausgeführte Konzertmusik die Festteilnehmer. Die Pausen wurden durch patriotische Lieder seitens der Gesangvereine ausgefüllt. Die lebenden Bilder, welche von den Mitgliedern des Krieger= und Landwehrvereins zur Darstellung gebracht wurden, genossen allseitige Bewunderung und Anerkennung. Herr Amtmann Rebber hielt eine dem Tage entsprechende Festrede, mit einem Hoch auf unsern allverehrten Kaiser schließend. Ein Ball, der die Teilnehmer in schönstem Einvernehmen noch lange im Festsaale verweilen ließ, bildete das Ende des in würdigster und angenehmster Weise dahingeschiedenen Festes. E heunen, 11. Juni. Von jeher hat unsere Pfingstkirmes sich eines regen Besuches von außen zu erfreuen gehabt, diesmal wird sie Jung und Alt zu empfehlen sein. Zwei Tanzböden, eine Konzertgesellschaft, ein mechanisches Theater, zwei Karusselle, darunter ein großes Welt=Karussell, ein photographisches Atelier, ein Panorama u. s. w. stehen in sicherer Aussicht, und werden solche neben den sechs Restaurationen und den verschiedenen Krämerbuden denjenigen volle Gelegenheit bieten, die Kirmesfreuden bis auf den letzten Tropfen zu genießen, die das liebe Portemonnaie nicht gar zu ängstlich verschlossen halten. Aplerbeck, 11. Juni. Die Räumlich keiten unseres Postamtes, welche sich bekanntlich in einem der Sparkasse Aplerbeck gehörigen Hause am hiesigen Marktplatze befinden, entsprechen schon längst nicht mehr den gestellten Anforderungen, weshalb man schon seit einiger Zeit mit dem Plane umging, ein eigenes Postgebäude hierselbst zu errichten. Heute war nun der Herr Oberpostdirektor Schultz aus Arnsberg hier, um einen vom Herrn Architekten Becker für das Postgebäude in Aussicht gestellten Platz zu besichtigen. Wie wir vernehmen, hat der Herr Oberpostdirektor den vom Herrn Becker offerierten Vorschlag, auf diesem in der Nähe des Amtshauses belegenen Platz ein für Postzwecke geeignetes Gebäude zu errichten und solches auf mehrere Jahre der Postbehörde zu vermieten, acceptiert, und soll mit dem Bau baldigst begonnen werden. Nach Fertigstellung bezw. Uebergabe desselben wird unser Postamt voraussichtlich dann in ein Postamt II umgewandelt werden. Dortmund, 11. Juni. Die Kanal vorlage. Gestern war ein bedeutsamer Tag für die Entwickelung unserer Stadt. Noch im letzten Augenblicke hatte es geschienen, als ob der Dortmund=Emskanal zum zweitenmale im Herrenhause scheitern solle, und das wäre um so bedenklicher gewesen, als dann die betr. Vorlage schwerlich sobald wieder eine parlamentarische Tagesordnung geziert hätte. Es wurde denn auch alles gethan, was noch zu machen war. Die Deputationen reisten von hier und den anderen interessierten Städten zum zweitenmale nach Berlin, die säumigen HerrenhausMitglieder, von welchen man wußte, daß sie dem Kanale günstig gegenüberstanden, wurden schriftlich und telegraphisch aufgefordert, nach Berlin zu gehen, kurz, es geschah alles, was sich noch machen ließ. Nach der Gewohnheit des Herrenhauses war Herr Stumm, einer der enragiertesten Gegner des Kanals, zum Referenten bestellt, weil er bei der früheren Beratung den gleichen Posten bekleidet hatte, durch einen glücklichen Zufall jedoch mußte„König“ Stumm die Annahme der Vorlage nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses beantragen. Die Kommission zählte nämlich zwar eigentlich acht Gegner des Kanals und nur sieben Freunde desselben, im letzten Augenblicke war jedoch einer der ersteren bedenklich geworden und enthielt sich der Abstimmung, während ein anderer gerade einmal herausgegangen war und allerdings später zu Protokoll erklärte, er würde dagegen gestimmt haben, was aber natürlich nichts mehr half. So nahm die Kommission die Vorlage mit sieben gegen sechs Stimmen an. Herr Stumm zog sich nun aus seiner tragikomischen Lage, daß er zwar die Annahme der Vorlage beantragte, aber entschieden dagegen sprach. Höchst erfreulich war in der Diskussion das warme und eindrucksvolle Eintreten des Ministers Maybach für die Vorlage, die denn auch schließlich, dank der glücklichen Verkuppelung mit dem schlesischen Kanale, mit zwölf Stimmen Vorsprung durchging. Gegen sechs Uhr war die bedeutsame Sitzung zu Ende. Mit welcher Anteilnahme man in Dortmund auf den Erfolg gespannt gewesen, das bewies die Thatsache, daß sich gleich beim Bekanntwerden der Abstimmung die Hauptstraßen der Stadt mit Flaggen bedeckten, später bildete sich ein mächtiger Zug vor Hotel Middendorf und dem„Röm. Kaiser", wie auch auf dem Markte wurden vom Orchestervereine Stücke geblasen, an letzterem Orte sprach auch ein Herr, und ging es unter Vortritt der genannten Kapelle in immer größer werdender nach hunderten und wieder hunderten zählender Menge durch die Straßen der Stadt. Daß an den verschiedensten Orten das wichtige Ereignis gebührend begossen wurde, ist selbstverständlich. Das Uebelste ist jetzt noch die Aufbringung der Grunderwerbskosten, doch unterliegt es keinem Zweifel, daß sie rasch beschafft werden, man kann also ruhig unserer Stadt und namentlich der hart ringenden Industrie, welche jetzt hoffentlich Arbeiterentlassungen, Feierschichten und Preisdruck vermeiden kann, ein fröh48 H) Brackel, 11. Juni. In tiefe Trauer wurde eine hiesige Familie versetzt. Es hatten sich mehrere Kinder zum Spielen auf der Straße versammelt und machten es sich zur Freude, sich gegenseitig herumzuschwenken. Bei diesem Vergnügen stürzte das vierjährige Töchterchen gegen einen Stein, und zwar so, daß es schon am andern Tage sein jugendliches Leben aushauchte. Im nahen Behringhausen bei Castrop fand am Dienstag ein Landmann an einem Baume einen Erhängten. Wie sich bald herausstellte, war es der Tagelöhner Gottfr. Bothe, ein älterer, etwas arbeitsscheuer, dem Branntweingenuß ergebener Mann. Der Selbstmörder hinterläßt eine Wittwe und mehrere kleine Kinder.„ Am Dienstag wurden in einer in der Nähe von Ahlen liegenden Weide einer Kuh die Zitzen vom Euter geschnitten. Hoffentlich gelingt es, den barbarischen Thäter ausfindig zu machen und wegen dieses schändlichen Bubenstückes zur Strafe zu ziehen. Eine gerechte, wenn auch harte Strafe traf am Mittwoch den Tagelöhner B. in hamm. Derselbe begab sich mit noch mehreren anderen Personen unbefugt auf eine in der Ostenfeldmark belegene Weide, auf welcher ein Stier sich befand. Diesen quälten und mißhandelten die Unholde auf die roheste Art und Weise; u. a. schnitten sie mit einem Messer an mehreren Stellen in das Fleisch des Tieres, bis dieses, wütend gemacht, sich auf seine Peiniger stürzte und den B. derartig zurichtete, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. — Vorige Woche wurde eine Frau zu Hamm von einer giftigen Fliege ins Kinn gestochen, so daß nach kurzer Zeit das ganze Gesicht furchtbar anschwoll. Es trat Blutvergifung ein, und nach kurzer Zeit gab die bedauernswerte unter gräßlichen Schmerzen ihren Geist auf. Das diesjährige Volkswettturnen findet am 15. August am Harkortdenkmal auf dem alten Stamm bei Wetter statt. Die Anmeldung zum Wettkampf muß bis zum 9. August an den Turnlehrer Schröter=Barmen erfolgen. In Barmen wurde ein Bandwirker von einem ihm unbekannten Manne ganz plötzlich überfallen, zur Erde geworfen und gewaltsam seiner Uhr und Kette beraubt. Ehe der Ueberfallene sich wieder aufgerafft hatte, war der freche Räuber verschwunden. Der Vorstand des Zentral=Gewerbevereins für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke zu Düsseldorf hat beschlossen, im Dezember d. Is. in den Parterre=Räumen der hiesigen Kunsthalle eine kunstgewerbliche Ausstellung von Arbeiten seiner Vereinsmitglieder und Mitglieder der Zweigvereine zu veranstalten. — Aus Düsseldorf wird berichtet, dem Zentralvorstande des Gustav=Adolf=Vereins habe ein Ungenannter 22 Kruppsche Obligationen und 600 Mark überwiesen. Die Summe beträgt mit den fälligen Zinskoupons circa 14,950 Mk. — Das Neueste auf dem Gebiete der Fechtkunst ist es wohl, wie ein Bettler, geführt durch einen Dienstmann, seine Kunst ausübt. Dieser Tage stellte sich den Restaurateuren und Hotelbesitzern zu Düsseldorf ein nach Branntwein duftender Mensch als„Kollege“ vor, der in Dortmund viel Unglück gehabt habe, und bat um Unterstützung, die ihm in einigen Fällen auch gewährt wurde. Ein Dienstmann führte den Bettler zu seinen Kunden. In diesen Tagen gingen mehrere Knaben von Hemmerich aus, um Eulennester auszuheben. Einer klettert auf den Baum. Kaum hat er das Nest erreicht, da kommt die Alte heran und reißt ihm die Mütze vom Kopfe. Doch der Knabe läßt sich nicht erschrecken, er nimmt ein Junges und zeigt es der Mutter. Da stürzt sich diese auf den Unbarmherzigen und schlägt ihm wütend ihre Fänger ins Gesicht, und zwar so unglücklich, daß er blutüberströmt und— nur mit einem Auge nach Hause kommt, Welche Warnung für Eltern und Kinder! In Kreuznach wollte ein Gerichtsvollzieher in der Wohnung eines ehrsamen Bürgers eine Pfändung ausführen, fand aber niemand weiter, als ein kleines Bübchen, des Vaters Söhnlein, zu Hause, welches auf die Frage des ersteren pfiffig und mit bedeutsamer Miene zur Antwort gibt:„Papa ist vereist.“—„Wie lange bleibt er denn fort?"— Bedenkliche Frage! Doch schnell gefaßt, und kurz entschlossen öffnete das Bübchen die Thür eines Kleiderschrankes und ruft im Tone reinster Unschuld in denselben hinein:„Papa, wann kommst du denn wieder?“ Wie es aus dem Schrank herausgeschallt, haben wir nicht erfahren. Aber das wissen wir, daß Papa urplötzlich zum Erstaunen des Beamten von der„Reise“ zurückgekehrt war und auf Erfordern des letzteren schlennigst sein Koupee verließ. Die Exekution nahm nun ihren Fortgang, der Kleiderschrank erhielt ein gerichtliches Siegel. Schlächtermesser den Hals durchgeschnitten und die kräftige Frau nach hartem Kampf durch Messerstiche getötet. Das Mädchen verkroch sich unter dem Bett und blieb verschont. Keller vermochte nur wenig Geld zu entdecken und entfloh damit, er ist aber bereits am Tage der That in Tempelhof bei Berlin verhaftet worden. * Bei Peking ist einer der Paläste des Kaisers von China abgebrannt. Derselbe ist 1850 mit einem Kostenaufwand von 9 Millionen Mark erbaut. * Aus Chicago, 7. d. M., wird gemeldet: Eine verheerende Feuersbrunst brach heute morgen in der Frühe in der Kanalstraße, im westlichen Stadteil, aus. Die Flammen verbreiteten sich schnell, und ehe die Feuerwehr Herr derselben wurde, waren mehrere Wohngebäude vollkommen eingeäschert. Acht Personen sind, so weit man bis jetzt weiß, in den Flammen umgekommen. * Schwere Unwetter gingen am 6. ds. in Lothringen nieder. In der Stadt Pfalzburg war das Gewitter von furchtbarem Hagel begleitet. Eisstücke, größer als Hühnereier, flogen herunter. Das Getreide auf den Feldern der Umgebung von Pfalzburg ist wie niedergemäht. Die Kartoffelfelder sind vernichtet, die Obstbäume stehen entblättert da. In Wilsberg, in Hangweiler, in Finstingen verursachte das Unwetter unabsehbaren Schaden auf allen Fluren. * Der Ausbruch des Aetna ist zu Ende, die Stadt Nikolosi in der Hauptsache verschont geblieben. * Aus Westaustralien ist vor kurzem nach London die Kunde von der Entdeckung neuer und anscheinend sehr reichhaltiger Goldlagerstätten gelangt. Die neuen Goldfelder befinden sich 370 englische Meilen landeinwärts und sind weit und breit von Einöden umgeben; die nächste bewohnte Ansiedlung ist Derby, ein Ort von ungefähr 10 Häusern. Der neue Goldfund hat in den auftauchenden Kolonieen bereits eine große Aufregung erzeugt; von Adelaide und Melbourne gehen Dampfer nach dem westlichen Eldorado ab, vollgepropft von Goldgräbern und Spekulanten. * In Zwickau hatte sich ein Banklehrling durch gefälschte Wechsel 20000 M. verschafft und war damit ausgerückt. In Werdau wurde er verhaftet, man fand noch 17000 M. bei B. Neueste Nachrichten. München, 11. Juni. Nach hier kommt die sensationelle Nachricht, König Ludwig, der in Hohenschwangau ist, habe den an ihn entsandten Grafen Holnstein gefangen nehmen lassen und die Bewachung des Schlosses durch Gendarmen angeordnet. Man erwartet stündlich die Freilassung des Grafen und die Uebergabe des Schlosses an die Staatskommission. Danach wollte der König Widerstand leisten. Prinz Luitpold hat das Armeekommando angenommen. Belfast, 11. Juni. Hier kam es Donnerstag abermals zu heftigem Zusammenstoß mit dem Militär. Bisher 9 Tote, 14 Verwunder. Die nächste Nummer unserer Zeitung erscheint am den 16. Juni kr. Die Expedition. Gottesdienste. Schwerte. Größere evangelische Kirche. 1. Pfingsttag. Sonntag, den 13. Juni 1886: Frühpr. 8 Uhr: Past. Graeve. Hauptpr. ½10 Uhr: Past. Heinenberg. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst Past. Graeve. 2. Pfingsttag. Hauptpr. ½10 Uhr: Past Graeve. (Kollekte für die Heiden=Mission.) Nachmpr. 2 Uhr: Past. Heinenberg. Amtswoche: Past. Heinenberg. Reformierte Kirche. Samstag, 12. Juni, mittags 1 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. 1. Pfingsttag. Vorm. ½10 Uhr: Past. Terberger. (Abendmahl.) 2. Pfingsttag. Vorm. ½10 Uhr: Past. Terberger. 2. Pfingsttag. Evang.=luth.(nicht unierte) Kirche im Hause des Herrn Heinr. Haver: nachmittags 5 Uhr, Gottesdienst: Pastor Dr. Schmidt. Westhofen. 1. Pfingsttag. Vorm. 9 Uhr: Vorbereitung zum hl. Abendmahl. Vorm. ½10 Uhr: Past. Falkenberg. (Abendmahl.) Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst Past. Falkenberg. 2. Pfingsttag. Vorm. ½10 Uhr: Past. Falkenberg. Aplerbeck. 1. Pfingsttag. Frühpr.: Past. Baake. Hauptpr.: Past. Meinberg. 2. Psingsttag. Frühpr.: Past. Meinberg. Hauptpr.: Past. Kivver. Das Heuweger Erziehungshaut zu feiert am 2. Pfingsttage, den 14. Juni, nachmittags gegen ½3 Uhr, sein Jahresfest. Die Pfarrer Bornscheuer von Dellwig und Pröbsting von Camen werden die ersten Festredner sein. Hierzu ladet die Freunde und Wohlthäter der Anstalt freundein Das Kuratorium. Evangelische Gesangbücher in grosser und schöner Auswahl, in einfachen bist zu den feinsten Kalbleder- und Samt-Einbänden, mit silbernen Kanten, empfiehlt zu bekannt billigen, Preisen Carl Braus, Schwerte. (Todes-Anzeige. Vermischtes. * Ein grauenhafter Doppelmord ist Donnerstag früh in Berlin verübt. Im Hause Möckern straße 79 wohnte der Schenkwirt Schiffling mit Frau und Tochter im Erdgeschoß. Beschäftigt ist bei denselben ein noch nicht ganz siebzehnjähriger Hausknecht Keller, mit welchem sich Schiffling nicht zum besten stand. Keller ist nun Donnerstag morgen gegen 5 Uhr in das Schlafzimmer seines Prinzipals durch das offene Fenster eingestiegen, bat dem Schiffling mit einem scharfen * Dom Herrn über Leben 4 und Tod hat es gefallen, ( unsere gute Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter, die 4 Frau Wilwe Friedr. Färber, * g e b. B r u n n e n b e r g, gestern nachmittag 2½ Uhr # im 79. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu Cuchmen. 6 Allen Freunden und bekannten widmen diese 4 Trauernachricht mit der Bitte um stille Teilnahme. #.„Schwerte, Westhofen u. # Witten, 10. Juni 1886. Die trauernden 4 Hinterbliebenen. " Die Beerdigung findet * Samstag nachmittag 4 (Uhr statt. Kirschen, Pfd. 25 Pf., frische Erbsen, Pfd. 30 Pf., empfiehlt E. Gefunden! Am 2. Juni 1886 ist auf dem hiesigen Wochenmarkte in der Nähe des C. Duisbergschen Hauses ein schwarzer Regenschirm gefunden worden. Der Verlierer des obenbezeichneten Gegenstandes wird hierdurch aufgefordert, sich zur Geltendmachung setner Rechte innerhalb 3 Monaten bei der unterzeichneten Behörde zu melden. Nach Ablauf dieser Frist wird mit dem Funde gemäß§§ 6 u. f. des Reglements über die polizeiliche Behandlung der Fundsachen vom 21. April 1882 verfahren. Schwerte, 11. Juni 1886. Die Polizeiverwaltung. Eine amtliche Verkaufsstelle für Postwertzeichen 2c., welche von morgen ab in Kraft tritt, ist dem Kaufmann Herrn Wilhelm Schulz hier tragen worden. plerbeck, 9. Juni 1886. Kaiserliches Postamt. S 8.. Verpächlung. Die Bergbofer Gemeinde=Jagd soll am 16. Juni kr. nachmittags 5 Uhr, beim Wirt Chr. Pack öffentlich, meistbietend auf sechs Jahre verpachtet werden. Der Vorsteher. Neue Sendung eingetroffen. Wutterpulvei; verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paket, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pfg., zu haben bei Carl Braus Die Pächte von den Pastorat=Gärten auf der Liethe sind innerhalb 14 Tagen an den Unterzeichneten zu zahlen, widrigenfalls dieselben eingeklagt werden. Weishaupt, Ostenstraße. Beilchent und Rosen-Seife ist äußerst mild für die Haut, und namentlich als Kinder=, Wasch= u. Badeseife zu empfehlen. à Paket (3 Stück enth.) 40 Pfg. H. Kühnholz. Feinste geräuch. 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M. v. 0 nannnnnn 0 „„„„„„ 2 r6 3 * * * * * * * * * * Geschäfts=Erefsnung. Mit dem heutigen Tage eröffnete ich im Hause der Frau Wwe. I. Weinberg, Hüsingstr. 302a, ein Kolonialund Fettwaren-Geschäft. Es wird mein Bestreben sein, nur gute Waren zu billigsten Preisen zu führen, und halte mich den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend bestens empfohlen. Hochachtend D. Rang. Laupigzen: i. W. v. 0 N1c 60,000 M., 40,000 M., 30,000 M., 0 RIO 20,000 M., 0 M0 3X 10,000 M., 4X 5000 M. 7X 3000 M. u. s. w. u. s. w. 0 M 0 Erste Ziehung am 6. und 7. Juli d. J. 0 o„„„ 11 Stöck 10 J Vollose für alle 0 " Tnga S Mf. 3 Ziehungen gültig à 5 M, 11 Stück C LOSCGTI., für 50 M versendet 0 Der Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar. 0 Lose sind auch zu haben bei: Carl Braus, Buchhandlung in Schwerte. * * 2 26 # * * * * 03. Hauptgew. Gagen 0 4. Hauptgew.0) 20,000 K W VERLAG UR. SCHULTZ& CIE STRASSBURGTER Verkauf von Grundstücken. Ergster Kirmes. Am 20. und 21. d. 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IV Im Auftrage der Frau Wwe. Carl Lennings zu Minden werde ich deren gehörende und in hiesiger Steuergemeinde belegene Grundstücke, dls:. 10 g. 08 Flur II, No. 131, Ostenheide, Ackerl., groß 49 ui 09 Um. „ 211, Appelhof,„„ 48„ 37 34, Binnerheide,„„ 90„ 21 554„„ 1 Hell. 25 u. 53 08 Um. 95, Hohlstück„ groß 31 Nr 40 Um. 126 und 239, Quickspringe, Ackerl., groß 82 Ar 23 Om. 155 und 156, Kreimberge, Ackerland u. Holzung, groß 57 Ar 46 Um. „„„ 99 Speckebruch, Ackerl., groß 46 Ur 08 Um. *„„ 430 am Donnerstag, 17. Juni, nachmittags 6 Uhr, im Lokale des Herrn Frd. Sternberg hier öffentlich, meistbietend zum Verkaufe aussetzen. Schwerte, im Juni 1886. Hohenschwert. W SLT KUFLRGE. KOR. S. Erscheint in 22 Lieferungen à 40 PfE. Populäres Handbuch in gesunden& kranken Tagen: LIEFERANTEN Eheri e spane DES KAISERS VIII, CHOCCLADE amp;CACAOS Silberne Medaille Amsterdam 1883 Antwerpen 1885. Lofodinischer Medizinal=Dorsch= Leberthran H. v. 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Juni Kr., nachmittags 4 Uhr, soll das Gras in den Flößwiesen des Guts Ruhr nummerweise, meistbietend verkauft werden. Villigst. Freiherrlich von Elverfeldtsche Rentei. Stas=Vertauf. Samstag. 19. Juni kr., nachmittags 6 Uhr, soll das Gras in den Flurpöten bei Lichtendorf nummerweise, meistbietend verkauft werden. Villigst. Freiherrlich von Elverfeldtsche Rentei. Sraf=Verkauf in der Wiese Liethe bei Wandhofen Mittwoch, den 16. d. Mts., morgens 11 Uhr; sodann: Verkauf von 4 Pappeln und 2 Kirschbäumen. Srus Vertänse Dienstag, 15. Juni kr., nachmittags 5 Uhr: in Westhoffs Wiese am Ostenthor; nachmittags 5½ Uhr: in Uenkings Wiese daselbst; nachmittags 6 Uhr: in der Pastoratwiese am Mühlengraben; um 7 Uhr: in Fleitmanns Wiese am Dortmunder Wege und Speckebruch nummerweise, meistbietend an Ort und Stelle. Grasvertäuf. Herr Haarmann in Holzen läßt am Mittwoch, den 16. Juni, nachmittags 6 Uhr, 10 Morgen Gras unterhalb seines Hofes nummerweise, meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Hohenschwert. Gras=Verkäuf. Herr C. Sohlenkamp hier läßt am Freitag, den 18. Juni, nachmittags 6 Uhr, das Gras in seiner Wiese in der Liethe nummerweise, meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Hohenschwert. „„„ Herr L. Stricker in Villigst läßt am Samstag, den 19. Juni, 5 Morgen Wägnerschen Tallerbau, und zwar 4 Morgen hinter seiner Besitzung und 1 Morgen im Ruhrfelde belegen, nummerweise, meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Zusammenkunft an der Ruhrbrücke nachmittags 6 Uhr. Hobenschwert. Grar=,Hulkerbauund GrachtEr Afe zu Haus Husen b. Westhofen. Am 17. Juni: Wittbräuken b. Spburg; Klee, Futtervau, Grasparzellen, Roggenfrucht; am 19. Juni: In der Nähe des Hauses: Wiesen, Futterbau, Weidegras, Roggenfrucht. Sammelplatz am 17. Juni: Thiels Kotten. Sammelplatz am 19. Juni: Allee. Anfang jedesmal 4 Uhr nachmittags. Haus Husen, Mai 1886. Die Vervalung. Ehenruhn Fahrsran vom 1. Juni 1800. Bergisch=Märkische Eisenbahn. Schwerte— Hagen. Arnsberg— Schwerte. Arnsberg Abf. 515 917 14 638 856 Neheim=Hüsten„ 526 928 115 648 96 Wickede„ 542 944 131 75 922 Fröndenberg Ank. 558 953 140 712 931 Abf. 558 955 144 714 932 601 102 Langschede Schwerte 721 734 939 9 Schwerte Holzwickede Unna Unna Holzwickede Schwerte 151 Ank. 614 1015 24 Schwerte— Unna. Abf. 815 1047 1058 210 343 738 103 830 358 753 1016 Ank. 839 115 1116 227 48 82 1024 Unna— Schwerte. Abf. 65 618 1040 25 418 623 728 821 „ 632 1051 212 □ 634 832 Ank. 623 647 118 231 438 646 745 844 Unna— Soest. 1045— 1057— Hagen— Fröndenberg. Abf.— 86 "— 819 Hahonk....— 826 Hohenlimburg„— 836 Letmathe Ank.— 843 Abf. 622 850 „ 717 1010 Hagen Cabel Halden Iserlohn (Ostbahnhof) Westig Hemer Oese Menden Bösperde Fröndenberg Ank. 547 837 — 725 — 744 505 754 515 804 534 824 542 832 1110— 1117— 1124 1255 125 112 Ank. — 1213 — 1232 — 1240 1250 113 121 126 332 345 352 42 49 51 514 820 833 219 244 521 840 531 850 538 858 98 949 102 1016 1023 1030 937 945 950 Fröndenberg Bösperde Menden Oese Hemer Westig Iserlohn Fröndenberg Abf. 610 7 850 1100 215 435— 1106 221 441— 1116 231 449 7 1135 250 An. 719 1147 301 616 706 856 625 716 904 644 735 An. 656 744— 704 An.— 1155 312— 737 729 820 1100 826 1106 836 1115 855 1134 914 1143 922 Ank. Unna— Hamm. Unna Abf. 849 1118 118228 415 814 1027 Bönen„ 93 1131 I] 427 829 Hamm Ank. 916 1144 1129248 440 844 1049 Hamm— Unna. Hamm Abf. 532 106 135 351 550 79 732 Bönen„ 545 1018 147 f 68 □ 747 Unna Ank. 557 1030 20 411 616 727 803 Hagen— Elberfeld. Abf. 6437399 101148 123 71/86 260 318 455 642720 82 930 1048 Elberfeld Dpsbg. An. 7188391031251 124 288 354420 540 74082 840 1044 1150 Elberfeld— Hagen. Elberfeld Opsbg. Abf.626 820 917 946 955 1224 118 155 325 529 814 90 1120 Hagen Ank.731 9221011 1023 1035 126 152 30 418 631 919 938 1229 Hagen Letmathe— Altena. Letmathe Abf. 847 1119 412 541 91 1026 Einsal„ 856 1127 421 551 910 1035 Altena Ank. 93 1133 428 558 917 1042 Letmathe. 87 1281 150 5.0 814 1239 157 547 822 1248 25 555 Altena Einsal Letmathe Altena Abf. 524 Ank. 531 540 829 836 844 Unna— Holzwickede Unna Holzwickede Aplerbeck Hörde Dortmund Dortmund Dortmund Hörde Aplerbeck Holzwickede Abf. Ank. Abf. Ank. Unna Vörde— Hagen. Vörde Abf. 627 907159 557 — Dortmund. 612 1054— 213 629 827 622 1044— 223 639 837 623 1045— 225 641 838 632 1054 1238 235 650 847 640 11 1246 243 657 854 653 1111 1258 257 710 97 — Hozwickede— Unna. Abf. 751 107 1208 317 717 932 „ 85 1021 1222 331 730 946 „ 814 1030 1230 340 738 955 Ank. 822 1039 An. 2 Abf. 823 1040— Ank. 883 1050— Hagen— Hagen Milspe Thal„ 638 91325 503 Kückelhausen Gevelsberg=Hause„ 648 328 218 616 Niederhaspe Vogelsang. 657 937227625 Harkorten Harkorten„ 72 942232630 Vogelsang Niederhaspe„ 77 9, 237635 Gevelsberg=Haufe Kückelhausen„ 714 954244612 Milspe Thal Hagen Ank. 720 10 250648 Vörde Hagen— Lüdenscheid. Hagen Abf. Oberhagen„ Delstern„ Dahl„ Rummenoh#„ Dahlerbrücke„ Schalksmühle„ Brügge Ank. „„ Abf. Lüdenscheid Ank. 7. Abf. 349 746 104 350 747 105 4 756 1015 Vörde. 748 1056 424 7/26 755 113 431 733 82 1110 438 740 8, 1115 443 745 812 1120 448 750 821 1131 459 7 834 1144 512 812 Ank. 889 1149 517817 Lüdenscheid— Hagen. Brügge Schalksmühle„ Dahlerbrücke„ Rummenohl„ Dahl„ Delstern Oberhagen Hagen Abf. 520 905— 588 59 5/8 61 Ank. 629 1014— 950 957 958 10 1015 1016 1025 1035 1045 Dortmund Abf. Barop„ Annen„ Witten Ank. „ Abf. Wetter„ Herdecke Ank. „ Abf. Hagen Ank. Hagen Herdecke Volmarstein Wengern Bommern Herbede Blankenstein Hattingen Dahlhausen Steele 721 854104— 1224 725 855 105 1214 1225 782 92 1012 1221 1232 9 99 912 923 9 955 105 1014 1020 1021 1032 1088 Hagen Abf.—— 3.— 626|— 96 229 10/88 3s 546 627 1 750 9; 98o 1089 310 555 664 716 757 914 987 1046 Steele. Ank. 555 710 64 719 611 726 81 815 827 834 843 852 859 913 923 932 9465 959 10 1231 1239 1248 1254 11 1 115 129 137 144 38 319 330 336 343 350 356 406 414 4 533 542 550 645— 656— 7— 711— 718— 726— 733— 749 980 757 989 8. 946 Rechtsrheinische Eisenbahn. Strecke Düsseldorf— Dortmund und zurück. Düsseldorf Abf.— Gerresheim„ Neanderthal„ Mettmann„ Dornap„ Sonnborn„ Elberfeld(Ottenbruch)„ „(Mirke) Unterbarmen Mittelbarmen„ Oberbarmen„ Schwelm Gevelsberg„ Ober=Vogelsang„ Haspe Hagen Ank.— 628 684 640 645 915 925 9#9# 948 958 10, 1018 1019 105 109 Ank. Hagen Haspe Ober=Vogelsang Gevelsberg Schwelm Ober=Barmen Mittel=Barmen Unter=Barmen eiberfeld(Mirke) „(Ottenbruch) Sonnborn Dornap Mettmann Neanderthal Gerresheim Düsseldorf Hagen B.=M. "„Rh. Herdeae Löttringhausen Hörde Dortmund Abf. Ank. 626 991 630 985 642 9.7 656 10 35 550— 3 62— 321 614— 335 626 735 7 1012 345 638 749 719 10/0 3s 645 757 Fahrplan der Personen=Posten Schwerte—Hörde und Schwerte—Iserlohn. Schwerte— Hörde. Post nach Hörde Abgang 400 nachm. Ankunft daselbst 55 nachm. Hörde— Schwerte. Post nach Schwerte Abgang 510 nachm. Ankunft daselbst 61 nachm. Schwerte— Iserlohn. Von Schwerte nach Iserlohn 640 vorm. Ankunft in Iserlohn 840 vorm. Sserlohn— Schwerte. Von Iserlohn nach Schwerte 120 nachm. Ankunft in Schwerte 35 nachm. Rhein- u. hardt-Weine, weiß von 40, rot von 60 Pf. v. Li. od. Fl. an, b. z. d. seinsten Bordeaux 115 Pf. p. Fl. an unter 30 Lt. od. Fl. p. Nachn., Ia. Champ. M. 2,10, alles naturreine vorzügl. Qualitäten. Fez. Daenlein, Weinbergbes., Heppenbeim a. B. Kote Kreuz=Trft, à 1 Mark, find in der Exped. zu haben. Ziehung unabänderlich 27. Juni anfangend. Am 2. Pfingsttage findet bei mir # Balt=E statt. Westhofen. Hengstenberg. Henner Kirmes: BAEL bei D. Schwerter. henner Kirmes. Am 2. Psingsttage findet bei mir SALE statt, wozu ergebenst einladet I. Egen. Handels=Nachrichten. Dortmund, 9. Juni 1886. Per 100 Kilo. Weizen, schwerer „ mittel „ leicht.. Roggen, gut.. " mittel „ gering Hafer, gut... „ mittel „ gering Gerste, schwere.. „ mittel „ leicht. Kartoffeln Stroh(Richt=) Heu Butter, 1 Kilo Eier, 60 Stück. 5he ster 44 4 14 50 75 nieorigst. 4 4 14 5 4 7 60 2/50 Neuß, 9. Juni 1886. Weizen /1. Qual. 2.„ à 100 Kilo 3.„ Landroggen /1.„ à 100 Kilo s2.„ Gerste[Winterà 100 Kilo SommerBuchweizen à 100 Kilo Hafer, 1. Qu.„„ „ 2.„„„ Kartoffeln„„ Heu 3 500„ Roggenstroh à 500„ Rübol per 100„ in Partieen v. 100 Ztr. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gereinigt. Oel p. 100 K. 3 Mk. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo. Weizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo. Kleien à 50 Kilo. 17 16 14 13 15 4 36 20 45 46 108 5 40 40 50 50 20 Viehmärkte. Dortmund, 8. Juni. Zum gestrigen bezw. heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben: 456 Stück Großvieh, 197 Schweine, 167 Kälber, 50 Schafe. Per 100 Pfd. Schlachtgewicht wurde gezahlt: für Ochsen 58—60 444, für Stiere 38—45 K., für Kühe 1. Qual. 54 bis 57 M, 2. Qual. 50—54 M, für Schweine 1. Qual. 44—47 MK, 2. Qual 39—43 J, für Kälber per Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 50 bis 56 4, 2. Qual. 46—50 9. Schafe desgl. 55 4. Hagen, 9. Juni. Faselschweinmarkt bei den Herren Robert Lichtenhagen und Dan. Schmidt am Markt: Die Zahl der aufgetriebenen Ferkel belief sich auf circa 300 Stück. Die Preise stellten sich im Durchschnitt auf 3 Mk. bis 3 Mk. 50 Pfg. per Woche nach Alter für Frischlinge, größere Faselschweine kosteten 25 bis 35 Mk., Handel lebhaft.— Der Zutrieb am Schlachtviehmarkt bei den Herren Gastwirten Theodor Hassel, Friedr. Voß und Aug. Goost am Berg.=Märk. Bahnhofe belief sich auf 120 Stück hiesige und Hamburger Speckschweine, 45 Stück Rindvieh und 50 St. Kälber. Man bezahlte für Schweine 45, 46 bis 48 Mk., für Rindvieh 50, 54—58 Mk. je nach Qualität per 100 Pfd. und Schlachtgewicht.— Münsterländer Mastkälber, fettgetränkte Ware kostet fortwährend 50, 55 bis 60 Pf., leichtere Sorten 40— 45 Pf. per Pfo. Fleischgewicht. Nächster Wochen=, Schlacht= und Faselschweinmarkt: Dienstag, don 15. Juni ke.